Der Sport-Tag Überraschende Aufstellung: Niko Kovac greift bei Borussia Dortmund durch
22.02.2025, 18:11 Uhr
Borussia Dortmund muss beim Bundesligaspiel gegen Union Berlin (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de)auf Julian Brandt verzichten. Der Offensivspieler fehle aufgrund einer Muskelverhärtung, teilte der BVB vor dem Anpfiff mit. Brandts angestammte Position im offensiven Mittelfeld übernimmt Gio Reyna.
Zudem setzt Trainer Niko Kovac auf Maximilian Beier, der anstelle des zuletzt formschwachen Jamie Gittens startet. Auf der linken Abwehrseite kehrt Ramy Bensebaini nach überstandener Verletzung in die Startelf zurück. Der Algerier hatte zuletzt ebenfalls wegen einer Muskelverhärtung gefehlt.
Borussia Dortmund empfängt Union Berlin zum Topspiel in der Bundesliga. In der BVB-Aufstellung kann sich Niko Kovac über einen Rückkehrer freuen.
Dortmund – Borussia Dortmund ist am Samstag (22. Februar) nach zwei Bundesliga-Niederlagen in Serie zum Siegen verdammt. Auch Trainer Niko Kovac verwies auf der Pressekonferenz am Freitag (21. Februar) auf die Bedeutung der BVB-Partie gegen Union Berlin. Mut macht ein Blick auf die mögliche Aufstellung.
BVB-Aufstellung gegen Union: Ein Rückkehrer für Niko Kovac
Der Übungsleiter kann gegen die Eisernen nämlich wieder auf Julian Ryerson setzen. Der Norweger hatte bei der jüngsten 0:2-Pleite des BVB beim VfL Bochum aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre passen müssen.
Für ihn spielte Niklas Süle, der ein Comeback zum Vergessen erlebte. Carney Chukwuemeka war bereits unter der Woche gegen Sporting Lissabon wieder Teil des Spieltagskaders, ist aber wohl keine Option für die Start-Aufstellung des BVB gegen Union Berlin. Im Bereich des Möglichen liegt ein Kurzeinsatz.
Sichere Ausfälle gibt es bis auf Felix Nmecha keine bei den Schwarzgelben. Viele Wechsel in der Anfangsformation zeichnen sich daher nicht ab.
BVB-Aufstellung gegen Union Berlin: Julian Ryerson ersetzt voraussichtlich Niklas Süle
Vor Torhüter Gregor Kobel werden wohl erneut Emre Can und Nico Schlotterbeck die Innenverteidigung bilden. Als Linksverteidiger wird voraussichtlich Daniel Svensson agieren und auf der rechten Seite Julian Ryerson.
Marcel Sabitzer und Pascal Groß werden dann das zentrale Mittelfeld in der BVB-Aufstellung gegen Union abdecken. Davor bleibt Julian Brandt auf der Spielmacher-Position.
BVB-Aufstellung gegen Union Berlin: Der Startelf-Tipp von RUHR24
Auch in der Offensive drängen sich keine Wechsel auf, zumal Kovac in den vergangenen Spielen nur äußerst sporadisch Änderungen in der Startelf vorgenommen hat. Somit sind in der BVB-Aufstellung gegen Union wieder Karim Adeyemi und Jamie Gittens auf den Flügeln zu erwarten, ebenso wie Serhou Guirassy im Sturm.
RUHR24 tippt daher auf diese Startelf von Borussia Dortmund gegen Union Berlin:
Ist das BVB-Pferd gegen Sporting Lissabon nur so hoch gesprungen, wie es musste? Ausgerechnet der Kapitän befeuert eine altbekannte Dortmund-Debatte.
Dortmund – Kein Gegentor, eine Runde weiter und weitere Millionen-Einnahmen garantiert: Nüchtern betrachtet dürfte Borussia Dortmund mit dem Einzug ins Champions-League-Achtelfinale zufrieden sein. Aufgrund des 3:0 im Hinspiel reichte dem BVB im Rückspiel gegen Sporting Lissabon ein 0:0. Also alles gut im schwarz-gelben Rund? Mitnichten.
BVB-Kapitän Emre Can sorgt für Aufsehen: Niko Kovac ist irritiert
„Ich wollte hier das erste Spiel in diesem Stadion gewinnen, das waren meine Ambitionen“, sagte Niko Kovac am späten Mittwochabend (19. Februar). Seine Premiere als Trainer von Borussia Dortmund war knapp zwei Wochen zuvor im Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (1:2) misslungen. Nun also erneut kein Sieg in heimischen Gefilden.
