Tottenham? Das war mal. Künftig will der Premier-League-Klub anders genannt werden.
Der Verein schickte zuletzt nämlich E-Mails an alle Broadcaster der Premier League aus – und zwar mit der Bitte, künftig nicht mehr “Tottenham” genannt zu werden.
Laut Vereinsangaben weiter zulässig sind die Bezeichnungen “Tottenham Hotspur” oder die bekannte Kurzform “Spurs”.
Globale Marke soll profitieren
Der Grund für diese Maßnahme? Im November m November habe sich der Verein auf eine “überarbeitete Marken-Identität” geeinigt, von der die “globale Attraktivität” von Tottenham Hotspur profitieren soll.
Mit Kevin Danso steht seit diesem Winter auch ein Österreicher bei den Spurs unter Vertrag. Aktuell liegt Tottenham Hotspur in der Tabelle der Premier League nur auf dem unzufriedenstellenden 13. Rang.
Die Tabelle der Premier League >>>
In an email that was circulated to Premier League broadcasters on February 10, that has been seen by The Athletic, Tottenham Hotspur made it clear they don’t want to be referred to as simply ‘Tottenham’.
Titled “Tottenham Hotspur Naming Update”, the email said: “Tottenham… pic.twitter.com/lXI3VzgSFq
— The Spurs Express (@TheSpursExpress) February 21, 2025
VIDEO: Die Österreicher in der Premier League gerankt
Trotz seiner Freude über den Aufschwung von Borussia Mönchengladbach hat Roland Virkus subtile Kritik an der Mannschaft geäußert.
Mönchengladbach – Schon im Laufe der vergangenen Woche hinterließ Roland Virkus den Eindruck, geahnt zu haben, was da mit dem FC Augsburg auf Borussia Mönchengladbach zukommen würde.
Hat Virkus Gladbachs Niederlage gegen Augsburg vorhergesehen?
Der Sport-Geschäftsführer warnte nicht nur vor dem späteren Dreifachtorschützen Alexis Claude-Maurice, sondern allgemein vor den unangenehm spielenden Fuggerstädtern. Es war nicht das erste Mal, dass Virkus betonte, solche Spiele können einen anderen Verlauf nehmen als geplant. Nachdem das Auswärtsduell bei Union Berlin noch mit 2:1 gewonnen worden war, geriet Gladbach gegen Augsburg trotz eines verheißungsvollen Starts unter die Räder.
Der Platzverweis gegen Jonas Omlin nach knapp 30 Minuten hatte daran einen bedeutenden Anteil, alleine an der Unterzahl machte Virkus zwei der drei Gegentore aber nicht fest. Schließlich hätte Borussia auch mit einem Mann weniger verhindern können, dass Claude-Maurice beim 1:0 frei in den Strafraum einläuft und beim 2:0 mutterseelenallein am Strafraumeck steht.
Gladbach hat in vielen Aspekten relevante Fortschritte erzielt und nicht umsonst seit dem 22. Spieltag genau so viele Punkte auf dem Konto wie in der gesamten Saison 2023/24. Dennoch übte Virkus nach dem Schlusspfiff gegen Augsburg versteckte Kritik an der Mannschaft.
Virkus bemängelt fehlende Cleverness
Auf die Frage, warum das Abwehrverhalten in der zweiten Halbzeit passiver war als noch in Durchgang eins, erläuterte der Sportchef: „Es ist in der Halbzeit nachjustiert worden, dann liegt es am Fokus der Jungs. Du kannst viel erzählen, aber wenn die Spieler trotzdem gewinnen und den Zuschauern etwas bieten wollen, ist das vielleicht falsch.“
Fehlt Gladbach die Cleverness, womöglich sogar die Reife? „In so einer Situation, in so einem Spiel, musst du als Mannschaft auch mit einem Unentschieden zufrieden sein, wenn du weißt, es wird nicht mehr viel gehen“, sagte Virkus, der betonte: „Das ist auch ein Lernprozess, den eine Mannschaft machen muss.“
Als Vorwurf seien diese Worte nicht zu verstehen, einen solchen könne man der Fohlen-Elf nicht machen. „Sie hat so viel richtig gemacht in den letzten Wochen, da kann es auch mal sein, dass du so ein Spiel verkraften musst“, betonte der 58-Jährige vielmehr und ergänzte: „Es ist unsere Aufgabe, aus den Dingen zu lernen. Aus so einer Niederlage musst du etwas mitnehmen, das werden wir auch tun.“
Gladbach muss abgezockter werden
Nach der verkorksten Saison 2023/24 hat Gladbach gelernt, sich im Spiel gegen den Ball zu wehren und gegen unangenehme Gegner zu behaupten. Gleichzeitig ist es den Fohlen mehrfach gelungen, enge Partien für sich zu entscheiden.
Womöglich wollte die Mannschaft nach vier ungeschlagenen Spielen aber zu viel, entwickelte in Unterzahl vielleicht ein „Jetzt erst recht“-Gefühl, um die Fans für die lautstarke Unterstützung und sich selbst zu belohnen. Doch während sich Tim Kleindienst und Co. an der Augsburger Defensive und Torhüter Finn Dahmen die Zähne ausbissen, schlugen die Gäste vorne eiskalt zu.
Genau diese Abgezocktheit kann in den Partien gegen die Bundesligisten, die unangenehm zu bespielen sind, über einen Punktgewinn entscheiden. Und gegen den 1. FC Heidenheim (Samstag, 15.30 Uhr) wird es nicht zuletzt darauf ankommen, wie die Mannschaft die Pleite gegen Augsburg verarbeitet hat. Der Tabellen-16. wird nach dem überraschenden Unentschieden gegen RB Leipzig (2:2) jedenfalls gewillt sein, ein weiteres Erfolgserlebnis einzufahren.
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FAQ: Nicht reif genug? Virkus lässt mit versteckter
Frage 1: Was bedeutet "nicht reif genug"?
Antwort: Der Ausdruck "nicht reif genug" wird oft verwendet, um auszudrücken, dass jemand oder etwas noch nicht bereit ist, um bestimmte Anforderungen oder Erwartungen zu erfüllen. Dies kann in verschiedenen Kontexten verwendet werden, z.B. in der persönlichen Entwicklung, in der Karriere oder beim Lernen neuer Fähigkeiten.
Frage 2: Wer ist Virkus?
Antwort: Virkus könnte sich auf eine Person oder Marke beziehen, die möglicherweise mit Entwicklung, Coaching oder persönlichen Veränderungen in Verbindung steht. Um genauere Informationen zu erhalten, benötigen wir Kontext zu der Person oder dem Unternehmen.
Frage 3: Was bedeutet "Virkus lässt mit versteckter"?
