Matthias Sammer musste sich zwischen seinen Jobs als BVB-Berater und Amazon-Experte bei Dortmunder Spielen entscheiden. Nun droht ein Déjà-vu.
Dortmund – Die Niederlage von Borussia Dortmund beim FC Bologna (1:2) führte im Januar dieses Jahres nicht nur zur Entlassung von Ex-Trainer Nuri Sahin. Darüber hinaus musste BVB-Berater Matthias Sammer eine Entscheidung treffen. Dafür war eine Brandrede bei Amazon Prime Video, in der er die Dortmunder Mannschaft für ihren Auftritt in alle Einzelteile zerlegte, der Grund.
BVB droht neuer Sammer-Ärger
Der BVB stellte Sammer dann vor die Wahl. Sollte er weiterhin Spiele der Westfalen als Experte für den Streamingdienst begleiten, würde der Klub seinen Vertrag als Berater der Geschäftsführung auflösen. Der 57-Jährige entschied sich für die Rolle bei Schwarz-Gelb.
Sammer wurde daher bei der Berichterstattung des Dortmunder Sieges gegen Sporting Lissabon (3:0) von Patrick Owomoyela vertreten. Auch beim Achtelfinal-Hinspiel des BVB gegen den LOSC Lille (zum Live-Ticker) ist der Berater nicht für Amazon Prime Video im Einsatz. Damit schien die Problematik gelöst – bis jetzt.
Matthias Sammer wieder als Experte bei BVB-Spielen? Amazon ist dafür
Denn wie die Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt) berichten, kann sich Amazon sehr gut vorstellen, dass Sammer aufgrund seiner meinungsstarken Beiträge künftig wieder als Experte bei Dortmund-Spielen zum Einsatz kommt. Damit würde das BVB-Dilemma beim Anbieter auf taube Ohren stoßen. Etwas, das man Amazon jedoch nicht vorwerfen kann.
Schließlich besteht der Interessenkonflikt lediglich zwischen Borussia Dortmund und Sammer. Sollte dieser den Experten-Job bei Champions-League-Spielen des BVB wieder aufnehmen, droht neuer Krach am Rheinlanddamm.
BVB-Spiele auf Amazon Prime Video: Aber wie lange noch?
Dann ist auch ein schnelles Ende der Zusammenarbeit zwischen dem BVB und Sammer nicht ausgeschlossen. Allerdings ist derzeit nicht abzusehen, ob es dazu kommen wird.
Zum einen ist offen, ob in der laufenden Saison weitere Königsklassen-Partien der Borussia auf Amazon Prime Video übertragen werden, zum anderen ist die Champions-League-Qualifikation des BVB für die nächste Spielzeit weiter massiv gefährdet.
Dass Borussia Dortmund bei seinen Transfers häufiger mal in der heimischen Bundesliga fischt, ist kein Geheimnis. Zuletzt wechselten mit Serhou Guirassy und Waldemar Anton sogar gleich zwei Spieler des VfB Stuttgart zum BVB.
Bei einem Star-Spieler von der direkten Konkurrenz ging Borussia Dortmund im Sommer dagegen leer aus. Nun sorgt ein Bericht für enttäuschte Gesichter bei den BVB-Fans – sein Wechsel zu Schwarz-Gelb ist jetzt wohl endgültig vom Tisch!
Borussia Dortmund: Millot kein Thema beim BVB
Enzo Millot war eines der Gesichter der letztjährigen Überraschungssaison des VfB Stuttgart. Der 22-Jährige blühte unter Sebastian Hoeneß regelrecht auf und mutierte zu einem der besten Offensivspieler der Bundesliga. Wenig verwunderlich erscheint da das Dortmunder Interesse an Millot, das diversen Berichten zufolge seit vergangenem Sommer bestehen soll.
