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Wolfsburg.Der VfL in Stuttgart, es lief bereits die Nachspielzeit, als Patrick Wimmer zum Brasilianer wurde. An der linken Außenbahn setzte der österreichische Nationalspieler zum Rainbow Flick an. Ein spektakulärer Trick. Wimmer lupfte die Kugel über Gegenspieler Fabian Rieder hinweg, was die VfL-Fans natürlich feierten. Der Stuttgarter Angelo Stiller empfand es offenbar als Provokation und schubste Wimmsi, wie Wimmer meist gerufen wird, einfach mal weg – ohne dafür Gelb zu sehen. Ziemlich merkwürdig. Wimmer machte der Schubser nichts aus. Er grinste kurz und spielte weiter.
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So ist er, der kernige Österreicher des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, dessen gute Leistungen in den vergangenen Wochen öffentlich ein bisschen untergingen, weil sich vieles beim VfL um den überragenden Mohammed Amoura und seine Super-Torquote (neun Treffer, neun Assists) dreht. Aber auch Wimmer wusste zu glänzen – und wird im Netz mit dem Ex-Frankfurter Jay-Jay Okocha verglichen.
Vergleiche mit Ex-Frankfurt-Star Okocha
Der Ex-Profi brachte diesen Trick im Februar 1993 in die Bundesliga, zelebrierte ihn im Spiel der Eintracht bei Dynamo Dresden. „Jay-Jay Okocha … unfassbar“, erinnert sich auch Wolfsburgs Torhüter Marius Müller an Okocha. Das Wimmsi-Video wurde tausendfach geklickt, von vielen seiner Mitspieler und ehemaligen Kollegen gab es reichlich Lob für den 23-Jährigen. Wimmer ist der Typ Spieler, den Trainer gern in ihrem Team haben.
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Der VfL-Österreicher ist schnell, kann sich durchsetzen und ist in der Offensive vor allem flexibel einsetzbar. Das zeigt auch ein Blick auf die Aufstellungen der Wolfsburger in dieser Saison. Bei den Niedersachsen ließ ihn Trainer und Landsmann Ralph Hasenhüttl bereits als Mittelstürmer, auf dem offensiven Flügel und zuletzt gegen Leverkusen und in Stuttgart aufgrund des Überangebots auf dem Flügel als einer der beiden Mittelfeld-Achter ran. Und Wimmer wusste auch da mit seiner Wucht, seinem Antritt und seinem Durchsetzungsvermögen zu überzeugen.
Die VfL-Fans sehen gerade den besten Wimmer in dieser Saison, einzig vor der Kiste muss der Ösi noch kaltschnäuziger werden. Da lässt er noch zu viele Chancen liegen. Das weiß auch Hasenhüttl. Der Coach hatte bereits vor der Saison geahnt, dass es ein gutes Jahr für Wimmer werden könnte. Er hatte gesagt, dass Wimmer in vielen Bereichen den Unterschied ausmachen könne. Dass das so ist, das ist auch sein Anteil. „Ich glaube schon, ihn mittlerweile so gut zu kennen, dass ich weiß, wie ich ihn triggern muss, wie ich ihn zu diesen Höchstleistungen kitzeln kann, weil er schon ein Spieler ist, der eine andere Ansprache braucht“, sagt Hasenhüttl.
„Ich glaube schon, ihn mittlerweile so gut zu kennen, dass ich weiß, wie ich ihn triggern muss, wie ich ihn zu diesen Höchstleistungen kitzeln kann.“
Ralph Hasenhüttl
VfL-Trainer
Dass Multi-Wimmer gerade auf der Acht und nicht auf dem Flügel gefragt ist, liege vor allem an seinen Tempo-Dribblings, mit denen er da für viel Schwung im VfL-Spiel nach vorn sorgen könne. „Es muss jetzt nicht gerade ein Rainbow Flick sein, aber grundsätzlich ist Wimmsi mit seinen Dribblings eine sehr unangenehme Komponente für den Gegner“, fügt der Trainer hinzu. Beim Thema Rainbow Flick grinst Hasenhüttl kurz, womöglich, weil er sich die Szene in Stuttgart noch mal ins Gedächtnis rief.
