Die Bundesliga-Spiele aus der Samstags-Konferenz im Überblick.
Leipzig – Mainz 1:2
Blitz-Führung nach 57 Sekunden – und dann gar nichts mehr!
Leipzig geht in der ersten Spielminute durch Xavi in Führung, verliert gegen Mainz am Ende aber trotzdem verdient mit 1:2. Die Zukunft von RB-Trainer Marco Rose wird immer wackliger!
Denn: In Halbzeit zwei spielt quasi nur noch Mainz. Die Gäste drehen auf – und das Spiel innerhalb von nur sechs Minuten. Amiri und Burkardt verwandeln den Rückstand in einen 2:1-Sieg. Von Leipzig ist es spielerisch erneut ein schwacher Auftritt, nach wie vor ist keine Weiterentwicklung zu sehen – völlig passiv und ohne Ideen!
K.o. für Rose?: Mainz-Party nach Rückstand
Quelle: Bild01.03.2025
Im Kampf um die Champions-League-Plätze liegen die Lepiziger nun drei Punkte hinter den Mainzern. Vor dem Spiel wurde intern von den entscheidenden nächsten Spielen für Rose gesprochen, am Samstag wartet das nächste direkte Duell mit Freiburg. Das wird für Rose jetzt zum Endspiel!
Für Niklas Stark endete das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg bereits zur Halbzeit. Der Innenverteidiger von Werder Bremen blieb angeschlagen in der Kabine. Für ihn kam Anthony Jung in die Partie, wodurch Miloš Veljković ins Zentrum der Dreierkette rückte.
LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren
Der größte Bulle ist noch da Elefantenschieber Ricken bekommt beim BVB heiße Füße
28.02.2025, 13:12 Uhr
Lars Ricken baut Borussia Dortmund um und löst Baustellen auf. Lange Zeit farblos, greift der Champions-League-Held von 1997 in diesen Wochen mit Personalentscheidungen und klaren Ansagen knallhart durch. Noch aber hat er seine Ziele nicht erreicht.
Manchmal sieht sich Lars Ricken noch so, wie er in Übergröße auf einem mächtigen Betonpfeiler der Südtribüne abgebildet ist. Champions-League-Finale, 25 Meter vor dem Tor von Juventus Turin, der Kopf oben, Angelo Peruzzi zu weit draußen. “So wie ich als Spieler Lust auf die Herausforderung hatte, so habe ich sie jetzt auch als Geschäftsführer”, sagt Ricken. Nur, dass er damals jung war, stürmisch, mutig – inzwischen tritt er bei Borussia Dortmund die Schwelbrände aus und bekommt davon heiße Füße.
Nach blassen ersten Amtsmonaten schärft er sein Profil. In der berüchtigten “Elefantenrunde” der BVB-Entscheider hat der 48-Jährige derart aufgeräumt, dass sie nicht mehr benötigt wird. Er entließ Trainer Nuri Şahin, er warf den Kaderplaner Sven Mislintat raus – und Ober-Boss Hans-Joachim Watzke wird im Herbst ausscheiden, woran Ricken auch seinen Anteil hat: Das frühere Idol der “Süd” wurde an Sebastian Kehl vorbei befördert und übernahm von Watzke die Sport-Geschäftsführung.
Klare Ansagen und Lehrgeld-Momente
Die monatlichen Treffen der meinungsstarken Entscheider waren stets mit Watzke, lange auch mit Michael Zorc und Matthias Sammer besetzt. Dort wurde festgelegt, von dort wurde anschließend nach unten kommuniziert. Auch den Berater Sammer hat Ricken eingefangen, indem er ihm nach einem allzu wüsten TV-Auftritt nahelegte, nicht mehr als Prime-Video-Experte für BVB-Spiele tätig zu sein. Diese kuriose Doppelrolle scheint aufgelöst.
Alles gut? Nein. Noch nicht. Einige Lehrgeld-Momente gab es schließlich auch: An seinem ehemaligen Mitspieler Sahin beispielsweise hat Ricken viel zu lange festgehalten. Er hat sich die Wende so sehr herbeigewünscht, dass er übersah, was andere klar vor Augen hatten: dass sie nicht kommen würde.
Hauch von Umschwung
Zweites Beispiel – den lähmenden Machtkampf zwischen Mislintat und Kehl hat Ricken zwar zerschlagen. Das war notwendig. Jedoch: Als Mislintat gehen musste, existierte die Möglichkeit, Kehl ebenfalls freizustellen, quasi gar nicht. Denn der Vertrag mit dem Sportdirektor war trotz interner Unzufriedenheit mit der Kaderzusammenstellung kurz zuvor verlängert worden. Ricken hatte dafür auf der Mitgliederversammlung geworben – mit einer Kehrtwende hätte er sich selbst beschädigt.
Andererseits hat er zwei “Elefanten” aus dem Weg geschoben. “Es ist einfach so, dass Aki Watzke nicht mehr dabei ist, und aus der Elefantenrunde hat es mit Sven Mislintat und Nuri Şahin ja letztendlich auch zwei getroffen”, sagte er. “Getroffen”, auch bekannt als: von Ricken entlassen. Das sei “unbequem” gewesen, versicherte er, und er führte einen ganz normalen täglichen Austausch mit Kehl und Trainer Niko Kovac ein.
Noch aber wacht der größte Elefantenbulle über der Herde. Intern hat Watzkes Wort auch in schlankerer Struktur weiter das größte Gewicht, aber er hält sich öffentlich auffällig zurück – und erleichtert es Ricken damit, seine Machtbasis zu festigen. Wenn am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) beim FC St. Pauli noch sportlich trittsichere Pfade erreicht werden und sich ein Hauch von Umschwung danach in eine Tendenz verfestigt, wäre Ricken wirklich führend. Doch die Kovac-Verpflichtung war aus der Not geboren: Sie könnte ihn schneller wieder einholen, als ihm lieb ist.
