Timo Horn bleibt nach seiner starken Leistung beim 2:0 gegen Borussia Dortmund, die ihm einen Platz in der Elf des 22. Spieltages einbrachte, zwischen den Pfosten des VfL Bochum. Das bestätigte Trainer Dieter Hecking auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg am Samstag (15:30 Uhr). Horn hatte am vergangenen Wochenende die erkrankte bisherige Nummer eins Patrick Drewes (32) ersetzt.
„Es ist eine Entscheidung für Timo Horn, nicht gegen Patrick Drewes. Er hat es gut gemacht und es sich verdient. Er hat im Training sehr stabil gehalten, Patrick unterstützt. Es ist ein sehr, sehr guter Geist in der Torwartgruppe. Es ist keine leichte Entscheidung gewesen, ich habe Patti nichts vorzuwerfen. Er hatte vielleicht auch einfach nicht das Spielglück“, erklärte Hecking.
In 21 Bundesliga-Spielen konnte Drewes nur zweimal die Null halten, Horn gelang das direkt im ersten Einsatz. Mit einer Handvoll Glanzparaden nutzte er seine Chance, die Fans feierten ihn nach dem Sieg im kleinen Revierderby mit „Timo Horn“-Sprechchören. „Ich habe schon viele positive wie negative Dinge in meiner Karriere erlebt“, sagte Horn nach dem Abpfiff. „Aber das war ein Highlight und hochemotional. Nicht nur für mich, sondern auch für meine Familie.“
Laut der „Sport Bild“ hatte Horn im Sommer 2023 nach dem Aus beim 1. FC Köln, wo er 2021/22 seinen langjährigen Stammplatz verlor, und dem Rutschen in die Vereinslosigkeit an ein Karriereende gedacht. Die Familie habe ihn jedoch aufgefangen und ihm neuen Mut gegeben. Nach einem halbjährigen Intermezzo als Ersatztorwart bei Red Bull Salzburg wechselte er im vergangenen Sommer ablösefrei zum VfL Bochum, wo er nun wieder die Nase vorn hat. Mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf erklärte Hecking: „Es ist besprochen, dass wir möglichst nicht wieder wechseln.“
Nach dem 3:1-Sieg über Werder Bremen konnte man davon ausgehen, dass Hoffenheim-Coach Christian Ilzer zumindest mal nicht viel an seiner Startformation verändern wird. Nach der Pressekonferenz am Freitag ist klar: Mindestens einmal muss er für das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (Sonntag, 19:30 Uhr) wechseln. Denn die TSG ist weiterhin von einer Krankheitswelle betroffen.
„Was die Personalstabilität betrifft, bleibt es weiterhin schwierig, weil wir nach wie vor einen Infekt in der Mannschaft haben, der immer wieder Spieler rausnimmt. Es schaut jetzt gegen Ende der Woche aber schon wieder besser aus als am Anfang. Ich bin davon überzeugt, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft auf dem Platz haben werden. Ob es die gleiche wie gegen Bremen sein wird, wage ich aber zu bezweifeln“, gab Ilzer zu Protokoll.
Mindestens mal ein Verteidiger wird im anstehenden Spiel gegen Stuttgart auf der Bank Platz nehmen müssen oder sogar ganz fehlen. Rückblickend auf die Bremen-Partie lobte Ilzer den Abwehrverbund seiner Mannschaft, schränkte aber gleichzeitig ein: „Ich würde mir wünschen, dass wir mal in aufeinanderfolgenden Spielen mit derselben Konstellation spielen können. So viel kann ich aber schon sagen: Diese wird es am Sonntag nicht geben, auch wenn ich es wollen würde.“
Welchen Spieler dies betrifft, wollte der Übungsleiter am Freitag noch nicht verraten. Auch ist unklar, ob es darüber hinaus Positionen gibt, wo es auf Wechsel hinausläuft.
