Kategorie: Bundesliga Teams

  • Dortmund in der Krise: Rangnicks fundamentale Kritik an der Führung des BVB

    Dortmund in der Krise: Rangnicks fundamentale Kritik an der Führung des BVB


    Ralf Rangnick hätte in diesem Winter auch Trainer von Borussia Dortmund werden können. Er entscheidet sich anders. Aus gewichtigen Gründen, wie er nun verrät. Die Krise des Klubs hat für ihn einen langen Vorlauf.

    Ralf Rangnick hat in der sportlichen Krise von Borussia Dortmund die Kaderplanung des Klubs kritisiert. Der österreichische Nationalcoach war vor der Verpflichtung von Niko Kovac selbst ein Trainerkandidat beim BVB gewesen und sagte in der Sonntags-Sendung „Bild Sport“ bei WELT im TV: „Man hat nicht das Gefühl, dass als Überschrift steht: Wie wollen wir eigentlich spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern nicht den Vorwurf machen. Sondern das liegt daran, dass über Jahre hinweg dieser Fixpunkt einer Spielidee nicht mehr verfolgt worden ist.“

    Der 66 Jahre alte Rangnick sagte in den vergangenen Monaten sowohl Borussia Dortmund als auch dem FC Bayern München ab, um in Österreich zu bleiben. Die Krise der Dortmunder hat seiner Meinung nach einen langen Vorlauf.

    „Gehen wir mal in die Zeit zurück, in der der BVB am erfolgreichsten war in den letzten 20 Jahren. Das waren die sieben oder acht Jahre unter Jürgen Klopp“, sagte Rangnick. „Damals hat man von Anfang an in der Kaderzusammenstellung darauf geachtet, dass die Spieler zu der gewünschten Spielweise von Jürgen Klopp passen. Damals gab es drei Entscheider, die auch nach außen hin die Entscheider waren mit Aki Watzke, mit Michael Zorc und mit Jürgen Klopp. Und in jedem Transferfenster hat man diesen Kader zusammengestellt, der dann am Ende zweimal deutscher Meister und Pokalsieger wurde.“

    Damals sei der BVB „tatsächlich eine Marke“ gewesen, so Rangnick. „Jetzt haben sie den zehnten oder zwölften Trainer, seit Jürgen Klopp nicht mehr da ist. Aber man hat einfach nicht mehr stringent nach irgendeiner vorgestellten Spielweise den Kader zusammengestellt.“

    Schlechtester Liga-Start für BVB-Trainer seit 41 Jahren

    Auch Fußball-Experte Dietmar Hamann hat die BVB-Profis angesichts der nächsten Enttäuschung schwer kritisiert und personelle Konsequenzen gefordert. „Die Dortmunder spielen wie eine Jugendmannschaft. Professionalität, Seriosität, Leidenschaft – nicht zu sehen“, sagte der frühere Nationalspieler nach dem 0:2 beim VfL Bochum als Sky-Experte: „Alles, was Grundvoraussetzung sein sollte, das zeigen sie nicht. Die brauchen keinen Trainer, die brauchen einen Zauberer.“

    Als Tabellenelfter hat der BVB bereits acht Punkte Rückstand auf den angestrebten Champions-League-Platz. Auch der Wechsel von Trainer Nuri Sahin zu Niko Kovac hat bislang keine Besserung gebracht, auch wenn die Dortmunder in der Champions League vor dem Einzug ins Achtelfinale stehen.

    Hamann kritisierte besonders Julian Brandt und attestierte dem 28-Jährige eine „unterirdische“ Leistung. „Der ist jetzt Ende 20, ewig im Verein und einer der Spieler, an denen du dich aufrichten musst“, sagte Hamann. „Du musst irgendwann mal den Spielern wie Brandt oder Marcel Sabitzer sagen: ,Es ist genug‘ und diese Spieler ersetzen. Es geht nicht anders.“

    Für Kovac war es die zweite Niederlage im zweiten Ligaspiel als BVB-Trainer. Die ersten beiden Bundesliga-Partien als Coach der Dortmunder verlor zuletzt Timo Konietzka im August 1984.

    Hamann sieht für die Westfalen die Notwendigkeit, den Kader deutlich zu verändern. „Wenn es nicht geht und wenn keine Besserung in Sicht ist, musst du irgendwann mal einen Schnitt machen“, sagte der 51-Jährige. „Vor dieser Entscheidung stehen sie jetzt bei sechs bis acht Spielern. Das mag teuer werden, vor allem wenn du nicht in die Champions League kommst. Aber mit der Truppe, so wie die zusammengestellt ist, ist Hopfen und Malz verloren.“

    pk



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  • Bayer Leverkusen: Schon wieder neuer Look: So sieht

    Bayer Leverkusen: Schon wieder neuer Look: So sieht


    Erst pink, dann weiß, dann „Vokuhila“ – jetzt ein neues Frisur-Kapitel.

    DFB-Star Robert Andrich (30) fällt immer wieder durch seine extravagante Haarpracht auf, färbt sich seit gut zehn Jahren regelmäßig die Haare.

    Jetzt lüftet er sein neuestes Frisur-Geheimnis.

