Mittlerweile ist es bei Eintracht Frankfurt gelebte Tradition: Die Hessen scouten irgendwo in Europa einen Stürmer, der zwar gute Anlagen, den finalen Leistungssprung aber noch nicht geschafft hat. Dieser wird für kleines Geld unter Vertrag genommen, schießt im SGE-Trikot die Bundesliga kaputt und wird nach ein bis zwei Saisons mit riesigem Gewinn an einen europäischen Topklub oder zahlungskräftigen Premier League-Verein weitergereicht.
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So geschehen bei Sébastien Haller (2019 für 50 Millionen Euro zu West Ham), Luka Jovic (2019 für 60 Millionen zu Real Madrid), Randal Kolo Muani (2023 für 95 Millionen zu Paris St. Germain) und erst kürzlich Omar Marmoush (für 80 Millionen zu Manchester City).
Auf einer Stufe mit Marmoush
Mit Hugo Ekitiké (22) steht bereits der nächste in der Reihe bei der Eintracht unter Vertrag – da sind sich alle Experten und auch der Klub selbst einig. „Wir sind mit Hugos Entwicklung sehr zufrieden. Er passt super zu uns und hat in einem Jahr große Fortschritte gemacht. Dazu weist er jetzt schon eine außergewöhnliche Scorer-Quote auf. Er hat das Potenzial, ein absoluter Top-Stürmer in Europa zu werden“, erklärte Markus Krösche der ‚Bild‘.
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Laut der Boulevardzeitung hat der SGE-Sportvorstand das Ablöse-Preisschild des Franzosen auf 80 Millionen Euro festgelegt und den Angreifer damit auf eine Ebene mit Omar Marmoush gestellt – Tendenz eventuell steigend. Denn Ekitiké besitzt noch immer Steigerungspotenzial. „Er muss noch an seiner Zielstrebigkeit arbeiten, manchmal ist er zu verspielt. Auch gegen den Ball haben wir noch Themen. Aber da ist er auf einem guten Weg“, so Krösche.
Klarer Plan der SGE
In der laufenden Saison steht der U21-Nationalspieler wettbewerbsübergreifend bei 17 Toren und sechs Vorlagen in 31 Spielen. Nach dem Abgang von Marmoush wird seine Rolle nur noch wichtiger. Und bereits jetzt steht der 1,90 Meter große Mittelstürmer bei einigen Klubs auf dem Zettel.
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Und Frankfurt hat erneut einen großen Gewinn vor Augen. Nachdem Ekitiké in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit als Leihspieler überzeugt hatte, zogen die Hessen im Sommer die Kaufoption und überwiesen lediglich 16,5 Millionen an Paris St. Germain.
Der Kontrakt des Angreifers in Frankfurt läuft noch bis 2029. Laut ‚Bild‘ ist der Plan, dass er noch mindestens eine Saison bei den Adlern bleibt und frühestens im Sommer 2026 den nächsten Karriereschritt anderswo geht – und der Eintracht einen ordentlichen Transfergewinn beschert.
Dante wird, wenn alles gut läuft, auch im Alter von 42 noch für OGC Nizza auflaufen. Der 41-Jährige, der im Oktober Geburtstag hat, verlängerte seinen Vertrag beim Ligue-1-Klub erneut um ein Jahr bis 2026 und geht in seine zehnte Saison bei den Aiglons, wo er gerade seinen 300. Pflichtspieleinsatz verbuchte.
Der frühere Bundesliga-Verteidiger, der bei Borussia Mönchengladbach 103 Spiele machte, beim FC Bayern München 133 und beim VfL Wolfsburg 33, könnte mit der neuen Vertragslaufzeit im Alters-Ranking der französischen Liga weiter klettern. Schon jetzt gehört Dante zu den sechs Spielern, die bei ihrem Einsatz älter als 41 waren. Mit einem Einsatz im Alter von 42 Jahren würde der Brasilianer auf Rang vier springen hinter Landsmann Hilton, der im Jahr 2021 als 43-Jähriger für Montpellier auflief (zu den jüngsten und ältesten Ligue-1-Spielern).
Dante hatte seine europäische Fußballlaufbahn in Frankreich begonnen. Schon 2004 war er von Juventude aus Brasilien zum LOSC nach Lille gewechselt. Außer in Frankreich war er auch bei Charleroi und Lüttich in Belgien aktiv, bevor der Weg des späteren, 13-fachen Nationalspielers nach Deutschland führte. Dort zahlten die Gladbacher 2009 eine Ablöse von 2,5 Millionen Euro für Dante. Der FC Bayern musste 2012 schon 4,7 Mio. Euro hinblättern. Mit den Münchnern holte Dante den Champions-League-Titel, wurde viermal deutscher Meister und dreimal Pokalsieger. Für 4,5 Mio. Euro wechselte er 2015 nach Wolfsburg, von wo es nur ein Jahr später zum OGC zurück nach Frankreich ging.
