Niklas Süle hat am Dienstagabend im Champions-League-Spiel gegen Sporting CP (3:0) sein Comeback für Borussia Dortmund gefeiert. Der Innenverteidiger, der zuletzt für zwei Monate mit einer Syndesmoseverletzung im Sprunggelenk ausgefallen war, kam in der Nachspielzeit für Neuzugang Daniel Svensson rein.
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36 Gegentore in 21 Spielen – viel zu viel! Dass Borussia Dortmund ein Abwehrproblem hat, weiß jeder. Genau dort gibt es nun aber schlechte Nachrichten.
Mit Julian Ryerson und Ramy Bensebaini fallen bei Borussia Dortmund beide Spieler der zuletzt eingespielten Außenverteidiger-Zange beim Auswärtsspiel in Bochum (Samstag, 15.30 Uhr) aus. Ersatz ist da, aber nicht ohne Manko. Wie reagierte Niko Kovac?
Borussia Dortmund: Bittere Kunde für Kovac
Dass Julian Ryerson dem BVB beim Revierduell fehlen wird, war klar. Emotional aufgeladen fing er sich beim 1:2 in Stuttgart einen Platzverweis ein, mit Gelbrot vom Platz muss er nun auch in Bochum zuschauen. Umso wichtiger wäre die Rückkehr von Ramy Bensebaini gewesen. Der Algerier laborierte an einer Muskelverhärtung. In Dortmund war man zuversichtlich, dass er nur in Lissabon passen muss und im Ruhrstadion wieder fit ist. Doch man irrte sich.
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Bensebaini muss weiter passen. „Die Verhärtung ist zwar auf dem Weg der Besserung, aber noch nicht so, dass er ein Bundesliga-Spiel bestreiten kann“, gibt Kovac Einblick in den Stand der Muskelproblematik. Und die wird damit auch für ihn zur Problematik. Ryerson und Bensebaini – die beiden haben sich in dieser Saison als die unangefochtenen Stammkräfte auf den Außenverteidiger-Positionen etabliert. Nun fallen beide aus. Ersatz steht zwar bereit, bringt aber Probleme mit sich.
Stamm-Duo fällt aus
Links dürfte die Wahl auf Daniel Svensson fallen. Der hat in Lissabon ein erstklassiges Startelf-Debüt hingelegt und damit Werbung für mehr Einsätze gemacht. Doch der Schwede ist nicht nur nagelneu beim BVB und noch nicht richtig ins Team integriert – er kam auch ohne Spielpraxis. In Dänemark, wo er zuletzt spielte, endete die Saison bereits am 2. Dezember.
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Auf der anderen Seite muss wohl Sorgenkind Yan Couto ran. Im Sommer für satte 25 Millionen Euro geholt, ist der Brasilianer beim BVB noch gar nicht angekommen (hier mehr). Ein unglücklicher Auftritt reihte sich an den anderen, wodurch er immer mehr auf der Bank Platz nehmen musste und unter Tullberg und Kovac praktisch gar nicht mehr zum Einsatz kam.
Timo Horn: Er kommt für Bochum im Duell gegen den BVB zum Einsatz. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Max Vincen/imago)
Krankheitsbedingt muss der VfL Bochum gegen Dortmund zwischen den Pfosten umplanen. Durch den Ausfall von Stammtorhüter Drewes feiert ein erfahrener Bundesliga-Keeper sein Debüt für den Letzten.
Der VfL Bochum muss im Revierderby gegen Borussia Dortmund auf wichtige Leistungsträger verzichten. Neben Torjäger Myron Boadu und mehreren Defensivspielern fällt auch Stammtorhüter Patrick Drewes kurzfristig aus. “Patrick Drewes ist erkrankt, er hat sich heute mit Fieber abgemeldet und wird nicht spielen können. Timo Horn wird also im Tor stehen”, erklärte Trainer Dieter Hecking vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr im Liveticker bei t-online).
Für Horn wird es der erste Bundesliga-Einsatz im Trikot der Bochumer. Der 31-Jährige wechselte im Sommer zum VfL, nachdem er zuvor ein halbes Jahr ohne Klub war. Zwischenzeitlich trainierte er beim österreichischen Meister RB Salzburg mit. Der ehemalige Kölner absolvierte über 200 Bundesliga-Spiele für seinen Heimatklub 1. FC Köln, ehe er den Verein 2023 verließ. Bei Bochum kam er bislang nur in Testspielen zum Einsatz.