    Mit neuer Frisur auf der Bayer-Bank: Robert Andrich (30)

    Mit neuer Frisur auf der Bayer-Bank: Robert Andrich (30)

    Foto: INA FASSBENDER/AFP

    Ende Dezember – Andrich damals mit langen, weißen Haaren – kündigte der Bayer-Spieler in SPORT BILD an: „Ich bereite mich auf etwas Neues vor, das ich schon immer mal machen wollte. Das wird eine Überraschung. Anfang 2025 ist es so weit.“

    Beim Top-Spiel in der Bundesliga zwischen Leverkusen und München (0:0) zeigte der Abräumer erstmals seinen neuen Style in der Öffentlichkeit. Andrich trägt jetzt Cornrows!

    Und ist damit nicht der erste Fußballer. Neben Stars wie Leroy Sané (29/München) und Xavi Simons (21/Leipzig) fiel bereits England-Ikone David Beckham (49) mit Cornrows auf. Der Brite verriet vor zwei Jahren: „Das war die einzige Frisur in meinem Leben, die ich irgendwie bereut habe.“

    Cornrows sind eine aus Afrika stammende Flechtfrisur. Sechs solcher blond gefärbten Flecht-Zöpfe trägt der Bayer-Star jetzt. Der Salon „Parrylicious Hairartist“ in Düsseldorf übernahm die Friseur-Arbeit.

    Auf Instagram zeigt der Frisuer-Salon Andrichs neue Haare

    Auf Instagram zeigt der Friseur-Salon Andrichs neue Haare

    Foto: instagram.com/parrylicious_studio

    Neue Frise – neues Bayer-Glück?

    Andrich verlor zuletzt seinen Stammplatz. Trainer Xabi Alonso (43) scheint vor allem in großen Spielen nicht mehr auf ihn zu setzen. In den drei letzten Champions-League-Partien stand er nur acht Minuten auf dem Platz, im Pokal-Derby gegen Köln (3:2 n.V.) kam er gar nicht zum Einsatz. Auch gegen die Bayern blieb der Defensiv-Mann 90 Minuten auf der Bank.



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  • Bundesliga: VfL Bochum düpiert BVB – Masouras-Doppelpack in 2 Minuten

    Bundesliga: VfL Bochum düpiert BVB – Masouras-Doppelpack in 2 Minuten


    Siege für Gladbach & Freiburg 

    Bundesliga: VfL Bochum düpiert BVB – Masouras-Doppelpack in 2 Minuten

    ©IMAGO

    Blamage statt Befreiungsschlag: Borussia Dortmund hat das Derby beim stark abstiegsbedrohten VfL Bochum verloren und rutscht immer tiefer in die Krise. Das Team von Trainer Niko Kovac unterlag dem Revierrivalen verdient mit 0:2 (0:2). Vier Tage nach dem Sieg in der Champions League bei Sporting leistete sich der BVB krasse defensive Patzer und war vorne harmlos.

    Einen Rückschlag im Kampf um die Königsklassenplätze kassierte auch der VfB Stuttgart durch das 1:2 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg. Der SC Freiburg kletterte dank eines 1:0 (0:0) bei Aufsteiger FC St. Pauli an den Schwaben vorbei auf Platz fünf. Auch Borussia Mönchengladbach untermauerte dank des 2:1 (2:0) beim 1. FC Union Berlin seine Europapokal-Ambitionen.

    Das Szenario einer BVB-Saison ohne internationalen Startplatz wird immer realistischer. Dortmund ist nur noch Mittelmaß. Erstmals seit 41 Jahren unter Timo Konietzka verlor wieder ein BVB-Trainer seine ersten beiden Bundesliga-Partien. In den vergangenen sechs Ligaspielen hat die Borussia nur einmal drei Punkte geholt.

    Bochum schöpfte mit dem prestigeträchtigen Erfolg dagegen neuen Mut im Abstiegskampf. Der VfL gab zumindest vorübergehend den letzten Platz an Holstein Kiel ab. Vor 26.000 Zuschauern im ausverkauften Ruhrstadion erzielte Georgios Masouras (33./35. Minute) beide Bochumer Tore.

    Kovac hatte ein „schwieriges“ und „Kampf-geprägtes“ Spiel erwartet. Und tatsächlich hielt der VfL von Beginn an mit hoher Einsatzbereitschaft, aber auch mit Spielfreude, dagegen. Die Gastgeber kamen gut in die Partie. Dortmund hatte früh Probleme. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, da war BVB-Keeper Gregor Kobel bei einem Schuss von Bochums Winterneuzugang Masouras erstmals gefordert. Auch bei der zweiten Chance des Griechen war der 27-Jährige zur Stelle. In der 11. Minute zeigte sich dann auch die Borussia gefährlich vor dem gegnerischen Tor. Serhou Guirassy ließ VfL-Verteidiger Erhan Masovic ins Leere laufen und scheiterte dann freistehend an Torwart Timo Horn. Der 31-Jährige gab als Ersatz für den erkrankten Patrick Drewes sein Pflichtspieldebüt für Bochum.

    Viel zu tun bekam er in der Folge erstmal nicht mehr. Die Gastgeber blieben gegen den Champions-League-Finalisten des Vorjahres die bessere Mannschaft und belohnten sich mit einem Doppelpack: Erst drückte Masouras den Ball nach starker Vorarbeit von Philipp Hofmann über die Linie, dann nutzte er einen haarsträubenden Dortmunder Abwehrfehler eiskalt aus. Niklas Süle, der erstmals seit Anfang Dezember wieder in der Bundesliga spielte, wollte den Ball zu Kobel zurückspielen. Masouras lief den Rückpass jedoch ab und traf zum 2:0 für Bochum.

