Schlagwort: Bundesliga

  • Bundesliga: Debakel sowohl für Hertha als auch Borussia Dortmund – und schließlich Werder Bremen

    Bundesliga: Debakel sowohl für Hertha als auch Borussia Dortmund – und schließlich Werder Bremen


    Aktienemittent Borussia Dortmund verlor das nächste Spiel in der 1sten Bundesliga, Anleiheemittent Hertha BSC Berlin dagegen zum vierten Mal in Serie.

    Neuer Trainer in Dortmund, weiterhin kein Fortune in der Bundesliga. Auch beim – jetzt ehemaligen Tabellenschlusslicht – VFL Bochum ging die Borussia sang- und klanglos mit 2:0 unter. Ex-Nationalspieler Niklas Süle zeigte eindrücklich, warum er auf der Bank besser aufgehoben wäre als im Spiel: Der Pass zum Gegentor muss beinahe als Vorlage für ihn gewertet werden. Man kann es nur noch einmal betonen: Die Abwehr der Borussia ist eine Katastrophe. Aber auch die Offensive tat sich am Samstag gegen den Tabellenletzten nicht wirklich hervor, sondern glänzte durch das Vergeben diverser Großchancen. Ein 3:2 Auswärtssieg hätte drei Punkte gebracht, aber die Hauptbaustelle(n) vernebelt.

    Echte Liebe, hart auf dem Prüfstand: Borussia Dortmund in der 1sten Bundesliga

    Echte Liebe, hart auf dem Prüfstand: Borussia Dortmund in der 1sten Bundesliga

    Platz 11 mit 29 Punkten. Zugegeben, zu den internationalen Rängen sind es nur sechs Punkte, bis zur Champions League sind es acht. Allerdings liegt die obere Tabellenhälfte abgesehen von Meister und Ex-Meister auch sehr dicht beisammen – dort noch hineinzustoßen, sieht für die Borussia derzeit weiter entfernt denn je aus.

    In Berlin darf man sich wohl auf die gefühlt 17nte Interimsübernahme durch Pal Dardai einrichten bis Ende der Saison. Die Hertha verlor auch das vierte Spiel in Serie, sogar nach Führung. Die Hertha hat zwar in diesen vier Spielen gegen drei Ex-Tabellenführer der 2ten Bundesliga verloren (was in dieser Saison gar nichts heißt), allerdings auch gegen Schlusslicht Jahn Regensburg. Vom derzeitigen BSC-Trainer wird man nach BondGuide-Prognose nie wieder etwas hören – genau wie vorher also. Wo graben die Hauptstädter eigentlich diese Namen immer wieder aus? – während Urgewächs Dardai sich einen schlanken Fuß auf der Tribüne macht und nur mitleiden darf.

    In den Sonntagsspielen kann Schalke 04 mit einem Sieg gegen Karlsruhe erstmals in dieser Saison an Tabellennachbar Hertha vorbeiziehen. Sogar ein Unentschieden würde reichen – es wurde ein 2:1.

    Der vierte Kapitalmarktemittent, der SV Werder Bremen, steht bereits vor der Borussia und könnte sich nur um einen Tabellenplatz verbessern, und zwar vor den FSV Mainz. Im Heimspiel gegen die co-abstiegsbedrohte TSG Hoffenheim besteht eine gute Möglichkeit dazu. Indes, es wurde eine nicht sehr ansehnliche Heimpleite 1:3 gegen Hoffenheim. Trotz Führung. Werder muss nun kleinere Brötchen backen – nach oben ist der Zug endgültig abgefahren.

    Falko Bozicevic

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  • Bundesliga: BVB-Profi “nicht wiederzuerkennen” – Rangnick rechnet ab

    Bundesliga: BVB-Profi “nicht wiederzuerkennen” – Rangnick rechnet ab


    Der jüngst noch in Dortmund gehandelte Ralf Rangnick übt scharfe Grundsatzkritik am Klub – und rätselt auch über die BVB-Auftritte von Marcel Sabitzer.

    Borussia Dortmund ist auch dem österreichischen Nationaltrainer Ralf Rangnick ein Rätsel. Vor allem, wenn er auf seinen Schützling Marcel Sabitzer blickt.

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    In einem Interview bei BildTV brach der langjährige Bundesliga-Coach am Sonntag eine Lanze für Sabitzer: Er habe im ÖFB-Team stets performt und zu den Leistungsträgern gehört. „Wenn du ihn jetzt in Dortmund spielen siehst, ist er fast nicht wiederzuerkennen. Das muss ja irgendwelche Gründe haben.“

    Rangnick: Beim BVB sind die Spieler schlechter

    Sabitzer war am Samstag mit dem BVB in Bochum mit 0:2 untergegangen, in der Bundesliga steht Dortmund auf Rang elf. Es ist die größte Krise seit vielen Jahren.

    Woran es liegt? Einen häufig gewählten Erklärungsansatz lehnte Rangnick ab: „Ich bin kein so großer Freund von Mentalitätsdebatten. Die Vorstellung, dass die Spieler in Dortmund plötzlich eine schlechte Mentalität haben und gerne Spiele verlieren, glaube ich einfach nicht. Das ist nicht der Fall.“

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    Es müsse also „schon auch andere Gründe geben, warum die Spieler in Dortmund gefühlt immer schlechter spielen als woanders.“ Es handele sich schließlich um Profis, „die, bevor sie zum BVB gewechselt sind, in ihren Vereinen über viele Jahre richtig gute Leistungen gebracht haben.“

    Rangnick hinterfragt Dortmunds Transferpolitik

    Seit kurzem hat beim BVB Trainer Niko Kovac das Sagen. Vor seiner Einstellung war auch Rangnick ein Kandidat, wie er selbst bestätigte. Es habe Gespräche gegeben, aber seine Aufgaben in Österreich stünden für ihn im Vordergrund.

    Auch vor dem Hintergrund seiner Absage an Dortmund ist pikant, dass er auch mit dem Blick auf das große Ganze in Dortmund scharfe Kritik übt: In der Ära Jürgen Klopp, befand Rangnick, sei der BVB-Kader gezielt so zusammengestellt worden, „dass die Spieler perfekt zur Spielweise von Klopp passten“ – bekanntermaßen mit großem Erfolg. Seit Klopp habe der BVB nun aber nicht nur unzählige Trainer verschlissen, sondern auch bei Transfers keine klare Handschrift mehr.

