Der VfL Wolfsburg will am Ende der Saison in den Top 6 der Bundesliga landen, um sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren. So zumindest der Anspruch …
Aber die Wölfe haben das Siegen verlernt. Nach zwei Auftakt-Dreiern 2025, konnte von den vergangenen sechs Begegnungen nur eine gewonnen werden (2:1 in Stuttgart). Zuletzt gab es ein ernüchterndes 1:1 gegen Abstiegs-Kandidat Bochum.
6:0 gewonnen, vier Tore von Serhou Guirassy: Wird jetzt alles gut in Dortmund? Beim Sieg gegen Union Berlin tragen die entscheidenden BVB-Spieler immerhin dazu bei, dass sich die Debatte um die Transferpolitik etwas beruhigt.
In der Halbzeitpause, beim Stand von 2:0, hatte Serhou Guirassy die entscheidende Information erhalten. „Der Trainer hat uns gesagt, dass zwei Tore nicht genügen“, berichtete Borussia Dortmunds Mittelstürmer später lächelnd. Vielleicht hätte den Dortmunder Spielern in dieser Saison einfach öfter mal jemand sagen sollen, dass ihre Leistungen noch nicht reichen?
Joan Gaspart hat vom Offensivspieler der Königlichen genug gesehen – und plädiert für dessen Abgang.
Joan Gaspart, ehemaliger Präsident des FC Barcelona, hat Real Madrids Superstar Vinicius Junior hart kritisiert. Gleichzeitig stellte er aber auch klar, dass er aus sportlicher Sicht auf einen Wechsel des Brasilianers nach Saudi-Arabien hofft, da Real mit Vini Jr. seinem Ex-Klub das Leben sonst zu schwer machen könnte.
Die Leverkusener mussten vor dem Topspiel gegen Eintracht Frankfurt am kommenden Samstag in der Bundesliga und den Duellen im Achtelfinale in der Champions League gegen Bayern München nicht glänzen, um zum 21. Mal in Folge ungeschlagen zu bleiben.
Patrik Schick (9.) mit seinem 15. Saisontreffer und Amine Adli (45.) machten mit ihren Toren schon vor der Pause alles klar. Die harmlosen Kieler sind nach dem sechsten Spiel ohne Sieg weiter am Tabellenende und müssen mehr denn je fürchten, nach einem Jahr Erstklassigkeit wieder abzusteigen.
Amine Adli sorgte kurz vor der Pause mit dem Treffer zum 2:0 schon für die Vorentscheidung
Bochum überrascht mit Remis bei Wolfsburg
Während Kiel ohne Punkte blieb, sicherte sich der Tabellen-16. VfL Bochum mit dem 1:1 bei Wolfsburg einen Zähler. Nur wenige Minuten fehlten dem VfL zum ersten Auswärtssieg in dieser Saison. Erhan Masovic brachte die Bochumer in Führung (50.), Mattias Svanberg (81.) verhinderte eine Heimpleite der Hasenhüttl-Elf, in der Patrick Wimmer bis zur 63. Minute im Einsatz war.
Mit einem Hattrick von Alexis Claude-Maurice innerhalb einer Viertelstunde (55., 61., 70.) und einer Rekordserie hat der FC Augsburg die Abstiegszone weit hinter sich gelassen. Die Gäste blieben im siebenten Ligaspiel nacheinander unbesiegt, profitierten dabei aber auch von der frühen Roten Karte gegen Gladbachs Torhüter Jonas Omlin (28.). Der Österreicher Kevin Stöger musste früh für Ersatztorhüter Tobias Sippel vom Feld.
Der FSV Mainz feierte mit Philipp Mwene, der bis zur 83. Minute im Einsatz war, einen 2:0-Heimsieg gegen St. Pauli und verbesserte sich auf Rang fünf. Bei den Hamburgern spielte David Nemeth durch.
Deutsche Bundesliga, 23. Runde
Samstag:
Kiel – Leverkusen 0:2 (0:2)
Tore: Schick (9.), Adli (45.)
Kiel: Pichler nicht im Kader (verletzt)
Wolfsburg – Bochum 1:1 (0:0)
Tore: Svanberg (81.) bzw. Masovic (50.)
