Nick Woltemade kam, sah und traf – und wie. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung trat der schlaksige Stürmer des VfB Stuttgart zu einem unwiderstehlichen Solo an, tanzte mehrere Wolfsburger aus und schob dann überlegt ein. „Viel bessere Tore habe ich selten geschossen“, sagte Woltemade anschließend bei Sky.
Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis der 23-Jährige seine Kunststücke auch Julian Nagelsmann präsentieren darf. Schließlich fehlen dem Bundestrainer in Kai Havertz (Saisonende) und Niclas Füllkrug (Rückkehr Mitte April) zwei wichtige Offensivkräfte noch länger, auch für die Viertelfinalduelle mit Italien in der Nations League (20. und 23. März).
Trotz Woltemade-Tor verliert Stuttgart gegen Wolfsburg
Zehn Pflichtspieltreffer in der laufenden Saison sind jedenfalls eine ernstzunehmende Bewerbung. Nur so richtig freuen konnte sich U21-Nationalspieler Woltemade über sein Supertor nicht. Der Vizemeister verlor trotz der Woltemade-Führung (72.) noch mit 1:2 gegen den VfL Wolfsburg und verpasste den Sprung auf Champions-League-Platz vier.
„Es bringt mir ja nichts“, sagte Woltemade: „Wir kassieren zwei komplette Eiertore. Aber hilft nichts, so ist Fußball.“ Tiago Tomás traf gegen seinen Ex-Klub mit dem ersten Torschuss der Gäste zum Ausgleich (77.), dann blockte Josha Vagnoman einen Schuss mit dem Arm – Elfmeter. Mohamed Amoura (87.) verwandelte zum Sieg der Niedersachsen.
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Der gebürtiger Bremer Woltemade kam bei Werder nie richtig zum Zug. Über eine Erfolgreiche Leihe bei der SV Elversberg, die er 2023 zum Meister in Liga 3 schoss, gelangte er im Sommer 2024 zum VfB. Sein Marktwert liegt laut transfermarkt.de aktuell bei 7,5 Millionen Euro (sid/mb)
Borussia Dortmund blamiert sich bei Abstiegskandidat Bochum, der BVB rutscht immer tiefer in die Krise. Das Problem der fehlenden Führungsspieler im Kader soll einem Bericht zufolge mittlerweile sogar schon bei den Schiedsrichtern in der Bundesliga Thema sein.
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Der erhoffte Umschwung durch den Trainerwechsel blieb bei Borussia Dortmund aus – das kann spätestens seit dem vergangenen Wochenende festgehalten werden. Denn auch mit Sahin-Nachfolger Niko Kovac schlittert der BVB immer tief in die Krise, am Samstag blamierten sich die Dortmunder bei Abstiegskandidat Bochum und gingen mit 2:0 unter.
Führung auf dem Platz? Vergeblich gesucht
Eines der großen Probleme – wie so oft: Fehlende Führungspersönlichkeiten auf dem Platz. Denn weder Emre Can noch Nico Schlotterbeck oder Julian Brandt gingen wirklich voran, es scheint so, als sei der BVB weiter auf der Suche nach sich selbst.
Wer die Schwarzgelben in der Tabelle suchen möchte, muss mittlerweile recht weit nach unten gehen. Nach dem 22. Spieltag steht der BVB auf Tabellenplatz elf, der Rückstand auf die internationalen Plätze wächst gefühlt von Woche zu Woche an.
Das Führungsproblem bei Dortmund, das unter anderem auch von Ex-Trainer Nuri Sahin angemerkt wurde, soll inzwischen sogar bei den Schiedsrichtern der Bundesliga Thema sein. Wie die “Bild”-Zeitung berichtet, höre man “in internen Gesprächen” mit den Unparteiischen Folgendes: “Bei Dortmund spürst du auf dem Platz, dass Führung und Persönlichkeit fehlen, wir haben keine Ansprechpartner so wie früher Hummels.”
Kein BVB-Spieler will in der Mixed Zone sprechen
Durch den Abgang von Hummels nach Rom ist ein Vakuum im BVB-Kader entstanden. Einen Spieler, der die Probleme nach einer Niederlage auch mal sehr deutlich öffentlich anspricht, gibt es kaum – nur Schlotterbeck ist hier manchmal die Ausnahme. Ansonsten macht es den Eindruck, als wolle kein Spieler wirklich vorangehen und Verantwortung übernehmen.
