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  • BVB: Klartext von Didi Hamann: Bis zu acht Spieler sollten

    BVB: Klartext von Didi Hamann: Bis zu acht Spieler sollten


    Borussia Dortmund hat mit 0:2 beim VfL Bochum verloren. Vor allem Mittelfeldspieler Julian Brandt musste sich viel Kritik anhören.

    Es war ein grottenschlechter Auftritt von Borussia Dortmund. Beim VfL Bochum, als Tabellenschlusslicht in den 22. Spieltag gegangen, verlor der mit etlichen Millionen-Stars gespickte BVB mit 0:2 (0:2).

    Bochums griechischer Stürmer Georgios Masouras war mit zwei Toren (33./35.) Matchwinner der Partie.

    Auf Seiten der Gäste hingegen hab es ausschließlich große Verlierer. In den Augen von TV-Experte Dietmar Hamann war der größte Julian Brandt.

    Diesmal nahm der Ex-Nationalspieler den sonst viel und gern gescholtenen Kapitän Emre Can sowie Innenverteidiger Nico Schlotterbeck von der Kritik aus: „Die musst du noch in Schutz nehmen. Die haben sich ja dagegengestemmt.“ Die volle Breitseite bekam hingegen Mittelfeldspieler Brandt ab. „Was der gespielt hat, war unterirdisch“, polterte Hamann in der Analyse des Bezahlsenders Sky.

    Der BVB habe „einfach zu viele Schönspieler“ in seinen Reihen. Und da zählte er Brandt dazu. Für Hamann sollten Auftritte wie der in Bochum Konsequenzen für Verein und Spieler haben: „Du musst irgendwann mal sagen bei diesen Spielern: ‚Es ist genug!‘ Dann musst du einen Schnitt machen und die Spieler ersetzen.“

    Das dürfe zwar teuer werden, denn Hamann schloss „fünf, sechs, sieben, acht“ Dortmunder Akteure ein, auf die Borussia Dortmund ab Sommer nicht mehr bauen solle. Und aufgrund der immer unwahrscheinlicher werdenden Qualifikation für die Champions League könne der BVB auf dem Transfermarkt wohl keine großen Sprünge machen. Für Hamann keine Ausrede: „Mit der Truppe so wie sie zusammengestellt ist, ist Hopfen und Malz verloren.“

    Mit so einer Mannschaft habe auch ein Trainer nur eine schlechte Chance: „Die brauchen keinen Trainer, die brauchen einen Zauberer.“ Beim BVB müsse sich Grundlegendes ändern. Denn im Vergleich zum 3:0-Sieg in den Play-offs der Champions League in unter der Woche wirkte die Mannschaft wie ausgewechselt. Aber: „Du musst in Dortmund alle drei Tage Leistung bringen. Dafür werden die da bezahlt und dafür hat man die Spieler auch gekauft.“

    Brandts Nicht-Leistung bei der Niederlage in Bochum wog umso schwerer, weil sein Trainer Niko Kovac ihm vor dem Spieltag ein deutlich größeres Potenzial nachgesagt hatte: „Wir sind uns alle glaube ich einig, dass Jule neben Wirtz und Musiala in diese Range dazugehört.“ Davon ist der 47-malige Nationalspieler derzeit Lichtjahre entfernt.



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  • VfL Bochum: Kuriose Hecking-Tabelle lässt Borussia Dortmund

    VfL Bochum: Kuriose Hecking-Tabelle lässt Borussia Dortmund


    Sirtaki im Ruhrstadion! Das 2:0 des VfL Bochum gegen Borussia Dortmund war überlebenswichtig für den VfL – und auch Dieter Hecking hat einen kuriosen Sieg errungen.

    Vereine bemühen immer wieder gerne die Tabelle über die Amtszeit des eigenen Trainers, um den Fortschritt zu dokumentieren. In diesem Fall war es zwar das Portal “diefalscheneun”, den VfL Bochum dürfte es trotzdem freuen.

