Eine direkte Rückkehr in die Startelf von Borussia Dortmund ist bei Julian Brandt nach auskurierter Muskelverhärtung nicht in Stein gemeißelt. Der offensive Mittelfeldspieler, der das furiose 6:0 gegen Union Berlin angeschlagen verpasste, könnte im Bundesliga-Spiel gegen St. Pauli noch etwas geschont werden. Trainer Niko Kovač trat auf der Pressekonferenz zumindest etwas auf die Bremse.
„Jule hatte ein wenig Muskelprobleme, sodass wir Vorsicht haben walten lassen“, so der Coach einen Tag vor dem Aufeinandertreffen mit den Hamburgern. „Jetzt ist er wieder dabei. Er ist für morgen eine Alternative, aber wir müssen schon gucken, wie wir es machen, weil so eine Muskelgeschichte schon nicht ganz ungefährlich ist.“
Somit scheint sowohl ein kurzgehaltener Startelfeinsatz als auch eine Jokerrolle im Laufe des Spiels im Bereich des Möglichen zu liegen. „Da werden wir die richtigen Entscheidungen treffen müssen, auch im Hinblick auf die nächsten Spiele. Nicht, dass wir ein zu großes Risiko gehen.“
Alternativ könnten Giovanni Reyna oder auch Carney Chukwuemeka in der ersten Elf auflaufen. Bei Chelsea-Leihgabe Chukwuemeka soll laut Angaben der Ruhr Nachrichten jedoch noch ein Defizit in Sachen Fitness vorliegen.
LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren
Niko Kovač ist seit Anfang Februar Trainer des BVB.Bild: dpa / Fabian Strauch
Bundesliga
Anfang Februar hat Niko Kovač den BVB in einer misslichen Lage übernommen. Nach vier Niederlagen zum Jahresbeginn hatte sich Borussia Dortmund von Trainer Nuri Şahin getrennt, Interimslösung Mike Tullberg blieb anschließend in drei Partien immerhin ungeschlagen (zwei Siege, ein Remis).
Als Bundesliga-Elfter hechelte der BVB seinen Ansprüchen zu diesem Zeitpunkt trotzdem weit hinterher. Knapp einen Monat später hat sich daran nicht viel geändert, die Borussen sind in der Tabelle lediglich einen Platz nach oben geklettert.
Karim Adeyemi ist beim BVB unter Niko Kovač wieder wichtig
Die Stimmung ist momentan dennoch eine bessere. Mit Daniel Svensson und Carney Chukwuemeka bekam Kovač zwei Zugänge, die direkt einen positiven Einfluss genommen haben. In der Champions League hat der BVB die Zwischenrunde mühelos überstanden, am vergangenen Samstag gelang gegen Union Berlin der erste Bundesliga-Sieg unter Kovač – ein krachender 6:0-Erfolg.
Ein Teil der Dortmunder Startelf war dabei einmal mehr Karim Adeyemi. Der Flügelflitzer ist seit dem Trainerwechsel gesetzt, stand unter Kovač bisher immer in der Anfangsformation.
BVB: Karim Adeyemis Wechsel im Winter kam nicht zustande
In der Hinrunde noch hatte er auch verletzungsbedingt oft zuschauen müssen. Im Winter stand daher gar ein Wechsel im Raum. Adeyemi wurde ganz konkret mit der SSC Neapel in Verbindung gebracht. Die Italiener sollen bereit gewesen sein, 50 Millionen Euro zu überweisen.
Ein offizielles Angebot ist nach Informationen der “Bild” nicht bei Borussia Dortmund eingegangen. Ohnehin habe Adeyemi selbst einen Abgang im Winter abgelehnt, schon gar nicht habe er in die Serie A wechseln wollen. Gänzlich vom Tisch war ein Transfer damit aber trotzdem nicht. Das könnte sich nun geändert haben.
