Durch die sportlich schwierige Saison des BVB rückt Gregor Kobel als potenzieller Abgang ins Blickfeld. Top-Klubs aus der Premier League und La Liga zeigen großes Interesse an dem Torhüter – steht ein Wechsel im Sommer bevor?
Gregor Kobel, Torhüter von Borussia Dortmund, könnte den BVB im Sommer verlassen. Der Schweizer hat sich in den letzten Jahren als einer der besten Keeper der Bundesliga etabliert und steht nun im Fokus mehrerer europäischer Top-Klubs. Besonders aus der Premier League gibt es großes Interesse an dem Schlussmann.
Der FC Liverpool bereitet laut Sky bereits ein Angebot für Kobel vor. Der englische Spitzenklub befürchtet, dass Alisson Becker, der Stammkeeper von Liverpool, durch ein lukratives Angebot aus dem Ausland zu einem Wechsel verleitet werden könnte. Daher wird Kobel als mögliche „attraktive Option“ für die Reds gehandelt. Der BVB-Keeper könnte im Falle eines Wechsels eine Ablösesumme von 60 bis 80 Millionen Euro einbringen. In Dortmund bereitet man sich auf die Möglichkeit eines Abgangs vor und hat Diant Ramaj von Ajax Amsterdam verpflichtet, der zunächst an den FC Kopenhagen ausgeliehen wurde und langfristig die Nachfolge von Kobel antreten könnte.
BVB-Abschied von Kobel wird zunehmend wahrscheinlicher
Auch der FC Chelsea und Manchester United gehören laut todofichajes zu den Interessenten, die den Schweizer ins Visier genommen haben. Darüber hinaus soll laut Sun auch der FC Barcelona an dem 27-Jährigen interessiert sein. Allerdings würde ein Wechsel zu den Katalanen vor allem als Stellvertreter für Marc-André ter Stegen in Frage kommen, der nach einer schweren Verletzung auf sein Comeback hinarbeitet.
Kobel ist noch bis 2028 an Borussia Dortmund gebunden, doch das könnte sich schnell ändern. Sollten die Dortmunder in dieser Saison das internationale Geschäft verpassen – aktuell steht der BVB in der Bundesliga auf Platz 11 und hat nur 29 Punkte nach 22 Spieltagen – dürfte ein Wechsel für den Torhüter schwer zu verhindern sein. Die Möglichkeit eines vorzeitigen Abschieds von Gregor Kobel aus Dortmund scheint also zunehmend wahrscheinlicher zu werden, insbesondere, da mehrere europäische Schwergewichte großes Interesse zeigen.
München (dpa) – Noch mal Bayer 04 mit Bayern-Spezialist Xabi Alonso oder Atlético Madrid mit Psycho-Coach Diego Simeone? Im Grunde ist das – gerade nach dem erstaunlichen Topspiel-Auftritt der Harmlos-Bayern in Leverkusen – die aufregende Champions-League-Frage, die sich in München jeder stellt.
Auch wenn Trainer Vincent Kompany mit seinem Team am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) vorher noch den Einzug ins Königsklassen-Achtelfinale im Playoff-Rückspiel gegen Celtic Glasgow über die Ziellinie bringen muss.
Bayern-Trainer Vincent Kompany (vorne) beobachtet seine Spieler beim Training. (Foto: Sven Hoppe/dpa)
Aber wer wollte daran ernsthaft zweifeln nach dem 2:1 der Münchner beim Hinspiel in Schottland? Trainer Vincent Kompany sprach am Montag von besonderen „Drucktagen“. Doch wenn die Ergebnisse stimmen würden wie in Glasgow und am Ende auch in Leverkusen, „gibt dir das Extrakraft. Die Mission ist, das Rückspiel gegen Celtic zu gewinnen.“ Das Weiterkommen ist ein Muss.
