Bei Borussia Dortmund wähnt man sich noch lange nicht am Ziel: Niko Kovac sieht trotz des Aufwärtstrends weiter viel Arbeit vor sich. Der BVB-Coach machte seiner Mannschaft vor dem Achtelfinal-Hinspiel gegen OSC Lille am Dienstag (21 Uhr/Amazon Prime) eine deutliche Ansage. „Es gibt nichts zu beschönigen. Wir haben etwas Stabilität reingebracht. Wichtig ist, dass das, was wir einbringen, auch von der Mannschaft übernommen wird. Es ist harte Arbeit jeden Tag“, sagte Kovac am Montag. „Wir haben sicher noch großes Verbesserungspotenzial.“
Bei Borussia Dortmund wähnt man sich noch lange nicht am Ziel: Niko Kovac sieht trotz des Aufwärtstrends weiter viel Arbeit vor sich. Der BVB-Coach machte seiner Mannschaft vor dem Achtelfinal-Hinspiel gegen OSC Lille am Dienstag (21.00 Uhr/Amazon Prime) eine deutliche Ansage. „Es gibt nichts zu beschönigen. Wir haben etwas Stabilität reingebracht. Wichtig ist, dass das, was wir einbringen, auch von der Mannschaft übernommen wird. Es ist harte Arbeit jeden Tag“, sagte Kovac am Montag. „Wir haben sicher noch großes Verbesserungspotenzial.“
Der neue Coach, der den arg ins Taumeln geratenen Champions-League-Finalisten des Vorjahres vor einem Monat übernommen hatte, traut dem Aufschwung noch nicht so ganz und gibt sich vor dem Spiel gegen den Fünften der französischen Ligue 1 recht streng. Bloß kein Nachlassen lautet die Devise. „Es geht nichts über Siege. Das ist die Medizin, die jeder Mensch, jeder Spieler braucht. Von dieser Medizin brauchen wir noch viele“, sagte Kovac.
Dabei wirkt der 53-Jährige inzwischen spürbar. Von den sechs Pflichtspielen unter Kovac spielte der BVB viermal zu null, zuletzt gewann er gegen Union Berlin (6:0) und beim FC St. Pauli (2:0) zweimal in Folge. Das hatte es in dieser Saison zuvor noch gar nicht gegeben. Gegen Lille, das erstmals überhaupt im Achtelfinale der Königsklasse steht, spricht Sport-Geschäftsführer Lars Ricken nun von einer „Riesenchance“.
Setzt sich der Trend fort und schaffen die Dortmunder den Viertelfinal-Einzug, winkt dort nicht nur das Knaller-Duell mit dem FC Barcelona und Ex-Bundestrainer Hansi Flick. Die bislang so schwierige BVB-Saison stünde gleich in einem positiveren Licht. „Wir wollen uns zu Hause eine gute Ausgangsposition verschaffen“, sagte Ricken.
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Adeyemi deutlich forscher als der neue BVB-Coach
Forscher drückte es Karim Adeyemi aus. „Das Stadion wird brennen und wir werden auch brennen. Wir versuchen, zu null zu spielen und vorne viele Tore zu machen“, sagte der Nationalstürmer, dessen Selbstvertrauen unter Kovac wieder spürbar gestiegen ist. „Ich bin guter Dinge, dass wir gewinnen werden.“
Der französische Fußball und gerade Lille, das ist schon gut. Wir müssen uns darauf einstellen, dass das eine harte Nuss wird.