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Als die „Sport Bild“ im Januar dann allerdings berichtete, in der Dortmunder Chefetage bestehe eine gewisse Uneinigkeit bezüglich der Personalie Millot, rückte ein Wechsel des Franzosen zum BVB in die Ferne. Ein Bericht der französischen „L’Equipe“ untermauert diesen Tatbestand jetzt. Zwar habe man an der Qualität Millots keine Zweifel, allerdings mache man sich beim BVB über die mangelnde Disziplin des Stuttgarters Sorgen.
Millot mit Fehltritten in Stuttgart
Demnach sei der Offensivkünstler in der Vergangenheit mehrfach zu spät zum VfB-Training erschien. Fehltritte, die Millot zuletzt zwar eingestellt haben soll, die Dortmunder Bosse allerdings von einer Verpflichtung des 22-Jährigen abhalten könnte.
Ein finanzielles Risiko würde der BVB mit einem Transfer von Millot jedoch wohl nicht eingehen. Der Franzose ist im kommenden Sommer dank einer Ausstiegsklausel für gerade einmal 18 Millionen Euro zu haben.
Wenn der OSC Lille am Dienstag beim BVB zu Gast ist, wird Nabil Bentaleb fehlen. Doch die Geschichte des Algeriers gibt dem Team Kraft.
Als der OSC Lille nach der erfolgreichen Ligaphase in der Champions League den Kader für die K.-o.-Phase nominierte, fehlte der Name Nabil Bentaleb auf der Liste. Dabei wäre es eine realistische Option gewesen, den Algerier mitzunehmen. Denn das Bentaleb prinzipiell wieder einsatzbereit ist, ist etwas ganz Besonderes. Denn an Fußball war Ende Juni 2024 für den 30-Jährigen nicht zu denken. Bentaleb erlitt einen Herzstillstand, eine Herzmassage und der Einsatz eines Defibrillators retteten ihm das Leben.
Er musste in ein künstliches Koma versetzt werden, die Ärzte implantierten ihm einen Herzschrittmacher und einen Defibrillator. Die Fortsetzung seiner Fußballkarriere war zunächst ein großes Fragezeichen.
Bentaleb brauchte einige Zeit, um das Erlebte körperlich und mental zu verarbeiten. Dabei half ihm ein ehemaliger Teamkollege, dem das Gleiche widerfahren war: Christian Eriksen. Bentaleb und Eriksen spielten gemeinsam bei Tottenham Hotspur. Der Däne war bei der EM 2021 auf dem Spielfeld zusammengebrochen, auch bei ihm war ein Herzstillstand die Ursache. 259 Tage später feierte er sein Comeback.
“Ich habe mich mit Christian ausgetauscht, das hat mir sehr geholfen. Für mich war alles ungewiss und er half mir, alles zu verstehen und warnte mich auch davor, was passieren würde”, erzählte Bentaleb jüngst.
Bei Bentaleb, der Bundesliga-Fans noch aus seiner Zeit bei Schalke 04 (2016 bis 2021) bekannt sein dürfte, dauerte es 243 Tage bis zum Comeback. Beim Ligaspiel gegen Stade Rennes vor zweieinhalb Wochen wurde der Mittelfeldspieler in der Schlussviertelstunde eingewechselt – und erzielte nach nur vier Minuten das Tor zum 1:0 (Endstand 2:0). Ein Märchen.
“Bei der Ecke wusste ich es. Ich habe mir gesagt, dass ich der Mannschaft beim Stand von 0:0 helfen muss. Es ist unglaublich. Bilder, die sich für immer einprägen werden”, schwärmte der überglückliche Torschütze im Anschluss. “Es gibt Dinge, die man nicht vergisst und die ich nicht vergessen werde, wenn ich mit dem Fußball aufhöre, das gehört dazu.”
Auf diesen Moment hatte er lange hingefiebert. “Das Spielfeld zu betreten, das hatte ich mir acht Monate lang vorgestellt”, verriet Bentaleb. Er sei wie ein Scout gewesen, der zuschaut und überlegt, was er anders machen würde. “Ich habe in den letzten Monaten sehr hart gearbeitet, um dieses Ergebnis zu erreichen.”
