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  • Premier League – Der Beste! Glasner „schon jetzt eine

    Premier League – Der Beste! Glasner „schon jetzt eine


    Weil der 50-Jährige alle Herzen im Süden Londons gewonnen hat. Zuletzt mit der 4:1-Gala gegen Aston Villa, immerhin Achtelfinalist in der Champions League. „Die Spieler wussten genau, was zu tun ist, waren aggressiv, auch geduldig, haben nie das Momentum verloren. Ein großer Tag“, strahlte Glasner. „Die Atmosphäre war brilliant, die Unterstützung großartig.“

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  • Ljubicic über Debakel beim BVB: “Eine große Schande”

    Ljubicic über Debakel beim BVB: “Eine große Schande”



    Marin Ljubicic ist der einzige Winterzugang bei Union Berlin. Und feierte einen Einstand nach Maß: Der Kroate war bei seinem Debüt in Hoffenheim gleich erfolgreich. Nun sprach er erstmals in einer Medienrunde.

    Marin Ljubicic wartet noch auf sein Startelf-Debüt.


    Marin Ljubicic wartet noch auf sein Startelf-Debüt.

    imago images / Matthias Koch


    Lediglich Marin Ljubicic ist in der Wintertransferperiode zum Kader der Eisernen hinzugestoßen. Bisher durfte der Stürmer noch nicht von Beginn an ran, vielleicht aber dann am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im Heimspiel gegen Holstein Kiel. Zuvor sprach der Kroate in einer Medienrunde erstmal über …


    … sein Debüt in Hoffenheim: “Als ich hierher gekommen bin, hatte ich nur zwei Trainingstage mitgemacht vor dem Spiel. Ich musste mich erstmal an die neue Situation gewöhnen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich direkt im Kader stehen würde. Es war ein sehr glücklicher Moment, als ich eingewechselt wurde und bei meiner Premiere gleich noch treffen konnte.”


    Es war die höchste Niederlage meiner Karriere.


    Marin Ljubicic über das 0:6 beim BVB


    … das 0:6-Debakel in Dortmund: “Das war eine große Schande. Wir haben erst 75 Minuten gut gespielt, wir hatten Chancen, sie hatten Chancen. Das Eigentor war unglücklich, aber die letzten 15 Minuten dürfen so nicht passieren, es war die höchste Niederlage meiner Karriere.”


    … seinen Wechsel im Winter zu Union: “Ich hatte ein paar andere Optionen, aber darüber rede ich jetzt nicht. Union war die beste Option für mich, weil es für mich einen großen Schritt darstellt. Von Kroatien nach Österreich und dann nach Deutschland. Das ist für jeden jungen Spieler ein Traum. Bei meiner Ankunft haben mir die kroatischen Spieler im Kader sehr geholfen, mich hier im Verein und in der Stadt zurechtzufinden.”


    … seine Lieblingsposition: “Ich mag es, mehr im Zentrum zu spielen. Egal, ob mit einem anderen Stürmer oder alleine. In Linz und in Split habe ich ebenso auf dem rechten Flügel gespielt. Ich habe viele Positionen gespielt. Aber im Zentrum fühle ich mich am wohlsten, weil ich auf der Position am stärksten bin.”


    … das anstehende Spiel gegen Holstein Kiel am Sonntag: “Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns nach der Pleite in Dortmund. Wir müssen auf die drei Punkte gehen. Nur darum geht es in dem Spiel.”


    … Trainer Steffen Baumgart: “Er ist sehr streng und findet auf dem Platz immer die richtigen Worte. Dabei führt er viele Einzelgespräche. Obwohl wir nicht die gleiche Sprache sprechen, weil er nur Deutsch redet, verstehen wir seine Anweisungen trotzdem.”

    Aufgezeichnet von Jannis Klimburg



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  • Design, Verkaufsstart und eine besondere Variante

    Design, Verkaufsstart und eine besondere Variante


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  • Zwei Dortmund-Stars verdienen sich eine glatte Eins

    Zwei Dortmund-Stars verdienen sich eine glatte Eins


    1. fussball.news
    2. Deutschland
    3. Borussia Dortmund

    Borussia Dortmund hat mit einem 6:0 gegen Union Berlin einen fulminanten ersten Bundesliga-Sieg unter Niko Kovač hingelegt. Die Einzelkritik.