Karim Adeyemi könnte wegen Niko Kovač länger beim BVB bleiben
Denn wie “Bild”-Reporter Christian Falk in der Transfersendung “True or not true” berichtet, habe die Anstellung von Kovač zu einem grundsätzlichen Umdenken bei Adeyemi geführt. “Adeyemi fühlt sich sehr, sehr wohl unter Niko Kovač. Er kommt langsam wieder in Form, performt gut”, erklärt er.
Zudem sei im Winter vor allem Berater Ali Barat die “Triebfeder” hinter den Wechselgerüchten gewesen. “Er hat ihn bei Neapel und bei Chelsea angeboten”, verrät Falk. Adeyemi aber hat die Berateragentur gewechselt, ist jetzt bei Roof.
Falk schließt daher nicht aus, dass Adeyemi über den Sommer hinaus in Dortmund bleibt: “Er schaut sich das bei Dortmund an. Ein Verkauf ist nicht zwingend. Dortmund hat ja auch damit gerechnet, aber wenn er gute Leistungen bringt, kann das Kapitel weitergehen. Er hat Vertrag bis 2027 und Niko Kovač baut momentan auf ihn.”
Es wäre eine Wende, die noch im Januar so nicht zu erwarten war.
Klar ist allerdings auch, dass der BVB im Sommer einen seiner Stars verkaufen müsste, wenn er die Champions League verpasst. Für Adeyemi gibt es grundsätzlich einen Markt, das gilt aber auch für Gregor Kobel und Jamie Gittens.
Anfang Februar hat Niko Kovač den BVB in einer misslichen Lage übernommen. Nach vier Niederlagen zum Jahresbeginn hatte sich Borussia Dortmund von Trainer Nuri Şahin getrennt, Interimslösung Mike Tullberg blieb anschließend in drei Partien immerhin ungeschlagen (zwei Siege, ein Remis).
Erstmals seit Oktober war Jamie Gittens vergangene Woche beim 6:0-Sieg über den 1. FC Union Berlin nicht in der Startformation von Borussia Dortmund zu finden. An seiner Stelle begann Maximilian Beier, der prompt ein Tor und eine Vorlage beisteuerte. Auf wen Trainer Niko Kovač gegen den FC St. Pauli setzen wird, wollte der Coach auf der Pressekonferenz am Freitag nicht verraten.
„Für das morgige Spiel lasse ich mir das noch offen“, so Kovač zur Startplatzfrage zu Gittens, den der Übungsleiter im Training „total fokussiert, engagiert und spritzig“ gesehen habe. Es sei für den Trainer generell ein „Luxusproblem“, zwischen dem 20-Jährigen und Beier entscheiden zu müssen. „Maxi hat es im letzten Spiel auch gut gemacht, nicht nur, weil er das Tor erzielt und eins noch aufgelegt hat.“
Eine klare Tendenz vermied Kovač ebenfalls: „Mit Sicherheit ist Jamie einer, der auch spielen wird. Vielleicht nicht morgen, aber vielleicht doch. Da hören auch andere zu, deswegen versuche ich schon, das für mich zu behalten.“
Mit Blick auf die Partie gegen den FC St. Pauli (Samstag, 15:30 Uhr) ist es gut möglich, dass der BVB-Coach nach dem Kantersieg gegen Berlin nicht allzu viel an seiner Startformation ändern wird und erneut Beier den Vorzug vor Gittens erhält.
Quelle: Pressekonferenz
LIGAINSIDER-DURCHSCHNITTSNOTE in den letzten VIER Jahren
Ausfälle/Fraglich: Guilavogui, Metcalfe, Mets, Sands, R. Wagner, Zoller
Borussia Dortmund: Letzte Heimspiel 6:0 gegen Union Berlin gewonnen, auswärts 2:0 in Bochum verloren.