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Hasenhüttl weiß, wie er Wimmer packen muss
Nicht im Detail verraten wollte Hasenhüttl, wie er Wimmer gerade zu Höchstleistungen treibt. „Das lasse ich mal bei mir“, sagt er schmunzelnd auf Nachfrage, um dann zu ergänzen: Wenn Wimmer topfit sei, „kann er jedem Gegner wehtun. Wir haben einen guten Zugang zueinander, manchmal ist das auch ein bisschen impulsiv.“ Im Training könne das zwischen beiden auch schon mal „emotional sein“, womit er als Trainer gar kein Problem habe, wenn die Dinge deutlich „angesprochen werden“. Es sei ihm lieber, er habe einen Spieler wie Wimmer, den er mal „runterkühlen“ müsse, als eine „Schlaftablette, die du jedes Mal aufwecken musst“.
Werder Bremens Winter-Neuzugang André Silva spricht in seinem ersten Interview an der Weser überhaupt über seine ersten Wochen am Osterdeich und verrät, warum er früher ein Fan von Hugo Almeida war und was er sich im Training von Cristiano Ronaldo abgeschaut hat.
Bremen – Erst das Mannschaftstraining, dann eine Extra-Einheit Torabschlüsse und schließlich noch 30 Minuten Programm im Kraftraum: Hinter André Silva liegt bereits ein langer Arbeitstag, als er gut gelaunt zum Termin mit der DeichStube erscheint, um sein erstes Interview als Profi des SV Werder Bremen zu geben. Der Wechsel des 29-Jährigen von RB Leipzig an den Osterdeich hatte Anfang Februar für viel Aufsehen gesorgt. Während des Gesprächs erklärt Silva nun, wie er die ersten Wochen am Osterdeich erlebt hat, warum er früher Fan von Hugo Almeida war und was er sich beim gemeinsamen Spielen und Trainieren von Superstar Cristiano Ronaldo abgeschaut hat. Weitere Themen: Eine mögliche Zukunft über den Sommer hinaus bei Werder, die Sportart Rollhockey und ein kurioser Social-Media-Fauxpas, mit dem Silva kürzlich für Schmunzler sorgte.
Wechsel zu Werder Bremen? André Silva im DeichStube-Interview: „Das klang sofort interessant für mich“
Herr Silva, vor ein paar Tagen haben Sie im Internet für einen Lacher gesorgt, weil in Ihrem Profil auf der Plattform „X“ nicht „SV Werder Bremen“, sondern „SV Werner Bremen“ geschrieben stand. Ein versteckter Gruß an Ihren neuen Trainer?
(lacht) Nein, das war einfach ein lustiger Fehler. Ich habe ein Team, das mir hilft, meinen Auftritt in den Sozialen Medien zu betreuen, und da hat sich offenbar jemand vertippt. Vielleicht hat der ja an den Trainer gedacht. Ich habe es selbst gar nicht bemerkt, bin aber von mehreren Leuten darauf hingewiesen worden. Wir haben es dann schnell korrigiert.
Sie stehen nun seit knapp drei Wochen bei Werder unter Vertrag. Wie waren die ersten Tage? Haben Sie sich schon eingelebt?
Ja, absolut. Ich bin gut im Verein und in der Stadt angekommen. Bei einem Wechsel im Winter ist das immer etwas schwieriger als im Sommer, weil einfach weniger Zeit für alles da ist. So langsam sind die wichtigsten Dinge aber geregelt. Noch wohne ich zwar im Hotel, ich habe aber inzwischen eine Wohnung gefunden und ziehe bald um.
Was war Ihr erster Gedanke, als Sie erfahren haben, dass Werder an Ihnen interessiert ist?
Es klang sofort sehr interessant für mich. Es ging darum, eine Lösung für meine Situation zu finden, denn in Leipzig habe ich zuletzt kaum noch gespielt. Ich bin kein Typ, der Dinge überstürzt, sondern denke gerne in Ruhe darüber nach. Ich möchte einfach sicher sein, dass der nächste Schritt der richtige ist. Bei Werder war ich mir schnell sicher.
„Wahnsinn!“: Neuzugang André Silva verbindet Hugo Almeida und Diego mit Werder Bremen
Für Frankfurt und Leipzig haben Sie mehrfach gegen Werder gespielt. Abgesehen davon: Was verbinden Sie mit dem Verein?
