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Unsere Mission 007 5.0 geht weiter – uns sie hat einen ersten kritischen Punkt erreicht. Die K.o.-Phase geht los, in Hin- und Rückspiel kann jeder Fehler der eine Fehler zu viel sein, jeder große Moment die Tat sein, die uns weiterbringt. Wir treffen im Achtelfinale, ihr wisst es alle, auf Bayer 04 Leverkusen. Das Duell beginnt am Mittwoch mit einem Heimspiel gegen die Alonso-Elf. An dieser Stelle grüße ich alle Leverkusen-Fans, die zum
Mitlesen und Mitdiskutieren bei uns vorbeischauen.
Leverkusen ist sicher kein Wunschlos von uns, dass es so früh gegen ein so starkes Team geht, haben wir uns selbst zuzuschreiben. Unsere Ligaphase in der Champions League war nicht gut, ich gehe sogar so weit zu sagen, dass unsere bisherige gesamte Saison in der Champions League nicht gut war. Die zweite Halbzeit gegen Zagreb am ersten Spieltag war spektakulär, ansonsten war man auswärts anfällig und zu Hause oft ideenlos. Aber: Mit Beginn der K.o.-Phase beginnt die Champions League neu, was gewesen ist, spielt keine Rolle mehr.
Wenn ich sage, dass Leverkusen kein Wunschlos war, dann beziehe ich mich auf das Momentum, dass Bayer im direkten Duell mit uns sicherlich auf seiner Seite hat. Wir sind gegen Bayer sieglos, seit Xabi Alonso dort übernommen hat, unser letzter Sieg gegen die Werkself datiert tatsächlich auf den 30. September 2022. Seither haben wir in sechs Spielen nur mehr drei Unentschieden erreicht, in dieser Saison ist uns in drei Spielen nur ein Tor gelungen – durch Aleksandar Pavlovic. Das ist aber kein Grund zum Schwarzmalen. Im Heimspiel im September waren wir hoch überlegen, konnten aber unsere Spielvorteile nicht nutzen. Leverkusen hatte eine Chance – und trafen. Dass das Pokal-Achtelfinalduell für uns zur Unzeit kam, wissen wir auch: Der Ausfall von Harry wog zu schwer, als dann auch noch Neuer vom Platz flog, waren die Voraussetzung extrem schwierig. Wir machten trotzdem ein gutes Spiel, hätten vor der Pause in Führung gehen können, vielleicht sogar müssen, Leverkusen zeigte sich erneut kaltschnäuziger und schaffte den Lucky Punch. Und das Ligaspiel in Leverkusen – nun ja, das war spielerisch schwere Kost von uns, das brauchen wir nicht zu beschönigen, allerdings hatte es Leverkusen bei seinen zwei Gastspielen in München auch nicht anders gemacht.
Sicher ist: Mit Bayern und Bayer treffen die aktuell zwei besten deutschen Mannschaften aufeinander. Leverkusen hatte im Herbst einen Hänger, ist jetzt aber wieder stark in Form. Bei Bayer spürt man eine gewisse Dynamik im Mannschaftsspiel, einen Glauben, ein Selbstvertrauen. Leverkusen ist das, was ich eine Systemmannschaft nenne. Bayer hat richtig gute Spieler, allen voran Florian Wirtz, aber die Mannschaftsleistung von Leverkusen ist besser als die Summe der Einzelspieler. Bei uns sehe ich das nicht so. Irgendwie ist inzwischen vieles ein Krampf. Wir haben in Stuttgart ein gutes Spiel gemacht ab der 35. Minute, aber uns fehlten wie so oft die Ideen. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass da gerade was am Entstehen ist. Der Jubel beim 1:3 hat gezeigt, dass diese Mannschaft eine Einheit ist. Es gibt einen Zusammenhalt, der mich träumen lässt. Und der mich so ein bisschen an 2001 erinnert. Spielerisch war das damals keine gute Saison. Zwei Jahre zuvor spielten wir viel besser, 1999 waren wir wirklich die beste Mannschaft in Europa, 2001 waren wir, um es mit Oliver Kahn zu sagen, angetrieben vom Schmerz, aber auch von einem Zusammenhalt. Diese sagenumwobene Schlussphase in Hamburg damals, dass es auf die letzte Aktion ankam, so legendär diese Szene war, so unvergesslich und unauslöschlich diese Augenblicke waren – so muss man doch sagen, dass wir es uns mit unserer lethargischen Spielweise selbstzuzuschreiben hatten, dass es dermaßen knapp wurde. Damals hatte man bei unserer Mannschaft das Gefühl, dass wir es schon irgendwie immer hinkriegen würden. Ich ertappe mich seit Freitagabend dabei, dass ich ähnliche Schwingungen spüre.
