Schlagwort: Bremen

  • SV Werder Bremen hinkt bei Standards eigenen Ansprüchen

    SV Werder Bremen hinkt bei Standards eigenen Ansprüchen


    Das Raunen war eigentlich schon kein Raunen mehr. Auf den Rängen des Weserstadions war das pure Entsetzen zu spüren, eine gewisse Fassungslosigkeit machte sich breit. Auch Pfiffe waren vereinzelt zu vernehmen. Da musste also schon Spezielles passiert sein. War es auch, aber im negativsten aller Sinne. Auslöser war Derrick Köhn.

    Der 26-Jährige trat in der Schlussphase des Heimspiels gegen den VfL Wolfsburg (1:2) zur Ecke an. Nicht nur einmal, sondern binnen zweier Minuten gleich vier Mal. Und der Flügelspieler des SV Werder Bremen brachte bei drei Versuchen davon das „Kunststück“ fertig, mit dem Ball direkt auf den ersten Gegenspieler im Strafraum zu flanken. Das sah für einen Fußball-Profi nicht nur erschreckend schwach aus, sondern ließ eine rechtzeitige Aufholjagd der Bremer im Keim ersticken und manifestierte die Tatsache, dass sich Werder in dieser Saison bei Standards richtig schwertut.

    Fritz: “Unsere Standards waren zuletzt nicht gut”

    „Man muss ganz klar sagen: Unsere Standards waren zuletzt nicht gut“, räumt auch Fußball-Chef Clemens Fritz ohne Umschweife ein. „Da sind zu viele Bälle am ersten Mann hängen geblieben. Das ist ärgerlich, weil Standards gerade in schwierigen Phasen enorm wichtig sind.“

    Dazu genügt ein Blick auf die vergangene Spielzeit. Satte 15 Tore hatten die Bremer da nach ruhenden Bällen fabriziert, in der laufenden Serie sind es bislang gerade einmal vier gewesen. Nicht selten wurde Marvin Ducksch, der im Normalfall die Ecken oder Freistöße seines Teams ausführt, zum Sündenbock für die Durststrecke gemacht. Nicht wenige Fans wünschen sich schon länger eine Alternative. In Abwesenheit des erkrankten Romano Schmid und verletzten Marvin Ducksch zeigt sich aber, dass eine verlässliche Option offenkundig nicht im Kader existiert.

    Was nicht nur sportliche, sondern eben auch emotionale Konsequenzen hat, wie der vergangene Sonnabend gezeigt hat. „Du hast gegen Wolfsburg gemerkt, wie durch schwache Standards Unruhe ins Stadion kommt, was uns natürlich überhaupt nicht hilft“, meint auch Clemens Fritz. „Es ist eine Thematik, die wir ansprechen werden. Da müssen wir uns steigern.“

    Werder hat Chancen nicht verwandelt

    Insbesondere in der jetzigen Situation, wo es der Mannschaft spielerisch alles andere als leicht von der Hand geht. Gelegenheiten waren jedenfalls genügend da: Gegen Wolfsburg gab es allein acht Eckstöße für Werder, auch zuvor gegen Bielefeld (8), Freiburg (7) oder Hoffenheim (6) hatte die Elf von Trainer Ole Werner diesbezüglich ein deutliches Übergewicht gegenüber der Konkurrenz – und machte viel zu wenig daraus.

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  • SV Werder Bremen 0:0 Bayer 04 Leverkusen

    SV Werder Bremen 0:0 Bayer 04 Leverkusen


    Auf dieser Seite findet ihr vor jedem Spieltag die Voraussichtliche Aufstellung für SV Werder Bremen. Wir aktualisieren diese Vorschau bei jeder relevanten Neuigkeit. Zusätzlich geben wir zu jedem Spieler den Spielerstatus an. Bei Spielern, deren Einsatz auf der Kippe steht, ist zusätzlich eine Alternative angegeben. Diese muss nicht immer genau der Idealposition des Spielers entsprechen, da sich durch einen Wechsel auch taktische Veränderungen

    ergeben können. Für jeden Spieler in der Voraussichtlichen Aufstellung seht ihr als kleinen Balken auf der linken Seite die Einsatzbilanz der letzten fünf Spiele in dem jeweiligen Wettbewerb: Stand der Spieler in der Startelf? Wurde er eingewechselt? Die Legende unten links enthält weitere Information. Wenn ihr mit der Maus über den Balken fahrt, erhaltet ihr zusätzliche Infos zum Gegner, geschossenen Toren, Karten oder Vorlagen.