    Dortmund mühte sich um eine schnelle Antwort, kam jedoch nur vereinzelt zu Chancen. Guirassy und Nico Schlotterbeck trafen das Tor nicht, bei einem Versuch von Julian Brandt war Horn zur Stelle. Auf der Gegenseite verhinderte Kobel nach einer Stunde gegen den agilen Gerrit Holtmann das dritte Bochumer Tor. Mit zunehmender Spieldauer erhöhte der BVB zwar den Druck. Den Gästen fiel jedoch zu wenig ein, um die gut sortierte Bochumer Abwehr vor größere Probleme zu stellen. Der VfL brachte den Sieg souverän über die Zeit.

    VfL Wolfsburg dreht Partie beim VfB Stuttgart

    Trotz des sehenswerten Solos von Joker Nick Woltemade hat der VfB Stuttgart einen Rückschlag im Kampf um die erneute Qualifikation für die Champions League hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Coach Sebastian Hoeneß musste sich in der Bundesliga dem VfL Wolfsburg mit 1:2 (0:0) geschlagen geben. Dadurch beendeten die Gäste, die sich weiter im Tabellenmittelfeld aufhalten, ihre Sieglos-Serie im fünften Anlauf. Stuttgart verpasste den Sprung auf einen Königsklassen-Platz und ist nur noch Sechster.

    58.000 Zuschauer sahen ein intensives, aber auch fehlerbehaftetes Duell. Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang vergab VfB-Kapitän Atakan Karazor per Kopf (44. Minute). Nach der Pause brachte Woltemade die Gastgeber in Führung (72.), ehe der ehemalige Stuttgarter Tiago Tomás nur fünf Minuten später ausglich und Mohamed Amoura die Partie per verwandeltem Handelfmeter drehte (87.).

    Hoeneß hatte ungeachtet der fehlenden Erfolgserlebnisse vor den Niedersachsen gewarnt: „Das ist eine richtig gute Mannschaft. Sie haben sich zuletzt auf gutem Niveau stabilisiert. Es wird eine schwere Aufgabe.“ Besonders in der Anfangs- und in der Schlussphase zeigten die Wolfsburger, weshalb der Stuttgarter Trainer Recht hatte.

    Zumal seine eigene Mannschaft eher passiv startete. Der VfB rannte häufig hinterher und wagte erst nach einer Viertelstunde erste zaghafte Angriffsversuche über die sonst so gefährliche linke Seite mit den beiden Nationalspielern Chris Führich und Maximilian Mittelstädt. Doch immer wieder fehlte den Mitspielern bei Hereingaben die entscheidenden Zentimeter oder eine saubere Ballannahme.

    In der Defensive hatte Josha Vagnoman so seine liebe Mühe – vor allem mit dem quirligen VfL-Flügelspieler Patrick Wimmer. Nach einem Diagonalball entwischte der Österreicher seinem Gegenspieler, doch VfB-Abwehrchef Jeff Chabot rettete für den abgehängten Vagnoman in höchster Not (22.). Wenig später touchierte der Rechtsverteidiger der Schwaben Amoura im Strafraum, Tobias Welz reichte die Berührung allerdings nicht für einen Elfmeterpfiff. Ähnlich bewertete er die Situation nach einer halben Stunde, als Chabot nach einem ruhenden Ball zu Boden ging.

    Hasenhüttl verfolgte das Spiel unaufgeregt mit den Händen in den Taschen seiner langen Winterjacke. Schon im Vorfeld hatte er vermutet, dass der VfL auch mit einer ersatzgeschwächte Elf dem Vizemeister Paroli bieten würde. „Wir haben zwar wieder einen guten Gegner vor der Brust, aber wir sind auch nicht so schlecht und fahren da mit Selbstvertrauen hin“, hatte der 57-Jährige gesagt. Unter anderem musste er Kapitän Maximilian Arnold und Stammtorhüter Kamil Grabara ersetzen. Trotz der Ausfälle und fehlender Torschüsse zeigten die Gäste im ersten Durchgang einen ordentlichen Auftritt.

    © tm/imago - Hier die Bundesliga-Profis benoten (Link zur Noteneingabe)

    Auch nach dem Seitenwechsel fehlte den Gastgebern, die erstmals seit ihrem Aus in der Champions League und dem Weiterkommen im DFB-Pokal wieder eine komplette Trainingswoche absolvieren konnten, die nötige Konsequenz im letzten Drittel. Leweling prüfte Marius Müller, der im Nachfassen die Situation entschärfte (52.).

    Offensiv taten sich beide Mannschaften weiter schwer. Die Wolfsburger erweckten zeitweise den Eindruck, als könnten sie mit dem Punkt gut leben. Denn allzu großes Risiko wagten sie auch weiterhin nicht. Das wurde kurzzeitig bestraft. Der eingewechselte Woltemade ließ alle VfL-Abwehrspieler aussteigen und erzielte die Führung. Diese hatte allerdings nur fünf Minuten Bestand, denn auf der Gegenseite ärgerte Tomás seinen Ex-Klub. Dann zog Wimmer ab und traf den ausgestreckten Arm von Vagnoman. Den fälligen Strafstoß, den Welz nach Betrachtung der Bilder gab, verwandelte Amoura mit etwas Glück.

