“Auf die Tabelle zu gucken, ist nicht gut, denn der Weg ist lang”, sagt der Barca-Coach.
Hansi Flick hat die Rückkehr des FC Barcelona an die Tabellenspitze eher kühl zur Kenntnis genommen. “Der Klub und die Spieler verdienen das. Es ändert sich aber nichts. Wir müssen weiter kämpfen, um diesen Platz bis zum Saisonende zu verteidigen”, sagte der Trainer der Katalanen nach dem 1:0 (1:0) gegen den Tabellensechsten Rayo Vallecano.
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Durch den vierten Ligasieg in Folge zog Barca an den Madrid-Klubs Real und Atletico vorbei und steht erstmals seit dem 1. Dezember auf Platz eins. “Auf die Tabelle zu gucken, ist nicht gut, denn der Weg ist lang. Wir sind glücklich über die drei Punkte. Es war sehr hart und nicht einfach”, sagte Flick.
Das Siegtor erzielte Robert Lewandowski per Foulelfmeter (28., nach Videobeweis), der bei seiner Auswechslung in der 81. Minute dennoch unzufrieden wirkte. Flick nahm das gelassen. “Er will Tore schießen, aber es ist meine Entscheidung. Ich treffe sie für das Team”, sagte er: “Ich unterstütze ihn immer, gebe ihm immer die Chance, von Anfang an zu spielen. Heute hat er ein sehr wichtiges Tor erzielt.”
Barca liegt nach 24 von 38 Spieltagen punktgleich mit Real und einen Zähler vor Atletico. Am Samstag wartet auf Gran Canaria das Spiel gegen den Tabellen-17. UD Las Palmas.
Die Stimmung bei Borussia Dortmund könnte derzeit wohl deutlich besser sein. Der Verein befindet sich im Abwärtstrend, auf Tabellenplatz elf liegend droht dem BVB sogar in der kommenden Saison ein Jahr ohne Champions League.
Für Schwarz-gelb ein schier unvorstellbares Szenario, schließlich qualifizierte sich Borussia Dortmund seit der Saison 2015/16 stehts für die Königsklasse des Fußballs. Droht das Fass nun endgültig überzulaufen? Ausgerechnet hier könnte es jetzt so richtig knallen!
Borussia Dortmund: Kippt die Stimmung gegen Sporting?
Der 3:0-Erfolg gegen Sporting Lissabon vor gut einer Woche (11. Februar) war nur ein kurzer Hoffnungsschimmer für viele BVB-Fans, der wenige Tage später in Bochum schon wieder zerstört wurde. Und dennoch ist Borussia Dortmund nach dem deutlichen Sieg in der portugiesischen Hauptstadt so gut wie sicher im Achtelfinale der Champions League – oder doch nicht?
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Es bräuchte zwar ein kleines Fußballwunder von Sporting, um die Hinspielniederlage gegen den BVB wett zu machen, allerdings ist angesichts der jüngsten Dortmunder Leistung gegen Bochum wohl nichts mehr auszuschließen. Sollte Schwarz-gelb den komfortablen Vorsprung tatsächlich noch aus der Hand geben, dürfte die Stimmung beim BVB wohl komplett kippen – mit einer entsprechenden Reaktion der Anhänger im heimischen Signal Iduna Park.
BVB mit machbaren Programm
Dennoch müsste im BVB-Rückspiel der Champions-League-Playoffs (19. Februar) wohl sehr viel zusammenkommen, damit Schwarz-gelb den sicher geglaubten Achtelfinal-Einzug noch aus der Hand gibt.
Möglicherweise könnte Sporting für den BVB sogar zum Aufbaugegner werden. Kann die Borussia erneut einen Sieg einfahren, dürften sich die kommenden Aufgaben in der Bundesliga gegen Union Berlin und St. Pauli sicher leichter angehen lassen.
