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  • BVB Transfers und Gerüchte: Nach Chaos! Dortmund-Flirt lässt es knallen

    BVB Transfers und Gerüchte: Nach Chaos! Dortmund-Flirt lässt es knallen



    Zugänge, Abgänge, fixe Transfers oder Leihen – die Gerüchteküche nimmt wieder richtig Fahrt auf. Rund um Borussia Dortmund schießen auch im Winter mal wieder Transfer-News und Gerüchte wie Pilze aus dem Boden.Vor dem neuen Sport-Vorstand Lars Ricken, Sportdirektor Sebastian Kehl und Kaderplaner Sven Mislintat lag ein langer, anstrengender Sommer. So manche Baustelle im Kader von Borussia Dortmund wurde behoben. Doch die Hinrunde war eine Enttäuschung und zeigte deutlich: Handlungsbedarf herrscht weiter.Borussia Dortmund: Transfer-News und GerüchteWelche Spieler verpflichtet der BVB? Welche Abgänge muss Borussia Dortmund verkraften? Wir behalten bei den Transfer-Plänen von Borussia Dortmund den Überblick und halten alle BVB-Fans in unserem Transfer-Blog stets auf dem Laufenden.+++ Transfer-Blog aktualisieren +++Top-BVB-News:Ricken erklärt Gründe für Tullberg-Aus14. Februar: Einen Wechsel gab es beim BVB im Transfer-Januar auch auf der Trainerbank, Nuri Sahin musste gehen. Warum auch Interimscoach Mike Tullberg nach drei durchaus erfolgreichen Spielen zurück zur U19 musste, erklärt Sport-Geschäftsführer Lars Ricken hier.Hammer nach Transfer-Chaos10. Februar, 22.18 Uhr: Zweimal wollte der BVB ihn, zweimal platzte ein Transfer! Rayan Cherki sorgte für ganz schön viel Wirbel und macht es nach dem Transfer-Chaos jetzt erneut. Die Dortmunder Fans trauern ihm hinterher.Arbeitet Stuttgart schon an Hoeneß-Nachfolge?9. Februar,16.22 Uhr: Gerade erst den BVB geschlagen, scheint Stuttgart schon an einer Nachfolge für Trainer Sebastian Hoeneß zu arbeiten. Der wird heiß mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Sein Ersatz im Schwabenland könnte ein echter Superstar werden. Hier die Details.Vertrags-Coup nach Transferschluss5. Februar, 16.45 Uhr: Das Winter-Transferfenster war schon zu, da sickerte beim BVB doch noch eine heiße Nachricht durch. Ein Juwel hat einen neuen Vertrag unterschrieben und sich langfristig für Dortmund entschieden. Hier alle Details.Transfer-Chaos perfekt17.30 Uhr: Schon im Sommer gab Borussia Dortmund beim Poker um einen Star kein gutes Bild ab. Nun enden die Verhandlungen komplett im Chaos. Sebastian Kehl gerät in Erklärungsnot.Nächste Absage für den BVB16.52 Uhr: Nächste Absage! Borussia Dortmund geht nach Cherki im Rennen um ein weiteres Mega-Talent leer aus. Stattdessen geht er jetzt zu diesem Top-Klub!Aus und vorbei! Kein Cherki-Transfer zum BVB15.43 Uhr: Das war’s endgültig in der Cherki-Saga! Wie „Sky“ berichtet, wird der Franzose in diesem Transferfenster nicht zum BVB wechseln. Die Dortmunder haben Abstand von einer Verpflichtung genommen.Cherki Drama nimmt kein Ende!14.06 Uhr: Offenbar hat Lyon die Verhandlungen mit Borussia Dortmund bezüglich Rayan Cherki platzen lassen. Gegenüber „Sky“ bestätigte der Verein, dass man mehrere BVB-Angebote abgelehnt habe. Der Grund: Dortmund sei „zu spät dran“! Lyon wolle keinen weiteren Verhandlungen führen.Erster Neuzugang ist da13.26 Uhr: Der erste Neuzugang ist da! Borussia Dortmund hat Linksverteidiger Daniel Svensson ausgeliehen. Der 22-Jährige absolvierte am Sonntag erfolgreich den Medizincheck und erhält die Rückennummer 24. Hier alle Infos.Mehr Nachrichten für dich:Kobel-Abgang? Top-Klub macht ernst13.08 Uhr: Steht Borussia Dortmund ein schmerzhafter Abgang bevor? Gregor Kobel soll bei einem Top-Klub auf dem Wunschzettel stehen! Alle Infos dazu hier.Angebot abgelehnt11.59 Uhr: Oh, oh! Das klingt gar nicht gut. Laut Medienberichten soll Lyon ein Angebot des BVB über 22,5 Millionen Euro für Cherki abgelehnt haben. Es droht die nächste erfolglose Cherki-Saga.Chukwuemeka fast da, Cherki wartet11.25 Uhr: Es könnte ein zäher Tag für alle BVB-Fans werden. Während Carney Chukwuemeka wohl in Kürze in Dortmund landen soll, steht die Maschine, die Rayan Cherki ins Ruhrgebiet bringen soll, noch immer in Lyon. Der BVB kämpft mit Olympique um die letzten Details. Laut „Sky“ kann der Deal in beide Richtungen kippen.



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  • Champions League: BVB siegt deutlich gegen Sporting Lissabon

    Champions League: BVB siegt deutlich gegen Sporting Lissabon


    In Portugal gewinnt Borussia Dortmund das Play-off-Hinspiel der Champions League mit Vorsprung. Sie haben damit gute Chancen auf den Achtelfinaleinzug. Der Spielbericht

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    Borussia Dortmund gewinnt das Play-off-Hinspiel gegen Sporting Lissabon mit 3:0 und sichert sich eine gute Ausgangslage für das Achtelfinale der Champions League. Trainer Niko Kovač feiert seinen ersten Sieg mit der Mannschaft, die er defensiv aufgestellt hat und erstmals seit Ende November ohne Gegentor bleibt. Tore von Guirassy, Groß und Adeyemi sorgen für den verdienten Sieg.
    Dies ist ein experimentelles Tool. Die Resultate können unvollständig, veraltet oder sogar falsch sein.

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    Der Dortmunder Karim Adeyemi verlängert in der 82. Minute auf das 3:0 gegen Sporting Lissabon.
    © João Bravo/​Reuters

    Sporting Lissabon – Borussia Dortmund 0:3 (0:0) Im Play-off-Hinspiel hat sich Borussia Dortmund eine komfortable Ausgangslage für das Erreichen des Achtelfinales in der Champions League erspielt. Der BVB gewann die Partie bei Sporting Lissabon mit 3:0 (0:0) und kann sich so bereits im Rückspiel am Mittwoch das Weiterkommen sichern.
    Sporting trat ohne seinen angeschlagenen Topstürmer Viktor
    Gyökeres an, wirkte aber zunächst entschlossener. Doch der BVB ließ
    insgesamt wenig Chancen der Portugiesen zu. Nach der torlosen ersten Halbzeit brachte Serhou Guirassy die Dortmunder in Führung (60. Minute). Kurz darauf baute Pascal Groß den Vorsprung aus (68.), ehe auch Karim Adeyemi kurz vor dem Abpfiff ein Tor schoss (82.).
    Erster Sieg für Trainer Kovač Trainer Niko Kovač kann damit seinen ersten Sieg mit der Mannschaft feiern. Er war anstelle von Nuri Şahin engagiert worden, um die bislang so schwache Saison der Dortmunder noch zu retten. Dafür wählte er gegen Lissabon eine defensive Herangehensweise und wurde mit Erfolg belohnt: Erstmals seit Ende November blieb Dortmund ohne Gegentor. Der Sieg sei schon wichtig gewesen, sagte Groß bei Prime Video. “Nur Siege geben uns Selbstvertrauen. In der ersten Halbzeit hat man uns angemerkt, dass wir nicht vor Selbstvertrauen strotzen.”