Wolfsburg/Gifhorn.Das Wochenende hat noch nicht mal begonnen – und schon gibt‘s die ersten Absagen im Amateurfußball. Die Witterung und die davon abhängigen Platzverhältnisse lassen wieder nur ein abgespecktes Programm zu. Es ist davon auszugehen, dass sich die Ausfall-Liste bis Sonntag noch verlängert.
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Besonders betroffen ist die Kreisliga Wolfsburg, in der die Partien in Sandkamp, Wendschott, Barnstorf sowie bei Sport Union Wolfsburg bereits abgesagt sind. Angesetzt sind somit nur noch die Spiele auf Kunstrasen beim TV Jahn Wolfsburg (gegen die FSG Neindorf/Almke), ETSV Wolfsburg (gegen den TSV Hehlingen II) sowie TSV Heiligendorf (gegen den SSV Vorsfelde III).
Nur noch ein Bezirksliga-Spiel ist angesetzt
Der WSV Wendschott musste sein für Sonntag geplantes Heim-Nachholspiel in der Bezirksliga gegen die SV Gifhorn absagen. Noch hoffen darf hingegen Ligakonkurrent MTV Isenbüttel, der am Sonntag (14 Uhr) auf Rasen im heimischen Relog-Stadion auf den FC Brome treffen soll.
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Noch keine Absagen gibt‘s in der Kreisliga Gifhorn, in der sieben Partien auf der Agenda stehen. Auch die Partien der beiden hiesigen Oberligisten sind noch angesetzt. Lupo/Martini Wolfsburg ist am Samstag (15 Uhr) zu Gast beim SC Spelle-Venhaus, der SSV Vorsfelde trifft am Sonntag (15 Uhr) auf den FC Verden 04. Beide Begegnungen steigen nach aktuellem Stand auf Rasenplätzen.
Der MTV Gifhorn testet auf Kunstrasen
Der MTV Gifhorn, Spitzenreiter der Bezirksliga 1, hofft auf eine Austragung seines Vorbereitungsduells am Sonntag (14.30 Uhr) beim BV Germania Wolfenbüttel. Die Partie beim Tabellenführer der Bezirksliga 3 soll auf Kunstrasen über die Bühne gehen. Ebenfalls auf Kunstrasenplätzen testen die beiden hiesigen Landesligisten: Der SSV Kästorf tritt am Freitagabend (19 Uhr) beim Goslarer SC sowie am Sonntag (13.30 Uhr) im Mörser Herzbergstadion gegen den TSV Hehlingen an, der VfB Fallersleben trifft am Samstag (11 Uhr) auf den SV Plate.
Die Spielausfälle in der Übersicht:
Oberliga:
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FSV Schöningen – VfL Oldenburg
SV Arminia Hannover – HSC Hannover
Bezirksliga:
WSV Wendschott – SV Gifhorn
Kreisliga Wolfsburg:
SV Sandkamp – VfB Fallersleben II
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WSV Wendschott II – TSV Sülfeld
Sport Union Wolfsburg – VfR Eintracht Nord Wolfsburg
In den Farben getrennt, in der Sache vereint: Fußball-Nordclubs wie der HSV, der FC St. Pauli und Werder Bremen haben sich vor der Bundestagswahl am Sonntag klar gegen Rechts positioniert und die Bürger aufgerufen, zur Wahl zu gehen. Von DFL bis DOSB gibt es im Sport eine groß angelegte Initiative für die Demokratie.
Es ist das “Wir”, das der HSV in seinem Video in den Vordergrund stellt. “Wir stehen für Vielfalt. Wir passen aufeinander auf. Wir leben Demokratie. Wir halten zusammen. Wir heißen alle willkommen. Alle gemeinsam und nicht alleine”, sagen Offizielle des Fußball-Zweitligisten wie Sportvorstand Stefan Kuntz oder Präsident Marcell Jansen, Kapitän Sebastian Schonlau, die Trainer Merlin Polzin und Loïc Favé oder zwei Mitglieder des queeren Fanclubs “Volksparkjunxx” in kurzer Abfolge, bevor zu lesen ist: “Wir gehen wählen.”
