Kategorie: Borussia Dortmund

  • „Das ist scheiße!“: Vierte Niederlage, wieder kein Tor – St. Pauli in der Krise

    „Das ist scheiße!“: Vierte Niederlage, wieder kein Tor – St. Pauli in der Krise


    Finstere Mienen, hängende Schultern, klare Worte. Nach der vierten Niederlage in Serie ist die Stimmung beim FC St. Pauli im Keller. Das 0:2 gegen Borussia Dortmund im eigenen Stadion war ein echter Tiefschlag – ein Wirkungstreffer. Denn schon wieder waren die Kiezkicker lange die bessere Mannschaft. Und schon wieder gelang der so wichtige Führungstreffer nicht. Und schon wieder blieben die Braun-Weißen ohne Tor. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze schmilzt, der Druck nimmt zu – und das ist den Spielern anzumerken. Dass die Konkurrenz ebenfalls verliert, ist allenfalls ein schwacher Trost.

    So niedergeschlagen, auch so leise, hat man Hauke Wahl nach einem Spiel dieser Saison selten erlebt. Der Abwehr-Routinier ist so etwas wie der Seismograph der Stimmungslage im Team, einer der oft auch in der Niederlage die guten Dinge nach vorne oder Kampfgeist und Zuversicht versprüht. Diesmal war das anders.

    Hauke Wahl konsterniert: „Tut einfach extrem weh“

    „Ich muss ehrlich sagen, dass es mir gerade echt schwerfällt, hier überhaupt irgendwas Positives mitzunehmen“, bekannte Wahl in den Katakomben des wieder einmal ausverkauften Millerntorstadions. Ja, in der ersten Halbzeit habe die Mannschaft mit den Fans im Rücken mal wieder gezeigt, was möglich ist, „aber ich bin ganz ehrlich, dass ich gerade ganz weit weg davon bin, irgendwas Positives mitzunehmen, weil einfach eine weitere Niederlage, die vierte jetzt in Folge und das tut einfach extrem weh“.

    Es war kein Zufall, sondern beschreibt das kollektive Gefühl, dass David Nemeth die gleichen Worte wählte. „Es tut extrem weh“, beschrieb der Innenverteidiger seine Gemütslage. „Vor allem nach der ersten Halbzeit kassieren wir einfach zu schnell das Tor.“ Und dann gleich noch eins. „Es hat uns das Genick gebrochen“, resümierte Wahl. Der BVB hatte aus wenig viel gemacht. „Wir reden über zwei Tore: Das eine Pingpong und das andere ist nach einer Ecke entstanden. Das kann nicht passieren.“

    St. Pauli startet stark, verpasst aber wieder mal die Führung

    Hinten nicht wach und konsequent genug – und das galt wiederholt auch vorne. Das war das eigentliche Problem des Spiels. St. Pauli war es, wie auch schon beim 0:2 in der Vorwoche in Mainz, trotz überlegener erster Halbzeit nicht gelungen, den Führungstreffer zu erzielen. Eine Führung ändert bekanntlich einiges. Und bei einem Rückstand haben die Kiezkicker Probleme. Oder wie es BVB-Trainer Niko Kovac nach der Partie formulierte. „Wenn Du das erste Tor heute schießt, bist Du auf der Siegerstraße. Das habe ich meinen Jungs auch gesagt.“

    Chancen waren ausreichend da. Elias Saad (3./7.), Jackson Irvine (14.), Noah Weißhaupt (25.) oder Wahl (34.) hatten Gelegenheiten, bei denen sie aber entweder den Ball um Zentimeter verpassten oder einfach nicht auf das Tor brachten. „In der ersten Hälfte haben wir unsere Gelegenheiten nicht genutzt“, wusste Keeper Nikola Vasilj um das Problem. „Und dann, ob unglücklich oder nicht, kriegen wir das Gegentor. Danach wurde es schwierig für uns. Am Ende des Tages haben sie ihre Gelegenheiten genutzt und wir unsere nicht.“ Und Saad haderte: „Wir probieren es ja  auch, aber irgendwie will der Ball nicht rein. Das letzte Stück Glück fehlt.“

    Elfer? Kiezkicker ärgern sich über Schiri-Entscheidungen

    Aufreger: In der 32. Minute war Weißhaupt im Duell mit Ramy Bensebaini, der den Wirbelwind klar festhielt, zu Boden gegangen. Nach Meinung des Gefoulten ein Elfmeter. Dafür, dass die Pfeife von Schiedsrichter Tobias Stieler stumm geblieben war und sich auch nicht der VAR eingeschaltet hatte, gab es in den Reihen der Kiezkicker nach dem Spiel wenig Verständnis.

    In der ersten Halbzeit hatten die Dortmunder, die vor einer Woche Union Berlin mit 6:0 zerlegt hatten, offensiv kaum stattgefunden, weil St. Pauli wie so oft überragend das eigene Tor verteidigt hatte. Vasilj war kaum geprüft. Die beste BVB-Chance hatte Adeyemi in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit als sein Schuss nur um Zentimeter am Pfosten vorbeirollte und die Gastgeber Glück hatten.

    Dortmunder Doppelschlag duch Guirassy und Adeyemi

    Das rächte sich nach der Pause. Die St. Paulianer hatten die zweite Halbzeit zu passiv begonnen, was den zunehmend drückenden Dortmundern Raum eröffnete, den er in den ersten 45 Minuten nicht gehabt hatte. Und prompt gingen die Dortmunder in Führung. Das 0:1 durch BVB-Torjäger Guirassy (14. Saisontor) war in mehrfacher Hinsicht ärgerlich. Zum einen hatte Nemeth den Ball im direkten Zweikampf nicht entscheidend klären können und der Stürmer den flippernden Ball eiskalt in die Maschen geschoben. Aber: Kurz vor der Szene hatte Guirassy Nemeth bei einer Flanke im Strafraum umgerissen. Nach Meinung der Hamburger ein klares Foul, dass gepfiffen hätte werden müssen.

    Der von Wahl angesprochene Genick-Brecher war dann das 0:2 durch Adeyemi (58.), bei dem St. Pauli nach einem eigenen und schlecht zu Ende gespielten Angriff in einen Konter gelaufen war. Adeyemi vernaschte zunächst Philipp Treu, der bei seinem Klärungsversuch schlecht aussah und ließ dann auch noch Eric Smith alt aussehen, bevor er eiskalt einschoss. Braun-weiße Einladung zum Tor dankend angenommen.

    Alexander Blessin ärgert sich über „dumme Tore“

    „Wir haben dumme Tore kassiert“, ärgerte sich Blessin. Darüber müsse man reden. Denn das war auch schon beim 0:2 in Mainz so, dass sich seine Mannschaft nicht gerade geschickt angestellt hatte bei den Gegentoren.

