Platz zehn, die Champions-League-Ränge in weiter Ferne: Die Aussicht beim BVB ist so düster wie lange nicht mehr. Eine mögliche Trennung von Trainer Nuri Sahin wird im Vorstand diskutiert, aber die Probleme liegen tiefer.
Von einem größeren Stimmungsumschwung sickerte am Donnerstag nichts durch. Borussia Dortmunds Regenerations- und Abschlusstrainingseinheiten am DFB-Campus in Frankfurt sollen verhältnismäßig ereignislos gewesen sein. Der BVB-Tross war noch am Dienstagabend direkt aus Kiel eingeflogen. Eine Art Mini-Trainingslager am Sonnenflecken Niederrad, zur Vorbereitung auf das Spiel bei Eintracht Frankfurt. Die Blamage des 2:4 beim Abstiegskandidaten Holstein Kiel im Gepäck, Platz zehn in der Bundesliga zum Abschluss der Hinrunde: Die Lage erzeugt Panikstimmung. Aber öffentlich zugeben will sie keiner beim stolzen Champions-League-Finalisten des vergangenen Sommers.
Eigentlich ließe sich der kleine verbale Irrweg vom Samstagnachmittag leicht als typischer Niko-Kovac-Fauxpas übergehen, schließlich lag der Trainer von Borussia Dortmund, der am Mittwochabend (18.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei DAZN) gegen Sporting Lissabon um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League kämpft, schon in anderen Fällen nicht ganz richtig mit seinen Überlegungen. Bei Thomas Müller zum Beispiel, den er beim FC Bayern aussortieren wollte.
Oder in Wolfsburg, wo Kovac an Omar Marmoush zweifelte. Am Samstag nun hat der kroatische Trainer vor der Partie seiner Dortmunder in Bochum bei „Sky“ mit einer Aussage über seinen heutigen Spieler Julian Brandt für Verblüffung gesorgt: „Wir sind uns alle, glaube ich, einig, dass Jule neben Wirtz und Musiala in diese Range dazugehört.“
Fachleute, die das genauso denken, dürften eher selten sein, wobei: Erstaunlicherweise zog bereits Nuri Sahin diese Parallele. „Jule hat heute wieder einmal gezeigt, dass er für uns absolut unersetzlich ist“, sagte Kovacs Vorgänger nach einem Sieg in Wolfsburg kurz vor Weihnachten. „Für mich ist Jule in der Bundesliga auf dieser Position unter den Top 3 – neben den anderen beiden Experten.“ Gemeint waren: Wirtz und Musiala.
Damals, an jenem kalten Dezemberabend, hatte Brandt tatsächlich beeindruckend gespielt, der BVB gewann 3:1, Brandt schoss ein und lieferte eine Torvorlage. Der 28 Jahre alte Offensivspieler hatte gegrätscht, gekämpft und geackert, war ein echter Anführer. Es war ein Auftritt entgegen des Klischees, denn eigentlich steht Brandt seit Jahren unter dem Verdacht, zu glänzen, wenn es läuft.
Und immer dann abzubauen, wenn Widerstandskraft gefragt ist, so wie in den Wochen vor der Wolfsburg-Partie, als wieder einmal eine Großkrise drohte, die mit Brandt als entschlossenem Anführer abgewendet wurde. Die Erzählung vom Schönspieler greift also zu kurz, die Wahrheit über den Fußballprofi Julian Brand ist komplexer.
Das falsche Umfeld?
Denn der in Bremen geborene Offensivspieler ist eine facettenreiche Persönlichkeit, ein Spieler, der nicht einfach sein Ding durchzieht. Ein unglaublich talentierter Fußballer, was wohl zu den Vergleichen mit Wirtz und Musiala verführt. Aber er ist auch ein ewiges Versprechen und ein sensibler Mensch, was ungünstig ist, weil er in einem Klub spielt, wo sensible Menschen nicht unbedingt das beste Leistungsumfeld finden.