In der Beschreibung des Videos dann der Wahlaufruf: “Sonntag ist Wahltag. Nutzt eure Stimme für die Demokratie!”
HSV, St. Pauli und Werder rufen zu Wahl und Haltung auf
Das Video, das die Hamburger auf ihren Social-Media-Kanälen am Donnerstag teilten, hat alleine bei Instagram knapp 5.400 Likes (Stand: 21. Februar, 15 Uhr) – und erhält, neben ein wenig Kritik, in den Kommentaren vor allem viel Zuspruch.
Auch auf dem Kanal des Stadtnachbarn FC St. Pauli gibt es einen ähnlichen Appell. “Wie viele mitbekommen haben, ist es dieses Jahr umso wichtiger, seine Stimme zu zeigen”, sagt Innenverteidiger Hauke Wahl da: “Also informiert euch, geht wählen und tut was Gutes für die Demokratie!”
Unter dem Beitrag der Braun-Weißen findet sich der Hashtag #demokrateam. Dieser ziert schon seit anderthalb Wochen auch das Bremer Weserstadion. In weißer Schrift steht dort auf einem grünen Plakat: “Kante zeigen”. Auch beim Heimspiel am vergangenen Sonntag gegen Hoffenheim (1:3) hatten sich beide Teams hinter einem Spruchband mit dem Slogan positioniert.
Zudem postete der SVW unter demselbenMotto auf dem Kanal seiner Nachhaltigkeits-Initiative “Werder bewegt” bereits zu Beginn des Monats Bilder von einer Demonstration in der Bremer Innenstadt. Darauf zu sehen unter anderem: Club-Präsident Hubertus Hess-Grunewald.
DFL und DOSB positionieren sich gegen Rassismus
Die Posts und Aktionen der drei Fußball-Nordclubs stehen in einer Reihe vieler Aktivitäten von Vereinen und Deutscher Fußball Liga (DFL). “Als deutscher Fußball haben wir unseren Kompass. Unsere Leuchttürme sind der demokratische Diskurs, Toleranz sowie der Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus”, betonte der DFL-Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Joachim Watzke zuletzt.
Dazu gibt es eine dezentrale Kampagne, Teil dieser ist die von der DFL Stiftung ins Leben gerufene Social-Media-Initiative “#DemokraTeam – Alles andere ist Abseits.” Genutzt wird dabei ein TikTok-Kanal, auch auf Instagram werden Kurzvideos – unter anderem mit den Spielern Manuel Neuer und Thomas Müller von Rekordmeister Bayern München sowie dem Hamburger Schiedsrichter Patrick Ittrich – gezeigt.
“Gerade angesichts der internationalen politischen Trends ist eine klare Stärkung der demokratischen Parteien in Deutschland bei dieser Bundestagswahl aus unserer Sicht das Gebot der Stunde.” DOSB-Chef Thomas Weikert
Doch geht das Engagement weit über den Fußball hinaus, auch andere Dachverbände im Sport bekennen vor der wegweisenden Abstimmung am Sonntag öffentlichkeitswirksam Farbe. “Gerade angesichts der internationalen politischen Trends ist eine klare Stärkung der demokratischen Parteien in Deutschland bei dieser Bundestagswahl aus unserer Sicht das Gebot der Stunde”, sagt Thomas Weikert.
Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes stellte in einem Appell klar, dass der DOSB “parteipolitisch neutral” sei, verwies aber auf das in der Satzung festgelegte Wertesystem: “Wir treten rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen sowie jeder Form von Gewalt entschieden entgegen. Wir sind also politisch nicht neutral.”
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ROOTS heißt eine Initiative von Otto Addo und seinem Experten-Team. Das Ziel: Rassismus im Sport bekämpfen und Betroffenen helfen.