    Nach dem zweiten Gegentor wirkten die Kiezkicker sichtlich angeknockt. Sie hatten Probleme, wieder mehr Kontrolle und Rhythmus ins eigene Spiel mit Ball zu bringen, vieles blieb Stückwerk. Die Dortmunder spielten die Führung clever ins Ziel und die Partie verflachte.

    Was sich die St. Paulianer ankreiden lassen mussten: Es gab keine echte Schlussoffensive, keine finale Drangphase. Wirklich gefährlich war nur noch der Schuss des eingewechselten Danel Sinani, der BVB-Keeper Kobel zu einer der wenigen Paraden zwang (86.). Aber immerhin fielen die „Boys in Brown“ auch nicht auseinander und ließen sich abschießen, wie zuletzt Union.

    Gut für St. Pauli: Auch Bochum und Heidenheim verlieren

    Das Beste an diesem Nachmittag war aus St. Pauli-Sicht, dass Bochum und Heidenheim ebenfalls keine Punkte holten. „Wenn die auch verlieren, ist das gut für uns“, sagte Treu. „Aber darauf will ich gar nicht schauen. Ich will einfach meine Spiele gewinnen und mir gar keinen Stress machen, immer nach den Gegnern hinter uns zu schauen.“

    St. Pauli hat als Tabellen-15. nur noch vier Punkte Vorsprung auf die Bochumer, denen vom Sportgericht der Sieg gegen Berlin zugesprochen worden war, und sechs Zähler vor Heidenheim. Vor ein paar Wochen war das Polster spürbar dicker.

    Das könnte Sie auch interessieren: St. Pauli-Noten gegen Dortmund: Ein Kiezkicker bekommt eine glatte Fünf

    Treu redete Klartext: „Wir sind mitten im Abstiegskampf und der wird auch bis zum Ende gehen, das wissen wir alle“, betonte der Außenverteidiger. „Wir haben uns eine gute Ausgangslage geschaffen, die schrumpft jetzt immer mehr. Das ist scheiße und jetzt geht’s weiter, um einfach Punkte zu holen.“ Und dann gelang es ihm sogar doch noch, in der Stunde der schmerzhaften Niederlage den Blick kämpferisch nach vorne zu richten: „Wir sind tagtäglich am Arbeiten. Wir müssen das Glück erzwingen. Und das wird auch kommen. Wir können das – und wir dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken.“



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    Mkhitaryan wendet sich mit einer Liebeserklärung an den BVB


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    BVB: Henrikh Mkhitaryan
    Ex-BVB-Leistungsträger Henrikh Mkhitaryan erinnert sich an seine Zeit bei Borussia Dortmund zurück. © Guido Kirchner/Kirchner-Media

    Beim BVB legte Henrikh Mkhitaryan eine besonders fulminante Saison hin. An diese erinnerten sich die Dortmunder und erhielten eine rührende Antwort.

    Dortmund – Henrikh Mkhitaryan erzielte für Borussia Dortmund 41 Tore und 49 Vorlagen geliefert. Insgesamt hat der Stürmer drei Jahre beim BVB gespielt. Die Zeit hat er nicht vergessen.

    Als er von den Dortmundern auf Social Media geehrt wurde, meldete sich Mkhitaryan persönlich zu Wort. Er reagierte auf den Beitrag und sendete „viel Liebe“ ins Ruhrgebiet.

    Außerdem betonte er, dass er die Zeit nie vergessen werde. Mkhitaryan spielt aktuell bei Inter Mailand.



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  • Mkhitaryan wendet sich mit einer Liebeserklärung an den BVB

    Mkhitaryan wendet sich mit einer Liebeserklärung an den BVB


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    Ex-BVB-Leistungsträger Henrikh Mkhitaryan erinnert sich an seine Zeit bei Borussia Dortmund zurück. © Guido Kirchner/Kirchner-Media

    Beim BVB legte Henrikh Mkhitaryan eine besonders fulminante Saison hin. An diese erinnerten sich die Dortmunder und erhielten eine rührende Antwort.

    Dortmund – Henrikh Mkhitaryan erzielte für Borussia Dortmund 41 Tore und 49 Vorlagen geliefert. Insgesamt hat der Stürmer drei Jahre beim BVB gespielt. Die Zeit hat er nicht vergessen.

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    Außerdem betonte er, dass er die Zeit nie vergessen werde. Mkhitaryan spielt aktuell bei Inter Mailand.



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  • 24. Spieltag: FC St. Pauli – Borussia Dortmund – Borussia

    24. Spieltag: FC St. Pauli – Borussia Dortmund – Borussia


    Wann: 01.03.2025, 15:30 Uhr
    Wo: Millerntor-Stadion (Hamburg-St. Pauli)

    FC St. Pauli:
    Letztes Heimspiel 1:0 verloren, letztes Auswärtsspiel 2:0 verloren.

    Voraussichtliche Aufstellung:
    Vasilj – Nemeth, Wahl, Van der Heyden – Saliakas, Irvine, Smith, Treu – Weißhaupt, J. Eggestein, Saad

    Bank:
    Voll – Dzwigala, La. Ritzka, Stevens, Ahlstrand, Boukhalfa, Afolayan, Aigbekaen, Albers, Banks, Ceesay, Sinani

    Ausfälle/Fraglich:
    Guilavogui, Metcalfe, Mets, Sands, R. Wagner, Zoller

    Borussia Dortmund:
    Letzte Heimspiel 6:0 gegen Union Berlin gewonnen, auswärts 2:0 in Bochum verloren.

    Voraussichtliche Aufstellung:
    Kobel – Ryerson, Can, N. Schlotterbeck, Bensebaini – Sabitzer, P. Groß – Adeyemi, Car. Chukwuemeka, Beier – Guirassy

    Bank:
    A. Meyer – Anton, Kabar, Süle, Svensson, Yan Couto, Brandt, Özcan, Reyna, Wätjen, Duranville, Gittens

    Ausfälle/Fraglich:
    Nmecha, Mane

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    HINWEIS: In diesem Thread geht es ausschließlich um das Spiel FC St. Pauli vs. Borussia Dortmund. Bitte achtet auf einen angemessenen Umgangston. Sollte es zu Provokationen kommen, diese bitte einfach alarmieren und nicht weiter darauf eingehen. Das Fragen nach illegalen Streams ist untersagt.
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    —WESTFALENSTADION—



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  • Kovač überrascht mit Außenverteidiger Couto

    Kovač überrascht mit Außenverteidiger Couto


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    Borussia Dortmund will in der Bundesliga beim FC St. Pauli nachlegen. Trainer Niko Kovač ersetzt eine Stammkraft durchaus überraschend. Die BVB-Aufstellung.

    Update vom Samstag, 01. März, 14.27 Uhr: Die BVB-Aufstellung ist da! Trainer Niko Kovač hat sich durchaus überraschend für Yan Couto als Vertreter des erkrankt ausfallenden Rechtsverteidigers Julian Ryerson entschieden. Ansonsten vertraut der Chefcoach auf die Profis, die Union Berlin deutlich geschlagen haben.

