Kategorie: UEFA Europa League

  • Berlin: Nur eine gute Halbzeit reicht nicht: Union Berlin

    Berlin: Nur eine gute Halbzeit reicht nicht: Union Berlin


    Stand: 15.02.2025 18:54 Uhr

    Union Berlin hat in der Fußball-Bundesliga eine Niederlage kassiert. Gegen formstarke Gladbacher zeigten die Eisernen eine schwache erste Halbzeit. Die Leistungssteigerung nach der Pause reichte nicht, um Punkte zu holen.

    • Union Berlin hat in der Fußball-Bundesliga mit 1:2 (0:2) gegen Borussia Mönchengladbach verloren
    • insbesondere in der Abwehr machte Union anfangs Fehler, bot den Gästen zu viele Räume
    • eine Leistungssteigerung nach der Pause reichte nicht für Punktgewinn
    • auf den Tribünen gab es gleich zwei Gedenkaktionen

    Der 1. FC Union hat nach dem überzeugenden Kantersieg bei der TSG Hoffenheim am letzten Wochenende an diesem Spieltag einen Dämpfer kassiert. Die Köpenicker verloren am Samstagnachmittag im Stadion An der Alten Försterei gegen Borussia Mönchengladbach mit 1:2 (0:2).
     
    Insbesondere in der Defensive wiesen die Eisernen vor allem im ersten Durchgang starke Defizite auf. Somit verloren die Berliner verdient gegen die Mannschaft von Niederrhein, die in der Tabelle weiter vorrückt (7. Platz) und sich immer mehr Hoffnungen auf das europäische Geschäft machen kann.
     
    Union wurde nach der Halbzeitpause besser. Nach dem verpassten Punktgewinn bleibt das Team auf dem 13. Tabellenplatz.

    Das Stadion An der Alten Försterei, Berlin-Köpenick (Quelle: IMAGO / Picture Point LE)

    Welche Schlüsse sich aus Unions Verkauf der Stadionaktien ziehen lassen

    Durch den jüngst abgeschlossenen Aktienverkauf erhöht der 1. FC Union das Stammkapital seiner Stadion AG auf mehr als 30 Millionen Euro. Ein Erfolg? Sportökonom Christoph Breuer beantwortet die wichtigsten Fragen.mehr

    Spielverlauf

    Union startete mutig in die Partie. Die Eisernen störten Gladbach früh im Spielaufbau und provozierten in den ersten Minuten so bereits einige Ballverluste. Immer wieder kam die Baumgart-Elf dem Tor der Borussia so näher, wurde zunächst aber nicht gefährlich. Anders lief es wenig später auf der gegenüberliegenden Seite: In der zehnten Minute kombinierten sich die Gäste gut über die linke Seite, bis Lukas Ullrich schließlich frei vor Union-Torwart Frederik Rönnow auftauchte und den Ball per Volley ins Tor schoss.
     
    Der erste Torschuss für Gladbach brachte prompt das 1:0. Nach einer kurzen ausgeglichenen Phase legte Gladbach schnell nach: In der 26. Minute ging es diesmal über die rechte Seite, ehe Nationalspieler Tim Kleindienst im Strafraum nach einer Flanke von Nathan Ngoumou aus wenigen Metern einschob. Wie schon beim ersten Treffer hatte Gladbach erneut zu viele Räume und damit einfaches Spiel. Das 2:0 zur Halbzeit ging insbesondere wegen der schwachen Leistung der Union-Defensive in Ordnung.
     
    Union-Trainer Steffen Baumgart reagierte und stellte in der Pause auf eine Fünferkette in der Defensive um. Das zeigte Wirkung: Union stand nach Wiederbeginn stabiler und spielte gleichzeitig geordneter nach vorne. Das resultierte in der 55. Minute in der ersten guten Chance für die Eisernen. Union spielte gut über die rechte Seite und Benedict Hollerbach kam aus gut 13 Metern zum Abschluss. Der Schuss geriet allerdings zu zentral und konnte abgeblockt werden. Trotzdem war Union jetzt besser im Spiel – und profitierte im Anschluss von einer durchaus streitbaren Entscheidung des Videoschiedsrichters.
     
    Nach einem kleinen Schubser an Tom Rothe gab es Elfmeter für die Eisernen, den Andrej Ilic sicher verwandelte (63. Minute). Der Treffer der Köpenicker war offenbar ein Weckruf für die Borussia, die nun wieder aktiver wurde und das Spiel so beruhigte. Union konnte den Schwung aus den Anfangsminuten des zweiten Durchgangs nicht fortsetzen und die Partie flachte ab. Tom Rothe hatte in der Nachspielzeit noch einmal die Möglichkeit auf den Ausgleich, kam im Strafraum aber nicht mehr richtig an den Ball und Borussia-Torwart Jonas Omlin konnte parieren (90.+5). Gladbach gelang es, die knappe Führung über die Zeit zu bringen und einen verdienten Sieg einzufahren.

