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  • Bundesliga: Wie der BVB 2:0 gegen St. Pauli gewinnen konnte – Sport

    Bundesliga: Wie der BVB 2:0 gegen St. Pauli gewinnen konnte – Sport


    Zunächst lief der Samstagnachmittag für Karim Adeyemi relativ bescheiden. Der Angreifer von Borussia Dortmund war zwar überall dort aufzufinden, wo etwas los war, doch das bedeutete: Er fiel nur sehr sporadisch auf. Und nicht jede Szene zeugte von bestechender Form.

    Zuerst verhedderte sich Adeyemi in der gegnerischen Abwehr, sein Schuss wurde geblockt, es gab Abstoß für den FC St. Pauli. Daraufhin grätschte er an einer flachen Hereingabe vorbei, sein Timing war nicht ideal. Und kurz vor der dem Pausenpfiff, als klar war, dass die Dortmunder eine leistungsmäßig sehr ausbaufähige erste Halbzeit hinter sich hatten, wurde er noch einmal steil geschickt. Pfeilschnell ist er ja, dieser Adeyemi, seine Coolness vor dem Tor ist dagegen weniger gefürchtet. Sein Schuss zischte knapp vorbei.

    Doch im Fußball geht es manchmal schneller, als Adeyemi laufen kann, weshalb weitere 45 Minuten später festgehalten werden durfte: Der BVB konnte sich eine klare Leistungssteigerung abringen und einen letztlich verdienten 2:0-Sieg einfahren. Drei Punkte aus dem Hamburger Millerntor zu entführen, war mit einem harten Stück Arbeit verbunden. Und einen der musterhaftesten Arbeitsnachweise erbrachte dann tatsächlich der zuvor nicht uneingeschränkt glücklich wirkende Karim Adeyemi.

    „Karim macht das gut“, stellte der Dortmunder Abwehrmann Nico Schlotterbeck zutreffend fest und schob nach: „Er kommt immer besser in Schwung. Mit seiner Geschwindigkeit kann er einfach so viel rausholen.“ Adeyemi war es, der in der 50. Minute den ersten Dortmunder Treffer einleitete, nach seinem Flachschuss breitete sich Konfusion in der paulianischen Abwehr aus – ein Umstand, den Sturmkollege Serhou Guirassy ausnutzte, indem den Abpraller über die Linie drückte.

    Am Dienstag geht es in der Champions League gegen Lille

    Daraufhin setzte Adeyemi einen Dortmunder Befreiungsschlag zu einem Solo an, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und schoss den Ball zum 2:0-Endstand ins Tor (58.) – mit seinem vermeintlich schwachen linken Fuß, welcher die Dortmunder Delegation erneut positiv überraschte, weil dieser in der jüngeren Vergangenheit mitunter bessere Präzisionsarbeit leistet als der starke rechte. Schlotterbeck und Sportchef Lars Ricken jedenfalls konnten hinterher darüber schmunzeln, während Adeyemi mit sichtlich guter Laune durch den Kabinentrakt stapfte, die Hand zur Faust ballte und mit ebenfalls zufriedenen Vereinsmitarbeitern abklatschte.

    „Ich bin glücklich“, sagte Adeyemi stellvertretend für sein Team. So zufrieden wie am Samstag hat man die Dortmunder in den vergangenen Monaten jedenfalls selten gesehen. Und wer ihren noch relativ frischen Trainer Niko Kovac kennt, weiß, dass Zufriedenheit nur aus einer produktiven Wechselwirkung aus Engagement und Ergebnissen resultieren kann: Der BVB hat die vergangenen drei Pflichtspiele gewonnen, sich dabei keinen Gegentreffer eingefangen und dabei zwar keinen Glanz versprüht, aber jeweils einen geordneten und kampfeslustigen Eindruck hinterlassen. In der Champions League ging es eine Runde weiter, im Achtelfinale wartet am Dienstag OSC Lille. Und in der Liga sind die Europapokalplätze wieder in Griffweite gerückt.

    „Kompliment an die Jungs, wie sie das Spiel angegangen sind“, sagte Kovac. Denn diese Jungs hätten erst dagegengehalten, dann mitgespielt und schließlich gewonnen. Mit diesem Dreisatz konnte der Kroate bekanntlich schon immer viel anfangen. Und er lieferte überdies eine schlüssige Argumentationslinie dafür, warum es ein wenig gedauert hat, bis der BVB auf St. Pauli besser in die Partie kam. Zunächst habe sich die Dreierkette schwer damit getan, dass sie von drei St. Pauli-Angreifern angelaufen wurde, meinte Kovac. Eine Umstellung auf Viererkette zur Halbzeit habe dann geholfen, „die erste Linie zu überspielen“. Fußball ist eben gar nicht so kompliziert. Und Niko Kovac, das wurde nicht nur am Samstag deutlich, mag’s weiterhin gerne effizient.



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  • Anneke Borbe: “Habe versucht, so wenig wie möglich zu

    Anneke Borbe: “Habe versucht, so wenig wie möglich zu



    Nachdem sich die Wogen rund um den Wechsel im Tor des VfL Wolfsburg etwas geglättet haben, spricht die neue Stammtorhüterin Anneke Borbe (24) über ihre neue Situation, ihren Spielstil und die weiteren Ziele.


    Seit Anfang Februar hütet Anneke Borbe das Tor des VfL Wolfsburg. Damit gelang ihr nicht nur nach anderthalb Jahren im Verein der Sprung von der Nummer 3 zur Nummer 1, sie verwies auch die langjährige Stammkeeperin des VfL und der deutschen Nationalmannschaft, Merle Frohms, auf die Bank.


    Können Sie die Situation rund um den Torhüterwechsel mal aus Ihrer Sicht beschreiben, Frau Borbe?


    Für mich war schon das Lyon-Spiel (Champions League, 0:1, Anm. d. Red.), mit dem wir in die Winterpause gegangen sind, ein Moment, in dem ich mich so zeigen konnte, wie ich das gerne wollte. Im Trainingslager kam dann das Gespräch mit Tommy (Stroot, Trainer, d. Red.), in dem er mir gesagt hat, dass ich die Chance bekomme, um den Platz im Tor zu kämpfen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Vor dem Jena-Spiel hatte ich wieder ein Gespräch mit ihm und habe die Rückmeldung bekommen, dass er gesehen hat, was er sehen wollte und dass er mir den Platz im Tor gibt.


    Wie groß war der Druck in dieser Situation?


    Ich weiß nicht, ob da so viel Druck war, weil mir widergespiegelt wurde, dass ich mich in den anderthalb Jahren so ins Blickfeld gerückt habe, dass ich einfach so weitermachen kann wie zuvor. Als die Entscheidung klar war, kam natürlich schon ein bisschen Druck dazu. Aber ich glaube, ich habe das in den ersten vier Spielen ganz gut ausblenden können. Zumal mit Jena auch ein Spiel dabei war, in dem ich mich gut einfinden konnte.


    Mit welchen Absichten sind Sie damals als Nummer 1 von Werder Bremen nach Wolfsburg gekommen, wo sie dann nur die Nummer 3 waren?


    Ich war sehr lange in Bremen und hatte irgendwann das Gefühl, der nächste Schritt muss folgen: raus aus der Komfortzone, raus aus dem gewohnten Umfeld. Dann kam das Angebot von Wolfsburg, und ich wusste, ich werde mich da so entwickeln, wie ich es nirgendwo anders kann. Mir war von Anfang an klar, dass es sehr wenig Spielzeit geben wird, und im ersten Jahr habe ich auch gesehen, dass da noch ein Unterschied im Vergleich zu den anderen Torhüterinnen war. Aber die Entwicklung, die ich seit anderthalb Jahren gemacht habe, zeigt, dass es genau der richtige Schritt war. Man kann sich auch durch Training auf diesem Niveau weiterentwickeln.


