Pep Guardiola und Co. mussten sich Madrid diesmal geschlagen geben – Foto: David Ramos/Getty Images
Guardiola: „Habe das beste Madrid der letzten Jahre gesehen“
PEP GURADIOLA über die Bewertung der Playoffs: „Ich bin nicht frustriert. Das bist du, wenn du es verdient gehabt hättest, zu gewinnen. Das ist nicht der Fall. Sie waren besser, ganz einfach. Wenn man die Vorrunde auf Platz 22 abschließt, dann, weil du nicht gut warst. Wir haben aktuell nicht den Rhythmus wie Madrid. Wir wollten viel Ballbesitz und kassieren früh das erste Tor, dann das zweite… Wenn man Hin- und Rückspiel gegen sie bestreitet, dann sind sie sehr gut. Ich habe das beste Madrid der letzten Jahre gesehen: Sie sind zu langen Ballbesitzphasen fähig, können verteidigen, rennen, hoch pressen, tief stehen… Man kann sie nur beglückwünschen.“
…das vermeintlich einfach Gegentor zum 0:1:„Es ist oft passiert diese Saison, vor allem am Anfang, ja. Wir müssen daraus lernen.“
…die Frage, ob er sein Team als ohnmächtig wahrgenommen habe:„Nein, das nicht. Wir waren ein fantastisches Team, dieses Jahr sind wir es auch verschiedenen Gründen nicht. Wir haben etwas einzigartiges in unserem Land und in Europa erreicht. Wir haben die Champions League einmal gewonnen und waren schon viele Male hier. Jetzt gilt es, Entscheidungen zu treffen und unter die ersten Vier zu kommen, um sich wieder zu qualifizieren.“
…das Ende eines Zyklus:„Ein wenig. Die Dinge sind niemals für ewig, manche Spieler haben ein gewisses Alter erreicht. Wir haben viele Jahre die Premier League gewonnen, waren in der Champions League immer vorne mit dabei… Sie befinden sich in der besten Verfassung der Saison.“
…die Nichtberücksichtigung von Erling Haaland:„Er war verletzt. Oder denken Sie, er hätte nicht gespielt, wenn er fit wäre?“
Dias: „Waren nicht gut genug“
RUBEN DIAS: „Wir waren nicht gut genug. Wir haben jede Menge zu verbessern, müssen viel besser auftreten. So ist Fußball. Du musst im richtigen Moment gut genug sein und wenn du das nicht bist, übernimmt der Fußball. Die Enttäuschung wiegt diesmal eventuell etwas schwerer, weil wir es nicht mögen, zu verlieren. Wir sind nicht gerne in dieser Position. So tut es noch viel mehr weh. Wir nehmen das nicht einfach so hin. Der einzige Weg, um besser zu werden, ist nach vorne zu schauen und es einfach zu akzeptieren. Wir waren heute schlichtweg nicht gut genug. Ich sage das ohne Probleme. Wir waren nicht besser als sie. Deshalb sind sie verdient weiter.“
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Mit seinem ersten Saisontor bei Inter Mailands 2:1-Sieg über die AC Fiorentina hat Marko Arnautovic am Montag in der Serie A die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Der ÖFB-Rekordteamspieler kam in der 28. Minute für den angeschlagenen Marcus Thuram und verwertete bald nach der Pause eine Hereingabe von Carlos Augusto per Kopf (52.). Die Gazzetta dello Sport feierte ihn als „Matchwinner“ und geizte nicht mit Lob.
„Arnautovic bringt Inter Glück: Er wird zu Beginn der zweiten Halbzeit eingesetzt, und Inter schafft den Sieg“, kommentierte Gazzetta dello Sport. „Coach Inzaghi schenkt Arnautovic Vertrauen, und der Stürmer entscheidet das Match. Er führt Inter immer näher an Tabellenführer SSC Napoli“, lobte Tuttosport. „Arnautovic ist immer am richtigen Platz, sein Tor wiegt Gold“, kommentierte die römische Tageszeitung La Repubblica.
