Schlagwort: warum

  • Warum das Achtelfinale für Borussia Dortmund so wichtig ist

    Warum das Achtelfinale für Borussia Dortmund so wichtig ist


    Der Aufschwung kommt zur rechten Zeit. Nicht nur, weil Borussia Dortmund nach erstmals zwei Siegen in Folge in dieser Saison der Fußball-Bundesliga wieder Hoffnung schöpft, doch noch in den Kampf um die Champions-League-Ränge eingreifen zu können: Auf das 6:0 gegen Union Berlin vom vorvergangenen Wochenende folgte das 2:0 beim FC St. Pauli. Sondern auch, weil durch die Siege das Selbstvertrauen beim Team von Trainer Niko Kovač gestiegen ist. Für die Ambitionen der Borussia in der Königsklasse sind das ebenfalls keine schlechten Voraussetzungen.

    Weiterlesen nach der Anzeige

    Weiterlesen nach der Anzeige

    „Das war ja der Wunsch, dass wir über diesen Trainerwechsel, durch ein bisschen Einfachheit, am Ende auch durch klare Ansprachen von Niko und seinem Trainerteam, dieser Mannschaft wieder Stabilität geben“, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl nach dem jüngsten Erfolg am Hamburger Millerntor.

    Sammelten neues Selbstvertrauen: Karim Adeyemi (links) und seine Dortmunder Teamkollegen.Sammelten neues Selbstvertrauen: Karim Adeyemi (links) und seine Dortmunder Teamkollegen.

    Sammelten neues Selbstvertrauen: Karim Adeyemi (links) und seine Dortmunder Teamkollegen.

    Diese Stabilität wird es brauchen, wenn an diesem Dienstag (21 Uhr, Amazon Prime Video) das Hinspiel im Achtelfinale gegen den französischen Vertreter OSC Lille ansteht.

    Weiterlesen nach der Anzeige

    Weiterlesen nach der Anzeige

    Gelddruckmaschine Champions League

    Das Weiterkommen bietet allein aus ökonomischer Sicht einen enormen Anreiz – gerade in Anbetracht der zwar mittlerweile etwas verbesserten, jedoch immer noch komplizierten Lage im Liga-Alltag. Von der Qualifikation für die Champions League – mindestens Rang vier ist dafür notwendig – trennen die Dortmunder aktuell sechs Punkte und sechs Plätze. Umso wichtiger ist es, in der laufenden Saison möglichst hohe Erlöse aus dem internationalen Geschäft einzuspielen. Stichwort: Gelddruckmaschine Champions League. Durch den Finaleinzug im Vorjahr verdiente der BVB insgesamt 120 Millionen Euro. Diese Summe setzt sich aus Einnahmen vom Marketingpool und Prämien der Uefa zusammen, die der europäische Fußballverband an die Klubs ausschüttet.

    Wie die „Ruhr Nachrichten“ berichten, sind die Einnahmen im reformierten Modus der Königsklasse schon jetzt in ähnlichen Dimensionen zu verorten. Die Uefa schüttet nun insgesamt 2,4 Milliarden Euro aus. Der BVB profitierte von der Erhöhung der Preisgelder und hat schon jetzt die Marke von 100 Millionen Euro geknackt.

    Allein durch den Einzug ins Achtelfinale nach den erfolgreich bestrittenen Play-offs gegen Sporting Lissabon hatten die Schwarz-Gelben elf Millionen Euro als weitere Prämie erhalten. 12,5 Millionen Euro würden mit dem Sprung unter die besten acht Teams Europas hinzukommen, exklusive zusätzlicher Einnahmen durch das Ticketing. Zum Vergleich: Eintracht Frankfurt kassierte in der Europa League für den Einzug ins Achtelfinale bisher 30 Millionen Euro.

    Mögliche Einnahmen durch einen Erfolg gegen Lille würden also das ökonomische Gerüst der Dortmunder stabilisieren, sollte die erneute Qualifikation für die Champions League verpasst werden.

    Weiterlesen nach der Anzeige

    Weiterlesen nach der Anzeige

    „Der BVB hält auch zwei Jahre ohne Champions League aus.“

    Hans-Joachim Watzke

    Neun Jahre in Folge spielte der Revierklub im höchsten und mit Abstand lukrativsten Klubwettbewerb. Damit etablierte sich Dortmund weit oben im Koeffizienten-Ranking, ist dort derzeit Siebter. Auch um diese Stellung zu festigen, kämpft die Kovac-Elf in den Achtelfinal-Duellen gegen die Franzosen.

    Das Selbstvertrauen durch ein Weiterkommen in der Champions League könnte im Umkehrschluss positive Effekte für die restliche Bundesliga-Saison haben. Diese könnten dann im erneuten Umkehrschluss die Leistungen des BVB in weiteren Duellen mit europäischen Spitzenteams wie dem von Ex-Bundestrainer Hansi Flick trainierten FC Barcelona befeuern.

    Und die weitere Zukunft? „Der BVB hält auch zwei Jahre ohne Champions League aus“, hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor vier Wochen beim Branchentreff Spobis in Hamburg erklärt. Das sagt der erfahrene BVB-Boss auch, weil er weiß, dass die Teilnahme der Dortmunder an der erstmalig in dieser Form ausgetragenen Klub-Weltmeisterschaft im Sommer weiteres Geld in die Taschen spülen wird. Kolportiert wird eine Startgebühr in Höhe von 40 bis 50 Millionen Euro. Der Sieger des Wettbewerbs soll rund 100 Millionen Euro kassieren.



    Source link

  • Warum ManCity keine Strafe droht

    Warum ManCity keine Strafe droht


    Manchester City muss derzeit täglich mit einem Urteil im Prozess gegen die Premier League wegen finanzieller Verfehlungen und Verstößen gegen das Financial Fairplay und die Finanzregeln der Liga rechnen – eine Strafe droht dem Scheichklub jedoch unabhängig von der Entscheidung zunächst nicht. Das bestätigte Richard Masters, der CEO der Premier League, gegenüber der ‚Financial Times‘. Der Funktionär wolle sich zu keinen Interna des Prozesses gegen den Klub äußern, ordnete das viel beachtete Vorgehen samt medialer Skandalberichterstattung allerdings aus Sicht der englischen Eliteliga ein: „Es gibt keine Alternative zur Durchsetzung der Regeln. Die Premier League wird die Auswirkungen all dessen überleben und es überstehen.“

    Unter der Anzeige geht’s weiter

    Manchester City wurden 115 Verstöße zur Last gelegt, die der amtierende Meister zwischen 2009 und 2018 begangenen haben soll. Während des Verfahrens ist die Zahl auf 130 nach oben korrigiert worden. Bei einer Verurteilung durch das extra einberufene unabhängige Gremium aus drei Richtern drohen den Skyblues zunächst jedoch keine direkten Konsequenzen, wie Masters bestätigt. Die Sanktionen, die bis hin zu hohen Punktabzügen im Bereich von 60 bis 100 Zählern oder gar dem Zwangsabstieg reichen können, werden in einem separaten Prozess ermittelt. Sowohl der Verein als auch die Liga werden das Recht haben, Berufung einzulegen. Der Streit wird also weitergehen. Wie die ‚Daily Mail‘ berichtet, könnten die Strafen sogar erst Ende der kommenden Saison oder gar später feststehen.