Antwort: Der Ausdruck "Virkus lässt mit versteckter" scheint unvollständig zu sein. Möglicherweise fehlt ein Teil des Satzes, der erklärt, was genau versteckt wird oder was Virkus tun lässt. Bitte präzisieren Sie, worauf Sie sich beziehen.
Frage 4: Wie kann ich herausfinden, ob ich bereit bin für neue Herausforderungen?
Antwort: Um zu beurteilen, ob Sie bereit sind, neue Herausforderungen anzunehmen, können Sie folgende Fragen stellen:
Habe ich das nötige Wissen und die Fähigkeiten?
Fühle ich mich emotional bereit für Veränderungen?
Habe ich Unterstützung von anderen, um mich bei neuen Herausforderungen zu helfen?
Frage 5: Gibt es spezifische Anzeichen, dass jemand nicht reif genug ist?
Antwort: Ja, einige Anzeichen könnten sein:
Unzureichende Kenntnisse oder Erfahrungen in einem bestimmten Bereich
Fehlende emotionale Reife oder Stabilität
Widerstand gegen Veränderungen oder neue Ideen
Mangelndes Selbstvertrauen or Überforderung
Frage 6: Wie kann ich reifer werden, um neue Herausforderungen anzunehmen?
Antwort: Um persönliches Wachstum zu fördern, können Sie:
Fortbildung oder Schulungen besuchen
Mentorship suchen
Reflexion über eigene Stärken und Schwächen
An Herausforderungen in kleinen Schritten arbeiten
Frage 7: Wo finde ich Hilfe beim persönlichen Wachstum?
Antwort: Unterstützung finden Sie in:
Professionellen Coaches oder Therapeuten
Online-Kursen und Workshops
Selbsthilfebüchern und Literatur
Unterstützungsgruppen oder Communities
Bitte lassen Sie mich wissen, ob Sie weitere Informationen oder Klärungen zu einem bestimmten Thema benötigen!
Nach dem beeindruckenden 6:0 gegen Union Berlin setzt Borussia Dortmund auf eine Schubwirkung. Dies gilt insbesondere für Pascal Groß.
Dortmund – Dass Pascal Groß beim Kantersieg von Borussia Dortmund über Union Berlin am Samstag trotz vier Torvorlagen das Rampenlicht teilen musste, passt ins Bild. Weil Serhou Guirassy vier der sechs Tore des BVB gegen indisponierte Köpenicker erzielte, stand der Stürmer noch stärker im Mittelpunkt als sein an diesem Abend kongenialer Vorlagengeber.
Ein Lautsprecher ist Groß keineswegs, die Blütezeit seiner Karriere hat er beim international wenig beachteten Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion verbracht. So ist der Eindruck entstanden, beim Mittelfeldmann handle es sich um einen Spätzünder, weil er erst im fortgeschrittenen Fußballer-Alter zu ganz hohen Weihen gekommen ist.
Pascal Groß bisher beim BVB auch unter den eigenen Erwartungen
Der gebürtige Mannheimer machte sein erstes von inzwischen zwölf Länderspielen für den DFB im September 2023 mit 32 Jahren, erst vor der laufenden Saison hat Groß mit dem Wechsel nach Dortmund den Weg zu einem anerkannten Top-Klub gefunden.
Tatsächlich wussten nicht nur die Bundestrainer Hansi Flick und Julian Nagelsmann schon zuvor um seine Qualitäten, auch unter Fachleuten wurde Groß schon jahrelang hoch bewertet. Und so war sein Wechsel zum BVB durchaus mit hohen Erwartungen verknüpft. Da kam immerhin ein äußerst gestandener, über Jahre in der Premier League gestählter Profi nach Dortmund.
Klar, dass Groß in einer Führungsrolle gesehen wurde und als Leistungsträger eingeplant war. Diesen Anspruch hat der 33-Jährige noch nicht regelmäßig rechtfertigen können. „Ich habe mir persönlich mehr vorgenommen für die Saison. Dass wir als Mannschaft besser dastehen, dass ich einen großen Einfluss habe. Da ist in beiden Punkten noch Luft nach oben“, gestand Groß nun ehrlich in der BVB-Talksendung ‚Brinkhoff’s Ballgeflüster‘.
Groß ist ein erster Gewinner unter BVB-Trainer Niko Kovač
Immerhin: Der Trend geht in die richtige Richtung. Groß kann als Gewinner des Trainerwechsels von Nuri Şahin zu Niko Kovač gelten. Während der Ex-Coach den Nationalspieler immer wieder in der Startelf hin- und herschob, ihn notgedrungen oft als Rechtsverteidiger einsetzte, wo seine Tempodefizite zum Vorschein kommen, hat der Nachfolger auf dem Trainerposten eine klare Rolle für Groß festgelegt.
„In der Verteidigung spielt er auf der Doppelsechs, wenn wir angreifen ist er auf der Acht. Er hat die Übersicht, die Ruhe am Ball, das Auge für den Mitspieler. Das ist genau der Pascal, den wir uns alle wünschen und er selbst auch“, geriet Kovač nach der Gala gegen Union ins Schwärmen.
Wegen Fan-Choreo: Schlotterbeck ahnte BVB-Gala voraus
Groß verriet in der Talksendung dabei ein simples Rezept für den besten BVB-Auftritt seit Monaten. „Was ich besonders fand, war die Aktion der Fans vor dem Spiel am Samstag. In einer schwierigen Phase, wie sie uns da unterstützt haben. Schlotti [Nico Schlotterbeck, Anm. d. Red.] kam beim Warmmachen zu mir und hat gesagt: Pascal, die machen heute eine Choreo. Wenn das so ist, hauen wir die Gegner immer weg“, schmunzelte Groß.
Der Push durch den eigenen Anhang war sicher ein Balsam für die BVB-Profis, denen in der laufenden Saison immer wieder Verunsicherung anzumerken ist. „Ich bin der Meinung, dass der Kopf im Sport eine extreme Rolle spielt. Das hat man bei uns gesehen, wenn wir in Lissabon oder jetzt gegen Union in Führung gehen, das zweite, dritte Tor nachlegen können, dann löst sich viel und wir spielen deutlich besser. Das muss man im Optimalfall auch hinbekommen, wenn ein Spiel bei 0:0 losgeht“, weiß Groß.
Groß tritt als Mahner beim BVB auf
Ob die Selbstverständlichkeit nun endlich zurück ist, muss der BVB nach dem 6:0 gegen Union erst beweisen. Typisch für die Saison wäre ein Rückfall beim FC St. Pauli am Wochenende. „Ich hatte das Gefühl diese Saison schon des Öfteren, dass ich dachte, jetzt wird es besser. Deswegen muss ich sagen und habe ich zu den Jungs gesagt: Es war ein Supertag, ein 6:0 ist nicht selbstverständlich in der Bundesliga, aber wir müssen jetzt einfach weitermachen“, betonte Groß.
