Autor: Stre

  • 2. Bundesliga: Kohfeldt erhebt schwere Vorwürfe

    2. Bundesliga: Kohfeldt erhebt schwere Vorwürfe


    Darmstadts Trainer Florian Kohfeldt holt nach der Niederlage in Braunschweig zu einem verbalen Rundumschlag gegen den Gegner und den Schiedsrichter aus.

    Florian Kohfeldt war nach der 0:1-Niederlage seines SV Darmstadt 98 bei Eintracht Braunschweig auf 180. Wütend schimpfte der Coach der Lilien immer wieder mit erhobenem Zeigefinger in Richtung der Braunschweiger Bank.

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    „Das Verhalten der Braunschweiger Bank – da nehme ich Daniel Scherning ausdrücklich aus – war in unsere Richtung auch an der Grenze. Es ist schwierig, dass ich dann Gelb kriege, weil ich mich mit dem Schiedsrichter beschäftige, und ich werde da von der Seite die ganze Zeit angegangen“, sagte Kohfeldt bei Sky. „Das ist ein Niveau, das ganz sicher nicht ins Fernsehen gehört.“

    Kohfeldt kritisiert Schiedsrichter

    Seinen Trainerkollegen Scherning nahm er explizit aus. „Daniel kann da gar nichts dafür“, sagte Kohfeldt, der im Zusammenhang mit dem Verhalten der Braunschweiger auch Schiedsrichter Max Burda kritisierte: „Sie haben sich jeglicher Mittel bedient, was in solchen Spielen dann scheinbar zum Erfolg führt. Dafür haben wir auch jemanden auf dem Platz, der sowas eindämmen muss. Das ist heute nicht gelungen.“

    Zugleich erhob Kohfeldt schwere Vorwürfe gegen die Braunschweiger Spieler. „Es gab die eine oder andere Situation, die uns nicht so gefallen hat von Braunschweiger Seite. Die sind schon an die Grenzen des Erlaubten gegangen, was das Thema Schauspielerei, Liegenbleiben usw. angeht“, sagte der Darmstädter Coach.

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    Kohfeldt erhebt Vorwürfe: „Das ist halt peinlich“

    Und der 42-Jährige ergänzte: „Das ist halt peinlich, gefühlt zweimal den Krankenwagen zu rufen und dann direkt wieder aufs Feld zu rennen. Dann wird es auf Dauer schwierig, die Glaubwürdigkeit für Kopfverletzungen hochzuhalten. Da haben wir alle eine Verantwortung. Der ist der Spieler heute sicherlich nicht gerecht geworden.“

    Kohfeldt spielte dabei mutmaßlich auf eine Szene in der Nachspielzeit an. Bei einem Angriff der Darmstädter wurde Braunschweigs Robert Ivanov bei einem Klärungsversuch von seinem Teamkollegen Paul Jaeckel mit dem Fuß im Gesicht getroffen, woraufhin Ivanov zu Boden ging.

    Es wurde zunächst eine schlimmere Verletzung befürchtet, Sanitäter standen bereits mit einer Trage auf dem Feld. Ivanov konnte aber letztlich weiterspielen.

    Lino Tempelmann (60.) erzielte den Treffer des Tages und fügte Darmstadt und Kohfeldt damit die vierte Niederlage in Serie zu.



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  • Borussia Dortmund beim VfL Bochum: Noten der BVB-Stars

    Borussia Dortmund beim VfL Bochum: Noten der BVB-Stars


    Der BVB rutscht in der Bundesliga immer tiefer in die Krise. Kurz nach dem überzeugenden 3:0-Sieg bei Sporting Lissabon zeigen sich die Borussen in Bochum von ihrer schwächsten Seite. Am Ende steht eine verdiente 0:2-Niederlage. Die Noten der BVB-Stars.

    Borussia Dortmund kommt in der Bundesliga einfach nicht auf einen grünen Zweig. Wenige Tage nach dem souveränen 3:0-Sieg in der Champions League bei Sporting Lissabon, unterliegt das Team von Niko Kovac im kleinen Revierderby beim VfL Bochum mit 0:2.

    Die Borussen fanden von Beginn an nicht in die Partie und mussten in der 33. und 35. Minute einen Doppelschlag von Giorgos Masouras hinnehmen. Serhou Guirassy hatte in der besten Dortmunder Phase kurz vor der Pause zwei gute Gelegenheiten, vergab diese aber.

    ran hat die Noten und Einzelkritiken der Profis der Schwarz-Gelben.

