In nicht vielen Spielen von Real Madrid Castilla stecken so viele Geschichten wie am Sonntagmittag. Angefangen schon mit dem Gegner: Intercity ist Spaniens erster Börsenklub, wenn auch erst 2017 gegründet, und daher in und um Alicante nicht nur bewundert. Zumal Intercity derzeit Tabellenletzter ist, aber sich Anfang Februar mit einem berühmten, vereinslosen Spieler verstärkt hat: Anthony Modeste. Zuletzt bei Al Ahly in Ägypten gescheitert, kam der der 36-jährige Franzose gegen die Castilla nicht nur zu seinem dritten Einsatz für Intercity, sondern auch zu seinem Debüt-Treffer. Per Fallrückzieher. Nach 23 Minuten stand Modeste goldrichtig und schlug Mario de Luis per „Chilena“.
Wacht ihr auch manchmal morgens auf und fragt euch: Was macht eigentlich Anthony #Modeste?
Fallrückzieher-Tore für den Tabellenletzten der 3. spanischen Liga (Börsenklub-Projekt Intercity) erzielen. Gegen Reals Castilla natürlich. Eh klar! #RMCastilla pic.twitter.com/LsZlr26pce
— Nils Kern (@nilskern17) March 2, 2025
Aber dieser 26. Spieltag in der Primera Federación genannten dritten spanischen Liga hatte noch mehr zu bieten: fast eine Remontada der Blancos! Fast, dafür mit einem weiteren Debüt-Tor. Daniel Yáñez sorgte in dieser Saison bereits für die königliche U19 für Furore, speziell in der Youth League, mit dem 2:1 in der 70. Minute bejubelte er seinen ersten Castilla-Treffer nach Vorarbeit von David Jiménez, der bereits den Ausgleich markierte (40.). Doch damit noch nicht genug: In der vierten Minute der Nachspielzeit kamen die Hausherren doch noch zum 2:2 in einem wilden Spiel.
El gol de Daniel Yáñez.
Primer gol de Daniel Yáñez con el Castilla.
El pase de David Jiménez a Gonzalo García pic.twitter.com/1MhCo2X321
— Sistema Blanco (@_sistemablanco) March 2, 2025
Die Jungs von Trainer Raúl González Blanco nehmen so nur einen Punkt mit nach Madrid, hätten ansonsten beinahe Intercitys Abstieg in die Segunda Federación quasi besiegelt. So hat der Alicante-Klub jetzt auf Platz 20 mit 24 Punkten zwar „nur“ sechs Zähler Rückstand auf das rettende Ufer, das ist aber auf Rang 15. In dieser roten Zone befand sich lange auch die Castilla, doch nach mittlerweile acht ungeschlagenen Partien in Folge, von denen fünf sogar gewonnen wurden, steht die königliche Reserve mit 37 Punkten sogar auf dem fünften und damit letzten der vier Playoff-Plätze. Viel besser könnte es also nicht laufen, das gilt idealerweise auch bei den kommenden Duellen gegen das punktgleiche Sevilla Atlético (9. März, 12 Uhr) und dann erneut in Alicante bei Hércules (14. März, 20:30 Uhr).
Spiel-Details
CF Intercity 2:2 Real Madrid Castilla
Formation: Mario de Luis – David Jiménez (Lorenzo Aguado, 83.), Edgar, Jacobo Ramón, Yusi – Manuel Ángel, Mario Rivas, Chema Andrés (Antonio David, 83.), Borja Alonso (Daniel Yáñez, 66.) – Víctor Muñoz, Gonzalo García
Tore: 1:0 Anthony Modeste (24.), 1:1 David Jiménez (40.), 1:2 Daniel Yáñez (70.), 2:2 Nacho González (90.+4)
Marco Rose soll trotz der mäßigen Bundesliga-Bilanz vorerst Trainer von RB Leipzig bleiben. Nach „dpa“-Informationen leitet der 48-Jährige am Sonntagvormittag das Auslaufen nach dem 1:2 gegen Mainz 05 und soll auch am Samstag im Spiel beim SC Freiburg (18:30 Uhr/Sky) eine weitere Chance erhalten. Zuerst hatte „Sky“ berichtet.