Für Trainer Bruno Génésio war Bentalebs Rückkehr “wie eine Geschichte aus einem Film”. Génésio war voll des Lobs: “Er hat es verdient. Er hat an sich geglaubt und durchgehalten. Das ist eine unglaubliche Geschichte. Es ist selten, so etwas zu erleben.”
Das Tor sei mehr als nur ein emotionaler Erfolg gewesen. Génésio war sich sicher: “Das ist ein Moment, der in die Geschichte des Vereins, in seine Geschichte, in unsere Geschichte eingehen wird.”
Eine Woche später feierte Bentaleb gegen die AS Monaco sein Heimcomeback. Beim 2:1-Sieg gab es aus der Fankurve Sonderapplaus nach dem Abpfiff. Der Vorsänger OSC Lilles holte Bentaleb zu sich und hielt eine kleine Ansprache in Richtung der Fans: “Im Fußball wird oft gesagt, dass Profifußballer Vorbilder für die Kinder sind. Er ist so ein Vorbild. Ein verdammtes Vorbild für Resilienz, ein verdammtes Vorbild für Mut.” Mit Applaus und Bentaleb-Sprechchören wurde der Rückkehrer von den Anhängern Lilles gebührend gefeiert.
Amazon Prime Video oder DAZN – wer überträgt das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen dem BVB und OSC Lille? Hier die Antwort.
Borussia Dortmund bekam in der Champions League den OSC Lille zugelost und bestreitet am heutigen Dienstag, den 4. März, sein Achtelfinal-Hinspiel gegen den Ligue-1-Klub. Gespielt wird im Dortmunder Signal-Iduna-Park, wo um 21 Uhr der Anpfiff ertönt.
Der BVB empfängt in der Champions League den OSC Lille. Mit der Rückkehr in die Startelf würde Jamie Gittens automatisch auch im Schaufenster stehen.
Dortmund – Für Borussia Dortmund war die Champions League in den vergangenen Monaten die Wohlfühloase, die den Ausstieg aus dem grauen Alltag in der Bundesliga ermöglichte. Vor dem Hinspiel im Achtelfinale gegen den OSC Lille am Dienstagabend (21 Uhr, alle TV-Infos) macht sich nun aber ein fast schon ungewohntes Gefühl breit.
Durch die Siege gegen Union Berlin (6:0) und den FC St. Pauli (2:0) sowie insgesamt schon vier Spiele ohne Gegentreffer in sechs Anläufen unter Neu-Trainer Niko Kovač geht der BVB mit vergleichsweise breiter Brust in die Partie. Das gilt freilich nicht für alle Spieler bei den Schwarzgelben.
Jamie Gittens zündet unter BVB-Trainer Niko Kovač noch nicht
Während beispielsweise bei Karim Adeyemi ein eklatanter Formanstieg seit dem Amtsantritt von Kovač sichtbar ist, war Jamie Gittens zuletzt in ein Leistungsloch gefallen. Der Engländer hat die BVB-Offensive in dieser Saison streckenweise mit seinen Einzelaktionen getragen, in den vergangenen Wochen war reichlich Sand in seinem Getriebe.
Starke 15 Scorerpunkte hat Gittens insgesamt auf dem Konto, den letzten allerdings Mitte Januar bei der hochnotpeinlichen Niederlage des BVB gegen Holstein Kiel – also noch unter Ex-Trainer Nuri Şahin. Interimscoach Mike Tullberg und zunächst auch Kovač schenkten dem Flügelstürmer dennoch uneingeschränktes Vertrauen. Erst bei den Siegen gegen Union und auf St. Pauli beorderte Kovač den merklich überspielt wirkenden Gittens auf die Bank.
Kehrt Gittens gegen Lille in die BVB-Startelf zurück?
In beiden Partien kam der U21-Nationalspieler als Joker von der Bank, für die BVB-Aufstellung gegen Lille wird Kovač erneut die Entscheidung zwischen Gittens und Maximilian Beier fällen. Einige Beobachter erwarten, dass sie diesmal zugunsten des ausgeruhten Engländers ausfällt, den die Versetzung auf die Bank motiviert haben sollte.