Niko Kovac, Trainer von Borussia Dortmund
Für Kovacs Geschmack deutlich zu forsche Töne. Lille ist sicher ein deutlich stärkerer Gegner als die beiden BVB-Aufbaugegner Union Berlin und St. Pauli zuletzt. „Der französische Fußball und gerade Lille, das ist schon gut“, sagte der frühere Trainer der AS Monaco. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass das eine harte Nuss wird.“
Kovac ist es bislang gelungen, den BVB vor allem defensiv stabiler zu machen. In der Liga sind die Dortmunder zwar immer noch nur Zehnter. Doch der Rückstand auf die Europapokalränge schrumpft. „Das Grundgerüst wird gerade ein bisschen besser. Der Trainer hat vielen Spielern immer das gleiche Vertrauen gegeben, das zahlt sich gerade aus“, sagte Innenverteidiger Nico Schlotterbeck. „Wir hatten in der Hinrunde viele Wechsel in der Verteidigung, sind dadurch nicht so richtig in den Rhythmus gekommen.“
Offensiv dagegen hat Kovac vom BVB-Spiel noch andere Vorstellungen: „Man sieht schon gute Ansätze. Wir sind schon zufrieden. Aber bei weitem sind wir noch nicht da, wo wir hinkommen wollen.“ Ricken sieht das ähnlich: „Es gibt überhaupt keinen Grund, schon wieder in Euphorie zu verfallen.“ (dpa)
Die Stimmung beim AC Mailand ist getrübt: Nach dem Champions League-Aus vor knapp zwei Wochen läuft es auch in der Meisterschaft weiterhin überhaupt nicht nach Wunsch. Dies hat Berater Zlatan Ibrahimovic auf den Plan gerufen.
Gemeinsam mit Direktor Geoffrey Moncada hat der schwedische Ex-Stürmer laut “Sky Italia” nach der 1:2-Niederlage gegen Lazio am Sonntagabend zur Mannschaft gesprochen. Dabei hat er offenbar nicht etwa gehässige, sondern eher aufbauende Worte gefunden. Gleichzeitig stellte Ibrahimovic klar, dass Trainer Sérgio Conceição weiterhin die volle Rückendeckung erhält. Der 50-jährige Portugiese hat erst Ende des letzten Jahres übernommen, konnte die Mannschaft bislang allerdings nicht auf Kurs bringen.
Conceição gibt sich weiterhin kämpferisch und will den Turnaround unbedingt schaffen. Die Klubleitung gibt ihm offenbar weiterhin Zeit, auch wenn medial in der vergangenen Woche bereits potentielle Nachfolger gehandelt wurden. Darunter Cesc Fàbregas (37, Como), Roberto De Zerbi (45, Olympique Marseille) und Maurizio Sarri (66, vereinslos).
Noch steht bei den Rossoneri aber kein unmittelbarer Trainerwechsel bevor.
Die Katalanen sind prächtig in Form und ihre Torausbeute nimmt geschichtsträchtige Ausmaße an.
Der FC Barcelona ist in prächtiger Verfassung und fuhr am Sonntag den nächsten Kantersieg in LaLiga ein: Das 4:0 gegen den völlig überforderten Gegner Real Sociedad bedeutete für die Elf von Trainer Hansi Flick nicht nur die Rückeroberung der Tabellenführung, sondern auch einen Eintrag in die Geschichtsbücher.
Es geht um Mats Hummels und Manuel Akanji: BVB-Profi Julian Brandt überrascht mit einer Entscheidung.
Dortmund – Wer ist der beste BVB-Spieler aller Zeiten? Diese Frage stellte sich Julian Brandt im Gespräch mit 433. In einem Spiel ging es darum, jeweils zwei (ehemalige) Spieler von Borussia Dortmund gegenüberzustellen. Dabei kamen einige überraschende Entscheidungen zu Tage.
BVB-Star Julian Brandt trifft eine unerwartete Entscheidung
Wer war oder ist der bessere Spieler? Als der Moderator des Spiels Julian Brandt bat, sich zwischen Mats Hummels und Manuel Akanji zu entscheiden, sagte dieser: „Ich nehme Manu.“
Das ist erstaunlich. Mats Hummels war doch jahrelang Dortmunder Abwehrchef und zudem Nationalmannschaftskollege von Julian Brandt, während Manuel Akanji zu BVB-Zeiten eher Mitläufer war und schwankende Leistungen zeigte.
BVB-Profi Julian Brandt findet Manuel Akanji besser als Mats Hummels
Allerdings: Nach seinem Wechsel zu Manchester City wurde Manuel Akanji sofort Stammspieler. Seit Sommer 2022 wurde er zweimal englischer Meister und einmal Pokalsieger.
In der Saison 2022/23 gewann er die Champions League. Ein Titel, der in der Trophäensammlung von Weltmeister Mats Hummels noch fehlt. Jedenfalls: Warum sich Julian Brandt für Manuel Akanji entschied, bleibt offen.