Immer deutlicher zeichnet sich jedoch ab, dass es für Rose im Sommer trotz Vertrages bis 2026 nicht weitergeht. In der Bundesliga ist RB auf Platz sechs abgerutscht, in der Champions League blamabel in der Ligaphase mit nur einem Sieg ausgeschieden. Im DFB-Pokal ist Leipzig mit dem Erreichen des Halbfinals indes im Soll.
Als Kandidat für die Nachfolge gilt Sebastian Hoeneß, der den VfB Stuttgart aufgrund einer Ausstiegsklausel im Sommer verlassen kann. Allerdings wird angeblich eine Ablöse von 8 Millionen Euro fällig, zudem muss der Klub wohl international vertreten sein. Das ist bei Leipzig noch der Fall, allerdings verlieren die Sachsen ihr primäres Ziel – die Qualifikation für die Champions League – gerade etwas aus den Augen.
In der Rückrunden-Tabelle der Bundesliga ist Leipzig nur Elfter. Von bisher sieben Spielen wurde nur eins gewonnen, fünfmal spielte RB unentschieden. Dabei gab man Punkte gegen die Abstiegskandidaten Union Berlin, 1. FC Heidenheim und VfL Bochum ab. In den kommenden Wochen warten dagegen Duelle mit Borussia Dortmund, dem VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt.
„Wir arbeiten bis zum Ende der Saison mit dem Kader, den wir jetzt zur Verfügung haben. Uns fehlen mehrere Spieler und andere sind noch nicht bei einhundert Prozent. Unsere Möglichkeiten für die Offensive waren etwas dünn, aber wir haben unsere Ziele und daran wird sich auch nichts ändern, dementsprechend müssen wir damit arbeiten“, sagte Rose nach der Heimniederlage bei „Sky“.
Im Winter stand er angeblich kurz vor dem Abschied aus Dortmund, doch nun zeigt er, dass er in Top-Form unverzichtbar ist.
Dass Karim Adeyemi der schnellste Spieler auf dem Platz ist, kommt oft vor. So auch beim 2:0-Sieg seines Teams von Borussia Dortmund in der Bundesliga beim FC St. Pauli: Mit 34,24 km/h wurde sein Top-Speed gemessen. Dass Karim Adeyemi hingegen der beste Spieler auf dem Platz ist, kommt deutlich seltener vor, aber auch das war am Samstag der Fall – und sogar messbar: Beim ersten Tor der Schwarz-Gelben lieferte er die Vorlage für Serhou Guirassy, der nur noch abstauben musste. Und das entscheidende 2:0 erzielte er nach einer überragenden Konter-Aktion selbst.
Doch nicht nur die zwei Scorerpunkte zeichneten Adeyemi in Hamburg aus: Er bemühte sich ständig, ließ das Spiel nicht an sich vorbeilaufen und war schon in der schwachen ersten Hälfte des BVB der beste Mann bei den Gästen. Seine Aktionen brachten Gefährliches hervor – und nicht nur die eigenen Fans zum Kopfschütteln.
Am 24. Bundesliga-Spieltag war Borussia Dortmund beim FC St. Pauli gefordert. ran hat ganz genau hingeschaut und die Profis des BVB benotet.
Nach der 6:0-Gala über Union Berlin wollte Borussia Dortmund am 24. Spieltag der Bundesliga beim FC St. Pauli nachlegen. Das gelang auch, obwohl die Hamburger den Favoriten durchaus ärgerten.
Am Ende gewann der BVB aber mit dem 2:0 (0:0) zum dritten Mal ein Ligaspiel auf fremdem Platz. Serhou Guirassy (50.) und Karim Adeyemi (58.) schossen den zehnten Saisonsieg heraus.
Zugleich gewinnen die Schwarz-Gelben erstmals in dieser Spielzeit zwei Liga-Partien nacheinander.
ran hat die Profis des BVB benotet.