    Dortmund – Borussia Dortmund hat am Samstag in der Bundesliga den ersten Dreier unter Neu-Trainer Niko Kovač geholt. Gegen Union Berlin tat sich der BVB zunächst schwer, nach einem Eigentor von Diogo Leite (25.) lösten sich die mentalen Fesseln nach und nach. Vor der Pause legte Serhou Guirassy nach (40.), in der zweiten Hälfte kam Union nur kurz nochmal auf.

    In der Schlussviertelstunde rollte dann plötzlich eine BVB-Lawine über die Eisernen hinweg. Guirassy machte seine Treffer zwei bis vier (75., 80., 83.), dann setzte Maximilian Beier den Schlusspunkt (89.). Durch den 6:0-Sieg gegen Union klettert der BVB in der Tabelle auf Platz zehn, nimmt aber vor allem viel Selbstvertrauen mit in die kommenden Aufgaben.

    Serhou Guirassy schoss vier Tore beim Kantersieg des BVB gegen Union Berlin.
    Serhou Guirassy schoss vier Tore beim Kantersieg des BVB gegen Union Berlin. © IMAGO/pepphoto / Sascha Weiz

    Die Einzelkritik und Noten zum Spiel des BVB gegen Union Berlin in der Übersicht:

    Gregor Kobel

    Selten gefordert, dann aber stets zur Stelle. Starke Parade gegen Benedikt Hollerbach (35.) und bei einem Fast-Eigentor von Emre Can (59.). Note: 3,0

    Julian Ryerson

    Riss die Mannschaft mit seiner positiven Aggressivität im Vorwärtsverteidigen immer wieder mit, geradezu bezeichnend, dass sein beherzter Versuch das Eigentor von Diogo Leite heraufbeschwor. War der beste Mann auf dem Platz, bis andere beim BVB in der Schlussphase aufdrehten. Note: 1,5 (ab 85.: Yan Couto, ohne Note)

    Emre Can

    In Zweikämpfen und Laufduellen jederzeit auf der Höhe, im Aufbauspiel ohne große Risiken. Note: 3,0

    Nico Schlotterbeck

    Wie sein Nebenmann im direkten Duell nicht zu überwinden, obendrein mit dem üblichen sauberen Passspiel. Note: 3,0

    Ramy Bensebaini

    Konzentrierte sich weitgehend auf solide Abwehrarbeit, war trotzdem entscheidend an einem Treffer beteiligt: Herausragende Zweikampfführung gegen Woo-yeong Jeong vor dem 2:0. Note: 3,0 (ab 69.: Daniel Svensson, ohne Note)

    Marcel Sabitzer

    Kämpfte sich mit vielen gewonnen Zweikämpfen aus der individuellen Krise der letzten Wochen. Das Sahnehäubchen wäre eine Torbeteiligung gewesen, dennoch ein Aufwärtstrend. Note: 2,5 (ab 85.: Salih Özcan, ohne Note)

    Pascal Groß

    Legte Guirassy drei seiner Treffer auf und flankte auch auf Beier. Selbst ohne diesen Ertrag wäre es dank viel Übersicht und guten Momenten auch im Gegenpressing seine beste Leistung im BVB-Trikot gewesen. Note: 1,0

    Karim Adeyemi

    Schob immer wieder mit seinen Spurts an, leistete auch sehr wertvolle Dienste in der Arbeit gegen den Ball. Das Endprodukt fehlte, dennoch ein guter Auftritt. Note: 2,5

    Giovanni Reyna

    Bemüht, aber unauffällig, ersetzte den angeschlagenen Julian Brandt damit in etwa auf dessen aktuellen Niveau. Mit Glück, wegen eines Ausrutschers an einer Gelb-Roten Karte vorbeizukommen (63.). Note: 4,0 (ab 69.: Carney Chukwuemeka, ohne Note)

    Maximilian Beier

    Wirkte über weite Strecken unglücklich, seinen Abschlüssen fehlte die Überzeugung. Belohnte sich aber mit der Vorlage zum 4:0 auf Guirassy und einem seltenen Kopfballtor zum 6:0. Note: 3,0

    Serhou Guirassy

    War besser eingebunden als in den vergangenen Wochen, musste sich nicht so tief fallen lassen und zeigte seinen Instinkt mit vier astreinen Mittelstürmer-Toren. Note: 1,0 (ab 85.: Jamie Gittens, ohne Note)



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  • Dardais Wahl für Ungarn – hatte der DFB überhaupt eine

    Dardais Wahl für Ungarn – hatte der DFB überhaupt eine



    Bence Dardai hat sich für Ungarn entscheiden. Der 19-jährige bisherige DFB-Auswahlspieler des VfL Wolfsburg berichtet vom Einfluss seiner Brüder und einem jubelnden Papa.