Das zeigen auch die Szenen nach der Blamage in Bochum. Denn kein einziger (!) Spieler stellte sich den Fragen der Medienvertreter in der Mixed Zone. Nur Torwart Gregor Kobel und eben Schlotterbeck sprachen bei Sky im Interview – aber auch nur, weil sie es aufgrund der TV-Verträge müssen. Kobel hatte für die Leistung keine Erklärung, Schlotterbeck warnte vor einer Horrorsaison für den BVB. Was unweigerlich die Frage aufwirft: Wenn die bisherige Spielzeit kein Horror war – was dann?
Besonders kurios wurde es dann übrigens auf der anschließenden Pressekonferenz mit beiden Trainern. Denn Kovac begründete das Fernbleiben seiner Spieler in der Mixed Zone damit, dass das Team bereits in vier Tagen wieder spielen müsse und deswegen die Nahrungszufuhr jetzt an erster Stelle stehe.
Verwendete Quellen
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Sollte es am Ende tatsächlich nicht für einen erneuten Platz in der Champions League reichen, müsste Borussia Dortmund im Sommer wohl in mehrerlei Hinsicht kleinere Brötchen backen. Zwar könnte der Verkauf eines Leistungsträgers wie Jamie Gittens eine Finanzlücke schließen, doch gleichzeitig wären für den BVB auf dem Transfermarkt wohl nicht die ganz großen Sprünge drin.
Darauf, dass der BVB womöglich in Sachen Transferbudget den Gürtel enger schnallen und gezwungenermaßen zur Verpflichtung von nicht fertigen Spielern zurückkehren muss, deuten zumindest in den vergangenen Tagen aufgekommene Gerüchte hin. Benedict Hollerbach vom 1. FC Union Berlin, der mit der Borussia in Verbindung gebracht wird, hat zwar sein Potential angedeutet, ist aber noch kein Spieler wie die letztjährigen Sommerzugänge Waldemar Anton, Maximilian Beier oder Serhou Guirassy, die in der Bundesliga mit konstant starken Leistungen für Aufsehen gesorgt hatten.
Jander einst schon im BVB-Nachwuchs
Wie nun der „kicker“ berichtet, geht der Blick des BVB sogar in die 2. Bundesliga. Das Fachblatt nennt explizit die Borussia als einen der Vereine, die für den Sommer Caspar Jander vom 1. FC Nürnberg dick auf dem Zettel haben sollen. Der 21-jährige Mittelfeldmann hat am gestrigen Sonntag mit einem Traumtor zur Führung den Weg zum Nürnberger 2:0-Sieg gegen den SSV Ulm bereitet und einmal mehr gezeigt, perspektivisch für die 2. Liga überqualifiziert zu sein.
Dabei ist Jander erst im vergangenen Sommer vom MSV Duisburg nach Nürnberg gewechselt, hat dort aber keinerlei Anpassungsschwierigkeiten gezeigt, sondern an 21 der ersten 22 Spieltage in der Startformation von Trainer Miroslav Klose gestanden. Drei Tore und vier Vorlagen sind für den Box-to-Box-Player notiert, der nach sechs Einsätzen für die deutsche U20-Auswahl auch auf ein zeitnahes Debüt in der U21 hoffen darf.
Trotz eines bis 2028 laufenden Vertrages wird es für Nürnberg mutmaßlich nicht leicht, Jander über diese Saison hinaus zu halten. Der gebürtige Münsteraner scheint auf jeden Fall bereit für den nächsten Schritt, der ein Stück weit auch in die Vergangenheit führen könnte. Denn Jander, der später beim FC Schalke 04 und in Duisburg weiter ausgebildet wurde, spielte von 2015 bis 2017 bereits im Nachwuchs des BVB.
Florian Wirtz und Jamal Musiala standen sich am Samstag im Topspiel gegenüber.Bild: IMAGO images / Sven Simon
Bundesliga
Lange hatten Bundesliga-Fans dem Topspiel zwischen Meister Bayer Leverkusen und Tabellenführer FC Bayern entgegengefiebert, am Samstag nun war es endlich so weit. In Leverkusen kam es dann aber nicht etwa zum spektakulären Schlagabtausch zweier offensivstarker Mannschaften.
