Vier Teams im Achtelfinale des Europapokals: Die Niederlande mischen die Champions League und Europa League auf – und wollen die ganz großen Fußballnationen weiter ärgern. Mit der Eredivisie können in diesem Jahr nur die spanische La Liga und die englische Premier League (jeweils 5) sowie die Bundesliga (4) mithalten.
“Wenn wir die Champions-League-Hymne hören, wird es besonders”, sagte der ehemalige Bundesliga-Profi Ivan Perisic, der mit der PSV Eindhoven in der Königsklasse gegen den FC Arsenal ran muss. Und auch Feyenoord Rotterdam ist gegen Inter Mailand zwar klarer Außenseiter, aber “in der Champions League wachsen sie über sich hinaus, können auf Konter lauern”, sagte Huub Stevens der WAZ. Insgesamt sieht die Schalker Trainerlegende eine positive Gesamtentwicklung in seiner Heimat.
Auch in der Europa League will AZ Alkmaar gegen Tottenham Hotspur für eine Überraschung sorgen, einzig Ajax Amsterdam ist im Duell mit Eintracht Frankfurt nicht der klare Underdog. Dabei glänzte der Tabellenführer der Eredivisie zuletzt nicht mit dem Zauberfußball der früheren Jahre. “Es ist nicht schön, aber erfolgreich”, sagte Stevens.
Das Erfolgsrezept? “In Europa”, so Stevens, “wissen sie, dass sie den Extra-Meter gehen müssen” – und damit ist Oranje in diesem Jahr sogar erfolgreicher als die Serie A und die Ligue 1. Mit Inter Mailand sowie den beiden Rom-Klubs AS und Lazio ist Italien nur noch mit drei Teams in den beiden großen Klubwettbewerben vertreten, ebenso Frankreich (Paris Saint-Germain, OSC Lille, Olympique Lyon).
Die letzten Titel für niederländische Klubs liegen aber schon länger zurück: 2002 triumphierte Feyenoord im UEFA-Cup, 1995 Ajax in der Champions League.
Auf Party mit Ex-Spielern: Foto von Tuchel aufgetaucht
03.03.2025 – 21:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Thomas Tuchel: Er trainierte unter anderem den BVB, Paris Saint-Germain, Chelsea und den FC Bayern. (Quelle: IMAGO/Nick Potts)
Mit dem FC Chelsea feierte Thomas Tuchel den Triumph in der Champions League. Nun sind Bilder aufgetaucht, die den Trainer mit seinen ehemaligen Spielern zeigen.
Bevor Thomas Tuchel in seine erste Länderspielphase als Trainer der englischen Nationalmannschaft startet, hat er sich offenbar die Zeit für ein Wiedersehen mit alten Bekannten genommen. Wie in einem Beitrag der Verlobten vom heutigen Arsenal-Profi Jorginho zu sehen ist, feiert der Deutsche ausgelassen mit einigen seiner früheren Spieler.
In einer Bilderreihe ist Tuchel auf einem Foto in einem dunkelblauen Outfit mit Kappe zu erkennen. Im Arm hält er dabei Jorginho, auf den er auch mit seinem Finger zeigt. Die beiden kennen sich aus gemeinsamer Zeit beim FC Chelsea. Der Deutsche coachte den Verein zwischen 2021 und 2022.
Mit Mason Mount (Manchester United), Reece James (Chelsea), Ben Chilwell und Trevoh Chalobah (beide Chelsea, aktuell ausgeliehen an Crystal Palace) waren weitere Spieler, mit denen Tuchel beim Premier-League-Klub zusammengearbeitet hatte, auf den Bildern zu sehen. Wann die Bilder entstanden sind, bleibt allerdings unklar. Jorginhos Verlobte schrieb unter ihrem Post: “Alte Fotos der Canon Powershot g7x (eine Kamera, Anm. d. Red.).”
Der 51-Jährige feierte mit dem FC Chelsea in der Saison 2020/21 den Triumph in der Champions League. Jorginho, Mount, James und Chilwell zählten damals zum Kader. Der deutsche Nationalspieler Kai Havertz (inzwischen beim FC Arsenal) erzielte damals das Siegtor beim 1:0 gegen Manchester City.
