Spannendes Aufstiegsrennen in der zweiten Fußball-Bundesliga: 13 Spieltage vor dem Ende rechnen sich noch fast die Hälfte aller Teams Chancen aus. Mittendrin ein Allgäuer: Offensivmann Alexander Nollenberger aus Woringen. Mit dem 1. FC Magdeburg liegt er auf Tabellenplatz vier – und das, obwohl der Traditionsklub aus Sachsen-Anhalt noch kein Heimspiel gewonnen hat. „Das Gesetz der Serien. Aber jede Serie endet irgendwann“, sagt der 27-Jährige. An diesem Freitag soll es soweit sein: Ab 18.30 Uhr empfangen die Blau-Weißen den Ligaprimus 1. FC Köln, der mit 40 Punkten dem FCM (35) fünf Zähler voraus ist.
Gilt als Topkandidatin für das Amt der DFB-Kapitänin: Giulia Gwinn.Bild: dpa / David Inderlied
Frauen-Bundesliga
Die Frauen-Bundesliga ist in vollem Gange, 14 von 22 Spieltagen sind absolviert. Eintracht Frankfurt führt das Rennen um die Meisterschaft an, auf Rang zwei lauern die Bayern-Frauen, die am Mittwochabend ins DFB-Pokal-Halbfinale eingezogen sind.
Die nationalen Wettbewerbe sind aber bei weitem nicht das einzige Highlight, welches der Frauenfußball in diesem Jahr zu bieten hat. Im Sommer findet die Europameisterschaft der Frauen in der Schweiz statt. Eröffnet wird das Turnier am 2. Juli, zwei Tage später bestreiten die DFB-Frauen ihr erstes Spiel gegen Polen.
In Vorbereitung auf die EM trifft sich das DFB-Team von Bundestrainer Christian Wück bereits am kommenden Montag. Eingeladen sind 23 Spielerinnen, darunter Jule Brand, Laura Freigang und Giulia Gwinn.
Im Rahmen dessen absolvieren die DFB-Frauen zwei Spiele in der UEFA Women’s Nations League. Den Auftakt machen die Fußballerinnen am 21. Februar gegen Gastgeber Niederlande. Vier Tage später steht in Nürnberg das erste Heimländerspiel des Jahres an. Der Gegner: Österreich.
DFB-Kapitänin steht fest, Bundestrainer hält sich bedeckt
Bis zur EM darf an dem Kader noch ordentlich gerüttelt werden. Wie der Bundestrainer auf einer Pressekonferenz des Verbandes mitteilte, werde er “die Tür für alle Spielerinnen bis zur finalen Nominierung” noch offen halten. Derweil steht allerdings schon fest, wer künftig die Kapitänsbinde tragen wird:
“Die Entscheidung über die Kapitänsrolle ist gefallen, aber ich werde zuerst mit der Mannschaft sprechen und dann die Öffentlichkeit informieren.”
Topkandidatin auf das Amt ist Giulia Gwinn. Die Spielerin des FC Bayern München trug nach dem Rücktritt von Alexandra Popp die Kapitänsbinde. “Es ist ein Amt, was zu groß ist zum Spekulieren und zu viel Wert hat”, sagte Gwinn nach dem Testspiel gegen England im vergangenen Oktober.
DFB ernennt Kapitänin: Giulia Gwinn als Topkandidatin
Etwa fünf Monate später wurde sie erneut mit der Kapitänsfrage konfrontiert. Nachdem die Bayern-Frauen mit 4:1 nach Verlängerung im DFB-Pokal-Viertelfinale gewonnen hatten, musste Gwinn vor die Kamera treten. Und kam etwas ins Schmunzeln.
Die Reporterin von Sky habe von Christian Wück erfahren, dass er bereits mit der künftigen Kapitänin gesprochen hätte. “Sie lächeln so”, stellte die Reporterin fest, Gwinn zugewandt. Die Bayern-Spielerin hielt sich jedoch bedeckt: “Wir warten mal den nächsten Lehrgang ab, würde ich sagen.”
Ein Statement von offizieller Seite steht also nach wie vor aus. Das Lächeln von Gwinn sei allerdings “vielversprechend”, merkte die Reporterin an und verabschiedete Gwinn mit den Worten: “Wir freuen uns weiterhin, dass Sie die Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft bleiben.”