Alle Statistiken sprechen für Bayern
Alle Europapokal-Statistiken sprechen für den deutschen Rekordmeister, der daheim noch nie gegen ein schottisches Team verloren hat und seit 20 Heimspielen in der Königsklasse unbesiegt ist. In 28 von 29 Fällen kamen die Münchner nach einem Auswärtssieg im Hinspiel weiter. Und unter Kompany gab es in der Ligaphase vier Heimsiege: „Wir sind stark in der Allianz Arena.“
Das so heimstarke Celtic tritt zudem im Ausland eher als europäisches Leichtgewicht auf. In Dortmund – man mag’s kaum glauben angesichts des aktuellen BVB-Zustands – gab es in dieser Saison ein krachendes 1:7.
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Auch der dramatisch unterlegene Auftritt beim für den Meistertitel womöglich vorentscheidenden 0:0 im Bundesliga-Topspiel in Leverkusen hat intern keine Zweifel am Weiterkommen gegen Celtic gesät. Sondern eher, ob die Kompany-Bayern wirklich die Klasse besitzen, um sich den Traum vom Heimfinale am 31. Mai in der eigenen Arena erfüllen zu können. „Jeder von uns will da dabei sein“, bekräftigte Nationalspieler Jamal Musiala.
Es geht um ein Zeichen – an Bayer oder Atlético
Erst einmal aber geht es um ein Zeichen der Stärke gegen Celtic. Der reine Ergebnisfußball in Leverkusen, das pure Verteidigen und die ausnahmsweise in Kauf genommene Offensiv-Auszeit soll eine Ausnahme bleiben. Musiala sprach von „einer guten Erfahrung“ im Entwicklungsprozess seiner Mannschaft.
Ein weiteres 0:0 würde gegen Celtic reichen. „Grundsätzlich ist es nicht die Bayern-DNA, auf Unentschieden zu spielen“, sagte Sportvorstand Max Eberl nach dem historisch harmlosen Auftritt gegen total dominante Leverkusener. Im Vordergrund stand, den deutlichen Vorsprung auf Meister Bayer zu behaupten.
„Wir sind acht Punkte vorne in der Liga und haben zu Hause die Chance, in der Champions League weiterzukommen. Wir haben gut zu tun, weiter geht’s“, sagte Thomas Müller. Der mit großen Spielen vollgepackte Februar erweist sich aber nun exakt als die Energieverschwendung, die man sich ersparen wollte.
Abschlusstraining ohne Kane
Auch Kompany sprach die Thematik der Playoff-Ehrenrunde nach dem Abwehr-Kraftakt in Leverkusen an. „Wir haben ganz wenig Zeit zur Erholung.“ Das Abschlusstraining fand ohne Harry Kane statt. Der Torjäger ist angeschlagen. „Es ist nichts Schlimmes“, versicherte Kompany. Kane soll auflaufen können.
Mehr Grätscher als Künstler in Leverkusen: Jamal Musiala (r), hier im Zweikampf mit Exequiel Palacios. (Foto: Marius Becker/dpa)
Der dicht getaktete Spielplan schlaucht. Körperlich und mental fehlt nicht nur dem fürs Offensivspiel so wichtigen Kreativkünstler Musiala gerade die nötige Frische für inspirierenden Power-Fußball. „Wir müssen gucken, dass wir frisch sind und mental bereit“, bemerkte der 21 Jahre alte Nationalspieler.
In Leverkusen sah man Musiala häufig grätschend und am Boden. Auch Kane war mehr Verteidiger als Stürmer. Ein klassischer Mia-san-mia-Auftritt daheim soll darum vor den kniffligen Liga-Prüfungen gegen Eintracht Frankfurt und beim VfB Stuttgart die Zweifel am Münchner Topteam-Status zerstreuen. Erst recht im Hinblick auf ein Achtelfinale gegen die Topgegner Bayer oder Atlético. Die Auslosung findet am Freitag statt.
Es scheint derzeit wie verhext bei Borussia Dortmund. Der Revierklub findet auch unter Niko Kovac nicht aus der Krise, ging zuletzt sogar mit 0:2 gegen Schlusslicht Bochum baden. Viele Stars des BVB hängen ihrer Form meilenweit hinterher.
