Kategorie: Werder Bremen

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    Kommentar zur Werder Bremen-Krise: Gefährliche


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    Anthony Jung (l.) und Co. sind bedient: Nach dem desolaten 0:5 gegen den SC Freiburg hat der SV Werder Bremen ganz viel mit sich selbst zu tun.
    Anthony Jung (l.) und Co. sind bedient: Nach dem desolaten 0:5 gegen den SC Freiburg hat der SV Werder Bremen ganz viel mit sich selbst zu tun. © gumzmedia

    Der Auftritt des SV Werder Bremen beim 0:5 gegen den SC Freiburg offenbart große Probleme – und eine brandgefährliche Entwicklung. Was nun? Ein Kommentar von DeichStube-Reporter Daniel Cottäus.

    Bremen – Ob nun leidenschaftslos, unkonzentriert, katastrophal oder blutleer – für den Auftritt, den der SV Werder Bremen in der zweiten Halbzeit während des Auswärtsspiels in Freiburg hingelegt hat, gibt es viele passende Adjektive. Und benutzt worden sind davon etliche im direkten Anschluss an die Partie. Was aber mindestens genauso erschreckend war wie die sportliche Darbietung des Teams, ist das offenbar erheblich gestörte Bremer Mannschaftsgefüge, das sowohl Spieler als auch Trainer in bei Werder nicht gekannter Schärfe öffentlich anprangerten.

    Werder Bremen in der Krise: In der Mannschaft gibt es offensichtlich schon länger erhebliche Spannungen

    Gegenseitiges Helfen auf dem Platz? Gerade nicht vorhanden. Das Suchen nach Fehlern beim Nebenmann anstatt bei sich selbst? Dafür umso mehr. Eine brandgefährliche Entwicklung, hatten die Bremer ihre starke Hinrunde doch vor allem selbst mit der mannschaftlichen Geschlossenheit erklärt. Die deftigen Aussagen von Freiburg weisen nun darauf hin, dass in der Gruppe schon länger nicht mehr alles stimmt, dass es erhebliche Spannungen gibt, die sich unmittelbar nach der 0:5-Ohrfeige emotional entladen haben. Und jetzt?

    Muss sich Werder Bremen schnell wieder zusammenraufen. Muss Trainer Ole Werner sein Team wieder in die Spur bringen, um die Saisonziele nicht zeitnah beerdigen zu können. Positiv: In den Aussagen aller Beteiligten schwang nach dem Freiburg-Spiel mit, dass sie diesen Auftrag offenbar erkannt haben. Beschönigt wurde jedenfalls nichts. Es geht nur als Mannschaft für den SV Werder, und funktioniert die, geht es sogar gut. Ist das aber nicht der Fall, fehlt dem Kader die individuelle Klasse, um in der Bundesliga höhere Ansprüche anmelden zu können. (dco)



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  • Werder U23 unterliegt VfB Oldenburg mit 1:2

    Werder U23 unterliegt VfB Oldenburg mit 1:2


    Es wurde nichts aus dem dritten Sieg in Folge: Das Heimspiel gegen den VfB Oldenburg haben die U23-Kicker des SV Werder mit 1:2 (1:1) verloren. Sie werden den vierten Platz der Regionalliga Nord gleichwohl auch nach dem 24. Spieltag belegen.

    Das war die gute Nachricht nach der verdienten Niederlage gegen eine Mogelpackung – anders lässt sich der VfB Oldenburg dieser Tage wirklich nicht bezeichnen. Zwar trat der Gast lediglich als 13. an. Er dürfte aktuell aber zu den formstärksten Teams zählen. Denn beim respektablen 2:0-Auswärtssieg gegen den SV Meppen war der VfB bereits zum siebten Mal in Folge ungeschlagen geblieben. Das Team befindet sich mittlerweile also mitten in einer Aufholjagd. Entsprechend leistungsbereit und selbstbewusst trat es an.

    Bereits in den ersten Minuten dieser Partie machte der VfB jedenfalls klar, dass er keinesfalls beeindruckt war von den jüngsten Erfolgen der U23, den Siegen beim HSV II (4:1) und bei Blau-Weiß Lohne (3:1). Und während der Gegner recht aktiv auftrat, mussten sich die Bremer offenbar erst einmal sortieren und einen Zugang zu diesem Duell finden. Bevor es soweit war, hatten die Oldenburger schon getroffen: Adem Podrimaj hatte viel Zeit, sich den Ball aus 24 Metern zurechtzulegen, und Werder-Keeper Spyridon Angelidis sah bei dessen Aufsetzer auch nicht gut aus. Verdient war die Führung des VfB jedoch allemal.

    Rund zehn Minuten später kam die U23 dann erstmals zu einem Abschluss. Dabei relativierte sich der vermeintliche Patzer von Angelidis. Denn auch dessen gegenüber Jhonny Peitzmeier hatte angesichts des feuchten Rasens einige Probleme mit dem eigentlich zentralen 22-Meterschuss von Maik Lukowicz. Also war Leon Opitz zur Stelle und traf aus kurzer Distanz. Weil er dabei allerdings im Abseits stand, fand dieses Tor keine Anerkennung (20.). Für den Kopfball von Ethan Kohler galt das nicht: Der Innenverteidiger war nach einer Ecke von Mikail Polat am höchsten gestiegen und traf aus vier Metern zum etwas schmeichelhaften 1:1. Nun war das Spiel vom Ergebnis her wieder offen.

    Für einen zählbaren Erfolg hätte es allerdings einer Bremer Steigerung bedurft. Tatsächlich fand die U23 auch besser ins Spiel und verzeichnete nach der Pause gute Schussmöglichkeiten für Jannic Ehlers (59.) und Leon Opitz (60.), die jedoch beide recht klar verzogen. Unterm Strich blieb der VfB aber die bessere Mannschaft: Der Gast trat souverän auf, besaß eine sehr aufmerksame Defensive und konnte sich nach der erneuten Führung durch Vjekoslav Taritas auch auf das Spiel gegen den Ball konzentrieren. Das klappte ziemlich gut. Bis auf einen Kopfball von Ethan Kohler, der gerade noch vor der Linie geklärt wurde (87.), fand die U23 kaum statt im gegnerischen Strafraum.