Neben Drewes fehlen dem VfL weitere Stammkräfte: Myron Boadu fällt wegen einer Oberschenkelverletzung aus, die er sich gegen Holstein Kiel zugezogen hat. Rechtsverteidiger Felix Passlack steht nach einer Augen-OP ebenfalls nicht zur Verfügung. Zudem ist Maximilian Wittek gelbgesperrt.
Die aktuelle Saison verläuft für den BVB bisher enttäuschend. Nun hat ein Star harte Selbstkritik an der Leistung geübt.
Bereits 36 Gegentore hat Borussia Dortmund in der laufenden Bundesliga-Saison kassiert. Vor dem Champions-League-Duell gegen Sporting Lissabon ging Serhou Guirassy mit der Leistung seines Teams hart ins Gericht. Sein Coach, Niko Kovac, hatte hingegen lobende Worte für seinen Stürmer.
Eintracht Frankfurt nimmt drei Veränderungen am Kader für die K.-o.-Phase der Europa League vor. Neben Winter-Abgang Omar Marmoush müssen Eric Junior Dina Ebimbe und Igor Matanovic für ein Trio weichen, dem Oscar Höjlund nicht angehört.
Dino Toppmöller verzichtete bei seiner Nachnominierung für die Europa League auf Oscar Höjlund.
picture alliance/dpa/Revierfoto
Im Sommer stand Dino Toppmöller vor einer schweren Entscheidung. Weil die UEFA in den europäischen Wettbewerben strenge Regularien vorsieht, durfte der Trainer bei der Benennung seines Kaders für die Europa League lediglich 25 Akteure für die sogenannte Spielerliste A melden. Darauf müssen all jene Spieler eingetragen werden, die bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres nicht drei volle Spielzeiten bei Eintracht Frankfurt gespielt haben.
Leidtragender dieser Maßnahme war unter anderem Nathaniel Brown. Toppmöller sah sich dazu gezwungen, auf ein Quintett um den Neuzugang aus Nürnberg zu verzichten. Der 21-Jährige war vom SGE-Coach ebenso wie Oscar Höjlund, Krisztian Lisztes, Jens Grahl und Jerome Onguene bei der Nominierung nicht berücksichtigt worden und konnte die acht Vorrundenspiele nur von der Tribüne aus verfolgen. Eine Situation, die sich in Frankfurt nicht zum ersten Mal ergibt, in jüngerer Vergangenheit war unter anderem in Philipp Max ebenfalls ein Linksverteidiger leer ausgegangen.
Toppmöller zieht Wahi und Batshuayi vor
Vor der K.-o.-Phase konnten die Verantwortlichen bei den Hessen nun aber Änderungen am Kader vornehmen – und Brown, der sich nach holprigem Start am Main längst zur Stammkraft aufgeschwungen hat, darf sich fortan Hoffnungen auf sein Debüt in Europa machen.
Wie die SGE am Freitag bekannt gab, wurde Brown zusammen mit den beiden Winter-Neuzugängen Elye Wahi und Michy Batshuayi nachnominiert. Für das Trio wichen neben Winter-Abgang Omar Marmoush der verletzte Igor Matanovic und Eric Junior Dina Ebimbe, der in den vergangenen Monaten nur noch eine Nebenrolle bei der SGE spielte.
Erneut keine Berücksichtigung fand somit der 20 Jahre alte Höjlund, der im Sommer nach seinem Transfer zur Eintracht noch aufgrund eines Mittelfußbruches passen musste. Warum er erneut auf den Dänen verzichtet, erklärte Toppmöller auf der Spieltagspressekonferenz am Freitag.
Entscheidung gegen Höjlund ist Toppmöller “nicht leichtgefallen”
“Manchmal gibt es Situationen, die für einen Fußballer unglücklich laufen. Er wäre im Sommer schon dabei gewesen, dann hat er sich den Fuß gebrochen”, so der Trainer. “Dann ist die Situation so, dass Omar aus dem Nichts wechselt. Dann musst du den neuen Stürmer mitnehmen und es waren nur noch zwei Plätze übrig. Dann hatte sich Igor verletzt und wir haben nochmal mit einem Stürmer-Transfer reagiert – und es gab nur noch einen Platz. Und da haben wir uns aufgrund der Auswahl, die wir im Mittelfeld haben und auf der linken Seite nicht, für Nene (Brown, Anm. d. Red.) entschieden.”