    In welchen Bereichen haben Sie denn die größte Entwicklung genommen?


    Ich glaube, überall. Persönlich, von der Ausstrahlung und der Sicherheit her. Und in allen torwarttechnischen Bereichen: Flacher Abdruck, Flanken, hohe Bälle – das hat sich alles weiterentwickelt.


    Tommy Stroot hat Ihre Beförderung mit Ihrer Körpergröße (1,80 Meter), Ihrer Spielweise und Ihrem Verhalten bei Flanken begründet. Begleitet Sie dieses spezifische Torwartspiel schon Ihre ganze Karriere über? Oder haben Sie sich das erst beim VfL angeeignet?


    Es hat sich in Wolfsburg auf jeden Fall weiterentwickelt. Ich glaube aber auch, dass das Dinge sind, die mich schon immer ausgemacht haben: Ruhe auszustrahlen und dass ich durch meine Körpergröße bei hohen Bällen präsenter bin als andere.


    Ich würde mir jetzt noch genauer überlegen, ob ich mich noch einmal als Nummer 2 irgendwo auf die Bank setzen würde.



    Spüren Sie seit Ihrem Aufstieg zur Nummer 1 eine größere öffentliche Wahrnehmung?


    Ich habe vor allem am Anfang versucht, so wenig wie möglich zu lesen. Es sind schon viele Nachrichten angekommen, von früheren Mitspielerinnen, aus dem familiären Umfeld, von Freunden. In den Tagen und Wochen, in denen das Thema relativ große Wellen geschlagen hat, habe ich mein Handy auch mal zwei Tage zur Seite gelegt. Da hatte ich den Punkt erreicht, an dem ich gesagt habe, ich sehe mich jetzt gerade zu viel in den sozialen Medien und ich sehe zu viele Meinungen über mich. Aber ich wurde nie irgendwie persönlich angegangen.


    Muss man sich als Nummer 1 in Wolfsburg fast schon zwangsweise die Frage nach der Nationalmannschaft stellen?


    Nein, da mache ich mir noch nicht so große Gedanken darüber. Wir reden hier von drei Wochen, vier Spielen und davor anderthalb Jahren ohne Spielpraxis. Ich glaube, dass ich das ganz gut schaffe, das Thema erstmal wegzuschieben, und mich darauf zu konzentrieren, die Spiele so zu spielen, wie ich sie gerne spielen würde. Und zu zeigen, warum ich diese Spiele spielen darf. Ich glaube, ich habe es in den ersten vier Partien geschafft, das Vertrauen zurückzuzahlen.


    Sind Sie generell sehr selbstkritisch?


    Ja, ich bin sehr kritisch, in einigen Phasen auch zu kritisch. Aber ich glaube, das gehört auf diesem Niveau ein bisschen dazu.


    Welche Ziele haben Sie für diese Saison noch?


    Wir sind noch in zwei Wettbewerben vertreten (Meisterschaft und Champions League, d. Red.), und haben die Chance, sie zu gewinnen. Das sollte unser Ziel sein.




    Ihr Vertrag läuft im Sommer aus, der VfL soll sich mit Nationaltorhüterin Stina Johannes von Eintracht Frankfurt bereits einig sein. Wann werden Sie entscheiden, was Sie nächste Saison machen?


    Ich bin noch nicht so weit, irgendwas für den Sommer zu entscheiden. Ich konzentriere mich erst mal auf die neue Aufgabe hier und beschäftige mich noch nicht mit solchen Dingen. Ich glaube, das wäre kontraproduktiv. Aber ich merke gerade wieder, dass ich einfach sehr gerne Fußball spiele und für die Spiele auf dem Platz stehe, nicht fürs Training. Deswegen würde ich mir jetzt noch genauer überlegen, ob ich mich noch einmal als Nummer 2 irgendwo auf die Bank setzen würde.

    Aufgezeichnet von Susanne Müller



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  • Wie Niko Kovač in Dortmund ankommt

    Wie Niko Kovač in Dortmund ankommt


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    Niko Kovač ist knapp einen Monat Cheftrainer beim BVB. Der erste Eindruck im Verein ist überwiegend positiv. Die Ergebnisse müssen folgen.

    Dortmund – Während des Siegs in der Champions League gegen Schachtar Donezk sickerte bei Borussia Dortmund die Nachricht durch, dass Niko Kovač den Trainerposten von Interimscoach Mike Tullberg und Vorgänger Nuri Şahin übernehmen würde.

    Der Klub sah sich Ende Januar in Person von Lars Ricken spät Abends zu einem Statement gezwungen, in dem der Sportchef die Einigung mit dem Kroaten bestätigte. Kovač hatte nach dem Aus von Şahin schnell den Favoritenstatus inne, sein Dementi im französischen Fernsehen war taktischer Natur.

    Niko Kovač bekam in Dortmund Vertrag bis 2026

    Gescheitert wären die Gespräche allenfalls in der Frage der Vertragslänge. Letztlich hat Dortmund sich auf anderthalb Jahre eingelassen, wobei die FIFA Klub-WM im Sommer für beide Parteien maßgeblichen Einfluss nahm. Die offizielle Linie des BVB lautet dabei, die Vertragslänge sei in den Gesprächen mit Kovač gar kein großes Thema gewesen.

    Klar ist: Auch ein Vertrag für die kommende Saison garantiert nicht, dass Dortmund sie tatsächlich mit Kovač angeht. Der Trainer muss in den kommenden Monaten liefern, das Team in den Europapokal führen und vor allem für Stabilität sorgen. Für eine echte Bilanz ist es nach vier Wochen im Amt selbstredend noch zu früh. Erste Eindrücke lassen sich aber sehr wohl gewinnen.

    Niko Kovač hinterlässt beim BVB in den ersten Wochen einen positiven Eindruck.
    Niko Kovač hinterlässt beim BVB in den ersten Wochen einen positiven Eindruck. © IMAGO/Ralf Treese/DeFodi Images

    Das Zauberwort beim BVB heißt Vertrauen

    Sie fallen überwiegend positiv aus. Den Fußball erfindet Borussia Dortmund unter Niko Kovač nicht neu, dafür wurde der vormalige Coach der kroatischen Nationalmannschaft, von Eintracht Frankfurt, des FC Bayern und VfL Wolfsburg aber auch nicht geholt. Die Richtung gab der 53-Jährige schon in seiner ersten Spieltagspressekonferenz vor.

    „Keep it simple. Wenn man es einfach hält – die Jungs haben Titel geholt, Nationalmannschaft gespielt, da muss man den Spielern das Vertrauen geben, dass sie gewisse Sachen selbständig regeln können“, sagte Kovač vor seinem Debüt. Das endete zwar in einer Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart, das Zauberwort des ersten Monats beim BVB hatte der Trainer damit dennoch gesprochen: Vertrauen.

    Kovač beim BVB eher Vaterfigur als „Harter Hund“

    Während manche Kritiker sich in der Spekulation darüber, welchen großen Namen Kovač beim BVB als Erstes „rasieren“ würde, hat der Übungsleiter sofort erkannt, dass die Mannschaft eine starke Schulter braucht. Anstelle des vielfach angekündigten „Harten Hunds“ hat mit Kovač eher eine Vaterfigur übernommen. Der Trainer stellt sich in einer Art und Weise vor die Mannschaft, die bisweilen schon fast übertrieben wirkt.

