Wieder zumindest eine Halbzeit ordentlich gespielt, wieder zwei Dinger kassiert – und am Ende mit leeren Händen.
Vierte Niederlage in Folge, keinen eigenen Treffer erzielt. Klar, dass beim FC St. Pauli die Stimmung nach dem 0:2 gegen Borussia Dortmund im Keller war. Auch weil’s eine Szene gab, die alles hätte verändern können.
Elfer-Ärger und Torlos-Frust bei St. Pauli
Stark, wie St. Pauli den Champions-League-Teilnehmer in der ersten Halbzeit vor Probleme stellte – und in der 33. Minute sogar einen Elfmeter hätte bekommen können. Der Ball war zwar weit weg, doch Noah Weißhaupt wurde im Strafraum von Bensebaini klar umgerissen. Der VAR schaltete sich aber nicht ein. Und Schiri Tobias Stieler hatte die Szene nicht gesehen.
Nach Super-Solo-Tor: Kurioser Adeyemi-Jubel
Quelle: Bild01.03.2025
Die Proteste bei St. Pauli hielten sich in Grenzen, aber später keimte doch Ärger auf. Trainer Alexander Blessin: „Ich hab’s nur von fünzig Metern entfernt gesehen. Den kann man, glaube ich, geben. Ich muss mir das noch einmal genau angucken.“
Das tat Weißhaupt noch in der Mixed Zone an einem der Bildschirme, schüttelte dann den Kopf: „Ein klarer Elfmeter. Wenn ich das jetzt sehe, ist das noch ärgerlicher.“
Änderte allerdings alles nichts an der Tatsache, dass St. Pauli nach der Pause eine Viertelstunde lang die Dortmunder zu viel Schalten und Walten ließ – und die entscheidenden Tore durch Guirassy (51.) und Adeyimi (58.) fielen.
Blessin über die Entstehung des ersten Tores: „Darüber kann man debattieren, aber ich sehe es als klares Foulspiel. Trotzdem hatten wir die Möglichkeit, die Situation zu klären. Beim zweiten Tor waren wir zu naiv, den Ball können wir besser klären.“
Käpitän Jackson Irvine (31): „Wir sind nach der Pause viel zu tiefen hinten reingefallen, haben ihnen wieder zu viel erlaubt. Momentan passiert jede Woche das Gleiche. Wir müssen Antworten finden – und zwar schnell. Wir können die Spiele uns nicht so entgleiten lassen, müssen auf das große Ganze schauen.“
Hamburg – Der BVB hat beim FC St. Pauli mit 2:0 gewonnen. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit wenig Highlights gelang nach der Pause schnell der Doppelschlag zum 2:0. Diese Führung gab den Gästen Sicherheit und Souveränität, sodass der Sieg am Ende verdient ist. Von den Kiezkickern kam nach der Pause zu wenig nach vorne. Daher wurde es nicht mehr spannend. Für Borussia Dortmund ist es nach dem 6:0 gegen Union Berlin der zweite Bundesliga-Sieg in Folge.
BVB gegen FC St. Pauli Endstand 2:0 – Hier alle Details im Live-Ticker
15.26 Uhr: „Hells Bells“ ertönt und die Zuschauer erheben sich. Die Mannschaften betreten den Rasen.
15.22 Uhr: Die Pauli-Anhänger schwenken zahlreiche Fahnen auf ihrer Haupttribüne.
15.21 Uhr: Die Heimfans antworten lautstark auf die Schmähgesänge von den Gästen.
15.14 Uhr: Die Spieler haben ihr Aufwärmen beendet und gehen zurück in die Katakomben. In etwa 15 Minuten geht es los.
15.08 Uhr: Der Stadionsprecher verkündet die Startaufstellung des FCSP. Es wird laut.
15.07 Uhr: Derweil machen sich die Mannschaften auf dem Rasen warm.
15.05 Uhr: Das Stadion ist schon sehr gut gefüllt. Der Gästeblock macht ordentlich Betrieb. Die Fangesänge der BVB-Fans hört man bis in die Innenräume des Stadions.
14.57 Uhr: Niko Kovac wechselt in seiner BVB-Aufstellung heute nur einmal. Yan Couto ersetzt den erkrankten Julian Ryerson.
14.54 Uhr: Die Hausherren sind seit vier Pflichtspielen sieglos, verloren drei davon und blieben zuletzt sogar dreimal ohne eigenes Tor.