Der Zug hat keine Bremse: Bayern-Frauen feiern Halbfinaleinzug
Nach dem Interview war der Abend für Gwinn aber noch nicht zu Ende. In der Kabine der Bayern-Frauen feierte sie ausgelassen zu dem Song “Der Zug hat keine Bremse”.
Auf Instagram ist zu sehen, wie die Spielerinnen springen, ihre Arme Richtung Himmel reißen und die Lyrics des Ballermann-Hits singen.
Allzu lange können die Bayern-Frauen aber nicht mehr feiern. Am Sonntag geht es bereits in der Bundesliga weiter. Um an Spitzenreiter Eintracht Frankfurt dranzubleiben, muss der Klub gegen Werder Bremen gewinnen. Erst am 22./23. März spielt München um den Einzug ins Pokalfinale.
Mehr als 57.000 Fans waren ins Stadion von Celtic Glasgow gekommen, Anhänger:innen aus Schottland und Deutschland. Beide Fanlager wollten ihre Mannschaft siegen sehen. Am Mittwochabend gab es allerdings nur einen glücklichen Gewinner. Sein Name lautete FC Bayern München.
Am 22. Spieltag der 2. Bundesliga kommt es zum Duell zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC. So sehen Sie die Partie live im TV und Stream.
Düsseldorf – Das Spiel des 22. Spieltags der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC findet am Samstag, 15. Februar 2025, in Düsseldorf statt. Anpfiff ist um 20.30 Uhr. Wir sagen Ihnen, wie Sie die Partie live im TV und Live-Stream verfolgen können.
Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC: 2. Bundesliga live im Free-TV?
Das Spiel des 22. Spieltags der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC wird vom Sender Sport1 live und in voller Länge im Free-TV übertragen.
Sport1 zeigt die Partie auch in der App oder online auf sport1.de im Live-Stream
Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC: 2. Bundesliga live im Pay-TV bei Sky
Die Partie Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC wird vom Pay-TV-Sender Sky live im TV übertragen.
Der Countdown zum Spiel in Düsseldorf startet am Samstag, 15. Februar 2025, um 20.00 Uhr auf Sky Sport mit den Vorberichten.
Um 20.30 Uhr ertönt der Anpfiff.
Um das Match live schauen zu können, benötigen Sie Sky
Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC: 2. Bundesliga im Live-Stream von Sky Go
Wenn Sie ein Pay-TV-Abo bei Sky haben, können Sie das Spiel auch im Live-Stream bei Sky Go verfolgen. Die App gibt es zum Download für Apple- und Android-Geräte im jeweiligen Store.
WOW TV, ehemals Sky Ticket, überträgt das Spiel Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC ebenfalls im Live-Stream. Auch dafür benötigen Sie allerdings ein Abonnement.
Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC: Wer holt sich den Sieg?
Der 22. Spieltag der 2. Bundesliga steht an und Fortuna Düsseldorf empfängt Hertha BSC. Die Zuschauer erwarten ein spannendes und intensives Duell, bei dem die Gastgeber als Favoriten gelten.
Am letzten Spieltag erreichte Düsseldorf lediglich ein 1:1-Unentschieden gegen Hannover 96 und bleibt somit vier Punkte hinter dem Relegationsplatz. Dennoch haben die Rheinländer das Potenzial, eine Siegesserie zu starten und im Aufstiegsrennen mitzumischen. Ein Sieg gegen Hertha BSC wäre entscheidend, um in der Tabelle nicht weiter zurückzufallen.
Hertha BSC hatte vor Saisonbeginn ambitionierte Ziele und strebte den Aufstieg in die Bundesliga an. Derzeit ist der Hauptstadtverein jedoch weit von diesem Ziel entfernt. Die Situation ist so angespannt, dass Cheftrainer Cristian Fiel nach der Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern zwar weiterhin das Vertrauen ausgesprochen wurde, bei einer Niederlage in Düsseldorf jedoch seine Position gefährdet sein könnte. (smr)
In der vergangenen Saison liefen Leroy Sane (l.) und die Bayern Leverkusen hinterher – jetzt ist es andersherum.