    SV Werder U23: Angelidis – Schulz, Kohler, Röcker, Wagner – Polat, Schwarz (75. Ostermann) – Nankishi, Opitz, Ehlers (68. Asante) – Lukowicz (59. Lütke Frie) Tore: 0:1 Podrimaj (10.), 1:1 Kohler (28.), 1:2 Taritas (62.)

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  • Werder-Kahlschlag von Bittencourt: “Da rasier’ ich

    Werder-Kahlschlag von Bittencourt: “Da rasier’ ich



    Das Pokal-Aus legt die Unstimmigkeiten beim SV Werder Bremen schonungslos offen: Leonardo Bittencourt spricht Klartext – und gerät auch in der Kabine noch mal mit Derrick Köhn aneinander.

    Bedient: Leonardo Bittencourt.


    Bedient: Leonardo Bittencourt.

    imago images


    Als Derrick Köhn in Minute 82 durchaus behäbig zu seiner eigentlich überfälligen Auswechslung schritt, platzte Leonardo Bittencourt bereits an Ort und Stelle in der Bielefelder Schüco-Arena erstmals der Kragen: Noch bei Köhns Verlassen des Rasens startete verbal und gestikulierend quer über den Platz die erste Auseinandersetzung zwischen den beiden Werder-Profis. An der Seitenlinie musste der Ausgewechselte dann von Cheftrainer Ole Werner eingefangen werden.


    “Es steht 1:2, aber man will halt noch sein Tape abmachen und dann erst runter vom Platz. Also, ich verstehe manche Jungs nicht: Geh runter, wir haben keine Zeit mehr! Ich weiß nicht, was in manchen Köpfen los ist. Ich habe da keinen Bock mehr drauf”, platzte es in der Mixed Zone ein zweites Mal aus Bittencourt heraus.


    Anschließend soll es nach kicker-Informationen dann auch in der Bremer Kabine noch zu einer weiteren Auseinandersetzung zwischen ihm und Köhn gekommen sein. Etwaige Handgreiflichkeiten wies man bei Werder zurück, das Scharmützel solle intern geklärt werden, heißt es auf Nachfrage. Konsequenzen für die Spieler seien nicht zu erwarten.

    Bittencourt: “Es ist wahrscheinlich zu lieb”


    Werder zerfleischt sich aktuell jedenfalls selbst: Der 0:5-Bundesliga-Klatsche zuletzt in Freiburg, als die Mannschaft bereits erstmals bedenklich in ihre Einzelteile auseinanderfiel, folgte am Dienstagabend beim 1:2-Pokal-Aus insbesondere in Hälfte eins der nächste Offenbarungseid.


    Was Bittencourt im Nachgang zu einem kompletten Kahlschlag veranlasste: “Ich werde das jetzt alles klar ansprechen – und entweder marschieren die Jungs jetzt mit oder wir gehen halt unter, ganz einfach.”


    Angesprochen auf die bereits zuletzt thematisierten atmosphärischen Störungen im Bremer Team, entgegnete der 31-Jährige: “Nein, die gibt es nicht – und das ist das Problem, vielleicht muss da ein bisschen Störung rein. Es ist wahrscheinlich zu lieb, alles ist immer schön, alles ist immer gut. Es werden Sachen angesprochen, aber dann heißt es gleichzeitig: ‘Ja, du weißt doch, wie ich es meine.’ Und da rasier’ ich jetzt rüber, ist mir scheißegal.”

    Die Saison droht in die Bedeutungslosigkeit abzudriften


    Der zur Halbzeit eingewechselte Mittelfeldspieler sorgte in den zweiten 45 Minuten zumindest für ein Bremer Aufbäumen in Bielefeld, der 276-malige Bundesliga-Profi agierte aufmüpfig, führte an – bereitete zudem anspruchsvoll den 1:2-Anschlusstreffer vor. Hätte ein solcher Spielertyp der Mannschaft nicht von Beginn an gutgetan?










    Podcast

    Werders Formtief: Die ganze Saison steht auf dem Prüfstand


    24.02.25 – 12:14 Uhr
    09:27 Minuten


    “Ich kenne die deutsche Liga, die erste, zweite und dritte”, sagte der Joker: “Schade – aber letztendlich ist es die Trainer-Entscheidung. Und ich nehme das an, weil ich will, dass wir erfolgreich sind.”


    Letztlich vermittelte Bittencourt jedoch nur als einer der wenigen Bremer den Anschein, sich der speziellen Anforderungen in einem Pokal-Viertelfinale bei der Arminia auch bewusst gewesen zu sein: “Da wissen wir doch, was uns erwartet.” Der große Rest offensichtlich weniger.

    Bittencourt: “Wir denken, wir sind die Krassesten”


    Nachdem Werder seine zuvor aussichtsreiche Position bereits in den vergangenen Wochen als schlechtestes Bundesliga-Team im Jahr 2025 (nur ein Sieg in acht Spielen) verspielt hatte, droht die Saison mit dem Pokal-Aus nun völlig in die Bedeutungslosigkeit abzudriften.


    “Das regt mich halt am meisten auf. Dass wir es nicht geschafft haben, dranzubleiben”, kritisierte Bittencourt: “Keine Ahnung, warum. Wir denken, wir sind die Krassesten – oder was weiß ich. Das geht mir einfach auf den Sack, was wir hier für Chancen wegschmeißen.”


    Die restlichen elf Bundesliga-Spiele rief der Werder-Profi nun in erster Linie dazu aus, “ein anderes Gesicht zu zeigen”, so Bittencourt. Falls Werder das nicht hinbekommen sollte – gegen Wolfsburg, Leverkusen und Gladbach? “Dann weiß ich auch nicht, wo das enden soll.”



