Die 0:6-Pleite bei Borussia Dortmund hat in den Reihen des 1. FC Union Berlin ihre Spuren hinterlassen. Besonders die Schlussphase, in der die Mannschaft noch vier Gegentore hinnehmen musste, wirkt nach. Nicht nur bei den Spielern und Verantwortlichen, sondern auch bei den Fans. Zu denen gehört auch Torsten Mattuschka. Der 44-Jährige, der zwischen 2005 und 2014 selbst das Trikot der Eisernen trug, arbeitet mittlerweile für den Pay-TV-Sender Sky. Dort hat er in einem Interview auch über die Lage bei seinem Herzensverein gesprochen.
„Die letzten 20 Minuten in Dortmund waren schwer anzuschauen. Da darfst du definitiv nicht vier Gegentore kriegen in der Schlussphase. Das müssen die Spieler besser wegverteidigen. Das tut jetzt weh, auch wegen des Torverhältnisses“, sieht Mattuschka den kollektiven Zusammenbruch nach dem dritten Gegentor kritisch. Trainer Steffen Baumgart, den Mattuschka seit vielen Jahren persönlich kennt, nimmt er ebenfalls in die Pflicht: „Er hat jetzt auch nur sieben Punkte aus den acht Spielen geholt. Das ist nicht gut, aber du musst versuchen, einigermaßen aus dieser Saison rauszukommen. Du hast neun Punkte Vorsprung und das muss reichen, um drinzubleiben.“
Die einst von vielen Experten als sichere Nichtabstiegsgrenze auserkorene 40-Punkte-Marke wird in dieser Saison ganz sicher nicht nötig sein, um am Ende nicht einen der letzten drei Plätze zu belegen. Drei oder vier Siege aus den bevorstehenden elf Spielen bis Saisonende sollte Union aber schon noch einsammeln, um 2025/26 in ein siebtes Bundesliga-Jahr gehen zu können. Für die kommende Spielzeit hat Mattuschka einen Wunsch: „Du musst Baumi (Steffen Baumgart; Anm. d. Red.) mit Horst Heldt zusammen dann die Chance geben, den Kader nach seinen Vorstellungen umzubauen, damit er seine Spieler für seinen Fußball zur Verfügung hat.“
Zunächst einmal steht am Sonntag (15.30 Uhr) das wichtige Heimspiel gegen Holstein Kiel auf dem Programm. Ein „Sechs-Punkte-Spiel“, wie es Mattuschka betitelt. Während Union nur eine der zurückliegenden acht Partien im Stadion An der Alten Försterei gewonnen hat, wartet der Aufsteiger noch auf seinen ersten Auswärtssieg in der Bundesliga. Das Hinspiel im Oktober vergangenen Jahres gewannen die Köpenicker nach Toren von Aljoscha Kemlein und Tom Rothe mit 2:0.
Hamburg. Alexander Blessin trainiert Borussia Dortmunds nächsten Gegner St. Pauli. Weggefährte und Ex-BVB-Star Fredi Bobic mit einer Einschätzung.
An den 29. September 1998 erinnert sich Alexander Blessin gerne, aber auch problemlos. Es war schließlich der einzige Europapokaleinsatz, den der heutige Trainer des FC St. Pauli in seiner aktiven Karriere erleben durfte. Das Hinspiel gegen Feyenoord Rotterdam hatte der VfB Stuttgart noch ohne Blessin mit 0:3 zu Hause verloren, im Rückspiel im legendären Stadion De Kuip führte der VfB nach Toren von Krassimir Balakov und Kristijan Djordjevic kurz vor Schluss nur mit 2:0, stand wegen der damals geltenden Auswärtstorregel vor dem Aus.
„Ich durfte mich eine halbe Stunde lang warm machen. Da bin ich bespuckt und mit Bier und niederländischen Gulden beschmissen worden. Das hat mir gefallen“, berichtete Blessin bereits im vergangenen Herbst. Noch mehr gefiel dem Stürmer aber, dass er in der 88. Minute eingewechselt wurde, wenige Augenblicke später einen Ball auf Fredi Bobic spielte und dieser mit dem 3:0 das Stuttgarter Sensations-Comeback perfekt machte.