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  • Die Probleme des BVB sitzen tief

    Die Probleme des BVB sitzen tief



    Die Sprache des Fußballs führt eine Art Eigenleben, immer wieder werden Begriffe adaptiert, eingeführt oder erfunden. Erst am vergangenen Wochenende hat Heidenheims Frank Schmidt den Terminus „Arbeitsniederlage“ gewählt, während in Dortmund nach dem 1:2 gegen den VfB Stuttgart in zahlreichen Analysen ein anderes Wort strapaziert wurde.Ein Begriff, der zwar nicht ganz neu ist im Fußballumfeld, der aber nur selten im Mittelpunkt der Analysen steht: die „Entscheidungsfindung“, mit der sowohl der Dortmunder Verteidiger Waldemar Anton wie auch Sportdirektor Sebastian Kehl und Trainer Niko Kovac haderten. Die Erzählung der Dortmunder ging ungefähr so: Eigentlich sei das Spiel gut gewesen, nur ein paar kleine Fehlentscheidungen hätten zur Niederlage geführt.Darüber lässt sich streiten, eine „Arbeitsniederlage“ war das 1:2 der Dortmunder sicher nicht, was sich schon an den zurückgelegten Kilometern ablesen lässt. Die Spieler des SC Freiburg liefen 128 Kilometer, die Heidenheimer 124 Kilometer. Die Dortmunder Mannschaft kam am Samstag auf eine Laufstrecke von 110,1 Kilometern, genau wie der VfB.BVB ohne KontrolleDas waren – zumindest vor den Sonntagspartien – die mit großem Abstand geringsten Laufleistungen. „Da war nicht viel drinnen“, sagte der Stuttgarter Trainer Sebastian Hoeneß, der sein Team nach anstrengenden Wochen mit Champions League und DFB-Pokal dafür lobte, eine „passive Kontrolle“ über die Partie im Revier erlangt zu haben. Der BVB hatte gar keine Kontrolle.Dabei kamen die Dortmunder aus einer Woche ohne Pokalspiel. Es wäre naheliegend gewesen, die müden Stuttgarter mit Intensität und Leidenschaft zu bekämpfen, die Fans im Stadion zu entflammen für eine gewaltige Unterstützung. Dortmund zeigte ein paar ordentliche Spielzüge, eine gewisse Qualität ist vorhanden, doch eine Mehrheit des weiterhin zweitteuersten Kaders der Liga scheint immer noch zu glauben, technisch überlegen zu sein und Partien zuallererst mit der Kunst des Spiels gewinnen zu können. Oder allein auf die Wirkung eines neuen Trainers zu vertrauen. Das hat ja schon oft funktioniert.Dortmund erlitt eine Art „Arbeitsverweigerungsniederlage“, was besonders gut auf dem Weg zum 0:2 erkennbar war. Tief in der eigenen Hälfte verlor Serhou Guirassy den Ball. Statt jedoch anschließend beim Verteidigen zu helfen, joggte er mitten im gegnerischen Angriff zurück in seine Stürmerposition. Sekunden später schoss Jeff Chabot genau in dem von Guirassy freigegebenen Raum den zweiten Treffer für Stuttgart.Abermals unbefriedigendDer Hinweis auf Schwächen in der „Entscheidungsfindung“ ist nicht ganz falsch, aber auch ein Euphemismus, der eine riesengroße Enttäuschung überdecken soll: Am Ende der ersten Woche unter Niko Kovac steht nämlich die Erkenntnis, dass nichts besser geworden ist – im Gegenteil. Die Mannschaft agierte – so das Gesamtbild – abermals unbefriedigend. Etliche Profis spielten schlicht und einfach schwach: Karim Adeyemi wirkte wirr, Marcel Sabitzer war kaum sichtbar, Pascal Groß erschien träge, Julian Brandt gehemmt, Torwart Gregor Kobel im Spielaufbau fehlerhaft.Es mag verständlich sein, dass die Vereinsführung trotzdem versuchte, das Positive in den Vordergrund zu stellen. Sie hält an der ohnehin ziemlich verkümmerten Zuversicht fest. „Das Ergebnis war das Einzige, was nicht gut war, der Rest war in Ordnung“, behauptete Kovac: „Die Jungs haben heute alles gegeben, wir hätten nicht als Verlierer vom Platz gehen dürfen. Die Mannschaft hat einiges gut umgesetzt, mit dem Ball und gegen den Ball.“ In Wahrheit leistete sich Dortmund einen Rückschritt.Das erste Spiel des BVB unter dem neuen Trainer Niko Kovac glich einem Rückschritt.picture alliance / osnapixManche Beobachter beschreiben den Verlauf der Saison auf dem Spielfeld als größte BVB-Krise der vergangenen zehn, zwölf Jahre. In den drei Partien unter dem für seine Motivationskunst bekannten Mike Tullberg waren die Leistungen immerhin von Hingabe und Leidenschaft geprägt, unter Kovac erledigten die Profis wieder Dienst nach Vorschrift, wie in der Spätphase des im Januar entlassenen Nuri Sahin.Sebastian Kehl formulierte nach dem Spiel gegen Stuttgart vielsagend: „Das 1:2 zeigt, dass wir nichts geschenkt bekommen in dieser Saison.“ Diese Worte implizieren die Vorstellung, dass man in besseren Phasen Geschenke bekommt, also einen Lohn, ohne zuvor seriös und intensiv gearbeitet zu haben. Dieser Gedanke wirkt grundsätzlich wie Gift im Fußball.Kehl ist aber offenbar der Ansicht, dass der BVB mal wieder Geschenke verdient gehabt hätte. Er sah, dass sein Team „in vielen Phasen ein gutes Spiel“ gemacht habe. Offenbar ist er der Ansicht, dass bis auf kleine Details alles gut war: „Es hat in der letzten Entscheidung das Glück, vielleicht auch eine Klarheit, eine Zielstrebigkeit gefehlt.“ Das war eine bemerkenswerte Aussage, denn diese Beschreibung trifft nicht nur auf diese eine Partie zu. Glück mit Entscheidungen, Klarheit und Zielstrebigkeit fehlen beim BVB derzeit auf allen Ebenen.Sanierungsarbeiten auf der FührungsebeneZwei Tage vor der Partie hatte der Klub mit wenigen Worten bekannt gegeben, dass der Technische Direktor Sven Mislintat entlassen worden sei. Er ist so heftig mit Kehl verstritten, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr möglich war. Das war ein erster Schritt in einem Prozess, der parallel zu den Bemühungen von Niko Kovac läuft. Der neue Trainer muss die Mannschaft reparieren, während eine Stufe oberhalb Sanierungsarbeiten anderer Art notwendig sind.