    Also bleiben auch Julian Brandt und Jamie Gittens zunächst draußen. Dafür bekommen erneut Giovanni Reyna und Maximilian Beier eine Bewährungschance. Die BVB-Aufstellung gegen den FC St. Pauli:

    Kobel – Couto, Can, Schlotterbeck, Bensebaini – Groß, Sabitzer – Adeyemi, Reyna, Beier – Guirassy

    Yan Couto bekommt seine erste große Chance unter Neu-BVB-Trainer Niko Kovač.
    Yan Couto bekommt seine erste große Chance unter Neu-BVB-Trainer Niko Kovač. © IMAGO/UWE KRAFT

    Update vom Freitag, 28. Februar, 14.33 Uhr: Trainer Niko Kovač hat in der Pressekonferenz am Vortag des Bundesliga-Spiels beim FC St. Pauli (Samstag, 15.30 Uhr, alle TV-Infos) einen kurzfristigen Ausfall bei Borussia Dortmund verkündet.

    „Julian Ryerson hatte vor zwei Tagen einen leichten grippalen Infekt“, erklärte Kovač am Freitagnachmittag. „Wir haben ihn ein bisschen rausgenommen, heute haben wir es versucht. Er fühlte sich nicht so, dass er aktiv mitmachen kann. Er fällt aus dem Kader.“ Damit fehlt dem BVB sein angestammter Rechtsverteidiger. Zuletzt war dies beim 0:2 im kleinen Revierderby beim VfL Bochum wegen einer Sperre der Fall.

    Darf Niklas Süle erneut für Julian Ryerson ran?

    Seinerzeit bekam Niklas Süle den Vorzug vor Yan Couto, erwischte aber einen denkbar schwachen Tag. Für das Gastspiel in Hamburg nannte Kovač neben diesen beiden auch Waldemar Anton als Optionen. „Sie sind diejenigen, die diese Position bekleiden können, um die nötigen Impulse nach vorne zu setzen, wie es Julian getan hat.“ Bei Sommer-Neuzugang Couto wiederholte der Chefcoach allerdings die Einschätzung, dass er den Brasilianer eher bei einer Systematik mit drei Innenverteidigern gut aufgehoben wähnt. Die Tendenz dürfte damit wieder in Richtung von Süle gehen.

    Auch auf den anderen offenen Positionen ließ sich Kovač nicht näher in die Karten schauen. Allerdings betonte er, dass bei Julian Brandt nach dessen Muskelverhärtung aus der Vorwoche mit Blick auf die kommenden Aufgaben weiterhin Vorsicht geboten sei. Die Belastung will gut gesteuert werden.

    Dies war auch das Thema bei Jamie Gittens, der gegen Union Berlin erstmals seit Monaten aus der Startelf rotierte. „Er hat viele gute Spiele, es kann passieren, dass man in ein kleines Loch fällt. Heute im Training habe ich ihn total fokussiert, engagiert und spritzig gesehen“, sagte Kovač. Die Entscheidung zwischen Gittens und Maximilian Beier sei „ein Luxusproblem“, so der Coach. „Für das morgige Spiel lasse ich mir das noch offen.“

    Niko Kovač muss auf St. Pauli kurzfristig auf BVB-Rechtsverteidiger Julian Ryerson verzichten.
    Niko Kovač muss auf St. Pauli kurzfristig auf BVB-Rechtsverteidiger Julian Ryerson verzichten. © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal

    Erstmeldung vom Donnerstag, 27. Februar, 15.07 Uhr: Dortmund – Mit einem 6:0 gegen Union Berlin hat Borussia Dortmund das erste lautstarke Statement unter Neu-Trainer Niko Kovač abgegeben. Für die Aufholjagd auf die europäischen Plätze muss am 24. Spieltag der Bundesliga die erste Siegesserie der Saison gelingen. Am Samstag geht es zum FC St. Pauli.

    In der bisherigen Spielzeit holte der BVB nach Siegen in der Bundesliga erst kümmerliche zwei Punkte, verlor schon sechsmal. Eine Wiederholung beim Tabellen-15. in Hamburg ist verboten, wenn es mit den Minimalzielen für Schwarzgelb noch etwas werden soll. Gut für Dortmund: Der BVB ist der Angstgegner von St. Pauli.

    Dortmund verlor in der Bundesliga letztmals 1989 gegen St. Pauli

    In der Hinrunde setzte sich das Team dank eines späten Treffers von Serhou Guirassy knapp mit 2:1 gegen die Kiezkicker durch. In der Liga hat St. Pauli letztmals 1989 gegen Dortmund gewonnen. 2022 gelang aber ein Sieg im DFB-Pokal gegen den damaligen Titelverteidiger. Trotz zuletzt drei Niederlagen am Stück haben die Hamburger in der Bundesliga noch sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

    Dass auf den BVB eine harte Nuss zukommen dürfte, verdeutlicht eine Statistik: Mit 27 Gegentreffern stellt St. Pauli als Abstiegskandidat gemeinsam mit Doublesieger Bayer Leverkusen die drittbeste Defensive der Liga, nur der FC Bayern und FSV Mainz 05 kassierten weniger Tore. Allerdings fühlt sich St. Pauli am Millerntor gar nicht so wohl, hat jedenfalls vier von sechs Saisonsiegen auswärts geholt.

    Trainer Kovač hat sich für ein festes BVB-Gerüst entschieden

    Mit Blick auf die Aufstellung des BVB sind erneut nur geringfügige Änderungen gegenüber dem vorangegangenen Spiel zu erwarten. Trainer Kovač hat sich bewusst für ein festes Gerüst entschieden, um der Mannschaft Stabilität zu verleihen. Mit Torhüter Gregor Kobel, den Verteidigern Julian Ryerson, Emre Can und Nico Schlotterbeck, Pascal Groß und Marcel Sabitzer als Duo im Zentrum sowie den Offensivkräften Karim Adeyemi und Serhou Guirassy scheinen acht Plätze in der Startelf derzeit fest vergeben.

    Um die drei übrigen Positionen gibt es einen durchaus spannenden Wettkampf.

    Bensebaini gegen Svensson, Beier gegen Gittens, Dreikampf um die Zehnerrolle

    Hinten links hatte sich Kovač gegen Union durchaus überraschend für Ramy Bensebaini entschieden, nachdem er in der Pressekonferenz Tags zuvor den Winter-Neuzugang Daniel Svensson geradezu überschwänglich gelobt hatte. Bensebaini bringt Zweikampfhärte und Physis sowie Erfahrung ein, Svensson ist etwas spielstärker und spult große Laufleistungen ab. Eine ganz klare Reihenfolge gibt es aktuell wohl nicht.

