Nach dem 6:0-Sieg gegen Union Berlin möchte Borussia Dortmund gegen Aufsteiger St. Pauli nachlegen. In dieser Saison hat der BVB noch keine zwei Siege in Stück einfahren können. Das soll sich mit der Partie St. Pauli -Dortmund ändern.
Doch vor dem Spiel bei den Kiezkickern hat Niko Kovac schlechte Nachrichten für alle BVB-Fans. Der Chefcoach wird im Spiel St. Pauli – BVB auf einen wichtigen Spieler verzichten müssen.
St. Pauli – BVB: Ryerson verpasst Duell auf dem Kiez
In den vergangenen Wochen haben dem BVB immer wieder wichtige Spieler gefehlt. Immer wieder mussten Interimstrainer Mike Tullberg und Niko Kovac auf teilweise mehrere Spieler verzichten. Das ändert sich auch mit dem Blick auf das Duell mit den Hamburgern nicht. Wieder fällt ein Akteur kurzfristig aus.
Dieses Mal ist es Julian Ryerson, der vor dem Spiel mit auf die Ausfallliste kommt. „Er hatte einen leichten grippalen Infekt. Wir hatten ihn im Training dabei, aber er fühlte sich nicht so, dass er mitmachen kann. Er wird morgen nicht im Spieltagskader stehen“, erklärte Kovac auf der Pressekonferenz am Freitag (28. Februar).
++ St. Pauli – BVB: Gegner spricht Guirassy-Klartext – „Macht für uns Sinn“ ++
Das könnte die Chance für Yan Couto sein. Der Brasilianer spielte unter Kovac bisher noch nahezu keine Rolle. Doch mit dem Fehlen von Ryerson, der zuletzt auf der rechten Defensivseite gesetzt war, könnte sich das ändern. Denn Niklas Süle, der in Bochum dort auflief und ein katastrophales Spiel gezeigt hat, wird dort wohl nicht noch einmal spielen.
Brandt wieder mit an Board
Während Ryerson nicht mit nach Hamburg reisen wird, kann Kovac wieder auf Vizekapitän Julian Brandt zurückgreifen. Der Mittelfeldspieler verpasste die 6:0-Gala der vergangenen Wochen aufgrund einer Muskelblessur. Im Spiel St. Pauli – BVB könnte er wieder zum Einsatz kommen. Allerdings wolle Kovac bei ihm nichts überstürzen.
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„Er ist wieder eine Alternative, aber wir müssen schauen, wie wir es machen. Eine Muskelgeschichte ist immer schwierig und oft kompliziert, wir wollen kein unnötiges Risiko eingehen“, verriet Kovac. Nach einem Starteileinsatz von Brandt hört sich das nicht an.
Beim BVB legte Henrikh Mkhitaryan eine besonders fulminante Saison hin. An diese erinnerten sich die Dortmunder und erhielten eine rührende Antwort.
Dortmund – Henrikh Mkhitaryan erzielte für Borussia Dortmund 41 Tore und 49 Vorlagen geliefert. Insgesamt hat der Stürmer drei Jahre beim BVB gespielt. Die Zeit hat er nicht vergessen.
Als er von den Dortmundern auf Social Media geehrt wurde, meldete sich Mkhitaryan persönlich zu Wort. Er reagierte auf den Beitrag und sendete „viel Liebe“ ins Ruhrgebiet.
Außerdem betonte er, dass er die Zeit nie vergessen werde. Mkhitaryan spielt aktuell bei Inter Mailand.
BVB-Offensivspieler Karim Adeyemi meldet sich beim 2:0 gegen St. Pauli mit einem Treffer zurück. Kann der 23-Jährige endlich auf Strecke überzeugen?
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Für den Spott brauchte er nicht zu sorgen, die Sticheleien kamen ungefragt. Karim Adeyemi, selbst mit einem ausgeprägten Sinn für kleinere Albereien ausgestattet, konnte das gut ertragen. „Manchmal hat er einen besseren Schuss mit dem rechten als mit seinem starken linken Fuß“, meinte Nico Schlotterbeck und spielte auf die Szene beim 2:0 des BVB an. Da setzte sich Adeyemi gleich gegen zwei St. Paulianer durch, behielt die Übersicht und schob den Ball überlegt ins Tor. Mit dem rechten Fuß.
BVB-Profi Adeyemi beeindruckt Kehl
„Das ist so ein Joke zwischen uns“, sagte der 23-jährige Adeyemi und nahm Schlotterbecks Analyse mit Humor auf. „Ich glaube, der Linke ist trotzdem noch besser als der Rechte.“ Weitaus entscheidender als die Wahl des Spielbeins scheint beim ehemaligen Nationalspieler die Tendenz, seltener Bruder Leichtfuß zu sein. „Ich finde, diese Szene vor unserem zweiten Tor taugt ein bisschen als ein Spiegelbild, weil Karim nicht hinfällt und liegenbleibt, sondern sich wehrt und sich durchsetzt“, erklärte Sebastian Kehl. Dem BVB-Sportdirektor gefiel, „wie wir einfach unbedingt dieses Spiel gewinnen wollten. Und da braucht man am Ende auch solche Aktionen.“
Nach 45 Minuten, in denen die Borussen „sehr träge“ (Schlotterbeck) auftraten und kaum Tempo in die Ballaktionen bekamen, genügte nach Wiederanpfiff eine Viertelstunde mit erhöhter Intensität, um zum ersten Mal in dieser Saison zwei Bundesliga-Siege hintereinander einzufahren. Beim 1:0 durch Serhou Guirassy (50.) leistete Adeyemi mit konsequentem Nachsetzen an der Strafraumgrenze die Vorarbeit, dann machte er acht Minuten später gegen alle Widerstände der Hamburger selbst den Deckel drauf.