Foto: imago/Ulrich Wagner
Zwölf Monate können im Fußball eine Ewigkeit sein. Wenn Bayer Leverkusen am Samstagabend den FC Bayern empfängt, liegt das letzte Duell der beiden besten deutschen Fußballmannschaften in der BayArena genau 370 Tage zurück. Damals, am 21. Spieltag der Saison 2023/24, war es der Höhepunkt des Meisterschaftsrennens. Leverkusen ging als ungeschlagener Tabellenführer in die Partie. Und trotzdem gingen viele davon aus, dass der Rekordmeister das Überraschungsteam vom Rhein in die Schranken weisen würde.
Mit einem Sieg hätten die Bayern »Vizekusen« von Platz eins verdrängt und die natürliche Hackordnung in der Bundesliga wiederherstellen können. Es kam bekanntlich anders. Mit 3:0 watschte die Werkself die strauchelnden Bayern ab. Thomas Tuchels Taktikkniff mit einer Fünferkette ging komplett nach hinten los, und Bayern-Urgestein Thomas Müller gab nach der Niederlage neidisch zu: »Wir haben teilweise eine Verkopftheit in unserem Spiel. Wenn du da im Vergleich Leverkusen siehst: Da ist doch nicht jeder Schachzug geplant, wenn der Grimaldo rechts auftaucht, obwohl er Linksverteidiger ist. Die zocken einfach Fußball, die suchen Lösungen.« Nach dem Sieg hatte Bayer fünf Punkte Vorsprung auf den FC Bayern – am Ende der Saison waren es 18.
Ein Jahr nach der Vorentscheidung im letzten Meisterrennen reisen die Münchner wieder nach Leverkusen, diesmal am 22. Spieltag der Saison 2024/25 und unter komplett umgedrehtem Vorzeichen. Komfortable acht Punkte liegt der Rekordmeister bereits vor dem amtierenden Meister. Doch nicht nur in der Tabelle haben Bayern und Bayer die Rollen getauscht. Waren es in der vergangenen Saison noch die Leverkusener und ihr Trainer Xabi Alonso, die für ihre offensive Kreativität gefeiert wurden, sind es jetzt die Münchner, die im Angriffsspiel den Maßstab setzen.
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Unter Tuchel-Nachfolger Vincent Kompany spielt der FC Bayern wieder dominanten Ballbesitzfußball, wie es ihn in München zuletzt unter einem gewissen Pep Guardiola zu sehen gab. In Europas Topligen kommt aktuell nur der FC Barcelona an die 65 geschossenen Ligatore der Münchner heran – wobei Barça für seine 64 Treffer zwei Spiele mehr brauchte. So wie Leverkusen mit Xabi Alonso scheinen auch die Bayern mit Kompany ein großes Trainertalent gefunden zu haben. Ein Glücksfall, wenn man bedenkt, dass der 38-jährige Belgier nach diversen Absagen anderer namhafter Übungsleiter nur die F-Lösung der Bayern-Bosse war.
Während Kompanys Bayern vor allem mit ihrer offensiven Wucht punkten, hat Alonso Leverkusen in dieser Spielzeit insbesondere defensiv weiterentwickelt. Nach einer Flut von Gegentoren zum Saisonstart kann die Werkself inzwischen auch ohne Ball Spiele kontrollieren. Ein Ansatz, der sich insbesondere gegen starke Gegner auszahlen kann und auch schon Früchte getragen hat – etwa beim 1:0-Sieg gegen Inter Mailand in der Champions League oder bei den zwei Auswärtspartien der Leverkusener in dieser Saison in München. Sowohl beim 1:1 in der Hinrunde als auch beim 1:0-Auswärtssieg im DFB-Pokal-Achtelfinale waren die Bayern das dominante Team, hatten mehr Ballbesitz und Torschüsse, im Pokal sogar trotz einer 70-minütigen Unterzahl. Bayer agierte deutlich defensiver als beim furiosen 3:0-Erfolg vor einem Jahr und reiste trotzdem zweimal zufrieden nach Leverkusen zurück.