„Man merkt ihm an, dass er gerade frustriert ist. Am Ende geht es aber um die Mannschaft, das weiß auch Jamie“, versicherte Sportdirektor Sebastian Kehl nach dem Auswärtssieg in Hamburg: „Er ist dennoch unglaublich wichtig für den Klub, hat sich zum Unterschiedsspieler gemacht.“
Gittens soll sich unter BVB-Rekordverkäufe mischen
Die Worte von Kehl kommen nicht von ungefähr, denn die Personalie Gittens hat durchaus das Potenzial, zu einem Politikum zu werden. Schließlich stellt der Jungstar den größten Vermögenswert innerhalb der BVB-Mannschaft dar. Mit Gittens will Dortmund eines Tages große Kasse machen, er soll sich bei den Rekordverkäufen von Ousmane Dembélé (135 Millionen Euro), Jude Bellingham (113) und Jadon Sancho (85) einreihen.
Dass dieser Tag unweigerlich wesentlich früher als geplant in den Fokus rückt, wenn Dortmund in dieser Saison die Qualifikation zur Champions League verpasst, liegt auf der Hand. „Dann macht der BVB ein oder zwei Transfers und alles ist wieder im Lot“, prophezeite Klubchef Hans-Joachim Watzke bereits Anfang Februar.
Auch FC Bayern weiter an Gittens interessiert
Allzu viele Kandidaten für einen hochpreisigen Verkauf gibt es dabei aktuell gar nicht. Neben Adeyemi, der sich zuletzt etwas nebulös zu Wechselgerüchten äußerte, und Torhüter Gregor Kobel drängt sich eben vor allem Gittens auf.
Beim Flügelstürmer kann der BVB laut Medienberichten auf Einnahmen von bis zu 100 Millionen Euro hoffen, weil es für Gittens einen sehr robusten Markt in seiner englischen Heimat gibt.
Der TV-Sender Sky heizte die Gerüchteküche nun am Tag vor dem Hinspiel in der Champions League erneut an. Demnach stelle sich Dortmund auf einen Abschied von Gittens ein, an dem übrigens auch der FC Bayern weiterhin konkretes Interesse hege – allerdings nur zu deutlich geringen Preisen, als sie schon im Umlauf waren.
BVB hofft bei Gittens auf Bieterstreit in England
Sollte der BVB die Champions League wirklich verpassen, besteht definitiv Transferdruck, nicht zuletzt auf der Personalie Gittens. Ob die Schwarzgelben dann die Preise diktieren können, bliebe abzuwarten. Hilfreich wäre ein mehrere Klubs umfassender Bieterstreit in der englischen Premier League, wo den Tottenham Hotspur, dem FC Chelsea, FC Liverpool und Manchester United Interesse nachgesagt wird.
Klar ist auch, dass Gittens idealerweise wieder zur Form finden sollte, sich in den verbleibenden Monaten der laufenden Saison ins Schaufenster spielt. Diese Überlegung stünde nicht im Vordergrund, wenn sich Kovač in der Champions League für Gittens entscheiden sollte, wäre aber als Nebeneffekt nicht von der Hand zu weisen.
Kovač erklärt Pause für BVB-Jungstar Gittens
„Einem Spieler in seinem Alter muss man auch mal erlauben, dass es eine Delle gibt. Dass es auch mal ein körperliches Problem werden kann, wenn man alle drei Tage auf dem Niveau spielt“, sagte Kovač in der UEFA-Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Lille zu Gittens. „Wenn er ausgeruht ist, kann er das zeigen, was er kann.“
Für den BVB wäre gleichzeitig aus sportlicher und aus strategischer Sicht wichtig, dass Gittens schon zwei Spiele Pause reichen. Eine ausgedehnte Zeit in der zweiten Reihe kann sich der Klub eher nicht leisten.