BVB-Arbeitssieg gegen St. Pauli
Der BVB-Sieg bei den Kiezkickern war alles andere als ein Schmuckstück. Doch die neu gewonnene Stabilität in der Defensive beim vierten Zu-Null-Spiel in der sechsten Partie unter Trainer Niko Kovac und eine gute Effizienz in der Offensive reichten aus. Unter anderem, weil Adeyemi die Lücke zwischen Potenzial und tatsächlicher Performance kleiner werden ließ.
Den ordentlichen Start ins Spieljahr konnte der schnelle Flügelstürmer wegen einer schweren Muskelverletzung seit Anfang Oktober nicht bestätigen. Erst fiel er lange aus, dann gestaltete sich der Formaufbau bei ihm zum wiederholten Male (zu) langwierig. Der Unterschiedsspieler Adeyemi fehlte dem BVB im Krisenwinter als Leistungsträger. Eine Situation, die dem gebürtigen Münchner zusetzte. „Natürlich macht das etwas mit einem Spieler, wenn wir auf einem schlechten Tabellenplatz stehen. Und ich persönlich habe ja auch meine Ziele nicht erreicht“, sagte er am Samstag. „Ich habe noch etwas gutzumachen.“
BVB benötigt Adeyemi als Unterschiedsspieler
Seine Bude am Millerntor war erst die dritte in der Bundesliga-Saison, eine viel zu geringe Ausbeute. Doch die Entwicklung zeigt wieder nach oben, nicht erst seit diesem Spiel auf St. Pauli, wo er mit sechs Abschlüssen einen persönlichen Rekord aufstellte, sondern auch in den Partien zuvor. „Viele Einzelgespräche“ (Kehl) habe man mit Adeyemi geführt, der nicht nur Haken schlagen und schnell flitzen, sondern Mitspieler und Zuschauer zur Verzweiflung treiben kann, wenn er sich in Mätzchen aufreibt, nach harten Zweikämpfen zu früh ein Foul ziehen will oder mit dem Unparteiischen diskutiert, anstatt sich auf seine Aufgaben zu konzentrieren.
Neben seinem Scherz über den beidfüßigen Vordermann fand Schlotterbeck auch Worte, die Adeyemis Lage skizzieren. „Ich finde, er kommt langsam wieder in den Schwung, den er in der Hinrunde teilweise schon hatte.“ Warum? „Wenn er sauber Fußball spielt, seriös Fußball spielt“, dann bringe der Lockenschopf einen Mehrwert.
BVB-Geschäftsführer Ricken: „Pirschen uns heran“
Trotz des wertvollen Dreiers auf dem Kiez verkniffen sich die BVB-Bosse Ansagen zur Aufholjagd in der Tabelle. „Wir pirschen uns heran“, sagte Sportchef Lars Ricken. Auch Kehl betonte: „Unser Ziel muss es sein, durch Ergebnisse unsere Situation zu beeinflussen.“ Noch steht die Borussia auf Rang zehn, doch Platz vier ist nur noch sechs Zähler entfernt. Für Rechenspiele bleibt sowieso keine Zeit. Am Dienstag (21 Uhr) steht Champions League auf dem Programm, im Achtelfinal-Hinspiel geht es gegen OSC Lille. Ein stärkerer Gegner für einen erstarkten BVB.
Manchmal wirkt es, als hätten sie es verlernt. Elias Saads Kopfball – drüber. Jacksons Irvines Schuss – auf die Tribüne. Hauke Wahls Versuch mit links nach einem Eckball – kullert neben das Tor. Der Innenverteidiger schlug die Hände vor das Gesicht: Kann doch nicht wahr sein!
Mit Möglichkeiten, aber ohne Treffer, entwickeln sich Spiele des Aufsteigers seit ein paar Wochen in ähnlichem Muster. Nach einem überzeugenden Anfang mit Überlegenheit und gepflegtem Spiel – ob in Mainz, Leipzig oder wie am Samstag gegen Dortmund – kommt statt eines Führungstores mit ziemlicher Sicherheit ein Abwehrfehler, der die Pläne durchkreuzt. Wenn der FC St. Pauli einmal 0:1 hinten liegt, richtet er nur noch wenig aus: Das 0:2 gegen den BVB am Samstagnachmittag war die vierte Niederlage nacheinander ohne eigenen Treffer. Noch kein Spiel hat St. Pauli in dieser Saison „gedreht“.