In der Offensive, das muss man ganz klar sagen, ist der Spielfluss verloren gegangen. Wir bekommen Kane nicht mehr integriert, Musiala hat zu selten seine Momente – im Moment ist es Olise, der unsere Offensive trägt, denn über die linke Seite kommt allgemein wenig. In der Zentrale wird wohl Kimmich zurückkommen, wir können nur hoffen, dass auch Pavlovic fit ist, denn mit Kimmich/Goretzka dürfen einfach nicht in ein so wichtiges Spiel geben. Weil einfach beide nicht ihre Position halten. Kimmich ist oft zu tief oder am Flügel, Goretzka turnt am Sechzehner herum, und dann bleibt den Innenverteidigern beim Spielaufbau nur der Pass raus zu Laimer oder Davies. Das geht minutenlang so, bis Kane sich fallen lässt und beim Spielaufbau mithilft, nur dann fehlt er eben vorne. Wir brauchen Tempo im Spielaufbau, wir brauchen Dynamik, wir müssen Leverkusen in Eins-gegen-eins-Situationen zwingen. Als anderes Mittel sehe ich Distanzschüsse. Was uns sicher nicht weiterbringt, sind elendslange Ballstafetten ohne echten Raumgewinn. Wir müssen die Leverkusener ins Laufen bringen, ihre Defensive beschäftigen, wir müssen sie überraschen. Die Frage ist natürlich, wie viel Risiko wir gehen, das Heimspiel im Hinspiel verleitet zum Gedanken, dass wir ja noch weitere 90 Minuten haben. Aber das erinnert mich an unser Viertelfinalduell 1998 mit Dortmund, als wir zu Hause 0:0 spielten und dann in Dortmund in der Verlängerung ausschieden. Natürlich dürfen wir am Mittwoch nicht leichtsinnig werden, aber wenn wir das Heimspiel nicht gewinnen, wird’s schwierig. Andererseits gebe ich uns eine sehr gute Chance, wenn wir am Mittwoch in der Arena gewinnen.
Das Momentum, ich hab’s schon angesprochen, liegt meiner Meinung nach bei Leverkusen. Das sieht inzwischen schon wieder sehr gut aus, allen voran bei Florian Wirtz, der in dieser Saison einen weiteren gewaltigen Schritt nach vorne gemacht hat und im Augenblick deutlich reifer als Musiala wirkt. Als großen Trumpf bei uns sehe ich den Spirit, der da am Entstehen ist. So einen Jubel wie am Freitag in Stuttgart habe ich schon jahrelang nicht mehr gesehen bei uns. Was mir auch Mut macht ist, dass die Mannschaft angefixt ist – siehe Thomas Müller bei 0:40 Minuten: https://fcbayern.com/fcbayerntv/de/video/2025/02/stimmen-zur-cl-auslosung-die-bayern-zum-duell-mit-leverkusen Gegen Celtic fehlte uns das Feuer, aber gegen Leverkusen werden wir brennen – weil wir was Graderücken wollen.
Man muss aber auch klar dazu sagen, dass wir uns gegen nationale Herausforderer in den vergangenen Jahrzehnten häufig schwertaten. Ich meine damit nicht Duelle auf internationalem Parket, sondern Spiele gegen starke deutsche Mannschaften in nationalen Wettbewerben. In Frankfurt haben wir mal 20 Jahre lang nicht gewonnen, Hamburg war Anfang der 1980er-Jahre ein Angstgegner, Werder Bremen in den 1990ern, Kaiserlautern, Dortmund … … was diese Mannschaften alle miteinander und mit Leverkusen verbindet, ist: Diese Teams traten selbstbewusst gegen uns auf. Gegen Bremen Anfang der 1990er-Jahre wusste man eigentlich schon vor dem Spiel, dass es, vor allem auswärts, wieder eines dieser Spiele würde, die man wochenlang nicht vergessen würde. Wie das 1:4 im Jahr 1993, das uns letztendlich die Meisterschaft kostete. Damals kriegten wir kurz vor und kurz nach der Pause einen Elfmeter gegen uns, Wir blieben zwar Tabellenführer, aber Bremen witterte danach Morgenluft. Diese Dynamik kam zuletzt auch so ein bisschen bei Spielen gegen Leverkusen auf – und die gilt es zu brechen. Und das schaffen wir nicht mit ängstlichem Fußball, wir müssen, ohne kopflos zu werden, Risiken eingehen, wir müssen in Kauf nehmen, auch mal Fehler zu machen. Denn über bloßen Ballbesitz werden wir es nicht lösen. Ich würde der Mannschaft wie schon erwähnt Distanzschüsse verordnen: Olise, Kane, Musiala, Davies, Kimmich – die haben alle einen guten Schuss. Natürlich dürfen wir nicht ständig abziehen, aber ich würde durchaus auch auf Schüsse setzen, und nicht zuletzt auf Abpraller, die man daraus erzwingen könnte. Abpraller erzeugen Hektik, wo Hektik herrscht, passiert auch schnell mal ein Foul, und für Elfmeter haben wir ja einen Spezialisten.