    Union Berlin unterliegt Borussia Mönchengladbach knapp

    Der Positivtrend des 1. FC Union Berlin ist schon wieder gestoppt. Die Eisernen kassierten daheim im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei ein 1:2 (0:2) gegen Europapokal-Anwärter Borussia Mönchengladbach. Mit schnellem und direktem Spiel legten die Gäste die Schwächen der Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart offen, die Tore für Gladbach erzielten Lukas Ullrich (10. Minute) und Tim Kleindienst (26.).

    Per Foulelfmeter gelang Andrej Ilic (63.) noch der Anschlusstreffer für die Berliner nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte. Für zumindest einen Punkt reichte es aber nicht. In der Tabelle verpassten es die Berliner, sich nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen weiter von den Abstiegsrängen abzusetzen. Die Gladbacher unterstrichen ihre Ambitionen auf den Einzug ins internationale Geschäft.

    Eines wollte Baumgart unbedingt wieder: In die neue Trainingswoche mit einem Lächeln wie nach dem Sieg zuvor auswärts gegen die TSG 1899 Hoffenheim starten. Sogar zwei Spiele nacheinander ohne Gegentor ließen die Eisernen zunächst auch recht resolut wirken. Sie versuchten, das Spiel zu machen. Und nach nur vier Minuten landete der Ball plötzlich auf der Latte des Gladbacher Tores. Außenverteidiger Robert Skov hatte es nach vorn gezogen, sein Kopfball sorgte für den ersten Aufreger-Moment.

    Doch jubeln konnten die Gäste ein paar Minuten später. Zu leicht ließen die Berliner die Borussen über deren linke Seite wirbeln. Ullrich leitete den Angriff selbst ein, nach einer Vorlage von Robin Hack drosch er den Ball vor dem Block der Union-Anhänger ins Tor – auf den Rängen herrschte kurz erst einmal Ruhe.

    Auch das frühe Verletzungs-Aus für Gladbachs Keeper Moritz Nicolas, für den Jonas Omlin von der Bank ohne großes Aufwärmen ins Tor musste, konnten die Gastgeber nicht nutzen. Stattdessen setzten sich die Borussen beim nächsten Treffer auf ihrer rechten Seite durch, Nationalspieler Kleindienst musste in der Mitte nur noch den Fuß hinhalten.

    © tm/imago - Hier über die 18 Bundesligisten mitdiskutieren (Link zu den Vereinsforen)

    Und die Gastgeber konnten froh sein, mit nur zwei Gegentoren in die Pause zu gehen. Torwart Frederick Rönnow musste gleich mehrfach retten, bei einem Lattenkracher von Robin Hack nach einer herrlichen Ballannahme wäre aber auch er in der langen Nachspielzeit der ersten Hälfte geschlagen gewesen.

    Den Willen, die Partie wieder zu ihren Gunsten zu kippen, konnte niemand der Mannschaft von Baumgart absprechen. Dass die nun mit einer Dreierkette agierenden Berliner nach der Pause auf ein schnelles Tor drängen würden, damit dürfte Kollege Gerardo Seoane auch gerechnet haben. Probleme bekamen die Gäste dennoch. In der 54. Minute retteten die Gladbacher gerade noch mit vereinten Kräften nach einem 15-Meter-Schuss von Benedict Hollerbach.

    Nach einem Schubser von Kleindienst gegen den eingewechselten Tom Rothe zeigte Schiedsrichter Sven Jablonski auf den Elfmeterpunkt – allerdings erst nach mehrfacher Ansicht der Szene per Video. Ilic verwandelte den Strafstoß sicher. Zwar wurde es noch mal richtig spannend – ein Tor fiel trotz einer Riesenchance für Tom Rothe in der sechsminütigen Nachspielzeit aber nicht mehr.

    Freiburg siegt bei St. Pauli: Slapstick von Grifo, Pechvogel Treu

    Durch ein Eigentor kurz vor Schluss hat der FC St. Pauli ein emotionales Bundesliga-Heimspiel noch verloren. Begleitet von der Debatte um die Stadionhymne des Klubs und von dem Duell der beiden Eggestein-Brüder unterlag der Aufsteiger dem SC Freiburg mit 0:1 (0:0).

    Das Tor für den Tabellensechsten der Fußball-Bundesliga fiel erst in der 88. Minute, weil Philipp Treu einen Schuss von Christian Günter noch ins eigene Netz lenkte. Für die Freiburger war es im engen Rennen um die Europa-League-Plätze bereits der dritte 1:0-Sieg in Serie. Da fiel es am Ende auch nicht mehr ins Gewicht, dass Vincenzo Grifo kurz vor der Pause einen Foulelfmeter auf groteske Weise verschossen hatte (45.).