Nach 100 Pflichtspielen trennten sich die Wege zwischen dem englischen Klub und Tuchel. Seine nächste Station führte ihn in die Bundesliga zum FC Bayern, wo er bis Sommer 2024 an der Seitenlinie stand. Im Januar hat Tuchel dann die Arbeit an der Seitenlinie der “Three Lions” aufgenommen. Am 21. März wartet mit dem WM-Qualifikationsspiel gegen Albanien die erste Bewährungsprobe. Drei Tage später geht es gegen Lettland.
Die nationale Meisterschaft ist für die PSV Einhoven und den FC Arsenal praktisch passé, im Pokal sind beide auch schon draußen. Die Champions League ist somit ihre letzte Hoffnung, die Saison noch zu retten – am Dienstag (04.03.2025, 21 Uhr, Live-Ticker bei sportschau.de) steigt das Achtelfinal-Hinspiel der beiden enttäuschten Klubs in Eindhoven.
Für Eindhoven sind dabei die No-Name-Kicker der Go Ahead Eagles gleich zweimal zum Stoppschild geworden, und das innerhalb von nur vier Tagen. Am 26. Februar hatte die PSV im Halbfinale des nationalen KNVB-Pokal den Underdog zu Gast, lag am Ende bei 70:30 Prozent Ballbesitz, 24:9 Torschüssen, einer Passquote von 85 Prozent gegenüber 65 Prozent beim Team aus Deventer. Diese absolut drückende Überlegenheit reichte aber nur zu einem Elfmetertor durch Ivan Perisic, während die Eagles zwei Abwehrfehler von Eindhoven zum 2:1-Sieg nutzte.
Am 1. März kam es in der Eredivisie zum direkten Wiedersehen. Diesmal schoss Eindhoven auswärts zwei Tore, aber auch das reichte wieder nicht: Go Ahead drehte einen 1:2-Rückstand in der 87. Minute in einen 3:2-Sieg, der wohl auch die letzte Meisterschafts-Hoffnung der Mannschaft von Peter Bosz zerstörte. Einen Lerneffekt aus dem Pokalspiel hatte es beim Bosz-Team nicht gegeben, wieder hatte Eindhoven Dauerdruck nach vorne gemacht, Mut und großes Engagement gezeigt – aber viele Chancen liegen gelassen und dazu am Ende die Defensive sträflich vernachlässigt.
26. Spieltag
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Kein Verteidigen und kein Plan B
Das mag eine Momentaufnahme sein, es sind aber auch Tatbestände, die man aus der Zeit dieses Trainers in Dortmund (Juli bis Dezember 2017) und Leverkusen (2018 bis März 2021) kennt. Und die Bosz in seiner Karriere immer wieder eingeholt haben. Dabei macht es grundsätzlich Riesenspaß, den Spielen seiner Mannschaften zuzugucken, kaum ein Top-Coach in Europa kann so ein Spektakel entfachen, so begeisternd nach vorne agieren – völlig verdient hat sich Eindhoven deshalb in den K.o.-Spielen gegen Juventus Turin durchgesetzt.
Aber das mit dem Verteidigen und vor allem mit dem Plan B war nie sein Ding und ist es offenbar bis heute nicht geworden: Innerhalb von nur einem Monat ist aus der Tabellenführung in der Eredivisie ein Rückstand von acht Punkten auf Ajax Amsterdam geworden – in den vergangenen vier Spielen gelang kein Dreier mehr. Sowohl in Dortmund als auch in Leverkusen war es damals so, dass ihn die Verantwortlichen gerne noch länger gehalten hätten, er aber nicht bereit war, an seinem Spielstil Anpassungen vorzunehmen und quasi sehenden Auges ins Verderben rannte.
Arteta holte nur einen wichtigen Titel
Während man bei Bosz also sehr genau weiß, auf was man sich bei ihm einlässt, gibt es bei Mikel Arteta immer noch die Erwartung, dass er sich noch weiterentwickelt und zu seinen herausragenden taktischen Fähigkeiten noch das Plus an Motivationskunst auch gegen schwächere Teams kommt, das ihn zu einem Titel-Trainer macht. Seit 2019 sitzt er jetzt bei den Gunners auf der Bank, und unter ihm gab es stets einen sehr gepflegten Fußball, aber nicht sehr viel zu feiern: Ein FA-Cup-Titel aus dem Jahr 2020 steht zu Buche, außerdem gelangen noch zwei Siege im englischen Supercup.