Voraussichtliche Aufstellung: Kobel – Ryerson, Can, N. Schlotterbeck, Bensebaini – Sabitzer, P. Groß – Adeyemi, Car. Chukwuemeka, Beier – Guirassy
Bank: A. Meyer – Anton, Kabar, Süle, Svensson, Yan Couto, Brandt, Özcan, Reyna, Wätjen, Duranville, Gittens
Ausfälle/Fraglich: Nmecha, Mane
****************************************************************************** HINWEIS: In diesem Thread geht es ausschließlich um das Spiel FC St. Pauli vs. Borussia Dortmund. Bitte achtet auf einen angemessenen Umgangston. Sollte es zu Provokationen kommen, diese bitte einfach alarmieren und nicht weiter darauf eingehen. Das Fragen nach illegalen Streams ist untersagt. ******************************************************************************
BVB hat bei St. Pauli zweiten Liga-Sieg in Serie im Visier
Aktualisiert am 28.02.2025 – 15:22 UhrLesedauer: 2 Min.
BVB-Coach Niko Kovac will mit dem BVB den zweiten Sieg in Folge. (Quelle: Fabian Strauch/dpa/dpa-bilder)
Der 6:0-Sieg über Union Berlin war endlich wieder ein Erfolg für Borussia Dortmund und ein Befreiungsschlag für Trainer Kovac. Beim FC St. Pauli soll es nun den zweiten Liga-Sieg nacheinander geben.
Borussia Dortmund will die erste Serie der Saison starten und beim FC St. Pauli den zweiten Bundesliga-Sieg nacheinander einfahren. Vor dem 24. Spieltag hat der BVB in dieser Saison noch keine zwei Spiele in Serie gewonnen. “Ich habe davon gehört”, sagte Kovac darauf angesprochen vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) am Millerntor.
“Das ist nicht das, was wir von uns erwarten, dass wir so lange darauf warten müssen. Wir brauchen die Punkte und haben im letzten Spiel gezeigt, dass wir eine sehr hohe Qualität haben”, betonte der in Berlin geborene Kroate. Gegen Union Berlin hatte der BVB zuletzt mit 6:0 gewonnen.
Für Kovac war sein erster Bundesliga-Sieg als BVB-Coach ein Mutmacher. “Mit Erfolg ist die Stimmung jedes einzelnen besser. Die Art und Weise des Sieges gegen Union war sehr wichtig. Wir haben dynamisch, aggressiv und intensiv gespielt”, betonte Kovac. Das zeige den Spielern, dass sie es noch könnten. “Wir müssen es als Team abrufen, das bringt Punkte.”
Um als Tabellen-10. in der Hansestadt wichtige Zähler für eine bessere Platzierung einzufahren, braucht es neben einer guten Teamleistung auch viel Einsatz. “St. Pauli lässt verdammt wenig zu. Wir müssen viel tun, um Chancen zu kreieren. Sie verteidigen in einem sehr kompakten Bund, wo sich jeder in den Dienst der Mannschaft stellt”, sagte der BVB-Coach.
Personell gibt es neben dem Langzeitverletzten Felix Nmecha einen weiteren Ausfall. Außenverteidiger Julian Ryerson fehlt mit grippalem Infekt. Wer anstelle des Norwegers spielen wird, ließ Kovac offen. “Ein Platz wird frei, es konkurrieren zwei bis drei Spieler. Da mache ich mir im Moment Gedanken, das lasse ich noch ein bisschen reifen”, sagte er. Yan Couto, Niklas Süle oder vielleicht auch Waldemar Anton könnten die Position bekleiden, führte Kovac aus.
Ob Mittelfeldspieler Julian Brandt ein Kandidat für die Startelf sein könnte, ließ der 53-Jährige ebenfalls noch offen. “Jule hatte ein wenig Muskelprobleme, sodass wir da Vorsicht haben walten lassen. So eine Muskelgeschichte ist nicht ganz ungefährlich. Er ist eine Alternative, aber wir dürfen nicht zu großes Risiko gehen”, sagte Kovac.
Der größte Bulle ist noch da Elefantenschieber Ricken bekommt beim BVB heiße Füße
28.02.2025, 13:12 Uhr
Lars Ricken baut Borussia Dortmund um und löst Baustellen auf. Lange Zeit farblos, greift der Champions-League-Held von 1997 in diesen Wochen mit Personalentscheidungen und klaren Ansagen knallhart durch. Noch aber hat er seine Ziele nicht erreicht.