Ich bin Portugiese, deshalb natürlich zuerst Hugo Almeida, aber auch Diego, der vor seiner Zeit bei Werder bei meinem Heimatverein FC Porto gespielt hat. Als ich jünger war, ist Almeida für die Nationalmannschaft aufgelaufen, und ich weiß noch, wie beeindruckt ich von seiner Schussstärke war. Wahnsinn! Diego ist natürlich ein ganz besonderer Spieler gewesen, mit unglaublichen Fähigkeiten.
Im März bestreitet Diego sein Abschiedsspiel im Weserstadion. Werden Sie sich das Spektakel vor Ort ansehen?
Das weiß ich noch nicht, aber ich werde definitiv darüber nachdenken. Vielleicht bekomme ich ja noch eine Karte (lacht).
In Bremen sind mit Diego Erinnerungen an große internationale Spiele verbunden. Viele Werder-Fans träumen davon, dass sich der Verein nach langer Zeit endlich mal wieder fürs internationale Geschäft qualifiziert. Ist das in dieser Saison möglich?
Wenn ich sehe, wie hart und konzentriert die Mannschaft allein in der Zeit, seit ich hier bin, gearbeitet hat, dann ist sehr viel möglich. Wir sollten aber nicht zu weit in die Zukunft schauen und unnötige Erwartungen schüren. Nach Europa zu kommen, ist sehr schwer. Wir müssen es mehr wollen, als die anderen Mannschaften und jeden Tag hart dafür arbeiten. Dann sehen wir, was dabei am Ende herauskommt.
Zwei Spiele haben Sie bisher als Werder-Profi erlebt, beide gingen verloren. Nicht gerade ein Traumstart für Sie persönlich. Dämpft das die Stimmung?
Nein, denn es waren nur zwei Spiele. Das erste davon war gegen die Bayern, und das ist die schwierigste Aufgabe, die du in der Bundesliga haben kannst. Gegen Hoffenheim hätten wir es definitiv besser machen müssen, denn die Qualität dafür haben wir. Aber trotz der beiden Spiele habe ich weiterhin ein sehr gutes Gefühl für den Rest der Saison.
Werder Bremen-Neuzugang André Silva im Interview: „Hätte nie gedacht, dass ich mal fünf Jahre in der Bundesliga spiele“
In der Saison 2020/21 haben Sie stolze 28 Bundesligatore für Eintracht Frankfurt geschossen, was Sie nicht nur in Deutschland berühmt gemacht hat. In den drei schwierigen Spielzeiten danach waren es für Leipzig und San Sebastian insgesamt 19 Treffer. Was denken Sie über diese Zahlen?
Fußball kann sehr einfach, aber auch sehr kompliziert sein. Es gibt immer wieder Dinge, die du nicht kontrollieren kannst, die aber neben der eigenen Form auch Einfluss auf deine Leistung haben. Der Trainer, die Mitspieler, die Situation des Vereins, auch die Vertragssituation. In Frankfurt lief es einfach perfekt, alles hat gepasst, und ich konnte meine Stärken voll einbringen. Das Selbstvertrauen aus dieser Zeit habe ich nicht verloren. Ich arbeite jeden Tag daran, mich weiterzuentwickeln. Auch wenn die Torquote in den letzten Jahren niedriger war, bin ich heute insgesamt vielleicht sogar ein besserer Spieler als während der Zeit in Frankfurt.
FC Porto, AC Mailand, FC Sevilla, Eintracht Frankfurt, RB Leipzig, San Sebastian und jetzt Werder – Sie haben in Ihrer Karriere schon für viele Vereine gespielt. Bei Ihrer Vorstellung in Bremen haben Sie kürzlich gesagt, dass Sie gerne mal für einen längeren Zeitraum in einem Club bleiben würden. Könnte Werder dieser Club sein?
Warum nicht? Vorstellbar ist vieles. Ich hätte früher zum Beispiel nie gedacht, dass ich mal fünf Jahre lang in der Bundesliga spiele, und doch ist es so gekommen. Ich habe mir mit der Zeit abgewöhnt, zu weit in die Zukunft zu schauen, weil es nichts bringt. An den Sommer denke ich jetzt noch nicht.
Das Leihgeschäft zwischen Werder und Leipzig läuft bis zum Ende der Saison. Ihre Verpflichtung ist in Bremen mit großen Hoffnungen verknüpft. Wie schwer ist es, innerhalb kürzester Zeit sofort helfen zu müssen?