Wolfsburg: Wimmer bis zur 63. Minute, Pervan auf der Bank
Mönchengladbach – Augsburg 0:3 (0:0)
Tore: Claude-Maurice (55., 61., 70.)
Rote Karte: Omlin (28./Gladbach)
Gladbach: Stöger bis zur 32. Minute, Lainer nicht im Kader
Mainz – St. Pauli 2:0 (0:0)
Tore: Jae Sung (67.), Nebel (95.)
Mainz: Mwene bis zur 84. Minute, Veratschnig auf der Bank St. Pauli: Nemeth spielte durch
Freitag:
Freiburg – Bremen 5:0 (2:0)
Tore: Sildillia (15.), Grifo (33., 57.), Doan (76., 92.)
Freiburg: Lienhart spielte durch, Adamu ab der 77. Minute, Gregoritsch auf der Bank Bremen: Schmid spielte durch, Grüll ab der 72. Minute, Friedl nicht im Kader (verletzt)
Atlético Madrid hatte auf X zuletzt immer wieder gegen Rivale Real Madrid gestichelt. Nun hat sich Carlo Ancelotti dazu geäußert.
Atlético Madrid hatte sich kürzlich vor dem Stadtderby gegen Real Madrid etwas Besonderes einfallen lassen und die verhassten Blancos mit Anweisungen im IKEA-Stil auf die Schippe genommen. Auch im spanischen Schiedsrichter-Streit hatte sich Atléti zu Wort gemeldet. Darüber hat jetzt Reals Trainer Carlo Ancelotti gesprochen.
Borussia Dortmund empfängt Union Berlin zum Topspiel in der Bundesliga. In der BVB-Aufstellung kann sich Niko Kovac über einen Rückkehrer freuen.
Dortmund – Borussia Dortmund ist am Samstag (22. Februar) nach zwei Bundesliga-Niederlagen in Serie zum Siegen verdammt. Auch Trainer Niko Kovac verwies auf der Pressekonferenz am Freitag (21. Februar) auf die Bedeutung der BVB-Partie gegen Union Berlin. Mut macht ein Blick auf die mögliche Aufstellung.
BVB-Aufstellung gegen Union: Ein Rückkehrer für Niko Kovac
Der Übungsleiter kann gegen die Eisernen nämlich wieder auf Julian Ryerson setzen. Der Norweger hatte bei der jüngsten 0:2-Pleite des BVB beim VfL Bochum aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre passen müssen.
Für ihn spielte Niklas Süle, der ein Comeback zum Vergessen erlebte. Carney Chukwuemeka war bereits unter der Woche gegen Sporting Lissabon wieder Teil des Spieltagskaders, ist aber wohl keine Option für die Start-Aufstellung des BVB gegen Union Berlin. Im Bereich des Möglichen liegt ein Kurzeinsatz.
Sichere Ausfälle gibt es bis auf Felix Nmecha keine bei den Schwarzgelben. Viele Wechsel in der Anfangsformation zeichnen sich daher nicht ab.
BVB-Aufstellung gegen Union Berlin: Julian Ryerson ersetzt voraussichtlich Niklas Süle
Vor Torhüter Gregor Kobel werden wohl erneut Emre Can und Nico Schlotterbeck die Innenverteidigung bilden. Als Linksverteidiger wird voraussichtlich Daniel Svensson agieren und auf der rechten Seite Julian Ryerson.
Marcel Sabitzer und Pascal Groß werden dann das zentrale Mittelfeld in der BVB-Aufstellung gegen Union abdecken. Davor bleibt Julian Brandt auf der Spielmacher-Position.
BVB-Aufstellung gegen Union Berlin: Der Startelf-Tipp von RUHR24
Auch in der Offensive drängen sich keine Wechsel auf, zumal Kovac in den vergangenen Spielen nur äußerst sporadisch Änderungen in der Startelf vorgenommen hat. Somit sind in der BVB-Aufstellung gegen Union wieder Karim Adeyemi und Jamie Gittens auf den Flügeln zu erwarten, ebenso wie Serhou Guirassy im Sturm.