Da es Trainer Alexander Blessins Team misslingt, wenigstens ohne Gegentor auszukommen und in Form einiger schmuckloser 0:0-Spiele zu punkten, ist Rang 16 bedrohlich nah gerückt – dem man sich Ende Januar nach dem 3:0 gegen Union Berlin noch weit entfernt fühlte. Doch mit kümmerlichen 18 Treffern ist es bei aller Abwehrstärke schwierig, genügend Abstand zur Abstiegszone zu halten.
Schon 13 Mal beendete St. Pauli ein Spiel, ohne über ein eigenes Tor gejubelt zu haben – dass die Hamburger noch aussichtsreich im Rennen sind, liegt auch an der Schwäche der anderen. Morgan Guilavoguis fünf Tore sind das Beste, was der FC zu bieten hat. Der Franzose ist derzeit verletzt.
Pech, falsche Taktik oder mangelnde Qualität?
Liegt die Flaute in Pech, der falschen Taktik oder mangelnder Qualität im Angriff begründet? Trainer Blessin führt gern an, dass es genügend Chancen gebe. Das stimmt. Zumindest zwei, drei Hochkaräter erzeugt sein spielfreudiges Team pro Auftritt. Nur fehlt es dann an Abnehmern. Während Saad (zwei Tore) lange verletzt war und eher vorbereitet als vollendet, ist Johannes Eggestein (drei) als Verbindungsmann zwischen hinten und vorn unverzichtbar.
Ein Torjäger war er zuletzt in Werder Bremens B-Jugend. Zugang Guilavogui brauchte Zeit, um in der Liga anzukommen; sein Fehlen reißt eine Lücke. Oladapo Afolayan müht sich, nach einem tollen Zweitliga-Jahr auch in der höchsten Klasse ein wertvoller Stürmer zu sein.
Anders als sonst hat der Geschäftsleiter Sport Andreas Bornemann gemeinsam mit Blessin im Winter nachgebessert. Hier kommt ein Lichtblick: Noah Weißhaupts Tempo auf der rechten Außenbahn könnte in den verbleibenden zehn Spielen ein Plus sein. Die eher abschlussschwache Leihgabe aus Freiburg begann auch gegen Dortmund stark, um dann nachzulassen.
Blessin sieht keine Taktikschwächen. Er verbucht für sich, das Team so ein- und aufzustellen, dass es selbst gegen Bundesliga-Prominenz zu Chancen kommt. Doch was nutzen die schnellsten und dribbelstärksten Außen, wenn in der Mitte keiner einnetzt? Auch sind die Konkurrenten in der Bundesliga auf Details wie Irvines gefährlichen Offensivkopfball besser eingestellt. Schmerzlich wird zudem Gefahr aus der Mitte des Feldes vermisst, wie sie der abgewanderte Marcel Hartel im Aufstiegsjahr verkörperte.
Eine Lösung könnte sein, als Team mutiger zu spielen, weiter aufzurücken, das Mittelfeld offensiver aufzustellen – dann aber würde womöglich die gesamte Statik verlorengehen. Man kommt an dem Urteil nicht vorbei, dass es der Mannschaft für mehr Tore an Können, Cleverness und „Punch“ fehlt, verglichen mit den Gegnern der vergangenen Spiele, die aus sehr wenig sehr viel machten.
+++ Update, 2. März, 14:45 Uhr: Sebastian Kehl bestätigt: Gittens ist sichtlich frustriert +++
Bei Nuri Sahin war er noch gesetzt. Nun ist Jamie Gittens unter Niko Kovac nur noch Ergänzungsspieler bei Borussia Dortmund und das frustriert den jungen Flügelspieler.
Laut der “Bild” äußerte sich Sportdirektor Sebastian Kehl nach dem 2:0-Auswärtssieg gegen den FC St. Pauli über den 20-Jährigen: “Man merkt ihm an, dass er gerade frustriert ist. Am Ende geht es aber um die Mannschaft – das weiß auch Jamie. Er ist dennoch unglaublich wichtig für den Klub, hat sich zum Unterschiedsspieler gemacht. Es tut uns aber gut, dass wir diese Konkurrenzsituation haben.”
In der Bundesliga stand er zuletzt bei der 0:2-Niederlage in Bochum in der Startelf. Seitdem kam er nur für Kurzeinsätze gegen Union Berlin (6:0) und St. Pauli auf den Rasen. Der BVB gewann beide Spiele zu Null.
Wettbewerbsübergreifend steht der Engländer bei 36 Einsätzen in denen er elf Tore und vier Assists zum Teamerfolg beifügte. Sein Vertrag läuft noch bis 2028. Als er zum Anfang der Saison für Furore sorgte, wurde der Engländer schnell als teurer Abgang im dreistelligen Millionenbereich gehandelt.
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+++ Update, 26. Februar, 14:11 Uhr: Emre Can darf offenbar doch auf Vertragsverlängerung hoffen +++
Emre Can gehört zweifellos zu den Gewinnern bei Borussia Dortmund unter dem neuen Trainer Niko Kovac. Seit der Kroate Anfang Februar beim BVB übernommen hat, spielt der Kapitän in der Innenverteidigung so stark, dass nun sogar eine Vertragsverlängerung über 2026 hinaus im Raum steht.