Stattdessen lieferte nur die Werkself und erspielte sich eine Gelegenheit nach der anderen. Das Problem aber: Die Bayer-Profis scheiterten wahlweise an der Latte, an Manuel Neuer oder auch an sich selbst. So stand am Ende, die Bayern hatten ihrerseits nur zwei harmlose Abschlüsse, ein 0:0.
Didi Hamann vergleicht Jamal Musiala mit Florian Wirtz
Am Samstagabend gab es also keinen Sieger. Und doch waren damit die Bayern irgendwie die Gewinner des Abends. Denn der FCB hat seinen Vorsprung von acht Punkten auf den Verfolger gewahrt. Von einer Entscheidung im Meisterschaftsrennen sprach im Nachgang noch niemand, ein großer Schritt war es aber gewiss.
Trotz des für die Münchener so positiven Ergebnisses hat Sky-Experte Didi Hamann in den Reihen des FC Bayern aber durchaus auch einen Verlierer gesehen: Für Jamal Musiala fand er gerade im Vergleich mit Leverkusens Florian Wirtz kritische Worte.
“Für mich ist Wirtz im Moment verglichen mit Musiala in einer anderen Liga”, legte sich der TV-Experte bei der Sendung ”Sky90 – die Fußballdebatte” fest.
Hamann führte seine Entscheidung aus: “Wirtz macht jeden Spieler seiner Mannschaft besser. Ich glaube nicht, dass Musiala viele Spieler besser macht. Er macht die Mannschaft besser, wenn das, was er macht, funktioniert. Im Vergleich zu Wirtz ist er ein Einzelspieler.”
FC Bayern: Hamann fordert neue Qualitäten bei Musiala
Am Samstag war der Leverkusener spielbestimmend, Musiala hingegen kaum zu sehen. Das lässt sich auch an mehreren Zahlen ablesen: Wirtz war mit Vorlagen und eigenen Abschlüssen an sechs Chancen direkt beteiligt, Musiala an keiner einzigen. Wirtz hatte 88 Ballaktionen, Musiala lediglich 45. Darüber hinaus kam Wirtz mit sechs Dribblings durch, Musiala mit zweien.
“Ein Wirtz ist für mich momentan ein potenzieller Weltfußballer in ein bis zwei Jahren. Wirtz ist immer da, hat immer den Kopf oben und sieht immer den besseren Mitspieler”, schwärmte Hamann daher vom Leverkusener. “Musiala tut das nicht.”
Der Bayern-Star müsse “eine Variabilität in sein Spiel bringen, weil er dann auch schwerer auszurechnen ist”. Der Sky-Experte ist allerdings unschlüssig, ob Musiala dazu in der Lage ist: “Ob er sich das aneignen kann, ist die Frage, wenn seine Dribblings nicht funktionieren, ist er nicht vorhanden.”
Womöglich wirkt sich die nun entspanntere Situation in der Bundesliga in Kombination mit der erfolgten Vertragsverlängerung in den kommenden Wochen förderlich für Musiala aus. Erst einen Tag vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen hatte der FC Bayern verkündet, dass Musiala seinen Vertrag in München bis 2030 verlängert hat.
Ruft man auf der Vereinswebsite des BVB das Profil von Hans-Joachim Watzke auf, findet man einige grundlegende Informationen über den Vorsitzenden der Geschäftsführung. Er kam 1959 in Merseburg zur Welt, 1978 hat er sein Abitur abgeschlossen, nach dem Studium eine erfolgreiche Firma aufgebaut.
Tausende Fans aus Portugal werden die Mannschaft von Sporting Lissabon am Mittwoch nach Dortmund begleiten. Für sie wird es ein Fanfest in der City geben.
Das geht aus einem Fanbrief der Polizei Dortmund im Vorfeld der Champions-League-Partie hervor. Die Behörde veröffentlichte die Informationen sowohl in deutscher als auch in portugiesischer Sprache. Ein Fanmarsch der Sporting-Anhänger ist laut Polizei-Pressesprecher Felix Groß aktuell nicht geplant.