BVB-Profi Julian Brandt schickt Marco Reus und Robert Lewandowski ins Finale
Weitere Entscheidungen, die BVB-Mittelfeldspieler traf: Er stellte Marco Reus über Jude Bellingham, Erling Haaland über Pierre-Emerick Aubameyang und Robert Lewandowski über Mario Götze. Die „Sieger“ traten nun im Halbfinale gegeneinander an.
Dort entschied sich Julian Brandt schließlich für Marco Reus statt Erling Haaland und Robert Lewandowski anstelle von Manuel Akanji. Im Finale traten also Marco Reus und Robert Lewandowski gegeneinander an.
BVB-Legende Marco Reus ist für Julian Brandt bester Dortmunder aller Zeiten
Was dann folgte, ist wenig überraschend: „Ich muss zum Dortmund-Spieler halten“, lachte Julian Brand. „Marco ist der Gewinner.“ Julian Brandt und Marco Reus spielten Sommer 2019 und Sommer 2024 fünf Jahre lang gemeinsam beim BVB. Kein Wunder, dass sein Kumpel für ihn der beste Dortmunder aller Zeiten ist.
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Und auch Mats Hummels wird sein etwas überraschendes Abschneiden bei dieser Spaß-Wahl verkraften können. Übrigens: Den 36-Jährigen könnten wir bald schon wieder in Deutschland sehen.
Weil sein Gastspiel bei der AS Rom von Auf und Abs geprägt ist, zieht Ex-BVB-Profi Mats Hummels eine Bundesliga-Rückkehr in Erwägung.
Hamburg. Borussia Dortmund gewinnt beim FC St. Pauli mit 2:0, überzeugt aber nur in der zweiten Halbzeit. Eine schwarze Serie reißt trotzdem.
Karim Adeyemi genoss diesen Moment. Die Fans im Gästeblock jubelten ihm entgegen, aber Borussia Dortmunds Flügelstürmer blieb ganz cool im Strafraum stehen und schaute sich das Treiben auf den Rängen an. Dann flogen von hinten seine Mitspieler Pascal Groß und Ramy Bensebaini an und fielen Adeyemi um den Hals. Er war ja der Grund für den BVB-Rummel nach diesem herrlichen Sololauf durch das Stadion am Millerntor.
Adeyemi schob da in der 58. Minute ganz lässig zum 2:0 ein und machte den 2:0 (0:0)-Sieg des BVB beim FC St. Pauli klar. Serhou Guirassy hatte die Dortmunder in Führung gebracht (50.). Nach einer deutlichen Leistungssteigerung und aufgrund hoher Effizienz darf der BVB den Blick in der Tabelle weiter nach oben richten.
BVB gegen St. Pauli: Yan Couto vertritt den erkrankten Julian Ryerson
Trainer Niko Kovac hatte vor 29.546 Zuschauerinnen und Zuschauer am Millerntor eine Mission. Bisher nämlich ist es den Dortmunder in dieser Saison noch nicht gelungen, zwei Bundesliga-Spiele in Serie zu gewinnen. Nach Nuri Sahin und Interimslösung Mike Tullberg ist der 53-Jährige der dritte, der sich daran versuchte. Nach dem 6:0 gegen Union Berlin und einer voller Trainingswoche in Dortmund schienen die Chancen, diese Statistik zu den Akten legen zu können, groß.
Eine Änderung nahm Kovac gegenüber dem Befreiungsschlag gegen Union vor. Der bisher glücklose Sommer-Zugang Yan Couto vertrat doch recht überraschend den erkrankten Stamm-Rechtsverteidiger Julian Ryerson. Ansonsten beließ Kovac alles bei altem, was auch bedeutete: Julian Brandt musste nach auskurierter Muskelverhärtung zunächst auf der Bank Platz nehmen, für ihn spielte Giovanni Reyna. Und Maximilian Beier erhielt anstelle von Jamie Gittens eine weitere Möglichkeit, sich zu beweisen.
