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  • BVB, News und Gerüchte: Dortmund legt Preis für Torhüter

    BVB, News und Gerüchte: Dortmund legt Preis für Torhüter


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  • Kritik an Brandt verfehlt den wahren Kern des Problems

    Kritik an Brandt verfehlt den wahren Kern des Problems


    Analyse
    Sündenbock beim BVB

    Aktualisiert am 14.02.2025, 07:20 Uhr

    Der BVB-Buhmann blühte in Lissabon auf. Über Julian Brandts Körpersprache und Effizienz lässt sich streiten, doch die Kritiker verfehlen den Kern des Problems.

    Dieser Text enthält eine Einordnung aktueller Ereignisse, in die neben Daten und Fakten auch die Einschätzungen von Marie Schulte-Bockum sowie ggf. von Expertinnen oder Experten einfließen. Informieren Sie sich über die verschiedenen journalistischen Textarten.

    Borussia Dortmund steckt in einer sportlichen Krise. Ja, am Dienstagabend feierte der BVB einen 3:0-Sieg bei Sporting Lissabon im Hinspiel der Champions-League-Playoffs. Doch insgesamt bleiben die Borussen in der Saison 2024/25 bislang weit hinter den Erwartungen zurück.

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    In der Bundesliga steht Dortmund nach zwei Dritteln der Saison auf Platz elf hinter Klubs wie Mainz und Bremen. Das mit teuren Stars gespickte Team droht ins Mittelmaß abzurutschen, in der Champions League muss der BVB nach einem tollen Start in die Ligaphase nun doch die Ehrenrunde über die Playoffs drehen. Und die Qualifikation für die Königsklasse der kommenden Saison wäre nach aktuellem Stand ein schwarzgelbes Wunder.

    Schon Sahin kritisierte Brandt öffentlich

    Ein Gesicht dieser Krise ist Julian Brandt. Der Mittelfeldspieler wird seit Monaten hart kritisiert: Nuri Sahin stellte ihn Mitte Januar als einen derjenigen infrage, die den Anspruch eines Führungsspielers nicht erfüllen. “Jule Brandt ist einer dieser Spieler. Ich hatte ein Gespräch mit Jule. Er ist sich der Lage bewusst und will mit anpacken”, sagte der mittlerweile entlassene BVB-Coach nach der Niederlage gegen Leverkusen über seinen Vize-Kapitän.

    Auch Lothar Matthäus bemängelt immer wieder Brandts scheinbar stagnierende Entwicklung. Deutschlands Rekordnationalspieler prangerte zuletzt in aller Öffentlichkeit die Einstellung des 28-Jährigen an: “Ich habe D-Jugend trainiert. Ein Zehnjähriger ärgert sich mehr als ein Julian Brandt und das darf nicht sein”, sagte Matthäus am vergangenen Wochenende bei “Sky90” nach Dortmunds enttäuschender 1:2-Niederlage gegen Stuttgart. Brandt hatte in der Nachspielzeit mit einem Freistoß noch eine gute Chance auf den Ausgleich, vergab aber kläglich.

    Matthäus, der in jungen Jahren wie Brandt im Mittelfeld agierte, sagte weiter: “Die Entwicklung ist bei Brandt stehen geblieben. Gerade von ihm […] erwarte ich eigentlich schon, dass er nach sechs, sieben Jahren Borussia Dortmund irgendwo auch mal das Heft über einen längeren Zeitraum in die Hand nimmt”.

    Bayern-Wechsel scheiterte wohl an Mentalität

    Für 25 Millionen Euro war Brandt 2019 von Leverkusen nach Dortmund gewechselt. Brisant: Schon damals nahm der FC Bayern angeblich Abstand von einer möglichen Verpflichtung des Jungstars – angeblich gab es an der Säbener Straße Zweifel an der Konstanz in Brandts Leistungen.

    Außerdem hieß es, die Bayern-Bosse seien sich nicht sicher, ob Brandt die “Mia san Mia“-Mentalität habe, was immer das bedeuten mag. BVB-Fans lachten die Berichte damals als Münchner Neid weg.