    Stilles Gedenken: Fans von Union Berlin würdigen einen kürzlich verstorbenen Anhänger.

    Was war denn da los?

    Nach einer knappen Viertelstunde wurde es plötzlich still im Stadion An der Alten Försterei. Die Union-Fans gedachten mit einem Schweigemoment einem jungen Fan, der vor Kurzem einer Krebserkrankung erlegen war. Der Gladbacher Anhang schloss sich aus Respekt an und verzichtete vorübergehend ebenfalls auf Gesänge.
     
    Wenig später würdigten die Union-Fans Jugendtrainer Marlon Höfer, der vergangene Woche mit nur 28 Jahren verstorben war. “Niemand stirbt, der in Erinnerung bleibt. Ruhe in Frieden, Marlon!”, stand auf einem Spruchband auf der Waldseite.

    Spieler des Spiels

    Wirklich hervorstechen konnte am Samstagnachmittag im Stadion An der Alten Försterei kein Spieler. Hervorheben lässt sich dennoch Gladbachs Kevin Stöger. Der Mittelfeldspieler gab seiner Mannschaft Struktur und in vielen Angriffen den Takt vor. Stöger brachte überragende 97 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler und gewann 48 Prozent seiner Zweikämpfe. Immer wieder setzte er die Außenspieler oder Angreifer Kleindienst in Szene und leitete so gefährliche Angriffe der Gäste ein.

    Fan-Club Alpen-Unioner (privat)

    “Die Eltern von Urs Fischer waren dabei”

    Der 1. FC Union Berlin ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Inzwischen gibt es sogar einen Fanclub in der Schweiz. Der weit mehr ist als nur eine Ansammlung von Fußballfans, wie Mitbegründer Andreas Rohr im Gespräch verrät.mehr

    Zählbares

    • Nationalspieler Tim Kleindienst traf bei Union bereits zum fünften Mal in Folge. Der Stürmer, der im Sommer nach Gladbach wechselte, ist in Topform. Er ist mit 14 Saisontreffern bislang der erfolgreichste deutsche Torschütze in dieser Saison.
    • Für Union gab es statistisch schon zur Halbzeit nur noch wenig Hoffnung: Die Eisernen punkteten in der Bundesliga noch nie nach einem Rückstand von zwei oder mehr Toren zur Pause.
    • Für Borussia Mönchengladbach war es der erste Sieg überhaupt bei Union Berlin.

    Stimmen zum Spiel

    Tom Rothe (1. FC Union Berlin): “Ich denke, die erste Halbzeit haben wir einfach ein bisschen zu wenig Aggressivität gehabt. Wir haben nicht so intensiv gespielt und hatten zu wenig Zugriff. Die Tore spielen sie dann schon gut raus. In der zweiten Hälfte haben wir es dann schon auch besser gemacht. Durch die Systemumstellung auf Fünferkette hatten wir einen besseren Zugriff aufs Spiel. Im Endeffekt konnten wir uns nicht mehr mit einem Unentschieden belohnen.”
     
    Tim Kleindienst (Borussia Mönchengladbach): “Ich glaube, die erste Hälfte war sehr gut aus unserer Sicht. Da haben wir aus meiner Sicht sogar noch ein bisschen zu wenig daraus gemacht. Die zweite war so ein bisschen zerfahren. Union hatte dann auch viel Ballbesitz und hat viele Bälle in die Mitte gebracht. Da mussten wir schon Einiges überstehen.”
     
    Steffen Baumgart (1. FC Union Berlin) über die Umstellung auf Fünferkette: “Wir haben gesehen, dass wir über die Außen in der einen oder anderen Situation in der Unterzahl waren. Das wollten wir verändern und das Spiel von vorne beginnen. […] Einfach mal ein bisschen mutiger und klarer, um da mehr Aktion zu haben und den Gegner unter Druck zu setzen. Das ist uns in der zweiten Halbzeit besser gelungen, aber trotzdem hat es nicht gereicht.”

    Sendung: rbb24 Inforadio, 15.02.25, 15:30 Uhr



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  • Kleindienst erklärt Europa-Plan! Gladbach-Sehnsucht bald

    Kleindienst erklärt Europa-Plan! Gladbach-Sehnsucht bald


    Tim Kleindienst jubelt vor den Fans.

    Gladbach-Star Tim Kleindienst jubelt nach dem Sieg gegen Union Berlin am 15. Februar 2025 vor den Fans.

    Schafft Borussia Mönchengladbach am Ende der Saison tatsächlich den Sprung nach Europa?

    Nach dem 2:1-Erfolg gegen Union Berlin in der Bundesliga geht das Träumen bei Borussia Mönchengladbach weiter. Auf dem siebten Platz mit drei Punkten Rückstand zu den Champions-League-Plätzen ist Europa auch nach dem 22. Spieltag in Reichweite!