“Das ist mir nicht leichtgefallen. Ich habe ihm auch gesagt, dass wir ihn sehr gerne dabeigehabt hätten”, gab Toppmöller zu, richtete den Blick aber schon positiv in die Zukunft. “Er hat eine unheimliche Wucht, er wird seinen Weg gehen und ich bin hundert Prozent überzeugt, dass er internationale Spiele mit Eintracht Frankfurt spielen wird. Auch wenn er sich da jetzt noch ein wenig gedulden muss.” Als aktueller Tabellen-Dritter stehen die Chancen gut, dass die SGE auch im kommenden Jahr in Europa vertreten sein wird.
“Es ist ein Sieg, aber es ist erst Halbzeit”, sagte Trainer Vincent Kompany nach dem 2:1-Sieg seines FC Bayern im Playoff-Hinspiel für das Achtelfinale der Champions League bei Celtic Glasgow. “Celtic verliert in Europa eigentlich sehr selten zu Hause. Von daher ist es ein guter Sieg, und wir nehmen das mit. Wir sind zu Hause auch stark und freuen uns auf den nächsten Dienstag.”
Dann steigt in der heimischen Arena das Rückspiel gegen die Schotten. Die Ausgangslage für den deutschen Rekordmeister, die Runde der besten 16 Teams zu erreichen, ist nach dem Hinspielsieg sehr gut. Sollten die Bayern weiterkommen, träfen sie im Achtelfinale auf den deutschen Meister Bayer 04 Leverkusen oder Atletico Madrid.
“Das war verdient. Wir haben alles gegeben”, sagte der überragende Bayern-Innenverteidiger Dayot Upamecano, der nach dem Abpfiff in Glasgow zum Spieler des Spiels gekürt wurde. Der Franzose hatte nicht nur in kritischen Situationen die Abwehr der Münchener zusammengehalten, sondern auch die Vorlage zum 1:0 durch Michael Olise (45. Minute) gegeben. Harry Kane erhöhte auf 2:0 (49.). Daizen Maida gelang lediglich für Celtic lediglich der Anschlusstreffer (79.). Die Bayern zeigten sich gut gerüstet für das Bundesliga-Topduell an diesem Samstag in Leverkusen.
Guirassy Torschütze und Vorbereiter
Zufrieden durfte auch Niko Kovac nach seinem ersten Sieg als Trainer von Borussia Dortmund sein. Der sportlich seit Monaten angeschlagene BVB gewann das Playoff-Hinspiel bei Sporting Lissabon mit 3:0 (0:0) und hat damit ebenfalls beste Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale.
Nach einer klaren Leistungssteigerung im zweiten Durchgang sorgten Serhou Guirassy (60. Minute), Pascal Groß (68.) und Karim Adeyemi (82.) für den verdienten Sieg des BVB. Das Rückspiel gegen Lissabon wird am Mittwoch kommender Woche (19. Februar) in Dortmund ausgetragen.
Es sei ein “überragendes Statement” gewesen, sagte Dortmunds Geschäftsführer Lars Ricken. Und auch Kovac war zufrieden: “Wir werden aus diesem Spiel sicherlich sehr viele schöne Momente mitnehmen können.” Seine Mannschaft habe “Mentalität, Körperlichkeit und Aggressivität” gezeigt. Nun komme es darauf an, den Schwung ins nächste Bundesliga-Spiel am Samstag bei Tabellenschlusslicht VfL Bochum mitzunehmen. Am vergangenen Wochenende hatten die Dortmunder bei der Premiere Kovacs als BVB-Trainer gegen den VfB Stuttgart mit 1:2 verloren.
Dortmunder Jubel um Torschütze Serhou Guirassy (2.v.r.)Bild: Thomas Haesler/Kirchner-Media/picture alliance
In der ersten Spielhälfte war den Dortmundern die Verunsicherung häufig anzumerken. In der Offensive agierte der BVB oft zu zögerlich und mutlos im Passspiel, in der Defensive packten Svensson und Co. zunächst nicht richtig zu. Weil aber auch Sporting alles andere als in Topform auftrat, entwickelte sich ein extrem zähes Spiel.
In der zweiten Halbzeit drehten die Dortmunder dann jedoch auf. Nach einer langen Flanke von Julian Brandt erzielte Guirassy per Kopf die Führung. Das 2:0 bereitete der Torjäger selbst vor. Nach Guirassys Flanke beförderte Groß den Ball aus kurzer Distanz mit dem Knie ins Tor. Adeyemi setzte mit dem 3:0 den Schlusspunkt.