Fanfest-Organisator Patrick Arens sagt, er werde „kein großes Tamtam“ geben. Eine Bühne wie bei vergangenen Champions-League-Partien werde nicht aufgebaut. Es werde zusätzliche Bierstände und einen Bratwurststand geben sowie einen Toilettenwagen.
Polizei rät zu früher Anreise
Die Polizei Dortmund weist in ihrem Fanbrief auch noch mal auf das allgemeine Verbot hin, Pyrotechnik abzubrennen – sowohl im Stadion als auch im öffentlichen Raum. Das Abbrennen führe in der Regel zu einem Betretungsverbot des Stadions. Fans von Sporting Lissabon waren zuletzt im September 2021 zu Gast und lösten einen Feuerwehreinsatz an der Haltestelle Stadtgarten aus, weil sich der Rauch von Pyrofackeln in der Station verteilt hatte.
Die Polizei rät den Fans zu einer frühen Anreise zum Stadion. Bis 16.30 Uhr sollen sich Fans auf den Weg gemacht haben. Anstoß ist am Mittwoch nicht um 21 Uhr, sondern schon um 18.45 Uhr. Aufgrund des frühen Spielbeginns kann es zur Vermischung von Berufs- und Anreiseverkehr zum Stadion kommen.
Borussia Dortmund II wurde gegen den SV Sandhausen nicht für seinen Chancenwucher in der ersten Hälfte bestraft. Dennoch ist der 1:0-Sieg nach einer starken ersten Hälfte verdient.
Jordi Paulina (li.) und Niklas Lang (re.) im Zweikampf.
IMAGO/Frank Zeising
Nach dem 0:1 beim VfL Osnabrück, der bereits dritten torlosen Niederlage in Serie, war der BVB II vor dem Duell mit dem SV Sandhausen danach bestrebt, endlich wieder einen Sieg zu bejubeln. Es drohte ein Abrutschen in den Abstiegskampf. Um dies zu verhindern, wechselte Trainer Jan Zimmermann auch für das Duell mit dem SV Sandhausen mehrfach: Wätjen, Lelle und Göbel begannen für Azhil, Mogultay sowie Mané.
Dabei hatte der Gegner SV Sandhausen zuletzt das geschafft, wonach die Borussen strebten: Beim 1:0 gegen Arminia Bielefeld konnte unter dem neuen Coach Kenan Kocak, der Ehlich und Simnica (Startelfdebüt) für Iwe und Lorch in die Startelf beorderte, endlich mal wieder gewonnen werden – es war für den 44-Jährigen der erste Sieg seit seiner Rückkehr in die Kurpfalz. Doch sollte das Erfolgserlebnis am Samstag in der ersten Hälfte nicht zu einer breiten Brust der Gäste führen.
D. Richter3 – Kreuzer4,5, N. Lang4,5 , Lewald4, Schikora4,5, Ehlich4,5 – Duman3,5, Simnica4,5 , Greil4,5 – D. Otto4 , Butler4,5
Schiedsrichter-Team
Cristian Ballweg
Zwingenberg
3
Spielinfo
Stadion
Rote Erde
Zuschauer
856
Auch wenn Ex-Borusse Butler bei seiner Rückkehr bereits nach nicht mal 60 Sekunden im Strafraum seiner ehemaligen Mitspieler auftauchte, waren es die Hausherren, die mutig in das Spiel starteten. Für den ersten Aufreger sorgte ein aberkanntes Tor der Dortmunder (11.).
Eberwein an die Latte
In der 17. Minute sollte es schließlich soweit sein: Nach 291 Minuten beendete Roggow den Torlos-Lauf des BVB II. Nach einem Querpass von Paulina musste der Kapitän nur noch ins lange Eck schieben – eine Chance, ein Tor; das Team von Trainer Jan Zimmermann legte eine beinahe nicht bekannte Effizienz zu Beginn an den Tag, sollte in der Folge aber auch nachweisen, wieso man solange torlos geblieben war.