14.49 Uhr: St. Pauli hingegen liegt als Tabellen-15. vier Zähler vor dem Relegationsplatz. Somit brauchen auch die „Kiezkicker“ im Abstiegskampf jeden Punkt.
14.44 Uhr: Die Borussia (10.) liegt vor dem Spiel sieben Punkte hinter Platz vier. Ein Sieg beim Aufsteiger ist somit Pflicht.
14.39 Uhr: Der BVB will heute an das 6:0 gegen Union Berlin anknüpfen und erstmals in dieser Saison zwei Bundesliga-Spiele am Stück gewinnen.
14.34 Uhr: Die Bank der Hausherren: Voll – Saliakas, Dzwigala, Ceesay, Sinani, Afolayan, Banks, Albers
14.31 Uhr: So spielt der FC St. Pauli: Vasilj – Nemeth, Wahl, van der Heyden – Treu, Irvine, Smith, Ritzka– Weißhaupt, Eggestein, Saad
BVB gegen St. Pauli im Live-Ticker: Die Aufstellung ist da!
14.29 Uhr: Die Ersatzbank von Borussia Dortmund: Meyer – Anton, Svensson, Süle, Özcan, Brandt, Chukwuemeka, Duranville, Gittens
14.26 Uhr: Das ist die BVB-Aufstellung: Kobel – Couto, Can, Schlotterbeck, Bensebaini – Sabitzer, Groß – Adeyemi, Reyna, Beier – Guirassy
+++ Hallo und herzlich willkommen zum Live-Ticker für die Bundesliga-Partie zwischen dem FC St. Pauli und Borussia Dortmund. Der Anstoß erfolgt heute (1. März) um 15.30 Uhr im Millerntor-Stadion. RUHR24-Reporter Nico Lankau ist live vor Ort. +++
BVB gegen St. Pauli: Doppelter Mutmacher für Borussia Dortmund
Dortmund/Hamburg – Das Spiel gegen St. Pauli entscheidet die gesamte BVB-Saison, meint RUHR24-Redakteur Nicolas Luik. Im Erfolgsfall rücken die internationalen Plätze wieder in greifbare Nähe. Gut, dass es zwei Statistiken gibt, die Schwarz-Gelb Mut machen.
Statistik Nummer eins: Serhou Guirassy traf in der Rückrunde genauso häufig wie alle Kiezkicker zusammen! Der 28-Jährige, der beim 6:0 des BVB gegen Union Berlin vier Tore beisteuerte, kommt bislang auf sechs Treffer. Insgesamt durfte er im deutschen Oberhaus in dieser Saison 13-mal jubeln, wettbewerbsübergreifend sogar 23-mal.
Statistik Nummer zwei: St. Pauli verlor in der Bundesliga gegen keinen Verein öfter als gegen den BVB! Ganze zwölfmal unterlagen die Hamburger den Westfalen. Darüber hinaus traf kein Team öfter gegen Pauli als Borussia Dortmund. Stolze 35 Gegentreffer kassierten die „Boys in Brown“. Doch aus Pauli-Sicht gibt es ebenfalls zwei Mutmacher.
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BVB gegen St. Pauli: Das Hamburger Lazarett lichtet sich
Bei der Trainingseinheit am Dienstag (25. Februar) konnte der von Verletzungen gebeutelte Aufsteiger aufatmen. Neben Lars Ritzka (IV), der vorheriges Wochenende ausgewechselt werden musste, trainierten auch Connor Metcalfe (ZM), Manolis Saliakas (RV) und Robert Wagner (ZM) wieder mit dem Team. Zudem scheint es Philipp Treu (LV) nicht ganz so schlimm erwischt zu haben. Der 24-Jährige musste im vorherigen Spiel ebenfalls vom Feld genommen werden, verpasste das Training nur aus Gründen der Belastungssteuerung.
Welche Profis Trainer Alexander Blessin letztlich aufbieten kann, bleibt abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass die Gastgeber im bisherigen Saisonverlauf elf Gegentore weniger kassiert haben als der BVB. Dementsprechend wird man im Norden darauf bedacht sein, Guirassy am Samstag so gut es geht, aus dem Spiel zu nehmen.
Nach der Gala gegen den FC Union Berlin vor einer Woche hatte Borussia Dortmund erneut große Schwierigkeiten, ein zweites Spiel in Folge eine überzeugende Leistung zu zeigen. Doch dank einer deutlichen Leistungssteigerung feierte der BVB den heiß ersehnten zweiten Sieg in Serie. “Schwarzgelb” gewann beim FC St. Pauli mit 2:0 (0:0). Erneut gefährlich: Der viermalige Torschütze gegen Union Berlin, Serhou Guirassy, und Karim Adeyemi.