Das gelang zunächst nicht, und das galt für so gut wie alle Dortmunder Profis, die einen schwierigen Start erwischten. Besonders die linke Abwehrseite mit Beier und Ramy Bensebaini wackelte in den erste Minuten, immer wieder wurde das Duo von Noah Weißhaupt überlaufen. So kam auch die erste Torchance durch Elias Saad (7.) zustande. Um den BVB in der Folge aber ernsthaft unter Druck zu setzen, fehlten St. Pauli im letzten Spieldrittel die Konsequenz. Eine Möglichkeit hatten die Kiez-Kicker noch nach 34 Minuten, als Eric Smith einen Freistoß auf den zweiten Pfosten schlug, und Hauke Wahl den Ball knapp neben den linken Pfosten setzte.
BVB gegen St. Pauli: Ein enttäuschender Auftritt vor der Pause
Und der BVB? Die Schwarz-Gelben fielen am Millerntor durch viele technische Unsauberkeiten und fehlende Abstimmung auf. Pässe ins Nichts oder in die entgegengesetzte Laufrichtung des Mitspielers waren ein Beleg dafür. Insgesamt schafften die Dortmunder kaum Gegenpressing-Momente, insgesamt fehlte die Tiefe. Erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit deutete der BVB an, was mit dem blitzschnellen Duo auf rechts, Couto und Karim Adeyemi, möglich ist ist. Da schickte der Brasilianer Adeyemi die Linie entlang, und der 23-Jährige schoss hauchzart neben den linken Pfosten – die beste Chance des Spiels. Zuvor wurde der BVB nur durch einen verunglückten Abstoß St. Paulis gefährlich, den Adeyemi abfing. Der schickte Marcel Sabitzer, dessen Flanke aber konnte Serhou Guirassy nicht mit Druck aufs Tor köpfen (11.). Es war ein enttäuschender Dortmunder Auftritt, ein Rückschritt.
Nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel zeigten die Dortmunder, wie viel besser sie es können. Als sie alle fehlenden Komponenten der ersten Halbzeit plötzlich vereinten. Nico Schlotterbecks langer Pass auf Couto brachte Tiefe ins Spiel, Adeyemi schnappte sich den abgefangenen Ball nach der Couto-Flanke, schoss. Und Serhou Guirassy drückte den Ball im zweiten Anlauf über die Linie – 1:0 (50.).
BVB gegen St. Pauli: Drittes Tor, aber Guirassy steht im Abseits
Und es wurde noch erfolgreicher aus Dortmunder Sicht. Aus einem Freistoß St. Paulis konterte der BVB zum 2:0. Beier klärte mit einem weiten Schlag, der eine Vorlage für Adeyemi wurde. Adeyemi schüttelte Philipp Treu ab, ließ Smith ins Leere laufen, und schob dann ganz cool an Nikola Vasilj ein (58.). Plötzlich spielte der BVB effizient wie eine Spitzenmannschaft.
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Es hätten weitere Tore fallen können, wie beim nächsten Konter in der 72. Minute, der über Groß und Beier vorgetragen wurde, da aber schoss Adeyemi drüber. Kovac brachte für die Schlussphase in Person von Carney Chukwuemeka und Daniel Svensson die beiden Winter-Zugänge, dafür gingen Reyna und Bensebaini auf die Bank. Nach einem Freistoß von Groß, den Guirassy ins Tor schoss, lag der Ball sogar noch ein drittes Mal im Tor, doch der Guineer stand dabei im Abseits (78.). Von St. Pauli kam nicht mehr viel. Am Dienstag geht es im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen OSC Lille (21 Uhr/Prime) weiter.
Neue BVB-Stabilität auf dem Platz, Zurückhaltung in den Aussagen: Dortmunds Defensive ist der richtige Weg. Deswegen ist die Champions League weiter ein Thema – nur nicht offiziell.
2 Min Lesezeit
Borussia Dortmund hat in dieser Saison zurecht viel Kritik einstecken müssen. Gelaufen ist die Spielzeit aber noch lange nicht: Das Minimalziel Platz vier und die damit verbundene Champions-League-Qualifikation ist erreichbar. Doch statt vollmundig zur Aufholjagd zu blasen, wählen die Verantwortlichen und die Führungsspieler defensive Töne. Das ist genau die richtige Haltung.