Manchmal sieht sich Lars Ricken noch so, wie er in Übergröße auf einem mächtigen Betonpfeiler der Südtribüne abgebildet ist. Champions-League-Finale, 25 Meter vor dem Tor von Juventus Turin, der Kopf oben, Angelo Peruzzi zu weit draußen. “So wie ich als Spieler Lust auf die Herausforderung hatte, so habe ich sie jetzt auch als Geschäftsführer”, sagt Ricken. Nur, dass er damals jung war, stürmisch, mutig – inzwischen tritt er bei Borussia Dortmund die Schwelbrände aus und bekommt davon heiße Füße.
Nach blassen ersten Amtsmonaten schärft er sein Profil. In der berüchtigten “Elefantenrunde” der BVB-Entscheider hat der 48-Jährige derart aufgeräumt, dass sie nicht mehr benötigt wird. Er entließ Trainer Nuri Şahin, er warf den Kaderplaner Sven Mislintat raus – und Ober-Boss Hans-Joachim Watzke wird im Herbst ausscheiden, woran Ricken auch seinen Anteil hat: Das frühere Idol der “Süd” wurde an Sebastian Kehl vorbei befördert und übernahm von Watzke die Sport-Geschäftsführung.
Klare Ansagen und Lehrgeld-Momente
Die monatlichen Treffen der meinungsstarken Entscheider waren stets mit Watzke, lange auch mit Michael Zorc und Matthias Sammer besetzt. Dort wurde festgelegt, von dort wurde anschließend nach unten kommuniziert. Auch den Berater Sammer hat Ricken eingefangen, indem er ihm nach einem allzu wüsten TV-Auftritt nahelegte, nicht mehr als Prime-Video-Experte für BVB-Spiele tätig zu sein. Diese kuriose Doppelrolle scheint aufgelöst.
Alles gut? Nein. Noch nicht. Einige Lehrgeld-Momente gab es schließlich auch: An seinem ehemaligen Mitspieler Sahin beispielsweise hat Ricken viel zu lange festgehalten. Er hat sich die Wende so sehr herbeigewünscht, dass er übersah, was andere klar vor Augen hatten: dass sie nicht kommen würde.
Hauch von Umschwung
Zweites Beispiel – den lähmenden Machtkampf zwischen Mislintat und Kehl hat Ricken zwar zerschlagen. Das war notwendig. Jedoch: Als Mislintat gehen musste, existierte die Möglichkeit, Kehl ebenfalls freizustellen, quasi gar nicht. Denn der Vertrag mit dem Sportdirektor war trotz interner Unzufriedenheit mit der Kaderzusammenstellung kurz zuvor verlängert worden. Ricken hatte dafür auf der Mitgliederversammlung geworben – mit einer Kehrtwende hätte er sich selbst beschädigt.
Andererseits hat er zwei “Elefanten” aus dem Weg geschoben. “Es ist einfach so, dass Aki Watzke nicht mehr dabei ist, und aus der Elefantenrunde hat es mit Sven Mislintat und Nuri Şahin ja letztendlich auch zwei getroffen”, sagte er. “Getroffen”, auch bekannt als: von Ricken entlassen. Das sei “unbequem” gewesen, versicherte er, und er führte einen ganz normalen täglichen Austausch mit Kehl und Trainer Niko Kovac ein.
Noch aber wacht der größte Elefantenbulle über der Herde. Intern hat Watzkes Wort auch in schlankerer Struktur weiter das größte Gewicht, aber er hält sich öffentlich auffällig zurück – und erleichtert es Ricken damit, seine Machtbasis zu festigen. Wenn am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) beim FC St. Pauli noch sportlich trittsichere Pfade erreicht werden und sich ein Hauch von Umschwung danach in eine Tendenz verfestigt, wäre Ricken wirklich führend. Doch die Kovac-Verpflichtung war aus der Not geboren: Sie könnte ihn schneller wieder einholen, als ihm lieb ist.