„Arnautovic unterbricht eine lange Durststrecke“
„Arnautovic unterbricht eine lange Durststrecke. Mit dem richtigen Temperament kämpft er vor dem Tor in der Phase, in der das Match für Inter besonders heikel wird“, kommentierte Corriere dello Sport. Laut dem Blatt sei der Wiener ein Spieler, der dank seines Charismas und seiner engen Beziehung zu den Teamkollegen für den Zusammenhalt der Mannschaft besonders wichtig sei.
In der laufenden Saison war es erst der neunte Liga-Einsatz für den 35-jährigen Arnautovic, der auch in der Champions League und im Cup je einmal getroffen hat. Gegen die Fiorentina war Inter durch ein Eigentor von Ex-Salzburger Marin Pongracic (28.) in Führung gegangen, der Ausgleich durch einen Elfmeter von Rolando Mandragora (44.) gefallen.
Dortmund (dpa) – Die Bosse von Borussia Dortmund schauten ernst und ratlos, die Fans schickten ihre schwer verunsicherten Profis mit verhaltenem Applaus in die Kabine. Der BVB steht nach einer trostlosen Nullnummer gegen Sporting Lissabon zwar im Achtelfinale der Champions League – hat dabei aber alles andere als eine magische Europacup-Nacht erlebt.
Dem in der Bundesliga übel abgestürzte Revier-Riesen bleibt die Königsklasse immerhin als Trostpflaster. „Wir haben nicht mehr gemacht als nötig. Es war ein kontrolliertes Weiterkommen, würde ich sagen. Nichtsdestotrotz müssen wir lernen, solche Spiele zu gewinnen“, sagte Kapitän Emre Can nach dem 0:0 im Playoff-Rückspiel.
Grimmige Mienen von Watzke und Co.
Der verschossene Elfmeter von Serhou Guirassy (59. Minute) stand sinnbildlich für den wankenden BVB, der vom deutlichen 3:0 in Portugal im Hinspiel zehrte. Auf der Tribüne zeigten Hans-Joachim Watzke, Lars Ricken und Matthias Sammer grimmige Mienen, die so gar nicht zum Erreichen der Runde der letzten 16 passten. Wohl aber zur gezeigten Leistung vor 80.300 Zuschauern im nicht komplett ausverkauften EM-Stadion.
Am Freitag (12.00 Uhr) wird dem BVB entweder der OSC Lille oder Aston Villa als Gegner für das Achtelfinale zugelost. Auch dies scheint trotz der aktuellen Lage des kriselnden Bundesliga-Elften machbar. „Ich schätze die Mannschaften ähnlich stark ein“, sagte Can. Als deutsche Vertreter stehen zudem Bayer Leverkusen und Bayern München unter den letzten 16 Teams.
BVB-Coach Niko Kovac war zufrieden (Foto: Bernd Thissen/dpa)
Trainer Niko Kovac hatte vor dem Spiel angekündigt, das ramponierte Selbstbewusstsein seiner Profis stärken und in erster Linie über deren Stärken sprechen zu wollen. „Der Kopf macht die Beine müde beziehungsweise schwer. Wir müssen schauen, dass der Kopf frei und leicht ist“, hatte der neue BVB-Coach unmittelbar vor der Partie bei DAZN gesagt.
Kovac stärkt seine Profis zunächst
So erhielten einige der zuletzt so enttäuschenden Spieler trotz der beiden Niederlagen in den ersten beiden Ligaspielen unter Kovac erneut eine Chance. Unter anderem blieb auch Marcel Sabitzer in der Startelf. Der Österreicher war es auch, der nach 27 Minuten mit einem satten Schuss ein erstes Zeichen setzte. Sporting-Keeper Rui Silva musste mit einer Glanztat retten.