Die mangelnde Konstanz ist dabei selbstredend auch ein Thema in der Kabine. „Das ist eine Qualität, die wir vermissen lassen in der Saison, alle drei Tage gut zu spielen. Das ist der Unterschied zu den ganz großen Mannschaften, das haben wir bisher nicht hinbekommen, und das muss der Anspruch für die letzten Monate sein“, forderte Groß von sich und den Kollegen.
Groß: „Dankbar, dass ich in Dortmund spielen kann“
Die These, dass der BVB deutlich besser dastünde, wenn er mehr reflektierte Vollprofis wie Groß im Kader hätte, ist sicher erlaubt. Niederlagen nagen am Routinier, der im besten Sinne als fußballverrückt gilt. „Ich schalte sehr schwer ab, ich nehme das schon mit nach Hause. Wenn es nicht läuft, würde ich lügen, wenn ich sage, ich gehe nach Hause und die Welt ist in Ordnung. Das ist bei mir überhaupt nicht so“, sagte Groß.
Dem Nationalspieler nimmt man ab, wenn er vom Privileg spricht, als das er seinen Beruf empfindet. „Ich mache das aus Liebe und Leidenschaft, ich bin dankbar, dass ich in Dortmund spielen kann. Dann ist es für mich das Mindeste, dass ich das mit voller Hingabe mache.“
Zweifel an der richtigen Haltung und Einstellung haben die Leistungen von Groß nicht aufkommen lassen, auch wenn er unter den Erwartungen geblieben ist. In Dortmund wird nach wie vor honoriert, wenn Spieler ihr Bestes geben. Es müssen auch nicht immer vier Torvorlagen in einem Spiel sein.
Eintracht Frankfurt muss Lösungen finden, um gefährlicher zu werden – die Hoffnung ruht auf den Neuen.
Im ganz geheimen Testspiel auf dem Hauptfeld im Waldstadion erweckte Eintracht-Stürmer Michy Batshuayi seine Knipserqualitäten wieder zum Leben. Der Belgier steuerte im Privatkick gegen den Regionalligisten TSV Steinbach Haiger einen Doppelpack bei, den anderen Eintracht-Treffer erzielte Mo Dahoud. Das änderte freilich nichts an der 3:4-Niederlage des Bundesligisten, aber Schwamm drüber: Das Team war ohnehin aufgefüllt mit einigen Nachwuchsspielern, die Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit diente dazu, den Reservisten etwas Spielpraxis zu geben.
Interessant allemal aber, dass Batshuayi doppelt traf. Das schaffte auch Elye Wahi in einem Testspiel vor wenigen Wochen gegen die eigene U21. Die beiden Neuen, so viel scheint klar, wissen also, wo das Tor steht. Blöderweise konnten sie das bisher nicht zeigen, als es ernst wurde. Okay, das ist jetzt vielleicht ein bisschen unfair. Denn allzu viele Gelegenheiten, ihr Können darzulegen, hatte weder der eine noch der andere.
Der 22 Jahre alte Wahi hatte zuletzt die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen – aber irgendwie auch nicht. Ihm kam die keinesfalls dankbare Aufgabe zu, beim Auswärtsspiel in München im zweiten Abschnitt an der Seite von Hugo Ekitiké zu stürmen. Undankbar deswegen, weil die Partie doch von erdrückender Bayern-Dominanz bestimmt wurde, was das Endresultat richtig ausdrückt: vier zu null.
Wahi hatte zwei, drei annehmbare Aktionen, auch eine halbwegs gute Chance, doch da traf er den Ball nicht richtig. Ansonsten aber wirkte er doch noch arg fremdelnd mit der eigenen Mannschaft, da war eine Menge Leerlauf im Spiel, auch wenn ihm Trainer Dino Toppmöller eine ordentliche Leistung attestierte. Der Fußballlehrer hatte den für mehr als 20 Millionen Euro aus Marseille gekommenen Angreifer zunächst auf der Bank belassen, weil das Trainerteam es ihm in einem Spiel, „in dem wir viel gegen den Ball arbeiten müssen, noch nicht ganz zugetraut hat, von Anfang an zu spielen.“ Das Thema Fitness spielt also auch bei Wahi eine Rolle. Schon erstaunlich, dass Spieler aus der Ligue 1 einen derart großen Konditionsrückstand haben, dass sie erst nach Wochen im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Bei Hugo Ekitiké war es vor einem Jahr ja ganz ähnlich.
Ex-Kapitän vermisst Marmoush
Batshuayi, der im Training immer besser ins Rollen kommt, und vor allem Wahi werden aber bald funktionieren müssen, wenn die Eintracht den Champions-League-Rang verteidigen will. Denn nur auf Ekitiké und einen stärker werdenden Can Uzun zu hoffen, wäre doch ein wenig blauäugig. Trainer Toppmöller ist aber guter Dinge, dass beide ab März, wenn so langsam die Crunchtime beginnt, voll auf Betriebstemperatur sein werden. Von den Qualitäten eines Elye Wahi ist der Chefcoach vollends überzeugt. Die Frage ist nur, wann er zündet. Bis dahin geistert Omar Marmoush als Phantom weiterhin durch den Stadtwald.
Auch für Sebastian Rode, den Ex-Kapitän, ist klar, dass sich die Mannschaft erst noch finden muss in der Offensive, der Abgang der Lichtgestalt im Angriff lässt sich nicht so mir nichts, dir nichts verkraften. „Mit Omar Marmoush hast du einen absoluten Top-Spieler verloren“, sagte der Ruheständler im Heimspiel des HR. „Er hat die ganze Statik des Spiels geändert und war für den Gegner unberechenbar. Da sind sie jetzt in einem Umbruch und müssen andere Mittel einsetzen, um vorne Tore zu machen.“ So sieht es aus. Sonst geraten die Ziele in Gefahr.
Zumal es im Team noch andere Baustellen gibt. Im zentralen Mittelfeld etwa ist Ellyes Skhiri nach seiner Rippenblessur völlig außer Tritt geraten. Nach seiner Einwechslung in München präsentierte sich der Tunesier in bedenklicher Form; hanebüchen, wie er sich einmal von Leroy Sané den Ball am eigenen Sechzehner abjagen ließ – im Normalfall schon das 3:0, doch der Nationalspieler setzte die Kugel freistehend aus elf Meter am Pfosten vorbei. Skhiri spielt zurzeit wieder, als sei er mit seinem Stil aus der Zeit gefallen.