Auch wenn die Borussia von Beginn an hoch presste und die Hamburger damit früh unter Druck setzte: Alexander Blessin ließ sein Team auch gegen den BVB mit seinem Parade-Rezept agieren. Dortmund kam gegen die hervorragend organisierte Abwehr der Hanseaten nicht zum Zuge.
Zum Live-Ticker: St. Pauli – Dortmund
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24. Spieltag
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Weißhaupt im ersten Spielviertel stark – Dortmund ohne Ideen
Niko Kovac hatte in seinem Team als einzige Veränderung gegenüber dem Berlin-Spiel Yan Couto für den angeschlagenen Julian Ryerson von Beginn an auf den Platz geschickt. Julian Brandt musste erneut auf der Bank Platz nehmen. Die Mannschaft, die sich aber während der ersten 45 Minuten die deutlich besseren Torchancen erarbeiten konnte, waren die Gastgeber.
Besonders Noah Weißhaupt setzte sich gegen die Schwarzgelben immer wieder gut in Szene. Über rechts arbeitete sich St. Paulianer nach vorne, flankte hoch auf Elias Saad, dessen Kopfball aber deutlich am Kasten der Gäste vorbei flog (7.). Und Ramy Bensebaini musste seine ganze Routine zeigen, als er jenen Weißhaupt Mitte des ersten Spielabschnitts in aussichtsreicher Position am Torschuss hinderte (21.).
Die Zuschauer mussten bis zur ersten Minute der Nachspielzeit warten, um den ersten gefährlich vorgetragenen Angriff der Gäste zu erleben. Als sich beide Teams schon auf den nahenden Pausenpfiff zu freuen schienen, nahm Karim Adeyemi auf der rechten Seite den Ball im Sprint wunderbar an, lief in den Strafraum und versuchte im Fallen, den Ball ins lange Eck zu spitzeln. Der Ball verfehlte sein Ziel, und der mit-gelaufene und zum Einschuss bereitstehende Serhou Guirassy zeigte mit einer Geste an, dass er so schön freigestanden hätte.
Dortmund nach der Pause konzentrierter – Adeyemi überragend
Nach dem Wiederanpfiff wurden die Angriffsbemühungen der Borussia deutlich intensiver und zielgerichteter. Und schnell gelang Guirassy der Führungstreffer, weil Adeyemi diesmal uneingennützig agierte und den perfekt stehenden Mitspieler einbezog, der aus Mittelstürmerposition einen Abpraller im Tor unterbrachte (51.).
Die Kicker vom Kiez hatten keine Antwort parat, Dortmund kickte weiter und drängte auf den zweiten Treffer. Tatsächlich ließ der nicht lang auf sich warten. Denn ein langer Ball überrumpelte die Abwehr der Hamburger komplett, Adeyemi packte seine gesamte Energie in einen seiner unwiderstehlichen Sprints, schüttelte zuerst Philipp Treu ab und ließ dann – extrem cool abwartend und platziert schießend – Nikola Vasilj keine Chance.
Karim Adeyemi trifft nach seinem sehenswerten Solo-Lauf in der 58. Minute zum 2:0
St. Pauli bekommt keinen Zugriff
Der Doppelschlag ließ die Gastgeber taumeln. St. Pauli fiel so gut wie nichts mehr ein gegen die dominant und nun sehr selbstbewusst auftretende Borussia. Denn auch, wenn die Dortmunder einmal Fahrt aus ihrem Spiel nahmen, geriet die Abwehr der Gäste nicht unter Druck.
Stattdessen hatte erneut Adeyemi die gute Chance auf seinen zweiten Treffer, schoss aber deutlich über den Kasten (72.), Guirassy kam bei seinem zweiten Tor aus dem Abseits. Bei der einzigen Chance der Hamburger parierte BVB-Keeper Gregor Kobel einen Flachschuss von Danel Sinani (87.), einen Konter spielten die Schwarzgelben nicht gut aus.
St. Pauli in Wolfsburg, Dortmund gegen Augsburg
St. Pauli reist kommendes Wochenende nach Wolfsburg (08.03., 15.30 Uhr). Zeitgleich muss sich Dortmund gegen den FC Augsburg beweisen. Aber zuvor wartet am Mittwoch (21.00 Uhr) auf den BVB in der Champions League das Achtelfinal-Hinspiel gegen den OSC Lille.