Wie die “Bild” berichtet, findet gerade ein Umdenken in der Führungsriege des BVB statt. Während man bis vor wenigen Wochen einen Verkauf des 31-Jährigen favorisiert habe, sei man nun offenbar dazu bereit, über eine Verlängerung des Kontrakts nachzudenken.
Allerdings gebe es eine Voraussetzung dafür. Nur wenn die Dortmunder, derzeit auf Platz zehn der Tabelle, noch die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb schaffe, habe Can Chancen zu bleiben. Der Rückstand auf die Champions-League-Plätze beträgt bereits sieben Punkte, auf Platz sechs sind es aktuell sechs Zähler.
+++ Update, 20. Februar, 09:55 Uhr: Topklub bastelt wohl an Adeyemi-Transfer +++
Verabschiedet sich Karim Adeyemi schon bald aus Dortmund? Laut Transferinsider Fabrizio Romano bastelt Juventus Turin an einer Verpflichtung des Flügelspielers.
“Adeyemi hat den Berater gewechselt und Juve hat ihn für den Juli angerufen”, erklärte Romano bei “Viva El Futbol”.
Bereits im vergangenen Winter wurde immer wieder über einen Abgang des 23-Jährigen spekuliert, Hauptziel war dabei allerdings die SSC Neapel.
Deren Sportdirektor Giovanni Manna sagte später, man sei sich prinzipiell mit dem BVB einig gewesen. Der Deal scheiterte aber, weil der gebürtige Münchner nicht zu Napoli wechseln wollte und erst überzeugt werden musste.
Adeyemis Vertrag bei der Borussia läuft noch bis 2027.
+++ Update, 18. Februar, 11:55 Uhr: BVB strebt offenbar Trennung von Reyna an +++
Angesichts der sportliche Misere scheint sich Borussia Dortmund nach der Saison von einigen Profis trennen zu wollen. Die “Ruhrnachrichten” bringen in diesem Zusammenhang Namen wie Emre Can, Salih Özcan, Niklas Süle, Pascal Groß oder Marcel Sabitzer ins Spiel.
Vor dem Aus beim BVB steht demnach auch Giovanni Reyna. Hinsichtlich des als hochveranlagt geltenden US-Amerikaners, der in seiner Entwicklung seit geraumer Zeit stagniert, seien die Verantwortlichen “mittlerweile mit der Geduld am Ende”, eine Trennung werde trotz Vertrags bis 2026 angestrebt.
In dieser Saison kommt Reyna wettbewerbsübergreifend auf 16 Einsätze, drei davon von Beginn an. Dabei gelangen ihm zwei Tore. Allerdings verpasste der 22-Jährige auch zwei Monate wegen einer Leistenzerrung.
Der in England geborene Sohn des früheren Bundesliga-Profis Claudio Reyna und der ehemaligen US-Nationalspielerin Danielle Egan steht seit 2019 beim BVB unter Vertrag, war in der vergangenen Rückrunde an Nottingham Forest ausgeliehen. In England konnte er sich jedoch nicht in den Vordergrund spielen. Für die Profis der Schwarz-Gelben absolvierte er bislang 137 Pflichtspiele, in denen er 19 Tore erzielte.
+++ Update, 17. Februar, 09:38 Uhr: Wettbieten um Jamie Gittens deutet sich wohl an +++
Ein möglicher Abgang von BVB-Star Jamie Gittens könnte für den Sommer 2025 wohl ein ernsthaftes Thema werden.
Laut “Bild” könnte sich dabei für die Dortmunder der nächste Abgang für eine Ablösesumme im dreistelligen Millionenbereich abzeichnen.
Im Bericht ist von einem möglichen Wettbieten der englischen Topklubs FC Chelsea, FC Arsenal und Tottenham Hotspur die Rede, die wohl allesamt Interesse am Dortmunder Offensiv-Juwel haben.
Gittens‘ Vertrag in Dortmund läuft noch bis zum 30. Juni 2028. Einst wurde der gebürtige Londoner bei Manchester City und beim FC Reading ausgebildet, bevor er im Sommer 2022 zum BVB wechselte.
In der laufenden Saison steuerte Gittens für die Borussia bei 33 Pflichtspiel-Einsätzen immerhin schon elf Tore und fünf Vorlagen bei.
+++ Update, 10. Februar, 12:11 Uhr: Matthäus-Kritik an Brandt – “Entwicklung bei ihm stehen geblieben +++
Nach der kürzlichen 1:2-Heimpleite von Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart steht BVB-Star Julian Brandt in der Kritik.
“Ein Talent darf alle fünf Spiele mal überragend spielen und das macht er. Aber die Entwicklung ist bei ihm stehen geblieben”, fällte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bei “Sky” ein hartes Urteil über den 28-Jährigen und erklärte, dass Brandt für ihn immer noch ein Talent sei.
Vor allem eine Brandt-Szene im Spiel des BVB gegen Stuttgart erzürnte Matthäus. In der Nachspielzeit verzog Brandt einen Freistoß aus aussichtsreicher Position völlig, reagierte darauf aber kaum.