Beim VfB Stuttgart: Blessin legte Bobic auf
Rund 26,5 Jahre nach dieser dramatischen Europapokalnacht kommt Bobic gerade aus einem Berliner Fitnessstudio, als er sich am Telefon meldet. „Alex hat mir den Ball schön aufgelegt, sodass ich ihn volley reinhauen konnte. Dadurch sind wir weitergekommen“, erinnert sich Bobic und ergänzt mit einem Lachen: „Das war sein Highlight-Moment.“
Ende Januar 2023 wurde Bobic nach eineinhalb schwierigen Jahren als Sport-Geschäftsführer bei Hertha BSC freigestellt, zuvor hatte der 37-malige Nationalspieler vor allem in seinen fünf Jahren als Sportvorstand von Eintracht Frankfurt eine erfolgreiche Zeit erlebt. Auf Trainersuche war die Eintracht damals nicht, Niko Kovac und Adi Hütter standen nicht zur Debatte. Und dennoch nahm Bobic schon damals genau wahr, dass sein früherer Mitspieler als Nachwuchstrainer von RB Leipzig überzeugte.
Bobic über Blessin: „Er hat ein klares Konzept“
„Ich habe seinen Weg als Trainer natürlich verfolgt. Alex hat in Leipzig sehr gute Arbeit geleistet, was damals schon vielen Leuten aufgefallen ist. Da war er für viele Sportmanager im Fokus“, sagt Bobic. Über KV Oostende (Belgien), den CFC Genua (Italien) und Royale Union Saint-Gilloise (wieder Belgien) landete Blessin im vergangenen Sommer schließlich bei St. Pauli. Bobic ist vom 51-Jährigen überzeugt: „Er hat darüber hinaus ein klares Konzept und durch seine Auslandsstationen schon viel Erfahrung gesammelt. Abgesehen davon ist er ein super Typ.“
Was bisher kaum bekannt war: Kurz vor seiner Unterschrift bei den Kiezkickern verhandelte Blessin auch mit Zweitligist FC Schalke 04. Bei den Königsblauen war am Ende der vergangenen Saison nicht klar, ob Karel Geraerts weitermachen darf, weshalb sich Schalkes Sportdirektor Ben Manga nach Alternativen umsah. Neben Blessin wurde konkret auch mit Ex-HSV-Coach Thorsten Fink verhandelt, ehe Geraerts dann doch (vorerst) bleiben durfte.
Bobic tippt auf ein Remis zwischen St. Pauli und Dortmund
Für Blessin hat der geplatzte Schalke-Wechsel aus heutiger Sicht zwei positive Folgen: Zum einen kann er mit St. Pauli in der Bundesliga spielen – und zum anderen dürfte er im kommenden Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Sonnabend (15.30 Uhr) im Gegensatz zum Spiel in Rotterdam von den gegnerischen Fans nicht bespuckt und mit Bier beworfen werden.
„Für mich ist das ein offenes Spiel, auch wenn viele den BVB nach dem 6:0 gegen Union Berlin jetzt vorne sehen. Mich beeindruckt einfach, wie eng St. Pauli alle Spiele gestaltet. Mein Bauchgefühl ist ein Unentschieden“, sagt der Bobic, der den BVB mit dem neuen Trainer Kovac nun allerdings deutlich besser aufgestellt sieht.
Anfang Februar übernahm Kovac beim BVB
„Ich habe schon vor der Verpflichtung gesagt, dass Niko jetzt genau der richtige Trainer für den BVB ist. Er hat eine klare Spielidee, ist ein bodenständiger, aber auch sehr klarer Mensch im Umgang mit den Spielern. Er spricht die Dinge klar an, egal ob ein 18-Jähriger oder ein Starspieler vor ihm steht“, sagt der 53-Jährige. „Er weiß, dass er erst mal einen sehr einfachen, pragmatischen Fußball spielen lassen muss, damit die Mannschaft ihr verschwundenes Selbstvertrauen zurückgewinnt.“
Wie fragil das Dortmunder Gebilde ist, erlebte Kovac bereits kurz nach seinem Amtsantritt: Einem 3:0-Champions-League-Erfolg bei Sporting Lissabon folgte vier Tage später eine 0:2-Pleite bei Bundesliga-Abstiegskandidat VfL Bochum. „Niko hat jetzt in sehr kurzer Zeit schon verschiedene Phasen durchlebt. Er weiß jetzt schon, wie die Spieler nach einer Niederlage und nach einem Sieg sowie in verschiedenen Drucksituationen reagieren“, sagt Bobic.