Dennoch gibt es für ein großes Juwel von Borussia Dortmund weiter keine Chance, sich zu beweisen. Zieht der Spieler nun die Reißleine? Ein Bericht sorgt jetzt für Aufsehen.
Borussia Dortmund: Campbell weckt Interesse
Cole Campbell gilt in Dortmund als eines der größten Talente der Nachwuchsabteilung. Das ist auch bei den Verantwortlichen des BVB nicht unbemerkt geblieben, die den 18-Jährigen in dieser Saison bereits stückweise an die Profis heranführten. Doch während der US-Amerikaner unter Ex-Trainer Nuri Sahin noch zu sechs Kurzeinsätzen kam, stand er zuletzt gar nicht mehr im Kader. Niko Kovac scheint für den Flügelspieler vorerst keine Verwendung zu haben.
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Ein Zustand, der auch andernorts nicht unbemerkt bleibt. Denn wie „Markaj News“ nun vermeldet, soll sich der FC Luzern mit Campbell beschäftigen. Die Schweizer, die in der Super League derzeit mit um die Meisterschaft spielen, könnten demnach im Sommer ein Leihgeschäft anvisieren, sollte der BVB-Youngster zur Verfügung stehen. Zwischen Schwarz-gelb und Luzern soll allerdings noch kein Kontakt bestehen.
Campbell als Adeyemi-Nachfolger?
Ob ein Campbell-Wechsel in die Schweiz in Frage kommt, dürfte letztendlich auch an Dortmunder Kaderplanungen für die kommende Saison liegen. Mit Karim Adeyemi zeichnet sich derzeit zumindest ein prominenter Abgang auf Campbells Position ob, die der 18-Jährige im Sommer übernehmen könnte.
Entscheidet sich der BVB jedoch bei einem Adeyemi-Abgang dazu, nach externen Verstärkungen Ausschau zu halten, könnte ein Wechsel von Campbell in den Fokus rücken. Angesichts der dringend benötigten Spielpraxis für den gebürtigen Texaner sicher keine schlechte Idee.
Die Kritik von Matthias Sammer klingt noch heute in den Ohren. Nach der Pleite von Borussia Dortmund in der Champions League beim FC Bologna (1:2) nahm der 57-Jährige kein Blatt vor den Mund. „Die Mannschaft kann nicht verteidigen, aber angreifen kann sie auch nicht. Es gibt keine klare Struktur, es fällt alles auseinander“, fand der Berater von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (65) deutliche Worte.
Die Kritik äußerte Sammer jedoch nicht intern, sondern vor Fernsehkameras. Der ehemalige Meistertrainer tadelte die Elf Mitte Januar in seiner Funktion als TV-Experte bei Prime Video. Das kam nicht überall gut an, vor allem auch deshalb, weil Nuri Şahin (36) anschließend seinen Job als Trainer der Borussia verlor.
Seit gut sieben Jahren berät der 57-Jährige die Dortmunder Vereinsführung um Watzke. Um solchen Konflikten in Zukunft aus dem Wege zu gehen, ersetzt Patrick Owomoyela bei Spielen des BVB in der „Königsklasse“ Sammer. Eine durchaus erstaunliche Wahl, denn der 45 Jahre alte Ex-Profi wirkt für die Schwarz-Gelben als Klubrepräsentant.
Auch einst beim FC Bayern im Amt
Aber auch Sammer ist nicht von den Bildschirmen verschwunden. Am Dienstagabend analysiert er als Experte das CL-Play-off-Rückspiel des FC Bayern München gegen Celtic Glasgow (18. Februar, 21 Uhr). Seine Tätigkeit für den deutschen Rekordmeister liegt mittlerweile fast neun Jahre zurück. Von 2012 bis 2016 amtierte der gebürtige Dresdener an der Säbener Straße als Sportvorstand. Ein Interessenkonflikt lässt sich daher wohl ausschließen.
In München zählen neben Sammer Moderator Alex Schlüter (39), die beiden Mit-Experten Christoph Kramer (33) und Josephine Henning (35) zum Analyse-Team von Amazon Prime. Kommentiert wird die Begegnung von Jonas Friedrich (44) und Ex-Schalke-Profi Benedikt Höwedes (36).