Das Problem: Sein Stellvertreter Oscar Hojlund ist noch jung und unerfahren, 20, er will oft zu viel, weshalb sein ganzes Spiel zu hektisch und fehlerbehaftet ist. Nebenmann Hugo Larsson, schon sehr viel weiter und eigentlich eine Kapazität, ist auch erst 20. Ein wenig Erfahrung auf der wichtigen Achsen-Position wäre ganz gut. Vielleicht eine Chance für Mo Dahoud?
Und auch hinten wackelt die Eintracht momentan merklich, Torwart Kevin Trapp erwischte in München einen schwarzen Tag, wirkt längst nicht mehr so sicher uns souverän. In der Öffentlichkeit wird der Kapitän teilweise hart angezählt, was er sicher nicht verdient hat. Und auch Verteidiger Tuta spielt in diesem Jahr weit unter Form, patzt inzwischen wieder fast in jedem Spiel. Nun, nach seiner fünften Gelben, ist er aber sowieso erst einmal gesperrt. Und auch Nnamdi Collins geriet in München an seine Grenzen. Vielleicht kann ja Abwehrchef Robin Koch das Gebilde stabilisieren. Denn um große Ziele zu erreichen, braucht es Stabilität und Widerstandsfähigkeit auf allen Ebenen – und Durchschlagskraft ganz vorne.
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FAQ zu Eintracht Frankfurt: Nicht nur vorne klemmt’s
1. Was bedeutet der Titel "Nicht nur vorne klemmt’s"?
Der Titel verweist auf die Herausforderungen, die die Eintracht Frankfurt sowohl in der Offensive als auch in anderen Bereichen des Spiels hat. Es deutet darauf hin, dass Probleme nicht nur in der Torproduktion bestehen, sondern auch in der Defensive oder im Mittelfeld.
2. Welche Probleme hat Eintracht Frankfurt aktuell?
Eintracht Frankfurt sieht sich einer Reihe von Herausforderungen gegenüber, darunter:
Torreichtum: Schwierigkeiten, Chancen in Tore umzumünzen.
Defensive Aufbau: Probleme in der Defensive, die zu Gegentoren führen.
Spielstrategie: Unsicherheiten in der Spielaufbau und Taktik.
Verletzungen: Ausfälle von Schlüsselspielern aufgrund von Verletzungen.
Teamchemie: Möglicherweise fehlende Harmonie innerhalb der Mannschaft.
3. Wer sind die Schlüsselspieler, die fehlen könnten?
Schlüsselspieler können Verletzungsopfer oder diejenigen sein, die aus anderen Gründen nicht zur Verfügung stehen. Dazu gehören oft Leistungsträger wie Stürmer oder Abwehrchefs.
4. Wie reagiert der Trainer auf die aktuellen Probleme?
Der Trainer wird in der Regel versucht, Lösungen zu finden, sei es durch Anpassungen in der Taktik, Veränderungen in der Aufstellung oder durch die Einbindung junger Spieler.
5. Was kann Eintracht Frankfurt tun, um sich zu verbessern?
Training intensivieren: Fokussierung auf Offensive und Defensive im Training.
Kaderanalyse: Überprüfung der Stärken und Schwächen der Spieler.
Transferstrategien: Gezielte Verpflichtungen im Winter-Transferfenster, um dringend benötigte Talente zu holen.
Psychologische Unterstützung: Stärkung des Teamgeistes und der mentalen Stärke der Spieler.
6. Wie stehen die Chancen für die kommende Saison?
Die Chancen hängen stark von den getroffenen Maßnahmen ab. Eine Verbesserung in der aktuellen Spielweise, erfolgreiche Transfers und das Management von Verletzungen könnten die Ergebnisse positiv beeinflussen.
7. Was sagen die Fans?
Die Meinungen der Fans sind oft geteilt. Einige stehen hinter der Mannschaft und unterstützen sie bedingungslos, während andere Kritik an den Leistungen äußern und Veränderungen fordern.
8. Wo kann ich die nächsten Spiele von Eintracht Frankfurt verfolgen?
Die Spiele können in der Regel über Sportsender, Streaming-Dienste oder auf der offiziellen Webseite des Vereins verfolgt werden. Außerdem bieten viele Sportportale Live-Ticker und Spielberichte an.
9. Gibt es eine Möglichkeit, die Mannschaft zu unterstützen?
Fans können die Mannschaft unterstützen, indem sie Spiele im Stadion besuchen, Merchandise kaufen oder sich an Fan-Aktionen beteiligen. Auch soziale Medien bieten eine Plattform, um persönliche Botschaften und Unterstützung auszudrücken.
10. Wie geht es den verletzten Spielern?
Die Verletzungsupdates sind oft auf der offiziellen Webseite von Eintracht Frankfurt oder in Pressekonferenzen des Trainers zu finden. Der Heilungsprozess kann je nach Art der Verletzung variieren.
Diese FAQ soll dir helfen, die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen bei Eintracht Frankfurt besser zu verstehen.
Einige Sommer-Neuzugänge zünden beim BVB in dieser Saison noch nicht wie gewünscht. Vor allem von Yan Couto und Waldemar Anton dürften sich viele Fans wohl mehr erhofft haben. Zeigt die Formkurve bei ihnen nicht bald nach oben, könnten sie schnell als Transfer-Flops abgestempelt werden.
Dass es bei manchen Spielern allerdings auch mal etwas Geduld benötigt, zeigt nun ein ehemaliger Profi des BVB. Während er sein Potenzial im schwarz-gelben Trikot nie vollends ausschöpfen konnte, geht er andernorts völlig durch die Decke. Nun könnte ein Mega-Transfer bevorstehen!
BVB: Isak vor Wechsel nach Barcelona?
Bei Borussia Dortmund dürfte man sich wohl mächtig ärgern, dass man Alexander Isak vor wenigen Jahren nicht mehr Zeit gegeben hat. Nach bereits zweieinhalb Jahren wurde der Schwede für gerade einmal 15 Millionen Euro an Real Sociedad verscherbelt. Eine Summe, die angesichts der 75 Millionen Euro Ablöse, die Newcastle United drei Jahre später an die Andalusier überwies, nicht gut gealtert ist.
Auch interessant: Borussia Dortmund: Star-Trainer packt aus – deswegen sagte ER dem BVB ab!
Bei den „Magpies“ ist Isak inzwischen zu einem der besten Stürmer der Premier League gereift. Diese Entwicklung ist auch dem FC Barcelona nicht verborgen geblieben. Der „Mundo Deportivo“ zufolge ist der Ex-BVB-Star ein Nachfolgekandidat für Robert Lewandowski. Zumindest in der kommenden Saison soll der 36-Jährige allerdings noch für Barca stürmen.