Borussia Dortmund blamiert sich bei Abstiegskandidat Bochum, der BVB rutscht immer tiefer in die Krise. Das Problem der fehlenden Führungsspieler im Kader soll einem Bericht zufolge mittlerweile sogar schon bei den Schiedsrichtern in der Bundesliga Thema sein.
Mehr News zu Borussia Dortmund
Der erhoffte Umschwung durch den Trainerwechsel blieb bei Borussia Dortmund aus – das kann spätestens seit dem vergangenen Wochenende festgehalten werden. Denn auch mit Sahin-Nachfolger Niko Kovac schlittert der BVB immer tief in die Krise, am Samstag blamierten sich die Dortmunder bei Abstiegskandidat Bochum und gingen mit 2:0 unter.
Führung auf dem Platz? Vergeblich gesucht
Eines der großen Probleme – wie so oft: Fehlende Führungspersönlichkeiten auf dem Platz. Denn weder Emre Can noch Nico Schlotterbeck oder Julian Brandt gingen wirklich voran, es scheint so, als sei der BVB weiter auf der Suche nach sich selbst.
Wer die Schwarzgelben in der Tabelle suchen möchte, muss mittlerweile recht weit nach unten gehen. Nach dem 22. Spieltag steht der BVB auf Tabellenplatz elf, der Rückstand auf die internationalen Plätze wächst gefühlt von Woche zu Woche an.
Das Führungsproblem bei Dortmund, das unter anderem auch von Ex-Trainer Nuri Sahin angemerkt wurde, soll inzwischen sogar bei den Schiedsrichtern der Bundesliga Thema sein. Wie die “Bild”-Zeitung berichtet, höre man “in internen Gesprächen” mit den Unparteiischen Folgendes: “Bei Dortmund spürst du auf dem Platz, dass Führung und Persönlichkeit fehlen, wir haben keine Ansprechpartner so wie früher Hummels.”
Kein BVB-Spieler will in der Mixed Zone sprechen
Durch den Abgang von Hummels nach Rom ist ein Vakuum im BVB-Kader entstanden. Einen Spieler, der die Probleme nach einer Niederlage auch mal sehr deutlich öffentlich anspricht, gibt es kaum – nur Schlotterbeck ist hier manchmal die Ausnahme. Ansonsten macht es den Eindruck, als wolle kein Spieler wirklich vorangehen und Verantwortung übernehmen.
Das zeigen auch die Szenen nach der Blamage in Bochum. Denn kein einziger (!) Spieler stellte sich den Fragen der Medienvertreter in der Mixed Zone. Nur Torwart Gregor Kobel und eben Schlotterbeck sprachen bei Sky im Interview – aber auch nur, weil sie es aufgrund der TV-Verträge müssen. Kobel hatte für die Leistung keine Erklärung, Schlotterbeck warnte vor einer Horrorsaison für den BVB. Was unweigerlich die Frage aufwirft: Wenn die bisherige Spielzeit kein Horror war – was dann?
Besonders kurios wurde es dann übrigens auf der anschließenden Pressekonferenz mit beiden Trainern. Denn Kovac begründete das Fernbleiben seiner Spieler in der Mixed Zone damit, dass das Team bereits in vier Tagen wieder spielen müsse und deswegen die Nahrungszufuhr jetzt an erster Stelle stehe.
Verwendete Quellen
“So arbeitet die Redaktion” informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.
Borussia Dortmund blamiert sich bei Abstiegskandidat Bochum, der BVB rutscht immer tiefer in die Krise. Das Problem der fehlenden Führungsspieler im Kader soll einem Bericht zufolge mittlerweile sogar schon bei den Schiedsrichtern in der Bundesliga Thema sein.
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Der erhoffte Umschwung durch den Trainerwechsel blieb bei Borussia Dortmund aus – das kann spätestens seit dem vergangenen Wochenende festgehalten werden. Denn auch mit Sahin-Nachfolger Niko Kovac schlittert der BVB immer tief in die Krise, am Samstag blamierten sich die Dortmunder bei Abstiegskandidat Bochum und gingen mit 2:0 unter.