Bei Lewalds Beinahe-Eigentor (26.) sowie Eberweins Lattenkracher (27.) fehlte das nötige Glück, und Paulina versinnbildlichte die fehlende Kaltschnäuzigkeit (29.). Auf Seiten der Dortmunder mangelte es nur noch an der verdienten Belohnung für einen mittlerweile dominanten Auftritt. So sah sich nach einer halben Stunde auch SVS-Trainer Kenan Kocak zu einer Abkehr der praktizierten Dreier- hin zu einer Viererkette gemüssigt. Aber auch mit der Umstellung hatten die Kurpfälzer Probleme, sich überhaupt aus der eigenen Hälfte zu kombinieren.
Nachdem aber insbesondere im Abschluss immer wieder falsche Entscheidungen getroffen wurde, exemplarisch versuchte es Foti lieber mit dem Außenrist als mit seinem schwachen Fuß (37.), ging es für die Kurpfälzer nach einem sehr schwachen Auftritt mit einem schmeichelhaften 0:1 in die Halbzeit.
Nach Wiederanpfiff sollte dieser zwar besser werden – jedoch weiter auf bescheidenem Niveau. Man präsentierte sich zwar nun bemühter und insbesondere der zur Halbzeit gekommene Fehler sorgte für frischen Wind – doch außer ein gefährlich getretener Freistoß von Duman sollte Lotka erstmals nichts in Verlegenheit bringen (58.).
Lotka hält den Sieg fest
Es dauerte bis zur 75. Minute, ehe sich der Schlussmann auszeichnen durfte. Aus dem Nichts war Fehler zum Abschluss gekommen. Und der Joker sollte es auch in der letzten Minute der regulären Spielzeit sein, der den Dortmundern beinahe nochmal den 1:0-Sieg aus den Händen gerissen hätte. Aber abermals fand der 22-Jährige seinen Meister im zehnmaligen Bundesliga-Torhüter. Mit dem Erfolg beendete der BVB II seine Niederlagen-Serie und sprang mit 32 Punkten am Team von Trainer Kenan Kocak, der aufgrund von Protesten über eine zu geringe Nachspielzeit nach dem Abpfiff noch die Rote Karte gesehen hatte, vorbei.
Am kommenden Samstag (14 Uhr) sind die Dortmunder dann zu Gast bei Alemannia Aachen. Einen Tag später (19.30 Uhr) heißt es für die Sandhäuser, Wiedergutmachung zu betreiben, wenn der SV Wehen Wiesbaden in der Kurpfalz gastiert.
Eine neue Folge NachspielDEICH ist da! In der 72. Podcast-Episode analysieren Host Alexandra von Lingen und DeichStube-Reporter Malte Bürger die 1:3-Niederlage des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim und sprechen über den erneut schwachen Auftritt der Grün-Weißen und die Gründe für die aktuelle Ergebnis-Krise!
Bremen – Trotz einer frühen 1:0-Führung hat der SV Werder Bremen das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim mit 1:3 (1:2) verloren. Die Bremer gewannen damit nur eine ihrer letzten sieben Bundesliga-Partien. In der neuesten Folge vom NachspielDEICH-Podcast sprechen Host Alexandra von Lingen und DeichStube-Reporter Malte Bürger über die erneut erschreckend schlechte Leistung der Bremer. Warum kann Werder aktuell nicht an die guten Leistungen aus der Hinrunde anknüpfen? Was sind die Gründe für die aktuelle Ergebnis-Krise? Wiegen die Ausfälle von Führungsspielern wie Kapitän Marco Friedl und Jens Stage vielleicht zu schwer? Und was ist eigentlich mit der Offensive um Marvin Ducksch los? Außerdem: Werder läuft in nahezu jedem Bundesliga-Spiel weniger als der Gegner – woran liegt das? Und: Was muss jetzt am Osterdeich passieren, damit Werder in die Erfolgsspur zurückkehrt? Jetzt die neue Podcast-Folge hören!
Spotify: Hier Folge 72 des Werder Bremen-Podcasts NachspielDEICH bei Spotify hören!
Apple-Podcasts: Hier Folge 72 des Werder Bremen-Podcasts NachspielDEICH bei apple/iTunes hören!