Entwickelt habe sich Kovac nach seiner erfolgreichen Frankfurter Zeit unter anderem in der schwierigen Phase bei Bayern München, wo er sich unter anderem mit Thomas Müller überwarf, als er einen Generationswechsel vorantreiben wollte. „Nach der Station beim FC Bayern hat er auch viel reflektiert, was seinen Umgang mit einzelnen Spielern betrifft. Im Nachhinein hat er da zum Beispiel eingesehen, dass er mit Thomas Müller damals eine unnötige Baustelle aufgemacht hat“, sagt Bobic. „Der BVB ist jetzt eine sehr reizvolle, aber auch keine einfache Aufgabe, die ein Trainer mit seiner Klasse aber auf jeden Fall annehmen muss.“
Am Millerntor wartet nun die nächste Hürde auf den BVB, der bereits sieben Punkte Rückstand auf die Champions-League-Plätze hat. „Sie tun sich schwer damit, bei zweikampfstarken und kämpferischen Mannschaften dagegenzuhalten“, weiß Bobic. Auch die Kiezkicker sind für ihre starke Abwehr bekannt: „Man sieht eine Handschrift und wie besonnen und klar er mit der Mannschaft umgeht. Das sieht für mich so stabil aus, dass St. Paulis Bundesliga-Traum auch noch nächste Saison weitergehen kann.“ Für Blessin wäre es der nächste unvergessliche Moment in seiner Karriere.
Hamburg. Alexander Blessin trainiert Borussia Dortmunds nächsten Gegner St. Pauli. Weggefährte und Ex-BVB-Star Fredi Bobic mit einer Einschätzung.
An den 29. September 1998 erinnert sich Alexander Blessin gerne, aber auch problemlos. Es war schließlich der einzige Europapokaleinsatz, den der heutige Trainer des FC St. Pauli in seiner aktiven Karriere erleben durfte. Das Hinspiel gegen Feyenoord Rotterdam hatte der VfB Stuttgart noch ohne Blessin mit 0:3 zu Hause verloren, im Rückspiel im legendären Stadion De Kuip führte der VfB nach Toren von Krassimir Balakov und Kristijan Djordjevic kurz vor Schluss nur mit 2:0, stand wegen der damals geltenden Auswärtstorregel vor dem Aus.
„Ich durfte mich eine halbe Stunde lang warm machen. Da bin ich bespuckt und mit Bier und niederländischen Gulden beschmissen worden. Das hat mir gefallen“, berichtete Blessin bereits im vergangenen Herbst. Noch mehr gefiel dem Stürmer aber, dass er in der 88. Minute eingewechselt wurde, wenige Augenblicke später einen Ball auf Fredi Bobic spielte und dieser mit dem 3:0 das Stuttgarter Sensations-Comeback perfekt machte.
Beim VfB Stuttgart: Blessin legte Bobic auf
Rund 26,5 Jahre nach dieser dramatischen Europapokalnacht kommt Bobic gerade aus einem Berliner Fitnessstudio, als er sich am Telefon meldet. „Alex hat mir den Ball schön aufgelegt, sodass ich ihn volley reinhauen konnte. Dadurch sind wir weitergekommen“, erinnert sich Bobic und ergänzt mit einem Lachen: „Das war sein Highlight-Moment.“
Ende Januar 2023 wurde Bobic nach eineinhalb schwierigen Jahren als Sport-Geschäftsführer bei Hertha BSC freigestellt, zuvor hatte der 37-malige Nationalspieler vor allem in seinen fünf Jahren als Sportvorstand von Eintracht Frankfurt eine erfolgreiche Zeit erlebt. Auf Trainersuche war die Eintracht damals nicht, Niko Kovac und Adi Hütter standen nicht zur Debatte. Und dennoch nahm Bobic schon damals genau wahr, dass sein früherer Mitspieler als Nachwuchstrainer von RB Leipzig überzeugte.
Bobic über Blessin: „Er hat ein klares Konzept“
„Ich habe seinen Weg als Trainer natürlich verfolgt. Alex hat in Leipzig sehr gute Arbeit geleistet, was damals schon vielen Leuten aufgefallen ist. Da war er für viele Sportmanager im Fokus“, sagt Bobic. Über KV Oostende (Belgien), den CFC Genua (Italien) und Royale Union Saint-Gilloise (wieder Belgien) landete Blessin im vergangenen Sommer schließlich bei St. Pauli. Bobic ist vom 51-Jährigen überzeugt: „Er hat darüber hinaus ein klares Konzept und durch seine Auslandsstationen schon viel Erfahrung gesammelt. Abgesehen davon ist er ein super Typ.“
Was bisher kaum bekannt war: Kurz vor seiner Unterschrift bei den Kiezkickern verhandelte Blessin auch mit Zweitligist Schalke 04. Bei den Königsblauen war am Ende der vergangenen Saison nicht klar, ob Karel Geraerts weitermachen darf, weshalb sich Schalkes Sportdirektor Ben Manga nach Alternativen umsah. Neben Blessin wurde konkret auch mit Ex-HSV-Coach Thorsten Fink verhandelt, ehe Geraerts dann doch (vorerst) bleiben durfte.
Bobic tippt auf ein Remis zwischen St. Pauli und Dortmund
Für Blessin hat der geplatzte Schalke-Wechsel aus heutiger Sicht zwei positive Folgen: Zum einen kann er mit St. Pauli in der Bundesliga spielen – und zum anderen dürfte er im kommenden Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Sonnabend (15.30 Uhr) im Gegensatz zum Spiel in Rotterdam von den gegnerischen Fans nicht bespuckt und mit Bier beworfen werden.
„Für mich ist das ein offenes Spiel, auch wenn viele den BVB nach dem 6:0 gegen Union Berlin jetzt vorne sehen. Mich beeindruckt einfach, wie eng St. Pauli alle Spiele gestaltet. Mein Bauchgefühl ist ein Unentschieden“, sagt der Bobic, der den BVB mit dem neuen Trainer Kovac nun allerdings deutlich besser aufgestellt sieht.
„Ich habe schon vor der Verpflichtung gesagt, dass Niko jetzt genau der richtige Trainer für den BVB ist. Er hat eine klare Spielidee, ist ein bodenständiger, aber auch sehr klarer Mensch im Umgang mit den Spielern. Er spricht die Dinge klar an, egal ob ein 18-Jähriger oder ein Starspieler vor ihm steht“, sagt der 53-Jährige. „Er weiß, dass er erst mal einen sehr einfachen, pragmatischen Fußball spielen lassen muss, damit die Mannschaft ihr verschwundenes Selbstvertrauen zurückgewinnt.“
Wie fragil das Dortmunder Gebilde ist, erlebte Kovac bereits kurz nach seinem Amtsantritt: Einem 3:0-Champions-League-Erfolg bei Sporting Lissabon folgte vier Tage später eine 0:2-Pleite bei Bundesliga-Abstiegskandidat VfL Bochum. „Niko hat jetzt in sehr kurzer Zeit schon verschiedene Phasen durchlebt. Er weiß jetzt schon, wie die Spieler nach einer Niederlage und nach einem Sieg sowie in verschiedenen Drucksituationen reagieren“, sagt Bobic.
Entwickelt habe sich Kovac nach seiner erfolgreichen Frankfurter Zeit unter anderem in der schwierigen Phase bei Bayern München, wo er sich unter anderem mit Thomas Müller überwarf, als er einen Generationswechsel vorantreiben wollte. „Nach der Station beim FC Bayern hat er auch viel reflektiert, was seinen Umgang mit einzelnen Spielern betrifft. Im Nachhinein hat er da zum Beispiel eingesehen, dass er mit Thomas Müller damals eine unnötige Baustelle aufgemacht hat“, sagt Bobic. „Der BVB ist jetzt eine sehr reizvolle, aber auch keine einfache Aufgabe, die ein Trainer mit seiner Klasse aber auf jeden Fall annehmen muss.“
Am Millerntor wartet nun die nächste Hürde auf den BVB, der bereits sieben Punkte Rückstand auf die Champions-League-Plätze hat. „Sie tun sich schwer damit, bei zweikampfstarken und kämpferischen Mannschaften dagegenzuhalten“, weiß Bobic. Auch die Kiezkicker sind für ihre starke Abwehr bekannt: „Man sieht eine Handschrift und wie besonnen und klar er mit der Mannschaft umgeht. Das sieht für mich so stabil aus, dass St. Paulis Bundesliga-Traum auch noch nächste Saison weitergehen kann.“ Für Blessin wäre es der nächste unvergessliche Moment in seiner Karriere.
Er träumte von Berlin, jetzt muss der VfL Wolfsburg sein Saisonziel Europa über die Liga erreichen. RB Leipzig, den Gegner vom Mittwoch zu überholen, das sollte in Angriff genommen werden.
Nach dem Pokal-Aus in der Liga unter Druck: Ralph Hasenhüttl will mit dem VfL Wolfsburg nach Europa.
IMAGO/Jan Huebner
Ralph Hasenhüttl war sichtlich mitgenommen nach diesen 95 Pokalminuten, in denen für seine Mannschaft das Erreichen des Halbfinals im DFB-Pokal klar im Bereich des Möglichen lag. 0:1 in Leipzig, ein schwer umstrittener Handelfmeter zerstörte alle Träume, zehn Jahre nach dem Wolfsburger Triumph in diesem Wettbewerb wieder nach Berlin reisen zu können.
Der VfL-Trainer nahm, als sein Leipziger Gegenüber Marco Rose das Spiel analysierte, die Brille ab, vergrub sein Gesicht für einen Moment in den großen Händen und blickte dann nach vorne. Er weiß: Wolfsburg muss nun über die Liga das große Saisonziel Europa erreichen
“Was bleibt”, führte der Österreicher eine halbe Stunde vor Mitternacht aus, “ist ein Traum weniger.” Es bleibt nur noch die Bundesliga, wo der VfL schon so viele Punkte unnötig hat liegen lassen. Deswegen ist Druck da: “Wir brauchen noch viele Punkte, um dorthin zu kommen, wo wir hinwollen”, weiß der Trainer, dessen Team gerade in Heimspielen zu viele Geschenke verteilt hat. Sein Befehl an die am Mittwochabend geknickte Mannschaft: “Kopf hochnehmen, wir sind trotz allem auf einem guten Weg.”
Der “gute Weg” muss mit Erfolgen gepflastert werden
Der in den kommenden Wochen mit Erfolgserlebnissen gepflastert werden muss. Die nächsten Spiele bieten alle Chancen, sich oben reinzuarbeiten, wenngleich der Tabellenachte gerade in den vergangenen Wochen gegen Mannschaften wie Kiel (2:2) oder Bochum (1:1) schmerzhaft feststellen musste, dass es für ihn keine leichten Gegner gibt. Und doch müssen die Niedersachsen den Anspruch haben, in den kommenden Spielen den Grundstein dafür zu legen, um im Saisonendspurt im Europa-Kampf dabei sein zu können.
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Angefangen am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) bei ebenfalls Pokal-gefrusteten Bremern, anschließend heißen die Gegner St. Pauli, Augsburg, Heidenheim und Union Berlin. Pokal war gestern, nun muss der VfL in der Liga voll angreifen: “Es gilt, das Ganze zu akzeptieren und zu respektieren”, sagt Sportdirektor Sebastian Schindzielorz zähneknirschend, “um dann in der Liga Vollgas zu geben.”
Eier, wir brauchen Eier.
VfL-Keeper Marius Müller zitiert Torwart-Legende Oliver Kahn
Wolfsburg will nach Europa, will nächstes Jahr international spielen, “wir tun alles dafür”, sagt der erneut starke Kamil-Grabara-Vertreter Marius Müller, damit der VfL in der kommenden Saison in drei Wettbewerben vertreten ist. Der Schlussmann zitiert Torwart-Legende Oliver Kahn: “Eier, wir brauchen Eier.”
Wiedersehen mit Leipzig am 29. Spieltag
Mitte April, am 29. Spieltag, kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen mit Leipzig. “Vielleicht können wir Revanche nehmen”, sagt Trainer Hasenhüttl, dessen Team das Hinspiel eindrucksvoll mit 5:1 gewann und auch am Mittwoch mindestens auf Augenhöhe agierte. Wolfsburg und Leipzig, den Tabellensechsten, trennen aktuell vier Punkte. Es sollte ein VfL-Ziel sein, nach den kommenden elf Spieltagen vor dem Pokal-Halbfinalisten zu stehen. Und dann sind die Chancen auch groß, dass dies für einen internationalen Rang reicht.
Beim BVB müssen drei Mittelfeld-Stars um ihre Zukunft bangen. Neben Julian Brandt sind das auch Marcel Sabitzer und Pascal Groß.
Dortmund – Auf Borussia Dortmund kommt im Sommer ein größerer Umbruch zu. Besonders das BVB-Mittelfeld könnte ein neues Gesicht bekommen.
Jetzt droht auch Marcel Sabitzer und Pascal Groß das BVB-Aus
Schon länger ist klar, dass Giovanni Reyna und Salih Özcan den Verein verlassen sollen. Beide waren zuletzt ausgeliehen und kehrten nach Dortmund zurück. Nach Saisonende strebt der Verein die endgültige Trennung an.
Nicht ganz so klar ist die Lage bei einem prominenten Trio, das seit einiger Zeit aber enttäuschende Leistungen beim BVB abliefert: Julian Brandt, Marcel Sabitzer und Pascal Groß. Aber auch sie müssen zittern.
BVB-Vertrag von Julian Brandt wird aktuell nicht verlängert – Gespräch auf Eis
Laut Ruhr Nachrichten (Bezahlartikel) hat der BVB die Gespräche mit Julian Brandt über eine vorzeitige Verlängerung seines Vertrages (läuft bis Juni 2026) auf Eis gelegt.
Inzwischen sind intern die Zweifel gewachsen, ob der 28-Jährige sich tatsächlich irgendwann zum Führungsspieler aufschwingen kann, heißt es. Zu inkonstant sind seine Leistungen. Hier heißt die Devise: abwarten, ob er seine Formprobleme noch in den Griff bekommt.
BVB-Vertrag von Marcel Sabitzer läuft bis 2027 – aber Sommer-Transfer nicht ausgeschlossen
Der Vertrag von Marcel Sabitzer (30) läuft noch ein Jahr länger. Und dennoch ist auch beim Österreicher eine Trennung im Sommer nicht ausgeschlossen.
Die Ruhr Nachrichten nennen ihn „das Gesicht der BVB-Krisensaison“. Untermauert wird das durch seine katastrophale Bilanz von 0 Torbeteiligungen in 29 Saison-Pflichtspielen.
BVB-Neuzugang Pascal Groß ist auch Wackelkandidat – mit Tendenz zu Verbleib
Etwas besser sieht die Prognose für Pascal Groß aus. Der 33-Jährige ist seit vergangenem Sommer im Besitz eines Zweijahresvertrages.
Die Tendenz bei ihm soll trotz zuletzt enttäuschender Leistungen in Richtung Verbleib gehen. Ein neuer BVB-Vertrag für den Routinier ist aber derzeit nicht in Sicht.
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Julian Brandt, Marcel Sabitzer und Pascal Groß kommen auf eine gesammelte Erfahrung von 147 Länderspielen für Deutschland beziehungsweise Österreich. Auf dem Platz haben sie es aber zuletzt nicht geschafft, dem BVB-Mittelfeld Organisation und Esprit zu verleihen. Deshalb steht das Trio nun vor einer ungewissen Zukunft.
Weil der 50-Jährige alle Herzen im Süden Londons gewonnen hat. Zuletzt mit der 4:1-Gala gegen Aston Villa, immerhin Achtelfinalist in der Champions League. „Die Spieler wussten genau, was zu tun ist, waren aggressiv, auch geduldig, haben nie das Momentum verloren. Ein großer Tag“, strahlte Glasner. „Die Atmosphäre war brilliant, die Unterstützung großartig.“
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Seit 20 Jahren führt er Borussia Dortmund, Ende dieses Jahres soll Schluss sein. Wie schwer Hans-Joachim Watzke das Loslassen fällt, hat sich schon mehrfach gezeigt. Öffentlich wie hinter den Kulissen mischt er noch immer fleißig mit.
Ruhestand genießen? Bei Watzke kaum denkbar. Und so kommt nun ein Hammer raus, den viele bereits geahnt haben. Trotz des Rückzugs bei Borussia Dortmund bleibt er dem Fußball erhalten.