RUHR24 tippt daher auf diese Startelf von Borussia Dortmund gegen Union Berlin:
Sobald es in Deutschland kälter wird, verhalten sich die Dortmund-Spieler wie Murmeltiere – plötzlich funktioniert dann (fast) nichts mehr! BILD deckt auf: Egal, welcher Trainer zuletzt an der Seitenlinie stand, zwischen November und Ende Februar sinkt der Punkteschnitt rapide ab…
Die bittere Wahrheit hinter Dortmunds Winterschlaf-Problem!
Am Deadline Day wechselte André Silva per Leihe von RB Leipzig zu Werder Bremen, zwei Einsätze nach Einwechslungen stehen für den Portugiesen im grün-weißen Dress seither zu Buche. Im Vorfeld des Bundesliga-Duells mit dem SC Freiburg (Freitag, 20:30 Uhr) bilanzierte der 29-Jährige nun seine ersten Wochen am Osterdeich. Silva spielte bei den Sachsen hinter den Stammspielern Loïs Openda (24) und Benjamin Sesko (21) sowie Joker Yussuf Poulsen (30) nur die vierte Geige im Sturm. Im Werder-Kader gibt es mit Marvin Ducksch (30) und Keke Topp (20) derzeit nur zwei etatmäßige Mittelstürmer.
„Wir sind von seiner Qualität absolut überzeugt. André kennt die Bundesliga seit Jahren, ist voll im Training und wir hoffen, dass die Integration in unsere Mannschaft sehr schnell erfolgen wird“, hatte Bremens Leiter Profifußball Peter Niemeyer wissen lassen. Der Angreifer bekräftigte nun im Interview mit der „Deichstube“, dass er sich an der Weser durchaus bereits eingelebt habe: „Ich bin gut im Verein und in der Stadt angekommen. Bei einem Wechsel im Winter ist das immer etwas schwieriger als im Sommer, weil einfach weniger Zeit für alles da ist. So langsam sind die wichtigsten Dinge aber geregelt. Noch wohne ich zwar im Hotel, ich habe aber inzwischen eine Wohnung gefunden und ziehe bald um.“
Bei den Anhängern der Norddeutschen hatte der 53-fache Nationalspieler zunächst abseits des Sportlichen für Aufmerksamkeit gesorgt, als er in seinem Profil im sozialen Netzwerk „X“ den „SV Werner Bremen“ als seinen neuen Verein angab. Der „lustige Fehler“, der für einige Social-Media-Lacher sorgte, sei aber nicht seiner gewesen, bekräftigte Silva schmunzelnd: „Ich habe ein Team, das mir hilft, meinen Auftritt in den Sozialen Medien zu betreuen. Da hat sich offenbar jemand vertippt. Vielleicht hat der ja an den Trainer gedacht. Ich habe es selbst gar nicht bemerkt, bin aber von mehreren Leuten darauf hingewiesen worden. Wir haben es dann schnell korrigiert.“
Berichten zufolge übernimmt Werder im Zuge des Leihdeals mit RB die Hälfte des Silva-Gehalts, das im Jahr 7 Millionen Euro betragen soll. Die Summe für die fünf Monate bis Saisonende beläuft sich somit auf circa 1,5 Mio. Euro. Eine Leihgebühr wurde hingegen nicht fällig, auch eine Kaufoption ist vertraglich nicht integriert. Die Option Werder sei für den 1,86 Meter großen Rechtsfuß „sofort sehr interessant“ gewesen, berichtet er. „Es ging darum, eine Lösung für meine Situation zu finden, denn in Leipzig habe ich zuletzt kaum noch gespielt. Ich bin kein Typ, der Dinge überstürzt, sondern denke gerne in Ruhe darüber nach. Ich möchte einfach sicher sein, dass der nächste Schritt der richtige ist. Bei Werder war ich mir schnell sicher.“