Dortmunder spielte recht gefällig und war klar spielbestimmend. Viele Torchancen kamen dabei aber nicht herum. Lissabon war zudem offensiv extrem ungefährlich und das Spiel somit recht ereignisarm.
Zur zweiten Halbzeit hatte Kovac dann aber offenbar genug vom erneut ganz schwachen und lustlos wirkenden Jungstar Jamie Gittens. Der Engländer musste in der Pause runter, für ihn kam Maximilian Beier. Die Dortmunder blieben feldüberlegen, agierten aber zumeist ungefährlich. Die Verunsicherung der jüngsten Bundesliga-Ereignisse spielte beständig mit.
Auch der zuletzt enttäuschende Julian Brandt bekam wieder eine Chance. (Foto: Bernd Thissen/dpa)
Guirassy scheitert kläglich vom Punkt
Wie es um das Nervenkostüm bestellt ist, zeigte sich nach knapp einer Stunde, als Guirassy einen Foulelfmeter kläglich verschoss. Die Ausführung des Angreifers, die Silva fangen konnte, kam einem Rückpass gleich. Der Sporting-Keeper hatte Karim Adeyemi zuvor von den Beinen geholt. Kurz darauf musste auch Guirassy runter.
Der BVB hatte weiterhin deutlich mehr Ballbesitz, es fehlte aber der letzte Zug zum Tor. Überhaupt wirkte das gesamte Spiel pomadig und tempoarm. Trotz des Weiterkommens dürfte Kovac noch viel Arbeit vor sich haben. Der 53-Jährige hatte ohnehin die Champions League derzeit nur als I-Tüpfelchen bezeichnet.
Entscheidend ist für Kovac vorerst das Auftreten in der Liga. Dort ist am Samstag gegen Union Berlin ein Sieg Pflicht, um eine erneute Teilnahme an der Champions League nicht völlig unwahrscheinlich werden zu lassen. Aktuell liegen die Westfalen acht Punkte hinter Rang vier.
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Trainer Frank Schmidt sieht in dem Zittern des FC Bayern in der Champions League ein warnendes Beispiel für die Aufgabe des 1. FC Heidenheim in der Conference League. Wie der deutsche Rekordmeister gehen die Heidenheimer mit einem 2:1 aus dem Hinspiel in ihr Rückspiel am Donnerstag (18.45 Uhr/Nitro und RTL+) gegen den FC Kopenhagen.
«Man hat gedacht, man kann vorhersagen, wer eine Runde weiterkommt. Da hat man gesehen, wie es im Fußball geht», sagte Schmidt über das Spiel der Bayern. «Null Komma null wiegen wir uns in Sicherheit.»
Die Bayern qualifizierten sich nach einem Rückstand erst dank des 1:1 in der Nachspielzeit gegen Celtic Glasgow für das Achtelfinale. Die Heidenheimer haben in der Conference League bei ihrem Europapokal-Debüt die Chance auf den Sprung in die Runde der besten 16. Allerdings sind sie anders als die Bayern in ihrem Duell mit Kopenhagen Außenseiter und stecken in der Bundesliga in der Krise.
Schmidt: Negativerlebnisse aus der Bundesliga «uninteressant»
Das Erfolgserlebnis im Hinspiel mache es leichter, in die Europapokal-Partie zu gehen als in ein Bundesligaspiel, sagte Schmidt. «Diese Negativergebnisse der Bundesliga sind einfach uninteressant», so der 51-Jährige. «Umgekehrt heißt es nicht, wenn wir weiterkommen, dass es dann in der Bundesliga automatisch einfacher wird.»
Schon aus dem Hinspielerfolg in Dänemark hatten sich die Heidenheimer einen Schub für den Abstiegskampf erhofft. Sie hatten dann aber beim 0:2 gegen den FSV Mainz 05 am vergangenen Sonntag die fünfte Liga-Niederlage in Serie hinnehmen müssen.