    Im offensiven Mittelfeld hatte Julian Brandt in dieser Saison stets die Nase vorn. Nach seinem kurzfristigen verletzungsbedingten Ausfall gegen Union wird jedoch vielfach über den Nationalspieler diskutiert, den manche Beobachter sogar zum großen Verlierer der Gala seiner BVB-Kollegen deklarieren. Allerdings: Ersatzmann Giovanni Reyna hat sich auch nicht sonderlich aufgedrängt. Und ob Carney Chukwuemeka nach starken 20 Minuten als Joker gleich in die Startelf rückt, ist wohl wenigstens fraglich.

    Auf der linken Seite konnte sich gegen die Köpenicker Maximilian Beier durchaus aufdrängen, wobei ihm bis in die Schlussphase hinein das Glück – oder die absolute Entschlossenheit? – fehlte. Mit einer feinen Vorlage für Guirassy und einem Kopfballtreffer sammelte der Angreifer dann doch noch reichlich Selbstvertrauen. Jamie Gittens ist das zuletzt etwas abhandengekommen. Der Engländer erhielt gegen Union eine Atempause, kam von der Bank. Beier ist ihm gerade in Sachen Defensivarbeit überlegen, Gittens sorgte aber schon oft für magische Momente.

    Aufschluss über die drei spannenden Fragen zur Startformation könnte es in der Pressekonferenz von Niko Kovač am Freitag geben. Für den Moment scheint wahrscheinlich, dass der Trainer Brandt ein deutlich sichtbares Signal des Vertrauens gibt, während bei Beier und Bensebaini kein Grund für eine Änderung besteht.

    Anderweitige Umbaumaßnahmen wären wohl nur mit Blick auf die Champions League und das Hinspiel im Achtelfinale gegen den OSC Lille am Dienstagabend (21 Uhr) denkbar. Jedoch ist die Lage des BVB in der Liga zu prekär, als dass Kovač darauf große Rücksicht nehmen könnte.



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  • FC St. Pauli vs. Borussia Dortmund 0:2 – und täglich grüßt das Murmeltier…

    FC St. Pauli vs. Borussia Dortmund 0:2 – und täglich grüßt das Murmeltier…


    Erneut gelingt es dem FC St. Pauli nicht einen eigenen Treffer zu erzielen, ohne Gegentreffer zu bleiben und entsprechend eine gute Leistung in Punkte umzumünzen.
    (Titelfoto: Stefan Groenveld)

    Unaufgeregte News: Der FC St. Pauli, Bundesliga-Aufsteiger, verliert sein Heimspiel gegen Borussia Dortmund, Champions League-Teilnehmer, mit 0:2. Bei all der Ernüchterung, die das 0:2 gegen den BVB in den Reihen des FC St. Pauli auslösen mag, darf das nicht vergessen werden. Trotzdem ist natürlich auch diese Niederlage, die vierte in Folge, bitter und darf aufgrund der ersten Hälfte als unnötig bezeichnet werden.

    Die Aufstellung

    Wie erwartet gab es beim FC St. Pauli keine personellen Veränderungen. Zwar stand Manos Saliakas bereits wieder im Spieltagskader, seine Position rechts in der Fünferkette nahm aber erneut Philipp Treu ein. Im Kader fehlten Carlo Boukhalfa und Connor Metcalfe. Boukhalfa fehlte aufgrund eines Pferdekusses, Metcalfe musste laut Alexander Blessin aufgrund leichter Adduktorenprobleme passen.

    Auf Seiten von Borussia Dortmund gab es eine personelle Veränderung in der Startelf im Vergleich zum 6:0-Erfolg gegen Union Berlin: Yan Couto kam zu seinem ersten Startelfeinsatz des Jahres 2025, weil Rechtsverteidiger Julian Ryerson kurzfristig erkrankt fehlte. Wieder mit dabei war Julian Brandt, allerdings nicht in der Startelf, sondern vorerst auf der Bank. Das Team von Niko Kovac agierte wie erwartet in einem 4-2-3-1, der FC St. Pauli stellte sich dem im gewohnten 3-4-3 entgegen.

    Aufstellung beim Spiel FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund: FCSP: Vasilj - Nemeth, Wahl, Van der Heyden - Treu, Irvine, Smith, Ritzka - Weißhaupt, Eggestein, Saad BVB: Kobel - Couto, Can, Schlotterbeck, Bensebaini - Sabitzer, Groß - Adeyemi, Reyna, Beier - GuirassyAufstellung beim Spiel FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund: FCSP: Vasilj - Nemeth, Wahl, Van der Heyden - Treu, Irvine, Smith, Ritzka - Weißhaupt, Eggestein, Saad BVB: Kobel - Couto, Can, Schlotterbeck, Bensebaini - Sabitzer, Groß - Adeyemi, Reyna, Beier - Guirassy
    Aufstellung beim Spiel FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund:
    FCSP: Vasilj – Nemeth, Wahl, Van der Heyden – Treu, Irvine, Smith, Ritzka – Weißhaupt, Eggestein, Saad
    BVB: Kobel – Couto, Can, Schlotterbeck, Bensebaini – Sabitzer, Groß – Adeyemi, Reyna, Beier – Guirassy

    St. Pauli hat die Lösung, aber erzielt kein Tor

    Borussia Dortmund zeigte bei eigenem Ballbesitz eine ziemlich klare Positionierung: Das Team baute in der ersten Halbzeit von hinten immer mit drei Spielern auf, entweder Couto oder Bensebaini schoben etwas vor bei Ballbesitz. Im Sechserraum war zumeist nur Marcel Sabitzer zugegen, während sich der zweite Sechser, Pascal Groß, meist in den offensiven linken Halbraum bewegte. Giovanni Reyna wich von seiner zentralen Offensivposition immer wieder auf die rechte Seite aus, versuchte dort zusammen mit Couto und Karim Adeyemi Überzahlsituationen zu erschaffen. Maximilian Beier agierte klar als linker offensiver Außenbahnspieler, Adeyemi auf der Gegenseite wich, aufgrund von Reynas Bewegungen, auch immer mal wieder ins Zentrum aus.

    Dort im Zentrum war eigentlich meist der brutal starke Serhou Guirassy zu finden. Der schien aber mit zunehmender Dauer der ersten 45 Minuten immer weniger Bock zu haben da vorne drin, holte sich die Bälle immer tiefer ab und versuchte das Dortmunder Offensivspiel so anzukurbeln. Das war für den FC St. Pauli ein gutes Zeichen: Weil es bedeutete, dass Guirassy ganz vorne überhaupt nicht am Spiel teilnahm. Denn dem BVB gelang es gar nicht aus dem geordneten Spielaufbau gefährliche Situationen zu erschaffen. Der FC St. Pauli verteidigte in inzwischen bereits gewohnter Manier stark – auch gegen niemand Geringeren als den BVB.