Dass Bremen die ersten beiden mit ihm gegen Bayern sowie gegen Hoffenheim verlor, stimme Silva nicht missmutig. Der Status der „Sofort-Hilfe“ sei dennoch „eine Herausforderung. Mit der Erfahrung, die ich in meiner Karriere gesammelt habe, bin ich mir aber sicher, dass ich sie meistern kann. Ich bringe mich mit allem ein, was ich habe, um dabei zu helfen, dass wir unsere Ziele erreichen.“ Angesprochen auf seine persönlichen Stärken gab Silva beim Portal zu Protokoll: „Das Zusammenspiel mit meinen Mitspielern ist mir sehr wichtig, ob ich dabei nun Bälle festmache oder es One Touch weitergeht. Ich bin sicher nicht der schnellste Stürmer und nicht der, der am höchsten springt, aber ich würde sagen, dass ich gut den richtigen Moment finden kann. Im Strafraum kann ich ein Killer sein.“
Leipzig bezahlte für den 29-Jährigen 2021 nach einer überragenden Saison bei Eintracht Frankfurt, in der ihm 39 Scorer (29 Tore und zehn Vorlagen) gelangen, 23 Mio. Euro Ablöse. Nach der Saison erreichte er seinen persönlichen Höchstmarktwert von 45 Mio. Euro. In Leipzig konnte Silva aber nicht an seine erfolgreiche Zeit bei der Eintracht anknüpfen und blieb hinter den Erwartungen zurück, sodass sein Marktwert kontinuierlich auf nun 5 Mio. Euro sank. Auch wenn es zuletzt schlechter lief, habe er sein Selbstbewusstsein aus der Vergangenheit nicht verloren, so der Profi: „Ich arbeite jeden Tag daran, mich weiterzuentwickeln. Auch wenn die Torquote in den letzten Jahren niedriger war, bin ich heute insgesamt vielleicht sogar ein besserer Spieler als während der Zeit in Frankfurt.“
Werder Bremen und der Traum von Europa – Silva: Sehr viel möglich
Werder hatte sich zum Ende des vergangenen Jahres mit drei Siegen in Folge in den Dunstkreis der Europapokal-Anwärter gespielt, im Jahr 2025 konnten die Bremer jedoch bis dato nur einen Liga-Sieg einheimsen und rutschten bis auf Platz 10 ab. Am Osterdeich regelmäßig aufkommende Träume vom internationalen Geschäft kommentierte Silva dennoch mit Zuversicht: „Wenn ich sehe, wie hart und konzentriert die Mannschaft allein in der Zeit, seit ich hier bin, gearbeitet hat, dann ist sehr viel möglich. Wir sollten aber nicht zu weit in die Zukunft schauen und unnötige Erwartungen schüren. Nach Europa zu kommen, ist sehr schwer. Wir müssen es mehr wollen als die anderen Mannschaften und jeden Tag hart dafür arbeiten. Dann sehen wir, was dabei am Ende herauskommt.“
In Leipzig läuft Silvas Vertrag noch bis 2026. Auf die Frage, ob er sich auch einen Verbleib bei Werder über den Sommer hinaus vorstellen könne, meinte der Portugiese: „Warum nicht? Vorstellbar ist vieles. Ich hätte früher zum Beispiel nie gedacht, dass ich mal fünf Jahre lang in der Bundesliga spiele, und doch ist es so gekommen. Ich habe mir mit der Zeit abgewöhnt, zu weit in die Zukunft zu schauen, weil es nichts bringt. An den Sommer denke ich jetzt noch nicht.“
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf ??????? kannst du hier lesen.
Es gab so viele herausragende Einzelleistungen am letzten Premier-League-Wochenende, dass es eine schwierige Aufgabe ist, die herausragende Performance herauszustellen.
Aber mit Entschuldigung an Mohamed Salah ist unser Spieler der Woche…
Omar Marmoush (Manchester City)
ud83dudcf8 Carl Recine – 2025 Getty Images
Ein ägyptischer Stürmer, der in der Premier League einen Hattrick erzielt, ist keine ungewöhnliche Erscheinung.
Aber der Name des Spielers war am Samstagnachmittag anders, als Manchester Citys großer Januar-Neuzugang nach dem 4:0-Sieg über Newcastle mit dem Spielball vom Etihad-Stadion-Turf abhob.
Omar Marmoushs sensationelle Form für Eintracht Frankfurt in der ersten Saisonhälfte hatte ihm einen 75-Millionen-Transfer zu den Premier-League-Champions im letzten Monat eingebracht, aber er kam nicht richtig auf die Beine und erzielte in seinen ersten vier Auftritten kein einziges Tor.
