Der Sport-Tag Nächster BVB-Gegner wird von “Anfang bis Ende zerstört”
02.03.2025, 10:19 Uhr
Mit dem 2:0 beim FC St. Pauli feierte Borussia Dortmund erstmals in dieser Saison zwei Bundesliga-Siege in Folge und geht mit Rückenwind ins Achtelfinale der Champions League. BVB-Gegner OSC Lille ist dagegen angeschlagen. Das Team von Trainer Bruno Génésio kam am Samstagabend in der heimischen Ligue 1 im Auswärtsspiel gegen Meister Paris Saint-Germain mit 1:4 unter die Räder.
Insbesondere der erste Durchgang war fürchterlich: Bradley Barcola (6.), Marquinhos (22.), der frühere BVB-Profi Ousmane Dembélé (28.) sowie Désiré Doué (37.) trafen für Paris. Torjäger Jonathan David (80.) betrieb aus Sicht der Gäste nur noch späte Ergebniskosmetik. “Von Anfang bis Ende zerstört und dominiert”, titelte die Zeitung “La Voix du Nord” und schrieb von einer “schweren Niederlage” für Lille. “Ich übernehme die Verantwortung für dieses Nicht-Spiel, vor allem für die erste Halbzeit, für die schlechten taktischen Entscheidungen, für das eingesetzte System”, sagte Génésio. “Es gibt Abende, an denen wir weniger inspiriert sind, und das war heute Abend der Fall.”
Der BVB empfängt am Dienstag in der Champions League OSC Lille. Hier erfahrt Ihr, wo das Spiel im TV und LIVE STREAM übertragen wird.
In der Champions League stehen die Hinspiele des Achtelfinales auf dem Programm. Dabei bekommt es Borussia Dortmund am Dienstag (4. März) mit OSC Lille zu tun. Der Anpfiff ertönt um 21.00 Uhr.
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Überdies dient der Signal Iduna Park als Schauplatz des Kräftemessens zwischen dem BVB und den Doggen. Borussia Dortmund und OSC Lille holten in der Ligaphase 15 und 16 Punkte.
GOAL erklärt Euch in diesem Artikel, wo Ihr BVB (Borussia Dortmund) vs. OSC Lille im LIVE STREAM und TV anschauen könnt.
Artikel wird unten fortgesetzt
BVB (Borussia Dortmund) vs. OSC Lille, Uhrzeit: Wann ist der Anstoß?
Amazon Prime Video oder DAZN? Wo wird BVB (Borussia Dortmund) vs. OSC Lille im Live Stream und live im TV gezeigt / übertragen?
BVB (Borussia Dortmund) vs. OSC Lille im TV, LIVE STREAM, TICKER: News und Aufstellungen
BVB-News
Borussia Dortmund setzte sich im Playoff zur K.-o.-Phase gegen Sporting Lissabon durch.
Genauer gesagt, erreichte die Elf von Niko Kovac gegen die Leoes einen 3:0-Auswärtserfolg und am 19. Februar eine Nullnummer.
Für den BVB, der 15 Punkte geholt hatte, war die Ligaphase mit einem 3:1 gegen Shakhtar Donezk geendet.
Die Aufstellung vom BVB
Etwa eine Stunde vor Spielbeginn könnt Ihr hier die Aufstellung einsehen.
Getty Images
OSC Lille-News
OSC Lille schloss die Ligaphase mit 16 Punkten auf dem siebten Platz ab – damit lösten die Doggen ein direktes Ticket für das Achtelfinale.
Am letzten Spieltag setzte sich das Team von Bruno Genesio gegen Feyenoord mit 6:1 durch.
Die Doggen kehrten nach einem 1:2 in Liverpool sofort auf die Erfolgsspur zurück und gewannen zum dritten Mal binnen vier Champions-League-Auftritten.
Die Aufstellung von OSC Lille
Etwa eine Stunde vor Spielbeginn könnt Ihr hier die Aufstellung einsehen.
BVB (Borussia Dortmund) gegen OSC Lille live im TV und LIVE STREAM sehen: Der direkte Vergleich
BVB (Borussia Dortmund) vs. OSC Lille live anschauen: Nützliche Links
Bayer Leverkusen hat Kim Falkenberg zum Direktor Fußball befördert. Der 36-Jährige war zuvor als Leiter der Scouting-Abteilung tätig und wird den neuen Posten am 1. März antreten. „Kim Falkenberg hat in den zurückliegenden Jahren die nachhaltige Entwicklung von Bayer 04 entscheidend mitgestaltet“, sagte Geschäftsführer Simon Rolfes in der Vereinsmitteilung.