Gregor Kobel
Obwohl St. Pauli die BVB-Abwehr gut beschäftigt, muss der Keeper lange Zeit nicht eingreifen. Abschalten bleibt für ihn dennoch verboten. Das alles führt zum Kuriosum, dass der Schweizer eine missglückte Smith-Flanke völlig unbedrängt ins Toraus lenkt und eine unnötige Ecke verursacht. Deutlich besser sieht Kobel bei einem Versuch von Sinani in der Schlussphase aus. ran-Note: 3
Das Wichtigste in Kürze
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Yan Couto
Der Ryerson-Ersatz findet schwer in die Partie und braucht früh Unterstützung gegen Saad. Zuweilen geht er in Zweikämpfen unbedarft zu Werke. Überzeugend ist dagegen seine Vorlage auf Adeyemi kurz vor der Pause. ran-Note: 4
Emre Can
Beim Kapitän offenbaren sich die bekannten Probleme. Can wirkt manchmal zu behäbig und geht zu sorglos mit dem Ball um. Als echter Leader voranzugehen, ist so einmal mehr schwierig. ran-Note: 4
Nico Schlotterbeck
Nach einem unglücklichen Foul gegen Weißhaupt sieht er früh die Gelbe Karte. Zumindest die Defensivarbeit verrichtet der Ex-Freiburger weitgehend unaufgeregt, glänzt aber auch mit öffnenden Pässen. ran-Note: 3
Der Algerier beginnt fahrig und offenbart gegenüber Weißhaupt Tempodefizite, zeigt sich aber auch handlungsschnell bei einer Grätsche im eigenen Strafraum, um vor dem Paulianer zu retten. Seine Klammeraktion gegen Weißhaupt wird zu seinem Glück nicht mit Elfmeter bestraft. Für ihn ist nach gut 70 Minuten Schluss. ran-Note: 4
Marcel Sabitzer
Ein Nachmittag mit viel Licht und viel Schatten. Neben vielen Auszeiten bereitet der Österreich Guirassys erste Chance vor. Auf Vorlage von Adeyemi setzt er einen schwierigen Abschluss über den Kasten. ran-Note: 4
Pascal Groß
Sorgt für einen Hingucker, als er per Außenrist aus dem Halbfeld elegant Adeyemis Kopfballchance auflegt. Er kann das Spiel aber auch kaum einmal beruhigen, schwimmt eher mit. Immerhin leitet er einen Angriff ein, der mit einem Schuss von Adeyemi über das Tor endet. ran-Note: 4
Karim Adeyemi
Den Flügelstürmer zieht es früh in die Mitte. Im Strafraum bleibt der Ex-Salzburger aber zunächst glücklos, auch als er nach der Groß-Vorlage nicht genug Druck hinter die Kugel bekommt. Daneben offenbart Adeyemi auch defensive Defizite. Kurz vor der Pause scheitert er aus spitzem Winkel in vollem Tempo knapp am langen Eck. Kurz nach Wiederanpfiff erobert er aber stark den Ball und findet dann Guirassy, der einnetzt. Und der Linksfuß kommt auf den Geschmack, stibitzt Treu nach einem Befreiungsschlag von Beier den Ball, lässt Smith aussteigen und vollenden zum 2:0. Holt sich kurz vor Schluss noch Gelb ab und darf dann für Gittens runter. Zweifellos der entscheidende Mann beim BVB-Arbeitssieg. ran-Note: 2
Auf der Brandt-Position taucht der US-Amerikaner völlig unter. Kaum eine Aktion gelingt ihm. Alles in allem ein unglücklicher Auftritt, der auch noch mit einem Kopf-Zusammenstoß mit Irvine garniert wird. Nach rund 70 Minuten wird Reyna erlöst. ran-Note: 5
Maximilian Beier
Der Ex-Hoffenheimer ist von Anfang an emsig, fordert die Bälle und sucht auch den Abschluss. Doch an den auffälligen Beginn kann er in der Folge nicht mehr anknüpfen. Teilweise agiert er zu hektisch, so etwa bei einem viel zu steilen Pass auf Adeyemi. Dafür gibt er den Ball auf Pass von Groß gut in die Mitte, doch Adeyemi verzieht. Macht spät Platz für Özcan. ran-Note: 4
Serhou Guirassy
Der Torjäger hat auf Vorlage von Sabitzer die erste Chance, doch sein Kopfball geht nicht einmal in Richtung Tor. Ansonsten hängt er auch viel in der Luft, holt sich Bälle schonmal nahe der Mittellinie ab. In der 50. Minute ist der Guineer allerdings zur Stelle und vollendet auf Vorlage von Adeyemi aus kurzer Distanz zum 1:0. Hat kurz vor Ende Feierabend, als ihn Brandt ersetzt. ran-Note: 3
Einwechselspieler
Carney Chukwuemeka (ab 74.): Der Leihspieler vom FC Chelsea kommt gut eine Viertelstunde für Reyna rein und hilft dabei, die Führung über die Zeit zu bringen. ran-Note: 3
Daniel Svensson (ab 74.): Für den Schweden beginnt der Arbeitstag gleichzeitig, er ersetzt Bensebaini und macht seine Sache ebenfalls ordentlich. ran-Note: 3
Jamie Gittens (ab 83.): Das Talent aus England mischt in den letzten Minuten für Adeyemi mit. ran-Note: ohne Bewertung
Julian Brandt (ab 89.): Der Blondschopf kommt ganz spät für Guirassy. ran-Note: ohne Bewertung
Salih Özcan (ab 89.): Für den Türken muss Beier weichen. ran-Note: ohne Bewertung
Nach dem fulminanten 6:0-Sieg gegen Union Berlin hat Borussia Dortmund in der Bundesliga nachgelegt. Beim FC St. Pauli reichten der Kovac-Elf am Samstag 15 starke Minuten für einen 2:0-Erfolg. Alle BVB-Stars in der Einzelkritik:
TOR: Gregor Kobel – Note: 3,0
Wirkte in seinem Strafraum wachsam und war beim einzigen echten Abschluss der Hamburger zur Stelle. Die Schwierigkeiten mit Ball am Fuß setzten sich derweil fort, nur rund 60 Prozent seiner Pässe kamen am.