    Doch auch in der Dortmunder Kabine soll es laut “Bild” mittlerweile Vorbehalte gegen Brandts mangelnde Effizienz geben – demnach gebe es BVB-intern Diskussionen über die mangelnde Torgefährlichkeit im Dortmunder Mittelfeld, das derzeit von Brandt, Pascal Groß und Marcel Sabitzer bespielt wird.

    Brandts Scorer-Ausbeute ist Indiz einer stagnierenden Entwicklung

    Das Gesicht der internen und externen Kritik ist dabei meist Brandt, wohl auch, weil der 28-Jährige der vielleicht talentierteste zentrale Mittelfeldspieler im Dortmunder Kader ist. Doch sind die harten Worte derzeit gerechtfertigt oder wird der wahre Wert von Julian Brandt verkannt?

    Die Zahlen der aktuellen Saison sprechen auf den ersten Blick nicht für ihn. In 28 Pflichtspielen hat er vier Tore erzielt und zehn Assists geliefert. Besonders seine Abschlüsse stehen in der Kritik: In der Bundesliga führten 75 Schüsse von Brandt zu nur acht direkten Torbeteiligungen. Zum Vergleich: In der Vorsaison waren es 76 Schüsse mit 18 Torbeteiligungen – ein klarer Rückgang in der Effizienz.

    Brandt äußerte sich nach der Entlassung von Sahin betroffen: “Wir wissen, dass wir in den letzten Wochen superschlecht Fußball gespielt haben. Dafür fühlen wir uns schuldig und schämen uns […] Ich persönlich hätte super gerne mit ihm weitergearbeitet”. Es war wohl auch ein Eingeständnis seiner eigenen Leistung in der durchwachsenen Saison des BVB.

    Zwei Assists gegen Sporting: Trendwende oder Zufall?

    Beim Sieg über Sporting Lissabon schien aber plötzlich alles anders, Brandt konnte entscheidend zum Sieg beitragen. Seine lange Flanke auf Serhou Guirassy zum 1:0 war perfekt getimt, ebenso sein Doppelpass mit Karim Adeyemi vor dem 3:0. Dennoch tauchte er – wie die meisten seiner Teamkollegen – in den ersten 60 Minuten immer wieder ab, war nicht bissig genug in den Zweikämpfen und konnte neben seinen Torbeteiligungen kaum spielerische Glanzpunkte setzen.

    Julian Brandt beim Champions-League-Spiel gegen Sporting in Lissabon.

    Julian Brandt beim Champions-League-Spiel gegen Sporting in Lissabon.

    © IMAGO/Bruno de Carvalho

    Eine Partie, die symptomatisch ist für Brandts Spielweise: Er taucht phasenweise ab, lässt die Schultern auch mal hängen, kann aber mit wenigen Aktionen ein Spiel entscheiden. Das amerikanische Portal “SB Nation” fasste Brandts Leistung von Lissabon treffend zusammen: “Nicht sein bestes Spiel, aber er lieferte zwei Assists und das macht den Unterschied”.

    Der Blondschopf als kreatives Genie, dem immer wieder mangelhafte Körpersprache vorgeworfen wird – in dieser Hinsicht ist Mittelfeldspieler Brandt eben eher ein Mesut Özil als ein Bastian Schweinsteiger.

    Wird Brandts Wert verkannt?

    Trotz seiner Funktion als Dortmunder Vize-Kapitän ist Brandt kein klassischer Führungsspieler, der durch Aggressivität oder Zweikampfhärte auffällt. Seine Stärken liegen in seiner Kreativität, dem Spielwitz und seinen fantastischen technischen Fähigkeiten.

    In einer funktionierenden Mannschaft kann er als Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff brillieren, doch in einer verunsicherten Truppe wie dem aktuellen BVB gerät seine unkonstante Spielweise schnell in den Fokus der Kritik.

