Während die Formkurve bei Borussia Dortmund zuletzt wieder leicht bergauf ging, machen BVB-Fans sich über einen ganz bestimmten Star ziemlich große Sorgen.
Julian Brandt läuft seiner Form derzeit weit hinterher. Der Offensivspieler des BVB hatte zuletzt ganz offen durchblicken lassen, was ihn derzeit so sehr stört. Das Selbstvertrauen fehle bei ihm und seinen Kollegen, hatte Brandt nach dem 0:0 im Rückspiel der Champions-League-Zwischenrunde gegen Sporting Lissabon verraten.
BVB: Wie geht’s weiter für Julian Brandt?
Im Anschluss an die Partie platzte bei seinen Kollegen der Knoten. Gegen Union Berlin feierte Borussia Dortmund einen 6:0-Kantersieg. Nicht dabei: Julian Brandt. Auch beim darauffolgenden 2:0 auf St. Pauli saß der Nationalspieler fast 90 Minuten auf der Bank, wurde erst in der Schlussminute für Maximilian Beier eingewechselt.
Beim 1:1 gegen Lille im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League stand Julian Brandt dann wieder in der Startelf. Seine Leistung war jedoch genauso enttäuschend wie die seiner meisten Kollegen – vor allem in der zweiten Halbzeit. Und so stellt sich für viele Fans die Frage: Wie soll es mit Brandt beim BVB nur weitergehen?
+++ Auch interessant: BVB-Abgang verkündet – er verlässt die Dortmunder im Sommer +++
Borussia Dortmund: Kovac mit klarer Ansage
Niko Kovac hat darauf eine klare Antwort. „Jule wird weiter den Stellenwert genießen, dem ich ihn auch gegeben habe“, sagt der Trainer von Borussia Dortmund, der dem 28-Jährigen vollstes Vertrauen schenkt: „Wir brauchen Julian.“
Kovac weiß sehr wohl, dass die Kritik an Julian Brandt nicht ganz unberechtigt ist. So sei Brandts Vorstellung im Spiel gegen Lille „unglücklich“ gewesen, stellt der BVB-Coach klar. Doch Kovac ist sich genauso sicher, dass Brandt aus diesem Formtief schon bald wieder rauskommt. Und dies gehe nur mit einer gehörigen Portion Spielpraxis, unterstreicht Kovac.
Eine Formsteigerung von Julian Brandt könnte Borussia Dortmund in den kommenden Wochen enorm gut gebrauchen. Im Endspurt der Bundesliga-Saison will der BVB sich nach einer bislang enttäuschenden Spielzeit noch in den Europapokal retten.
Ohne drei seiner ganz zentralen Akteure muss der SV Werder Bremen am Sonnabend während des Auswärtsspiels beim Deutschen Meister Bayer 04 Leverkusen (15.30 Uhr) auskommen. Während ein Einsatz für Innenverteidiger Niklas Stark nach seiner Blessur aus dem Wolfsburg-Spiel noch zu früh kommt, fehlen Stürmer Marvin Ducksch und Kapitän Marco Friedl weiterhin verletzt. Heißt: Cheftrainer Ole Werner wird seine Startelf vor dem 25. Spieltag einmal mehr anpassen müssen.
Zetterer bleibt im Tor
Für die Position zwischen den Pfosten gilt das allerdings ausdrücklich nicht. Am Status von Stammtorhüter Michael Zetterer gibt es für Werner trotz dessen Patzers gegen die Wölfe nichts zu rütteln. Zumal der 29-Jährige seine Erkältung inzwischen vollständig auskuriert haben soll. Vor dem Schlussmann dürfte die Bremer Dreierkette aus Amos Pieper, Milos Veljkovic und Anthony Jung bestehen. Vieles spricht dafür, dass Werder gegen Leverkusen in der Defensive auf Erfahrung setzt. Julian Malatini wäre mit seinem Tempo zwar eine denkbare Alternative für die rechte Seite, hatte zuletzt während des Pokal-Aus in Bielefeld aber große Schwächen offenbart.