Führung auf dem Platz? Vergeblich gesucht
Eines der großen Probleme – wie so oft: Fehlende Führungspersönlichkeiten auf dem Platz. Denn weder Emre Can noch Nico Schlotterbeck oder Julian Brandt gingen wirklich voran, es scheint so, als sei der BVB weiter auf der Suche nach sich selbst.
Wer die Schwarzgelben in der Tabelle suchen möchte, muss mittlerweile recht weit nach unten gehen. Nach dem 22. Spieltag steht der BVB auf Tabellenplatz elf, der Rückstand auf die internationalen Plätze wächst gefühlt von Woche zu Woche an.
Das Führungsproblem bei Dortmund, das unter anderem auch von Ex-Trainer Nuri Sahin angemerkt wurde, soll inzwischen sogar bei den Schiedsrichtern der Bundesliga Thema sein. Wie die “Bild”-Zeitung berichtet, höre man “in internen Gesprächen” mit den Unparteiischen Folgendes: “Bei Dortmund spürst du auf dem Platz, dass Führung und Persönlichkeit fehlen, wir haben keine Ansprechpartner so wie früher Hummels.”
Kein BVB-Spieler will in der Mixed Zone sprechen
Durch den Abgang von Hummels nach Rom ist ein Vakuum im BVB-Kader entstanden. Einen Spieler, der die Probleme nach einer Niederlage auch mal sehr deutlich öffentlich anspricht, gibt es kaum – nur Schlotterbeck ist hier manchmal die Ausnahme. Ansonsten macht es den Eindruck, als wolle kein Spieler wirklich vorangehen und Verantwortung übernehmen.
Das zeigen auch die Szenen nach der Blamage in Bochum. Denn kein einziger (!) Spieler stellte sich den Fragen der Medienvertreter in der Mixed Zone. Nur Torwart Gregor Kobel und eben Schlotterbeck sprachen bei Sky im Interview – aber auch nur, weil sie es aufgrund der TV-Verträge müssen. Kobel hatte für die Leistung keine Erklärung, Schlotterbeck warnte vor einer Horrorsaison für den BVB. Was unweigerlich die Frage aufwirft: Wenn die bisherige Spielzeit kein Horror war – was dann?
Besonders kurios wurde es dann übrigens auf der anschließenden Pressekonferenz mit beiden Trainern. Denn Kovac begründete das Fernbleiben seiner Spieler in der Mixed Zone damit, dass das Team bereits in vier Tagen wieder spielen müsse und deswegen die Nahrungszufuhr jetzt an erster Stelle stehe.
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Ex-Frankfurt-Boss: “Habe über 4.400 Anklagen von der AfD”
16.02.2025 – 23:06 UhrLesedauer: 1 Min.
Peter Fischer: Der Unternehmer war über zwei Jahrzehnte lang Präsident von Eintracht Frankfurt. (Quelle: IMAGO/osnapix / Hirnschal/imago-images-bilder)
Der langjährige Klubchef der Eintracht äußert sich bei einer Veranstaltung zu seinem Kampf gegen Rechts – und erhält besonders für eine Äußerung großen Applaus.
Er ist bekannt für seine politischen Statements, nahm noch nie ein Blatt vor den Mund – besonders im Kampf gegen Rechtsextremismus und die AfD. Nun hat Peter Fischer, der frühere Vereinspräsident von Bundesligist Eintracht Frankfurt, mit einer erneut klaren Positionierung und einer Aussage Aufsehen erregt. Dies berichtet die “Bild”.
Demnach habe der 68-Jährige an einer Demonstration der Christopher-Street-Day-Bewegung in Frankfurt teilgenommen – und für eine Rede großen Applaus von den fast 20.000 Teilnehmern erhalten. Fischer bezeichnete die in Teilen gesichert rechtsextreme AfD als “dieser braune Mist” und forderte die Gesellschaft zum Handeln auf, rechten Strömungen entgegenzuwirken: “Setzt ein klares Zeichen in dieser Stadt!”