    Von wegen Harter Hund: Niko Kovač geht fast schon väterlich mit seiner BVB-Mannschaft um.
    Von wegen Harter Hund: Niko Kovač geht fast schon väterlich mit seiner BVB-Mannschaft um. © IMAGO/Madeleine Fantini

    Dabei hat Kovač bewusst in Kauf genommen, dass er für Schönrederei kritisiert wird. Er hat erkannt: Beim BVB steckt immer noch viel Qualität drin. Sie lässt sich aber nicht aus den Spielern quetschen, sondern sie müssen in die Lage gebracht werden, diese Qualität von sich aus zum Vorschein zu bringen.

    Erinnerung an „berüchtigten“ Co-Trainer von Jürgen Klopp

    Allerdings muss zwischen der Außendarstellung und der täglichen Arbeit durchaus unterschieden werden. Auf dem Trainingsplatz werden die BVB-Profis stärker gefordert als in der jüngeren Vergangenheit. Manche im Verein fühlen sich an die Zeiten erinnert, als Željko Buvač, Co-Trainer von Jürgen Klopp, für die Trainingsgestaltung zuständig war.

    Der Bosnier war unter den BVB-Profis vor allem für die sogenannte „Schweineübung“ berüchtigt: Meistens gegen Ende der intensiven Trainingslager bat Buvač dabei 60 Minuten lang zu Steigerungsläufen mit Ball, die selbst die austrainiertesten Kicker an den Rand ihrer Reserven führten.

    Kovač setzt mitten in der Saison Laktattest an

    Ganz so intensiv ist die Trainingsarbeit unter Kovač aktuell natürlich nicht, zumal seine ersten Wochen beim BVB ob des Spielplans Englische Wochen waren. Bemerkenswert: Zuletzt ließ der Chefcoach laut Medienberichten einen Laktattest durchführen, um besseren Aufschluss über den Fitnesszustand seiner Spieler zu erhalten. Eine solche Maßnahme mitten in der Saison ist keineswegs üblich.

    Sie zeigt, dass Kovač in Dortmund nichts dem Zufall überlassen mag. Und sie passt zu dem Eindruck, den der Klub in den ersten Wochen von seinem Coach gewonnen hat. Die Formulierung „Akribischer Arbeiter“ ist keine Floskel, wenn es um Kovač geht. Der gebürtige Berliner und sein Bruder Robert verbringen einen Großteil ihrer Zeit auf dem Trainingsgelände im Dortmunder Stadtteil Brackel.

    Von Dortmund kann Kovač noch nicht viel gesehen haben

    Auch wenn Robert Kovač dank seiner Vergangenheit als Abwehrspieler beim BVB die schönen Ecken der Ruhr-Metropole Dortmund kennt – viele wird er seinem Bruder Niko noch nicht gezeigt haben. Lediglich die Fahrtstrecke zwischen Hotel, Trainingsgelände und Signal Iduna Park soll der Übungsleiter schon bestens kennen.

    Für ihn sind harte Arbeit und Seriosität Grundvoraussetzungen. Kovač neigt nicht zur großen Emotionalität, die viele seiner Vorgänger ausgezeichnet hat. In der so schwierigen Situation des BVB hatte die Klubführung um Lars Ricken auf diesen Konterpunkt gesetzt. Der „Impuls von außen“ war wichtig, um die aus den Fugen geratene Saison vielleicht doch noch einzufangen.

    Noch ist der Aufwärtstrend des BVB unter Kovač ein zarter

    Ergebnistechnisch ist das bisher nur bedingt gelungen. Das Erreichen des Achtelfinales der Champions League sowie das 6:0 gegen Union Berlin sind positiv, zuvor kassierte Kovač als erster BVB-Trainer nach über 40 Jahren zwei Bundesliga-Niederlagen zum Start in sein Amt. Am Samstag muss Dortmund endlich zum Serientäter in der Liga werden, um von einem echten Aufwärtstrend sprechen zu können: Ein Sieg beim FC St. Pauli ist mehr oder minder Pflicht.

    Damit würde sich ein Eindruck von Kovač verfestigen, der im Umfeld des BVB schon jetzt vorherrscht: Dass der Trainer mit seiner Erfahrung, Ruhe und Ausstrahlung genau der richtige Mann war, um den freien Fall aufzuhalten und wieder ein ordentliches Leitungsfundament zu gießen. Mit der Frage, ob Kovač auch der richtige Mann sein wird, um im zweiten Schritt darauf aufzubauen, muss sich der BVB aktuell noch nicht befassen.



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  • Wie Niko Kovač in Dortmund ankommt

    Wie Niko Kovač in Dortmund ankommt


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    Niko Kovač ist knapp einen Monat Cheftrainer beim BVB. Der erste Eindruck im Verein ist überwiegend positiv. Die Ergebnisse müssen folgen.

    Dortmund – Während des Siegs in der Champions League gegen Schachtar Donezk sickerte bei Borussia Dortmund die Nachricht durch, dass Niko Kovač den Trainerposten von Interimscoach Mike Tullberg und Vorgänger Nuri Şahin übernehmen würde.

    Der Klub sah sich Ende Januar in Person von Lars Ricken spät Abends zu einem Statement gezwungen, in dem der Sportchef die Einigung mit dem Kroaten bestätigte. Kovač hatte nach dem Aus von Şahin schnell den Favoritenstatus inne, sein Dementi im französischen Fernsehen war taktischer Natur.

    Niko Kovač bekam in Dortmund Vertrag bis 2026

    Gescheitert wären die Gespräche allenfalls in der Frage der Vertragslänge. Letztlich hat Dortmund sich auf anderthalb Jahre eingelassen, wobei die FIFA Klub-WM im Sommer für beide Parteien maßgeblichen Einfluss nahm. Die offizielle Linie des BVB lautet dabei, die Vertragslänge sei in den Gesprächen mit Kovač gar kein großes Thema gewesen.

    Klar ist: Auch ein Vertrag für die kommende Saison garantiert nicht, dass Dortmund sie tatsächlich mit Kovač angeht. Der Trainer muss in den kommenden Monaten liefern, das Team in den Europapokal führen und vor allem für Stabilität sorgen. Für eine echte Bilanz ist es nach vier Wochen im Amt selbstredend noch zu früh. Erste Eindrücke lassen sich aber sehr wohl gewinnen.

    Niko Kovač hinterlässt beim BVB in den ersten Wochen einen positiven Eindruck.
    Niko Kovač hinterlässt beim BVB in den ersten Wochen einen positiven Eindruck. © IMAGO/Ralf Treese/DeFodi Images

    Das Zauberwort beim BVB heißt Vertrauen

    Sie fallen überwiegend positiv aus. Den Fußball erfindet Borussia Dortmund unter Niko Kovač nicht neu, dafür wurde der vormalige Coach der kroatischen Nationalmannschaft, von Eintracht Frankfurt, des FC Bayern und VfL Wolfsburg aber auch nicht geholt. Die Richtung gab der 53-Jährige schon in seiner ersten Spieltagspressekonferenz vor.

    „Keep it simple. Wenn man es einfach hält – die Jungs haben Titel geholt, Nationalmannschaft gespielt, da muss man den Spielern das Vertrauen geben, dass sie gewisse Sachen selbständig regeln können“, sagte Kovač vor seinem Debüt. Das endete zwar in einer Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart, das Zauberwort des ersten Monats beim BVB hatte der Trainer damit dennoch gesprochen: Vertrauen.