    BVB lässt sich (erneut) von Intensität beeindrucken

    Die Basis für die erfolgreiche Arbeit gegen den Ball war dabei nicht allein die Formation des FCSP, sondern viel eher die Intensität. Borussia Dortmund hatte in dieser Saison bereits mehrfach gezeigt, dass sie sich von einer intensiven und körperlichen Spielweise des Gegners gerne die Butter vom Brot nehmen lassen. Und so kam es auch gegen den FC St. Pauli: Der BVB versuchte in den ersten Minuten strukturiert und mit feiner Klinge das Spiel aufzubauen, dem FCSP gelang es aber den Gegner in Zweikämpfe zu verwickeln. Auch im Pressing war der FC St. Pauli aggressiver, vor allem in der vordersten Reihe setzte man einige Male mit hohem Tempo nach.

    Diese Spielweise zeigte Wirkung. Dem FC St. Pauli gelang es im ersten Abschnitt ziemlich zuverlässig Bälle im Mittelfeld, teilweise sogar im Angriffsdrittel zu gewinnen. Der BVB tat ihnen auch den Gefallen (vielleicht war es aber auch Planlosigkeit) und spielte immer wieder in die gleichen Räume und verlor dort die Duelle. Nach Ballgewinnen suchte der FCSP dann schnell die Tiefe über die Außenbahnen. Besonders Noah Weißhaupt tat sich dabei hervor und hatte viele starke Offensivaktionen.

    Schüsse, aber keine auf das Tor

    So entwickelte sich eine erste Halbzeit, in der Borussia Dortmund zwar deutlich mehr Ballbesitz hatte, der FC St. Pauli aber zu klar besseren Torchancen kam. Saad hatte die erste fette Gelegenheit, als er aus kurzer Distanz den Kopfball nicht richtig hinbekam (7. Minute). In etlichen weiteren Situationen kam der FCSP zwar ins letzte Drittel, konnte gute Situationen aber nicht in einen Torschuss ummünzen. Stattdessen gab es fast ein Dutzend Standardsituationen, bei denen Irvine (14.) und Wahl (34.) weitere sehr gute Gelegenheiten hatten, dass Tor aber verfehlten. Mal wieder hatte der FC St. Pauli also große Probleme aus Schüssen auch Torschüsse zu machen, muss man hier leider ergänzen.

    FC St. Pauli wird klarer Elfmeter verweigert

    Eine Szene, über die auch nach Abpfiff noch intensiv diskutiert wurde, gab es dann in der 33. Minute. Saad setzte sich auf links durch, sein Querpass ins Zentrum wurde dann aber abgefangen. Im Strafraum verwechselte Dortmunds Bensebaini kurzzeitig das Fußballspiel mit einer Engtanz-Fete, hielt Weißhaupt klar fest, griff von hinten um seinen Bauch und (in der Zeitlupe zu erkennen) traf ihn an der Wade, sodass beide zu Boden gingen. Das war, völlig unzweifelhaft, ein Foul und dabei ist es eigentlich egal, ob es abseits des Balles passiert oder nicht. Schiedsrichter Stieler, so zeigen es die TV-Bilder, hat die Situation auf dem Platz nicht wahrgenommen, sein Blick war auf Saad gerichtet, als Weißhaupt gefoult wurde. Einzige Erklärung, warum das nicht gepfiffen wurde: Weil weder Stieler, noch sein Assistent, noch der VAR richtig hingeguckt haben (und vielleicht, obwohl das eigentlich nicht relevant sein sollte, weil der Ball ganz woanders war). Das ist scheiße gelaufen für den FC St. Pauli, hier hätte es Elfmeter geben müssen.

    Scheiße gelaufen ist aber nicht nur diese Situation, sondern die Tatsache, dass der FC St. Pauli diese erste Hälfte ohne eigenen Treffer beendete. Es ist ermüdend das aufzuschreiben, nicht nur ich fühle mich schon wie Bill Murray in „und täglich grüßt das Murmeltier“. Weil es den folgenden Satz so oder so ähnlich bereits etliche Male in Spielberichten zu lesen gab in dieser Saison: Der FC St. Pauli belohnte sich nicht für eine starke erste Halbzeit. Vielmehr fing man sich kurz vor der Pause sogar fast noch das 0:1, als Adeyemi aus spitzem Winkel das Tor knapp verfehlte.

    Wenige Minuten zuvor hatte der BVB sogar eigentlich eine noch größere Chance (startet bei Minute 40:45, wenn ihr es euch nochmal anschauen wollt). Siebe Van der Heyden misslang eine zweite Flanke nach einem Standard komplett, sodass die Dortmunder plötzlich eine 5vs4-Umschaltsituation hatten und mit hohem Tempo auf das FCSP-Tor zuliefen. Keine fünf Sekunden später war daraus eine 5vs8-Situation geworden. Weitere vier Sekunden später hatten es alle Spieler des FC St. Pauli an oder in den eigenen Strafraum geschafft. Die eigentlich vielversprechende Kontersituation der Dortmunder verpuffte, weil der FC St. Pauli mit allen Spielern im höchsten Tempo den Rückweg antrat. Für solche Situationen gibt es keine Tore, auch keinen Szenenapplaus und bei den Highlights taucht das sowieso nie auf. Und weil wir verloren haben, fühlt sich das eh zweitrangig an. Aber diese krasse Bereitschaft zur Torverteidigung ist bemerkenswert. Solche Szenen gab es auch nicht zum ersten Mal in dieser Saison zu sehen. Umso ärgerlicher, dass sich der FC St. Pauli für solche Szenen auf der Gegenseite nicht selbst belohnt hat.

    Erst kein eigenes Tor, dann Gegentor, dann Feierabend

    Denn nun kommt wieder der Abschnitt des Spielberichts, bei dem man was von Gegentreffern lesen muss. Der BVB stellte mit Wiederanpfiff sein Aufbauspiel um. Statt eines Spielaufbaus mit einer Dreierkette, agierte das Team nun mit einer Viererkette ganz hinten bei der Ballzirkulation. Für Dortmund-Trainer Niko Kovac war das eine entscheidende Umstellung (was ich als Trainer natürlich auch behaupten würde), wie er nach Abpfiff erklärte. Tatsächlich hatte der FC St. Pauli direkt nach Wiederanpfiff dann auch erneut eine Phase, in der das Team mit der ersten Reihe keinen direkten Zugriff mehr hatte.