ABWEHR: Yan Couto – Note: 3,5
Brachte eine sichtbare spielerisch Linie ins Spiel. Leitete als Ballträger oder mit seinen langen Bällen hinten die Kette sogar wiederholt Torraum-Szenen ein. Hatte in der Defensive dafür große Mühe. 20 Prozent Zweikampfquote sind abenteuerlich für einen Außenverteidiger.
Emre Can – Note: 3,0
Zeigte sich im Spielaufbau zunächst sehr leichtfertig. Schenkte vor der Pause reihenweise die Bälle her. Bekam das Problem erst nach dem Seitenwechsel langsam in den Griff. Gegen einen zahnlosen Gegner defensiv dafür nahezu fehlerfrei.
Nico Schlotterbeck – Note: 3,0
Erwischte beim Vorschieben mehrfach nicht das richtige Timing. Insgesamt wirkte seine Zone zunächst unsortiert. Später stand der Block deutlich besser. Wollte das Spiel ansonsten mit seinen langen Bällen prägen. Das ging nur bedingt auf.
Ramy Bensebaini (bis 73.) – Note: 3,5
Öffnete durch seine Positionsrochade immer wieder Lücken auf der linken Seite. Im Strafraum dafür mit wichtigen Abwehraktionen. Rettete gegen Weißhaupt in höchster Not (25.). Einmal allerdings im Glück, dass es für sein Halten gegen Treu keinen Elfmeter gab.
Daniel Svensson (ab 73.) – ohne Bewertung
Leistete sich gleich in seiner ersten Aktionen einen Querschläger, den St. Pauli nicht bestrafte. Auch sonst zu unsauber, um noch ein Faktor zu sein.
MITTELFELD: Marcel Sabitzer – Note: 3,0
Tat sich in seiner Rolle als Verbindungsspieler schwer. Tauchte teilweise mit gutem Timing im Zehnerraum auf, der Spielfluss aber hakte durchgängig. Als alleiniger Sechser nach kurzer Anlaufzeit indes sehr griffig.
Pascal Groß – Note: 2,5
Spielte wieder einige feine Flanken vor das gegnerische Tor. War letztlich aber ein gutes Stück von seinem Gala-Auftritt gegen Union Berlin entfernt. Leistete sich mehr Ballverluste als in der Vorwoche. Nahm den Kampf im Mittelfeld dafür gut an.
Gio Reyna (bis 73.) – Note: 4,5
Erhielt erneut den Vorzug vor Julian Brandt. Rechtfertigte die Berufung aber nicht. Agierte sehr kleinteilig im Vorwärtsgang, die Bindung zu den Mitspieler fehlte häufig. Brachte somit kaum spielerische Impulse.
Carney Chukwuemeka (ab 73.) – ohne Bewertung
Konnte seine Dynamik in der Schlussphase nicht mehr ausspielen. Die Dortmunder wirkten mit dem Ergebnis zufrieden. Seine offensiven Fähigkeiten waren deshalb nicht mehr gefragt.