    Gladbach-Star Kleindienst trifft und trifft – jubelt er bald auch in Europa?

    Schon jetzt haben die Gladbacher 34 Zähler auf dem Konto – genauso viele wie am Ende der vergangenen Saison, als die Fohlen bis zum Schluss im Abstiegskampf steckten. In dieser Spielzeit hingegen geht der Blick nach oben.

    So nah wie aktuell waren die Gladbacher, seit Marco Rose (48) Trainer war, nicht mehr am internationalen Geschäft. Entsprechend groß ist die Sehnsucht nach internationalen Spielen am Borussia-Park. Wird diese bald gestillt?

    Für Stürmer-Star Tim Kleindienst (29) ist die Sehnsucht nach Europa nicht so groß, wie er nach dem Union-Spiel schmunzelnd zugibt: „So oft war ich da noch nicht, deshalb weiß ich nicht, ob ich da so ne Sehnsucht habe.“ Der Torjäger stand in seiner Karriere bisher nur fünfmal in der Europa League auf dem Platz. Mit dem belgischen Ex-Klub KAA Gent sprang dabei für ihn aber kein Sieg heraus.

    Das könnte sich mit Gladbach ändern. Und möglicherweise hat der gebürtige Brandenburger am Ende sogar großen Anteil daran, wenn die Fohlen das internationale Geschäft erreichen.

    Gegen Union Berlin traf der 29-Jährige im fünften Bundesliga-Spiel in Folge, machte seinen insgesamt 14. Saisontreffer und jagt damit weiterhin den Jahrtausend-Rekord von 18 Treffern innerhalb einer Spielzeit, den Marco Reus (34) innehat.

    Was die Fan-Sehnsucht nach Europa betrifft, zeigte sich der DFB-Nationalspieler im Anschluss des zweiten Auswärtssieges in Serie guter Dinge. „Wir sind optimistisch, auf einem sehr guten Weg“, erklärte der 29-Jährige, der mit offenen Europa-Ansagen an die Konkurrenz noch sparen möchte: „Ich glaube, ich werde jetzt nichts lostreten, was wir am Ende nicht einhalten. Es ist noch ein Drittel der Saison zu spielen.“

    Stattdessen verfolgt der Sturm-Riese für seine Gladbacher ein anderes Konzept. „Wir fahren gut damit, wenn wir ein bisschen undercover da oben reingehen und dann holen wir unsere Punkte einfach“, erklärte Kleindienst seinen Europa-Plan.

    So möchten die Fohlen weiter ohne Druck ihre noch bevorstehenden Aufgaben angehen und befreit aufspielen. Sollten die Gladbacher die über weite Strecken gezeigte Konstanz auch in den verbleibenden zwölf Spielen beibehalten können, ist Europa alles andere als unrealistisch – und die Sehnsucht der Fans nach zuletzt schwierigen Jahren gestillt.



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  • Union Berlin: Was trotz Gladbach-Pleite Hoffnung macht |

    Union Berlin: Was trotz Gladbach-Pleite Hoffnung macht |


    Gekämpft bis zum Schluss!

    Union Berlin (Platz 13) verlor zu Hause 1:2 gegen Europa-Anwärter Mönchengladbach (Platz 7) und verpasst nach der Hoffenheim-Gala (4:0) den zweiten Sieg in Folge. Die Gäste waren im ersten Durchgang besser, gingen verdient 2:0 in Führung. Doch das Team von Trainer Steffen Baumgart (53) steckte nicht auf, zeigte nach der Pause mit Umstellung auf Dreierkette eine klare Leistungssteigerung. Mehr als der Anschlusstreffer durch Andrej Ilic (63.) sollte aber nicht mehr gelingen.

    Ausgerechnet …: Ex-Herthaner frustriert die Eisernen

    Teaser-Bild

    Quelle: Bild15.02.2025

    Manager Horst Heldt (55) bei Sky: „Die erste Hälfte haben wir komplett verschlafen und überhaupt keinen Zugriff bekommen. Danach wurde es besser. Wir wurden griffiger und konnten mehr Druck aufbauen.“

    Beinahe in allen Belangen war Union im zweiten Durchgang der Seoane-Elf überlegen. Mehr Torschüsse, mehr Flanken, mehr Ballbesitz. Die Abstimmung im Anlaufen und das Timing im Pressingverhalten passten viel besser. Dennoch: Die Belohnung für den mutigen und aufopferungsvollen Auftritt blieb den Berlinern verwehrt.