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  • Werder Bremen in der Krise: Weisers Treffer als

    Werder Bremen in der Krise: Weisers Treffer als


    Es waren bitterliche Tränen gewesen, die Mitchell Weiser in der vergangenen Woche geweint hatte. Kurz nach dem Abpfiff in Bielefeld konnte er sie nicht mehr zurückhalten, wischte sich noch auf dem Rasen mehrfach durch die feuchten Augen. In jenem Moment, in dem unweigerlich feststand, dass ein großer Traum geplatzt war und die ganze Schwere dieser Erkenntnis schmerzlich in die Glieder sickerte. Viel zu simpel war die Chance auf das Endspiel in Berlin hergegeben worden, weil beim SV Werder Bremen gerade nichts so läuft, wie es soll. Das Pokal-Aus tat weh, nicht nur ihm. „Für uns alle ist es gerade einfach nicht schön, das macht uns alle traurig und wütend“, sagte Weiser nun mit ein paar Tagen Abstand. Da hatte der 30-Jährige gerade den nächsten sportlichen Schlag in die Magengrube zu verkraften, denn mit seiner Mannschaft hatte er auch gegen Wolfsburg in der Liga verloren. Zwar hatte Weiser dabei mal wieder ein Tor erzielt, doch auch diese Partie zeigte abermals, dass es dem Rechtsaußen genauso geht wie manch anderem Kollegen im Team: Das Selbstverständnis ist nicht da, die Topform ein gutes Stück entfernt. Nur wenn das einem Mitchell Weiser passiert, dann trifft es Werder ganz besonders hart.

    Weiser erhält Zuspruch von Sportchef Fritz

    „Ich habe mich für ihn gefreut, dass er das Tor macht, auch wenn es uns am Ende keine Punkte mehr gebracht hat“, sagt Fußball-Chef Clemens Fritz im Gespräch mit unserer Deichstube. „Mitch ist ein unheimlich ehrgeiziger Spieler, für den die vergangenen Wochen auch nicht einfach waren. Ein persönliches Erfolgserlebnis kann da helfen, um sich Selbstvertrauen zurückzuholen.“ Zuletzt war es vor allem die Unzufriedenheit, die wuchs. Weiser war oft dabei zu sehen, wie er an der Seitenlinie lamentierte, verzweifelt die Arme hob, den Kopf schüttelte oder gar abwinkte. Zuletzt war die Körpersprache wieder deutlich besser, insofern stellte die Wolfsburg-Partie eine deutliche Steigerung da – nicht nur, aber auch wegen seines Treffers.

    Zu einem Lächeln reichte das beim gebürtigen Troisdorfer aber nicht. „Das war auf jeden Fall mal ein besseres Spiel von uns – vom Einsatz, von den Chancen her, die wir herausgespielt haben“, gab er zu Protokoll. „Aber es war zu wenig.“ Mitchell Weiser hat noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass er groß denkt, viel erreichen möchte. Im Verein, gern auch noch bei der algerischen Nationalmannschaft. Doch das ist ein anderes, nicht minder kompliziertes Thema. Eines, das ihn zusätzlich belastet? Möglich. Grundsätzlich erweckt der Rechtsfuß allerdings nicht den Eindruck, sich mit zu vielen Nebenthemen zu befassen. Was in den sozialen Medien rund um Werder und seine Person passiert, ist ihm relativ egal, auch Zeitungsartikel studiert er nach eigener Aussage nicht großartig, wenn sein Name mal etwas größer gespielt wird. Er will einfach kicken. Möglichst gut. Und mit ambitionierten Zielen.