In der aktuellen Saison gab es im für Arsenal im traditionell sehr wichtigen FA Cup (die Gunners sind mit 14 Titeln in diesem Wettbewerb der Rekord-Champion) das Drittrunden-Aus gegen Manchester United. In der Premier League träumte man in der Hinrunde noch davon, das große Schwächeln von Manchester City ausnutzen zu können, doch ein 0:1 gegen West Ham am 22. Februar und ein 0:0 vier Tage später bei Nottingham Forest haben den Meistertraum zerstört: Inzwischen beträgt der Rückstand auf den FC Liverpool bei einem Spiel weniger schon 13 Punkte.
Vertrag gerade erst bei 2027 verlängert
Arteta sitzt dennoch felsenfest im Sattel, auch ein Aus gegen die PSV würde daran nichts ändern. Erst am 12. September wurde sein Vertrag vorzeitig bis 2027 verlängert, die Klubbosse lobten ihn als “dynamischen und leidenschaftlichen Trainer, der unerbittlich nach Spitzenleistungen” strebe. Er habe “ein tiefes Verständnis für die Werte von Arsenal und das Team auf ein neues Niveau gebracht”.
Bosz streitet mit einem Journalisten
Für Bosz hingegen würde es noch ungemütlicher als es nach den beiden Enttäuschungen gegen die Go Ahead Eagles jetzt schon ist. Nach der jüngsten Liga-Pleite lieferte sich Bosz sogar schon ein hitziges Wortgefecht mit einem Journalisten, der ihn nach den vielen Abwehrpatzern in der Pressekonferenz aufforderte, “sich etwas einfallen zu lassen, um das zu ändern, anstatt nur zu sagen, dass es besser werden muss.”
Bosz konterte wütend, dass es keine Garantie gebe, “mit elf Mann hinter dem Ball Erfolg zu haben und keine Tore zu kassieren” und argumentierte, seine Mannschaft sei 75 Minuten lang mit schönem Offensivfußball das klar bessere Team gewesen. Die Einlassungen des Reporters bezeichnete er schließlich noch als “Unsinn”, und man darf ziemlich sicher sein, dass er seine Herangehensweise auch in der Champions League gegen Arsenal in keiner Weise ändern wird.
Langsam kippt die Stimmung bei Borussia Dortmund wieder ins Positive – diesen Trend will man in der Champions League unbedingt fortsetzen.
Bei Borussia Dortmund ist längst nicht wieder alles rosig, doch es geht bergauf. Nach zuletzt zwei Zu-Null-Siegen in der Liga, sind die Europapokal-Plätze zumindest wieder in Reichweite. Diesen positiven Trend will der BVB in der Champions League fortsetzen – und träumt von weiteren strahlenden Nächten.
Doch Vorsicht: Der kommende Gegner OSC Lille hat es in sich. Zwar eilt den Franzosen kein Weltruhm voraus, die Mannschaft ist nicht gespickt mit Superstars und schwächelte zuletzt. Doch ein Spaziergang wird das Achtelfinal-Hinspiel am Dienstag (21 Uhr) für die gleichsam wankelmütigen Dortmunder sicher nicht.
Kovac erwartet “eine harte Nuss”
Lille sei trotz des jüngsten 1:4 bei Paris Saint-Germain nicht zu unterschätzen, sagte BVB-Trainer Niko Kovac am Montag: “Wir müssen uns auf eine harte Nuss einstellen.” Zumal seine eigene Mannschaft noch nicht dort sei, “wo wir sein wollen”. Zuvor hatte bereits Sport-Boss Lars Ricken gemahnt, dass es jetzt darum gehe “die Scheuklappen aufzusetzen und den Tunnelblick zu haben”.
Lille für Dortmund nur auf dem Papier leicht
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Der BVB wird gegen den französischen Tabellenfünften wohl in erster Linie selbst darüber entscheiden, ob er weiterkommt. Sicher biete sich eine “Riesenchance”, wieder in die Riege der besten Acht einzuziehen, so Ricken. Gleichwohl betonte aber auch er: “Wir nehmen Lille extrem ernst.”