Vor dem Zwischenrunden-Rückspiel sind Leonardo Scienza, Omar Traoré und Sirlord Conteh angeschlagen und vor dem Abschlusstraining fraglich. Maximilian Breunig fällt mit einer Sprunggelenksverletzung aus.
Schmidt hätte lieber Gäste-Fans im Stadion
Schmidt bedauert, dass die Gäste aus Dänemark ohne eigene Fans anreisen. Kopenhagen wurde nach zuletzt schweren Pyrotechnik-Zwischenfällen mit einem Fan-Ausschluss bestraft.
Sollte der FC Heidenheim das Weiterkommen schaffen, wäre er der erste Bundesligist im Achtelfinale des erst 2021 eingeführten Wettbewerbs. Mögliche Gegner in der Runde der besten 16 wären der englische Topclub FC Chelsea oder Vitoria Guimarães aus Portugal. Die Auslosung ist am Freitag.
Aktienemittent Borussia Dortmund verlor das nächste Spiel in der 1sten Bundesliga, Anleiheemittent Hertha BSC Berlin dagegen zum vierten Mal in Serie.
Neuer Trainer in Dortmund, weiterhin kein Fortune in der Bundesliga. Auch beim – jetzt ehemaligen Tabellenschlusslicht – VFL Bochum ging die Borussia sang- und klanglos mit 2:0 unter. Ex-Nationalspieler Niklas Süle zeigte eindrücklich, warum er auf der Bank besser aufgehoben wäre als im Spiel: Der Pass zum Gegentor muss beinahe als Vorlage für ihn gewertet werden. Man kann es nur noch einmal betonen: Die Abwehr der Borussia ist eine Katastrophe. Aber auch die Offensive tat sich am Samstag gegen den Tabellenletzten nicht wirklich hervor, sondern glänzte durch das Vergeben diverser Großchancen. Ein 3:2 Auswärtssieg hätte drei Punkte gebracht, aber die Hauptbaustelle(n) vernebelt.
Echte Liebe, hart auf dem Prüfstand: Borussia Dortmund in der 1sten Bundesliga
Platz 11 mit 29 Punkten. Zugegeben, zu den internationalen Rängen sind es nur sechs Punkte, bis zur Champions League sind es acht. Allerdings liegt die obere Tabellenhälfte abgesehen von Meister und Ex-Meister auch sehr dicht beisammen – dort noch hineinzustoßen, sieht für die Borussia derzeit weiter entfernt denn je aus.
In Berlin darf man sich wohl auf die gefühlt 17nte Interimsübernahme durch Pal Dardai einrichten bis Ende der Saison. Die Hertha verlor auch das vierte Spiel in Serie, sogar nach Führung. Die Hertha hat zwar in diesen vier Spielen gegen drei Ex-Tabellenführer der 2ten Bundesliga verloren (was in dieser Saison gar nichts heißt), allerdings auch gegen Schlusslicht Jahn Regensburg. Vom derzeitigen BSC-Trainer wird man nach BondGuide-Prognose nie wieder etwas hören – genau wie vorher also. Wo graben die Hauptstädter eigentlich diese Namen immer wieder aus? – während Urgewächs Dardai sich einen schlanken Fuß auf der Tribüne macht und nur mitleiden darf.
In den Sonntagsspielen kann Schalke 04 mit einem Sieg gegen Karlsruhe erstmals in dieser Saison an Tabellennachbar Hertha vorbeiziehen. Sogar ein Unentschieden würde reichen – es wurde ein 2:1.
Der vierte Kapitalmarktemittent, der SV Werder Bremen, steht bereits vor der Borussia und könnte sich nur um einen Tabellenplatz verbessern, und zwar vor den FSV Mainz. Im Heimspiel gegen die co-abstiegsbedrohte TSG Hoffenheim besteht eine gute Möglichkeit dazu. Indes, es wurde eine nicht sehr ansehnliche Heimpleite 1:3 gegen Hoffenheim. Trotz Führung. Werder muss nun kleinere Brötchen backen – nach oben ist der Zug endgültig abgefahren.