    Im vergangenen Sommer hatte Weiser seinen Vertrag an der Weser verlängert, als nicht unwahrscheinlich war, dass er womöglich noch einmal ein anderes Abenteuer in Angriff nehmen würde. Weil er sich selbst eigentlich in anderen sportlichen Sphären als im grauen Mittelfeld oder gar Abstiegskampf der Bundesliga verortet. So hatte Weiser auch einmal über seinen von einigen Selbstzweifeln begleiteten Wechsel zum damals noch in der 2. Bundesliga spielenden SVW gesagt: „Ich hätte mir nie träumen lassen, dass es so schön wird.“ Unter Trainer Ole Werner, den er für sich persönlich als „absoluten Glücksfall“ bezeichnet, nahm Weisers Karriere wieder Fahrt auf, Werder setzte mehr und mehr auch spielerische Akzente auf dem Platz. Das gefiel ihm. „Wir hacken nicht rum, wir ergaunern uns nichts“, fasste es der Flügelspieler einmal zusammen. Wer diese Worte wirken lässt, versteht umso besser, wie groß die Wut und der Schmerz aktuell für ihn sein müssen, dass es in Bremen nicht mehr läuft.

    Anspruch und Realität klaffen auseinander

    Am Engagement mangelt es Mitchell Weiser nicht. Mit ganz seltenen Ausnahmen versucht er immer, dem Spiel wichtige Impulse zu geben – nur verrannte er sich dabei zuletzt auch häufiger. Weil es in der Mannschaft insgesamt hakt, die nötige Unterstützung mitunter fehlt. Oder wie es Milos Veljkovic, der schon einige grün-weiße Täler durchschritten hat, am Samstag ganz treffend formulierte: „Die letzten Wochen, das waren nicht wir. Das war nicht Werder Bremen – das war nicht wie in der Hinrunde.“ Anspruch und Realität klaffen derzeit ordentlich auseinander, diese Lücke gilt es zu schließen. Für die Mannschaft im Allgemeinen und jeden Spieler im Speziellen.

    Mitchell Weiser hat mit seinem Treffer womöglich einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht, sich das besagte Selbstbewusstsein portionsweise zurückgeholt. „Manchmal geht das auch über Kleinigkeiten. Deshalb können wir aus dem Wolfsburg-Spiel auch insgesamt positive Elemente mitnehmen“, meint Clemens Fritz. „Sicherlich war die Mannschaft anfangs verunsichert, und da hat das frühe Gegentor nicht geholfen. Danach haben wir uns aber Lösungen erarbeitet und ein gutes Spiel gemacht. Was uns noch fehlt, ist die Effizienz. Insgesamt war es für mich trotz des Ergebnisses ein Schritt nach vorne.“

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  • Werder Bremen: Nach Agu-Comeback! Was macht Werder mit

    Werder Bremen: Nach Agu-Comeback! Was macht Werder mit


    „Felix ist voll im Konkurrenzkampf. Er hat Gas gegeben und versucht, anzuschieben. Er ist auf einem guten Weg, zurück zu alter Stärke zu kommen. Dass er noch nicht bei 100 Prozent ist, ist normal.“

    Mit seiner Startelf-Rückkehr wirbelte Werders Außenbahnspieler Felix Agu (25) die ohnehin große Konkurrenzsituation auf seiner Position erneut auf. Das sieht auch Profi-Boss Peter Niemeyer (44) in BILD so.

    Torwart brutal getroffen: Arm und Gesicht kaputt getreten

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    Quelle: BILD/ MAXSport03.03.2025

    Schon im Sommer hatten sich die Bremer durch Derrick Köhn (26, Leihe Galatasaray Istanbul) verstärkt, im Winter nach der Verletzung von Stammspieler Agu mit Issa Kaboré (23, Leihe Manchester City) nachgelegt. Seitdem hatten sowohl Köhn als auch Kaboré immer wieder gut funktioniert.

    Nun ist Agu zurück. Wie verändert das die Situation für die beiden Profis?