Für mich ist auch klar, dass es auch auf Kompany ankommt. Er hatte bislang noch keine Lösung gegen Alonso, und nein, wir reden uns jetzt das 0:0 in Leverkusen nicht schön, denn wir haben da nicht gut verteidigt, sondern hatten mehrfach einfach großes Glück. Wir werden eigene Tore brauchen, für Tore brauchen wir Kane im Spiel, für Kane im Spiel brauchen ein Kombinationsspiel. Was die Frage aufwirft, mit welcher Aufstellung wir es probieren sollten. Schwierig, da keiner von uns weiß, wie fit die Spieler sind. In der Innenverteidigung würde ich am liebsten Dier sehen, weil er einfach so viel Ruhe ausstrahlt und ich bei Kim einfach Angst habe, dass er wieder seinen Signature-Move einstreut, mit dem er uns komplett entblößt. Im zentralen Mittelfeld brauchen wir Ballkontrolle und Tempo, beides schließt Goretzka aus. Ich fände es spannend, wenn wir mit Palhinha und Pavlovic im Zentrum und mit Kimmich als Rechtsverteidiger ins Spiel gehen würden. So oder so bin ich der Meinung, dass wir Alonso bei der Aufstellung mal zu einer Reaktion zwingen müssen. Eine andere Variante wäre, Musiala auf links zu stellen und hinter Kane Müller zu bringen. Kane würde davon ungemein profitieren, Müller traue ich an so einem Abend schon was zu. Mit dem Risiko, dass es überhaupt nicht funktioniert, aber sind wir uns ehrlich: Das haben wir bei keinem unseren Stammkandidaten für den linken Flügel im Sack. Sané kann mal ein Spiel auskommen, Coman kann mal einen Abend haben, an dem er nicht nur vorbeikommt, sondern auch den ein oder anderen Ball anbringt; aber das wäre dann eben ein Ausreißerabend. Wiederum eine andere Alternative wäre, Ito als Linksverteidiger zu bringen und Davies eine Reihe nach vorne zu schieben. Mit einer Standartelf ist die Gefahr groß, dass wir Standartfußball spielen – und der könnte für Leverkusen zu langsam sein. Für mich bleibt also unterm Strich: Wir müssen Leverkusen überraschen, wir müssen die Energie verändern, wir müssen Leverkusen so weit bringen, dass sie ihre Struktur verlieren und ihnen zeigen, dass die Champions League unser Bewerb ist. Oder um es ganz hoch zu hängen: Wir müssen sie wieder daran erinnern, wie unschön die Spiele früher in München für sie waren. Der Traum wäre eine frühe Führung, das würde uns Sicherheit geben und würde eine völlig neue Dynamik reinbringen. https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/video-ballack-eigentor-macht-bayern-zum-meister-100.html Übrigens: Bei Leverkusen drohen gleich fünf Spielern eine Gelbsperre: Xhaka, Andrich, Garcia, Frimpong und Wirtz
Ich bin der Meinung, wir haben in dieser Saison in der Champions League noch in keinem einzigen Spiel unser Potenzial gezeigt. Natürlich wird wieder viel von unseren drei Offensiven Kane, Musiala, Olise abhängen, aber alleine können es die drei nicht richten. Der Ausgang des Duells wird sicherlich ein großes Gewicht bei der Bewertung der Saison haben. Mit der Meisterschaft sieht es sehr gut aus, aber ein Achtelfinal-Aus gegen Leverkusen wäre schon ein Dämpfer. Kommen wir weiter, hätten wir einen machbaren Turnierbaum. Denn natürlich bleibt das Ziel, dass wir es wieder ins Finale dahoam schaffen und dieses Mal diesen einen kleinen Schritt noch machen, der uns 2012 nicht vergönnt war.
Was mich am Ende zum Reif des Spieltags bringt:
„Mein lieber Schwan, war das eine große Chance für Florian Wirtz – und das weiß er auch. Das Tor hätte Leverkusen in die Karten gespielt, aber die Bayern werden es weiter versuchen müssen, auch wenn das Bayer wie gerade eben Konterchancen bietet. Mit einem 0:0 nach Leverkusen wäre kein gutes Resultat, aber Sie sehen es ja selbst, Bayern findet die Lücke nicht. Leverkusen macht das richtig gut, man hat bei Alonso so ein bisschen das Gefühl, dass er Kompany und die Bayern entschlüsselt hat. Früher waren die Leverkusener schon froh, wenn sie nicht die Hucke voll kriegten in München, heute verteidigen sie das so gut weg, dass es für die Kanes, Musialas, Olises kein Durchkommen gibt. Und wieder fängt Xhaka einen Pass ab. Nein, ich lege mich fest, so wird das nicht reichen für Bayern und so wird die Brust von Bayér immer breiter werden. Schauen Sie sich das an, Leverkusen lässt den Münchnern bis 30 Meter vor dem Tor den Ball, in dieser Zone attackieren sie nur in Wellen. Wer hat die zündende Idee bei den Bayern? Bis jetzt keiner. Im Gegenteil. Was für ein entsetzlicher Ballverlust von Laimer und jetzt schwärmen die Leverkusner aus, das ist wie ein Überfall, aber Laimer holt sich den Ball zurück, jetzt könnten die Bayern mal kontern, wenn’s schnell geht, Kane mit dem langen Ball, der ist ideal, wenn Olise da vorbeikommt, dann ist er duurch, er ist vorbei, was macht da Kovaaaar so weit vor dem Toor? Foul, das ist Foul und er gibt es auch. Aber was gibt er? Elfmeter! Oder doch nicht? Ach herrje. Das ist ein Fall für den VAR fürchte ich. Das Foul ist unstrittig. Es stellt sich nur die Frage, war es außerhalb oder innerhalb? Kovar spielt den Unschuldsengel, sagt, er