    BVB stellt um – FCSP fällt tiefer

    Alexander Blessin erklärte wiederrum, dass diese Umstellung des BVB kein Problem gewesen sei. Er sagte, dass es sowohl gegen einen Aufbau mit einer Dreier- und Viererkette klare Abläufe gibt. Interessant ist diese Umstellung aber allemal. Weil bereits Leipzig und Augsburg während ihrer Partien mit so einer Umstellung auf das FCSP-Pressing reagierten – und beide dafür sorgten, dass der FC St. Pauli dadurch schlechter in Umschaltmomente kam, insgesamt etwas tiefer fiel. Das Muster wiederholt sich also. Das macht es auch besonders bemerkenswert: Alle Clubs haben Probleme gegen den FC St. Pauli, gleich einer Reihe von Teams gelang es diese mit einem Vierer-Aufbau etwas besser in den Griff zu bekommen. Und dann kommt Dortmund und denkt sich ‚Uns egal, wir probieren das mit dem Dreier-Aufbau!‘? Allein dafür hätten sie sich einen Gegentreffer verdient.

    Hamburg, Deutschland, 01.03.2025, Fussball, Bundesliga, FC St. Pauli - Borussia Dortmund Elias Saad (FC St. Pauli) im Zweikampf mit Marcel Sabitzer (Borussia Dortmund). Copyright: Stefan GroenveldHamburg, Deutschland, 01.03.2025, Fussball, Bundesliga, FC St. Pauli - Borussia Dortmund Elias Saad (FC St. Pauli) im Zweikampf mit Marcel Sabitzer (Borussia Dortmund). Copyright: Stefan Groenveld
    Elias Saad tanzt durch BVB-Slalomstangen // (c) Stefan Groenveld

    Naja, es war aber auch bei Weitem nicht so, dass der BVB sich mit nun veränderter Aufbauweise Chance um Chance erspielte. Doch der FC St. Pauli stand erstmals in dieser Partie für längere Zeit etwas tiefer. Kennen wir ja schon aus Mainz, wo das tiefstehen direkt im 0:1 mündete (wobei das eine mit dem anderen nur bedingt zusammenhängt). So dann aber auch in der 51. Minute: Da segelte eine Flanke in den FCSP-Strafraum. Guirassy brachte David Nemeth zu Fall. Aber hey, wenn das gegen Weißhaupt kein Elfmeter war, dann muss man das hier auch nicht pfeifen! Immerhin konsequent von Stieler… scheiße!

    Foul an Nemeth vor dem 0:1?

    Der Ball schien geklärt zu werden, doch Adeyemi pflückte ihn klasse am Strafraumrand herunter und suchte Guirassy mit seinem Pass. Der wurde zwar wieder von Nemeth bewacht, allerdings gelang es dem FCSP-Innenverteidiger nach dem vermeintlichen Foul von Guirassy nicht vor diesen zu kommen, so wie man eigentlich am besten verteidigt. Zu allem Überfluss flipperte der Ball dann auch noch an Nemeths Beinen herum, sodass Guirassy im Nachsetzen nur noch einschieben muss. Nach dem Eigentor gegen Freiburg und dem Fehler von Vasilj in Mainz nun also schon wieder so ein völliges Kacktor zum 0:1. Da haben wir jetzt auch schon mehr als genug von gesehen diese Saison.

    Nur wenige Minuten danach klärte der BVB einen Ball an der eigenen Grundlinie rigoros per Befreiungsschlag. Philipp Treu erreichte diesen zuerst, hatte aber den schnellen Adeyemi im Schlepptau, der in seinem Rücken mit hohem Tempo anlief. Adeyemi setzte sich aggressiv im Zweikampf und Laufduell durch, ließ noch Eric Smith ins Leere laufen und erzielte dann den zweiten BVB-Treffer. Treu selbst fand danach klare Worte: „Ein individueller Fehler von mir. Ich muss den Ball über die Tribüne hauen.“ Scheiße, aber das passiert.

    Kein Aufbäumen des FC St. Pauli

    Sowieso wog der Treffer zum 0:1 spürbar schwerer. Nämlich so viel wie ein gezogener Stecker. Dem FC St. Pauli ist es in dieser Bundesligasaison noch nie gelungen nach einem Rückstand etwas Zählbares zu holen. Nur im Hinspiel gegen den BVB gelang überhaupt der Ausgleich (damals folgte aber noch das 1:2). Alle 15 Saisonspiele, in denen sich der FCSP das 0:1 gingen verloren. Eine ziemlich erschütternde Statistik. Und irgendwie wurde man das Gefühl nicht los, dass auch die Spieler gegen den BVB Probleme hatten sich von solchen Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Jedenfalls war das Spiel nach dem 0:2 in der 58. Minute zu Ende. Ein richtiges Aufbäumen des FCSP gab es leider überhaupt nicht, auch auf den Tribünen war es spürbar ruhig geworden.

    Es dauerte bis tief in die Schlussphase, ehe der FC St. Pauli mal wieder etwas Torgefahr erzeugen konnte. Der Abschluss von Danel Sinani aus der 86. Minute geht in die Statistik-Bücher als einer ein, der auf das Tor ging. BVB-Torhüter Kobel parierte den Ball, doch der Abschluss hätte das Gehäuse verfehlt.
    Es wäre der erste Abschluss des FCSP auf das gegnerische Gehäuse (Alu-Treffer zählen als Schüsse neben das Tor) seit der sechsten Minute im Spiel gegen Freiburg gewesen. Ja, das sind Zahlen, die richtig wehtun. Doch das muss leider auch ganz klar so angesprochen werden. Defensiv gut stehen und offensiv nur in Tornähe zu kommen, reicht nicht. Vor allem nicht, wenn man dann am Ende doch nicht alles verteidigt bekommt. Das wissen wir alles nicht erst seit dem Spiel gegen den BVB. Seit über 400 Minuten wartet der FC St. Pauli auf einen eigenen Treffer. Seit fünf Spielen auf eine Partie ohne Gegentor. Es wäre schön und extrem wichtig, wenn mindestens eine dieser Serien bereits gegen Wolfsburg endet.

    Dieses lange Warten hat dazu geführt, dass der FC St. Pauli inzwischen auf Platz 15 angekommen ist und von dort im weiteren Saisonverlauf hoffentlich nicht noch tiefer fällt. Immerhin haben Bochum und Heidenheim ihre Partien am Samstag auch verloren, der FCSP wird somit auch nach diesem Wochenende einen Vorsprung von vier Zählern auf Platz 16 haben. Das ist also weiterhin eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt. Aber der FC St. Pauli muss unbedingt langsam wieder ins Punkten kommen, damit man sich nicht an die Saison 01/02 und 10/11 erinnert fühlt…

    Immer weiter vor!
    // Tim

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  • Matchwinner Karim Adeyemi steht für bedeutenden BVB-Trend

    Matchwinner Karim Adeyemi steht für bedeutenden BVB-Trend


    1. Wetterauer Zeitung
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    Karim Adeyemi hat sich als Sieggarant für den BVB auf St. Pauli hervorgetan. Nach einigen harten Monaten ist der Trend beim Flügelspieler positiv.