Vertrauen in die Spieler zahlt sich aus
Zuletzt überzeugte der BVB mit einer Stabilität, die vor wenigen Wochen noch undenkbar gewesen wäre. “Das Grundgerüst wird gerade ein bisschen besser”, analysierte Innenverteidiger Nico Schlotterbeck: “Der Trainer hat vielen Spielern immer das gleiche Vertrauen gegeben, das zahlt sich gerade aus.”
Und so erscheinen am Horizont Umrisse eines Niko-Kovac-Effekts. Defensiv gefestigt, im Mittelfeld aggressiv und kaltschnäuzig vor dem Tor – so stellt sich der Kroate den BVB vor. Dass Karim Adeyemis Formkurve steil ansteigt, ist dabei eine große Hilfe. “Das Stadion wird brennen – und wir werden auf das Spiel brennen”, kündigte der Stürmer an. Die Tatsache, dass der Signal-Iduna-Park am Montagmittag noch nicht ganz ausverkauft war, dürfte der Stimmung keinen Abbruch tun.
Ryerson zurück, Chukwuemeka angeschlagen
Gegen Lille wieder mit dabei ist wohl auch Julian Ryerson. Der norwegische Rechtsverteidiger nahm am Abschlusstraining teil und ist laut Kovac “einsatzbereit”. Angeschlagen ist hingegen Winter-Zugang Carney Chukwuemeka. Der Mittelfeldspieler hat nach einem Zusammenprall im Bundesliga-Spiel beim FC St. Pauli Oberschenkelprobleme. Einen Einsatz aber wollte Kovac am Montag noch nicht gänzlich ausschließen. “Wir schauen, wie sich das über Nacht entwickelt. Das werden wir erst sehr kurzfristig entscheiden können”, so der BVB-Coach.
Dortmund gegen Lille – es ist das Duell zweier Achterbahn-Teams. Beide sind in der Lage Großes zu vollbringen, beide brechen aber auch oftmals aus unerklärlichen Gründen ein und enttäuschen auf ganzer Linie. Am Dienstag dürfte daher vor allem eins den Ausschlag geben: Wer schafft es besser, sein unbestritten vorhandenes Potenzial auf den Rasen zu bringen.
Fixture details have now been confirmed for Liverpool’s final Barclays Women’s Super League match of 2024-25.
The Reds’ trip to face Chelsea at Stamford Bridge will be played on Saturday May 10, kick-off 12.30pm BST.
All WSL games on the final day will take place simultaneously.
View an updated LFC Women fixture list and download our eCalendar here.
Veröffentlicht 3 hours Vor
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Vor 500. Europapokal-Spiel: Weckruf von Real-Coach Ancelotti
Aktualisiert am 03.03.2025 – 14:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Real-Trainer Carlo Ancelotti spricht Klartext vor dem Stadtduell in der Champions League. (Quelle: Jose Breton/AP/dpa/dpa-bilder)
Das ewig junge Stadtderby zwischen Real und Atlético steht an. Doch ausgerechnet vor dem Champions-League-Hit schwächeln die Königlichen – auch zur Freude des Rivalen aus Madrid.
Eines will Real Madrid unter allen Umständen verhindern: Eine Pleite im 500. Europapokalspiel ausgerechnet auch noch gegen den Stadtrivalen. Trainer Carlo Ancelotti warnt daher seine Mannschaft eindringlich vor dem Hinspiel in der Champions League gegen Atlético.
“Wenn wir so spielen, werden wir am Dienstag nicht gewinnen, das ist ganz klar”, sagte der hochdekorierte italienische Coach nach dem enttäuschenden 1:2 in der spanischen Fußball-Meisterschaft bei Betis Sevilla. Die Königlichen schwächeln vor dem Heimmatch (21.00 Uhr/DAZN) gegen die Mannschaft von Trainerkollege Diego Simeone.
Die Niederlage gegen Betis schmerzt ebenso wie das Abrutschen in der Tabelle. Statt punktgleich auf Platz zwei hinter dem Erzrivalen FC Barcelona ist Real nur noch Dritter – vorbei zog auch noch Atlético, das nun zwei Zähler mehr hat, Barcelona drei.