“Der muss doch ein Zeichen an die Gelbe Wand setzen und sich sagen: ‘Hey, habe ich das jetzt so verbockt?’. Ich habe D-Jugend trainiert. Ein Zehnjähriger ärgert sich mehr als ein Julian Brandt und das darf nicht sein. Meine Spieler haben sich geärgert, wenn sie verkackt haben. Brandt hat sich nicht geärgert”, sagte Matthäus.
Zusammenfassend meinte der 63-Jährige, dass er von Brandt “ein bisschen enttäuscht” sei, weil “er aus seinem Talent viel zu wenig gemacht hat”.
Die BVB-Ikone Kevin Großkreutz hat nach der Heimpleite gegen den VfB Stuttgart (1:2) recht deutliche Kritik an den aktuellen Stars seines Ex-Klubs geäußert.
Besonders Jungstar Jamie Gittens bekam heftige Worte vom 36-Jährigen zu hören. “Wenn er einen guten Tag hat, ist er ein Weltklassespieler, wenn nicht, dann kann er bei uns in der Westfalen-Liga spielen”, kritisierte Großkreutz, der für den SV Wacker Obercastrop in der Westfalenliga 2 kickt, im Podcast “Viertelstunde Fußball” die Inkonstanz des 20-jährigen Engländers.
Großkreutz bemängelte das “Rauf und Runter” in den Leistungen des BVB-Talents, das aber dennoch bereits elf Tore und fünf Vorlagen in der laufenden Saison auf seinem Konto hat.
+++ Update, 8. Februar, 18:15 Uhr: Verträge von Star-Trio sollen wohl nicht verlängert werden +++
Mit der Ankunft von Niko Kovac begann beim BVB eine neue Zeitrechnung.
Unter dem neuen Trainer soll das kriselnde Bundesliga-Schwergewicht wieder in die Spur finden. Die Heimpremiere gegen den VfB Stuttgart (1:2) ging derweil nach hinten los.
Ziel für die alles andere als zufriedenstellend verlaufende Saison ist weiterhin die Qualifikation für die Champions League. In der kommenden Saison soll dann wieder mit neuem Elan angegriffen werden – und mit großer Wahrscheinlichkeit auch mit anderem Personal.
BVB betrogen? Kovac hadert mit Schiri-Entscheidungen
Mit Linksverteidiger Daniel Svensson vom FC Nordsjaelland und Mittelfeldspieler Carney Chukwuemeka vom FC Chelsea kamen zum Ende der Wintertransferphase bereits zwei ambitionierte Neuzugänge per Leihe mit Kaufpflicht bzw. Kaufoption. Im Sommer dürfte sich gerade auch auf der Abgangsseite einiges tun.
Durch die anhaltende Krise sollen die Verträge eines Star-Trios derzeit nicht verlängert werden. Wie die “Sport Bild” berichtet, handelt es sich dabei um Emre Can, Niklas Süle und Julian Brandt.
Alle drei Großverdiener besitzen noch bis 2026 gültige Arbeitspapiere, könnten folglich nur noch im Sommer zu marktgerechten Preisen abgegeben werden. Unter Kovac sollen vorherige Absprachen aus der Zeit unter Vorgänger Nuri Sahin keine Rolle mehr spielen und alles neu bewertet werden.
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+++ Update, 7. Februar, 18:41 Uhr: Duranville-Leihe zu Besiktas? BVB reagierte angeblich sehr deutlich +++
Dortmunds Shootingstar Julien Duranville war zuletzt während der Winter-Transferperiode wohl heiß begehrt. Wie die “Bild” berichtet, soll der BVB zahlreiche Transferanfragen für den 18-jährigen Belgier abgelehnt haben.
Unter anderem soll auch der türkische Topklub Besiktas Istanbul angefragt haben bezüglich einer Leihe mit anschließender Kaufoption. Allerdings soll dieses Modell für die BVB-Bosse überhaupt nicht infrage gekommen sein.
BVB-Fans in Sorge um “Tullbergs Lebenswerk”
Immerhin winken dem Teenager nach dem Abgang von Donyell Malen zu Aston Villa im Frühjahr regelmäßige Einsätze in Dortmund. In der laufenden Saison durfte das Toptalent 13 Mal für die BVB-Profis in Pflichtspielen ran. Dabei gelang ihm je ein Tor sowie eine Vorlage.
+++ Update, 6. Februar, 07:46 Uhr: Napoli-Boss packt aus: Adeyemi-Transfer stand kurz bevor +++
Wie nah war Karim Adeyemi an einem Wechsel von Borussia Dortmund zur SSC Napoli?
Wie Giovanni Manna, Sportdirektor des Tabellenführers nun offenbarte, wohl sehr nah. “Was ich bestätigen kann ist, dass wir mit Borussia Dortmund einen Vertragsentwurf wegen Adeyemi ausgehandelt hatten”, sagte der 36-Jährige auf einer Medienrunde.
Der Flügelstürmer sollte der Nachfolger des abgewanderten Kvicha Kvaratskhelia werden. “Wir waren dort, wir haben geredet, aber der Spieler war sich nicht sicher. Er wollte nicht im Januar zu uns wechseln, wir wollten nicht darauf bestehen”, erklärt Manna weiter.