Falkenberg spielte einst selbst in der Jugend von Bayer Leverkusen, ehe er über Oberhausen und Fürth den Sprung in den Profibereich schaffte. Insgesamt absolvierte er 106 Zweitliga-Partien für Fürth, Oberhausen, Sandhausen und Aachen. Nach seinem Karriereende beim VfL Osnabrück im Jahr 2018 durchlief er mehrere Stationen im Scouting der Werkself und war seit 2022 Kaderplaner sowie Leiter der Scouting-Abteilung.
„Die Qualität unseres aktuellen Kaders beruht auch auf seiner Arbeit und der seiner Mitarbeiter, die Kim auf motivierende, effektive und umsichtige Art lenkt. Er ist ein wichtiger Teil unseres starken Führungsteams und wir freuen uns, dass wir auf Kims sportliche Expertise bauen können“, so Rolfes. Seitdem Falkenberg im Sommer 2022 zum Kaderplaner ernannt wurde, steigerte sich der Kaderwert von Bayer um fast 40 Prozent auf 637 Millionen Euro.
„Ich empfinde es als Auszeichnung, nun als Direktor Fußball bei Bayer 04 agieren zu dürfen. Die enge Zusammenarbeit mit Simon Rolfes basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Ich freue mich sehr darauf, unseren gemeinsamen Weg fortzusetzen mit dem Ziel, neue Erfolge zu erreichen und den Verein langfristig in der deutschen und europäischen Spitze zu etablieren“, kommentierte Falkenberg seine Beförderung.
Jelle van Damme ist kein Mann für halbe Sachen. War er noch nie. Schon während seiner Zeit als Fußballprofi ging er dorthin, wo es wehtut. Inzwischen ist der Belgier 41 Jahre alt und bastelt an der Karriere nach der Karriere: Der einstige Verteidiger des SV Werder Bremen will Rad-Profi werden, trainiert eifrig für den Unbound Gravel, die Weltmeisterschaft auf unbefestigtem Untergrund. „Einmal ein Athlet, immer ein Athlet“, sagte van Damme kürzlich, der mit einer Aussage ganz besonders überraschte: „Wenn ich noch einmal die Möglichkeit hätte, würde ich Radrennfahrer werden – trotz allem, was ich im Fußball erlebt habe.“
Van Damme wurde niederländischer Meister
Und das ist eine ganze Menge. Rückblick: Mit Ajax Amsterdam wurde der Mann aus Lokeren einst niederländischer Meister, auch in seiner belgischen Heimat gelang ihm mit dem RSC Anderlecht die Krönung. Darüber hinaus stemmte der Defensivakteur den Pokal sowie Superpokal mehrfach in die Höhe, war in 31 Partien für die Nationalmannschaft im Einsatz. An der Weser lief es für ihn nicht ganz so erfolgreich, lediglich zehn Spiele bestritt er nach einer Leihe vom FC Southampton in der Saison 2005/2006 für Werder – damals, als noch ein grüner Diagonalbalken das Trikot schmückte, der zugehörige Sponsor „kik“ hieß und unter der Woche regelmäßig die Champions-League-Hymne in Bremen erklang. Lang, lang ist es her.
Trotz der wenigen Auftritte erarbeitet sich van Damme schnell den Ruf des robusten Abwehrreckens. Eine Qualität, die ihm auch jetzt helfen soll. „Genau wie beim Fußball kann ich auf dem Rad leiden. Ich kann zusammenbrechen, aber ich werde mich schnell erholen“, versprach er. „Als Sportler will ich mehr, wenn ich sehe, dass ich besser werde.“ Genau deshalb quält er sich im Sattel, gemeinsam mit Landsmann Greg Van Avermaet, der 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Gold im Straßenrennen gewann, spult er Kilometer um Kilometer ab. Immer mit dem Ziel vor Augen, noch einmal etwas ganz Großes zu erreichen.
Einen Spitznamen hat sich der Belgier dabei schon in Windeseile verdient. „Meine Familie nennt mich Kamikaze, weil ich von Null auf Höchstgeschwindigkeit durch die Kurven fliege“, erklärte Jelle van Damme nicht ohne Stolz und schob hinterher: „Ich kann manchmal ein richtiger Mistkerl sein. So war ich als Fußballer, und so bin ich auch jetzt, wenn ich auf dem Rad sitze.“ Vorteil: Beim Tritt in die Pedale stellt sich ihm kein Schiedsrichter in den Weg, der für ein vorzeitiges Ende der Tortur sorgen könnte. Im Fußball war das noch anders, van Damme hat im Laufe seiner Karriere die durchaus stattliche Anzahl von zwölf Platzverweisen erreicht.