DeichStube-Podcast: Das ist NachspielDEICH – die Werder Bremen-Analyse
NachspielDEICH ist ein Fußball-Podcast der DeichStube. Host Alexandra von Lingen spricht nach jedem Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen mit dem Reporter der DeichStube, der das Match der Grün-Weißen live im Stadion verfolgt hat. Furiose Werder-Siege, bittere Pleiten und alles, was dazwischen liegt – NachspielDEICH geht in die Analyse!
Und die Werder-Fans können mitmachen: Schickt Eure Fragen nach den Spielen als Text- oder Sprachnachricht an die 0160 98218884 – und die Werder-Analyse NachspielDEICH liefert die Antworten. Neue Folgen gibt es ab sofort immer am Tag nach der Werder-Partie überall, wo es Podcasts gibt.
Wolfsburg.Nach dem Big-Point-Sieg bei Top-Team VfB Stuttgart am Samstag erfährt der VfL viel Lob. Plötzlich ist im Zusammenhang mit dem Wolfsburger Fußball-Bundesligisten sogar die Champions League ein Thema. Eine schöne Träumerei? Nein, sagt Dietmar „Didi“ Hamann. Er hat die Niedersachsen nicht erst seit dem Dreier bei den Schwaben auf dem Zettel, wenn es um die Königsklasse geht. In der Sky-Sendung „Alle Spiele, alle Tore“ lobte der TV-Experte und Ex-Profi am Samstag: „Ich würde mich nicht wundern, wenn Wolfsburg am Ende auf Platz vier landet.“ Die AZ/WAZ hackte bei Hamann, der 2005 mit dem FC Liverpool die Champions League gewann, mit dem FC Bayern zweimal deutscher Meister (1994 und 1997) wurde und mittlerweile als TV-Experte geschätzt wird, nochmal nach. Wie meinen Sie das, Herr Hamann?
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Königsklasse: Hamann hat den VfL länger auf dem Zettel
Bayern und Bayer seien als Erster und Zweiter nicht mehr einzuholen, aber mit Blick auf die Plätze drei und vier sei alles offen, sagt der 51-Jährige und begründet das so: „Bei den Leipzigern geht nicht wirklich was vorwärts. Mit Stuttgart hat der VfL gerade einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Königsklasse geschlagen. Ja, der VfB spielt gut, aber er belohnt sich zu selten dafür. Und dann schaut man schon auf Gladbach oder Wolfsburg. Ich habe ja schon vor Wochen gesagt, dass das ein Sechs- oder Siebenkampf um die Plätze drei und vier ist.“
„Ich gebe zu: Der VfL hat mich schon das eine oder andere Mal enttäuscht, aber in diesem Jahr zahlen sie das Vertrauen zurück.“
Didi Hamann
Sky-Experte und Ex-Profi
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Und für den sieht Hamann den VfL bestens gerüstet, sagt: „Sie haben unheimlich interessante Spieler in ihrem Kader. Sie haben mit Kamil Grabara einen sehr guten Torwart bekommen. Sie stehen hinten gut.“ Das liege auch an Sommer-Neuzugang Konstantinos Koulierakis: „Er macht es hervorragend. Und vorn trifft Jonas Wind. Und der Amoura kreiert einfach immer was, wenn er am Ball ist. Dann haben sie mit Svanberg im Mittelfeld noch einen guten Spieler. Jetzt gewinnen sie in Stuttgart ohne Arnold. Er ist ein unheimlich intelligenter Spieler. In Stuttgart ohne ihn zu siegen, wird dem VfL einen zusätzlichen Schub geben.“ Besonders Amoura, Tor und Torvorlage in Stuttgart und jetzt neun Treffer und neun Vorbereitungen auf dem Konto, hat es Hamann angetan. „Man hofft natürlich immer, wenn ein Neuer kommt, dass der dann so durchstartet. Ich wüsste nicht, mit wem ich ihn vergleichen soll, weil er so speziell ist.“
Tiago Tomas erinnert den Ex-Profi an Omar Marmoush
Ein Plus des VfL im Kampf um die Königsklasse sei auch, neben Speedy Mohammed Amoura mit Tiago Tomas einen weiteren Wirbelwind im Team zu haben. Beim portugiesischen Flügelspieler wird gern vergessen, dass er erst 22 Jahre jung ist. Der U21-Nationalspieler hat in dieser Saison den Durchbruch bei den Grün-Weißen geschafft. Sechs Tore und drei Torvorlagen hat er bereits auf seinem Konto, in Stuttgart erzielte er das wichtige 1:1. Hamann: „Er ähnelt Omar Marmoush nicht nur vom Optischen. Er ist der nächste, die Möglichkeit hat, das, was Omar geschafft hat, vielleicht jetzt schon in Wolfsburg zu schaffen. Tiago Tomas hat ein unheimliches Potenzial.“
Marmoush war im Sommer 2023 vom VfL zu Eintracht Frankfurt gewechselt und spielte sich innerhalb kürzester Zeit mit seiner Schnelligkeit und seiner Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor in die Notizblöcke europäischer Top-Klubs. Im Winter wechselt der ägyptische Nationalspieler dann für bis zu 80 Millionen Euro zu Manchester City. Am Wochenende hatte der Ex-Wolfsburger für City im Duell mit Newcastle United innerhalb von 14 Minuten einen Hattrick geschnürt.