Deshalb nahmen die Süditaliener Abstand von der Verpflichtung. “Alle Spieler, die seit Sommer gekommen sind, wollten unbedingt nach Napoli kommen. Wenn ich dich überzeugen muss, auf diesem Niveau zu Napoli zu gehen, bist du keiner für uns.”
+++ Update, 5. Februar, 17:18 Uhr: Rückkehr von Ex-Coach Edin Terzic? Bosse waren wohl uneinig +++
Bevor sich Borussia Dortmund für Niko Kovac als neuen Trainer entschied, stand wohl auch eine mögliche Rückkehr von Ex-Coach Edin Terzic im Raum.
Laut “Sport Bild” soll sich vor allem der Technische Direktor Sven Mislintat für ein Comeback des 42-Jährigen ausgesprochen haben.
Allerdings stand er mit der Einschätzung, dass Terzic der richtige Mann für den BVB sei, intern wohl alleine da. Für die anderen Verantwortlichen Lars Ricken und Sebastian Kehl sein eine Terzic-Rückkehr dem Bericht nach sogar ein “Ding der Unmöglichkeit” gewesen, weshalb diese Spur auch nie besonders heiß geworden sei
Terzic führt den BVB in der Vorsaison ins Finale der Champions League, dennoch entschied man sich anschließend für getrennte Wege. Seitdem wartet er auf eine neue Aufgabe als Coach.
Sein schon damals großer Fürsprecher Mislintat dürfte nun wohl auch kurz davor stehen, seinen Platz räumen zu müssen, da er vor allem mit Sportdirektor Kehl ein schwieriges Verhältnis haben soll.
+++ Update, 5. Februar, 11:00 Uhr: Mit dem Kopf nicht mehr beim BVB: Kehl kritisiert Malen +++
Sebastian Kehl hat Donyell Malen nach dessen Wechsel zu Aston Villa kritisiert. Malen sei “nicht mehr wirklich mit dem Kopf bei Borussia Dortmund”, gewesen, sagte Kehl. “Und wir wissen alle, dass es dann auch nicht mehr zu Leistungen führt. In der Verfassung, in der er sich am Ende präsentiert hat, war der Transfer eine gute Lösung.” Der 26-Jährige sei “nicht mehr dahin gekommen, wo er mal war”, betonte der BVB-Sportdirektor.
Man habe auf der Position eigentlich niemanden mehr abgeben wollen, betonte Kehl.
“Das Angebot hat sich aber irgendwann in eine Dimension entwickelt, wo wir drüber nachdenken mussten. Der Spieler hat uns auch klar zu verstehen gegeben, dass er auch aufgrund seiner Vertragslaufzeit etwas Neues machen möchte“, so Kehl weiter. Malen wechselte schließlich Mitte Januar für 25 Millionen Euro zu Aston Villa.
+++ Update, 3. Februar, 19:18 Uhr: Fix! BVB holt Keeper Ramaj – direkte Leihe nach Kopenhagen +++
Borussia Dortmund hat am Deadline Day mit Diant Ramaj einen weiteren Torhüter verpflichtet. Der frühere Heidenheimer und Frankfurter wechselt von Ajax Amsterdam zurück in die Bundesliga.
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In Dortmund unterschrieb der 23-Jährige einen Vertrag bis zum Sommer 2029 und wird umgehend nach Dänemark zum FC Kopenhagen weiterverliehen.
Borussia Dortmund mischt im Kampf um die Europapokal-Plätze in der Fußball-Bundesliga wieder kräftig mit. Eine Woche nach dem fulminanten 6:0 gegen den 1. FC Union Berlin kam der BVB zu einem 2:0 (0:0) beim FC St. Pauli.
Torlos St. Pauli
Nach einer schwachen ersten Halbzeit steigerten sich die Gäste. Serhou Guirassy (51.) mit seinem 14. Saisontor und Karim Adeyemi (58.) trafen zum am Ende doch noch verdienten Erfolg. Für die Hamburger wird die Situation am Tabellenende nach der vierten Niederlage nacheinander bedenklich. Zudem blieb die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin zum vierten Mal ohne eigenes Tor.
Der Aufsteiger begann stark. Vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion nahm das Spiel der Hamburger nach fünf Minuten Fahrt auf. Vor allem Noah Weißhaupt und Philipp Treu sorgten vorwiegend über die rechte Seite für Schwung.
Farblose Gäste
Und die Dortmunder? Von ihrem Rausch beim Kantersieg gegen Union Berlin war nichts mehr zu sehen. Gegen die von Hauke Wahl organisierte Kiez-Deckung brachten Guirassy und Kollegen lange nichts zustande. Der Vierfach-Torschütze gegen Union war nahezu abgemeldet.
Auch von Dortmunds Top-Vorbereiter Pascal Groß gab es kaum Impulse. Erst mit der letzten Aktion vor der Pause kam der BVB durch Adeyemi zu ihrer ersten Chance. Doch der Ball rollte knapp am rechten Pfosten vorbei.