Das ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Mit der Erfahrung, die ich in meiner Karriere gesammelt habe, bin ich mir aber sicher, dass ich sie meistern kann. Ich bringe mich mit allem ein, was ich habe, um dabei zu helfen, dass wir unsere Ziele erreichen.
Mal was anderes: Es heißt, Sie seien ein großer Rollerhockey-Fan, ein Sport, der in Portugal enorm populär ist…
(lacht) Nein, nein, da ist über die Jahre ein etwas schiefes Bild entstanden. Ich habe als Kind früher neben dem Fußball viele andere Sportarten ausprobiert, unter anderem eben auch Rollerhockey, also Hockey auf klassischen Rollschuhen, nicht auf Inlineskates. Einige meiner Cousins waren darin ziemlich gut und sind bis heute aktiv. Ihre Spiele sehe ich mir manchmal an. Als Fan würde ich mich aber nicht bezeichnen.
Dann zurück zum Fußball: Wie würden Sie sich selbst als Stürmer beschreiben?
Ich bin ein Stürmer, der gerne viel unterwegs ist und nicht nur im Strafraum lauert. Das Zusammenspiel mit meinen Mitspielern ist mir sehr wichtig, ob ich dabei nun Bälle festmache oder es One Touch weitergeht. Ich bin sicher nicht der schnellste Stürmer und nicht der, der am höchsten springt, aber ich würde sagen, dass ich gut den richtigen Moment finden kann. Im Strafraum kann ich ein Killer sein.
Werder Bremen-Neuzugang André Silva im DeichStube-Interview über Cristiano Ronaldo: „Wir haben uns immer gut verstanden“
Werders nächster Gegner ist der SC Freiburg. Sie sind eine Art Experte für diesen Club. Neun Mal haben Sie bereits gegen Freiburg gespielt, unter anderem 2022 im DFB-Pokalfinale, das Sie mit Leipzig gewonnen haben. Was erwartet Werder am Freitag für eine Mannschaft?
Freiburg ist ein physisch starkes Team, das taktisch sehr diszipliniert auftritt. Sie haben viele Automatismen, mit denen sie große Dynamik auf dem Platz erzeugen können. Es wird eine schwere Aufgabe für uns, aber ich bin mir sicher, dass unser Trainer uns sehr gut darauf vorbereiten wird.
2017 hat Weltstar Cristiano Ronaldo mal Folgendes über Sie gesagt: „Portugal ist in guten Händen, wenn ich einmal aufhöre, denn wir haben bereits einen tollen Stürmer gefunden: André Silva.“ Wie ist Ihr Verhältnis zu Ronaldo?
Das war damals ein großes Lob! Wir haben uns immer gut verstanden, wenn wir uns bei der Nationalmannschaft gesehen haben. Es war nicht so, dass wir abseits davon viel Kontakt hatten, denn Cristiano ist ein vielbeschäftigter Mann, aber der Austausch mit ihm war immer sehr angenehm.
16 Mal standen Sie gemeinsam für Portugal auf dem Platz. Was haben Sie von Ronaldo gelernt?
Ich bin damit aufgewachsen, zu ihm aufzuschauen. Er ist ein Idol für mich. Seine Disziplin, sein unbändiger Wille, hart an sich zu arbeiten und sich zu verbessern, ist beeindruckend. Er erinnert mich daran, dass man immer sein Bestes geben muss, um erfolgreich zu sein.
Ihr bis dato letztes Länderspiel war im Jahr 2022. Wann sehen wir Sie wieder für Portugal auflaufen?
Ich hoffe bald. Die Nationalmannschaft ist immer in meinem Kopf. Wenn ich gute Leistungen im Verein bringe, kommt das eine zum anderen. Mit dem Nationaltrainer (Roberto Martinez, Anm. d. Red.) gibt es hin und wieder Kontakt, das letzte Mal bei einem Champions-League-Spiel mit Leipzig, das er sich angesehen hat. Er hat mir Glück gewünscht und gesagt, dass ich weiter fokussiert arbeiten soll.