The last time Borussia Dortmund traveled to St. Pauli and walked through their famed “Gates of Hell,” the context was much different. The year was 2022, Marco Rose was in charge, and Erling Haaland led the team’s attack. St. Pauli, on the other hand, was a second-division squad with nothing to lose. It was a last-sixteenth match in the DFB Pokal. St. Pauli took an early lead through Togolese striker Etienne Amenyido before doubling their advantage through an Axel Witsel own goal. Halland scored a PK, but it wasn’t enough. St. Pauli went on to win 2-1 and then lose to Union Berlin in the quarterfinals.
But that was two years ago, and this is a totally different season. Borussia Dortmund has struggled all year but finally found some defensive stability under Niko Kovač and won big last weekend. St. Pauli is in the Bundesliga this season, not the second division. They’re not competing for a trophy but instead for the right to stay in the league another season. Yet St. Pauli has the quality to avoid a bottom-three finish, and they may try to capitalize on BVB’s inconsistencies. Either way, this is sure to be an exciting one to watch. Keep reading for further insights, players to watch, and predicted lineups:
Kann der TSV 1860 seine Heimbilanz aufbessern? Am Sonntag (9. März, 13.30 Uhr) empfangen die Löwen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund. Seit November wartet das heimschwächste Team der Liga auf einen Sieg im Grünwalder Stadion.
Und das Beste ist: Sie, liebe Leser, können mit etwas Glück in Giesing live dabei sein, denn zusammen mit Magenta Sport verlost die Abendzeitung 1 x 3 Tickets für diese Partie.
Vor seinem Wechsel zu Borussia Dortmund war er vielen Fans wohl nicht wirklich bekannt. Daniel Svensson wechselte im Januar per Leihe vom FC Nordsjaelland zu Schwarz-Gelb. Dabei hat er gleich einen guten Eindruck hinterlassen.
Nun spricht der Neuzugang erstmals über seinen Wechsel zu Borussia Dortmund, seine Ziele und seine Zukunft. Dabei verrät er ein bestimmtes Transfer-Detail, das vielen Borussen gefallen dürfte.
Borussia Dortmund sticht Konkurrenz bei Svensson aus
Fünf Einsätze sammelte Svensson beim BVB bereits, dreimal stand er sogar in der Startelf. Mit seinen Leistungen beeindruckte er nicht nur die Fans, sondern auch Trainer Niko Kovac, der den jungen Schweden bereits mehrfach gelobt hat. Nun verrät der 23-Jährige, dass er den Schritt zu den Westfalen ganz bewusst gegangen sei.
„Es stimmt, es gab Interesse von anderen Vereinen. Aber, als das mit Borussia Dortmund konkret wurde, wollte ich nur hierherkommen“, so der Skandinavier gegenüber den „Ruhr Nachrichten“. Der BVB hat sich also gegen andere Teams durchsetzen und den Poker um Svensson für sich entscheiden können. Welche Klubs noch an dem Linksverteidiger dran waren, ist nicht bekannt.
++ St. Pauli – BVB: DFB-Entscheidung gefallen! Fans haben gleich Bauchschmerzen ++
„Als man mir die Chance geboten hat, hier zu spielen, wollte ich das unbedingt machen“, legte er nach. Worte, die bei den Fans sicherlich gut ankommen werden. „Ich habe einen guten Start hingelegt und es gefällt mir hier sehr gut“, resümierte der Youngster selbst seine ersten Wochen in Deutschland.
Svensson langfristig bei Schwarz-Gelb?