Als er vor dem Champions-League-Finale 2024 nach dem Unterschied zu seinem vorigen Klub Bayer Leverkusen gefragt wurde, sagte er: „Dieser Kontrast ist schon sehr krass. Ich glaube, dass ich hier sehr viel gelernt und erfahren habe. Ich hatte auch mal eine Zeit hier, in der es gar nicht lief. Jetzt bin ich ein viel gestandenerer Spieler.“ Er wurde in den Mannschaftsrat befördert, darf manchmal die Kapitänsbinde tragen.
Wer mit fast 30 immer noch als „Talent“ gilt, bei dem ist was schiefgelaufenReuters
Zu einem kühlen Profi, an dem alles abperlt, hat ihn dieser Reifeprozess aber nicht werden lassen. So hat er sich die Trennung von Nuri Sahin sehr zu Herzen genommen. „Wir schämen uns dafür, dass wir den Verein in eine Situation gebracht haben, Nuri Sahin zu entlassen“, hat Brandt im Januar gesagt. „Ich persönlich hätte supergerne mit ihm weitergearbeitet.“
Der Sport-Geschäftsführer Lars Ricken berichtete von emotionalen Szenen, nachdem er die Mannschaft im Januar unmittelbar nach der Niederlage in Bologna über die soeben vollzogene Entlassung Sahins in Kenntnis gesetzt hatte, er habe „die eine oder andere Träne“ gesehen. Geweint hat dem Vernehmen nach Julian Brandt.
Acht Trainerwechsel beim BVB seit 2019
Man muss vorsichtig sein mit Einzelaussagen aus einem Unternehmen mit mehr als 600 Mitarbeitern, aber aus dem Inneren von Borussia Dortmund ist auffallend oft zu hören, dass die Alltagsatmosphäre besser sein könnte. Inwieweit das auch auf die Mannschaft zutrifft, ist schwer zu sagen, aber in Krisenmomenten war immer wieder sogar von außen sichtbar, wie unter den Spielern gestritten wurde. Und Konflikte im unmittelbaren Umfeld wie die verhärtete Front zwischen dem mittlerweile entlassenen Sven Mislintat und Sebastian Kehl ließen sich auch kaum ausblenden.
Vielleicht spielt Brandt beim falschen Klub, in dem seit seinem Wechsel aus Leverkusen eigentlich noch keine vollständige Saison ohne ernstere Krisenphase zu Ende ging. Acht Trainerwechsel hat er seit seiner Ankunft beim BVB 2019 miterlebt. Dieses Pech mit der Wahl des Arbeitgebers zählt zu den wichtigsten Unterschieden gegenüber Wirtz und Musiala, aber es gibt noch weitere.
Die Bedeutung des Moments
Brandt ist ein Offensivspieler alter Schule, technisch stark, ein Spieler voller Ideen mit brillantem Gespür für Räume, der aber nicht immer entschlossen mitverteidigt, wenn Gegner angreifen. Und er war in den vergangenen Jahren für erschreckend viele Ballverluste verantwortlich, die zu gegnerischen Chancen oder gar Toren führten.
Das ist besser geworden, war aber immer eine Schwäche, die die Jungstars aus der Nationalmannschaft nie hatten. Wenn der Name eines beinahe 30 Jahre alten Fußballprofis immer noch regelmäßig in Verbindung mit dem Begriff „Talent“ auftaucht, ist etwas schiefgelaufen.
Aber Brandt erweckt auch als gereifter Nationalspieler irgendwie den Eindruck, als sei er nicht vollständig fokussiert. Als lasse er seine Gedanken schweifen, träume ein bisschen. Er darf Ecken und Freistöße schlagen, macht das im Training auch immer wieder brillant, aber in den Spielen führte er Standardsituationen viel zu oft schludrig aus, nicht mit der erforderlichen Konzentration und Wertschätzung für die Bedeutung des Moments.
Besonders sichtbar war das beim 1:2 gegen Stuttgart vor zehn Tagen, als sein Freistoß tief in der Nachspielzeit die letzte Chance auf den Ausgleich bot. Die Südtribüne hoffte und fieberte, im Strafraum lauerten die Kopfballspieler, doch Brandt schlug den Ball absurd weit am Tor vorbei, irgendwo ins Fangnetz vor dem Publikum.