Mehr noch: Fischer erklärte auch unter dem Jubel der Zuschauer, er habe “mittlerweile über 4.400 Anklagen von der AfD. Ich bin nicht stolz drauf, aber mir werfen diese Penner vor, dass ich gegen ihre Lügen kämpfe.” Fischer kündigte an: “Sie werden keinen Prozess gewinnen.” Seinen Auftritt auf der Demonstration schloss er mit einem emotionalen “Ich liebe Euch.”
Fischer, der von 2000 bis 2024 Präsident der Hessen war und den DFB-Pokalsieg 2018 sowie den Europa-League-Erfolg 2022 miterlebte, hatte sich schon in der Vergangenheit mit klaren Statements deutlich geäußert. Für seine Erklärung in einem Interview mit der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” im Jahr 2017, nach dem er keine AfD-Mitglieder bei der Eintracht haben wolle, erntete der Unternehmer viel Zuspruch.
Herbert Hainer hofft auf eine Vertragsverlängerung mit Joshua Kimmich – der Bayern-Boss liefert Argumente für einen Deal mit dem DFB-Kapitän.
Herbert Hainer sieht den FC Bayern nach den jüngsten Vertragsverlängerungen im Poker um die Zukunft von Joshua Kimmich bestens aufgestellt.
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„Jo will natürlich eine Mannschaft haben, mit der er um Titel spielen kann”, sagte der Präsident des deutschen Rekordmeisters im „Blickpunkt Sport“ des BR.
„Ich glaube gerade jetzt mit den ganzen Verlängerungen, mit Manuel Neuer, Alphonso Davies, mit Jamal – aber auch mit jungen Spielen wie Jonas Urbig oder Tom Bischof für die Zukunft – sieht er, dass der FC Bayern immer gewillt ist, höchste sportliche Ziele zu erreichen.“
Bayern-Boss bei Kimmich optimistisch
Hainer ist sich sicher: „Was wir in den letzten Monaten gemacht haben, werden sicherlich positive Signale für ihn sein.”
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Kimmich hatte tags zuvor einmal mehr erklärt, dass gerade die künftige sportliche Perspektive für ihn von großer Bedeutung sei. Das Bild sei nach dem Deal mit Musiala „klarer geworden“, hatte der DFB-Kapitän gesagt. Auch wenn er die Entscheidung über seine Zukunft nicht von einem einzelnen Spieler abhängig mache.
Kimmichs Vertrag läuft im Sommer aus, die Bayern arbeiten seit Monaten an einer neuerlichen Unterschrift.
„Ich bin verhalten optimistisch“, meinte Hainer: „Am Ende muss er entscheiden, aber ich glaube, er weiß, was wer am FC Bayern hat.“
Im Fiasko des BVB in Bochum unterläuft Niklas Süle ein schwerwiegender Fehler. Sein Einsatz spricht Bände über den Kader.
Dortmund – Borussia Dortmund hat in der Bundesliga mit der 0:2-Niederlage gegen das Schlusslicht VfL Bochum einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nach 22 Spieltagen verzeichnet der Verein mehr Niederlagen als Siege, ein negatives Torverhältnis und hat den gleichen Abstand zu Platz 14 wie zu Platz vier.
Dass beim BVB überhaupt noch von der kommenden Champions-League-Saison die Rede ist, erscheint fast absurd. Dies lässt sich nur durch das Selbstverständnis des Vereins erklären, das jedoch durch schwache Leistungen wie in Bochum zunehmend bröckelt.
Niko Kovač sieht beim BVB wohl keine großen Alternativen
Über Monate und Jahre hinweg wurde dem BVB immer wieder die Mentalitätsfrage gestellt. Inzwischen ist längst auch die Frage nach der Qualität des Kaders berechtigt. Er ist unausgewogen zusammengestellt, es fehlen an vielen Positionen geeignete Alternativen, um außer Form geratene Spieler zu ersetzen. Trainer Niko Kovač ist noch nicht lange im Amt und hält sich mit öffentlicher Kritik zurück.