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  • Keke Topp vor Rückkehr in den Kader

    Keke Topp vor Rückkehr in den Kader


    Gute Nachrichten für Angreifer Keke Topp: Wie der SV Werder Bremen am Donnerstag auf der Pressekonferenz mitteilte, steht der 20-Jährige mit Blick auf das Wolfsburg-Duell (Samstag, 15:30 Uhr) vor der Rückkehr in den Spieltagskader.


    Ob es beim Offensivmann nach auskuriertem Syndesmoseriss bereits für ein Comeback auf dem Platz reicht, wird sich zeigen. Drei Monate machte ihm die Verletzung zu schaffen.

    Quelle: Pressekonferenz

    LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren



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  • Werder Bremen-Torwart sammelt Titel! Oliver Reck wird

    Werder Bremen-Torwart sammelt Titel! Oliver Reck wird


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    Der DFB-Pokal-Sieg 1993 ist nur einer von vielen Titeln: Werder-Bremen-Legende Oliver Reck räumte als Profi viele Trophäen ab. Jetzt feiert er 60. Geburtstag.
    Der DFB-Pokal-Sieg 1993 ist nur einer von vielen Titeln: Werder-Bremen-Legende Oliver Reck räumte als Profi viele Trophäen ab. Jetzt feiert er 60. Geburtstag. © IMAGO / Oliver Hardt, IMAGO / Eibner

    Er ist einer der größten Torhüter in der Geschichte des SV Werder Bremen, sammelte in einer goldenen Ära reihenweise Titel. Jetzt feiert Oliver Reck seinen 60. Geburtstag – und blickt zurück.

    Bremen – Wer sein Profil bei WhatsApp aufruft, sieht ein Foto, das sehr viel ausdrückt. Zwei der bekanntesten und besten Keeper, die je für den SV Werder Bremen das Tor gehütet haben, vereint auf einer Bank am Spielfeldrand. Ein Duo, das harmonierte, das sich geschätzt und eine beispiellose Freundschaft gepflegt hat: Oliver Reck und Dieter Burdenski.

    Werder Bremen-Legende Oliver Reck wird 60 Jahre alt – und feiert jedes Jahr auch seine Rettung als zweiten Geburtstag

    Kurz nach dem Tod der Bremer Legende Burdenski, die alle nur „Budde“ gerufen haben, hat Reck dieses Bild im vergangenen Oktober als Erkennungszeichen in dem Messenger-Dienst hochgeladen. Es war ihm ein Anliegen, den ehemaligen Mitspieler und vor allem den Menschen Dieter Burdenski zu würdigen. „So war ‚Budde‘,“ sagt Reck, „ein toller Mensch, für mich ein echter Freund.“ Unendlich traurig sei er gewesen, als er die Nachricht vom plötzlichen Tod des 73-Jährigen erhalten habe. „Ich konnte es kaum glauben, weil ‚Budde‘ auch im fortgeschrittenen Alter so fit war und so unverwüstlich erschien.“ Der Verlust des Kumpels erinnerte Reck an den eigenen Schicksalsschlag, den er vor zwölf Jahren erlitten hatte. 21. Januar 2013. Skigebiet Fieberbrunn in Österreich. Herzinfarkt auf der Piste. Der Begleiter reagiert schnell, informiert die Rettung, Oliver Reck überlebt. „Ich war so gut wie weg“, sagt er heute. „Mein Freund hat mir das Leben gerettet.“ Seitdem feiere er jedes Jahr zweimal Geburtstag – am Tag seiner Rettung nach dem Kollaps im Schnee und an seinem eigentlichen Geburtstag, dem 27. Februar. Heute wird Oliver Reck 60 Jahre alt.

    Dass er diesen besonderen Ehrentag begehen kann, ist für den Ex-Profi allein dem folgenden Umstand zu verdanken: „Ich habe mein Leben komplett umgestellt.“ Früher sei er stets für andere da gewesen, habe alles gemacht und getan für seine Mitmenschen – mit der Konsequenz, sich selbst zu vernachlässigen. „Nun schaue ich mehr auf mich, auf meine Bedürfnisse, achte auf meinen Körper.“ Gesunde Ernährung, keinen Tropfen Alkohol, viel Fitness und Sport, das heißt: lange Golfrunden („Ich war um ein Haar einstellig“) und dazu ambitioniertes Tennis. „Wobei ich leider mit dieser Sportart zu spät angefangen habe.“ Ehrgeiz zeichnet Oliver Reck wie früher auf dem Fußballfeld auch auf dem Court aus. „In meiner Altersklasse schlagen mich nur ganz wenige.“

    Oliver Reck sammelt bei Werder Bremen etliche Titel: Deutsche Meisterschaften, DFB-Pokale und den Europapokal 1992

    Oliver Reck ist ein Erfolgstyp. Aus Offenbach kam er 1985 zu Werder Bremen, anfangs als Nummer drei hinter besagtem Burdenski und Klaus Funk. Zwei Jahre später erhielt er das Vertrauen von Trainer Otto Rehhagel als „Buddes“ Nachfolger. Elf Jahre war er die unumstrittene Nummer eins, steht bis heute für eine glanzvolle Ära. Titel und Triumphe reihenweise, wie später auch auf Schalke, seiner letzten Station als Profi, ehe die aktive Karriere 2003 endete. Stolze elf Trophäen stehen in Recks Lebenslauf. Die nationalen: Deutscher Meister mit Werder 1988 und 1993, DFB-Pokalsieger mit Werder 1991 und 1994, mit Schalke 2001 und 2002, dazu Supercupsieger mit Werder 1988, 1993 sowie 1994. Und die internationalen: 1996 der Gewinn der EM in England mit Deutschland und zuvor 1992 der Sieg im Europapokal der Pokalsieger mit Werder. „Mein größter Erfolg“, bekennt der ehemalige Torwart, der in der Bremer Mannschaft gesperrt fehlte, die in Lissabon das Finale gegen die AS Monaco gewann. Als Sieger fühlt er sich trotzdem, denn „ich habe mit meinen Leistungen im Wettbewerb die Mannschaft ins Finale gebracht“.