    Kovač beim BVB eher Vaterfigur als „Harter Hund“

    Während manche Kritiker sich in der Spekulation darüber, welchen großen Namen Kovač beim BVB als Erstes „rasieren“ würde, hat der Übungsleiter sofort erkannt, dass die Mannschaft eine starke Schulter braucht. Anstelle des vielfach angekündigten „Harten Hunds“ hat mit Kovač eher eine Vaterfigur übernommen. Der Trainer stellt sich in einer Art und Weise vor die Mannschaft, die bisweilen schon fast übertrieben wirkt.

    Von wegen Harter Hund: Niko Kovač geht fast schon väterlich mit seiner BVB-Mannschaft um.
    Von wegen Harter Hund: Niko Kovač geht fast schon väterlich mit seiner BVB-Mannschaft um. © IMAGO/Madeleine Fantini

    Dabei hat Kovač bewusst in Kauf genommen, dass er für Schönrederei kritisiert wird. Er hat erkannt: Beim BVB steckt immer noch viel Qualität drin. Sie lässt sich aber nicht aus den Spielern quetschen, sondern sie müssen in die Lage gebracht werden, diese Qualität von sich aus zum Vorschein zu bringen.

    Erinnerung an „berüchtigten“ Co-Trainer von Jürgen Klopp

    Allerdings muss zwischen der Außendarstellung und der täglichen Arbeit durchaus unterschieden werden. Auf dem Trainingsplatz werden die BVB-Profis stärker gefordert als in der jüngeren Vergangenheit. Manche im Verein fühlen sich an die Zeiten erinnert, als Željko Buvač, Co-Trainer von Jürgen Klopp, für die Trainingsgestaltung zuständig war.

    Der Bosnier war unter den BVB-Profis vor allem für die sogenannte „Schweineübung“ berüchtigt: Meistens gegen Ende der intensiven Trainingslager bat Buvač dabei 60 Minuten lang zu Steigerungsläufen mit Ball, die selbst die austrainiertesten Kicker an den Rand ihrer Reserven führten.

    Kovač setzt mitten in der Saison Laktattest an

    Ganz so intensiv ist die Trainingsarbeit unter Kovač aktuell natürlich nicht, zumal seine ersten Wochen beim BVB ob des Spielplans Englische Wochen waren. Bemerkenswert: Zuletzt ließ der Chefcoach laut Medienberichten einen Laktattest durchführen, um besseren Aufschluss über den Fitnesszustand seiner Spieler zu erhalten. Eine solche Maßnahme mitten in der Saison ist keineswegs üblich.

    Sie zeigt, dass Kovač in Dortmund nichts dem Zufall überlassen mag. Und sie passt zu dem Eindruck, den der Klub in den ersten Wochen von seinem Coach gewonnen hat. Die Formulierung „Akribischer Arbeiter“ ist keine Floskel, wenn es um Kovač geht. Der gebürtige Berliner und sein Bruder Robert verbringen einen Großteil ihrer Zeit auf dem Trainingsgelände im Dortmunder Stadtteil Brackel.

    Von Dortmund kann Kovač noch nicht viel gesehen haben

    Auch wenn Robert Kovač dank seiner Vergangenheit als Abwehrspieler beim BVB die schönen Ecken der Ruhr-Metropole Dortmund kennt – viele wird er seinem Bruder Niko noch nicht gezeigt haben. Lediglich die Fahrtstrecke zwischen Hotel, Trainingsgelände und Signal Iduna Park soll der Übungsleiter schon bestens kennen.

    Für ihn sind harte Arbeit und Seriosität Grundvoraussetzungen. Kovač neigt nicht zur großen Emotionalität, die viele seiner Vorgänger ausgezeichnet hat. In der so schwierigen Situation des BVB hatte die Klubführung um Lars Ricken auf diesen Konterpunkt gesetzt. Der „Impuls von außen“ war wichtig, um die aus den Fugen geratene Saison vielleicht doch noch einzufangen.

    Noch ist der Aufwärtstrend des BVB unter Kovač ein zarter

    Ergebnistechnisch ist das bisher nur bedingt gelungen. Das Erreichen des Achtelfinales der Champions League sowie das 6:0 gegen Union Berlin sind positiv, zuvor kassierte Kovač als erster BVB-Trainer nach über 40 Jahren zwei Bundesliga-Niederlagen zum Start in sein Amt. Am Samstag muss Dortmund endlich zum Serientäter in der Liga werden, um von einem echten Aufwärtstrend sprechen zu können: Ein Sieg beim FC St. Pauli ist mehr oder minder Pflicht.

    Damit würde sich ein Eindruck von Kovač verfestigen, der im Umfeld des BVB schon jetzt vorherrscht: Dass der Trainer mit seiner Erfahrung, Ruhe und Ausstrahlung genau der richtige Mann war, um den freien Fall aufzuhalten und wieder ein ordentliches Leitungsfundament zu gießen. Mit der Frage, ob Kovač auch der richtige Mann sein wird, um im zweiten Schritt darauf aufzubauen, muss sich der BVB aktuell noch nicht befassen.



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  • Wie aus dem Mittelfeldantreiber ein Innenverteidiger

    Wie aus dem Mittelfeldantreiber ein Innenverteidiger


    Wolfsburg. Was die Positionen angeht, hat Melvin Luczkiewicz in seiner Karriere nun (fast) alles erlebt. Lediglich als Torhüter kam der gelernte Mittelfeldspieler des Fußball-Oberligisten Lupo/Martini Wolfsburg noch nicht zum Einsatz. Dass er eines Tages mal als Innenverteidiger aufgeboten wird, hätte der Braunschweiger bis vor kurzem auch nicht gedacht. Dann wurde er eines Besseren belehrt…

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    Da Kapitän Dennis Dubiel urlaubsbedingt das Testspiel gegen die FSV Schöningen (5:2) Anfang Februar verpasste, suchte Lupos Neutrainer Ludger Tusch nach einer Ersatzlösung im Zentrum der Viererkette. „Warum die Wahl ausgerechnet auf mich fiel, kann ich nicht beantworten“, sagt Luczkiewicz schmunzelnd. „Ich war im ersten Moment auch überrascht, weil wir vorher überhaupt nicht darüber gesprochen hatten.“ In Sachen Statur ist der 30-Jährige zwar kein typischer Innenverteidiger, doch sein starker Spielaufbau beziehungsweise sein gutes Stellungsspiel kamen ihm auch in jener Partie entgegen. Der Fachplaner in der Sicherheitstechnik machte es auf ungewohnter Position so gut, dass Tusch ihn dort für den Fall der Fälle auf der Rechnung hat.