Auf der rechten Schienenposition führt weiterhin kein Weg an Mitchell Weiser vorbei. Nach seinem vierten Saisontor gegen Wolfsburg dürfte dem 30-Jährigen zusätzlich Auftrieb verleihen, dass es nun gegen seinen Ex-Club geht. Für die linke Seite hat Werner die Wahl zwischen Felix Agu, Derrick Köhn und Issa Kaboré. Agu hat die Nase im Vergleich zu seinen Konkurrenten aktuell leicht vorn.
Feste Positionen vergeben
Zentral vor der Abwehr ist Senne Lynen gesetzt. Gleiches gilt für Jens Stage auf der Achterposition. An der Seite des Dänen wird Romano Schmid nach auskuriertem Infekt auf den Platz zurückkehren. Sein Auftrag: Kreativität ins Spiel bringen und die Bremer Angreifer mit Bällen füttern. Gegen Wolfsburg hatten André Silva und Nebenmann Oliver Burke einen ordentlichen Einstand als Werder-Sturmduo gefeiert. In Leverkusen dürften sie nun zum zweiten Mal starten.
Robin Koch hat sich inzwischen zwar von seiner leichten Gehirnerschütterung erholt, über gesundheitliche Probleme klagt der Abwehrmann von Eintracht Frankfurt aber dennoch. Wie Cheftrainer Dino Toppmöller am Freitag vor dem Bundesliga-Spiel gegen Union mitteilte, laboriert Koch an einem Infekt.
„Wir müssen schauen, wie er morgen beieinander ist“, erklärte Toppmöller. „Er ist heute zu Hause geblieben. Da müssen wir sehen, ob es für Sonntag reicht.“
Die Erkrankung hatte sich bereits vor dem Europa-League-Spiel gegen den AFC Ajax (2:1) angekündigt, wie Toppmöller ergänzte. „Am Mittwoch war die Idee, dass Robin die Mannschaft begleitet nach Amsterdam. Da war der Infekt schon im Anflug. Dann haben wir entschieden, dass er besser nicht mit uns im Flieger sitzt.“ Ob er ein Ticket in Richtung Berlin erhält, bleibt dementsprechend offen.
Sollte es für Koch noch nicht reichen, dürfte Nnamdi Collins auflaufen, der schon gegen die Niederländer von Beginn an auf dem Platz stand. Nach dem Union-Duell wartet am Donnerstag das Rückspiel gegen Ajax. Möglich, dass die SGE gegen Berlin – besonders was die Startelf angeht – bei Koch erneut Vorsicht walten lässt.
Quelle: Pressekonferenz
LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren
Source link
FAQ: Robin Koch fängt sich Infekt ein
Frage 1: Wer ist Robin Koch?
Antwort: Robin Koch ist ein deutscher Fußballspieler, der als Innenverteidiger spielt. Er hat sowohl in der Bundesliga als auch international für verschiedene Mannschaften, einschließlich der deutschen Nationalmannschaft, gespielt.
Frage 2: Was ist passiert?
Antwort: Robin Koch hat sich einen Infekt zugezogen, der ihn möglicherweise daran hindern könnte, an Trainingseinheiten oder Spielen teilzunehmen.
Frage 3: Was für einen Infekt hat Robin Koch?
Antwort: Die genaue Art des Infekts wurde bisher nicht öffentlich bekannt gegeben. Infekte können verschiedene Ursachen haben, wie z.B. Viren oder Bakterien.
Frage 4: Wie wird sich der Infekt auf seine Leistung auswirken?
Antwort: Ein Infekt kann die körperliche Fitness und die Leistungsfähigkeit eines Athleten beeinträchtigen. Es ist zu erwarten, dass Koch, abhängig von der Schwere des Infekts, möglicherweise einige Zeit nicht auf dem Platz stehen kann.
Frage 5: Wird er im nächsten Spiel spielen können?
Antwort: Das hängt von der Schwere des Infekts und der Dauer seiner Genesung ab. Das Trainerteam und die medizinischen Betreuer werden seine Situation genau beobachten und entscheiden, wann er wieder einsatzbereit ist.
Frage 6: Was unternimmt der Verein, um ihm zu helfen?
Antwort: Der Verein hat wahrscheinlich medizinische Fachkräfte, die Robin Koch unterstützen werden. Dazu gehören Untersuchungen, Behandlungen und eine angemessene Genesungszeit.
Frage 7: Gibt es Updates zur Situation?
Antwort: Updates zur Situation von Robin Koch werden vom Verein in der Regel über offizielle Kanäle wie die Vereinswebsite und Social Media veröffentlicht. Fans sollten die offiziellen Ankündigungen im Auge behalten.
Frage 8: Wie kann man Robin Koch unterstützen?
Antwort: Fans können Robin Koch unterstützen, indem sie ihm positive Nachrichten über soziale Medien senden und ihm gute Besserung wünschen. Die Unterstützung der Fans kann für den Spieler während seiner Genesung von großer Bedeutung sein.
Bitte beachten Sie, dass die Informationen jederzeit aktualisiert werden können, je nach den neuesten Entwicklungen in Bezug auf Robin Kochs Gesundheitszustand.
Wolfsburg.Der VfL Wolfsburg ist zweifelsohne ordentlich bis gut unterwegs in dieser Fußball-Bundesliga-Saison. Als Tabellensiebter mit nur einem Punkt Rückstand auf das Ziel internationales Geschäft gehen die Niedersachsen die letzten zehn Spiele in dieser Saison an. Am Samstag (15.30 Uhr) ist Aufsteiger FC St. Pauli zu Gast. Ein Sieg wäre dreifach schön. Denn mit einem Dreier könnte der VfL nicht nur seine maue Heimbilanz (erst drei Siege) aufpolieren, sondern er könnte damit auch seinen Pauli-Fluch beenden und in der „Ewigen Tabelle“ einen Platz nach oben klettern.
Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
So wenig Heimsiege wie im Fast-Abstiegs-Jahr
Trainer, Spieler und Verantwortliche der Klubs sagen ja zumeist, dass sie nicht gern zurück, sondern immer nach vorn schauen. Mit Blick auf den VfL ist das auch gut so, denn wenn man bedenkt, wo die Wolfsburger stünden, wenn sie etwa ihre Heimspiele in diesem Jahr gegen die Kellerkinder Kiel (nur 2:2) und gegen Bochum (nur 1:1) gewonnen hätten, schmerzt das ziemlich stark. Der VfL wäre punktgleich mit Mainz auf Tabellenplatz vier. Das ist ein Champions-League-Rang. Das ist zwar nicht das erklärte Ziel, aber der VfL könnte eben schon jetzt mittendrin statt nur dabei sein im Kampf um Europa. Damit er da endlich voll mitmischt, muss das zweitbeste Auswärtsteam der Liga jetzt endlich auch mal zu Hause konstant punkten – einzig gegen Union Berlin (1:0), Mainz 05 (4:3) und Gladbach (5:1) konnte bisher in der VW-Arena gewonnen werden. Nur drei Heimsiege nach 24 Spieltagen gab‘s zuletzt in der Fast-Abstiegs-Saison 2016/17.
Früher Spieler, jetzt Fanbeauftragter des VfL Wolfsburg: Holger Ballwanz (r.) siegte mit den Niedersachsen gegen Pauli mal mit 4:1.
Quelle: imago images
Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
„Wir haben auch zu Hause schon ganz ordentliche Spiele gemacht, aber die Spiele gegen Kiel und Bochum haben uns Punkte gekostet. Wir haben es noch nicht geschafft, solche Spiele mal mit einem humorlosen Sieg für uns zu entscheiden“, sagt Trainer Ralph Hasenhüttl, den die maue Heimbilanz natürlich wurmt, gleichwohl will er nicht von einem „Heimkomplex oder Heimphobie“ sprechen.
Der VfL kann Nürnberg überholen
Kleiner, aber feiner Nebeneffekt eines VfL-Heimsieges: Mit einem Heimdreier klettert der VfL in der „Ewigen Tabelle“ der Bundesliga einen Rang nach oben – von 15 auf 14 und damit vorbei am 1. FC Nürnberg, der 1318 Zähler eingefahren hat. 1315 Punkte haben die Niedersachsen in der Bundesliga seit dem Aufstieg 1997 gesammelt. In 942 Spielen gab es 358 Siege, 241 Remis und 343 Niederlagen. 1425 Tore erzielte der VfL dabei, 1380 kassierte er. Mit einem Sieg wären die Grün-Weißen und die Franken, die in der 2. Liga kicken, punktgleich – aber dank des besseren Torverhältnisses können die Niedersachsen am Club (344 Siege, 286 Remis, 488 Niederlagen) vorbeiziehen.
„Einige haben uns damals als Absteiger Nummer 1 gesehen, aber wir sind gekommen und sind geblieben.“
Holger Ballwanz, Ex-Profi und VfL-Fanbeauftragter
Zuletzt war der VfL in der „Ewigen Tabelle“ im Mai 2021 einen Platz nach oben geklettert, damals hatte er Nachbar Hannover 96 überholt. Jetzt ist der nächste Sprung möglich. Holger Ballwanz, der für den VfL spielte, jetzt einer der Fanbeauftragten des Klubs ist und den Verein aus dem Effeff kennt, sagt: „In gut zwei Jahren ist der VfL 30 Jahre in der Bundesliga dabei – irgendwann ist es keine Überraschung mehr, wenn man Klubs, die vielleicht mehr Tradition haben als wir, in dieser Tabelle überholt, weil sie ab und an mal in der 2. Liga gespielt haben.“ Der Ex-Profi fügt schmunzelnd hinzu: „Mich persönlich freut es, dass ich drei Jahre lang als Spieler meinen Teil dazu beitragen konnte, dass wir so viele Punkte haben.“
Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Für Tradition kann sich kein Verein etwas kaufen
Es gab nicht wenige Fußball-Experten, die dem VfL nach dem Aufstieg 1997 gleich wieder den Abstieg prognostiziert hatten. Ballwanz: „Einige haben uns damals als Absteiger Nummer 1 gesehen, aber wir sind gekommen und sind geblieben. Den Fans, die uns jetzt seit 28 Jahren in der Bundesliga begleiten, bedeutet das was. Sie sind mit voller Leidenschaft dabei. Für Tradition kann sich kein Verein etwas kaufen.“ Sollte es mit dem Sprung in der „Ewigen Tabelle“ für den VfL bereits am Samstag klappen, hätten die Grün-Weißen noch den VfL Bochum (1501 Punkte), Hertha (1771), Kaiserslautern (2094), Köln (2484), Leverkusen (2494), Schalke (2563), Frankfurt (2577), den HSV (2733), Gladbach (2833), Stuttgart (2874), Bremen (2994), Dortmund (3177) und die Bayern (4128) vor sich.
Aber: Um diesen Sprung jetzt machen zu können, braucht es eben den Heim-Dreier. Klappt es, wäre das der erste Sieg gegen den Kultklub vom Kiez überhaupt in der Bundesliga. Fünf Duelle gab es bisher in Liga eins, viermal endeten die remis, einmal gewann St. Pauli mit 3:1 (26. Januar 2002). Ballwanz, der mit dem VfL einst in der 2. Liga gegen Pauli ein 4:1-Schützenfest feierte: „Gegen so ein 4:1 am Samstag würde ich mich nicht wehren… Aber: Einfach drei Punkte holen – das reicht auch. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es sein kann, wenn man gegen Mannschaften spielt, die weiter unten in der Tabelle stehen.“
Für Borussia Dortmund geht es zwischen den Champions-League-Duellen mit Lille gegen den FC Augsburg. Die Stolpergefahr ist groß.
Dortmund – Zwischen den Achtelfinalspielen der Champions League gegen den OSC Lille tritt Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr, alle TV-Infos) Uhr in der Bundesliga gegen den FC Augsburg an.
Nach den Siegen gegen Union Berlin und den FC St. Pauli hat der BVB in der Liga Aufwind. Allerdings stellt sich die Frage, ob dieser Aufwind die bedenklich schwache zweite Halbzeit gegen Lille in der Königsklasse am Dienstagabend überstanden hat.
Der BVB darf nicht schon an die Champions League denken
In der Bundesliga bleibt die Lage ernst, sodass Dortmund nicht den Fehler machen darf, sich gedanklich bereits auf das Rückspiel in Frankreich zu konzentrieren. Gegen Augsburg in einem tabellarischen Nachbarschaftsduell anzutreten, spricht für sich – und gegen den BVB.
Die Fuggerstädter sind keineswegs zu unterschätzen. Der FC Augsburg hat das Potenzial, Dortmund erheblich zu ärgern. fussball.news, das Fußballportal von IPPEN.MEDIA, nennt vier Gründe, warum die Gäste für den BVB eine echte Herausforderung darstellen.
1. BVB-Gegner Augsburg präsentiert sich in hervorragender Form
In der Jahrestabelle für 2025 und der Rückrundentabelle der Bundesliga steht der FCA dort, wo sich der BVB gerne sehen würde: auf dem dritten Platz, einem Champions-League-Rang. Nur der FC Bayern und Bayer Leverkusen haben seit Anfang Januar mehr Punkte gesammelt als Augsburg, das zum Jahreswechsel noch auf Platz 13 lag und die Abstiegszone im Blick behalten musste.
Mittlerweile kann der Tabellenelfte mit nur noch fünf Punkten Rückstand auf Platz sieben sogar leise vom Europapokal träumen, sofern der Erfolgslauf anhält.
2. Augsburgs Defensive ist ein Bollwerk – damit tut sich der BVB schwer
Der Hauptgrund für den Aufschwung des Teams von Trainer Jess Thorup ist offensichtlich: Nach der kurzen Winterpause hat sich die Mannschaft defensiv auf einem herausragenden Niveau stabilisiert. Während sie zum Jahreswechsel nach 15 Spieltagen schon 32 Gegentore kassiert hatten, kamen in den folgenden neun Partien lediglich drei weitere hinzu. Damit hat der FCA im Jahr 2025 die beste Abwehr in Europas Top-fünf-Ligen.
Der BVB hat oft Schwierigkeiten gegen sattelfeste Abwehrreihen, wie auch das Spiel gegen Lille zeigte. Abgesehen von Karim Adeyemis Traumtor gelang es Dortmund kaum, nennenswerte Chancen zu kreieren. Auch beim FC St. Pauli war der Auswärtssieg der Schwarzgelben vor allem einer ungewohnten Effizienz zu verdanken, da es in Hamburg nur wenige Gelegenheiten gab.
3. Fehlt gegen Augsburg mal wieder die Motivation beim BVB?
Mit dem Rückschlag gegen Lille zeigte der BVB eine ungewohnte Schwäche. Normalerweise präsentiert sich die Mannschaft in der Champions League stärker als in der Bundesliga. Der Sportpsychologe Matthias Herzog erklärte dieser Redaktion zuletzt, dass es dem BVB „an der intrinsischen Motivation“ mangele, wenn er gegen vermeintlich kleinere Namen in der Bundesliga antritt.
„Flutlicht, internationale Aufmerksamkeit, große Gegner – das elektrisiert die Spieler. Jeder will sich beweisen: Gegen Paris oder Mailand? 100 Prozent Motivation. Gegen Augsburg oder Mainz an einem grauen Samstagnachmittag? Plötzlich fehlt der letzte Biss“, so Herzog. Es wäre typisch für Dortmund, wenn zwischen den Champions-League-Spielen die Konzentration gegen den FCA nachlassen würde.
4. Augsburgs Unterschiedsspieler ist in Form, Dortmunds nicht
Schon das Hinspiel gegen Augsburg verlor der BVB mit 1:2. Alexis Claude-Maurice war der überragende Spieler mit zwei Treffern, nachdem Donyell Malen Dortmund früh in Führung gebracht hatte. Claude-Maurice hat sich als Serientäter der Fuggerstädter etabliert: Der Franzose erzielte insgesamt bereits neun Tore und zuletzt einen Hattrick beim Auswärtssieg gegen Borussia Mönchengladbach. In der sogenannten Gamewinner-Statistik der Bundesliga liegt der Sommer-Neuzugang mit vier spielentscheidenden Treffern nur hinter Harry Kane, Jonathan Burkardt und Omar Marmoush.