Vor dem Topspiel blieben die Bayern deswegen zurückhaltend, auch nach zuletzt sieben Bundesliga-Siegen in Folge. »Wir hatten in den letzten Spielen viele Probleme gegen Leverkusen. Wobei, wenn man die letzten beiden Spiele betrachtet, haben wir es kontrolliert, aber nicht so den Weg gefunden, ein Tor zu erzielen. Das müssen wir jetzt deutlich besser machen und trotzdem (…) nicht die Restverteidigung missachten«, erklärte Münchens Joshua Kimmich am Mittwoch nach dem 2:1-Sieg seiner Mannschaft im Hinspiel der Champions-League-Playoffs bei Celtic Glasgow.
Das Duell im Celtic Park war ein Paradebeispiel für die Stärken und Schwächen der Münchner. Eine Stunde lang spielten die Bayern die Schotten schwindelig und lagen verdient mit 2:0 in Führung. Aber als es darum ging, das Ergebnis kontrolliert nach Hause zu bringen, begann die Kompany-Elf zu wackeln, kassierte den Anschlusstreffer und musste am Ende sogar um den Sieg bangen. Diese defensive Stabilität in Spitzenspielen ist aktuell der Unterschied zwischen Bayern und Bayer. Hier sind die Leverkusener näher dran am Status eines absoluten Topteams.
Doch auch die Werkself hat noch ihre Probleme mit der eigenen Favoritenrolle. Zuletzt mühte sich Bayer in der Verlängerung mit viel Glück zu einem 3:2 im Pokal-Viertelfinale gegen den Lokalrivalen aus Köln. Beim Versuch, einigen Leistungsträgern danach etwas Erholung zu bieten, verkalkulierte sich Bayer-Coach Alonso mit seiner Rotation, sodass es am letzten Bundesliga-Spieltag nur zu einem 0:0 in Wolfsburg reichte. Am Samstag braucht Leverkusen deswegen unbedingt einen Sieg, um das Meisterschaftsrennen noch einmal spannend zu machen. Vielleicht kommt es deswegen sogar erneut zum Rollentausch, mit einer angriffslustigen Bayer-Elf und einem abwartenden Rekordmeister.
Jonas Hofmann erlebt derzeit die schwierigste Phase seiner Karriere. Zwar konnte sich der 32-Jährige in Leverkusen seinen Titeltraum erfüllen, doch sportlich spielt er unter Trainer Xabi Alonso gar keine Rolle mehr.
Xabi Alonso ist ein Freund großzügiger Rotationen. Mal tauscht er fünf Spieler aus, mal sechs, manchmal sogar noch mehr. Im vergangenen Double-Jahr erwies sich diese Vorgehensweise schließlich als Erfolgsformel. Der Spanier begründete sein munteres Wechselspiel einerseits damit, dass die Belastung inmitten der unzähligen englischen Wochen nur so zu bewältigen sei.
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Zum anderen gebe es Konkurrenz auf fast allen Positionen. Ausfälle wirkten sich daher deutlich weniger auf die Qualität des Spiels der Werkself aus.
Auch in der vorigen Woche war wieder die ganze Breite des Kaders gefragt, um die Strapazen des eng gestrickten Terminkalenders zu bewältigen. Am Sonntag das 3:1 gegen Hoffenheim, am Mittwoch 3:2 im Derby gegen Köln, dem einen kräftezehrende Verlängerung vorausging, Samstag schon das nächste Duell gegen Wolfsburg.
Eine Radikalrotation folgte, gleich achtmal baute Alonso seine Startelf in Niedersachsen um. Auffällig dabei: Alle einsatzbereiten Spieler durften in diesen doch stressigen Tagen mindestens einmal von Beginn an ran. Bis auf einen: Jonas Hofmann.
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Der 32-Jährige macht in Leverkusen offensichtlich keine leichte Zeit durch. Nachdem er bereits in der Rückrunde des Vorjahres seinen Stammplatz verloren hatte, geriet Hofmann nach einer schwereren Oberschenkelverletzung im Dezember völlig ins Hintertreffen und kämpft seitdem um sein Ansehen in der Mannschaft.
Gerade mal 34 Minuten stand er nach der Winterpause und seinem Comeback auf dem Rasen. Natürlich viel zu wenig für einen früheren Nationalspieler, der vor gut eineinhalb Jahren noch als absoluter Leistungsträger über den Rhein wechselte.