    Sein Einfluss auf das Dortmunder Offensivspiel bleibt dennoch unbestritten. Seit seinem Wechsel 2019 von Bayer Leverkusen hat er in 244 Pflichtspielen 44 Tore erzielt und 60 weitere vorbereitet. Gerade in der vergangenen Saison war er mit zehn Toren und 16 Assists in 47 Spielen einer der wenigen Lichtblicke bei Schwarzgelb.

    Kritiker wie Matthäus wünschen sich von Brandt mehr Konstanz und eine dominantere Rolle, doch das entspricht nicht seinem Stil. Seine Leistung gegen Sporting zeigt dennoch, dass er auch in kritischen Momenten liefern kann – wenn er das richtige Umfeld hat.

    Die Kritik von Matthäus greift zu kurz

    Die Kritik an Brandt ist nicht unbegründet, aber sie greift zu kurz. Er ist kein Mentalitätsspieler wie Emre Can oder ein eiskalter Vollstrecker wie Guirassy. Doch seine Qualitäten im Spielaufbau und seine Spontanität unter Gegnerdruck sind für Dortmunds Offensivspiel unersetzlich.

    Sollte es Niko Kovac gelingen, dem BVB wieder Stabilität zu verleihen, könnte Brandt erneut aufblühen. Der Sieg in Lissabon war ein erster Schritt in diese Richtung. Es bleibt abzuwarten, ob Brandt aus der aktuellen Kritik die richtigen Schlüsse zieht – und ob er seinen Kritikern beweisen kann, dass er weit mehr ist als ein ewiges Talent.

    Verwendete Quellen

    JTI zertifiziert
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  • BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer wirbt für DFL-Pläne

    BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer wirbt für DFL-Pläne


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  • BVB-Torjäger Guirassy zeigt seinen Wert: Wichtiges Tor statt

    BVB-Torjäger Guirassy zeigt seinen Wert: Wichtiges Tor statt


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  • BVB U23 weiter ohne Julian Hettwer

    BVB U23 weiter ohne Julian Hettwer


    Nach drei Niederlagen in Folge könnte sich die Lage für die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund am Wochenende deutlich verschärfen. Schon vor dem Anpfiff des eigenen Heimspiels am Samstag um 16.30 Uhr gegen den SV Sandhausen könnte der Vorsprung der BVB U23 auf den ersten Abstiegsplatz im schlechtesten Fall auf zwei Punkte schrumpfen, womit der Druck auf den schwarz-gelben Unterbau sprunghaft steigen würde.

    Umso bitterer ist es, dass Trainer Jan Zimmermann weiterhin nicht auf Julian Hettwer bauen kann, der vor der Winterpause in 18 Einsätzen auf elf Tore und sechs Vorlagen kam, damit mehrfach der Unterschiedsspieler war. Im neuen Jahr allerdings setzen Rückenprobleme den 21-Jährigen außer Gefecht und wie nun der „kicker“ berichtet, wird es noch einige Zeit dauern bis Hettwer wieder ins Geschehen eingreifen kann.

    Rückt ein Abschied im Sommer näher?

    Fraglos eine schlechte Nachricht für die Zimmermann-Elf, die zuletzt drei Mal in Folge ohne eigenes Tor geblieben ist und der ohne den schnellen Hettwer unverkennbar die Durchschlagskraft fehlt.

    Die Zwangspause kommt freilich auch für Hettwer selbst zu einem alles andere als günstigen Zeitpunkt. Schließlich steht der gebürtige Bochumer im Sommer vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Ohne realistische Aussicht auf den Aufstieg zu den BVB-Profis wird Hettwer den Verein wahrscheinlich verlassen und bei einem der vielen interessierten Vereine aus der Bundesliga oder der 2. Bundesliga anheuern. Letzteres Szenario rückt auch deshalb näher, weil Hettwer derzeit gar nicht die Möglichkeit hat, sich für die Profis zu empfehlen und gegebenenfalls beim neuen Trainer Niko Kovac einen Fuß in die Tür zu bekommen

     



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  • VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte

    VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte


    TM-Interview, Teil 2 

    VfB Stuttgart: Lücke zu FC Bayern & BVB wird Jahrzehnte bestehen bleiben

    ©IMAGO

    Der VfB Stuttgart stand gefühlt mehrfach mit einem Bein in der 2. Bundesliga, ehe er in den vergangenen anderthalb Jahren an längst vergessene Erfolgszeiten anknüpfen konnte. Was dank guter Entscheidungen möglich ist, zeigen die Verantwortlichen um Vorstandschef Alexander Wehrle, Sport-Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth und Cheftrainer Sebastian Hoeneß, die den Schwaben neues Leben einhauchten.