    Hamburg/Dortmund – Borussia Dortmund musste am 24. Spieltag der Bundesliga im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli nur einmal kurz aufs Gaspedal drücken, um mit einer kuriosen Schreckensbilanz aufzuräumen: Dank Treffern von Serhou Guirassy und Karim Adeyemi gelang ein 2:0-Sieg, durch den der BVB erstmals in dieser Spielzeit ein zweites Bundesligaspiel in Serie für sich entscheiden konnte.

    Guirassy stocherte in der 50. Minute entscheidend, Adeyemi legte acht Minuten später per Einmannkonter nach Befreiungsschlag von Maximilian Beier nach. Der Außenstürmer avancierte zum Matchwinner beim Arbeitssieg des BVB, weil er zuvor schon den Treffer von Guirassy mit einer feinen Ballannahme eingeleitet hatte.

    Karim Adeyemi ist ein klarer Kovač-Gewinner

    Adeyemi kann mit Fug und Recht als ein Gewinner des Trainerwechsels beim BVB bezeichnet werden. Der Begriff mag aktuell etwas inflationär genutzt werden, auf den WM-Teilnehmer von 2022 trifft er aber zu. Unter Niko Kovač standen aus der Dortmund-Offensive nur Guirassy und Adeyemi in allen sechs Spielen in der Startelf. Während es beim Mittelstürmer schon aus Gründen der Kaderplanung eine Selbstverständlichkeit darstellt, böten sich auf den Außenbahnen durchaus Alternativen.

    Immerhin versetzte Kovač Jungstar Jamie Gittens nun schon zum zweiten Mal in Serie auf die Ersatzbank. Der Engländer wirkte zuvor überspielt, lief sich immer wieder bei Dribblingversuchen fest. Auch Adeyemi ist in den ersten Wochen unter Kovač nicht alles gelungen, weit gefehlt: Die Entscheidungsfindung bleibt das größte Problem beim 23-Jährigen. Dass er sich jetzt aber für den großen Aufwand, den er unter Kovač betreibt, mit dem ersten Bundesliga-Tor seit Mitte September (!) belohnte, kommt nicht von ungefähr.

    Karim Adeyemi belohnte sich für den positiven Trend mit seinem ersten Bundesliga-Tor für den BVB seit Monaten.
    Karim Adeyemi belohnte sich für den positiven Trend mit seinem ersten Bundesliga-Tor für den BVB seit Monaten. © IMAGO/kolbert-press/Burghard Schreyer

    Selbst Adeyemi-Kritiker schnallt mit der Zunge: „Ein herausragendes Tor“

    Bei seinem Treffer zeigte Adeyemi seine Stärken, die ihm im Gesamtpaket zu einem Spieler von herausragendem Potenzial machen: Seinem Gegner nahm er beim Schlag von Beier auf kurzer Distanz einige Meter ab, im Zweikampf blieb Adeyemi stabil, einen anderen Gegenspieler wackelte er kurzerhand aus, der Torschuss war die leichteste Übung. „Ein herausragendes Tor“, lobte nach der Partie sogar der sonst so kritische Sky-Experte Dietmar Hamann.

    In der Vergangenheit forderte Hamann schon mehrfach, Adeyemi müsse den nächsten Schritt machen und „erwachsen werden“. Ob dieser Prozess jetzt so richtig im Gang ist, muss sich noch zeigen. Positive Anzeichen gibt es. Dass Adeyemi zum Beispiel auf den Treffer drängte, anstatt eine mögliche Rote Karte wegen einer Notbremse zu provozieren. Aber auch, dass Adeyemi nach misslungen Situationen nicht mehr stehenbleibt, sondern direkt in den Rückwärtsgang schaltet.

    Gute Entwicklung seit dem Denkzettel von BVB-Interimscoach Tullberg

    Vereinzelt hatte der gebürtige Münchner auch in der Vergangenheit schon gezeigt, dass mit ihm auch stinknormaler, seriöser Fußball möglich ist. Zu oft aber ging es für Adeyemi nach kurzer Zeit zurück in einen Ego-Modus, mit dem er selbst verhinderte, dass er sein herausragendes Potenzial ausschöpft.

    Deshalb wird Adeyemi rund um den BVB durchaus kritisch betrachtet. Wenige Spieler polarisieren unter den Fans in Dortmund so stark wie er. Wer es nicht so sehr mit Adeyemi hält, verweist auf den Auftritt gegen den 1. FC Heidenheim, als Mike Tullberg die fußballerische Höchststrafe aussprach: Der Interimstrainer wechselte Adeyemi ein und kurz vor Schluss wieder aus, schickte einen öffentlichen Denkzettel hinterher.

    Durchaus möglich, dass der Torschütze die Kritik im Hinterkopf hatte, als er nach seinem Treffer auf St. Pauli regungslos in Richtung des Gästeblocks schaute, bis er von den Kollegen geradezu über den Haufen gerannt wurde. Dass in diesen (Nicht-) Jubel in den Tagen nach dem Auswärtssieg einiges hineininterpretiert werden dürfte, ist eine naheliegende Annahme.

    Adeyemi mit kryptischen Aussagen zu Wechselgerüchten

    Auch die Aussagen von Adeyemi nach dem Spiel ließen bei einem Thema Interpretationsspielraum: Beim Pay-TV-Sender wurde er auf die heißen Wechselgerüchte aus dem Winter angesprochen, reagierte durchaus kryptisch. „Ich habe in den Medien etwas gelesen, was da klipp und klar stand, dazu stehe ich“, sagte Adeyemi, ohne zu erklären, auf welchen der vielen Berichte um seine Person er anspielte. „Ich bin bei Borussia Dortmund sehr glücklich, was in der Zukunft passiert, weiß man nie“, so der vierfache A-Nationalspieler weiter.

    Im Winter-Transferfenster war ein möglicher Wechsel von Adeyemi zur SSC Neapel Dauerthema. Der Angreifer gilt auch perspektivisch als Kandidat, den BVB für viel Geld zu verlassen, wenn der Klub die Champions League verpassen und fehlende Einnahmen durch Transfers wettmachen wollen sollte.

    Für den Moment ist aber wichtiger, dass Adeyemi den positiven Trend verstetigt, der bei ihm eingesetzt hat. Damit steht er sinnbildlich für den ganzen BVB: Die Entwicklung ist ordentlich, muss aber von Dauer sein. Dass vielerorts eine gewisse Skepsis vorherrscht, gegen die man erst ankämpfen muss, haben sich Dortmund und auch Adeyemi persönlich selbst zuzuschreiben.



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    Mkhitaryan wendet sich mit einer Liebeserklärung an den BVB


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    BVB: Henrikh Mkhitaryan
    Ex-BVB-Leistungsträger Henrikh Mkhitaryan erinnert sich an seine Zeit bei Borussia Dortmund zurück. © Guido Kirchner/Kirchner-Media

    Beim BVB legte Henrikh Mkhitaryan eine besonders fulminante Saison hin. An diese erinnerten sich die Dortmunder und erhielten eine rührende Antwort.