Die Ende Januar besiegelte Rückkehr an die alte Wirkungsstätte in Dortmund begreift der 27-Jährige als neue Chance, wie er im Gespräch mit BVB-TV erklärt: „Ich fühle mich sehr, sehr gut. Ich bin da, wenn das Team mich braucht und versuche, jeden Tag Gas zu geben und mich zu beweisen.“ Wie vom Trainerstab erhofft, benötigte Özcan keine lange Anlaufphase. Nur wenige Tage nach seinem Abschied als Leihspieler aus Wolfsburg feierte er beim 2:1-Sieg am 1. Februar in Heidenheim für knapp 20 Minuten sein Comeback im schwarzgelben Trikot. Weitere Kurzeinsätze gegen Lissabon, Bochum und Union Berlin folgten.
Nach einem Monat beim BVB verspürt Özcan Rückenwind. Vor allem die starke Leistung der Mannschaft beim 6:0-Kantersieg am vergangenen Samstag gegen die Berliner stärkte seinen Glauben an eine Trendwende: „Ich bin voll davon überzeugt, dass es jetzt erfolgreiche Wochen werden.“ Doch Özcan weiß aus eigener Erfahrung, was den BVB im Duell mit dem FC St. Pauli am Samstag erwartet. Schließlich bekam er die hitzige Atmosphäre am Millerntor bereits in der Hinrunde beim 0:0 seines ehemaligen Klubs aus Wolfsburg für 90 Minuten hautnah zu spüren. „Ein Selbstläufer wird das nicht, das sollten wir wissen. Es ist immer eklig, dort zu spielen“, warnte Özcan.
Große Lauffreude, engagierte Zweikämpfe und hohes Pressing würden nach seiner Einschätzung auch in Hamburg die Chance auf einen Erfolg erhöhen: „Wir müssen klar bei uns bleiben, klar unser Muster durchspielen und versuchen – wie im letzten Heimspiel – den Gegner einfach reinzudrücken und die Bälle früh vorne abzufangen. Wir müssen von der ersten Minute an zeigen, dass wir gewinnen wollen und eklig sein.“
Zwei aufeinanderfolgende Bundesliga-Siege gelangen dem BVB in dieser Saison noch nicht. Özcan hofft, dass diese Serie am Samstag in Hamburg zu Ende geht. Das würde nicht nur die Aussichten auf eine erfolgreiche Aufholjagd in der Meisterschaft, sondern auch das Selbstvertrauen für das erste Achtelfinal-Duell in der UEFA Champions League drei Tage später gegen OSC Lille verbessern. „Wenn du mit zwei Siegen in die Champions-League-Woche gehst, umso besser“, sagte der BVB-Rückkehrer.
Als er kurz vor einem Wechsel zu Real stand, drehten sich Gaeteano D’Agostinos Gedanken einzig um ein mögliches Versagen bei der Vorstellung.
Im Sommer 2009 stand Gateano D’Agostino kurz vor einem Wechsel von seinem damaligen Klub Udinese Calcio zu Real Madrid. Die Gedanken an die Präsentation bei den Blancos setzte dem einstigen Mittelfeldspieler aber arg zu.
Die BVB-U23 empfängt am Samstag Rot-Weiss Essen in der Roten Erde. Trainer Zimmermann blickt persönlich auf eine gruselige Derby-Bilanz. Das soll sich ändern.
11 Min Lesezeit
Hier gibt es alle BVB-News und Gerüchte:
28. Februar, 11.50 Uhr: BVB-U23 empfängt RWE in der Roten Erde
Wann immer Jan Zimmermann es als Trainer der BVB-U23 in den vergangenen zwei Jahren mit Rot Weiss Essen zu tun hatte, blieb ihm am Ende ein Gefühl der Ernüchterung. Vier Versuche hat der 45-Jährige gestartet, stets ging er leer aus. 1:3, 0:4, 1:2, 0:2 lauteten die Chiffren für die vier Niederlagen. Es verwundert daher nicht, wenn Jan Zimmermann vor dem abermaligen Kräftemessen mit RWE einen Wunsch äußert: „Ich persönlich würde schon mal gerne gegen Essen gewinnen.“ Am Samstag (14 Uhr) in der Roten Erde möchte er mit Borussia Dortmunds U23 einen erneuten Anlauf nehmen und die enttäuschende Bilanz im Derby aufpolieren.
Doch Wunsch hin oder her – „am Ende stehe nicht ich auf dem Platz – die Jungs müssen das richten“, sagt Zimmermann. Sein Auftrag ist es, die Mannschaft bestmöglich auf das Duell mit dem wieder erstarkten Revier-Rivalen vorzubereiten. Seit Mitte Januar läuft es an der Hafenstraße. Uwe Koschinat, der einen Monat zuvor von Christoph Dabrowski übernommen hatte, hat RWE erkennbar stabilisiert. Die taktische Umstellung auf eine Dreier- bzw. Fünferkette gibt der zuvor löchrigen Defensive Halt. Seit fünf Partien ist Essen ungeschlagen, holte dabei vier Siege und hat eine imposante Aufholjagd gestartet, die auch Jan Zimmermann beeindruckt. „RWE hat eine erfahrene, abgeklärte Mannschaft, die nicht umsonst in der Rückrunden-Tabelle oben steht. Sie haben sehr viel Selbstvertrauen und einen guten Lauf und werden am Ende der Saison mit Sicherheit überm Strich stehen“, sagt der BVB-Trainer.