    Werder Bremen: Zukunfts-Gedanken um Köhn und Kaboré

    Niemeyer: „Wir möchten vier gute Außenbahnspieler haben, um einen Konkurrenzkampf und Alternativen auf hohem Niveau zu haben. Jeder kann Werbung für sich machen.“

    Weiser, Agu, Kaboré, Köhn und Olivier Deman (25/Royal Antwerpen), der Stand jetzt von seiner Leihe zurückkehrt – wäre einer zu viel. Kaboré möchte sesshaft werden, ob City mitspielt, ist offen. Für Köhn besitzt der Klub eine Ausstiegsklausel (5,125 Mio. Euro).



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  • Werder Bremen mit Sandwich-Hoffnung nach Leverkusen!

    Werder Bremen mit Sandwich-Hoffnung nach Leverkusen!


    Mitten in der Ergebnis-Krise mit fünf Pflichtspiel-Niederlagen in Folge muss Werder am Wochenende zu Bayer Leverkusen (Sa., 15.30 Uhr).

    Die Hoffnung, die Saison ausgerechnet beim Deutschen Meister wieder auf Kurs zu bringen, dürfte schmal sein. Aber einen kleinen Vorteil könnte der Spieltermin für die Bremer haben.

    Denn Leverkusen steht im Achtelfinale der Champions League und trifft auf einen besonders brisanten Gegner: Bayern München.

    Nach Millionen-Auszug: Europameister liebt dieses Luxus-Detail

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    Quelle: Instagram: cucurella303.03.2025

    Am Mittwoch (21 Uhr) steigt das Hinspiel in München, eine Woche später das Rückspiel – und mittendrin kommt Werder.

    Werder Bremen: Sandwich-Hoffnung in Leverkusen!

    Möglich, dass der mentale Fokus der Leverkusener mehr auf der Champions-League-Begegnung als auf dem Liga-Spiel liegt.

    „Ich glaube, dass ein Verein wie Bayer Leverkusen so aufgestellt ist, dass sie beides sehr gut bewerkstelligt bekommen“, sagt Profi-Boss Peter Niemeyer dazu in BILD. Der Chef möchte sich natürlich nicht auf die Mini-Möglichkeit verlassen.



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  • Werder Bremen: „Wäre ein Brustlöser!“ Wann explodiert

    Werder Bremen: „Wäre ein Brustlöser!“ Wann explodiert


    Fünfmal schoss André Silva (29) am Samstag für Werder gegen Wolfsburg (1:2) aufs Tor. Zwei Großchancen hatte der Leihstürmer von RB Leipzig – ein Treffer blieb allerdings schon wieder aus.

    Nach seinem Winterwechsel hapert es bei Silva. Der Profi bleibt nur ein halbes Jahr Bremen, sollte die Zeit nutzen und die Mannschaft nach vorn bringen – Zählbares kam dabei allerdings bislang nicht herum.

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    Quelle: BILD/ TUDN México03.03.2025

    „Wenn man sich die Spielleistung anschaut, haben die Stürmer richtig Alarm gemacht. Sie haben die anderen mitgezogen, haben Präsenz im Sechzehner gezeigt“, sagt Profi-Boss Peter Niemeyer zu BILD. „Ein Tor muss jetzt der nächste Schritt sein. Das wäre dann ein Brustlöser, der andere Kräfte freisetzen kann.“

    Werder wartet auf den Silva-Brustlöser!

    In fünf Werder-Einsätzen ging der Ball bisher nicht ins Netz. Das wurmt nicht nur die Fans, sondern auch den Spieler.

    „Ich glaube schon, dass er sich selbst Druck macht“, sagt Niemeyer. „Er möchte zum Tor-Erfolg kommen und der Mannschaft etwas geben. Er hat sich gut integriert, tritt fokussiert auf. Und jetzt muss er weiter so investieren, wie am Wochenende. Dann wird der Moment kommen, in dem er trifft.“



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  • Mitglieder-Rekord bei Werder Bremen! Doch der Club will

    Mitglieder-Rekord bei Werder Bremen! Doch der Club will


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    Persönliche Auszeichnung: (von links) Axel Plaat (Aufsichtsratsmitglied), Hubertus Hess-Grunewald (Präsident) und Claudi Lasch (Vize-Präsidentin) posieren mit Torben Batterman, dem 60.000. Mitglied des SV Werder Bremen.
    Persönliche Auszeichnung: (von links) Axel Plaat (Aufsichtsratsmitglied), Hubertus Hess-Grunewald (Präsident) und Claudia Lasch (Vize-Präsidentin) posieren mit Torben Battermann, dem 60.000. Mitglied des SV Werder Bremen. © gumzmedia

    Der Mitglieder-Boom beim SV Werder Bremen geht weiter. Wie das 60.000. Mitglied ausgezeichnet wurde und wie es weitergehen soll.