Nach dem fulminanten 6:0-Sieg gegen Union Berlin hat Borussia Dortmund in der Bundesliga nachgelegt. Beim FC St. Pauli reichten der Kovac-Elf am Samstag 15 starke Minuten für einen 2:0-Erfolg. Alle BVB-Stars in der Einzelkritik:
TOR: Gregor Kobel – Note: 3,0
Wirkte in seinem Strafraum wachsam und war beim einzigen echten Abschluss der Hamburger zur Stelle. Die Schwierigkeiten mit Ball am Fuß setzten sich derweil fort, nur rund 60 Prozent seiner Pässe kamen am.
ABWEHR: Yan Couto – Note: 3,5
Brachte eine sichtbare spielerisch Linie ins Spiel. Leitete als Ballträger oder mit seinen langen Bällen hinten die Kette sogar wiederholt Torraum-Szenen ein. Hatte in der Defensive dafür große Mühe. 20 Prozent Zweikampfquote sind abenteuerlich für einen Außenverteidiger.
Emre Can – Note: 3,0
Zeigte sich im Spielaufbau zunächst sehr leichtfertig. Schenkte vor der Pause reihenweise die Bälle her. Bekam das Problem erst nach dem Seitenwechsel langsam in den Griff. Gegen einen zahnlosen Gegner defensiv dafür nahezu fehlerfrei.
Nico Schlotterbeck – Note: 3,0
Erwischte beim Vorschieben mehrfach nicht das richtige Timing. Insgesamt wirkte seine Zone zunächst unsortiert. Später stand der Block deutlich besser. Wollte das Spiel ansonsten mit seinen langen Bällen prägen. Das ging nur bedingt auf.
Ramy Bensebaini (bis 73.) – Note: 3,5
Öffnete durch seine Positionsrochade immer wieder Lücken auf der linken Seite. Im Strafraum dafür mit wichtigen Abwehraktionen. Rettete gegen Weißhaupt in höchster Not (25.). Einmal allerdings im Glück, dass es für sein Halten gegen Treu keinen Elfmeter gab.
Daniel Svensson (ab 73.) – ohne Bewertung
Leistete sich gleich in seiner ersten Aktionen einen Querschläger, den St. Pauli nicht bestrafte. Auch sonst zu unsauber, um noch ein Faktor zu sein.
MITTELFELD: Marcel Sabitzer – Note: 3,0
Tat sich in seiner Rolle als Verbindungsspieler schwer. Tauchte teilweise mit gutem Timing im Zehnerraum auf, der Spielfluss aber hakte durchgängig. Als alleiniger Sechser nach kurzer Anlaufzeit indes sehr griffig.
Pascal Groß – Note: 2,5
Spielte wieder einige feine Flanken vor das gegnerische Tor. War letztlich aber ein gutes Stück von seinem Gala-Auftritt gegen Union Berlin entfernt. Leistete sich mehr Ballverluste als in der Vorwoche. Nahm den Kampf im Mittelfeld dafür gut an.
Gio Reyna (bis 73.) – Note: 4,5
Erhielt erneut den Vorzug vor Julian Brandt. Rechtfertigte die Berufung aber nicht. Agierte sehr kleinteilig im Vorwärtsgang, die Bindung zu den Mitspieler fehlte häufig. Brachte somit kaum spielerische Impulse.
Carney Chukwuemeka (ab 73.) – ohne Bewertung
Konnte seine Dynamik in der Schlussphase nicht mehr ausspielen. Die Dortmunder wirkten mit dem Ergebnis zufrieden. Seine offensiven Fähigkeiten waren deshalb nicht mehr gefragt.
Karim Adeyemi (bis 83.) – Note: 2,0
Hatte schon vor dem Pausenpfiff die besten BVB-Chancen, agierte aber anfangs noch zu hektisch vor dem Tor. Drehte nach dem Seitenwechsel dann auf und zog das Spiel für den BVB. Leitete den Führungstreffer geschickt ein, machte das 2:0 nach einer starken Einzelaktion selbst. Klarer Mann des Spiels.
Jamie Gittens (ab 83.) – ohne Bewertung
Wieder reichte es für das Offensiv-Talent nur für einen Kurzeinsatz abseits des Rampenlichts. Spielte den letzten Konter in der Nachspielzeit nicht mit der letzten Konsequenz aus. Mehr war nicht mehr zu sehen.
