Der 24. Spieltag in der Fußball-Bundesliga steht an und BVB-Trainer Niko Kovac hat zwei brisante Startelf-Entscheidungen getroffen.
BILD verrät sie und alle weiteren Infos und Aufstellungen, die Fans wissen müssen!
Die brisanten Startelf-Entscheidungen von Dortmund lesen Sie nur mit BILDplus – erfahren Sie u.a., ob Brandt nach seiner Rückkehr sofort wieder in die Startelf rückt und wie Leverkusen beim Topspiel in Frankfurt antreten wird!
Eine direkte Rückkehr in die Startelf von Borussia Dortmund ist bei Julian Brandt nach auskurierter Muskelverhärtung nicht in Stein gemeißelt. Der offensive Mittelfeldspieler, der das furiose 6:0 gegen Union Berlin angeschlagen verpasste, könnte im Bundesliga-Spiel gegen St. Pauli noch etwas geschont werden. Trainer Niko Kovač trat auf der Pressekonferenz zumindest etwas auf die Bremse.
„Jule hatte ein wenig Muskelprobleme, sodass wir Vorsicht haben walten lassen“, so der Coach einen Tag vor dem Aufeinandertreffen mit den Hamburgern. „Jetzt ist er wieder dabei. Er ist für morgen eine Alternative, aber wir müssen schon gucken, wie wir es machen, weil so eine Muskelgeschichte schon nicht ganz ungefährlich ist.“
Somit scheint sowohl ein kurzgehaltener Startelfeinsatz als auch eine Jokerrolle im Laufe des Spiels im Bereich des Möglichen zu liegen. „Da werden wir die richtigen Entscheidungen treffen müssen, auch im Hinblick auf die nächsten Spiele. Nicht, dass wir ein zu großes Risiko gehen.“
Alternativ könnten Giovanni Reyna oder auch Carney Chukwuemeka in der ersten Elf auflaufen. Bei Chelsea-Leihgabe Chukwuemeka soll laut Angaben der Ruhr Nachrichten jedoch noch ein Defizit in Sachen Fitness vorliegen.
LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren
Ein Umbruch bei Borussia Dortmund im Sommer ist unumgänglich. Die Frage ist nur: Wie heftig fällt er aus? Auch wenn die Mannschaft zuletzt eine 6:0-Gala gegen Union Berlin feierte, täuscht das nicht über eine streckenweise katastrophale Saison hinweg.
Daher wird bei Borussia Dortmund nach der aktuellen Spielzeit einiges auf dem Prüfstand stehen. Das betrifft offenbar auch zwei der Leitwölfe des Teams. Die Zukunft von Emre Can und Julian Brandt ist keinesfalls in Stein gemeißelt.
Borussia Dortmund muss sich entscheiden
In dieser Rückrunde kann es Sebastian Kehl in Sachen Vertragsverlängerungen noch entspannt angehen lassen. Lediglich die Verträge der beiden U23-Keeper Marcel Lotka (hier mehr zu ihm lesen) und Silas Ostrzinski laufen Ende Juni aus. Und doch steht der BVB-Sportdirektor vor einer entscheidenden Frage: Was machen mit den großen Stars, die aber nicht so richtig performen?
+++ Ex-BVB-Star treibt Fans die Tränen ins Gesicht +++
2026 laufen unter anderem die Verträge von Emre Can, Julian Brandt und Niklas Süle aus – allesamt Top-Verdiener bei Borussia Dortmund. Die Frage ist: Will der BVB sie behalten, oder nutzt man im Sommer die letzte Möglichkeit und macht die Spieler auf dem Transfermarkt zu Geld?
Gespräche liegen noch auf Eis
Insbesondere beim Führungsduo ist man sich darüber aktuell wohl uneins. So berichtet die „Bild“, dass sich die Verantwortlichen bei der Zukunft Cans derzeit unentschlossen seien. Ähnliches berichtet die „WAZ“ in Sachen Julian Brandt.