München – Bundesliga-Rekordschiedsrichter Felix Brych möchte seine Erfahrung von mehr als zwei Jahrzehnten an jüngere Referees weitergeben. Einen konkreten Plan für die Zeit nach der Laufbahn als Unparteiischer oder Überlegungen, dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) erhalten zu bleiben, gebe es noch nicht. Das sagte der 49-Jährige in einer Medienrunde, wenige Tage nachdem er verkündet hatte, nach dieser Saison seine Karriere zu beenden.
„Mit Sicherheit werde ich mein Wissen weitergeben“, kündigte Brych an. „Ich habe mir in meinem Leben unglaublich viele Gedanken gemacht in dem Job. Ich habe alles einmal erlebt, in guten und schlechten Zeiten. Ich habe über 800 Profispiele gepfiffen. Da ist viel hängengeblieben.“
Brych in Kontakt mit DFB-Schiri-Chef Kircher
Das werde er der nächsten Schiedsrichtergeneration anbieten. Der Münchner sagte, dass er bereits „in gutem Austausch“ sei mit DFB-Schiedsrichterchef Knut Kircher. Dabei sei es bislang um seine letzten Monate als Aktiver gegangen. „Aber wir werden uns sicherlich nochmal treffen, um weitere Dinge zu besprechen“, kündigte Brych an. Zunächst wolle er sich voll auf die verbliebenen Aufgaben auf dem Platz konzentrieren, sagte er.
Brych ist mit mehr als 350 Partien Rekordhalter in der Bundesliga, seit 2004 pfeift er in der deutschen Eliteklasse. Er war zweimal Weltschiedsrichter des Jahres (2017, 2021) und sechsmal DFB-Schiedsrichter des Jahres (2013, 2015, 2016, 2018, 2021, 2023). „Ich habe alles erlebt, alles erreicht“, sagte er.
Sein Körper habe ihm unter anderem signalisiert, dass er aufhören solle. Brych hatte im November 2023 just bei seinem Rekordspiel einen Kreuzbandriss erlitten. Nach zehn Monaten Reha-Pause gab er das Comeback.
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Bundesliga-Rekordschiedsrichter Felix Brych möchte seine Erfahrung von mehr als zwei Jahrzehnten an jüngere Referees weitergeben. Einen konkreten Plan für die Zeit nach der Laufbahn als Unparteiischer oder Überlegungen, dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) erhalten zu bleiben, gebe es noch nicht. Das sagte der 49-Jährige in einer Medienrunde, wenige Tage nachdem er verkündet hatte, nach dieser Saison seine Karriere zu beenden.
„Mit Sicherheit werde ich mein Wissen weitergeben“, kündigte Brych an. „Ich habe mir in meinem Leben unglaublich viele Gedanken gemacht in dem Job. Ich habe alles einmal erlebt, in guten und schlechten Zeiten. Ich habe über 800 Profispiele gepfiffen. Da ist viel hängengeblieben.“
Brych in Kontakt mit DFB-Schiri-Chef Kircher
Das werde er der nächsten Schiedsrichtergeneration anbieten. Der Münchner sagte, dass er bereits „in gutem Austausch“ sei mit DFB-Schiedsrichterchef Knut Kircher. Dabei sei es bislang um seine letzten Monate als Aktiver gegangen. „Aber wir werden uns sicherlich nochmal treffen, um weitere Dinge zu besprechen“, kündigte Brych an. Zunächst wolle er sich voll auf die verbliebenen Aufgaben auf dem Platz konzentrieren, sagte er.
Brych ist mit mehr als 350 Partien Rekordhalter in der Bundesliga, seit 2004 pfeift er in der deutschen Eliteklasse. Er war zweimal Weltschiedsrichter des Jahres (2017, 2021) und sechsmal DFB-Schiedsrichter des Jahres (2013, 2015, 2016, 2018, 2021, 2023). „Ich habe alles erlebt, alles erreicht“, sagte er.
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Sein Körper habe ihm unter anderem signalisiert, dass er aufhören solle. Brych hatte im November 2023 just bei seinem Rekordspiel einen Kreuzbandriss erlitten. Nach zehn Monaten Reha-Pause gab er das Comeback.
Vor dem Duell des Zweitliga-Vierten gegen den Spitzenreiter muss der FCM also in der Halle trainieren. Das ist keine neue Situation, aber immer wieder ärgerlich. “Der Platz draußen ist aufgrund der fehlenden Rasenheizungen gefroren, es herrscht maximale Verletzungsgefahr. Das ist alles andere als optimal in der Vorbereitung”, erläutert FCM-Sprecher Manuel Holscher.