    Für den Aufsteiger aus Hamburg war es dagegen ein bitterer Nachmittag in einer angespannten Situation. Kurz nach dem 0:1 verletzte sich auch noch der amerikanische Neuzugang James Sands offenbar schwerer am Knie. Und diesmal war es am Millerntor auch schon vor dem Spiel laut geworden. Da begründeten Präsident Oke Göttlich und Sicherheitschef Sven Brux über die Stadionmikrofone die Entscheidung, zum ersten Mal seit 20 Jahren nicht mehr das Lied „Herz von St. Pauli“ vor einem Heimspiel des Kiezklubs zu spielen.

    Hintergrund ist die NS-Vergangenheit des Texters, die die Mitarbeitenden des Vereinsmuseums selbst recherchiert hatten. Seitdem diskutieren viele St.-Pauli-Fans, ob man das Lied im Stadion weiter einspielen oder dieses Ritual beenden solle. Die Reaktion vor dem Anpfiff war ähnlich zwiegespalten: Ein Teil der Anhänger applaudierte, ein anderer Teil pfiff den Präsidenten sogar aus.

    Zwischen St. Paulis Johannes und Freiburgs Maximilian Eggestein ging es da deutlich harmonischer zu. Beide wuchsen in Hannover auf, beide wurden bei Werder Bremen ausgebildet – und beide hatten es in diesem Spiel gleichermaßen schwer. Gegen die überlegenen Freiburger bekam St. Paulis Eggestein als einsamer Mittelstürmer nur selten den Ball. Gegen kompakt verteidigende Hamburger wiederum tat sich Freiburgs Eggestein als Spielgestalter ebenfalls schwer. Nur selten war einmal eine Lücke in diesem Abwehrverbund zu finden.

    Die Gäste hatten trotzdem die deutlich besseren Chancen. In der 13. Minute tauchte Ritsu Doan auf einmal allein vor Nikola Vasilj auf, scheiterte aber mit einem zu unpräzisen Schuss am starken St.-Pauli-Torwart. Ein Freistoß von Grifo flog nur knapp über das Tor (43.) und dann folgte der Slapstick-Elfmeter des 31-Jährigen: Locker, lässig lief Grifo an und wollte den Ball in die Mitte des Tores lupfen. Doch da stand Vasilj und hätte den auch mit einer Mütze fangen können.

    Beim FC St. Pauli gehören insgesamt vier ehemalige Freiburger zum Kader und auch der Sportchef Andreas Bornemann spielte und arbeitete früher einmal für den SC. Der Stadionsprecher stellte die Hamburger deshalb auf launische Weise als „Badischer FC“ vor, aber die besondere Kenntnis der Freiburger Spielweise half dem Aufsteiger kaum.

    Offensiv blieb St. Pauli auch nach der Pause harmlos. Die meisten vielversprechenden Konterchancen wurden zu überhastet abgeschlossen. Auch bei einer Schlussoffensive in den letzten zehn Minuten kam bis auf eine gute Kopfballchance für Jackson Irvine (85.) nichts heraus. Aber auch die dominanten Freiburger nutzten ihre Möglichkeiten lange Zeit nicht. In der 57. Minute trat erneut Grifo an: diesmal zum Freistoß und diesmal auch mit Schmackes. Aber wieder hielt Vasilj stark.



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  • Frauen-Westfalenpokal: Erst mit Mühe, dann souverän – S04

    Frauen-Westfalenpokal: Erst mit Mühe, dann souverän – S04


    Die beiden Westfalenliga-Topteams FC Schalke 04 und Borussia Dortmund gehören auch im Frauen-Westfalenpokal zu den Besten.

    Bevor es für die Frauen-Mannschaften von Schalke 04 und Borussia Dortmund in der Westfalenliga wieder um Punkte geht, stand für beide Klubs erst einmal die Viertelfinals im Westfalenpokal an. Beide bekamen es mit direkter Liga-Konkurrenz zu tun. Die S04-Frauen trafen auf DJK Arminia Ibbenbüren, während der BVB den SV Germania Hauenhorst empfing.

    Die beiden Top-Teams der Frauen-Westfalenliga taten sich zunächst beide schwer. Nach dem Abpfiff feierten aber beide den Einzug ins Halbfinale. Der BVB setzte sich mit 4:1 (1:1) durch. Der S04 gewann mit 2:0 (0:0).

    Borussia Dortmund gelang dabei ein Einstand nach Maß. Marie Grothe traf zur frühen Führung (6.). Obwohl die Dortmunderinnen überlegen auftraten, gelang es ihnen zunächst nicht, das zweite Tor nachzuschieben. Stattdessen kamen die Gäste aus Hauenhorst durch ein Eigentor zum Ausgleich (12.).

    Nach dem Seitenwechsel bestimmte der BVB weiter das Geschehen – nur eben das zweite Tor fehlte. Nachdem Dana Marquardt zunächst eine Großchance vergeben hatte, erlöste Ann-Sophie Vogel die Schwarz-Gelben (62.). Nur fünf Minuten später sollte auch Marquardt ihren Treffer bejubeln. Sie köpfte vor 324 Zuschauerinnen und Zuschauern zum 3:1 ein. Sarah Giebels ließ noch den vierten Treffer folgen (88.).

    Einen ähnlich schleppenden Beginn erlebten die Schalker Frauen, die durch Urlaube und Krankheiten personell arg gebeutelt gegen Ibbenbüren an den Start gingen. Nachdem es zur Halbzeit noch keine Tore zu sehen gegeben hatte, änderte sich das nach dem Seitenwechsel. Zunächst erzielte Dana Salic die Führung (49.), die Carolin Mai (62.) ausbaute.