    Seit Anfang November ist Dieter Hecking Trainer des VfL Bochum. Den Sieg am grünen Tisch gegen Union Berlin nicht mitgerechnet, hat Hecking bisher 13 Punkte als VfL-Trainer geholt: drei Siege, vier Unentschieden, drei Niederlagen.

    In 13 Spielen eine solide Bilanz, auf die der Tabellenletzte jedoch noch etwas draufpacken muss, wenn er zumindest Platz 16 und damit die Relegationsspiele erreichen will. Das könnte man aber auch über Borussia Dortmund sagen.

    Denn während Hecking mit dem 2:0 über den BVB seine Punkte elf, zwölf und 13 als VfL-Trainer eingefahren hat, steht der BVB in der Hecking-Amtszeit ebenfalls bei 13 Zählern. Das ist natürlich viel zu wenig für das ausgerufene Minimalziel Champions League.

    “Wir stehen zu elft auf dem Platz. Wir müssen das zu elft hinkriegen. Wir müssen Leistung bringen, nicht Ausreden woanders suchen. Es stehen elf Spieler auf dem Platz, die genügend Qualität haben, in Bochum zu bestehen und dort auch zu gewinnen. Bochum spielt Mann gegen Mann. Da heißt es, die Basics auf den Platz bringen. Zweikämpfe annehmen, Zweikämpfe führen, Zweikämpfe gewinnen. Wir können nicht einmal in zwei Wochen eine gute Leistung bringen, sondern wir müssen sie alle drei bis vier Tage zeigen. Wenn du weißt, was dich in Bochum erwartet, dann musst du das Spiel annehmen. Das haben wir nicht geschafft. In den ersten zehn Minuten kamen wir gefühlt nicht einmal aus der eigenen Hälfte. Wir sind gerade in einem Strudel”, sagte ein enttäuschter BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck nach dem Spiel.

    Georgios Masouras auf der Gegenseite war der Matchwinner für den VfL Bochum. Es lief wieder der Sirtaki im Ruhrstadion – mit der Hoffnung auf bessere Zeiten. Der Grundstein ist gelegt.



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  • VfL Bochum: Keeperwechsel gegen den BVB – vier Stammspieler

    VfL Bochum: Keeperwechsel gegen den BVB – vier Stammspieler


    Ausgerechnet vor dem Derby gegen den BVB muss der VfL Bochum im Abstiegskampf auch noch erhebliche personelle Probleme verkraften.

    Derbyzeit an der Castroper Straße. Am Samstag (15:30 Uhr) empfängt der VfL Bochum in der Fußball-Bundesliga Borussia Dortmund. Zwei Teams treffen aufeinander, die beide ihren Zielen in der Liga hinterherlaufen.

    Der VfL geht gar erneut als Tabellenletzter in die Partie und steht zu Hause speziell unter Druck, da der Mannschaft von Trainer Dieter Hecking in der Fremde einfach kein Sieg gelingen will.

    Auch in Kiel gab es nicht den ersten Auswärtsdreier, daher stehen die Bochumer im heimischen Ruhrstadion richtig unter Druck. Da passt es gar nicht, dass Hecking mit Myron Boadu, Felix Passlack und Maximilian Wittek und dem kurzfristig erkrankten Keeper Patrick Drewes vier Stammspieler auf einmal ersetzen muss. Für Drewes wird Timo Horn im Tor stehen, Paul Grave wird Torwart Nummer zwei gegen Borussia Dortmund.

    Auf der Pressekonferenz vor der Partie sagte er mit Blick auf diese Personalien: “Wir haben ein paar personelle Probleme und müssen daher etwas improvisieren. Aber wir wollen nicht herumjammern, es kommen nun halt andere Spieler auf den Platz. Die Mannschaft wird ein gutes Derby spielen. Ich habe ein gutes Gefühl, dass die, die reinkommen werden, es gutmachen wollen. Das ist die Grundvoraussetzung. Im Fußball gehören Verletzungen und Sperren dazu.“

    Und an Horn gerichtet, gab es noch einen flotten Spruch von Hecking: „Es ist ein geiles Spiel, wenn du lange nicht gespielt hast und dann im Derby auf dem Platz sehen kannst. Timo braucht keine Wunderdinge machen, er muss nur zu Null spielen.“