„Bekommen nichts geschenkt“: Sportdirektor Sebastian KehlReutersIm Raum stehen grundsätzliche Fragen zur Führung des Klubs, die der langjährige Chef Hans-Joachim Watzke gerne langsam an passende Nachfolger übergeben würde. Die Schwierigkeiten in diesem Prozess gehören zu den Ursachen für den Absturz in der Tabelle. Lars Ricken, der im vergangenen Sommer von Watzke in der Geschäftsführung die Verantwortung für den Sport übernommen hat, agiert erschreckend glücklos.Den jungen Assistenztrainer Nuri Sahin nach dem Rückzug von Edin Terzic zum Chefcoach zu befördern, muss rückblickend als Fehler betrachtet werden. Genau wie die über Monate aufrechterhaltene Behauptung, dass Impulse von außerhalb nicht nötig seien: „Wir sollten dagegenhalten, wenn die Leute sagen: Der BVB siecht in seinem eigenen Saft!“, hatte Watzke noch vor ein paar Wochen auf der Mitgliederversammlung gerufen. Dieser Gedanke sei „Bullshit“. Diese Woche verkündete Ricken bei der Vorstellung von Niko Kovac: „Wir brauchten den Input eines erfahrenen Trainers von außen.“„Herausforderung für Lars“Auch die Zusammensetzung des Kaders hat sich längst als unzureichend entpuppt; es fehlen Persönlichkeiten, die nicht nur in einem gut funktionierenden Umfeld glänzen können, sondern auch Verantwortung übernehmen, wenn es weniger gut läuft. Rickens Annahme, die seit langer Zeit zerstrittenen Mislintat und Kehl könnten zusammenarbeiten, ohne das Betriebsklima zu vergiften, stellte sich als Trugschluss heraus. Und dass Matthias Sammer mit seinen intimen Kenntnissen, die er als Berater der Geschäftsführung hat, TV-Experte bei Amazon sein darf, ist ebenfalls höchst unglücklich.Musste gehen: Sebastian Kehls Widersacher Sven MislintatdpaDie Lösung dieser Unwuchten bezeichnete Watzke während der vergangenen Woche auf dem Sportbusinesskongress Spobis als „Herausforderung für Lars“, der Sportgeschäftsführer habe „den Hut auf, er muss dafür sorgen, dass alle in die gleiche Richtung denken“. Inzwischen ist Mislintat weg, und Sammer lässt seine Tätigkeit am kommenden Dienstag, wenn der BVB in den Champions-League-Play-offs bei Sporting Lissabon spielt (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Prime Video), „aus privaten Gründen“ ruhen.Damit kommt er dem dringenden Wunsch der Dortmunder Klubführung nach, womöglich auch einem Dekret. Dauerhafte Lösungen fehlen aber weiterhin genau wie eine Instanz, die Souveränität und Zuversicht ausstrahlt.Ricken wirkt unsouverän, und Kehl wird nicht nur von Watzke sehr kritisch gesehen. Vom 1. Januar bis zum 3. Februar waren Spielerwechsel möglich, erst am letzten Tag dieser Phase konnten die Dortmunder zwei recht teure Leihgeschäfte für den Rest der Saison bekannt geben: Der Linksverteidiger Daniel Svensson kam vom FC Nordsjaelland, außerdem wurde Carney Chukwuemeka vom FC Chelsea geliehen, jeweils mit Kaufoption.Sorgenfalten bei den BVB-Bossen: Hans-Joachim Watzke, Lars Ricken und Matthias Sammer (von links)FiroSvensson durfte am Samstag ein paar Minuten spielen, Chukwuemeka fehlte, weil er im Training einen Schlag auf ein Knie bekommen hatte. Dass diese beiden jungen Profis den labilen Charakter dieser Mannschaft entscheidend ändern, ist kaum zu erwarten. Ein Ersatz für den verkauften Donyell Malen wurde nicht unter Vertrag genommen.Erste Schritte einer NeuausrichtungWohl auch vor dem Hintergrund dieses Eindrucks hat Watzke in der vergangenen Woche verkündet, dass der BVB mit Blick auf seine Geschäftszahlen vorerst nicht auf die Einnahmen aus der Champions League angewiesen sei. „Das hält der BVB auch zwei Jahre aus“, sagte er, „verglichen mit dem, was der BVB schon alles ausgehalten hat, ist das wirtschaftlich nicht vernachlässigenswert, das wäre zu viel gesagt, aber: Dann macht der BVB ein oder zwei Transfers, und alles ist wieder im Lot. Ganz einfach.“Ein paar Tage vorher war Watzke „als Privatmann“ beim CDU-Parteitag, wo er auf der Bühne in einer vom Generalsekretär Carsten Linnemann moderierten Talkrunde den umstrittenen Umgang seines alten Freundes Friedrich Merz mit der AfD verteidigte. Beim Deutschen Fußball-Bund, bei der Europäischen Fußball-Union UEFA, wenn TV-Gelder akquiriert und verteilt werden, dort, wo die Macht sitzt, war der Sauerländer zuletzt eindeutig erfolgreicher als dort, wo es nach Schweiß und Erde riecht.Sammers vorübergehender Rückzug von der Fernsehbühne und die Trennung von Mislintat sind wohl nur erste Schritte auf dem Weg zu einer Neuausrichtung. Denn es ist kaum vorstellbar, dass Watzke sich wirklich zurückzieht und Ricken gemeinsam mit Kehl in der Verantwortung für den Sport eine neue Erfolgsära einleiten. Dazu ist das Duo schon zu beschädigt. Wenn ihnen keine überraschende Entwicklung gelingt, dann taugen die beiden nicht dauerhaft für die Rolle der Hauptrepräsentanten eines derart großen Fußballklubs, in dem sie zugleich konstruktiv nach innen wirken und die richtigen Entscheidungen für den Sport treffen müssen.Es gibt Kräfte im Klub, die den Wunsch hinterlegt haben, dass Watzke vielleicht doch länger in der Geschäftsführung bleibt, sich nicht zum Jahresende zurückzieht. Wer weiß, wie gerne der Patron Verantwortung übernimmt und Macht ausübt, der kann sich gut vorstellen, dass es so kommt. In jedem Fall wird Borussia Dortmund gerade in einem Prozess zermürbt, der vielen Unternehmen Probleme bereitet: Es gelingt nach Jahren voller Erfolge unter einem sehr starken Chef nicht, geeignete jüngere Leute für die entscheidenden Positionen zu finden.Der BVB, der mit dem langjährigen Sportdirektor Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke zum zweitgrößten und zweiterfolgreichsten Fußballunternehmen Deutschlands aufstieg, bemüht sich um eine Fortsetzung. Es gelingt bislang nicht, weil Persönlichkeiten fehlen, die den Herausforderungen gewachsen sind.Zur Erklärung erzählt Watzke ganz gerne, dass es solche Probleme beim FC Bayern auch gab, als dort beispielsweise Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic scheiterten. Aber in den Münchner Gremien arbeiteten Männer mit viel Fachkompetenz an der Bewältigung der Neuausrichtung mit. Leute wie Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge, Herbert Hainer oder Jan-Christian Dreesen.Beim BVB hängt fast alles an Watzke, der sich damit rühmen kann, den Klub sehr groß gemacht zu haben. Und der fürchten muss, irgendwann auch für einen Schrumpfungsprozess verantwortlich gemacht zu werden.