Falko Bozicevic
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An Julian Brandt scheiden sich im deutschen Fußball die Geister. Für die einen ist er ein Ausnahmespieler, für die anderen ein Schönwetterprofi, der zu oft abtaucht. Wo liegt die Wahrheit? Wir blicken auf die Zahlen.
Von Chris Lugert
Möchte man die aktuelle Debatte um Julian Brandt verstehen, genügt ein Blick auf die letzte Aktion im Bundesliga-Heimspiel von Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart am 21. Spieltag.
Der BVB liegt mit 1:2 hinten, bekommt in der absoluten Endphase der Nachspielzeit aber noch einmal einen Freistoß aus aussichtsreicher Position. Die Stuttgarter stellen nur einen Mann in die Mauer.
Brandt legt sich den Ball zurecht und kann aus halblinker Position entweder selbst den Torschuss versuchen oder eine Flanke in den Strafraum schlagen. Der 28-Jährige will offenbar flanken – und jagt den Ball weit ins Toraus.
Am generellen Talent von Julian Brandt gibt es im deutschen Fußball nur wenige Zweifel. Doch erzeugt der Mittelfeldspieler zu selten den Eindruck, ein Unterschiedsspieler sein zu können – vor allem, wenn es für sein Team nicht läuft.
Stattdessen hat sich Brandt inzwischen den Ruf eingehandelt, zu oft abzutauchen, wenn es darauf ankommt. Zudem mangele es ihm an Führungsqualitäten, die ein erfahrener Spieler wie er einbringen müsse, lautet dien Kritik.
Das Wichtigste in Kürze
Nach der 0:2-Niederlage beim VfL Bochum entbrannte die Diskussion neu. “Sky”-Experte Dietmar Hamann kritisierte Brandts Leistung als “unterirdisch” und legte dem BVB nahe, den Spieler zu verkaufen.
Brandt auf einer Stufe mit Musiala und Wirtz?
BVB-Trainer Niko Kovac hingegen hält große Stücke auf Brandt. “Wir sind uns alle glaube ich einig, dass Jule neben Wirtz und Musiala in diese Range dazugehört”, hob er ihn auf eine Stufe mit den beiden deutschen Ausnahmespielern.
Im vergangenen November erhielt Brandt nach einjähriger Abstinenz wieder eine Einladung von Bundestrainer Julian Nagelsmann, der in Brandts Qualitäten ganz offensichtlich auch einen Mehrwert sieht.
Was aber sagen die Zahlen in der Bundesliga, gerade im Vergleich der drei Offensivkräfte?
Statistisch ist Brandt ein essenzieller Faktor für den BVB. Er kreiert pro 90 Minuten Einsatzzeit in der Liga etwas mehr als eine halbe Großchance – klarer Bestwert bei Dortmund. Damit befindet er sich im Ligavergleich in den Top-15 und sogar vor Musiala.
Brandt liegt in dieser Kategorie gleichauf mit Kevin Stöger von Borussia Mönchengladbach, allerdings ein gutes Stück hinter Wirtz, der auf fast 0,7 kreierte Großchancen pro 90 Minuten kommt. An der Spitze steht Bayerns Michael Olise.
Ganz vorne mit dabei ist Brandt auch bei den Torschussvorlagen. Pro 90 Minuten legt er knapp 2,4 Schüsse auf – damit lässt er sowohl Wirtz als auch Musiala hinter sich. Der BVB-Profi ist also sehr wohl präsent und Dreh- und Angelpunkt seines Teams.
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BVB: Ärger um Gittens? Kovac erklärt Wechsel-Disput
Was Musiala und Wirtz aber so besonders macht, ist ihre Stärke in den Eins-gegen-eins-Duellen. Beide suchen häufig das Dribbling und gewinnen jeweils auch prozentual mehr als die Hälfte der Duelle.
