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  • „Harry Kane beim FCK wäre ein absoluter Traum“

    „Harry Kane beim FCK wäre ein absoluter Traum“


    Horst Schömbs ist ein Kaiserslautern-Urgestein und seit mehr als 30 Jahren der Stadionsprecher. Bei SPORT1 blickt er auf ehemalige Trainer und Spieler zurück und spricht über die Aufstiegsträume.

    Seit 31 Jahren ist Horst Schömbs die Stimme des Betzenbergs. Im März 1994 begann er seine Tätigkeit als Stadionsprecher beim 1. FC Kaiserslautern. Aktuell läuft es rund bei den Pfälzern: Platz drei, das Umfeld träumt vom Aufstieg in die Bundesliga.

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    Seine große Passion neben dem Fußball sind die Betze Engel, das soziale Gesicht des FCK, für das er als Botschafter vorneweg geht. Vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 (Sa., ab 13 Uhr im LIVETICKER) spricht der 67-Jährige im SPORT1-Interview über die Roten Teufel – und macht dabei eine Liebeserklärung an einen ehemaligen FCK-Stürmer.

    SPORT1: Herr Schömbs, wir müssen erst mal etwas klären. 1994 waren Sie für einige Monate der Stadionsprecher bei Mainz 05 und beim FCK. Was war da denn los?

    Horst Schömbs: Ich hatte 1991 in Mainz begonnen, das war ein großer Schritt. Es waren schöne Jahre. Dann begann in Kaiserslautern alles früher als geplant. Norbert Thines (der 2021 verstorbene frühere FCK-Präsident, Anm. d. Red.) stellte mich ein. Eigentlich sollte ich erst zur Saison 1994/95 beginnen, aber ich fing früher an, weil der damalige Stadionsprecher Udo Scholz nicht mehr zur Verfügung stand. Und ich bin immer noch da. (lacht)

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    SPORT1: Aber ein Stadionsprecher bei zwei rivalisierenden Klubs – wie zum Teufel ging das?

    Schömbs: Es gab damals keine Rivalität zwischen Kaiserslautern und Mainz. Diese Problematik entstand erst später in der Bundesliga, als es von den Mainzer Fans zu Verunglimpfungen gegenüber Fritz Walter kam. Das hat sehr wehgetan, und da ist einiges kaputtgegangen. Jetzt versucht man, ein Stück weit zur Normalität zurückzufinden.

    SPORT1: Wie blicken Sie zurück? 30 Jahre Stadionsprecher am Betzenberg – das ist schon ein heißer Ritt, oder?

    Schömbs: Auf jeden Fall. Ich bin im 34. Jahr Stadionsprecher, wenn man Mainz mitzählt. Das ist eine verdammt lange Zeit. Ich blicke glücklich zurück, auch wenn die vier Jahre in der 3. Liga mit dem FCK sehr geschmerzt haben. Aber ich habe Dinge erlebt, die unbezahlbar sind.

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    „Dann waren die Fans nicht mehr zu halten“

    Schömbs: Es waren viele kleine Momente. Ich hatte das Glück, mit dem FCK in Berlin Pokalsieger und als Aufsteiger Meister zu werden. Der Abstieg in Leverkusen war dagegen hart. Ich werde das Herzschlagfinale 2008 gegen den 1. FC Köln bei Fritz-Walter-Wetter niemals vergessen. Damals wusste niemand, was danach passieren würde. Ich hatte irgendwann entschieden, die Stadiontore öffnen zu lassen – und dann waren die Fans nicht mehr zu halten.

    SPORT1: Wie hat sich der Job des Stadionsprechers verändert?

    Schömbs: Mein Vorgänger sagte einmal: „Wir schreiben die 86. Spielminute“, obwohl es schon die 92. war, um den Schiedsrichter ein wenig zu beeinflussen. Das gibt es heute natürlich nicht mehr. Bei aller Emotionalität, die der Job mit sich bringt, gehört es dazu, Gästefans wie Gäste zu behandeln und sich der Verantwortung einer solchen Großveranstaltung bewusst zu sein. Ich will keine zusätzlichen Emotionen gegen die Auswärtsfans schüren. Sie sind Gäste, keine Feinde. Ich wünsche keinem etwas Schlechtes – weil ich auch nicht will, dass sie uns etwas Schlechtes wünschen. Dieser Denkweise muss man sich als Stadionsprecher auch verpflichtet fühlen.

    SPORT1: Haben Sie auch mal überdreht?

    Schömbs: Ja, das war im Rückspiel gegen die Glasgow Rangers. Im Hinspiel im Ibrox Park wurden wir nicht gut behandelt – auch nicht von Trainer Dick Advocaat. Und im Rückspiel habe ich gesagt: „So lassen wir uns auch von Dick Advocaat nicht behandeln.“ Da war natürlich die Hölle los am Betze. Und ich habe von der Presse ordentlich mein Fett weggekriegt.

    Schömbs: So bereitet er sich auf Spiele vor

    SPORT1: Was war Ihr persönliches Highlight?

    Schömbs: Das Spiel in Dresden 2022, als wir in die 2. Liga aufgestiegen sind. Ich habe die Partie alleine zu Hause gesehen – ich bin eher der Alleingucker. In der Pause wusste ich nicht, wie ich die zweite Halbzeit überstehen sollte. Ich musste mir bei meiner Nachbarin eine Beruhigungstablette holen. Nach dem Spiel war ich der glücklichste Mensch der Welt – es war nach meiner Hochzeit der schönste Moment meines Lebens.

    SPORT1: Es gibt ja seit einigen Jahren vor einer Saison sogenannte Aussprache-Listen der Vereine an die Medien. Welcher Spielername war für Sie am schwierigsten auszusprechen?

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    Schömbs: Ich gehe vor jedem Spiel zu den Gästen und spreche die Namen durch. Außerdem schaue ich mir vorher die Pressekonferenz an. Inzwischen gibt es viele Zungenbrecher. Das Schlimmste ist, wenn du als Stadionsprecher die Namen falsch aussprichst. Aber ich bin immer vorbereitet.

    SPORT1: Können Sie sich an einen besonderen Party-Moment erinnern?

    Schömbs: Oh ja! Besonders war definitiv der letzte Spieltag der Saison 2007/2008, als wir den Klassenerhalt in der 2. Liga erst am letzten Spieltag geschafft haben. Wir waren alle überglücklich. Josh Simpson hatte sich nach seinem wichtigen Tor verletzt, doch wir haben ihn später mit dem Bus aus der Klinik abgeholt. Ich bekomme jetzt wieder Gänsehaut, wenn ich daran denke. Es fühlte sich an, als wären wir Deutscher Meister geworden. Dank einer Schiene musste Josh an dem Abend nicht zurück in die Klinik. Die ganze Stadt war eine einzige Party.