Dabei hatte der BVB nach der Derby-Pleite in Bochum (0:2) am Wochenende zuvor Wiedergutmachung versprochen. Die Niederlage und das Auftreten an sich seien „sehr kritisch miteinander besprochen“ worden, sagte Sebastian Kehl gegenüber DAZN.
Ehe die Partie gegen Sporting Lissabon angepfiffen wurde, kündigte der Sportdirektor des BVB vollmundig an: „Das wird in der Form auch nicht mehr passieren, das hat der Trainer auch gesagt.“
BVB-Enttäuschung gegen Sporting Lissabon: Julian Brandt ist betroffen
Immerhin verloren die Schwarz-Gelben anschließend nicht und blieben ohne Gegentor. Defensiv ließ der strauchelnde Bundesligist gegen den portugiesischen Tabellenführer nichts zu. Doch das war es dann schon mit den guten Nachrichten.
Das Spiel sei eine „persönliche Enttäuschung“ gewesen, sagte selbst ein betroffener Julian Brandt nach dem BVB-Rückspiel gegen Sporting Lissabon. „Wir haben uns schon vorgenommen, den Fans schöne Momente zurückzugeben. Das haben wir heute nicht geschafft.“
BVB-Kapitän Emre Can irritiert DAZN-Moderatorin Laura Wontorra
Vor dem Hintergrund wirkt eine Aussage von Emre Can umso irritierender. „Wir haben nicht mehr gemacht als nötig“, leitete der Kapitän von Borussia Dortmund seine Analyse nach der Partie gegenüber DAZN ein.
Zwar ergänzte der polyvalent einsetzbare Defensivspieler, dass „wir lernen müssen, diese Spiele zu gewinnen“ und dass „wir lernen müssen, Mentalität reinzukriegen, dass wir solche Spiele gewinnen“. Gleichzeitig schob er zwischendurch ein, dass 0:0 ein „gutes Ergebnis“ sei.
Nach dem Interview griff Moderatorin Laura Wontorra irritiert die Aussage auf und fragte den Experten Sebastian Kneißl: „Ist das die richtige Antwort auf das Bochum-Spiel?“ Ihr Gegenüber wies zwar auf den sehr defensiv eingestellten Gegner hin, stellte die weiterhin kritisch guckende Wontorra mit seinen Worten aber nicht zufrieden. Und nicht nur bei der Moderatorin hinterließ Cans Analyse Fragezeichen.
BVB-Trainer Niko Kovac widerspricht Kapitän Emre Can
„Wenn man 0:0 spielt, dann ist das richtig. Er hat als Kapitän das Recht, Verantwortung zu übernehmen und muss das auch. Ich sehe das aber nicht so ganz, dass wir nur das gemacht haben, was wir machen wollten. Wir wollten das Spiel gewinnen“, antwortete Niko Kovac auf seinen BVB-Anführer angesprochen.
Hier dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Insbesondere vor dem Hintergrund der seit mittlerweile Jahren geführten Debatte über die richtige Mentalität. Für Kritiker waren Cans Worte Wasser auf ihren Mühlen.
Der BVB klammert sich an den Glauben an Besserung. Doch damit liegt Trainer Niko Kovac falsch – und nicht nur bei diesem Ansatz.
Kaum im Amt, schon hätte Niko Kovac in die Historie von Borussia Dortmund eingehen können. Mit einem Erfolg gegen Sporting wäre für den BVB der höchste Gesamtsieg in einer K.o-Runde der Champions League gestanden. Stattdessen gab’s gegen biedere und ersatzgeschwächte Portugiesen ein ebenso biederes 0:0, das ein weiteres Mal aufzeigte, wie unheimlich schwach die Westfalen seit Wochen auftreten.
“Wir versuchen, auch heute das Positive mitzunehmen. Müssen wir”, sagte Kapitän Emre Can bei DAZN. Auch Kovac klammerte sich an den Glauben, dass demnächst alles besser würde. “Ich bin guter Dinge, dass die Jungs in den nächsten Spielen durch gute Ergebnisse auch mehr Selbstvertrauen bekommen. Ich glaube daran – ich als Trainer muss auch daran glauben.”
Ist das BVB-Pferd gegen Sporting Lissabon nur so hoch gesprungen, wie es musste? Ausgerechnet der Kapitän befeuert eine altbekannte Dortmund-Debatte.