Hofmann? „Es ist nicht einfach für ihn“
Woran das liegt? „Er braucht Spielzeit. Es ist nicht einfach für ihn, diese Zeit zu haben“, sagte Alonso zuletzt, „wir haben gesprochen. Jonas ist bereit, wenn wir ihn brauchen.“ Nur braucht er ihn offenbar nicht mehr so richtig.
Zumindest war das im vollgepackten Januar selten der Fall. „Er hat die Erfahrung, er hatte aber auch diese einmonatige Verletzung im Dezember“, ergänzte der Baske mit Blick auf seinen Schützling, bevor er die Lage eindeutig beschrieb: „Aber ja, er braucht ein bisschen mehr Einsätze. Ich hoffe, dass er sie bekommt. Seine Stimmung ist dementsprechend – natürlich wollen alle spielen.“
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Fraglich ist allerdings, wann Hofmann in Leverkusen überhaupt wieder Spielpraxis sammeln und seinen Rhythmus finden kann. Selbst als mit Amine Adli und Martin Terrier die direkten Konkurrenten um den Platz im offensiven Mittelfeld neben dem gesetzten Zauberer Florian Wirtz verletzungsbedingt ausfielen, nutzte Alonso die Dienste des gebürtigen Heidelbergers nur mit kurzen Ausnahmen.
Adli ist nun zurück, er rückte in Wolfsburg (0:0) erstmals nach seinem Wadenbeinbruch wieder in den Kader. Zudem holte Bayer im Winter mit Emiliano Buendía einen weiteren spielintelligenten Zehner.
Keine guten Aussichten für Hofmann. Die Wahrscheinlichkeit, dass seine ohnehin geringen Spielanteile weiter sinken statt steigen, scheint groß. Zumal Leverkusen die Belastung von vier englischen Wochen in Folge erst einmal hinter sich gebracht hat.
Bis Anfang März wird es ruhiger, Alonsos Rotationen dürften entsprechend kleiner ausfallen. Eine verzwickte Lage, die der Betroffene realisiert hat. Hofmann lässt sich zwar nicht hängen, macht seinem Unmut aber zunehmend Luft.
Bei den letzten Heimspielen ging er stets als Erster aus dem Stadion. Wortlos, mit finsterer Miene, wenige Minuten nach Spielschluss, selbst bei positivem Endergebnis.
Hofmann kann seinen Frust nicht verbergen
Auch ein Frustschlag gegen die Kabinentür war dabei. Verübeln kann man ihm das wohl nicht, immerhin hatte sich Hofmann für die laufende Saison eine Menge vorgenommen.
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Nicht nur bei Bayer, auch beim Thema Nationalmannschaft. Dorthin wollte der zuletzt immer wieder schwächelnde Offensivspieler, der von Bundestrainer Julian Nagelsmann letztmals im November 2023 nominiert wurde, gerne zurückkehren.
Doch die Realität sieht anders aus. Selten war er wohl so weit vom DFB-Team entfernt wie in diesen Tagen – angesichts seiner Veranlagung ein mittelgroßes Fiasko. Leicht provokant könnte man inzwischen meinen: Hofmann hat sich schlichtweg verwechselt.
Natürlich erfüllte sich Hofmann seinen großen Lebenstraum von Titelgewinnen, sowohl die Meisterschale als auch den DFB-Pokal hielt er seit seinem vor gut anderthalb Jahren so viel diskutierten Wechsel zu Bayer Leverkusen in den Händen.
Dazu durfte er sich wieder auf internationaler Ebene, der Europa League und Champions League, präsentieren, was bei den in den letzten Jahren sportlich hinterherhinkenden Gladbachern nicht möglich gewesen wäre. Nur war das Investment im Nachhinein ein großes.
Titel statt Fußballromantik
In Gladbach hätte Hofmann ein absoluter Fixpunkt sein können. Geschäftsführer Roland Virkus bemühte sich intensiv, eine Mannschaft um ihn herum aufzubauen.