Für viele Fans liegt es auf der Hand, warum Werder so viele Spiele nicht gewinnt: Die Ecken sind schlecht, die Stürmer wie Marvin Ducksch treffen zu selten, die Abwehr ist langsam, es fehlt einfach ein Zehner und Trainer Ole Werner hält an den falschen Spielern fest. Das ist nicht mal alles falsch, aber halt auch sehr pauschal und nicht immer fair. Zuletzt gab es aber sehr deutliche Hinweise, was auf dem Feld tatsächlich ein gravierendes Problem ist – und das hat mit den eingangs aufgeführten Defiziten nichts zu tun.
Grün auf Weiß ist die Werder-Kolumne des WESER-KURIER, in der Chefreporter Jean-Julien Beer einen Blick hinter die Kulissen des Bremer Traditionsvereins wirft, Zusammenhänge erklärt und Entwicklungen einordnet.
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WK
Man muss sich nur das zweite Hoffenheimer Tor anschauen, um die Thematik zu verstehen: Werders Torwart Michael Zetterer hatte den Ball nach einem Hoffenheimer Angriff in der Hand, er wollte das Spiel schnell machen und suchte weit vorne, jenseits der Mittellinie, eine Anspielstation für einen satten Abschlag. Aber: Wo früher Niclas Füllkrug problemlos angespielt werden konnte, war jetzt kein Bremer Angreifer in Position und anspielbar. Zetterer regte sich darüber auf, er fluchte und fuchtelte mit den Armen – und dann machte er das, was Werder oft macht in dieser Situation: Der Torwart rollte den Ball zu einem seiner Innenverteidiger, diesmal war es der linke, Anthony Jung.
Vier Stationen, aber kein Raumgewinn
Was nun passierte, war für den Gegner vorhersehbar und führte direkt ins Verderben: Jung passte den Ball noch weiter nach links zum Außenbahnspieler Issa Kaboré – und der sah plötzlich gleich mehrere Gegenspieler wie im Rudel in seine Richtung laufen. Hastig versuchte er, den Ball loszuwerden, passte ihn ungenau in die Mitte des Spielfeldes – wo die Hoffenheimer den Ball leicht erobern konnten und jetzt nur noch wenige Meter zum Bremer Tor hatten.
Denn: Werder hatte zwar versucht, den Ball über vier Stationen zu spielen (Zetterer, Jung, Kaboré, Schmid), war bei diesen mühsamen Versuchen eines Spielaufbaus immer noch gefährlich nah am eigenen Strafraum. Prompt nutzte Hoffenheim die Chance und traf zur 2:1-Führung – nur wenigen Sekunden, nachdem Zetterer den Ball in der Hand hielt und ihn eigentlich nach vorne spielen wollte.
Was hier passierte, war kein Zufall: Es gab diese Szene in den vergangenen Spielen fast baugleich auf beiden Seiten, wenn Werder sich im Spielaufbau versuchte. Mal über den linken Verteidiger und die linke Außenbahn, mal über die rechte Seite – und immer lauerte der Gegner auf diesen Bremer Spielzug, stellte mögliche Passwege zu und eroberte dann nah am Strafraum den schlampig oder hektisch gespielten dritten oder vierten Bremer Pass. Das war unter anderem gegen Heidenheim und Augsburg zu sehen, jetzt auch mehrmals gegen Hoffenheim – keines dieser Spiele gewann Werder.
Hoffenheims Trainer Christian Ilzer sagte nach dem Sieg im Weserstadion, sein Matchplan habe gut funktioniert. Seine Mannschaft habe „viele Dinge top umgesetzt, drei Tore nach Ballgewinnen, die wir super ausgespielt haben.“ Diese Ballgewinne entstanden durch das Pressing der Gäste, die sich natürlich vorab professionell mit den Schwächen der Bremer Mannschaft auseinandergesetzt hatten. Eine Lupe brauchten sie dafür nicht.