    Source link

  • Warum die Supporters für die Fans von Mainz 05 wichtig

    Warum die Supporters für die Fans von Mainz 05 wichtig



    Das sind nur einige Meilensteine aus 20 Jahren. Die Supporters, die auch im bundesweiten Fan-Bündnis „Unsere Kurve” mitarbeiten,  sehen sich aktuell gut aufgestellt. „Es ist ein positiver Trend zu erkennen, was die Mitarbeit und Unterstützung angeht”, sagt Schneider, „wir freuen uns natürlich weiter über engagierte Menschen, die uns unterstützen.” Damit lassen sich wichtige Aufgabe schultern: „Ich glaube, die größte Herausforderung ist der immer rasanter werdende Kapitalismus im Profifußball”, sagt Schneider: „Wir werden immer wieder betonen und hochhalten, dass der Stadionzuschauer neben den Hauptprotagonisten auf dem Platz wichtig ist für den Fußball. Wir wissen aber, dass das nicht einfach ist. Umso wichtiger ist es.”  



    Source link

    Hier ist eine FAQ im Yoast-Stil über die Bedeutung der Supporters für die Fans von Mainz 05:

    FAQs zu den Supporters von Mainz 05

    Warum sind die Supporters wichtig für die Fans von Mainz 05?

    1. Was sind die Supporters von Mainz 05?
    Die Supporters von Mainz 05 sind eine Gruppe von engagierten Fans, die den Fußballverein durch ihre Leidenschaft und Unterstützung fördern. Sie organisieren Veranstaltungen, Aktionen und unterstützen die Mannschaft sowohl im Stadion als auch außerhalb.

    2. Wie stärken die Supporters den Teamgeist?
    Die Supporters tragen maßgeblich dazu bei, die Stimmung im Stadion zu heben. Durch koordinierte Gesänge und Choreographien schaffen sie eine einzigartige Atmosphäre, die die Spieler motiviert und den Gegner Einschüchtert.

    3. In welcher Weise helfen die Supporters der Gemeinschaft?
    Neben der Unterstützung des Vereins setzen sich die Supporters auch für soziale Projekte ein. Sie organisieren gemeinnützige Aktionen und helfen, das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Fangemeinde und der Stadt Mainz zu stärken.

    4. Welche Rolle spielen die Supporters bei der Fan-Kultur?
    Die Supporters sind ein wichtiger Teil der Fan-Kultur von Mainz 05. Sie fördern den Austausch von Ideen und schaffen ein Umfeld, in dem Fans ihre Leidenschaft für den Verein teilen und ausleben können.

    5. Wie können sich Fans den Supporters anschließen?
    Neue Fans sind jederzeit willkommen! Interessierte können sich über die offiziellen Kanäle von Mainz 05 oder direkte Treffen der Supporters informieren und so Teil dieser engagierten Gemeinschaft werden.

    Fazit: Die Supporters von Mainz 05 sind nicht nur Fans, sondern engagierte Unterstützer und Teil der Vereinsidentität. Ihre Bedeutung erstreckt sich über die Unterstützung im Stadion hinaus und beeinflusst positive Veränderungen sowohl für den Verein als auch für die Gemeinschaft.

    Um einen Yoast-How-to-Block zu erstellen, der erklärt, warum die Supporters für die Fans von Mainz 05 wichtig sind, folgen wir diesen Schritten:

    Schritt 1: Überschrift

    Warum die Supporters für die Fans von Mainz 05 wichtig sind

    Schritt 2: Einleitung

    Die Supporters von Mainz 05 spielen eine entscheidende Rolle im Leben der Fans. Sie fördern nicht nur den Zusammenhalt, sondern auch die Hingabe zur Vereinsgemeinschaft. In diesem How-to-Block erfahren Sie, warum die Supporters so wichtig sind und wie sie die Fan-Erfahrung bereichern.

    Schritt 3: Schritte

    1. Gemeinschaftsgefühl stärken

    • Die Supporters organisieren regelmäßige Treffen und Veranstaltungen, die es den Fans ermöglichen, sich kennenzulernen und eine stärkere Bindung aufzubauen.

    2. Unterstützung der Mannschaft

    • Durch gemeinsame Aktivitäten wie Auswärtsspiele und Fanmärsche zeigen die Supporters ihre Unterstützung für die Mannschaft und tragen zur positiven Stimmung bei.

    3. Fanprojekt und Initiativen

    • Die Supporters initiieren Projekte, die sich mit Themen wie sozialen Engagement, Fair Play und Integration beschäftigen. Dies stärkt nicht nur die Fan-Kultur, sondern trägt auch zur positiven Wahrnehmung des Vereins in der Öffentlichkeit bei.

    4. Informationsaustausch

    • Sie fungieren als Informationsquelle für Fans, indem sie wichtige Neuigkeiten über Spiele, Veranstaltungen und andere relevante Themen verbreiten.

    5. Einfluss auf die Vereinsgeschicke

    • Die Stimmen der Supporters werden gehört. Sie können durch Umfragen oder Meinungsäußerungen Einfluss auf Entscheidungen innerhalb des Vereins nehmen, die die Fans betreffen.

    Schritt 4: Fazit

    Die Supporters von Mainz 05 sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Fan-Kultur. Sie fördern den Zusammenhalt unter den Fans, unterstützen die Mannschaft und tragen wesentlich zur Identität des Vereins bei. Durch ihr Engagement schaffen sie eine lebendige und aktive Fangemeinschaft, die über das Spiel hinausgeht.