Seine Meinung über den Kader drückt Kovač mit seinen Aufstellungen aus. In einer englischen Woche mit Spielen am Samstag, Dienstag und erneut Samstag setzte er auf einen festen Kern von Spielern, den er nur notgedrungen veränderte. Die sogenannten Alternativen scheinen für Kovač in Wirklichkeit keine zu sein.
Besonders deutlich wurde Kovačs Haltung bei der Besetzung der Rechtsverteidiger-Position im Spiel gegen Bochum.
Stammspieler Julian Ryerson war nach einer Gelb-Roten Karte aus dem Spiel gegen den VfB Stuttgart gesperrt. Kovač entschied sich stattdessen für Niklas Süle, der eigentlich Innenverteidiger ist und nach zwei schweren Sprunggelenksverletzungen in dieser Saison kaum Spielpraxis hat. Seit dem Hinspiel gegen Bochum Ende September machte Süle nur drei Einsätze, von denen lediglich einer im Jahr 2025 stattfand und nur etwas länger als die Nachspielzeit gegen Sporting in der Champions League dauerte.
Süle musste also in einem kleinen Revierderby gegen den aggressiven VfL Bochum einen Kaltstart hinlegen, da Kovač den eigentlichen Rechtsverteidiger Yan Couto nicht als fähig erachtete, die Position auszufüllen. „Die Spieler, die seit Jahren in der Bundesliga spielen, kennen wir alle. Yan ist erst vor kurzem hergekommen, da brauche ich noch ein bisschen Zeit um ihn zu scannen. Er ist sicherlich eine Alternative hinten rechts, wobei er schon eher ein Wing-Back als ein Full-Back ist“, erklärte der Trainer am Freitag über Couto.
Kovač meinte damit, dass er Couto nicht als Außenverteidiger in einer Viererkette einsetzen will, sondern ihn als Flügelspieler in einem System mit Dreierkette sieht. Dort könnte der Brasilianer seine Offensivstärke nutzen, ohne zu viel defensive Verantwortung zu übernehmen. Zu einer Systemumstellung konnte sich Kovač jedoch nicht durchringen, sodass Süle trotz fehlender Spielpraxis begann.
Süle patzt spielentscheidend gegen Bochum
Der (Ex-?) Nationalspieler Süle hatte dann einen rabenschwarzen Tag, was das derzeitige Bild des BVB widerspiegelt. Schon vor seinem entscheidenden Fehlpass zum 2:0 für Bochum, der Dortmund den sprichwörtlichen Genickbruch versetzte, wirkte Süle unsicher. Dieses Gegentor entlarvte regelrecht die Kaderpolitik des BVB.
Couto hat zweifellos seine Stärken, die er in Spanien beim Überraschungsteam der Vorsaison, dem FC Girona, auch unter Beweis stellte. Dass sich diese Stärken jedoch hauptsächlich auf die Offensive beschränken, war jedem Beobachter bekannt. Beim BVB scheint man dennoch überrascht, denn Kovač ist bereits der dritte Trainer in dieser Saison, der nicht weiß, wie er Couto einsetzen soll.
In Bochum spielte Couto nach seiner Einwechslung für Süle ebenfalls einen schlimmen Fehlpass, den Torhüter Gregor Kobel jedoch ausbügelte. Dies war wohl eher dem fehlenden Selbstvertrauen geschuldet als seiner Vorliebe für offensive Aktionen. Trotzdem war es ein weiterer Auftritt, der mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.
Yan Couto steht sinnbildlich für die Fehler in der Kaderplanung
Couto steht sinnbildlich für einen Kader, der aus Spielern besteht, die zwar individuelle Qualitäten haben, aber nicht unbedingt zu einem funktionierenden Team zusammengefügt wurden. Zwar sind Coutos Leistungen noch enttäuschender, aber es gibt Parallelen zur Situation von Maximilian Beier.