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Gemeinsames Video von Rheinland-Rivalen Köln und Düsseldorf
Rund um den Spieltag in den Fußball-Ligen am Wahl-Wochenende wird es Aktionen geben. Zweitligist 1. FC Köln produzierte mit dem rheinischen Rivalen Fortuna Düsseldorf zu ihrem anstehenden Duell (Sonntag, 13.30 Uhr) ein Video unter dem Stichwort “Gesund streiten”.
Der organisierte Sport in Deutschland vereint mehr als 28 Millionen Mitglieder in rund 86.000 Vereinen – und diese möchte DOSB-Boss Weikert erreichen: “Bei einer Bundestagswahl entscheiden wir nicht nur über politische Weichenstellungen, über Parteien oder Personen – wir entscheiden vielmehr über den Kurs, den wir als Gesellschaft gemeinsam setzen wollen.” Auch deshalb haben sich unter anderem viele Nordclubs auf verschiedene Weisen für die Demokratie eingesetzt – und zur Wahl aufgerufen.
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Heute Abend empfängt der Tabellenzweite der 2. Liga aus Hamburg seinen direkten Verfolger. Rückkehrer Glatzel gibt dem Team “Energie”, mehr aber noch nicht.
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Im Spiel beim FSV steht Co-Trainer Peter Németh an der Seitenlinie der Braun-Weißen, weil sein Chef Alexander Blessin gesperrt ist. Er kennt die Rolle schon aus der Vorsaison.
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Wolfsburg.Direkt und geradeaus – so ist Peter Christiansen. Der Mann kann mit Stillstand nichts anfangen, er will den in den vergangenen Jahren oft in Lethargie verfallenen Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg dauerhaft in die Erfolgsspur führen. Im Sommer war der Däne vom FC Kopenhagen gekommen, mit den Niedersachsen will er in seinem ersten Jahr einen europäischen Wettbewerb erreichen. Beim Gespräch mit der AZ/WAZ reibt sich Christiansen vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den VfL Bochum die Hände und sagt angriffslustig: „Das letzte Drittel der Saison beginnt, es ist Crunchtime.“
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Zwei Punkte Rückstand auf Europa
Crunchtime – die Zeit in der Saison, in der es besonders drauf ankommt. „Es sind noch drei Monate bis zum Saisonende – jetzt entscheidet sich alles“, betont der 50-Jährige. Es entscheidet sich, ob es für die Wolfsburger endlich mal wieder Flutlichtspiele auf internationaler Bühne gibt. „Wir haben uns in eine Situation gebracht, in der das möglich ist“, sagt Christiansen mit Blick auf die Tabelle. Zwei Punkte beträgt der Rückstand der Niedersachsen als Neunter auf einen europäischen Wettbewerb, vier sind es auf die Champions League.
„Es sind noch drei Monate bis zum Saisonende – jetzt entscheidet sich alles.“
Peter Christiansen
VfL-Manager
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Nach den Duellen mit den Top-Teams Bayern, Bayer und Frankfurt (VfL-Ausbeute: fünf Punkte) geht es jetzt mit Bochum (Tabellen-17.), Bremen (10.), St. Pauli (14.), Augsburg (12.), Heidenheim (16.) und Union (13.) gegen Teams, die allesamt hinter den Niedersachsen stehen. Christiansen mag nicht so weit nach vorn schauen, sondern fordert von den VfL-Profis, sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. „Viele Leute sagen mir, dass wir es in den Spielen gegen München, Leverkusen, Frankfurt oder Stuttgart gut gemacht haben“, erzählt der VfL-Manager und betont: „Aber das, was war, zählt nicht mehr. Die Liga ist so eng. Mannschaften, die es schaffen, sich nur auf den nächsten Gegner zu konzentrieren, werden am Ende erfolgreich sein. Es wäre falsch zu glauben, dass es jetzt gegen Bochum einfacher wird als gegen Leverkusen.“
Sperren und Verletzungen könnten teuer werden
Mit seinem Ex-Klub war Christiansen in den vergangenen Jahren regelmäßig international vertreten. Er weiß, worauf es neben der Fokussierung auf das Wesentliche noch ankommt. „Es geht darum, durch diese Phase ohne größere Verletzungen zu kommen, wenige Sperren durch Gelbe oder Rote Karten zu kassieren“, sagt der Mann, der zusammen mit Sportdirektor Sebastian Schindzielorz dem Kader in der Winter-Transferperiode mit Andreas Skov Olsen und Mads Roerslev neue Qualität hinzugefügt hat. Vor allem der 11-Millionen-Euro-Transfer von Flügelflitzer Skov Olsen darf als Signal an die Konkurrenz eingeordnet werden, die mit dem VfL um die internationalen Plätze kämpft.