    Künftig für Ungarn im Einsatz: Bence Dardai.


    Künftig für Ungarn im Einsatz: Bence Dardai.

    picture alliance/dpa


    Der DFB hat versucht, ihm eine Perspektive aufzuzeigen, wollte die Arbeit mit Bence Dardai, der die deutschen Auswahlmannschaften von der U 17 bis zur U 19 (insgesamt 24 Einsätze) durchlaufen hat, von einer Zukunft im Adler-Trikot überzeugen. Der 19-Jährige hat sich aber anders entschieden und läuft ab sofort für Ungarn, das Heimatland seiner Familie, auf. Hatte der DFB überhaupt eine Chance?


    Die Ungarn, die in erster Linie in Person von Nationaltrainer Marco Rossi um den Wolfsburger warben, hatten schließlich beste Unterstützer im unmittelbaren Umfeld des Mittelfeldspielers. Bences Brüder Marton und Palko (beide Hertha BSC) hatten bereits in der Vergangenheit den Verbandswechsel vollzogen, obendrein spielte Papa Pal 61-mal für sein Heimatland.

    Papa Pal Dardai hat “natürlich gejubelt”


    Er habe es sich reiflich überlegt, sagt Bence Dardai, seine Brüder hätten ihm “viel erzählt”, und als die Entscheidung schließlich gefallen ist, habe sein Vater “natürlich gejubelt”. In seiner Erklärung auf Instagram schreibt Dardai: “Meine Wurzeln liegen in Ungarn, mein Herz und das meiner Familie schlagen für Ungarn, und ich bin sehr froh, die Möglichkeit zu bekommen, für die ungarische A-Nationalmannschaft zu spielen.”




    Dabei vergisst der in Berlin auf die Welt gekommene Dardai nicht, dem DFB für die vergangenen Jahre zu danken. “Ich bin in Deutschland geboren, in Deutschland aufgewachsen und durch die DFB-Junioren ausgebildet worden. Dafür bin ich sehr dankbar und werde es auch immer sein. Ein weiterer Dank gilt allen Trainern und Offiziellen, die mir die bisherigen Chancen ermöglicht haben beim DFB.”

    Starke Entwicklung in Wolfsburg


    Hätte er perspektivisch das Zeug für die U 21 oder gar A-Nationalmannschaft gehabt? Schwer zu sagen. Klar ist: In seiner ersten Bundesligasaison in Wolfsburg hat sich Dardai bereits stark entwickelt. Der Teenager, der noch bei den A-Junioren spielen könnte, kommt auf zwölf Ligaeinsätze, ein Tor und drei Vorlagen. Er betont: “Ich versuche einfach, viel zu lernen in diesem Jahr. Wenn ich Minuten kriege, umso besser.”


    Die Konkurrenz in Deutschland mit Blick auf die A-Nationalmannschaft ist jedenfalls riesig: Im zentralen Mittelfeld, defensiv wie offensiv, tummeln sich mit Spielern wie Joshua Kimmich, Alexander Pavlovic, Angelo Stiller, Jamal Musiala, Florian Wirtz und perspektivisch womöglich auch Tom Bischof oder Paul Wanner zahlreiche Topspieler, die Aussicht auf eine baldige Nominierung Dardais wäre äußerst gering gewesen.

    Dardais Debüt schon gegen die Türkei?


    Bei den Ungarn hingegen wird es um einiges schneller gehen. Vorgesehen ist, dass Dardai schon in den Play-offs der Nations League im März nominiert wird, schon am 20. März könnte der Wolfsburger in der Türkei sein Debüt feiern. Ist er dann dabei? “Ich hoffe und denke schon.”



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  • Eine Goldgrube für Real Madrid?

    Eine Goldgrube für Real Madrid?


    Takefusa Kubo überzeugt bei Real Sociedad. Bei einem Transfer zu einem Top-Klub könnte sich Ex-Klub Real Madrid die Taschen voll machen.