Ergebnisfußball trifft auf Erlebnisfußball
Mit einer Indoor-Form geht der FCM also in das Heimspiel gegen den Aufstiegsfavoriten aus Köln. Der langjährige Bundesligist besticht durch eine starke Defensive und Minimalismus. Sieben der jüngsten acht Siege brachte das Team von FC-Coach Gerhard Struber mit 1:0 nach Hause. Der Kölner Ergebnisfußball trifft dabei auf Magdeburger Erlebnisfußball. In den vier Spielen des Jahres 2025 fielen bisher in FCM-Spielen viermal so viele Tore wie bei Köln-Spielen. Der FCM hat die zweitbeste Offensive der Liga. Neun Team der 2. Liga sind dagegen besser als Köln.
FC-Coach Struber krempelt System um
Köln hat dabei unter dem österreichischen Coach Struber einen Wandel vollzogen. „In den ersten Spielen haben sie wirklich sehr beeindruckend begonnen mit einem Offensivfußball, der wirklich nicht nur schön anzuschauen war, der auch wirklich eine hohe Qualität hatte“, analysiert Titz rückblickend. Das FC-Problem der Anfangsphase war aber die fehlende Konstanz. In den ersten sieben Spielen der Saison traf Köln zwar elfmal, gewann aber nur zweimal. Spektakel-Höhepunkt war das 4:4 gegen Karlsruhe: Köln führte schon 3:0 und 4:2, kassierte aber dennoch den Ausgleich. Gegen den FCM musste sich der FC 1:2 geschlagen geben.
“Jetzt haben sie ihr Spiel modifiziert”, so Titz. “Sie haben eine enorme defensive Stabilität, haben einen Kader mit richtig guten Spielern. Vielleicht mit dem stärksten Kader in der Liga. Sie werden uns vor Aufgaben stellen.”
Trainer Alexander Blessin und das Team des Fußball-Bundesligisten FC St. Pauli werden eine Entscheidung des Clubs über die Stadionhymne «Das Herz von St. Pauli» vollständig akzeptieren. «Der Verein wird sich entscheiden und positionieren, und das tragen wir komplett mit», sagte Blessin vor dem Heimspiel der Hamburger am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den SC Freiburg.
Innerhalb des Clubs gibt es derzeit eine Debatte um das Lied aus dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1957. Der Grund ist die Vergangenheit des Texters Josef Ollig im Zweiten Weltkrieg und während der Herrschaft der Nationalsozialisten. Ollig soll Kampfpilot und Kriegsberichterstatter für die NS-Propaganda gewesen sein. Vor Spielen im Millerntorstadion wird das Lied in einer rockigen Version der Band «Phantastix & Elf» und nicht im Original von Hans Albers gespielt
Für Freitag hat der Club eine Stellungnahme angekündigt. Alexander Blessin würde es bedauern, wenn das Musikstück nicht mehr gespielt werden würde: «Mir gefällt dieses Lied, und ich singe auch immer mit», sagte der 51-Jährige, der aber auch betonte; «Mit dieser Konstellation ist es schwierig.» Er wolle nicht sagen, dass das Lied untragbar sei, aber es ginge schon in diese Richtung.
Trainer Blessin: «Sind in Habachtstellung»
Sportlich möchte der Tabellen-14. (21. Punkte) gegen die sechstplatzierten Breisgauer am liebsten den 3:0-Erfolg aus dem Hinspiel wiederholen. «Wir sind nicht in einer Komfortzone, sondern in Habachtstellung, wo man extremst aufpassen muss», sagte Blessin zur aktuellen Situation.
Profitieren wollen die Kiezkicker, die ein ausverkauftes Stadion erwarten, von dem Wissen ehemaliger Freiburger Spieler wie Robert Wagner, Philipp Treu, Noah Weißhaupt und Carlo Boukhalfa oder von Johannes Eggestein, dessen Bruder Maximilian beim SCF unter Vertrag steht. Alexander Blessin: «Wir haben ein paar Insider und auch schon einige Gespräche geführt.»
Gegen den FC St. Pauli hatte er Anfang der Saison noch sein erstes Bundesliga-Tor erzielen können, in diesen Tagen ziehen jedoch dunkle Wolken über Yusuf Kabadayi vom FC Augsburg – denn der 21-Jährige sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert.
Nachdem der Klub zunächst nur die Freistellung eines Spielers ohne namentliche Nennung bekanntgegeben hatte, berichtete die „Bild“ am Mittwoch, dass es sich um Kabadayi handele. Die Staatsanwaltschaft Augsburg hatte der Zeitung auf Anfrage mitgeteilt, dass sie aktuell „ein Ermittlungsverfahren gegen einen Fußballprofi des FC Augsburg führt. Gegenstand des Verfahrens ist u. a. der Vorwurf eines von einer Bekannten des Beschuldigten angezeigten Sachverhalts mit sexuellem Hintergrund. Die Ermittlungen laufen. Ich weise darauf hin, dass die Unschuldsvermutung gilt.“ Die „Augsburger Allgemeine“ berichtet überdies, dass gegen Kabadayi sogar ein Haftbefehl erlassen worden sei und der Offensivmann daraufhin zwei Nächte in U-Haft habe verbringen müssen. Der FCA verwies derweil auf die Unschuldsvermutung und bat um Verständnis, sich nicht weiter äußern zu können und zu dürfen.