Karim Adeyemi (bis 83.) – Note: 2,0
Hatte schon vor dem Pausenpfiff die besten BVB-Chancen, agierte aber anfangs noch zu hektisch vor dem Tor. Drehte nach dem Seitenwechsel dann auf und zog das Spiel für den BVB. Leitete den Führungstreffer geschickt ein, machte das 2:0 nach einer starken Einzelaktion selbst. Klarer Mann des Spiels.
Jamie Gittens (ab 83.) – ohne Bewertung
Wieder reichte es für das Offensiv-Talent nur für einen Kurzeinsatz abseits des Rampenlichts. Spielte den letzten Konter in der Nachspielzeit nicht mit der letzten Konsequenz aus. Mehr war nicht mehr zu sehen.
Maximilian Beier (bis bis 89.) – Note: 3,0
Lauerte oft in sehr gefährlichen Zonen, doch die gegnerische Abwehr verteidigte ihn engmaschig. Blieb aber stets engagiert und mannschaftsdienlich. Zahlte in der Abwehrarbeit hingegen manchmal etwas Lehrgeld gegen den aktiven Treu.
Julian Brandt (ab 89.) – ohne Bewertung
Wurde nach den auskurierten muskulären Beschwerden erst eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit eingewechselt. Leitete immerhin noch die letzte Chance des Spiels ein.
ANGRIFF: Serhou Guirassy (bis 89.) – Note: 2,5
Kam dem Ball oft entgegen und spielte zwei gute Chancen für die Kollegen heraus. Hielt das Leder aber teilweise zu lange. Vor dem Tor unterstrich er seine Torjäger-Qualitäten: Gleich die erste Großchance landete im Netz. In Summe aber nicht so unwiderstehlich wie gegen Union.
Salih Özcan (ab 89.) – ohne Bewertung
Stabilisierte die ohnehin solide Defensive in der Nachspielzeit noch weiter. Für klare Aktionen reichte die Zeit nicht mehr.
Dortmund setzt sich dank einer ordentlichen zweiten Hälfte beim FC St. Pauli durch. Die Noten und Einzelkritiken der BVB-Stars.
Borussia Dortmund gewinnt mit 2:0 (0:0) beim FC St. Pauli – und feiert zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison zwei Siege in Folge. So glanzvoll wie das 6:0 gegen Union Berlin in der Vorwoche war es in Hamburg von den Schwarz-Gelben aber nicht. Die Noten und Einzelkritiken der Dortmunder Spieler.
Essen. Rot-Weiss Essen greift beim BVB II nach dem nächsten Auswärtsdreier – für Uwe Koschinat gibt es keinen Grund, seine Startelf zu ändern. Wir berichten im Liveticker.
Wichtiges Spiel im Abstiegskampf für Rot-Weiss Essen: An diesem Samstag (14 Uhr) können die Essener bei der U23 des BVB den fünften Sieg aus den letzten sechs Spielen einfahren und nach Punkten mit den Dortmundern gleichziehen.
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In Dortmund werden die Essener quasi ein Heimspiel haben: Wie der BVB Anfang der Woche bekanntgab, war das Gästekontingent von knapp 4000 Tickets bereits Tage vor dem Spiel ausverkauft. Insgesamt rechne Borussia mit 5000 bis 6000 Zuschauern. RWE spielt mit der gleichen Aufstellung wie zuletzt beim Heimsieg gegen Ingolstadt.
52. Minute: Dortmund spielt mal schnell nach vorne, wie immer geht es über den auffälligen Campbell. Nach langem Sprint und einem Haken in die Mitte schießt er mit Links, Golz hält den Ball aber fest.
50. Minute: Wenn es einen RWE-Spieler gibt, der heraussticht, dann ist es Tom Moustier. Jetzt gewinnt er wieder einen Ball im Mittelfeld und zieht das Foul gegen Paulina. Aus der guten Freistoßposition machen die Essener dann aber nicht.
49. Minute: Moustier erobert den Ball, gibt ihn weiter auf rechts. Eitschberger flankt – und BVB-Verteidiger David Lelle verlängert den Ball fast unhaltbar, seine Kopfball-Bogenlampe landet aber auf dem Tor. Das war knapp!
47. Minute: Gegen Ingolstadt wechselte Uwe Koschinat erst sehr spät – spannend wird, ob er auch heute lange wartet, oder ob er etwa Mizuta früher bringt, um der Offensive neuenSchwung zu verleihen.
15.02 Uhr: Weiter geht es – die zweite Hälfte beginnt mit den gleichen 22 Spielern, die auch zum Ende der ersten Halbzeit auf dem Platz standen.