    Dortmund – Henrikh Mkhitaryan erzielte für Borussia Dortmund 41 Tore und 49 Vorlagen geliefert. Insgesamt hat der Stürmer drei Jahre beim BVB gespielt. Die Zeit hat er nicht vergessen.

    Als er von den Dortmundern auf Social Media geehrt wurde, meldete sich Mkhitaryan persönlich zu Wort. Er reagierte auf den Beitrag und sendete „viel Liebe“ ins Ruhrgebiet.

    Außerdem betonte er, dass er die Zeit nie vergessen werde. Mkhitaryan spielt aktuell bei Inter Mailand.



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  • St. Pauli verliert auch gegen Borussia Dortmund

    St. Pauli verliert auch gegen Borussia Dortmund


    Es hat wieder nicht gereicht. Auch gegen Borussia Dortmund gab es für den Fc St.

    Pauli nichts zu holen, beim 0:2 (0:0) setzte es die vierte Niederlage in Folge. Nachdem die Kiezkicker eine Hälfte lang ebenbürtig waren, trafen Serhou Guirassy (50.) und Karim Adeyemi (58.) zum Sieg für die Gäste. St. Pauli verbleibt nach 24 Spieltagen auf Rang 15, hat allerdings weiterhin vier Zähler Vorsprung auf den Tabellen-16. VfL Bochum (0:1 gegen Hoffenheim).


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  • Borussia Dortmund triumphiert am Millerntor

    Borussia Dortmund triumphiert am Millerntor


    FC St. Pauli – Borussia Dortmund 0:2 (0:0)

    Mit einem „Doppel-Sieg“ in die Champions League: Borussia Dortmund hat dank Torjäger Serhou Guirassy und einem Super-Solo von Karim Adeyemi in der Bundesliga den zweiten Sieg in Serie eingefahren und damit weiter Selbstvertrauen für das Achtelfinal-Hinspiel in der Königsklasse gegen den OSC Lille am Dienstag gesammelt. Der zunächst behäbige BVB gewann am Samstagnachmittag beim FC St. Pauli am Ende nicht unverdient mit 2:0 (0:0), Guirassy (51.) und Adeyemi (58.) ließen die mitgereisten Fans im Millerntor-Stadion nach ihrem Doppelschlag jubeln. St. Pauli machte zu wenig aus seinen Möglichkeiten und stand wieder einmal mit leeren Händen da.

    Kaum zu glauben, aber wahr: BVB-Trainer Niko Kovac schaffte damit, was seinen Vorgängern Nuri Sahin und Mike Tullberg nicht gelang – zwei Liga-Siege hintereinander. Durch den nächsten Dreier nach dem 6:0 zuletzt gegen Union Berlin bleiben die Schwarz-Gelben auf Platz zehn in der Tabelle und halten die Europapokalplätze in Sichtweite. St. Pauli setzt derweil mit der vierten Pleite in Serie seinen Negativtrend fort und belegt Rang 15.

    VfL Bochum – TSG Hoffenheim 0:1 (0:0)

    Der VfL Bochum hat die juristische Vorlage aus Frankfurt nicht zum großen Befreiungsschlag im Bundesliga-Abstiegskampf genutzt. Gut 22 Stunden nach dem erneuten Sieg am Grünen Tisch verlor das Team von Trainer Dieter Hecking das Kellerduell gegen den Tabellennachbarn TSG Hoffenheim mit 0:1 (0:0). Damit endete auch die jüngste Serie von drei Spielen ohne Niederlage.

    Am Freitagabend hatte das DFB-Bundesgericht die 2:0-Wertung des „Skandalspiels von Köpenick“ aufrecht erhalten und die Berufung von Union Berlin abgewiesen. Die Eisernen kündigten umgehend an, auch noch vor das Ständige Schiedsgericht zu ziehen. Am Samstagnachmittag reichte es für Bochum nicht zum erhofften Fünf-Punkte-Wochenende: Tom Bischof (72.) sicherte Hoffenheim den ersten Sieg im Ruhrstadion seit 2008 (3:1), VfL-Torhüter Timo Horn patzte dabei folgenschwer.

    Die nächsten Wochen werden für den Abstiegskandidaten anspruchsvoll: Bayern München, Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und VfB Stuttgart heißen die kommenden Gegner.

    RB Leipzig – 1. FSV Mainz 05 1:2 (1:0)

    Der FSV Mainz 05 hat im Duell der Europapokal-Anwärter dem Konkurrenten RB Leipzig einen Rückschlag verpasst und ist vorerst auf einen Champions-League-Rang geklettert. Die Mannschaft von Trainer Bo Henriksen setzte sich bei den Sachsen mit 2:1 (0:1) durch und schob sich zumindest bis Sonntag auf Platz vier vor. Derweil wächst der Druck auf Marco Rose und sein Team im Kampf um die Königsklasse weiter.

    Dabei hatte Xavi Simons (1.) den Leipzigern einen Traumstart beschert. Doch Nadiem Amiri (52.) und Jonathan Burkardt (58.) sorgten mit ihren Treffern bei den kostümierten Mainzer Anhängern in der RB-Arena zwei Tage vor Rosenmontag für Fastnachtsstimmung. Durch den Erfolg distanzierten die Mainzer mit nun 41 Punkten auf dem Konto den Verfolger aus Leipzig im Rennen um die internationalen Plätze.

    RB hatte erst am Mittwoch seine Titelchance im DFB-Pokal gewahrt und war gegen den VfL Wolfsburg (1:0) ins Halbfinale eingezogen. In der Bundesliga kommt Leipzig jedoch weiter nicht in Fahrt und bleibt mit 38 Punkten auf Platz sechs.

    Werder Bremen – VfL Wolfsburg 1:2 (0:1)

    Die Flaute nimmt kein Ende: Werder Bremen findet weiter keinen Ausweg aus seiner immer gefährlicheren Ergebniskrise. Die seit Wochen angeschlagenen Hanseaten kassierten vier Tage nach dem frustrierenden Pokal-K.o. durch ein 1:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg den nächsten Wirkungstreffer. Matchwinner der Wölfe waren Patrick Wimmer mit einem Doppelpack und der großartig aufgelegte Torhüter Marius Müller.

    Das Team von Trainer Ole Werner wehrte sich nach Kräften, konnte aber die fünfte Pflichtspielpleite in Serie nicht vermeiden. Bei den Grün-Weißen hatte es zuletzt kräftig rumort, der Fehler von Torwart Michael Zetterer vor dem frühen Führungstreffer der Gäste (6.) tat dann besonders weh. Werder ließ danach beste Ausgleichschancen aus, zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhte Wimmer per Fernschuss (48.). Der Anschlusstreffer von Mitchell Weiser (90.) war am Ende nur Ergebniskorrektur.



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