Ein entscheidender Faktor dürfte in beiden Fällen sein, ob es der BVB noch nach Europa schafft oder nicht. Nur dann sind genügend Einnahmen da, um die gutdotierten Stars zu halten. Allerdings müssen diese in den kommenden Wochen und Monaten auch auf dem Feld beweisen, dass sie sich einen neuen Vertrag verdient haben.
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In der Bundesligatabelle steht Borussia Dortmund aktuell nur auf dem 10. Platz, sechs Punkte hinter dem internationalen Geschäft. Immerhin: Schließt man auf Platz 6 auf, der zur Teilnahme an der Conference League berechtigt, wäre es nach aktuellem Stand (ein Punkt mehr) nicht weit bis zur Champions League.
Julian Brandt kann aufgrund einer Verletzung nicht gegen Union Berlin spielen. Nach dem BVB-Triumph wird er plötzlich als Verlierer gewertet.
Dortmund – Mit dem 6:0-Kantersieg über Union Berlin hat Borussia Dortmund ein erstes echtes Ausrufezeichen unter Neu-Trainer Niko Kovač gesetzt. Es wäre aber nicht der BVB der Saison 2024/25, wenn nicht selbst nach einer solchen Gala das Haar in der Suppe gesucht würde.
Serviert wird sie Julian Brandt. Der Nationalspieler verpasste das Heimspiel gegen die Köpenicker kurzfristig mit einer Muskelverhärtung. In Abwesenheit von Brandt legten die Kollegen auf den ersten Blick ein offensives Feuerwerk hin. Für viele Beobachter ist damit klar: Brandt ist der große Verlierer des ersten Bundesliga-Siegs von Kovač beim BVB.
Dass Dortmund nach eher zaghaftem Beginn durch ein Eigentor in Führung ging und der deutliche Sieg erst in der Schlussphase zustande kam, als Union bemerkenswerte Auflösungserscheinungen zeigte, wird bei der Bewertung geflissentlich übersehen. Ebenso der Umstand, dass Giovanni Reyna, der Ersatz für Brandt in der Startelf, selbst keine großen Akzente setzen konnte.
Trotzdem läuft die heiße Diskussion über die Stellung von Brandt beim BVB.
BVB-Trainer Niko Kovač hat seine Stars bisher stets starkgeredet
Ex-Profi Stefan Effenberg etwa erklärte im Sport1-‚Doppelpass‘, es sei ein Spiel gewesen, „das mit Sicherheit nicht gut war für Julian Brandt“. Die Bild-Zeitung warnt, der Mittelfeldmann drohe „zum prominenten Startelf-Opfer“ zu werden – übrigens nicht wegen Reyna, sondern wegen Joker Carney Chukwuemeka, der einen gelungenen 20-Minuten-Auftritt hinlegte. Daraus leitet das Boulevardblatt ab, die Leihgabe vom FC Chelsea solle beim BVB „jetzt die BVB-Saison retten“.
Dass Brandt binnen 90 Minuten von der unumstößlichen Stammkraft zum Herausforderer aus der zweiten Reihe mutiert ist, steht nicht ernsthaft zu erwarten. Kovač hatte nur einen Tag vor dem Spiel großes Lob für den Regisseur übrig, dem er für die ersten gemeinsamen Wochen auch nach der Gala gegen Union ein gutes Zeugnis ausstellte. „Julian hat in den letzten Spielen auch sehr viel Druck vorne gemacht, sehr viel Laufleistung, mit dem Ball, gegen den Ball. Der Julian ist schon ein sehr wichtiger Spieler für uns“, erklärte Kovač beim TV-Sender Sky.
Wer den Cheftrainer in den ersten Wochen beim BVB beobachtet hat, wird nicht um die Feststellung herumkommen, dass eine plötzliche Verbannung von Brandt in die zweite Reihe völlig aus der Reihe fallen würde. Kovač hat bisher noch jede Chance ergriffen, seine Profis starkzureden und ihnen Vertrauen auszusprechen. Dafür hat der Kroate sogar die Kritik in Kauf genommen, er betreibe Schönrederei.