    Schritt 5: Call to Action

    Werde Teil der Gemeinschaft und schließe dich den Supporters von Mainz 05 an, um gemeinsam unvergessliche Momente zu erleben!


    Dieser How-to-Block informiert die Leser auf klare und strukturierte Weise über die Bedeutung der Supporters für die Fans von Mainz 05.

  • Warum Borussia Dortmund dem FC St. Pauli keine Angst macht

    Warum Borussia Dortmund dem FC St. Pauli keine Angst macht


    Mit einem 6:0-Kantersieg hat sich Borussia Dortmund zuletzt gegen Union Berlin aus der Krise geschossen. Zumindest ist das die Hoffnung all derer, die es mit den Schwarzgelben halten. Als Tabellenzehnter hinkt der BVB in der Fußball-Bundesliga seinen eigenen Ansprüchen weit hinterher. Nun aber scheint verloren gegangenes Selbstvertrauen zurück zu sein und sich die Stimmung unter Neu-Trainer Niko Kovac gedreht zu haben. Der FC St. Pauli aber lässt sich vor dem Aufeinandertreffen am Samstag mit der Borussia nicht einschüchtern. Zu Recht?

    Alexander Blessin will 6:0-Sieg nicht überbewerten

    Die Erwartungshaltung dürfte in Dortmund sein, dass jetzt „Pflichtsiege“ folgen, um die Distanz auf die Champions-League-Plätze wieder zu verringern, hatte Alexander Blessin auf der Pressekonferenz vor dem Spiel betont. Der Trainer des seit vier Partien sieglosen FC St. Pauli glaubt daher: „Die drei Punkte sind gedanklich wahrscheinlich schon auf der Habenseite.“ Er selbst sehe das „natürlich nicht so“, betonte der 51-Jährige und wollte den BVB-Kantersieg nicht überbewerten: „Ob das ein Spiel so aussagekräftig ist, das werden wir sehen.“

    Das sieht auch Niko Kovac so. „Der Sieg hat allen gezeigt: Wir können es noch. Aber wir müssen jetzt auch nachlegen und können uns nicht darauf ausruhen.“ Der BVB-Coach erwartet eine schwierige Aufgabe: „St. Pauli ist ein sehr unangenehmer Gegner, sie lassen extrem wenig zu. Wir müssen viel tun, damit wir Chancen kreieren, weil sie sehr kompakt verteidigen.“

    „St. Pauli ist ein sehr unangenehmer Gegner, sie lassen extrem wenig zu. Wir müssen viel tun, damit wir Chancen kreieren, weil sie sehr kompakt verteidigen.“

    Niko Kovac

    Trainer von Borussia Dortmund

    Damit hatten die Dortmunder häufiger Probleme und sich den zweifelhaften Ruf als besonders launisch erarbeitet. In dieser Saison lassen sich etliche Belege dafür finden, dass es bisweilen an der nötigen Bereitschaft mangelt, gegen die vermeintlich Kleinen, nicht nur das vorhandene Potenzial voll auszuschöpfen, sondern in erster Linie auch Fußball als körperliche Arbeit zu verstehen. Die Folge waren Peinlich-Pleiten gegen den VfL Bochum (0:2) und Holstein Kiel (2:4) nach der Winterpause, sowie Niederlagen gegen den FC Augsburg (1:2) und Union Berlin (1:2) in der Hinrunde, als der Trainer noch Nuri Sahin hieß.

    FC St. Pauli verkaufte sich in Dortmund teuer

    Und so freut man sich in Hamburg zwar auf „einen großen Namen“ – aber auch auf einen Gegner mit großen Problemen, den man „ein bisschen ärgern“ wolle. In erster Linie, in dem man ihn in den Zweikämpfen richtig rannimmt, um ihm die Lust am Spiel zu nehmen. Im Oktober war St. Pauli das über weite Strecken prima gelungen. „Im Hinspiel hätten was mitnehmen können, wenn nicht sogar müssen“, betonte Blessin. Damals aber hatten die Schwarzgelben noch einen prima Lauf vor heimischer Kulisse und durch einen späten Treffer von Serhou Guirassy mit 2:1 triumphiert. 

    Sechs Siege hatte der BVB in den ersten sechs Spielen im Signal Iduna Park geholt. Schon damals aber hatte der Champions-League-Finalist der Vorsaison außerhalb des Ruhrgebiets erhebliche Probleme gehabt. Und darauf ruht dann auch eine weitere Hoffnung der Hamburger am Samstag.

    BVB hat auswärts erst zwei Siege gefeiert

    Die Auswärtsschwäche des BVB könne man nicht wegdiskutieren, sagte Blessin angesichts von nur zwei Siege in der Fremde. Sein Gegenüber dürfte dem entgegenhalten, dass St. Pauli eine nicht weniger veritable Heimschwäche aufweist: Nur zwei von elf Spielen am Millerntor hat die Blessin-Elf gewonnen. 

    Damit am Samstag der dritte folgt, der die eigene Negativserie beendet, werde man 90 Minuten hellwach sein und die Zweikämpfe mit einer gewissen Schärfe und Galligkeit führen müssen, betonte Blessin. Es dürfte allerdings nicht nur um wehrhaftes Gerangel gehen, sondern auch darum, den Gegner möglichst viel in Bewegung zu bringen: St. Pauli ist führender, was die Laufleistung angeht, der BVB vorletzter. Bei den intensiven Läufen liegt der Aufsteiger auf Rang vier, Dortmund auf Platz 14.

    Laut Sport Bild hat Kovac kürzlich einen „katastrophalen Fitnesszustand“ ausgemacht, der einer der Hauptgründe für die vielen individuellen Fehler und Konzentrationsschwächen sei. Kurzerhand wurde ein neuer Athletiktrainer ins Boot geholt. Selbstvertrauen dürften die Dortmunder zwar zuletzt gesammelt haben, dass sie innerhalb weniger Tage ihre Leistungsfähigkeit erheblich verbessert haben, ist allerdings eher nicht zu erwarten.



    Source link

  • Bremen im Sturzflug: Warum die sonst so heile

    Bremen im Sturzflug: Warum die sonst so heile


    Stand: 02.03.2025 11:00 Uhr

    Werder Bremen schwächelt und ist der schlechteste Fußball-Bundesligist des Jahres. Viele Fans haben die “Schnauze voll” von sich zoffenden Spielern und Missgunst im Team. Warum mündeten die Europacup-Hoffnungen an der Weser in eine handfeste Krise? Eine Analyse.

    von Andreas Bellinger

    Werder ist im Sinkflug – und die Bremer Fans bringen es auf einen einfachen Nenner: “Wer dieses Trikot trägt, muss sich zerreißen.” Es muss schon einiges passiert sein, wenn die “Green White Wonderwall” im Weserstadion bröckelt und die geduldigen Anhänger Willen, Kampf und Mentalität von ihrer Mannschaft derart vehement einfordern.