    Bremen – Eigentlich war es ein Tag, an dem es für den SV Werder Bremen nicht viel zu feiern gab. Eigentlich. Denn noch ehe am Samstagnachmittag die 1:2-Heimniederlage gegen Wolfsburg ihren Lauf nahm, war es im Weserstadion zeremoniell geworden. Der Grund: Der Verein durfte sein inzwischen 60.000 Mitglied begrüßen. Torben Battermann heißt der gute Mann, der die Schallmauer hat durchbrechen lassen und dafür im Vorlauf der Partie gesondert ausgezeichnet wurde. Den grün-weißen Mitgliederschal hatte der Werder-Fan um den Hals gewickelt, ehe er aus dem Spielertunnel geschritten kam und klatschend die Hände über den Kopf hob. „Für mich geht hier gerade ein Traum in Erfüllung“, sagte er Sekunden später.

    Werder Bremen verzeichnet Mitglieder-Rekord – und träumt von mehr

    Werder Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald gehörte zu den ersten Gratulanten, überreichte Battermann ein Trikot, auf dessen Rücken etwas konstruiert „60“ und darunter „Tausend“ zu lesen war. Und der 64-Jährige hoffte, dass es noch viele Nachahmer geben wird, die dem Beispiel von Torben Battermann folgen werden. „60.000 Mitglieder – das ist historisch, aber noch nicht das Ende“, betonte Hess-Grunewald. „Ich habe ja einmal die Vision geäußert, dass wir 100.000 Mitglieder schaffen wollen. Im vergangenen August waren es noch 50.000, und ich habe die Hoffnung, dass wir Ende des Jahres die 70.000 schaffen werden.“

    Auch der Kids-Club des SV Werder Bremen, wo die jungen Anhänger im Alter zwischen sechs und 13 Jahren als aktive oder fördernde Mitglieder eine Heimat haben, wächst und wächst. Inzwischen sind dort 2300 Kinder registriert, die von Reisen zu Auswärtsfahrten, besonderen Heimspielerlebnissen oder Treffen mit anderen Kids-Clubs der Bundesliga profitieren – Tendenz steigend. Der SVW hat also auch in sportlich schwierigen Zeiten Magnetwirkung. Aus diesem Grund richtete Hubertus Hess-Grunewald noch einmal einen Appell an potenzielle Neu-Einsteiger jeden Alters: „An alle, die jetzt mit dem Gedanken spielen: Eine Mitgliedschaft ist das stärkste Commitment, das man für den SV Werder abgeben kann, und ich fordere jede und jeden auf, Mitglied zu werden, damit wir viele sind in der grün-weißen Familie.“ (mbü)



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  • Bremen im Sturzflug: Warum die sonst so heile

    Bremen im Sturzflug: Warum die sonst so heile


    Stand: 02.03.2025 11:00 Uhr

    Werder Bremen schwächelt und ist der schlechteste Fußball-Bundesligist des Jahres. Viele Fans haben die “Schnauze voll” von sich zoffenden Spielern und Missgunst im Team. Warum mündeten die Europacup-Hoffnungen an der Weser in eine handfeste Krise? Eine Analyse.

    von Andreas Bellinger

    Werder ist im Sinkflug – und die Bremer Fans bringen es auf einen einfachen Nenner: “Wer dieses Trikot trägt, muss sich zerreißen.” Es muss schon einiges passiert sein, wenn die “Green White Wonderwall” im Weserstadion bröckelt und die geduldigen Anhänger Willen, Kampf und Mentalität von ihrer Mannschaft derart vehement einfordern.