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  • VfL Bochum – BVB : Gesamtbilanz spricht für Dortmund – aber hier ist Bochum stark

    VfL Bochum – BVB : Gesamtbilanz spricht für Dortmund – aber hier ist Bochum stark



    Borussia Dortmund geht als Favorit in sein Auswärtsspiel in Bochum. Doch eine Statistik macht dem VfL Mut.
    Vermeintlich klare Vorzeichen am 22. Spieltag der Bundesliga. Auch wenn der VfL Bochum und Borussia Dortmund beide ihren Saisonzielen hinterherlaufen, ist die Favoritenrolle klar auf Seiten des BVB. Auch der historische Vergleich spricht für die Borussia. In insgesamt 84 Pflichtspielen gewann der BVB 38 Mal, in 20 Partien verließen die Bochumer den Platz als Sieger. 26 Mal wurden die Punkte geteilt. Seit sechs Spielen müssen die Bochumer bereits auf einen Dreier gegen den BVB warten (zwei Remis, vier Niederlagen). Das Hinspiel in dieser Saison verlief spektakulär, und zunächst sah es nach dem verpatzten Saisonstart am 5. Spieltag nach einem Überraschungssieg der Bochumer aus. Matus Bero (16.) und Dani de Wit (21.) sorgten für ein frühes 2:0, Serhou Guirassy verkürzte kurz vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel drehten die Borussen dann auf und gewannen durch Tore von Emre Can, Guirassy und Felix Nmecha mit 4:2. Die schlimmste Serie ist aber eine persönliche: VfL-Trainer Dieter Hecking hat seine letzten acht Spiele gegen den BVB mit Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg allesamt verloren. Zuletzt gelang einer Hecking-Mannschaft ein Sieg gegen Dortmund im Pokalfinale 2015 (3:1). Das sind erstmal wenig vielversprechende Zahlen aus VfL-Sicht. Doch eine Statistik macht vor der Partie an der Castroper Straße Mut. Hier zeigen sich die Bochumer oft als unangenehmer Gastgeber für den BVB und schickten die Gäste in 13 Begegnungen mit leeren Händen zurück nach Dortmund. Dem gegenüber stehen zehn Auswärtssiege der Borussia sowie 18 Unentschieden. Auch die vergangenen beiden Heimspiele des VfL endeten Remis (1:1). Der letzte Bochumer Erfolg gelang in Dortmund und hatte ebenfalls viel Spektakel auf dem Rasen zu bieten. Am 32. Spieltag der Saison 2021/22 gewann der VfL ein wildes Spiel beim BVB mit 4:3. Dreierpacker Erling Haaland (18./30./62.) hatte ein frühes 2:0 der Bochumer im Alleingang gedreht, in der Schlussphase glich zunächst Jürgen Locadia aus (81.), ehe Milos Pantovic den Auswärtssieg markierte (85.). Damit war der Klassenerhalt des VfL vorzeitig perfekt. Nun soll es im Derby gegen den BVB erneut wichtige Zähler für den Klassenerhalt geben. Anstoß im Vonovia-Ruhrstadion ist am Samstag (15. Februar) um 15.30 Uhr.



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  • BVB ist unfairste Bundesliga-Mannschaft: Meiste Platzverweise seit 2007/08

    BVB ist unfairste Bundesliga-Mannschaft: Meiste Platzverweise seit 2007/08



    Zitat von UlmerBVB1986
    Zitat von toothmylightZitat von UlmerBVB1986Zitat von toothmylightZitat von UlmerBVB1986Zitat von RWD-B2Zitat von ZappaeskZitat von UlmerBVB1986Zitat von PaselackeWas waren das noch für Zeiten, als man noch über Jahre hinweg die fairste Mannschaft der Liga gestellt hat. Dass man jetzt auch noch die unfairste Mannschaft ist passt sehr gut ins Gesamtbild.Zwei rote Karten resultierten aus einer Notbremse, ist das die Definition von unfair? Klar motzt man auch mal mehr wenn es nicht läuft, aber das ist ja bei jedem Team so. Ist für die Medien jetzt auch ein gefundenes Fressen das der BVB da auf Platz 18 steht und die meisten Karten kassiert hat. Aber eigentlich wird am Ende der Saison sowas ausgerufen…@Zappaesk passt auch zu deinem Kommentar
    Ja, eine Notbremse ist unfair, was sonst?Völlig richtig! In Gänze spiegeln auch diese Fairnesstabellen genau wieder, wie es sich in der Realität zutut.Ich bin selbst als Schiedsrichter im Amateuerbereich tätig, und weiß bei einem Blick auf diese Tabelle ziemlich genau, auf was man sich einzustellen hat. Klar kann man dadurch auch biased werden, aber im Großen und Ganzen spiegelt das schon das Verhalten auf dem Platz wieder.Ich finde übrigens die Argumentation von Seite 1 ganz stark, wo es heißt, seine “Emotionen” am Schiedsrichter auszulassen, sei ja nicht unsportlich. Ist für mich aber der Inbegriff von Unsportlichkeit.Fände andererseits die Überlegung mit der Anzahl an gesperrten Spielen als Indikator für Unfairness auch nicht schlecht. Wenn sich die gelben Karten nur auf wenige Spieler konzentrieren, dann ist man als Team wahrscheinlich fairer als wenn der halbe Kader bei vier oder neun gelben Karten steht. Auch für rote Karten wäre das ja spannend, ich schätze mal unser Darmstädter Nürnberger bekommt für seine Aktion am Wochenende sicher 6 Spiele, das fällt dann wiederum mehr ins Gewicht als drei Notbremsen, wovon aus einer Strafe ein Tor resultierte. Dann hat man aber auch das Problem, dass dich da ein Spieler ganz schön “reinreiten” kann, würde diese Tabelle irgendwas bedeutendes aussagen.Eine Notbremse ist in der Regel ein übliches halten oder normales Foul das als letzten Mann ausgeführt wird. Schlotterbeck hat gegen Bremen seinen Gegenspieler ungefair so lange gehalten, wie Guirassy gegen Frankfurt gehalten wurde in der viel dikutierten Szene. Emotionen sind okay, aber ich komme aus dem Handball (Spieler und SR) und da findest du kaum solche Geschichten. Am SR was auszulassen ist nicht in Ordnung, da bin ich völlig bei dir. Du greifst es doch genau richtig auf. In der Summe haben Can, Groß und Schlotterbeck soviele Spiele Sperre erhalten wie es bei Nürnberger wahrscheinlich der Fall sein wird, aber diese Foul ist für mich mal deutlich unfairer als die Summe der BVB Platzverweise. Wie schon geschrieben, diese “Tabelle” zum jetzigen Zeitpunkt zu bringen ist nichts anderes als Clickbaiting und die Fangruppen schön gegeneinander ausspielen. Lustig ist es doch vor allem deshalb, weil man unseren Spielern nicht nur einmal Mal in dieser Saison den Kampfgeist abgesprochen hat.Was ist das denn für eine bizarre Logik? Nur weil ihr die unfairste Mannschaft seid könnt ihr nicht ohne Kampfgeist spielen? Bedeutet das automatisch das man den meisten Kampfgeist zeigt? Kampfgeist hat 0,0 mit unfairness zu tunDann ersetze halt du exklusiv Kampfgeist mit körperlosem Spiel. Besser? Was soll daran bizarr sein? Man müsst schon im Detail anschauen für was und in welcher Situation die Spieler eine Karte bekommen haben. Wir verteidigen Höher als die letzten Jahre, sind in der Abwehr aufgrund vieler Umstände nicht in der Lage eingespielt zu sein, da ist es doch fast logisch das wir dann viele taktische Fouls und als letztes Mittel auch Notbremsen einsetzen müssen.Wenn alleine die Kartenanzahl bzw. die Gewichtung gelb, gelb-rot und rot ohne Berücksichtigung der Fouls zur Definition des unfairsten Teams herangezogen wird, dann ist es halt so. Die Frage ist halt nur, wie sinnvoll das ist. Beispiel hierfür ist die rote Karte von Herr Nürnberger die (in der Theorie zumindest da unterschiedlich Ligen) hier mit der roten Karte durch Notbremse von Schlotterbeck geleichgestellt ist. Das nenne ich bizzar.Ja aber dann ist doch was komplett anderes!? ihr werdet doch nicht für körperloses Spiel kritisiert sondern eben wegen Kampfgeist und das steht nicht im Kontrast zu dem Unfair sein. Wenn ich am WE wieder Guirassey abwehrverhalten gesehen habe. das ist halt 0 Kampfgeist und klar muss man öfter mal ne Notbremse ziehen wenn das verteidigen im team nicht funktioniert und keiner für den anderen den extra schritt macht.Da haben wir ein anderes verständnis von Fairness. Was du meinst brutalität. Aber taktische sind genau unfair wie die Blutgrätsche. Es ist kein faires verteidigen, dauernd zu halten, weil man es spielerisch und taktisch nicht lösen kann.Ich weiß nicht genau ob wir aneinander vorbeischreiben…Ich meine nicht brutalität, sondern unfaires Spiel. Und genau das meine ich doch auch. Du implizierst das wir in der Verteidigung keine andere Lösungen finden als zu halten oder eine ein Notbremse auszupacken. Daher mein Verweis, das man sich auch anschauen sollte, wofür man die Karten bekommen hat. Taktische Fouls sind für mich ein normales Mittel im Fußball und werden zurecht mit gelb bestraft. Das ist nicht fairer oder unfairer als ein anderes Foul für das es keine Karte gibt. Meiner Meinung nach, du kannst das gerne anders sehen.
    Naja, ich finde schon, dass du da Wortklauberei betreibst. Natürlich gibt es in der Bewertung von Verstößen gegen die Regeln Abstufen, hinsichtlich der Art der Verfehlung, aber per Definition ist jeder Verstoß gegen die Regeln, die bewusst stattfindet, als unfair zu bezeichnen.Wenn man also gehäuft gegen die Regeln verstößt und das entsprechend geahndet wird, dann handelt man eben unfair, und man wird in Summe dann auch völlig zurecht als unfairste Mannschaft deklariert, wann man da in einer entsprechenden Ranglisten führend ist. Dass andere bei anderen Mannschaften Spieler u. U. Verfehlungen durch z. B. grobes Foulspiel hatten und das in der Wahrnehmung ja unfairer ist, kann man so sehen, aber wie will man das dann aber tabellarisch erfassen, dass es dir genehmer ist?Bin also zwar bei dir, dass ein grobes Foulspiel, welches potenziell gesundheitsgefährdend ist, als schlimmer einzuschätzen ist, als eine vergleichsweise harmlose “Notbremse”, aber beides ist letztendlich unfair und die persönliche Strafe identisch, wenngleich das Strafmaß sich dann nicht gleicht. Wenn ich der gegnerischen Mannschaft eine klare Torchance durch ein Foul nehme, durch eine bewusste Aktion, dann ist das per Definition ein unfairer Eingriff in das Spiel und in der Folge ist das, was schon seit jeher betrieben wird, eine Fairnesstabelle, durchaus ein Abbild für die Fairness einer Mannschaft. Dass das im Sport bewusst gemacht wird, also unfaire Aktionen dazu gehören, auch das ist so, aber nur weil etwas zum Sport dazu zu gehören scheint, macht es das ja nicht besser, sondern ist eher ein negatives Beispiel dafür, dass sich über die Zeit Unfairness breit gemacht hat, soweit, dass es zuweilen offenbar als normal betrachtet wird.Wenn man den Fußball mit anderen Sportarten vergleicht, schneidet man da im Vergleich nicht gerade gut ab, was Fairness und Respekt gegenüber dem Gegner oder den Schiedsrichtern betrifft. Sich dann hinzustellen, und zu versuchen, etwas positiver darzustellen, weil man ja zum Teil weniger unfair war, als andere, erscheint mir nicht der richtige Weg zu sein.Du verlierst dich doch nur in Relativierungen, weil dein Verein die Spitzenposition einnimmt. Wäre ein anderer Verein on top, würdest du dich nicht dafür einsetzen, das differenzierter zu betrachten.Man könnte das alles sicher in einen Kontext setzen, Statistiken wie eigene Fouls etc. mitberücksichtigen. Da ist der BVB sicher nicht die unfairste Mannschaft. Berücksichtigt man aber die Spielweisen, wie oft man mit und ohne Ball agieren muss, wie viele Zweikämpfe eine Mannschaft führt bzw. führen muss und stellt dann fest, dass der BVB, obwohl er trotz viel Ballbesitz dann offenbar so oft zu unfairen Mitteln greift bzw. greifen muss, dann zeigt das die vorhandenen Probleme noch mal deutlich in dieser Form auf.Die Frage, die ich mir stellen würde, wäre, warum ich, obwohl ich so oft den Ball habe, verhältnismäßig oft zu unfairen Mitteln greifen muss bzw. greife, denn es obliegt noch immer den Spielern selbst, wie sie agieren.