Und dann klickte es gegen die Magpies, als der 26-Jährige nur 14 Minuten brauchte, um sich mit gnadenloser Abschlussqualität einen Hattrick im ersten Durchgang zu sichern.
Sein erstes Tor erzielte er mit einem Lupfer, nachdem er Kieran Trippiers Fehleinschätzung ausgenutzt hatte, das zweite war ein gut getretener Flachschuss, bevor er mit einem ruhigen Finish im Zentrum des Strafraums zum dritten Mal traf.
This browser is not supported, please use a different one or install the app
Überraschenderweise war es der erste Dreierpack seiner Karriere, obwohl er in Deutschland so viele Tore erzielt hatte.
Die Geschwindigkeit seines 14-minütigen Hattricks machte ihn zum viertschnellsten in der Vereinsgeschichte, nur von Sergio Agüero, Carlos Tevez und Raheem Sterling geschlagen.
Es war auch das erste Mal in fast vier Jahren, dass ein City-Spieler, der nicht Haaland oder Foden hieß, dreimal in einem Spiel traf.
“Ich war mit der Art und Weise, wie er seine Tore erzielte, zufrieden. Er verpasste Chancen gegen Leyton Orient, aber diesmal war er im letzten Drittel wirklich gut”, sagte Pep Guardiola über seinen neuesten Angriffsspieler.
“Wir wussten, dass er früher oder später Tore erzielen würde. Er hat einen guten Abschluss. Natürlich muss er sich verbessern, aber jetzt sehen wir, wie er den Erwartungen gerecht wird.”
Wie handhabt er diese? Indem er sich bereits auf seine nächsten Opfer konzentriert.
“Es ist erst der Anfang und wir freuen uns auf die nächsten Spiele”, warnte Marmoush. “Ich bin wirklich froh, dass ich dem Team geholfen habe, aber jetzt ist das Spiel vorbei und ich freue mich darauf, in den nächsten Partien zu performen.”
Achtung, Premier League. Ein neuer ägyptischer König wurde gekrönt.
Die spielerische Qualität des BVB unter Niko Kovač enttäuscht. Unterschiedsspieler Jamie Gittens ist tief in einem Leistungsloch gefangen.
Dortmund – Als Niko Kovač den Trainerposten bei Borussia Dortmund übernahm, spekulierten viele Beobachter, die den Kroaten kritisch sehen, darüber, welchen Star er als erstes ‚rasieren‘ würde, um ein Zeichen zu setzen.
Immerhin hatte sich der 53-Jährige bei vorherigen Stationen des Öfteren mit großen Namen angelegt. Ob aus absoluter Überzeugung, oder um einen Claim abzustecken, das sei dahingestellt. Beim BVB versucht es Kovač bisher auf die sanfte Art. Immer wieder betont der Trainer, wie viel Vertrauen er seinen Spielern einimpfen möchte, damit sie endlich ihr Potenzial mit einer gewissen Verlässlichkeit abrufen.
Zum größten Sorgenkind der noch jungen Kovač-Ära wird jedoch mit Jamie Gittens ausgerechnet der BVB-Profi, der im bisherigen Saisonverlauf noch am häufigsten für den Unterschied sorgen konnte.
Jamie Gittens enttäuscht nicht erst gegen Sporting
Sowohl bei der 0:2-Niederlage in Bochum als auch der langweiligen Nullnummer gegen Sporting am Mittwochabend wurde der Engländer absolut folgerichtig ausgewechselt, weil er völlig wirkungslos blieb. Immer wieder rennt sich Gittens dieser Tage bei Dribblings fest, seine Entscheidungsfindung im letzten Drittel, ohnehin noch eine deutliche Schwäche beim 20-Jährigen, lässt derzeit extrem zu wünschen übrig.
In Bochum nahm Kovač den Flügelspieler nach 58 Minuten raus, beim schleichenden Gang zur Ersatzbank lieferte sich Gittens sogar ein Wortgefecht mit Teilen der Gästekurve. Gegen Sporting hatte der Chefcoach schon nach einer Halbzeit genug gesehen. Offiziell hatte dies keine Leistungsgründe.