    Insgesamt hält Oliver Reck beim Blick auf seinen Trophäenschrank fest, dass der schon eine gewissen Aussagekraft habe, vor allem für einen Spieler, der nie für den FC Bayern München aktiv war. „Bei Bayern gewinnst du automatisch Titel in jeder Saison, bei Bremen und Schalke eher nicht. Daher macht es mich besonders stolz, dass ich diese Erfolgsserie verbuchen durfte – natürlich auch dank der vorzüglichen Mitspieler.“ Mit nur 22 Gegentoren in einer Saison hielt Reck als Schalker Keeper lange einen Bundesligarekord, der später von Oliver Kahn (21) und Manuel Neuer (18) geknackt wurde. „Und wo haben die gespielt?“, lautet Recks rhetorische Frage.

    Oliver Reck bei Schalke 04 nur „Meister der Herzen“ – Werder Bremen-Legende suchte Nachfolger Frank Rost selber aus

    Ein Angebot aus München hat er übrigens nie erhalten. Bayern hatte keinen Bedarf, dafür Borussia Dortmund. Oliver Reck überlegte, entschied sich aber für Schalke 04. Rudi Assauer hatte um ihn geworben. Reck wurde Nachfolger von Jens Lehmann, war sechs Jahre lang (112 Spiele) für die Gelsenkirchener aktiv und sollte später eine wichtige Rolle im Revierclub einnehmen, so der Plan von Assauer. „Wenn Rudi noch da wäre, wäre ich auch noch auf Schalke.“ Bei seiner Vorstellung am Schalker Markt hatte Reck einst gesagt: „Ich will Meister werden.“ Geklappt hat das nicht. Am Ende reichte es zum inoffiziellen Titel als „Meister der Herzen“ im Jahr 2001, als die Bayern die Königsblauen im Fotofinish des letzten Spieltags noch überholten. „Ein absoluter Tiefpunkt in meiner Karriere“, betont Reck, für den die beiden Pokalsiege mit Schalke die herbe Enttäuschung nicht ausgleichen können. „Wie gut wir damals waren, verdeutlichen für mich allein drei Namen aus dem Team: Ebbe Sand, Emile Mpenza und Andreas Möller.“

    Wie in Bremen, so stieg Reck auch im Ruhrgebiet zu einer prägenden Figur auf. Vergessen am Ende die Zeiten, als er den Beinamen „Pannen-Olli“ trug, weil bei ihm mitunter haarsträubende Patzer mit Weltklasseparaden wechselten. Im Gespann mit Assauer suchte er schließlich selbst seinen Nachfolger aus: Frank Rost, der ihn schon bei Werder Bremen abgelöst hatte. Reck erzählt, wie es dazu gekommen ist: „,Ein Jahr spiele ich noch‘, habe ich zu Rudi gesagt, ,und dann holen wir Frank Rost‘. Also sind Assauer und ich nach Bremen gefahren – und wir haben Frank überzeugt.“ Oliver Reck rückte freiwillig in die zweite Reihe, machte seinen Trainerschein. Der neue Job auf der Bank nahm schnell Formen an. Torwarttrainer, Assistenztrainer, Interimstrainer auf Schalke, später Stationen in Duisburg und Düsseldorf.

    Werder Bremen-Ex-Profi Oliver Reck würde nur unter besonderen Umständen nochmal als Trainer arbeiten

    Vor allem auf Schalke avancierte er zum geborenen Feuerwehrmann. Dreimal bewährte sich Oliver Reck als Retter. Bis ein gewisser Felix Magath engagiert wurde „und mir den Stuhl vor die Tür gesetzt hat“. Mentor Assauer, den Reck neben Otto Rehhagel und Hermann Nuber aus Offenbacher Zeiten zu den „prägenden Persönlichkeiten in meiner Karriere“ zählt, war da schon tot. „Sonst wäre es dazu nie gekommen.“ Als Cheftrainer führte Reck dann Zweitligist Duisburg 2011 ins DFB-Pokalfinale, ausgerechnet gegen Schalke. Später landete er als Coach bei seinem Heimatclub Kickers Offenbach, wirkte von 2016 bis 2018 am Bieberer Berg. „Zweieinhalb Jahre dort auszuhalten, das hat kaum jemand geschafft“, sagt er.

    Bis 2022 hat der Fußballverrückte auf der Trainerbank Platz genommen, seinen letzten Auftrag erfüllt beim Südwest-Regionalligisten RW Koblenz. Dort lief es nicht so berauschend, so dass er nach einem halben Jahr beurlaubt wurde. Der vorläufige Endpunkt einer facettenreichen und ruhmreichen Laufbahn. „Ich stehe nur noch als Trainer zur Verfügung, wenn etwas kommt, mit dem ich mich zu hundert Prozent identifiziere“, betont Oliver Reck. (hgk)



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  • Werder Bremens U23 kassiert unglückliche Pleite gegen

    Werder Bremens U23 kassiert unglückliche Pleite gegen


    1. DeichStube
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    Das Tor von Ethan Kohler reichte nicht. Werder Bremens U23 hat gegen den VfB Oldenburg verloren.
    Das Tor von Ethan Kohler reichte nicht. Werder Bremens U23 hat gegen den VfB Oldenburg verloren. © IMAGO/Oliver Baumgart

    Die U23 des SV Werder Bremen hat das Regionalliga-Spiel am Donnerstagabend gegen den VfB Oldenburg knapp verloren. So lief das Spiel.

    Bremen – Die U23 des SV Werder Bremen muss den ersten Dämpfer im neuen Jahr hinnehmen. Gegen einen formstarken VfB Oldenburg haben die Grün-Weißen am Donnerstagabend im Stadion „Platz 11“ mit 1:2 (1:1) verloren. Obwohl der SVW keine schlechte Leistung zeigte, ging der Sieg für abgezockte Niedersachsen in Ordnung.