    „Man hat nicht stringent nach einer bestimmten Vorstellung, wie man Fußball spielen will, den Kader zusammengestellt“, sagte Rangnick: „Dass dann Dinge entstehen wie jetzt, ist dann so. Man hat nicht das Gefühl, dass es um die Frage geht: Wie wollen wir spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern keinen Vorwurf machen, es liegt daran, dass schon seit Jahren der Fixpunkt fehlt. Dass seit Jahren nicht mehr anhand der Spielidee eines Trainers die Frage verfolgt wird: Wie wollen wir spielen?“



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  • Schreckliche Bilder in der Bundesliga: Schwer verletzte Fans…

    Schreckliche Bilder in der Bundesliga: Schwer verletzte Fans…


    Eintracht Frankfurt bleibt auf Champions-League-Kurs: Die SGE schlägt Holstein Kiel souverän mit 3:1. Doch beim Schlusspfiff war nichts wie üblich.

    Der Jubel bei Eintracht Frankfurt über den nächsten Schritt in Richtung Champions League fiel verhalten aus, die Fans schwiegen größtenteils, und auch auf die sonst dröhnend laute Musik verzichtete die Stadionregie. Nicht das 3:1 (2:0) gegen Holstein Kiel stand im Mittelpunkt, sondern die Sorge über zwei schwer verletzte Zuschauer.

    Fan stürzt aus dem Mittelrang auf Zuschauergruppe

    „Ein Fan in der Nordwestkurve hat sich bei einem Sturz verletzt“, sagte der Stadionsprecher in Frankfurt durch. Später wurde klar: Der Fan war aus dem Mittelrang auf eine Zuschauergruppe im Unterrang gestürzt. Dabei erlitten zwei Personen so schwere Verletzungen, dass sie ins Krankenhaus mussten. Zwei weitere wurden leichter verletzt. Aus Respekt für die verunfallten Zuschauer war es weitgehend still geblieben – dabei hätten die Frankfurter aus sportlicher Sicht allen Grund zur Freude. „Das bedrückt einen natürlich schon, wenn man sowas mitbekommt“, sagte Eintracht-Trainer Dino Toppmöller nach der Partie und schickte Genesungswünsche in Richtung der Verletzen.


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    • Ticket-Wut auf dem Kiez: Riesenärger um das legendäre „Pulverfass”
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    • Paare erzählen: Das Geheimnis unserer Liebe
    • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
    • 20 Seiten Sport: So ticken die jungen Macher des HSV
    • 20 Seiten Plan7: Die besten Kultur-Events der Woche


    Die SGE baute ihren Vorsprung auf Verfolger RB Leipzig auf fünf Zähler aus. Auf Rang fünf – den ersten Platz, der nicht zur Königsklasse reicht – beträgt das Polster sogar sechs Punkte. Kiel dagegen beendete den 22. Spieltag als Tabellenletzter. 

    Eintracht-Torhüter Trapp: „Ein sehr souveräner Auftritt“

    „Wir versuchen, uns in alles reinzuschmeißen. Der Plan des Trainers passt immer“, sagte Kiels Torschütze Finn Porath bei DAZN. Gäste-Torhüter Thomas Dähne befand: „Es wäre mehr drin gewesen.“ Zufrieden äußerte sich Kevin Trapp: „Im Großen und Ganzen war es ein sehr souveräner Auftritt, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagte der Eintracht-Schlussmann: „Wir wussten, dass Kiel trotz des Tabellenstandes keine Mannschaft ist, die wir aus dem Stadion schießen.“ Momentan sehe „alles schön aus“.

    Frankfurt beendete seine Unentschieden-Serie durch Tore von Hugo Larsson (18.), Tuta (37.) und Youngster Can Uzun (60.), Dähne parierte noch einen Handelfmeter von Hugo Ekitiké (45., nach Videobeweis). Kiel verkürzte durch Porath (73.).

    Dähne ersetzt erkälteten Weiner im Holstein-Tor

    Frankfurts Trainer Dino Toppmöller musste wie befürchtet auf den angeschlagenen Ellyes Skhiri verzichten, für ihn begann im Mittelfeld Oscar Højlund. Auch Nationalspieler Robin Koch fehlte wegen seiner Schulterverletzung. Schlimmer traf es Marcel Rapp, dem Kieler Trainer fehlten sieben Spieler. Im Tor musste der erkältete Stammkeeper Timon Weiner passen, Dähne startete. 

    Die Gastgeber rissen das Ruder schnell an sich. Den ersten Schuss aus aussichtsreicher Position setzte Ekitiké daneben (13.), wenige Augenblicke später parierte Dähne stark gegen den Franzosen (14.). Die Frankfurter wurden zielstrebiger, der gut herausgespielte Führungstreffer durch Larsson fiel folgerichtig. 

    Tuta und Uzun entscheiden das Spiel – Ekitiké vergibt

    Kiel entkam der Frankfurter Dominanz kaum. Der starke Nathaniel Brown (24.) verpasste mit seinem Pfostenschuss das 2:0 haarscharf. Das dauernde Anlaufen belohnte dann Tuta, der nach einer verlängerten Flanke am zweiten Pfosten völlig frei stand und einschob. 

    Es folgte ein Strafstoß mit Ansage: Ein Handspiel von Ivan Nekic sah sich Schiedsrichter Robert Hartmann noch mal an, nach Ansicht der Bilder erklärte er seine Entscheidung per Durchsage, gab Strafstoß – doch Ekitiké vergab gegen Dähne kläglich. 

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    Die Eintracht verwaltete das Ergebnis und setzte bei viel Ballkontrolle gelegentlich offensive Akzente, ohne jedoch klare Möglichkeiten zu kreieren. Das spielfreudige Offensivtalent Uzun nutzte einen Fehlpass im Spielaufbau von David Zec eiskalt zur Entscheidung. (sid/mp)



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  • Borussia Dortmund in der Dauerkrise: Zerbröselt Hans-Joachim Watzkes Vermächtnis?

    Borussia Dortmund in der Dauerkrise: Zerbröselt Hans-Joachim Watzkes Vermächtnis?


    Borussia Dortmund taumelt ausgerechnet vor dem Abschied von Hans-Joachim Watzke von Krise zu Krise. Auf dem Platz fehlen die “Basics”, Ralf Rangnick attestiert der BVB-Führung eine fehlende Philosophie. Wie schlecht steht es nach 20 Jahren Watzke um den BVB wirklich?