TV-Experte gefällt Hasenhüttls Unaufgeregtheit
Ebenfalls für den VfL spreche, dass er mit Bayern, Bayer und Eintracht Frankfurt bereits jetzt schon die ersten Drei der Liga hinter sich habe. Was Hamann aber am meisten bei den Wolfsburgern beeindruckt, ist die Unaufgeregtheit nach einem Rückstand. Die Wolfsburger würden sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und auch nach einem Rückstand weiter ruhig an ihrem Plan festhalten. Ein Beleg dafür: Trotz eines Rückstandes wie am Samstag im Duell mit den Schwaben, hat der VfL bereits acht Punkte (zwei Siege, zwei Remis) eingefahren. Zum Vergleich: Das ist nach Leverkusen, Stuttgart und Bremen, die jeweils noch neun Punkte holen konnten, der zweitbeste Wert der Liga. Andererseits hat der VfL bereits 15 Punkte nach einer Führung verspielt. Wenn das nicht passiert wäre, dann wären die Grün-Weißen längst mittendrin in der Spitzengruppe der Liga.
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Vor dem Bochum-Heimspiel am Samstag sind sie als Tabellenneunter mit nur zwei Zählern Rückstand auf einen europäischen Wettbewerb und vier Punkte Rückstand auf die CL (noch) hinten dran. Aber wenn es nach Hamann geht, wird das bald anders sein. Er wiederholt: „Ich glaube wirklich, dass die Wolfsburger realistische Chancen haben, das zu schaffen.“ Die Champions League zu schaffen – und das hänge auch mit Hasenhüttl zusammen. „Er macht das mit einer unaufgeregten Art, die mir gefällt.“ Hamann abschließend: „Wir machen bei Sky vor der Saison immer eine Abschlusstabelle – den VfL habe ich da regelmäßig zwischen Platz sechs und acht eingeordnet. Ich gebe zu: Sie haben mich schon das eine oder andere Mal enttäuscht, aber in diesem Jahr zahlen sie das Vertrauen zurück.“
Borussia Dortmund blamiert sich bei Abstiegskandidat Bochum, der BVB rutscht immer tiefer in die Krise. Das Problem der fehlenden Führungsspieler im Kader soll einem Bericht zufolge mittlerweile sogar schon bei den Schiedsrichtern in der Bundesliga Thema sein.
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Führung auf dem Platz? Vergeblich gesucht
Eines der großen Probleme – wie so oft: Fehlende Führungspersönlichkeiten auf dem Platz. Denn weder Emre Can noch Nico Schlotterbeck oder Julian Brandt gingen wirklich voran, es scheint so, als sei der BVB weiter auf der Suche nach sich selbst.
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Das Führungsproblem bei Dortmund, das unter anderem auch von Ex-Trainer Nuri Sahin angemerkt wurde, soll inzwischen sogar bei den Schiedsrichtern der Bundesliga Thema sein. Wie die “Bild”-Zeitung berichtet, höre man “in internen Gesprächen” mit den Unparteiischen Folgendes: “Bei Dortmund spürst du auf dem Platz, dass Führung und Persönlichkeit fehlen, wir haben keine Ansprechpartner so wie früher Hummels.”