Das passte zum Bild vom empfindsamen Spieler, der starke Gefühle nicht so gut in konstruktive Energien umsetzen kann wie manche Kollegen. Das ist sehr menschlich, im Fußball aber manchmal eben eine Schwäche – die Florian Wirtz und Jamal Musiala nicht haben.
Am Dienstagvormittag im Dortmunder Sonnenschein deutete beim strahlenden Ober-Boss Hans-Joachim Watzke (65) kaum mehr etwas auf die vergangene 0:2-Blamage in Bochum hin. Geschweige denn auf den schlimmste Klub-Absturz seit 10 Jahren.
Vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Sporting Lissabon (Mittwoch, 18.45 Uhr/DAZN) schaute der BVB-Patron wieder höchstpersönlich beim Abschlusstraining vorbei, beobachtete an der Seite von Lars Ricken (48) mit einer grauen Schiebermütze die Einheit von Trainer Niko Kovac (53) genau.
Hans-Joachim Watzke (65) mit guter Laune bei der öffentlichen Einheit
Foto: INA FASSBENDER/AFP
Das Signal: Sinne schärfen! Auch wenn das Weiterkommen nach dem 3:0-Erfolg in Portugal nur noch Formsache sein sollte…
Kovac: „Wir lassen uns auf keinerlei Rechenspiele ein! Wir müssen 100 Prozent zeigen.“
Nach der Bochum-Blamage hatte sich kein BVB-Profi in der Interview-Zone gestellt. Kovac: „Das ist etwas, das nicht gut gelaufen ist. Aber da werden der Sven (Pressesprecher Westerschulze, d. Red) und ich in Zukunft für sorgen, dass das dementsprechend wieder passiert.“
Denkzettel an seine Verlierer verteilen, will Kovac offenbar nicht: „Unsere Spieler haben eine hohe Qualität. In Lissabon, in Bochum war die Mannschaft in der Lage, richtig hohes Tempo zu gehen. Aber ich persönlich glaube, dass der Kopf der ausschlaggebende Faktor ist. Da müssen wir reseten!“
„Er lächelt es weg, aber …“ : Kovac ist entsetzt vom BVB!
Quelle: BILD18.02.2025
Wie das gehen soll? Kovac: „Als Trainer muss man versuchen, den Spielern das Selbstvertrauen zu geben.“ Er sagt: „Wir machen nicht viele Fehler, aber die sind so immens. Die bringen uns um den verdienten Lohn. Wir laufen viel, wir kämpfen viel und kreieren auch Chancen wie in Bochum. Aber das müssen wir drehen. Das geht nur durch gutes Zureden. Wenn wir als Trainerteam jetzt auch noch draufhauen, bringt das nichts.“
Mittelfeld-Mann Pascal Groß (33): „Es sind immer wiederkehrende Muster, da müssen wir selbstkritisch sein. Fußball ist ein schmaler Grat. In Lissabon kam das Selbstvertrauen auch erst nach den Toren. Wir dürfen nicht in Rückstand geraten und selbst die Tore machen. Die geben einem Vertrauen. Besonders in der aktuellen Situation.“
Pascal Groß läuft den Ansprüchen bei Borussia Dortmund weit hinterher. In den ersten BVB-Monaten ist ihm auch seine Vielseitigkeit zum Verhängnis geworden.
Vor dem Playoff-Rückspiel in der Champions League gibt es beim BVB in Sachen Personal gute Nachrichten.
Für Borussia Dortmund steht am Mittwochabend das Playoff-Rückspiel in der Champions League gegen Sporting Lissabon (ab 21 Uhr im LIVETICKER) auf dem Programm. Das Team von Cheftrainer Niko Kovac kann zuvor personell aufatmen.
{
“placeholderType”: “MREC”
}
Linksverteidiger Ramy Bensebaini, der im Hinspiel noch wegen einer Muskelverhärtung gefehlt hatte, ist zurück und einsatzbereit.
Abgesehen von Felix Nmecha, der mit einer Bänderverletzung weiterhin ausfällt, konnten beim Abschlusstraining, welchem SPORT1 beiwohnte, alle Spieler teilnehmen.
Beste Voraussetzungen also für den BVB, der das Hinspiel in Portugal bereits mit 3:0 gewonnen hatte.