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  • Niederlage gegen Gladbach: Union Berlin im Umbau

    Niederlage gegen Gladbach: Union Berlin im Umbau


    1:2-Niederlage gegen Gladbach
    –

    Union im Umbau


    Sa 15.02.25 | 20:16 Uhr | Von Till Oppermann

    Die Mannschaft von Union Berlin steht vor dem Spiel gegen Gladbach zusammen (Quelle: IMAGO / Contrast)
    Bild: IMAGO / Contrast

    Der 1. FC Union zeigt gegen Borussia Mönchengladbach zwei Gesichter. Auf eine desolate erste Hälfte folgt nach Umstellung des Trainers Steffen Baumgart eine gute zweite. Für einen Punkt reicht es trotzdem nicht. Von Till Oppermann

    Baustellen und der 1. FC Union gehören zusammen. Bei welchem anderen Verein findet sich vor dem Stadion ein überdimensionierter Bauhelm als Denkmal? Spätestens seitdem viele Fans 2008 bei der Modernisierung des abbruchreifen Stadions geholfen haben, gehören Betonmischer zur DNA des Klubs, dessen Präsident mit einer Logistikfirma für Baustoffe reich geworden ist.

    Schon bald sollen in Köpenick wieder die Bagger rollen. Diesmal geht es dem Verein immerhin so gut, dass die Fans nicht beim Stadionausbau anpacken müssen. Wer sich trotzdem für Baumaßnahmen interessiert, kann in diesem Frühjahr einfach die Spiele der Mannschaft gucken.

    Heldt kritisiert erste Halbzeit

    Umbaumaßnahmen sind es in ihrem Fall, um genau zu sein. Trainer Steffen Baumgart will mit einer Mannschaft, die am liebsten rückwärts denkt, Angriffsfußball spielen. Union soll offensiv pressen, tief in der gegnerischen den Ball gewinnen. Ein 4:3 sei ihm deutlich lieber als ein 1:0, sagte der Trainer einst. Die lange gelernte Dreierkette tauschte er deshalb gegen ein System mit zwei Innenverteidigern.

    Nach Anlaufschwierigkeiten bei den Niederlagen in Heidenheim und gegen Augsburg wirkten die Spiele gegen Leipzig und in Hoffenheim zuletzt, als hätte die Mannschaft die neue Formation schon verinnerlicht. Dass so ein Umbau mehr Zeit braucht, zeigte sich am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach.

    Die Gäste führten nach ihren ersten beiden Abschlüssen mit 2:0. Bei beiden Toren standen die Unioner ungewohnt weit von ihren Gegenspielern entfernt. Den Grund nannte Sportchef Horst Heldt bei Sky: “Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen und keinen Zugriff bekommen.”

    Gladbach bestraft schlechte Zuordnung

    In besagter erster Halbzeit spielte eine sehr reife Mannschaft gegen eine, die gerade alles neu lernt. So wirkte es zumindest, als die Köpenicker versuchten, hoch auf dem Feld die Bälle zu erobern. Eines der Probleme benannte Außenverteidiger Tom Rothe nach dem Spiel: “Wir waren nicht aggressiv genug.” Aber das war nicht alles. Das größere Problem war die Zuordnung im Pressing. Gladbach überspielte Union immer wieder mit einfachen Mitteln.

    Weil die Flügelstürmer Benedict Hollerbach und Jeong Woo-yeong Gladbachs Halbverteidiger anliefen, reichte ein Pass auf die Außenbahn, um Unions Außenverteidiger in eine Unterzahl zu zwingen. Da Tom Rothe und Josip Juranovic Gladbachs Schienenspieler hoch auf dem Feld aufnehmen mussten, öffneten sich Lücken in ihrem Rücken. Beide Tore erzielte Gladbach nach Pässen genau in diese Räume. Gästetrainer Gerardo Seoane hatte Unions Schwachstelle gefunden. Nur der Pausenpfiff rettete die Berliner vor weiteren Gegentoren.

    Baumgart reagiert mit Umstellung

    Dass Steffen Baumgart als Reaktion auf den Pausenrückstand einen Innenverteidiger einwechselte, hätte anderswo für Unmut gesorgt. Bei Union gab es warmen Applaus. Weil sich das so gehört, um dem eingewechselten Leo Querfeld Mut zu machen. Aber auch, weil die Unioner ihre größten Erfolge mit drei Innenverteidigern gefeiert haben.

    Jene Fans der Berliner, die diese Formation deshalb für immer und ewig als die beste betrachten werden, sahen sich in den folgenden Minuten bestätigt. Union riss das Spiel an sich. Die eben noch so dominanten Borussen hatten Probleme und konnten den Ball kaum noch aus ihrer Hälfte klären. “Durch die Systemumstellung auf Fünferkette hatten wir einen besseren Zugriff aufs Spiel”, erklärte Rothe.

    Man habe gesehen, dass man über die Außen in der einen oder anderen Situation in der Unterzahl gewesen sei, gab auch Baumgart zu: “Das wollten wir verändern und das Spiel von vorne beginnen.” In den Köpfen der Spieler gelang das. Das 1:2 durch Andrej Ilic in der 63. Spielminute war die verdiente Belohnung für Unions verbesserte Leistung. Für mehr als dieses Tor reichte es am Ende nicht. Auf der Anzeigetafel fängt das Spiel eben nicht von vorne an.