Wie einst Tony Jantschke, Patrick Herrmann oder Lars Stindl hätte Hofmann zu einer Legende werden können, die dem Verein auch in schwierigen Zeiten die Treue hält. Allerdings stellte er die Fußballromantik hinten an, stattdessen räumte er zwei Trophäen ab, die ihm niemand mehr nehmen kann.
Einziger Haken: Rein sportlich droht der Offensivspieler langsam in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Mehr als 533 Pflichtspielminuten waren ihm in der laufenden Saison noch nicht vergönnt.
Adli, Buendía, Nathan Tella und Terrier haben Hofmann, dessen Vertrag bis 2027 läuft, in Leverkusen allesamt den Rang abgelaufen. Sollten sich die Wege schon im Sommer wieder trennen, wäre sicherlich niemand überrascht.
Der FC Bayern hat auf den mutmaßlichen Anschlag in München reagiert. In einem offiziellen Statement drückt der Rekordmeister seine Anteilnahme aus.
Der FC Bayern hat mit Bestürzung auf den mutmaßlichen Anschlag in der Münchner Innenstadt reagiert. Wie der Verein am Donnerstagabend mitteilte, sei der Rekordmeister „in tiefer Anteilnahme bei den Betroffenen und ihren Familien“, heißt es in einem Statement, das auf der klubeigenen Homepage veröffentlicht wurde.
„München ist unsere Heimatstadt, und unsere Heimat wurde heute schwer erschüttert. Die Gedanken der FC Bayern-Familie sind mit den Betroffenen und ihren Angehörigen“, wird FCB-Präsident Herbert Hainer zitiert. „Wir wünschen allen von Herzen, dass sie schnell wieder gesund werden und dass sich die Betroffenenzahlen nicht noch weiter erhöhen.“
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Anschlag am Münchner Stiglmaierplatz
Am Donnerstag war ein Mann gegen 10:30 Uhr am Stiglmaierplatz in München mit seinem Auto in eine Gruppe von mehreren Menschen gefahren. Zu diesem Zeitpunkt fand dort nach Angaben der Polizei eine Demonstration der Gewerkschaft ver.di statt.
Ein Polizeisprecher sagte, der Fahrer des Wagens sei hinter der Gruppe und einem Polizeiauto hergefahren, habe diesen dann überholt, beschleunigt und sei in das Ende der Gruppe gerast.
Nach Angaben der Feuerwehr wurden mindestens 28 Menschen verletzt. Darunter seien auch Schwer- und Schwerstverletzte. Bei einigen könne Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden.
Bremen – Die Fußball-Frauen des SV Werder Bremen müssen sich einen neuen Trainer suchen. Einen Tag nach dem Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale teilte der Verein mit, dass Trainer Thomas Horsch nach der Saison den Verein verlassen wird.
Clemens Fritz: „Müssen wir natürlich akzeptieren“
„Thomas hat in den letzten vier Jahren zusammen mit Birte Brüggemann ein sehr starkes Fundament bei den Werder-Frauen gelegt und hat ein Team entwickelt, das sich in der Bundesliga etabliert hat“, sagte Clemens Fritz, Geschäftsführer Fußball, in einer Club-Mitteilung: „Seine nun getroffene Entscheidung müssen wir natürlich akzeptieren und auch respektieren.“
Der gebürtige Bremer Horsch hatte über lange Zeit bei Werder in den verschiedenen Positionen gearbeitet, unter anderem auch als Co-Trainer bei den Männern in der Bundesliga. „Ich hatte achteinhalb tolle Jahre bei Werder, zunächst bei den Männern in der 3. Liga, dann in der Bundesliga und jetzt die letzten vier Jahre bei den Frauen. Das ist eine Zeit, die ich nie vergessen werde und aus der ich ganz viel mitnehmen werde“, sagte Horsch. Jetzt sei der Moment gekommen, ein neues Kapitel aufzuschlagen.
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Durch den jüngst abgeschlossenen Aktienverkauf erhöht der 1. FC Union das Stammkapital seiner Stadion AG auf mehr als 30 Millionen Euro. Ein Erfolg? Sportökonom Christoph Breuer beantwortet die wichtigsten Fragen.
Wie viele Aktien wurden verkauft und was bedeutet das für das Stammkapital des Vereins?