hätte den Ball gespielt – das kann nicht sein ernst sein. Kane deutet natürlich, dass es innerhalb war, dann darf er wieder zum Punkt, war es außerhalb, gibt es Freistoß für Bayern und Rot für Kovar. Jetzt kommt die Wiederholung: Olise, da kommt Kovaaar. Ich fürchte, das war außerhalb. Jetzt von der anderen Seite: Ja, außerhalb. Das war’s für den Tschechen. Und so ist es auch! Rot für Kovar, Freistoß für die Bayern. Da war Hincapié ein Mal zu weit aufgerückt und Tapsoba, bei aller Liebe, das war läppisch. Und Kovar? Ich weiß ja nicht, musste er da so weit raus? Es gilt die alte Torhüterregel: Wenn du rauskommst, musst du ihn haben. Was macht jetzt Alonso? Wen nimmt er runter? Tella! Alonso nimmt Tella für Hradecky runter, Leverkusen spielt ab sofort ohne nominellen Stürmer. Sooo. Wo legt der Schiedsrichter den Ball hin? Antwort: Einen halben Meter vor der Strafraumgrenze. Olise und Kimmich hecken was aus, jetzt kommt auch Kane dazu, der hat auch schon mal einen Freistoß direkt verwandelt, doch den Engländer schicken sie gleich wieder weg. Wenn die Bayern jetzt diesen Freistoß verwandeln, dann wäre das die Höchststrafe für Leverkusen. Rot und Gegentor, dann hätten die Münchner höchstselbst wieder die Doppelbestrafung eingeführt. Kleine Notiz am Rande: Durch die Rote Karte fehlt Kovar auch im Rückspiel, das ist dann schon eine herbe Schwächung für Bayer. Olise und Kimmich reden immer noch, ich will nicht unken, aber ich habe so das Gefühl, dass sie sagen: Egal wer schießt, der Ball muss aufs Tor, damit sie Hradecky zu einer Parade zwingen. Der Finne ist noch kalt, das ist jetzt richtig unangenehm für ihn. Soooo. Und jetzt fordert der Schiedsrichter alle auf, sich mal wieder zu beruhigen, damit das hier weitergehen kann. Ich glaube, Olise schießt. Gleich sind wir schlauer. Oliseee, Hradecky, das gibt’s nicht, das ist das dümmste Tor in der Geschichte der Champions League! Harry Kane! 1:0 für die Bayern. Was macht da Hradecky? Um Gottes Willen, um Gottes Willeeeeen!!! Den wehrt er genau auf die Füße von Kane ab, der gar nicht mehr ausweichen kann. 1:0 für die Bayern. Das sind ja Grüße aus der Hölle für Leverkusen. Und Kompany ballt die Faust und Kane zeigt seinen eingesprungenen Torjubel und die Zuschauer, so sie es denn mit den Bayern halten, springen vor ihren Sitzen auf. Schauen wir nochmal hin: Hradeckyyyy, nein, also bei aller Liebe, den muss er anders klären. Er versucht ihn zu fangen und kriegt ihn nicht zu fassen. Der Freistoß war nicht mal sonderlich gut geschossen, aber vielleicht haben sie wirklich genau damit spekuliert bei den Bayern, dass Hradecky so ein Lapsus unterläuft. 1:0. Es ist keine drei Minuten her, da habe ich Ihnen etwas darüber erzählt, dass die Bayern keine Lücke finden, weil Leverkusen es gut macht. Sie können alles streichen, weil das jetzt ein anderes Spiel ist. Das war ein Wirkungstreffer für Leverkusen, die jetzt schleunigst wieder Ruhe ins Spiel bringen müssen, das war grad wieder so ein unsauberer Pass, was macht da Hincapié schon wieder, er verliert wieder den Ball, Kaaaaane, Harry Kaaane Pfosteeeen, Musiala. 2:0! Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt. Doppelschlag für die Münchner. Jetzt wird’s deutlich. Musiala. Zweeeiii null. Aber was bitte schön macht da Hincapié? Der Junge kann einem fast schon leid tun. Und dann lassen sie Kane sträflich alleine, der zieht einfach mal ab und dann fällt der Ball Musiala vor die Füße. Jetzt geht alles. Uli Hoeneß strahlt übers ganze Gesicht und flüstert Karl-Heinz Rummenigge was ins Ohr, da wäre man gern Mäuschen. Jetzt brennt hier die Luft, denn der Jahrmarkt ist in der Stadt. Für Leverkusen geht’s jetzt nur noch um Schadensbegrenzung. Die Bayern wirken wie befreit und das sind meistens keine guten Neuigkeiten für den Gegner.“
In diesem Sinne: Pack ma’s. Auf geht’s ihr Roten!
Euer Remi
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Remington_Steele am 03.03.2025 um 04:07 Uhr bearbeitet
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Die Stars des FC Bayern um Doppelpacker Harry Kane feiern nach ihrem Statement-Sieg mit den Fans, als die Leverkusener enttäuscht vom Feld schleichen: Dank des Starstürmers hat Bayern München den Alonso-Fluch besiegt.
In der fünften Minute der Nachspielzeit war Vincent Kompany der Verzweiflung nahe. Für einen Augenblick zwar nur, aber er wusste, das wäre es gewesen. Joao Palhinha, der vergessene 51-Millionen-Euro-Mann des FC Bayern hatte eine zauberhafte Vorlage von Jamal Musiala tüchtig an die Latte genagelt. Es hätte 4:0 für die Münchner im größten deutschen Klubfußballspiel (Teil I) seit zwölf Jahren stehen können, vielleicht, sogar stehen müssen. Die Entscheidung im hoch gepushten Duell gegen Bayer Leverkusen, in dem es um Machtansprüche, um Matchpläne und Millionen ging, wäre schon vor dem Anpfiff des Rückspiels am Dienstag (21 Uhr im Liveticker bei ntv.de) in Stein gemeißelt gewesen. Trotz all der verrückten Dinge, die der Fußball schon geschaffen hat.