    Klose? „Ich war sein größter Fan“

    SPORT1: Welcher Spieler war fußballerisch der Beste beim FCK?

    Schömbs: Ciriaco Sforza – er war der Spiritus Rector, der Kopf der Mannschaft. Er konnte wirklich alles: das Spiel schnell machen und es auch beruhigen. Aber in meinen 30 Jahren beim FCK gab es eigentlich nur einen Spieler für mich: Miro Klose.

    Schömbs: Ich war schon da, als Miro dazu kam. Er war damals völlig unbedarft – und konnte sogar Pfälzer Dialekt sprechen! Das war schon spannend. Miro hat an sich gearbeitet wie kaum ein anderer, und das mit einem unglaublichen Charakter. Er wollte unbedingt ein guter Fußballer werden und ist dabei immer bescheiden geblieben. Das habe ich an ihm so bewundert. Ich war damals sein größter Fan. Ich freue mich sehr, dass es in Nürnberg gut für ihn läuft – ich gönne Miro Klose wirklich alles. Er ist meine absolute Nummer 1, kann so stolz auf sich sein.

    SPORT1: Welche Erinnerungen haben Sie an die Saison 1997/98, als Lautern völlig überraschend Deutscher Meister wurde? Haben sie die Fans da nochmal mehr gepusht als sonst?

    Schömbs: Absolut. Aber der FCK geht nur ganz oder gar nicht. Entweder bist du von Anfang an bereit, alles zu geben, oder nicht. Vielleicht fehlte mir damals noch das letzte Stück Emotion. Heute kann ich noch mehr raushauen und bleibe trotzdem fair. Ich lasse mich nicht mehr zu etwas Negativem hinreißen – wie damals bei Advocaat.

    SPORT1: Die Corona-Geisterspiele waren sicher komisch für Sie. Haben Sie sich da nicht überflüssig gefühlt?

    Schömbs: Corona war für alle eine sehr schwierige Zeit. Anfangs saß ich oben bei der Polizei, direkt unter der Sprechanlage. Es war unfassbar laut. Beim nächsten Spiel wurden dann nur noch die Tore durchgesagt. Als wieder Zuschauer zugelassen waren, saß ich im Hausmeisterzimmer und konnte nur durch ein kleines offenes Fenster schauen. Ich hatte gar keinen Überblick über das gesamte Spielfeld. Überflüssig habe ich mich nicht gefühlt, weil immerhin 5000 Zuschauer da waren.

    „Fühle mich total wohl zwischen den Trainern“

    SPORT1: Haben Sie schon mal etwas am Mikro gesagt, was Sie später bereut haben?

    Schömbs: Ja, einmal im Heimspiel gegen den HSV. Drei Tage später stand das Pokalspiel gegen den 1. FC Köln an. Ich weiß nicht, warum, aber ich war gedanklich schon so auf das Köln-Spiel fokussiert, dass ich sagte: „Spielerwechsel beim 1. FC Köln.“ Zum Glück ist es den Zuschauern kaum aufgefallen. Das zeigt, was die mentale Seite bewirken kann.

    SPORT1: Gab es mal ein Spiel, das von den Toren her eine besondere Dramaturgie hatte?

    Schömbs: Ja, in der Saison 2005/06, am vorletzten Spieltag, im Heimspiel gegen die Bayern. Eigentlich waren wir schon fast abgestiegen. Es war sehr unwahrscheinlich, dass wir am 34. Spieltag in Wolfsburg noch die Klasse halten würden. Wolfsburg spielte beim VfB Stuttgart, der HSV bei Hertha BSC. Es gab eine klare Absprache, dass ich keine Zwischenstände durchsage. Wir führten zur Pause 1:0, die Bayern glichen kurz nach dem Seitenwechsel aus. Sie waren dann so dominant, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sie das 2:1 machen. Dann erfuhr ich, dass Hertha 4:2 führte – das bedeutete, dass die Bayern mit einem Remis Meister waren. Plötzlich führte Stuttgart 2:1. Mit dem 1:1 hätten wir also ein Abstiegsendspiel in Wolfsburg gehabt. Mir war es dann egal, ob sie mich rausschmeißen – ich habe das Ergebnis in Berlin für die Münchner durchgesagt. Es war schon krass, als die Bayern das Fußballspielen eingestellt haben. Es war eine bewusste Entscheidung von mir. Leider haben wir in Wolfsburg nur 2:2 gespielt und sind abgestiegen. Fast hätte ich mir einen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert. (lacht)

    „Harry Kane beim FCK wäre ein absoluter Traum“

    SPORT1: Welchen Spieler hätten Sie gerne beim FCK gesehen, damit Sie einmal seinen Namen durchsagen können?

    Schömbs: Ich finde Harry Kane einfach großartig. Er erinnert mich an Miro Klose – nur ohne Salto. Bescheiden, aber immer leistungsstark. Ich liebe diese englische Mentalität. Kane beim FCK wäre ein absoluter Traum – aber leider bleibt es wohl nur dabei.

    SPORT1: Welcher Trainer hat Ihnen beim FCK nicht so gefallen?

    Schömbs: Es steht mir nicht zu, hier einen Trainer abzuwatschen. Aber eine witzige Geschichte: Ich habe während seiner Zeit beim FCK kein einziges Wort mit Friedhelm Funkel gesprochen – es hat sich einfach nicht ergeben. Nach dem Pokalfinale habe ich mich in Kaiserslautern von ihm verabschiedet, und es war super nett. Er ist ein ganz feiner Mensch und hat sich an diesem letzten Abend viel Zeit für mich genommen. Auf dem Heimweg habe ich damals gedacht: Was für ein interessanter Mensch.

    SPORT1: Welchen Traum haben Sie noch?

    Schömbs: Natürlich will ich mit dem FCK noch einmal in die Bundesliga aufsteigen. Vielleicht klappt es ja bald. Mein größter Wunsch ist, dass es dem Verein immer gut geht und dass wir bereit sind, alles für diesen wunderbaren Klub zu geben.

    SPORT1: Steigt der FCK auf?

    Schömbs: Wir haben eine echte Chance. Das Team wurde in der Winterpause gut verstärkt, und ich glaube an diese Mannschaft. Vieles ist möglich.



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  • Der „Ausnahmestürmer“ des BVB trifft, hat aber ein Problem

    Der „Ausnahmestürmer“ des BVB trifft, hat aber ein Problem


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    Serhou Guirassy war der entscheidende Spieler beim BVB-Sieg in Portugal. Trotz der Lobgesänge auf den Stürmer gibt es auch Kritik an seinen Schwalben.

    Dortmund – Borussia Dortmund steht nach dem überraschend deutlichen 3:0-Sieg in der Champions League bei Sporting in der Bringschuld: Schon zu oft ist der BVB in dieser Saison an dem Vorhaben gescheitert, aus einem Erfolgserlebnis eine echte Trendwende abzuleiten. Am Samstag muss die Elf von Niko Kovač beim VfL Bochum nachlegen.

    Dass dabei die Hoffnungen nicht zuletzt auf Serhou Guirassy ruhen, liegt auf der Hand. Der Stürmer überragte in Lissabon mit einem Kopfballtor zur Führung sowie einer Traumflanke auf den erstmaligen BVB-Torschützen Pascal Groß zum 2:0. Die UEFA ernannte Guirassy zum Man of the Match, es hagelte Lobeshymnen für den Nationalspieler von Guinea.

    Serhou Guirassy hat bereits einen Vereinsrekord beim BVB egalisiert

    Die scheinen durchaus berechtigt. Immerhin führt Guirassy die Torschützenliste der Champions League nach neun Einsätzen mit zehn Treffern an. Damit hat der Sommereinkauf vom VfB Stuttgart schon jetzt mehr Tore erzielt als die Topschützen der vergangenen Spielzeit: Harry Kane vom FC Bayern und Kylian Mbappé, damals noch bei Paris Saint-Germain, teilten sich den Bestwert mit je acht Treffern.

    Mehr noch: Guirassy egalisierte mit seinem Kopfball am Dienstagabend einen BVB-Vereinsrekord. Zehn Treffer in einer Champions-League-Saison waren bisher nur Robert Lewandowski und Erling Haaland gelungen. Durchaus bemerkenswert, dass Guirassy in die Fußstapfen dieser Topstürmer bisher vor allem auf der europäischen Bühne getreten ist. In der Bundesliga sind seine neun Tore nach 18 Partien eine ordentliche, aber keine Überflieger-Quote.

    Eine konkrete Erklärung für diesen Split gibt es beim BVB derzeit nicht. „Er ist ein extrem wichtiger Spieler für uns, nicht nur in der Champions League, sondern auch in der Bundesliga“, wollte Lars Ricken dieses Guirassy-Thema in Portugal nicht aufkommen lassen. „Die letzten Wochen waren auch für ihn keine einfache Zeit, sich dann so im wahrsten Sinne des Wortes herauszukämpfen – das 1:0 war überragend“, schwärmte der Sportchef.

    Kovač von Guirassy beeindruckt: „Das ist schon à la bonne heure“

    Auch Trainer Niko Kovač reihte sich in die Lobeshymnen ein. „Das ist ein Ausnahmestürmer“, sagte der Kroate bei Amazon Prime Video zu Guirassy. „Er hat eine super Entwicklung genommen. Das ist schon à la bonne heure.“ Klar, dass Kovač genau auf die Belastung des 28-Jährigen schaut. Weil Guirassy der einzige waschechte Mittelstürmer im Kader ist, ist er seit Monaten ein absoluter Vielspieler. „Ich überlege immer, ob ich ihn in den letzten Minuten rausnehme, weil er am Anschlag spielt“, sagte Kovač.

    Weil sich der BVB in der Bundesliga so ein tiefes Loch gebuddelt hat, ist jedoch kaum denkbar, dass Guirassy allzu bald eine Pause erhält. An einem gewissen Punkt wird sie sich nicht mehr vermeiden lassen, um den vielleicht wichtigsten Spieler im Kader bei Gesundheit zu halten. Viele BVB-Fans würden sich dabei wünschen, dass Guirassy nicht nur eine Atempause erhält, sondern auch eine Denkpause.

    BVB-Star Serhou Guirassy sah in Frankfurt nach einer Schwalbe Gelb wegen Meckerns.
    BVB-Star Serhou Guirassy sah in Frankfurt nach einer Schwalbe Gelb wegen Meckerns. © IMAGO/Harry Langer/DeFodi Images

    Denn bei aller Freude über die sportlichen Leistungen des Angreifers gerade in der Champions League gibt es auch berechtigte Kritik an Guirassy. Seine Fallsucht wird zum immer größeren Ärgernis im Umfeld des BVB. Auch in Lissabon suchte der Stürmer bei kleinsten Berührungen den Bodenkontakt, um Freistöße oder gar einen Elfmeter zu schinden.

    Guirassy tritt beim BVB als ‚Schwalbenkönig‘ auf

    Kurz vor der Halbzeitpause sank Guirassy nach minimalem Kontakt mit Sporting-Verteidiger Ousmane Diomandé, der beim FC Bayern als Neuzugang gehandelt wird, hernieder. Der umsichtige norwegische Schiedsrichter Espen Eskas machte sofort klar, dass es für diesen billigen Versuch keinen Strafstoß geben konnte. Guirassy selbst war es wohl peinlich, jedenfalls sparte er sich das übliche Lamentieren und entschuldigte sich offenbar gar bei den Gegenspielern mit dem Hinweis, er sei gestolpert und wolle gar keinen Pfiff für sich beanspruchen.

    Wenn es sich dabei um einen Einzelfall handeln würde, könnten Fans darüber hinwegsehen. Jedoch haben Schwalben bei Guirassy längst Methode. Im Dezember fiel Schiedsrichter Harm Osmers beim Spiel des BVB gegen die TSG Hoffenheim (1:1) zunächst auf den Täuschungsversuch von Guirassy rein, der Videobeweis sorgte in diesem Fall für Gerechtigkeit und entlarvte den Dortmunder ‚Schwalbenkönig‘.

    Einen Aufreger sahen zumindest diejenigen, die es mit dem BVB halten, auch bei der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt im Januar (0:2). Da wurde Guirassy von Verteidiger Arthur Theate leicht gehalten, ging aber mit einer Theatralik zu Boden, als sei seine Schulter aus dem Gelenk gerissen worden. „Die Entscheidung, keinen Strafstoß zu geben, ist für uns korrekt“, schätzte Schiri-Sprecher Alex Feuerherdt gegenüber fussball.news, dem Fußball-Portal von IPPEN.MEDIA ein.

    Die Schiedsrichter schauen genau auf Dortmund-Star Guirassy

    „Es gibt zwar ein kurzes, leichtes Halten, das aber nicht ursächlich dafür ist, dass Guirassy zu Boden geht. Impuls und Wirkung passen insoweit nicht zusammen“, erläuterte Feuerherdt. Weil sich derartige Szenen beim BVB-Stürmer häufen, übrigens nicht nur im Strafraum, sondern etwa auch bei handelsüblichen Luftduellen im Mittelfeld, haben die Schiedsrichter sicher ein genaues Auge auf Guirassy.

    Der „Ausnahmestürmer“ des BVB muss aufpassen, dass er die Unparteiischen nicht zu sportlichen Vorurteilen anstiftet, die nur menschlich wären. Man möchte Guirassy an die Fabel vom Hirtenjungen und dem Wolf erinnern, die aus der Antike stammt und dem griechischen Dichter Äsop zugeschrieben wird.

    Auch BVB-Kollege Karim Adeyemi hatte zweifelhaften Ruf

    In der Fabel brüllt ein Hirtenjunge wiederholt, dass seine Schafsherde von Wölfen angegriffen werde. Die ihm zur Hilfe eilenden Dorfbewohner bemerken jedoch stets schnell, dass sich der Junge die Wölfe nur ausgedacht hat. Eines Tages wird die Herde tatsächlich angegriffen, doch die Rufe des Hirten verhallen, weil sich das Dorf nicht mehr von einem Jungen veräppeln lassen mag.

    Übertragen auf den Fußball: Wenn Guirassy so weitermacht, wird ihm eines Tages ein Strafstoß verwehrt bleiben, den es eigentlich geben müsste. Dass auch der Videobeweis nicht immer hilft, weiß der BVB nicht zuletzt wegen eines Auswärtsspiels in Bochum – 2023 blieben der Pfiff von Schiedsrichter Sascha Stegemann und der Eingriff aus dem ‚Kölner Keller‘ nach klarem Foul an Karim Adeyemi aus. Auch der Außenstürmer hatte in der Vergangenheit schon den Ruf weg, viel zu schnell zu Boden zu gehen.



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  • “Wann hat Tottenham mal ein großes Spiel gewonnen?”: Die

    “Wann hat Tottenham mal ein großes Spiel gewonnen?”: Die


    Der junge Bayern-Stürmer ist Tottenhams Hoffnungsträger. Er kommt in einen Klub mit vielen Problemen und mieser Stimmung.

    Es ist nicht ganz sechs Jahre her, da stand Tottenham Hotspur vor der ultimativen Krönung. Der chronisch titellose Klub stand im Finale der Champions League, hatte sich den Weg dorthin in rauschenden Duellen mit dem BVB, Manchester City und Ajax gebahnt. Es fehlten 90 Minuten, um eine großartige Europapokalsaison zu krönen und das Image des sympathischen Verlierers abzuschütteln.

    Es kam anders, der Ausgang der Geschichte ist bekannt. Jürgen Klopps FC Liverpool war im Wanda Metropolitano von Madrid zu stark und gewann das Endspiel der Königsklasse relativ souverän mit 2:0. Wieder hängende Köpfe bei den Nordlondonern, die damals noch vom heutigen Bayern-Star Harry Kane angeführt wurden.

    Von der Chance, um den Henkelpott zu kämpfen, ist Tottenham rund ein halbes Jahrzehnt später meilenweit entfernt. Die Spurs rangieren in der Premier League im unteren Mittelfeld und belegen einen indiskutablen 14. Tabellenplatz. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge (10 Punkte) ist deutlich geringer als der Rückstand auf die Champions-League-Plätze (16 Zähler).

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    Und wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie weit Tottenham mittlerweile von der (nationalen) Spitze entfernt ist, dann wurde dieser am vergangenen Donnerstag im Halbfinale des Carabao Cups erbracht. Nach einem 1:0 im Hinspiel ging die komplett überforderte Mannschaft von Trainer Ange Postecoglou in Liverpool mit 0:4 baden.

    Kein Wunder, dass seit einigen Wochen eine Debatte um den Coach entbrannt ist. Dabei liegen die Probleme des Traditionsvereins deutlich tiefer – und eine Leihgabe vom FC Bayern soll nun helfen, sie mindestens zu übertünchen und bestenfalls zu lösen.



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  • Barça tütet Lewandowski-Deal ein

    Barça tütet Lewandowski-Deal ein


    Robert Lewandowski bleibt dem FC Barcelona mindestens bis 2026 erhalten. Wie die ‚Mundo Deportivo‘ berichtet, haben sich Spieler und Klub auf eine Vertragsverlängerung um eine weitere Saison geeinigt. Diese wäre aufgrund einer im bisherigen Kontrakt vereinbarten Klausel sowieso in dem Moment erfolgt, in dem Lewandowski die Hälfte aller möglichen Pflichtspiele der Saison absolviert hätte.

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    Diese Schwelle wird von dem 36-jährigen Angreifer voraussichtlich am kommenden Montag (21 Uhr) im Heimspiel gegen Rayo Vallecano geknackt. Barça wollte die hervorragenden Leistungen des ehemaligen Bayern-Stürmers jedoch gesondert würdigen, wie die spanische Sportzeitung berichtet. Ob die Ausweitung des Kontrakts auch mit einer Gehaltsanpassung verbunden ist, ist derzeit nicht bekannt.

    Kein Interesse an Wüstenwechsel

    Auch in dieser Saison zeigt der 156-malige Nationalstürmer weiter seine Klasse. In 33 Pflichtspielen für die Katalanen erzielte Lewandowski 31 Treffer, bereitete drei weitere vor. In La Liga führt er die Torjägerliste ebenso an (19 Tore) wie in der Champions League (9).

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    Wie im vergangenen Sommer sollen auch in diesem Jahr hoch dotierte Angebote aus Saudi-Arabien an Lewandowski herangetragen worden sein. Der Angreifer habe sich diese allerdings nicht einmal anhören wollen und möchte so lange wie möglich im europäischen Topfußball aktiv sein.



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  • Exklusiv: Das verdient ein Sportdirektor in der…

    Exklusiv: Das verdient ein Sportdirektor in der…


    Im Fußball gibt es Sportdirektoren, die pro Monat mit sechsstelligen Brutto-Gehältern für ihre Arbeit entlohnt werden. Erfolgs-Prämien natürlich exklusive.

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    Foto: BILD

    Wie groß die monetäre Diskrepanz zu anderen Sportarten im Vergleich zum Fußball ist, beweist der Vertrag eines Sportchefs aus der Daikin Handball-Bundesliga, dessen Inhalt SPORT BILD exklusiv enthüllt. Im Handball ist es eher eine Seltenheit, dass Sportdirektoren pro Jahr sechsstellige Brutto-Gehälter haben.

    Das verdient ein Sportdirektor in der Handball-Bundesliga

    Die Namen des betreffenden Klubs und des Sportdirektors sind der Redaktion bekannt, auf die Nennung wird verzichtet. Der Verein belegt aktuell einen Platz im breiten Mittelfeld der Bundesliga.

    Pro Monat verdient der Sportchef 4150 Euro brutto, dazu kommen 400 Euro an steuerfreien Zuschlägen für Arbeit an Sonntagen, Feiertagen und Nachtarbeit.

    Bezahlt wird außerdem ein steuerfreier „Sachbezug“ in Höhe von 50 Euro, Auslagen werden dem Mitarbeiter vom Klub pro Monat mit bis zu 150 Euro ersetzt. Falls der Verein sich für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert, einen davon gewinnt, Meister oder Pokalsieger wird, werden zu versteuernde 5000 Euro Prämie ausbezahlt. Gestellt wird auch ein Dienstwagen.

    Die Stellenbeschreibung des Sportdirektors

    Die Stellenbeschreibung des Sportdirektors

    Foto: privat

    Vereinbart wurden 40 Stunden in einer 5-Tage-Woche, die sich aus festen und gleitenden Arbeitszeiten zusammensetzen. Der Urlaubsanspruch beträgt 25 Tage, der Vertrag hat keine vereinbarte Laufzeit und ist „auf unbestimmte Zeit“ abgeschlossen.

    Im Vergleich zum vereinbarten Gehalt liest sich die Stellenbeschreibung des Sportdirektors ziemlich umfangreich. Sie ist unterteilt in die Punkte Kaderplanung (zum Beispiel „Berater-Netzwerk aufbauen und betreuen“), Organisation (unter anderem „Reisen/Bus/Verpflegung/Hotels“), Koordination („Termine, Abläufe“) und Repräsentation („bei HBL-Tagungen“ und bei „Meisterschaften national + international“).

    Erinnert an Volleyball!: So ein Tor passiert beim Handball fast nie

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    Quelle: BILD11.02.2025



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  • „Überragendes Statement“? Nur ein Schritt aus der BVB-Krise



    fussball.news1. BundesligaBorussia DortmundStand: 13.02.2025, 19:03 UhrVon: Lars PollmannDruckenTeilenBorussia Dortmund schöpft durch den Erfolg gegen Sporting in der Champions League neues Selbstbewusstsein. Allerdings sollte man nicht zu früh zufrieden sein.Lissabon/Dortmund – Borussia Dortmund hat sich in der Playoff-Runde der Champions League gegen den portugiesischen Meister und aktuellen Tabellenführer Sporting in eine hervorragende Ausgangslage gebracht. Im Hinspiel am Dienstagabend in Lissabon gelang dem BVB dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte ein 3:0-Erfolg.Für Neu-Trainer Niko Kovač bedeutete es das erste Erfolgserlebnis mit dem BVB. Am Wochenende war sein Debüt gegen den VfB Stuttgart mit einer 1:2-Niederlage einhergegangen, die der Dortmund-Coach erstaunlich positiv sah. Besteht jetzt die Gefahr, dass der BVB den Sieg in Portugal überbewertet?BVB-Boss Ricken: „Als wäre eine Handbremse gelöst worden“„Das war fürs Selbstbewusstsein schon richtig gut“, sagte Sportchef Lars Ricken nach der Partie. „Wir dürfen natürlich nicht die ganze Saison vergessen, aber es war heute ein überragendes Statement“, befand der Ex-Profi. Damit konnte Ricken nur den zweiten Durchgang meinen, denn bis zur Pause reihte sich die behäbige Leistung von Dortmund in die zurückliegenden Krisen-Wochen ein.Der BVB agierte in den ersten 45 mutlos, langsam, kam selbst nicht in die gefährlichen Räume und konnte von Glück sagen, dass auch Sporting nicht in der besten Form daherkam. So wurde das Heimteam auch nur bei Distanzschüssen gefährlich. Dass Dortmund nach dem Seitenwechsel wie ausgewechselt wirkte, ist Kovač anzurechnen. „Ich war nicht in der Kabine, aber Niko muss die richtigen Worte gefunden haben. Wie wir aus der Kabine gekommen sind, als wäre eine Handbremse gelöst worden“, schätzte Ricken ein.Dortmund bietet Anschauungsmaterial zum Thema SelbstvertrauenAbwehrmann Nico Schlotterbeck, einer der besten BVB-Stars auf dem Platz, klärte nach dem Spiel auf: Kovač musste nicht laut werden, sondern analysierte mit seiner natürlichen Autorität sachlich, was Dortmund besser machen müsste. Sein Team verschob der Cheftrainer einige Meter nach vorn, plötzlich hatten die Schwarzgelben viel besseren Zugriff und sorgten mit Gegenpressing für Fehler der unerfahrenen Sporting-Truppe.Durch die veränderte Herangehensweise wurde die Qualität des BVB deutlich, der dann auch seine Routine in der Champions League zeigen konnte. Mit dem 1:0 durch einen Kopfball von Serhou Guirassy war der Widerstand von Sporting gebrochen. Was Selbstvertrauen auslösen kann, war in der Folge bei den Gästen zu sehen, die mit zwei weiteren herausgespielten Treffern das Tor zum Achtelfinale sperrangelweit öffneten.Der BVB feierte bei Sporting den ersten Sieg unter Neu-Trainer Niko Kovač. © IMAGO/Jose Manuel Alvarez ReyAn das Rückspiel gegen Sporting nächste Woche dachte aber schon kurz nach Abpfiff niemand mehr beim BVB. Schließlich hat die Champions League in dieser Saison schon oft den Ausweg aus dem tristen Bundesliga-Alltag geboten. Dort wartet mit dem VfL Bochum am Samstag ein kniffliges Auswärtsspiel bei einem Team, das ums Überleben im Oberhaus kämpft.BVB-Direktor Kehl fordert „ähnlich motivierte, couragierte, fokussierte Leistung“„Wir haben auch in der Hinrunde immer mal wieder Highlightspiele gehabt und gesagt, das ist die Benchmark und der Maßstab, an dem wir uns messen lassen müssen. Ganz wichtig ist jetzt: Es war ein gutes Spiel, ein top Spiel, aber wir müssen es abhaken. Jetzt ist wichtig, den Willen zu zeigen, das zu bestätigen“, forderte Ricken.Auch Sportdirektor Sebastian Kehl will keine Selbstzufriedenheit aufkommen lassen. „Es war nur ein erster Schritt. Wir müssen noch eine Menge Schritte machen in dieser Saison. Wir müssen zeigen, dass wir in der Bundesliga endlich wieder Siege einfahren. Ich erwarte eine ähnlich motivierte, couragierte, fokussierte Leistung, dann werden wir Bochum schlagen“, sagte der Ex-Kapitän des BVB.Ein Rückfall in Bochum wäre typisch für die BVB-SaisonEs wäre geradezu typisch für die Probleme von Dortmund in der laufenden Saison, wenn auf die starken zweiten 45 Minuten von Lissabon in Bochum ein Rückfall auf den Boden der Bundesliga-Tatsachen folgen sollte. Egal, was die Verantwortlichen sagen, die Truppe von Kovač muss gegen einen tief im Abstiegskampf steckenden Gegner Taten folgen lassen.Ein gutes Zeichen ist dennoch, dass alle Beteiligten den Fokus sofort nach vorn richteten und sich nicht zu sehr im Glanz eines deutlichen Auswärtssiegs auf der großen Bühne Champions League sonnten. Wenn der BVB die richtigen Schlüsse zieht, kann die Partie in Lissabon Ausgangspunkt einer Wende sein – mehr noch als die Erfolge gegen Schachtar Donezk und den 1. FC Heidenheim unter Interimscoach Mike Tullberg.„Wir haben dieses Jahr auch schon Spiele gewonnen, wo ich nicht mit einem guten Gefühl vom Platz gelaufen bin. Aber heute gehe ich mit einem guten Gefühl vom Platz“, glaubte auch Nationalspieler und Premieren-Torschütze Pascal Groß am Mikrofon von Amazon Prime Video daran, dass in der Halbzeitpause in Portugal womöglich der Schalter umgelegt wurde. Der Nachweis muss nun folgen.



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  • Champions League: Bei erstem Kovac-Sieg: Ein BVB-Star kassiert die Note 5! | Sport

    Champions League: Bei erstem Kovac-Sieg: Ein BVB-Star kassiert die Note 5! | Sport



    Niko Kovac (53) holt seinen ersten BVB-Sieg!Nach dem 1:2-Fehlstart in der Liga gegen Stuttgart schlägt Borussia Dortmund Sporting Lissabon mit 3:0 im Hinspiel der Champions-League-Play-offs. Nach Passiv-Leistung in der ersten Halbzeit drehte der BVB plötzlich auf – vor allem, weil Kovac in der Halbzeit die richtigen Worte fand.Trotz der starken Teamleistung bekam ein BVB-Star die Note 5!Stars und Trainer in der großen Einzelkritik, nur mit BILDplus!



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  • „Ausnahmestürmer“ des BVB trifft und trifft – hat aber ein Problem



    fussball.news1. BundesligaBorussia DortmundStand: 13.02.2025, 19:03 UhrVon: Lars PollmannDruckenTeilenSerhou Guirassy war der herausragende Akteur beim Sieg des BVB in Portugal. Trotz Lobpreisungen für den Stürmer gibt es auch Kritik an seiner Fallsucht.Dortmund – Borussia Dortmund steht nach dem überraschend deutlichen 3:0-Sieg in der Champions League bei Sporting in der Bringschuld: Schon zu oft ist der BVB in dieser Saison an dem Vorhaben gescheitert, aus einem Erfolgserlebnis eine echte Trendwende abzuleiten. Am Samstag muss die Elf von Niko Kovač beim VfL Bochum nachlegen.Dass dabei die Hoffnungen nicht zuletzt auf Serhou Guirassy ruhen, liegt auf der Hand. Der Stürmer überragte in Lissabon mit einem Kopfballtor zur Führung sowie einer Traumflanke auf den erstmaligen BVB-Torschützen Pascal Groß zum 2:0. Die UEFA ernannte Guirassy zum Man of the Match, es hagelte Lobeshymnen für den Nationalspieler von Guinea.Serhou Guirassy hat bereits einen Vereinsrekord beim BVB egalisiertDie scheinen durchaus berechtigt. Immerhin führt Guirassy die Torschützenliste der Champions League nach neun Einsätzen mit zehn Treffern an. Damit hat der Sommereinkauf vom VfB Stuttgart schon jetzt mehr Tore erzielt als die Topschützen der vergangenen Spielzeit: Harry Kane vom FC Bayern und Kylian Mbappé, damals noch bei Paris Saint-Germain, teilten sich den Bestwert mit je acht Treffern.Mehr noch: Guirassy egalisierte mit seinem Kopfball am Dienstagabend einen BVB-Vereinsrekord. Zehn Treffer in einer Champions-League-Saison waren bisher nur Robert Lewandowski und Erling Haaland gelungen. Durchaus bemerkenswert, dass Guirassy in die Fußstapfen dieser Topstürmer bisher vor allem auf der europäischen Bühne getreten ist. In der Bundesliga sind seine neun Tore nach 18 Partien eine ordentliche, aber keine Überflieger-Quote.Eine konkrete Erklärung für diesen Split gibt es beim BVB derzeit nicht. „Er ist ein extrem wichtiger Spieler für uns, nicht nur in der Champions League, sondern auch in der Bundesliga“, wollte Lars Ricken dieses Guirassy-Thema in Portugal nicht aufkommen lassen. „Die letzten Wochen waren auch für ihn keine einfache Zeit, sich dann so im wahrsten Sinne des Wortes herauszukämpfen – das 1:0 war überragend“, schwärmte der Sportchef.Kovač von Guirassy beeindruckt: „Das ist schon à la bonne heure“Auch Trainer Niko Kovač reihte sich in die Lobeshymnen ein. „Das ist ein Ausnahmestürmer“, sagte der Kroate bei Amazon Prime Video zu Guirassy. „Er hat eine super Entwicklung genommen. Das ist schon à la bonne heure.“ Klar, dass Kovač genau auf die Belastung des 28-Jährigen schaut. Weil Guirassy der einzige waschechte Mittelstürmer im Kader ist, ist er seit Monaten ein absoluter Vielspieler. „Ich überlege immer, ob ich ihn in den letzten Minuten rausnehme, weil er am Anschlag spielt“, sagte Kovač.Weil sich der BVB in der Bundesliga so ein tiefes Loch gebuddelt hat, ist jedoch kaum denkbar, dass Guirassy allzu bald eine Pause erhält. An einem gewissen Punkt wird sie sich nicht mehr vermeiden lassen, um den vielleicht wichtigsten Spieler im Kader bei Gesundheit zu halten. Viele BVB-Fans würden sich dabei wünschen, dass Guirassy nicht nur eine Atempause erhält, sondern auch eine Denkpause.BVB-Star Serhou Guirassy sah in Frankfurt nach einer Schwalbe Gelb wegen Meckerns. © IMAGO/Harry Langer/DeFodi ImagesDenn bei aller Freude über die sportlichen Leistungen des Angreifers gerade in der Champions League gibt es auch berechtigte Kritik an Guirassy. Seine Fallsucht wird zum immer größeren Ärgernis im Umfeld des BVB. Auch in Lissabon suchte der Stürmer bei kleinsten Berührungen den Bodenkontakt, um Freistöße oder gar einen Elfmeter zu schinden.Guirassy tritt beim BVB als ‚Schwalbenkönig‘ aufKurz vor der Halbzeitpause sank Guirassy nach minimalem Kontakt mit Sporting-Verteidiger Ousmane Diomandé, der beim FC Bayern als Neuzugang gehandelt wird, hernieder. Der umsichtige norwegische Schiedsrichter Espen Eskas machte sofort klar, dass es für diesen billigen Versuch keinen Strafstoß geben konnte. Guirassy selbst war es wohl peinlich, jedenfalls sparte er sich das übliche Lamentieren und entschuldigte sich offenbar gar bei den Gegenspielern mit dem Hinweis, er sei gestolpert und wolle gar keinen Pfiff für sich beanspruchen.Wenn es sich dabei um einen Einzelfall handeln würde, könnten Fans darüber hinwegsehen. Jedoch haben Schwalben bei Guirassy längst Methode. Im Dezember fiel Schiedsrichter Harm Osmers beim Spiel des BVB gegen die TSG Hoffenheim (1:1) zunächst auf den Täuschungsversuch von Guirassy rein, der Videobeweis sorgte in diesem Fall für Gerechtigkeit und entlarvte den Dortmunder ‚Schwalbenkönig‘.Einen Aufreger sahen zumindest diejenigen, die es mit dem BVB halten, auch bei der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt im Januar (0:2). Da wurde Guirassy von Verteidiger Arthur Theate leicht gehalten, ging aber mit einer Theatralik zu Boden, als sei seine Schulter aus dem Gelenk gerissen worden. „Die Entscheidung, keinen Strafstoß zu geben, ist für uns korrekt“, schätzte Schiri-Sprecher Alex Feuerherdt gegenüber fussball.news, dem Fußball-Portal von IPPEN.MEDIA ein.Die Schiedsrichter schauen genau auf Dortmund-Star Guirassy „Es gibt zwar ein kurzes, leichtes Halten, das aber nicht ursächlich dafür ist, dass Guirassy zu Boden geht. Impuls und Wirkung passen insoweit nicht zusammen“, erläuterte Feuerherdt. Weil sich derartige Szenen beim BVB-Stürmer häufen, übrigens nicht nur im Strafraum, sondern etwa auch bei handelsüblichen Luftduellen im Mittelfeld, haben die Schiedsrichter sicher ein genaues Auge auf Guirassy.Der „Ausnahmestürmer“ des BVB muss aufpassen, dass er die Unparteiischen nicht zu sportlichen Vorurteilen anstiftet, die nur menschlich wären. Man möchte Guirassy an die Fabel vom Hirtenjungen und dem Wolf erinnern, die aus der Antike stammt und dem griechischen Dichter Äsop zugeschrieben wird.Auch BVB-Kollege Karim Adeyemi hatte zweifelhaften RufIn der Fabel brüllt ein Hirtenjunge wiederholt, dass seine Schafsherde von Wölfen angegriffen werde. Die ihm zur Hilfe eilenden Dorfbewohner bemerken jedoch stets schnell, dass sich der Junge die Wölfe nur ausgedacht hat. Eines Tages wird die Herde tatsächlich angegriffen, doch die Rufe des Hirten verhallen, weil sich das Dorf nicht mehr von einem Jungen veräppeln lassen mag.Übertragen auf den Fußball: Wenn Guirassy so weitermacht, wird ihm eines Tages ein Strafstoß verwehrt bleiben, den es eigentlich geben müsste. Dass auch der Videobeweis nicht immer hilft, weiß der BVB nicht zuletzt wegen eines Auswärtsspiels in Bochum – 2023 blieben der Pfiff von Schiedsrichter Sascha Stegemann und der Eingriff aus dem ‚Kölner Keller‘ nach klarem Foul an Karim Adeyemi aus. Auch der Außenstürmer hatte in der Vergangenheit schon den Ruf weg, viel zu schnell zu Boden zu gehen.



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  • „Überragendes Statement“? Nur ein Schritt aus der BVB-Krise

    „Überragendes Statement“? Nur ein Schritt aus der BVB-Krise



    Borussia Dortmund schöpft durch den Erfolg gegen Sporting in der Champions League neues Selbstbewusstsein. Allerdings sollte man nicht zu früh zufrieden sein.Lissabon/Dortmund – Borussia Dortmund hat sich in der Playoff-Runde der Champions League gegen den portugiesischen Meister und aktuellen Tabellenführer Sporting in eine hervorragende Ausgangslage gebracht. Im Hinspiel am Dienstagabend in Lissabon gelang dem BVB dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte ein 3:0-Erfolg.Für Neu-Trainer Niko Kovač bedeutete es das erste Erfolgserlebnis mit dem BVB. Am Wochenende war sein Debüt gegen den VfB Stuttgart mit einer 1:2-Niederlage einhergegangen, die der Dortmund-Coach erstaunlich positiv sah. Besteht jetzt die Gefahr, dass der BVB den Sieg in Portugal überbewertet?BVB-Boss Ricken: „Als wäre eine Handbremse gelöst worden“„Das war fürs Selbstbewusstsein schon richtig gut“, sagte Sportchef Lars Ricken nach der Partie. „Wir dürfen natürlich nicht die ganze Saison vergessen, aber es war heute ein überragendes Statement“, befand der Ex-Profi. Damit konnte Ricken nur den zweiten Durchgang meinen, denn bis zur Pause reihte sich die behäbige Leistung von Dortmund in die zurückliegenden Krisen-Wochen ein.Der BVB agierte in den ersten 45 mutlos, langsam, kam selbst nicht in die gefährlichen Räume und konnte von Glück sagen, dass auch Sporting nicht in der besten Form daherkam. So wurde das Heimteam auch nur bei Distanzschüssen gefährlich. Dass Dortmund nach dem Seitenwechsel wie ausgewechselt wirkte, ist Kovač anzurechnen. „Ich war nicht in der Kabine, aber Niko muss die richtigen Worte gefunden haben. Wie wir aus der Kabine gekommen sind, als wäre eine Handbremse gelöst worden“, schätzte Ricken ein.Dortmund bietet Anschauungsmaterial zum Thema SelbstvertrauenAbwehrmann Nico Schlotterbeck, einer der besten BVB-Stars auf dem Platz, klärte nach dem Spiel auf: Kovač musste nicht laut werden, sondern analysierte mit seiner natürlichen Autorität sachlich, was Dortmund besser machen müsste. Sein Team verschob der Cheftrainer einige Meter nach vorn, plötzlich hatten die Schwarzgelben viel besseren Zugriff und sorgten mit Gegenpressing für Fehler der unerfahrenen Sporting-Truppe.Durch die veränderte Herangehensweise wurde die Qualität des BVB deutlich, der dann auch seine Routine in der Champions League zeigen konnte. Mit dem 1:0 durch einen Kopfball von Serhou Guirassy war der Widerstand von Sporting gebrochen. Was Selbstvertrauen auslösen kann, war in der Folge bei den Gästen zu sehen, die mit zwei weiteren herausgespielten Treffern das Tor zum Achtelfinale sperrangelweit öffneten.Der BVB feierte bei Sporting den ersten Sieg unter Neu-Trainer Niko Kovač.© IMAGO/Jose Manuel Alvarez ReyAn das Rückspiel gegen Sporting nächste Woche dachte aber schon kurz nach Abpfiff niemand mehr beim BVB. Schließlich hat die Champions League in dieser Saison schon oft den Ausweg aus dem tristen Bundesliga-Alltag geboten. Dort wartet mit dem VfL Bochum am Samstag ein kniffliges Auswärtsspiel bei einem Team, das ums Überleben im Oberhaus kämpft.BVB-Direktor Kehl fordert „ähnlich motivierte, couragierte, fokussierte Leistung“„Wir haben auch in der Hinrunde immer mal wieder Highlightspiele gehabt und gesagt, das ist die Benchmark und der Maßstab, an dem wir uns messen lassen müssen. Ganz wichtig ist jetzt: Es war ein gutes Spiel, ein top Spiel, aber wir müssen es abhaken. Jetzt ist wichtig, den Willen zu zeigen, das zu bestätigen“, forderte Ricken.Auch Sportdirektor Sebastian Kehl will keine Selbstzufriedenheit aufkommen lassen. „Es war nur ein erster Schritt. Wir müssen noch eine Menge Schritte machen in dieser Saison. Wir müssen zeigen, dass wir in der Bundesliga endlich wieder Siege einfahren. Ich erwarte eine ähnlich motivierte, couragierte, fokussierte Leistung, dann werden wir Bochum schlagen“, sagte der Ex-Kapitän des BVB.Ein Rückfall in Bochum wäre typisch für die BVB-SaisonEs wäre geradezu typisch für die Probleme von Dortmund in der laufenden Saison, wenn auf die starken zweiten 45 Minuten von Lissabon in Bochum ein Rückfall auf den Boden der Bundesliga-Tatsachen folgen sollte. Egal, was die Verantwortlichen sagen, die Truppe von Kovač muss gegen einen tief im Abstiegskampf steckenden Gegner Taten folgen lassen.Ein gutes Zeichen ist dennoch, dass alle Beteiligten den Fokus sofort nach vorn richteten und sich nicht zu sehr im Glanz eines deutlichen Auswärtssiegs auf der großen Bühne Champions League sonnten. Wenn der BVB die richtigen Schlüsse zieht, kann die Partie in Lissabon Ausgangspunkt einer Wende sein – mehr noch als die Erfolge gegen Schachtar Donezk und den 1. FC Heidenheim unter Interimscoach Mike Tullberg.„Wir haben dieses Jahr auch schon Spiele gewonnen, wo ich nicht mit einem guten Gefühl vom Platz gelaufen bin. Aber heute gehe ich mit einem guten Gefühl vom Platz“, glaubte auch Nationalspieler und Premieren-Torschütze Pascal Groß am Mikrofon von Amazon Prime Video daran, dass in der Halbzeitpause in Portugal womöglich der Schalter umgelegt wurde. Der Nachweis muss nun folgen.
    Rubriklistenbild: © IMAGO/Jose Manuel Alvarez Rey