Grundskepsis schwingt beim BVB immer mit
Denn: Ob der BVB tatsächlich noch von Platz zehn in der Tabelle nach oben klettern kann, ist völlig offen. Zu wankelmütig ist die Mannschaft oft aufgetreten, dass eine gewisse Grundskepsis auch aller Schwarzgelben absolut ihre Berechtigung hat. Das vorläufige Krisenmodus-Ende nach dem zweiten Bundesliga-Sieg hintereinander kann nur der Anfang sein, wenn das kaum für möglich gehaltene Comeback noch gelingen soll. Nicht dass den Bossen voreilige Ankündigungen nachher in der Öffentlichkeit wieder um die Ohren fliegen.
Die verbale Defensive ist auch das richtige Zeichen nach innen. Einen „Tunnelblick“ forderte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken. Es wäre fatal, auch nur leichte Anzeichen von Zufriedenheit zu vermitteln. In der Mannschaft gibt es durchaus Kandidaten, die allzu schnell in eine Sorglos-Stimmung fallen. Das hat die Vergangenheit häufig genug bewiesen. Auch deswegen ist die Lage so misslich geworden. Konzentration aufs Kerngeschäft muss die Devise lauten. Nur Siege helfen weiter. Einer nach dem anderen.
BVB-Defensive unter Kovac stabiler
Und um Spiele zu gewinnen, hilft es, die Abwehr zu stabilisieren. In vier der sechs Partien unter Neu-Trainer Niko Kovac behielt der BVB die weiße Weste. Bei den Niederlagen gegen Stuttgart und in Bochum haben die Borussen die ersten Gegentore quasi selbst erzielt. Eine Teamleistung sei das, betonte Torhüter Gregor Kobel, von allen Spielern und dem Trainerteam.
Bei 38 Bundesliga-Gegentoren musste die Schießbude dringend geschlossen werden. Hier scheinen die Erste-Hilfe-Maßnahmen von Kovac zu greifen. Für ein erstes Zwischenfazit ist es allerdings noch zu früh. Auch deswegen ist die Devise richtig, keine Sprüche zu klopfen, sondern erstmal die fehlenden Punkte einzufahren. Abgerechnet wird schließlich immer erst am Ende.
Zwei Heimspiele innerhalb von nur drei Tagen können richtig viel Spaß machen: Nachdem es am Donnerstag bereits mit 3:0 über den TTC Bad Homburg gewonnen hatte, gewann das Tischtennis-Team des SV Werder nun auch mit 3:0 über den TTC Schwalbe Bergneustadt. Was die Bremer denn auch ausgelassen mit einer La Ola-Welle und den 550 Zuschauern in der Klaus-Dieter Fischer-Halle feierten. „Eine überragende Teamleistung“, jubelte Teammanager Sascha Greber.
Sicher war nach dem zweiten Sieg über ein Team aus der Tabellenmitte der Tischtennisbundesliga: Der Mittelfeldkonkurrenz ist der SV Werder derzeit mehr als gewachsen. Das ist eine gute Nachricht in einer Saison, die angesichts von lediglich zwölf Meldungen für die TTBL der kommenden Spielzeit ohnehin ohne Absteiger auskommen wird. Geht aber noch etwas in Richtung der Play-Offs? „Die haben wir abgehakt: Wir wollen die Saison bestmöglich beenden und dann mit einem guten Gefühl starten“, so Greber.
Trotz der Serie sind die Play-Offs kein Thema
Der sechste Platz, auf den die Bremer nach dem zweiten Heimsieg kletterten, täuscht ein bisschen: Stolze sechs Punkte trennen Werder vom Tabellenvierten Fulda-Maberzell. Das wird in den verbleibenden vier Partien nur sehr schwer aufzuholen sein. Es bedeutet aber nicht, dass der SVW keinen Spaß mehr im Saisonfinale haben darf. Das Spiel gegen Bergneustadt hatte schon gut begonnen. Beim glatten 3:0-Erfolg über Adrien Rassenfosse brachte der nun wieder an der Position eins geführte Mattias Falck seinem Gegner nicht nur die erste Niederlage in der Rückrunde bei. Der Bremer Topspieler revanchierte sich auch für die 2:3-Pleite aus dem Hinspiel, das Werder insgesamt ebenfalls mit 2:3 verloren hatte.