    “Wir wissen, was wir an den Fans haben”, sagte Mitchell Weiser kleinlaut. Gegen den VfL Wolfsburg (1:2) machte er das Tor für Werder, was die wütende Grundstimmung allerdings kaum milderte.

    “Wir sind eine Gruppe von Alphatieren. Da ist es manchmal so, dass es Probleme gibt.”
    Niklas Stark, stellvertretender SVW-Kapitän

    Binnen weniger Wochen sind die Grün-Weißen schließlich aus allen Träumen vom Europapokal gerissen worden. Nach der fünften Pleite am Stück – und nur einem Sieg in den zehn Pflichtspielen des neuen Jahres – ist die Euphorie der Hinserie verflogen. Frust, Ratlosigkeit und mitunter sogar Abstiegsangst machen sich breit. Auch, weil interne Streitereien und Eifersüchteleien die Stimmung trüben. Wie konnte es in der sonst notorisch heilen Werder-Welt so weit kommen?

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    Wolfsburgs Patrick Wimmer bejubelt einen Treffer. © IMAGO / regios24

    Der Österreicher sorgt für einen schmeichelhaften Erfolg des VfL an der Weser. Werder vergibt reihenweise Topchancen und verliert zum fünften Mal in Folge.
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    “Wir sind eine Gruppe von Alphatieren”, sagte Niklas Stark, der den verletzten Marco Friedl als Abwehrchef und Kapitän momentan vertritt. “Da ist es manchmal so, dass es Probleme gibt.” Eine einfache Erklärung, die weder der Tragweite noch der Ernsthaftigkeit der entstandenen Defizite gerecht wird. Wenn sich Spieler auf dem Platz zoffen, muss das nicht zwingend dramatisch sein.

    Wenn Spieler aber offensichtlich nicht mehr bereit sind, Fehler des Nebenmannes auszubügeln, wenn nicht mehr alle an einem Strang ziehen, geht es zu Lasten der Gruppe – und des Erfolgs. Wie es heißt, soll es gerade zwischen den erfahreneren Spielern rumoren.

    Trainer Werner übt öffentlich Kritik

    Cheftrainer Ole Werner deutete an, dass es Unstimmigkeiten schon in den vergangenen zweieinhalb Jahren seines Wirkens an der Weser gegeben habe: “Die kommen immer mal wieder, wenn die Ergebnisse ausbleiben.” Neu – und der Dringlichkeit angemessen – ist allerdings der öffentliche Diskurs des 36-Jährigen. Wenn notwendige Dinge manchmal auch etwas härter angesprochen würden, habe er nichts dagegen. “Das ist manchmal sogar ganz gut. Entscheidend ist, dass man trotzdem auf dem Platz alles füreinander tut. Und bereit ist, den anderen, der einen Fehler gemacht hat, zu unterstützen.”

    Ungewohnt offene Töne am Bremer Osterdeich, die offenbar Wirkung zeigen. Die Mannschaft präsentierte sich im Duell der Pokal-Pleitiers gegen Wolfsburg – Werder hatte bei Drittligist Bielefeld verloren, der VfL in Leipzig – jedenfalls geeint. Mitunter sogar als Team. Dass ein dummer Fehler von Keeper Michael Zetterer und ein Traumtor des doppelt erfolgreichen Patrick Wimmer die Niederlage besiegelten, war unter dem Strich unglücklich. Ein weiteres vergeigtes Heimspiel zementierte zugleich aber, dass Werder nach nur fünf Punkten in neun Partien der schlechteste Bundesligist dieses Jahres bleibt.

    Am 15. Spieltag, kurz vor Weihnachten 2024, waren die Grün-Weißen mit 25 Punkten noch Tabellen-Siebter. Jetzt, zehn Spieltage vor Ende der Saison, belegt Werder mit 30 Punkten Rang zwölf – 13 Zähler vor dem Relegationsplatz. 