    Dank der Routine kommt keine Nervosität auf

    „Wenn der Trainer sagt, dass ich der Mannschaft auf dieser Position am meisten weiterhelfe, dann gebe ich dort auch mein Bestes“, betont Luczkiewicz. Er verrät: „Ich habe im Nachgang noch mal mit dem Coach gesprochen. Er sieht mich als Allrounder, der quasi überall spielen kann.“ Auch in der Innenverteidigung – auf dieser Position kam er auch im ersten Ligaspiel des Jahres bei der U23 von Eintracht Braunschweig (3:1) zum Einsatz. Von Nervosität war keine Spur. „In meinem Alter habe ich mittlerweile eine gewisse Routine“, sagt er. „Natürlich war es im ersten Moment etwas ungewohnt, aber ich habe mich schnell eingewöhnt.“

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    „Natürlich war es im ersten Moment etwas ungewohnt, aber ich habe mich schnell eingewöhnt.“

    Melvin Luczkiewicz

    Allrounder von Lupo/Martini Wolfsburg

    Am liebsten kommt der Mann mit der Rückennummer 23 jedoch im Mittelfeldzentrum zum Einsatz und kurbelt das Spiel der Italiener an. So war‘s auch in der ersten Halbzeit zuletzt im Duell in Spelle (0:4), in der zweiten Hälfte agierte Luczkiewicz als Innenverteidiger. Auf dieser Position hatte er vor einigen Jahren schon mal gespielt.“ Der Ex-Gifhorner erklärt: „Wir haben speziell im Mittelfeldzentrum viel Qualität.“ Er zählt mittlerweile zu den ältesten Akteuren im Kader. Speziell unter dem neuen Coach übernehmen die Routiniers noch mehr Verantwortung. „Natürlich haben wir eine Grundtaktik, doch wenn wir im Spiel merken, dass gewisse Dinge nicht so gut klappen, gibt uns der Trainer die Freiheit, die Sachen anders umzusetzen. Er steht da voll hinter uns“, sagt Luczkiewicz.

    Der neue Trainer bringt gute Stimmung rein

    Trotz der prekären Lage – die Kreuzheider müssen sieben Punkte auf das rettende Ufer aufholen – sei es Tusch gelungen, eine gute Stimmung in die Mannschaft zu bringen. „Als er kam, sprach er von einer trostlosen Kabine“, erinnert sich der 30-Jährige. Da setzte der Trainer direkt an – mehrere Teamevents sorgten für eine gewisse Lockerheit.

    Dadurch, dass viele in der Hinrunde noch verletzte Akteure mittlerweile zurückgekehrt sind, sei auch die Qualität im Training sowie in den Partien deutlich gestiegen. „Ich denke, dass wir so auch in der Lage sind, die Klasse zu halten“, sagt der Routinier. Dafür sollte jedoch am Sonntag (15 Uhr) ein Sieg beim direkten Tabellennachbarn VfL Oldenburg her. „Wir treffen auf einen spielerisch starken Gegner, doch ich denke, dass wir hinten raus mit unserer Qualität vorn sind“, blickt Luczkiewicz voraus. Dringend verbessern müssen die Wolfsburger ihre Chancenverwertung. „Ich hoffe, dass wir direkt ein, zwei frühe Tore erzielen, um Sicherheit zu gewinnen und klarzustellen, dass die drei Punkte uns gehören.“

    AZ/WAZ



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  • BVB, News und Gerüchte: KI schätzt ein, wie hoch die Chancen

    BVB, News und Gerüchte: KI schätzt ein, wie hoch die Chancen


    1. BVB, News und Gerüchte: KI schätzt ein, wie hoch die Chancen von Borussia Dortmund auf die Teilnahme an der Champions League noch sind  SPOX
    2. Die schwierige Suche nach dem vierten Champions-League-Team  WEB.DE News
    3. BVB: Experte legt sich fest – Fans hören ganz genau hin  DER WESTEN
    4. (k+) Thon: Gerne wieder den Relegations-Thriller – Für den BVB wird es schwer  kicker
    5. BVB-Krise: Olaf Thon wagt überraschende Prognose  RUHR24



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  • Starke Werte und starke Worte: wie Tim Kleindienst im

    Starke Werte und starke Worte: wie Tim Kleindienst im


    Jede Serie hat mal ein Ende: Nach fünf Bundesligaspielen mit jeweils einem Treffer blieb Tim Kleindienst bei der 0:3-Niederlage gegen den FC Augsburg torlos. Im Mittelpunkt stand der Angreifer von Borussia Mönchengladbach nach der Partie aber trotzdem. In den sozialen Medien setzte er eine Nachricht ab und bemängelte den Umstand, dass zahlreiche Fans angesichts der sich anbahnenden Niederlage frühzeitig das Gladbacher Stadion verlassen hatten. „Das haben wir als Mannschaft, selbst bei so einer Leistung, meiner Meinung nach nicht verdient“, schrieb Kleindienst bei „Instagram“.

    Das haben wir als Mannschaft, selbst bei so einer Leistung, meiner Meinung nach nicht verdient.

    Tim Kleindienst, Stürmer bei Borussia Mönchengladbach

    Mit seiner Meinung stand er nicht allein da: Fast 15.000 Nutzer der Plattform versahen den Beitrag mit einem zustimmenden „Like“. Und in den Kommentaren wurde er für seine Aussage gefeiert. Die Botschaften reichten von „Er hat so recht“ bis „Kleindienst als Kapitän“. Ein Fan lehnte sich weit aus dem Fenster und forderte: „Tim Kleindienst Bundeskanzler“.

    Die Rolle des Regierungschefs mag etwas hoch gegriffen sein, die Bezeichnung als Chef der Kabine hat sich Kleindienst binnen weniger Monate aber verdient. Der Angreifer ist seit seinem Wechsel zur Borussia im vergangenen Sommer zur absoluten Identifikationsfigur aufgestiegen. Auch an diesem Samstag, 1. März, werden in der Voith-Arena alle Augen auf die Nummer 11 der Borussia gerichtet sein, wenn Tim Kleindienst erstmals seit seinem Abschied als Spieler nach Heidenheim zurückkehrt. Dem beeindruckenden Start am Niederrhein steht ein großer Schatten gegenüber, den der Publikumsliebling beim FCH hinterlassen hat.

    Tim hat genau die Erwartungen erfüllt, die wir an ihn hatten. ein super Stürmer, aber auch ein super Typ.

    Rolan Virkus, Borussia-Sportchef

    Jetzt schon treffsicherer als beim 1. FC Heidenheim

    Mit seiner beendeten Serie bescherte Tim Kleindienst den Gladbachern nicht nur wichtige Punkte, er steigerte sein Torekonto auf bereits 14 Tore – und damit eines mehr als in der gesamten Vorsaison beim FCH. Zusammen mit seinen sechs Vorlagen kommt er auf insgesamt 20 Torbeteiligungen und ist die offensive Lebensversicherung des Tabellenneunten. Sein Anteil an allen 35 Gladbacher Treffern liegt mit 57 Prozent so hoch wie bei keinem anderen Bundesligaspieler. „Tim hat genau die Erwartungen erfüllt, die wir an ihn hatten. Ein super Stürmer, aber auch ein super Typ“, lobte Borussia-Sportchef Roland Virkus seinen Torgaranten im Fußballtalk Doppelpass.

    Daumen hoch im DFB-Team: Tim Kleindienst hat sich schnell in der Nationalmannschaft etabliert. Foto: Eibner-Pressefoto/Sascha Walther

    Garantierte Tore gab es bei den Heidenheimern in dieser Saison keine: Die gesamte Offensivabteilung mit Marvin Pieringer (fünf Tore), Mathias Honsak (vier), Leo Scienza (drei) und Maximilian Breunig (zwei) kommt gemeinsam auf die Ausbeute des besten deutschen Angreifers. Angesichts der 47 Gegentreffer – nur Holstein Kiel kassierte mehr – bräuchte der FCH noch einen Tim Kleindienst zusätzlich, um annähernd auf ein ausgeglichenes Torverhältnis zu kommen.