    Vor dem Duell zwischen Real Sociedad und Real Madrid im Halbfinale der Copa del Rey am Mittwochabend (Hinspiel um 21.30 Uhr im LIVETICKER) sind bei den Gastgebern alle Augen auf einen Spieler gerichtet: Takefusa Kubo. Der quirlige Rechtsaußen ist aktuell in Topform. Für den Japaner ist das Spiel gegen die Königlichen ein ganz besonderes.

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    Kubo stand zwischen 2019 und 2022 bei Madrid unter Vertrag. Während seiner drei Jahre in der spanischen Landeshauptstadt kam Kubo bei den Königlichen nie richtig zum Zug. Vor seinem Transfer ins Baskenland lief Kubo in dieser Zeit leihweise schon für den FC Villareal, den FC Getafe und zweimal für den RCD Mallorca auf.

    Bei Real konnte sich Kubo nie gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Trotzdem könnte Real doch noch von Kubo profitieren – zumindest finanziell. Die Zeitung as spricht von einer möglichen „Goldgrube“ für Real.

    Die Madrilenen haben bei seinem Vertrag in San Sebastian eine Klausel verhandelt, durch die sie bei einem Verkauf von Kubo die Hälfte des Kapitalgewinns selbst einstreichen.

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    Marktwert von 40 Millionen: Geldregen für Real?

    Sollte Kubo, der laut transfermarkt.de aktuell einen Marktwert von 40 Millionen Euro besitzt, den Verein wechseln, könnte die Königlichen ein Geldregen erwarten.

    Madrid besitzt dazu noch eine Vorzugsoption. Real könnte bei einem Angebot eines anderen Vereins bis 2027 immer mit dem Angebot gleichziehen und den Japaner, sofern er es will, wieder nach Madrid zurückholen. Eine Rückkaufoption im klassischen Sinne soll es aber nie gegeben haben.

    Vor einem Jahr hat Kubo seinen Vertrag bei Real Sociedad bis Sommer 2029 verlängert. „Die Entscheidung, ob Kubo bei Real bleibt oder nicht, liegt bei Take und Real. Madrid partizipiert an den wirtschaftlichen Gewinnen eines möglichen zukünftigen Transfers, aber nicht an der Entscheidung, ihn zu transferieren oder nicht“, erklärte Sociedad-Präsident Jokin Aperribay bei der Verlängerung.

    Am Mittwochabend hat Kubo im direkten Duell mit der Elf von Carlo Ancelotti die nächste Möglichkeit, sich in den Fokus von Real Madrid – oder eines anderen Klubs zu spielen. So oder so würden die Madrilenen wohl profitieren.



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  • Eine Frechheit, was BVB-Kapitän Emre Can da sagt

    Eine Frechheit, was BVB-Kapitän Emre Can da sagt


    Kolumne
    BVB macht CL-Achtelfinale klar

    Aktualisiert am 21.02.2025, 07:23 Uhr

    Borussia Dortmund erreichte mit einem 0:0 gegen Sporting Lissabon das Achtelfinale der Champions League. Ausgerechnet der eigene Kapitän gab zu, dass man Schlendrian spielte. Hat er vergessen, wie das wohl bei 80.300 Zuschauern ankommt?

    Pit Gottschalk

    Diese Kolumne stellt die Sicht von Pit Gottschalk dar. Informieren Sie sich, wie unsere Redaktion mit Meinungen in Texten umgeht.

    Beim Champions-League-Abend am Mittwoch in Dortmund waren 80.300 Zuschauer im Signal Iduna Park. Sie kamen, obwohl Borussia Dortmund das Hinspiel bei Sporting Lissabon 3:0 gewonnen hatte und das Rückspiel eigentlich nur eine Formsache auf dem Weg ins Achtelfinale werden konnte. Sie kamen und zahlten Eintritt, weil sie ein schönes Fußballspiel sehen wollten.

    Mehr News zur Champions League

    Dass das Heimspiel dann 0:0 ausgeht – dafür kann niemand etwas. Wir lieben den Fußball ja, weil niemand weiß, wie’s ausgeht. Nein, die Unverschämtheit passierte hinterher. BVB-Kapitän Emre Can räumte am DAZN-Mikrofon ein: “Wir haben nicht mehr gemacht als nötig.” Dienst nach Vorschrift also. Die Millionäre in kurzen Hosen taten nichts, was die Beine ermüden könnte.