Dortmund – Kein Gegentor, eine Runde weiter und weitere Millionen-Einnahmen garantiert: Nüchtern betrachtet dürfte Borussia Dortmund mit dem Einzug ins Champions-League-Achtelfinale zufrieden sein. Aufgrund des 3:0 im Hinspiel reichte dem BVB im Rückspiel gegen Sporting Lissabon ein 0:0. Also alles gut im schwarz-gelben Rund? Mitnichten.
BVB-Kapitän Emre Can sorgt für Aufsehen: Niko Kovac ist irritiert
„Ich wollte hier das erste Spiel in diesem Stadion gewinnen, das waren meine Ambitionen“, sagte Niko Kovac am späten Mittwochabend (19. Februar). Seine Premiere als Trainer von Borussia Dortmund war knapp zwei Wochen zuvor im Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (1:2) misslungen. Nun also erneut kein Sieg in heimischen Gefilden.
Dabei hatte der BVB nach der Derby-Pleite in Bochum (0:2) am Wochenende zuvor Wiedergutmachung versprochen. Die Niederlage und das Auftreten an sich seien „sehr kritisch miteinander besprochen“ worden, sagte Sebastian Kehl gegenüber DAZN.
Ehe die Partie gegen Sporting Lissabon angepfiffen wurde, kündigte der Sportdirektor des BVB vollmundig an: „Das wird in der Form auch nicht mehr passieren, das hat der Trainer auch gesagt.“
BVB-Enttäuschung gegen Sporting Lissabon: Julian Brandt ist betroffen
Immerhin verloren die Schwarz-Gelben anschließend nicht und blieben ohne Gegentor. Defensiv ließ der strauchelnde Bundesligist gegen den portugiesischen Tabellenführer nichts zu. Doch das war es dann schon mit den guten Nachrichten.
Das Spiel sei eine „persönliche Enttäuschung“ gewesen, sagte selbst ein betroffener Julian Brandt nach dem BVB-Rückspiel gegen Sporting Lissabon. „Wir haben uns schon vorgenommen, den Fans schöne Momente zurückzugeben. Das haben wir heute nicht geschafft.“
BVB-Kapitän Emre Can irritiert DAZN-Moderatorin Laura Wontorra
Vor dem Hintergrund wirkt eine Aussage von Emre Can umso irritierender. „Wir haben nicht mehr gemacht als nötig“, leitete der Kapitän von Borussia Dortmund seine Analyse nach der Partie gegenüber DAZN ein.
Zwar ergänzte der polyvalent einsetzbare Defensivspieler, dass „wir lernen müssen, diese Spiele zu gewinnen“ und dass „wir lernen müssen, Mentalität reinzukriegen, dass wir solche Spiele gewinnen“. Gleichzeitig schob er zwischendurch ein, dass 0:0 ein „gutes Ergebnis“ sei.
Nach dem Interview griff Moderatorin Laura Wontorra irritiert die Aussage auf und fragte den Experten Sebastian Kneißl: „Ist das die richtige Antwort auf das Bochum-Spiel?“ Ihr Gegenüber wies zwar auf den sehr defensiv eingestellten Gegner hin, stellte die weiterhin kritisch guckende Wontorra mit seinen Worten aber nicht zufrieden. Und nicht nur bei der Moderatorin hinterließ Cans Analyse Fragezeichen.
BVB-Trainer Niko Kovac widerspricht Kapitän Emre Can
„Wenn man 0:0 spielt, dann ist das richtig. Er hat als Kapitän das Recht, Verantwortung zu übernehmen und muss das auch. Ich sehe das aber nicht so ganz, dass wir nur das gemacht haben, was wir machen wollten. Wir wollten das Spiel gewinnen“, antwortete Niko Kovac auf seinen BVB-Anführer angesprochen.
Hier dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Insbesondere vor dem Hintergrund der seit mittlerweile Jahren geführten Debatte über die richtige Mentalität. Für Kritiker waren Cans Worte Wasser auf ihren Mühlen.
Neuer Trainer, alte Sorgen bei Borussia Dortmund. Auch im vierten Spiel unter der Regie von Niko Kovač konnte Borussia Dortmund am Mittwoch beim Champions-League-Spiel gegen Sporting Lissabon (0:0) nicht überzeugen. In der Bundesliga setzte es mit Kovač an der Seitenlinie schon zwei Niederlagen. Vor allem beim Gastspiel in Bochum (0:2) am vergangenen Samstag zeigte der BVB eine schwache Leistung und wurde danach von der Fußball-Öffentlichkeit stark kritisiert. Gegen die Portugiesen folgte nur vier Tage später der erneute Dämpfer.