    Werder Bremens U23 gerät nach Torwart-Patzer gegen VfB Oldenburg früh in Rückstand

    Nach ereignisarmen Anfangsminuten ging der VfB Oldenburg aus dem Nichts in Führung. Ein Distanzschuss von Adem Podrimaj rutschte SVW-Keeper Spyros Angelidis unglücklich durch, der sich sofort nach dem Einschlag an den Kopf fasste (10.). Das Spiel blieb weiterhin zerfahren, doch Ethan Kohler glich nach einer Ecke per schönem Kopfball noch während der ersten Halbzeit aus (28.).

    Werder Bremen war zu Beginn der zweiten Halbzeit die aktivere Mannschaft und kam immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen. Etwas Zählbares sprang dabei aber zunächst nicht heraus. Im Gegenteil: Plötzlich lag der Ball im Werder-Tor. Vjekoslav Taritas war frei durch und überlupfte Angelidis cool (62.). Die Grün-Weißen brauchten ein paar Momente, um sich von diesem Schock zu erholen. In der Schlussphase hatte Kohler noch einmal die große Ausgleichs-Chance, doch sein Kopfball wurde auf der Linie geblockt (87.). So blieb es bei der letztlich unglücklichen Niederlage. Für die Hanseaten geht es am 8. März (15 Uhr) gegen den SV Meppen weiter. (fwa)

    Weiter mit dem Liveticker:

    Werder Bremens U23 im Liveticker gegen VfB Oldenburg: Schluss! Werder verliert knapp

    Werder Bremens U23 im DeichStube-Liveticker gegen VfB Oldenburg. Alle News, Tore und Highlights vom Regionalliga-Spiel heute live im Live-Ticker. Aktueller Spielstand: 2:1 für Oldenburg.

    >>>LIVETICKER AKTUALISIEREN<<<

    21 Uhr: Schluss! Werder verliert knapp und unglücklich gegen den VfB Oldenburg.

    90.+4 Min: Noch einmal Freistoß in aussichtsreicher Position für Werder … doch der Schiedsrichter pfeift Offensivfoul.

    90.+3 Min: Werder schnürt Oldenburg ein, doch die Bremer kommen gegen den Oldenburger Block nicht hindurch.

    90.+1 Min: Der eingewechselte Asante setzt sich stark durch, sein Zuspiel auf Opitz ist aber zu ungenau und trudelt ins Aus.

    90.+1 Min: Es gibt fünf Minuten Nachspielzeit!

    87. Min: Werder setzt sich jetzt am Oldenburger Strafraum fest und kommt nach einer kurz ausgeführten Ecke zur nächsten dicken Chance. Einen Kopfball von Kohler können die Gäste auf der Linie zum nächsten Eckball klären. Der bringt aber nichts ein.

    82. Min: Nach dieser läuft Werder in einen Konter, den Polat mit einem taktischen Foul unterbindet. Gelbe Karte.

    81. Min: Nach einem Konter bringt Nankishi den Ball scharf vor das gegnerische Tor, wo Opitz einschussbereit gewesen wäre. Doch in letzter Sekunde spritzt ein Oldenburger dazwischen, der zur Ecke klärt.

    79. Min: Opitz kommt nach einem Zuspiel des eingewechselten Ostermanns nicht an den Ball. Abstoß.

    76. Min: Noch 15 Minuten und aktuell wirkt Oldenburg sehr stabil. Was geht noch für Werder?

    70. Min: Eine verunglückte Flanke von Polat landet auf der Latte. Der Oldenburger Keeper wäre aber da gewesen.

    68. Min: Plötzlich die große Chance zum Ausgleich! Nankishi flankt den Ball an den zweiten Pfosten, wo Lütke-Frie nicht mehr richtig an den Ball kommt und das Tor so verfehlt.

    67. Min: Werder wirkt etwas angeknockt. Seit dem Gegentreffer sind die Grün-Weißen nicht mehr gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufgetaucht.

    Werder Bremens U23 im Liveticker gegen VfB Oldenburg: SVW wieder in Rückstand

    62. Min: Tor für Oldenburg! Plötzlich liegt Werder zurück! Nach einem Steckpass ist Taritas frei durch und überlupft den heraus eilenden Angelidis.

    62. Min: Angelidis kann eine gefährliche Flanke von links im Nachgreifen entschärfen.

    60. Min: Werder kontert brandgefährlich! Nankishi schickt Opitz auf die Reise, der einen Haken nach innen schlägt und sofort abzieht. Sein wuchtiger Schuss rauscht jedoch am langen Pfosten vorbei.

    58. Min: Gefährliche Ecke von Ehlers, der den Ball flach und scharf vor das Tor bringt. Ein Oldenburger kann gerade so klären. Der anschließende Eckball bringt dann keine Gefahr. Derweil wechselt Christian Brand erstmals. Dennis Lütke-Frie ersetzt Maik Lukowicz.

    56. Min: Oldenburg taucht nach einem Ballverlust von Opitz mal wieder in Werders Strafraum auf, kommt aber letztlich nicht zum Abschluss, sodass es mit Abstoß weitergeht.

    53. Min: Erste Gelbe Karte gegen Knystock, der Nankishi taktisch foult.

    49. Min: Opitz! Das Eigengewächs zieht noch einem Doppelpass aus 16 Metern volley ab, doch der Ball gerät zu zentral, sodass Peitzmeier den Abschluss sicher aufnehmen kann.

    47. Min: Erste gute Aktion von Werder! Ehlers bringt den Ball von der linken Seite scharf in den Sechzehner, wo Lukowicz um Haaresbreite verpasst. Schade!

    Werder Bremens U23 im Liveticker gegen VfB Oldenburg: Die zweite Halbzeit läuft

    46. Min: Die zweite Halbzeit läuft!

    19.50 Uhr: Und dann ist Halbzeit! Werder konnte den Torwart-Patzer von Spyros Angelidis wettmachen und durch Ethan Kohler nach knapp einer halben Stunde ausgleichen. Für den zweiten Durchgang ist alles offen.

    43. Min: Opitz zieht rechts in den Strafraum, seine flache Hereingabe ist jedoch viel zu ungenau. Im Anschluss foult das Talent sogar noch seinen Gegenspieler, sodass es mit Freistoß Oldenburg weitergeht.