Der 1. FC Union Berlin hat die Zeichnungsphase für neue Aktien der “An der Alten Försterei” Stadionbetriebs AG abgeschlossen. Vom 26. November bis zum 5. Februar wurden von den Mitgliedern, Sponsoren und Partnern mehr als 49.000 neue Aktien gezeichnet.
Allein der 1. FC Union Berlin e. V. nutzte sein Bezugsrecht für 40.000 Aktien. 900 Bestandsaktionäre zeichneten weitere 1.500 Aktien. Hinzu kommen rund 7.900 Wertpapiere für 5.900 Neuaktionäre. Der 1. FC Union Berlin e. V. hält künftig 75,75 Prozent der Anteile. Der Streubesitz, bestehend aus Bestands- und Neuaktionären, umfasst nun 24,25 Prozent.
Konkret bedeutet das: Der Verein hat durch seinen Aktienkauf selbst für eine Kapitalerhöhung von 20 Millionen Euro gesorgt. Hinzu kommen etwa 4,7 Millionen Euro durch Bestands- und Neuaktionäre und das bereits vorhandene Stammkapital.
Der Stadion AG des Fußball-Bundesligisten steht nach der Eintragung der Kapitalerhöhung somit ein Stammkapital von mehr als 30 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld soll in die geplanten Baumaßnahmen des Vereins fließen, insbesondere in das Stadion An der Alten Försterei, dessen Kapazität bis zum Sommer 2027 erweitert werden soll.
“Wir sind unserem Ziel, das Stadion An der Alten Försterei für die nächsten Generationen zu sichern, ein sehr wichtiges Stück nähergekommen”, wurde Union-Präsident Dirk Zingler in einer Vereinsmitteilung zitiert. “Die Stadion AG geht, dank einer nun sehr robusten Bilanz- und Eigenkapitalstruktur, gut gerüstet in die Zukunft.”
Union Berlin erhöht Stammkapital der Stadion AG auf mehr als 30 Millionen Euro
mehr
Wie viele Mitglieder waren zeichnungsberechtigt?
Zu Beginn der Zeichnungsphase hatte der 1. FC Union Berlin rund 68.000 Mitglieder, von denen 60.000 zeichnungsberechtigt waren. Vereinsangaben zufolge hätten 120.000 Aktien herausgegeben werden können. Stückpreis: 500 Euro.
Auf der Jahreshauptversammlung seiner Stadionbetriebs AG hatte der 1. FC Union im November angekündigt, durch die Kapitalerhöhung mithilfe der Aktien bis zu 60 Millionen Euro einnehmen zu wollen.
Welche Schlüsse lassen sich aus der (mangelnden) Beteiligung der Mitglieder ziehen?
“Erstmal muss man sagen, dass es für Union gut und wichtig ist, das Stadion auszubauen und zu modernisieren. Es ist auch gut und interessant, dafür eine vernünftige Eigenkapitalbasis zu schaffen”, meint Sportökonom Christoph Breuer, der als Professor für Sportmanagement an der Deutschen Sporthochschule Köln tätig ist. Man müsse differenzieren: “Die Idee, vinkulierte Namensaktien [Schmuckaktien, die nicht an der Börse gehandelt werden; Anm. d. Red.] für den Stadionausbau an die Mitglieder zu verkaufen, war nicht blöd. Aber: Wenn ich zumindest das implizite Ziel hatte, 120.000 neue Aktien an den Mann oder die Frau zu bringen, und dann ‘nur’ rund 49.000 Aktien verkaufen konnte, habe ich dieses Ziel natürlich nicht erreicht.”
Zumal man von den 120.000 Aktien ja noch die 40.000 abziehen müsse, “die der Verein selbst gezeichnet hat. Das heißt: von den verbleibenden 80.000 wurden keine 10.000 erworben. Das zeigt, dass diese Art der Finanzierung, die eine Liebhaberfinanzierung für Mitglieder ist, dann doch an enge Grenzen stößt und sich dadurch nicht beliebig viel Geld eintreiben lässt.”