    Fixpunkt in der deutschen Nationalmannschaft

    Dank des reibungslosen Starts in Mönchengladbach folgte der steile Aufstieg im Nationaltrikot. Dabei wurde Kleindienst aber auch zum Nutznießer. Weil mit Niclas Füllkrug der Mittelstürmer Nummer eins fehlte – und weiterhin fehlt – kam Tim Kleindienst im Oktober letzten Jahres nicht nur zu seinem Debüt für die deutsche Nationalmannschaft, er stand in drei seiner vier Einsätze in der Startelf. Mit seinen beiden Treffern im Nations-League-Heimspiel gegen Bosnien und Herzegowina schoss sich Kleindienst vollends in die Herzen der deutschen Fans. Und wenn Trainer Julian Nagelsmann im März sein Aufgebot für die beiden Länderspiele gegen Italien bekannt gibt, dürfte eine Nominierung des Gladbachers eine gefühlte Selbstverständlichkeit sein.

    Bei mir ist aktuell bei jeder Berufung zu Hause noch Party angesagt.

    Stürmer bei Borrusia Mönchengladbach

    Als selbstverständlich sieht Kleindienst eine erneute Berufung nicht an. Dass er im Herbst erstmals eingeladen wurde, sei nur wegen der Verletzung seines Konkurrenten geschehen, so Kleindienst, der sich beim Thema DFB-Auswahl keinen Druck machen will. „Wenn ich das täte, würde ich verkopfen und könnte die Lehrgänge bei der Nationalelf nicht mehr genießen“, sagte Kleindienst jüngst im Interview mit der Zeitschrift 11 Freunde. „Bei mir ist aktuell bei jeder Berufung zu Hause noch Party angesagt.“

    Starke Werte und starke Worte: Kleindienst wurde schnell zum Gesicht von Borussia Mönchengladbach

    Seine erste Chance bei der Nationalmannschaft und seine mediale Präsenz gehen aber nicht nur auf seine Auftritte seit Saisonbeginn zurück. Trotz des Wechsels ins Rheinland ist seine Verbundenheit zum Schlossberg noch da und die Dankbarkeit groß. Die Ruhe und das Vertrauen in Heidenheim nach seinem missglückten Wechsel nach Belgien seien die Grundlage für seine Entwicklung und den Startpunkt für seinen kometenhaften Aufstieg in dieser Saison gewesen. Deshalb hob er Frank Schmidt als wichtigsten Trainer seiner Karriere hervor. „Zweifellos. Er gab mir die Sicherheit“, so Kleindienst.

    Beim 3:2-Sieg der Borussia im Hinspiel traf Tim Kleindienst gegen seine ehemaligen Teamkollegen doppelt. Foto: Eibner-Pressefoto/Frank Zeising

    Mit der Sicherheit und dem Glauben an seine Fähigkeiten hat sich der 29-Jährige – wie schon beim FCH – zum absoluten Führungsspieler entwickelt. „Er hat einen immensen Impact auf die Mannschaft, nicht nur was die Torquote angeht. Er arbeitet immens gegen den Ball, zieht die Jungs im Anlaufen mit“, betonte Roland Virkus. Und auch am Mikrofon ist Kleindienst nicht nur wegen seiner Tore Dauergast. Seine Worte haben Gewicht bei den Gladbachern, die in ihrem Mannschaftsgefüge in den vergangenen Jahren mit Lars Stindl, Tony Jantschke und Christoph Kramer wichtige Gesichter des Vereins verloren haben. „Tim kann wieder so ein Gesicht werden, und er ist es momentan“, so Virkus.

    Er hat einen immensen Impact auf die Mannschaft, nicht nur was die Torquote angeht. Er arbeitet immens gegen den Ball, zieht die Jungs im Anlaufen mit.

    Rolan Virkus, Borussia-Sportchef

    Bei seiner Rückkehr auf den Schlossberg werden ihn auch viele Heidenheimer Fans freundlich begrüßen. Und sollte Kleindienst – anders als im Hinspiel, als er beim 3:2-Sieg der Borussia doppelt traf – torlos bleiben, wäre die Wiedersehensfreude sicherlich noch ein bisschen größer.



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    Natürlich! Hier ist ein FAQ über "Starke Werte und starke Worte: wie Tim Kleindienst im":

    FAQ: Starke Werte und starke Worte – Tim Kleindienst

    1. Wer ist Tim Kleindienst?

    Tim Kleindienst ist ein inspirierender Redner, Coach und Berater, der für seine Fähigkeit bekannt ist, starke Werte und Botschaften in der Kommunikation zu vermitteln. Er hat experience in verschiedenen Bereichen, darunter persönliche Entwicklung, Führung und Teamdynamik.

    2. Was sind "starke Werte" in diesem Kontext?

    Starke Werte beziehen sich auf Grundsätze und Überzeugungen, die sowohl im beruflichen als auch im privaten Leben als Leitlinien dienen. Dazu gehören Integrität, Respekt, Empathie, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein.

    3. Wie vermittelt Tim Kleindienst seine Botschaften?

    Tim Kleindienst nutzt verschiedene Methoden, um seine Botschaften zu kommunizieren, darunter inspirierende Reden, Workshops, Seminare und persönliche Coaching-Sitzungen. Er kombiniert persönliche Anekdoten mit praktischen Übungen, um das Publikum zu engagieren.

    4. Welche Themen behandelt Tim Kleindienst?

    Zu den Themen, die Tim Kleindienst häufig anspricht, gehören:

    • Die Bedeutung von Werten in der Führung
    • Die Rolle von Kommunikation in effektiven Teams
    • Strategien zur persönlichen und beruflichen Entwicklung
    • Methoden zur Stärkung der Teamdynamik

    5. Wie kann ich an einem Seminar oder Workshop von Tim Kleindienst teilnehmen?

    Informationen über kommende Veranstaltungen, Workshops oder Seminare finden Sie möglicherweise auf seiner offiziellen Website oder über seine Social-Media-Kanäle. Dort können Sie sich auch für Newsletter anmelden, um über Neuigkeiten und Events informiert zu werden.

    6. Hat Tim Kleindienst Bücher oder Veröffentlichungen?

    Ja, Tim Kleindienst hat mehrere Bücher und Artikel veröffentlicht, die sich mit seinen Kernkompetenzen und Erfahrungen in den Bereichen persönliche Entwicklung und Führung beschäftigen. Diese können in Buchhandlungen oder online auf Plattformen wie Amazon erworben werden.

    7. Wie kann ich Tim Kleindienst für eine Veranstaltung buchen?

    Wenn Sie Tim Kleindienst für eine Veranstaltung, ein Seminar oder einen Workshop buchen möchten, können Sie in der Regel über seine Website oder sein Management Kontakt aufnehmen. Dort finden Sie auch Informationen zu seiner Verfügbarkeit und Honoraren.

    8. Gibt es Testimonials oder Erfahrungsberichte?

    Ja, viele Teilnehmer seiner Seminare und Workshops haben positive Erfahrungsberichte über ihre Erlebnisse und den Einfluss von Tim Kleindienst auf ihre persönliche und berufliche Entwicklung hinterlassen. Diese Testimonials sind häufig auf seiner Website zu finden.

    9. Wie trägt Tim Kleindienst zur Gemeinschaft bei?

    Tim Kleindienst engagiert sich oft in sozialen Projekten und Förderprogrammen, die sich für Bildung, persönliche Entwicklung und soziale Verantwortung einsetzen. Informationen über spezifische Projekte finden Sie ebenfalls auf seiner Website.