Julian Brandt gab zu, wie sehr ihn die BVB-Krise belastet
Insofern wäre schon harter Tobak, Brandt nach einer verpassten Partie fallen zu lassen. Zumal der 28-Jährige erst unter der vergangenen Woche seltene Einblicke in sein Seelenleben gab, offen erklärte, wie sehr ihn die anhaltende Krisensituation beim BVB beschäftigt.
BVB-Reporter Oliver Müller spekuliert im Sport1-Podcast ‚Die Dortmund-Woche‘ vor diesem Hintergrund gar darüber, dass Brandt womöglich keine Muskelverhärtung erlitten habe. „Vielleicht war es auch eine bewusste Maßnahme von Kovač. Ich glaube, dass Julian Brandt sich in ein Loch reingespielt hat. Es schien so, als würde er da nicht mehr rauskommen. Vielleicht war dieser Reset-Knopf der einzige Ausweg. Clever wäre es von Kovač.“
Eine Bestätigung für diese brisante Idee wird es kaum geben können. Es drängt sich allerdings die Frage auf, warum der BVB eine solche Maßnahme erst am Spieltag entwerfen sollte, nachdem Kovač in einer Pressekonferenz erneut lobende Worte zu Brandt verloren hatte. Unter Hinweis auf die Belastungssteuerung hätte Brandt ohne jede Geheimniskrämerei auf der Bank Platz nehmen können, ohne dass es Anlass für spannende Theorien gegeben hätte.
BVB-Kapitän Emre Can hat sich aus der Krise gearbeitet
Dass sie sich um Brandt drehen, ist indes bei der aktuellen Gemengelage kein großes Wunder. Denn der dienstälteste BVB-Profi hat ungewollt den Staffelstab des Sündenbocks in Dortmund von Emre Can übernommen. Der Kapitän war über Monate die große Reizfigur bei Fans und Medienvertretern, ist aber seit Wochen als Innenverteidiger neben Nico Schlotterbeck gesetzt und zeigt starke Leistungen.
Sich in der aktuellen Situation an Can abzuarbeiten, wäre absurd. Also wird sprichwörtlich die nächste Sau durchs Dorf getrieben.
Brandt ist dabei ein leichtes Opfer, weil er geradezu sinnbildlich für die Diskrepanz zwischen theoretischer Qualität und tatsächlicher Leistung beim BVB steht. Den Vorwurf, aus seinem herausragenden Talent zu wenig herauszuholen, wird der 48-fache Nationalspieler mutmaßlich bis zum Ende seiner Profikarriere nicht mehr abschütteln können.
Damit wurde Brandt in den letzten Wochen immer stärker zum Gesicht der BVB-Krise, insbesondere nach dem Aus von Trainer Nuri Şahin, der zuvor als der naheliegende Blitzableiter neben Can am meisten Kritik und auch Häme abbekommen hatte.
BVB-Star Brandt hat einen fairen Umgang verdient
Aus dieser Situation kann sich Brandt nur mit guten Leistungen befreien, wie es Can gelungen ist. Der Vizekapitän hat dabei aber gewiss einen fairen Umgang verdient. Ob Spekulationen über seinen mentalen Zustand und vorgeschobene Verletzungen dazu gehören, sei dahingestellt.
Fakt ist: Neben Brandt stand auch Jamie Gittens am Samstagabend nicht in der Startaufstellung. Während Brandt-Ersatz Reyna allenfalls ein ordentliches Spiel machte, konnte Gittens-Ersatz Maximilian Beier mit zwei Scorerpunkten und einem beherzten Auftritt auf sich aufmerksam machen. Die Idee, Gittens als Verlierer des Tages darzustellen, der sich plötzlich hinten anstellen muss, wäre jedoch abwegig.
Für Brandt gelten andere Maßstäbe – weil es bei einem großen Verein wie Borussia Dortmund immer einen Sündenbock braucht?
Es sieht so aus, als könnte Borussia Dortmund am Wochenende gegen den FC St. Pauli (Samstag, 15:30 Uhr) wieder auf die Dienste von Mittelfeldspieler Julian Brandt zurückgreifen. Laut einem WAZ-Bericht ist der 28-Jährige am Mittwoch ins Training des BVB zurückgekehrt und soll für die anstehende Partie einsatzbereit sein.