    So könnte der VfL Bochum gegen den BVB spielen

    Horn – Oermann, Ordets, Masovic, Bernardo – Sissoko, Krauß – Masouras, Bero, Holtmann – Hofmann

    Es fehlen: Boadu (Muskelverletzung), Passlack (Augen-OP), Wittek (5. Gelbe Karte), Drewes (krank)

    Sperren drohen: Hofmann, Passlack

    Was gegen die Offensive des BVB sicher kein Selbstläufer wird, Hecking hat großen Respekt vor dem Rivalen: „Wir wissen, dass Borussia Dortmund eine hohe individuelle Qualität im Kader hat, die sie in der Liga leider nicht abgerufen haben.”

    Der Plan des Bochumer Coaches: “Wir werden versuchen, die Räume sehr eng zu gestalten, sie in ein intensives Spiel zu bringen. Der BVB hat gute Spieler, wir haben aber auch welche, die da gegenhalten können. Wir wollen das Spiel gestalten.“



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  • Bundesliga: Nach Pleite beim VfL Bochum – Ex-Spieler

    Bundesliga: Nach Pleite beim VfL Bochum – Ex-Spieler


    Nach der 0:2-Niederlage von Borussia Dortmund beim VfL Bochum erntet der BVB Spott. Auch Ex-Profi Max Kruse teilt aus.

    Dass Max Kruse und Niko Kovac keine guten Freunde sind, ist hinreichend bekannt. Beim VfL Wolfsburg begegneten sich der Ex-Profi und der heutige Trainer von Borussia Dortmund. Damals war Kovac noch Coach der Wölfe, wo Kruse als Stürmer unter Vertrag stand. Kovac sägte Kruse ab, das Verhältnis der beiden war fortan stark belastet.

    Das bekam der BVB-Trainer am Samstag nach der Niederlage in Bochum über Soziale Medien zu spüren. Bei Instagram postete Ex-Nationalspieler Kruse eine Story. Dabei läuft auf einem TV-Bildschirm die Partie der Dortmunder beim Revier-Nachbarn VfL. Auch das Ergebnis (0:2) ist dabei dabei zu sehen. Kruse sing – auf die Melodie von „Seven Nation Army“ von „The White Stripes“ – „Oh Niko Kovac, Oh Niko Kovac – Quatsch!“. Beinahe entschuldigend steht darunter „Sorry, aber ich kann nicht anders.“

    Den Spott muss sich Dortmunds neuer Coach, der so schlecht in seine Amtszeit gestartet ist wie zuletzt Timo Konietzka vor 41 Jahren, nun wohl gefallen lassen. Doch Kruses verbale Attacken begleiten den Kroaten bereits seit dem Zeitpunkt, als bekannt wurde, dass sich die Borussia mit ihm als Nachfolger für den geschassten Nuri Sahin beschäftigt.

    In seinem Podcast „Flatterball“ sagte er: „Er ist mein Favorit für Dortmund, damit der Verein auch mal merkt, was Krise eigentlich wirklich bedeutet. Da wird Friede, Freude, Eierkuchen vorbei sein.“ Dem Revier-Verein gab er mit auf den Weg: „Jeder, der sich das antun möchte, kann das machen. Dass es von Erfolg gekrönt ist, bezweifle ich ganz stark.“ Die nächste Breitseite gegen seinen alten Trainer.

    Als der VfL Wolfsburg Kovac im März 2024 feuerte, war auch dieser Vorgang Thema in Kruses Podcast. Damals sagte der frühere Stürmer von unter anderem Borussia Mönchengladbach, Werder Bremen und Union Berlin, Kovac sei „charakterlich absolute Katastrophe“. Ein besonderes Augenmerk hatte Kruse wohl auf eine Besonderheit in der Vita des Trainers geworfen: „In all seinen Vereinen, in denen er Trainer war, hat er relativ schnell einen unumstrittenen Spieler rasiert. In Monaco Kapitän Wissam Ben Yedder, Alex Meier bei Eintracht Frankfurt, bei Bayern Thomas Müller. Und dann halt mich bei Wolfsburg.“



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  • Viktoria Köln: Aufstieg in die 2. Bundesliga? “Das wäre…

    Viktoria Köln: Aufstieg in die 2. Bundesliga? “Das wäre…


    Der FC Viktoria Köln macht einfach weiter und eilt von Sieg zu Sieg. Das 3:1 gegen Alemannia Aachen war der sechste Dreier in den letzten acht Spielen.