„Dieses Spiel wird uns eine Menge abverlangen“, ahnt Zimmermann und ergänzt: „Es wird für uns darum gehen, wenige Fehler mit Ball zu machen, konzentriert zu verteidigen und wenige Chancen zuzulassen.“ Das Vorhaben wird erschwert durch zahlreiche personelle Fragezeichen: Neben Patrick Göbel (Fußgelenk) steht der Einsatz von Marcel Lotka, Ayman Azhil, Babis Drakas und Jordi Paulina (alle Infekt) auf der Kippe. Franz Roggow fehlt zudem gelb-gesperrt. Auch Niklas Jessen (Muskelverletzung) fällt aus.
25. Februar, 10.04 Uhr: Hans-Joachim Watzke stellt sich zur Wahl
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke strebt eine weitere Amtszeit im UEFA-Exekutivkomitee an. Der 65-Jährige tritt zur Wiederwahl an. Watzke war im April 2023 für Rainer Koch nachgerückt. Sollte Watzke am 3. April wiedergewählt werden, würde seine Amtszeit vier Jahre dauern. Beim BVB hat Watzke seinen Rückzug als Geschäftsführer zum Jahresende angekündigt. In der DFL ist Watzke Präsidiumssprecher.
Neben Watzke stehen weitere prominente Namen auf der am Montag veröffentlichten Kandidatenliste der UEFA. Der frühere ukrainische Stürmer Andriy Shevchenko (48) ist ebenso dabei wie auch Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness (43).
22. Februar, 18.54 Uhr: Ricken bestätigt Ende der Elefantenrunde
Bei Borussia Dortmund ist die Elefantenrunde Geschichte. Das bestätigte Geschäftsführer Lars Ricken vor dem Heimspiel gegen Union Berlin bei Sky. „Aki Watzke scheidet Ende des Jahres aus, Sven Mislintat und Nuri Sahin sind ebenfalls nicht mehr dabei“, sagte der 48-Jährige. „Ich stehe täglich in engem Austausch mit Niko Kovac und Sebastian Kehl.“ Bislang hatten sich die BVB-Verantwortlichen inklusive Berater Matthias Sammer einmal im Montag zur Analyse getroffen.
Sammers Zukunft als TX-Experte bei Prime Video ließ Ricken hingegen offen. „Das muss Matthias mit Amazon klären.“ Das nächste BVB-Spiel bei Prime ist das Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen den OSC Lille am 4. März.
22. Februar, 16 Uhr: BVB-U23 entführt einen Punkt aus Aachen
Borussia Dortmunds U23 hat am Tivoli Moral bewiesen. Der BVB machte aus einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden und holte einen wichtigen Punkt bei Alemannia Aachen. Die Mannschaft von Jan Zimmermann tat sich lange schwer, Chancen zu kreieren. Besser machten es die Gastgeber, die durch Bentley Baxter Bahn (35.) und Anas Bakhat (53.) zwischenzeitlich verdient mit 2:0 vorne lagen.
Der Dreifach-Wechsel von BVB-Trainer Jan Zimmermann kurz darauf erwies sich jedoch als goldrichtig. Auf Zuspiel des eingewechselten Danylo Krevsun erzielte der ebenfalls eingewechselte Ayman Azhil zunächst den 1:2-Anschlusstreffer (72.). Vier Minuten vor dem Ende traf auch Antonio Foti als Joker zum 2:2 (86.). Zwei Schüsse, zwei Treffer – der BVB war enorm effizient.
„Wir wussten, was uns hier erwartet. Wir haben es dem Gegner trotzdem zu einfach gemacht mit unseren individuellen Fehlern. Wir haben vor beiden Tore zu krasse Fehler gemacht. Aachen war auf der Siegerstraße, aber als sie dann nicht richtig wollten, waren wir noch mal da und das spricht für die Jungs“, resümierte BVB-U23-Trainer Jan Zimmermann bei „Magentasport“.
22. Februar, 15.20 Uhr: BVB-U19 mit 0:0 bei Mainz 05
Borussia Dortmunds U19 hat beim FSV Mainz 05 einen Teilerfolg errungen. Die Gastgeber waren den Dortmundern körperlich deutlich überlegen und wählten häufig lange Bälle. „Die mussten meine Jungs durchgehend verteidigen. Außerdem ist Mainz gegen den Ball vorne Mann gegen Mann draufgegangen“, berichtete BVB-U19-Trainer Mike Tullberg.
Sein Team war vor allem mit Defensivarbeit beschäftigt. Eigene Chancen kreierten die Borussen nur ganz selten, weil sie sich im vorderen Drittel kaum durchsetzen konnten. Dafür ließen sie allerdings auch nur eine Mainzer Möglichkeit zu, als Luca Reggiani einen Ball des Gegners falsch einschätzte. Doch bei BVB-Torwart Robin Lisewski (65.) war für die Nullfünfer Endstation. Auf der Gegenseite wurde es nach einem direkt verwandelten Eckball von Nick Cherny (78.) gefährlich, den der FSV-Keeper letztlich noch bereinigen konnte.
Die Schlussphase bestritten die Schwarzgelben in Unterzahl, da Ousmane Diallo wegen Meckerns (80.) die Gelb-Rote Karte sah. Das war ihm in dieser Saison auch schon im Dezember beim 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf passiert. „Es war vollkommen in Ordnung, hier 0:0 zu spielen. Es freut mich, dass die Jungs in so einem schwierigen Spiel bestehen konnten. Sie müssen noch lernen, sich künftig in den Eins-gegen-Eins-Duellen besser durchzusetzen. Dafür war dieses Spiel sehr wertvoll“, befand Mike Tullberg.