Crunchtime, die Alles-oder-Nichts-Monate stehen an – wie gut sieht Christiansen den VfL dafür gerüstet? „Wenn ich mir unsere Saison bisher so anschaue, finde ich, dass wir insgesamt zunehmend wettbewerbsfähiger geworden sind. Wir haben ein anderes Mindset.“ Entscheidend für das Erreichen eines europäischen Wettbewerbs werden die noch sechs zu absolvierenden Heimspiele (Bochum, St. Pauli, Heidenheim, Leipzig, Freiburg, Hoffenheim) haben. Es könnten Schlüsselspiele werden. Warum, da genügt ein Blick auf die Heimtabelle der Grün-Weißen. Während der VfL auswärts mit 20 Zählern hinter Rekordmeister Bayern Zweiter ist, läuft er in der VW-Arena mit nur 13 Zählern als Tabellenzwölfter in der Heimtabelle der Musik hinterher.
In der Hinserie holte der VfL aus den nun noch anstehenden zwölf Partien 23 Punkte – gelingt das nochmal, wären es am Ende 56 Zähler. Das wäre eine Ausbeute, die in den vergangenen zehn Jahren immer für das internationale Geschäft gereicht hat. Sky-Experte und Ex-Profi Didi Hamann sagte gerade in der AZ/WAZ, dass der VfL alles hat, um die Champions League erreichen zu können. Christiansen schmunzelt: „Das ist eine Möglichkeit, aber dafür musst du stark sein. Ja, wir dürfen Träume haben, aber ob die auch in Erfüllung gehen, das entscheiden wir selbst mit unseren Leistungen am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr.“
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Der VfL habe seine „Waffen, um dem Gegner wehtun zu können, noch gar nicht alle gezeigt“, sagt Christiansen und denkt etwa an Mittelfeldspieler Aster Vranckx, der gerade erste Wahl ist, weil Kapitän Maximilian Arnold verletzt ist: „Ein sehr guter Spieler, aber er war lange nicht fit. Jetzt kann er zeigen, wie gut er ist. Patrick Wimmer ist in einer sehr guten Form, Roerslev wartet auf seine Chance, Skov Olsen ebenfalls.“ Alles Spieler, die in der Crunchtime zum „VfL-Plus“ werden könnten.
Sieben Spiele ist das Jahr 2025 inzwischen alt – und in sechs dieser Partien ist der SV Werder Bremen weniger gelaufen als der Gegner. Das geht aus der offiziellen Statistik hervor, die Spieltag für Spieltag die Gesamtlaufleistungen der Mannschaften in Kilometer angibt. Für Werders Cheftrainer Ole Werner sind diese Zahlen allerdings wenig aussagekräftig. Warum? Das hat der 36-Jährige im Vorfeld des Auswärtsspiels beim SC Freiburg (Freitag, 20.30 Uhr) erklärt.