    24 Spiele und 39 Punkte! Der FC Viktoria Köln stapelt weiter tief, kommt aber nicht mehr drumherum, dass die Außenstehenden die Viktoria im Kampf um die 2. Bundesliga dazu zählen.

    Allerspätestens nach dem 3:1-Sieg gegen Alemannia Aachen dürfte der Letzte verstanden haben, dass mit dieser Viktoria zu rechnen ist. Der Mannschaft von Olaf Janßen ist in dieser Saison alles zuzutrauen.

    Sportdirektor Stephan Küsters sagte noch am Freitagabend: “Träumen darf man, glaube ich immer, auch im Fußball. Es kann ganz schnell gehen, sowohl in die positive als auch in die negative Richtung. Letztendlich dürfen wir aber nicht von der 2. Liga träumen, das Umfeld und die Fans dürfen das. Aber wir tun gut dabei, wenn wir besonnen bleiben.” Am Samstag betonte er gegenüber RevierSport: “Erst wenn wir die 45-Punkte-Marke erreichen, können wir uns über andere Dinge unterhalten.”

    Noch fehlen der Viktoria zu dieser Marke sechs Zähler. Lex-Tyger Lobinger, der gegen Aachen sein 11. Saisontor erzielte, sagte nach dem Erfolg über die Alemannia: “Wir gucken von Spiel zu Spiel. Wir wollen uns nicht versteifen, müssen bodenständig bleiben. Aber, klar: Wir wollen den Flow genießen.” Zwei Zähler sind es derzeit auf den 1. FC Saarbrücken, der in zwei Wochen bei der Viktoria gastiert.

    Und was ist nun mit einem möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga, Herr Lobinger? Der Stürmer antwortete: “Das wäre unglaublich, unserem Trainer Olaf Janßen diesen Traum zu schenken.” Der 58-Jährige wird bekanntlich Köln-Höhenberg nach viereinhalb Jahren im Sommer 2025 verlassen.

    Bis dahin mischt Janßen aber mit seiner Mannschaft noch ordentlich im Aufstiegskampf der 3. Liga mit. Er sagte nach dem 3:1 über Aachen: “Es macht aktuell einfach viel Spaß. Es ist toll zu sehen, wie weit die Mannschaft mittlerweile ist und auch nach einem 0:1-Rückstand stabil bleibt. Wir schauen aber weiter von Spiel zu Spiel.”



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  • Borussia Dortmund: Didi Hamann holt zum Rundumschlag gegen BVB-Profis aus

    Borussia Dortmund: Didi Hamann holt zum Rundumschlag gegen BVB-Profis aus


    Borussia Dortmund verliert das erste Spiel unter Neu-Trainer Niko Kovac. Sky-Experte Didi Hamann wählte nach dem 1:2 gegen Stuttgart klare Worte.

    Didi Hamann gilt als Mann, der seine Meinung mithilfe von klaren Worten kundtut, der nicht viel drum herumredet. So auch nach dem 1:2 von Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart an diesem Samstag. Als der Ex-Profi das Spiel bei Sky in seiner Rolle als TV-Experte analysierte, wiederholte er sich mehrfach. Die BVB-Spieler müssten „endlich erwachsen werden“, sagte Hamann immer wieder.

    Anlass dafür war die Leistung, die Dortmund bei der Heimpleite im ersten Spiel unter Niko Kovac geboten hatte. „Sie wollten heute, aber sie konnten in gewissen Situationen einfach nicht.“ Nachdem der BVB durch ein Eigentor von Waldemar Anton (50.) und einen Treffer von Jeff Chabot (61.) mit 0:2 in Rückstand geraten war, kam der Gastgeber nur noch zum Anschlusstreffer durch Julian Brandt (89.).