Das Winter-Transferfenster ist dicht, die Kader der 18 Bundesliga-Klubs für die restliche Saison 2024/25 stehen. Einzig Borussia Mönchengladbach hat darauf verzichtet, die letzte Transferperiode vor dem Start der kommenden Spielzeit nochmal für externe Verstärkung und frischen Wind zu nutzen. Alle anderen Vereine haben im Winter neue Spieler an Land gezogen, teils auch im großen Stil. Knapp zwei Wochen nach Transferschluss stellt sich die Frage: Waren es diese Investitionen auch wert? 90min wirft einen Blick auf die bisherigen Leistungen der wichtigsten Winter-Neuzugänge:
Mario Hermoso / Luciano Lima/GettyImages
Beginnen wir beim (noch) amtierenden deutschen Meister. Bayer Leverkusen hielt sich im Winter-Transferfenster keinesfalls zurück, verpflichtete mit Mario Hermoso (Roma) und Emiliano Buendia (Aston Villa) zwei große Namen auf Leihbasis. Die Intention dahinter ist klar: Beide sollte eine Sofortverstärkung darstellen. Erfüllt hat sich diese Hoffnung bislang aber nur im Falle Hermosos. Der Spanier weiß mit starkem Passspiel und Flexibilität in der Defensive zu überzeugen und stand gegen Wolfsburg (0:0) bereits in der Startelf. Buendia hingegen blieb in seinen drei Einsätzen bislang blass, dem Offensivmann gelang noch keine Torbeteiligung. Das muss noch mehr kommen, will er über den Sommer hinaus in Leverkusen bleiben.
Für 1,7 Millionen Euro hat der VfB Stuttgart im Winter Jacob Bruun Larsen zurück ins Ländle geholt – und damit wohl einen Schnapper gelandet. Anlaufzeit benötigte der Däne nämlich nicht, machte bereits fünf Bundesliga-Spiele für den VfB. Dreimal stand er dabei in der Startelf und erzielte beim 2:1-Sieg gegen RB Leipzig auch schon ein Tor. Keine Frage: Bruun Larsen wird den VfB-Fans in der Rückrunde wohl noch einiges an Freude bereiten, ein echter Volltreffer. Ob das auch für Finn Jeltsch und Luca Vazquez gilt, lässt sich noch nicht beurteilen. Die beiden Abwehrtalente kamen erst kurz vor Transferschluss und warten bislang noch auf Einsätze.
Ridle Baku / Stuart Franklin/GettyImages
Die Sachsen brauchten im Winter einen Ersatz für den langzeitverletzten Benjamin Henrichs und fanden ihn in Ridle Baku. 4,5 Millionen Euro für den Rechtsaußen, dessen Vertrag beim VfL Wolfsburg im Sommer ohnehin ausgelaufen wäre, erscheint erstmal viel Geld, doch die Investition war es wohl wert. Baku kam bislang in allen Bundesliga-Spielen zum Einsatz und lieferte stabile Leistungen ab – brachte das, was man sich von ihm erhofft hatte.
Der BVB stürzte im Januar 2025 in eine schwere sportliche Krise, auf Verstärkung musste jedoch lange gewartet werden. Nach der Rückholaktion von Salih Özcan (Wolfsburg) kamen erst am Deadline-Day mit Daniel Svensson (Nordsjaelland) und Carney Chukwuemeka (Chelsea) noch zwei Neue. Zumindest Ersterer scheint sich dabei aber direkt als die dringend benötigte Verstärkung zu entpuppen. Nach einem Kurzeinsatz gegen Stuttgart (1:2) stand er in der Champions League gegen Sporting (3:0) direkt in der Startelf und überzeugte als spielstarker Linksverteidiger auf ganzer Linie. Bei Chukwuemeka könnte sich der BVB dagegen verrannt haben, er fällt vorerst mit Knieproblemen aus. Gut also, dass es nur eine Kaufoption und keine Kaufpflicht im Leihvertrag gibt.
Elye Wahi / Pau Barrena/GettyImages
Mit Omar Marmoush (ManCity) verlor Eintracht Frankfurt im Winter den eigenen Starspieler. Den Ägypter zu ersetzen, scheint unmöglich – und doch wurde es natürlich versucht. Mit Elye Wahi (Marseille) und Michy Batshuayi (Galatasaray) kamen zwei völlig unterschiedliche Stürmertypen: Eine spielstarke Allzweckwaffe und ein klassischer Torjäger. Den größeren Impact hatte bislang der günstigere Batshuayi, der gegen Gladbach (1:1) direkt von Beginn an ran durfte. Ein ordentliches Debüt, allerdings ohne Torerfolg. Die Frankfurter Hoffnungen dürften daher eher auf Wahi liegen, der 26-Millione-Euro-Mann kam bislang aber nicht auf die Beine. Nur ein Kurzeinsatz steht zu Buche. Das muss sich schnell ändern, sonst wartet auf Hugo Ekitike ein Mammutprogramm in der Rückrunde.