Kein BVB-Spieler will in der Mixed Zone sprechen
Durch den Abgang von Hummels nach Rom ist ein Vakuum im BVB-Kader entstanden. Einen Spieler, der die Probleme nach einer Niederlage auch mal sehr deutlich öffentlich anspricht, gibt es kaum – nur Schlotterbeck ist hier manchmal die Ausnahme. Ansonsten macht es den Eindruck, als wolle kein Spieler wirklich vorangehen und Verantwortung übernehmen.
Das zeigen auch die Szenen nach der Blamage in Bochum. Denn kein einziger (!) Spieler stellte sich den Fragen der Medienvertreter in der Mixed Zone. Nur Torwart Gregor Kobel und eben Schlotterbeck sprachen bei Sky im Interview – aber auch nur, weil sie es aufgrund der TV-Verträge müssen. Kobel hatte für die Leistung keine Erklärung, Schlotterbeck warnte vor einer Horrorsaison für den BVB. Was unweigerlich die Frage aufwirft: Wenn die bisherige Spielzeit kein Horror war – was dann?
Besonders kurios wurde es dann übrigens auf der anschließenden Pressekonferenz mit beiden Trainern. Denn Kovac begründete das Fernbleiben seiner Spieler in der Mixed Zone damit, dass das Team bereits in vier Tagen wieder spielen müsse und deswegen die Nahrungszufuhr jetzt an erster Stelle stehe.
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“So arbeitet die Redaktion” informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.
Ralf Rangnick war ein Trainerkandidat beim BVB. Nun offenbarte der erfahrene Coach, dass er bei Borussia Dortmund tiefgehende Probleme sieht.
Dortmund – Bevor Niko Kovac bei Borussia Dortmund als Sahin-Nachfolger vorgestellt wurde, gab es auch eine BVB-Spur zu Ralf Rangnick. Nun bestätigte der 66-Jährige, dass er ein Trainerkandidat war und fand gleichzeitig deutliche Worte zu der sportlichen Krise der Westfalen.
Nach BVB-Absage: Ralf Rangnick fällt vernichtendes Dortmund-Urteil
Gegenüber BildTV begründete Rangnick seine BVB-Absage: „Ich möchte da ehrlich gesagt nicht mehr groß drauf eingehen. Dass es die Gespräche gegeben hat – ja, das ist richtig. Aber für mich war immer klar, dass ich jetzt kurzfristig – und das war ja das, was der BVB gesucht hat – nicht zur Verfügung stehe, weil für mich die österreichische Nationalmannschaft im Vordergrund steht.“
Doch möglicherweise lagen der Trainer-Routinier und die Borussen schlicht in entscheidenden Punkten nicht auf einer Wellenlänge. Denn Rangnick äußerte zudem scharfe Kritik an der Kaderplanung der Schwarz-Gelben: „Man hat den Kader einfach nicht mehr stringent nach irgendeiner vorgestellten Spielweise zusammengestellt.“ Der Klub müsse sich jetzt fragen, wie er spielen, auftreten und wahrgenommen werden wolle.
Der BVB und die Mentalitätsfrage: Ex-Trainerkandidat Ralf Rangnick zeigt klare Kante
Die Mentalitätsdebatte wiegelte Rangnick unterdessen ab: „Die Vorstellung, dass die Spieler in Dortmund plötzlich eine schlechte Mentalität haben und gerne Spiele verlieren, glaube ich einfach nicht. Das ist nicht der Fall.“
Vielmehr müsse es andere Gründe geben, „warum die Spieler in Dortmund gefühlt immer schlechter spielen als woanders“. Diesen Punkt machte der österreichische Nationaltrainer an seinem Schützling Marcel Sabitzer fest, der beim BVB „fast nicht wiederzuerkennen“ sei.
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So begründete der BVB das Treffen mit Ralf Rangnick
Zwar dürfte Rangnick mit seiner Kritik vielen schwarz-gelben Fans aus der Seele sprechen. Fraglich ist allerdings, ob dessen Worte bei den BVB-Verantwortlichen gut ankommen.
Die Westfalen hatten gegenüber der Bild zu Protokoll gegeben, dass es in dem Treffen mit Rangnick gar nicht um den Trainerposten ging. Stattdessen sollen mögliche Spielertransfers im Vordergrund gestanden haben.