    “Wir wissen, was wir an den Fans haben”, sagte Mitchell Weiser kleinlaut. Gegen den VfL Wolfsburg (1:2) machte er das Tor für Werder, was die wütende Grundstimmung allerdings kaum milderte.

    “Wir sind eine Gruppe von Alphatieren. Da ist es manchmal so, dass es Probleme gibt.”
    Niklas Stark, stellvertretender SVW-Kapitän

    Binnen weniger Wochen sind die Grün-Weißen schließlich aus allen Träumen vom Europapokal gerissen worden. Nach der fünften Pleite am Stück – und nur einem Sieg in den zehn Pflichtspielen des neuen Jahres – ist die Euphorie der Hinserie verflogen. Frust, Ratlosigkeit und mitunter sogar Abstiegsangst machen sich breit. Auch, weil interne Streitereien und Eifersüchteleien die Stimmung trüben. Wie konnte es in der sonst notorisch heilen Werder-Welt so weit kommen?

    Weitere Informationen

    Wolfsburgs Patrick Wimmer bejubelt einen Treffer. © IMAGO / regios24

    Der Österreicher sorgt für einen schmeichelhaften Erfolg des VfL an der Weser. Werder vergibt reihenweise Topchancen und verliert zum fünften Mal in Folge.
    mehr

    “Wir sind eine Gruppe von Alphatieren”, sagte Niklas Stark, der den verletzten Marco Friedl als Abwehrchef und Kapitän momentan vertritt. “Da ist es manchmal so, dass es Probleme gibt.” Eine einfache Erklärung, die weder der Tragweite noch der Ernsthaftigkeit der entstandenen Defizite gerecht wird. Wenn sich Spieler auf dem Platz zoffen, muss das nicht zwingend dramatisch sein.

    Wenn Spieler aber offensichtlich nicht mehr bereit sind, Fehler des Nebenmannes auszubügeln, wenn nicht mehr alle an einem Strang ziehen, geht es zu Lasten der Gruppe – und des Erfolgs. Wie es heißt, soll es gerade zwischen den erfahreneren Spielern rumoren.

    Trainer Werner übt öffentlich Kritik

    Cheftrainer Ole Werner deutete an, dass es Unstimmigkeiten schon in den vergangenen zweieinhalb Jahren seines Wirkens an der Weser gegeben habe: “Die kommen immer mal wieder, wenn die Ergebnisse ausbleiben.” Neu – und der Dringlichkeit angemessen – ist allerdings der öffentliche Diskurs des 36-Jährigen. Wenn notwendige Dinge manchmal auch etwas härter angesprochen würden, habe er nichts dagegen. “Das ist manchmal sogar ganz gut. Entscheidend ist, dass man trotzdem auf dem Platz alles füreinander tut. Und bereit ist, den anderen, der einen Fehler gemacht hat, zu unterstützen.”

    Ungewohnt offene Töne am Bremer Osterdeich, die offenbar Wirkung zeigen. Die Mannschaft präsentierte sich im Duell der Pokal-Pleitiers gegen Wolfsburg – Werder hatte bei Drittligist Bielefeld verloren, der VfL in Leipzig – jedenfalls geeint. Mitunter sogar als Team. Dass ein dummer Fehler von Keeper Michael Zetterer und ein Traumtor des doppelt erfolgreichen Patrick Wimmer die Niederlage besiegelten, war unter dem Strich unglücklich. Ein weiteres vergeigtes Heimspiel zementierte zugleich aber, dass Werder nach nur fünf Punkten in neun Partien der schlechteste Bundesligist dieses Jahres bleibt.

    Am 15. Spieltag, kurz vor Weihnachten 2024, waren die Grün-Weißen mit 25 Punkten noch Tabellen-Siebter. Jetzt, zehn Spieltage vor Ende der Saison, belegt Werder mit 30 Punkten Rang zwölf – 13 Zähler vor dem Relegationsplatz. 

    Weitere Informationen

    Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv © Colourbox Foto: -

    Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick.
    mehr

    Burke nach zwei Jahren wieder von Beginn an

    “Heute war das Auftreten der Mannschaft positiv”, erkannte Werner – trotz aller Unzulänglichkeiten im Abschluss gegen Wolfsburg – einen zarten Silberstreif am Horizont. Auch das Spielerische lobte er. “Das Einzige, was uns heute gefehlt hat, war, die gleiche Effektivität wie der Gegner.” Tatsächlich erlebten die 41.152 Zuschauer im Weserstadion einen anderen, einen frischen Geist und Zusammenhalt in der Mannschaft, die nicht nur nominell einen anderen Eindruck hinterließ.

    Der verletzte Marvin Ducksch wurde nach schwachen Leistungen in den vergangenen Wochen kaum vermisst. Neben dem zum fünften Mal wegen seiner Knie-Blessur fehlenden Friedl mussten auch die erkrankten Romano Schmid und Marco Grüll ersetzt werden. Einer der Nutznießer war Oliver Burke, der nach zwei Jahren mal wieder von Beginn an spielen durfte. Er brachte wie André Silva frischen Wind, obwohl auch sie wiederholt am bärenstarken “Wölfe”-Torhüter Marius Müller scheiterten.

    Schwachstellen: Immer gleiche Strukturen, kaum veränderter Kader

    Dennoch zahlte es sich aus, dass Werner – endlich! – mutiger aufstellte. Das Verharren in den immer gleichen Strukturen dürfte ein Schwachpunkt sein, den Fans und viele Kritiker beharrlich bemängeln. Dass Ducksch, um nur ein Beispiel herauszugreifen, in Topform unverzichtbar für Werder ist, dürfte jeder unterschreiben. Doch ein Ducksch in der Form der vergangenen Wochen ist kein Spieler, der den oft beschriebenen “Unterschied ausmacht”.

    Aber es ist nicht nur Ducksch, der auf rätselhafte Weise weit hinter seiner Normalform bleibt. Und das zeigt eine weitere Schwachstelle. Der Kader blieb vor der Saison weitgehend unverändert. Das zahlt auf etablierte Abläufe und Mechanismen ein, nicht aber auf neue Impulse und einen gesunden Konkurrenzkampf.