An Selbstbewusstsein mangelt es Jelle van Damme – und das ist wenig überraschend – natürlich nicht. „Ich vergleiche mich immer mit dem belgischen Profi Tim Declercq. Ich bin niemand, der Rennen gewinnen will, sondern ein zuverlässiger Teamkollege, der anderen hilft, ihre besten Platzierungen zu erreichen“, schilderte der frühere Bremer. „Meine Leidenschaft für den Sport ist erheblich gewachsen. Ich habe einen Trainer engagiert und bin nun vollständig gesponsert, mit dem Ziel, in diesem Jahr beim Unbound-Event in den USA zu glänzen.“ Die Zwischenetappen der Entwicklung stimmen van Damme jedenfalls mehr als positiv. „Ich habe mit meinen Brüdern und Cousins damit begonnen, zunächst Strecken von 40 bis 50 Kilometern zu fahren. Jetzt bewältige ich mühelos Distanzen von 120 Kilometern“, berichtete der Mann, der seine Fußballschuhe 2020 offiziell beim KSC Lokeren an den Nagel gehängt hatte. „Als Athlet ist der Drang zur Verbesserung immer präsent.“
Mit höherem Tempo kannte sich van Damme jedenfalls auch schon zu seiner Zeit bei Werder aus – was zu einem besonders denkwürdigen Moment führte. Es war im Februar 2006, als der Belgier nach einem Sieg gegen Mainz plötzlich ein Sondertrikot übergestreift hatte. Zu sehen war die Rückennummer 135, darüber stand der Name „Micoud“. Der legendäre französische Mittelfeldstar des SVW war kurz zuvor mit eben jener Geschwindigkeit auf der Kurfürstenallee in Bremen geblitzt worden, was van Damme zur scherzhaften Sonderanfertigung animierte. „Joe fand das sehr lustig“, hatte Jelle van Damme hinterher mit einem Lächeln erklärt. Nun will der Ex-Profi für das nächste Grinsen in der Sportwelt sorgen.
Mit seinem Wechsel ins Red-Bull-Imperium hat Jürgen Klopp im vergangenen Jahr die Gemüter erhitzt. Beim anstehenden Mainzer Rosenmontagszug wird das nochmal Thema sein.
“Wir alle wir leben im Schatten des Doms”, heißt es in einem Fastnachts-Klassiker, der nicht nur vor jedem Heimspiel des 1. FSV Mainz 05 gespielt, sondern auch an Rosenmontag gesungen wird. Denn es werden auch in diesem Jahr wieder hunderttausende Narren durch die Stadt ziehen und ein rauschendes Fest feiern.
Traditionell fährt auch die Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 auf einem Wagen beim Rosenmontagszug mit. Auch Jürgen Klopp war dort anzutreffen, hat er die Mainzer doch als Trainer 2004 in die Bundesliga geführt.
Mittlerweile lebt er aber schon längst nicht mehr “im Schatten des Doms”, sondern vielmehr “im Schatten der Dos’”. Sein Wechsel ins Red-Bull-Imperium, wo er als Global Head of Soccer fungiert, hat in ganz Fußball-Deutschland und natürlich auch in Mainz für Aufregung gesorgt.
Der “Mainzer Carneval-Verein” (MCV), der jedes Jahr für kreative Motive in Bezug auf Politik und Weltgeschehen bekannt ist, hat sich der Thematik auch noch einmal angenommen.
Das Motiv zeigt Klopp in blau, wie er gerade von einem Steinsockel fällt. Darauf wiederum prangen die Logos von Mainz 05, Borussia Dortmund und des FC Liverpool, wo sich Klopp jeweils ein Denkmal gesetzt hat. Mit einem Fuß steht er gerade noch darauf.
Im Motiv des MCV scheint ihn das aber nicht zu stören. Denn Klopp grinst breit, hält eine Dose “Red Bull” in der Hand. Darauf steht allerdings “Red Bapp”, eine mögliche Anspielung auf die Konsistenz des Getränks. “Bappisch” oder “bappig” heißt im lokalen Dialekt so viel wie “klebrig”.