    Von Martin Jahns

    Bei Borussia Dortmund wiederholt sich derzeit Geschichte.

    Mittelmaß in der Bundesliga, eine negative Tordifferenz und eine peinliche Niederlage als Tiefpunkt des Februars. Das ist die aktuelle Situation – und das war die Lage vor genau 20 Jahren im Februar 2005.

    Damals übernahm Hans-Joachim Watzke den Posten als BVB-Geschäftsführer, der BVB stand mit einer Tordifferenz von -4 auf Platz 12 und wurde vom FC Bayern München mit 0:5 abgewatscht. Zwei Dekaden, zwei Meisterschaften und ebenso viele Champions-League-Finals später steht die Borussia nach dem blamablen 0:2 in Bochum und einer Differenz von -1 auf dem elften Platz.

    Ausgerechnet vor Watzkes feststehendem Abschied nach der Saison ist der BVB die vielleicht größte Baustelle der Liga. Sein Vermächtnis droht zu zerbröseln.

    BVB-Mannschaft: Fehlende “Basics” als ewiges Problem

    Denn die aktuelle Situation ist mehr als eine vorübergehende Ergebniskrise: Die uninspirierten Auftritte in der Liga mit fünf Pleiten aus sieben Spielen in diesem Kalenderjahr machen deutlich, dass in der eigentlich hoch veranlagten Mannschaft etwas nicht stimmt.

    Nico Schlotterbeck beklagte nach der Pleite in Bochum die fehlenden “Basics” bei seinem Team, bei dem vermeintliche Leistungsträger wie Julian Brandt, Marcel Sabitzer oder Niklas Süle negativ herausstachen.

    Die Schlagworte “fehlende Mentalität” und “mangelnder Wille” wird die Mannschaft seit Jahren nicht los, weil sie ihnen wie in Bochum immer wieder neues Futter gibt. Der x-te Umbruch auf der Suche nach einer Achse in der Mannschaft scheint auch diesen Sommer unvermeidbar.

    Dabei muss der BVB allerdings diesmal womöglich kleinere Brötchen backen: Die Teilnahme an der Champions League ist in höchster Gefahr.

    “Der BVB hält auch zwei Jahre aus”, beschwichtigte Watzke ein solches Szenario noch vor kurzem: “Dann macht der BVB ein oder zwei Transfers, dann ist wieder alles im Lot.”

    Doch Verkaufskandidaten der Kaliber Erling Haaland oder Jude Bellingham hat der BVB seit 2023 nicht mehr zu bieten.

    Das Wichtigste in Kürze

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    BVB-Trainerbank: Dauerbaustelle statt klarer Spielidee

    Vier Trainer saßen beim BVB binnen der vergangenen 365 Tage auf der Bank. Das gab es in den vorherigen 19 Watzke-Jahren nicht – weder vor noch nach Jürgen Klopp. Und nun legte Niko Kovac mit zwei Niederlagen aus den ersten beiden Ligaspielen den größten BVB-Fehlstart eines Trainers in 40 Jahren hin.

    Die Drehtür auf der Dortmunder Trainerbank und die kopflose Mannschaft bedingen sich gegenseitig. Das kritisierte auch Ralf Rangnick, der selbst als BVB-Kandidat galt, bei “Bild Sport”: “Man hat nicht das Gefühl, dass als Überschrift steht: Wie wollen wir eigentlich spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern nicht den Vorwurf machen. Sondern das liegt daran, dass über Jahre hinweg dieser Fixpunkt einer Spielidee nicht mehr verfolgt worden ist.”

    VIDEO: Nach BVB-Pleite: Ex-DFB-Star verspottet Kovac

    Der BVB und die Fans: Eine langsame Entfremdung

    Die Auftritte auf dem Platz haben sich inzwischen auch auf das Verhältnis zu den eigenen Fans niedergeschlagen.

    In Bochum traute sich die Mannschaft nach Schlusspfiff nur bis an die Strafraumkante, um den mitgereisten Fans gegenüberzustehen. Schon während der Partie zoffte sich Jamie Gittens bei seiner Auswechslung mit den eigenen Anhängern.

    Der Vertrauensvorschuss bei den Fans aus den Klopp-Jahren oder nach der bitter verlorenen Meisterschaft 2023 scheint inzwischen endgültig aufgebraucht.

    Dazu kamen zuletzt auch Unmutsbekundungen über Entscheidungen der Verantwortlichen wie beim Sponsoring-Deal mit Rüstungskonzern Rheinmetall.

    VIDEO: Ärger um Gittens? Kovac erklärt Wechsel-Disput

    BVB-Klubführung: Machtkämpfe im Schatten der Krise

    Inmitten der sportlichen Krise tobte zuletzt ein heftiger Machtkampf in der Führungsriege. Am Ende sprach Watzkes designierter Nachfolger Lars Ricken ein Machtwort und entließ Sven Mislintat, den ehemaligen Technischen Direktor, der vor nicht einmal einem Jahr zum BVB zurückgekehrt war und mehr Einfluss auf Transfers anstrebte.

    Der Schritt zeigte auch, wie uneins sich die Führungsriege kurz vor Watzkes Abschied im Hinblick auf die sportliche Ausrichtung zu sein scheint.

    Reden beim BVB zu viele Köpfe mit? Das zumindest bemängelte auch Rangnick, der an die goldenen Klopp-Zeiten erinnerte: “Damals gab es drei Entscheider, die auch nach außen hin die Entscheider waren mit Aki Watzke, mit Michael Zorc und mit Jürgen Klopp.”

    Damals sei der BVB “tatsächlich eine Marke” gewesen. Mittlerweile sehe das nicht mehr so aus: “Man hat einfach nicht mehr stringent nach irgendeiner vorgestellten Spielweise den Kader zusammengestellt.”

    Gelingt der Turnaround?

    Immerhin, wie auch vor 20 Jahren hat der BVB auch jetzt noch Zeit, die von Schlotterbeck befürchtete “Horrorsaison” zu retten und damit auch die Zukunftsperspektiven zu verbessern. Damals beendete der Klub unter Trainer Bert van Marwijk die Saison letztlich auf dem siebten Platz. Diesmal ist durchaus noch mehr drin, wenn die Mannschaft zurück in die Spur findet.