Offen bleibt in dem Bericht jedoch, in welchem Maße Brandt trainiert hat. Aufgrund einer Muskelverhärtung verpasste der Borusse das letzte Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Union Berlin (6:0) und wurde durch Giovanni Reyna ersetzt.
Endgültige Aufklärung über die Einsatzfähigkeit des Dortmunders dürfte die obligatorische Spieltagspressekonferenz am Freitag (14:00 Uhr) geben.
LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren
Möglicherweise muss Borussia Dortmund am Samstagabend beim Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin auf die Dienste von Julian Brandt verzichten. Wie die Ruhr Nachrichten berichten, fehlte der Mittelfeldspieler bei der Abreise mit dem Mannschaftsbus ins Teamhotel.
Ob der 28-Jährige gegebenenfalls noch nachreist, ist unklar. Sollte Brandt ausfallen, würden Giovanni Reyna und Maximilian Beier für die Position hinter Serhou Guirassy in Frage kommen.
LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren
Julian Brandt ist gegen Union Berlin verletzungsbedingt nicht dabei. Nach dem Sieg des BVB wird er zum Verlierer erklärt. Der Star ist längst ein Sündenbock.
Dortmund – Mit dem 6:0-Kantersieg über Union Berlin hat Borussia Dortmund ein erstes echtes Ausrufezeichen unter Neu-Trainer Niko Kovač gesetzt. Es wäre aber nicht der BVB der Saison 2024/25, wenn nicht selbst nach einer solchen Gala das Haar in der Suppe gesucht würde.
Serviert wird sie Julian Brandt. Der Nationalspieler verpasste das Heimspiel gegen die Köpenicker kurzfristig mit einer Muskelverhärtung. In Abwesenheit von Brandt legten die Kollegen auf den ersten Blick ein offensives Feuerwerk hin. Für viele Beobachter ist damit klar: Brandt ist der große Verlierer des ersten Bundesliga-Siegs von Kovač beim BVB.
Dass Dortmund nach eher zaghaftem Beginn durch ein Eigentor in Führung ging und der deutliche Sieg erst in der Schlussphase zustande kam, als Union bemerkenswerte Auflösungserscheinungen zeigte, wird bei der Bewertung geflissentlich übersehen. Ebenso der Umstand, dass Giovanni Reyna, der Ersatz für Brandt in der Startelf, selbst keine großen Akzente setzen konnte.
Trotzdem läuft die heiße Diskussion über die Stellung von Brandt beim BVB.
BVB-Trainer Niko Kovač hat seine Stars bisher stets starkgeredet
Ex-Profi Stefan Effenberg etwa erklärte im Sport1-‚Doppelpass‘, es sei ein Spiel gewesen, „das mit Sicherheit nicht gut war für Julian Brandt“. Die Bild-Zeitung warnt, der Mittelfeldmann drohe „zum prominenten Startelf-Opfer“ zu werden – übrigens nicht wegen Reyna, sondern wegen Joker Carney Chukwuemeka, der einen gelungenen 20-Minuten-Auftritt hinlegte. Daraus leitet das Boulevardblatt ab, die Leihgabe vom FC Chelsea solle beim BVB „jetzt die BVB-Saison retten“.
Dass Brandt binnen 90 Minuten von der unumstößlichen Stammkraft zum Herausforderer aus der zweiten Reihe mutiert ist, steht nicht ernsthaft zu erwarten. Kovač hatte nur einen Tag vor dem Spiel großes Lob für den Regisseur übrig, dem er für die ersten gemeinsamen Wochen auch nach der Gala gegen Union ein gutes Zeugnis ausstellte. „Julian hat in den letzten Spielen auch sehr viel Druck vorne gemacht, sehr viel Laufleistung, mit dem Ball, gegen den Ball. Der Julian ist schon ein sehr wichtiger Spieler für uns“, erklärte Kovač beim TV-Sender Sky.
Wer den Cheftrainer in den ersten Wochen beim BVB beobachtet hat, wird nicht um die Feststellung herumkommen, dass eine plötzliche Verbannung von Brandt in die zweite Reihe völlig aus der Reihe fallen würde. Kovač hat bisher noch jede Chance ergriffen, seine Profis starkzureden und ihnen Vertrauen auszusprechen. Dafür hat der Kroate sogar die Kritik in Kauf genommen, er betreibe Schönrederei.