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    Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv © Colourbox Foto: -

    Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick.
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    Burke nach zwei Jahren wieder von Beginn an

    “Heute war das Auftreten der Mannschaft positiv”, erkannte Werner – trotz aller Unzulänglichkeiten im Abschluss gegen Wolfsburg – einen zarten Silberstreif am Horizont. Auch das Spielerische lobte er. “Das Einzige, was uns heute gefehlt hat, war, die gleiche Effektivität wie der Gegner.” Tatsächlich erlebten die 41.152 Zuschauer im Weserstadion einen anderen, einen frischen Geist und Zusammenhalt in der Mannschaft, die nicht nur nominell einen anderen Eindruck hinterließ.

    Der verletzte Marvin Ducksch wurde nach schwachen Leistungen in den vergangenen Wochen kaum vermisst. Neben dem zum fünften Mal wegen seiner Knie-Blessur fehlenden Friedl mussten auch die erkrankten Romano Schmid und Marco Grüll ersetzt werden. Einer der Nutznießer war Oliver Burke, der nach zwei Jahren mal wieder von Beginn an spielen durfte. Er brachte wie André Silva frischen Wind, obwohl auch sie wiederholt am bärenstarken “Wölfe”-Torhüter Marius Müller scheiterten.

    Schwachstellen: Immer gleiche Strukturen, kaum veränderter Kader

    Dennoch zahlte es sich aus, dass Werner – endlich! – mutiger aufstellte. Das Verharren in den immer gleichen Strukturen dürfte ein Schwachpunkt sein, den Fans und viele Kritiker beharrlich bemängeln. Dass Ducksch, um nur ein Beispiel herauszugreifen, in Topform unverzichtbar für Werder ist, dürfte jeder unterschreiben. Doch ein Ducksch in der Form der vergangenen Wochen ist kein Spieler, der den oft beschriebenen “Unterschied ausmacht”.

    Aber es ist nicht nur Ducksch, der auf rätselhafte Weise weit hinter seiner Normalform bleibt. Und das zeigt eine weitere Schwachstelle. Der Kader blieb vor der Saison weitgehend unverändert. Das zahlt auf etablierte Abläufe und Mechanismen ein, nicht aber auf neue Impulse und einen gesunden Konkurrenzkampf.

    Fritz: Trainer Werner steht nicht zur Diskussion

    Ein Kreativspieler als Pendant zu Romano Schmid wurde nicht geholt – oder konnte aus finanziellen Gründen nicht geholt werden. Die “Leihen” von Leipzig-Stürmer Silva und Issa Kaboré (Manchester City) waren ob der finanziellen Notwendigkeiten aus der Not heraus geboren. Wohlwissend, dass die Integration meist dauert, wie zuletzt bei Jens Stage und Senne Lynen erlebt.

    Trainer Werner sitzt gleichwohl fest im Sattel. Bei allem Unmut bei den grün-weißen Anhängern, rüttelt bei Werder niemand an seiner Position. “Das Trainer-Thema können wir direkt zumachen”, betont Geschäftsführer Clemens Fritz. “Er steht bei uns überhaupt nicht zur Diskussion.” Dabei gehört zur Wahrheit, dass der Nachfolger von Frank Baumann im neuen Job ebenso unter Druck steht wie Peter Niemeyer, der Fritz’ Job als Profifußball-Chef in dieser Saison übernommen hat.

    Herkules-Aufgabe bei Meister Leverkusen

    Überlegt, ruhig und gelassen hat der Schleswig-Holsteiner Werner in seinem ersten Jahr am Osterdeich den Aufstieg geschafft, und darauf folgende schwierige Phasen souverän gemeistert. Dass die derzeitigen Probleme und der drohende Niedergang an ihm nagen, ist dem Cheftrainer unter seiner Werder-Kappe nicht anzumerken.

    Nun aber muss er beweisen, dass er eine verunsicherte Mannschaft aufrichten und zurück in die Erfolgsspur bringen kann. Trotz aller Widernisse mit Verletzungen, Formdellen sowie spielerischer und mentaler Mängel soll ihm das nun ausgerechnet am Sonnabend bei Meister Bayer Leverkusen (15.30 Uhr, im NDR Livecenter) gelingen. Eine Herkulesaufgabe.