Aber Palhinha hatte es zu genau gemacht. So reist der FC Bayern nächste Woche mit einem 3:0 nach Leverkusen und hat auch ohne dieses verpasste Sahnehäubchen beste Chancen, Bayer aus dem Achtelfinale der Champions League zu werfen und die Frage nach der mächtigsten Instanz im deutschen Fußball klar zu beantworten. So wie sie es vor zwölf Jahren in Wembley getan hatten, als Arjen Robben den BVB rüde zu Boden geworfen hatte und der Henkelpott nach München wanderte. Diese Geschichte soll sich nun wiederholen, mit dem “Finale dahoam”.
Davon träumen sie beim Rekordmeister. Es ist eine tief in die DNA des Klubs eingebrannte Sehnsucht, eine Besessenheit nach der Krone, nach den turbulenten Jahren mit den unruhigen Trainern Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel und den Bossen Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic. Der Weg zum Finale ist noch wahnsinnig weit, der Zielstrich nicht mal am Horizont zu erahnen. Zu viele Klippen und Serpentinen liegen noch vor ihnen. Die ersten schon am Dienstag. “Ein 3:0 ist natürlich ein sehr, sehr gutes Ergebnis”, sagte Joshua Kimmich und war dennoch nicht zufrieden mit dem Gesamtkunstwerk, das sein Team gemalt hatte. Der innere Perfektionist in Kimmich befand: “Ich will jetzt nicht den Miesepeter spielen, aber ich war ein bisschen sauer, dass wir nicht noch das vierte gemacht haben.”
Vermutlich hat eine Münchner Mannschaft unter Trainer Vincent Kompany noch keine bessere Leistung gegen einen Gegner auf diesem Niveau auf den Rasen gebracht. Bis auf eine läppische Abwehraktion von Dayot Upamecano, die den blitzschnellen Jeremie Frimpong plötzlich ins Rampenlicht brachte, der Manuel Neuer zu einer herausragenden Parade mit dem Schultergelenk zwang, leisteten sich die Münchner keine Wackler, keine Fehler. In einem Spiel, das keine Fehler verzeiht. Alles lief nahezu perfekt. Anders als Bayer, die schon früh damit begannen, sich selbst zu zerstören.
Nach neun Minuten war in der Allianz Arena alles hinfällig, was an taktischen Details ausgetüftelt worden war, um den Gegner zu überlisten. Harry Kane setzte einen Kopfball perfekt in die Ecke des Bayer-Tors. Er hatte sich unbemerkt an den schwachen Nordi Mukiele herangeschlichen und ihn dann überrascht. Bayer reagierte über Frimpong, der aber an Neuers Schulter verzweifelte (13.). Wenn es in diesem vierten Duell der beiden Giganten in dieser Saison einen Moment gab, in dem dieses Spiel in eine andere Richtung hätte abbiegen können, war es jener. Sonst kam von Bayer offensiv nahezu nichts. Die Münchner legten die großen Helden der Werkself in Ketten. Florian Wirtz bekam Joshua Kimmich auf die Füße gestellt und wusste sich gar nicht zu befreien. Granit Xhaka bemühte sich nach Kräften, die aufgescheuchten Reihen zusammenzuhalten, es gelang nur leidlich. Beide Schlüsselspieler in einem Dienst rauszunehmen, das war Gegnern selten gelungen. Kompany hatte es geschafft.
Wirtz war an diesem Abend dermaßen frustriert, dass er in der zweiten Halbzeit bei jedem unsauber gespielten Angriff, bei jedem ins Leere gelaufenen Pressing vor Wut gestikulierte. Bayer gelang nichts, dem FC Bayern sehr viel. Alles war ganz anders, als noch vor zweieinhalb Wochen, als Leverkusen die Münchner zu einem historisch harmlosen Offensivzwerg degradiert hatte. Die Werkself presste wie von Sinnen, die Bayern ackerten, gegen die eigene DNA, wie die Wilden dagegen. Xabi Alonso hatte den fast perfekten Plan entworfen, nur das Tor fehlte. Hernach gab’s Debatten, ob ein echter Neuner, zwei ganz fantastische davon hat der Spanier im Aufgebot, den Leverkusenern nicht mehr geholfen hätte, als die wuseligen und nervtötenden Dauersprinter in vorderster Linie.
Alonso moderierte die Debatte ab, man würde es ja ohnehin nie erfahren. Und offenbar ist er gewillt, der Welt eine Antwort auf die Frage weiter vorzuenthalten. Denn auch in der Champions League startete er wieder mit einer Mannschaft, die die Dinge über Tempo und Tiefe regeln sollte. Das tat sie aber nicht. Der FC Bayern war perfekt vorbereitet. Gegen das Bayer-Pressing gab’s lange Schläge oder einen Aufbau über den überragenden Kimmich, dessen Zukunft sehr bald geklärt sein soll. Was den Münchner fehlen wird, sollte der Spieler wirklich gehen, Paris St. Germain soll offenbar sehr interessiert sein, bekamen sie nochmal als Art finale Warnung der Wertigkeit in 90 eindrucksvolle Minuten gestopft. Kimmich meldete Wirtz ab, säbelte ihn einmal sauber um, was nach mehreren weiteren Folge-Nickeligkeiten eine Rudelbildung zufolge hatte. Es war hitzig, es war emotional. Es war viel Druck. An Koloss Kimmich zerschellte er. Der dirigierte als nicht zu packender Anführer seine Kollegen sowie das erheiternde Münchner Spiel und bereitete das 2:0 vor. Seine Flanke flutschte auf bitterste und fatalste Weise durch die Hände von Keeper Matej Kovar, Musiala stocherte den Ball über die Linie (54.).