    „Du hattest nie das Gefühl, dass sie ein zweites Tor machen. Es war kein Pech. Sie haben wieder verdient verloren“, resümierte Hamann. Der 51-Jährige weiter: „Sie wollten keine Fehler machen unter dem neuen Trainer. Dabei müssen sie die Handbremse lösen und einfach mal machen.“

    Nach der vierten Niederlage im sechsten Bundesligaspiel des Jahres rückt die Qualifikation für die Champions League weiter in die Ferne. Dass der BVB nur auf einem enttäuschenden elften Platz steht, lastet Hamann trotz der Nebengeräusche in der Führungsetage und der Trainerwechsel in erster Linie der Mannschaft an. „Der Trainer kann sie unterstützen, ihnen gut zureden. Aber, selbst wenn er den besten Matchplan hat: Auf dem Platz sind sie auf sich alleine gestellt und müssen Verantwortung übernehmen.“

    Am Gegner aus Stuttgart könne sich der BVB ein Beispiel nehmen. „Sie sind vor 18 Monaten fast abgestiegen, haben unter der Woche noch gespielt. Sie kommen hierhin, ackern, haben nicht viele Torchancen, aber sind effektiv.“ Den BVB kritisierte Hamann hingegen deutlich. „Wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen, gehören sie zu den schlechtesten Teams der Liga.“

    Vor allem gegen die Führungsspieler teilte er aus: „Guirassy kommt im Sommer für viel Geld. Dann muss er halt auch mal aus dem Nichts ein Tor machen. Das Selbstvertrauen dafür musst du dir erarbeiten.“ Neben Guirassy zählte Hamann auch die Sommer-Zugänge Waldemar Anton und Pascal Groß an. „Ich habe immer gesagt, dass ich den BVB besser sehe als er in der Tabelle steht. Aber allmählich fange ich an zu zweifeln, ob die Spieler so gut sind, wie ich gedacht habe.“

    Die Realität des BVB heißt jedenfalls Platz elf, die Champions-League-Ränge liegen in weiter Ferne. Die Zeit, Kritikern wie Hamann eines Besseren zu belehren, wird knapper.



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  • 2. Bundesliga: Nächste Pleite – Preußen Münster schenkt…

    2. Bundesliga: Nächste Pleite – Preußen Münster schenkt…


    Der SC Paderborn darf wieder vermehrt auf den dritten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga hoffen.

    Nach vier Heimniederlagen zuletzt gewann der SCP gegen Preußen Münster mit 2:0 (0:0) und rückt zumindest vorläufig auf einen Punkt an einen direkten Aufstiegsplatz heran.

    Marvin Mehlem (81.) und Ilyas Ansah (84.) entschieden die umkämpfte Partie gegen den Aufsteiger, der als Tabellen-15. nach der dritten Niederlage in Folge unter Druck gerät.

    Vier Heimpleiten in Serie und trotzdem Aufstiegshoffnung – in dieser kuriosen Lage wollte Paderborn dominant auftreten. Allerdings ließ der SCP die erste Hälfte der ersten Halbzeit quasi ereignislos vorbeiziehen, erst ein Schuss von Mehlem (23.) konnte mit viel Wohlwollen als Torannäherung bezeichnet werden. Münster stand gut und sah sich nicht im Zwang, mehr zu tun.

    Die riesige Chance zur Führung ließen sich die Gäste dann auch von Paderborn servieren. Florian Pick nahm einen verunglückten Rückpass auf, schlug einen Haken und lupfte den Ball über Markus Schubert hinweg – allerdings auch übers Tor (34.). Schubert parierte kurz vor der Pause gegen Etienne Amenyido (43.).

    Paderborn spielte danach deutlich besser. In einer Druckphase traf Mehlem aus 13 Metern den Pfosten (48.). Es reichte aber zunächst nicht, um die Abwehr der Preußen entscheidend ins Wanken zu bringen. Nach einem Zuspiel von Ansah in der Schlussphase zielte Mehlem dann genau, der 20-jährige Ansah selbst legte drei Minuten später trocken nach.