    Dieses Thema im Programm:

    Sportclub |
    02.03.2025 | 23:25 Uhr

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  • Fußball-Bundesliga – Trotz Torwart-Gala: Müller bleibt

    Fußball-Bundesliga – Trotz Torwart-Gala: Müller bleibt


    Bremen (dpa) – Nach seiner Torwart-Gala beim 2:1 in Bremen ließ sich Marius Müller gebührend von den mitgereisten Fans feiern. Der frühere Schalker tanzte ausgelassen vor der Gäste-Kurve, nachdem er dem VfL Wolfsburg mit zahlreichen Paraden den Sieg gerettet hatte. Nur Bremens Mitchell Weiser gelang es, Müller in der Schlussminute zu überwinden. In Gefahr geriet der wichtige Dreier aber nicht mehr.

    „Es tut gut, solche Momente zu erleben“, sagte Müller später zurückhaltend. „Ich genieße es einfach. Ich genieße jeden Augenblick, jede Sekunde und jedes Training“, sagte der 31-Jährige, der seit Sommer beim VfL unter Vertrag steht.

    Grabara bleibt Stammtorwart

    Hinter Kamil Grabara ist Müller bei den Niedersachsen die Nummer zwei. Doch seit der polnische Torwart verletzt ausfällt, steht Müller zwischen den Pfosten – und zeigt mit starken Leistungen, dass er das Zeug zur Nummer eins hat.

    Bleibt Müller also auch im Tor, wenn Grabara wieder fit ist? Darauf hatte Wolfsburgs Trainer Ralph Hasenhüttl eine zwar verblümt formulierte, aber doch klare Antwort. „Marius bleibt die Nummer 1b. Nummer 1a bleibt Kamil. Er hat uns in dieser Spielzeit auch bereits einige Spiele gewonnen und bewiesen, dass er eine klare Nummer 1 ist“, sagte Hasenhüttl.

    © dpa-infocom, dpa:250302-930-391246/1



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  • Werder Bremen: Torwart patzt: Macht Nagelsmann Zetterer

    Werder Bremen: Torwart patzt: Macht Nagelsmann Zetterer


    Schon wieder hat ein krasser individueller Fehler Werder auf die Verliererstraße gebracht.

    Beim 1:2 in Bielefeld war es Julian Malatini, der mit seinem Ballverlust Arminias Führung und das Pokal-Aus einleitete. Beim 1:2 gegen Wolfsburg leistete sich Michael Zetterer (29) vor der frühen Führung der Gäste einen Schnitzer. Bremens Keeper schob bei einer Ecke VfL-Stürmer Wind aus dem Fünfmeter-Raum, kam dann zu spät zu Torschütze Wimmer, der den Ball mit dem Hintern ins Tor beförderte – 0:1 (6.). Während Wolfsburgs Torwart Marius Müller einen Sahne-Tag erwischte, griff Zetterer daneben. Schon nach 18 Sekunden hatte er beinahe den Ball an Wolfsburgs Amoura vertändelt.

    Trainer Ole Werner: „Das 0:1 ist ein Fehler, der uns so nicht passieren sollte.“ Profi-Chef Peter Niemeyer: „Zum Fußball gehören Fehler. Das Selbstbewusstsein ist aktuell nicht so da.“ Auch nicht bei Werders Nr. 1, dessen Einsatz wegen Grippe-Symptomen lange fraglich war.

    Was macht Zetterer da?: Werders Horror-Start

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    Quelle: Bild01.03.2025

    Macht Nagelsmann Zetterer zum Zitterer?

    Schon in den vergangenen Spielen zeigte Zetterer nicht mehr die teils herausragenden Leistungen der Hinserie, die ihn sogar von der Nationalmannschaft träumen ließen. Es soll in der Hinrunde sogar Kontakt zum DFB-Team rund um Nationaltrainer Julian Nagelsmann gegeben haben, der ihm Hoffnung auf eine Nominierung gemacht hat.

    „Der Traum ist ständig da, wenn man damit mal in Verbindung gebracht wurde. Ich versuche, Spiel für Spiel Werbung in eigener Sache zu machen“, sagt Zetterer.



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