    Neben den beiden Revier-Klubs steht auch Regionalligist Arminia Bielefeld im Halbfinale. Das Feld komplettiert der Sieger des Duells zwischen dem SSV Rhade und dem SV BW Aasee.

    In der Liga geht es für Borussia Dortmund schon am kommenden Wochenende wieder los. Dann reisen sie zum Auswärtsspiel zum SuS Concordia Flaesheim (23. Februar, 15.30 Uhr). Der FC Schalke 04 ist eine Woche später beim SVKT 07 Minden (2. März, 15.30 Uhr) wieder gefordert.



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  • Borussia Dortmund: Kovac wird nach Gittens-Vorfall deutlich!

    Borussia Dortmund: Kovac wird nach Gittens-Vorfall deutlich!


    Die 0:2-Niederlage gegen den VfL Bochum sorgte bei Borussia Dortmund für jede Menge Frust. Nach Spielabpfiff mussten sich die bedienten BVB-Profis vor dem Auswärtsblock eine Menge Kritik gefallen lassen. Die mitgereisten Fans waren sichtlich enttäuscht.

    Schon während des Spiels war es jedoch zu einer hitzigen Szene zwischen den Fans von Borussia Dortmund und Jamie Gittens gekommen, die auch nach dem Spiel für Diskussionen sorgte. BVB-Coach Niko Kovac spricht in dieser Causa nun ein deutliches Machtwort!

    Borussia Dortmund: Kovac spielt Gittens-Vorfall herunter

    Was war passiert? Nach nicht einmal einer Stunde musste der bis dahin glücklose Jamie Gittens für Maximilian Beier vom Feld. Als der englische U21-Nationalspieler daraufhin verärgert an dem Dortmunder Auswärtsblock vorbeiging, kam es offenbar zu einem kleinerem Wortgefecht zwischen Fans und Spieler. Gittens musste im Anschluss von den Reservisten Waldemar Anton und Giovanni Reyna zurückgehalten werden.


    Auch interessant: Bochum – Borussia Dortmund: Nach Horror-Auftritt – BVB-Fans zerreißen ihre Mannschaft


    Eine Angelegenheit, die Trainer Kovac jedoch nicht an die große Glocke hängen will: „Wir sind alle erwachsen, wir müssen nicht immer alles hineininterpretieren“. Dass es zwischen ihm und dem Flügelflitzer kurz nach der Auswechslung keinen Kontakt gab, stört den 53-Jährigen ebenso wenig: „Jamie wurde ausgewechselt, er hat den Weg von der anderen Seite rüber, wir sind im Tunnel, da kannst du nicht immer zum Trainer laufen. Alles gut“.

    Gittens zuletzt glücklos

    Dennoch ist Gittens‘ Aktion symbolisch für die jüngsten Wochen des 20-Jährigen. Nach zuvor starken Leistungen ist der Rechtsfuß seit inzwischen rund einem Monat ohne Torbeteiligung. Ein Zustand, mit dem der Spieler selbst wohl am meisten hadern dürfte.



    Dennoch ist das große Potenzial des Engländers unbestritten. Findet Gittens in den kommenden Spielen wieder zu alter Form zurück, könnte sich auch der BVB wieder Hoffnungen auf Siege und eine mögliche Wiederaufholjagd auf die internationalen Plätze machen.



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  • Carney Chukwuemeka nach Knieproblemen zurück

    Carney Chukwuemeka nach Knieproblemen zurück


    Wegen Knieproblemen verpasste Carney Chukwuemeka die 0:2-Niederlage von Borussia Dortmund beim VfL Bochum. Am Sonntag kehrte der Winter-Neuzugang jedoch auf den Trainingsplatz zurück. Im Rückspiel gegen Sporting CP sollte der 21-Jährige also wieder zur Verfügung stehen.

    LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren



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  • Niko Kovač verrät besonderen Plan mit Guirassy

    Niko Kovač verrät besonderen Plan mit Guirassy


    11.02.2025, Portugal, Lissabon: Fu�ball: Champions League, Sporting Lissabon - Borussia Dortmund, K.o.-Runde, Zwischenrunde, Hinspiele, Est�dio Jos� Alvalade, Dortmunds Trainer Niko Kovac reagiert an  ...

    Hat endlich sein Erfolgserlebnis: Niko Kovač.Bild: dpa / Federico Gambarini

    Champions League

    Lisa Slomka

    Das “Erfolgserlebnis”, nach dem sich Niko Kovač am Montagabend gesehnt hat, bekam er nur einen Tag später: Borussia Dortmund gewinnt das Playoff-Hinspiel gegen Sporting Lissabon mit 3:0. Dem Klub winkt nun der Einzug ins Achtelfinale.

    Eine Genugtuung für den BVB, der mit dem deutlichen Sieg ein Lebenszeichen in Richtung jener sendet, die das Team für tot geglaubt haben.

    “Das haben die Jungs toll gemacht”, sagte Kovač am Mikrofon von Amazon Prime. Der neue BVB-Coach war nach der Partie mächtig stolz. Seine Mannschaft habe “durchgehalten bis zum Schluss”, mit einer guten Portion “Körperlichkeit und Aggressivität” auf dem Platz gestanden.