Real dreht Spiel in Manchester
Manchester City muss nach der 2:3-Heimniederlage im Playoff-Hinspiel gegen Real Madrid um ein Weiterkommen in der Champions League zittern. Trotz zweimaliger Führung, jeweils durch den norwegischen Stürmerstar Erling Haaland (19., 80./Foulelfmeter) verlor die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola am Ende noch gegen den Titelverteidiger aus Spanien. Kylian Mbappé (60.), Brahim Diaz (86.) und in der Nachspielzeit Jude Bellingham (90.+2) drehten das Spiel. “Natürlich ist es jetzt hart”, sagte Guardiola: “Wir müssen uns davon erholen.”
Die Ergebnisse der Playoff-Hinspiele:
Dienstag, 11. Februar 2025: Stade Brest – Paris Saint-Germain 0:3 (0:2) Juventus Turin – PSV Eindhoven 2:1 (1:0) Manchester City – Real Madrid 2:3 (1:0) Sporting Lissabon – Borussia Dortmund 0:3 (0:0)
Mittwoch, 12. Februar 2025: FC Brügge – Atalanta Bergamo 2:1 (1:1) AS Monaco – Benfica Lissabon 0:1 (0:0) Feyenoord Rotterdam – AC Mailand 1:0 (1:0) Celtic Glasgow – Bayern München 1:2 (0:1)
2. Fußball-Bundesliga
Hohe Strafe: Darmstadt-Profi für fünf Spiele gesperrt
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Fabian Nürnberger vom Zweitligisten Darmstadt 98 erhält nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Elversberg eine harte Bestrafung, von der ein Teil zur Bewährung ausgesetzt wird.
Fabian Nürnberger vom Zweitligisten Darmstadt 98 ist nach seinem Ausraster im Heimspiel gegen die SV Elversberg für fünf Spiele gesperrt worden. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes ahndete mit dem harten Urteil gleich zwei Tätlichkeiten des 25 Jahre alten Defensivspielers, nachdem er beim 0:3 in der Vorwoche die Rote Karte erhalten hatte. Eine Sperre von drei weiteren Spielen wurde für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt.
Nürnberger hatte in der Partie zunächst Elias Baum so schwer gefoult, dass dieser verletzt vom Platz musste. Bei einer anschließenden Rudelbildung packte der bulgarische Nationalspieler den Elversberger Maximilian Rohr am Hals und schlug ihm mit der flachen Hand ins Gesicht.
Darmstadts Trainer Florian Kohfeldt hatte das Verhalten von Nürnberger im Anschluss heftig verurteilt und als “brutal dumme Aktion” bezeichnet. “Ich kritisiere sonst nie Spieler öffentlich, aber das darf ihm nie, nie wieder passieren”, sagte Kohfeldt.
Der FC Chelsea hat sich mal wieder frühzeitig ein internationales Talent gesichert. Wie Kairat Almaty am Montag bestätigte, wechselt Dastan Satpaev mit Erreichen der Volljährigkeit im Sommer 2026 zu den Blues. Dort erwartet den heute 16-Jährigen ein Fünfjahresvertrag inklusive Option auf eine weitere Saison.
Die Basisablöse beträgt dem Vernehmen nach 2,4 Millionen Euro, womit das Sturmtalent hinter dem Ex-Hannoveraner Patrick Twumasi (30; 3 Mio. Euro) zweitteuerster Abgang der kasachischen Premier Liga ist. Durch Boni kann die Summe auf bis zu 4 Mio. Euro anwachsen, dann würde Satpaev die Spitze des Rankings erklimmen.
Das Eigengewächs von Kairat Almaty überzeugte im Nachwuchsbereich mit seiner Torgefährlichkeit. Der Kapitän von Kasachstans U17 feierte bereits mit 15 Jahren und neun Monaten im Mai 2024 sein Profidebüt im Ligapokal beim deutlichen 9:0 gegen Akzhayik Uralsk – der bisher einzige Einsatz. Satpaev ist damit neben Abzal Beysebekov (32) der jüngste Spieler in der Historie von Kairat Almaty.
Beim Debüt von BVB-Neuzugang Diant Ramaj gab es für den Torhüter trotz starker Paraden eine bittere Niederlage. Doch der junge Keeper konnte bereits mit einigen spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam machen.
Diant Ramaj, der junge Torhüter von Borussia Dortmund, gab bei der 1:2-Niederlage des FC Kopenhagen gegen den 1. FC Heidenheim in der UEFA Conference League sein Debüt für die Dänen. Der 23-Jährige, der im Winter von Ajax Amsterdam nach Dortmund gewechselt und gleich an den dänischen Klub verliehen wurde, hatte in der Partie gegen seinen Jugendverein einen schwierigen Start.