Herr Silva, zum Abschluss vervollständigen Sie bitte diesen Satz: Nach der Saison bin ich zufrieden, wenn…
(überlegt) … ich viel gespielt und Werder dabei geholfen habe, seine Ziele zu erreichen. Ach ja: Und ein paar Tore wären auch nicht schlecht (lacht).
In der Tabelle des Kalenderjahres steht die Elf von Trainer Ole Werner (36) nach sieben Spielen und nur einem Sieg auf Platz 16. Nur Heidenheim und Schlusslicht Dortmund (!) stehen noch schlechter da.
Höchste Zeit für eine Trendwende, zumal die kommenden Partien für Werder von besonders großer Bedeutung sind. Nach Freiburg (Freitag) folgen das Pokal-Viertelfinale in Bielefeld (Di.) und das Heimspiel gegen Wolfsburg (Sa.).
Daheim auf dem Sofa: Interessante Szene in der Müller-Doku
Quelle: BILD20.02.2025
Zwei Bundesliga-Rivalen, die sich ebenfalls Hoffnungen auf Europa machen und ein Drittligist, der Werder Bremen schon 2015 aus dem Pokal kegelte.
Werder Bremen: Die wichtigste Woche des Jahres!
Werner: „Es geht jetzt in die entscheidende Phase, das letzte Drittel der Saison. Tendenzen zeichnen sich ab. Jedes einzelne Spiel ist wichtig, im Pokal noch mal mehr, weil du es nicht mehr korrigieren kannst. Es sind Chancen für uns, Boden gutzumachen und eine gute Saison fortzusetzen.“
Läuft es schlecht, könnten jedoch innerhalb von neun Tagen die Hoffnungen auf Europa und eine Pokal-Party in Berlin geplatzt sein. Von Nervosität soll aber im Team keine Rede sein.
Werder Bremen muss im Auswärtsspiel beim SC Freiburg auf Milos Veljkovic verzichten. Der Abwehrspieler klagt über Rückenbeschwerden und macht die Reise in den Breisgau nicht mit. Werder-Coach Ole Werner hofft aber darauf, dass der Serbe bis zum DFB-Pokal-Viertelfinale beim Drittligisten Arminia Bielefeld am Dienstag aber wieder fit ist.
Schon in Freiburg wieder zur Verfügung steht Jens Stage. Der Däne hat seine muskulären Probleme auskuriert und dürfte am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) in die Startelf zurückkehren.
Nach nur einem Sieg aus den sieben bisherigen Bundesligaspielen in diesem Jahr sind die Bremer unter Zugzwang. «Es geht jetzt in die entscheidende Phase, in der sich auch Tendenzen abzeichnen», sagte Werder-Coach Ole Werner, der die sportliche Durststrecke aber nicht überbewerten wollte. «Solche Phasen gibt es im Laufe einer Saison. Ich bin weiter mega-überzeugt von meinen Spielern.»
Wolfsburg. Die Innenverteidigerin der Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg stand kurz vor ihrem Comeback – und hat sich nun erneut verletzt.
Es ist der nächste Rückschlag in einer schon tragischen Verletzungshistorie: Am Mittwochvormittag verletzte sich Innenverteidigerin Camilla Küver im Training der Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg ein weiteres Mal. Einziges Glück im Unglück: Nicht das bereits mehrfach verletzte Knie ist betroffen, sondern das linke Sprunggelenk.
Küver wird den Wölfinnen trotzdem erneut einige Wochen fehlen. Dabei hatte der Klub die frühere Nachwuchs-Nationalspielerin in den vergangenen Monaten ganz behutsam wieder aufgebaut, um sie endlich in die Lage zu versetzen, über einen längeren Zeitraum spielfähig zu sein.
Seit ihrem Wechsel von Eintracht Frankfurt im Sommer 2023 konnte die 21-Jährige erst fünf Joker-Einsätze für das Bundesliga-Team absolvieren, drei weitere kamen für die zweite Mannschaft des VfL hinzu. Dabei hatte der VfL große Hoffnungen in sie gesetzt. „Camilla ist eine sehr talentierte Spielerin, deren Entwicklung wir schon seit vielen Jahren intensiv verfolgen. Sie hat sich bereits als 17-Jährige in einem stark besetzten Frankfurter Team durchgesetzt. Wir werden sie behutsam aufbauen und sind davon überzeugt, dass Camilla mit ihrem großen Potenzial die nächsten Schritte in ihrer Entwicklung bei uns gehen wird“, sagte damals Ralf Kellermann, Direktor Frauenfußball des VfL.