    Fritz: Trainer Werner steht nicht zur Diskussion

    Ein Kreativspieler als Pendant zu Romano Schmid wurde nicht geholt – oder konnte aus finanziellen Gründen nicht geholt werden. Die “Leihen” von Leipzig-Stürmer Silva und Issa Kaboré (Manchester City) waren ob der finanziellen Notwendigkeiten aus der Not heraus geboren. Wohlwissend, dass die Integration meist dauert, wie zuletzt bei Jens Stage und Senne Lynen erlebt.

    Trainer Werner sitzt gleichwohl fest im Sattel. Bei allem Unmut bei den grün-weißen Anhängern, rüttelt bei Werder niemand an seiner Position. “Das Trainer-Thema können wir direkt zumachen”, betont Geschäftsführer Clemens Fritz. “Er steht bei uns überhaupt nicht zur Diskussion.” Dabei gehört zur Wahrheit, dass der Nachfolger von Frank Baumann im neuen Job ebenso unter Druck steht wie Peter Niemeyer, der Fritz’ Job als Profifußball-Chef in dieser Saison übernommen hat.

    Herkules-Aufgabe bei Meister Leverkusen

    Überlegt, ruhig und gelassen hat der Schleswig-Holsteiner Werner in seinem ersten Jahr am Osterdeich den Aufstieg geschafft, und darauf folgende schwierige Phasen souverän gemeistert. Dass die derzeitigen Probleme und der drohende Niedergang an ihm nagen, ist dem Cheftrainer unter seiner Werder-Kappe nicht anzumerken.

    Nun aber muss er beweisen, dass er eine verunsicherte Mannschaft aufrichten und zurück in die Erfolgsspur bringen kann. Trotz aller Widernisse mit Verletzungen, Formdellen sowie spielerischer und mentaler Mängel soll ihm das nun ausgerechnet am Sonnabend bei Meister Bayer Leverkusen (15.30 Uhr, im NDR Livecenter) gelingen. Eine Herkulesaufgabe.

    Dieses Thema im Programm:

    Sportclub |
    02.03.2025 | 23:25 Uhr

    NDR Logo



    Source link

  • Warum Keeper Marius Müller ein schmerzhaftes Geheimnis

    Warum Keeper Marius Müller ein schmerzhaftes Geheimnis


    Wolfsburg. Dieser Mann ist ein echter und kerniger Kerl. 1,92 Meter groß, 85 Kilogramm schwer, ein Händedruck wie eine Schraubzwinge. Nerven? Kennt er nicht. So einen kann offenbar wenig bis nichts umhauen. Oder gibt‘s da doch doch etwas, so eine Art weiche, vielleicht sogar sensible Seite? Als Schiedsrichter Felix Brych im Weserstadion abpfiff, der 2:1-Sieg im Sack war, marschierten die Spieler des VfL in eine Richtung – in die ihres Keepers. Sie wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten für den eminent wichtigen Dreier bei Werder, dem Big-Point-Sieg, der den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten weiter träumen lässt von der Rückkehr ins internationale Geschäft.

    Weiterlesen nach der Anzeige

    Weiterlesen nach der Anzeige

    Der 31-Jährige hatte die Gastgeber mit gut einem halben Dutzend gewaltiger Paraden zur Verzweiflung gebracht, man konnte sogar den Eindruck gewinnen, dass die Mauer Müller an diesem Samstagnachmittag nicht zu bezwingen war. Dass Mitchell Weiser es dann am Ende doch noch gelang – geschenkt. Der einstige Schalker, von den eigenen Kollegen gefeiert, musste dann noch ein Bad nehmen vor der Gästekurve, die Wolfsburger Anhänger huldigten die Leistung ihres Keepers mit stimmungsvollen Sprechchören, die dazu führten, dass der Profi ein gekonntes Tänzchen auf den Rasen legte.

    Gegen Frankfurt brach er sich den kleinen Finger

    „Es tut gut, solche Momente zu erleben“, sagte er bescheiden, „ich will es einfach nur genießen. Ich genieße jeden Augenblick, jede Sekunde und jedes Training“, beschrieb er sein Seelenleben. Die Nummer 2 der Wolfsburger war gegen Bremen die große Nummer. Und das war keine Selbstverständlichkeit. Ganz nebenbei: Als er in den Katakomben der Arena stand, zeigte er seine linke Hand. Über den kleinen Finger hatte Müller einen blauen Gummiüberzug. Dann sagte er mit einem Schmunzeln: „Den habe ich mir bereits gegen Frankfurt gebrochen.“ Dann huschte ein kurzes Lächeln über sein Gesicht. „Den brauche ich nicht, um Bälle zu halten.“

    Weiterlesen nach der Anzeige

    Weiterlesen nach der Anzeige

    „Ich bin ein Spieler, der das Große und Ganze sieht“

    Nun hat Trainer Ralph Hasenhüttl nach eigener Aussage ein „Luxusproblem“. Seine Nummer 2 hält wie eine Nummer 1. Was passiert mit der Nummer 2, wenn die Nummer 1, Kamil Grabara, nach seiner Muskelverletzung wieder zurückkommt? Setzen Sie sich dann wieder brav auf die Bank, Herr Müller? Der Keeper legte eine kleine Denkpause ein, dann sagte er. „Netter Versuch. Den müssen Sie auch machen. Ich bin jetzt einfach happy, was kommen wird, wird man sehen. Ich bin ein Spieler, der das große Ganze sieht.“ Außerdem sei das „sowieso nicht meine Geschichte“. Soll heißen: Der Ball liegt nun bei Hasenhüttl.