21. Februar, 19.02 Uhr: BVB-U19 trifft auf Mainz 05
Mit dem Bus ist die U19 des BVB am Freitagnachmittag zur Auswärtspartie gegen den FSV Mainz 05 gefahren. Am Samstagmittag um 12 Uhr erwartet dann das Team von Trainer Mike Tullberg die vierte Partie der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga. Die Borussia ist mit zwei Siegen und einer Niederlage gestartet und rangiert hinter RB Leipzig auf Platz zwei der Sechserliga. „Wir wollen schon am Ende unter die ersten Zwei kommen, dann haben wir in der ersten Runde der K.o.-Phase definitiv ein Heimspiel“, sagt Tullberg. Der Gegner kommt dann aus der Gruppe C. Aktuell wäre der Drittplatzierte Bayer Leverkusen der Konkurrent.
Das ist die Zukunft. Die Gegenwart heißt Mainz 04. „Das ist eine erwachsene Mannschaft, die sehr reif ist, gute Standards schießt und sehr entschlossen ist“, beschreibt Tullberg den Gegner. Mit der Defensivarbeit seines jungen Teams ist er zufrieden, er verlangt aber ein besseres Umschaltspiel und mehr Gefahr in der Offensive.
Die junge Mannschaft muss auf die Verletzen Tyler Meiser, Joshua Burstedde und Thierry Fidjeu Tazemeta verzichten. Nico Adamczyk ist angeschlagen. „Wir gucken weiter auf die Ausbildung und dürfen nicht vergessen, dass wir überwiegend mit U16-, U17- und U18-Spielern auflaufen. Deshalb wird es spannend sein zu sehen, wie wir uns gegen solch eine erwachsene Mannschaft wie Mainz schlagen werden“, sagt Tullberg.
21. Februar, 11.20 Uhr: Dezimierte BVB-U23 reist nach Aachen
Vor dem Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen am Samstag (14 Uhr) hat Husten und Keuchen Hochkonjunktur bei Borussia Dortmunds U23. „Die Grippewelle hat bei uns richtig zugeschlagen“, sagt Trainer Jan Zimmermann im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Dann zählt er auf: Neben dem ohnehin verletzten Julian Hettwer plagen sich auch Babis Drakas, Franz Roggow, Prince Aning und Paul Besong mit einer Erkältung herum.
Damit nicht genug: Auch Zimmermann selbst, Co-Trainer Marcel Schmelzer und die beiden Physiotherapeuten Markus Langer und Daniel Zolinski hat es erwischt. „Wir konnten nicht das volle Pensum trainieren, das wir uns vorgenommen hatten“, bekennt Zimmermann und schiebt direkt hinterher: „Dennoch werden wir in Aachen gut vorbereitet sein.“
In Almugera Kabar, Kjell Wätjen und Cole Campbell haben dafür gleich drei Youngster in dieser Woche regelmäßig mittrainiert. Filippo Mane ist dagegen nach seiner in Osnabrück erlittenen Verletzung in der Reha. Mit ihrem Einsatz ist gegen Aachen zu rechnen. „Alemannia ist aggressiv und kampfstark. Am Tivoli herrscht eine tolle Atmosphäre und zugleich schlechte Platzverhältnisse. Dadurch werden unsere spielerischen Qualitäten nicht so zum Tragen kommen. Es wird deshalb darauf ankommen, dass wir uns in den Zweikämpfen behaupten. Das wird ein guter Test für meine junge Mannschaft, wie gut sie mit diesen intensiven Bedingungen zurechtkommt“, sagt Jan Zimmermann.
Sein Arbeitsauftrag ist klar formuliert: „Ich erwarte von meinen Jungs, dass sie sich wehren und durchsetzen können.“ Nach dem 1:0 gegen den SV Sandhausen soll die BVB-U23 bei den Remis-Königen der 3. Liga in Aachen (schon zwölf Unentschieden) nachlegen.
20. Februar, 15.46 Uhr: Borussia Dortmund trauert um Volunteer
Große Trauer bei Borussia Dortmund. Am Mittwochabend während des Champions-League-Spiels gegen Sporting Lissabon ist Martin Labus, ein langjähriger Volunteer, gestorben. Er ist 63 Jahre alt geworden. „Martin Labus war seit Juli 2013 ein fester Bestandteil des Volunteer-Teams und hat seither bei fast jedem Spiel unterstützt. Mit seiner unermüdlichen Einsatzbereitschaft war er eine große Bereicherung für die Volunteers. Im Info-Team „Team Außen“ stand er zahlreichen Fans mit Rat und Tat zur Seite und war stets bereit, bei Fragen und Anliegen zu helfen. Bei seinen Volunteer-Kollegen war er äußerst beliebt, seine kecken Sprüche brachten immer wieder ein Lächeln auf die Gesichter seiner Mitmenschen“, schreibt der BVB in einer Mitteilung. „Wir sind mit unseren Gedanken bei seiner Familie.“ Labus hinterlässt eine Frau und zwei Töchter.
18. Februar, 22.18 Uhr: Kovac-Ansage an BVB-Profis nach Presse-Aufreger in Bochum
Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac hat seine Spieler für ihr Verhalten nach dem 0:2 beim VfL Bochum gerüffelt. Dass die enttäuschten Profis nach einer Niederlage wie am vergangenen Samstag nicht mit Journalisten sprechen, werde es in Zukunft nicht mehr geben „In Zukunft werden sich die Spieler den Nachfragen stellen. Das gehört zum Leben dazu. Das werden wir mit Sicherheit besser machen“, sagte der 53-Jährige am Dienstag.