Newcastle auf Verkäufe angewiesen
Ein Abgang Isaks aus Newcastle ist indes keineswegs unwahrscheinlich. Aufgrund der Probleme der „Magpies“ mit dem Financial Fair Play muss der Verein Ablösen generieren – die man durch einen Verkauf des Ex-Dortmunders wohl definitiv einplanen dürfte.
Ob der finanziell klamm gebeutelte Klub aus Barcelona die wohl hohe Ablöse für Isak stemmen könnte, bleibt allerdings abzuwarten. Wohlmöglich muss sich die „Blaugrana“ bei der Suche nach einem Lewandowski-Nachfolger umorientieren.
Leipzig – Einen großen Anteil daran, ob diese Saison für RB Leipzig noch versöhnlich endet, hätte der Gewinn des DFB-Pokals. Dafür ist ein Weiterkommen im Viertelfinale am Mittwochabend daheim gegen den VfL Wolfsburg (20.45 Uhr/Sky) zwingend nötig. Doch es wird schwer.
In der aktuellen Verfassung, in der sich die Leipziger befinden, kann eigentlich alles passieren. Ein Befreiungsschlag wie beim 3:0 gegen Eintracht Frankfurt im Achtelfinale, ein Glanzlos-Auftritt wie zuletzt beim 0:0 in Augsburg oder schlimmstenfalls ein 1:5, wie im November, als die Wölfe zuletzt in der Red Bull Arena gewannen.
Spannend ist das schon. Auch wenn RB natürlich viel lieber erfolgreichen Fußball spielen würde.
Trainer Marco Rose (48) am Dienstag auf der Pressekonferenz: “Das Gefühl für gewisse Situationen geht uns gerade ein Stück weit ab. In welcher Phase befinden wir uns als Klub gerade grundsätzlich? Welches Gefühl haben wir für bestimmte Spielsituationen?”
RB Leipzig
Harter Elfmeter, aber: RB Leipzig wirft Wolfsburg raus und steht im Halbfinale!
Es sei seine Aufgabe, die Spieler im Kopf wieder gerade zu bekommen. Zuletzt war ihm das trotz intensiver Trainingswochen augenscheinlich nicht gelungen, weshalb schnell wieder Abgangsgerüchte aufkamen.
“Ich werde natürlich ständig bewertet, vor allem an Resultaten gemessen. Momentan spielen wir nicht die Sterne vom Himmel. Da ist es klar, dass Kritik und Fragen aufkommen”, so der Coach, fügte aber mit Blick auf ein mögliches Weiterkommen im Pokal hinzu: “Wenn ich nicht daran glauben würde, sollte ich nicht mehr hier sitzen. Ich glaube daran, dass wir eine erfolgreiche Saison daraus machen können.”
Während Leipzig wohl kurzfristig noch auf Christoph Baumgartner (25) und Yussuf Poulsen (30) verzichten muss, kommt auch Wolfsburg mit Personalsorgen zu den Sachsen.
Der verletzte Kapitän Maximilian Arnold (30) und Torwart Kamil Grabara (26, Oberschenkelverletzung) werden den Niedersachsen in Leipzig weiter fehlen.
Laut Trainer Ralph Hasenhüttl (57) sei die gegnerische Mannschaft nach wie vor mit hoher Qualität ausgestattet, schränkte aber ein: “Klar merkt man natürlich auch, dass nicht alles immer nur so einfach von der Hand geht.”
Borussia Dortmund setzt nach dem überzeugenden 6:0 gegen Union Berlin auf einen Aufschwung. Dies bezieht sich auch auf Pascal Groß ganz persönlich.
Dortmund – Dass Pascal Groß beim Kantersieg von Borussia Dortmund über Union Berlin am Samstag trotz vier Torvorlagen das Rampenlicht teilen musste, passt ins Bild. Weil Serhou Guirassy vier der sechs Tore des BVB gegen indisponierte Köpenicker erzielte, stand der Stürmer noch stärker im Mittelpunkt als sein an diesem Abend kongenialer Vorlagengeber.
Ein Lautsprecher ist Groß keineswegs, die Blütezeit seiner Karriere hat er beim international wenig beachteten Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion verbracht. So ist der Eindruck entstanden, beim Mittelfeldmann handle es sich um einen Spätzünder, weil er erst im fortgeschrittenen Fußballer-Alter zu ganz hohen Weihen gekommen ist.
Pascal Groß bisher beim BVB auch unter den eigenen Erwartungen
Der gebürtige Mannheimer machte sein erstes von inzwischen zwölf Länderspielen für den DFB im September 2023 mit 32 Jahren, erst vor der laufenden Saison hat Groß mit dem Wechsel nach Dortmund den Weg zu einem anerkannten Top-Klub gefunden.
Tatsächlich wussten nicht nur die Bundestrainer Hansi Flick und Julian Nagelsmann schon zuvor um seine Qualitäten, auch unter Fachleuten wurde Groß schon jahrelang hoch bewertet. Und so war sein Wechsel zum BVB durchaus mit hohen Erwartungen verknüpft. Da kam immerhin ein äußerst gestandener, über Jahre in der Premier League gestählter Profi nach Dortmund.
Klar, dass Groß in einer Führungsrolle gesehen wurde und als Leistungsträger eingeplant war. Diesen Anspruch hat der 33-Jährige noch nicht regelmäßig rechtfertigen können. „Ich habe mir persönlich mehr vorgenommen für die Saison. Dass wir als Mannschaft besser dastehen, dass ich einen großen Einfluss habe. Da ist in beiden Punkten noch Luft nach oben“, gestand Groß nun ehrlich in der BVB-Talksendung ‚Brinkhoff’s Ballgeflüster‘.
Groß ist ein erster Gewinner unter BVB-Trainer Niko Kovač
Immerhin: Der Trend geht in die richtige Richtung. Groß kann als Gewinner des Trainerwechsels von Nuri Şahin zu Niko Kovač gelten. Während der Ex-Coach den Nationalspieler immer wieder in der Startelf hin- und herschob, ihn notgedrungen oft als Rechtsverteidiger einsetzte, wo seine Tempodefizite zum Vorschein kommen, hat der Nachfolger auf dem Trainerposten eine klare Rolle für Groß festgelegt.
„In der Verteidigung spielt er auf der Doppelsechs, wenn wir angreifen ist er auf der Acht. Er hat die Übersicht, die Ruhe am Ball, das Auge für den Mitspieler. Das ist genau der Pascal, den wir uns alle wünschen und er selbst auch“, geriet Kovač nach der Gala gegen Union ins Schwärmen.