Im Rahmen des Leihdeals hat sich der BVB laut übereinstimmenden Medienberichten eine Kaufoption sichern lassen – diese soll im mittleren einstelligen Millionenbereich liegen. Würde Svensson gerne länger bei Schwarz-Gelb bleiben? „Ich weiß noch nicht, was im Sommer passiert. Ich konzentriere mich nur auf das, was ich beeinflussen kann, und versuche einfach, meine bestmögliche Leistung zu bringen. Dann liegt es an den Verantwortlichen, das zu entscheiden“, so der Schwede, der im Oktober 2024 für die Nationalmannschaft seines Landes debütieren durfte.
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Er lässt also noch recht offen, wie es nach der laufenden Rückrunde für ihn weitergehen wird. Sollte er jedoch die jüngsten Eindrücke bestätigen, wird sich der BVB es nicht nehmen lassen, die Option zu ziehen und Svensson langfristig unter Vertrag zu nehmen. Sein Potenzial hat er in jedem Fall schon andeuten können.
Niko Kovač bringt frischen Wind nach Dortmund. Der neue BVB-Coach setzt auf harte Arbeit und Vertrauen. Wird er den Umschwung schaffen?
Dortmund – Während Borussia Dortmund in der Champions League gegen Schachtar Donezk einen Heimsieg erspielte, wurde bekannt, dass Niko Kovač den Trainerposten von Interimscoach Mike Tullberg und Vorgänger Nuri Şahin übernehmen würde.
Spät an diesem Januar-Abend sah sich der Klub in Person von Lars Ricken gezwungen, ein Statement abzugeben, in dem der Sportchef die Einigung mit dem Kroaten bestätigte. Kovač hatte nach Şahins Abgang schnell die Favoritenrolle übernommen, sein Dementi im französischen Fernsehen war rein taktischer Natur.
Niko Kovač unterzeichnete in Dortmund einen Vertrag bis 2026
Die Verhandlungen hätten höchstens an der Vertragsdauer scheitern können. Schließlich einigten sich Dortmund und Kovač auf eine Laufzeit von anderthalb Jahren, wobei die FIFA Klub-WM im Sommer entscheidenden Einfluss für beide Parteien hatte. Offiziell heißt es beim BVB, dass die Vertragsdauer in den Gesprächen mit Kovač kein großes Thema gewesen sei.
Ein Vertrag für die kommende Saison garantiert ohnehin nicht, dass Dortmund diese tatsächlich mit Kovač bestreiten wird. Der Trainer muss in den nächsten Monaten Ergebnisse liefern, das Team in den Europapokal führen und vor allem Stabilität schaffen. Nach vier Wochen im Amt ist es selbstverständlich noch zu früh für eine endgültige Bewertung. Die ersten Eindrücke sind jedoch durchaus positiv.
Borussia Dortmund erfindet unter Niko Kovač den Fußball nicht neu. Der ehemalige Trainer der kroatischen Nationalmannschaft, von Eintracht Frankfurt, dem FC Bayern und dem VfL Wolfsburg wurde jedoch auch gar nicht aus diesem Grund geholt. Die Richtung gab der 53-Jährige bereits in seiner ersten Pressekonferenz vor einem Spieltag vor.
„Keep it simple. Wenn man es einfach hält – die Jungs haben Titel geholt, Nationalmannschaft gespielt, da muss man den Spielern das Vertrauen geben, dass sie gewisse Sachen selbständig regeln können“, erklärte Kovač vor seinem Debüt. Obwohl dieses in einer Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart endete, hatte der Trainer damit das entscheidende Wort des ersten Monats beim BVB ausgesprochen: Vertrauen.
Kovač bietet seinen Spielern eine starke Schulter
Einige Kritiker spekulierten darüber, welchen großen Namen Kovač beim BVB als Erstes „rasieren“ würde. Der Trainer erkannte jedoch sofort, dass die Mannschaft eine starke Schulter benötigt. Anstelle des oft angekündigten „Harten Hunds“ hat mit Kovač eher eine Vaterfigur das Ruder übernommen. Er stellt sich auf eine Weise vor die Mannschaft, die manchmal fast übertrieben wirkt.