Klopp grinst breit und hat eine Kappe mit einem großen Euro-Zeichen auf dem Kopf. Dazu trägt er Flügel aus 500-Euro-Scheinen. Eine Anspielung auf seinen Verdienst, der bei Red Bull mehr als fürstlich ausfallen dürfte. Die Flügel wiederum sind außerdem an die bekannte Werbekampagne des Konzerns angelehnt.
“Red Bull verleiht Flügel” – in Klopps Fall finanzielle. Bleibt abzuwarten, wie das Motiv bei den Mainzer Fans, die am Montag natürlich wieder die Straßen fluten werden, ankommen wird.
Er ist einer der größten Torhüter in der Geschichte des SV Werder Bremen, sammelte in einer goldenen Ära reihenweise Titel. Jetzt feiert Oliver Reck seinen 60. Geburtstag – und blickt zurück.
Bremen – Wer sein Profil bei WhatsApp aufruft, sieht ein Foto, das sehr viel ausdrückt. Zwei der bekanntesten und besten Keeper, die je für den SV Werder Bremen das Tor gehütet haben, vereint auf einer Bank am Spielfeldrand. Ein Duo, das harmonierte, das sich geschätzt und eine beispiellose Freundschaft gepflegt hat: Oliver Reck und Dieter Burdenski.
Werder Bremen-Legende Oliver Reck wird 60 Jahre alt – und feiert jedes Jahr auch seine Rettung als zweiten Geburtstag
Kurz nach dem Tod der Bremer Legende Burdenski, die alle nur „Budde“ gerufen haben, hat Reck dieses Bild im vergangenen Oktober als Erkennungszeichen in dem Messenger-Dienst hochgeladen. Es war ihm ein Anliegen, den ehemaligen Mitspieler und vor allem den Menschen Dieter Burdenski zu würdigen. „So war ‚Budde‘,“ sagt Reck, „ein toller Mensch, für mich ein echter Freund.“ Unendlich traurig sei er gewesen, als er die Nachricht vom plötzlichen Tod des 73-Jährigen erhalten habe. „Ich konnte es kaum glauben, weil ‚Budde‘ auch im fortgeschrittenen Alter so fit war und so unverwüstlich erschien.“ Der Verlust des Kumpels erinnerte Reck an den eigenen Schicksalsschlag, den er vor zwölf Jahren erlitten hatte. 21. Januar 2013. Skigebiet Fieberbrunn in Österreich. Herzinfarkt auf der Piste. Der Begleiter reagiert schnell, informiert die Rettung, Oliver Reck überlebt. „Ich war so gut wie weg“, sagt er heute. „Mein Freund hat mir das Leben gerettet.“ Seitdem feiere er jedes Jahr zweimal Geburtstag – am Tag seiner Rettung nach dem Kollaps im Schnee und an seinem eigentlichen Geburtstag, dem 27. Februar. Heute wird Oliver Reck 60 Jahre alt.
Dass er diesen besonderen Ehrentag begehen kann, ist für den Ex-Profi allein dem folgenden Umstand zu verdanken: „Ich habe mein Leben komplett umgestellt.“ Früher sei er stets für andere da gewesen, habe alles gemacht und getan für seine Mitmenschen – mit der Konsequenz, sich selbst zu vernachlässigen. „Nun schaue ich mehr auf mich, auf meine Bedürfnisse, achte auf meinen Körper.“ Gesunde Ernährung, keinen Tropfen Alkohol, viel Fitness und Sport, das heißt: lange Golfrunden („Ich war um ein Haar einstellig“) und dazu ambitioniertes Tennis. „Wobei ich leider mit dieser Sportart zu spät angefangen habe.“ Ehrgeiz zeichnet Oliver Reck wie früher auf dem Fußballfeld auch auf dem Court aus. „In meiner Altersklasse schlagen mich nur ganz wenige.“
Oliver Reck sammelt bei Werder Bremen etliche Titel: Deutsche Meisterschaften, DFB-Pokale und den Europapokal 1992
Oliver Reck ist ein Erfolgstyp. Aus Offenbach kam er 1985 zu Werder Bremen, anfangs als Nummer drei hinter besagtem Burdenski und Klaus Funk. Zwei Jahre später erhielt er das Vertrauen von Trainer Otto Rehhagel als „Buddes“ Nachfolger. Elf Jahre war er die unumstrittene Nummer eins, steht bis heute für eine glanzvolle Ära. Titel und Triumphe reihenweise, wie später auch auf Schalke, seiner letzten Station als Profi, ehe die aktive Karriere 2003 endete. Stolze elf Trophäen stehen in Recks Lebenslauf. Die nationalen: Deutscher Meister mit Werder 1988 und 1993, DFB-Pokalsieger mit Werder 1991 und 1994, mit Schalke 2001 und 2002, dazu Supercupsieger mit Werder 1988, 1993 sowie 1994. Und die internationalen: 1996 der Gewinn der EM in England mit Deutschland und zuvor 1992 der Sieg im Europapokal der Pokalsieger mit Werder. „Mein größter Erfolg“, bekennt der ehemalige Torwart, der in der Bremer Mannschaft gesperrt fehlte, die in Lissabon das Finale gegen die AS Monaco gewann. Als Sieger fühlt er sich trotzdem, denn „ich habe mit meinen Leistungen im Wettbewerb die Mannschaft ins Finale gebracht“.