    „Marius bleibt die Nummer 1 B. Nummer 1 A bleibt Kamil, er hat uns in dieser Spielzeit auch bereits einige Spiele gewonnen und bewiesen, dass er eine klare Nummer 1 ist.“

    Ralph Hasenhüttl

    VfL-Trainer

    Auch sein Trainer hatte bereits geahnt, dass die Frage nach der Rangfolge im Wolfsburger Tor kommen könnte. Und hatte die klare Replik bereits parat. Grabara, sollte er wieder zurückkehren, zum Beispiel bereits in der kommenden Partie gegen Aufsteiger FC St. Pauli, bleibt die Nummer 1, Müller muss dann wieder zurück auf die Bank. Aber seine Entscheidung verpackte der Österreicher hübsch mit einem Schleifchen. „Marius bleibt die Nummer 1 B. Nummer 1 A bleibt Kamil, er hat uns in dieser Spielzeit auch bereits einige Spiele gewonnen und bewiesen, dass er eine klare Nummer 1 ist.“ Dann betonte der 57-Jährige, dass er unglaublich happy darüber sei, dass er zwei so „außergewöhnliche“ Torhüter und er auch auf den andere Positionen gute und hochklassige Alternativen habe, die ihn dazu befähigen würden, verletzungsbedingte Ausfälle wie die des Kapitäns Maximilian Arnold gut auffangen zu können. Nicht ganz unwichtig im Endspurt der Liga, schließlich will Grün-Weiß das große Ziel Rückkehr ins internationale Geschäft mit aller Macht schaffen. Das kann aber nur – siehe Müller – gelingen, wenn personelle Ausfälle nicht zu einem Leistungsabfall führen.

    Und wenn dann auch noch so ein geerdeter und bescheidener Typ wie der Mann, den Doppelpacker Patrick Wimmer als „noch verrückter als ich“ bezeichnete, dafür sorgt, dass der VfL Spiele gewinnt, klingt das gut bis wunderbar.

    Weiterlesen nach der Anzeige

    Weiterlesen nach der Anzeige

    Apropos wunderbar: Dass Hasenhüttl seinen Jungs nach dem hart erkämpften Sieg zwei freie Tage kredenzte, gehört in diese Kategorie und wird Folgen haben. Denn Müller kündigte an, sich ins bunte Karnevalstreiben stürzen zu wollen, vielleicht sogar in der Hochburg Köln. Als was er sich denn verkleiden würde, wollte er dann allerdings nicht verraten. Das sei sein großes Geheimnis, sagte er. Vielleicht kramt Müller aus seiner Kostümkiste ein Superman-Trikot raus – das würde perfekt passen zu seinem Auftritt am Samstagnachmittag in Bremen.

    AZ/WAZ



    Source link

  • Warum die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg ein

    Warum die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg ein


    Kostenfrei bis 14:23 Uhr lesen

    Punktspiel-Pause

    Warum die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg ein spielfreies Wochenende haben

    Wolfsburg. Nach den Länderspielen ist vor der Bundesliga – so läuft es eigentlich bei den Fußballerinnen des VfL Wolfsburg. Diesmal nicht. Am Mittwoch kehrten die Nationalspielerinnen zwar von ihren Nations-League-Einsätzen zurück, starteten aber nicht wie üblich mit der Vorbereitung aufs nächste VfL-Spiel, sondern durften wie der Rest der Mannschaft drei Tage frei machen. Denn am kommenden Wochenende pausiert die Bundesliga – weil es der Rahmenspielplan so vorsieht.

    Weiterlesen nach der Anzeige

    Weiterlesen nach der Anzeige

    Hintergrund ist ein Überbleibsel im internationalen Spielkalender aus der Vor-Nations-League-Zeit. Bis vor wenigen Jahren bildete der Algarve-Cup so etwas wie das Februar-Highlight des internationalen Frauenfußballs, Top-Nationen wie USA, Deutschland oder Schweden waren dabei, wenn im Süden Portugals die durchaus begehrte Trophäe ausgespielt wurde. Weil die Spielerinnen in diesem Turnier auf bis zu vier Einsätze in kurzer Zeit kamen, baten die Bundesliga-Klubs um eine angemessene Regenerationsphase, die dann im Rahmenspielplan verankert wurde.

    Und dort steht sie immer noch, auch wenn der Algarve-Cup längst keine Rolle mehr spielt. Die Top-Nationalteams spielen zu dieser Zeit entweder in der Nations League oder beim „She-Believes-Cup“ in den USA, den in diesem Jahr erstmals das Team Japans gewann. Im entscheidenden Spiel gab es einen 2:1-Sieg gegen die Gastgeberinnen. Zum Kader des Siegers gehörten unter anderem auch Momoko Tanikawa (FC Bayern) und Remina Chiba (Eintracht Frankfurt), die nun zumindest den Vorteil haben, nach der Rückkehr nicht gleich wieder in der Bundesliga spielen zu müssen. Australien belegte hinter Kolumbien den letzten Platz bei dem Vier-Nationen-Turnier, musste dabei auf die künftige Wolfsburgerin Sharn Freier (Knöchelverletzung) verzichten.

    Die VfLerinnen steigen derweil am Samstag wieder ins Training, eine Woche später steht mit der Auswärtspartie bei RB Leipzig die nächste Liga-Aufgabe an, ehe drei Hammerspiele nacheinander folgen: Am Freitag, 14. März (16.55 Uhr) der Liga-Gipfel beim FC Bayern, am Mittwoch, 19. März (18.45 Uhr), das Champions-League-Viertelfinale in der VW-Arena gegen den FC Barcelona und am 27. März das Rückspiel in Spanien.

    Weiterlesen nach der Anzeige

    Weiterlesen nach der Anzeige

    Fest terminiert ist darüber hinaus bereits das Bundesliga-Heimspiel am Sonntag, 30. März, gegen die SGS Essen (18.30 Uhr). Anschließend steht wieder eine Länderspiel-Pause an – unter anderem mit der Nations-League-Partie der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag, 8. April (17.45 Uhr), in der Wolfsburger VW-Arena gegen Schottland.

    AZ/WAZ



    Source link

  • Warum das Spiel gegen St. Pauli die gesamte BVB-Saison entscheidet

    Warum das Spiel gegen St. Pauli die gesamte BVB-Saison entscheidet


    1. ruhr24
    2. BVB
    Eine Szene bei BVB gegen St. Pauli und RUHR24-Redakteur Nicolas Luik
    Das BVB-Spiel gegen St. Pauli am Samstag wird richtungsweisend. © David Inderlied/Kirchner-Media, Nicolas Luik/RUHR24, Collage: RUHR24

    Der BVB steht am Scheideweg. Und das Spiel auf St. Pauli ist richtungsweisend. Ein Kommentar.

    Dortmund – Für Borussia Dortmund steht am Samstag die ganze Saison auf dem Spiel. Warum der BVB beim FC St. Pauli unbedingt gewinnen muss, kommentiert RUHR24-Redakteur Nicolas Luik.