Für Ramaj war der Abend besonders: Auf der einen Seite war es der erste Einsatz im Trikot seines neuen Vereins, auf der anderen Seite stand das Wiedersehen mit Heidenheim, wo er von 2018 bis 2021 in der Jugend spielte. Nach seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt und dem kurzen Aufenthalt bei Ajax, ohne dort ein Pflichtspiel zu absolvieren, erhofft sich der Torhüter viel von der Leihe nach Kopenhagen.
BVB-Keeper Ramaj soll in Kopenhagen Spielpraxis sammeln
Das Debüt verlief jedoch alles andere als ruhig. Heidenheim zeigte eine starke Leistung und konnte im zweiten Durchgang das Spiel drehen. Nach einer 1:0-Führung zur Pause trafen Thomas Keller (59.) und Tim Siersleben (85.) für die Gäste. Ramaj konnte bei beiden Gegentreffern nichts ausrichten. Dennoch konnte der junge Keeper durch seine Reaktionen in einigen Momenten glänzen: So hielt er etwa einen Schuss von Mathias Honsak nach einem Abwehrfehler und rettete in letzter Sekunde einen weiteren Versuch von Keller.
Trotz der Niederlage ist der Eindruck, den Ramaj hinterließ, positiv. Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl äußerte sich nach dem Wechsel des Torhüters zu Kopenhagen: „Diant ist ein junger deutscher Torhüter, der noch viel Entwicklungspotenzial besitzt. Spielpraxis ist für ihn aktuell das Allerwichtigste – und die wird er nun in Kopenhagen bekommen.“
Ramaj soll sich in Dänemark weiterentwickeln und bis zum Saisonende regelmäßige Spielzeit sammeln, bevor er im Sommer voraussichtlich nach Dortmund zurückkehrt. Bei den Schwarz-Gelben läuft sein Vertrag bis 2029.
Neuer Trainer, neue Wege: Niko Kovac schaut bei Borussia Dortmund unter jeden Stein und ergreift Maßnahmen, um den Klub aus der Krise zu führen.
Eine davon betrifft ein Dauer-Problem der letzten Jahre. Bei Standards ist bei Borussia Dortmund noch immer reichlich Luft nach oben. Nun wirkt es, als würde Niko Kovac eine Art Casting durchführen, um den besten Schützen zu finden.
Borussia Dortmund: Kovac sucht den Standard-Schützen
Ecken, Freistöße & Co.: Bei dem BVB seit Jahren ein Thema. Zu wenig Gefahr geht von den Standards aus, die für andere Teams eine echte Waffe sind. Im vergangenen Sommer wurde mit Alex Clapham sogar ein Standard-Spezialist für das Trainerteam verpflichtet. Doch noch immer läuft es nicht. Kovac hat das Problem offenbar erkannt. Nicht nur, dass er Clapham nun ausschließlich mit dem Einstudieren von Standardsituationen beauftragt hat. Er setzt offenbar auch auf eine ungewöhnliche Maßnahme.
+++ Borussia Dortmund: „Offener denn je“ – verlässt Kehl den BVB doch? +++
Viel hängt beim ruhenden Ball vom Schützen ab. Edin Terzic setzte auf Julian Brandt – mit äußerst überschaubarem Erfolg. Nuri Sahin setzte auf Pascal Groß – das brachte kaum Besserung. Mike Tullberg gab das Amt Julian Ryerson – ein Experiment, das funktionierte. Doch Niko Kovac will seinen Verteidiger eigentlich lieber für die Restverteidigung haben.
BVB-Casting für mehr Gefahr bei Standards
Wer also soll nun schießen? Offenbar hat sich Kovac zu einer Art Casting im Live-Betrieb entschieden. Auffällig: Beim 3:0 in Lissabon durften sich gleich vier verschiedene Spieler an den Standards versuchen. Daniel Svensson, Julian Brandt, Pascal Groß und Julian Ryerson traten die Ecken und Freistöße. Ein Tor sprang zwar bei keinem Versuch raus, dennoch strahlten die Standards mal mehr, mal weniger Gefahr aus und dürfte dem neuen Trainer erste Erkenntnisse geliefert haben.
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Bei Erzrivale Schalke sorgte ein Torwart-Casting nach ähnlichem Prinzip in der Hinrunde für Wirbel. Aber auch für Klarheit. Nun scheint Kovac beim BVB die Rosen zu verteilen. Der neue Mann für den ruhenden Ball, er soll bei Borussia Dortmund bald gefunden sein.