Zusammenfassend könne man sagen, “dass dieses Angebot nur für etwa jedes zehnte Vereinsmitglied überzeugend und interessant war. Eine Erklärung könnte sein, dass viele Mitglieder funktionale Mitglieder sind: Sie sind primär Mitglied, um überhaupt an Tickets zu kommen”, so Breuer. “Das scheint die zentrale Motivation zu sein. Durch den Erwerb einer Aktie komme ich eben nicht leichter an Tickets – da steht der emotionale und symbolische Wert im Vordergrund.”
Ein weiteres Indiz für das überschaubare Interesse der Mitglieder ist, dass die Zeichnungsfrist ursprünglich schon am 10. Januar enden sollte – dann aber bis zum 5. Februar verlängert wurde. “Anscheinend sind nicht so viele Mitglieder bereit gewesen, diesen Weg mitzugehen”, sagt Sportökonom Breuer. Nichtsdestotrotz habe man die Eigenkapitalbasis gestärkt. Man sei aber noch weit von dem Investment entfernt, das für den Stadionausbau zu tätigen sei. “Wenn man von den 100 Millionen Euro ausgeht, die kolportiert wurden, ist man davon noch relativ weit weg. Zumindest dürfte es der Stadionbetriebs AG durch die Stärkung des Eigenkapitals aber besser gelingen, an Kredite für den Stadionausbau zu kommen.”
Was haben die Trikots der Eisernen mit all dem zu tun?
In der laufenden Saison hat der FCU bislang auf einen Haupt- und Trikotsponsor im klassischen Sinne verzichtet – und stattdessen auf der Arbeitskleidung der Spieler Werbung in eigener Sache betrieben. “proAF – Alte Försterei”, lautete bis zuletzt der Schriftzug auf den Trikots der Eisernen. So stehen rund 4,7 Millionen Euro, die der Verein durch den Aktienverkauf für den Stadionausbau eingenommen hat, auf der einen Seite – und fehlende Einnahmen in Millionenhöhe durch einen Haupt- und Trikotsponsor auf der anderen Seite.
Oder wie es Christoph Breuer formuliert: “Der Eigenkapitalerhöhung stehen auch Ausgaben gegenüber: klassische Werbeausgaben, Ausgaben für rechtliche und bankwirtschaftliche Beratung – und eben der Verzicht auf Einnahmen aus dem Trikotsponsoring. Letzteres steht zwar nicht explizit in den Büchern, sind aber klassische Opportunitätskosten, wenn Union in der ersten Saisonhälfte keine Einnahmen durch einen Trikotsponsor generiert.”
Wie Union-Mitglieder mit der “Alte-Försterei-Aktie” einen Teil des Stadions besitzen können
Vereinsmitglieder des 1. FC Union können sich seit Dienstag Anteile am Stadion An der Alten Försterei sichern. Der Verein erhofft sich Einnahmen in Millionenhöhe, die in den Stadionumbau fließen sollen. Fragen und Antworten zur “Alte-Försterei-Aktie”.mehr
Welche übergeordneten Erkenntnisse bringt Unions Stadionaktienverkauf mit sich?
Im Großen und Ganzen lasse sich aus Unions Aktienverkauf eine Erkenntnis ziehen, die Breuer als “wichtigste Message” bezeichnet: “Fans sind offensichtlich nur begrenzt bereit, zur Finanzierung des Profifußballs beizutragen, wenn die Gegenleistung überschaubar bleibt.”
Auf der Habenseite stehe, dass die Ausgangsposition für die Stadionmodernisierung verbessert wurde. “Auf der anderen Seite steht aber, dass weniger Geld als erwartet eingenommen wurde. Die Fans können also nur ein Teil der Finanzierung des Profifußballs sein. Auch wenn man es im sozialromantischen Fußballbusiness vielleicht nicht so gerne hören mag: Ohne Banken und klassische Investoren geht es nicht – gerade bei Stadionmodernisierungen.”
Sendung: DER TAG in Berlin & Brandenburg, 12.02.2025, 18 Uhr
Köln, HSV und Lautern zurück in der Bundesliga? Bei dieser Vorstellung bekommen Fußball-Romantiker glänzende Augen…
Die drei Bundesliga-Gründungsmitglieder stehen aktuell (Spieltag 21) auf den Aufstiegsplätzen der 2. Liga – und klopfen immer lauter an die Tür zum Oberhaus.