Da kann Brandt nicht mithalten. Er ist kein Spielertyp, der oft ins Dribbling geht – und wenn doch, dann gewinnt er weniger als 40 Prozent der Duelle. Dieses fehlende Spektakel-Element kann dazu beitragen, den Eindruck entstehen zu lassen, er sei phlegmatisch.
Brandt in anderer Rolle beim BVB
Allerdings interpretiert Brandt seine Rolle anders und ist auch in ein anderes Offensivkonstrukt eingebunden. Der BVB agiert traditionell mit schnellen, wendigen Flügelspielern, die über Außen mit Tempo die direkten Duelle und den Abschluss suchen.
Damit ist Brandt in dieser Rolle gar nicht gefordert. Er ist eher ein klassischer Zehner der älteren Schule, der das Spiel lenkt und seine Mitspieler in Szene setzt. In der laufenden Saison kommt er wettbewerbsübergreifend erst auf vier Tore, aber bereits zehn Assists.
Wirtz und Musiala hingegen haben andere Rollen. Bayer Leverkusen agiert ohne klassische Außenstürmer, Jeremie Frimpong und Alejandro Grimaldo sind Schienenspieler mit anderen Aufgaben. Dadurch ist Wirtz automatisch mehr in der Verantwortung, den direkten Abschluss und daher auch die Dribblings zu forcieren.
Musiala durchlief in England eine ganz andere Ausbildung, die von jeher mehr Fokus auf die individuelle Ausbildung und nicht so sehr auf den taktischen Aspekt legt. Zwar spielen die Bayern eine ähnliche Grundordnung wie der BVB, dennoch ist Musiala trotz ähnlicher Position ein ganz anderer Spielertyp als Brandt.
Fairness-Tabelle: BVB sind die Raubeine der Bundesliga – das Ranking
BVB auf Platz 18: Die Bundesliga-Fairness-Tabelle 2024/25 Dortmund ist neues Tabellen-Schlusslicht – im Fairness-Ranking. Schuld daran ist die Rote Karte für Julian Ryerson (Mi.) zuletzt gegen Stuttgart. ran zeigt die Fairness-Tabelle der bisherigen Bundesliga-Saison 2024/25. (Stand: 11. Februar 2025, Quelle: transfermarkt.de, Anmerkung zur Punktebewertung: Gelbe Karte= 1 Punkt, Gelb-Rote Karte = 3 Punkte, Rote Karte = 5 Punkte)
Platz 1: FC Bayern München Punkte: 31 Gelbe Karten: 31 Gelb-Rote Karten: 0 Rote Karten: 0
Was Brandt allerdings tatsächlich abgeht und in Spielen häufig zu beobachten ist, ist seine defensive Zurückhaltung, um nicht zu sagen: Abwesenheit. Nun ist der Zweikampf keine Kompetenz, an der überragende Offensivspieler zuvorderst gemessen werden.
Brandt defensiv zu schwach
Gerade in einer Debatte hinsichtlich Mentalität und Einsatz, wie sie beim BVB aktuell geführt wird, kann er aber zumindest ein Hinweis sein. Und der ist bei Brandt extrem. Weniger als 40 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnt Brandt – ein unterirdischer Wert, auch für einen Zehner.
Wirtz kommt in dieser Statistik immerhin auf gut 47 Prozent, Musiala sogar auf rund 55 Prozent. Es ist der wohl gravierendste Unterschied, zumal beim BVB seit Wochen und Monaten eben jene fehlenden Basics wie Zweikampfführung angeprangert werden.
Als Fazit lässt sich deshalb festhalten: In Sachen Kreativität und Spielwitz ist Brandt einer der Topspieler der Bundesliga, der sich auch hinter Musiala und Wirtz teilweise nicht verstecken muss. Insofern hat Kovac durchaus nicht unrecht, zumal Brandt der Treiber der BVB-Offensive ist.