    10. Wie kann ich mehr über Tim Kleindienst erfahren?

    Neben seiner offiziellen Website können Sie auch seinen Social-Media-Kanälen folgen, um aktuelle Informationen, Tipps und inspirierende Inhalte zu erhalten. Außerdem sind Interviews und Podcast-Auftritte ebenfalls wertvolle Quellen, um mehr über seine Philosophie und Methoden zu erfahren.


    Falls Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, diese zu stellen!

  • BVB: Wie Niko Kovac die Mannschaft umkrempelt – Ansagen, Umgang mit Stars etc. | Fußball

    BVB: Wie Niko Kovac die Mannschaft umkrempelt – Ansagen, Umgang mit Stars etc. | Fußball


    Beim BVB sind nach der Verpflichtung von Trainer Niko Kovac (53) alle Augen nach vorne gerichtet – doch in nicht allzu ferner Zukunft könnte ein potenziell unbequemes Thema wieder auf dem Tisch landen.

    Kovac hatte eine Vertragslaufzeit über anderthalb Jahre bis Sommer 2026 ausgehandelt, die Dortmund-Bosse wollten in erster Linie nur eine Übergangslösung bis Sommer 2025. Was nach der Saison passiert – völlig unklar.

    Klar ist: Der BVB braucht sofortige Erfolge und eine Aufholjagd an Punkten in der Liga. Gleichzeitig soll Kovac aber nicht zu mächtig werden. Der Kroate hingegen will nicht als Feuerwehrmann fungieren und stattdessen Strukturen für einen langfristigen und gemeinsamen Erfolg schaffen.

    Weil in den ersten Wochen Spiel auf Spiel folgte, blieb nur Zeit für einen Crashkurs. Disziplin und harte Arbeit will Kovac den verunsicherten BVB-Profis vermitteln. Erst dann soll die spielerische Idee mit Intensität, hohen Ballgewinnen und schnellen Tiefenläufen besprochen werden und in Fleisch und Blut übergehen.



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  • Wie sich Serhou Guirassy zum Stabilisator des BVB entwickelt hat

    Wie sich Serhou Guirassy zum Stabilisator des BVB entwickelt hat


    Ein kleines Wort reichte dem Fußballtrainer Niko Kovac, um den Auftritt seines Tageshelden zu beschreiben. „Weltklasse“ sei die Leistung des Torjägers Serhou Guirassy gewesen, der vier Treffer zum 6:0-Sieg beigetragen und damit erstmals in seiner Profikarriere in einer Partie viermal getroffen hatte. „Das war ein perfekter Abend“, ergänzte der Nationalspieler Guineas, der bereits die Torjägerliste der Champions League vor Superstars wie Kylian Mbappé, Robert Lewandowski oder Harry Kane anführt. In der Bundesliga war er vor diesem 23. Spieltag mit neun Toren weit weniger effizient. Haben die Dortmunder also am Samstag den endgültigen Durchbruch eines Fußballers erlebt, der alle mitreißen kann?

    Das Gesicht dieses für Borussia Dortmund befreienden Abends mag Hans-Joachim Watzke gewesen sein, dessen ungetrübtes Lachen auf der Tribüne eine bislang verborgene Seite des Klubchefs sichtbar machte. Der heimliche Held war Pascal Groß, der vier Tore vorbereitet hatte, aber die große Hoffnung ist Guirassy.

    Denn zumindest auf den ersten Blick verkörperte der im vorigen Sommer für 18 Millionen Euro aus Stuttgart ins Revier transferierte Profi die stark schwankenden Ergebnisse zwischen nationalem und internationalem Wettbewerb wie kaum ein anderer. Wenn er jetzt auch in der Bundesliga regelmäßig träfe – so könnte man annehmen –, würden für das gesamte Team bessere Zeiten anbrechen. Wobei Guirassy auch in Partien ohne Tore häufig zu den stärksten Dortmundern zählte.

    Kovac schickt Groß bei Ballbesitz auf die Außenbahn

    Denn er arbeitet auch dann intensiv mit, wenn die Gegner den Ball haben. Er wartet nicht nur auf Torvorlagen, sondern bereichert den Spielaufbau, indem er sich in den engen Räumen des offensiven Mittelfeldes anbietet. „Ich würde Serhou gegen keinen Spieler der Welt tauschen“, hat der im Januar beim BVB entlassene Nuri Şahin im Herbst über Guirassy gesagt. Das war vielleicht ein wenig übertrieben, aber nicht erst seit der Show gegen Union ist der Nationalspieler Guineas neben Nico Schlotterbeck der zuverlässigste Stabilisator des launischen BVB-Konstrukts. Es hat allerdings lange gedauert, bis er auf diesem Niveau angekommen ist.

    Nach ersten Profistationen bei Stade Laval, AJ Auxerre und OSC Lille wechselte er 2016 zum 1. FC Köln in die Bundesliga, wo er – auch aufgrund von Verletzungen – drei Jahre lang eher mitschwamm. Erinnert wird bei den Rheinländern vor allen Dingen eine Szene aus einer richtungsweisenden Partie im Kampf um den Klassenverbleib gegen Werder Bremen, als Guirassy aus drei Metern das leere Tor verfehlte. Danach war das Kölner Urteil gefällt: Das ist keiner.

    „Weltklasse“: BVB-Coach Kovac ist voll des Lobes für seinen trefffreudigen Torjäger. Der Erfolg liegt auch an der Zusammenarbeit mit Pascal Groß.
    „Weltklasse“: BVB-Coach Kovac ist voll des Lobes für seinen trefffreudigen Torjäger. Der Erfolg liegt auch an der Zusammenarbeit mit Pascal Groß.AFP

    Zurück in Frankreich blieb er zunächst ein Mittelklassestürmer, schoss in einer Saison zehn Tore für Stade Rennes, in einem anderen Jahr traf er neunmal, aber kaum jemand konnte sich vorstellen, dass dieser Spieler in die Phalanx der Allergrößten vorstoßen würde. Doch die 28 Treffer in der vergangenen Bundesligasaison für den VfB Stuttgart waren ein Statement. Und dass Guirassy sich im laufenden Jahr nicht dauerhaft von den Krisendynamiken beim BVB herunterziehen ließ, ist beeindruckend. Nach dieser Partie besteht nun sogar die Hoffnung, dass er einen kongenialen Partner gefunden hat.

    Drei Guirassy-Treffer und Maxi Beiers 6:0 hatte Pascal Groß aufgelegt. Vier Assists eines Bundesligafußballers in einem einzigen Spiel gab es nach Angaben des Statistikdienstleisters „Opta“ seit Beginn der Datenerhebung erst zweimal: durch Christopher Nkunku für RB Leipzig gegen Schalke 2020 sowie acht Jahre zuvor durch Szabolcs Huszti für Hannover 96 beim Niedersachsen-Derby in Wolfsburg.

    Besser als Şahin scheint es Kovac zu gelingen, Groß ins Spiel des Teams zu integrieren, eine direkte Verbindung zu Guirassy herzustellen und nebenbei eine kleine BVB-Revolution in Gang zu setzen. In der jüngeren Vergangenheit wurde das alte Prinzip Flanke-Kopfball-Tor eher umgangen, Treffer sollten herauskombiniert werden. Weil aber Groß solch ein brillanter Flankengeber ist und Guirassy der passende Abnehmer, ändert sich das gerade.