Insofern wurde Falck der ihm zugedachten Rolle als Leader in jeder Hinsicht gerecht. Spätestens zur Satzmitte hatte sich der mit klaren Vorteilen versehene Schwede jeweils abgesetzt und deshalb hochverdient mit 3:0 gewonnen. Dem glatten Auftakt sollte eigentlich ein deutlich spannenderes Match folgen. Tatsächlich wurde das Duell zwischen Andrei Putuntica und Kanak Jha insgesamt auf einem noch höheren Niveau ausgetragen. Dabei war der Bremer eigentlich in der Außenseiterrolle gegen den auf Rang 28 der Weltrangliste geführten US-Amerikaner angetreten. Aber das war am Donnerstag, beim 3:2 über gegen Bad Homburgs Kristian Karlsson (Nr. 29 der Welt), ja auch nicht anders gewesen. Motiviert durch den Erfolg über einen Topspieler ging Putuntica sehr selbstbewusst an die Aufgabe und lieferte einmal mehr eine starke Leistung ab. Dabei schien das Duell gegen den keineswegs enttäuschenden Jha im zweiten Durchgang vor einer Wende zu stehen: Gleich drei Satzbälle hatte sich die Nummer eins der Gäste erarbeitet, und nachdem der erste zum 11:7 verwandelt war, stand es eben 1:1.
Putuntica dominiert auch Jha
Allerdings blieb das erwartbare Comeback des US-Amerikaners aus, und das lag an Andrei Putuntica: Der Bremer ließ sich nicht beeindrucken, zog im dritten Satz auf 4:1 und 7:2 davon und gewann diesen schließlich mit 11:7. Nervenstark konterte Putuntica jeden Versuch Kanak Jhas, das Duell mit einer Wende zu versehen. Dabei halfen ihm die starken Schläge aus der Defensive ebenso wie eine variable Eröffnung: Bei Bedarf wechselte Putuntica einfach auf Rückhand-Aufschläge. Die geschlossen gute Leistung perfekt machte schließlich Kirill Gerassimenko beim 3:0-Erfolg über den deutschen Topspieler Benedikt Duda: In diesem Duell kam zu keiner Zeit der Verdacht auf, der dominante Bremer würde es nicht gewinnen können. Mit einem ebenso tollen wie langen Ballwechsel nutzte Gerassimenko den zweiten Matchball und gab so das Startsignal zum Jubel in der Klaus-Dieter Fischer-Halle.
Bei der U23 von Borussia Dortmund ist nach der Heimniederlage gegen Rot-Weiss Essen nun endgültig Abstiegskampf angesagt. Trainer Jan Zimmermann bleibt jedoch gelassen.
Des einen Freud ist des anderen Leid. Während Rot-Weiss Essen ungebremst mit der Vielzahl der 6909 Zuschauer den fünften Sieg aus den letzten sechs Spielen feiern konnte, mussten die Amateure von Borussia Dortmund in die Röhre gucken. Die Niederlage im Spiel, das im Zeichen des Abstiegskampfes stand, hatte verheerende sportliche Folgen.
0:1 mussten sich die Schwarz-Gelben geschlagen geben, doch nötig war dieser Rückschlag definitiv nicht. “Ich habe ein sehr ausgeglichenes Spiel miterlebt. Wir haben die Stärken von Essen ganz gut aus der Partie genommen und hatten selber gute Szenen mit dabei. Der letzte Punch hat uns in diesen Situationen gefehlt”, so Jan Zimmermann, Trainer der U23 von Dortmund.
Ausschlaggebend für die Niederlage war jedoch Gelb-Rot für Almugera Kabar in der 67. Spielminute. “Die hat das Spiel extrem für uns verändert. Das darf uns nicht passieren und das ist auch nicht das erste Mal. Wir haben viele klasse Spieler, die sich noch entwickeln werden, doch als Trainer wäre es mir manchmal lieber, wenn dies früher als später geschehen würde”, analysierte Zimmermann.