Dass sich das Spiel besonders günstig auf die Gespräche mit Kimmich auswirken würde, lächelte Sportvorstand Max Eberl locker weg. Ein solches Spiel habe er nicht gebraucht, um neue Erkenntnisse über “den Wert von Josh” zu bekommen. Kimmich selbst gab später in den Katakomben der Arena eine durchaus überraschende Antwort zu seiner Lage: “Der Ball liegt nicht bei mir, sagen wir’s mal so.” Aber wo liegt er dann, der Ball? Beim Verein? Ja, fand Kimmich. Dieser hatte das Vertragsangebot jüngst zurückgezogen, was Vorstandschef Jan-Christian Dreesen nach dem Spiel im Stadion bestätigte: “Das haben wir schon gesagt, dass das Vertragsangebot zurückgezogen war. Das ist keine große Neuigkeit. Das ist so.” Es sei “an die Öffentlichkeit gedrungen, dass das Angebot zurückgezogen wurde. Trotzdem war es in der Kommunikation nicht so, dass ich das so wahrgenommen habe”, sagte derweil Kimmich ein wenig kryptisch. Wenn etwas die Münchner derzeit stresst, dann ist es dieses zermürbende Theater. Und vielleicht eine neue Sorge.
Manuel Neuer, der Held der ersten Minuten, hatte einen Heidenspaß an dem zweiten Münchner Treffer, den er aber teuer bezahlte. Er musste verletzt runter. Trainer Kompany sagte, es seit etwas mit der Wade. Für ihn kam Youngster Jonas Urbig. Bayern machte unbeeindruckt weiter und als der Gelb verwarnte Mukiele übermotiviert auf Kingsley Coman trat, war Bayer nur noch zu zehnt – und endgültig gebrochen. Xabi Alonso versuchte mit Wut über die Entscheidung Milde zu erwirken. Es misslang, er hatte einfach verpasst, den verwarnten Spieler früher auszuwechseln. Minuten später kochte Upamecano Wirtz kompromisslos und geschickt ab. Er pushte sich hoch. Er war damit nicht alleine. Die Bayern waren oben. Und so ging es für Bayer weiter bergab. Der eingewechselte Edmond Tapsoba rang Kane im Strafraum ungeschickt nieder. Elfmeter und Kane traf zum 30. Mal (!) in Folge. Die Arena war restlos beseelt. Die Fans besangen Beckenbauers “gute Freunde” und die “Super-Bayern”.
Die waren auferstanden, um die Machtverhältnisse in Deutschland wieder zurechtzubiegen. In der Meisterschaft haben sie zwar den Titel nahezu sicher, aber darum ging es ja längst nicht mehr. Alles hatte sich auf diese beiden Spiele fokussiert. Das trieb wilde Blüten, es wurde gar dokumentiert, wie die Stars des FC Bayern anreisen. Leon Goretzka saß mit seiner Freundin im Auto. Das war offenbar wichtig. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge hatten die guten alten Zeiten aufleben lassen und Leverkusen eine prächtig funktionierende Transferdebatte um Superstar Wirtz umgehängt. Der war an diesem Abend so unauffällig, wie man es lange nicht erlebt hatte. Granit Xhaka, der äußerst wütende Bayer-Anführer, wich gar Fragen aus, warum Wirtz so wirkungslos war: “Andere Frage”, bellte er in der Mixed Zone. Wie er seine eigene Leistung fand? “Andere Frage”, bellte er weiter.
Die Münchner dagegen waren topfit aus dem arg anstrengenden Februar mit einem Topspiel nach dem anderen gekommen. Sie rannten, bissen, kämpften, brachten Feuer und große Emotionen rein, spielten mutig. Manchmal zauberten sie sogar, wenn Musiala seine herausragenden Füße im Spiel hatte und magische Dinge mit dem Ball anstellte. Vor dem möglichen 4:0 lupfte er den Ball mit der Hacke an Gegenspieler Martin Hermoso vorbei. Erst aber war es immer wieder Michael Olise, der die Flanke zum 1:0 geschlagen hatte, der Bayer zusetzte, dann ging es über Kingsley Coman und Alphonso Davies, die die linke Seite mit ihrem wahnsinnigen Tempo und ihrer Physis überlagerten. Frimpong und Mukiele wurden massiv frustriert. Um den sehr emotionalen Frimpong soll es nach dem Spiel noch einen kleinen Vorfall im Kabinentrakt gegeben haben. Was genau passiert ist, das sagte niemand.
Die Bayern hatten Leverkusen so richtig die Laune verdorben. Endlich war der Unbesiegbare Xabi Alonso besiegt. Kompany feierte seinen größten und wichtigsten Sieg als Trainer der Münchner, auch wenn er die Bedeutung für sich gewohnt demütig herunterspielte: “Es gibt keine Siege von mir persönlich. Wir gewinnen als Mannschaft und wir verlieren als Mannschaft. Sicherlich war es bisher unser wichtigster Sieg dieser Saison, worüber wir uns sehr freuen.” Und so richtig wertvoll ist dieser Sieg ohnehin erst, wenn er nächste Woche veredelt wird. Mit einem 3:0 sind die Voraussetzungen bestens, sie hätten noch besser sein können. Kompany spürte das.
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Dank eines souveränen 3:0-Erfolgs gegen ein ungewohnt zahnloses Bayer Leverkusen gelang dem FC Bayern im Achtelfinalhinspiel in der Königsklasse ein große Schritt Richtung Viertelfinale.