15 Uhr: Unter verhaltenem Applaus kommen die BVB-Spieler als Erstes zurück aufs Feld – bereit für die zweite Hälfte.
Dortmund wechselt kurz vor der Pause erstmals
14.47 Uhr: Ohne Tore geht es in die Kabine – in 15 Minuten geht‘s weiter
46. Minute: Eitschberger versucht auf der rechten Seite durchzugehen – aber er bleibt hängen und bekommt am Ende auch noch einen Freistoßpfiff gegen sich. Der zuletzt so überzeugende RWE-Rechtsaußen tut sich heute schwerer.
45. Minute: Es gibt eine Minute Nachspielzeit.
43. Minute: Erster Wechsel beim BVB: Hüning bleibt nach einem Laufduell auf dem Rasen sitzen, hat Oberschenkelprobleme. Danylo Krevsun kommt für den Rechtsverteidiger ins Spiel.
Pfostentreffer durch Campbell – Essen fehlt die Durchschlagskraft vorm Tor
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39. Minute: Die RWE-Fans singen „Assindia“ – auf dem Rasen passiert gerade nicht so viel, insgesamt ist es ein noch eher zähes Spiel, auch wenn es schon einige Gelegenheiten gab.
35. Minute: Auf der anderen Seite versucht es Martinovic mit einer Art Fallrückzieher – dafür bekommt er Applaus von der Tribüne, für Ostrzinski ist der Schuss aber kein Problem.
33. Minute: Gute Chance für den BVB aus spitzem Winkel: Campbell trifft den Pfosten, dann klärt Schultz mit dem Knie zur Ecke – da wäre Golz geschlagen gewesen.
31. Minute: Ärger bei den RWE-Fans: Martinovic gewinnt im Strafraum gegen Lührs und hätte Platz gehabt, der Schiedsrichter hat aber ein Foul des RWE-Stürmers gesehen. Freistoß Dortmund.
28. Minute: Der BVB hat die Essener Druckphase offensichtlich überstanden, baut das Spiel ruhig auf – und holt wieder mal eine Ecke heraus. Fotis Hereingabe wird aber von den Essenern geklärt.
Gelbe Karte für Gjasula – gute Schüsse von Moustier
26. Minute: Gjasula geht mit hohem Bein in den Zweikampf und sieht die erste Gelbe Karte des Spiels.
22. Minute: Nächste Chance für RWE: Brummes Freistoßflanke auf den langen Pfosten wird ganz gefährlich – für Katpiän Schultz fehlen in der Mitte nur wenige Zentimeter, er fliegt mit seinem Kopfballversuch aber vorbei am Ball.
19. Minute: Doppelchance für Essen! Arslan geht rechts auf die Grundlinie, seine Hereingabe auf Safi wird aber abgewehrt – aus der zweiten Reihe zieht Moustier ab, Ostrzinski hält und lenkt den Ball zur Ecke. Die RWE-Fans werden direkt laut.
15. Minute: Moustier aus der Distanz – der Ball geht nur knapp übers Dortmunder Tor, über die Tribüne geht ein Raunen. Das war der erste gute Essener Abschluss.
13. Minute: Inzwischen haben aber die Dortmunder das Kommando übernommen – Rot-Weiss Essen muss vor allem bei Eckbällen aufpassen, bei hohen Bällen wirkt die Abwehr nicht komplett sicher.
11. Minute: Szenenapplaus der RWE-Fans für Ramien Safi, der auf der linken Seite einen Einwurf herausholt. Einwurfspezialist Moustier schleudert den Ball Richtung Fünfer, der BVB wehrt die Einwurf-Flanke aber ab.
7. Minute: Zum ersten Mal kommt der BVB nach vorne – William Campbell dribbelt in den Strafraum und wird von der Essener Abwehr nicht richtig angegriffen. Seinen Schuss aus spitzem Winkel wehrt Golz aber zur Ecke ab. Nach dem Eckball ist es wieder Campbell, der aus der zweiten Reihe schießt – drüber.
Rot-Weiss Essen sucht die Offensive in den ersten Minuten
4. Minute: RWE gibt auch auf dem PLatz direkt den Ton an und sucht den Weg nach vorne. Der BVB zieht sich weit zurück und kann die Essener immerhin aus dem eigenen Strafraum heraushalten.