    Warum das Spiel gegen St. Pauli die gesamte BVB-Saison entscheidet

    Beim jüngsten 6:0-Kantersieg gegen Union Berlin dominierte der BVB die Schlussviertelstunde in einer Weise, die langjährige Beobachter kaum mehr für möglich hielten. Es waren glanzvolle 15 Minuten, die an bessere Zeiten erinnerten.

    Auffällig: Die Dortmunder griffen diesmal zu einfachen Mitteln wie Flanken aus dem Halbfeld, waren sich auch für den einen oder anderen Distanzschuss nicht zu schade – anstatt sich pausenlos am gegnerischen Sechzehner ins Nirwana zu „kombinieren“.

    BVB spielt plötzlich mit Selbstvertrauen und findet spielerische Lösungen

    Variables Offensivspiel macht weniger ausrechenbar. Zudem scheint die Defensive gefestigt: Nico Schlotterbeck und Emre Can harmonieren zusammen in der Abwehrzentrale und sorgen für Stabilität.

    Möglicherweise tritt endlich ein Trainer-Effekt beim BVB ein. Niko Kovac hat seine Mannschaft und einzelne Spieler zuletzt über alle Maßen öffentlich starkgeredet. So sehr, dass es schon befremdlich wirkte.

    BVB wie verwandelt: Haben wir gegen Union Berlin eine neue Borussia gesehen?

    Pascal Groß etwa bekam vor dem Spiel gegen Union Berlin ein Sonderlob, obwohl er in den Wochen zuvor enttäuscht hatte. Der Mittelfeld-Mann bedankte sich in offensiverer Rolle als üblich mit vier Tor-Vorlagen in einem Spiel. Das schafften seit Beginn der detaillierten Datenerfassung 2004/05 nur zwei weitere Spieler im deutschen Oberhaus.

    Hat der neue Trainer es tatsächlich geschafft, dem BVB ein neues Selbstverständnis zu vermitteln? Mehr Selbstvertrauen, mehr Gier und eine spielerische Identität? Klar ist: Es war „nur“ Union Berlin. Ein unangenehmer Gegner zwar, der aus sechs Bundesliga-Spielen in Dortmund aber noch keinen einzigen Punkt geholt hat.

    BVB steht in Hamburg am Scheideweg: Mit Sieg ist sogar die Champions League noch drin

    Entscheidend für den weiteren Saisonverlauf wird sein, wie der BVB sich am Samstag (1. März, 15.30 Uhr) beim FC St. Pauli präsentiert. Dortmund steht in Hamburg am Scheideweg.

    BVB-Newsletter abonnieren:

    Jetzt anmelden: Der kostenlose BVB-Newsletter von RUHR24 versorgt dich täglich mit den Top-News zu deinem Lieblingsverein.

    Im Erfolgsfall ist sogar die Qualifikation für die Champions League noch drin. Denn die potenziell stärksten Konkurrenten VfB Stuttgart und RB Leipzig schwächeln. Sie sind nur vier beziehungsweise sechs Punkte entfernt vom Revierklub.

    BVB-Niederlage in St. Pauli wäre erneuter Offenbarungseid: Grüßt wieder das Murmeltier?

    Der Rückstand auf den Viertplatzierten SC Freiburg beträgt sieben Punkte. Gewinnt der BVB auf St. Pauli, kann nach oben noch etwas gehen. Verliert die Kovac-Elf aber am Millerntor, ist die komplette Saison im Eimer.

    Dann war das Schützenfest gegen Union Berlin wieder nur eine Eintagsfliege. Das gewohnte Aufflackern eines Potenzials, das im darauffolgenden Spiel wie weggeblasen ist.

    BVB-Spieler jubeln gegen St. Pauli
    Der BVB hat den FC St. Pauli in der Hinrunde knapp mit 2:1 besiegt. © David Inderlied/Kirchner-Media

    BVB auf St. Pauli vor richtungsweisendem Spiel – Punkt-Verlust bedeutet Europa-Aus

    Dann herrscht die Gewissheit – sowohl intern als auch extern – dass auch der neunte Trainer in den vergangenen zehn Jahren diesem Verein keine Konstanz verleihen kann. Dass der BVB nicht so gut ist, wie er sich selbst wünschen würde. 

    Und rein rechnerisch ist es so: Die Spiele werden immer weniger. Mit jeder weiteren Niederlage oder selbst einem Remis wird es statistisch immer unrealistischer, überhaupt noch ins internationale Geschäft einzuziehen.

    BVB hat brutales Restprogramm: Deshalb ist ein Sieg auf St. Pauli elementar wichtig

    Zumal eine Siegesserie im Falle des Scheiterns auf St. Pauli wegen des knüppelharten Restprogramms unrealistisch ist. Der BVB muss noch in Leipzig, in Freiburg, in München, in Sinsheim und in Leverkusen ran!

    Wenn es die Mannschaft nicht schafft, bei einem Aufsteiger zu gewinnen, wie soll sie bei RB, beim FC Bayern und beim amtierenden Deutschen Meister bestehen? Versagt die Borussia auf St. Pauli, ist die Saison verloren.

    Deshalb ist es am Samstag von elementarer Bedeutung, weiter Fortschritte zu zeigen, Selbstvertrauen zu tanken und drei Punkte zu holen. Und so gestärkt in den schwierigen Saison-Endspurt zu gehen.

    Dieser Kommentar entspricht der Meinung des Autors und muss nicht die Ansicht der kompletten Redaktion widerspiegeln.



    Source link

  • Umbruch bei Manchester United? Warum Eintracht und Co.

    Umbruch bei Manchester United? Warum Eintracht und Co.


    1. Soester Anzeiger
    2. Sport
    3. Fußball

    Manchester United durchlebt seit einigen Jahren eine sportliche Durststrecke. Wird im nächsten Sommer eine Kurskorrektur erwartet?

    Manchester – Es war am vergangenen Spieltag ein Duell zweier klangvoller Namen, die sich aktuell im grauen Mittelfeld der Premier League aufhalten. Der FC Everton empfing Manchester United. Und es musste kommen, wie es kam: 2:2 stand final auf der Anzeigetafel. United belegt zwölf Spieltage vor dem Ende der Saison mit 30 Punkten Rang 15. Der Vorsprung zu Rang 18 ist mit 13 Punkten kleiner als der Abstand zu dem von Newcastle United belegten fünften Platz (14 Punkte Unterschied).