Zuvor waren Torraumszenen beinahe nur von den Gastgebern zu sehen. Obwohl der BVB mehr Ballbesitz bis zur Pause hatte (58:42 Prozent), tauchten die Hamburger häufiger aussichtsreich im gegnerischen Strafraum auf.
Doch wie schon seit Wochen nutzten sie die Gelegenheiten nicht. Elias Saad (7.) per Kopf, Jackson Irvine (14.) mit einem Schuss über die Latte und Wahl (34.) aus kurzer Entfernung brachten den Ball erst gar nicht aufs Tor und machten die Abschlussschwäche des FC St. Pauli deutlich.
Dortmunder Leistungssteigerung nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel sollte sich das schnell für die Hamburger rächen. Die Dortmunder agierten zielstrebiger, ließen St. Pauli kaum noch ins Spiel kommen. Guirassy (51.) staubte mit seiner bis dahin ersten nennenswerten Szene zur Führung ab. Nur sieben Minuten später krönte Adeyemi mit einem Klasse-Solo einen Konter und seine überzeugende Leistung.
Die Kiezkicker brauchten Zeit, um den Doppelschlag zu verarbeiten. Sie bemühten sich, weiter nach vorn zu spielen. Klare Möglichkeiten ergaben sich nicht mehr. Der BVB agierte immer souveräner und ließ nichts mehr zu.
FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund: Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen
Dortmund bastelt weiter an einer erfolgreichen Zukunft!
Mit der Einstellung von Niko Kovač (53) und den Entlassungen von Ex-Trainer Nuri Şahin (36) sowie Kaderplaner Sven Mislintat (52) hat der BVB schon eine erste Radikal-Kur zum Jahres-Start durchgezogen. Doch die Bosse treiben den Umbau weiter voran – und holen sich einen echten Experten mit ins Boot.
Dortmund holte heimlich Pep-Flüsterer
Versteckte Botschaft?: Spannende Theorie zum Adeyemi-Jubel
Quelle: BILD01.03.2025
Beim 2:0-Sieg auf St. Pauli saß mit Steven Rands (39) ein neuer Video- und Spielanalyst auf der Bank. Er nahm direkt neben Co-Trainer Robert Kovač Platz, war sofort in alle wichtigen Entscheidungen eingebunden. Der Engländer gilt auf der Insel ein echter Profi seines Gebiets, arbeitete bis 2016 bei Manchester City mit Trainer-Legende Pep Guardiola (54) zusammen. Zuletzt war er als Co-Trainer bei Leicester City angestellt.
Analyse während des Spiels: Trainer Niko Kovač (v.l.), sein „Co“ Robert Kovač und Steven Rands
Foto: picture alliance / Kirchner-Media
Kurios: Nicht Dortmund machte die Verpflichtung offiziell, sondern Rands selbst. Auf der Karriere-Plattform LinkedIn schrieb er unter der Woche: „Es freut mich, mitteilen zu können, dass ich mich dem Champions-League- und Bundesliga-Giganten Borussia Dortmund angeschlossen habe. Es ist eine unglaubliche Chance, Teil eines Klubs mit so einer großen Historie, so leidenschaftlichen Fans und der Verpflichtung zu exzellenter Arbeit zu sein. Ich freue mich darauf, meinen Teil beizutragen und mit einigen der genialsten Köpfe des Fußballs zusammenzuarbeiten!“
Adeyemis Tor “Spiegelbild” für Dortmunder Trendwende
Aktualisiert am 02.03.2025 – 11:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Karim Adeyemi (l) profitiert vom neuen Dortmunder Trainer Niko Kovac. (Quelle: Marcus Brandt/dpa/dpa-bilder)
Borussia Dortmund kann erstmals in dieser Bundesliga-Saison zweimal nacheinander gewinnen. Doch nach dem 2:0 beim FC St. Pauli von einer Wende zu sprechen, ist verfrüht.
Karim Adeyemi war in den Katakomben des Hamburger Millerntor-Stadions gefragt – sehr sogar. Der 23 Jahre alte Angreifer war mit einem Tor und einer Vorlage für Borussia Dortmund beim 2:0 beim FC St. Pauli nicht nur der Mann des Spiels. Adeyemi steht auch beispielhaft für den beginnenden Aufschwung der Westfalen nach einer von Beginn an schwierigen Fußball-Saison.
“Die letzten Spiele habe ich ein bisschen Selbstbewusstsein gekriegt”, sagte er. “Sie waren ganz okay von mir. Es geht aber auf jeden Fall noch mehr. Ich kriege Spielzeit. Darüber bin ich sehr glücklich, und wenn wir die Spiele gewinnen, bin ich noch glücklicher.”
Für Sportdirektor Sebastian Kehl stand die Art und Weise, wie Adeyemi das 2:0 erzwungen hatte, sogar symbolhaft für die Entwicklung der Dortmunder insgesamt seit dem Amtsantritt von Trainer Niko Kovac (53) Anfang Februar.