    BVB-Krise: Emre Can dachte nicht an Wiedergutmachung

    Hat Can keine Sekunde daran gedacht, wofür die 80.300 Zuschauer ins Stadion gekommen sind? Ganz sicher nicht, um nur das Nötigste zu sehen. Und schon gar nicht nach den Fehlschlägen, die das Publikum bei den vergangenen Auftritten, zuletzt 0:2 in Bochum, ertragen musste. Das Mindeste, das man als Fan erwarten kann, ist doch, dass die Mannschaft viel mehr tut, als nötig ist.

    Das ist ja schon eine Frage der Ehre. Wenn man als BVB-Profi eine Bundesliga-Saison verkorkst wie der aktuelle Kader 2024/25, dann ist jedes Spiel eine Form von Wiedergutmachung. Man muss im Stadion bis zur hintersten Reihe spüren, dass die Spieler alles geben. Und nicht nur das, was nötig ist. Emre Can ist Kapitän – wie kann er diesen Schlendrian öffentlich vertreten?

    Momente der Offenbarung für die BVB-Kaderplaner

    Vermutlich liegt genau hier das Problem von Borussia Dortmund: Die Spieler haben längst vergessen, worauf es ankommt. Ja, auf die Ergebnisse – aber nicht nur. Man muss nicht gleich die Phrasen von “Gras fressen” oder ähnlichem auspacken. Aber die Verwaltung eines Europapokal-Rückspiels ist so ziemlich das Letzte, was die zahlende Anhängerschaft einem Team in der Krise zugesteht.

    Als Kaderplaner sollte man diese Momente der Offenbarung registrieren und bei der Zusammenstellung für die nächste Saison berücksichtigen. Gerade Borussia Dortmund lebt von der bedingungslosen Identifikation mit denen, die auf der Tribüne ihr letztes Hemd für den Verein geben. Wenn Emre Can das nicht kapiert, sollte er seine Spielführerbinde zurückgeben.

    Über den Autor

    • Pit Gottschalk ist Journalist, Buchautor und ehemaliger Chefredakteur von SPORT1. Seinen kostenlosen Fußball-Newsletter Fever Pit’ch erhalten Sie hier.
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  • Eine kleine Revolution bei Borussia Dortmund

    Eine kleine Revolution bei Borussia Dortmund


    Ein kleines Wort reichte dem Fußballtrainer Niko Kovac, um den Auftritt seines Tageshelden zu beschreiben. „Weltklasse“ sei die Leistung des Torjägers Serhou Guirassy gewesen, der vier Treffer zum 6:0-Sieg beigetragen und damit erstmals in seiner Profikarriere in einer Partie viermal getroffen hatte. „Das war ein perfekter Abend“, ergänzte der Nationalspieler Guineas, der bereits die Torjägerliste der Champions League vor Superstars wie Kylian Mbappé, Robert Lewandowski oder Harry Kane anführt. In der Bundesliga war er vor diesem 23. Spieltag mit neun Toren weit weniger effizient. Haben die Dortmunder also am Samstag den endgültigen Durchbruch eines Fußballers erlebt, der alle mitreißen kann?

    Das Gesicht dieses für Borussia Dortmund befreienden Abends mag Hans-Joachim Watzke gewesen sein, dessen ungetrübtes Lachen auf der Tribüne eine bislang verborgene Seite des Klubchefs sichtbar machte. Der heimliche Held war Pascal Groß, der vier Tore vorbereitet hatte, aber die große Hoffnung ist Guirassy.

    Denn zumindest auf den ersten Blick verkörperte der im vorigen Sommer für 18 Millionen Euro aus Stuttgart ins Revier transferierte Profi die stark schwankenden Ergebnisse zwischen nationalem und internationalem Wettbewerb wie kaum ein anderer. Wenn er jetzt auch in der Bundesliga regelmäßig träfe – so könnte man annehmen –, würden für das gesamte Team bessere Zeiten anbrechen. Wobei Guirassy auch in Partien ohne Tore häufig zu den stärksten Dortmundern zählte.

    Kovac schickt Groß bei Ballbesitz auf die Außenbahn

    Denn er arbeitet auch dann intensiv mit, wenn die Gegner den Ball haben. Er wartet nicht nur auf Torvorlagen, sondern bereichert den Spielaufbau, indem er sich in den engen Räumen des offensiven Mittelfeldes anbietet. „Ich würde Serhou gegen keinen Spieler der Welt tauschen“, hat der im Januar beim BVB entlassene Nuri Şahin im Herbst über Guirassy gesagt. Das war vielleicht ein wenig übertrieben, aber nicht erst seit der Show gegen Union ist der Nationalspieler Guineas neben Nico Schlotterbeck der zuverlässigste Stabilisator des launischen BVB-Konstrukts. Es hat allerdings lange gedauert, bis er auf diesem Niveau angekommen ist.

    Nach ersten Profistationen bei Stade Laval, AJ Auxerre und OSC Lille wechselte er 2016 zum 1. FC Köln in die Bundesliga, wo er – auch aufgrund von Verletzungen – drei Jahre lang eher mitschwamm. Erinnert wird bei den Rheinländern vor allen Dingen eine Szene aus einer richtungsweisenden Partie im Kampf um den Klassenverbleib gegen Werder Bremen, als Guirassy aus drei Metern das leere Tor verfehlte. Danach war das Kölner Urteil gefällt: Das ist keiner.

    „Weltklasse“: BVB-Coach Kovac ist voll des Lobes für seinen trefffreudigen Torjäger. Der Erfolg liegt auch an der Zusammenarbeit mit Pascal Groß.
    „Weltklasse“: BVB-Coach Kovac ist voll des Lobes für seinen trefffreudigen Torjäger. Der Erfolg liegt auch an der Zusammenarbeit mit Pascal Groß.AFP

    Zurück in Frankreich blieb er zunächst ein Mittelklassestürmer, schoss in einer Saison zehn Tore für Stade Rennes, in einem anderen Jahr traf er neunmal, aber kaum jemand konnte sich vorstellen, dass dieser Spieler in die Phalanx der Allergrößten vorstoßen würde. Doch die 28 Treffer in der vergangenen Bundesligasaison für den VfB Stuttgart waren ein Statement. Und dass Guirassy sich im laufenden Jahr nicht dauerhaft von den Krisendynamiken beim BVB herunterziehen ließ, ist beeindruckend. Nach dieser Partie besteht nun sogar die Hoffnung, dass er einen kongenialen Partner gefunden hat.

    Drei Guirassy-Treffer und Maxi Beiers 6:0 hatte Pascal Groß aufgelegt. Vier Assists eines Bundesligafußballers in einem einzigen Spiel gab es nach Angaben des Statistikdienstleisters „Opta“ seit Beginn der Datenerhebung erst zweimal: durch Christopher Nkunku für RB Leipzig gegen Schalke 2020 sowie acht Jahre zuvor durch Szabolcs Huszti für Hannover 96 beim Niedersachsen-Derby in Wolfsburg.

    Besser als Şahin scheint es Kovac zu gelingen, Groß ins Spiel des Teams zu integrieren, eine direkte Verbindung zu Guirassy herzustellen und nebenbei eine kleine BVB-Revolution in Gang zu setzen. In der jüngeren Vergangenheit wurde das alte Prinzip Flanke-Kopfball-Tor eher umgangen, Treffer sollten herauskombiniert werden. Weil aber Groß solch ein brillanter Flankengeber ist und Guirassy der passende Abnehmer, ändert sich das gerade.

    Ein Grund dafür ist, dass der defensive Zentrumsspieler Groß seit einigen Wochen bei Ballbesitz regelmäßig die Position mit dem Linksverteidiger tauschen soll. Dadurch kommt er oft in Räume weit vorne auf dem Flügel, aus denen er seine Bälle in den Strafraum schlagen kann. Zwei Guirassy-Treffer und das Tor von Beier bereitete er auf diese Art vor, blieb anschließend aber selbstkritisch. „Wir haben in dieser Saison kein einziges Mal zwei Spiele hintereinander in der Bundesliga gewonnen, das ist schon echt schwach.“

    Es ist also verständlich, dass die Angst vor dem nächsten Rückschlag noch nicht verflogen ist. Es sei dringend nötig, „mal drei, vier Spiele am Stück“ zu gewinnen, sagte Marcel Sabitzer, und nicht sofort wieder zusammenzufallen, wenn „dann auswärts wieder so ein ekliges Spiel kommt, wo wir uns den Schneid abkaufen lassen“. Auch Kovac mahnte: „Dieses Spiel ist ein schönes Zeichen, aber mehr auch nicht.“