Insgesamt hält Oliver Reck beim Blick auf seinen Trophäenschrank fest, dass der schon eine gewissen Aussagekraft habe, vor allem für einen Spieler, der nie für den FC Bayern München aktiv war. „Bei Bayern gewinnst du automatisch Titel in jeder Saison, bei Bremen und Schalke eher nicht. Daher macht es mich besonders stolz, dass ich diese Erfolgsserie verbuchen durfte – natürlich auch dank der vorzüglichen Mitspieler.“ Mit nur 22 Gegentoren in einer Saison hielt Reck als Schalker Keeper lange einen Bundesligarekord, der später von Oliver Kahn (21) und Manuel Neuer (18) geknackt wurde. „Und wo haben die gespielt?“, lautet Recks rhetorische Frage.
Oliver Reck bei Schalke 04 nur „Meister der Herzen“ – Werder Bremen-Legende suchte Nachfolger Frank Rost selber aus
Ein Angebot aus München hat er übrigens nie erhalten. Bayern hatte keinen Bedarf, dafür Borussia Dortmund. Oliver Reck überlegte, entschied sich aber für Schalke 04. Rudi Assauer hatte um ihn geworben. Reck wurde Nachfolger von Jens Lehmann, war sechs Jahre lang (112 Spiele) für die Gelsenkirchener aktiv und sollte später eine wichtige Rolle im Revierclub einnehmen, so der Plan von Assauer. „Wenn Rudi noch da wäre, wäre ich auch noch auf Schalke.“ Bei seiner Vorstellung am Schalker Markt hatte Reck einst gesagt: „Ich will Meister werden.“ Geklappt hat das nicht. Am Ende reichte es zum inoffiziellen Titel als „Meister der Herzen“ im Jahr 2001, als die Bayern die Königsblauen im Fotofinish des letzten Spieltags noch überholten. „Ein absoluter Tiefpunkt in meiner Karriere“, betont Reck, für den die beiden Pokalsiege mit Schalke die herbe Enttäuschung nicht ausgleichen können. „Wie gut wir damals waren, verdeutlichen für mich allein drei Namen aus dem Team: Ebbe Sand, Emile Mpenza und Andreas Möller.“
Wie in Bremen, so stieg Reck auch im Ruhrgebiet zu einer prägenden Figur auf. Vergessen am Ende die Zeiten, als er den Beinamen „Pannen-Olli“ trug, weil bei ihm mitunter haarsträubende Patzer mit Weltklasseparaden wechselten. Im Gespann mit Assauer suchte er schließlich selbst seinen Nachfolger aus: Frank Rost, der ihn schon bei Werder Bremen abgelöst hatte. Reck erzählt, wie es dazu gekommen ist: „,Ein Jahr spiele ich noch‘, habe ich zu Rudi gesagt, ,und dann holen wir Frank Rost‘. Also sind Assauer und ich nach Bremen gefahren – und wir haben Frank überzeugt.“ Oliver Reck rückte freiwillig in die zweite Reihe, machte seinen Trainerschein. Der neue Job auf der Bank nahm schnell Formen an. Torwarttrainer, Assistenztrainer, Interimstrainer auf Schalke, später Stationen in Duisburg und Düsseldorf.