    Nach dem 3:0 bei Sporting Lissabon steht der BVB schon mit einem Bein im Achtelfinale der Champions League. Dazu ist der Rückstand auf einen Champions-League-Platz in der Bundesliga trotz der Krise mit acht Punkten weiterhin nicht uneinholbar.

    Und auch perspektivisch steht der BVB wie von Watzke angesprochen deutlich besser da als zu seinen Anfangsjahren. In der jüngsten Deloitte-Studie der umsatzstärksten Klubs der Welt belegte der BVB Rang elf. Die Teilnahme an der Klub-WM diesen Sommer wird weitere Millionen in die Kasse spülen.

    Zumindest die Rahmenbedingungen beim BVB hinterlässt Watzke auf Top-Niveau. Nun müssen Führungsriege, Mannschaft und Trainer daraus wieder etwas machen.



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  • Fußball | Bundesliga: Hoffenheim bezwingt Bremen auf…

    Fußball | Bundesliga: Hoffenheim bezwingt Bremen auf…


    Stand: 16.02.2025 20:37 Uhr

    Durch den 3:1-Erfolg bei Werder Bremen hat die TSG Hoffenheim drei wichtige Punkte im Abstiegskampf geholt. Für Trainer Christian Ilzer war es die geforderte Reaktion auf die Klatsche gegen Union Berlin.

    Die 0:4-Pleite gegen Union Berlin in der Vorwoche hatte Spuren hinterlassen, die blutleere Vorstellung der Hoffenheimer hatte die Abstiegsängste im Kraichgau verschärft. Trainer Christian Ilzer forderte im Spiel gegen Bremen deshalb von seinem Team eine leidenschaftliche Leistung – mit Erfolg: Trotz eines frühen Rückstands erkämpfte sich die TSG einen 3:1-Sieg bei den Hanseaten und verschaffte sich im Tabellenkeller Luft auf die Abstiegsränge.

    “Wir sind alle sehr, sehr glücklich, hier gewonnen zu haben”, sagte der Coach nach der Partie, “nach der Union-Klatsche tut uns das allen sehr gut – nicht nur für die Tabelle, sondern auch für den Kopf.” Und auch Mittelfeldmann Anton Stach fand: “Wir haben eine Reaktion gezeigt im Vergleich zum letzten Spiel. Das war extrem wichtig”.

    Hoffenheim gerät früh in Rückstand, Stach leitet Wende ein

    Dabei startete die Partie alles andere als glücklich aus Sicht der Hoffenheimer. Denn nach gerade einmal sieben Minuten traf Stanley Nsoki nach einer scharfen Hereingabe per Kopf ins eigene Tor. “Das war extrem bitter”, kommentierte Mitspieler Stach die Situation, “es war eigentliche keine gefährliche Situation und deshalb sehr unglücklich.” Trotzdem sei sein Team ruhig geblieben und habe den “Matchplan” weiter verfolgt.

    Der Tabellen-15. erarbeitete sich einige Torchancen und kam durch Anton Stach in der 28. Minute zum Ausgleich. Noch vor der Halbzeitpause drehte Tom Bischof die Partie dann mit seinem Treffer zum 2:1 zugunsten der Gäste. “Wir sind schnell zurückgekommen und haben einen guten Rhythmus gefunden”, sagte Ilzer, “es war vor allem auch eine gute Energie und eine gute Leidenschaft.”

    Orban sorgt für Enstand, Hoffenheim hofft auf Konstanz

    Diese Leidenschaft zeigten die Kraichgauer auch im zweiten Abschnitt und spielten weiter mutig nach vorne. Marius Bülter scheiterte zunächst noch an Werder-Keeper Michael Zetterer, besser machte es nach gut einer Stunde Gift Orban, der nach schnellem Umschaltspiel und einer Flanke von Kramaric für den 3:1-Enstand (63.) sorgte. “Wir haben viel investiert für die Ballgewinne und haben es dann auf eine sehr gute fußballerische Art und Weise gelöst”, lobte Ilzer. “Das muss in den Köpfen drin sein: Den Ball zu jagen und daraus unmittelbare Torchancen zu kreieren. Und mit diesem Stilmittel sind wir heute erfolgreich gewesen”, so der Österreicher weiter.

    Diese “wundervolle Art und Weise” zu spielen, will Ilzer nun mit in die nächsten Partien nehmen. “Wir müssen Konstanz reinbringen und die Ausreißer nach unten wie gegen Union wegbekommen”, sagte der 47-Jährige. Die nächste Chance dazu bekommen die Kraichgauer am kommenden Sonntag (23.02., 19:30 Uhr) gegen den VfB Stuttgart.

    Sendung am So., 16.2.2025 23:20 Uhr, SWR Sport, SWR



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  • Fußball-Bundesliga – Sieg gegen Kiel: Eintracht bleibt auf…

    Fußball-Bundesliga – Sieg gegen Kiel: Eintracht bleibt auf…


    Frankfurt/Main (dpa) – Die Erleichterung über das Ende der kleinen Remis-Serie war bei den Profis von Eintracht Frankfurt spürbar. Mit dem lockeren 3:1 (2:0) gegen Schlusslicht Holstein Kiel festigten die Hessen den dritten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga und holten sich Rückenwind für die anstehenden Topspiele bei Tabellenführer Bayern München und gegen Titelverteidiger Bayer Leverkusen.

    „Klar war das heute wichtig im Hinblick auf die kommenden Wochen. Momentan sieht die Tabelle natürlich schön aus“, sagte Torwart Kevin Trapp. Und Sportvorstand Markus Krösche stellte fest: „Es war wichtig, dass wir das Spiel gewonnen haben. Es war ein Pflichtsieg.“ 

    Nach zuvor drei Unentschieden trafen Hugo Larsson in der 18. Minute, Tuta (37.) und Can Uzun (60.) vor 57.700 Zuschauern zum nie gefährdeten Sieg für die Hessen. Das Tor von Finn Porath (73.) hatte nur statistischen Wert. Dennoch monierte Krösche: „Nach dem dritten Tor haben wir zu wenig gemacht, da waren wir zu passiv. Das ärgert mich.“

    Frankfurt mit kleinem Polster

    Hugo Ekitiké (45.) vergab sogar noch einen Handelfmeter für die klar überlegenen Frankfurter, die jetzt 42 Punkte aufweisen und sich im Kampf um einen Champions-League-Platz etwas Luft vor den Verfolgern RB Leipzig (37), SC Freiburg (36) und VfB Stuttgart (35) verschafften. 