Trainer sieht keine Verbindung zu mangelnder Kondition
„Darauf gebe ich grundsätzlich nicht viel“, sagte Werner zum Thema Gesamtlaufleistung, „denn es liegt ein Stück weit an der Art und Weise, wie wir spielen und wie es andere Mannschaften machen“. Lediglich während des 2:2 bei Borussia Dortmund hat Werder im Jahr 2025 mehr Kilometer auf dem Platz abgerissen als der Gegner (110,44 im Vergleich zu 106,07), während des 1:3 gegen Hoffenheim sprach das Verhältnis zuletzt deutlich gegen die Bremer (122,91 im Vergleich zu 116,15). Was für den Chefcoach aber nichts mit mangelnder Einsatzfreude oder Kondition zu tun hat.
„Wir sind so organisiert, dass wir sehr genau wissen, wer wann wo und wie hinzulaufen hat, gerade im Spiel gegen den Ball. Da haben wir eine klare Verantwortlichkeit“, betonte Werner – und hielt fest: „Dadurch sind viele Wege im Anlaufen kürzer, als wenn du eher Dinge aus dem Raum heraus löst oder dein Spiel mit Ball auf zweite Bälle anlegst und nachgehst. Da ist das Laufverhalten einfach anders.“ Demnach liegt es also an der Spielstruktur, dass Werder (meistens) weniger Meter macht als der Gegner. „In dem Vergleich stehen wir wahrscheinlich schon seit Jahren eher im unteren Drittel“, sagte Werner, für den das Ganze aber „kein signifikantes Thema ist“.
Nimmt man die Gesamtlaufleistung aller Bundesligisten nach bisher 22 Spieltagen in den Blick, bestätigt sich die Einschätzung des Trainers. Mit 2533,50 Kilometern rangiert Werder auf dem 13. Platz. Spitzenreiter ist der FC St. Pauli (2668,14), Schlusslicht der VfL Bochum (2494,25). Der SC Freiburg als kommender Gegner der Bremer belegt Rang vier (2637,24), dürfte also auch am Freitagabend die Nase im Laufduell vorn haben. Für Werner kein Problem. Er hat für sich festgestellt: „Wenn wir weniger laufen als der Gegner, macht es unser Spiel nicht automatisch schlechter, und wenn wir viel mehr gelaufen sind, haben wir nicht unbedingt besser gespielt.“
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Dr. Max Burda leitet die Begegnung im Breisgau (Foto: nordphoto).
Kurzpässe am Freitag
+++ Die Unparteiischen: Dr. Max Burda leitet am Freitagabend, 21.02.2025, um 20.30 Uhr (live auf DAZN und im Live-Ticker auf WERDER.DE) das Auswärtsspiel beim Sport-Club Freiburg. An seiner Seite stehen Lasse Koslowski und Marcel Pelgrim, als Vierter Offizieller ist Patrick Schwengers im Einsatz. Wenn sich VAR Tobias Welz und dessen Assistent Dr. Martin Thomsen einschalten sollten, verkündete Referee Dr. Burda die Entscheidung über die Stadionmikrofone. +++
Dawid Kownacki tritt mit Düsseldorf im Rheinderby an (Foto: nordphoto).