    Gregor Kobel

    Der BVB-Keeper sieht bereits in der Anfangsphase den ein oder anderen Angriff auf sein Tor zu rollen und muss in der achten Minute einen Masouras-Schuss parieren. Inmitten einer eigentlich ruhigeren Phase lassen seine Vorderleute ihn gleich zweimal in Stich. Zwar kann Kobel beim 0:1 noch den Fuß an den Hofmann-Abschluss bringen, jedoch drückt Masouras den Ball zur Sicherheit über die Linie. Kurz darauf bleibt der Schweizer im Eins-gegen-Eins mit Masouras chancenlos. In der zweiten Hälfte kann sich der Torwart gleich mehrmals auszeichnen und pariert insbesondere nach einem Couto-Fehler stark gegen Holtmann. ran-Note: 3

    Das Wichtigste zur Bundesliga in Kürze

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    Niklas Süle

    Der eigentliche Innenverteidiger muss aufgrund des Fehlens von Julian Ryerson rechts hinten ran und erwischt einen gebrauchten Nachmittag. Bereits beim 0:1 destabilisiert er mit seinem Herausrücken die Abwehrkette. Beim 0:2 trifft den 29-Jährigen durch einen kapitalen Fehlpass in den Lauf von Masouras die Hauptschuld am Gegentreffer. Im zweiten Abschnitt zeigt sich Süle etwas stabiler, aber auch verständlicherweise nicht ganz frei von Verunsicherung. Nach gut einer Stunde ist sein Arbeitstag zu Ende. ran-Note: 5

    Niklas Süle
    Niklas Süle© Kirchner-Media

    Emre Can

    Im Gegensatz zu einigen seiner Kollegen überzeugt der Kapitän mit einer guten Körpersprache. Mit seiner Athletik und Physis gelingt es Can immer wieder, komplizierte Duelle mit Masouras und Hofmann für sich zu entscheiden. In der zweiten Halbzeit stemmt er sich phasenweise als einziger Borusse sichtbar gegen die Niederlage. Gewiss ist der Kapitän nicht immer von Kritik freizusprechen, in diesem Spiel kann er sich jedoch am wenigsten vorwerfen. Lediglich im Spielaufbau verzeichnet Can kleinere Wackler. ran-Note: 3

    Nico Schlotterbeck

    Der Innenverteidiger kommt in der vierten Minute bei der ersten Chance von Masouras zu spät und bringt auch im Anschluss nicht immer die geforderte Körperlichkeit ins Spiel. Mit dem Ball am Fuß findet Schlotterbeck jedoch immer wieder gute Lösungen und scheitert in der 45. Minute nur knapp mit einem gefährlichen Kopfball. Insgesamt präsentiert sich der Abwehrmann aber zu passiv und stemmt sich kaum gegen die Pleite. ran-Note: 4

    Daniel Svensson

    Der Winter-Neuzugang macht auf seiner linken Seite keine großen Fehler und stabilisiert die linke Abwehrseite mit einer guten Zweikampfquote. Nach vorn bleibt Svensson aber über die gesamte Distanz absolut harmlos und setzt keinen einzigen wirklichen Akzent. Läuft ein Team so lange einem Rückstand hinterher, wäre zumindest der ein oder andere Ausflug eigentlich wünschenswert. ran-Note: 4

    Marcel Sabitzer

    Der Österreicher agiert als defensiverer Part neben Groß, kann dem BVB-Spiel aber nicht die nötige Struktur geben. Sabitzer zeigt sich zwar sehr bemüht, sieht jedoch beim 0:1 nicht gut aus, als er sich in der Abwehrkette positioniert, jedoch zu spät auf den Tiefenlauf von Hofmann reagiert. Auch sonst macht der frühere Münchner in der Defensiv-Bewegung nicht die beste Figur. Wird nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit durch Salih Özcan ersetzt. ran-Note: 5

    Marcel Sabitzer
    Marcel Sabitzer© DeFodi Images

    Pascal Groß

    Der Routinier zeigt sich in Halbzeit eins mit Ball am Fuß abgeklärt und stößt auch immer wieder selbst in offensiven Zonen vor. Die ganz große Gefährlichkeit strahlt der Mittelfeldmann dabei aber nicht aus. Im zweiten Abschnitt taucht Groß fast in Gänze ab und kommt zu selten in die Zweikämpfe. Das kann er definitiv besser. ran-Note: 4

    Julian Brandt

    Der offensive Mittelfeldspieler sticht zu Beginn positiv heraus, indem er die erste Kopfballchance durch Groß per Flanke und kurz danach die Gelegenheit von Guirassy per Steckpass einleitet. Nach einem ordentlichen Abschluss in der 15. Minute genehmigt sich der 28-Jährige aber eine ziemlich lange Kreativ-Pause. Zwar laufen in Durchgang zwei die meisten Angriffe irgendwie über Brandt, jedoch bleiben klar positive Aktionen aus. Für wenig Gefahr sorgen auch seine Freistöße aus teilweise guten Positionen. ran-Note: 4