„Es ging darum, dass wir ein gutes Ergebnis hatten und mit den Kräften haushalten müssen. Deshalb habe ich ihn in der Halbzeit runtergenommen: Nicht, weil er schlecht war, sondern es war eine Maßnahme, dass wir ihn ein bisschen schonen“, erklärte Kovač nach dem Spiel zu Gittens.
Wann verordnet BVB-Coach Kovač für Gittens eine Pause?
Der Cheftrainer bleibt sich damit seiner Linie treu: Er will beim verunsicherten BVB-Team nicht mit harter Hand weiter draufhauen, sondern Vertrauen ausstrahlen und sich vor die Spieler stellen. Jedoch drängt sich die Frage auf, ob es zielführend ist, schwache Leistungen zu beschönigen und auch die sportlichen Konsequenzen zu vermeiden.
Schon nach der Partie in Bochum hätte sich eine Pause für Gittens angeboten, die mit Blick auf den 3:0-Hinspielsieg in Lissabon als Schonungsmaßnahme gewiss für weniger Gesprächsstoff gesorgt hätte als eine Auswechslung nach 45 Minuten. Spätestens nach der extrem schwachen Vorstellung gegen den portugiesischen Meister drängt sich ein Bankplatz für Gittens auf.
Alle Scorerpunkte unter Ex-BVB-Trainer Nuri Şahin
Die Frage lautet dabei, warum der Tempodribbler in ein solches Loch gefallen ist. Starke 15 Scorerpunkte hatte Gittens unter Nuri Şahin gesammelt, seit dessen Beurlaubung ist keiner mehr hinzugekommen. Die Leistungskurve zeigt vor allem unter Kovač steil nach unten.
Ist Gittens das erste Opfer des Kovač-Fußballs beim BVB? Dem Trainer wird schon länger vorgeworfen, seine Mannschaften zwar zu ordentlicher Arbeit gegen den Ball und im Umschaltspiel erziehen zu können, im Ballbesitz aber keine große Idee zu entwickeln. In den ersten vier Spielen von Kovač in Dortmund fliegen viele Flanken und zischen viele flache Hereingaben von den Flügeln in den Strafraum.
Gittens ist aber eher ein Spieler, der sich mit seinen Dribblings selbst in Abschlusssituationen bringen will und vor allem in engen Räumen kombiniert. Dass er die Defensivarbeit eher als lästiges Übel wahrnimmt, sehen ihm die Kollegen so lange nach, wie der Engländer mit Einzelaktionen für entscheidende Momente in der Offensive sorgt.
Gittens scheint dieser Tage beim BVB klassisch ‚überspielt‘
Kovač nach nur vier Spielen die Schuld an einem Negativtrend bei Gittens zu geben, der auch schon zuvor eingesetzt hatte, ginge sicherlich zu weit. „Jamie hat in der Hinserie richtig klasse gespielt. Es ist für ihn jetzt schwieriger, auch aufgrund der gesamten Gemengelage“, analysierte der BVB-Coach am Mittwoch durchaus zutreffend.
Gittens scheint dieser Tage klassisch ‚überspielt‘, auch fehlen ihm Selbstvertrauen und Leichtigkeit, für die es nicht zuletzt Erfolgserlebnisse brauchen dürfte. In der Hinsicht reiht sich der Jungstar in eine längere Liste von BVB-Profis ein. Wegen seiner mangelnden Erfahrung kann kaum vom Juniorennationalspieler erwartet werden, dass er mit Leistung vorangeht.
Waren die Transfergerüchte für BVB-Jungstar Gittens eine zu große Ablenkung?
Nicht auszuschließen ist wohl auch, dass es zuletzt die ein oder andere Ablenkung zu viel war, die sich um Gittens drehte. Trotz noch erheblicher Defizite in seinem Spiel wird über Transfers in der Größenordnung von bis zu 100 Millionen Euro Ablöse fantasiert, verschiedene Berichte schrieben Gittens schon zum FC Bayern oder den Tottenham Hotspur.
Dass so etwas bei einem Spieler, der noch in der sportlichen, aber auch der Persönlichkeitsentwicklung steckt, nicht spurlos vorbeigeht, noch dazu, wenn das Team insgesamt in der Krise steckt, liegt auf der Hand.