Jubelschrei: Leon Goretzka (re.) feiert mit dem Torschützen zum 1:0 für München, Harry Kane.
picture alliance / Bahho Kara/Kirchner-Media
Bayern-Trainer Vincent Kompany stellte im Vergleich zum 3:1-Erfolg beim VfB Stuttgart dreimal um: Statt Dier, Joao Palhinha und Sané (alle Bank) begannen Upamecano, Kimmich (nach Sehnenreizung im hinteren linken Oberschenkel) und Coman.
Leverkusens Coach Xabi Alonso entschied sich im Vergleich zum 4:1 bei Eintracht Frankfurt ebenfalls zu drei Wechseln. Für Aleix Garcia, Tella und Schick (alle Bank) starteten Hincapie, Palacios und Adli. Damit setzte Alonso auf ein sehr ähnliches taktisches Grundschema wie beim 0:0 im jüngsten Bundesliga-Duell am 15. Februar, als die Werkself einen Sieg knapp verpasst hatte.
Die Münchner begannen sehr konzentriert und sorgten durch mit Tempo vorgetragene Angriffe immer wieder für Unruhe in der Leverkusener Hintermannschaft. Die erste Chance hatte Goretzka nach einer Freistoßflanke, doch Hermoso klärte im Fünfmeterraum gerade noch (6.). Wenige Minuten später stand es 1:0. Olise setzte sich rechts durch und flankte an den linken Pfosten, wo Mukiele in seinem Rücken Kane übersah, der per akkuratem Kopfball Danke sagte (9.).
Champions-League-Achtelfinale, Mittwoch
Leverkusen war bemüht und hatte in manchen Phasen der ersten Hälfte auch mehr Ballbesitz. Aber Wirtz und Xhaka konnten gegen die engmaschig verteidigenden Bayern im Mittelfeld nicht wie gewohnt die Strippen ziehen. Eine hochkarätige Chance hatte die Werkself in der ersten Hälfte dennoch – nach einer zu kurzen Rückgabe von Upamecano: Frimpong scheiterte im Eins-gegen-eins aber an Neuer (13.).
Insgesamt aber hatten die Münchner auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte mehr vom Spiel – und kam auch zu weiteren guten Chancen. Musiala köpfte nach einem Eckball aus kurzer Distanz an die Querlatte (22.), Coman und Kimmich verfehlten mit Distanzschüssen das Leverkusener Tor nur knapp (25., 31.). Mit der verdienten Bayern-Führung ging es in die Pause.
Wie schon vor der Pause erwischten die Münchner auch nach dem Seitenwechsel den besseren Start – dank unfreiwilliger Mithilfe von Kovar, dem eine Flanke von Kimmich im Fünfmeterraum durch die Finger rutschte. Und so konnte Musiala aus kurzer Distanz zum 2:0 einschieben (54.). Direkt nach dem Treffer musste Neuer bei den Bayern – wohl angeschlagen im muskulären Bereich – vom Feld. Urbig kann zu seinem Debüt (58.).
Für Leverkusen kam es erneut nur wenige Minuten später noch schlimmer. Denn nach unnötigem Einsteigen im Mittelfeld gegen Coman sah Mukiele die Ampelkarte (62.). Für die Alonso-Elf ging die die albtraumhafte zweite Hälfte indes munter weiter: Bei einer Münchner Ecke faustete Kovar zwar den Ball weg, doch der für Adli gekommene Tapsoba hatte Kane mit beiden Händen festgehalten. Nach VAR- und Video-Check entschied Referee Oliver auf Elfmeter, den Kane souverän zum 3:0-Endstand verwandelte (75.).
Bei einer von Musiala herrlich vorbereiteten Chance hätte Joao Palhinha in der Nachspielzeit beinahe noch erhöht, traf aber die Querlatte (90.+5). Am Ende war der hochverdiente erste Sieg der Münchner gegen Bayer in der Ära von Xabi Alonso im siebten Anlauf dennoch perfekt.
Die Münchener sind am Samstag (15.30 Uhr) gegen den VfL Bochum gefordert, während Leverkusen zur gleichen Zeit gegen Werder Bremen ran muss. Bereits am Dienstag kommender Woche (11. März, 21 Uhr) treffen beide im Rheinland zum Rückspiel erneut aufeinander.
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Mittelfeldspieler Granit Xhaka von Bayer 04 Leverkusen hat nach der 0:3-Pleite seiner Mannschaft im Champions-League-Achtelfinalhinspiel gegen den FC Bayern München bestätigt, dass es zwischen einigen B04-Stars nach Abpfiff zu Meinungsverschiedenheiten im Kabinentrakt gekommen ist.
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Seit Granit Xhaka (32) im Sommer 2023 vom FC Arsenal nach Leverkusen kam, hat er unglaubliche 87 Pflichtspiele für Bayer absolviert.
Nur zweimal wurde er in der Europa League geschont, nur eine Liga-Partie verpasste Xhaka in der Meister-Saison wegen einer Gelb-Sperre. Was für eine Bilanz.
Dauerspieler Xhaka ist einer von vier Leverkusen-Profis, die mit zwei Gelben Karten vorbelastet ins Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Bayern (Mittwoch, 21 Uhr/DAZN und hier im Live-Ticker) gehen. Dem Schweizer und seinen Team-Kollegen Aleix Garcia (27), Jeremie Frimpong (24) und Florian Wirtz (21) droht eine Gelb-Sperre fürs Rückspiel in Leverkusen am 11. März. Robert Andrich (30) hat ebenfalls zwei „Gelbe“ auf dem Konto, fehlt in München jedoch wegen einer Grippe.