In dieser Saison galt Jamie Gittens lange als der Unterschiedspieler bei Borussia Dortmund. Der junge Engländer befindet sich jedoch in einer Formkrise. Nachdem er in zwei Spielen als Einwechselspieler agiert hatte, stellte Trainer Niko Kovač ihn gegen Lille wieder in die Startelf. Doch Gittens blieb weitgehend ohne Einfluss. Dadurch fehlt dem BVB derzeit oft ein Spieler, der mit individuellen Aktionen gegen starke Abwehrreihen den Unterschied machen kann.
Ex-Dortmunder will die alten Kollegen ärgern
Augsburg reist mit Rückenwind nach Dortmund, da sie in den letzten Wochen eine gute Serie hingelegt haben. Besonders motiviert ist Marius Wolf, der zu vielen ehemaligen Teamkollegen beim BVB noch guten Kontakt hat. „Es ist keine einfache Zeit für Dortmund. In den vergangenen Spielen aber haben sie sich stabilisiert. Es kommt langsam wieder was ins Rollen, das wollen wir unterbrechen“, äußerte sich der Allrounder gegenüber der Augsburger Allgemeinen über seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.
Auf ein gutes Omen sollte sich der BVB übrigens nicht verlassen: Am Samstag tritt Dortmund in einem speziellen Trikot an, das im Neon-Design an die Meisterschafts-Jerseys von 1995 erinnern soll. In den letzten Jahren erzielte der BVB in verschiedenen Sondereditionen deutliche Siege gegen Fortuna Düsseldorf (2019), Werder Bremen (2021) und Hertha BSC (2023). Allerdings verloren sie im April 2024 im letzten Spiel in einem Sondertrikot gegen den VfB Stuttgart.
“Waren ein paar Sachen dabei, die nicht auf dieses Niveau gehören”: Granit Xhaka bestätigt Kabinen-Zoff nach Leverkusen-Pleite gegen den FC Bayern München SPOX
Debakel gegen Bayern: Die rabenschwarze Nacht von Bayer 04 Leverkusen Sportschau
Wo Xabi Alonsos Plan hakte und wie Kompany Wirtz und den Basken ausbremste kicker
Experiment gescheitert? Sein katastrophaler Abend könnte vieles ändern SPORT1
FC Bayern: Den entscheidenden Fakt lassen die Leverkusener aus WELT
Vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli (Samstag, 15:30 Uhr) sprach Cheftrainer Ralph Hasenhüttl über die aktuelle Situation auf der Rechtsverteidiger-Position beim VfL Wolfsburg. Auf dieser kamen zuletzt sowohl Kilian Fischer als auch Brentford-Leihgabe Mads Roerslev zu Einsätzen, wobei aber nicht sportliche Gründe ausschlaggebend waren. Wie sieht es nun aus?
Neuzugang Roerslev ersetzte beim 1:1 gegen Bochum den gesperrten Fischer und durfte auch im vergangenen Bundesliga-Spiel gegen den SV Werder Bremen (2:1) von Anfang an spielen, weil sein Konkurrent angeschlagen war. Hasenhüttl erklärte während der Medienrunde am Donnerstag, dass er bei Fischer vorerst kein Risiko gehen wollte.
„Er hat es ordentlich gemacht“, beschrieb Wolfsburgs Trainer die Leistung von Roerslev gegen Bremen. Zum wiederholten Male machte er aber auch deutlich, wie viel er von Fischer – inzwischen fit – hält.
Tendenz zu Fischer klingt durch
„Wie sich Kili entwickelt hat, hat wahrscheinlich niemand für möglich gehalten. Er hat sich mit Ball enorm entwickelt, aber auch gegen den Ball seine Stärken gezeigt“, so Hasenhüttl darüber, wer aktuell die Nase vorn hat im Kampf um die Startelf. Die vielen Einsätze Fischers seien kein Zufall gewesen.
Nun gebe es mit Roerslev einen Konkurrenten, der auch seine Qualitäten habe. „Es wird für mich immer darum gehen, zu entscheiden, was ich brauche. Da habe ich ein Luxusproblem“, ließ Hasenhüttl das Rennen vermeintlich offen.
Insgesamt ist jedoch auffällig, dass der Fußballlehrer immer wieder lobende Worte für Fischer übrig hat und von ihm als Spieler sehr überzeugt zu sein scheint. Ob Roerslev an diesem Standing von Fischer zeitnah etwas ändern kann, bleibt abzuwarten. Es klingt zwischen den Zeilen jedenfalls danach, als wäre Fischer vorerst weiter gesetzt.
In das Duell um die Tabellenführung mit Inter geht die SSC Neapel nach einem ganzen Monat ohne Sieg als Verfolger. Für Antonio Conte kein Grund, die Nerven zu verlieren.
SSC-Coach Antonio Conte gibt sich trotz Sieglos-Serie locker.
IMAGO/Sportimage
13 Spieltage sind in der Serie A noch zu gehen und das Rennen um die Meisterschaft ist eng wie lange nicht mehr. Mit Inter Mailand, der SSC Neapel und Atalanta Bergamo haben sich drei Vertreter an der Spitze der Tabelle abgesetzt. Drei Punkte trennt das Trio vor dem 27. Spieltag, an dem Tabellenführer Inter beim einen Zähler schwächeren Verfolger aus Neapel gastiert. Eigentlich eine ansprechende Ausgangslage für Napoli – wenn da nicht die letzten Wochen wären.
Die Mannen vom Fuße des Vesuvs waren nämlich noch bis zum letzten Spieltag selbst Primus der Serie A. Eine Position, die das Team von Antonio Conte durch einen verkorksten Februar aus der Hand gab. Vier Ligaspiele absolvierte die SSC, dreimal gab es Unentschieden, zuletzt gar ein 1:2 bei Aufsteiger Como. Die Form der Neapolitaner könnte vor dem Spitzenspiel also kaum schwächer sein.
Siegloser Februar? Conte bleibt cool
Von einem “Febbraio nero”, also einem “schwarzen Februar”, wollte Conte dennoch nichts wissen. “Ein schwieriger Monat? Im Vergleich zum August ist es ein Spaziergang”, scherzte er in Anspielung auf seinen Auftakt bei der SSC im Sommer 2024. Dieser war wortwörtlich heiß gewesen, da Contes Schützlinge bei dessen Debüt im Pokal erst im Elfmeterschießen die Blamage hatten abwenden können und zum Ligastart mit 0:3 in Verona unter die Räder gekommen waren.
Womöglich auch ob dieses Starts betonte Conte die Entwicklung, die das Team seither genommen habe. “Unabhängig von der Tabelle” habe das Projekt “Form angenommen”, wie das Dasein in der Spitzengruppe zusätzlich unterstreiche: “Die Tatsache, dass wir dort stehen, sollte uns mit Stolz erfüllen, aber keinen Druck ausüben.” Dementsprechend rate der Routinier seinen Spielern, “dass wir diesen Moment genießen müssen. Wir haben uns diesen Rang durch unsere Arbeit verdient.”
Zambo Anguissa fällt aus
Wie sehr die Spieler und der Coach der Süditaliener die derzeitige Lage genießen können, dürfte allerdings auch entscheidend vom Ausgang des Spitzenspiels am frühen Samstagabend (18 Uhr, LIVE! bei kicker) abhängen. Schließlich wäre ein Sieg nicht nur gleichbedeutend mit der Trendwende, sondern auch mit dem Sprung zurück an die Tabellenspitze.
Vorfreude ist daher gegeben. “Es wird ein großartiges Spiel, eine große Herausforderung, da es nur punktuelle Unterschiede gibt”, erwartet Conte eine enge Angelegenheit, bei der er auf einen Stammspieler verzichten muss.
Eine Wadenverletzung stoppt André-Frank Zambo Anguissa – zum Leidwesen seines Trainers. “Ich frage mich das auch schon seit einer Woche”, entgegnete er einem Journalisten, der sich danach erkundigte, wie der 55-Jährige ohne den Kameruner spielen wolle.
Doch auch davon ließ sich der entspannte Lecceso nicht aus der Ruhe bringen. Noch habe er ja schließlich 24 Stunden Zeit, um eine Lösung zu finden. Für Conte gleich doppelt gut. Denn wenn diese Frist verstrichen ist, ist endlich auch der schwarze Februar vorbei.