    Dass der BVB das portugiesische Team dermaßen dominieren würde, hat sich anfangs jedoch nicht abgezeichnet. In den ersten 45 Minuten bot Dortmund nicht allzu viel, in der zweiten Hälfte aber umso mehr.

    Serhou Guirassy stellt gegen Sporting Lissabon Vereinsrekord auf

    Den Unterschied machte insbesondere Serhou Guirassy. Der – laut Kovač – “Ausnahmestürmer” erzielte in der 60. Minute das 1:0. Dabei setzte er eine Kopfball-Bogenlampe gegen die Laufrichtung von Torhüter Rui Silva und bescherte den Schwarz-Gelben das erste Erfolgserlebnis des Abends.

    Obendrein stellte Guirassy einen neuen Vereinsrekord auf. Gegen Sporting Lissabon erzielte er sein zehntes Tor in der Champions League. Hinzu kommt eine Vorlage, die er Pascal Groß beim 2:0 auflegte. Insgesamt kommt Guirassy in der laufenden CL-Saison auf 13 Torbeteiligungen.

    Eine Bilanz, die zuvor noch kein anderer BVB-Stürmer vorweisen konnte. Weder Erling Haaland noch Robert Lewandowski.

    Niko Kovač denkt über Auswechslung von Guirassy nach

    “Er war heute sehr wichtig, hätte sogar noch ein Tor mehr machen können”, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl in der Mixed Zone. Guirassy habe der Mannschaft extrem geholfen. “Er war heute wirklich überall.”

    Auch Niko Kovač fand lobende Worte für seinen Schützling, bezeichnete seine Leistung als ausgezeichnet, “à la bonne heure”. Guirassy, dessen Form unter der öffentlich diskutierten Krise der Dortmunder gelitten hatte, lief gegen Lissabon zu Höchstform auf.

    Nach Stationen in Köln, Frankreich und Stuttgart wechselte der Stürmer im Sommer 2024 ins Ruhrgebiet. Kovač betonte, welch “super Entwicklung” Guirassy genommen habe. “Wir sind froh, dass wir ihn haben.”

    Dennoch räumte der BVB-Coach ein, dass er mit Blick auf seine Spielzeit etwas ändern müsste. “Ich überlege immer, ob ich ihn in den letzten Minuten mal herausnehme, denn er spielt ja schon am Anschlag alle Spiele.”

    Und tatsächlich, Guirassy hat in drei der letzten vier Partien von Anpfiff bis Abpfiff auf dem Platz gestanden. Nur bei der 1:2-Niederlage gegen Bologna wurde er in der 75. Minute ausgewechselt.

    Ob Guirassy das auch mit sich machen lassen würde, wollte Moderator Alexander Schlüter von Kovač wissen: “Ich glaube nicht, aber ich muss auch gucken, denn wir haben noch andere Spieler.” Beim Spielstand von 3:0 könne man sich überlegen, ob man ihn auswechselt, “um ein paar Minuten zu sparen”.

    Unter Dino Toppmöller spielt Eintracht Frankfurt in dieser Saison endlich aufregenden Fußball. “Das ist das erste Mal, dass ich von einer Mannschaft begeistert bin”, sagte Ex-Trainer Felix Magath kürzlich im Hessischen Rundfunk.



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  • Borussia Dortmund Damenhandball: Fotostrecke BVB versus Frisch Auf Göppingen

    Borussia Dortmund Damenhandball: Fotostrecke BVB versus Frisch Auf Göppingen


    Zum Spielverlauf des Matches BVB versus Frisch Auf Göppingen 32:30 (19:16) in der Wellinghofener Sporthalle am ersten Februarsamstag 2025 vor 611 Zuschauern  siehe meinen Artikel in der Rubrik Sport…
    Hier und heute und morgen geht es nur darum, das Spiel “filmisch” zu dokumentieren.
    Die Leser und Betrachter können heute und morgen und übermorgen die Evolution der Fotostrecke mit zahlreichen Subtexten und ter den Fotos beim work in progress mitverfolgen.
    Viel Spaß…
    Wolfgang Merkel & Irena Merkel/ FotoArchiv Merkel & Merkel



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  • Nach Pokal-Coup: TSG Hoffenheim gewinnt auch gegen

    Nach Pokal-Coup: TSG Hoffenheim gewinnt auch gegen


    Selina Cerci schießt die TSG Hoffenheim zum Sieg gegen Bayer Leverkusen. Nach dem Sieg im DFB-Pokal gegen Wolfsburg darf die TSG zum zweiten Mal binnen weniger Tage feiern.

    Die TSG Hoffenheim hat die Woche mit drei Topspielen innerhalb von sieben Tagen erfolgreich abgeschlossen. Nach dem 1:3 gegen Bayern München in der Bundesliga und dem historischen Sieg im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den Serien-Titelträger VfL Wolfsburg gewannen die Kraichgauerinnen am Sonntag ihr Ligaspiel gegen Bayer Leverkusen. Gegen den Tabellenvierten setzte sich die TSG mit 1:0 (0:0) durch.