    39. Min: Opitz ist im Strafraum fast durch, doch der Ball verspringt dem Bremer Eigengewächs. Deichmann grätscht resolut dazwischen und holt sogar noch einen Einwurf für die Gäste heraus.

    37. Min: Das Spiel hat sich etwas beruhigt, Werder agiert wieder etwas abwartender.

    32. Min: Nächster Werder-Abschluss! Nach einer Balleroberung zieht Opitz links in den Sechzehner und zieht sofort ab. Der Ball rauscht etwa einen Meter am kurzen Pfosten vorbei.

    30. Min: Genau wie die Führung der Oldenburger, fällt auch der Ausgleich relativ überraschend.

    Werder Bremens U23 im Liveticker gegen VfB Oldenburg: Ethan Kohler gleicht aus

    28. Min: Tooooor für Werder! Kohler gleicht aus! Nach einer Ecke steigt der Innenverteidiger am höchsten und köpft aus sechs Metern mustergültig ein.

    25. Min: Das Spiel ist weiterhin sehr zerfahren. Werder findet noch keine Mittel, um die Oldenburger Defensive dauerhaft unter Druck zu setzen.

    20. Min: Der Ball liegt im Oldenburger Tor! Ein erster Abschluss von Lukowicz wird noch pariert, doch der Abpraller landet bei Opitz, der die Kugel sicher im Kasten der Gäste unterbringt. Der Treffer zählt jedoch nicht, da Lukowicz wohl im Abseits stand.

    17. Min: Werder ist jetzt etwas aktiver, der klare Zug zum Tor fehlt aber noch nicht. Oldenburg steht defensiv bisher sehr stabil.

    13. Min: Auch wenn der VfB die etwas aktivere Mannschaft war, hatte sich das Tor nicht unbedingt angedeutet.

    Werder Bremens U23 im Liveticker gegen VfB Oldenburg: Früher Rückstand

    10. Min: Tor für Oldenburg! Podrimaj bring die Gäste in Führung. Der Oldenburger fasst sich aus 20 Metern ein Herz und zieht wuchtig ab. Angelidis ist eigentlich da, doch dem Griechen rutscht der Ball unter dem Arm durch. Bitter!

    8. Min: Erste kleinere Druckphase von Oldenburg, die sich am Bremer Strafraum festsetzen. Doch der Abschluss vom VfB-Stürmer ist überhaupt keine Gefahr für das Werder-Tor, Abstoß.

    6. Min: Noch findet das Spiel zwischen den Strafräumen statt und ist in diesen Anfangsminuten sehr zerfahren.

    3. Min: Oldenburg bekommt die erste Ecke zugesprochen, doch die sorgt für keine Gefahr.

    2. Min: Werder versucht es über die rechte Seite, doch Schwarz hat seinen Gegenspieler gefoult. Freistoß Oldenburg.

    Werder Bremens U23 im Liveticker gegen VfB Oldenburg: Das Spiel läuft

    1. Min: Der Ball rollt, Werder stößt an!

    18.59 Uhr: Der VfB hat übrigens lautstarke Unterstützung mitgebracht. Derweil betreten die Teams den Rasen.

    18.57 Uhr: In wenigen Minuten geht es los. Werder-Trainer Christian Brand erwartet ein „sehr interessantes Spiel“. Aufgrund der Tabellenkonstellation dürften die Bremer auch leicht als Favorit in die Begegnung gehen.

    18.45 Uhr: Obwohl Werder den Anschluss an die Spitzengruppe geschafft hat, ist Platz eins, der für die Aufstiegsrelegation reichen würde, ist in weiter Ferne. Havelse hat aktuell 15 (!) Zähler Vorsprung auf die Grün-Weißen.

    Werder Bremens U23 im Liveticker gegen VfB Oldenburg: Jetzt ist die Aufstellung da

    18.35 Uhr: Moin aus der DeichStube! In 25 Minuten beginnt das Regionalliga-Spiel zwischen Werders U23 und dem VfB Oldenburg. Mit folgender Elf will Werder den nächsten Dreier einfahren: Angelidis – Wagner, Kohler, Röcker, Schulz – Opitz, Schwarz, Polat, Ehlers – Lukowicz, Nankishi. Auf der Ersatzbank sitzen zudem: Mielitz – Ostermann, Bellmann, Igboanugo, Kasper, Asante, Lütke-Frie und Götzelmann.

    Bremen – Es ist Englische Woche in der Regionalliga Nord und die U23 des SV Werder Bremen empfängt heute Abend (19 Uhr im DeichStube-Liveticker) im Stadion „Platz 11“ den VfB Oldenburg. Die Grün-Weißen sind mit zwei Siegen gegen den Hamburger SV II (4:1) sowie BW Lohne (3:1) perfekt ins neue Jahr gestartet. Mit 38 Zählern liegt der SVW vor diesem 24. Spieltag auf einem starken vierten Rang. Oldenburg ist jedoch ebenfalls hervorragend in das neue Fußball-Jahr gekommen. Die Niedersachsen haben ebenfalls beide Spiele gegen Jeddeloh II (4:0) und den SV Meppen (2:0) gewonnen. Der Live-Ticker zum Spiel startet hier gegen 18.30 Uhr mit der Bremer Startelf.



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  • Kurios! Wurf auf Werder Bremens Marvin Ducksch? Das

    Kurios! Wurf auf Werder Bremens Marvin Ducksch? Das


    Kuriose Szene beim Pokalspiel von Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld: Nach einem Fan-Wurf auf Marvin Ducksch zeigt eine TV-Kamera Kevin Kühnert. So reagiert der Ex-SPD-Politiker.

    Bremen – Dass Fußballspieler gelegentlich mit Gegenständen aus dem Fanblock beworfen werden, gehört zu den Unarten im Stadion und kann böse Folgen haben. Entsprechend sauer war Marvin Ducksch, als er nach seiner frühen Auswechslung im DFB-Pokal-Viertelfinale des SV Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld (1:2) leicht von etwas getroffen wurde, was am Ende glücklicherweise wohl nur eine Papierkugel war. Für große Aufregung sorgte die Szene daher im Nachhinein nicht mehr – stattdessen aber für einen kleinen Schmunzler. Auslöser war eine Wiederholung im Fernsehen.