Neun Millionen Euro investierte die TSG 1899 Hoffenheim im Winter in Gift Orban. Der junge Franzose sollte die lahmende Offensive beleben und erzielte bislang auch zwei Treffer, schwankt aber noch stark zwischen Genie und Wahnsinn. Nur eine Startelfnominierung spricht nicht für ihn, da wäre mehr zu erwarten gewesen. Gleiches gilt für Bazoumana Toure, der sogar für zehn Millionen Euro von Hammarby IF kam. Der 18-jährige Ivorer braucht wohl noch Eingewöhnungszeit, diese kann sich Hoffenheim ob der prekären Bundesliga-Tabellensituation aber eigentlich kaum leisten. Auf dem Papier hätte da die Leihe von Leo Østigard deutlich wertvoller sein sollen, doch der Norweger erlebte beim Startelfdebüt gegen Union (0:4) einen Alptraum. So wird das nichts mit dem Turnaround im Kraichgau.
Beim 2:0-Heimsieg gegen Union Berlin erlebte das Duo Budu Zivzivadze (Karlsruhe) und Frans Krätzig (Bayern) einen Traumeinstand beim 1. FC Heidenheim. Dem Conference-League-Teilnehmer schein ein doppelter Volltreffer auf dem Transfermarkt gelungen, doch in den vergangenen Wochen hat sich dieser Hype schnell wieder gelegt. Zwar gehörten beide Spieler seither stets zur Startelf, die sportliche Talfahrt konnten auch sie allerdings nur im Union-Spiel kurzzeitig stoppen.
Andre Silva / Stefan Matzke – sampics/GettyImages
Dem SV Werder Bremen gelang kurz vor Transferschluss mit der Leihe von Andre Silva noch ein echter Coup. Ob der 29-jährige Portugiese aber auch eine Verstärkung darstellen kann, muss sich erst noch zeigen. Gegen die Bayern (0:3) bekam er direkt 40 Minuten Einsatzzeit, blieb dabei jedoch relativ blass – wie allerdings die gesamte Mannschaft. Die undankbarste Aufgabe ist nun aus dem Weg geräumt, in den kommenden Wochen gilt es. Wie es gehen könnte, hat der zweite Neue vorgemacht: Issa Kabore. Der flexible Außenverteidiger benötigte keine Anlaufzeit und kam bislang in jedem Spiel zum Einsatz. Schon jetzt geht von ihm deutlich mehr Druck auf die Stammspieler Mitchell Weiser und Derrick Köhn aus als von Olivier Deman in den letzten anderthalb Jahren.
Es zog sich über viele Tage und Wochen, letztlich wurde kurz vor Transferschluss aber doch noch Nägel mit Köpfen gemacht. Acht Millionen Euro zahlte der SC Freiburg für die Dienste von Jan-Niklas Beste an Benfica Lissabon und machte den 26-Jährigen damit zum drittteuersten Neuzugang der Klub-Geschichte. Bislang reichte es nur zu einem Kurzeinsatz gegen Ex-Klub Heidenheim (1:0), selbst in diesen wenigen Minuten deutete Beste aber schon an, welchen Impact er in den kommenden Monaten auf die lahmende Freiburger Offensive haben kann. Nur Zentimeter fehlten zum ersten Scorerpunkt, der wohl nicht allzu lange auf sich warten lassen dürfte.
Mergim Berisha / Helge Prang/GettyImages
In Hoffenheim kam Mergim Berisha nie auf die Beine, weshalb er sein Glück nun wieder bei der Ex sucht. Während der FCA äußerst erfolgreich in die Rückrunde gestartet ist, kann das vom 26-jährigen Angreifer aber nicht behauptet werden. Gerade erst in Augsburg angekommen, bremst ihn nun eine Oberschenkelverletzung schon wieder aus. Bekommt Berisha seine körperlichen Gebrechen nicht in den Griff, wird er den FCA nicht verstärken können. Das Gute aus Sicht der Fuggerstädter: Sie haben Berisha nur geliehen und haben somit eigentlich nichts zu verlieren. Als deutlich sinnvoller hat sich da die Leihe von Cedric Zesiger erwiesen. Der ehemalige Wolfsburger ist beim FCA bereits gesetzt und auf bestem Wege, ein essentieller Stammspieler zu werden. Volltreffer!
14 Millionen Euro zahlte der VfL Wolfsburg für Baku-Ersatz Andreas Skov Olsen und sorgte damit für einen der teuersten Wintertransfers. Gelohnt hat sich das bislang aber noch nicht. In den vier Rückrundenspielen kommt der Däne nur auf zwei Einwechslungen, zweimal blieb er ohne Einsatz auf der Bank sitzen. Da dürften sich die Fans des VfL deutlich mehr erhofft haben.