    Nach einer kurzen Findungsphase zu Beginn nahm die Partie schnell den erwarteten Verlauf. Die Eintracht dominierte und erarbeitete sich schon in der Anfangsviertelstunde zwei gute Gelegenheiten, die Ekitiké jedoch nicht verwerten konnte. Erst verzog der Franzose knapp, dann scheiterte er an Kiels Ersatztorwart Thomas Dähne.

    Beim Führungstor der Hessen war der 31-Jährige, der den erkrankten Stamm-Keeper Timon Weiner vertrat und damit sein Bundesligadebüt feierte, jedoch machtlos. Auf Vorlage von Nathaniel Brown traf Larsson in seinem 50. Bundesligaspiel per Knie aus Nahdistanz.

    Kiel chancenlos

    Zwar bot sich den Gästen durch Armin Gigovic, dessen zu schwacher Schuss Eintracht-Torwart Kevin Trapp vor keine Probleme stellte, die Möglichkeit zur schnellen Antwort. Spielbestimmend blieb aber die Eintracht. 

    Uzun traf aus rund 20 Metern nur den Pfosten, den Nachschuss von Rasmus Kristensen entschärfte Dähne. Der musste allerdings noch vor der Pause ein zweites Mal hinter sich greifen. Nach einer weiten Flanke von Uzun kam der Ball zu Tuta, der per Direktabnahme vollendete. 

    Parierte bei seinem Bundesligadebüt einen Elfmeter: Kiels Torwart Thomas Dähne. (Foto: Arne Dedert/dpa)

    Wenig später zeigte Dähne dann seine Klasse, als er einen Strafstoß von Ekitiké entschärfte. „Ich hatte mir vor dem Spiel einige Elfmeter von Ekitiké angeschaut und wusste, wenn er einen Zwischenschritt macht, schießt er gerne gerade“, berichtete Dähne. Schiedsrichter Christian Leicher hatte nach einem Handspiel von Kiels Abwehrspieler Ivan Nekic und Ansicht der Videobilder auf den Punkt gezeigt.

    Uzun krönt starken Auftritt

    Nach dem Wechsel bot sich das gleiche Bild. Frankfurt hatte die Partie sicher im Griff und gestatte den harmlosen Gästen nichts. Nach einem katastrophalen Fehlpass von David Zec erhöhte Uzun vielmehr mit einem überlegten Schlenzer ins Eck.

    „Can hatte eine gute Trainingswoche. Insofern war sein Startelf-Einsatz eine Belohnung dafür, was er in den vergangenen Wochen gezeigt und investiert hat“, sagte Eintracht-Trainer Dino Toppmöller über den 19 Jahre alten Offensivspieler, der seine starke Leistung mit dem Treffer krönte. „Es war ein gutes Spiel von mir, vom Team. Ich freue mich darüber. Darauf können wir aufbauen“, sagte Uzun.

    © dpa-infocom, dpa:250216-930-377194/1



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  • Bundesliga: Frankfurt – Kiel 3:1! Vize? Eintracht kniet sich…

    Bundesliga: Frankfurt – Kiel 3:1! Vize? Eintracht kniet sich…


    Die Eintracht ist bereit für das Topspiel!

    Frankfurt schlägt Aufsteiger Kiel problemlos mit 3:1, holt nach zuletzt drei Liga-Remis in Folge beim Heimspiel wieder einen Dreier und schießt sich schon mal für die Knaller-Partie gegen die Bayern am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) warm.

    Mit dem Sieg rücken die Hessen auf fünf Punkte an Leverkusen auf Rang zwei ran und liegen fünf Punkte vor Leipzig auf Platz vier. Jetzt scheint auch die Vizemeisterschaft hinter den Bayern möglich!

    Vor dem Spiel hatte Eintracht-Trainer Dino Toppmöller (44) seine Jungs aufgefordert, die Unentschieden-Serie endlich zu beenden. Der Coach: „Schluss mit den Unentschieden, wir wollen endlich wieder gewinnen!“

    Gesagt, getan – weil sich die Frankfurter richtig reinknien!

    18. Minute: Eine Kristensen-Flanke landet bei Brown, der die Kugel mit dem Kopf zurücklegt. Hugo Larsson (20) steht richtig, erwischt den Ball im Sprung mit dem Knie und trifft zum 1:0. In seinem 50. Bundesliga-Spiel erzielt der Schwede sein fünftes Tor.

    Die Eintracht bleibt dran, ist das klar bessere Team. Und belohnt sich noch vor der Pause mit dem zweiten Treffer.

    37. Minute: Uzuns Flanke wird von Kiels Remberg verlängert und landet bei Frankfurt-Verteidiger Tuta (25). Der Brasilianer hämmert den Ball volley zum 2:0 rein. Schon beim Hinspiel-Sieg (4:2) hatte er getroffen.

    Nach einem Strafraum-Handspiel von Nekic vergibt Hugo Ekitiké (22) sogar noch die Chance auf den dritten Frankfurt-Treffer vor der Pause. Seinen Elfmeter kann Kiel-Keeper Dähne, der den verletzten Weiner vertritt und sein erstes Bundesliga-Spiel absolviert, jedoch parieren (45.).

    Hilft Kiel aber auch nicht weiter. Nach Katastrophen-Fehlpass von Zec trifft Can Uzun (19) zum 3:0 (60.), Porath erzielt zumindest noch den Ehrentreffer (73.).

    Während Frankfurt Champions-League-Platz drei festigt, rutschen die Kieler durch die Pleite nach dem Bochumer Sieg vom Samstag (2:0 gegen Dortmund) auf Platz 18 ab …



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  • Bundesliga: Albas Basketballerinnen kassieren überraschende…

    Bundesliga: Albas Basketballerinnen kassieren überraschende…


    Stand: 16.02.2025 17:57 Uhr

    Die Basketballerinnen von Alba Berlin haben in der Bundesliga eine überraschende Niederlage gegen die Syntainics MBC kassiert. Vor 2.062 Zuschauern verloren die Berlinerinnen in der heimischen Sömmeringhalle mit 55:63 (24:38).
     
    Mit 12 Punkten war Deeshyra Thomas die beste Alba-Werferin, während Romy Bär vom MBC insgesamt 17 Zähler verbuchte.