Heute kommt es im Achtelfinal-Hinspiel zur Partie zwischen Borussia Dortmund und OSC Lille. Aber wer wird die Partie leiten? SPOX verrät es Euch.
Am heutigen Dienstagabend, dem 4. März, kommt es in der Champions League zum Duell zwischen Borussia Dortmund und OSC Lille. Das Achtelfinal-Hinspiel wird um 21.00 Uhr im Signal-Iduna-Park angepfiffen.
Wer als Schiedsrichter im Einsatz ist, lest Ihr hier.
Gut ein Jahr nach seinem Abschied kehrt Thomas Meunier an die alte Wirkungsstätte in Dortmund zurück. Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am Dienstagabend (21 Uhr/Amazon Prime) will der 33-Jährige mit dem LOSC Lille seinen Ex-Klub BVB ärgern. Die Franzosen hatten sich als Siebter der Ligaphase etwas überraschend direkt für die Runde der letzten 16 qualifiziert, während die Borussia in den Playoffs gegen Sporting Lissabon (3:0, 0:0) antreten musste.
„Wir sollten nicht herunterspielen, was wir getan haben, es ist außergewöhnlich. Wir fahren nicht nach Dortmund, um Catenaccio zu machen und zu sehen, was passiert, sondern um diese Runde zu überstehen, dieses Abenteuer so intensiv wie möglich zu erleben“, sagte Meunier im Interview mit „L’Équipe“. Man müsse mit einer hohen Aggressivität auch den Fans und der Gelben Wand den Zahn ziehen. „Wenn es uns gelingt, sie in Schwierigkeiten zu bringen, werden wir diesen Druck nicht spüren.“
Der belgische Nationalspieler sieht einige Parallelen zwischen den beiden Klubs. „In der Philosophie und den Ergebnissen“, meinte Meunier. „Dortmund kann in der Champions League landen und in der ersten Runde des DFB-Pokals ausscheiden. Wie sie können wir manchmal hervorragend sein und uns dann in etwas verblüffende Schwierigkeiten bringen.“ Im Spiel seien beide Mannschaften sehr dominant, der BVB habe in der Bundesliga aber mit Leverkusen, Leipzig, Stuttgart oder Frankfurt mehr Konkurrenz bekommen. „Im Prinzip muss Dortmund da sein, wenn es bei Bayern nicht gut läuft. In den letzten Jahren ist das hier in Lille konstanter.“ Nach der Meisterschaft 2021 fuhr der LOSC auf den Plätzen zehn, fünf und vier ein, aktuell ist man wieder Fünfter.
Meunier glaubt nicht, dass seine Rückkehr mit großen Emotionen verbunden sein wird. Der Empfang werde wohl „ein bisschen gleichgültig“ sein, sagte der Rechtsverteidiger, der für den BVB 83 Partien (drei Tore) absolvierte. „Ich habe zwar nicht die Geschichte des Vereins geprägt, das ist klar, aber ich hatte auch nie Probleme mit irgendjemandem. Wir haben immer noch ein Haus dort, unsere drei Kinder sind dort vier Jahre zur Schule gegangen, sprechen Deutsch. Ich werde nicht sagen, dass es die beste Erfahrung meines Lebens war, aber ich bereue es absolut nicht.“ In seiner ersten Saison 2020/21 gewann Meunier als Stammkraft mit dem BVB den Pokal, im zweiten Jahr begann jedoch sein Verletzungspech.
Meunier hadert rückblickend mit Verletzungspech beim BVB
„Meine ersten beiden Jahre waren außergewöhnlich, aber die nächsten beiden waren eine Achterbahnfahrt. Ein paar Spiele, eine Verletzung, drei Monate Pause und so weiter. Ich hatte so viele Probleme wie noch nie zuvor. Ich hatte enorme Schwierigkeiten, meinen Rhythmus zu finden und mich zu stabilisieren“, blickte Meunier zurück, den es im Februar 2024 zu Trabzonspor zog. „Ich brauchte einen Tapetenwechsel. Ich spielte, weil Julian Ryerson verletzt war, aber er war immer noch die Option Nummer eins, und ich wäre trotzdem auf der Bank gelandet.“ Er habe sich aber für die EM empfehlen wollen. In der Türkei gelang ihm dies mit einem Tor und sieben Vorlagen in 19 Spielen, doch eine Muskelverletzung verhinderte die Teilnahme am Turnier in Deutschland.