Auf die Frage, was machbarer sei, der Titel in der spanischen Meisterschaft oder in der Champions League, wich Simeone aus. “Ich verstehe die Frage, aber ich konzentriere mich auf das morgige Spiel”, sagte der Argentinier. Er wies zwar auf die außergewöhnliche Geschichte der Königlichen in der Champions League hin, sprach aber auch von einer “großen Chance” für seine Mannschaft. In der Meisterschaft trennten sich die Hauptstadtrivalen in dieser Saison in beiden Spielen mit 1:1.
“Hoffentlich wird uns diese Niederlage wachrütteln und uns eine Lektion erteilen”, sagte Ancelotti nach der Pleite in Sevilla. “Ancelotti haut auf den Tisch”, schrieb prompt die spanische Sportzeitung “As”. “Marca” titelte mit Blick auf den enttäuschenden Auftritt in Andalusien: “Besorgnis über die Trägheit der Mannschaft.” Verzichten muss Ancelotti in der Partie gegen Atlético auf den gesperrten Jude Bellingham.
Klar ist, dass bei einem Achtelfinal-Aus des Titelverteidigers auch die Diskussionen um Ancelotti zunehmen dürften. Er spielt mit seiner Mannschaft, die nach dem verpassten direkten Weiterkommen sich im Playoff-Kracher gegen Manchester City durchgesetzt hatte, zunächst im heimischen Santiago Bernabeu. Das Rückspiel findet am Mittwoch kommender Woche im Estadio Metropolitano statt.
Real Madrids Trainer Carlo Ancelotti warnt seine Mannschaft eindringlich vor dem Stadtduell in der Champions League mit Atlético. „Wenn wir so spielen, werden wir am Dienstag nicht gewinnen, das ist ganz klar“, sagte der hochdekorierte italienische Coach nach dem enttäuschenden 1:2 in der spanischen Fußball-Meisterschaft bei Betis Sevilla.
Die Königlichen schwächeln vor dem Heimmatch an diesem Dienstag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei DAZN) gegen die Mannschaft von Trainerkollege Diego Simeone. Die Niederlage gegen Betis schmerzte ebenso wie das Abrutschen in der Tabelle. Statt punktgleich auf Platz zwei hinter dem Erzrivalen FC Barcelona ist Real nur noch Dritter – vorbei zog am Sonntag auch noch Atlético, das nun zwei Zähler mehr hat, Barcelona drei.
Geburtstag vor dem Achtelfinale
„Hoffentlich wird uns diese Niederlage wachrütteln und uns eine Lektion erteilen“, sagte Ancelotti nach der Pleite in Sevilla. „Ancelotti haut auf den Tisch“, schrieb prompt die spanische Sportzeitung „AS“. Klar ist, dass bei einem Achtelfinal-Aus des Titelverteidigers auch die Diskussionen um Ancelotti zunehmen dürften. Er spielt mit seiner Mannschaft, die nach dem verpassten direkten Weiterkommen sich im Playoff-Kracher gegen Manchester City durchgesetzt hatte, zunächst im heimischen Santiago Bernabeu. Das Rückspiel findet am Mittwoch kommender Woche im Estadio Metropolitano statt.
Auf die Frage, was machbarer sei, der Titel in der spanischen Meisterschaft oder in der Champions League, wich Simeone aus. „Ich verstehe die Frage, aber ich konzentriere mich auf das morgige Spiel“, sagte der Argentinier. Er wies zwar auf die außergewöhnliche Geschichte der Königlichen in der Champions League hin, sprach aber auch von einer „großen Chance“ für seine Mannschaft. In der Meisterschaft trennten sich die Hauptstadtrivalen in dieser Saison in beiden Spielen mit 1:1.
„Wie ein Kartenhaus zusammengebrochen“
Zumindest für einige Augenblicke konnte Antonio Rüdiger derweil die aufziehende Krisenstimmung bei Real Madrid abschütteln. Am Montag feierte der deutsche Fußball-Nationalspieler seinen 32. Geburtstag, ehe er wieder den Fokus auf das Champions-League-Derby gegen Atlético richtete.
„Die Niederlage gegen Betis hat ein Loch in die Moral von Real Madrid gerissen, das nur die Anwesenheit in der Champions League stopfen kann“, schrieb „Marca“. Hatte Real vor der Talsohle gar eine aufsteigende Form gezeigt, sei all das nun „wie ein Kartenhaus zusammengebrochen“, so das Blatt weiter. Aktuell biete sich „ein Bild der Trägheit, das sowohl den Trainerstab als auch den Verein beunruhigt“.