    Starke Laufleistung bildet das Fundament

    Was von der guten Halbzeit bleibt, ist das Gefühl, sich selbst helfen zu können. “Das zeigt insgesamt, dass wir in der Lage sind, uns aus solchen Situationen zu befreien”, fand Steffen Baumgart. Im Vergleich zu vielen Leistungen in den letzten anderthalb Jahren ist das ein echter Fortschritt. Zumal er seinen Umbau gerade erst begonnen hat.

    Die erneut hervorragende Laufleistung von über 129 Kilometern bildet das Fundament. Darauf setzt Baumgart Bausteine, die auch seinem Vorgänger zur Verfügung standen. Torschütze Ilic traf bereits zum zweiten Mal in Folge. Bo Svensson hatte ihn trotz Unions Torflaute ein halbes Jahr komplett ignoriert.

    Sendung: rbb UM6, 15.02.2025, 18 Uhr



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  • Borussia Mönchengladbach: Lukas Ullrich mit Tor-Premiere in

    Borussia Mönchengladbach: Lukas Ullrich mit Tor-Premiere in


    Vor zwei Wochen beim überraschenden Auswärtssieg in Stuttgart (2:1) hatte Lukas Ullrich (20) kurz vor dem Ende den Siegtreffer von Tim Kleindienst (29) mit einem tollen Solo klasse vorbereitet.

    Ausgerechnet …: Ex-Herthaner frustriert die Eisernen

    Teaser-Bild

    Quelle: Bild15.02.2025

    Beim 2:1 bei Union Berlin leitete Ullrich diesmal den 2. Auswärtssieg in Folge mit seinem 1. Bundesliga-Treffer selbst ein – der Youngster wird für Gladbach auf der linken Seite langsam unverzichtbar.

    Manager Roland Virkus (58) schmunzelnd: „Lukas kennt die Berliner Luft, der kommt ja aus Berlin und dementsprechend fühlt er sich dort sehr wohl. Lukas hat eine richtig gute Entwicklung gemacht, ist für mich ein höchst hochtalentierter Linksfuß. Da sieht man, dass Berlin als Stadt unheimlich viele Talente herausbringt und freue ich mich darüber natürlich. Mit Berlinern haben wir immer gute Erfahrungen gemacht.“



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  • Spielbericht | Formhoch hält an: Gladbach gewinnt dank

    Spielbericht | Formhoch hält an: Gladbach gewinnt dank



    Die erste Halbzeit zwischen Union Berlin und Borussia Mönchengladbach war eine klare Angelegenheit und die Gäste führten zur Pause mit 2:0. Doch Durchgang zwei bot ein anderes Bild. Union kam nochmal ran, aber letztlich nicht über das 1:2 hinaus.

    Tim Kleindienst (Mitte) bejubelte mit Philipp Sander (li.) und Robin Hack seinen fünften Treffer in Folge.


    Tim Kleindienst (Mitte) bejubelte mit Philipp Sander (li.) und Robin Hack seinen fünften Treffer in Folge.

    IMAGO/Jan Huebner


    Unions Coach Steffen Baumgart nahm nach dem 4:0-Sieg in Hoffenheim eine Änderung vor, die sich schon in der Vorwoche angedeutet hatte. Ilic, der gegen die TSG zur Halbzeit für Prtajin eingewechselt wurde, bekam gegen Gladbach von Beginn an den Vorzug im Sturm.


    Gladbach-Trainer Gerard Seoane tauschte im Vergleich zum 1:1 gegen Frankfurt auf zwei Positionen. Elvedi und Sander waren wieder fit und verdrängten Friedrich und Neuhaus auf die Bank.

    Zwei Chance, zwei Tore für Gladbach


    Die erste Halbzeit startete ohne viele Höhepunkte, doch dann nutzte Gladbach bereits in der 10. Minute die erste Unordnung in der Berliner Abwehr eiskalt aus und Ullrich netzte mit einem wuchtigen Abschluss zum 1:0 ein. In der Szene sah die Union-Defensive nicht gut aus. In der Folge schüttelten sich die Eisernen kurz und hatten dann ihre beste Phase.


    In der 25. Minute hätte Skov beinahe die Chance zum Ausgleich gehabt, aber Scally kam mit einer starken Klärungsaktion dazwischen. Und nur eine Minute später schlugen die Fohlen dann erneut zu. Wieder war die Union-Abwehr viel zu offen, sodass ein Pass von Stöger auf Ngoumou reichte, um die gesamte Defensive auszuspielen. Der Franzose legte auf Kleindienst quer, der nur noch einschieben musste (26.). Nach diesem Treffer übernahm Gladbach die Spielkontrolle. Union fand offensiv kaum noch statt.