Maximilian Beier (bis bis 89.) – Note: 3,0
Lauerte oft in sehr gefährlichen Zonen, doch die gegnerische Abwehr verteidigte ihn engmaschig. Blieb aber stets engagiert und mannschaftsdienlich. Zahlte in der Abwehrarbeit hingegen manchmal etwas Lehrgeld gegen den aktiven Treu.
Julian Brandt (ab 89.) – ohne Bewertung
Wurde nach den auskurierten muskulären Beschwerden erst eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit eingewechselt. Leitete immerhin noch die letzte Chance des Spiels ein.
ANGRIFF: Serhou Guirassy (bis 89.) – Note: 2,5
Kam dem Ball oft entgegen und spielte zwei gute Chancen für die Kollegen heraus. Hielt das Leder aber teilweise zu lange. Vor dem Tor unterstrich er seine Torjäger-Qualitäten: Gleich die erste Großchance landete im Netz. In Summe aber nicht so unwiderstehlich wie gegen Union.
Salih Özcan (ab 89.) – ohne Bewertung
Stabilisierte die ohnehin solide Defensive in der Nachspielzeit noch weiter. Für klare Aktionen reichte die Zeit nicht mehr.
Dortmund setzt sich dank einer ordentlichen zweiten Hälfte beim FC St. Pauli durch. Die Noten und Einzelkritiken der BVB-Stars.
Borussia Dortmund gewinnt mit 2:0 (0:0) beim FC St. Pauli – und feiert zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison zwei Siege in Folge. So glanzvoll wie das 6:0 gegen Union Berlin in der Vorwoche war es in Hamburg von den Schwarz-Gelben aber nicht. Die Noten und Einzelkritiken der Dortmunder Spieler.
Borussia Dortmund hat zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele nacheinander in der Fußball-Bundesliga gewonnen. Der BVB setzte sich am 24. Spieltag mit 2:0 beim abstiegsgefährdeten Aufsteiger FC St. Pauli durch. Damit bestätigte der BVB den leichten Positivtrend unter dem neuen Trainer Niko Kovac nach dem 6:0 in der vergangenen Woche.
Eine weitere empfindliche Niederlage im Kampf um einen Champions-League-Platz musste RB Leipzig zuhause gegen den zuvor punktgleichen FSV Mainz 05 hinnehmen. Im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga kassierten der VfL Bochum gegen die TSG 1899 Hoffenheim und der 1. FC Heidenheim gegen Borussia Mönchengladbach jeweils vor heimischer Kulisse Rückschläge. Im Duell der Pokal-Verlierer unter der Woche gewann der VfL Wolfsburg beim SV Werder Bremen.
FC St. Pauli – Borussia Dortmund 2:0 (0:0)
Der BVB wollte unbedingt das 6:0 zuletzt gegen den 1. FC Union Berlin bestätigen. Beim Hamburger Aufsteiger zeigte die Mannschaft von Niko Kovac in der ersten Halbzeit eher eine mäßige Leistung. Nach der Pause brachte Serhou Guirassy (51.) den BVB aber in Führung, sieben Minuten später erhöhte Karim Adeyemi. St. Pauli blieb auch im vierten Spiel nacheinander ohne Tor und verpasste es, sich ein bisschen von den Abstiegsrängen abzusetzen.
RB Leipzig – 1. FSV Mainz 05 1:2 (1:0)
Auch ein Blitzstart hat die Leipziger nicht retten können. Nach nur einer Minute führten die Gastgeber mit 1:0 durch den Treffer von Xavi Simons. Die Freude nach dem Erreichen des Pokal-Halbfinales unter der Woche ging direkt weiter. Nur, dass die Mainzer, die vor dem Spiel punktgleich schon vor RB lagen, zur Karnevalshochzeit auch zur Ergebnis-Bestform aufliefen: Nadiem Amiri (52.) und Jonathan Burkardt (58.) wendeten die Partie.
VfL Bochum – TSG 1899 Hoffenheim 0:1 (0:0)
Es lief lange gut für den VfL nach zuvor drei Spielen ohne Niederlage. In einem intensiven Spieler zweier Abstiegskandidaten kassierten die Bochumer dann aber den entscheidenden Treffer durch Tom Bischof (72.). Der Revierclub bleibt auf dem Relegationsrang, die Gäste aus dem Kraichgau setzten sich leicht von der Gefahrenzone ab.