    Kuriose Szene nach Fan-Wurf auf Werder Bremens Marvin Ducksch: TV-Kamera fängt Ex-SPD-Politiker Kevin Kühnert ein

    In einer Kameraeinstellung ist zu sehen, wie sich ein erschrockener Marvin Ducksch nach dem Wurf in Mecker-Laune zum Bielefelder Block umdrehte. Just in dem Moment fängt die TV-Kamera hinter dem Stürmer des SV Werder Bremen einen Fan ein, der – trotz Kappe und Schal – eindeutig zu identifizieren ist: Kevin Kühnert. Der ehemalige SPD-Generalsekretär, der sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurückgezogen hat, steht auf der Tribüne ganz weit vorne. Für einen Moment wirkt es, als könnte er Ducksch beworfen haben.

    In den sozialen Medien machte die kuriose Szene sofort die Runde – was auch Kevin Kühnert in der Fankurve nicht verborgen blieb, wie er jetzt gegenüber dem Fußballmagazin „11 Freunde“ verrät: „Mir wurde das Foto im Block gezeigt. Danach hat mein Handy in der Hosentasche ständig geklingelt, da habe ich schon gedacht: Oh Gott, das geht jetzt durchs Internet. Ich meine, wie unwahrscheinlich ist das denn?! Da sind Zehntausende im Stadion und unter den sieben Gesichtern, die eingeblendet werden, ist ausgerechnet meine Arminia-Crew. Das war schon lustig.“

    Kevin Kühnert (li.) war bei Werder Bremens Ausscheiden gegen Arminia Bielefeld in der Schüco-Arena.
    Kevin Kühnert (li.) war bei Werder Bremens Ausscheiden gegen Arminia Bielefeld in der Schüco-Arena. © ZDF

    Kevin Kühnert über Fan-Wurf auf Werder Bremens Marvin Ducksch: „Ich habe nicht geworfen“

    Kevin Kühnert war für den Spaß zu haben. Er hatte sich ja auch nichts zu Schulden kommen lassen, wie er ausdrücklich beteuert. „Vergessen Sie es! Ich habe nicht geworfen“, sagte der 35-Jährige. Und garnierte seine Antwort, bei allen Scherzen, noch mit einem gewissenhaften Appell: „Das macht man nicht, das möchte ich an dieser Stelle fett unterstreichen. Das ist nicht cool. Und wenn es blöd läuft, ruiniert es allen Beteiligten den ganzen Abend.“ Diesmal ist alles gut gegangen. Also, für Kühnert, seine Crew und Arminia Bielefeld. Die konnten ja feiern, Werder Bremen aus dem DFB-Pokal gekegelt zu haben. (han)



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  • Werder: Reaktion statt Reden? “Tun wir aktuell relativ

    Werder: Reaktion statt Reden? “Tun wir aktuell relativ



    Krankheitswelle, der Kopf – die Krise: Cheftrainer Ole Werner muss “Antworten finden” beim SV Werder Bremen: Gelingt ihm das, wie in der Vergangenheit, einmal mehr?

    "Ich habe das jetzt auch schon häufiger erlebt": Trainer Ole Werner und die Werder-Krise.


    “Ich habe das jetzt auch schon häufiger erlebt”: Trainer Ole Werner und die Werder-Krise.

    IMAGO/Steinsiek.ch


    Bei Marvin Ducksch und Romano Schmid herrscht bereits Gewissheit, beide fallen neben Kapitän Marco Friedl für die Partie am Samstag gegen den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) sicher aus.


    Fraglich sind zudem die kränkelnden Marco Grüll, Skelly Alvero und Keeper Michael Zetterer – Ersatzkeeper Mio Backhaus könnte zu seinem Bundesliga-Debüt kommen. Sicherlich keine optimalen Voraussetzungen für die ohnehin angespannte Situation beim derzeit arg kriselnden SV Werder Bremen.


    Das Pokal-Aus in Bielefeld sei am Mittwoch noch einmal intern thematisiert und damit abgehakt worden – die öffentlichen Nachwirkungen waren es am Donnerstag indes noch nicht. Dafür waren die Aussagen im Anschluss an die 1:2-Niederlage beim Drittligisten zu harsch ausgefallen, die Unstimmigkeiten zwischen einzelnen Spielern zu deutlich geworden.

    “Ich bin nicht derjenige, der sagt, das geht gar nicht”


    “Ich glaube, dass viele Dinge, die jetzt zur Sprache kommen, wenn man keine Erfolgserlebnisse hat, ein Stück weit auch normal sind und die natürlich auch aus Emotionen heraus mal so formuliert werden”, befand Ole Werner dazu: “Ich bin nicht derjenige, der sagt, das geht gar nicht oder da kann man nicht mal offene Worte finden.” Die dann auch durchaus “etwas härter” ausfallen dürften.


    Entscheidend sei dabei jedoch, so der Bremer Cheftrainer, “dass man sich dann im Nachhinein zusammensetzt, zusammenrauft – und beim nächsten Mal wieder als Einheit auf dem Platz steht”. Nicht die Aussagen seien ausschlaggebend, sondern die Reaktion. “Und da ist es de facto so, dass man zu wenig auf dem Platz sieht”, urteilte der 36-Jährige.


    Reden würde man laut Werner auch intern “aktuell relativ viel” am Osterdeich: “Zwischen den Spielen, nach den Spielen, während des Spiels.” Welchen Wert derlei Worte allerdings wirklich haben, würde dann erst deutlich, wenn ein Spieler, “der vielleicht mal auf den Deckel bekommen hat, einen Fehler macht – und trotzdem unterstützt wird”.