Als Überflieger der Hinrunde verbreiterte der 1. FSV Mainz 05 im Winter mit den Verpflichtungen von Arnaud Nordin (Montpellier) und Lennard Maloney (Heidenheim) den eigenen Kader. Den Beweis, das sie eine Verstärkung sein können, sind beide Spieler bislang noch schuldig geblieben. Arnaud brachte es nur zu zwei Kurzeinsätzen ohne nennenswerte Aktionen, Maloney spielte noch gar nicht. Wie sinnvolle ihre Transfers waren, wird sich also erst in den kommenden Wochen zeigen. Bei einer kombinierten Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro hat man in Mainz mit dem Duo auf den ersten Blick allerdings auch nicht viel falsch gemacht.
Lediglich 16 Tore erzielte Union Berlin in den ersten 20 Bundesliga-Spielen. Es fehlte ein echter Torjäger, der im Winter in Marin Ljubicic (LASK) gefunden wurde. 4,5 Millionen Euro ließen sich die Berliner diese Verpflichtung kosten – und könnten damit einen Glücksgriff gelandet haben. Keine zwei Minuten benötigte der Kroate, um erstmals in der Bundesliga zu netzen und die Weichen mit dem 2:0 auf den wichtigen Auswärtssieg zu stellen. Später folgte sogar noch ein Assist zum 4:0-Endstand. Macht Ljubicic auch nur im Ansatz so weiter, dürfte Union die Millionen-Investition nicht bereuen.
Georgios Masouras im Zweikampf mit Lewis Holtby / Selim Sudheimer/GettyImages
Lange Zeit sah es aus, als würde der VfL Bochum trotz der schwachen Hinrunde ohne Verstärkung in die restliche Bundesliga-Saison gehen. Kurz vor Schluss holte man dann aber doch noch zwei Neue: Tom Kraus (Mainz) und Georgios Masouras (Olympiakos). Beide sind erstmal auf Leihbasis da, könnten in der Rückrunde aber noch sehr wichtig werden. Beim 2:2 gegen Holstein Kiel standen beide in der Startelf und machten mehr als deutlich, welch große Verstärkung sie für den VfL noch werden können. Starke Transferarbeit!
450.000 Euro überwies der FC St. Pauli im Winter nach Estland zu Paide Linnameeskond, um Abdoulie Ceesay zu verpflichten. Viel Geld für den Aufsteiger, weshalb der wuchtige Angreifer in Hamburg auf hohe Erwartungen trifft. Erwartungen, denen er bislang nicht gerecht werden konnte. In sechs Bundesliga-Spielen kam er nur zu drei Kurzeinsätzen, eine Torbeteiligung fehlt. Der Mann aus Gambia fremdelt noch mit dem deutschen Oberhaus, stand jetzt also schlecht investiertes Geld. Deutlich cleverer waren da die Leihen von Noah Weißhaupt (Freiburg) und James Sands (New York City), die sich beide schon einen Stammplatz ergattert haben und noch essentiell für das Saisonziel ‘Klassenerhalt’ werden könnten.
43 Gegentore kassierte Holstein Kiel in der Hinrunde und stellte damit die Schießbude der Liga. Dass in der Abwehr nachgebessert werden musste, war somit klar. Und die Kieler taten das auch: John Tolkin (2,5 Mio. Euro), David Zec (1,5 Mio. Euro) und Ivan Nekic (unklar) kamen für nicht gerade kleines Geld. Während Letzterer noch auf den ersten Einsatz wartet, haben sich die beiden Erstgenannten auch direkt einen Stammplatz gesichert. Stabiler haben sie die Kieler Defensive allerdings auch nicht gemacht: Elf Gegentore in vier Spielen lassen nur wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt zu. In Anbetracht der für Kieler Verhältnisse großen Geldsummen hätte man da schon etwas mehr erwarten dürfen.
Keine Beurteilung möglich:
Während Borussia Mönchengladbach völlig auf Neuzugänge verzichtete, schnappte sich der FC Bayern München in Jonas Urbig (Köln) nur einen Neuen. Da dieser aber nur als Ersatzkeeper geholt wurde, bleibt eine Beurteilung des Transfers bislang sinnlos. Festhalten lässt sich einzig: In der Rolle als Nummer zwei hinter Manuel Neuer hat sich der U-Nationalkeeper bislang zumindest nichts zu Schulden kommen lassen.
Gegen einen Fußball-Profi des Bundesligisten FC Augsburg laufen Ermittlungen. Der Spieler musste bereits zwei Nächte in U-Haft verbringen.
Augsburg – Ein Spieler des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg steht im Fokus von Ermittlungen. Sowohl der Verein als auch die Staatsanwaltschaft Augsburg bestätigten dies. Es handelt sich demnach um einen Fall „mit sexuellem Hintergrund“, so die Behörde.