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  • Drei Verkaufskandidaten beim BVB?

    Drei Verkaufskandidaten beim BVB?


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  • „Personenkult um Klopp“ – Die Wurzel der Probleme beim BVB?



    StartseiteSportFußballStand: 14.02.2025, 04:41 UhrVon: Lars PollmannDruckenTeilenBorussia Dortmund erlebt eine turbulente Saison. TV-Mann Archie Rhind-Tutt argumentiert, dass die Probleme schon seit längerem existieren.Dortmund – Borussia Dortmund hofft, mit dem 3:0-Sieg bei Sporting in der Champions League endlich eine echte Trendwende auch für die Bundesliga eingeleitet zu haben. Skepsis ist angebracht: In der laufenden Saison scheiterte der BVB schon mehrfach an den selbst gesetzten Maßstäben nach Erfolgserlebnissen.Tabellenplatz elf spricht eine deutliche Sprache, es wird bis Saisonende unter Trainer Niko Kovač eine Siegesserie von gewaltigem Ausmaß brauchen, um nicht erstmals seit der letzten Saison von Jürgen Klopp den Einzug in die Königsklasse und damit die ganz großen Fleischtöpfe der UEFA-Vermarktung zu verpassen.Jürgen Klopp wirft bis heute große Schatten beim BVBApropos Klopp: Kovač ist vielleicht der erste Trainer, der nicht mit dem Übervater der BVB-Erfolge seit 2008 verglichen werden wird, weil er als Gegenentwurf zu den letzten Coachs in Dortmund verpflichtet wurde. Der professorale Lucien Favre musste sich rechtfertigen, warum er Klopp so unähnlich ist, alle übrigen Nachfolger galten zumindest in der einen oder anderen Hinsicht als ‚Klopp für Arme‘. Archie Rhind-Tutt erkennt im Schatten, den Klopp bis heute wirft, eines der größten Probleme von Borussia Dortmund. „So wie der Klub seit Jahren geführt wird – im Prinzip, seit Jürgen Klopp weg ist: Ich glaube, man kann sagen, dass der BVB in einem Personenkult um ihn gefangen ist“, sagt der Engländer im Interview mit fussball.news, dem Fußball-Portal von IPPEN.MEDIA. Der Field Reporter des US-Senders ESPN ist oft bei BVB-Partien im Einsatz.Jürgen Klopp kehrte im September für ein Abschiedsspiel zu Borussia Dortmund zurück. © IMAGO/Revierfoto„Die BVB-Fans werden fast schon manipuliert“Rhind-Tutt war auch im Dienst, als Dortmund im Mai 2023 die sicher geglaubte Meisterschaft vergeigte. Aus seiner Sicht hätte der Titelgewinn über längerfristige Fehlentwicklungen hinweggetäuscht. „Im Fußball muss man so viele Entscheidungen treffen, da ist es schwierig, wenn man sich von Emotionen leiten lässt. Das ist aber auch das große Paradoxon, dass Fußball an sich so ein emotionaler Sport ist. Um erfolgreich zu sein, muss man jedenfalls auch einen kühlen Kopf bewahren können, und das ist in Dortmund offenbar nicht gegeben“, schätzt der 32-Jährige ein.Neben der sportlichen Entwicklung, die spätestens in der aktuellen Saison dramatisch verläuft, erkennt Rhind-Tutt auch Probleme, die die Kultur beim BVB betreffen. „Die Fans werden fast schon manipuliert. Den Anhängern oder Mitgliedern wird ständig erklärt, wie sie sich zu fühlen haben, anstatt, dass man ihnen zuhört, wenn es zum Beispiel um den Deal mit Rheinmetall geht“, sagt der Reporter.BVB-Führung vertröstete Mitglieder beim Thema RheinmetallUnmittelbar vor dem Champions-League-Finale gegen Real Madrid hatte sich der BVB auf ein Sponsoring des Rüstungsunternehmens eingelassen, für viele Fans und Mitglieder war und bleibt dies ein absolutes No-Go. Zuletzt missbilligte die BVB-Mitgliederversammlung im November den Werbedeal mit klarer Mehrheit, Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vertröstete nach dem rechtlich nicht bindenden Votum auf eine Online-Abstimmung aller BVB-Mitglieder, die im Laufe des Jahres 2025 erfolgen soll.Rudy, Contento, Bender-Zwillinge, Großkreutz: Ex-Profis im AmateurfußballFotostrecke ansehenDie aktive und in Teilen durchaus politische Fanszene von Dortmund fühlt sich bei derartigen Vorgängen mit einiger Berechtigung nicht abgeholt. „Die Leute, mit denen ich spreche, empfinden eine Unzufriedenheit und sind desillusioniert mit dem Verein“, sagt Rhind-Tutt – und erkennt Auswirkungen im sportlichen Tagesgeschäft: „Das kann man eine gewisse Zeit von der Mannschaft fernhalten, aber jetzt scheint es auch den Platz erreicht zu haben. Das sorgt natürlich für umso mehr Frust bei den Fans.“Reporter erkennt „ungesunde Liebesbeziehung“ zwischen BVB und FansNach der Trennung von Nuri Şahin, den viele Anhänger als Bauernopfer sehen, prangte beim Heimspiel gegen Werder Bremen ein Banner mit einer unübersehbaren Botschaft auf der Südtribüne. ‚Die Elefanten im Raum ansprechen. Probleme stehen nicht an der Seitenlinie‘, hieß es darauf. Eine spitze Anspielung auf die ‚Elefantenrunden‘ beim BVB, in der die Klubchefs und Berater Matthias Sammer zusammenkommen.„Es fühlt sich an, als seien viele Fans aktuell in einer sehr ungesunden Liebesbeziehung zum Verein“, fasst Rhind-Tutt seinen Eindruck pointiert zusammen. Der nächste Stresstest für diese Beziehung steht in Bochum einen Tag nach dem Valentinstag an.



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  • DAZN oder Amazon Prime Video? Wer zeigt / überträgt BVB (Borussia Dortmund) bei Sporting Lissabon im LIVE STREAM und live im TV?

    DAZN oder Amazon Prime Video? Wer zeigt / überträgt BVB (Borussia Dortmund) bei Sporting Lissabon im LIVE STREAM und live im TV?



    Der BVB trifft im Hinspiel der CL-Playoffs auf Sporting Lissabon. Doch wer überträgt das Duell – DAZN oder Amazon Prime? Dieser Artikel klärt auf.Der erste Spieltag der Champions League-Playoffs steht an und Borussia Dortmund reist dafür am Dienstag, den 11. Februar, zu Sporting Lissabon nach Portugal. Es geht um nicht weniger als eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel und letztlich den Einzug in das Achtelfinale. Ab 21.00 Uhr rollt die Kugel im Estádio José Alvalade in Lissabon.Sporting vs. BVB live und exklusiv bei Prime Video schauen!Jetzt bei Prime Video anmeldenGOAL liefert Euch die wichtigsten Informationen zur Übertragung von Sporting vs. BVB im TV und Livestream und klärt die Frage, ob DAZN oder Amazon Prime Video die Partie zeigt.Artikel wird unten fortgesetzt



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  • VfB Stuttgart bei Borussia Dortmund: BVB verpatzt Kovac-Debüt – Niederlage gegen Stuttgart

    VfB Stuttgart bei Borussia Dortmund: BVB verpatzt Kovac-Debüt – Niederlage gegen Stuttgart



    Borussia Dortmund unterliegt beim Einstand des neuen Trainers dem VfB. Auch wegen eines Eigentores von Waldemar Anton. red/dpa/SID 08.02.2025 – 17:30 Uhr

    Niko Kovac hat als neuer Trainer von Borussia Dortmund einen Fehlstart hingelegt. Der BVB verlor im ersten Spiel unter dem Nachfolger von Nuri Sahin gegen den VfB Stuttgart mit 1:2 (0:0). Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion sorgten ausgerechnet der Ex-Stuttgarter Waldemar Anton (50. Minute) mit einem Eigentor und Jeff Chabot (62.) für die Tore der Gäste. Julian Brandt (81.) gelang nur noch der Anschlusstreffer für Dortmund.
    Nach zuletzt drei ungeschlagenen Spielen unter Interimstrainer Mike Tullberg ist die Niederlage ein klarer Rückschlag für den BVB, der immer noch um das Minimalziel Champions League kämpft. Stuttgart liegt als Tabellenvierter bereits sechs Punkte vor den Dortmundern.BVB ideenlos „Wir müssen hier Leidenschaft an den Tag legen, diese Fans, dieses Publikum verlangen viel Leidenschaft, viel Engagement, viel Laufbereitschaft und Intensität“, betonte Kovac vor der Partie bei Sky. Richtig leidenschaftlich wurde es aber zunächst nicht. Beide Mannschaften zeigten sich im 110. Bundesliga-Duell gegeneinander anfangs verhalten. Der Gastgeber hatte mehr Ballbesitz, wirkte aber ideenlos.
    Erstmals nennenswert aktiv vor dem Gästetor wurde der BVB durch eine Doppelchance von Ramy Bensebaini nach einer Ecke (11.). Auf der anderen Seite köpfte Chabot eine Freistoßflanke von Angelo Stiller ein, kam aber klar aus dem Abseits (18.). Jamie Gittens prüfte Alexander Nübel (22. und 27.) zweimal aus der Distanz. Doch klar herausgespielte Torchancen kreierte zunächst kein Team.