    Die Chancen zum 3:0


    Stattdessen hatte die Borussia erst durch einen Kopfball von Kleindienst (42.) die Chance, auf 3:0 zu erhöhen – Rönnow rettete für Berlin. Und dann in der Nachspielzeit rauschte erst ein sehenswerter Distanzschuss von Hack gegen die Latte und im Nachgang musste Rönnow gegen Ngoumou retten (45.+2). Die letzte Chance vor der Pause gehörte aber tatsächlich nochmal den Hausherren: Ilic kam nach einer Hollerbach-Flanke unter Druck zum Abschluss und setzte den Ball rechts daneben (45.+6). Zur Pause konnte Union trotz dieser letzten Gelegenheit froh sein, nicht höher als 0:2 hinten zu liegen.

    Halbzeit zwei bietet ein anderes Bild


    Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Baumgart bei Union Querfeld für Skarke ins Spiel und stellte dadurch auf Dreierkette um. Diese Umstellung sollte sich als sehr effektiv erweisen. In der Folge drückten die Hausherren Gladbach nämlich hinten rein. In der 55. Minute hatte Hollerbach nach einem Pass von Jeong die erste große Chance zum Anschlusstreffer, aber er scheiterte mit seinem Schuss vom Elfmeterpunkt an der Brust von Scally.


    Nur vier Minuten später gab es dann einen Aufreger im Borussia-Strafraum: Rothe kam durch einen leichten Schubser von Kleindienst zu Fall. Jablonski ließ zunächst weiterlaufen, revidierte seine Entscheidung aber nach Ansicht der Bilder und gab Elfmeter für Union. Ilic verwandelte den Strafstoß souverän halbhoch links neben den Pfosten (63.). Schon in der 67. Minute hätte Union dann sogar ausgleichen können, Rothe schoss aber aus 14 Metern zentraler Position seinen Mitspieler Doekhi ab, wodurch der Ball knapp links daneben ging.

    Omlin rettet den Sieg für die Borussia


    Danach schafften es die Fohlen, den Berliner Druck etwas zu minimieren, wodurch eine Phase ohne viele Torchancen entstand. Die nächste dicke Gelegenheit hatten dann die Gäste durch einen Konter: In der 80. Minute war Kleindienst plötzlich links im Strafraum frei durch, er scheiterte jedoch an Rönnow und vergab somit die Entscheidung. In der Schlussphase tat sich Union dann schwer, noch ernsthafte Chancen herauszuspielen. Erst in der fünften Minute der Nachspielzeit wurde es nochmal gefährlich. Doekhi verlängerte eine Flanke von der rechten Seite auf den zweiten Pfosten, Rothe verpasste knapp und Omlin kratzte den Ball von der Linie. Dadurch rettete er die drei Punkte für Gladbach.


    Gladbach rückt durch den Sieg nah ran an die Europapokalplätze und steht vorübergehend auf Rang 7. Union verbleibt auf Platz 13. Die Eisernen spielen am kommenden Samstag (18.30 Uhr) in Dortmund. Gladbach am selben Tag bereits um 15.30 Uhr gegen den FC Augsburg



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  • Seit vier Spielen ungeschlagen: Gladbach gewinnt auch bei

    Seit vier Spielen ungeschlagen: Gladbach gewinnt auch bei


    Stand: 15.02.2025 18:04 Uhr

    Borussia Mönchengladbach hat den Aufwärtstrend in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Gladbach gewann am Samstag beim 1. FC Union Berlin 2:1 (2:0), ist seit vier Spielen ungeschlagen und darf von der Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb träumen.

    Die Tore für die Mannschaft von Gerardo Seoane erzielten Lukas Ullrich (10. Minute) und Tim Kleindienst (26.). Später tauchte Kleindienst einmal im eigenen Strafraum auf – das hätte er besser nicht getan. So wurde das Spiel noch einmal spannend.

    • Zum Live-Ticker: Union Berlin – Gladbach
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    • 22. Spieltag
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    Gladbach darf von Europa träumen

    Borussia Mönchengladbach hat nach 22 Spielen 34 Punkte und steht im oberen Tabellendrittel der Fußball-Bundesliga. Die Fohlen dürfen dort von der Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb träumen – dort hatte Gladbach zuletzt in der Saison 2020/21 gespielt: Im Achtelfinale der Champions League war die Borussia gegen Manchester City ausgeschieden.

    Davon ist der 1. FC Union Berlin, für den nur Andrej Ilic per Strafstoß traf (63.), ein gutes Stück entfernt. Nach der zehnten Niederlage in dieser Saison belegt die Mannschaft von Steffen Baumgart Platz 13 – hat aber auf den Relegationsplatz 16 ein beruhigendes Punkte-Polster.