Beim EM-Fahrer hofft man, dass er den beim BVB nicht untypischen längeren Anlauf benötigt, um sich zurechtzufinden. Als vielseitiger Offensivspieler wird Dortmund für Beier in Zukunft eine Verwendung finden. Bei Couto sind jedoch Zweifel angebracht.
Sollte der Brasilianer tatsächlich nur als Flügelverteidiger in einem Dreierkettensystem geeignet sein, für das dem BVB an anderer Stelle die Mittel fehlen, war Couto schlichtweg ein Fehleinkauf. Besonders ärgerlich ist, dass der 22-Jährige noch als Leihspieler in Dortmund aktiv ist. Sportdirektor Sebastian Kehl und sein Team haben sich jedoch im Deal mit Manchester City auf eine Kaufverpflichtung eingelassen, die bereits in Kraft getreten ist.
Couto verschlingt im Sommer eine hohe Ablöse vom BVB
Der feste Transfer, der bürokratisch erst im Sommer abgeschlossen wird, soll den BVB bis zu 30 Millionen Euro kosten. Angesichts der bisherigen Leistungen von Couto in Dortmund wäre selbst ein Drittel dieser Summe zu hoch. Dies gilt umso mehr, wenn man die wahrscheinlich ausbleibenden Einnahmen aus der Champions League berücksichtigt.
Im Sommer wird der BVB vermutlich einige Spieler verkaufen müssen, um die finanziellen Lücken zu schließen, wie Hans-Joachim Watzke kürzlich überraschend nonchalant erklärte. In einer solchen Situation eine hohe Ablöse für Couto zu zahlen, schmerzt umso mehr.
Lukas Ullrich bejubelte gegen Union Berlin am 15. Februar 2025 den ersten Bundesliga-Treffer seiner Karriere.
Copyright: IMAGO/Matthias Koch
Ein Tor, das wohl für immer in Erinnerung bleiben wird!
Lukas Ullrich (20) dürfte den 15. Februar 2025 wohl nicht mehr so schnell vergessen. Ausgerechnet in seiner Heimatstadt erzielte der Linksverteidiger beim 2:1-Sieg von Borussia Mönchengladbach bei Union Berlin den ersten Bundesliga-Treffer seiner noch jungen Karriere.
Gladbach-Profi kannte Abschlussqualitäten von Ullrich noch nicht
Lukas Ullrich kann offenbar auch Offensive! Gegen Union Berlin erzielte der Youngster nicht nur den ersten Treffer im Trikot von Borussia Mönchengladbach, sondern auch den ersten seiner Bundesliga-Karriere.
Bei einem schnell vorgetragenen Angriff der Fohlen wurde Ullrich von Teamkollege Robin Hack (26) im Strafraum bedient und schloss trocken ins kurze Eck ab.
Eine Qualität, die vom Durchstarter dieser Saison noch gar nicht bekannt war – selbst den eigenen Teamkollegen nicht. So witzelte etwa Philipp Sander (26) nach Spielende über die Abschlussqualitäten des Youngsters: „Im Training habe ich es noch nie gesehen. Weiß ich erst seit heute, dass er das kann.“
Ullrich sieht den Kommentar seines Mitspielers gelassen und mit Humor. „Es war in der Jugend so, dass ich immer viele Tore gemacht habe, als Linksverteidiger“, konterte der 20-Jährige schmunzelnd. Seine Tor-Premiere in der Bundesliga nimmt der DFB-Junioren-Nationalspieler indes gelassen zur Kenntnis.
„Es ist schön, aber für mich hat es nicht so den hohen Stellenwert. Hauptsache, es hat der Mannschaft geholfen“, so der Youngster bescheiden. Dass der gebürtige Berliner ausgerechnet in seiner Heimat traf, freute Ullrich trotzdem. Schließlich hat der 20-Jährige zur Alten Försterei eine spezielle Bindung.