Kovač nahm bewusst in Kauf, für Schönrederei kritisiert zu werden. Er erkannte, dass im BVB noch viel Qualität steckt. Diese lässt sich jedoch nicht erzwingen, sondern die Spieler müssen in die Lage versetzt werden, diese Qualität selbst zu entfalten.
Erinnerungen an „berüchtigten“ BVB-Assistenten von Jürgen Klopp werden wach
Zwischen der Außendarstellung und der täglichen Arbeit muss jedoch unterschieden werden. Auf dem Trainingsplatz werden die BVB-Profis stärker gefordert als in der jüngeren Vergangenheit. Einige im Verein fühlen sich an die Zeiten erinnert, als Željko Buvač, Co-Trainer von Jürgen Klopp, für die Trainingsgestaltung verantwortlich war.
Der Bosnier war bei den BVB-Profis vor allem für die sogenannte „Schweineübung“ berüchtigt: Meistens gegen Ende der intensiven Trainingslager ließ Buvač die Spieler 60 Minuten lang Steigerungsläufe mit Ball absolvieren, die selbst die fittesten Kicker an ihre Grenzen brachten.
Kovač ordnet mitten in der Saison einen Laktattest an
So intensiv ist das Training unter Kovač derzeit natürlich nicht, zumal sein Start beim BVB aufgrund des Spielplans von Englischen Wochen geprägt war. Bemerkenswert ist jedoch, dass der Cheftrainer laut Medienberichten kürzlich einen Laktattest beim BVB durchführen ließ, um den Fitnesszustand seiner Spieler besser einschätzen zu können. Eine solche Maßnahme mitten in der Saison ist keineswegs üblich.
Dies zeigt, dass Kovač in Dortmund nichts dem Zufall überlassen möchte. Und es passt zu dem Bild, das der Klub in den ersten Wochen von seinem Coach gewonnen hat. Die Bezeichnung „Akribischer Arbeiter“ ist keine Floskel, wenn es um Kovač geht. Der gebürtige Berliner und sein Bruder Robert verbringen einen Großteil ihrer Zeit auf dem Trainingsgelände im Dortmunder Stadtteil Brackel.
Von Dortmund hat Kovač bisher nicht viel gesehen
Obwohl Robert Kovač als ehemaliger Abwehrspieler des BVB die schönen Ecken der Ruhr-Metropole kennt, hat er seinem Bruder Niko wahrscheinlich noch nicht viele davon gezeigt. Der Trainer kennt nur die Strecke zwischen Hotel, Trainingsgelände und Signal Iduna Park bestens.
Für Kovač sind harte Arbeit und Seriosität Grundvoraussetzungen. Er neigt nicht zur großen Emotionalität, die viele seiner Vorgänger auszeichnete. In der schwierigen Situation des BVB setzte die Klubführung um Lars Ricken auf diesen Konterpunkt. Der „Impuls von außen“ war entscheidend, um die aus den Fugen geratene Saison möglicherweise doch noch zu retten.
Der Aufwärtstrend des BVB unter Kovač ist noch zart
Ergebnistechnisch ist der Erfolg bisher nur bedingt sichtbar. Das Erreichen des Achtelfinales der Champions League sowie das 6:0 gegen Union Berlin sind Highlights. Zuvor kassierte Kovač jedoch als erster BVB-Trainer nach über 40 Jahren zwei Bundesliga-Niederlagen zu Beginn seiner Amtszeit. Am Samstag muss Dortmund endlich in der Liga zum Serientäter werden, um von einem echten Aufwärtstrend sprechen zu können: Ein Sieg beim FC St. Pauli ist nahezu Pflicht.
Damit würde sich ein Eindruck von Kovač verfestigen, der im Umfeld des BVB bereits vorherrscht: Dass der Trainer mit seiner Erfahrung, Ruhe und Ausstrahlung genau der richtige Mann war, um den freien Fall zu stoppen und wieder ein solides Leistungsfundament zu schaffen. Ob Kovač auch der richtige Mann ist, um im zweiten Schritt darauf aufzubauen, muss der BVB derzeit noch nicht entscheiden.