    Hinter solchen Aussagen steckt das ewige Problemthema beim BVB: Es gelingt nicht, die Spannung hoch zu halten und dauerhaft mit der erforderlichen ­Intensität zu arbeiten. Der abermals schwache Karim Adeyemi forderte erst mal sehr forsch zwei freie Tage, statt fokussiert zu bleiben, was Guirassy eher nicht tun würde. Der Stürmer ist auch deshalb solch ein bedeutsamer Spieler, weil er zwar auf die Vorlagen der Kollegen angewiesen ist, aber relativ unabhängig von den Leistungsschwankungen und Stimmungen seiner Mannschaft bleibt. Das trifft wahrlich nicht auf viele Dortmunder Profis zu.



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  • Borussia Dortmund feiert Gala! Fans stellen sich jetzt nur noch eine Frage

    Borussia Dortmund feiert Gala! Fans stellen sich jetzt nur noch eine Frage


    Das tut richtig gut! Borussia Dortmund erlebt eine Horror-Saison in der Bundesliga und konnte jetzt die Krise vorerst beenden. Neu-Trainer Niko Kovac konnte nämlich den ersten Bundesliga-Sieg einfahren, seit er den BVB übernommen hat – und was für einer!

    Gegen Union Berlin siegte Borussia Dortmund dank einer starken Leistung mit 6:0 und holte dabei auch drei wichtige Punkte. War das jetzt der Dosenöffner für die Trendwende? Diese Frage stellen sich alle Fans nach der Begegnung.

    Borussia Dortmund: Erster Bundesliga-Sieg unter Kovac

    Seit Niko Kovac bei Borussia Dortmund übernommen hatte, folgten zwei Bundesliga-Pleiten gegen den VfB Stuttgart (1:2) und VfL Bochum (0:2). Während es in der Champions League gegen Sporting Lissabon (3:0 und 0:0) immerhin etwas positiver lief, wartete der neue Trainer in der Liga auf den ersten Erfolg.


    Auch interessant: Borussia Dortmund – Union Berlin: Detail im Stadion sorgt für Aufsehen! Der Grund ist ernst


    Der kam jetzt endlich im dritten Anlauf. Am 23. Spieltag konnte Kovac mit seiner Mannschaft drei immens wichtige Punkte gegen Union Berlin einfahren. Im Signal-Iduna-Park fertigte der BVB die Eisernen mit 6:0 ab. Dank einer starken und engagierten Leistung des gesamten Teams durften die heimischen Fans sich über den Sieg freuen.

    In der Tabelle konnten die Dortmunder immerhin einen Platz nach oben gut machen und stehen jetzt auf Rang zehn. Der Vorsprung auf die internationalen Plätze bleibt aber weiter groß, da die Konkurrenten um Freiburg und Mainz gewinnen konnten.

    Folgt jetzt die endgültige Wende?

    Es ist das erste Mal seit langer Zeit, dass Borussia Dortmund von Anfang bis Ende eine ordentliche Leistung zeigte. Hinten ließ die BVB-Mannschaft nicht viel zu und sorgte in der Offensive für Gefahr. Auch bei der Chancenverwertung waren die Schwarzgelben eiskalt. Genau das wollen die Fans sehen.

    War das auch der Startschuss für die Trendwende? Die Anhänger hoffen, dass Niko Kovac endlich sein Team in der wichtigen Phase der Saison gefunden hat und dafür sorgen kann, dass der Revierklub in der Tabelle jetzt weiter nach oben klettert. Zudem steht in der Champions League bald das wichtige Achtelfinale gegen OSC Lille an. Der BVB will in der Königsklasse so weit wie möglich kommen.


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    Die Liga hat aber Vorrang, da man sich nur hier für das internationale Geschäft qualifizieren kann. Aus dem DFB-Pokal ist Dortmund schließlich früh rausgeflogen. Weiter geht es kommende Woche beim FC St. Pauli (1. März, 15.30 Uhr). Folgt dann der zweite Sieg in Folge?



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  • Zwei Dortmund-Stars verdienen sich eine glatte Eins

    Zwei Dortmund-Stars verdienen sich eine glatte Eins


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    3. Borussia Dortmund

    Borussia Dortmund hat mit einem 6:0 gegen Union Berlin einen fulminanten ersten Bundesliga-Sieg unter Niko Kovač hingelegt. Die Einzelkritik.