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  • 2. Bundesliga: Magdeburg beendet Heimmisere gegen…

    2. Bundesliga: Magdeburg beendet Heimmisere gegen…


    Nach 15 sieglosen Partien kann der 1. FC Magdeburg daheim wieder jubeln. Und das ausgerechnet gegen den Tabellenführer.

    Die Heimmisere des 1. FC Magdeburg ist nach knapp einem Jahr ohne Erfolg im eigenen Stadion beendet. Gegen den 1. FC Köln gelang dem Team von Christian Titz ein 3:0 (0:0). Daniel Heber (73. Minute) traf vor 27.055 Zuschauern in der ausverkauften Avnet-Arena per Kopf zur Führung. Mohammed El Hankouri (79.) erhöhte. Samuel Loric (90.+2) markierte den Endstand. Damit schob sich der FCM in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga bis auf zwei Zähler an Köln heran und ist punktgleich hinter Hamburger SV Dritter.

    Das Kölner Team von Gerhard Struber kam gut in die Partie. Florian Kainz (4. Minute) zwang FCM-Torhüter Dominik Reimann mit einem Distanzschuss aus 20 Metern zu einer Glanzparade. Danach legte Timo Bernd Hübers auf Mathias Olesen (13.) ab, der gleich zweimal aus kurzer Distanz an Reimann scheiterte. Köln dominierte und hatte vor allem im Mittelfeld die Kontrolle übers Spiel. Gefährlich wurde es für die Gastgeber besonders bei den vielen Ballverlusten im Spielaufbau.

    Dennoch jubelten zuerst die Magdeburger – allerdings zählte das vermeintliche 1:0 nicht. Livan Burcu (18.) setzte sich halbrechts durch, seine Eingabe verwertete Alexander Ahl-Holmström. Doch der Unparteiische sah bei Burcu eine Abseitsposition, was via Videobeweis auch bestätigt wurde.

    Spiel unterbrochen

    Nach dem Wechsel musste die Partie in der 50. Minute nach Abbrennen von Pyrotechnik aus dem FCM-Lager kurzzeitig für drei Minuten unterbrochen werden, da die Sicht unzureichend war. Die Magdeburger waren plötzlich voll da. Martijn Kaars (52.) bekam jedoch nicht genug Druck auf seinen Kopfball, so dass FC-Keeper Marvin Schwäbe keine Mühe hatte. Besser machte es dann Heber per Kopf (73.), der einen Freistoß von Baris Atik verwertete. Dann staubte El Hankouri (79.) zum 2:0 ab, ehe Loric (90.+2) die endgültige Entscheidung besorgte.

    Trainer Titz wird es freuen. Es war das 100. Zweitligaspiel für den 53-Jährigen. Am 12. Februar 2021 hatte Titz den 1. FCM in der 3. Liga auf dem vorletzten Tabellenplatz übernommen und bis in die Spitze der zweiten Liga geführt.



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  • Borussia Dortmund: Achtelfinale in Sicht – Schwacher Start, enorme Steigerung

    Borussia Dortmund: Achtelfinale in Sicht – Schwacher Start, enorme Steigerung


    Borussia Dortmund startet desolat gegen Sporting Lissabon, dreht aber noch auf. Das 3:0 ist eine perfekte Ausgangslage für das Rückspiel.

    33 Jahre ist Pascal Groß schon alt, aber als spätberufener Profifußballer erlebt er noch immer erste, besondere Momente – und freut sich darüber, als stünde er erst zu Beginn seiner Karriere. Wie am Dienstagabend in Lissabon, als er seinen Champions-League-Premierentor mit einem Jubellauf zur Eckfahne beschloss.

    Es war ein ganz wichtiger Treffer, der Borussia Dortmund mit einem Bein in das Achtelfinale brachte. Der BVB gewann das Play-off-Hinspiel bei Sporting Lissabon dank Toren von Groß (68.), Serhou Guirassy (60.) und Karim Adeyemi (82.) mit 3:0 (0:0) und hat eine perfekte Ausgangsposition für das zweite Duell kommenden Mittwoch in Dortmund geschaffen.