    Undav mit Riesenchance Doch dann hätten die Gäste in Führung gehen müssen. Deniz Undav erlief einen zu kurzen Rückpass von Anton, wurde jedoch im Strafraum kurz vor dem Torabschluss noch von Emre Can abgelaufen (37.). Diese fahrig ausgelassene Riesenchance des Nationalspielers war sinnbildlich für den wenig entschlossenen Stuttgarter Auftritt in Durchgang eins. Nach dem Einzug ins DFB-Pokalhalbfinale durch ein 1:0 gegen den FC Augsburg unter der Woche wirkten die Schwaben zunächst wenig zielstrebig.
    „Wir wollen nicht herkommen und Spalier stehen für einen guten Auftakt von Niko“, hatte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß vor der Partie bei Sky gesagt. Davon war in Durchgang eins nur wenig zu sehen. Eigentor bringt BVB in Rückstand Nach dem Seitenwechsel startete Dortmund zunächst entschlossener. Doch Adeyemi vergab aus vielversprechender Schussposition deutlich (49.). Im direkten Gegenzug kam es für den Gastgeber bitter: Anton fälschte eine Hereingabe von Chris Führich unglücklich ins eigene Tor ab. Wenig später baute Chabot die Stuttgarter Führung aus, als er nach einer nicht konsequent geklärten Ecke eine Flanke von Jamie Leweling den Ball komplett frei im Netz unterbrachte. Gegen eine gut sortierte Stuttgarter Defensive tat sich der BVB schwer, zum Anschluss zu kommen. Gittens (68.) scheitere erneut an Nübel, der seinen Schuss aus der Distanz noch gegen das Aluminium lenkte. Brandt, der in der Partie bis dahin kaum in Erscheinung getreten war, sorgte schließlich für den Anschlusstreffer. Nach einer Eckballvariante mit Groß auf der linken Seite verwandelte der Offensivmann mit einem Flachschuss. Für mehr als ein Tor reichte es für den Gastgeber trotz hitziger Schlussphase, in der Julian Ryerson noch mit Gelb-Rot vom Platz flog (89.), aber nicht.



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  • Die Probleme des BVB sitzen tief