Während Ancelotti also psychologisch gefragt ist, plagen ihn auch Personalprobleme an neuralgischen Punkten seiner Mannschaft. Jude Bellingham, der in der Liga wegen einer Roten Karte zuletzt zweimal gefehlt hatte, muss auch in der Königsklasse wegen einer Gelbsperre aussetzen. Obendrein ist Kylian Mbappé nach einer Weisheitszahn-Operation noch nicht wieder bei 100 Prozent. In Sevilla reichte es nur für die finalen 15 Minuten.
Auch Abwehrchef Rüdiger, der bei Betis einen Elfmeter verschuldet hatte, wirkte ebenfalls wenig spritzig – und war harsch kritisiert worden. Ein Einsatz des Mentalitätsspielers gegen das giftige Atlético um Trainer Diego Simeone wäre trotzdem unheimlich wichtig. Gerade in der Champions League, man denke an Reals Final-Erfolge 2014 und 2016, ist ein epischer Showdown praktisch vorprogrammiert. Oder wie es Flügelflitzer Vinicius Junior in einem Appell an die Fans formulierte: „Lasst den Dienstag im Bernabeu verrückt werden!“
Emre Can, Marcel Sabitzer und Serhou Guirassy: Die Dortmunder haben im Hinspiel Heimrecht. (Quelle: IMAGO/Bahho Kara)
Borussia Dortmund feierte zuletzt zwei Siege am Stück – folgt ein dritter? In der Champions League geht es nun im Achtelfinale gegen Lille.
Von den sechs Pflichtspielen unter Trainer Niko Kovač spielte Borussia Dortmund viermal zu null, zuletzt gewann der Klub in der Bundesliga zweimal in Folge. Das hatte es in dieser Saison zuvor noch gar nicht gegeben. Nun geht es für den BVB in der Champions League weiter – im Achtelfinal-Hinspiel gegen OSC Lille. Geht der Höhenflug weiter?
Trainer Kovač traut dem Aufschwung noch nicht so ganz und gab sich vor dem Spiel gegen den Fünften der französischen Ligue 1 recht streng. Bloß kein Nachlassen lautet die Devise. “Es geht nichts über Siege. Das ist die Medizin, die jeder Mensch, jeder Spieler braucht. Von dieser Medizin brauchen wir noch viel”, sagte der 53-Jährige vor dem Duell.
Lille ist sicher ein deutlich stärkerer Gegner als die beiden BVB-Aufbaugegner Union Berlin (6:0) und St. Pauli (2:0) zuletzt. t-online verrät Ihnen, wo Sie die Partie verfolgen können.
Das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen Borussia Dortmund und OSC Lille am Dienstag wird exklusiv bei Amazon Prime übertragen. Der Streamingdienst startet bereits um 20 Uhr mit der Vorberichtserstattung, Anpfiff im Signal Iduna Park ist dann um 21 Uhr.
Jonas Friedrich fungiert dabei als Kommentator, der ehemalige Profi Benedikt Höwedes steht ihm als Experte zur Seite. Voraussetzung für den Stream ist ein kostenpflichtiges Abonnement.
Ja. t-online bietet zu allen Partien der Champions League einen Liveticker an. Zur Übersicht gelangen Sie hier.
Das Rückspiel in Lille findet in der kommenden Woche statt. Sollte Dortmund der erneute Einzug ins Viertelfinale der “Königsklasse” gelingen, könnte es zum Duell mit dem FC Barcelona und Ex-Bundestrainer Hansi Flick kommen.
Julian Brandt drängt zurück in die Startelf von Borussia Dortmund. Niko Kovač spricht vielsagend über einen möglichen Einsatz. Die BVB-Aufstellung gegen Lille.
Dortmund – Die Champions League ist zurück! Für Borussia Dortmund geht es im Achtelfinale gegen OSC Lille, das Hinspiel findet am Dienstag (21 Uhr, alle TV-Infos) im Signal-Iduna Park statt.
BVB trifft in der Champions League auf Lille
Für die Franzosen ist es das erste Mal ist, dass sie im Achtelfinale der Champions League stehen. In der Saison 2001/02 begegneten sich beide Teams im UEFA-Pokal – es waren die bislang einzigen beiden Aufeinandertreffen im europäischen Wettbewerb. Dortmund kam damals dank der Auswärtstorregel weiter.