Julian Brandt gab zu, wie sehr ihn die BVB-Krise belastet
Insofern wäre schon harter Tobak, Brandt nach einer verpassten Partie fallen zu lassen. Zumal der 28-Jährige erst unter der vergangenen Woche seltene Einblicke in sein Seelenleben gab, offen erklärte, wie sehr ihn die anhaltende Krisensituation beim BVB beschäftigt.
BVB-Reporter Oliver Müller spekuliert im Sport1-Podcast ‚Die Dortmund-Woche‘ vor diesem Hintergrund gar darüber, dass Brandt womöglich keine Muskelverhärtung erlitten habe. „Vielleicht war es auch eine bewusste Maßnahme von Kovač. Ich glaube, dass Julian Brandt sich in ein Loch reingespielt hat. Es schien so, als würde er da nicht mehr rauskommen. Vielleicht war dieser Reset-Knopf der einzige Ausweg. Clever wäre es von Kovač.“
Eine Bestätigung für diese brisante Idee wird es kaum geben können. Es drängt sich allerdings die Frage auf, warum der BVB eine solche Maßnahme erst am Spieltag entwerfen sollte, nachdem Kovač in einer Pressekonferenz erneut lobende Worte zu Brandt verloren hatte. Unter Hinweis auf die Belastungssteuerung hätte Brandt ohne jede Geheimniskrämerei auf der Bank Platz nehmen können, ohne dass es Anlass für spannende Theorien gegeben hätte.
BVB-Kapitän Emre Can hat sich aus der Krise gearbeitet
Dass sie sich um Brandt drehen, ist indes bei der aktuellen Gemengelage kein großes Wunder. Denn der dienstälteste BVB-Profi hat ungewollt den Staffelstab des Sündenbocks in Dortmund von Emre Can übernommen. Der Kapitän war über Monate die große Reizfigur bei Fans und Medienvertretern, ist aber seit Wochen als Innenverteidiger neben Nico Schlotterbeck gesetzt und zeigt starke Leistungen.
Sich in der aktuellen Situation an Can abzuarbeiten, wäre absurd. Also wird sprichwörtlich die nächste Sau durchs Dorf getrieben.
Brandt ist dabei ein leichtes Opfer, weil er geradezu sinnbildlich für die Diskrepanz zwischen theoretischer Qualität und tatsächlicher Leistung beim BVB steht. Den Vorwurf, aus seinem herausragenden Talent zu wenig herauszuholen, wird der 48-fache Nationalspieler mutmaßlich bis zum Ende seiner Profikarriere nicht mehr abschütteln können.
Damit wurde Brandt in den letzten Wochen immer stärker zum Gesicht der BVB-Krise, insbesondere nach dem Aus von Trainer Nuri Şahin, der zuvor als der naheliegende Blitzableiter neben Can am meisten Kritik und auch Häme abbekommen hatte.
BVB-Star Brandt hat einen fairen Umgang verdient
Aus dieser Situation kann sich Brandt nur mit guten Leistungen befreien, wie es Can gelungen ist. Der Vizekapitän hat dabei aber gewiss einen fairen Umgang verdient. Ob Spekulationen über seinen mentalen Zustand und vorgeschobene Verletzungen dazu gehören, sei dahingestellt.
Fakt ist: Neben Brandt stand auch Jamie Gittens am Samstagabend nicht in der Startaufstellung. Während Brandt-Ersatz Reyna allenfalls ein ordentliches Spiel machte, konnte Gittens-Ersatz Maximilian Beier mit zwei Scorerpunkten und einem beherzten Auftritt auf sich aufmerksam machen. Die Idee, Gittens als Verlierer des Tages darzustellen, der sich plötzlich hinten anstellen muss, wäre jedoch abwegig.
Für Brandt gelten andere Maßstäbe – weil es bei einem großen Verein wie Borussia Dortmund immer einen Sündenbock braucht?