Schon unter Nuri Sahin hatte der BVB in dieser Saison teils unerklärliche Auftritte hingelegt und auf Siege meist mit krachenden Niederlagen reagiert. Auch dafür wurde vor kurzem Niko Kovač als Trainer installiert. Er soll die wacklige BVB-Mannschaft stabilisieren und die Saison möglichst ruhig und erfolgreich zu Ende bringen. Davon ist der 53-Jährige allerdings aktuell weit entfernt.
Dennoch verfestigt sich nach vier Spielen unter Kovačs Regie langsam der Eindruck auf welche Spieler der Deutsch-Kroate setzt – und auf welche nicht. Bislang rotierte Kovač in den Spielen auffällig wenig, um eine Achse entwickeln zu können. Deshalb gibt es bereits jetzt einige prominente Härtefälle, die sich momentan hintenanstellen müssen. Sports Illustrated erklärt, welche BVB-Stars Kovač jetzt aussortiert.
BVB: Kovač sortiert Anton und Yan Couto aus
Allen voran Innenverteidiger Waldemar Anton gilt als erstes Opfer der Kovač-Amtszeit. Da der Trainer auf Kapitän Emre Can auf der zentralen Abwehrposition baut und Nico Schlotterbeck sowieso gesetzt ist, kommt der 28-Jährige aktuell nicht zum Zug und stand nur in einem Spiel unter Kovač in der Startelf. Da auch Niklas Süle, der sowohl Rechts- als auch Innenverteidiger spielen kann, von seiner Verletzung zurück ist, dürften sich die Aussichten des Ex-Stuttgarters auf absehbare Zeit kaum verbessern.
Wie Anton wurde auch Rechtsverteidiger Yan Couto im vergangenen Sommer für eine Ablöse jenseits der 20-Millionen-Marke verpflichtet. Unter Nuri Sahin kam der technisch versierte Brasilianer noch regelmäßig zum Einsatz, unter Kovač spielte er dagegen insgesamt nur 27 Minuten – und leistete sich beim Kurzeinsatz in Bochum auch noch einen schlimmen Fehlpass, der fast zum 0:3 führte. Auf seiner Position ist Julian Ryerson gesetzt, auch Niklas Süle steht im internen Ranking vor ihm. Couto droht damit, zum Transfer-Flop zu verkommen.
Doch auch andere Stars stehen auf der Kippe und werden in den kommenden Wochen von Niko Kovač genau beobachtet. So sind auch die Leistungen von Julian Brandt, Marcel Sabitzer und Karim Adeyemi zu unbeständig. Sobald sich aus der zweiten Reihe Kandidaten, wie beispielsweise Neuzugang Carney Chuwuemeka, aufdrängen, dürften sie ihre Chance erhalten – und weitere Stars könnten bald zu den nächsten Kovač-Opfern zählen.
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Eigentlich müsste Borussia Dortmunds neuer Trainer Niko Kovac so etwas wie eine Berliner Fußball-Ikone sein. Tatsächlich aber wird der 53-Jährige selten mit der Hauptstadt verbunden. Auch, weil viel aussagt, wie wenig er sagt. Von Ilja Behnisch
Über Niko Kovac, Trainer von Union Berlins kommendem Gegner Borussia Dortmund (22. Februar, 18:30 Uhr), lässt sich viel lesen dieser Tage. Seit zwei Bundesliga-Spieltagen ist der 53-Jährige nun für die Profis des Ballspielverein 09 verantwortlich. Beide gingen verloren. Das hatte es 1984 zuletzt gegeben, unter Timo Konietzka, der zwar ein grandioser Spieler war, als Trainer allerdings eher glücklos agierte.
IMAGO / Contrast
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Auch Niko Kovac war ein herausragender Spieler. Ein 83-facher Nationalspieler Kroatiens, der bei Bayern München, Bayer Leverkusen und dem Hamburger SV unter Vertrag stand, als das noch als Auszeichnung zu verstehen war. Also was den HSV angeht. Doch anders als Konietzka konnte der ehemalige Sechser sein Können auf höchstem Niveau ins Trainerfach übertragen. Er betreute Kroatien bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien und formte Eintracht Frankfurt von einem Abstiegskandidaten zum DFB-Pokalsieger 2018.
Er wurde von den Bayern abgeworben, holte sofort das Double und war damit der erste überhaupt, dem dieses Kunststück sowohl als Spieler als auch als Trainer gelang. Er trainierte erfolgreich in Monaco und weniger erfolgreich in Wolfsburg. Jetzt also soll er die zum Murks neigende Saison der Dortmunder retten.