Im vergangenen Sommer kehrte Meunier nach Frankreich zurück, das Ziehen einer Klausel zum Nulltarif am letzten Tag sorgte bei Trabzonspor aber für Ärger. „Ich war allein, weit weg von meiner Frau und meinen Kindern, die in Deutschland zur Schule gingen. Da ich ablösefrei gekommen war, hatte ich eine Ausstiegsklausel, die besagte, dass ich bis zum 15. Juli ohne Verhandlungen frei zu einem Verein gehen konnte, der mich näher an meine Familie bringen würde. Und an diesem 15. Juli rief mich Olivier Létang (Lilles Päsident; d. Red.) an, den ich von PSG kannte. ‚Du kommst genau richtig, Olivier, denn du hast noch fünf Stunden Zeit, um mich ablösefrei zu verpflichten. Ich steige ins Flugzeug – ich war im Urlaub in Griechenland –, bereite die Papiere vor, sobald ich ankomme, unterschreibe ich.‘ Ich hatte zwei, drei andere Vereine in Europa, die aber eher auf den Klassenerhalt als auf die Tabellenspitze ausgerichtet waren, und ich wollte die Konkurrenzfähigkeit behalten, die ich in Trabzon gehabt hätte, wo ich tolle, herrliche Monate erlebte. Sie haben es ein wenig schlecht aufgenommen, weil es am letzten Tag der Klausel geschah und sie nicht damit gerechnet hatten.“
In Lille sollte Meunier eigentlich als erfahrener Back-up für Tiago Santos (22) fungieren, seit einer Kreuzbandverletzung des portugiesischen Nationalspielers im Oktober muss der Routinier aber häufiger ran. „Ich gebe immer noch alles wie damals, als ich 18 Jahre alt war. Ich lasse kein Training ausfallen, weil ich mir denke, dass der Alte bei minus fünf Grad drinnen bleiben kann, oder weil es mir hier ein bisschen zieht. Das tötet sonst die Produktivität und den Wettbewerb.“ Die Bilanz gegen den BVB ist für Meunier gemischt. In seinem einzigen Einsatz im Champions-League-Achtelfinale 2020 verlor PSG in Dortmund mit 1:2. Dank eines 2:0 im Rückspiel kamen die Pariser trotzdem weiter, Meunier fehlte allerdings gelbgesperrt.
Der BVB misst sich heute in der Champions League mit dem OSC Lille. SPOX verrät, wie Ihr das Spiel live sehen könnt.
Die Achtelfinalrunde der Champions League wird am heutigen Dienstag (4. März) mit vier Partien eröffnet. In einem der vier Spiele stehen sich auch Borussia Dortmund und der OSC Lille aus Frankreich gegenüber. Die Partie wird um 21 Uhr im Signal-Iduna-Park in Dortmund angestoßen. Das Rückspiel steigt am 12. März.
Borussia Dortmund hat im Achtelfinale der Champions League mit Lille ein vermeintlich einfaches Los erwischt, sollte aber gewarnt sein. Im deutschen Duell gibt es dagegen keinen Favoriten, findet Ex-Nationalspieler Benedikt Höwedes.
Niko Kovac, hier beim Handschlag mit Marcel Sabitzer, fährt den richtigen Kurs, findet Benedikt Höwedes.
IMAGO/Kirchner-Media
Mit großer Vorfreude schaue ich auf die Achtelfinalpartien der Champions League. Ich selbst werde das Spiel des BVB gegen Lille OSC als Prime-Experte begleiten, in der Woche darauf bin ich dann beim Rückspiel zwischen Leverkusen und dem FC Bayern im Einsatz.
Bayern und Leverkusen auf Augenhöhe
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