    Ein Grund dafür ist, dass der defensive Zentrumsspieler Groß seit einigen Wochen bei Ballbesitz regelmäßig die Position mit dem Linksverteidiger tauschen soll. Dadurch kommt er oft in Räume weit vorne auf dem Flügel, aus denen er seine Bälle in den Strafraum schlagen kann. Zwei Guirassy-Treffer und das Tor von Beier bereitete er auf diese Art vor, blieb anschließend aber selbstkritisch. „Wir haben in dieser Saison kein einziges Mal zwei Spiele hintereinander in der Bundesliga gewonnen, das ist schon echt schwach.“

    Es ist also verständlich, dass die Angst vor dem nächsten Rückschlag noch nicht verflogen ist. Es sei dringend nötig, „mal drei, vier Spiele am Stück“ zu gewinnen, sagte Marcel Sabitzer, und nicht sofort wieder zusammenzufallen, wenn „dann auswärts wieder so ein ekliges Spiel kommt, wo wir uns den Schneid abkaufen lassen“. Auch Kovac mahnte: „Dieses Spiel ist ein schönes Zeichen, aber mehr auch nicht.“

    Hinter solchen Aussagen steckt das ewige Problemthema beim BVB: Es gelingt nicht, die Spannung hoch zu halten und dauerhaft mit der erforderlichen ­Intensität zu arbeiten. Der abermals schwache Karim Adeyemi forderte erst mal sehr forsch zwei freie Tage, statt fokussiert zu bleiben, was Guirassy eher nicht tun würde. Der Stürmer ist auch deshalb solch ein bedeutsamer Spieler, weil er zwar auf die Vorlagen der Kollegen angewiesen ist, aber relativ unabhängig von den Leistungsschwankungen und Stimmungen seiner Mannschaft bleibt. Das trifft wahrlich nicht auf viele Dortmunder Profis zu.



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  • FC Bayern: Wie das schwere Leverkusen-Los für neue

    FC Bayern: Wie das schwere Leverkusen-Los für neue


    München – Wie heilsam doch so ein Beinahe-Schock, so ein Tänzeln am Abgrund sein kann! Für Kopf und Körper. Vergangenen Dienstag, als es fast schiefging mit dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League gegen den Underdog Celtic Glasgow, waren die Beine schwer, fast gelähmt. Die Psyche voller Gedanken an das Was-Wäre-Wenn.

    Das 1:1 durch Alphonso Davies in der Nachspielzeit ließ Steine von den pochenden Herzen purzeln, setzte Kräfte frei und pustete die – salopp formuliert – Birne ordentlich frei.

    Derart befreit von Versagensängsten und dank fünf Tagen Pause vor der sonntäglichen Bundesliga-Aufgabe fegten die Bayern Eintracht Frankfurt weg, als sein man in einen Jungbrunnen gefallen. Passend zum 125. Geburtstag des Vereins am Donnerstag. Nun lassen sich sämtliche Feierlichkeiten guten Gewissens durchziehen. Beim 4:0 zeigte sich die Mannschaft von Vincent Kompany leichtfüßiger und spielerisch verbessert.

    Kimmich muss verletzt raus – Bayern überzeugt trotzdem

    “Wir haben gesagt, wir können es besser, und das haben wir gezeigt”, sagte Sportvorstand Max Eberl erfreut und erklärte: “Gegen den Dritten der Tabelle so eindrucksvoll zu gewinnen, das ist genau die Reaktion, die wir uns vorgestellt haben, das hat die Mannschaft bravourös gemacht.”

    Nach leichten Anlaufschwierigkeiten hatte der Tabellendritte keine Chance – und das trotz einiger Personalsorgen. Dayot Upamecano, zuletzt der stabilste Innenverteidiger, fehlte angeschlagen. Torgarant Harry Kane kam wegen seiner Blessur aus der Celtic-Partie erst nach einer guten Stunde ins Spiel und Joshua Kimmich, der bis dato jede Sekunde (!) dieser Bundesligasaison im Trikot der Bayern auf dem Platz stand, musste kurz vor Ende der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden.

    Und dennoch flutschte es dank der Treffer von Michael Olise, Hiroki Ito, Jamal Musiala und Serge Gnabry – neben dem 5:1 gegen Leipzig kurz vor Weihnachten und dem 1:1 gegen Bayer Leverkusen im September war es der beste Heimauftritt.

    Bayern gegen Leverkusen nicht in der Favoritenrolle

    Neben einem 1:1? Ja, diesem dominanten und beherzten Auftritt, den die damals defensiv auftretenden Leverkusener nur mit 
    Glück überstanden. Weil angesichts von nun acht Punkten Vorsprung in der Liga der Weg zur Rückeroberung der Meisterschale geebnet ist, rückt das Achtelfinal-Duell mit dem Double-Gewinner in der Champions League bereits in den Mittelpunkt.

    Verrückt, aber wahr: Die Bayern gehen nicht als Favorit in die Spiele Nummer vier und fünf der Saison gegen den national nun schärfsten Widersacher. Ungewohnt, aber ein Segen. Denn: Der ganz große Druck, zu früh (an Celtic!) zu scheitern in der Königsklasse auf dem Weg zum Traumziel Finale dahoam am 31. Mai in der Allianz Arena, ist nun weg. Die Leichtigkeit ist zurück.

    Hatte eine gute Beziehung zum FC Bayern: Der ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter.

    “Polizist hat gesagt, fahren sie weiter”: Blatter-Bonus für Ex-Bayern-Boss …



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    Immer noch mit Leidenschaft am Ball: Urgestein Thomas Müller.

    “Gedemütigte Menschen reagieren so”: Müller wird nach Matthäus-Kritik deutlich



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    Gegen Frankfurt verletzt ausgewechselt: Joshua Kimmich.

    Pause für Joshua Kimmich! FC Bayern gibt Diagnose bekannt



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    Drei ganz und gar unterschiedliche Partien gab es in dieser Saison zwischen Bayern und Bayer: Das 1:1 in der Hinrunde, das unglückliche 0:1 im DFB-Pokal Anfang Dezember und das 0:0 vor zehn Tagen am Rhein als man spielerisch-taktisch in Xabi Alonsos Falle getappt und daher spielerisch total unterlegen war.

    Dreesen-Kampfansage an Leverkusen: “Wollen zeigen, wer in Deutschland Erster ist!”

    Und nun? Kann Bayern, kann Kompany seinerseits den Leverkusener Erfolgstrainer überraschen – und gewinnen. Denn in 90 bis 95 Prozent seiner Spiele kann der Rekordmeister nur verlieren, das Schicksal eines so großen Klubs.

    Man sei “in Vorfreude” auf die Spiele, sagte Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen und kündigte an: “Wir wollen zeigen, wer in Deutschland Erster ist! Dass es jetzt ein deutsches Duell ist, haben wir uns nicht gewünscht, aber wir werden die Aufgabe bestehen.” Klingt nach viel Mia san mia. Ein Comeback zur rechten Zeit?

    Mia-san-mia-Botschafter Thomas Müller stellte fest, “dass in den letzten Wochen dieses Urvertrauen bei dem einen oder anderen fehlte. Obwohl ja jeder, der beim FC Bayern unter Vertrag steht, irgendwas Besonderes können muss. Sonst wäre er ja nicht hier.”

    Nach dem befreienden 4:0 meinte der Oldie beschwingt: “Wie du am Ende so einen Sieg holst, ist für das eigene Gefühl natürlich etwas anderes. Wir werden die nächsten drei Tage deutlich lockerer durch München spazieren. Nicht nur, weil die Leute uns anders anschauen, sondern auch mit Leichtfüßigkeit.”

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