Küvers Verletzungshistorie ist tragisch: Während ihrer Eintracht-Zeit laborierte sie an einem Kreuzbandriss, mit einem Meniskusriss verpasste sie nach ihrem Wechsel fast das gesamte erste Halbjahr in Wolfsburg. Dann kamen muskuläre Probleme dazu und schließlich im Rahmen der Vorbereitung auf die laufende Spielzeit Knieprobleme.
Im Rahmen der Wintervorbereitung machte Küver dann Fortschritte, nach der Länderspielpause hätte sie eigentlich ihr Comeback geben sollen. Doch das muss sie nach der Verletzung am Mittwoch erneut auf unbestimmte Zeit verschieben.
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Fußball-Bundesliga
Wichtige Woche für Werder – Werner bleibt überzeugt
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In dieser Woche kann sich für Werder Bremen sehr viel entscheiden. Gut, dass ein wichtiger Spieler wieder dabei ist.
In der Liga gegen Freiburg und Wolfsburg, dazwischen im DFB-Pokal gegen Bielefeld – in dieser Woche kann sich schon entscheiden, ob die Saison für Werder Bremen ein Erfolg wird oder mit Ernüchterung endet. “Es geht jetzt in die entscheidende Phase, in der sich auch Tendenzen abzeichnen”, sagte Werder-Coach Ole Werner.
Nach nur einem Sieg in den bisherigen sieben Spielen dieses Jahres stehen die Grün-Weißen schon zum Auftakt der Englischen Woche an diesem Freitag (20.30 Uhr/DAZN) beim SC Freiburg unter Druck. In der Liga sind die Bremer bis auf Platz zehn zurückgefallen, Freiburg hat als Tabellenfünfter schon sechs Punkte Vorsprung. Eine Niederlage im direkten Duell und die Breisgauer wären für Werder wohl nicht mehr einzuholen.
Werner will die sportliche Durststrecke der vergangenen Wochen aber nicht überbewerten. “Solche Phasen gibt es im Laufe einer Saison. Ich bin weiter mega überzeugt von meinen Spielern”, sagte der Werder-Coach.
Nach der schwachen Leistung beim 1:3 gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag versuchte Werner, in dieser Woche Lockerheit und Zuversicht auszustrahlen. Der Bremer Trainer scherzte mit den Journalisten, gab sich gelöst und voller Optimismus. “Man darf sich nicht so sehr von außen leiten lassen. Wir müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren und unsere Leistung bringen”, sagte der Werder-Coach.
Bremens Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz wollte ebenfalls nicht zu hart mit der Mannschaft ins Gericht gehen. “Durch die gute Hinrunde schürst du natürlich gewisse Erwartungen und Hoffnungen, intern wie extern”, sagte Fritz der “Deichstube”. “Die Mannschaft hat konstant abgeliefert und teilweise vielleicht sogar über dem Limit gespielt.”
Einer fehlt, einer zurück
Nun gilt es, zumindest wieder annähernd an die Form aus dem Dezember heranzukommen. In Freiburg nicht dabei mithelfen kann Milos Veljkovic. Der Abwehrspieler klagt über Rückenbeschwerden und macht die Reise in den Breisgau nicht mit. Werner hofft aber darauf, dass der Serbe bis zum DFB-Pokal-Viertelfinale beim Drittligisten Arminia Bielefeld am Dienstag wieder fit ist.
Schon in Freiburg wieder zur Verfügung steht Jens Stage. Der Däne hat seine muskulären Probleme auskuriert und dürfte in die Startelf zurückkehren. “Jens ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Er hat viele Attribute, die uns guttun. Er ist immer noch unser bester Torschütze”, sagte Werner über den 28-Jährigen.
Stage soll nun mit dafür sorgen, die Woche zu einem Erfolg zu machen und die Wende einzuleiten. Werner ist fest überzeugt davon, dass das gelingt. “Wir sehen es als drei Chancen an und trauen uns zu, in allen drei Spielen etwas zu holen.”
Werder Bremen sucht 2025 noch seine Form. Jetzt stehen drei wichtige Spiele in einer Woche an. Beim ersten fehlt ein Abwehrspieler.