Ermittlungen gegen Fußball-Profi des FC Augsburg – „Sexueller Hintergrund“
Der bestehende Haftbefehl wurde „durch das Amtsgericht Augsburg außer Vollzug gesetzt“. Wie sportbild.de berichtete, musste der Spieler zuvor bereits zwei Nächte in Untersuchungshaft verbringen. Der Verein unterstrich, „dass für den Spieler die Unschuldsvermutung gilt“.
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FC Augsburg äußert sich nicht weiter – Ermittlungen laufen
Weiterhin erklärte der Erstligist: „Da es sich um ein laufendes Verfahren im privaten Umfeld des Spielers handelt, bitten wir um Verständnis, dass sich der FCA nicht weiter äußern kann und darf. Auch die Nennung des Namens des Spielers ist dem FCA aus rechtlichen Gründen nicht gestattet.“
Auf seiner Website schrieb der Verein, der den nächsten Bundesliga-Spieltag am Freitag, 14. Februar, gegen Red Bull Leipzig eröffnet: „Der FC Augsburg ist darüber informiert worden, dass gegenwärtig ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Augsburg gegen einen Spieler des FCA läuft.“ Zudem nehme der Spieler derzeit nicht mehr am offiziellen Trainings- und Spielbetrieb teil.
Die laufenden Ermittlungen werden mit der Zeit zeigen, ob die gegen den Fußballprofi bestehenden Vorwürfe der Wahrheit entsprechen. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung. (fhz)
Welche Schlüsse sich aus Unions Verkauf der Stadionaktien ziehen lassen
Bild: IMAGO / Picture Point LE
Durch den jüngst abgeschlossenen Aktienverkauf erhöht der 1. FC Union das Stammkapital seiner Stadion AG auf mehr als 30 Millionen Euro. Ein Erfolg? Sportökonom Christoph Breuer beantwortet die wichtigsten Fragen.
Wie viele Aktien wurden verkauft und was bedeutet das für das Stammkapital des Vereins?
Der 1. FC Union Berlin hat die Zeichnungsphase für neue Aktien der “An der Alten Försterei” Stadionbetriebs AG abgeschlossen. Vom 26. November bis zum 5. Februar wurden mehr als 49.000 neue Aktien gezeichnet.
Auffällig ist: Der 1. FC Union Berlin e.V., also der Verein selbst, nutzte sein Bezugsrecht für 40.000 Aktien – der mit Abstand größte Anteil. 900 Bestandsaktionäre zeichneten weitere 1.500 Aktien. Hinzu kommen rund 7.900 Wertpapiere für 5.900 Neuaktionäre. Der 1. FC Union Berlin e.V. hält künftig 75,75 Prozent der Anteile. Der Streubesitz, bestehend aus Bestands- und Neuaktionären, umfasst nun 24,25 Prozent.
Konkret bedeutet das: Der Verein hat durch seinen Aktienkauf selbst für eine Kapitalerhöhung von 20 Millionen Euro gesorgt. Hinzu kommen etwa 4,7 Millionen Euro durch Bestands- und Neuaktionäre und das bereits vorhandene Stammkapital.
Der Stadion AG des Fußball-Bundesligisten steht nach der Eintragung der Kapitalerhöhung somit ein Stammkapital von mehr als 30 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld soll in die geplanten Baumaßnahmen des Vereins fließen, insbesondere in das Stadion An der Alten Försterei, dessen Kapazität bis zum Sommer 2027 erweitert werden soll.
“Wir sind unserem Ziel, das Stadion An der Alten Försterei für die nächsten Generationen zu sichern, ein sehr wichtiges Stück nähergekommen”, wurde Union-Präsident Dirk Zingler in einer Vereinsmitteilung zitiert. “Die Stadion AG geht, dank einer nun sehr robusten Bilanz- und Eigenkapitalstruktur, gut gerüstet in die Zukunft.”
Wie viele Mitglieder waren zeichnungsberechtigt?
Zu Beginn der Zeichnungsphase hatte der 1. FC Union Berlin rund 68.000 Mitglieder, von denen 60.000 zeichnungsberechtigt waren. Vereinsangaben zufolge hätten 120.000 Aktien herausgegeben werden können. Stückpreis: 500 Euro.
Auf der Jahreshauptversammlung seiner Stadionbetriebs AG hatte der 1. FC Union im November angekündigt, durch die Kapitalerhöhung mithilfe der Aktien bis zu 60 Millionen Euro einnehmen zu wollen.
Welche Schlüsse lassen sich aus der (mangelnden) Beteiligung der Mitglieder ziehen?
“Erstmal muss man sagen, dass es für Union gut und wichtig ist, das Stadion auszubauen und zu modernisieren. Es ist auch gut und interessant, dafür eine vernünftige Eigenkapitalbasis zu schaffen”, meint Sportökonom Christoph Breuer, der als Professor für Sportmanagement an der Deutschen Sporthochschule Köln tätig ist.