    Alba mit zu vielen Fehlwürfen

    Alba als zweitplatziertes Team war eigentlich favorisiert in die Begegnung mit dem Tabellensiebten gegangen. Doch schon im ersten Viertel lief bei Alba wenig zusammen. Mit 17:10 ging der erste Abschnitt klar und verdient an die Gäste. Auch im zweiten Viertel war der Mitteldeutsche Basketball Club das bessere Team. Erneut hielt der MBC Alba auf Abstand und baute den Vorsprung mit einem 21:14 im zweiten Viertel weiter aus. Zur Halbzeit stand also ein deutliches 38:24 auf der Anzeigentafel. Alba leistete sich insgesamt zu viele Fehlwürfe und ließ die Gäste so davonziehen.
     
    Zu Beginn des zweiten Durchgans zeigte sich Alba zwar verbessert und entschied den Abschnitt mit 14:11 für sich, zurück ins Spiel kam das Team von Cristo Cabrera aber nicht mehr wirklich. Das 63:55 zur Schlusssirene ging in Ordnung.

    Sendung: rbb24 Abendschau, 16.02.24, 19:30 Uhr



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  • Bundesliga, 22. Spieltag – Sonntag: Hoffenheim gewinnt in…

    Bundesliga, 22. Spieltag – Sonntag: Hoffenheim gewinnt in…


    Auswärts konnte sich Hoffenheim wichtige drei Punkte sichern. Bei Werder Bremen gewann die TSG klar. Der Spielbericht

    Bundesliga, 22. Spieltag – Sonntag: Romano Schmid von Werder Bremen im Zweikampf mit Arthur Chaves von der TSG 1899 Hoffenheim

    Romano Schmid von Werder Bremen im Zweikampf mit Arthur Chaves von der TSG 1899 Hoffenheim
    © Stuart Franklin/​Getty Images

    SV Werder Bremen – TSG 1899 Hoffenheim 1:3 (1:2)

    Die TSG Hoffenheim hat in Bremen 3:1 gewonnen. Damit haben sich die Kraichgauer wichtige Punkte im Abstiegskampf gesichert. Für Werder Bremen werden die internationalen Plätze schwerer zu erreichen.

    Anton Stach (28. Minute), Tom Bischof (44.) und Gift Orban (63.) erzielten die Tore für die Hoffenheimer. Bremen war in der 7. Minute durch ein Eigentor von Gäste-Verteidiger Stanley Nsobi in Führung gegangen. 

    Durch die Niederlage bleibt Werder Zehnter, hat aber nun mindestens fünf Zähler Rückstand auf einen Europapokalplatz. Hoffenheim steht auf Platz 15 und ist punktgleich mit dem FC St. Pauli auf Platz 14.

    Die Spielberichte vom Samstag



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  • Bundesliga: VfL Bochum düpiert BVB – Masouras-Doppelpack in 2 Minuten

    Bundesliga: VfL Bochum düpiert BVB – Masouras-Doppelpack in 2 Minuten


    Siege für Gladbach & Freiburg 

    Bundesliga: VfL Bochum düpiert BVB – Masouras-Doppelpack in 2 Minuten

    ©IMAGO

    Blamage statt Befreiungsschlag: Borussia Dortmund hat das Derby beim stark abstiegsbedrohten VfL Bochum verloren und rutscht immer tiefer in die Krise. Das Team von Trainer Niko Kovac unterlag dem Revierrivalen verdient mit 0:2 (0:2). Vier Tage nach dem Sieg in der Champions League bei Sporting leistete sich der BVB krasse defensive Patzer und war vorne harmlos.

    Einen Rückschlag im Kampf um die Königsklassenplätze kassierte auch der VfB Stuttgart durch das 1:2 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg. Der SC Freiburg kletterte dank eines 1:0 (0:0) bei Aufsteiger FC St. Pauli an den Schwaben vorbei auf Platz fünf. Auch Borussia Mönchengladbach untermauerte dank des 2:1 (2:0) beim 1. FC Union Berlin seine Europapokal-Ambitionen.

    Das Szenario einer BVB-Saison ohne internationalen Startplatz wird immer realistischer. Dortmund ist nur noch Mittelmaß. Erstmals seit 41 Jahren unter Timo Konietzka verlor wieder ein BVB-Trainer seine ersten beiden Bundesliga-Partien. In den vergangenen sechs Ligaspielen hat die Borussia nur einmal drei Punkte geholt.

    Bochum schöpfte mit dem prestigeträchtigen Erfolg dagegen neuen Mut im Abstiegskampf. Der VfL gab zumindest vorübergehend den letzten Platz an Holstein Kiel ab. Vor 26.000 Zuschauern im ausverkauften Ruhrstadion erzielte Georgios Masouras (33./35. Minute) beide Bochumer Tore.

    Kovac hatte ein „schwieriges“ und „Kampf-geprägtes“ Spiel erwartet. Und tatsächlich hielt der VfL von Beginn an mit hoher Einsatzbereitschaft, aber auch mit Spielfreude, dagegen. Die Gastgeber kamen gut in die Partie. Dortmund hatte früh Probleme. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, da war BVB-Keeper Gregor Kobel bei einem Schuss von Bochums Winterneuzugang Masouras erstmals gefordert. Auch bei der zweiten Chance des Griechen war der 27-Jährige zur Stelle. In der 11. Minute zeigte sich dann auch die Borussia gefährlich vor dem gegnerischen Tor. Serhou Guirassy ließ VfL-Verteidiger Erhan Masovic ins Leere laufen und scheiterte dann freistehend an Torwart Timo Horn. Der 31-Jährige gab als Ersatz für den erkrankten Patrick Drewes sein Pflichtspieldebüt für Bochum.

    Viel zu tun bekam er in der Folge erstmal nicht mehr. Die Gastgeber blieben gegen den Champions-League-Finalisten des Vorjahres die bessere Mannschaft und belohnten sich mit einem Doppelpack: Erst drückte Masouras den Ball nach starker Vorarbeit von Philipp Hofmann über die Linie, dann nutzte er einen haarsträubenden Dortmunder Abwehrfehler eiskalt aus. Niklas Süle, der erstmals seit Anfang Dezember wieder in der Bundesliga spielte, wollte den Ball zu Kobel zurückspielen. Masouras lief den Rückpass jedoch ab und traf zum 2:0 für Bochum.