    Für Linksverteidiger Ullrich, geboren in Berlin, ausgebildet bei Unions Rivalen Hertha, war es das erste Bundesligator. Für Kleindienst, 29, ist das Toreschießen fast schon Alltag geworden – er steht nun bei 14 Treffern in 21 Ligaspielen in dieser Saison.

    Zwei Verletzte – erst muss Gladbach wechseln, dann Union

    Union zeigte sich von Beginn an aufmerksam, die ersten Offensivaktionen gehörten den Gastgebern. Die Versuche per Kopf von Ilic (2.) und Robert Skov (4.) waren jedoch zu harmlos. Doch auch Gladbach suchte den Weg nach vorne, Robin Hack legte auf Ullrich quer, der zur Führung traf.

    Wenig später jedoch ein Dämpfer für die Gäste: Keeper Moritz Nicolas musste angeschlagen das Feld verlassen, für ihn kam in der 20. Minute Jonas Omlin.

    Union wiederum sammelte sich nach dem frühen Gegentreffer schnell, war vorne aber nicht zwingend genug. Die Fohlen präsentierten sich hingegen effizient, nach einem weiteren Durchbruch über die Außenbahn schob Kleindienst nach Vorlage von Nathan Ngoumou aus kurzer Distanz ein. Kurz darauf mussten auch die Berliner verletzungsbedingt wechseln: Für Skov kam Tom Rothe (30.).

    Gladbachs Hack trifft Aluminium

    Gladbach übte weiter Druck aus, ein Schuss von Hack krachte an die Latte, im zweiten Anlauf scheiterte Ngoumou an Keeper Frederik Rönnow (45.+3). 

    Union ließ nicht nach und kam nach der Pause entschlossen aus der Kabine. Immer wieder liefen die Köpenicker an, blieben zunächst jedoch ohne Erfolg.

    Gladbachs Kleindienst foult – den Strafstoß verwandelt Union

    Doch nach einem Einsatz von Kleindienst gegen Rothe im Gladbacher Strafraum entschied Schiedsrichter Sven Jablonski nach Ansicht der Videobilder auf Elfmeter, Ilic verwandelte eiskalt. Anschließend erhöhte Union den Druck. Die Gladbacher zitterten – und gewannen am Ende doch.

    Union in Dortmund, Gladbach gegen Augsburg

    Zum Topspiel muss Union Berlin zum BVB (22.02., 18.30 Uhr). Am selben Tag empfängt Gladbach die Mannschaft aus Augsburg (15.30 Uhr).

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  • Borussia Mönchengladbach in Europa League? Sieg bei Union

    Borussia Mönchengladbach in Europa League? Sieg bei Union


    Borussia Mönchengladbach hat in der Fußball-Bundesliga seine Europapokal-Ambitionen untermauert. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane setzte sich bei Union Berlin 2:1 (2:0) durch und kann weiter vom internationalen Geschäft träumen. Union Berlin hingegen erlitt einen Dämpfer im Kampf um den Klassenverbleib.

    Lukas Ullrich mit seinem ersten Bundesliga-Tor (10. Minute) und Nationalspieler Tim Kleindienst (26.) trafen im Stadion An der Alten Försterei für die Gladbacher, die nun seit vier Spielen ungeschlagen sind und mit 34 Punkten auf dem Konto weiter im Rennen um die europäischen Plätze mitmischen. Andrej Ilic war für Union (63., Foulelfmeter) erfolgreich.

    „Harte Nuss“ Union?

    Die Berliner müssen mit 24 Punkten zwar weiterhin nach unten schauen, haben aber vor den Sonntagsduellen noch einen komfortablen Abstand zum Relegationsrang. Union allerdings könnte noch einen Punkt verlieren, das DFB-Bundesgericht verhandelt die Berufung zum „Skandalspiel von Köpenick“ am 28. Februar, als der Bochumer Torhüter Patrick Drewes von einem Feuerzeug getroffen worden war.

    Im Vergleich zum 4:0-Erfolg bei der TSG Hoffenheim in der vergangenen Woche nahm Steffen Baumgart nur eine Änderung in der Unioner Startformation vor, statt Ivan Prtajin begann Ilic im Sturm.

    Seoane, der wieder auf Philipp Sander statt auf Florian Neuhaus im zentralen Mittelfeld setzte, hatte vorab noch vor der „harten Nuss“ Union gewarnt: „Es ist wichtig, die gleiche Energie auf den Platz zu bringen wie der Gegner.“

    Union zeigte sich von Beginn an jedoch aufmerksam, die ersten Offensivaktionen gehörten den Gastgebern. Die Versuche per Kopf von Ilic (2.) und Robert Skov (4.) waren jedoch zu harmlos. Doch auch Gladbach suchte den Weg nach vorne, Robin Hack legte auf Ullrich quer, der zur Führung traf.

    Wenig später jedoch ein Rückschlag für die Gäste: Keeper Moritz Nicolas musste angeschlagen das Feld verlassen, für ihn kam in der 20. Minute Jonas Omlin. Union wiederum sammelte sich nach dem frühen Gegentreffer schnell, war vorne aber nicht zwingend genug.