Werder Bremen muss im Auswärtsspiel beim SC Freiburg auf Milos Veljkovic verzichten. Der Abwehrspieler klagt über Rückenbeschwerden und macht die Reise in den Breisgau nicht mit. Werder-Coach Ole Werner hofft aber darauf, dass der Serbe bis zum DFB-Pokal-Viertelfinale beim Drittligisten Arminia Bielefeld am Dienstag aber wieder fit ist.
Schon in Freiburg wieder zur Verfügung steht Jens Stage. Der Däne hat seine muskulären Probleme auskuriert und dürfte am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) in die Startelf zurückkehren.
Nach nur einem Sieg aus den sieben bisherigen Bundesligaspielen in diesem Jahr sind die Bremer unter Zugzwang. “Es geht jetzt in die entscheidende Phase, in der sich auch Tendenzen abzeichnen”, sagte Werder-Coach Ole Werner, der die sportliche Durststrecke aber nicht überbewerten wollte. “Solche Phasen gibt es im Laufe einer Saison. Ich bin weiter mega-überzeugt von meinen Spielern.”
Wolfsburg. Im Sommer vereinslos, jetzt im Achtelfinale der Königsklasse: Pokalheld des VfL Wolfsburg trifft und lässt Schwieriges einfach aussehen.
In der Spätphase seiner großen Karriere erlebt Ivan Perisic noch einmal einen weiteren Frühling. Der 36 Jahre alte Kroate, der in den Jahren 2013 bis 2015 für den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg aufgelaufen ist, steht mittlerweile bei der PSV Eindhoven unter Vertrag und dreht dort nochmal richtig auf. In den Champions-League-Play-offs hat er mit zwei Toren dafür gesorgt, dass die Niederländer sich gegen Juventus Turin durchsetzen konnten und den Sprung ins Achtelfinale geschafft haben.
Pokal-Held des VfL Wolfsburg schießt PSV Eindhoven ins Achtelfinale der Champions League
Mit dem VfL Wolfsburg gewann Perisic vor zehn Jahren die Vizemeisterschaft, den DFB-Pokal und den Supercup. Mittlerweile ist der Kroate im fortgeschritten Fußballeralter angekommen. Doch müde ist er noch nicht lange nicht. Am Mittwochabend zog er mit seinem aktuellen Verein PSV Eindhoven durch einen 3:1-Heimsieg nach Verlängerung gegen Juventus Turin ins Achtelfinale der Champions League ein. Perisic hatte großen Anteil an diesem Erfolg, der nicht unbedingt zu erwarten gewesen war.
Sowohl im Hinspiel (1:2) als auch im zweiten Aufeinandertreffen war Perisic als Torschütze erfolgreich. Besonders sehenswert: Sein Treffer im Rückspiel am Mittwochabend zur 1:0-Führung. Aus vollem Lauf jagte der Außenspieler den Ball aus zirka 13 Metern volley ins lange Ecke. Technisch eine überaus anspruchsvolle Übung – für Perisic aber offensichtlich kein nennenswertes Problem.
Im Sommer war der Vizeweltmeister Ivan Perisic zunächst eine Weile vereinslos
Dass er überhaupt noch einmal in der Champions League von sich Reden machen würde, davon war im Sommer nicht auszugehen. Sein Vertrag bei Hajduk Split war ausgelaufen, Perisic war eine Weile auf Jobsuche gewesen. Wenn die Karriere des Vizeweltmeisters von 2018 so versandet wäre, es wäre ein unwürdiges Ende für Perisic gewesen. Eindhoven mit Trainerlegende Rafael Benitez sah das ähnlich und nahm Perisic Mitte September unter Vertrag. Allein die beiden Tore gegen die „alte Dame“ Juventus Turin rechtfertigen diese Entscheidung der Niederländer.
Für den VfL Wolfsburg stand Perisic insgesamt 88-mal auf dem Feld und erzielte dabei 21 Treffer. In der Sommertransferperiode 2015/16 wechselte der Kroate dann für 19 Millionen Euro in die italienische Serie A zu Inter Mailand. Seine erfolgreichste Saison spielte er aber für den FC Bayern München, mit dem er in der Spielzeit 2019/20 alles gewann, was es zu gewinnen gab: deutsche Meisterschaft, DFB-Pokal und die Champions League.
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