2. Minute: Stimmungstechnisch hat Rot-Weiss auf jeden Fall ein Heimspiel – „Forza RWE“ schallt durch die Rote Erde, vor dem Spiel gab es lauten Applaus von Steh- und Sitzplätzen für die RWE-Spieler.
14 Uhr: Das Spiel läuft!
13.40 Uhr: Der Gästeblock ist pickepackevoll, schon mehrere Tage vor dem Spiel waren alle Gästetickets vergriffen. Die RWE-Fans fülen mehr als die Hälfte der Stehplatz-Geraden und dazu noch einen Sitzplatzblock auf der Tribüne.
Vor dem Spiel: Koschinat gibt interessante Einblicke
Auf den guten Ergebnissen will sich Koschinat nicht ausruhen. „Es geht darum, immer gegen einen Trend zu arbeiten. Da sind wir im Trainerteam sehr wachsam. Vor allem wenn es um Themen wie Disziplin, Arbeitseinstellung oder das Einhalten unser Spielprinzipien geht.“
3. Liga, 26. Spieltag: Borussia Dortmund II – Rot-Weiss Essen
Datum: Samstag, 1. März 2025
Anstoßzeit: 14 Uhr
Ort: Stadion Rote Erde, Dortmund
Rot-Weiss Essen: Zoff-Sieg gegen Ingolstadt – Fans feiern Koschinat
Seine Mannschaft mache vor der Partie im Dortmunder Stadion Rote Erde einen guten Eindruck, in der Vorwoche sei das aber nicht der Fall gewesen. Am Freitag verriet Koschinat interessante Details zur Woche vor dem Ingolstadt-Spiel, das RWE mit 2:0 gewann. „Da hatte mir die vorletzte Trainingseinheit in keinem Teilbereich gefallen. Wir waren als A-Mannschaft in unserer Spielidee hoffnungslos unterlegen. Das gab kein gutes Gefühl, die Trainingswoche war insgesamt eine einzige Katastrophe, weil wir auch aufgrund der Witterung bis Donnerstag nicht richtig trainieren konnten. Trotzdem war die Mannschaft beim Spiel in allen Teilbereichen bei 100 Prozent. Das gibt mir wiederum ein gutes Gefühl.“
+++ Alle wichtigen News zum Spiel BVB II gegen Rot-Weiss Essen finden Sie in diesem Artikel. Am Samstag gibt es hier den Live-Ticker zum Spiel +++
BVB II gegen Rot-Weiss Essen: Die 3. Liga am Samstag im Live-Ticker
Koschinat und sein Team haben auch registriert, dass vor allem die Konkurrenz schwächelt, die vor einigen Wochen noch deutlich vor RWE lag. 1860 München wurde schon überholt, Alemannia Aachen, der SV Sandhausen oder auch der BVB II sind in Schlagdistanz.
„Es ist nicht leicht, gegen so einen Trend zu arbeiten“, weiß der RWE-Trainer. „Da haben wir den Vorteil, dass wir auf viele Faktoren setzen können, die in den letzten Spielen nachweislich gut funktioniert haben. Es kann aber auch wieder einen schlechten Tag geben, den wir dann akzeptieren müssen, aber nicht alles infrage stellen sollten. Gegen Unterhaching haben wir dazu beigetragen, dass es nicht gut lief. Wenn das der Fall ist, muss ich gnadenlos dazwischengehen. Ich habe aktuell aber nicht das Gefühl, dass die Jungs in irgendeiner Form schleifen lassen. Die positive Grundstimmung und der Optimismus führen nicht dazu, dass wir weniger fokussiert oder leichtsinniger arbeiten. Die Gruppe ist sehr hungrig und erkennt diese positive Situation.“
Rot-Weiss Essen hat aktuell einen Lauf und dabei auch das nötige Matchglück. Koschinat merkte am Freitag an, dass die Partie gegen Ingolstadt auch anders hätte verlaufen können. „Es ist wahnsinnig wichtig, dass wir die Situation sehr genau analysieren und wir einen passenden Blick darauf haben, warum wir gerade gut sind. In diesen vielen engen Spielen treffen wir sehr häufig in beiden Strafräumen die richtige Entscheidung. Es gibt keinen Grund, zu glauben, dass das ohne weiteres reproduzierbar ist. Dafür sind die Spiele zu eng. Wir müssen auch auf Rückschläge vorbereitet sein.“