Es ist ein grundsätzliches Problem, wie schwer es Werder fällt, von hinten heraus sicher ein Spiel aufzuziehen. Die Gegner wissen das und nutzen es aus. Auch vor dem dritten Hoffenheimer Treffer kam der Ballverlust nur eine Station nach dem Bremer Innenverteidiger, und weil Werder seit Wochen Probleme damit hat, im eigenen Strafraum Flanken zu verteidigen, streute der Gegner das ein: frühe Balleroberung, dann Pass auf den rechten Flügel, Flanke, Kopfball, Tor.
Schon nach dem Aufstieg war Werder eine Mannschaft, die Probleme hatte, gegen schnelle und aggressive Bundesligamannschaften das Spiel in Ruhe aufzubauen. Deshalb wurde oft der lange Ball auf Füllkrug gewählt. Als der weg war, folgte eine Variante des Lockens: Werder spielte den Ball hinten so lange quer, bis Gegner und Zuschauer müde vom Zusehen waren – dann folgte ein Angriffsversuch mit einem langen Ball in den Zehnerraum. Auch diese Variante stellten die Gegner dann aber oft zu. Und jetzt braucht Werder dringend wieder einen Plan B. André Silva sollte als zentraler Angreifer, den man vorne anspielen kann, genau dabei helfen. Auf dem Feld sehen konnte man das bisher aber noch nicht.
Werder ist wieder sehr berechenbar geworden – bei der Aufstellung, bei den Spielzügen und bei den sich wiederholenden Fehlern. Erfolgreicher wurde Werder dadurch nicht. Nur ein Sieg in sieben Spielen des Jahres 2025 zeigt deutlich: Werder hat gerade erhebliche Probleme und seine Überraschungsmomente aus der Hinrunde verloren.
Dortmund. Was bringt die Woche beim BVB? Welche Gerüchte gibt es rund um Borussia Dortmund? Alle Hintergründe und News im Blog.
Für Borussia Dortmund stehen in dieser Woche gleich zwei Heimspiele an
Mit der Pleite gegen den VfL Bochum hat sich die sportliche Krise verschärft
Ralf Rangnick kritisierte öffentliche die Kaderplanungen der Borussia
BVB: Das steht diese Woche an
17. Februar: Neue Woche und gleich zwei Heimspiele für die Borussia! Am Dienstag empfängt Trainer Niko Kovac seine Mannschaft am Vormittag zum Abschlusstraining in Dortmund-Brackel, bevor um 15 Uhr zur Pressekonferenz vor dem Champions-League-Rückspiel geladen wird. Am Mittwochabend (18.45 Uhr) ist dann Sporting Lissabon zu Gast im Signal Iduna Park. Nach dem 3:0-Sieg im Hinspiel will der BVB vor heimischen Publikum den Einzug ins Achtelfinale perfekt machen. Am Freitag tritt Kovac erneut vor die Medienvertreter: Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel. Am Samstag (18.30 Uhr) reist Union Berlin zum Topspiel ins Ruhrgebiet an.
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„Spielidee fehlt“: Ralf Rangnick versenkt die BVB-Kaderplanung
16. Februar: Das hat gesessen. Im Januar galt Ralf Rangnick noch als heißer Kandidat für den Trainerposten bei Borussia Dortmund. Jetzt übte der 66-Jährige deutliche Kritik an der Kaderplanung des BVB – und erinnert an die goldenen Zeiten unter Jürgen Klopp. Alle Einzelheiten gibt es hier.
Ist der BVB nur noch Mittelmaß?
15. Februar: Der Schmerz über die 0:2-Niederlage im „kleinen Derby“ gegen den VfL Bochum sitzt tief beim BVB. Kommen nun traurige Monate auf die Borussia zu? Oder sogar Jahre? Sportchef Sebastian Weßling macht in seinem Kommentar deutlich: Die Angst ins Mittelmaß abzurutschen ist durchaus berechtigt.