    Cerci trifft nach Fehler von Turanyi

    Ein Fehler von Bayer-Abwehrspielerin Lilla Turanyi leitete den Siegtreffer für die TSG Hoffenheim ein. Turanyi ließ sich bei der Spieleröffnung zu viel Zeit und wurde von Melissa Kössler unter Druck gesetzt. Kössler blockte den Pass der Leverkusenerin genau vor die Füße von Selina Cerci, die mit links zum 1:0 vollendete (59.).

    Rund sechs Minuten später verpasste Sofie Zdebel den Ausgleichstreffer nur um Zentimeter, ihr wuchtiger Schuss aus rund 17 Metern klatschte an den linken Pfosten (65.). In der Nachspielzeit hatte Delice Boboy die zweite große Chance für Leverkusen im zweiten Durchgang, ihre Direktabnahme im Strafraum verfehlte den TSG-Kasten knapp.

    Hoffenheim auf Platz sechs in der Bundesliga

    Viel mehr Gefahr für das Hoffenheimer Tor konnte das Gäste-Team nicht entwickeln, sodass Hoffenheim den knappen 1:0-Sieg bejubeln durfte. In der Tabelle schiebt sich die TSG wieder am SC Freiburg vorbei auf Rang sechs (24 Punkte), hat aber schon ein Spiel mehr absolviert als die Breisgauerinnen (23).



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  • BVB im Abwärtsstrudel: Ralf Rangnick kritisiert Dortmunder Kader

    BVB im Abwärtsstrudel: Ralf Rangnick kritisiert Dortmunder Kader


    Der BVB hat nach dem 0:2 beim VfL Bochum bereits zum neunten Mal in der laufenden Bundesligasaison verloren. Die mit Nationalspielern gespickte Startruppe bietet höchstens Mittelmaß. Der BVB ist nicht in der Lage, einen Abstiegskandidaten zu beherrschen. Im Gegenteil: Dortmund unterlag Bochum verdient.

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    Ralf Rangnick kritisiert BVB Kader

    Ralf Rangnick hat in der sportlichen Krise von Borussia Dortmund die Kaderplanung des Clubs kritisiert. Der österreichische Nationalcoach war vor der Verpflichtung von Niko Kovač selbst ein Trainerkandidat beim BVB.

    Nun sagte gegenüber „Bild Sport“: „Man hat nicht das Gefühl, dass als Überschrift steht: Wie wollen wir eigentlich spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern nicht den Vorwurf machen. Sondern das liegt daran, dass über Jahre hinweg dieser Fixpunkt einer Spielidee nicht mehr verfolgt worden ist.“

    Der 66 Jahre alte Rangnick sagte in den vergangenen Monaten sowohl Borussia Dortmund als auch dem FC Bayern München ab, um in Österreich zu bleiben. Die Krise der Dortmunder hat seiner Meinung nach einen langen Vorlauf.

    BVB-Krise: Rangnick erinnert an Unterschiede in Klopp-Ära

    „Gehen wir mal in die Zeit zurück, in der der BVB am erfolgreichsten war in den letzten 20 Jahren. Das waren die sieben oder acht Jahre unter Jürgen Klopp“, sagte Rangnick.

    „Damals hat man von Anfang an in der Kaderzusammenstellung darauf geachtet, dass die Spieler zu der gewünschten Spielweise von Jürgen Klopp passen. Damals gab es drei Entscheider, die auch nach außen hin die Entscheider waren mit Aki Watzke, mit Michael Zorc und mit Jürgen Klopp. Und in jedem Transferfenster hat man diesen Kader zusammengestellt, der dann am Ende zweimal deutscher Meister und Pokalsieger wurde.“

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    Damals sei der BVB „tatsächlich eine Marke“ gewesen, so Rangnick. „Jetzt haben sie den zehnten oder zwölften Trainer seit Jürgen Klopp nicht mehr da ist. Aber man hat einfach nicht mehr stringent nach irgendeiner vorgestellten Spielweise den Kader zusammengestellt.“

    Schlotterbeck vermisst „Basics“ bei seinem Team

    Nico Schlotterbeck hat die Mannschaft nach der Derby-Niederlage mit deutlichen Worten in die Pflicht genommen. „Die Basics im Fußball – Zweikämpfe annehmen, vor allem Zweikämpfe führen erst mal – das muss sich schleunigst ändern“, sagte der deutsche Nationalspieler bei Sky. Würde das nicht gelingen, wäre „die Saison eine Horror-Saison.“ Vor der Fankurve schlug den Dortmunder Spielern die blanke Wut entgegen.

    Der Trainerwechsel von Nuri Sahin zu Niko Kovač zeigt keine Wirkung. Der frühere Bayern-Coach ist der erste BVB-Trainer seit Timo Konietzka vor 41 Jahren, der seine ersten beiden Bundesligapartien verliert. Kovač selbst blieb nach der Blamage dagegen betont ruhig – zumindest in der Öffentlichkeit. „Wir werden nicht die Nerven verlieren“, beteuerte der 53-Jährige. 

    Nach fünf Niederlagen in den ersten sieben Bundesligaspielen des Jahres liegt Dortmund auf Rang elf – für den stolzen Revierclub, der gerne Bayern-Jäger sein will, ist das eine sportliche Katastrophe.

    Der Rückstand auf einen Champions-League-Platz – eigentlich das Minimalziel der Borussia – beträgt schon acht Punkte. Eine kommende Saison ohne internationalen Wettbewerb wird immer realistischer.

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