    Ein Sieg, der auch Niko Kovac gut tun dürfte. Der neue Trainer braucht ja schnell Resultate, damit der gewünschte Effekt der Verpflichtung des erfahrenen Fußballlehrers nicht gleich verpufft. Anderthalb Wochen betreut der 53-Jährige inzwischen den BVB und musste gleich bei seiner Premiere gegen den VfB Stuttgart (1:2) einen Dämpfer hinnehmen – und feierte nun seinen ersten Sieg.

    BVB mit Svensson und Schlotterbeck, Sporting ohne Györekes

    Im Vergleich zur Niederlage gegen Stuttgart nahm Kovac zwei Änderungen vor. Der in der Bundesliga gesperrte Nico Schlotterbeck verteidigte anstelle von Waldemar Anton. Winter-Neuzugang Daniel Svensson ersetzte den verletzten Ramy Bensebaini, der wegen einer Muskelverhärtung nicht nach Portugal geflogen ist.

    Der andere neue Profi, Carney Chukwuemeka, stand derweil erstmals im Kader. Sportings Top-Stürmer Viktor Györekes (34 Tore in 34 Pflichtspielen) stand aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht in der Anfangsformation.

    Kovac hatte vor einer „spielstarken Mannschaft, die den Ball gut zirkulieren lässt“ und genau so präsentierte sich Sporting auch. Die Anfangsphase gehörte im Estadio Jose Alvalade den Portugiesen. Schon nach neun Minuten hätten sie in Führung gehen können. Da verschätzte sich Emre Can, Matheus Reis flankte von der Grundlinie und an der Kante zum Fünf-Meter-Raum zog Györekes-Vertreter Conrad Harder gleich ab. Schlotterbeck blockte den Schuss in höchster Not.

    BVB gegen Sporting in der ersten Halbzeit harmlos

    Dortmund machte es Lissabon zu einfach, fand kaum Zugriff auf Spielmacher Francisco Trincao, der einmal aus vollem Lauf einen Lupfer-Pass auf den Rasen malte – feinste Dienstagabend-Unterhaltung. Die BVB-Profis bestaunten Sportings Angriffe aus bester Lage. Wie Maxi Araujos Dribbling durch das Mittelfeld, das beinahe mit dem Führungstor endete. Der Schuss etwa 20 Metern knallte jedoch ans Lattenkreuz (15.).

    Sonst stand Harder immer wieder im Fokus: als Julian Ryerson im Sechzehner gerade noch vor dem Dänen klärte, und als Gregor Kobel dessen wuchtigen Distanzschuss wie ein Volleyball-Spieler wegpritschte (35.). Die beiden BVB-Chancen: Jamie Gittens, der die rechte Torecke um einen halben Meter verpasste (38.), und ein abgefälschter Versuch von Serhou Guirassy, den Rui Silva über die Latte lenken musste.

    So konnte es nicht weitergehen. Und Kovac setzte in der Pause offenbar die richtigen Hebel in Bewegung. Der BVB presste nun weiter vorne, womit Sporting Probleme hatte. Die Dortmunder waren zu Beginn der zweiten Halbzeit klar verbessert, sie kombinierten plötzlich.

    Wie bei der Flanke von Marcel Sabitzer, die Guirassy auf Karim Adeyemi ablegte, der noch an Silva scheiterte. Dann aber die verdiente Führung: Julian Brandt flankte, Guirassy köpfte in die lange Ecke ein – 1:0 (60.).

    BVB: Karim Adeyemi schießt sogar noch das dritte Tor

    Und es wurde sogar noch besser. Diesmal war es Guirassy, der auf dem Flügel auftauchte, eine scharfe Hereingabe schlug und als Vorbereiter in Erscheinung tritt. Am zweiten Pfosten war nämlich Pascal Groß eingelaufen. Der Mittelfeldspieler drückte den Ball aus wenigen Metern über die Linie (68.). Sporting hatte der klaren Dortmunder Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel nichts mehr entgegen zu setzen. Adeyemi schoss sogar noch das dritte Tor (82.).