“Ein Führungsspieler im besten Sinne”
Die einen trauen ihm das zu. Vor allem, weil Kovac als Disziplin-Fanatiker gilt, der viel von harter Arbeit hält. Die anderen halten ihn nun genau deshalb für den falschen. Weil das zu wenig Profil sei für einen so großen Klub. Dass in der Beurteilung des Trainers Niko Kovac vermutlich beides zu kurz greift, sagt viel über die Debatten-Kapazität von Fußball-Fans aus. Aber auch etwas über Niko Kovac. Der sich nie etwas daraus gemacht hat, ein anderes Bild von sich zu zeichnen als jenes, das nun also in der Welt ist.
Die Karriere von Niko Kovac
Als Spieler
Rapide Wedding (-1989)
Hertha 03 Zehlendorf (1989-1991)
Hertha BSC (1991-1996)
Bayer Leverkusen (1996-1999)
Hamburger SV (1999-2001)
Bayern München (2001-2003)
Hertha BSC (2003-2006)
FC RB Salzburg (2006-2009)
Als Trainer
RB Juniors (2009-2011)
Kroatien U21 (2013)
Kroatien (2013-2015)
Eintracht Frankfurt (2016-2018)
Bayern München (2018-2019)
AS Monaco (2020-2021)
VfL Wolfsburg (2022-2024)
Borussia Dortmund (2025-)
Und es ist ja auch kein falsches. So sagt etwa der Ex-Herthaner Malik Fathi (41), der heute Co-Trainer beim VfB Stuttgart ist und immerhin 58 Mal mit Niko Kovac zusammen für Hertha BSC aufgelaufen ist zwischen 2003 und 2006, die drei Eigenschaften, die er mit Kovac verbinde, seien: “Ehrgeizig, professionell, seriös.” Ein Führungsspieler im besten Sinne sei Kovac gewesen, ein Leadertyp. Mit hohen Anforderungen, auch an seine Mitspieler. Aber immer sympathisch, immer mit gesundem Maß. Als angenehm habe er ihn wahrgenommen, sagt Fathi. Vielleicht auch, weil Kovac ihm einst eine Dummheit verzieh.
Lobende Worte auch von Kevin-Prince Boateng
Mit seinem ersten Leasing-Auto als Jung-Profi (ein himmelblaues CLK-Cabriolet) sei Fathi beim Ausparken “gedankenverloren” gegen den Porsche von Kovac gefahren. “Da hatte ich ein bisschen Schiss”, so Fathi in Erinnerung an den Moment, in dem der Youngster dem Leitwolf der damaligen Hertha-Mannschaft sein Malheur zu gestehen hatte. Der habe dann, so Fathi, aber “verständnisvoll Kritik geübt”.
Es passt zum Trainer Kovac, der sich jüngst auch nach schmalen Leistungen seiner Dortmunder Spieler vor diese stellte. Zwar gibt es auch anders lautende Einzelmeinungen wie jene von Max Kruse, der von Kovac in Wolfsburg schnell aussortiert wurde und der nun keine Gelegenheit auslässt, Kovac als eine Art Steinzeit-Hardliner zu diskreditieren. Allerdings war Kovac nun beileibe nicht der einzige Trainer in der Karriere von Max Kruse, der mit der Arbeitseinstellung von Max Kruse wenig anzufangen wusste.
Ein anderer, nicht ganz pflegeleichter Ex-Profi hingegen ist voll des Lobes. Er könne es jedem Spieler der Welt nur ans Herz legen, unter Niko Kovac zu trainieren, sagte Kevin-Prince Boateng einmal, denn der “macht jeden Spieler besser”. Das könne zwar in “harte Arbeit ausarten”, würde sich aber lohnen.
Kovac fühlt sich als Kroate
Dabei darf das Boateng-Lob kein Stück verwundern. Denn Kovac und er teilen mehr als sie voneinander unterscheidet. Sie erzählen ihr Leben nur anders.
Zwar trennen die beiden 16 Lebensjahre. Und doch nur eine Straße. Beide sind groß geworden im Wedding. Kovac in der Turiner Straße. Boateng in der Malplaquestraße. Und während sich die Boateng-Brüder ihre Nachmittage auf dem “Panke”-Bolzplatz um die Füße und daraus später werbeträchtige “Geboren auf Beton”-Slogans schlugen, zog es Niko und seinen Bruder Robert auf einen Platz in der Ruhestraße, die ihrem Namen nicht gerade Ehre macht, aber gut zu Kovac passt.