Man müsse differenzieren: “Die Idee, vinkulierte Namensaktien [Schmuckaktien, die nicht an der Börse gehandelt werden; Anm. d. Red.] für den Stadionausbau an die Mitglieder zu verkaufen, war nicht blöd. Aber: Wenn ich zumindest das implizite Ziel hatte, 120.000 neue Aktien an den Mann oder die Frau zu bringen, und dann ‘nur’ rund 49.000 Aktien verkaufen konnte, habe ich dieses Ziel natürlich nicht erreicht.”
Zumal man von den 120.000 Aktien ja noch die 40.000 abziehen müsse, “die der Verein selbst gezeichnet hat. Das heißt: von den verbleibenden 80.000 wurden keine 10.000 erworben. Das zeigt, dass diese Art der Finanzierung, die eine Liebhaberfinanzierung für Mitglieder ist, dann doch an enge Grenzen stößt und sich dadurch nicht beliebig viel Geld eintreiben lässt.”
Zusammenfassend könne man sagen, “dass dieses Angebot nur für etwa jedes zehnte Vereinsmitglied überzeugend und interessant war. Eine Erklärung könnte sein, dass viele Mitglieder funktionale Mitglieder sind: Sie sind primär Mitglied, um überhaupt an Tickets zu kommen”, so Breuer. “Das scheint die zentrale Motivation zu sein. Durch den Erwerb einer Aktie komme ich eben nicht leichter an Tickets – da steht der emotionale und symbolische Wert im Vordergrund.”
Auch wenn man es im sozialromantischen Fußballbusiness vielleicht nicht so gerne hören mag: Ohne Banken und klassische Investoren geht es nicht – gerade bei Stadionmodernisierungen.
Sportökonom Christoph Breuer
Ein weiteres Indiz für das überschaubare Interesse der Mitglieder ist, dass die Zeichnungsfrist ursprünglich schon am 10. Januar enden sollte – dann aber bis zum 5. Februar verlängert wurde. “Anscheinend sind nicht so viele Mitglieder bereit gewesen, diesen Weg mitzugehen”, sagt Sportökonom Breuer. Nichtsdestotrotz habe man die Eigenkapitalbasis gestärkt.
Man sei aber noch weit von dem Investment entfernt, das für den Stadionausbau zu tätigen sei. “Wenn man von den 100 Millionen Euro ausgeht, die kolportiert wurden, ist man davon noch relativ weit weg. Zumindest dürfte es der Stadionbetriebs AG durch die Stärkung des Eigenkapitals aber besser gelingen, an Kredite für den Stadionausbau zu kommen.”
Was haben die Trikots der Eisernen mit all dem zu tun?
In der laufenden Saison hat der FCU bislang auf einen Haupt- und Trikotsponsor im klassischen Sinne verzichtet – und stattdessen auf der Arbeitskleidung der Spieler Werbung in eigener Sache betrieben. “proAF – Alte Försterei”, lautete bis zuletzt der Schriftzug auf den Trikots der Eisernen. So stehen rund 4,7 Millionen Euro, die der Verein durch den Aktienverkauf für den Stadionausbau eingenommen hat, auf der einen Seite – und fehlende Einnahmen in Millionenhöhe durch einen Haupt- und Trikotsponsor auf der anderen Seite.
Oder wie es Christoph Breuer formuliert: “Der Eigenkapitalerhöhung stehen auch Ausgaben gegenüber: klassische Werbeausgaben, Ausgaben für rechtliche und bankwirtschaftliche Beratung – und eben der Verzicht auf Einnahmen aus dem Trikotsponsoring. Letzteres steht zwar nicht explizit in den Büchern, sind aber klassische Opportunitätskosten, wenn Union in der ersten Saisonhälfte keine Einnahmen durch einen Trikotsponsor generiert.”
Welche übergeordneten Erkenntnisse bringt Unions Stadionaktienverkauf mit sich?
Im Großen und Ganzen lasse sich aus Unions Aktienverkauf eine Erkenntnis ziehen, die Breuer als “wichtigste Message” bezeichnet: “Fans sind offensichtlich nur begrenzt bereit, zur Finanzierung des Profifußballs beizutragen, wenn die Gegenleistung überschaubar bleibt.”
Auf der Haben-Seite stehe, dass die Ausgangsposition für die Stadionmodernisierung verbessert wurde. “Auf der anderen Seite steht aber, dass weniger Geld als erwartet eingenommen wurde. Die Fans können also nur ein Teil der Finanzierung des Profifußballs sein. Auch wenn man es im sozialromantischen Fußballbusiness vielleicht nicht so gerne hören mag: Ohne Banken und klassische Investoren geht es nicht – gerade bei Stadionmodernisierungen.”
Sendung: DER TAG in Berlin & Brandenburg, 12.02.2025, 18 Uhr