    In Teil 2 des großen Transfermarkt-Interviews, das mit Fragen aus der Community gespickt ist, spricht Wehrle über das künftige Transferbudget, notwendige Ausstiegsklauseln, die Bedeutung von Angelo Stillers Verlängerung, Mängel in der Jugendarbeit und die Zukunft der Schwaben.

    Teil 1 – VfB-Boss Wehrle über mutige Wahl Wohlgemuth & Hoeneß: „Was macht der da eigentlich?“

    Transfermarkt: Mit Deniz Undav und Ermedin Demirovic gab es 2024 gleich zweimal einen Rekordtransfer. Gehen Sie davon aus, dass diese Bestmarke 2025 wieder geknackt wird?

    Wehrle: Davon gehe ich Stand heute nicht aus. Das waren für den VfB zwei außergewöhnliche Transfers. Es war klar, welchen Stellenwert Deniz Undav für den Verein und das ganze Umfeld hat. Mit Serhou Guirassy hatte uns ein wichtiger Stürmer verlassen, weswegen wir alle Energie eingesetzt haben, um Deniz langfristig binden zu können. Ermedin Demirovic hat in Augsburg mit konstant guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Wir sind froh, dass Deniz und Medo das VfB-Trikot tragen.  Dass man auch ablösefreie Spieler verpflichten kann, die sich zu Leistungsträgern entwickeln, zeigt das Beispiel Nick Woltemade. Es geht nicht um Rekordsummen. Wir müssen überzeugt sein, dass ein Spieler zu uns passt. Dann tun wir auch alles, um ihn zu bekommen.

    Transfermarkt: „justalittlethought“ möchte wissen, welches Transferbudget der VfB im Sommer zur Verfügung hat? Und welche konkreten Auswirkungen hätte eine ausbleibende Europacup-Qualifikation?

    Wehrle: Wir sind so aufgestellt, dass wir keine internationalen Einnahmen generieren müssen. Wenn wir on top Einnahmen aus der Champions League oder Europa League haben sollten, werden wir diese sicherlich wieder in die Mannschaft investieren. Aber immer so, dass wir uns auch Spielzeiten ohne internationale Teilnahme leisten können. Das ist unsere Maxime. Eine genaue Zahl möchte ich ungern nennen, das wäre ein Wettbewerbsnachteil, weil die Konkurrenz ja mitliest. (schmunzelt)

    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Warum hat der VfB in der Vergangenheit so großflächig Ausstiegsklauseln bei seinen Spielern verteilt? Das wirkte mitunter schwer nachvollziehbar.


    Zuletzt kam Jeltsch
    Alle Transfers des VfB Stuttgart
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    Wehrle: Ich kann nachvollziehen, wenn Fans wegen der Ausstiegsklauseln verwundert waren. Man muss aber berücksichtigen, dass wir damals in einer ganz anderen Situation waren. Wir standen vor der Wahl, Verträge mit einer Restlaufzeit von 18 Monaten zu verlängern oder mit dem wirtschaftlichen Risiko eines ablösefreien Abgangs in ein letztes Vertragsjahr gehen. Ohne Ausstiegsklausel wäre eine Vertragsverlängerung in vielen Fällen nicht umsetzbar gewesen. Und zum Zeitpunkt der Vertragsabschlüsse konnten wir zudem in den meisten Fällen eine Ausstiegsklausel festsetzen, die höher war als der damalige Marktwert der Spieler.  

    Wehrle über Marktwerte: Korrelation zu tatsächlichen Ablösesummen sichtbar

    Transfermarkt: Orientieren Sie sich bei den Marktwerten auch an den Summen bei TM?