Er habe sich nie als Ausländer oder fremd gefühlt, sagte der Sohn zweier Immigranten einmal. Und doch “immer als Kroate”. Vielleicht hat Kovac auch deshalb nie berlinert. Oder auch nur den Anschein gemacht, aus Berlin zu kommen. Man kann es nur vermuten. Viel über sich erzählt hat Kovac nie. Was man weiß: Abitur mit 2,9. Die spätere Frau auf dem Schulhof kennengelernt. Eine Tochter. Und sonst?
Es müssen andere herhalten, um von ihm zu erzählen. So wie der Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe, der einst zusammen mit Bruder Robert Kovac bei Rapide Wedding spielte. Der drei Jahre jüngere Robert sei der “technisch bessere gewesen, Niko dafür cleverer. Ein echter Anführer und Stratege, das war damals schon zu sehen”, so Gräfe einst gegenüber dem Berliner Tagesspiegel.
Ein Wechsel für 100 D-Mark
Dass Niko, damals neun, und Robert bei Rapide landen, ein Verein, der inzwischen längst aufgelöst wurde, war allerdings weniger strategisch geplant, als einem Zufall zu verdanken. Zusammen mit ihrem Vater Mato spielten die Brüder im Park. Rapide-Trainer Andreas Beese, der auch Jerome Boateng und Maximilian Philipp entdeckt hat, sah ihnen zu und lud zum Training ein.
Später teilte er seine Erinnerung an diesen Moment mit der Süddeutschen Zeitung: “Wie sie sich beim Eins-gegen-eins gegenüberstanden: Da gab es keine Geschwisterliebe. Man beobachtet, was passiert, wenn sie den Ball verlieren. Die sind volles Tempo gegangen. Die wollten ihr Spielzeug wiederhaben.”
Der Rest ist Geschichte. Und ein Teil davon auch, dass es immerhin 100 D-Mark waren, die der Klub aus Ausbildungsentschädigung erhielt, als Kovac 1989 schließlich zu Hertha 03 Zehlendorf weiterzog, damals Berlins Talente-Schmiede schlechthin. Dann folgte Hertha BSC. Dann die große Welt.
“Wir haben das nötige Glück gehabt, meist zu richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein”, hat Niko Kovac einmal gesagt. In Dortmund werden sie hoffen, bald mit gemeint zu sein. Egal, was man so liest derzeit.
Die Niederlage von Borussia Dortmund gegen Bochum warf Fragen auf. Fragen danach, wie es mit dieser Mannschaft noch weiter gehen soll. Ob sie jetzt das gesamte internationale Geschäft verpasst. Und Fragen nach der Führungsstärke der eigentlichen Anführer.
Nach Abpfiff herrschte kollektives Schweigen. Die Profis duckten sich weg, niemand sprach in der Mixed Zone mit den wartenden Reportern. Hatte Niko Kovac die Spieler von Borussia Dortmund zunächst noch in Schutz genommen, greift er wenige Tage später durch.
Borussia Dortmund: Kovac mit Ankündigung
Für viele Fans kam das Schweigen der Spieler einer Bankroterklärung gleich. Niemand übernahm Verantwortung, niemand schlug mit der Faust auf den Tisch, niemand lieferte auch nur irgendeine Erklärung. Der BVB ließ den nächsten Tiefpunkt einer frustrierenden Saison einfach so über sich ergehen.
+++ Blankes Entsetzen bei den Fans! DAS sagt alles über die Krise aus +++
Zumindest das traurige Nachspiel soll so nie wieder vorkommen. Dafür will Kovac jetzt persönlich sorgen. „Das ist etwas, das nicht gut gelaufen ist“, formulierte der Trainer von Borussia Dortmund vor dem Spiel gegen Sporting Lissabon deutlich.
„Aber dafür werden der Sven[Pressesprecher Westerschulze; Anm. d. Red] und ich in Zukunft sorgen, dass das dementsprechend passiert“, kündigt er an. Ein solches Schweigen bei Interviews soll es künftig also nicht mehr geben.
Kovac bittet um Entschuldigung
Dennoch wirbt Kovac auch um Verständnis für seine Spieler. „Ich bitte um Nachsicht“, sagte er. „Wenn man erfolgreich ist, dann freut man sich über positive Kritik. Wenn nicht, dann ist es eben die negative. Aber das werden wir mit Sicherheit besser machen“, so Kovac. Denn sich den Fragen zu stellen, gehöre nun mal dazu.
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Am liebsten würden es bei Borussia Dortmund ohnehin alle sehen, wenn es gar keinen Grund für negative Kritik gebe und man die Bundesliga-Saison noch herumreißen kann. Doch weil man auf Platz 11 angewurzelt es, muss erstmal die gute alte Tante Champions League wieder für positive Highlights sorgen.