    Die Probleme des BVB sitzen tief



    Die Sprache des Fußballs führt eine Art Eigenleben, immer wieder werden Begriffe adaptiert, eingeführt oder erfunden. Erst am vergangenen Wochenende hat Heidenheims Frank Schmidt den Terminus „Arbeitsniederlage“ gewählt, während in Dortmund nach dem 1:2 gegen den VfB Stuttgart in zahlreichen Analysen ein anderes Wort strapaziert wurde.Ein Begriff, der zwar nicht ganz neu ist im Fußballumfeld, der aber nur selten im Mittelpunkt der Analysen steht: die „Entscheidungsfindung“, mit der sowohl der Dortmunder Verteidiger Waldemar Anton wie auch Sportdirektor Sebastian Kehl und Trainer Niko Kovac haderten. Die Erzählung der Dortmunder ging ungefähr so: Eigentlich sei das Spiel gut gewesen, nur ein paar kleine Fehlentscheidungen hätten zur Niederlage geführt.Darüber lässt sich streiten, eine „Arbeitsniederlage“ war das 1:2 der Dortmunder sicher nicht, was sich schon an den zurückgelegten Kilometern ablesen lässt. Die Spieler des SC Freiburg liefen 128 Kilometer, die Heidenheimer 124 Kilometer. Die Dortmunder Mannschaft kam am Samstag auf eine Laufstrecke von 110,1 Kilometern, genau wie der VfB.BVB ohne KontrolleDas waren – zumindest vor den Sonntagspartien – die mit großem Abstand geringsten Laufleistungen. „Da war nicht viel drinnen“, sagte der Stuttgarter Trainer Sebastian Hoeneß, der sein Team nach anstrengenden Wochen mit Champions League und DFB-Pokal dafür lobte, eine „passive Kontrolle“ über die Partie im Revier erlangt zu haben. Der BVB hatte gar keine Kontrolle.Dabei kamen die Dortmunder aus einer Woche ohne Pokalspiel. Es wäre naheliegend gewesen, die müden Stuttgarter mit Intensität und Leidenschaft zu bekämpfen, die Fans im Stadion zu entflammen für eine gewaltige Unterstützung. Dortmund zeigte ein paar ordentliche Spielzüge, eine gewisse Qualität ist vorhanden, doch eine Mehrheit des weiterhin zweitteuersten Kaders der Liga scheint immer noch zu glauben, technisch überlegen zu sein und Partien zuallererst mit der Kunst des Spiels gewinnen zu können. Oder allein auf die Wirkung eines neuen Trainers zu vertrauen. Das hat ja schon oft funktioniert.Dortmund erlitt eine Art „Arbeitsverweigerungsniederlage“, was besonders gut auf dem Weg zum 0:2 erkennbar war. Tief in der eigenen Hälfte verlor Serhou Guirassy den Ball. Statt jedoch anschließend beim Verteidigen zu helfen, joggte er mitten im gegnerischen Angriff zurück in seine Stürmerposition. Sekunden später schoss Jeff Chabot genau in dem von Guirassy freigegebenen Raum den zweiten Treffer für Stuttgart.Abermals unbefriedigendDer Hinweis auf Schwächen in der „Entscheidungsfindung“ ist nicht ganz falsch, aber auch ein Euphemismus, der eine riesengroße Enttäuschung überdecken soll: Am Ende der ersten Woche unter Niko Kovac steht nämlich die Erkenntnis, dass nichts besser geworden ist – im Gegenteil. Die Mannschaft agierte – so das Gesamtbild – abermals unbefriedigend. Etliche Profis spielten schlicht und einfach schwach: Karim Adeyemi wirkte wirr, Marcel Sabitzer war kaum sichtbar, Pascal Groß erschien träge, Julian Brandt gehemmt, Torwart Gregor Kobel im Spielaufbau fehlerhaft.Es mag verständlich sein, dass die Vereinsführung trotzdem versuchte, das Positive in den Vordergrund zu stellen. Sie hält an der ohnehin ziemlich verkümmerten Zuversicht fest. „Das Ergebnis war das Einzige, was nicht gut war, der Rest war in Ordnung“, behauptete Kovac: „Die Jungs haben heute alles gegeben, wir hätten nicht als Verlierer vom Platz gehen dürfen. Die Mannschaft hat einiges gut umgesetzt, mit dem Ball und gegen den Ball.“ In Wahrheit leistete sich Dortmund einen Rückschritt.Das erste Spiel des BVB unter dem neuen Trainer Niko Kovac glich einem Rückschritt.picture alliance / osnapixManche Beobachter beschreiben den Verlauf der Saison auf dem Spielfeld als größte BVB-Krise der vergangenen zehn, zwölf Jahre. In den drei Partien unter dem für seine Motivationskunst bekannten Mike Tullberg waren die Leistungen immerhin von Hingabe und Leidenschaft geprägt, unter Kovac erledigten die Profis wieder Dienst nach Vorschrift, wie in der Spätphase des im Januar entlassenen Nuri Sahin.Sebastian Kehl formulierte nach dem Spiel gegen Stuttgart vielsagend: „Das 1:2 zeigt, dass wir nichts geschenkt bekommen in dieser Saison.“ Diese Worte implizieren die Vorstellung, dass man in besseren Phasen Geschenke bekommt, also einen Lohn, ohne zuvor seriös und intensiv gearbeitet zu haben. Dieser Gedanke wirkt grundsätzlich wie Gift im Fußball.Kehl ist aber offenbar der Ansicht, dass der BVB mal wieder Geschenke verdient gehabt hätte. Er sah, dass sein Team „in vielen Phasen ein gutes Spiel“ gemacht habe. Offenbar ist er der Ansicht, dass bis auf kleine Details alles gut war: „Es hat in der letzten Entscheidung das Glück, vielleicht auch eine Klarheit, eine Zielstrebigkeit gefehlt.“ Das war eine bemerkenswerte Aussage, denn diese Beschreibung trifft nicht nur auf diese eine Partie zu. Glück mit Entscheidungen, Klarheit und Zielstrebigkeit fehlen beim BVB derzeit auf allen Ebenen.Sanierungsarbeiten auf der FührungsebeneZwei Tage vor der Partie hatte der Klub mit wenigen Worten bekannt gegeben, dass der Technische Direktor Sven Mislintat entlassen worden sei. Er ist so heftig mit Kehl verstritten, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr möglich war. Das war ein erster Schritt in einem Prozess, der parallel zu den Bemühungen von Niko Kovac läuft. Der neue Trainer muss die Mannschaft reparieren, während eine Stufe oberhalb Sanierungsarbeiten anderer Art notwendig sind.„Bekommen nichts geschenkt“: Sportdirektor Sebastian KehlReutersIm Raum stehen grundsätzliche Fragen zur Führung des Klubs, die der langjährige Chef Hans-Joachim Watzke gerne langsam an passende Nachfolger übergeben würde. Die Schwierigkeiten in diesem Prozess gehören zu den Ursachen für den Absturz in der Tabelle. Lars Ricken, der im vergangenen Sommer von Watzke in der Geschäftsführung die Verantwortung für den Sport übernommen hat, agiert erschreckend glücklos.Den jungen Assistenztrainer Nuri Sahin nach dem Rückzug von Edin Terzic zum Chefcoach zu befördern, muss rückblickend als Fehler betrachtet werden. Genau wie die über Monate aufrechterhaltene Behauptung, dass Impulse von außerhalb nicht nötig seien: „Wir sollten dagegenhalten, wenn die Leute sagen: Der BVB siecht in seinem eigenen Saft!