    Wehrle:  Von Zeit zu Zeit schaut man auf die Zahlen. Es zeigt sich, dass es eine gewisse Korrelation zu den tatsächlichen Ablösesummen gibt. Unabhängig davon befinden wir uns jetzt glücklicherweise in der Situation, in der wir ohne Ausstiegsklausel mit deutschen Nationalspielern verlängern können.

    Transfermarkt: Womit wir bei Angelo Stiller landen, der bis 2028 gebunden wurde und zum Top-Verdiener aufstieg. Über die Existenz einer Ausstiegsklausel gab es widersprüchliche Meldungen. Jamie Leweling hat im Dezember sogar bis 2029 verlängert, laut „Sky“ mit einer Änderung der vorhandenen Klausel. Klären Sie uns bitte auf.

    Wehrle: Ich habe gesagt, dass wir mit einigen Nationalspielern ohne Ausstiegsklausel verlängert haben. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Angelo ist ein ganz wichtiger Schlüsselspieler für den VfB, er hat sich unter Sebastian Hoeneß fantastisch entwickelt und ihm gehört auch in der Nationalmannschaft die Zukunft. Es war wichtig, mit der Verlängerung ein Signal nach innen und nach außen zu senden. Und Angelo hat sich diesen neuen Vertrag verdient.


    Kimmich, Gnbary & Co.
    Die Jugendarbeit des VfB
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    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Vor rund 20 Jahren drängten die „jungen Wilden“ Sami Khedira, Mario Gómez, Christian Gentner und Andreas Beck ins Profiteam. Seitdem wurde von VfB-Verantwortlichen immer wieder betont, dass der eigene Nachwuchs für den Herrenbereich gefördert werden soll. Der hochgelobte 2005er-Jahrgang scheint bis auf Torwart Dennis Seimen ausgebremst. Wann schaffen es endlich wieder Eigengewächse regelmäßig in den Profikader?

    Wehrle: Es gehört zur DNA des VfB, junge Spieler aus der eigenen Jugend in den Lizenzspielerkader zu integrieren. In den letzten Jahren ist es uns nicht ausreichend gelungen, solche Stamm- und Schlüsselspieler zu entwickeln. Wir haben ein paar Änderungen im NLZ vollzogen, was Scouting und Kaderplanung zwischen der U17 und U21 angeht. Mit Tobias Werner haben wir jemanden dazugeholt, der sich ganzheitlicher um die Top-Talente kümmert und ein wichtiges Bindeglied zu Christian Gentner und dem Trainerteam der Profis ist. Der Vorstand bekommt fast täglich Updates, es gibt einen ganz engen Austausch. Wir haben einige Talente – ohne Namen zu nennen –, die in naher Zukunft wichtige Spieler werden können. Das muss auch unser Ziel sein. Erste Ansätze waren bereits da, aber wir wollen natürlich am liebsten mehrere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Kader haben, die regelmäßig in der MHP Arena spielen.

    Transfermarkt: „justalittlethought“ fragt: Laurin Ulrich hat als einziger VfB-Jugendspieler nach Joshua Kimmich, Timo Werner und Jordan Meyer die Fritz-Walter-Medaille seit 2014 gewonnen, sein Vertrag endet 2026. Welche Perspektive hat er in Stuttgart? Und warum hat der Übergang bei ihm länger gedauert als bei Tom Bischof in Hoffenheim?

    Wehrle: Laurin hat nach wie vor eine große Perspektive, wurde aber in den letzten Jahren von Krankheiten und Verletzungen ausgebremst.  Wir haben ihn im Winter aus Ulm zurückgeholt, um ihm in unserer U21 in der 3. Liga Spielpraxis zu geben.  Dort hat er zuletzt gute Leistungen gezeigt und wichtige Tore geschossen.

    Wehrle: VfB Stuttgart ist dabei, internationale Zielmärkte zu erschließen

    Transfermarkt: Weitere Frage von „TF1893“: Wie steht der VfB im Vergleich zu anderen Bundesliga-Klubs hinsichtlich der Reichweite, Merchandising-Einnahmen und Medienpräsenz international da?