+++ Verdi-Streik: Der Streik der Gewerkschaft Verdi am Freitag, 21.02.2025, wird nicht nur den ÖPNV in Bremen, sondern auch den Stadionverkehr in Freiburg stark einschränken. Auf der Strecke der Breisgau S-Bahn wird die Linie S1 verstärkt vom Hauptbahnhof fahren und kann genutzt werden, um Richtung Stadion zu gelangen. Der SCF empfiehlt, dass sich alle Fans frühzeitig auf den Weg zum Europa-Park Stadion machen. +++
+++ Leihspieler-Watch: Dikeni Salifou steht mit Austria Klagenfurt am Samstag (22.02., 17.00 Uhr) vor einem wichtigen Duell bei Tabellennachbar Grazer AK. Anschließend um 20.45 Uhr tritt Olivier Deman mit Royal Antwerpen gegen Leuven an. Am Sonntag (23.02., 13.30 Uhr) ist Dawid Kownacki mit Fortuna Düsseldorf im Rheinderby beim 1. FC Köln gefordert, fast zeitgleich um 14.00 Uhr hofft Isak Hansen-Aarøen auf sein Debüt für Aalborg BK, das in Aarhus zu Gast ist. Auf seinen ersten Einsatz hofft zum Abschluss des Wochenendes auch Naby Keïta, der mit Ferencvaros um 18.00 Uhr bei Fehervar FC zu Gast ist. Am Donnerstagabend kam der Guineer beim Europa-League-Rückspiel bei Viktoria Pilzen nicht zum Zug. +++
+++ Karriereende: Verena Volkmer, ehemalige Spielerin der Werder-Frauen, beendet zum Ende der Saison ihre Fußballkarriere. Die Offensivspielerin absolvierte von 2014 bis 2021 insgesamt 110 Spiele für Werders Bundesligamannschaft und erzielte dabei 15 Tore. Volkmer erlebte in ihrer Zeit beim SVW nicht nur Auf- und Abstiege, sondern sicherte sich auch zusammen mit ihrem Team gleich zweimal die Meisterschaft der 2. Frauen-Bundesliga. Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft! +++
Seidler mit Länderspiel-Einsatz, wählen im Weserstadion
In einem turbulenten Hinspiel unterlag die U23 Lohne mit 3:4 (Foto: Rospek).
+++ Das LZ-Wochenende: Die U23 möchte am Freitagabend (21.02., 19.30 Uhr) den Rückenwind des 4:1-Derbysiegs beim Hamburger SV II nutzen, um auch bei Blau-Weiß Lohne erfolgreich zu sein. Die U19 visiert im Heimspiel gegen den 1. FC Köln (So., 23.02., 11 Uhr) die ersten Punkte in der Liga A der DFB-Nachwuchsliga an. Nach ihrem Auftaktsieg in die Liga B der Spielklasse möchte die U17 auch beim USC Paloma (Sa., 22.02., 13 Uhr) die volle Ausbeute einfahren. +++
+++ Länderspiel für Seidler: Werder-Nachwuchstorhüter Calvin Seidler hat zum Abschluss des Vier-Nationen-Turnier in Portugal am Dienstagnachmittag sein drittes Länderspiel für die deutsche U16-Nationalmannschaft bestritten. Die DFB-Auswahl trennte sich 2:2-Unentschieden von der Gastgebernation. Bei den vorherigen Partien gegen Japan (0:0) und Niederlande (0:1) kam Seidler nicht zum Einsatz. +++
+++ Weserstadion wieder Wahllokal: Geht wählen! Mit dieser Botschaft hat der SV Werder in den vergangenen Wochen bereits dazu aufgerufen, von seinem Recht bei der Bundestagswahl am Sonntag, 23. Februar 2025 Gebrauch zu machen. Ein Wahlraum mit grün-weißem Charme bietet das Weserstadion selbst. Wie schon bei der Europawahl im vergangenen Jahr öffnet Werders Heimspielstätte am Osterdeich für Bürger*innen von 8 bis 18 Uhr seine Pforten. Also: Kante zeigen – für das #DemokraTEAM. +++
+++ Hintergründe zum Leben von Alfred Ries: Fans und Besucher*innen des Weserstadions haben ab sofort die Möglichkeit, über einen QR-Code an der Alfred-Ries-Gedenkwand umfangreiche weiterführende Informationen zum Leben des jüdischen Vereinspräsidenten und späteren Ehrenvorsitzenden zu erhalten. Diese WERDER.DE-Seite erklärt die sechs unterschiedlichen Motive des neu eingeweihten Wandbildes, dass sich über gut zwanzig Meter im Umlauf des Ostkurven-Oberrangs erstreckt. +++