Wegen Fan-Choreo: Schlotterbeck ahnte BVB-Gala voraus
Groß verriet in der Talksendung dabei ein simples Rezept für den besten BVB-Auftritt seit Monaten. „Was ich besonders fand, war die Aktion der Fans vor dem Spiel am Samstag. In einer schwierigen Phase, wie sie uns da unterstützt haben. Schlotti [Nico Schlotterbeck, Anm. d. Red.] kam beim Warmmachen zu mir und hat gesagt: Pascal, die machen heute eine Choreo. Wenn das so ist, hauen wir die Gegner immer weg“, schmunzelte Groß.
Der Push durch den eigenen Anhang war sicher ein Balsam für die BVB-Profis, denen in der laufenden Saison immer wieder Verunsicherung anzumerken ist. „Ich bin der Meinung, dass der Kopf im Sport eine extreme Rolle spielt. Das hat man bei uns gesehen, wenn wir in Lissabon oder jetzt gegen Union in Führung gehen, das zweite, dritte Tor nachlegen können, dann löst sich viel und wir spielen deutlich besser. Das muss man im Optimalfall auch hinbekommen, wenn ein Spiel bei 0:0 losgeht“, weiß Groß.
Groß tritt als Mahner beim BVB auf
Ob die Selbstverständlichkeit nun endlich zurück ist, muss der BVB nach dem 6:0 gegen Union erst beweisen. Typisch für die Saison wäre ein Rückfall beim FC St. Pauli am Wochenende. „Ich hatte das Gefühl diese Saison schon des Öfteren, dass ich dachte, jetzt wird es besser. Deswegen muss ich sagen und habe ich zu den Jungs gesagt: Es war ein Supertag, ein 6:0 ist nicht selbstverständlich in der Bundesliga, aber wir müssen jetzt einfach weitermachen“, betonte Groß.
Die mangelnde Konstanz ist dabei selbstredend auch ein Thema in der Kabine. „Das ist eine Qualität, die wir vermissen lassen in der Saison, alle drei Tage gut zu spielen. Das ist der Unterschied zu den ganz großen Mannschaften, das haben wir bisher nicht hinbekommen, und das muss der Anspruch für die letzten Monate sein“, forderte Groß von sich und den Kollegen.
Groß: „Dankbar, dass ich in Dortmund spielen kann“
Die These, dass der BVB deutlich besser dastünde, wenn er mehr reflektierte Vollprofis wie Groß im Kader hätte, ist sicher erlaubt. Niederlagen nagen am Routinier, der im besten Sinne als fußballverrückt gilt. „Ich schalte sehr schwer ab, ich nehme das schon mit nach Hause. Wenn es nicht läuft, würde ich lügen, wenn ich sage, ich gehe nach Hause und die Welt ist in Ordnung. Das ist bei mir überhaupt nicht so“, sagte Groß.
Dem Nationalspieler nimmt man ab, wenn er vom Privileg spricht, als das er seinen Beruf empfindet. „Ich mache das aus Liebe und Leidenschaft, ich bin dankbar, dass ich in Dortmund spielen kann. Dann ist es für mich das Mindeste, dass ich das mit voller Hingabe mache.“
Zweifel an der richtigen Haltung und Einstellung haben die Leistungen von Groß nicht aufkommen lassen, auch wenn er unter den Erwartungen geblieben ist. In Dortmund wird nach wie vor honoriert, wenn Spieler ihr Bestes geben. Es müssen auch nicht immer vier Torvorlagen in einem Spiel sein.
Werder Bremen steht auch nach dem Pokal-Aus beim Drittligisten Arminia Bielefeld zu seinem Trainer Ole Werner. „Das Trainer-Thema können wir direkt zumachen. Er steht bei uns überhaupt nicht zur Diskussion“, sagte Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz dem TV-Sender „Sky“. Die Klub-Führung sehe bei Werner, „wie fokussiert er ist, wie lösungsorientiert er arbeitet und was er den Jungs an die Hand gibt“.
Der 36 Jahre alte Werner übernahm die Bremer im November 2021 und erlebt gerade seine erste handfeste Krise als Werder-Trainer. Von den neun Pflichtspielen seit dem Jahreswechsel gewann sein Team nur eins. In der Bundesliga-Tabelle fiel Werder seitdem vom siebten auf den zwölften Platz zurück. Im DFB-Pokal verpassten die Bremer am Dienstagabend durch das 1:2 (0:2) in Bielefeld den Einzug ins Halbfinale.
Vor der Klatsche in Freiburg (0:5) am vergangenen Freitag und dem Bielefeld-Spiel standen alle Zeichen viel mehr auf Verlängerung Werners an der Weser. Der aktuell bis 2026 laufende Vertrag des früheren langjährigen Kielers solle langfristig ausgedehnt werden, berichtete die „Deichstube“. Eine Absichtserklärung für eine weitere Zusammenarbeit sei bei Werner und dessen Berater bereits hinterlegt, Verhandlungen haben aber noch nicht stattgefunden.
„Wenn ich ohne Druck Fußball spielen wollte, könnte ich heute zur Tür rausgehen und mich zweimal die Woche mit Freunden treffen, um auf einer Wiese zu spielen“, hatte Werner nach dem Freiburg und vor dem Arminia-Spiel gesagt. „Aber das macht ja keinen Spaß. Zumindest nicht immer. (…) Es gibt immer die Möglichkeit, im Fußball ein Spiel zu verlieren. Wenn du damit nicht klarkommst, geh nach Hause. Dann spiel im Freibad mit deinen Kumpels. Da verlierst du vielleicht auch, ist aber nicht so wichtig.“
LaLiga-Präsident Tebas fährt verbal schwere Geschütze gegen Real Madrid auf – Foto: Gualter Fatia/Getty Images
Reals Reformvorschläge gar nicht neu?
Erst ein offenbar zu Unrecht nicht gegebener Treffer von Vinícius Júnior, dann keine Rote Karte nach einer Grätsche von hinten in die Wade von Kylian Mbappé – ausgerechnet vom späteren Siegtorschützen Carlos Romero: Seit Real Madrids 0:1-Niederlage vom 1. Februar in LaLiga gegen Espanyol kommt der spanische Fußball nicht mehr zur Ruhe. Für die Königlichen war mit der zum Skandalspiel erklärten Partie in Barcelona das Fass übergelaufen, und zwei Tage später hatte der Madrider Klub einen Brandbrief an den spanischen Fußballverband RFEF sowie den Consejo Superior de Deportes, den Obersten Sportrat, eine Behörde der spanischen Regierung, geschickt, in dem er im Grunde das gesamte Schiedsrichtersystem kritisierte, eine strukturelle Reform forderte und das System als fehlerhaft, korrupt und betrügerisch bezeichnete. Nachdem Javier Tebas auf die Vorwürfe zunächst nur mit einer Nachricht auf dem Plattform X darauf reagierte, bezog der Präsident des spanischen Ligaverbandes nun in einem Interview mit dem Portal The Objective ausführlich Stellung und attackierte seinerseits Real Madrid und seinen Präsidenten scharf.
So sei es nicht wahr, dass es erst der spanische Rekordmeister war, der Reformen angeregt habe, vielmehr sei es er, Tebas selbst, gewesen, der noch 2023 vorgeschlagen habe, die Strukturen des spanischen Fußballs, im Speziellen des Schiedsrichterwesens nach dem englischen oder deutschen Modell zu ändern. Es würde bedeuten, dass die Schiedsrichter nicht mehr ausschließlich vom Verband abhängen, sondern Teil einer autonomen Gesellschaft werden, an der sowohl die Liga als auch der Verband beteiligt wären. In diesem Modell würde ein CEO ernannt, der von einem Verwaltungsrat kontrolliert würde, in dem die Liga, der Verband und andere wichtige Interessengruppen wie die Spielergewerkschaft vertreten wären. Real Madrid hingegen, das bis November des letzten Jahres ein Mitglied im Vorstand des Verbandes habe, greife nun diese Vorschläge auf, obwohl es lange geschwiegen habe: „Wenn sie im Vorstand des Verbandes saßen, der das zuständige Gremium in Sachen Schiedsrichterwesen ist, warum haben sie dort nichts gesagt? Warum haben sie keine Änderungen vorgeschlagen, als sie die Gelegenheit dazu hatten? Oder hatten sie kein Interesse daran, die Dinge richtig zu stellen?“, so Tebas. Jetzt werde aber von Real Madrid und seinem Fernsehsender (Realmadrid TV) ein verbal aggressives, manipuliertes Narrativ aufgebaut, nicht nur gegen die Schiedsrichter, sondern gegen den Wettbewerb selbst: „Den ganzen Tag lang wird von einer Verfälschung des Wettbewerbs gesprochen, was meiner Meinung nach ein bewusster Versuch ist, den Wettbewerb zu schädigen.“
„Sie weinen schon im Voraus“
Deshalb habe Liga-Verband LFP nun Realmadrid TV und den Verein selbst beim spanischen Fußballverband RFEF angezeigt, so Tebas, woraufhin sie sich auf das Recht auf freie Meinungsäußerung berufen haben. Dennoch bleibt der LaLiga-Chef bei seiner Meinung, dass alles, was die Königlichen in den letzten Wochen behaupten, eine absolut falsche Geschichte sei, die den gesamten Fußball in Frage stelle. Vor allem der Vorstand von Real Madrid habe mit dem Brief, den er neulich verschickt hat, dazu beigetragen. Gleichzeitig betont Tebas, dass zwischen dem Verein und seiner Führung unterschieden werden müsse: „Real Madrid ist viel mehr als sein Vorstand, und es gibt viele Madridistas, die diese Haltung nicht teilen, ich kenne viele Madridistas, die mit dieser Haltung des ständigen Jammerns des Klubs nicht einverstanden sind, mit diesem weinenden Klub, denn es scheint, als ob sie immer weinen. Sie weinen schon für dieses Wochenende oder die nächste Woche vor. Und an allem scheint eine angebliche jüdisch-freimaurerische Verschwörung schuld zu sein, und so ist es nicht. Wir sagen schon seit langem, was wir ändern wollen.“
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Dabei macht der 62-jährige Funktionär überhaupt keinen Hehl aus seiner Animosität gegenüber Florentino Pérez, mit dem er nach eigener Aussage seit über drei Jahren nicht mehr gesprochen hat. Dabei sind ihm die Super-League-Pläne des Real-Präsidenten immer noch der größte Dorn im Auge. „Florentino Pérez vertritt einen oligarchischen Fußball, einen Fußball nur für die Reichen, wo einige wenige für alle anderen entscheiden. Wie er selbst einmal in El Chiringuito sagte: ‘Ich werde entscheiden, wie die Solidarität verteilt wird.’ Das ist der Fußball, den er verteidigt. Wir hingegen verteidigen einen demokratischeren Fußball, in dem jeder Verein eine Stimme hat. Florentino respektiert das nicht, er respektiert die Mehrheit nicht“, wettert Tebas. Ob Pérez die zitierte Aussage in der Fernseh-Talk-Show El Chiringuito so jemals getätigt hat, sei dahingestellt, das Zitat lässt sich durch Quellen jedenfalls nicht belegen. Einstweilen rechnet Tebas keineswegs damit, dass die Super League vom Tisch ist, denn „Florentino verliert nie. Wo immer Florentino ist, steht nichts still.“
Prompte Reaktion nach Ancelottis Kritik
Nachdem die Heulsusen-Attacke des LaLiga-Präsidenten bereits am Wochenende publik wurden, äußerte sich Real Madrids Trainer Carlo Ancelotti auf der Pressekonferenz am Dienstag dazu und warf Tebas vor, sich zu viel mit Real Madrid und viel zu wenig mit den wahren Problemen des spanischen Fußballs zu beschäftigen. Tebas’ Reaktion ließ nicht lange auf sich warten, denn nur wenige Minuten nach Ancelottis Aussagen in Valdebebas, reagierte der 62-Jährige mit einem X-Beitrag, in dem er betonte, dass seine Aussagen der Vereinsführung, und nicht dem Verein selbst gegolten hätten. Gleichzeitig behauptet Tebas, nach eigener Aussage ein Real-Fan zu sein, dessen Madridismo sich aber im Winterschlaf befinde, da er „Madridista, aber kein Florentinista“ sei, der königliche Vorstand würde Ancelotti für die Verbreitung seines Narratives einsetzen, was eine Schande sei.
Carlo, todo el mundo sabe que las instituciones se reflejan en lo que hacen y dicen sus dirigentes. Y en el fútbol, aún más. Así que, cuando dije que “el Real Madrid se ha convertido en un club llorón”, evidentemente me refería a que son sus dirigentes quienes están construyendo… pic.twitter.com/0VwAGBHz2Q
— Javier Tebas Medrano (@Tebasjavier) February 25, 2025
Barça-Zwangsabstieg wegen Verjährung vom Tisch
Obwohl der Großteil des Interviews mit The Objective sich sich um Real Madrid und seinen Präsidenten drehte, äußerte sich Tebas auch zu anderen Themen, unter anderem auch über den Fall Negreira. Gegen den FC Barcelona wird wegen vermeintlicher Korruption im Sport, unfairer Verwaltung und Dokumentenfälschung ermittelt. Dass Barça dabei das Schlimmste noch bevorsteht, glaubt der LaLiga-Boss nicht. Zwar habe der Ligaverband beantragt, den Fall vor Gericht zu bringen, weil ihrer Ansicht nach genügend Beweise vorliegen, um festzustellen, dass der FC Barcelona ein Verbrechen der Sportkorruption begangen habe, und zwar nicht nur mit dem bloßen Angebot, sondern auch mit der Zahlung an Negreira mit der Absicht, Auf- und Abstiege zu beeinflussen. Dies reiche aus, um von Korruption im Sport auszugehen. Im Rahmen der vorliegenden Ermittlungen konnte Barça zwar der Kauf von Schiedsrichtern nicht nachgewiesen werden, doch die Zahlungen an Negreira sind laut Tebas unstrittig, und das sei bereits Korruption im Sport. Doch selbst bei einer Verurteilung vor Gericht muss der katalanische Großklub wohl keine sportlichen Konsequenzen befürchten: „In diesem Fall beträgt die Verjährungsfrist für Straftaten drei Jahre, und wir können keine andere Verjährungsfrist erfinden. Also, nein, aus diesem Grund würde es nicht zu einer Herabstufung der Ligazugehörigkeit kommen. Der Umfang der Strafen für Korruption im Sport weist viele Nuancen auf, und ich werde nicht zu sehr ins Detail gehen, da wir hier sonst einen Kurs in Strafrecht belegen würden. Zusammenfassend lässt sich jedoch sagen, dass die Sanktionen von der Auflösung einer Körperschaft oder eines Unternehmens bis hin zu Geldstrafen reichen können“, stellt Tebas klar.
Das Barça Gate
José María Enríquez Negreira war von 1997 bis 2018 der Vizepräsident des spanischen Schiedsrichterkomitees Comité Técnico de Árbitros (CTA).
Von 2001 bis 2018 gab es mehrere Zahlungen des FC Barcelona – unter vier Präsidenten, darunter auch Joan Laporta – an den Spanier in Gesamthöhe von 8,4 Millionen Euro.
Der Vorwurf, der seit Monaten untersucht wird: Hat Barça das spanische Schiedsrichtersystem durch als Beratung verschleierte Zahlungen, unter anderem an Negreiras Unternehmen DASNIL 95, korrumpiert, um daraus sportliche Vorteile zu erschleichen?
Roland Virkus hat trotz der Zufriedenheit mit der Entwicklung von Borussia Mönchengladbach leise Kritik an der Mannschaft geäußert.
Mönchengladbach – Schon im Laufe der vergangenen Woche hinterließ Roland Virkus den Eindruck, geahnt zu haben, was da mit dem FC Augsburg auf Borussia Mönchengladbach zukommen würde.
Hat Virkus Gladbachs Niederlage gegen Augsburg vorhergesehen?
Der Sport-Geschäftsführer warnte nicht nur vor dem späteren Dreifachtorschützen Alexis Claude-Maurice, sondern allgemein vor den unangenehm spielenden Fuggerstädtern. Es war nicht das erste Mal, dass Virkus betonte, solche Spiele können einen anderen Verlauf nehmen als geplant. Nachdem das Auswärtsduell bei Union Berlin noch mit 2:1 gewonnen worden war, geriet Gladbach gegen Augsburg trotz eines verheißungsvollen Starts unter die Räder.
Der Platzverweis gegen Jonas Omlin nach knapp 30 Minuten hatte daran einen bedeutenden Anteil, alleine an der Unterzahl machte Virkus zwei der drei Gegentore aber nicht fest. Schließlich hätte Borussia auch mit einem Mann weniger verhindern können, dass Claude-Maurice beim 1:0 frei in den Strafraum einläuft und beim 2:0 mutterseelenallein am Strafraumeck steht.
Gladbach hat in vielen Aspekten relevante Fortschritte erzielt und nicht umsonst seit dem 22. Spieltag genau so viele Punkte auf dem Konto wie in der gesamten Saison 2023/24. Dennoch übte Virkus nach dem Schlusspfiff gegen Augsburg versteckte Kritik an der Mannschaft.
Virkus bemängelt fehlende Cleverness
Auf die Frage, warum das Abwehrverhalten in der zweiten Halbzeit passiver war als noch in Durchgang eins, erläuterte der Sportchef: „Es ist in der Halbzeit nachjustiert worden, dann liegt es am Fokus der Jungs. Du kannst viel erzählen, aber wenn die Spieler trotzdem gewinnen und den Zuschauern etwas bieten wollen, ist das vielleicht falsch.“
Fehlt Gladbach die Cleverness, womöglich sogar die Reife? „In so einer Situation, in so einem Spiel, musst du als Mannschaft auch mit einem Unentschieden zufrieden sein, wenn du weißt, es wird nicht mehr viel gehen“, sagte Virkus, der betonte: „Das ist auch ein Lernprozess, den eine Mannschaft machen muss.“
Als Vorwurf seien diese Worte nicht zu verstehen, einen solchen könne man der Fohlen-Elf nicht machen. „Sie hat so viel richtig gemacht in den letzten Wochen, da kann es auch mal sein, dass du so ein Spiel verkraften musst“, betonte der 58-Jährige vielmehr und ergänzte: „Es ist unsere Aufgabe, aus den Dingen zu lernen. Aus so einer Niederlage musst du etwas mitnehmen, das werden wir auch tun.“
Gladbach muss abgezockter werden
Nach der verkorksten Saison 2023/24 hat Gladbach gelernt, sich im Spiel gegen den Ball zu wehren und gegen unangenehme Gegner zu behaupten. Gleichzeitig ist es den Fohlen mehrfach gelungen, enge Partien für sich zu entscheiden.
Womöglich wollte die Mannschaft nach vier ungeschlagenen Spielen aber zu viel, entwickelte in Unterzahl vielleicht ein „Jetzt erst recht“-Gefühl, um die Fans für die lautstarke Unterstützung und sich selbst zu belohnen. Doch während sich Tim Kleindienst und Co. an der Augsburger Defensive und Torhüter Finn Dahmen die Zähne ausbissen, schlugen die Gäste vorne eiskalt zu.
Genau diese Abgezocktheit kann in den Partien gegen die Bundesligisten, die unangenehm zu bespielen sind, über einen Punktgewinn entscheiden. Und gegen den 1. FC Heidenheim (Samstag, 15.30 Uhr) wird es nicht zuletzt darauf ankommen, wie die Mannschaft die Pleite gegen Augsburg verarbeitet hat. Der Tabellen-16. wird nach dem überraschenden Unentschieden gegen RB Leipzig (2:2) jedenfalls gewillt sein, ein weiteres Erfolgserlebnis einzufahren.
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