    Wehrle: Tradition und Erfolg haben den VfB über Jahrzehnte hinweg geprägt. Aber von der Geschichte allein kann man sich nichts kaufen. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns perspektivisch weiterentwickeln. Wir haben wirtschaftliche Stabilität und sportliche Substanz als Grundvoraussetzung, viele Spiele in der MHP Arena sind ausverkauft, bei der TV-Reichweite sind wir immer unter den Top-Vereinen. Jetzt haben wir auch wieder neu begonnen, internationale Zielmärkte zu erschließen. Man darf nicht vergessen, dass es bei meinem Einstieg 2022 keine Stelle für Internationalisierung gab. In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben wir viel aufgebaut, waren in den USA und in Japan. Die Fußballschule ist sehr viel unterwegs. Wir haben mittlerweile deutliche siebenstellige Erträge im internationalen Segment. Das ist noch ausbaufähig und wir befinden uns auf einem guten Weg.

    Transfermarkt: Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen ließ auf dem „SPOBIS“ durchblicken, dass es aus seiner Sicht unmöglich sei, konkrete Pläne für mehrere Jahre zu entwerfen. Wie handhaben Sie das?

    Wehrle: Wir arbeiten in Dreijahreszyklen, was die mittelfristige finanzielle Planung angeht, und bei der Strategie in Vierjahreszyklen. Wir haben 2022 eine Strategie für 2026 entwickelt und nutzen die Management-Methode OKR (Objectives and Key Results; d. Red.) für alle Fokusthemen, damit unsere Organisation Orientierung hat und jeder weiß, wo wir hinwollen und was unsere Schwerpunktthemen sind. Wohin wir uns vor allem mit Blick auf Investitionen bewegen wollen. Das gehört für mich zu einer strategischen Ausrichtung einer jeden Organisation – auch im Fußballbereich.

    Transfermarkt: Der VfB rauschte rasant von unten nach oben. Was ist das maximal Mögliche für den Klub?

    Wehrle: Vereine wie Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen sind vom Umsatz und den vorhandenen Investitionsmöglichkeiten her weit vor uns. Diese Lücke zu schließen, wird Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte dauern. So realistisch muss man einfach sein. Und dennoch kann es durch kluges Kadermanagement und kluge Transferpolitik mit den richtigen handelnden Personen gelingen, im einen oder anderen Jahr für Überraschungen zu sorgen. Unser vorrangiges Ziel ist es, den VfB so aufzustellen, dass er ein stabiler Bundesligist ist, der sich perspektivisch auch immer mal wieder für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren kann. Wir sind nicht so weit, dass wir die Topteams angreifen und um die Meisterschaft mitspielen können. Aber wir haben sehr gute Möglichkeiten, uns zu entwickeln und weiterhin zu wachsen.

    Ich habe für die Interessens- und die Nachwuchssäule argumentiert und gekämpft.

    Transfermarkt: Zu guter Letzt eine Frage von „Santiago15“: Wie hat sich der VfB in den jüngsten Gesprächen rund um die Verteilung der TV-Gelder positioniert?

    Wehrle: Als Vertreter eines reichweitenstarken Traditionsklubs finde ich, dass der Solidaritätsgedanke für die Liga spricht – über 50 Prozent werden solidarisch verteilt. Dennoch habe ich mich schon in den vergangenen Jahren danach als DFL-Präsidiumsmitglied dafür eingesetzt, dass die Reichweiten mehr berücksichtigt werden. Ich habe für die Interessens- und die Nachwuchssäule argumentiert und gekämpft. Und ich halte es für eine richtige Entscheidung des aktuellen DFL-Präsidiums, dass man nun die drei Prozent, die aus der bisherigen Interessenssäule ausgeschüttet wird, ein Stück verändert hat, indem die Kriterien Mitgliederstärke und Reichweite ergänzt werden. Und es wäre auch einen Gedanken wert, diese drei Prozent bei der nächsten Rechteperiode zu erhöhen.