4:1 beim FC Sevilla in Unterzahl Hansi Flick und Barça stürmen in Richtung La-Liga-Spitze
10.02.2025, 05:19 Uhr
Weil das Madrider Stadtderby zwischen Real und Atletico am Samstag ohne Sieger endet, hat Barcelona mit Supertrainer Flick in Sevilla die Chance, ins Titelrennen zurückzukehren. Das gelingt natürlich souverän und das, obwohl Barca lange Zeit in Unterzahl spielen muss. Flick weiß, was jetzt zu tun ist.
Der FC Barcelona hat in der spanischen Primera División den Rückstand auf Tabellenführer Real Madrid auf nur noch zwei Punkte verkürzt. Die Mannschaft von Ex-Bundestrainer Hansi Flick gewann beim FC Sevilla mit 4:1 (1:1) und nutzte damit das Remis der Madrider Stadtrivalen tags zuvor aus. Im Topspiel des 23. Spieltags hatten sich Real und Atlético bei den Königlichen mit einem 1:1 getrennt.
Im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán erwischte Barcelona einen Start nach Maß dank Robert Lewandowski. Der ehemalige Bundesliga-Star traf in der siebten Minuten zur 1:0-Führung. Eine Minute später stand es aber bereits 1:1 – für die andalusischen Gastgeber war Ruben Vargas zur Stelle. Direkt nach dem Seitenwechsel brachte der zur Pause eingewechselte Fermín López (46.) die Flick-Mannschaft wieder in Führung, neun Minuten später erhöhte Raphinha.
Flick: Rote Karte war eine gute Übung
Die letzte halbe Stunde der Partie musste Barça dann in Unterzahl überstehen. Nach einer Entscheidung des Videoschiedsrichters sah Torschütze López die Rote Karte (62.). Dennoch gelang den Gästen durch Eric García in der 89. Minute ein weiterer Treffer. “Mit unserer Leistung heute bin ich richtig zufrieden”, sagte der ehemalige Bundestrainer Flick nach dem Spiel. “Wir haben gut gespielt und für die drei Punkte gekämpft.”
Nicht einmal dem Platzverweis konnte Flick nur negative Seiten abgewinnen. “Klar. Es ist ein anderes Spiel mit nur zehn Mann, aber wir haben das richtig gut gemacht. Fermi war natürlich enttäuscht nach seiner Roten Karte, aber er hat ein wichtiges Tor geschossen. Solche Dinge passieren und für uns war es eine gute Übung, im 4-4-1 zu spielen und zu verteidigen.
In der Tabelle bleibt der FC Barcelona auf Platz drei. Mit 48 Punkten sind die Katalanen aber um zwei Punkte näher an Spitzenreiter Real gerückt. Atlético ist als Zweiter nur noch einen Zähler besser. “Wir stehen jetzt besser da als noch vor einiger Zeit. Aber wir fokussieren uns nur auf uns. Wir müssen die Spiele gewinnen und dürfen nicht auf die anderen schauen”, sagte Flick.
Mohammad Mahmoud wird die Rückrunde nicht bei der SV Elversberg verbringen. Der 20 Jahre alte Stürmer wurde vom Zweitligisten an den FC Zürich in die Schweiz verliehen, wo das Transferfenster noch bis Montagabend geöffnet ist. Beim 13-maligen Meister und Tabellenachten der Super League soll er bei der U21 eingesetzt werden, die in der 3. Liga spielt. Der Vertrag in Elversberg läuft noch bis 2027, allerdings besitzt Zürich nach eigenen Angaben eine Kaufoption.
In der Hinrunde kam Mahmoud in vier Spielen über insgesamt 34 Minuten zum Einsatz, gehörte zuletzt aber immer seltener dem Kader an. „Für seine weitere Entwicklung ist mehr Spielpraxis unter Wettkampfbedingungen wesentlich, weshalb eine Leihe für alle Beteiligten ein sinnvoller Schritt ist“, erklärt SVE-Sportvorstand Ole Book.