Es sei jedoch anzumerken, dass BVB II personell stark gebeutelt in dieses Schlüsselspiel gegangen ist. Mit Julian Hettwer und Franz Roggow fehlten der Top-Scorer und ein Mittelfeldjuwel. Zwei absolute Leistungsträger. Die Verletzenliste ist weitaus länger als diese beiden Namen. Der Coach war sich dessen bewusst und nimmt diese Niederlage gegen RWE nicht zu hart: “Auch mit nur zehn Mann haben wir alles reingeworfen und alles dafür getan, nicht zu verlieren. Das ist sehr bitter, denn die Jungs hätten sich einen Punkt sicherlich verdient.”
Die Ausgangssituation ist nach wie vor gut. Wir werden die nötigen Punkte holen, denn auch die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, gibt mir absolute Überzeugung.
Jan Zimmermann zur Tabellensituation
Auf der anderen Seite hatte der 45-Jährige lobende Worte für den Gegner aus Essen übrig: “Rot-Weiss Essen war anzumerken, wie gefestigt sie sind. Sie haben wenig zugelassen und konnten auch von der Bank Qualität nachlegen. Das ist schon eine Top-Mannschaft, die auch weiß, worum es geht.”
Durch diesen Rückschlag darf sich auch Dortmund II nun vollends im Abstiegskampf begrüßt fühlen. Stand 1. März (20 Uhr) beträgt der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz fünf Zähler.
Statt Panik oder Angst bleibt der Dortmunder Coach jedoch gelassen und mahnt zur Ruhe: “Die Ausgangssituation ist nach wie vor gut. Wir werden die nötigen Punkte holen, denn auch die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, gibt mir absolute Überzeugung.”
Der Trainer ist guter Dinge und auch Keeper Silas Ostrzinski bleibt mutig: “Auf diese Leistung kann man definitiv aufbauen.” Das muss der BVB-Nachwuchs auch, denn am 9. März geht es zu 1860 München – das nächste Abstiegsduell. Die Löwen zeigten mit ihrem 3:1-Auswärtssieg bei Hannover 96 II eine Reaktion auf die sportliche Talfahrt. Das Aufeinandertreffen mit den Münchenern wird für beide Seiten richtungsweisend.
Fußball-Bundesliga BVB entdeckt die Null: “Eine Mannschaftsleistung”
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Die Arbeit von Trainer Niko Kovač bei Borussia Dortmund zahlt sich langsam aus. Die Abwehr steht so sicher wie schon lange nicht mehr – und die Mannschaft siegt jetzt auch zweimal in Serie.
Erstmals gelangen Borussia Dortmund in dieser Saison zwei Bundesliga-Siege nacheinander. Doch viel wichtiger als das 2:0 beim FC St. Pauli war für Spieler und Verantwortliche des BVB die Erkenntnis: die Null steht – endlich wieder. Zum vierten Mal in den vergangenen fünf Partien kassierten die Dortmunder keinen Gegentreffer.
“Es ist auch immer eine Mannschaftsleistung, zu null zu spielen”, sagte Torwart Gregor Kobel. “Ich meine, da gehört jeder Einzelne dazu. Es fängt bei mir hinten an, die Vierer-Kette, der Coach an der Seitenlinie, aber auch die Sechser, jeder Einzelne gehört dazu.”
Entscheidenden Anteil an der neuen Defensivstärke hat die Arbeit von Niko Kovač. Seit Anfang Februar ist er Cheftrainer beim BVB. Unter ihm wirken die Dortmunder zunehmend stabiler. Plötzlich haben Westfalen auch die Champions-League-Plätze wieder im Blick.
Stabilität war der Wunsch
“Das war ja der Wunsch, dass wir über diesen Trainerwechsel, durch ein bisschen Einfachheit, am Ende auch durch klare Ansprachen von Niko und seinem Trainerteam, dieser Mannschaft wieder Stabilität geben”, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl. Es komme mehr Selbstverständlichkeit ins Spiel, die Abläufe passten besser.
Vor dem Achtelfinalhinspiel in der Champions League am Dienstag (21.00 Uhr/Amazon Prime) gegen den OSC Lille scheint der BVB mehr und mehr seine Stärke zu finden. “Ich denke, wir können darauf aufbauen”, meinte Kobel.