BVB: Mehr News und Hintergründe zu Borussia Dortmund
Seit fünf Jahren spielt der 1. FC Union in der Bundesliga. Noch nie sprang dabei bisher auch nur ein Pünktchen in Dortmund heraus. Am Sonnabend, wenn die Eisernen zum Topspiel beim BVB antreten, soll sich das ändern. Die Chancen stehen tatsächlich gut – zumindest, wenn Dortmund am Mittwoch in der Königsklasse jubelt. Denn der BVB leidet unter einem schlimmen Champions-League-Fluch.
Manche Dinge sind im Fußball einfach unbegreiflich. Der BVB beweist das in dieser Saison einmal mehr. Das Star-Ensemble schwächelt nicht nur, es läuft den eigenen Erwartungen kilometerweit hinterher. Nach nur einem Sieg aus sieben Spielen trennen Dortmund, eigentlich Stammgast in der Königsklasse, als Tabellenelften (!) bereits acht Punkte von einem Champions-League-Platz.
1. FC Union gewann im Oktober 2:1 gegen den BVB
Ein Grund: Die Borussia kann den Schalter zwischen internationaler Bühne und Bundesliga-Alltag einfach nicht umlegen. Das 0:2 beim VfL Bochum (nach dem 3:0 bei Sporting Lissabon) war bereits die vierte nationale Pleite nach einem Sieg in der Champions League. Zuvor verlor man 1:5 in Stuttgart (nach dem 3:0 in Brügge), 1:3 in Mainz (nach dem 1:0 gegen Graz) und – alle Unioner werden sich bestens an den 5. Oktober erinnern – 1:2 in Köpenick (nach dem 7:1 gegen Celtic).
Union hat in Dortmund eine Horrorbilanz
Eindeutig: Berlins Niko Kovac (53), der als erster BVB-Trainer seit Timo Konietzka vor 41 Jahren seine ersten beiden Bundesligaspiele verlor, bekommt ein Problem nicht in den Griff, das seinen Vorgänger Nuri Sahin (36) bereits den Job kostete.
Ex-Unioner Nico Schlotterbeck (25) und BVB-Mitspieler Julian Brandt (28) stehen nach dem 0:2 in Bochum gegen den 1. FC Union unter Druck.Kirchner-Media/imago
Beste Voraussetzungen für den 1. FC Union, eine eigene Horrorserie endlich loszuwerden: Noch nie konnten die Eisernen etwas Zählbares aus Dortmund mitnehmen, sie kassierten in den bisherigen fünf Liga-Duellen satte 17 Gegentore.
1. FC Union drückt Dortmund gegen Sporting die Daumen
Fakt ist: Beim BVB brodelt es. Die Bosse gehen nach der Blamage von Bochum auf Tauchstation. Von den Spielern stellte sich nur Ex-Unioner Nico Schlotterbeck (25). Der Verteidiger fordert vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Sporting (Mittwoch, 21 Uhr, DAZN): „Wir müssen endlich in die Pötte kommen. Sonst droht uns eine Horrorsaison.“
Union, für die es selbst in der Bundesliga noch um verdammt viel geht, wird Dortmund die Daumen drücken – und dann hoffen, dass sich der BVB-Fluch am Samstag bestätigt. ■
Verpasst Borussia Dortmund die Champions League, soll ein Transfer das große Geld bringen. Darf sich der BVB auf einen Monsterbetrag freuen?
Dortmund – Borussia Dortmund steht vor der Herausforderung, die nächste große Einnahmequelle innerhalb des Kaders zu identifizieren, um finanzielle Lücken zu schließen. Diese Aufgabe beschäftigt sowohl die Fans als auch die Vereinsführung.
Die Champions League rückt für Dortmund in weite Ferne
Der BVB droht aufgrund seiner aktuellen Platzierung in der Bundesliga die Qualifikation für die Champions League zu verpassen. Nach den Niederlagen gegen den VfB Stuttgart (1:2) und den VfL Bochum (0:2) liegt Schwarzgelb auf Rang elf. Es fehlen acht Punkte auf das Tabellenvierte RB Leipzig, während Eintracht Frankfurt als Dritter sogar dreizehn Punkte voraus ist.
Ein Verpassen der Königsklasse wäre für Dortmund sowohl sportlich als auch finanziell ein schwerer Schlag, da der Verein zuletzt in der Saison 2014/15 nicht am höchsten europäischen Vereinswettbewerb teilnahm.