    Die Fohlen präsentierten sich hingegen effizient, nach einem weiteren Durchbruch über die Außenbahn schob Kleindienst nach Vorlage von Nathan Ngoumou aus kurzer Distanz ein. Kurz darauf mussten auch die Berliner verletzungsbedingt wechseln. Für Skov kam Tom Rothe (30.).

    Gladbach übte weiter Druck aus, ein Schuss von Hack krachte an die Latte, im zweiten Anlauf scheiterte Ngoumou an Keeper Frederik Rönnow (45.+3). Union ließ nicht nach und kam nach der Pause entschlossen aus der Kabine.

    Immer wieder liefen die Köpenicker an, blieben zunächst jedoch ohne Erfolg. Doch nach einem strittigen Einsatz von Kleindienst gegen Rothe im Gladbacher Strafraum entschied Schiedsrichter Sven Jablonski nach Ansicht der Videobilder auf Elfmeter, Ilic verwandelte eiskalt, doch zu mehr reichte es nicht mehr.



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  • Europa League: Möglicher Frankfurt-Gegner Ajax siegt

    Europa League: Möglicher Frankfurt-Gegner Ajax siegt


    Ajax Amsterdam hat in der Europa League einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale gemacht. Der niederländische Topklub, im Achtelfinale möglicher Gegner von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt, gewann das Hinspiel des Play-off-Duells mit Union Saint-Gilloise aus Belgien auswärts mit 2:0 (0:0).

    Nach einer torlosen ersten Hälfte sorgten Christian Rasmussen (59.) und der erst 16 Jahre alte Belgier Jorthy Mokio (71.) auf einem sichtbar ramponierten Rasen für die Treffer der Gäste. Ajax geht nun mit einer komfortablen Ausgangsposition in das Rückspiel im eigenen Stadion in einer Woche (21.00 Uhr/RTL+).

    Die Frankfurter dürfen dank Platz fünf in der Ligaphase pausieren und müssen erst im Achtelfinale wieder antreten. Neben Ajax und Saint-Gilloise könnten auch PAOK Saloniki oder FCSB Bukarest auf das Team von Trainer Dino Toppmöller treffen. Das Hinspiel zwischen den Teams gewann Bukarest auswärts in Überzahl mit 2:1 (0:1).



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  • Hummels-Klub legt wohl Beschwerde ein

    Hummels-Klub legt wohl Beschwerde ein


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    Roma legt wohl Beschwerde ein

    Trainer Claudio Ranieri hatte bereits nach dem 1:1 in Porto gegen den deutschen Schiedsrichter gewettert. Nun zündet die Roma offenbar die nächste Eskalationsstufe.

    Nicht immer einig gewesen: Stieler (l.) und die AS Rom

    Nicht immer einig gewesen: Stieler (l.) und die AS Rom

    © IMAGO/Daniel Castro/SID/IMAGO/Daniel Castro

    Trainer Claudio Ranieri hatte bereits nach dem 1:1 in Porto gegen den deutschen Schiedsrichter gewettert. Nun zündet die Roma offenbar die nächste Eskalationsstufe.

    Die AS Rom gibt sich nach dem turbulenten 1:1 beim FC Porto noch immer nicht mit der Leistung des deutschen Schiedsrichters Tobias Stieler zufrieden.

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    Italienischen Medienberichten zufolge hat der Verein von Mats Hummels nach dem Play-off-Hinspiel in der Europa League nun eine Beschwerde bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eingelegt und darin Stieler kritisiert.

    Konkret soll es demnach ein Telefonat mit UEFA-Verantwortlichen gegeben haben, ein offizieller Brief soll folgen. Ein öffentliches Statement der AS Rom gibt es bislang nicht.

    Ranieri schimpfte schon direkt nach dem Spiel über Stieler

    Trainer Claudio Ranieri hatte sich bereits unmittelbar nach dem Spiel am Donnerstagabend über Stieler beschwert und ihm die Unparteilichkeit abgesprochen. Laut Ranieri habe der 43-Jährige den FC Porto offenkundig bevorzugt und sich von den Heimfans beeinflussen lassen.

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    Stieler verteilte während des Spiels neun gelbe Karten, Roms Mittelfeldspieler Bryan Cristante musste das Feld zudem nach Gelb-Rot verlassen.

    Ranieri hatte seine Spieler nach Abpfiff aufgefordert, Stieler nicht die Hand zu schütteln. „Dieser Schiedsrichter verdient keinen Gruß, er hat keinen Respekt bei einem internationalen Match verdient“, wetterte der Italiener im Anschluss bei Sky Sport: „Wie kann die UEFA so einen Schiedsrichter einsetzen? Es ist schwer für mich, das zu akzeptieren.“



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