    Hier geht es zu Teil 1: VfB-Boss Wehrle spricht über die sensationelle letzte Saison, emotionale Abgänge, seine „mutige“ Wahl pro Wohlgemuth und Hoeneß, einen Verbleib des begehrten Trainers und die Auswirkungen des Einstiegs von Porsche.

    Interview: Philipp Marquardt



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    Paar gute Spiele beim BVB und dann? Jadon Sancho nach


    1. Paar gute Spiele beim BVB und dann? Jadon Sancho nach Seitenhieb am Pranger  sport.de
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  • VfL Bochum – BVB im TV: Wer überträgt die Bundesliga am Samstag? | Sport

    VfL Bochum – BVB im TV: Wer überträgt die Bundesliga am Samstag? | Sport


    Nach dem ersten Sieg unter Neu-Trainer Niko Kovac (53) soll nun der erste Erfolg in der Bundesliga her.

    In den Champions-League-Playoffs konnte Kovac mit 3:0 in Lissabon gewinnen. Zuvor hatte es in der Liga einen 1:2-Fehlstart gegen Stuttgart gegeben.

    Jetzt geht es nach Bochum. BILD erklärt Ihnen, wo Sie das Spiel im TV, Livestream und Live-Ticker verfolgen können.

    Bundesliga im TV: Wer zeigt VfL Bochum – Borussia Dortmund?

    Die Bundesliga-Partie zwischen Bochum und Dortmund wird live und exklusiv bei Pay-TV-Sender Sky und dem kostenpflichtigen Streaminganbieter WOW (Anzeige) übertragen. Anstoß ist um 15.30 Uhr, die Übertragung bei Sky und WOW beginnt bereits um 15.15 Uhr.

    Sie können die Bundesliga nicht live vor dem TV verfolgen oder haben kein Sky-Abo? Kein Problem! Im BILD.de-Liveticker können Sie das Pott-Duell kostenlos verfolgen.



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  • Borussia Dortmund: CL-Beben! BVB gegen Sporting nicht im TV?

    Borussia Dortmund: CL-Beben! BVB gegen Sporting nicht im TV?



    Spielt Borussia Dortmund, fiebern nicht nur 80.000 im Stadion mit. Auch vor den Fernsehgeräten schauen Hunderttausende die BVB-Spiele. Erst recht, wenn es in der Champions League um alles geht.Doch nun folgt der Knall. Nach einem Rechtsstreit könnte ausgerechnet der große und wichtige Königsklassen-Kracher von Borussia Dortmund gegen Sporting Lissabon nicht im TV zu sehen sein. Streamingdienst Amazon Prime Video droht die Abschaltung in Deutschland.Borussia Dortmund: Sporting-Spiel nicht im TV?Dieses Urteil ist ein Paukenschlag: Eine Nokia-Tochter hat einen Patent-Rechtsstreit gegen Amazon Prime Video gewonnen. Und das könnte heftige Folgen haben. Alcatel-Lucent hat nun vorerst das Schicksal des Streaming-Riesen in der Hand. Sobald Nokia die Kaution hinterlegt, muss Prime Video abgeschaltet werden. Gibt es keine Einigung um eine Lizenz, sogar dauerhaft. Hier mehr Infos zum Urteil.+++ Borussia Dortmund: Neue Sorgen! BVB schon wieder in Not +++Das könnte auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Champions League haben. Dort zeigt Prime an jedem Spieltag das Topspiel am Dienstag. Das nächste: Borussia Dortmunds Auswärtsspiel bei Sporting Lissabon in den Playoffs. Die Partie steigt bereits in wenigen Tagen (11. Februar, 21 Uhr). Amazon bleibt also nur sehr wenig Zeit, um eine Einigung nach der herben Schlappe vor Gericht zu erzielen.Mehr aktuelle Nachrichten:Sonst bleibt das Bild beim BVB-Kracher schwarz. Ein brutaler Schlag auch für alle Fans, die dem so wichtigen Spiel schon jetzt entgegenfiebern. Denn während die Bundesliga-Saison bislang unterwältigend läuft, man im Pokal schon ausgeschieden ist, bleibt die Champions League die vielleicht letzte Hoffnung auf ein Highlight in dieser Spielzeit. Wie schon letztes Jahr. Welcher Ex-BVB-Star in der Königsklasse nun eine schallende Ohrfeige kassierte, erfährst du hier.