Werder Bremen-Ex-Profi Oliver Reck würde nur unter besonderen Umständen nochmal als Trainer arbeiten
Vor allem auf Schalke avancierte er zum geborenen Feuerwehrmann. Dreimal bewährte sich Oliver Reck als Retter. Bis ein gewisser Felix Magath engagiert wurde „und mir den Stuhl vor die Tür gesetzt hat“. Mentor Assauer, den Reck neben Otto Rehhagel und Hermann Nuber aus Offenbacher Zeiten zu den „prägenden Persönlichkeiten in meiner Karriere“ zählt, war da schon tot. „Sonst wäre es dazu nie gekommen.“ Als Cheftrainer führte Reck dann Zweitligist Duisburg 2011 ins DFB-Pokalfinale, ausgerechnet gegen Schalke. Später landete er als Coach bei seinem Heimatclub Kickers Offenbach, wirkte von 2016 bis 2018 am Bieberer Berg. „Zweieinhalb Jahre dort auszuhalten, das hat kaum jemand geschafft“, sagt er.
Bis 2022 hat der Fußballverrückte auf der Trainerbank Platz genommen, seinen letzten Auftrag erfüllt beim Südwest-Regionalligisten RW Koblenz. Dort lief es nicht so berauschend, so dass er nach einem halben Jahr beurlaubt wurde. Der vorläufige Endpunkt einer facettenreichen und ruhmreichen Laufbahn. „Ich stehe nur noch als Trainer zur Verfügung, wenn etwas kommt, mit dem ich mich zu hundert Prozent identifiziere“, betont Oliver Reck. (hgk)
Das wird ein historisches Nordderby: Das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen den Frauen von Werder Bremen und dem HSV stellt einen neuen Frauenfußball-Zuschauer-Rekord auf.
Bremen – Werder Bremen gegen den Hamburger SV im Halbfinale des DFB-Pokal der Frauen – dass das am Sonntag, 23. März (15.30 Uhr), ein Spiel für die Geschichtsbücher wird, ist seit der Auslosung klar. Für beide Clubs ist das Nordderby ein Spiel von großer Bedeutung. Doch auch auf nationaler Ebene naht ein Meilenstein: Die Partie im Hamburger Volksparkstadion wird zum größten Frauenfußball-Spiel, das es je in Deutschland gegeben hat. Ein neuer Zuschauerrekord gilt jetzt schon als sicher.
Größtes Frauenfußball-Spiel in Deutschland: Werder Bremen gegen Hamburger SV vor Zuschauerrekord
Die bisherige Bestmarke stammt vom DFB-Pokal-Finale 2023 zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SC Freiburg. Damals waren 44.808 Fans ins Kölner Rhein-Energie-Stadion gekommen. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, ist dieser Wert im Ticket-Vorverkauf nun bereits geknackt worden. Dass der Ansturm auf die Eintrittskarten riesig ist, hatten Werder Bremen und der HSV bereits bestätigt, nun können die Vereine sogar vom Ausverkauf des 57.000 Plätze fassenden Volksparkstadions träumen.
„Ich freue mich riesig auf das Spiel“, sagte Werders Frauen-Trainer Thomas Horsch, der seinen auslaufenden Vertrag im Sommer nicht verlängert, zuletzt im Weser-Kurier, „und sogar fast noch mehr über die sportliche Komponente des Nordderbys. Es geht um etwas, und zwar um den Einzug ins Pokalfinale.“ Für die Frauen-Sparten beider Clubs darf schon das Halbfinale als einer der größten Erfolge der eigenen Geschichte gewertet werden. Werder Bremen hat sich erst in den vergangenen Jahren in der Bundesliga etabliert und kam im Cup nie über das Viertelfinale hinaus, der Hamburger SV ist aktuell nur Zweitligist, stand 2002 aber schon mal überraschend im Endspiel.
Werder Bremen-Frauen vor besonderem DFB-Pokal-Halbfinale gegen HSV: Immer mehr Spiele vor großer Zuschauer-Kulisse
Neuland ist ein Spiel vor einer großen Kulisse für die Werder-Frauen aber schon seit einiger Zeit nicht mehr. Die sogenannten Highlightspiele im Weserstadion locken Jahr für Jahr mehr Fans an, im Oktober 2024 waren 22.721 Zuschauer gegen Bayer Leverkusen (1:1) dabei – Bremer und norddeutscher Rekord im Frauenfußball. Im März 2024 traten die Fußballerinnen des SV Werder Bremen sogar schon vor mehr als 30.000 Zuschauern im Kölner Rhein-Energie-Stadion an. Erfahrungswerte, die für das besondere Pokal-Derby gegen den HSV mit Sicherheit helfen können. (han)
Das wird ein historisches Nordderby: Das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen den Frauen von Werder Bremen und dem HSV stellt einen neuen Frauenfußball-Zuschauer-Rekord auf.
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