Granit Xhaka während der Bayer-Pressekonferenz in München
Leverkusen ohne die Unverzichtbaren? Ohne Xhaka, ohne Wirtz? Das mag kein Bayer-Fan aussprechen.
Was sagt Xhaka selbst zur Gelb-Gefahr?
„Ich habe mittlerweile schon so viele Spiele hinter mir. Mit meiner Erfahrung mache ich mir jetzt nicht allzu große Gedanken“, erklärt der Schweizer Rekord-Nationalspieler.
Bayers Mittelfeld-Stratege betont: „Ich gehe in jedes Spiel so rein, als wäre es das Letzte, dementsprechend auch gegen Bayern. Auf jeden Fall müssen wir ein bisschen aufpassen, weil es doch einige Spieler mit den Gelben Karten sind. Aber wenn du im Achtelfinale der Champions League mit diesen Gedanken ins Spiel gehst, hast du keine Chance.“
Der Kapitän der Schweizer Nationalelf sagt ganz ruhig, aber bestimmt: „Wir werden alles dafür tun, dass wir natürlich ohne Gelbe Karte aus dem Spiel kommen, aber wir werden auch alles tun, um ein gutes Ergebnis zu holen.“
Leverkusens Trainer Xabi Alonso (43) meint: „Es ist eine Situation, in der wir intelligent sein müssen, um zu kontrollieren, wenn es möglich ist. Wir werden sehen. Wir haben auch einen guten Schiedsrichter – Michael Oliver hat eine große Erfahrung.“
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München – Es war eine kuriose Situation für Manuel Neuer. Und eine mit Folgen für den bald 39 Jahre alten Torhüter und den FC Bayern. Deutschlands Fußball-Rekordkeeper hat sich beim 3:0 der Münchner in der Champions League gegen Bayer Leverkusen den schon direkt nach dem Achtelfinal-Hinspiel am Mittwochabend befürchteten Muskelfaserriss in der rechten Wade zugezogen. Damit falle der Kapitän „vorerst aus“, wie der Rekordmeister mitteilte.
Kurz nach dem 2:0 durch Jamal Musiala (54. Minute) verletzte sich Neuer. Er fasste sich nur Momente nach der Vorentscheidung an die Wade und zeigte an, dass es in seinem 150. Champions-League-Spiel für ihn nicht mehr weitergeht.
Es habe so ausgesehen, dass es beim Jubeln passierte, sagte Trainer Vincent Kompany zu der Szene. Sportvorstand Max Eberl berichtete, es sei bei einem Sprint passiert. Neuer musste durch den im Winter vom 1. FC Köln verpflichteten U21-Nationaltorwart Jonas Urbig ersetzt werden. „Für mich persönlich habe ich mich super gefreut, dass ich mein Debüt in der Champions League geben konnte“, sagte der 21 Jahre alte Winterzugang vom 1. FC Köln.
„Für ein Debüt gibt es einfachere Spiele“, meinte Kompany anerkennend. Er habe den erst im Januar vom 1. FC Köln verpflichteten Youngster so erlebt, wie auch in den wenigen Monaten zuvor. „Sehr ruhig, sehr souverän“, urteilte der Münchner Trainer, der aber „null Druck“ auf Urbigs Schultern laden wollte.
„Ich habe mich sehr konzentriert, diese halbe Stunde zu meistern“, sagte der rund sieben Millionen Euro teure Urbig nach seinem ersten Einsatz im Bayern-Trikot. „Toll für ihn. Jonas kam rein und hat einen guten Job gemacht“, lobte Torjäger Harry Kane den Youngster.
Eberl nannte Urbigs Auftritt nach mehreren Monaten ohne Spielpraxis „sehr stabil“, auch wenn er keinen schweren Ball habe halten müssen. Der 21-Jährige könnte nun auch am Samstag in der Bundesliga gegen den VfL Bochum und beim Rückspiel drei Tage später in Leverkusen im Tor stehen.
Alternativen zu Urbig sind Routinier Sven Ulreich oder der nach einer Nierenquetschung inzwischen wieder mit dem Team trainierende Israeli Daniel Peretz. Neuer sollte nach der Länderspielpause Ende des Monats wieder fit sein.
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Die Personallage entspannt sich etwas bei Werder Bremen. Drei wichtige Spieler fehlen aber weiterhin.
Werder Bremen muss im Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen weiter auf ein wichtiges Trio verzichten. Kapitän Marco Friedl, sein Verteidiger-Kollege Niklas Stark und Torjäger Marvin Ducksch fallen für die Partie beim deutschen Meister am Samstag (15.30 Uhr/Sky) verletzt aus. Dafür stehen die Offensivkräfte Romano Schmid, Justin Njinmah und Marco Grüll nach ihren Erkrankungen wieder zur Verfügung.
Werder steht nach nur einem Sieg aus den vergangenen neun Bundesligaspielen im Niemandsland der Tabelle. Der Traum vom Einzug ins internationale Geschäft ist nahezu geplatzt.
Dennoch wollen die Grün-Weißen in Leverkusen, das in der Champions League ein empfindliches 0:3 gegen Bayern München hinnehmen musste, punkten. Mut macht dabei das 2:2 aus dem Hinspiel. “Weil wir da ein sehr gutes Spiel gemacht haben”, sagte Werder-Coach Ole Werner. Daran gelte es anzuknüpfen.
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