    Dortmund mühte sich um eine schnelle Antwort, kam jedoch nur vereinzelt zu Chancen. Guirassy und Nico Schlotterbeck trafen das Tor nicht, bei einem Versuch von Julian Brandt war Horn zur Stelle. Auf der Gegenseite verhinderte Kobel nach einer Stunde gegen den agilen Gerrit Holtmann das dritte Bochumer Tor. Mit zunehmender Spieldauer erhöhte der BVB zwar den Druck. Den Gästen fiel jedoch zu wenig ein, um die gut sortierte Bochumer Abwehr vor größere Probleme zu stellen. Der VfL brachte den Sieg souverän über die Zeit.

    VfL Wolfsburg dreht Partie beim VfB Stuttgart

    Trotz des sehenswerten Solos von Joker Nick Woltemade hat der VfB Stuttgart einen Rückschlag im Kampf um die erneute Qualifikation für die Champions League hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Coach Sebastian Hoeneß musste sich in der Bundesliga dem VfL Wolfsburg mit 1:2 (0:0) geschlagen geben. Dadurch beendeten die Gäste, die sich weiter im Tabellenmittelfeld aufhalten, ihre Sieglos-Serie im fünften Anlauf. Stuttgart verpasste den Sprung auf einen Königsklassen-Platz und ist nur noch Sechster.

    58.000 Zuschauer sahen ein intensives, aber auch fehlerbehaftetes Duell. Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang vergab VfB-Kapitän Atakan Karazor per Kopf (44. Minute). Nach der Pause brachte Woltemade die Gastgeber in Führung (72.), ehe der ehemalige Stuttgarter Tiago Tomás nur fünf Minuten später ausglich und Mohamed Amoura die Partie per verwandeltem Handelfmeter drehte (87.).

    Hoeneß hatte ungeachtet der fehlenden Erfolgserlebnisse vor den Niedersachsen gewarnt: „Das ist eine richtig gute Mannschaft. Sie haben sich zuletzt auf gutem Niveau stabilisiert. Es wird eine schwere Aufgabe.“ Besonders in der Anfangs- und in der Schlussphase zeigten die Wolfsburger, weshalb der Stuttgarter Trainer Recht hatte.

    Zumal seine eigene Mannschaft eher passiv startete. Der VfB rannte häufig hinterher und wagte erst nach einer Viertelstunde erste zaghafte Angriffsversuche über die sonst so gefährliche linke Seite mit den beiden Nationalspielern Chris Führich und Maximilian Mittelstädt. Doch immer wieder fehlte den Mitspielern bei Hereingaben die entscheidenden Zentimeter oder eine saubere Ballannahme.

    In der Defensive hatte Josha Vagnoman so seine liebe Mühe – vor allem mit dem quirligen VfL-Flügelspieler Patrick Wimmer. Nach einem Diagonalball entwischte der Österreicher seinem Gegenspieler, doch VfB-Abwehrchef Jeff Chabot rettete für den abgehängten Vagnoman in höchster Not (22.). Wenig später touchierte der Rechtsverteidiger der Schwaben Amoura im Strafraum, Tobias Welz reichte die Berührung allerdings nicht für einen Elfmeterpfiff. Ähnlich bewertete er die Situation nach einer halben Stunde, als Chabot nach einem ruhenden Ball zu Boden ging.

    Hasenhüttl verfolgte das Spiel unaufgeregt mit den Händen in den Taschen seiner langen Winterjacke. Schon im Vorfeld hatte er vermutet, dass der VfL auch mit einer ersatzgeschwächte Elf dem Vizemeister Paroli bieten würde. „Wir haben zwar wieder einen guten Gegner vor der Brust, aber wir sind auch nicht so schlecht und fahren da mit Selbstvertrauen hin“, hatte der 57-Jährige gesagt. Unter anderem musste er Kapitän Maximilian Arnold und Stammtorhüter Kamil Grabara ersetzen. Trotz der Ausfälle und fehlender Torschüsse zeigten die Gäste im ersten Durchgang einen ordentlichen Auftritt.

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    Auch nach dem Seitenwechsel fehlte den Gastgebern, die erstmals seit ihrem Aus in der Champions League und dem Weiterkommen im DFB-Pokal wieder eine komplette Trainingswoche absolvieren konnten, die nötige Konsequenz im letzten Drittel. Leweling prüfte Marius Müller, der im Nachfassen die Situation entschärfte (52.).

    Offensiv taten sich beide Mannschaften weiter schwer. Die Wolfsburger erweckten zeitweise den Eindruck, als könnten sie mit dem Punkt gut leben. Denn allzu großes Risiko wagten sie auch weiterhin nicht. Das wurde kurzzeitig bestraft. Der eingewechselte Woltemade ließ alle VfL-Abwehrspieler aussteigen und erzielte die Führung. Diese hatte allerdings nur fünf Minuten Bestand, denn auf der Gegenseite ärgerte Tomás seinen Ex-Klub. Dann zog Wimmer ab und traf den ausgestreckten Arm von Vagnoman. Den fälligen Strafstoß, den Welz nach Betrachtung der Bilder gab, verwandelte Amoura mit etwas Glück.

    Union Berlin unterliegt Borussia Mönchengladbach knapp

    Der Positivtrend des 1. FC Union Berlin ist schon wieder gestoppt. Die Eisernen kassierten daheim im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei ein 1:2 (0:2) gegen Europapokal-Anwärter Borussia Mönchengladbach. Mit schnellem und direktem Spiel legten die Gäste die Schwächen der Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart offen, die Tore für Gladbach erzielten Lukas Ullrich (10. Minute) und Tim Kleindienst (26.).

    Per Foulelfmeter gelang Andrej Ilic (63.) noch der Anschlusstreffer für die Berliner nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte. Für zumindest einen Punkt reichte es aber nicht. In der Tabelle verpassten es die Berliner, sich nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen weiter von den Abstiegsrängen abzusetzen. Die Gladbacher unterstrichen ihre Ambitionen auf den Einzug ins internationale Geschäft.

    Eines wollte Baumgart unbedingt wieder: In die neue Trainingswoche mit einem Lächeln wie nach dem Sieg zuvor auswärts gegen die TSG 1899 Hoffenheim starten. Sogar zwei Spiele nacheinander ohne Gegentor ließen die Eisernen zunächst auch recht resolut wirken. Sie versuchten, das Spiel zu machen. Und nach nur vier Minuten landete der Ball plötzlich auf der Latte des Gladbacher Tores. Außenverteidiger Robert Skov hatte es nach vorn gezogen, sein Kopfball sorgte für den ersten Aufreger-Moment.