1. FC Heidenheim – Borussia Mönchengladbach 0:3 (0:2)
Der Start für die Heidenheimer hätte nicht schlechter verlaufen können. Nach nicht mal 20 Minuten lagen die Gastgeber mit 0:2 hinten. In der achten Minute traf Robin Hack für die Gladbacher, in der 18. legte Nathan Ngoumou nach. Die Borussia hält durch den Sieg den Kontakt zu den internationalen Rängen, Heidenheim könnte bei einem Sieg von Holstein Kiel am Sonntag pikanterweise in Berlin auf den letzten Platz abrutschen.
SV Werder Bremen – VfL Wolfsburg 1:2 (0:1)
Die Woche ging für Bremen auch noch schlecht zu Ende. Statt eines Erfolgserlebnisses nach dem peinlichen Pokalaus gegen den Drittligisten Arminia Bielefeld gerieten die Bremer in der sechsten Minute durch Patrick Wimmer in Rückstand. Und der traf auch zum 2:0 für die gegen RB Leipzig aus dem Pokal ausgeschiedenen Wolfsburger nach der Pause. Mitchell Weisers Tor (90.) war nicht mehr als Ergebniskosmetik.
21′
Can spielt einen Fehlpass aus der Innenverteidigung genau in die Füße des vor dem Mittelkreis postierten Smith. St. Pauli kann die Situation nicht schnell genug nach vorne verlagern, die Kiezkicker bauen neu auf.
20′
Guirassy hat sich fallen lassen, Wahl ist mit dabei, wird aber durch eine Körpertäuschung etwas abgeschüttelt. Treu eilt zu Hilfe, genau wie Nemeth, der rechts Mitte der eigenen Hälfte die Kugel erobert.
18′
Dortmund hat rund 65 Prozent Ballbesitz, muss sich aber vor schnell umschaltenden Hausherren immer wieder in Acht nehmen.
16′
Groß legt einen erneuten langen Schlag von Schlotterbeck nahe dem linken Strafraumeck für Beier ab. Der Nachgerückte kommt aber ins Straucheln und zu Fall – und deshalb nicht an den Ball.
15′
Beier wird halblinks am Strafraum angespielt, dort aber schnell geblockt.
14′
Weißhaupts Eckball nimmt Irvine in der Mitte aus rund zehn Metern mit rechts aus der Luft direkt – deutlich drüber.
14′
Smiths Freistoß-Hereingabe klärt Bensebaini per Kopf zur Ecke.
Schlotterbeck wirft sich dem Tempo aufnehmenden Weißhaupt in den Weg. St. Paulis Angreifer spielt rechts ins Nichts und wird dann von Schlotterbeck von den Beinen geholt.
11′
Sabitzer gibt von rechts kurz vor dem Toraus nach innen, wo Guirassy seinen Kopfball aus kurzer Distanz nicht aufs Tor platzieren kann. Beier kommt in der Folge mit dem Rücken zum Kasten trotz eines langen Beins nicht mehr entscheiden ran.
11′
Adeyemi hetzt einem Heber rechts vorne hinterher, erwischt die Kugel trotz einer Grätsche aber nicht mehr.
8′
Nach Schlotterbecks abgeblockten weiten Schlag ist Irvine bei der folgenden Flanke dazwischen – final geklärt ist die Situation aber nicht. Adeyemi kommt rechts im Strafraum an den Ball. Van der Heyden ist dazwischen, es gibt am Ende nur Abstoß für St. Pauli.
7′
Weißhaupt zeigt sich wie schon in Mainz sehr aktiv. Diesmal findet er mit seiner Flanke von rechts am zweiten Pfosten Saad, der im Fallen aus rund sechs Metern drüberköpft.
6′
Nach Weißhaupts Ecke, obwohl Ritzka zuvor zuletzt dran war gegen Yan Couto, versucht es Treu von außerhalb des Sechzehners, trifft die Kugel dort aber überhaupt nicht. Diese segelt in hohem Bogen in den Strafraum und sorgt für keine Gefahr.
5′
Can spielt Sabitzer riskant an, die Kiezkicker erobern den Ball. Sabitzer ist links hinten aber dazwischen.
3′
Nach einer feinen Ballmitnahme mit der Hacke von Irvine nahe der Mittellinie wird Weißhaupt rechts freigespielt, die Flanke aber abgefangen. Bei der zweiten Welle findet Weißhaupt am erste Pfosten Saad, der aber noch entscheidend am Abschluss gehindert wird.
2′
Smith startet bei den Hausherren wieder auf der Sechs, seine Mannschaft mit einer Ballbesitzphase. Die Gäste in Schwarz-Gelb attackieren aber früh.
1′
Der Ball rollt am Millerntor! Geleitet wird die Partie vom Gespann um Tobias Stieler – als VAR unterstützt Robert Schröder.
Anpfiff
Allein beim 6:0 gegen Union traf der BVB genau so oft wie St. Pauli in allen acht Spielen des laufenden Kalenderjahres. Allerdings stellen die Kiezkicker mit nur 27 Gegentreffern auch die viertbeste Abwehr der Liga. “Wir werden daher viel tun müssen, um Chancen zu kreieren”, ist sich Niko Kovac sicher. “Wir sind hierhergekommen, um das weiterzuspielen, was wir gegen Union angefangen haben: guten attraktiven Fußball nach vorne zu spielen und das Spiel zu gewinnen”, so der 53-Jährige bei “Sky”.
Im letzten Aufeinandertreffen gelang dem FC St. Pauli eine Überraschung. Im Pokal-Achtelfinale warfen die Kiezkicker als Zweitligist im Januar 2022 den damaligen Titelverteidiger nach einem 2:1 aus dem Wettbewerb. In der Liga gingen von den jüngsten elf Duelle allerdings zehn an die Dortmunder.
“Im Moment müssen wir noch härter arbeiten als sonst, um das Glück auf unsere Seite zu ziehen”, sagte Smith angesichts von nur einem Punkt aus den jüngsten vier Spielen. Coach Alexander Blessin, der nach seiner Gelbsperre wieder an der Seitenlinie stehen darf, verweist hingegen auf Dortmunds Auswärtsschwäche (nur acht Punkte aus elf Spielen): “Die kann man nicht wegdiskutieren. Wir wollen unseren Teil beitragen, dass es so bleibt und sie sich auswärts von der ersten Minute an unwohl fühlen.”
Brandt fehlte zuletzt gegen Union wegen einer Muskelverhärtung. Heute ist er wieder zurück, aber zunächst auf der Bank – zum ersten Mal in dieser Saison. Die einzige Änderung ist, dass Yan Couto anstelle vom erkrankten Ryerson startet.
Saliakas ist nach seiner Muskelverletzung im Oberschenkel beim 1:1 gegen Augsburg vor genau einem Monat zurück im Kader, bleibt aber noch auf der Bank. Im Vergleich zum 0:2 in Mainz gibt es keine Änderung in der Startelf. Das heißt auch, dass Ritzka nach seiner Auswechslung fit ist. Smith wird wohl wieder auf der Sechs neben Irvine agieren.
Die Kiezkicker lieferten vergangenen Samstag wieder einmal eine gute Leistung ab, blieben in Mainz aber zum dritten Mal in Folge ohne Torerfolg und mussten schließlich die dritte Niederlage in Serie hinnehmen. Nachdem das DFB-Bundesgericht das Spiel Union gegen Bochum für den VfL gewertet hat, beträgt der Vorsprung vor dem Relegationsplatz aktuell nur noch vier Punkte. Die Berliner schalten aber die nächste Instanz ein.
Eine Woche nach dem 6:0-Ausrufezeichen gegen Union Berlin will Borussia Dortmund beim FC St. Pauli nachlegen und sich näher an die internationalen Plätze heranschieben. Zeitgleich treffen sich in Leipzig der Liga-Fünfte (Mainz) und der Sechste (RB) – der BVB hat aktuell noch sechs Zähler Rückstand auf die beiden.
Der FC St. Pauli empfängt heute Borussia Dortmund. Der Anstoß ist um 15:30 Uhr im Millerntor-Stadion. SPORT1 erklärt Ihnen, wo Sie das Spiel im TV, Livestream und Liveticker verfolgen können.
Der FC St. Pauli trifft heute im heimischen Millerntor-Stadion auf Borussia Dortmund, eine Begegnung, die in der Vergangenheit meist zugunsten der Dortmunder ausging. Der letzte Erfolg der Kiezkicker gegen den BVB stammt aus dem Januar 2022, als sie im DFB-Pokal mit 2:1 siegten. Dieser Triumph bleibt jedoch der einzige in den letzten 13 Pflichtspiel-Duellen, von denen elf an die Dortmunder gingen.
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Für Dortmunds Trainer Niko Kovac ist es die erste Begegnung mit St. Pauli als Trainer, jedoch hat er als Spieler bereits Erfahrungen am Millerntor gemacht, als er 2005 mit Hertha BSC im DFB-Pokal ausschied.
St. Pauli – Dortmund LIVE im TV, Livestream, Ticker
TV: Sky
Livestream: Sky
Liveticker: SPORT1
Aufstellungen: Brandt beim BVB auf der Bank
Beim BVB kehrt der zuletzt wegen muskulären Problemen fehlende Julian Brandt in den Kader zurück. Der Offensivstar sitzt allerdings zunächst nur auf der Bank.
In der Startelf gibt es im Vergleich zum 6:0-Sieg gegen Union Berlin nur eine Änderung: Der erkrankte Julian Ryerson wird durch Yan Couto ersetzt. Der Brasilianer steht erstmals seit dem Jahresauftakt gegen Bayer Leverkusen in der Anfangsformation.
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„Wir haben nur einmal gewechselt, weil Julian Ryerson krank ist. Er (Yan Couto, Anm. d. Red.) hat es ordentlich gemacht im Training, deswegen hat er es sich verdient, heute von Anfang an zu spielen”, gab Kovac vor der Partie bei Sky bekannt.
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Die Aufstellungen:
St. Pauli: Vasilj – Nemeth, Wahl, Van der Heyden – Treu, Irvine, Smith, Ritzka – Weißhaupt, Eggestein, Saad
Der FC St. Pauli befindet sich derzeit in einer schwierigen Phase, nachdem sie zuletzt drei Bundesliga-Spiele in Folge verloren haben und dabei ohne eigenen Torerfolg blieben. Mit nur 18 erzielten Toren in dieser Saison und 13 torlosen Spielen weisen die Hamburger die schwächste Offensive der Liga auf. Auch die Heimbilanz ist ernüchternd: Nur der 1. FC Heidenheim holte weniger Punkte zu Hause.
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Borussia Dortmund hingegen konnte zuletzt mit einem beeindruckenden 6:0-Sieg gegen Union Berlin den ersten Bundesliga-Erfolg unter Niko Kovac feiern und hofft nun, erstmals in dieser Saison zwei Siege in Folge einzufahren.
Pressing und Laufleistung im Fokus
Taktisch gesehen treffen heute zwei Teams mit unterschiedlichen Ansätzen aufeinander. Der FC St. Pauli lässt im Schnitt die meisten gegnerischen Pässe zu, bevor eine Defensivaktion erfolgt, während Borussia Dortmund nach dem FC Bayern den zweitbesten Pressing-Wert der Liga vorweist.
Interessanterweise legt St. Pauli die meisten Kilometer pro Spiel zurück, während Dortmund in dieser Kategorie zu den Schlusslichtern gehört. Diese Unterschiede könnten den Spielverlauf maßgeblich beeinflussen, insbesondere wenn es darum geht, Druck auf den Gegner auszuüben und Ballgewinne zu forcieren.
Spieler im Rampenlicht
Besonderes Augenmerk liegt heute auf Dortmunds Serhou Guirassy, der zuletzt mit einem Viererpack glänzte und in dieser Saison bereits 23 Pflichtspieltore erzielte – genauso viele wie der gesamte Kader von St. Pauli. Auch Pascal Groß, der mit vier Assists im letzten Spiel brillierte, wird eine Schlüsselrolle spielen. Er führt die interne Assist-Wertung des BVB an und war bereits im Hinspiel gegen St. Pauli erfolgreich. Die Kiezkicker werden alles daran setzen, diese Offensivkräfte in Schach zu halten, um ihre Negativserie zu durchbrechen und vor heimischem Publikum zu punkten.
Wird FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund heute im Free-TV übertragen?
Nein, das Spiel wird nicht im Free-TV zu sehen sein.
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Bundesliga heute: Wo wird STP gegen BVB im TV & Stream übertragen?
Das Spiel kann live bei Sky im TV und Stream verfolgt werden.
Bundesliga: FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund im Liveticker bei SPORT1 verfolgen
Sie können das Spiel im Liveticker auf SPORT1 verfolgen. Klicken Sie auf den Link, um zum Liveticker zu gelangen: FC St. Pauli gegen Borussia Dortmund im Liveticker bei SPORT1
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Highlights auf den digitalen SPORT1 Plattformen
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Fans können auf den digitalen Kanälen von SPORT1 jeweils ab Montag, 0:00 Uhr, on-demand alle Highlights des jeweiligen Spieltags in Videoclips erleben.
Die Highlight-Videos stehen anschließend bis zum Saisonende zur freien Verfügung auf Abruf.