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  • Niko Kovac beim BVB: Ex-Schützling trifft Trainer-Prognose



    ruhr24BVBStand: 14.02.2025, 08:01 UhrVon: Marian von HatzfeldEin ehemaliger Spieler von Niko Kovac äußerte sich zuletzt zum möglichen Erfolg des neuen BVB-Trainers. © Norbert Schmidt/ImagoIst Niko Kovac der richtige Trainer für den BVB? Ein ehemaliger Wolfsburg-Spieler plauderte zuletzt über seinen Ex-Coach und ist sich sicher.Dortmund – Am Dienstagabend (11. Februar) spielte der BVB in Lissabon wie ausgewechselt: BVB-Trainer Niko Kovac schien in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden zu haben. Das 3:0 in der Champions League war der erste Sieg für den neuen Dortmund-Coach. Sein Ex-Wolfsburg-Schützling Ridle Baku ist überzeugt, dass die Borussia-Fans noch häufiger mit Kovac jubeln werden.Niko Kovac beim BVB: Ex-Schützling trifft Trainer-Prognose„Ich halte Niko (Kovac, Anm. d. Red) für einen sehr guten Trainer mit klarem Plan“, sagte Ridle Baku der Sport Bild (12. Februar). Der RB-Leipzig-Neuzugang führte im Rahmen seines Winter-Transfers ein Interview und äußerte sich auch zu seinem Ex-Coach.Baku traf dabei eine Zukunfts-Prognose für Borussia Dortmund unter Niko Kovac: „Mit den vielen guten Spielern beim BVB bin ich überzeugt, dass es wieder nach oben geht.“ Als Begründung packte er auch über ihre Zusammenarbeit in Wolfsburg aus.Leipzig-Neuzugang Ridle Baku über BVB-Trainer Kovac: „Er lässt sehr intensiv spielen“Ridle Baku und Kovac arbeiteten von Juli 2022 bis März 2024 in Wolfsburg, bevor sich der VfL vom Coach trennte. Trotz des damaligen Endes durch sportlichen Misserfolg verliert der Winter-Neuzugang von RB Leipzig nur gute Worte über Kovac. „Er lässt sehr intensiv spielen“, erklärte Ridle Baku. Der Rechtsverteidiger betonte auch die erfolgreiche Zeit unter Kovac in Wolfsburg. Tatsächlich startete der neue BVB-Coach damals vielversprechend. Seine Mannschaft gewann sechs Spiele hintereinander von Oktober 2022 bis Januar 2023 – unter anderem auch gegen Borussia Dortmund (2:0, 8. November). RUHR24 bei Google News abonnieren:Ihr wollt keine Nachrichten mehr zum BVB verpassen? Dann folgt RUHR24 bei Google News!„Kaum Zeit, mit der Mannschaft richtig zu arbeiten“ – Ridle Baku prognostiziert BVB-Erfolg unter KovacRidle Baku sieht für den BVB anscheinend noch viel Luft nach oben unter Kovac. „Bisher hatte er ja kaum Zeit, mit der Mannschaft richtig zu arbeiten“, sagte der 26-Jährige. Im Februar 2025 verbindet den Trainer und seinen Ex-Schützling vor allem der Neuanfang.Während Kovac als neuer BVB-Coach erst zwei Pflichtspiele leitete, erkämpfte sich Ridle-Baku nach seinem Winter-Transfer bereits einen Stammplatz in Leipzig und spielte bereits fünf Bundesliga-Spiele für RB. Sein Ex-Trainer dürfte jetzt auch darauf hoffen, sich bei Borussia Dortmund durchzusetzen – über die warmen Worte seines ehemaligen Schützlings wird er sich bestimmt freuen.



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