Werder Bremen gibt Daniel Ihendu an FC Zürich ab
Neben Mahmoud stellte Zürich am Montag auch Daniel Ihendu als Neuzugang vor. Der 19 Jahre alte Innenverteidiger kommt von der zweiten Mannschaft von Werder Bremen, die ihn im Sommer 2023 von RB Leipzig verpflichtet hatten. In der Regionalliga Nord reichte es diese Saison zu zwölf Kurzeinsätzen, in Zürich erhält er einen Vertrag bis 2026 mit einer Option auf drei weitere Jahre.
Es scheint derzeit wie verhext bei Borussia Dortmund. Der Revierklub findet auch unter Niko Kovac nicht aus der Krise, ging zuletzt sogar mit 0:2 gegen Schlusslicht Bochum baden. Viele Stars des BVB hängen ihrer Form meilenweit hinterher.
Dennoch gibt es für ein großes Juwel von Borussia Dortmund weiter keine Chance, sich zu beweisen. Zieht der Spieler nun die Reißleine? Ein Bericht sorgt jetzt für Aufsehen.
Borussia Dortmund: Campbell weckt Interesse
Cole Campbell gilt in Dortmund als eines der größten Talente der Nachwuchsabteilung. Das ist auch bei den Verantwortlichen des BVB nicht unbemerkt geblieben, die den 18-Jährigen in dieser Saison bereits stückweise an die Profis heranführten. Doch während der US-Amerikaner unter Ex-Trainer Nuri Sahin noch zu sechs Kurzeinsätzen kam, stand er zuletzt gar nicht mehr im Kader. Niko Kovac scheint für den Flügelspieler vorerst keine Verwendung zu haben.
Auch interessant: Borussia Dortmund: Cherki-Hammer im Sommer? Bericht versetzt Fans Stich ins Herz
Ein Zustand, der auch andernorts nicht unbemerkt bleibt. Denn wie „Markaj News“ nun vermeldet, soll sich der FC Luzern mit Campbell beschäftigen. Die Schweizer, die in der Super League derzeit mit um die Meisterschaft spielen, könnten demnach im Sommer ein Leihgeschäft anvisieren, sollte der BVB-Youngster zur Verfügung stehen. Zwischen Schwarz-gelb und Luzern soll allerdings noch kein Kontakt bestehen.
Campbell als Adeyemi-Nachfolger?
Ob ein Campbell-Wechsel in die Schweiz in Frage kommt, dürfte letztendlich auch an Dortmunder Kaderplanungen für die kommende Saison liegen. Mit Karim Adeyemi zeichnet sich derzeit zumindest ein prominenter Abgang auf Campbells Position ob, die der 18-Jährige im Sommer übernehmen könnte.
Entscheidet sich der BVB jedoch bei einem Adeyemi-Abgang dazu, nach externen Verstärkungen Ausschau zu halten, könnte ein Wechsel von Campbell in den Fokus rücken. Angesichts der dringend benötigten Spielpraxis für den gebürtigen Texaner sicher keine schlechte Idee.
Der HSV Hamburg hat sein Punktekonto in der Handball-Bundesliga ausgeglichen. Nach dem 35:29 (15:13)-Auswärtssieg beim HC Erlangen machte die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen mit nun 19:19 Zählern einen Sprung auf den achten Tabellenplatz. Als beste Werfer steuerten Leif Tissier und Casper Mortensen je sieben Treffer zum doppelten Punktgewinn bei. Christopher Bissel war für Erlangen achtmal erfolgreich.
Gegen den vom früheren Hamburger Trainer und Funktionär Martin Schwalb betreuten Tabellen-Vorletzten kamen die Norddeutschen gut in die Partie. 5:3 lagen die Norddeutschen in der 8. Minute in Führung. Die Franken konnten sich vor allem bei ihren Schlussmann Dario Quenstedt bedanken, dass der Rückstand zur Pause noch übersichtlich war.
Beim 18:19 (38.) hatten die Franken wieder den Anschluss geschafft. Auch von mehreren Drei-Tore-Führungen der Hamburger ließen sich die Gastgeber nicht entmutigen. Allerdings war die Wurfquote der Erlanger zu schlecht, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Die Paraden ihres Torhüters Mohamed El-Tayar waren ein zusätzliches Plus zugunsten der Norddeutschen.