Nach der Blamage beim abstiegsbedrohten Reviernachbarn waren nur zwei Spieler den vertraglichen Pflichten nachgekommen und vor die TV-Kameras getreten. Den Fragen aller anderen Journalisten entzogen sich die Profis indes. „Das ist nicht gut gelaufen, dass niemand bei der schreibenden Zunft war“, meinte Kovac. „Da werde ich auch dafür sorgen, dass das in Zukunft nicht mehr passiert. Ich bitte um Nachsicht.“
18. Februar, 19.45 Uhr: Roggow verhandelt mit Hertha BSC
Am Samstag noch war Franz Roggow Siegtorschütze beim 1:0-Erfolg von Borussia Dortmunds U23 gegen den SV Sandhausen. Den trainingsfreien Dienstag nutzte der 22-Jährige nun offenbar für weitere persönliche Weichenstellungen. Ein Video von Sky, das bei „X“ kursiert, zeigt, wie der BVB-Mittelfeldspieler gemeinsam mit seinem Berater Mohamed Meziani die Geschäftsstelle von Hertha BSC besucht.
Roggow, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, führt derzeit Vertragsverhandlungen. Berlin ist dabei einer von mehreren Zweitligisten, die Interesse am Dortmunder zeigen. Roggow (Marktwert: 600.000 Euro) war 2021 vom FC St. Pauli zur BVB-U23 gewechselt und hat sich dort nach kurzer Anlaufzeit rasch zum absoluten Stammspieler entwickelt. Dennoch ist sein Abgang im Juni gewiss – der 22-Jährige möchte den nächsten Schritt in seiner Karriere machen.
16. Februar, 17.17 Uhr: Ragnick übt massive Kritik an BVB-Kaderplanung
Ralf Rangnick (66) hat in der sportlichen Krise von Borussia Dortmund die Kaderplanung des Klubs kritisiert. Der österreichische Nationalcoach war vor der Verpflichtung von Niko Kovac selbst ein Trainerkandidat beim BVB und sagte bei „Bild Sport“: „Man hat nicht das Gefühl, dass als Überschrift steht: Wie wollen wir eigentlich spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern nicht den Vorwurf machen. Sondern das liegt daran, dass über Jahre hinweg dieser Fixpunkt einer Spielidee nicht mehr verfolgt worden ist.“
Rangnick hatte im Januar in Salzburg Gespräche mit Hans-Joachim Watzke und Lars Ricken über ein mögliches Engagement bei den Schwarzgelben gesprochen, letztlich aber abgesagt. Die Krise der Dortmunder hat seiner Meinung nach einen langen Vorlauf.
„Gehen wir mal in die Zeit zurück, in der der BVB am erfolgreichsten war in den letzten 20 Jahren. Das waren die Jahre unter Jürgen Klopp“, sagte Rangnick. „Damals hat man von Anfang an in der Kaderzusammenstellung darauf geachtet, dass die Spieler zu der gewünschten Spielweise von Jürgen Klopp passen. Damals gab es drei Entscheider, die auch nach außen hin die Entscheider waren mit Aki Watzke, mit Michael Zorc und mit Jürgen Klopp. Und in jedem Transferfenster hat man diesen Kader zusammengestellt, der dann am Ende zweimal Deutscher Meister und Pokalsieger wurde.“
Damals sei der BVB „tatsächlich eine Marke“ gewesen, so Rangnick. „Jetzt haben sie den zehnten oder zwölften Trainer seit Jürgen Klopp nicht mehr da ist. Aber man hat einfach nicht mehr stringent nach irgendeiner vorgestellten Spielweise den Kader zusammengestellt.“
16. Februar, 16.28 Uhr: Diallo sichert Auswärtssieg der BVB-U19
Borussia Dortmunds U19 hat das Aus in der Youth League gegen Real Madrid gut verkraftet. Bei Union Berlin siegte die Mannschaft von Mike Tullberg am Sonntag mt 4:2 (1:2) und drehte dabei einen zweimaligen Rückstand. Zum Matchwinner avancierte Ousmane Diallo mit einem Doppelpack (73., 82.).
Den besseren Start erwischten jedoch die Gastgeber. Nach einem Fehler von BVB-Rechtsverteidiger William Rashidi schob Musa Alkan zur Berliner Führung ein. Dortmund fand durch Pharell Kegni jedoch die direkte Antwort (6.). Eine weitere Unaufmerksamkeit in der Defensive führte nach Foul von Dortmunds Torhüter Robin Lisewski zur erneuten Union-Führung per Elfmeter durch Duje Sliskovic (19.).
Nach insgesamt vier Wechseln bis zur 71. Minute übernahmen die Schwarzgelben immer mehr die Spielkontrolle und drehten die Partie innerhalb von zehn Minuten durch Diallo und Joker Alex Niziolek (77.). „Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit bestimmt und die drei Tore erzwungen“, sagte Tullberg. In der Tabelle rückt der BVB mit sechs Punkten auf Rang zwei vor. Am kommenden Samstag (12 Uhr) folgt ein weiteres Auswärtsspiel beim Tabellenvierten FSV Mainz 05.
15. Februar. 18.23 Uhr: BVB-U23 beendet Sieglos-Serie gegen Sandhausen
Die BVB-U23 ist zurück in der Erfolgsspur. Durch ein 1:0 gegen den SV Sandhausen beendete die schwarzgelbe Drittliga-Filiale ihre seit drei Spielen andauernde Sieg- und Torlos-Serie. Den Treffer des Tages erzielte Franz Roggow nach einem Doppelpass mit Jordi Paulina nach 17 Minuten.
Der BVB war in der ersten Hälfte drückend überlegen, vergab jedoch eine Reihe von Großchancen. Die dickste gab es nach 27 Minuten, als Michael Eberwein die Latte traf. Nach der Pause ein anderes Bild: Sandhausen drückte, die Borussia geriet vollkommen in die Defensive. Sie hatte in Torwart Marcel Lotka aber einen starken Rückhalt, der den Sieg festhielt.
„Ich bin erleichtert und zufrieden. In der ersten Hälfte haben wir genau das auf dem Platz bekommen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben es aber versäumt, deutlich höher zu führen. Ein 2:0, 3:0 wäre möglich gewesen. In der zweiten Halbzeit haben wir eine tolle kämpferische Leistung geboten und es als Mannschaft rigoros verteidigt“, befand BVB-U23-Trainer Jan Zimmermann.