Die Krise von Borussia Dortmund spitzt sich zu. Doch der neue Trainer Niko Kovac setzt weiterhin vor allem darauf, seine strauchelnde Mannschaft irgendwie starkzureden. Dabei sehen immer mehr Kritiker strukturelle Ursachen.
Es gibt nicht viel, worauf sich Fans und Wegbegleiter von Borussia Dortmund in der laufenden Saison verlassen können. Eines aber, versprach Niko Kovac, werde am Mittwoch, wenn seine Mannschaft gegen Sporting Lissabon um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League spielt (18.45 Uhr/live DAZN), garantiert nicht passieren: dass Spieler erneut schweigen werden.
Sie werden sich nicht wie nach der 0:2-Niederlage beim VfL Bochum einfach so in den Feierabend verabschieden können. Am Samstag hatten die BVB-Profis abgesehen von den Fernsehinterviews, zu denen sie verpflichtet waren, nicht mit den wartenden Journalisten gesprochen.
„Unser Pressesprecher Sven Westerschulze und ich werden dafür sorgen, dass das in Zukunft wieder anders ist. Unsere Spieler werden sich euren Fragen stellen“, sagte der Dortmunder Trainer am Dienstag auf der Pressekonferenz vor dem Rückspiel in der Play-off-Runde gegen den portugiesischen Meister. Das Hinspiel vor einer Woche hatte der BVB 3:0 gewonnen. Da hatte Kovac noch geglaubt, die quälend lange Krise der Mannschaft, die er erst vor gut zwei Wochen übernommen hatte, sei beendet. Er sollte sich irren.
„Das Entscheidende im Leben ist, nach Niederlagen immer wieder aufzustehen. Manchmal braucht man dafür etwas länger“, erklärte Kovac. Auf die kickenden Angestellten seines neuen Arbeitgebers trifft das definitiv zu. Auf nahezu jeden vermeintlichen Aufwärtstrend folgt prompt der nächste Rückschlag. In Bochum ließ die Mannschaft nahezu alles vermissen: Entschlossenheit, Stabilität – und vor allem Haltung.
BVB mit individuellen Patzern
Die Ursache dafür, dass es einfach nicht gelingen will nachhaltig in Spur zu finden, sieht Kovac immer noch im mentalen Bereich – zumindest sagt er es so. „Wir machen nur wenige Fehler, aber die sind von der Auswirkung her immens“, erklärte der 53-Jährige. Dem ist kaum zu widersprechen. Gegen den VfB Stuttgart, dem ersten Spiel unter Leitung von Kovac, war es Waldemar Anton, der mit einem verunglückten Rückpass auf Torhüter Gregor Kobel eine Großchance des Gegners ermöglicht hatte. Später war dem Innenverteidiger ein Eigentor unterlaufen. Dortmund verlor 1:2. In Bochum war es Niklas Süle, der das zweite Gegentor verschuldete. Mit diesen individuellen Patzern brach dann das Selbstvertrauen der kompletten Mannschaft zusammen.
„Unsere Spieler haben wirklich eine hohe Qualität – aber derzeit ist der Kopf der ausschlaggebende Faktor“, so Kovac. Er werde sich deshalb nicht in die Runde der zunehmenden Kritiker einreihen, die wahlweise den Profis ihre Qualität oder ihre Mentalität absprechen – oder aber sagen, die Mannschaft sei falsch zusammengestellt worden. Letzteres hatte pikanterweise Ralf Rangnick getan – mit dem die BVB-Verantwortlichen vor der Verpflichtung von Kovac ein Gespräch über eine mögliche Zusammenarbeit geführt hatten.
„Die Vorstellung, dass die Spieler in Dortmund plötzlich eine schlechte Mentalität haben und gerne Spiele verlieren, glaube ich einfach nicht“, hatte der Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft bei WELT TV gesagt. Er sehe die Ursache woanders. „Man hat den Kader einfach nicht mehr stringent nach irgendeiner vorgestellten Spielweise zusammengestellt“, so Rangnick. Das wiederum ist eine Ohrfeige für die BVB-Verantwortlichen, für Sportchef Lars Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl.
Insofern bleibt Kovac auch nicht viel anderes übrig, als weiterhin den Eindruck zu vermitteln, es liege an der Verunsicherung der Spieler, dass der BVB in 2025 fünf von sieben Bundesligaspielen verloren hat. Seine vordringlichste Aufgabe sei es, Selbstvertrauen zu vermitteln. Dies versuchte Kovac bislang auch, indem er dreimal die nahezu identische Startelf auf den Rasen schickte. Er reagierte lediglich auf Verletzungen oder Sperren.