Adeyemi hatte sich in der 58. Minute bei einem Konter erst gegen seinen Gegenspieler Philipp Treu durchgesetzt. Auch durch ein versuchtes Foulspiel von Treu ließ sich der viermalige Nationalspieler nicht stoppen und schob den Ball vorbei an St. Paulis Keeper Nikola Vasilj überlegt ins Tor.
“Früher wäre er vielleicht auch mal hingefallen. Aber heute bleibt er stehen und marschiert weiter”, sagte Kehl. “Ich finde, das ist ein bisschen das Spiegelbild für die ganze Mannschaft – nicht hinfallen und liegenbleiben, sondern sich wehren.” Das Team habe unbedingt dieses Spiel gewinnen wollen. “Und da braucht man am Ende auch so Aktionen.”
Das macht Mut, auch für das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den OSC Lille am Dienstagabend (21.00 Uhr/Amazon Prime). Dennoch: Der BVB hat nach den schwierigen Monaten unter Ex-Trainer Nuri Sahin die Wende unter dessen Nachfolger Kovac noch längst nicht geschafft.
Erstmals in dieser Saison zwei Bundesligaspiele nacheinander gewonnen, im dritten Pflichtspiel nacheinander zu null gespielt zu haben und wieder in Sichtweite der Champions-League-Plätze zu sein, sind vielleicht Indizien für eine – wenn überhaupt – Trendwende.
Noch gibt es einiges zu tun. Im Angriff ist vieles abhängig von Serhou Guirassy, der in Hamburg mit seinem 14. Saisontreffer auch die Führung erzielte (50.). Die erste Hälfte im Spiel beim Aufsteiger vom Hamburger Kiez erinnerte zudem mehr an die Leistung beim erschreckenden 0:2 beim Abstiegskandidaten VfL Bochum vor zwei Wochen als an das fulminante 6:0 gegen den 1. FC Union Berlin vor einer Woche.
Dass sich die Mannschaft gegen den FC St. Pauli nach der Pause steigerte und letztlich souverän gewann, deutet aber zumindest auf eine gewachsene Stabilität hin. “Kompliment, wie die Jungs das heute angegangen sind, erst dagegenhalten, dann mitspielen und das Spiel gewinnen”, stellte Kovac zufrieden fest.
Für Kehl stimmt in jedem Fall die Richtung. Er sieht durch die Entwicklung die Richtigkeit des Trainerwechsels bestätigt: “Das war ja der Wunsch, dass wir über diesen Trainerwechsel, durch ein bisschen Einfachheit, am Ende auch durch klare Ansprachen von Niko und seinem Trainerteam, dieser Mannschaft wieder Stabilität geben.”
Karim Adeyemi trifft beim BVB-Sieg gegen St. Pauli. Sein Torjubel mutet eher merkwürdig an, eine Erklärung gibt es anschließend nicht.
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Karim Adeyemi jubelte nicht. Er bewegte sich nicht einmal. Zeigte keine Regung. Dabei hatte der quirlige Angreifer gerade für Borussia Dortmund das 2:0 beim FC St. Pauli erzielt, und was war das für ein Tor. Ein sehenswertes Solo über den halben Platz, danach überlegt abgeschlossen. Der erste “Doppel-Sieg” in dieser Saison war dem BVB danach nicht mehr zu nehmen.
“Tor geschossen, weiter geht’s”, sagte Adeyemi zu seinem ungewöhnlichen und seltsam anmutenden Jubel in der 58. Minute. Der 23-Jährige hat mit den Schwarz-Gelben schließlich keine Zeit zu verlieren, wie die gesamte Mannschaft hat auch Adeyemi nach dieser bisher vermurksten Saison noch etwas gutzumachen. Doch wie die Dortmunder insgesamt befindet sich auch der Angreifer im Aufwind.
Adeyemi will mit dem BVB wieder angreifen
“Wir sind, glaube ich, nicht auf unserem gerechten Tabellenplatz. Natürlich macht das auch etwas mit einem Spieler. Ich persönlich habe ja auch meine Ziele nicht erreicht”, sagte Adeyemi, der in der Hinrunde wegen eines Muskelfaserrisses lange ausgefallen war: “Ich möchte für Dortmund viele Tore schießen, viele Assists sammeln und natürlich viele Spiele gewinnen. Wenn das alles nicht so da ist, dann ist man natürlich enttäuscht und arbeitet daran, dass es besser wird. Das machen wir.”
Und so langsam scheint Adeyemi unter dem neuen Trainer Niko Kovac wieder aufzublühen. “Er sagt: ‘Du musst deine Stärken, Schnelligkeit und das Eins gegen Eins, ausspielen. Und mach Tore’. Das ist, was er gerne will. Ich versuche, es jedes Spiel zu zeigen und zu bringen”, sagte Adeyemi.
Auf St. Pauli leitete Adeyemi den Führungstreffer von Serhou Guirassy (51.) ein, für die Entscheidung sorgte er dann selbst. “In den letzten Spielen habe ich wieder mehr Selbstbewusstsein gekriegt, sie waren ganz okay”, sagte Adeyemi, aber ein Grund zum Jubeln ist das noch lange nicht: “Es geht auf jeden Fall noch mehr. Ich baue darauf auf.” (sid/bearbeitet von ms)
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