12. Februar, 12 Uhr: DFB terminiert Drittliga-Spieltage der BVB-U23
Der DFB hat die Spieltage 27 bis 30 in der 3. Liga terminiert. Glück für die U23 von Borussia Dortmund: An diesen vier Spieltagen findet keine Begegnung parallel zu den Profis statt. Eine Partie steigt allerdings am Achtelfinal-Spieltag der Champions League. Die Ansetzungen im Überblick:
06. Februar, 13.08 Uhr: DFL terminiert Bundesliga-Spieltage 25 bis 27
Die Deutsche Fußball Liga hat am Donnerstag die zeitegnauen Ansetzungen für die Bundesliga-Spieltage 25 bis 27 bekanntgegeben. Alle BVB-Termine auf einen Blick:
Als VIP zum BVB-Heimspiel mit Radio 91.2 und Brinkhoff’s
Am Samstag (08.03.) trifft der BVB zu Hause auf den FC Augsburg. Zusammen mit Brinkhoff’s laden wir euch ein, als VIPs bei diesem Spiel dabei zu sein. Mit etwas Glück bekommt ihr zwei VIP-Tickets inklusive Verpflegung, wenn ihr unsere Frage richtig schätzt.
Wie viele Treppenstufen gehen die BVB-Spieler von der Kabine bis zum Spielfeld?
Bitte beachten: Nachdem ihr euren Tipp abgegeben habt, bekommt ihr eine Bestätigungsmail. In dieser müsst ihr eure Teilnahme über einen Link bestätigen.
Teilnahmebedingungen
Wir kontaktieren den Gewinner der beiden BVB-VIP-Tickets für das nächste Heimspiel persönlich nach 13 Uhr. Außerdem veröffentlichen wir den Gewinner auf unserer Homepage. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeschluss: 28.02.2025 um 13 Uhr. Beispieltipp: 45. Alle Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Tippen mehrere Teilnehmer richtig, wird ausgelost. Tippt niemand richtig, gewinnt der Teilnehmer, der am nächsten an der richtigen Lösung liegt. Die richtige Schreibweise des Tipps ist entscheidend für den Gewinn der Aktion, da aus technischen Gründen nur die korrekte Lösung ausgelesen wird. Es gibt bei falscher Schreibweise keinen Anspruch auf einen Gewinn. Der Preis kann nicht in bar ausgezahlt werden.
Cityzens droht sogar Europa-GAU Der FC Liverpool demütigt Pep Guardiola und Manchester City
23.02.2025, 19:35 Uhr
Der freie Fall von Pep Guardiola und Manchester City geht weiter. Nach dem Aus in der Champions League gegen Real Madrid kassieren sie auch in der englischen Premier League eine herbe Klatsche gegen Liverpool. Die haben beim 2:0 keine Probleme und steuern im ersten Jahr ohne Klopp weiter den Titel an.
Der FC Liverpool hat mit einem Sieg im Prestigeduell einen großen Schritt in Richtung des Premier-League-Titels gemacht. Bei Rivale und Meister Manchester City gewann das Team von Arne Slot 2:0 (2:0) und baute die Tabellenführung vor dem FC Arsenal auf elf Punkte aus. Die Gunners haben ein Spiel weniger auf dem Konto.
Für City, das auf Topstürmer Erling Haaland verzichten musste, war die achte Niederlage in einer durchwachsenen Spielzeit hingegen ein weiterer Rückschlag. 20 Zähler fehlen nun auf Spitzenreiter Liverpool. Seit dem 14. Juli 2020, ganz am Anfang der Pandemie also, war das nicht mehr der Fall. Damals lagen sie 21 Punkte hinter Liverpool.
Zudem verpasste die Mannschaft von Starcoach Pep Guardiola den Sprung auf Platz drei. Der nächste Rückschlag nach dem Aus gegen Real Madrid. In der englischen Premier League ist momentan nicht einmal absehbar, ob City sich erneut für die Champions League qualifizieren wird. Die Anhänger sind verzweifelt: Einige Fans der Cityzens verließen das Stadion bereits weit vor Abpfiff.
Dabei hatte City mehr Ballbesitz, gefährlich aber wurde sie selten. “Wir haben 30 Meter vor unserem eigenen Tor verteidigt”, sagte der Ex-Leipziger Dominik Szoboszlai. “Wir haben alles gegeben. Manchmal hat man den Ball eben nicht, aber wir sind glücklich, die drei Punkte mitzunehmen.”
Salah überglücklich, fordert Titel
Offensivspieler Mohamed Salah brachte Liverpool in Führung (14.). Danach ließ Szoboszlai den Gästeblock im ausverkauften Etihad Stadium beben (37.). Unter der Woche hatte Salah im Sky-Interview ein “hartes Spiel” prophezeit. Tatsächlich machte vor allem City das Spiel. Der 32-Jährige traf dennoch nach einer offenbar einstudierten Eckenvariante.
“Es ist unglaublich”, sagte Salah auf Sky. “Es ist kein einfacher Ort hier. Sie haben eine starke Mannschaft, einen unglaublichen Trainer. Ich bin so glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben. Das ist etwas Besonderes. Vor allen Dingen, wenn man im Titelrennen ist.” Der Ägypter will es jetzt nach Hause bringen. “Wir brauchen die Meisterschaft. Die anderen Routiniers und ich brauchen einen weiteren Titel.”
Die Gastgeber blieben aber am Drücker. Der Ex-Frankfurter Omar Marmoush gab die vermeintliche Antwort auf das Tor seines ägyptischen Nationalmannschaftskollegen – stand aber im Abseits (30.). Liverpool sorgte immer wieder für Entlastung, stand defensiv sicher. Szoboszlai traf nach Salah-Assist eiskalt.