Zuletzt feierte der BVB in der Bundesliga unter seinem neuen Chefrainer Niko Kovač zwei aufeinanderfolgende Siege gegen den FC St. Pauli (2:0) und Union Berlin (6:0).
Niko Kovač sieht „noch großes Verbesserungspotenzial“
„Es gibt nichts zu beschönigen. Wir haben etwas Stabilität reingebracht. Wichtig ist, dass das, was wir einbringen, auch von der Mannschaft übernommen wird. Es ist harte Arbeit jeden Tag“, erklärte Kovač am Montag auf der Pressekonferenz vor dem Achtelfinal-Hinspiel gegen Lille. Dennoch sehe er beim BVB „sicher noch großes Verbesserungspotenzial“.
Die Marschrichtung ist eindeutig: „Es geht nichts über Siege. Das ist die Medizin, die jeder Mensch, jeder Spieler braucht. Von dieser Medizin brauchen wir noch viele.“
Defensiv stehe sein Team schon sehr gut, in sechs Spielen gab es nur vier Gegentreffer, betonte Dortmunds Chefcoach: „Davon haben wir uns noch zwei selbst reingelegt.“ Trotz der jüngsten 1:4-Niederlage von Lille bei Paris Saint-Germain warnte er: „Wir müssen uns auf eine harte Nuss einstellen.“
Obwohl der Signal-Iduna-Park am Montagmittag noch nicht ausverkauft war und laut dem BVB noch Restkarten verfügbar waren, herrscht Zuversicht. „Das Stadion wird brennen – und wir werden für das Spiel brennen“, versprach Karim Adeyemi, der ebenfalls an der Pressekonferenz teilnahm.
Julian Ryerson ist beim BVB wieder „einsatzbereit“
Dortmund strebt an, sich mit einem Sieg im Hinspiel eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Lille zu sichern. Felix Nmecha wird im Heimspiel fehlen, während Julian Ryerson nach einem Infekt wieder „einsatzbereit“ sei, wie Kovač bestätigte.
Winter-Neuzugang Carney Chukwuemeka hat mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen und trainierte individuell. Kovač wollte einen Einsatz jedoch nicht ausschließen.
Für das Hinspiel gegen Lille wird Kovač aller Voraussicht nach am bewährten 4-2-3-1-System festhalten. Ryerson könnte direkt in die Startelf zurückkehren, während Emre Can und Nico Schlotterbeck voraussichtlich erneut das Innenverteidiger-Duo bilden. Ramy Bensebaini dürfte auf der linken Seite starten, auf der Doppel-Sechs werden Marcel Sabitzer und Pascal Groß erwartet.
Julian Brandt vor Startelf-Comeback beim BVB
Julian Brandt wird indes wohl für Giovanni Reyna in die Startelf zurückkehren. „Jule ist für mich ein sehr wichtiger Spieler, das habe ich bereits gesagt“, betonte Kovač. Reyna habe Brandt zuletzt „sehr gut“ vertreten.
Allerdings habe Reyna „offensiv nicht so stark geglänzt, wie er es eigentlich kann, aber defensiv hat er klasse für die Mannschaft gearbeitet“. Kovač sagte anschließend vielsagend bezüglich eines Brandt-Einsatzes gegen Lille: „Jule wird in nächster Zeit wieder die Minuten bekommen, die er sich verdient.“
Jamie Gittens drängt nach zwei Einsätzen als Joker in die Startelf, doch Maximilian Beier ist in guter Form und könnte erneut beginnen. Adeyemi zeigte zuletzt in Hamburg eine starke Leistung und traf, weshalb Kovač kaum auf ihn verzichten wird. Gleiches gilt für Serhou Guirassy, der bereits 24 Tore in 32 Pflichtspielen erzielt hat.
Sollte Dortmund das Viertelfinale erreichen, könnte dort ein Duell mit dem FC Barcelona und Ex-Bundestrainer Hansi Flick warten. In der Ligaphase traf der BVB bereits auf Barça und verlor mit 2:3. Kovač möchte jedoch zunächst mit seinem Team gegen Lille bestehen und den positiven Trend fortsetzen.
Die Redakteurin oder der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft.