Ist Niko Kovac schon vor Ende seines Vertrags beim BVB wieder weg? Ein TV-Kommentator ist sich sicher – und geht eine riskante Wette ein.
Ist Niko Kovac schon vor Ende seines Vertrags beim BVB wieder weg? Ein TV-Kommentator ist sich sicher – und geht eine riskante Wette ein.
Da ist sich einer seiner Sache sicher: Der TV-Kommentator Robby Hunke glaubt nicht an einen langfristigen Verbleib von Niko Kovac bei Borussia Dortmund.
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In der RTL-Sendung „Einfach machen!“ ging er daher sogar eine riskante Wette ein.
„Wenn Niko Kovac am Ende des Jahres 2025 noch Trainer von Borussia Dortmund ist, lasse ich mir hier auf die Wade ‚Einfach machen!’ tätowieren”, verkündete Hunke.
Harte Kritik an Kovac und BVB
Der 41-Jährige sagte im Gespräch mit seinem Co-Moderator Julius Fellermann weiter: „Das Ausrufezeichen kann gerne entweder Niko Kovac tätowieren oder du, wie auch immer ihr möchtet.“
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Der Coach, Nachfolger des glücklosen Nuri Sahin, passe einfach nicht zum BVB: „Das kannst du doch in Dortmund im Westfalenstadion keinem anbieten.“
Dortmund befindet sich in der schlimmsten sportlichen Krise seit vielen Jahren. Kovac konnte zwar in der Champions League das Playoff-Hinspiel gegen Sporting Lissabon gewinnen (3:0), doch in der Bundesliga setzte es zwei Niederlagen.
Hunkes Kritikpunkte: Als Trainer des VfL Wolfsburg habe Kovac „gar keine Idee“ für das Spiel mit dem Ball entwickelt. Und bei Bayern München sei der Kroate an mächtigen Spielern wie Thomas Müller gescheitert.
Ähnliches könne auch mit den Stars in Dortmund passieren: „Die haben schon ganz andere Trainer aufgefressen.“
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Der aktuelle BVB-Coach hat einen Vertrag bis Mitte 2026 erhalten. Doch Hunke legte sich fest: „Ende des Jahres ist Niko Kovac kein Trainer mehr vom BVB.“
Die Premier League versucht den Spielplan im Winter so zu gestalten, dass jedem Klub etwa zehn Tage ohne Pflichtspiel zur Verfügung stehen. Das Entgegenkommen soll den Spitzenfußballern eine Verschnaufpause verschaffen, und obwohl die Idee durch die zusätzlichen Spieltage in der Champions League kaum mehr umsetzbar ist, entschied sich der FC Arsenal dennoch spontan zu einem einwöchigen Trainingslager. Möglich machte dies der direkte Einzug ins Königsklassen-Achtelfinale sowie ein frühes Aus im FA Cup. Wie in der Vorsaison begab sich die Mannschaft von Trainer Mikel Arteta in die Sonne Dubais. Der Plan war, dass sich die Spieler unter warmen Bedingungen erholen können und Kraft tanken für den Rest der Saison.
Stattdessen hat sich nun die angespannte Verletzungssituation in der Offensive drastisch verschärft. Denn der deutsche Nationalspieler Kai Havertz zog sich bei einer Einheit in Dubai eine schwere Oberschenkelverletzung zu, die operiert werden muss; das Rehabilitationsprogramm von Havertz werde „voraussichtlich bis in die Vorbereitung auf die nächste Saison hinein andauern“. Womit, klar, diese Saison für ihn vorbei ist. Zur Entstehung der Verletzung schilderte Arteta, Havertz habe im Anschluss an eine Standardsituation einen Schuss blocken wollen, dabei das Bein gedehnt und dann etwas im Oberschenkel gespürt. Die Diagnose sei „unerwartet“ und ein „schwerer Schlag“, räumte der Trainer ein. Zusätzlich zu Havertz fehlen Arsenal derzeit die Leistungsträger Bukayo Saka und Gabriel Martinelli (beide Oberschenkel) sowie der ständig mit Verletzungen kämpfende Torjäger Gabriel Jesus (Kreuzband).
So stehen im Angriff nur Leandro Trossard, Raheem Sterling und Ethan Nwaneri fit zur Verfügung – wobei keiner von ihnen Mittelstürmer ist. Zuletzt hatte der flexible Havertz diese Position bekleidet. Sein Langzeitausfall durchkreuzt das Titelstreben des Klubs. Im Ligaspiel bei Aufsteiger Leicester City am Samstagmittag setzte Arteta auf Trossard im Zentrum. Lange mangelte es an Durchschlagskraft, erst in der Schlussphase kam man durch einen Doppelpack des eingewechselten Mittelfeldspielers Mikel Merino zum 2:0-Pflichtsieg. Im Rahmen des Matches erzählte Arteta, dass sich aufgrund der Notlage im Angriff sogar der eigene Verteidiger William Saliba als Aushilfsstürmer angeboten habe. Saliba hatte in der Jugend mal vorn gespielt und einige Tore erzielt. Die Initiative wies Arteta charmant ab.
In der Regel kostet ein geprüfter Weltklasse-Angreifer mindestens 75 Millionen Euro
Seinen Frust über die Personallage hatte der Spanier schon kürzlich mit scharfen Worten kundgetan. Man habe die „klare Absicht“ gehabt, den eigenen Kader im Winter zu verstärken, dies jedoch diesmal „nicht geschafft“. Deshalb sei man „enttäuscht“, richtete Arteta unverblümt aus. Die Besetzung des Mittelstürmers gilt als neuralgische Stelle im Kader. Sowohl dem im November zurückgetretenen Sportchef Edu als auch seinem Interimsnachfolger Jason Ayto, der zuvor an dessen Seite gearbeitet hatte, ist es nicht gelungen, einen verlässlichen Torjäger zu verpflichten – trotz Gesamttransferausgaben von einer dreiviertel Milliarde Euro in viereinhalb Jahren. Bisher schien man zu sehr auf Jesus zu setzen, der 2022 für 50 Millionen Euro von Manchester City ausgelöst worden war.
Zudem offerierte die Lösung mit Havertz im Angriff mehr Spielstärke sowie wegen dessen Laufstärke ein für den Gegner unangenehmes Pressing. Womöglich könnten aber auch die stattlichen Ablösesummen in der Vergangenheit zuletzt zum Problem geworden sein. In der Regel kostet ein geprüfter Weltklasse-Angreifer mindestens 75 Millionen Euro. Kryptisch erklärte Arteta, es gebe finanziell einige Dinge, bei denen man „in der Spur bleiben“ müsse. Die Vakanz im Management nach dem Edu-Abschied könnte nun vielleicht eine Chance für DFB-Weltmeister Per Mertesacker sein, der die Jugendakademie des Klubs seit Jahren profiliert leitet. Der 40-Jährige hatte einst im SZ-Interview gesagt, an Tätigkeiten wie speziell der des Sportdirektors interessiert zu sein.
SZ PlusManCity in der Champions League
:Ende der Generation Guardiola
Nach der Pleite gegen Real droht Manchester City in der Champions League das früheste Aus seit 13 Jahren. Die Spieler machen einen erschreckend erschöpften Eindruck, selbst Trainer Pep Guardiola kommt in der Krise an seine Grenzen.
Arsenals Zögern auf dem Transfermarkt in Hinblick auf einen Mittelstürmer passt zur Gemengelage. Zwar zählt der Klub inzwischen wieder zur europäischen Elite, aber der sehnlich erwartete große Titelgewinn steht weiter aus. Seit 21 Jahren wartet Arsenal auf die Premier-League-Meisterschaft, die Champions League hat man derweil noch nie gewonnen. In gewisser Hinsicht passt die gegenwärtige Stagnation des Vereins auf Spitzenniveau zur persönlichen Situation des Spielers Havertz. Seit seinem Wechsel zu den Gunners 2023 kommt er auf beachtliche 41 Torbeteiligungen in 85 Pflichtspielen. Damit hat er seine Bilanz im Vergleich zu seiner vorherigen Station beim Stadtrivalen Chelsea, mit dem er die Champions League 2022 gewonnen hatte, deutlich verbessert. Mit 15 Pflichtspieltoren ist er in dieser Saison sogar erfolgreicher als in all den anderen Jahren in England.
Für den letzten Schritt von Havertz zu einem internationalen Ausnahmespieler hat es jedoch trotz der Veranlagung bisher nicht gereicht. Die Divergenz zeigt sich daran, dass von ihm in dieser Spielzeit neben der Verletzung ein verballerter Elfmeter bei der FA-Cup-Niederlage gegen Manchester United hängen bleiben wird. Daraufhin wurden er und seine schwangere Frau im Internet beleidigt und bedroht. Die Erwartung an ihn in London ist bisweilen immens – weil Arsenal so auf ihn angewiesen ist. Auch bei der Nationalelf dürfte Havertz‘ Fehlen eine Lücke reißen. Aufgrund der gleichzeitigen Abwesenheit von Niclas Füllkrug von West Ham United steht Bundestrainer Julian Nagelsmann für das Nations-League-Viertelfinale gegen Italien in Tim Kleindienst (Borussia Mönchengladbach) nur ein erprobter Mittelstürmer zur Verfügung.
Immerhin verschafft Kai Havertz der Zeitpunkt der Verletzung die unfreiwillige Möglichkeit, nach der Reha ausgeruht ins WM-Jahr zu starten.
Bei der Blamage in Bochum patzt BVB-Verteidiger Niklas Süle schwer. Dass Niko Kovač ihn überhaupt aufstellt, spricht Bände über die Kaderplanung.
Dortmund – Borussia Dortmund hat in der Bundesliga durch die 0:2-Niederlage beim Tabellenschlusslicht VfL Bochum einen neuen Tiefpunkt erreicht: Die Schwarzgelben haben nach 22 Spieltagen mehr Niederlagen als Siege auf dem Konto, ein negatives Torverhältnis und den gleichen Abstand zu Rang 14 wie Rang vier.
Dass beim BVB überhaupt noch von der kommenden Champions-League-Saison gesprochen wird, spottet eigentlich jeder Beschreibung und lässt sich nur mit dem Selbstverständnis erklären, das der Klub noch in sich trägt, das aber mit Nicht-Leistungen wie in Bochum mehr und mehr bröckelt.
Keine Rotation in der englischen Woche von Dortmund
War es über Monate, wenn nicht gar Jahre, die Mentalitätsfrage, die dem BVB immer und immer wieder gestellt wurde, ist längst auch die Qualitätsfrage erlaubt. Der Kader ist unstimmig zusammengestellt, es fehlt auf zu vielen Positionen an gangbaren Alternativen, die völlig außer Form geratene Profis ersetzen können. Trainer Niko Kovač ist noch nicht lange dabei und hält sich mit kritischen Worten in der Öffentlichkeit zurück.
Was er von seinem Kader hält, drückt der Übungsleiter mit seinen Aufstellungen aus: In einer englischen Woche mit Spielen am Samstag, Dienstag und Samstag, also mit durchaus hoher Belastung, setzte der Kroate auf einen Stammkern von Spielern, der nur notgedrungen verändert wurde. Sogenannte Alternativen scheinen für Kovač in Wahrheit keine zu sein.
Überdeutlich machte Kovač seine Haltung beim Spiel in Bochum gegenüber der Besetzung der Rechtsverteidiger-Position.
Niklas Süle patzte bei der BVB-Blamage in Bochum entscheidend.
Kovač gibt klaren Hinweis, wie er den BVB-Kader bewertet
Stammkraft Julian Ryerson war nach Gelb-Roter Karte aus der Pleite gegen den VfB Stuttgart gesperrt, an seiner Stelle entschied sich der Trainer für Niklas Süle. Der ist nicht nur gelernter Innenverteidiger, sondern auch ohne jeden Rhythmus, nachdem er sich zweimal in der laufenden Saison schwerer am Sprunggelenk verletzt hatte. Seit dem Hinspiel gegen Bochum Ende September hatte es Süle auf ganze drei Einsätze gebracht, nur einer davon entfiel auf das Jahr 2025 – und der dauerte gegen Sporting in der Champions League auch nur etwas mehr als die Nachspielzeit.
Es war also ein völliger Kaltstart, den Süle in einem kleinen Revierderby beim aggressiven VfL Bochum hinlegen musste, weil Kovač den etatmäßigen Rechtsverteidiger Yan Couto nicht imstande sah, die Position auszufüllen. „Die Spieler, die seit Jahren in der Bundesliga spielen, kennen wir alle. Yan ist erst vor kurzem hergekommen, da brauche ich noch ein bisschen Zeit um ihn zu scannen. Er ist sicherlich eine Alternative hinten rechts, wobei er schon eher ein Wing-Back als ein Full-Back ist“, sprach der Trainer am Freitag im besten Fußball-‚Denglisch‘ über Couto.
Niklas Süle erwischt rabenschwarzen Nachmittag in Bochum
Damit meinte Kovač, dass er Couto nicht als Außenverteidiger in einer Viererkette gebrauchen kann, sondern ihn als Flügelspieler in einem System mit Dreierkette sieht. Dort kann der Brasilianer seine Offensivstärke ausspielen, ohne zu viel defensive Verantwortung zu tragen. Zu einer Systemumstellung konnte sich Kovač nun jedoch nicht durchringen, also ließ er Süle trotz fehlenden Rhythmus‘ beginnen.
Dass der (Ex-?) Nationalspieler einen ziemlich schwarzen Nachmittag erwischte, passt ins Bild, das der BVB derzeit abgibt. Süle war die mangelnde Praxis anzumerken, schon vor seinem fatalen Fehlpass zum 2:0 für Bochum, das Dortmund den sprichwörtlichen Genickbruch versetze, wirkte der Verteidiger, als sei er nicht im Spiel. Wenn man es auf die Spitze treiben mag, hat dieses Gegentor die Kaderpolitik des BVB entlarvt.
Dortmund scheint vom Profil von Yan Couto überrascht
Couto hat zweifelsohne seine Qualitäten, die auch auf gutem Niveau in Spanien beim Überraschungsteam der Vorsaison, dem FC Girona nachgewiesen. Dass sich diese Qualitäten allerdings weitgehend auf den Vorwärtsgang beschränken, war jedem Beobachter völlig klar. Beim BVB scheint man jedoch überrascht, jedenfalls weiß mit Kovač nun schon der dritte Trainer der Saison nicht so recht etwas mit Couto anzufangen.
Dass der Brasilianer in Bochum selbst einen ebenso schlimmen Fehlpass wie Süle spielte, bei dem jedoch Torhüter Gregor Kobel zur Rettung eilte, ist wohl eher dem völlig fehlenden Selbstvertrauen geschuldet als dem Umstand, dass Couto lieber offensiv mitmacht, als die defensiven Hausaufgaben zu erledigen. Trotzdem war es für ihn nach der Einwechslung für Süle ein weiterer Auftritt, der mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.
Retro-Design und viel regionale Verbundenheit: Die Trikots der Bundesligisten 2024/25
Couto steht dabei geradezu sinnbildlich für einen Kader, bei dem offenbar in erster Linie Spieler gesammelt wurden, die ihre Qualitäten haben, bei dem aber kaum darauf geachtet wurde, ob sie auch zu einem sinnvollen Gebilde zusammengefügt werden können. Gewiss sind die Leistungen von Couto noch enttäuschender, aber gewisse Parallelen zur Situation etwa von Maximilian Beier sind festzustellen.
Beim EM-Fahrer besteht die Hoffnung, dass er einen beim BVB keineswegs untypischen längeren Anlauf braucht, um sich zurechtzufinden. Als vielseitiger Offensivspieler wird Dortmund für Beier in Zukunft eine Verwendung finden. Bei Couto sind da Fragezeichen angebracht.
BVB ließ sich auf Kaufverpflichtung ein, die schon gegriffen hat
Wenn der Brasilianer tatsächlich alleine für die Rolle des Flügelverteidigers im System mit Dreierkette taugt, für das es dem BVB aber an anderer Stelle fehlt, war Couto schlichtweg ein Fehleinkauf. Das größte Ärgernis ist dabei, dass der 22-Jährige noch als Leihspieler in Dortmund aktiv ist. Sportdirektor Sebastian Kehl und Co. ließen sich jedoch im Deal mit Manchester City auf eine Kaufverpflichtung ein, die bereits gegriffen hat.
Bis zu 30 Millionen Euro soll der feste Transfer, der bürokratisch erst im Sommer abgeschlossen wird, den BVB kosten. Gemessen an den bisherigen Leistungen von Couto in Dortmund wäre selbst ein Drittel dieser Summe deutlich zu viel. Das gilt umso mehr, wenn die mit hoher Wahrscheinlichkeit ausbleibenden Einnahmen aus der Champions League in die Überlegung einbezogen werden.
Der BVB wird im Sommer mutmaßlich den ein oder anderen Spieler verkaufen müssen, um die Lücken zu füllen, wie Hans-Joachim Watzke zuletzt bereits überraschend nonchalant erklärte. In einer solchen Situation eine hohe Ablöse für Couto abzudrücken, schmerzt doppelt und dreifach.
Bei der Blamage in Bochum patzt BVB-Verteidiger Niklas Süle schwer. Dass Niko Kovač ihn überhaupt aufstellt, spricht Bände über die Kaderplanung.
Dortmund – Borussia Dortmund hat in der Bundesliga durch die 0:2-Niederlage beim Tabellenschlusslicht VfL Bochum einen neuen Tiefpunkt erreicht: Die Schwarzgelben haben nach 22 Spieltagen mehr Niederlagen als Siege auf dem Konto, ein negatives Torverhältnis und den gleichen Abstand zu Rang 14 wie Rang vier.
Dass beim BVB überhaupt noch von der kommenden Champions-League-Saison gesprochen wird, spottet eigentlich jeder Beschreibung und lässt sich nur mit dem Selbstverständnis erklären, das der Klub noch in sich trägt, das aber mit Nicht-Leistungen wie in Bochum mehr und mehr bröckelt.
Keine Rotation in der englischen Woche von Dortmund
War es über Monate, wenn nicht gar Jahre, die Mentalitätsfrage, die dem BVB immer und immer wieder gestellt wurde, ist längst auch die Qualitätsfrage erlaubt. Der Kader ist unstimmig zusammengestellt, es fehlt auf zu vielen Positionen an gangbaren Alternativen, die völlig außer Form geratene Profis ersetzen können. Trainer Niko Kovač ist noch nicht lange dabei und hält sich mit kritischen Worten in der Öffentlichkeit zurück.
Was er von seinem Kader hält, drückt der Übungsleiter mit seinen Aufstellungen aus: In einer englischen Woche mit Spielen am Samstag, Dienstag und Samstag, also mit durchaus hoher Belastung, setzte der Kroate auf einen Stammkern von Spielern, der nur notgedrungen verändert wurde. Sogenannte Alternativen scheinen für Kovač in Wahrheit keine zu sein.
Überdeutlich machte Kovač seine Haltung beim Spiel in Bochum gegenüber der Besetzung der Rechtsverteidiger-Position.
Kovač gibt klaren Hinweis, wie er den BVB-Kader bewertet
Stammkraft Julian Ryerson war nach Gelb-Roter Karte aus der Pleite gegen den VfB Stuttgart gesperrt, an seiner Stelle entschied sich der Trainer für Niklas Süle. Der ist nicht nur gelernter Innenverteidiger, sondern auch ohne jeden Rhythmus, nachdem er sich zweimal in der laufenden Saison schwerer am Sprunggelenk verletzt hatte. Seit dem Hinspiel gegen Bochum Ende September hatte es Süle auf ganze drei Einsätze gebracht, nur einer davon entfiel auf das Jahr 2025 – und der dauerte gegen Sporting in der Champions League auch nur etwas mehr als die Nachspielzeit.
Es war also ein völliger Kaltstart, den Süle in einem kleinen Revierderby beim aggressiven VfL Bochum hinlegen musste, weil Kovač den etatmäßigen Rechtsverteidiger Yan Couto nicht imstande sah, die Position auszufüllen. „Die Spieler, die seit Jahren in der Bundesliga spielen, kennen wir alle. Yan ist erst vor kurzem hergekommen, da brauche ich noch ein bisschen Zeit um ihn zu scannen. Er ist sicherlich eine Alternative hinten rechts, wobei er schon eher ein Wing-Back als ein Full-Back ist“, sprach der Trainer am Freitag im besten Fußball-‚Denglisch‘ über Couto.
Niklas Süle erwischt rabenschwarzen Nachmittag in Bochum
Damit meinte Kovač, dass er Couto nicht als Außenverteidiger in einer Viererkette gebrauchen kann, sondern ihn als Flügelspieler in einem System mit Dreierkette sieht. Dort kann der Brasilianer seine Offensivstärke ausspielen, ohne zu viel defensive Verantwortung zu tragen. Zu einer Systemumstellung konnte sich Kovač nun jedoch nicht durchringen, also ließ er Süle trotz fehlenden Rhythmus‘ beginnen.
Dass der (Ex-?) Nationalspieler einen ziemlich schwarzen Nachmittag erwischte, passt ins Bild, das der BVB derzeit abgibt. Süle war die mangelnde Praxis anzumerken, schon vor seinem fatalen Fehlpass zum 2:0 für Bochum, das Dortmund den sprichwörtlichen Genickbruch versetze, wirkte der Verteidiger, als sei er nicht im Spiel. Wenn man es auf die Spitze treiben mag, hat dieses Gegentor die Kaderpolitik des BVB entlarvt.
Dortmund scheint vom Profil von Yan Couto überrascht
Couto hat zweifelsohne seine Qualitäten, die auch auf gutem Niveau in Spanien beim Überraschungsteam der Vorsaison, dem FC Girona nachgewiesen. Dass sich diese Qualitäten allerdings weitgehend auf den Vorwärtsgang beschränken, war jedem Beobachter völlig klar. Beim BVB scheint man jedoch überrascht, jedenfalls weiß mit Kovač nun schon der dritte Trainer der Saison nicht so recht etwas mit Couto anzufangen.
Dass der Brasilianer in Bochum selbst einen ebenso schlimmen Fehlpass wie Süle spielte, bei dem jedoch Torhüter Gregor Kobel zur Rettung eilte, ist wohl eher dem völlig fehlenden Selbstvertrauen geschuldet als dem Umstand, dass Couto lieber offensiv mitmacht, als die defensiven Hausaufgaben zu erledigen. Trotzdem war es für ihn nach der Einwechslung für Süle ein weiterer Auftritt, der mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.
Parallelen zwischen BVB-Einkäufen Couto und Beier
Couto steht dabei geradezu sinnbildlich für einen Kader, bei dem offenbar in erster Linie Spieler gesammelt wurden, die ihre Qualitäten haben, bei dem aber kaum darauf geachtet wurde, ob sie auch zu einem sinnvollen Gebilde zusammengefügt werden können. Gewiss sind die Leistungen von Couto noch enttäuschender, aber gewisse Parallelen zur Situation etwa von Maximilian Beier sind festzustellen.
Beim EM-Fahrer besteht die Hoffnung, dass er einen beim BVB keineswegs untypischen längeren Anlauf braucht, um sich zurechtzufinden. Als vielseitiger Offensivspieler wird Dortmund für Beier in Zukunft eine Verwendung finden. Bei Couto sind da Fragezeichen angebracht.
BVB ließ sich auf Kaufverpflichtung ein, die schon gegriffen hat
Wenn der Brasilianer tatsächlich alleine für die Rolle des Flügelverteidigers im System mit Dreierkette taugt, für das es dem BVB aber an anderer Stelle fehlt, war Couto schlichtweg ein Fehleinkauf. Das größte Ärgernis ist dabei, dass der 22-Jährige noch als Leihspieler in Dortmund aktiv ist. Sportdirektor Sebastian Kehl und Co. ließen sich jedoch im Deal mit Manchester City auf eine Kaufverpflichtung ein, die bereits gegriffen hat.
Bis zu 30 Millionen Euro soll der feste Transfer, der bürokratisch erst im Sommer abgeschlossen wird, den BVB kosten. Gemessen an den bisherigen Leistungen von Couto in Dortmund wäre selbst ein Drittel dieser Summe deutlich zu viel. Das gilt umso mehr, wenn die mit hoher Wahrscheinlichkeit ausbleibenden Einnahmen aus der Champions League in die Überlegung einbezogen werden.
Der BVB wird im Sommer mutmaßlich den ein oder anderen Spieler verkaufen müssen, um die Lücken zu füllen, wie Hans-Joachim Watzke zuletzt bereits überraschend nonchalant erklärte. In einer solchen Situation eine hohe Ablöse für Couto abzudrücken, schmerzt doppelt und dreifach.
Borussia Dortmund ist an einem neuen Tiefpunkt angekommen. Der blutleere Auftritt in Bochum ist dabei noch nicht einmal das Schlimmste. Denn mit ihrem Verhalten abseits des Rasens vermitteln die Spieler eine erschreckende Botschaft. Der SPORT1-Kommentar.
Einsatz, Leidenschaft, Zusammenhalt – ohne diese Eigenschaften geht es im Fußball nicht. Und in einem – zumindest von einer Seite – energiegeladenen Derby schon gleich zweimal nicht.
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Dass der BVB diese Attribute mal wieder nicht auf den Platz bekommt – gegen den bis dahin Tabellenletzten der Bundesliga: Geschenkt. Überraschend sind derartige Leistungen in dieser Spielzeit, selbst nach positiven Ansätzen in Lissabon, schon lange nicht mehr.
Doch als ob diese Einsicht noch nicht bitter genug wäre: Der neue Tiefpunkt ist der Auftritt abseits des Platzes. Die Botschaft ist fatal.
BVB-Spieler lassen Journalisten stehen
Die Journalisten drängelten sich nach Abpfiff in die Mixed Zone des Vonovia Ruhrstadions. Eng ging es dabei aber vor allem auf der blau-weißen Seite zu. Die wenigen Minuten zuvor abgefeierten Bochumer, der Mann des Spiels Georgios Masouras, Torwart-Rückkehrer Timo Horn und Kapitän Philipp Hofmann beantworteten freudestrahlend die Fragen der Medienvertreter.
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Auf der Dortmunder-Seite wollte sich nach dieser peinlichen Niederlage zum ersten Mal in dieser Saison niemand stellen. Erst als ein Vereinsmitarbeiter die Journalisten darauf hinwies, dass es keinen Gesprächspartner mehr gebe, dampften sie ab.
Das Verhalten spricht Bände: Die Dortmunder Spieler ducken sich vor der Verantwortung weg.
BVB-Profis ducken sich vor der Verantwortung weg
Nicht einmal die drei besseren BVB-Profis an diesem Samstagnachmittag wollten sich diesmal opfern. Weder Kapitän Emre Can noch Nico Schlotterbeck oder Gregor Kobel hatten Lust darauf, Erklärungen für diese Niederlage und desolaten Auftritt zu finden. Wohl auch deshalb, weil sie selbst ratlos sind.
Auch die Dortmunder Verantwortlichen Lars Ricken (Geschäftsführer Sport) und Sebastian Kehl (Sportdirektor) wollten an diesem Abend nicht beschwichtigen und verzichteten auf Statements. Auch sie dürften die Faxen dicke haben, Woche für Woche dieselben Ausreden für ihre Spieler zurechtzulegen.
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Wäre Torwart-Titan Oliver Kahn an diesem Abend ein Schwarz-Gelber gewesen, würde er wohl fordern: Wir brauchen Eier! Doch gerade daran mangelt es dem BVB.
Dortmunder lassen Fans abblitzen
Das Bild, das die Mannschaft nach außen abgibt, ist erschreckend. Öffentlich gerade stehen für einen, gerade in der zweiten Halbzeit, indiskutablen Auftritt? Fehlanzeige!
Sich bei den Fans trotz aller Rückschläger für deren unermüdlichen Einsatz bedanken? Auch das verpassten die Dortmunder nach Schlusspfiff und stapften nach wenigen Sekunden ab.
Natürlich waren die schwarz-gelben Anhänger nach der schmerzenden Derby-Pleite auf 180 und hätten sicherlich nicht nett applaudiert. Doch genau darum geht es doch: Rückgrat zeigen.
Kovac irritiert mit Aussagen
Die Führungsspieler-Diskussion lodert nach diesem Auftreten erneut auf. Denn Verantwortung übernehmen sieht anders aus. Trainer Niko Kovac erklärte das Ausbleiben seiner Spieler in der Mixed Zone übrigens mit dringenden „Maßnahmen, um so schnell wie möglich zu regenerieren“. Darunter auch: „Nahrung zu sich führen“.
„Ich bin da, das reicht doch“, antwortete Kovac schmunzelnd auf SPORT1-Nachfrage. Dass sich Kovac, der noch nicht einmal zwei Wochen im Amt ist, allein vor seine Spieler stellt, ist aller Ehren wert. Lange wird er diese Strategie aber wohl nicht mehr fahren können.
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Denn auch er wird sich eingestehen müssen: Auf und abseits des Platzes hat der BVB einen neuen Tiefpunkt erreicht.
Für manche wird das “Theatre of Dreams” zum Albtraum. Nach dem Abgang erwachten zahlreiche Stars und blühten andernorts auf.
Manchester United war einst der größte und erfolgreichste Verein Englands und Europas. Während der Ära von Trainer Sir Alex Ferguson strömten unzählige Weltklassespieler ins Old Trafford und lieferten dort nicht nur wie gewohnt ab – sondern steigerten sich nochmals und wurden zu Weltstars.
Seit dem Abgang des Schotten im Jahr 2013 ist das bekanntlich anders. Es ist mittlerweile üblich, dass hochkarätige und wahnsinnig teure Neuzugänge oder vielversprechende Jugendspieler auf der großen Bühne scheitern. Viele die Manchester United dann verlassen, spielen plötzlich wieder befreit auf und zeigen großartige Leistungen.
GOAL hat zehn Beispiele ausgesucht, die diesen Trend belegen.
Borussia Dortmunds neuer Trainer Niko Kovac will den Aufschwung durch seinen ersten Sieg auch in der Bundesliga fortsetzen. „Wir wissen, dass der BVB auswärts nicht unbedingt Bäume ausgerissen hat. Aber wir haben in Lissabon gut dagegen gehalten. Das wollen wir auch in Bochum zeigen“, sagte Kovac vor dem Bundesliga-Duell mit dem VfL Bochum am Samstag.
Unter der Woche hatte der gebürtige Kroate nach seiner Debüt-Niederlage gegen Stuttgart (1:2) im Playoff-Hinspiel der Champions League bei Sportring Lissabon (3:0) seinen ersten Sieg als BVB-Coach eingefahren. Beim Tabellenschlusslicht erwartet er ein „schwieriges“ und „Kampf-geprägtes“ Spiel. „Wir fahren dahin und wollen keinen Schönheitspreis gewinnen. Sondern wir möchten Selbstvertrauen aufbauen durch drei Punkte“, so Kovac.
Verzichten muss Kovac im Revierderby auf Verteidiger Ramy Bensebaini und Mittelfeldspieler Carney Chukwuemeka. Zudem fehlt Julian Ryerson nach seiner Gelb-Roten Karte.
Nach nicht einmal zwei Wochen beim neuen Verein sei Kovac weiter dabei, sich von jedem Spieler ein klares Bild zu machen. „Ich glaube, dass die Mannschaft willig ist, dass die Mannschaft Qualität hat und all die Ziele, die wir uns gesteckt haben noch erreichen kann. Aber das geht nur, wenn wir richtig Gas geben“, betonte er. Als elfter der Tabelle trennen den BVB derzeit sieben Punkte von Platz vier und dem selbst gesteckten Ziel Champions-League-Qualifikation.
Bochum. Zum Anpfiff des kleinen Revierderbys zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund fackelten die BVB-Anhänger massiv Pyrotechnik ab.
Die Mannschaften waren gerade eingelaufen, stellten sich auf für die übliche Begrüßung vor einem Bundesliga-Spiel, da gingen die ersten bengalischen Fackeln im Gästeblock an. Die Anhänger von Borussia Dortmund haben vor dem kleinen Revierderby beim VfL Bochum eine massive Pyroshow an der Castroper Straße veranstaltet.
Eine, die für Probleme sorgte: Kurz nach Anpfiff musste Schiedsrichter Harm Osmers die Ausführung einer Bochumer Ecke verzögern, da der Rauch die Kamera der Torlinientechnologie offenbar behinderte. Nach gut einer Minute Unterbrechung konnte es allerdings weitergehen.
BVB schon mit Pyrostrafen für 78.000 Euro
Für den Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund dürfte die Fackelei der Fans teuer werden. In dieser Saison sanktionierte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den BVB bereits mehrfach aufgrund Fanverhalten der Fans. 78.250 Euro kamen in dieser Saison bereits zusammen. Jedes pyrotechnische Erzeugnis, das im Block abgebrannt wird, wird vom DFB gezählt und schlägt mit 1000 Euro zu Buche.
Schon vor dem Spiel war große Derbystimmung. Die Anhänger des VfL Bochum trafen sich in der Innenstadt und liefen gemeinsam in einem großen Marsch zum Ruhrstadion. Rund 2500 Fans der Hausherren waren dabei. Zwischendurch legten die Anhänger, eingeheizt von den Ultras, immer wieder einen Stopp ein, so unter der Bahnunterführung an der Kortumstraße. Sie wippten auf und ab, sangen Lieder, skandierten den „VfL, VfL“ heiß fürs Derby. Auch die Dortmunder liefen gemeinsam zum Stadion, rund 1500 von ihnen schlossen sich dem Marsch an, der allerdings anders als der des VfL Bochum ruhig verlief.
Die Partie ist für beide Teams von großer Bedeutung. Der VfL Bochum kämpft gegen den Abstieg, Borussia Dortmund um die Teilnahme an der Champions League. Entsprechend engagiert begann vor allem der Außenseiter aus Bochum diese Partie am 22. Spieltag.
Trainer Claudio Ranieri hatte bereits nach dem 1:1 in Porto gegen den deutschen Schiedsrichter gewettert. Nun zündet die Roma offenbar die nächste Eskalationsstufe.
Nicht immer einig gewesen: Stieler (l.) und die AS Rom
Trainer Claudio Ranieri hatte bereits nach dem 1:1 in Porto gegen den deutschen Schiedsrichter gewettert. Nun zündet die Roma offenbar die nächste Eskalationsstufe.
Die AS Rom gibt sich nach dem turbulenten 1:1 beim FC Porto noch immer nicht mit der Leistung des deutschen Schiedsrichters Tobias Stieler zufrieden.
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Italienischen Medienberichten zufolge hat der Verein von Mats Hummels nach dem Play-off-Hinspiel in der Europa League nun eine Beschwerde bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eingelegt und darin Stieler kritisiert.
Konkret soll es demnach ein Telefonat mit UEFA-Verantwortlichen gegeben haben, ein offizieller Brief soll folgen. Ein öffentliches Statement der AS Rom gibt es bislang nicht.
Ranieri schimpfte schon direkt nach dem Spiel über Stieler
Trainer Claudio Ranieri hatte sich bereits unmittelbar nach dem Spiel am Donnerstagabend über Stieler beschwert und ihm die Unparteilichkeit abgesprochen. Laut Ranieri habe der 43-Jährige den FC Porto offenkundig bevorzugt und sich von den Heimfans beeinflussen lassen.
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Stieler verteilte während des Spiels neun gelbe Karten, Roms Mittelfeldspieler Bryan Cristante musste das Feld zudem nach Gelb-Rot verlassen.
Ranieri hatte seine Spieler nach Abpfiff aufgefordert, Stieler nicht die Hand zu schütteln. „Dieser Schiedsrichter verdient keinen Gruß, er hat keinen Respekt bei einem internationalen Match verdient“, wetterte der Italiener im Anschluss bei Sky Sport: „Wie kann die UEFA so einen Schiedsrichter einsetzen? Es ist schwer für mich, das zu akzeptieren.“
Der BVB hat das Playoff-Hinspiel um das Achtelfinale in der Champions League für sich entschieden. Die Dortmunder siegten bei Sporting Lissabon dank hoher Effizienz. Die Partie zum Nachlesen im Liveticker.
Am Mittwoch greift der FC Bayern in die Play-offs ein. Die Münchner sind bei Celtic Glasgow gefordert. Vincent Kompany setzt dabei auf wichtige Lerneffekte aus den schmerzhaften Champions-League-Niederlagen wie dem 0:3 bei Feyenoord Rotterdam. „Meine Hoffnung ist, dass wir aus diesen Momenten Schlüsselmomente machen, damit wir Entwicklungsschritte als Mannschaft machen“, sagte der Münchner Trainer vor dem Hinspiel in Europas Fußball-Königsklasse (21.00 Uhr/DAZN).
In der reformierten Liga-Phase der Champions League gab es für den FC Bayern bei Aston Villa (0:1), beim FC Barcelona (1:4) und jüngst in Rotterdam (0:3) empfindliche Schlappen. „Die Psychologie dieser Partie ist aber anders, weil es zwei Spiele sind. Celtic muss auch zu uns kommen“, sagte der 38-jährige Belgier.
Am Vorabend des Spiels erinnerte sich Kompany auch an den November 2003, als er mit dem RSC Anderlecht als 17-Jähriger mit 1:3 im stimmungsgeladenen Celtic Park verlor. „Es war eine aufregende Erfahrung, wir hatten zu Hause überzeugend zu zehnt gewonnen. Ich bin mit 17 Jahren voller Vertrauen als junger Bursche hergekommen – und die Realität war ganz anders“, sagte Kompany. „Wir haben 0:5 verloren und hätten sogar noch höher verlieren können.“
Gegen Celtic Glasgow wollen die Münchner sich nun eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Dienstag in München verschaffen, wenn der Achtelfinal-Einzug perfekt gemacht werden soll. Wieder mit dabei ist der zuletzt krank fehlende Serge Gnabry.
Neuer erstmals im Celtic Park
Kapitän Manuel Neuer (38) steht vor seiner Premiere im Celtic Park. „Ich freue mich auf diese Atmosphäre, auf ein bisschen Fußball-Historie und die Geschichte, die Celtic geschrieben hat“, sagte Neuer. Als die Münchner im Jahr 2017 2:1 gewannen, fehlte der Torwart verletzt. „Ich musste den Fernseher jetzt nicht leiser drehen, aber ich habe natürlich die Atmosphäre mitbekommen“, schilderte es Neuer.
Der gastgebende Außenseiter betont seinen großen Respekt, sieht aber auch eine Chance. „Der FC Bayern ist einer der Giganten des europäischen Fußballs. Es sind wirklich die Könige des Fußballs mit dem, was sie über die Jahre auf diesem Niveau erreicht haben“, sagte Trainer Brendan Rodgers. „Wir haben an den Grundlagen gearbeitet, unsere Laufarbeit und Körperlichkeit haben wir verbessert. Ich denke, wir können das schaffen, und mit der Energie und der Unterstützung im Rücken ist in diesem Spiel alles möglich.“