    Dortmund – Borussia Dortmund hat am Samstag in der Bundesliga den ersten Dreier unter Neu-Trainer Niko Kovač geholt. Gegen Union Berlin tat sich der BVB zunächst schwer, nach einem Eigentor von Diogo Leite (25.) lösten sich die mentalen Fesseln nach und nach. Vor der Pause legte Serhou Guirassy nach (40.), in der zweiten Hälfte kam Union nur kurz nochmal auf.

    In der Schlussviertelstunde rollte dann plötzlich eine BVB-Lawine über die Eisernen hinweg. Guirassy machte seine Treffer zwei bis vier (75., 80., 83.), dann setzte Maximilian Beier den Schlusspunkt (89.). Durch den 6:0-Sieg gegen Union klettert der BVB in der Tabelle auf Platz zehn, nimmt aber vor allem viel Selbstvertrauen mit in die kommenden Aufgaben.

    Serhou Guirassy schoss vier Tore beim Kantersieg des BVB gegen Union Berlin.
    Serhou Guirassy schoss vier Tore beim Kantersieg des BVB gegen Union Berlin. © IMAGO/pepphoto / Sascha Weiz

    Die Einzelkritik und Noten zum Spiel des BVB gegen Union Berlin in der Übersicht:

    Gregor Kobel

    Selten gefordert, dann aber stets zur Stelle. Starke Parade gegen Benedikt Hollerbach (35.) und bei einem Fast-Eigentor von Emre Can (59.). Note: 3,0

    Julian Ryerson

    Riss die Mannschaft mit seiner positiven Aggressivität im Vorwärtsverteidigen immer wieder mit, geradezu bezeichnend, dass sein beherzter Versuch das Eigentor von Diogo Leite heraufbeschwor. War der beste Mann auf dem Platz, bis andere beim BVB in der Schlussphase aufdrehten. Note: 1,5 (ab 85.: Yan Couto, ohne Note)

    Emre Can

    In Zweikämpfen und Laufduellen jederzeit auf der Höhe, im Aufbauspiel ohne große Risiken. Note: 3,0

    Nico Schlotterbeck

    Wie sein Nebenmann im direkten Duell nicht zu überwinden, obendrein mit dem üblichen sauberen Passspiel. Note: 3,0

    Ramy Bensebaini

    Konzentrierte sich weitgehend auf solide Abwehrarbeit, war trotzdem entscheidend an einem Treffer beteiligt: Herausragende Zweikampfführung gegen Woo-yeong Jeong vor dem 2:0. Note: 3,0 (ab 69.: Daniel Svensson, ohne Note)

    Marcel Sabitzer

    Kämpfte sich mit vielen gewonnen Zweikämpfen aus der individuellen Krise der letzten Wochen. Das Sahnehäubchen wäre eine Torbeteiligung gewesen, dennoch ein Aufwärtstrend. Note: 2,5 (ab 85.: Salih Özcan, ohne Note)

    Pascal Groß

    Legte Guirassy drei seiner Treffer auf und flankte auch auf Beier. Selbst ohne diesen Ertrag wäre es dank viel Übersicht und guten Momenten auch im Gegenpressing seine beste Leistung im BVB-Trikot gewesen. Note: 1,0

    Karim Adeyemi

    Schob immer wieder mit seinen Spurts an, leistete auch sehr wertvolle Dienste in der Arbeit gegen den Ball. Das Endprodukt fehlte, dennoch ein guter Auftritt. Note: 2,5

    Giovanni Reyna

    Bemüht, aber unauffällig, ersetzte den angeschlagenen Julian Brandt damit in etwa auf dessen aktuellen Niveau. Mit Glück, wegen eines Ausrutschers an einer Gelb-Roten Karte vorbeizukommen (63.). Note: 4,0 (ab 69.: Carney Chukwuemeka, ohne Note)

    Maximilian Beier

    Wirkte über weite Strecken unglücklich, seinen Abschlüssen fehlte die Überzeugung. Belohnte sich aber mit der Vorlage zum 4:0 auf Guirassy und einem seltenen Kopfballtor zum 6:0. Note: 3,0

    Serhou Guirassy

    War besser eingebunden als in den vergangenen Wochen, musste sich nicht so tief fallen lassen und zeigte seinen Instinkt mit vier astreinen Mittelstürmer-Toren. Note: 1,0 (ab 85.: Jamie Gittens, ohne Note)



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