“, hatte Watzke noch vor ein paar Wochen auf der Mitgliederversammlung gerufen. Dieser Gedanke sei „Bullshit“. Diese Woche verkündete Ricken bei der Vorstellung von Niko Kovac: „Wir brauchten den Input eines erfahrenen Trainers von außen.“„Herausforderung für Lars“Auch die Zusammensetzung des Kaders hat sich längst als unzureichend entpuppt; es fehlen Persönlichkeiten, die nicht nur in einem gut funktionierenden Umfeld glänzen können, sondern auch Verantwortung übernehmen, wenn es weniger gut läuft. Rickens Annahme, die seit langer Zeit zerstrittenen Mislintat und Kehl könnten zusammenarbeiten, ohne das Betriebsklima zu vergiften, stellte sich als Trugschluss heraus. Und dass Matthias Sammer mit seinen intimen Kenntnissen, die er als Berater der Geschäftsführung hat, TV-Experte bei Amazon sein darf, ist ebenfalls höchst unglücklich.Musste gehen: Sebastian Kehls Widersacher Sven MislintatdpaDie Lösung dieser Unwuchten bezeichnete Watzke während der vergangenen Woche auf dem Sportbusinesskongress Spobis als „Herausforderung für Lars“, der Sportgeschäftsführer habe „den Hut auf, er muss dafür sorgen, dass alle in die gleiche Richtung denken“. Inzwischen ist Mislintat weg, und Sammer lässt seine Tätigkeit am kommenden Dienstag, wenn der BVB in den Champions-League-Play-offs bei Sporting Lissabon spielt (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Prime Video), „aus privaten Gründen“ ruhen.Damit kommt er dem dringenden Wunsch der Dortmunder Klubführung nach, womöglich auch einem Dekret. Dauerhafte Lösungen fehlen aber weiterhin genau wie eine Instanz, die Souveränität und Zuversicht ausstrahlt.Ricken wirkt unsouverän, und Kehl wird nicht nur von Watzke sehr kritisch gesehen. Vom 1. Januar bis zum 3. Februar waren Spielerwechsel möglich, erst am letzten Tag dieser Phase konnten die Dortmunder zwei recht teure Leihgeschäfte für den Rest der Saison bekannt geben: Der Linksverteidiger Daniel Svensson kam vom FC Nordsjaelland, außerdem wurde Carney Chukwuemeka vom FC Chelsea geliehen, jeweils mit Kaufoption.Sorgenfalten bei den BVB-Bossen: Hans-Joachim Watzke, Lars Ricken und Matthias Sammer (von links)FiroSvensson durfte am Samstag ein paar Minuten spielen, Chukwuemeka fehlte, weil er im Training einen Schlag auf ein Knie bekommen hatte. Dass diese beiden jungen Profis den labilen Charakter dieser Mannschaft entscheidend ändern, ist kaum zu erwarten. Ein Ersatz für den verkauften Donyell Malen wurde nicht unter Vertrag genommen.Erste Schritte einer NeuausrichtungWohl auch vor dem Hintergrund dieses Eindrucks hat Watzke in der vergangenen Woche verkündet, dass der BVB mit Blick auf seine Geschäftszahlen vorerst nicht auf die Einnahmen aus der Champions League angewiesen sei. „Das hält der BVB auch zwei Jahre aus“, sagte er, „verglichen mit dem, was der BVB schon alles ausgehalten hat, ist das wirtschaftlich nicht vernachlässigenswert, das wäre zu viel gesagt, aber: Dann macht der BVB ein oder zwei Transfers, und alles ist wieder im Lot. Ganz einfach.“Ein paar Tage vorher war Watzke „als Privatmann“ beim CDU-Parteitag, wo er auf der Bühne in einer vom Generalsekretär Carsten Linnemann moderierten Talkrunde den umstrittenen Umgang seines alten Freundes Friedrich Merz mit der AfD verteidigte. Beim Deutschen Fußball-Bund, bei der Europäischen Fußball-Union UEFA, wenn TV-Gelder akquiriert und verteilt werden, dort, wo die Macht sitzt, war der Sauerländer zuletzt eindeutig erfolgreicher als dort, wo es nach Schweiß und Erde riecht.Sammers vorübergehender Rückzug von der Fernsehbühne und die Trennung von Mislintat sind wohl nur erste Schritte auf dem Weg zu einer Neuausrichtung. Denn es ist kaum vorstellbar, dass Watzke sich wirklich zurückzieht und Ricken gemeinsam mit Kehl in der Verantwortung für den Sport eine neue Erfolgsära einleiten. Dazu ist das Duo schon zu beschädigt. Wenn ihnen keine überraschende Entwicklung gelingt, dann taugen die beiden nicht dauerhaft für die Rolle der Hauptrepräsentanten eines derart großen Fußballklubs, in dem sie zugleich konstruktiv nach innen wirken und die richtigen Entscheidungen für den Sport treffen müssen.Es gibt Kräfte im Klub, die den Wunsch hinterlegt haben, dass Watzke vielleicht doch länger in der Geschäftsführung bleibt, sich nicht zum Jahresende zurückzieht. Wer weiß, wie gerne der Patron Verantwortung übernimmt und Macht ausübt, der kann sich gut vorstellen, dass es so kommt. In jedem Fall wird Borussia Dortmund gerade in einem Prozess zermürbt, der vielen Unternehmen Probleme bereitet: Es gelingt nach Jahren voller Erfolge unter einem sehr starken Chef nicht, geeignete jüngere Leute für die entscheidenden Positionen zu finden.Der BVB, der mit dem langjährigen Sportdirektor Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke zum zweitgrößten und zweiterfolgreichsten Fußballunternehmen Deutschlands aufstieg, bemüht sich um eine Fortsetzung. Es gelingt bislang nicht, weil Persönlichkeiten fehlen, die den Herausforderungen gewachsen sind.Zur Erklärung erzählt Watzke ganz gerne, dass es solche Probleme beim FC Bayern auch gab, als dort beispielsweise Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic scheiterten. Aber in den Münchner Gremien arbeiteten Männer mit viel Fachkompetenz an der Bewältigung der Neuausrichtung mit. Leute wie Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge, Herbert Hainer oder Jan-Christian Dreesen.Beim BVB hängt fast alles an Watzke, der sich damit rühmen kann, den Klub sehr groß gemacht zu haben. Und der fürchten muss, irgendwann auch für einen Schrumpfungsprozess verantwortlich gemacht zu werden.



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