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  • Stabilität dank Can: Neue Position für den BVB-Kapitän

    Stabilität dank Can: Neue Position für den BVB-Kapitän


    Emre Can hat sich in der Innenverteidigung von Borussia Dortmund festgespielt. Auf der neuen Position kann der Kapitän dem BVB deutlich mehr helfen.

    Das ungewohnte Lob kam von höchster Stelle, doch Emre Can blieb ganz bescheiden. „Wenn er so weitermacht“, sagte Trainer Niko Kovac über seinen Kapitän, der vom Mittelfeld in die Abwehrzentrale umgezogen ist, „ist er sicherlich derjenige, der die Position im Moment am besten bekleidet.“

    Das mag seltsam klingen, immerhin hat Borussia Dortmund in der Innenverteidigung neben dem gesetzten Nico Schlotterbeck noch die potenziellen Nationalspieler Waldemar Anton und Niklas Süle zur Verfügung. Doch Can, der in der Vergangenheit oftmals arg kritisiert worden war, harmoniert derzeit hervorragend mit Schlotterbeck – und steht als gelernter Mittelfeldspieler in der Hierarchie der Innenverteidiger vor der namhaften Konkurrenz.

    „Mit Emre kannst du eine hohe Kette spielen, weil er schnell ist“, lobte Schlotterbeck, der aufgrund der besseren Technik meist den Spielaufbau übernimmt. Bereits unter Kovacs Vorgänger Nuri Sahin spielte Can mitunter in der Abwehr. „Ich finde, er macht das mit und gegen den Ball gut, hat eine hohe Geschwindigkeit“, lobte Schlotterbeck.

    Am Dienstag in der Champions League beim 3:0 bei Sporting Lissabon blieb der BVB erstmals seit Ende November ohne Gegentreffer. Stürmer Viktor Gyökeres, von zahlreichen europäischen Spitzenteams begehrt, hatte in Laufduellen mit Can mehrfach das Nachsehen. Chancen ließen der Kapitän und die gesamte Dortmunder Abwehr in Portugal kaum zu, mit dieser neuen Stabilität will der BVB nun in der Bundesliga eine Aufholjagd starten.

    Er sei sicher, betonte Can, dass Anton und Süle ihre Sache ebenso gut machen würden. Er spiele dort, wo ihn der Trainer aufstelle, und an seiner Herangehensweise ändere sich sowieso nie etwas. „Alles reinhauen“, lautet Cans Devise, auch in der Liga beim VfL Bochum am Samstag (15.30 Uhr/Sky) wird der Kapitän wieder in der Innenverteidigung spielen.

    Dort ist Can derzeit wertvoller als auf seiner angestammten Position im Mittelfeldzentrum, auf der er immer wieder große Probleme offenbarte. Kovac sieht dort eher Pascal Groß und Marcel Sabitzer, Julian Brandt spielt ebenfalls zentral, aber weiter vorne. Aus der Abwehr heraus soll Can, dessen Wort Gewicht hat, das Spiel von hinten mit Übersicht lenken. Er kommuniziert viel mit Schlotterbeck und trägt so zur Stabilität bei.

    Es ist jedoch auch höchste Zeit, dass sich Dortmund fängt. Ein sicheres Gerüst fehlt dem BVB seit Saisonbeginn, 36 Gegentore in nur 21 Ligaspielen sind aberwitzig. Seit dem elften Spieltag hat Dortmund nicht mehr zu null gespielt, und in Bochum tut sich der BVB seit dem Aufstieg des VfL schwer.

    Der letzte Ligasieg beim Ruhr-Rivalen gelang im März 2010, zuletzt gab es in Bochum dreimal ein 1:1. Dabei braucht der BVB jetzt dringend eine Erfolgsserie für ein versöhnliches Ende einer bislang ganz schwachen Saison. Vielleicht ja mit Emre Can in ungewohnter Hauptrolle im Abwehrzentrum.



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