„Ich wurde zwar in der Jugend von Hertha ausgebildet, doch ich komme hier aus der Gegend und war daher früher oft in der Alten Försterei“, erklärte der 20-Jährige. Das Stadion von Union Berlin ist also so etwas wie sein Heim-Stadion.
Entsprechend hatte Ullrich auch große Unterstützung auf der Tribüne. Seine Familie und Freunde waren zu Gladbachs Auswärtsspiel in Ullrichs Heimat gekommen – sein persönlicher Fan-Block erlebte somit sein erstes Bundesliga-Tor live mit, was das Ganze zu einem noch größeren Erlebnis für den Gladbach-Youngster gemacht haben dürfte.
„Ich habe sie international gut spielen sehen“, sagte Calli. „Du musst nur sagen: Pass op, nicht nur alle drei Wochen! Du willst ja auch volles Geld haben im Monat. Jeden Tag, jedes Spiel.“
Essen. Borussia Dortmund hat mit 0:2 beim VfL Bochum verloren. Vor allem Mittelfeldspieler Julian Brandt musste sich viel Kritik anhören.
Es war ein grottenschlechter Auftritt von Borussia Dortmund. Beim VfL Bochum, als Tabellenschlusslicht in den 22. Spieltag gegangen, verlor der mit etlichen Millionen-Stars gespickte BVB mit 0:2 (0:2). Bochums griechischer Stürmer Georgios Masouras war mit zwei Toren (33./35.) Matchwinner der Partie. Auf Seiten der Gäste hingegen hab es ausschließlich große Verlierer. In den Augen von TV-Experte Dietmar Hamann war der größte Julian Brandt.
Diesmal nahm der Ex-Nationalspieler den sonst viel und gern gescholtenen Kapitän Emre Can sowie Innenverteidiger Nico Schlotterbeck von der Kritik aus: „Die musst du noch in Schutz nehmen. Die haben sich ja dagegengestemmt.“ Die volle Breitseite bekam hingegen Mittelfeldspieler Brandt ab. „Was der gespielt hat, war unterirdisch“, polterte Hamann in der Analyse des Bezahlsenders Sky.
BVB: Hamann fordert harten Schnitt nach der Saison
Der BVB habe „einfach zu viele Schönspieler“ in seinen Reihen. Und da zählte er Brandt dazu. Für Hamann sollten Auftritte wie der in Bochum Konsequenzen für Verein und Spieler haben: „Du musst irgendwann mal sagen bei diesen Spielern: ‚Es ist genug!‘ Dann musst du einen Schnitt machen und die Spieler ersetzen.“
Das dürfe zwar teuer werden, denn Hamann schloss „fünf, sechs, sieben, acht“ Dortmunder Akteure ein, auf die Borussia Dortmund ab Sommer nicht mehr bauen solle. Und aufgrund der immer unwahrscheinlicher werdenden Qualifikation für die Champions League könne der BVB auf dem Transfermarkt wohl keine großen Sprünge machen. Für Hamann keine Ausrede: „Mit der Truppe so wie sie zusammengestellt ist, ist Hopfen und Malz verloren.“
Mit so einer Mannschaft habe auch ein Trainer nur eine schlechte Chance: „Die brauchen keinen Trainer, die brauchen einen Zauberer.“ Beim BVB müsse sich Grundlegendes ändern. Denn im Vergleich zum 3:0-Sieg in den Play-offs der Champions League in unter der Woche wirkte die Mannschaft wie ausgewechselt. Aber: „Du musst in Dortmund alle drei Tage Leistung bringen. Dafür werden die da bezahlt und dafür hat man die Spieler auch gekauft.“
Brandts Nicht-Leistung bei der Niederlage in Bochum wog umso schwerer, weil sein Trainer Niko Kovac ihm vor dem Spieltag ein deutlich größeres Potenzial nachgesagt hatte: „Wir sind uns alle glaube ich einig, dass Jule neben Wirtz und Musiala in diese Range dazugehört.“ Davon ist der 47-malige Nationalspieler derzeit Lichtjahre entfernt.
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