In der zweiten Halbzeit bejubelte Curtis Jones schon Citys K.o., doch der Video-Assistent kassierte sein Tor wegen einer erneuten Abseitsstellung ein (56.). Guardiolas Team gab nicht auf, blieb aber glücklos.
Er absolvierte 508 Spiele für den BVB, im Ausland läuft es weniger gut. Kehrt eine Dortmund-Legende jetzt zurück in die Bundesliga?
Dortmund – Spielt BVB-Legende Mats Hummels bald wieder in der Bundesliga? Wie die Zeitung La Repubblica berichtet, zieht es den 36-jährigen Abwehrspieler zurück in die Nähe seiner Familie und seines Sohnes. Er könnte nach einem Jahr in Italien wieder nach Deutschland zurückkehren.
BVB-Legende plant Bundesliga-Rückkehr schon im Sommer
Aktuell steht der langjährige Abwehrchef von Borussia Dortmund noch bis Saisonende bei der AS Rom unter Vertrag. Eine endgültige Entscheidung über seine Zukunft will Mats Hummels im Sommer treffen.
Der Start in der italienischen Hauptstadt verlief für den Ex-BVB-Profi alles andere als optimal. Nach seinem Rom-Transfer im September kam er zunächst nicht zum Einsatz.
BVB-Legende Mats Hummels mit Auf und Ab in Italien: Karriereende in der Bundesliga?
Erst nach dem Trainerwechsel zu Claudio Ranieri fand Mats Hummels seinen Platz im Team und entwickelte sich zu einer wichtigen Stütze der Defensive – ehe er zuletzt wieder in vier von fünf Serie-A-Spielen keine Berücksichtigung fand (alle News zu ehemaligen BVB-Stars auf RUHR24).
Ein langfristiger Aufenthalt in Rom ist unwahrscheinlich. „Seine Zukunft scheint irgendwo anders zu liegen, wahrscheinlich in Deutschland, um seine Karriere bei einem Bundesliga-Verein abzuschließen“, schrieb La Repubblica.
Ex-BVB-Innenverteidiger Mats Hummels mit großer Karriere in der Bundesliga
Mats Hummels blickt auf eine beeindruckende Karriere in der Bundesliga zurück. Mit dem BVB und dem FC Bayern München gewann er insgesamt sechs Meisterschaften und viermal den DFB-Pokal.
Zudem erreichte er mit den Dortmundern in den Jahren 2013 und 2024 das Finale der Champions League, verpasste jedoch beide Male den Titelgewinn. Sein größter Erfolg bleibt der WM-Triumph mit der deutschen Nationalmannschaft im Jahr 2014.
Kevin Trapp verschuldet gegen die Bayern ein Gegentor, prompt sieht er sich scharfer Kritik ausgesetzt. Eine echte Torwartdiskussion gibt es aber nicht. Zu Recht.
Es war ein absoluter Sahnetag in der Münchner Allianz Arena. Zahllose Chancen vereitelt, diverse Reflexe und Glanzparaden gezeigt, dann noch ein später Sieg der Eintracht bei den Bayern. “Ich habe vorher gesagt, wir werden einen überragenden Torhüter brauchen. Den haben wir heute gehabt mit Kevin Trapp”, sagte Trapps Trainer Oliver Glasner anerkennend nach dem 2:1-Sieg. 2021.
Vier Jahre später steht Trapp erneut nach einem Spiel bei den Bayern im Fokus, allerdings aus weniger erfreulichem Anlass. 0:4 verloren die Hessen am vergangenen Sonntag beim FCB, zumindest das 0:2 ging dabei auf Trapps Kappe, als er an einem Eckball vorbeifaustete. “Ich bin niemand, der Ausreden sucht. Wenn ich rauskomme, dann muss ich den Ball haben”, sagte Trapp nach dem Spiel.
Krise oder Fluch des Leistungsträgers?
Seit nun etwa anderthalb Jahren scheint ein wenig Sand im Getriebe bei Trapp. In einer schwachen Vorsaison war es oft der Keeper, der sich als einer der ersten der Kritik ausgesetzt sah. Auch in dieser Spielzeit geht es schnell, dass Trapp in Medien und Umfeld angezählt wird. Eine ernsthafte sportlich Krise? Oder eher der Fluch des Kapitäns und Leistungsträgers, der eben besondere Verantwortung schultern und besondere Leistungen liefern muss?
Zum Artikel
Dabei ist es nicht so, dass Trapp Woche für Woche patzen würde. Im Dezember sah er gegen Augsburg nicht gut aus, als er einen Fernschuss nach vorne klatschen ließ und FCA-Spieler Samuel Essende zum zwischenzeitlichen 2:1 abstaubte. Und in der Hinrunde ermöglichte er mit einer missglückten Fußabwehr ein Tor von Leverkusen. Aber ansonsten? Solide bis gute Leistungen.
Bereits siebenmal zu null
Das zeigen auch die Statistiken. Trapp hält in der aktuellen Spielzeit wettbewerbsübergreifend 71,5 Prozent aller Bälle, in beiden Vorsaisons lag der Wert lediglich bei knapp 63 Prozent. Zum Vergleich: Als Trapp in der Europa-League-Saison zum Held wurde, kam er auf 71,8 Prozent, also ein nahezu identischer Wert. Bei der Eintracht war er nur einmal besser, 2018/19 mit 72.4 Prozent gehaltener Bälle.
Auch hat Trapp in der aktuellen Saison bereits siebenmal zu Null gespielt, so oft wie in der gesamten Saison 2021/22. Bei noch mindestens 13 ausstehenden Pflichtspielen ist es gut möglich, dass er seinen Bestwert von zwölf “weißen Westen” aus der Saison 2018/19 einstellt.