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  • Es hagelt Fünfen – ein Star kassiert die 6



    fussball.news1. BundesligaBorussia DortmundStand: 12.02.2025, 19:15 UhrVon: Lars PollmannDruckenTeilenBorussia Dortmund hat in der Bundesliga zum Debüt von Niko Kovač eine Niederlage gegen den VfB Stuttgart kassiert. Die Spieler in der Einzelkritik.Dortmund – Borussia Dortmund hat im Rennen um die Europapokalplätze eine empfindliche Niederlage kassiert. Beim Debüt von Niko Kovač verlor der BVB gegen den VfB Stuttgart mit 1:2, der Rückstand auf die Schwaben beträgt damit nun sechs Punkte. Für den neuen Trainer war es ein denkbar ungünstiger Einstand. Die Leistung seines Teams geriet über weite Strecken allenfalls ordentlich, in den entscheidenden Momenten versagte Dortmund in beiden Strafräumen.Gegen den frisch ins Halbfinale des DFB-Pokal eingezogenen VfB sorgte ausgerechnet der ehemalige Kapitän der Gäste Waldemar Anton, der vom Stuttgarter Kontingent unter den 81 365 Zuschauern im Signal Iduna Park ausgepfiffen wurde, in der 50. Minute per Eigentor die Führung. Julian Chabot erhöhte (61.) per Direktabnahme. Für den BVB machte Julian Brandt nochmal für Hoffnung (81.), in der Schlussphase bot aber nur die Gelb-Rote Karte für Julian Ryerson nochmal echte Aufregung (89.).Die Einzelkritik und Noten zum Spiel gegen den VfB Stuttgart in der Übersicht:Gregor KobelKonnte sich wegen weniger Abschlüsse des VfB nicht auszeichnen, zeigte einmal mehr erhebliche Schwächen in der Spieleröffnung. Note: 4Julian RyersonBot einige offensive Läufe an und legte die Großchance von Karim Adeyemi (38.) vor. Wandelte in Halbzeit zwei lange am Platzverweis, hatte sich emotional überhaupt nicht mehr im Griff und flog verdientermaßen runter. Note: 5Julian Ryerson flog bei der BVB-Pleite gegen den VfB Stuttgart vom Platz. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/WunderlEmre CanRettete den BVB mit einer herausragenden Abwehraktion gegen Deniz Undav vor dem Rückstand in Halbzeit 1, hatte ansonsten deutlich weniger Probleme als sein Nebenmann. Note: 3Waldemar AntonLegte erst beinahe Undav den Führungstreffer mustergültig auf, traf dann ins eigene Netz. Ein völlig gebrauchtes Spiel für den Nationalspieler vor den Augen von Julian Nagelsmann. Note: 6Ramy BensebainiRückte von der Linksverteidiger-Position immer wieder ins Mittelfeld, konnte aber in beiden Rollen keine Akzente setzen. Note: 4Pascal GroßBleibt in derzeitiger Verfassung eine große Enttäuschung beim BVB. Das Spiel scheint für den Sechser zu schnell zu gehen. Note: 5Marcel SabitzerFügte seiner bisher schwachen Saison ein weiteres vollkommen unsichtbares Spiel hinzu. Denkbar weit entfernt von seinen Leistungen aus der vergangenen Champions-League-Saison. Note: 5Karim AdeyemiSorgte über den rechten Flügel für viel Wirbel, traf aber in jeder Situation im VfB-Strafraum die falsche Entscheidung. Machte so ein unglückliches Spiel. Note: 4Julian BrandtAbseits seines Anschlusstreffers zeigte der Zehner des BVB erneut viel zu wenig von seinem großen spielerischen Potenzial. Bezeichnend der Freistoß in letzter Sekunde, den Brandt in den Oberrang knallte. Note: 5Jamie GittensWar wie so oft der größte offensive Lichtblick beim BVB, ohne eine Top-Leistung zu zeigen. Hatte großes Pech bei einem abgefälschten Lattenschuss (68.). Note: 3Serhou GuirassyFiel nicht zum ersten Mal in dieser Saison nur mit Schwalben auf. Weil er von den Kollegen kaum gefüttert wird, ist Guirassy oft ein Schatten von dem Spieler, der beim VfB an der Weltklasse kratzte. Note: 5



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