Borussia Dortmund: Watzke kandidiert erneut
Er steht auf dem Trainingsplatz, auf der Tribüne, vor den Mikrofonen, in der Geschäftsstelle. Auch wenn die Entscheidungsgewalt inzwischen bei Nachfolger Lars Ricken liegt: So richtig kauft man „Aki“ Watzke seinen Rückzug noch nicht ab. Noch immer ist er massiv beim BVB involviert. In der aktuellen Krise hat er sein Engagement eher weiter verschärft als gemindert.
+++ Borussia Dortmund lange ohne Bensebaini? Kovac klärt auf +++
Ende des Jahres soll dennoch Schluss sein. Beim BVB zumindest (hier die Details). Jetzt ist aber klar: So manches anderes Amt will der Dortmunder Sport-Geschäftsführer nicht aufgeben. Sonne, Strand und Sauerland werden sein Leben auch 2026 nicht prägen – stattdessen kandidiert er nun erneut für einen großen Posten.
BVB-Boss will UEFA-Amt behalten
Seit 2023 sitzt Watzke im UEFA-Exekutivkomitee, dem höchsten Gremium des europäischen Fußballverbandes. Am 3. April wird dort neu gewählt. Bereits jetzt ist die Kandidatenliste veröffentlicht worden. Und: Hans-Joachim Watzke steht erneut drauf. Für vier weitere Jahren will er sich in das Komitee wählen lassen. Und es könnte nicht sein einziger Job bleiben.
Auch bei der DFL steht er als Mitglied und Sprecher des Präsidiums weit oben in der Hierarchie. Ohne Posten bei einem Profi-Klub ist eine erneute Kandidatur aber nicht möglich. Wie praktisch, dass die Neuwahlen des DFL-Präsidiums schon in diesem Herbst sind und damit kurz vor seinem BVB-Rückzug. Der Verdacht liegt nahe, dass das kein Zufall ist und er sich schnell noch in seinem Amt bestätigen lassen will.
Mehr News:
Und auch der DFB-Bundestag steht im September 2025 wieder an. Im deutschen Fußballverband ist Watzke derzeit Vize-Präsident. Steht er auch hier erneut zur Wahl? Ziemlich sicher wird man den Funktionär auch nach seinem Abschied aus dem BVB-Alltagsgeschäft weiter sehen. Denn selbst über eine Kandidatur für ein anderes Amt bei Borussia Dortmund wird bereits gemunkelt. Hier mehr dazu.
Anfang Februar endete für den FC Augsburg der Traum vom Einzug ins DFB-Pokalhalbfinale. Der Bundesligist verlor beim VfB Stuttgart mit 0:1. Was dem FCA nicht gelang, setzte Drittligist Arminia Bielefeld am Dienstag in die Tat um. Die Ostwestfalen zogen mit einem 2:1-Sieg gegen Werder Bremen ins Halbfinale ein. Ein Erfolg, an dem auch eine ganze Reihe von ehemaligen Augsburger Spielern großen Anteil hatte. Sie träumen mit ihren Kollegen weiter vom Endspiel in Berlin.
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Seit 20 Jahren führt er Borussia Dortmund, Ende dieses Jahres soll Schluss sein. Wie schwer Hans-Joachim Watzke das Loslassen fällt, hat sich schon mehrfach gezeigt. Öffentlich wie hinter den Kulissen mischt er noch immer fleißig mit.
Ruhestand genießen? Bei Watzke kaum denkbar. Und so kommt nun ein Hammer raus, den viele bereits geahnt haben. Trotz des Rückzugs bei Borussia Dortmund bleibt er dem Fußball erhalten.
Borussia Dortmund: Watzke kandidiert erneut
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BVB-Boss will UEFA-Amt behalten
Seit 2023 sitzt Watzke im UEFA-Exekutivkomitee, dem höchsten Gremium des europäischen Fußballverbandes. Am 3. April wird dort neu gewählt. Bereits jetzt ist die Kandidatenliste veröffentlicht worden. Und: Hans-Joachim Watzke steht erneut drauf. Für vier weitere Jahren will er sich in das Komitee wählen lassen. Und es könnte nicht sein einziger Job bleiben.
Auch bei der DFL steht er als Mitglied und Sprecher des Präsidiums weit oben in der Hierarchie. Ohne Posten bei einem Profi-Klub ist eine erneute Kandidatur aber nicht möglich. Wie praktisch, dass die Neuwahlen des DFL-Präsidiums schon in diesem Herbst sind und damit kurz vor seinem BVB-Rückzug. Der Verdacht liegt nahe, dass das kein Zufall ist und er sich schnell noch in seinem Amt bestätigen lassen will.
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Und auch der DFB-Bundestag steht im September 2025 wieder an. Im deutschen Fußballverband ist Watzke derzeit Vize-Präsident. Steht er auch hier erneut zur Wahl? Ziemlich sicher wird man den Funktionär auch nach seinem Abschied aus dem BVB-Alltagsgeschäft weiter sehen. Denn selbst über eine Kandidatur für ein anderes Amt bei Borussia Dortmund wird bereits gemunkelt. Hier mehr dazu.
Die letzten Wochen und Monate gab es bei DAZN durchweg gute Nachrichten. Mit einigen neuen TV-Rechten konnte der Streamingdienst viele Kunden glücklich machen. Dazu zählt unter anderem auch die Fußball-Bundesliga, die ab der kommenden Saison mehr Sendezeit erhält – beispielsweise durch die legendäre Konferenz am Samstagnachmittag.
Doch nicht immer sind die Zeiten rosig. DAZN droht nämlich ein bitterer Rückschlag. Schuld daran könnte ausgerechnet ein Bundesligist sein, der nicht nur dem Streamingdienst aktuell große Sorgen bereitet.
DAZN zittert jetzt schon
Ab der kommenden Saison werden mehr Bundesliga-Spiele bei DAZN zu sehen sein. In der Champions League bleibt alles beim Alten, der Streamingdienst besitzt die überwiegende Mehrheit der Rechte an der Königsklasse, zeigt mittwochs alle Partien in voller Länge. Die einzige Ausnahme gilt tags zuvor.
Auch interessant: Hala Madrid y nada más: Das ist die Bedeutung der weltberühmten Hymne von Real Madrid
Dienstags wird ein Spiel exklusiv bei Amazon Prime Video zu sehen sein. Dabei handelt es sich in der Regel um eine Partie mit deutscher Beteiligung. In der Ligaphase war dies mit Borussia Dortmund oft der Fall. Mittlerweile wurden schon vier Partien des BVB dort gezeigt.
Während es international für die Dortmunder immerhin ganz ordentlich läuft, findet sich die Mannschaft von Neu-Trainer Niko Kovac in der Bundesliga weiter im freien Fall. Mittlerweile ist der Revierklub auf Platz 11 abgerutscht und der Rückstand auf die internationalen Plätze wächst immer mehr. Verpasst der BVB es, im kommenden Jahr in der Champions oder Europa League zu spielen, wird das große Folgen haben – auch für DAZN.
BVB-Krise hätte viele Folgen
Ohne den BVB würden DAZN und Co. viele Zuschauer wegbleiben. Dortmund ist ein Zuschauermagnet und genau den würden viele TV-Sender und Streamingdienste verlieren. Vor allem für die Champions League wäre das ein herber Rückschlag ohne den Finalisten des vergangenen Jahres. Der Quoten-Garant würde also nicht nur auf sportlicher Ebene fehlen.
+++ Formel 1: Blutiger Konflikt! Langersehnte Rückkehr in Gefahr? +++
Aber das ist noch nicht alles. Die deutschen Klubs schauen ebenfalls genau hin. Die Bundesliga wurde in der UEFA-Wertung bereits von England, Spanien und Italien abgehängt. Ohne den BVB könnte der Abstand noch größer werden. Dortmund liegt aktuell in der UEFA-Zehnjahreswertung unter den Top 10 Europas – kein anderes deutsches Team außer Bayern kommt an diese Bilanz heran.
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Deshalb werden DAZN und Co. hoffen, dass die Schwarzgelben in den restlichen Partien der Bundesliga-Rückrunde noch irgendwie die Kurve bekommen und sich für die Champions League qualifizieren. Der Rückstand auf einen direkten Platz für die Königsklasse beträgt aktuell acht Punkte. Das wird eine ganz große Zitterpartie bis zum Saisonende.