Doch aufgrund seines Alters und seiner Rolle beim BVB ist er noch in anderen Bereichen gefordert. Als Leader seines Teams, der auf dem Platz vorangeht. Der auch mal Zeichen setzt, wenn es sein muss. Das kann er nicht erfüllen. Weshalb die öffentliche Meinung über ihn manchmal sehr negativ ist – vielleicht zu negativ.
Leverkusen/Barcelona. Nationalspieler Jonathan Tah hat sich offenbar auf einen neuen Klub festgelegt. Er wird Bayer Leverkusen nach zehn Jahren verlassen.
Nationalspieler Jonathan Tah von Bayer Leverkusen scheint sich für einen Wechsel zum FC Barcelona entschieden zu haben – und damit für den deutschen Trainer Hansi Flick. Das zumindest berichtete die katalanische Zeitung Mundo Deportivo. Beide kennen sich bereits bestens aus Flicks Zeit als deutscher Nationaltrainer.
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Der Innenverteidiger von Bayer Leverkusen, dessen Vertrag im Juni ausläuft und der somit im Sommer ablösefrei zu haben ist, hatte auch einige andere Interessenten. Unter anderem der FC Bayern soll ein finanziell sehr großzügiges Angebot abgegeben haben. Doch aus dem Umfeld des Spielers ist zu hören, dass es Tahs Wunsch ist, zukünftig das Trikot des FC Barcelona zu tragen. Der 29-jährige wäre damit die erste Verstärkung der Katalanen für die neue Saison. Schon bald soll ein Treffen in Spanien stattfinden, um letzte Details zu klären und die Verpflichtung des deutschen Nationalspielers abzuschließen.
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Sowohl der FC Barcelona als auch der FC Bayern buhlten bereits im letzten Sommer intensiv um den Innenverteidiger. Doch Bayer Leverkusen wollte den Nationalspieler partout nicht gehen lassen – und wird ihn nach der Saison nun ablösefrei ziehen lassen müssen. So viel steht fest. Denn verlängern wird Tah seinen Vertrag bei der Werkself definitiv nicht mehr.
Erster Kontakt zwischen Tah und Barça bereits im Dezember
Als der FC Barcelona im Dezember in der Champions-League bei Borussia Dortmund gastierte, gab es laut Mundo Deportivo wohl bereits erste Gespräche zwischen Vertretern der Katalanen und den Agenten von Jonathan Tah. Aufgrund der FIFA-Regularien – offiziell konnte Tah bis zum 1. Januar nicht frei verhandeln, mit wem er wollte – zog es der Innenverteidiger aber vor, weitere Angebote abzuwarten, bevor er sich entschied.
Nun scheint er diese Entscheidung getroffen zu haben. Und zwar für seinen Kindheitstraum. Denn schon als Jugendlicher sei Tah großer Fan des FC Barcelona gewesen. Obwohl das Angebot des FC Barcelona niedriger zu sein scheint, als das des FC Bayern, soll von Seiten des Spielers alles klar sein. Bei Barcelona selbst müssten allerdings noch einige Dinge intern geklärt werden. Denn um den Tah-Deal finanziell stemmen zu können, muss der finanziell gebeutelte Verein einen Kaderplatz frei machen und einen anderen Innenverteidiger abgeben. Ex-Gladbacher Andreas Christensen könnte dieser Spieler sein.
Borussia Dortmund muss am Samstag (15:30 Uhr) beim VfL Bochum die rechte Abwehrseite neu besetzen. Durch die Sperre von Julian Ryerson wäre Yan Couto eine naheliegende Alternative, doch die Startelfrolle dürfte wohl Waldemar Anton übernehmen.