    Manchester United schraubt weiter an der großen Wende

    Unter dem mit viel Tamtam im November installierten Trainer Ruben Amorim gab es bisher nicht die erhoffte Wende. Der Portugiese steht nach 15 Spielen in der Premier League bei einem bitteren Ein-Punkte-Schnitt. Es ist vor allem die Bilanz im FA-Cup und in der Europa League, die alles noch etwas aufhübscht und den Klub auf eine Teilnahme an der Champions League (!) hoffen lässt.

    Wohin führt der Weg von Manchester United?
    Wohin führt der Weg von Manchester United? © IMAGO/Paul Greenwood/Shutterstock

    Verdient wäre ein solcher Erfolg aufgrund der Entwicklung der vergangenen Jahre nicht. Quo vadis, Manchester United? Der stolze Traditionsklub mit seinen rund 150.000 Mitgliedern sucht seit dem Ende der Ära Sir Alex Ferguson im Sommer 2013 nach einer Identität. Ob Louis van Gaal, José Mourinho, Erik ten Hag oder jetzt Amorim – gefunden hat den passenden Schlüssel für die Tür seitdem noch niemand. Daran ändern auch vereinzelte Triumphe in Europa League (15/16) oder nationalen Pokalwettbewerben nichts.

    Den Verantwortlichen muss klar sein: United ist im Mittelmaß der Premier League angekommen. Die glorreiche Vergangenheit? Sie bringt kein Konzept und keine Titel. Seit dem Einstieg von Ineos mit Eigentümer Sir James Arthur Ratcliffe vor rund einem Jahr herrscht noch mehr Unruhe und Chaos als je zuvor. Das Intermezzo von Ex-Manager Dan Ashworth (wurde nach wenigen Monaten wieder entlassen) ist ein Paradebeispiel für diese Entwicklung. Der Winter-Transfermarkt ging daher völlig schief, die Red Devils treten tabellarisch auf der Stelle.

    Manchester United sollte seine Transferstruktur ändern

    Ein Turnaround kann allerdings nur dann gelingen, wenn alle Parteien ehrlich und knallhart analysieren. Am schnellsten lassen sich Stellschrauben in der Transferpolitik drehen. Muss United in anderen Gewässern fischen gehen? Manchester gab im Sommer 2024 rund 250 Millionen Euro aus, konnte den Kader aber nicht für die Herausforderungen in der heimischen Liga rüsten. Was muss besser werden?

    Möglicherweise sollte der Klub akzeptieren und ehrlich kommunizieren, dass ein großer Umbruch nötig ist und dabei nicht mehr nur auf Namen geachtet wird. Akteure, die für rund 40 bis 60 Millionen Euro neu hinzukommen, müssen qualitativ deutlich stärker sein als diejenigen, die schon da sind.

    Genau diese Art Transfers gingen häufig schief. Trifft dies etwa auf die im vergangenen Sommer geholten Matthijs de Ligt, Noussair Mazraoui, Joshua Zirkzee oder Manuel Ugarte zu? Hier gibt es nach neun gemeinsamen Monaten durchaus viele Fragezeichen.

    Sollten Klubs wie Benfica Lissabon oder Eintracht Frankfurt daher als Vorbild für die nähere Zukunft dienen? Diese Vereine zeigen, wie es klappt: Talente frühzeitig entdecken, sie mit einem klaren Entwicklungsplan überzeugen, Vertrauen schenken und im Anschluss daran zum richtigen Zeitpunkt für das x-fache der gezahlten Summe verkaufen. United als „gehobener Entwicklungsverein“? Ein schlafender Riese, der durch eine Transferpolitik à la Markus Krösche geweckt werden muss? Es ist ein „Big Player“ mit großer Finanzkraft, der in das Rennen in dem schon heiß umkämpften Markt um Talente einsteigt.

    Vivell soll Transfergeschicke bei Manchester United lenken

    Was im ersten Moment merkwürdig klingt, ist möglicherweise der einzige Weg zurück in die Erfolgsspur. Die Hoffnung darauf, dass einer von etlichen 60-Millionen-Euro-Deals durch die Decke schießt? Er geht seit einem Jahrzehnt nicht mehr auf. United hat sich deshalb zu einer Art „Geldverbrennungsmaschine“ entwickelt. Spieler verlieren bei den Red Devils gefühlt an sportlicher Stärke, sie bringen die zuvor gezeigten PS viel zu selten auf die Straße. Bei der Einkaufspolitik fehlt eine klare Linie.

    Die aktuelle Mannschaft von Manchester hinkt daher allen sportlichen Erwartungen hinterher. Amorims Wunschvorstellung eines 3-4-3 passt nicht zum derzeitigen Kader. Dennoch kann sich der Klub kaum erlauben, das millionenschwere Projekt mit dem Portugiesen so schnell zu beenden. Allerdings ist der Geduldsfaden endlich. Amorim wird sich anpassen, kommunikativ geschickter und taktisch viel flexibler zeigen müssen, wenn er eine Zukunft in der Premier League haben will.

    Weitere Weichen wurden auf höherer Ebene von Ineos gestellt. Der auf vielen Ebenen aufgeblähte Klub hat sich schon von etlichen Mitarbeitern getrennt und möchte den aus dem Ruder gelaufenen Apparat weiter deutlich verschlanken. Der Klub teilte am vergangenen Montag mit, 200 Stellen zu streichen. Den sportlichen Mega-Umbruch soll der frühere Technische Direktor von RB Leipzig, Christopher Vivell, einleiten. Die Informationen von The Athletic, wonach er langfristig unterschrieben habe, decken sich mit denen von fussball.news.

    Im Optimalfall gelingt auf diese Art und Weise eine epochale Wende, die es im Nordwesten von England dringend benötigt. Kleinere Schönheitskorrekturen oder punktuelle Veränderungen? Sie bringen den nach Orientierung suchenden, großen Tanker Manchester United nicht nach vorne.



    Source link

  • BVB und Brandt: Warum es offen ist, ob er bleiben darf – WAZ

    BVB und Brandt: Warum es offen ist, ob er bleiben darf – WAZ


    1. BVB und Brandt: Warum es offen ist, ob er bleiben darf  WAZ News
    2. Meine Meinung: Der BVB ist ohne Brandt besser!  SportBILD
    3. Brandt beim BVB auf dem Abstellgleis – oder nicht?  sport.de
    4. Effenberg-Theorie im Doppelpass: Ein Dortmunder trotz BVB-Gala gegen Union der große Verlierer  EXPRESS
    5. Sorge um BVB-Star! Experte redet Klartext: „Was wird aus Julian Brandt?“  DER WESTEN



    Source link