    Doch jubeln konnten die Gäste ein paar Minuten später. Zu leicht ließen die Berliner die Borussen über deren linke Seite wirbeln. Ullrich leitete den Angriff selbst ein, nach einer Vorlage von Robin Hack drosch er den Ball vor dem Block der Union-Anhänger ins Tor – auf den Rängen herrschte kurz erst einmal Ruhe.

    Auch das frühe Verletzungs-Aus für Gladbachs Keeper Moritz Nicolas, für den Jonas Omlin von der Bank ohne großes Aufwärmen ins Tor musste, konnten die Gastgeber nicht nutzen. Stattdessen setzten sich die Borussen beim nächsten Treffer auf ihrer rechten Seite durch, Nationalspieler Kleindienst musste in der Mitte nur noch den Fuß hinhalten.

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    Und die Gastgeber konnten froh sein, mit nur zwei Gegentoren in die Pause zu gehen. Torwart Frederick Rönnow musste gleich mehrfach retten, bei einem Lattenkracher von Robin Hack nach einer herrlichen Ballannahme wäre aber auch er in der langen Nachspielzeit der ersten Hälfte geschlagen gewesen.

    Den Willen, die Partie wieder zu ihren Gunsten zu kippen, konnte niemand der Mannschaft von Baumgart absprechen. Dass die nun mit einer Dreierkette agierenden Berliner nach der Pause auf ein schnelles Tor drängen würden, damit dürfte Kollege Gerardo Seoane auch gerechnet haben. Probleme bekamen die Gäste dennoch. In der 54. Minute retteten die Gladbacher gerade noch mit vereinten Kräften nach einem 15-Meter-Schuss von Benedict Hollerbach.

    Nach einem Schubser von Kleindienst gegen den eingewechselten Tom Rothe zeigte Schiedsrichter Sven Jablonski auf den Elfmeterpunkt – allerdings erst nach mehrfacher Ansicht der Szene per Video. Ilic verwandelte den Strafstoß sicher. Zwar wurde es noch mal richtig spannend – ein Tor fiel trotz einer Riesenchance für Tom Rothe in der sechsminütigen Nachspielzeit aber nicht mehr.

    Freiburg siegt bei St. Pauli: Slapstick von Grifo, Pechvogel Treu

    Durch ein Eigentor kurz vor Schluss hat der FC St. Pauli ein emotionales Bundesliga-Heimspiel noch verloren. Begleitet von der Debatte um die Stadionhymne des Klubs und von dem Duell der beiden Eggestein-Brüder unterlag der Aufsteiger dem SC Freiburg mit 0:1 (0:0).

    Das Tor für den Tabellensechsten der Fußball-Bundesliga fiel erst in der 88. Minute, weil Philipp Treu einen Schuss von Christian Günter noch ins eigene Netz lenkte. Für die Freiburger war es im engen Rennen um die Europa-League-Plätze bereits der dritte 1:0-Sieg in Serie. Da fiel es am Ende auch nicht mehr ins Gewicht, dass Vincenzo Grifo kurz vor der Pause einen Foulelfmeter auf groteske Weise verschossen hatte (45.).

    Für den Aufsteiger aus Hamburg war es dagegen ein bitterer Nachmittag in einer angespannten Situation. Kurz nach dem 0:1 verletzte sich auch noch der amerikanische Neuzugang James Sands offenbar schwerer am Knie. Und diesmal war es am Millerntor auch schon vor dem Spiel laut geworden. Da begründeten Präsident Oke Göttlich und Sicherheitschef Sven Brux über die Stadionmikrofone die Entscheidung, zum ersten Mal seit 20 Jahren nicht mehr das Lied „Herz von St. Pauli“ vor einem Heimspiel des Kiezklubs zu spielen.

    Hintergrund ist die NS-Vergangenheit des Texters, die die Mitarbeitenden des Vereinsmuseums selbst recherchiert hatten. Seitdem diskutieren viele St.-Pauli-Fans, ob man das Lied im Stadion weiter einspielen oder dieses Ritual beenden solle. Die Reaktion vor dem Anpfiff war ähnlich zwiegespalten: Ein Teil der Anhänger applaudierte, ein anderer Teil pfiff den Präsidenten sogar aus.

    Zwischen St. Paulis Johannes und Freiburgs Maximilian Eggestein ging es da deutlich harmonischer zu. Beide wuchsen in Hannover auf, beide wurden bei Werder Bremen ausgebildet – und beide hatten es in diesem Spiel gleichermaßen schwer. Gegen die überlegenen Freiburger bekam St. Paulis Eggestein als einsamer Mittelstürmer nur selten den Ball. Gegen kompakt verteidigende Hamburger wiederum tat sich Freiburgs Eggestein als Spielgestalter ebenfalls schwer. Nur selten war einmal eine Lücke in diesem Abwehrverbund zu finden.

    Die Gäste hatten trotzdem die deutlich besseren Chancen. In der 13. Minute tauchte Ritsu Doan auf einmal allein vor Nikola Vasilj auf, scheiterte aber mit einem zu unpräzisen Schuss am starken St.-Pauli-Torwart. Ein Freistoß von Grifo flog nur knapp über das Tor (43.) und dann folgte der Slapstick-Elfmeter des 31-Jährigen: Locker, lässig lief Grifo an und wollte den Ball in die Mitte des Tores lupfen. Doch da stand Vasilj und hätte den auch mit einer Mütze fangen können.

    Beim FC St. Pauli gehören insgesamt vier ehemalige Freiburger zum Kader und auch der Sportchef Andreas Bornemann spielte und arbeitete früher einmal für den SC. Der Stadionsprecher stellte die Hamburger deshalb auf launische Weise als „Badischer FC“ vor, aber die besondere Kenntnis der Freiburger Spielweise half dem Aufsteiger kaum.

    Offensiv blieb St. Pauli auch nach der Pause harmlos. Die meisten vielversprechenden Konterchancen wurden zu überhastet abgeschlossen. Auch bei einer Schlussoffensive in den letzten zehn Minuten kam bis auf eine gute Kopfballchance für Jackson Irvine (85.) nichts heraus. Aber auch die dominanten Freiburger nutzten ihre Möglichkeiten lange Zeit nicht. In der 57. Minute trat erneut Grifo an: diesmal zum Freistoß und diesmal auch mit Schmackes. Aber wieder hielt Vasilj stark.



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