Hans-Joachim Watzke sieht die Situation jedoch nicht allzu dramatisch. Der BVB wird im Sommer an der Klub-Weltmeisterschaft teilnehmen und plant bereits den nächsten großen Transfer.
Beschert Gittens dem BVB den nächsten großen Deal?
Im Februar erklärte Watzke auf der Branchenmesse Spobis, dass der BVB notfalls zwei Jahre ohne Champions League überstehen könne, da der Kader über das nötige finanzielle Potenzial verfüge. „Dann macht der BVB ein oder zwei Transfers und alles ist wieder im Lot. Ganz einfach“, erklärte er.
Watzke betonte zudem, es gebe „ein paar Spieler, die sehr begehrt sind in Europa“. Schwarzgelb lebe ohnehin davon, „dass wir jedes zweite Jahr einen großen Transfer machen.“
Ein Bericht der Bild-Zeitung deutet darauf hin, dass diese Strategie aufgehen könnte. Das Interesse der Premier League an Flügelspieler Jamie Gittens wächst demnach. Tottenham Hotspur habe ein Auge auf den 20-Jährigen geworfen, angeblich könnten dem BVB bis zu 100 Millionen Euro winken.
Neben Tottenham sollen auch der FC Arsenal und der FC Chelsea an Gittens interessiert sein. Ein Wettbieten zwischen diesen Vereinen käme Dortmund zugute, da es den englischen Spitzenklubs keineswegs an finanziellen Mitteln mangelt.
Wechselt Gittens vom BVB in die Premier League?
Ein Wechsel von Gittens in die Premier League erscheint zudem wahrscheinlich, da die Berater-Agentur „Elite Project Group“ dort gut vernetzt ist. Die Agentur hat ihren Sitz in London und betreut Spieler wie Jadon Sancho, Bukayo Saka und Eddie Nketiah. Auch BVB-Talent Julien Duranville wird von der „Elite Project Group“ beraten.
Sollte Gittens tatsächlich nach England wechseln und Dortmund die Top-Vier verpassen, könnte Watzkes Plan aufgehen. Dennoch haben seine Aussagen einen faden Beigeschmack.
Einerseits muss die Qualität, die der Kader durch einen Abgang von Gittens oder Torhüter Gregor Kobel verlieren würde, ersetzt werden. Das wird Dortmund viel Geld kosten. Im Oktober wurde berichtet, dass Yan Couto im Sommer fest verpflichtet wird. Ein Teil des Budgets ist somit bereits verplant.
Babbel wittert Kalkül bei Watzke: „Muss schon mal vorbauen“
Andererseits wirkt die Aussage, dass Dortmund zwei Jahre ohne Champions League aushalten könne, ambitionslos für einen Verein, der sich als Nummer zwei im deutschen Fußball sieht. Die Champions League war stets das Minimalziel und eine rote Linie für Trainer wie den ehemaligen Coach Nuri Şahin.
Im Gespräch mit fussball.news, dem Fußball-Portal von IPPEN.MEDIA, vermutete Ex-Profi Markus Babbel hinter Watzkes Aussagen einen Plan. „Watzke muss jetzt schon mal vorbauen, weil er ja nicht blind ist. Er sieht ja, was da gerade im Moment auf dem Platz abläuft, und das ist nicht gut genug für die Champions League“, sagte Babbel. „Er bereitet das Ganze jetzt schon mal vor, wenn die ganz große Unruhe reinkommt, falls man es nicht schafft und dann mehr oder weniger der ganze Verein auseinanderfliegt.“
Die ersten Spiele unter Niko Kovač haben gezeigt, dass die Krise nicht allein am Trainer liegt. Vieles muss sich in Dortmund ändern, um zur alten Stärke zurückzufinden.
Ausfälle: Morita, Braganca, Nuno Santos, Pedro Goncalves, Catamo
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Dieser Beitrag wurde zuletzt von DortmunderJunge am 17.02.2025 um 10:52 Uhr bearbeitet