    Werner: “24/7 Werder im Kopf”


    Zum wiederholten Mal innerhalb einer Woche wurde sich beim Werder-Coach jetzt nach seiner “persönlich schwierigsten Zeit” an der Weser erkundigt. “Ehrlicherweise hast du als Trainer immer Themen, die dich auf Trab halten – auch wenn das nach außen manchmal vielleicht gut und schön aussieht. Deshalb ist es keine einfache Phase für uns alle”, entgegnete Werner.


    Die aktuelle Situation als schlechtestes Bundesliga-Team im Jahr 2025 lasse ihn sicherlich nicht völlig kalt: “Ich habe seit über drei Jahren 24/7 Werder im Kopf – mit allen Themen, das ist in meinem Job immer so.”


    Und da gehöre es für ihn nun vor allem dazu, “Antworten zu finden”. So, wie er es ja auch in der Vergangenheit tatsächlich immer wieder geschafft hat bei Werder: “Ich habe das jetzt auch schon häufiger erlebt.” Er muss auf fußballerischer Ebene wirken, aber eben auch auf psychologisch-pädagogischer Ebene. Im Kopf.

    Welche Themen Werder angehen muss


    “Und ehrlicherweise”, führte Werner weiter aus: “Diese Themen, die wir jetzt haben und die nach außen dringen, sind für mich nicht wahnsinnig neu.” Themen, die ihn mindestens schon seit zweieinhalb Jahren beschäftigen würden. Die Werder aber bislang nicht davon abgehalten hätten, trotzdem erfolgreich zu sein – daher bleibt der Coach zuversichtlich: “Wir sind in der Lage, diese Dinge zu ändern.”










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    12:47 Minuten


    Welche Themen das genau sind? Die Ausfälle von Schlüsselspielern wie Kapitän Friedl, das schwindende Selbstverständnis bei einer eigentlich gestiegenen Erwartungshaltung in den vergangenen Monaten, ja – alles bereits bekannte Gründe.


    Doch am tückischsten erscheint derzeit insbesondere der Umgang mit all diesen Widrigkeiten: Die Probleme gemeinsam zu lösen, erklärte Werner, “das ist der Schlüssel”.



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  • Werder Bremen: Neue Sorgen für Werner – Grippe-Welle

    Werder Bremen: Neue Sorgen für Werner – Grippe-Welle


    Mit Marvin Ducksch (30/muskuläre Probleme), Romano Schmid (25/krank) und Kapitän Marco Friedl (26/Innenbandzerrung) muss Werder am Wochenende ohnehin schon auf drei seiner wichtigsten Profis verzichten. Und für Trainer Ole Werner (36) kommt es mitten in der sportlichen Krise (vier Pflichtspiel-Pleiten in Folge) jetzt noch dicker!

    Denn eine Grippe-Welle legt drei weitere Profis lahm. Marco Grüll (26), Skelly Alvero (22) und – dieser Ausfall wäre besonders schwerwiegend – Torwart Michael Zetterer (29). Das Trio kann am Donnerstag nicht trainieren, wackelt damit fürs Heimspiel gegen Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr).

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    Quelle: BILD27.02.2025

    „Romano hat es richtig erwischt, bei den anderen dreien habe ich gerade eben erst erfahren, dass sie nicht trainieren werden“, sagt Werner und will positiv bleiben. „Ob sie bis Samstag wieder auf den Beinen stehen, weiß ich noch nicht, bin aber jetzt erst mal optimistisch.“

    Ein Trainingsausfall so kurz vor der Partie ist allerdings kein gutes Zeichen. Möglich also, dass Ersatzkeeper Mio Backhaus (20) zum ersten Mal zwischen Bundesliga-Pfosten stehen wird.

    „Jeder in unserem Kader muss immer bereit sein, zu spielen“, sagt Werner über den Jung-Keeper. „Die Rolle der Nr. 2 erfüllt er so, wie man es sich vorstellt. Er arbeitet gut im Training. Wenn er spielen muss, glaube ich, dass er bereit ist. Trotzdem hoffen wir, dass Zetti am Samstag spielen kann.“



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  • Vipers verpflichten Rückraumtalent Thorn vom SV Werder

    Vipers verpflichten Rückraumtalent Thorn vom SV Werder


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    Der Neuzugang der Bad Wildung Vipers: Chiara Thor.
    Kann auf allen Rückraumpositionen für Gefahr sorgen: Der Vipers Neuzugang Chiara Thorn. © SV Werder Bremen/Oliver Soller

    Der Handball Zweitligist Vipers hat sich erneut verstärkt und die Verpflichtung von Rückraumspielerin Chiara Thorn bekanntgegeben.

    Die Vipers arbeiten weiter fleißig an der Kaderzusammenstellung der kommenden Saison und verpflichten die 22-Jährige im Rückraum spielende Chiara Thorn von 2. Liga-Konkurrent SV Werder Bremen bis 2027. Thorn ist sowohl auf Rückraumlinks als auch auf Rückraummitte variabel einsetzbar. 

    Thorn begann ihre Laufbahn beim TuS Wörrstadt und durchlief mehrere Stationen, darunter die SG Bretzenheim und die TSG Friesenheim. Mit 16 Jahren wechselte sie ins Sportinternat des Thüringer HC, wo sie in der A-Jugend-Bundesliga und mit der zweiten Mannschaft in der 3. Liga spielte. 2021 folgte der Wechsel nach Bremen. Mit Werder traf sie am vorigen Samstag in der Ense-Halle auf ihren zukünftigen Verein.

    Thorn werde das Angriffsspiel variabler machen

    Thorn ist eine sehr kreative, schnelle und technische versierte Spielerin, die laut Vipers-Cheftrainer Peter Schildhammer „auf allen Rückraumpositionen für Gefahr sorgen kann“ und ihre Fähigkeiten bereits im Probetraining eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Sie bringe Spielintelligenz mit und werde das Angriffsspiel der Vipers variabler machen.

    „Ich freue mich auf ein neues Kapitel und darauf, Teil eines engagierten Teams zu sein“, so Thorn. „Das mir vorgestellte Konzept finde ich spannend und scheint meiner Spielweise entgegenzukommen“, freut sich die 22-Jährige über den Wechsel. (red)



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