Trainer Niko Kovač erklärte auf der Pressekonferenz, dass er sich noch einen genaueren Eindruck von Couto machen müsse: „Ich bin knapp zehn Tage hier und muss mir noch ein klareres Bild machen.“ Der Brasilianer sei erst vor kurzem in die Bundesliga gekommen, während andere Spieler bereits etabliert seien. Zudem sei er „schon eher ein Wingback als ein Fullback“.
Dennoch dürfte Couto in den kommenden Wochen seine Chance bekommen. „Er wird auch seine Minuten bekommen, die Frage ist wann und wie schnell“, so Kovač. Für das Bochum-Spiel habe der BVB-Coach bereits eine Lösung gefunden: „Wir haben da schon eine gute Idee und ich hoffe, dass diese auch aufgeht.“
Quelle: Pressekonferenz
LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren
Neuer Job für Edin Terzic (42)?Laut dem Online-Portal „TeamTalk“ soll der Ex-BVB-Trainer ein potenzieller Nachfolge-Kandidat für Ange Postecoglou (59) bei Tottenham Hotspur sein.Lesen Sie auchDer aktuelle Spurs-Coach ist nach einer bislang enttäuschenden Saison angezählt. Innerhalb von vier Tagen flog Tottenham zuletzt aus dem Liga-Pokal (gegen Liverpool) und dem FA-Cup (gegen Aston Villa). In der Premier League rangieren die Londoner nur auf Platz 14 – zehn Zähler vor den Abstiegsplätzen, 14 hinter einem Europa-Quali-Platz. Noch soll Spurs-Besitzer Daniel Levy (41) alle Hebel in Bewegung setzen, um Postecoglou halten zu können. Parallel laufen dem Bericht zufolge im Hintergrund aber schon Vorbereitungen für den Fall der Fälle. Sollte dieser eintreten, haben die Bosse eine Kandidatenliste zur Hand, auf der unter anderem auch der Name von Edin Terzic stehen soll.Spektakulärer Abgang?: Vinicius winkt dieses Mega-GehaltQuelle: BILD14.02.2025An Gerüchten um die Zukunft von Terzic mangelte es in den letzten Wochen und Monaten nicht. Mal wurde er mit einem Engagement in Rom in Verbindung gebracht, mal mit einem Job in England und sogar mit einem Posten beim iranischen Klub Persepolis.Nun könnte sich für Terzic eine Tür auf der Insel öffnen, wo er einen exzellenten Ruf genießt. Bei Tottenham würde er zudem auf einen alten Bekannten aus der Bundesliga treffen.Kurz vor Ende des Winter-Transferfensters wechselte Bayern-Star Mathys Tel (19) per Leihe zu Tottenham. Die Spurs haben am Ende der Saison eine Kaufoption in Höhe von 60 Mio. Euro. Nach BILD-Informationen kann Tottenham Tel nur im Sommer kaufen. Und: Tel muss dem Deal selbst zustimmen, sich dann mit den Spurs auf einen neuen Vertrag einigen.Bis Ende der Saison von den Bayern an Tottenham verliehen: Mathys Tel (19)Foto: Paul Childs/Action Images via ReutersZuletzt war Terzic von Juli 2022 bis Juni 2024 Cheftrainer bei der Borussia, wurde 2023 Vizemeister, verlor die Schale erst am letzten Spieltag. In der vergangenen Saison gelang der Einzug ins Champions-League-Finale, das der Ruhrpott-Klub mit 0:2 gegen Real Madrid verlor. Seit seinem Dortmund-Rücktritt ist der Trainer ohne Posten.
Nach dem klaren Sieg bei Sporting steht Dortmund mit einem Bein im Achtelfinale. Die Noten und Einzelkritiken der BVB-Spieler. Dank einer erheblichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte fährt der BVB mit einem 3:0-Sieg im Gepäck zurück nach Dortmund. Besonders Serhou Guirassy war sinnbildlich für den Auftritt der Borussia bei Sporting Lissabon.Hier geht’s zum Spielbericht.