Sabitzer nur auf der Bank?
Gut möglich, dass er auch gegen Sporting wieder so verfahren wird. Zumal Rami Bensebaini, der im Hinspiel ausgefallen war, und der angeschlagene Winterzugang Carney Chukwuemeka, immer noch nicht in der Lage scheinen, um über die volle Distanz zu gehen. Allerdings könnte eine ähnliche Formation wie in Bochum auch Wasser auf die Mühlen der Kritiker sein, die Kovac dies als fehlende Konsequenz auslegen dürften.
Ein Kandidat für die Bank könnte vor allem Marcel Sabitzer sein. Der Mittelfeldspieler, der in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit zu den Leistungsträgern gehörte, spielt eine auffällig schwache Saison. Er sei im Gegensatz zu seinen Spielen in der österreichischen Nationalelf „fast nicht wiederzuerkennen“, hatte Rangnick gesagt. In diesem Punkt ist er sich mit Kovac einig. Der BVB-Trainer hatte Sabitzer am Samstag in Bochum bereits zu Halbzeit ausgewechselt. Allerdings ohne jeglichen positiven Effekt.
Borussia Dortmund empfängt Sporting Lissabon zum Rückspiel in der Königsklasse. Für die BVB-Aufstellung gibt es gleich mehrere gute Nachrichten.
Dortmund – Am Mittwochabend (19. Februar, 18.45 Uhr) will Borussia Dortmund gegen Sporting Lissabon den Einzug ins Achtelfinale der Champions League perfekt machen. Die Chancen dafür stehen nach dem 3:0-Erfolg im Hinspiel mehr als gut. Mut macht zudem der Blick auf das zur Verfügung stehende Personal.
BVB-Aufstellung gegen Sporting: Zwei gute Nachrichten für Niko Kovac
Wie Trainer Niko Kovac auf der Pressekonferenz am Dienstag (18. Februar) auch gegenüber RUHR24 verriet, stehen für die BVB-Aufstellung gegen Sporting fast alle Profis bereit. Lediglich Felix Nmecha steht weiterhin nicht zur Verfügung.
Im Vergleich zur 0:2-Niederlage des BVB beim VfL Bochum gibt es also drei Rückkehrer. Julian Ryerson, der in der Bundesliga gesperrt fehlte und Ramy Bensebaini sowie Neuzugang Carney Chukwuemeka, die verletzungsbedingt zuletzt kürzertraten, sind wieder dabei.
Beide nahmen am Abschlusstraining am Dienstagvormittag teil. Für die Startelf reicht es nach Einschätzung von Kovac allerdings noch nicht für sie. Dennoch wird der Übungsleiter mit Blick auf den Vorsprung wohl auf der einen oder anderen Position einen Wechsel vornehmen. Gleichwohl kündigte er aber an, keine XXL-Rotation durchführen zu wollen.
BVB-Aufstellung gegen Sporting: Julian Ryerson vor Startelf-Rückkehr
Einen möglichen Wechsel könnte es in der Viererkette vor Torhüter Gregor Kobel geben. Hier dürfte Julian Ryerson Niklas Süle in der BVB-Aufstellung gegen Sporting ersetzen. Der 29-Jährige zeigte bei seinem Comeback in Bochum eine schwache Vorstellung.
Im Abwehrzentrum deutet vieles daraufhin, dass erneut Emre Can und Nico Schlotterbeck starten werden, ebenso wie Daniel Svensson auf der linken Seite.
BVB-Aufstellung gegen Sporting: Kriegt Giovanni Reyna seine Chance?
Im defensiven Mittelfeld werden wohl wie gehabt Marcel Sabitzer und Pascal Groß auflaufen. Davor könnte Kovac gleich zwei Änderungen in der BVB-Aufstellung gegen Sporting vornehmen.
Es scheint denkbar, dass Giovanni Reyna nun seine Chance von Beginn an bekommt. Für ihn müsste Julian Brandt auf der Spielmacherposition weichen.
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BVB-Aufstellung gegen Sporting: Der Startelf-Tipp von RUHR24
Zudem könnte Maximillian Beier für Jamie Gittens in die Anfangsformation rutschen. Der Engländer wirkte zuletzt ein wenig überspielt. Auf der rechten Seite bzw. im Angriff dürfte mit Karim Adeyemi und Serhou Guirassy alles beim Alten bleiben.
RUHR24 tippt daher auf diese Startelf von Borussia Dortmund gegen Sporting Lissabon: