Der sportliche Negativtrend des SV Werder wirkt sich auf die geplante Verlängerung mit Trainer Ole Werner aus. Laut der „Sport Bild“ wurde diese vorerst auf Eis gelegt. Die Bremer Bilanz in 2025 ist verheerend: Das 1:0 gegen Mainz am 20. Spieltag ist der einzige Sieg in den letzten zehn Partien, unter denen sieben Niederlagen zu finden sich, darunter auch das Aus im Pokal-Viertelfinale bei Drittligist Arminia Bielefeld (1:2).
Bis zur Winterpause schielten die Bremer Richtung Europa, ehe sie von Rang sieben auf zwölf abstürzten. In der Formtabelle seit dem 16. Spieltag bedeutet dies den letzten Platz, Heidenheim holte ebenfalls nur fünf Zähler. Die Bremer Verantwortlichen stehen dem Bericht zufolge weiterhin mit Werner und dessen Berater im Austausch, legen aber die aktuelle sportliche Situation in den Fokus und erwarten einen Umschwung.
Rückendeckung für Werner gibt es nach wie vor, wie jüngste Aussagen von Werders Geschäftsführer Clemens Fritz bei der „Bild“ zeigen: „Wir sind von Ole und seiner Arbeit zu hundert Prozent überzeugt. Es ist bekannt, dass wir über 2026 hinaus mit ihm weitermachen wollen. Daran hat sich nichts geändert. Wir werden wie geplant regelmäßig, aber ohne Zeitdruck Zukunfts-Gespräche führen. Er ist für uns weiter der absolut passende Trainer.“ Durch die Hinrunde seien aber sowohl im Verein als auch drumherum Erwartungen geschnürt worden, „denen wir aktuell nicht gerecht werden“.
Werner ist seit November 2021 beim SVW und holte aus 118 Partien im Schnitt 1,38 Punkte. Unter ihm verbesserten sich die Grün-Weißen, kehrten zuerst in die Bundesliga zurück, ehe die Plätze 13 und neun im Oberhaus folgten. Mit einer Zugehörigkeit von über 1.100 Tagen ist Werner schon jetzt der Trainer mit der sechstlängsten Amtszeit in der Geschichte des Klubs. In der Bundesliga überbieten ihn derzeit nur Heidenheims Frank Schmidt und Kiels Marcel Rapp. Mit 36 Jahren ist er zudem im Vergleich von Europas Top-Ligen drittjüngster Trainer hinter Fabian Hürzeler (32; Brighton) und Will Still (32; Lens).
Mit Ajax Amsterdam wartet im Europa-League-Achtelfinale der niederländische Rekordmeister auf Eintracht Frankfurt. Der Klub hat eine bewegte Geschichte – und vielleicht das kurioseste Wappen des europäischen Fußballs.
Crunchtime: Eintracht Frankfurt trifft am Donnerstag um 21 Uhr im Europa-League-Achtelfinale auf den niederländischen Top-Klub Ajax Amsterdam. Verfolgen Sie das Spiel im Audio-Livestream.
Der Verein
Ajax Amsterdam, da wartet im Europacup ein klangvoller Name auf die Eintracht. Nur: Eigentlich heißt der Gegner der Hessen anders, offiziell nämlich Amsterdamsche Football Club Ajax, kurz: AFC Ajax, der Name Ajax Amsterdam ist nur in Deutschland gebräuchlich. Gegründet wurde der AFC Ajax 1883 von Studenten unter dem Namen Union, ein Jahr später folgte die Umbenennung in Foot-Ball Club Ajax, nach dem antiken griechischen Helden Ajax. Nach einem Streit der Mitglieder lag der Klub ein paar Jahre brach, bis er 1900 wiederbelebt wurde, was bis heute als offizielles Gründungsjahr gilt.
Nach Jahren in der Zweitklassigkeit stieg Ajax 1911 erstmals in die höchste Spielklasse auf und nur drei Jahre später wieder ab, zum einzigen Mal in der Geschichte. Und wer weiß, ob das Universum dem Klub nicht ein Schicksal als Fahrstuhlverein verpasst hätte, hätte nicht Trainer Jack Reynolds das Ruder übernommen. Der Engländer, dessen Engagement als Nationaltrainer Deutschlands durch den Ersten Weltkrieg verhindert wurde, übernahm 1915 das Ruder und führte den Klub mit kleineren Unterbrechungen bis 1947. Unter Reynolds wurde Ajax ein Spitzenklub, auch war er es, der die legendäre Ajax-Jugendarbeit initiierte.
Von dieser profitiert der Klub bis heute, die Liste der Stars, die “Ajax Jeugdopleiding” hervorgebracht hat – Johan Cruyff, Marco van Basten, Dennis Bergkamp, Patrick Kluivert, Edgar Davids, und und und –, ist mindestens genauso lang wie die Liste der Titel, die der Klub dank dieser Stars gewann. Neben Juventus Turin, dem FC Bayern München, Manchester United sowie dem FC Chelsea ist Ajax einer von nur fünf Clubs, der alle drei Europapokal-Turniere gewinnen konnte. Den Landesmeistercup gewann Ajax in den Siebzigern gleich dreimal hintereinander, auch 1995 gewann der Klub die Champions League. Bis heute allerdings der letzte internationale Titel des niederländischen Rekordmeisters (36 Titel) und Rekordpokalsiegers (20 Titel).
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45:39 Min.|03.03.25, 21:45 Uhr|hr
Für die Eintracht geht die Europa-Reise jetzt richtig los
Praktisch jedes Jahr produziert die Ajax-Akademie Ausnahmetalente, die dann nach einer Handvoll Jahren in der Eredivisie für viel Geld zu den Top-Klubs des Kontinents wechseln. Aktuell das heißeste Eisen im Kader: Brian Brobbey. Der indes den Weg ins Ausland schon im Alter von 19 Jahren vollzog und 2021 zu RB Leipzig wechselte, sehr zum Ärger der Ajax-Verantwortlichen ablösefrei.
Beim Retortenklub in Sachsen scheiterte Brobbey krachend und machte nur neun Spiele, wie sehr sie bei Ajax aber immer noch an Brobbey glaubten, zeigte sich daran, dass sie ihn 2022 für über 16 Millionen Euro zurückholten. Finanziell ein fieses Verlustgeschäft, sportlich aber ein Volltreffer, bei Ajax reifte Brobbey zum Nationalspieler und ist mittlerweile der Fixpunkt in der Ajax-Offensive. Und wird eines Tages wahrscheinlich für viel Geld zu einem Top-Klub des Kontinents wechseln.
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Der Trainer
Ab und an wird ja mal jemand als Fußball-Philosoph verspottet, da muss man nur mal bei Thomas “Mozart” Broich nachfragen. Ajax-Trainer Francesco Farioli hingegen kann ganz ohne Spott als solcher bezeichnet werden, der erst 35-Jährige, der seit dem vergangenen Sommer bei Ajax an der Seitenlinie steht, hat vor der Trainerkarriere ein Philosophie-Studium abgeschlossen. Und anschließend sogar noch Sportwissenschaften draufgesattelt.
Klingt erst einmal nach staubiger Theorie, ganz im Gegenteil aber hat sich Farioli ordentlich hochgebuckelt. Als einstiger Amateurtorwart fing er als Torwarttrainer bei unterklassigen italienischen Vereinen an, wechselte dann nach Katar, wieder zurück nach Italien, dann in die Türkei, wo er erstmals auch Cheftrainer wurde. 2023 folgte der Wechsel nach Frankreich zu Nizza, nur ein Jahr später ging es zu Ajax, wo er sein Versprechen, den Klub nach einer schwachen Saison wieder an die Spitze zu bringen, aktuell wahrmacht, Ajax ist souverän Tabellenführer. Ganz schön viel unterwegs, der Mann. Aber vielleicht hat er im Philosophie-Studium ja auch ein Seminar zum französischen Schriftsteller Alphonse de Lamartine belegt, der einst sagte: “Es gibt keinen vollständigeren Menschen als den, der gereist ist”. Gilt ja wahrscheinlich auch für Trainer.
Das Stadion
Wenige europäische Top-Vereine dürften eine derart bewegte Stadionhistorie haben wie Ajax Amsterdam. Die fußballerischen Anfänge des Klubs liegen auf einem Platz namens “Het Veldje” (“Das Feldchen”), 1900 ging es ins Stadion Amsterdam Nord, nur um schon 1907 ins Het Houten Stadion (“Das hölzerne Stadion”) umzuziehen. 1934 folgte der Umzug ins De Meer Stadion, wo der Klub bis 1996 spielte, mit Ausnahme der Europacup-Partien, die im Olympiastadion ausgetragen wurden.
Seit 1996 nun spielt Ajax in der Johan-Cruyff-Arena, die bis 2018 schlicht Amsterdam Arena hieß und mit 55.865 Plätzen das größte Stadion der Niederlande ist. Kleiner Fun Fact: Die Arena war das erste europäische Stadion mit einem komplett verschließbaren Dach. Klingt toll, sorgt aber dafür, dass der Rasen eher schlecht gedeiht und wegen seines miserablen Zustands regelmäßig ausgetauscht werden muss. Kennt man zwar aus Frankfurt, dennoch könnte es für die Eintracht-Verteidiger keine schlechte Idee sein, den Ball öfter mal hinten rauszuschlagen, anstatt den Flachpass zu versuchen.
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04:20 Min.|03.03.25, 17:55 Uhr|hessenschau
Inside Ajax – Eintrachts großer Gegner | hessenschau Sport vom 03.03.2025
2025 markiert das 125. Jubiläum des Klubs, Ajax feiert das unter anderem mit der Rückkehr zu jenem Wappen, das der Verein schon zwischen 1928 und 1991 auf der Brust trug und von dem man seither eine modernisierte Version spazieren trägt. So oder so ist das Ajax-Wappen eines der kuriosesten, die der europäische Fußball hergibt. Denn das Wappen zeigt gar nicht den griechischen Helden Ajax (von dem es auch noch zwei gibt, weswegen viele Fans den falschen Ajax für den Namenspatron halten, aber das nur am Rande). Sondern Menelaos, in der griechischen Mythologie der König von Sparta.
Und jetzt wird’s wild: Das Wappen geht nämlich zurück auf ein Feuerlöscher-Unternehmen, das der Firmenboss, der einst für Ajax gespielt hatte, nach dem Klub benannte. Zum 25. Jubiläum schenkte er dem Verein einen Porzellanteller mit seinem Firmenlogo, das die Klubbosse so toll fanden, dass sie es kurzerhand als Vereinswappen übernahmen. In der Annahme, es handele sich bei abgebildeten Helden eben um Ajax, der Firmengründer hatte aber irrtümlicherweise Menelaos aufs Wappen getan. Das ist in etwa so, als würde sich der Eintracht-Adler plötzlich als Eintracht-Falke oder -Albatros herausstellen.
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FAQ: Ajax Amsterdam im Check – Die Star-Schmiede
1. Was macht Ajax Amsterdam zu einer Star-Schmiede im Fußball?
Ajax Amsterdam ist bekannt für seine herausragende Jugendakademie, die Spielern die Möglichkeit bietet, sich zu entwickeln und zu Spitzenfußballern zu werden. Der Verein hat eine lange Geschichte darin, Talente zu fördern, die dann in den höchsten Ligen Europas und international erfolgreich sind.
2. Welche berühmten Spieler sind aus der Ajax-Jugend hervorgegangen?
Zu den bekanntesten Spielern, die ihre Karriere bei Ajax gestartet haben, gehören Johan Cruyff, Marco van Basten, Dennis Bergkamp, Patrick Kluivert, Wesley Sneijder und more recently, Frenkie de Jong und Matthijs de Ligt.
3. Wie funktioniert die Jugendausbildung bei Ajax?
Die Jugendausbildung bei Ajax basiert auf einem klaren Leitbild, das sich auf technische Fähigkeiten, taktisches Verständnis und die Entwicklung von Spielintelligenz konzentriert. Die Akademie bietet eine umfassende Ausbildung, die Spielern hilft, sowohl individuell als auch im Team zu wachsen.
4. Welche Erfolge hat Ajax Amsterdam in der Vergangenheit erzielt?
Ajax ist einer der erfolgreichsten Vereine in der niederländischen Fußballgeschichte und hat zahlreiche nationale Meisterschaften, Pokale und internationale Titel gewonnen, darunter die UEFA Champions League und den UEFA-Cup.
5. Wie wird die Philsophie von Ajax im Profiteam umgesetzt?
Die Philosophie von Ajax, die auf offensivem, attraktivem Fußball beruht, wird konsequent auf die Profimannschaft übertragen. Die Trainer legen Wert auf Ballbesitz, schnelles Passspiel und das Einbeziehen junger Spieler in das Team.
6. Welche Rolle spielt die europäische Wettbewerbsfähigkeit von Ajax?
Ajax hat sich in den letzten Jahren als ernstzunehmender Mitbewerber in europäischen Wettbewerben etabliert. Der Club hat es geschafft, gegen starke Gegner in der Champions League zu bestehen und spielt oft eine Schlüsselrolle im internationalen Fußball.
7. Wie kann man Ajax-Spiele live verfolgen?
Spiele von Ajax können normalerweise über verschiedene Sportnetzwerke und Streaming-Dienste verfolgt werden. Der Club hat auch offizielle Kanäle, auf denen Fans aktuelle Infos, Live-Updates und Spielübertragungen finden können.
8. Wie kann man Tickets für Ajax-Spiele erwerben?
Tickets für Spiele von Ajax können über die offizielle Website des Vereins oder über autorisierte Ticketverkaufsstellen gekauft werden. Aufgrund der großen Fangemeinde sind die Tickets beliebt und oft schnell ausverkauft.
9. Wie engagiert sich Ajax in der Gemeinschaft?
Ajax engagiert sich aktiv in der Gemeinschaft und führt zahlreiche Programme zur sozialen Verantwortung durch. Dazu gehört die Unterstützung von Jugendlichen und sozialen Projekten in Amsterdam und Umgebung.
10. Welche Herausforderungen hat Ajax in der aktuellen Fußballlandschaft?
Wie viele Top-Clubs sieht sich Ajax Herausforderungen durch finanzielle Ungleichheiten, den Druck, Talente zu halten und die Notwendigkeit, im internationalen Wettbewerb wettbewerbsfähig zu bleiben, gegenüber.
Diese FAQ bietet einen Überblick über die wichtigsten Aspekte von Ajax Amsterdam als Star-Schmiede im Fußball. Wenn du weitere Fragen hast, stehe ich gerne zur Verfügung!
Nach der Bundesliga-Trendwende schwächelt Borussia Dortmund plötzlich im Lieblingswettbewerb Champions League. Im Achtelfinal-Hinspiel gegen den OSC Lille geht es nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus, im Rückspiel in einer Woche droht somit das Aus.
Mehr News zur Champions League
Borussia Dortmund muss nach einem Einbruch in der zweiten Halbzeit gegen den OSC Lille um den erneuten Einzug in die Champions League bangen. Das Team von Trainer Niko Kovac spielte im Achtelfinal-Hinspiel nur 1:1 (1:0) gegen den Tabellenfünften aus Frankreich, der erstmals mit Ethan Mbappé, dem 18 Jahre alten Bruder von Weltstar Kylian Mbappé in der Startelf der Königsklasse angetreten war.
Karim Adeyemi (22. Minute) hatte die vor der Pause spielbestimmenden Dortmunder in Führung geschossen. Nach der Pause traf Hakon Haraldsson (68.) für die nun stärkeren Gäste zum Ausgleich. Das Rückspiel in Nordfrankreich findet am kommenden Mittwoch statt. Sollte Dortmund das Weiterkommen schaffen, könnte es in der Runde der letzten Acht zum Duell mit dem FC Barcelona und Trainer Hansi Flick kommen.
Mit zuletzt zwei Bundesligasiegen am Stück und einer neuen defensiven Stabilität unter Kovac, der den taumelnden Revier-Riesen vor einem Monat übernommen hatte, ging der BVB mit Rückenwind in das Hinspiel. Zunächst war der Bundesligazehnte spielbestimmend. Lille dagegen wirkte beim ersten Achtelfinalspiel in der Königsklasse überhaupt nervös. Erst im zweiten Durchgang wurden die von rund 8000 Fans begleiteten Franzosen mutiger.
Lille mit Mbappé-Bruder erst nach der Pause besser
Bei Lille spielte Ethan Mbappé etwas überraschend von Beginn an, konnte jedoch keine Akzente setzen. Die Gäste erinnerten erst nach der Pause an die Leistungen der Vorrunde, in der sie sich als Siebter im Gegensatz zum BVB direkt für das Achtelfinale qualifiziert hatten. Dort hatten sie unter anderem gegen Real Madrid und Atlético Madrid gewonnen.
Die Führung für die Schwarz-Gelben gelang durch eine satte Direktabnahme Adeyemis aus rund 18 Metern. Der Ball war dem 23-Jährigen nach einer Ecke vor die Füße gesprungen. Es war das fünfte Champions-League-Tor in dieser Saison für den Nationalstürmer. Folgende teils gravierende Fehler Lilles im Aufbau nutzte der BVB bis zur Pause aber nicht mehr für weitere Treffer. Das vermeintliche 2:0 durch Pascal Gross erneut nach einer Ecke wurde wegen Abseits in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nicht gegeben.
Dortmunder Leistungsabfall nach der Pause
Dass der BVB nicht vor der Pause konsequenter war, rächte sich. Lille wurde nach der Pause mutiger und wirkte längst nicht mehr so gehemmt. Beim Ausgleich agierte auch die zuletzt so sattelfeste Abwehr Dortmunds alles andere als souverän. Auch nach vorne lief nichts mehr zusammen beim BVB. (dpa/SID/bearbeitet von cgo)
Julian Brand (r.) und Borussia Dortmund verpassen einen Hinspielsieg gegen den OSC Lille in der Champions League.
Quelle: dpa
Borussia Dortmund hat einen Sieg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den OSC Lille verpasst. Im heimischen Stadion musste sich das Team von Trainer Niko Kovac trotz Führung mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Das Rückspiel findet am 12. März in Frankreich statt (18:45 Uhr).
Wir haben nicht unser bestes Spiel gezeigt. Es war ein bisschen unsauber. Es war schwierig.
„
Karim Adeyemi
Zweites BVB-Tor zählt nicht
Karim Adeyemi erzielte per Dropkick den Führungstreffer für die Gastgeber (22.). Es war der fünfte Champions-League-Treffer in dieser Saison für den Nationalstürmer. Ein zweites Tor für den BVB unmittelbar vor der Halbzeitpause durch Pascal Groß zählte aufgrund einer Abseitsposition nicht.
Nach Wiederbeginn wurde Dortmund sehr passiv. Lille hatte mehr Ballbesitz, ohne zunächst zu zwingenden Torchancen zu kommen. In der 68. Minute war es aber passiert und Hakon Haraldson erzielte den nun verdienten Ausgleich.
Dortmund mit Rückenwind aus der Bundesliga
Mit zuletzt zwei Siegen in der Bundesliga am Stück und einer neuen defensiven Stabilität unter Kovac, der den taumelnden Revier-Riesen vor einem Monat übernommen hatte, ging der BVB mit Rückenwind in die Partie.
Borussia Dortmund holt zum ersten Mal in dieser Saison zwei Siege in Serie. Auf St. Pauli reichen dem BVB wenige gute Minuten. Guirassy und Adeyemi sind die Matchwinner.03.03.2025 | 9:26 min
Dortmund war zunächst klar spielbestimmend. Lille wirkte beim ersten Achtelfinalspiel in der Königsklasse überhaupt nervös.
Lille mit Mbappé-Bruder in Startelf
Bei Lille spielte Ethan Mbappé, der Bruder von Real-Star Kylian, etwas überraschend von Beginn an, konnte jedoch keine Akzente setzen. Nach der Pause wurde die Borussia dann viel zu passiv. Die von rund 8.000 Fans begleiteten Franzosen wurden mutiger und bestimmten jetzt die Partie.
Ohne größere Gegenwehr schafft Borussia Dortmund den Sprung ins Achtelfinale. Sporting Lissabon liefert einen uninspirierten Auftritt beim BVB, dem ein 0:0 reicht.19.02.2025 | 2:59 min
Lille erinnerte nun an die Leistungen der Vorrunde, in der sie sich als Siebter im Gegensatz zum BVB direkt für das Achtelfinale qualifiziert hatten. Dort hatten sie unter anderem gegen Real Madrid und Atlético Madrid gewonnen.
BVB-Abwehr sieht beim 1:1 nicht gut aus
Beim sich abzeichnenden Ausgleich agierte auch die zuletzt so sattelfeste Abwehr Dortmunds alles andere als souverän. Auch nach vorne lief nichts mehr zusammen beim BVB.
Ohne Niederlage marschiert der FC Bayern durch den Februar. Im Achtelfinale der Champions League wartet mit Bayer Leverkusen nun aber eine besonders schwere Aufgabe.04.03.2025 | 0:40 min
Aus deutscher Sicht sind im Achtelfinale noch Meister Bayer Leverkusen und Bayern München vertreten, die sich im direkten Duell gegenüberstehen. Das mit Spannung erwartete Hinspiel wird am Mittwoch (21 Uhr) in München angepfiffen.
Dabei hatte die erste Halbzeit noch optimistisch gestimmt. Dortmund knüpfte in Teilen an die ansprechenden Leistungen aus den vergangenen beiden Wochen an, hatte Ball und Gegner im Griff – und war verdientermaßen durch einen sehenswerten Treffer von Karim Adeyemi in Führung gegangen (22.).
Nach dem Seitenwechsel war Dortmunds Dominanz aber dahin, die Hausherren verfielen in alte, in dieser Saison schon häufiger beklagte Muster. Folgerichtig kamen die Gäste aus Frankreich durch Hákon Arnar Haraldsson (68.) zum Ausgleich.
Drei Dinge, die beim BVB-Remis auffielen.
1. Kontrollverlust mit Folgen
Kein einziger Torschuss, lediglich vier Ballaktionen im gegnerischen Strafraum, 40 Prozent Ballbesitz, eine Passquote von 71 Prozent, ein Gegentor – das sind die ernüchternden Zahlen der zweiten Dortmunder Halbzeit am Dienstagabend – und das im eigenen Stadion.
Zum Vergleich: Im ersten Durchgang kam der BVB immerhin noch auf sechs Torschüsse (einer davon war drin) und brachte knapp 84 Prozent seiner Zuspiele an den Mann.
“Wir waren in der zweiten Halbzeit viel zu passiv”, war Kapitän Emre Can im Nachgang bei “Prime Video” um Erklärungen bemüht: “Wir sind nicht dahingegangen, wo es wehtut. Wir müssen uns gegen den Ball besser bewegen und mutiger sein.”
Champions League: Karim Adeyemi (Borussia Dortmund, l.) gerät mit Alexsandro (OSC Lille) aneinander
Fotocredit: Getty Images
Auch Teamkollege Pascal Groß gab sich selbstkritisch: “Wir haben die Kontrolle verloren, konnten keinen Druck mehr auf den Gegner aufbauen und haben ihn ins Spiel zurückkommen lassen.” Es habe den Schwarz-Gelben schlicht an “Intensität gefehlt.”
Doch was gab den Ausschlag für den Kontrollverlust? “Vielleicht hatten wir noch schwere Beine vom letzten Spiel”, mutmaßte Adeyemi, der seine Aussage jedoch nicht als Ausrede verstanden wissen wollte.
Woran auch immer es lag, dass die Gastgeber nach der Pause die Zügel schleifen ließen – Dortmund hat sich mit seiner schwachen Darbietung in Hälfte zwei um eine deutlich bessere Ausgangsposition gebracht. Leichter wird es in Lille jedenfalls nicht, die Doggen bezwangen in der laufenden Königsklassen-Saison bereits Real Madrid 1:0, rangen Juventus ein 1:1 ab und deklassierten Bayern-Bezwinger Feyenoord 6:1 im Stade Pierre-Mauroy.
2. Adeyemi blüht unter Kovac auf
Adeyemi galt beim BVB lange als Sorgenkind. Im Winter schien sogar ein Abgang des gebürtigen Münchners im Bereich des Möglichen zu liegen.
Doch der eigentlich so talentierte Offensivmann hielt Dortmund die Treue. Zum Glück, wie sich rückblickend sagen lässt. Unter Neu-Trainer Niko Kovac blüht Adeyemi mittlerweile nämlich wieder auf und findet mehr und mehr zu seiner Topform zurück.
“Ich weiß, welche Qualitäten er besitzt. Ich habe ihm einfach gesagt: ‘Du hast Deine Qualitäten, unter anderem deine Schnelligkeit”, sagte Kovac noch vor dem Duell mit Lille gegenüber “Prime”: “Sowas hat dir der liebe Gott gegeben, das haben nicht viele. Er belohnt sich jetzt mit Toren.”
Wie das Profitieren von der eigenen Schnelligkeit aussieht, zeigte Adeyemi am vergangenen Wochenende auf Sankt Pauli, als er einen langen Ball aus der eigenen Hälfte erlief, seinen Gegenspieler unnachahmlich abschüttelte und eiskalt zum entscheidenden 2:0 einschob.
Karim Adeyemi (Borussia Dortmund)
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Noch sehenswerter war sein herrlicher Treffer gegen Lille. Bei eigener Ecke am Strafraum lauernd, setzte er eine zu kurz geratene Kopfballabwehr der Franzosen per Dropkick aus rund 18 Metern über den Innenpfosten ins Netz.
Auf seinen “Sonntagsschuss” angesprochen, scherzte Adeyemi: “Ein Sonntagsschuss war es nicht, heute ist ja Dienstag. Es ist schön, dass er reingegangen ist. Aber ich bin trotzdem nicht zufrieden, weil wir nicht gewonnen haben.”
Mit seiner individuellen Entwicklung kann Adeyemi dieser Tage aber sehr wohl zufrieden sein, der 23-Jährige war – zumindest in den beiden vergangenen Spielen – der auffälligste Dortmunder Offensivakteur.
3. Brandt bleibt blass
Als Julian Brandt gegen St. Pauli zunächst die Bank drücken musste, musste sich Kovac für seine Entscheidung rechtfertigen. Man habe kein Risiko eingehen wollen, Brandt habe an einer kleineren Verletzung laboriert und sei “natürlich” noch Stammspieler.
Julian Brandt ist derzeit außer Form
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Brandt fand bereits im ersten Durchgang – als Dortmund eigentlich noch am Drücker war – nicht ins Spiel, verschleppte den Ball und fiel durch Ungenauigkeiten auf.
Bis zu seiner Auswechslung in der 83. Minute hatte der 28-Jährige eine erschreckende Passquote von 47 Prozent auf die Uhr gebracht, zudem leistete er sich satte 15 Ballverluste.
Ein Abend zum Vergessen für den eigentlich so hochveranlagten Mittelfeldmann.
“Keinen Bock zu antworten”: Kompany kanzelt Reporter ab
Borussia Dortmund kommt in der Champions League gegen OSC Lille nicht über ein Unentschieden hinaus. Nach einer starken ersten Halbzeit schaltet der BVB im zweiten Durchgang in den Verwaltungsmodus. Die SPORT1-Einzelkritik.
Borussia Dortmund verpasst es, sich in der Champions League gegen OSC Lille für eine dominante erste Halbzeit zu belohnen und kommt nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.
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Die BVB-Fans hatten sich zu Hause deutlich mehr erhofft. Die Quittung für ihre Profis folgte prompt nach Abpfiff. Einige Pfiffe hallten den Dortmunder entgegen, ehe sich die Fans dann doch für aufmunternde Anfeuerungsrufe entschieden hatten.
Sabitzer patzt folgenschwer
Der einzige Gegentreffer des Tages war laut Experte Benedikt Höwedes vermeidbar, im Mittelpunkt: Marcel Sabitzer. „Der Fehler beginnt natürlich mit Sabitzer, der einfach nach vorne stürzt, ohne den Gegner richtig zu stellen”, sagte Höwedes bei Amazon Prime.
„Sabitzer, der blind rausstürzt und überhaupt nicht in den Zweikampf kommt. Wenn er seinen Gegenspieler hinten stellt und ihn bedrängt, passiert gar nichts. So hat er die Möglichkeit, den Steckpass zu spielen“, resümierte der Ex-Schalker. Auch Emre Can und Julian Ryerson hätten in besagter Situation nicht energisch genug verteidigt.
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Fakt ist: Der BVB muss sich am nächsten Mittwoch in Lille strecken, um in die Runde der besten acht Mannschaften in Europa einzuziehen. Die SPORT1-Einzelkritik zum BVB-Remis:
BVB: Innenverteidiger-Duo überzeugt
GREGOR KOBEL: Erlebte trotz Gegentor und mehr Ballbesitz des Gegners einen ruhigen Abend. Bei einem Mukau-Distanzschuss bewies er gutes Auge und guckte den Ball ins Aus. (27.). Eine eher strengere Flanke von Mbappé war das Einzige, was er aktiv fangen musste. Beim Gegentor machtlos. Immerhin: Mit dem Ball am Fuß fehlerlos. SPORT1-Note: 3
JULIAN RYERSON (bis 83.): Gewohnt giftig in den Zweikämpfen, auch wenn er nur knapp die Hälfte davon gewinnen konnte. Wollte es offensiv das ein oder andere Mal so machen wie Adeyemi vor ihm und seine Gegenspieler außen überlaufen. Doch ein paar km/h fehlten ihm für die Double-Rolle. Wies Svensson bei einem Lille-Freistoß ordentlich zurecht. Eine seiner Ecken missglückte und wurde dadurch fast noch überraschend gefährlich (45.). SPORT1-Note: 3
NICO SCHLOTTERBECK: Hätte ein weiteres Zu-Null-Spiel verdient. Ließ mit seinem kongenialen Partner Emre Can lange Zeit nichts anbrennen. Beim Gegentor war der Fehler des herausstürmenden Sabitzers nicht mehr zu verteidigen. Spielte immer wieder öffnende, vertikale Bälle und tauchte auch einmal gefährlich offensiv auf. Wie Jamie Gittens zog er in die Mitte und schloss mit seinem schwächeren rechten Fuß ab – der Ball sauste nur knapp links am Lille-Gehäuse vorbei (38.). Trotz Gegentor: Kovac hat sein Traum-Innenverteidiger-Duo gefunden! SPORT1-Note: 2,5
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EMRE CAN: Zeigte Lilles David direkt von Beginn an, wer Chef im Strafraum ist und eroberte mit vollem Körpereinsatz den Ball (9.). Verteidigte auch sonst mehrmals nach vorne und das ohne Foulspiel. Nahm so Mitspieler und Fans mit. Sorgte für ein Raunen, als er eine Flanke von der halbrechten Seite ins Aus ließ und seinen durchstartenden Gegenspieler kurz irritierte – wenn das gewollt war: Chapeau! Rückte beim Gegentor aus der Kette, weil Sabitzer fehlte. Die Bestrafung folgte umgehend: Ausgleich. SPORT1-Note: 2,5
DANIEL SVENSSON (bis 83.): Ließ sich im Spielaufbau – wie gewohnt – auf die Doppelsechs fallen. Der Bruder von Kylian Mbappé hatte es schwer gegen ihn. Erschrak nach rund einer Stunde bei einem Lille-Freistoß, als ihn Ryerson am Kragen packte und um ein paar Meter weiter nach hinten positionierte. Machte aber auch eine schmerzhafte Erfahrung, als er nach einem Zweikampf mit André Gomes am linken Knie behandelt werden musste. Kurz danach musste er wegen dieser Verletzung ausgewechselt werden. Dennoch: Mit seiner intensiven Art und Weise gewinnt er immer mehr die Herzen der BVB-Fans. Das von Kovac hat er bereits. SPORT1-Note: 3
Sabitzer ziellos und übermotiviert
MARCEL SABITZER: Agierte erneut als klarer Abräumer, häufig auch am Rande des Erlaubten und darüber hinaus. Sein Fehler leitete das Unglück ein: Beim Gegentor sprintete er ziellos und übermotiviert nach vorne und machte so in seinem Rücken Platz für die Lille-Angreifer. In der Folge war das nicht mehr zu verteidigen. SPORT1-Note: 5
PASCAL GROSS: Entnervte ein ums andere Mal seinen Gegenspieler Mukau und stand ihm dicht auf den Fersen. Dirigierte viel im Mittelfeld und ärgerte sich auch mal lautstark. Nicht so oft in Flanken-Positionen und in Strafraumsituationen wie zuletzt. Sein Abstauber-Tor nach einem Can-Kopfball kurz vor der Halbzeit zählte zu Recht nicht – Abseits. SPORT1-Note: 4
So lief es für Rückkehrer Gittens
JAMIE GITTENS (bis 66.): Kovac schonte ihn zuletzt und versprach sich davon Spritzigkeit und Frische – er sollte sie bekommen. Dribbelte immer wieder gefährlich an und zog einige Gegenspieler. Sein Frust der letzten Wochen wich der Spielfreude: Sein Beinschuss gegen André (15.) verzückte die Fans. Bis auf einen ungenauen Seitenwechsel ein durchaus positiver Auftritt. Musste nach etwa einer Stunde für Beier Platz machen. Wirkte platt. Von Kovac gab es Applaus. SPORT1-Note: 4
KARIM ADEYEMI: Wenn das Selbstbewusstsein da ist, funktioniert (fast) alles. Per Dropkick wuchtete er den zweiten Ball nach einer BVB-Ecke mit seinem starken linken Fuß trocken ins Eck (22.). Auch die Entstehung ging auf seine Kappe, denn er selbst holte die Standardsituation mit einem Tempo-Dribbling heraus. SPORT1-Note: 2,5
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Brandt? Das Glück ist nicht auf seiner Seite
JULIAN BRANDT (83.): Seine Teamkollegen Groß und Guirassy zeigten es ihm an: Lange Flanke. Doch Brandt wollte zu viel klein-klein und spielerisch lösen. Wie nach rund einer halben Stunde, als er kurz vor dem Lille-Kasten ins Nichts ablegte (32.) – da wäre so viel mehr drin gewesen. Das Glück ist weiterhin nicht auf seiner Seite. SPORT1-Note: 4,5
SERHOU GUIRASSY: Fast schon ungewohnt, dass es Guirassy nicht auf die Anzeigetafel schaffte. Traf zu Beginn nur das Außennetz (9.). Ließ sich diesmal immerhin nicht von leichteren Trikot-Zupfen stoppen und versuchte auf den Beinen zu bleiben. Viel Arbeit, wenig Ertrag. SPORT1-Note: 4
Ab 66. MAXMILIAN BEIER: Sollte für neuen Schwung sorgen. So richtig gelingen wollte ihm das nicht. Arbeitete aber deutlich fleißiger zurück als Gittens. SPORT1-Note: Ohne Bewertung.
Ab 83. YAN COUTO: Gleich nach seiner Hereinnahme bekam er mehrmals Pfiffe der BVB-Fans ab, weil er das Spiel verzögerte. SPORT1-Note: Ohne Bewertung.
Ab 83. RAMY BENSEBAINI: SPORT1-Note: Ohne Bewertung.
Ab 83. GIOVANNI REYNA: SPORT1-Note: Ohne Bewertung.
Der FC Arsenal hat einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Viertelfinale gemacht. Die Gunners gewannen das Achtelfinal-Hinspiel bei einer schwachen PSV Eindhoven klar.
Leandro Trossard bejubelt das zwischenzeitliche 5:1 für Arsenal.
IMAGO/ANP
In der 16. Minute hätte Saibari beinahe für einen gänzlich anderen Spielverlauf gesorgt. Eindhovens Mittelfeldspieler traf nach einer Abwehr von Raya ins Zentrum die Latte und schrammte so nur knapp an der PSV-Führung vorbei.
Eine Führung Eindhovens hätte gepasst zur Heimstärke der PSV, die in den vergangenen neun Heimspielen in der Champions League ungeschlagen geblieben war. Zum Spielverlauf hätte es jedoch ganz und gar nicht gepasst: Die auf einer Position veränderten Niederländer – Trainer Peter Bosz ließ nach dem 2:3 bei den Go Ahead Eagles Deventer Perisic anstelle von Bakayoko beginnen – sah sich von Beginn an hohem Druck der Gunners ausgesetzt.
Die Gäste, bei denen Coach Mikel Arteta nach dem 0:0 in Nottingham Thomas und Lewis-Skelly neu in die Startelf beorderte und Jorginho und Calafiori auf die Bank setzte, verlagerten die Anfangsphase überwiegend in die PSV-Hälfte. Erste Annäherungen, etwa über Rice, dessen Treffer wegen einer Abseitsposition nicht zählte (9.), blieben noch ungenutzt und der Schreckmoment rund um Saibari wurde überstanden – dann legten die Gunners los.
Champions-league-Achtelfinale, Dienstag
Arsenal sorgt für klare Verhältnisse
Den Anfang machte Timber, der eine Rice-Flanke per Kopf verwertete (18.). Nur drei Minuten später erhöhte Nwaneri: Sein strammer Abschluss aus wenigen Metern Entfernung war gleichbedeutend mit dem 2:0 (21.).
Weil Arsenal auch mit zwei Toren Vorsprung im Rücken nicht nachließ, dauerte es nicht lange, ehe der dritte Treffer der Gäste fiel: Gleich mehrere PSV-Spieler scheiterten beim Versuch, konsequent im eigenen Strafraum gegen Timber zu klären. Merino profitierte und traf aus spitzem Winkel zum 3:0 (31.).
Hoffnung durch Lang hält nur kurz
Lang ließ die Hausherren zur Pause noch einmal hoffen: Der Niederländer traf vom Punkt für die PSV, nachdem Thomas de Jong gefoult hatte (43.). Doch direkt nach dem Seitenwechsel sorgten die Gunners abermals für klare Verhältnisse: Ödegaard nutzte eine unzureichende Abwehr von Benitez (47.), Trossard überwand kurz darauf Eindhovens Keeper mit dem ersten Kontakt (48.) und sorgte so für einen Doppelschlag, der die Niederlage der PSV besiegelte.
Die Niederländer bemühten sich zwar in der Folge, noch etwas am Ergebnis zu ändern, Lang (51.), Perisic (53.) und de Jong (53.) scheiterten aber jeweils. Treffer gelangen nur noch den Gästen: Ödegaard stellte mit seinem Distanzschuss, bei dem Benitez keine gute Figur abgab, auf 6:1 (73.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Calafiori in den Schlussminuten (85.), diesmal leistete Ödegaard die Vorarbeit.
Die PSV Eindhoven trifft in der Eredivisie am Samstag (20 Uhr) auf den SC Heerenveen. Der FC Arsenal gastiert dagegen erst am Sonntag (17.30 Uhr) im Old Trafford bei Manchester United, ehe es am Mittwoch (12. März, 21 Uhr) dann zum Rückspiel zwischen den Gunners und der PSV kommt.
Weiß, wie man verhandelt: Markus Krösche.Bild: dpa / Swen Pförtner
Bundesliga
Kaum ein Verein hat in den vergangenen Jahren so clever ein- und verkauft wie Eintracht Frankfurt. Die Hessen haben es seit 2019 immer wieder geschafft, vor allem ihre Stürmer richtig teuer abzugeben.
Luka Jović ging in jenem Sommer für insgesamt 63 Millionen Euro, Sébastien Haller in derselben Transferperiode für 50 Millionen Euro. Omar Marmoush hat die SGE im zurückliegenden Winter für 75 Millionen Euro verlassen und Randal Kolo Muani spülte 2023 sogar 95 Millionen Euro in die Kassen.
Eintracht Frankfurt ist Verkaufskönig der Bundesliga
Trotz des sportlichen Aderlasses, dem sich die Eintracht damit immer wieder ausgesetzt sieht, haben sich die Frankfurter im Laufe der Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. Der dritte Platz in der Bundesliga ist derzeit kein Zufall.
Wie clever die SGE gerade unter Markus Krösche agiert, hat das Portal “transfermarkt.de” in einem Bericht im Januar herausgearbeitet. Demnach hat Eintracht Frankfurt seit dem Amtsantritt des Sportvorstands im Jahr 2021 das höchste Transferplus aller Bundesligisten erzielt – satte 141 Millionen Euro.
Im Sommer winken den Hessen nun abermals dicke Einnahmen. Darauf lässt zumindest ein Bericht von Sky schließen.
Eintracht Frankfurt: Ekitiké und Larsson könnten gehen
Demnach rechnet Eintracht Frankfurt mit “sehr hohen Angeboten” für Hugo Ekitiké und Hugo Larsson. Die beiden Youngster haben sich in dieser Saison als Leistungsträger etabliert. Diese Entwicklung ist auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben.
Für beide Profis habe die SGE bereits ein Preisschild festgelegt: Larsson sei für 60 Millionen Euro zu haben, Ekitiké soll mindestens 80 Millionen Euro einbringen. Und die vergangenen Transferperioden haben gezeigt, dass Krösche in der Regel bekommt, was er fordert.
Zur Abschreckung werden diese Zahlen aber wohl nicht taugen. “Sie rechnen nahezu zu 99 Prozent damit, dass Ekitiké Eintracht Frankfurt im Sommer verlässt, weil die Anfragen jetzt schon da sind, weil es das konkrete Interesse von vielen Topklubs gibt”, schätzte Sky-Transferexperte Florian Plettenberg die Lage ein.
Ritsu Dōan steht bei Eintracht Frankfurt auf der Liste
Nach dem Winterabgang von Marmoush müssen sich die Frankfurter Fans also darauf einstellen, mit Ekitiké den nächsten Topstürmer zu verlieren. Die SGE aber hat zuletzt bereits vorgesorgt, mit Elye Wahi und Michy Batshuayi gleich zwei Angreifer geholt. Vor allem vom jungen Franzosen erhoffen sich die Klubbosse perspektivisch noch einiges.
Im Sommer dürfte dann trotzdem auch auf der Zugangsseite noch einmal etwas passieren, wie auch Plettenberg durchblicken ließ. Sollten Ekitiké und Larsson gehen, stünden den Hessen auf einen Schlag wohl sogar knapp 140 Millionen Euro zur Verfügung.
Dann wäre etwa der Transfer von Ritsu Dōan leicht zu stemmen. Der Flügelspieler des SC Freiburg wird seit Wochen in Frankfurt gehandelt, er soll für 15 Millionen Euro zu haben sein.
Chris Kluwe lief von 2005 bis 2012 als Punter in der NFL für die Minnesota Vikings auf. In Erinnerung blieb der frühere American-Football-Profi vor allem wegen seines Engagements neben dem Feld. Denn schon als Aktiver setzte er sich für die gleichgeschlechtliche Ehe und die Rechte der LGBTQ+-Community ein, kritisierte überdies Homophobie in der NFL.
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FAQ: Eintracht Frankfurt rechnet im Sommer mit Mega-Summe
1. Warum wird von einer Mega-Summe gesprochen?
Eintracht Frankfurt erwartet im Sommer aufgrund von möglichen Transfers, Sponsorenverträgen und TV-Rechten eine erhebliche Einnahmequelle. Insbesondere der Verkauf von Spielern, die hohe Marktwerte haben, spielt eine entscheidende Rolle.
2. Welche Spieler könnten verkauft werden?
Konkrete Namen wurden noch nicht genannt, aber es wird spekuliert, dass Spieler, die in der vergangenen Saison herausragende Leistungen gezeigt haben oder bei anderen Vereinen viel Interesse geweckt haben, potenzielle Transfers sind.
3. Wie wird die Mega-Summe verwendet?
Die Einnahmen sollen vorrangig in die Verstärkung der Mannschaft investiert werden. Dies kann den Kauf neuer Spieler, die Verbesserung der Trainingsinfrastruktur oder die Anpassung der Gehälter umfassen.
4. Beeinflusst die Mega-Summe die Transferpolitik des Vereins?
Ja, eine derartige Summe würde es Eintracht Frankfurt ermöglichen, gezielt in Qualität und Talent zu investieren, um die sportlichen Ziele zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit in der Bundesliga und auf internationaler Ebene zu erhöhen.
5. Wie könnte sich die finanzielle Lage auf die sportliche Leistung auswirken?
Eine solide finanzielle Basis ermöglicht es dem Verein, bessere Spieler zu verpflichten und das Team insgesamt zu stärken. Dies könnte zu einer höheren Leistungsfähigkeit in der kommenden Saison führen.
6. Gibt es bereits konkrete Planungen, die auf diese Mega-Summe zurückzuführen sind?
Der Verein hält sich in Bezug auf spezifische Pläne noch bedeckt, betont jedoch, dass man sich auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet. Gespräche über mögliche Transfers und Strategien werden hinter den Kulissen geführt.
7. Gibt es Risiken, die mit der Aussicht auf diese Einnahmen verbunden sind?
Ja, wie bei jeder finanziellen Planung gibt es Risiken. Eine Abhängigkeit von Tranfererlösen könnte zu finanziellen Problemen führen, wenn die erwarteten Verkäufe nicht zustande kommen oder die gewünschte Leistung der Mannschaft ausbleibt.
8. Woher stammen die Prognosen über die Mega-Summe?
Die Schätzungen basieren auf Marktanalysen von Sportökonomen und den finanziellen Berichten des Vereins sowie der allgemeinen Entwicklung in der Bundesliga und im internationalen Fußball.
Für weitere Informationen oder aktuelle Entwicklungen folgen Sie bitte den offiziellen Kanälen von Eintracht Frankfurt.
Beim BVB legte Henrikh Mkhitaryan eine besonders fulminante Saison hin. An diese erinnerten sich die Dortmunder und erhielten eine rührende Antwort.
Dortmund – Henrikh Mkhitaryan erzielte für Borussia Dortmund 41 Tore und 49 Vorlagen geliefert. Insgesamt hat der Stürmer drei Jahre beim BVB gespielt. Die Zeit hat er nicht vergessen.
Als er von den Dortmundern auf Social Media geehrt wurde, meldete sich Mkhitaryan persönlich zu Wort. Er reagierte auf den Beitrag und sendete „viel Liebe“ ins Ruhrgebiet.
Außerdem betonte er, dass er die Zeit nie vergessen werde. Mkhitaryan spielt aktuell bei Inter Mailand.