Ligaweit nur zwei Keeper besser
Zumal Trapp in den “Expected Goals Conceded”, also den erwarteten Gegentoren, gut abschneidet. Gemäß dieser Statistik hat Trapp mehr als fünf Treffer weniger kassiert, als es gemessen an den Gegnerchancen erwartbar gewesen wäre. Ligaweit sind nur zwei Keeper besser in diesem Ranking: Gladbachs Moritz Nicolas und Mainz‘ Robin Zentner.
Eine Verschlechterung zeigen die Daten lediglich bei den langen Bällen. Kamen 2018/19 noch derer 48,2 Prozent an, sind es aktuell nur noch 33,2. Die Passgenauigkeit hingegen ist gestiegen, was aber auch daran liegen dürfte, dass die Eintracht unter Toppmöller verstärkt von hinten heraus und Trapp mehr kurze Pässe spielt.
Krösche: “Kevin ist unser Kapitän”
Einen Patzer wie gegen die Bayern oder auch gegen Augsburg können die Statistiken schlecht abbilden, ebenso das Raunen im Stadion, wenn einer von Trapps Bällen im Seitenaus landet. Aber sie lügen auch nicht. Eine ernsthafte Torwartdiskussion gibt es bei der Eintracht entsprechend nicht. Zumal bei Trapp auch noch weiche Faktoren eine Rolle spielen. Er ist nicht nur Kapitän, sondern auch eines der Gesichter des Klubs. Und hat mit Kaua Santos einen Herausforderer, der durch seine jüngsten Patzern noch nicht so weit scheint.
“Kevin ist ein wichtiger Teil unserer Mannschaft und erfahren genug, um mit der Situation und der Kritik souverän umzugehen”, sagte entsprechend auch Sportvorstand Markus Krösche. “Er ist unser Kapitän und wird am Samstag wieder eine gute Leistung bringen.” Klar ist: Gegen den Meister aus Leverkusen wird Trapp einen ähnlichen Sahnetag brauchen wie 2021 gegen die Bayern.
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FAQ: Eintracht-Keeper Kevin Trapp – Kapitän in der Kritik
1. Warum steht Kevin Trapp in der Kritik?
Kevin Trapp, der Torwart der Eintracht Frankfurt und Kapitän der Mannschaft, sieht sich derzeit kritischen Stimmen gegenüber. Diese beziehen sich auf seine Leistungen in den letzten Spielen sowie auf die allgemeine Form der Mannschaft. Einige Fans und Experten äußern Bedenken, dass er nicht immer die nötige Stabilität und Sicherheit ausstrahlt.
2. Was sagen die Kritiker über seine Leistungen?
Die Kritiker werfen Trapp vor, in wichtigen Spielsituationen nicht entscheidend genug zu sein und Fehler gemacht zu haben, die zu Gegentoren führten. Es wird auch angemerkt, dass die Kommunikation mit der Abwehr nicht optimal sei, was zu Unsicherheiten in der Defensive führt.
3. Hat Kevin Trapp auf die Kritik reagiert?
Trapp hat sich in mehreren Interviews zu den Vorwürfen geäußert. Er betont, dass er die Kritik ernst nimmt und daran arbeitet, seine Leistung zu verbessern. Zudem gibt er zu, dass der Druck auf einen Kapitän höher ist und er eine Vorbildfunktion hat, die er erfüllen möchte.
4. Welche Rolle spielt die Mannschaftsleistung in der Kritik an Trapp?
Die Kritik an Kevin Trapp ist eng mit der Gesamtleistung der Eintracht verbunden. Wenn die Mannschaft als Ganzes schwächelt, sind die Spieler in Schlüsselpositionen, wie der Torwart, häufig ein leichteres Ziel für Kritik. Die Defensive der Eintracht hat in den letzten Spielen ebenfalls nicht überzeugend gespielt, was die Situation für Trapp zusätzlich belastet.
5. Gibt es bereits Reaktionen vom Verein oder Trainer?
Der Trainer der Eintracht hat sich ebenfalls zur Situation geäußert und betont, dass es wichtig ist, die Mannschaft als Einheit zu sehen. Er unterstützt Trapp und sieht die Kritik nicht nur als persönliche Sache, sondern als Teil der Teamdynamik. Der Verein vertraut darauf, dass Trapp aus dieser Situation lernen und sich weiterentwickeln kann.
6. Wie reagieren die Fans auf die Leistung von Trapp?
Die Meinungen unter den Fans sind geteilt. Während einige Trapp weiterhin unterstützen und auf seine bisherigen Leistungen setzen, fordern andere eine klare Leistungssteigerung oder sogar eine Veränderung in der Kapitänsrolle. Die Diskussionen sind häufig in sozialen Medien und Fanforen zu finden.
7. Was sind die nächsten Schritte für Trapp und die Eintracht?
Trapp und die gesamte Mannschaft sind gefordert, sich in den kommenden Spielen zu verbessern und das Vertrauen der Fans zurückzugewinnen. Die nächsten Trainingseinheiten werden entscheidend sein, um die Kommunikation und das Zusammenspiel in der Defensive zu optimieren. Trapp hat die Chance, sich mit starken Leistungen zurückzumelden und die Kritik hinter sich zu lassen.
8. Wo kann ich weitere Informationen zu Kevin Trapp und der Eintracht Frankfurt finden?
Aktuelle Nachrichten und Analysen zu Kevin Trapp und der Eintracht Frankfurt finden Sie auf der offiziellen Website des Vereins, in Sport-Nachrichtendiensten oder auf den Social-Media-Kanälen der Eintracht. Regelmäßige Updates werden auch in den Sportberichten der öffentlichen und privaten Fernsehsender bereitgestellt.