    Julian Brandt
    Julian Brandt© Kirchner-Media

    Karim Adeyemi

    Manchmal kann man Feuer am besten durch Feuer bekämpfen. Der pfeilschnelle Adeyemi bekommt gegen den ebenso schnellen Holtmann in Durchgang eins überhaupt keinen Stich. Nach der Pause dringt der Außenstürmer erstmals gefährlich durch und sichert seinem Team eine aussichtsreiche Freistoßposition. Mehr gelingt Adeyemi trotz seiner Mühen nicht. Immerhin stört er kurz vor seiner Auswechslung Holtmann vielleicht entscheidend bei dessen Groß-Chance. ran-Note: 4

    Jamie Gittens

    Der junge Engländer findet schwer in die Partie und benötigt gut 20 Minuten Zeit, um ein wenig aufzutauen. Gittens meldet sich in der 22. Minute durch ein gelungenes Dribbling und eine Ablage auf Groß an. Kurz vor der Pause findet er Guirassy, der am langen Pfosten aber nicht einnetzen kann. In Durchgang zwei kann der Außenstürmer bis auf eine Ablage auf Brandt kaum Akzente setzen und wird nach nicht mal einer Stunde ausgewechselt. Muss abseits des Platzes dann noch von Anton beruhigt werden. ran-Note: 4

    Serhou Guirassy

    Der Goalgetter verzeichnet in der elften Minute seine erste Top-Chance, scheitert jedoch am bärenstark reagierenden Horn. Im Anschluss sieht man von Guirassy wenig, ehe er vor der Pause gleich zweimal aus kürzester Distanz gefährlich wird, aber das Tor nicht trifft. Nach dem Seitenwechsel hängt der Stürmer dann völlig in der Luft. Ein ungewohnt schwacher Auftritt. ran-Note: 5

    Serhou Guirassy
    Serhou Guirassy© Kirchner-Media

    Einwechselspieler des BVB

    Salih Özcan: Kommt zur Pause für den enttäuschenden Sabitzer und spielt einen unauffälligen Part im Mittelfeld. Zwar setzt der Rückkehrer den ein oder anderen Akzent, verzeichnet aber auch Ballverluste und bringt nur 60 Prozent seiner Pässe an den Mann. ran-Note: 4

    Maximilian Beier: Will nach seiner Einwechslung in der  58. Minute Akzente setzen, wird jedoch kaum mal gefährlich. Seine wenigen Abschlüsse verfehlen den Kasten deutlich. ran-Note: 4

    Yan Couto: Kommt nach gut einer Stunde für Süle, führt sich aber direkt mit einem schweren Fehler ein. Darf sich bei Kobel bedanken, dass sein Ballverlust gegen Masouras nicht mit einem Gegentor bestraft wird. ran-Note: 5

    Julien Duranville: Wirbelt nach seiner Einwechslung in der 64. Minute und wird mit Dribblings und Hereingaben zumindest im Ansatz gefährlich. ran-Note: 3

    Giovanni Reyna: Kommt in der 80. Minute für Groß. ran-Note: Ohne Bewertung



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  • Ein Armutszeugnis auf und neben dem Platz

    Ein Armutszeugnis auf und neben dem Platz


    Borussia Dortmund ist an einem neuen Tiefpunkt angekommen. Der blutleere Auftritt in Bochum ist dabei noch nicht einmal das Schlimmste. Denn mit ihrem Verhalten abseits des Rasens vermitteln die Spieler eine erschreckende Botschaft. Der SPORT1-Kommentar.

    Einsatz, Leidenschaft, Zusammenhalt – ohne diese Eigenschaften geht es im Fußball nicht. Und in einem – zumindest von einer Seite – energiegeladenen Derby schon gleich zweimal nicht.

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    Dass der BVB diese Attribute mal wieder nicht auf den Platz bekommt – gegen den bis dahin Tabellenletzten der Bundesliga: Geschenkt. Überraschend sind derartige Leistungen in dieser Spielzeit, selbst nach positiven Ansätzen in Lissabon, schon lange nicht mehr.

    Doch als ob diese Einsicht noch nicht bitter genug wäre: Der neue Tiefpunkt ist der Auftritt abseits des Platzes. Die Botschaft ist fatal.

    BVB-Spieler lassen Journalisten stehen

    Die Journalisten drängelten sich nach Abpfiff in die Mixed Zone des Vonovia Ruhrstadions. Eng ging es dabei aber vor allem auf der blau-weißen Seite zu. Die wenigen Minuten zuvor abgefeierten Bochumer, der Mann des Spiels Georgios Masouras, Torwart-Rückkehrer Timo Horn und Kapitän Philipp Hofmann beantworteten freudestrahlend die Fragen der Medienvertreter.

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    Auf der Dortmunder-Seite wollte sich nach dieser peinlichen Niederlage zum ersten Mal in dieser Saison niemand stellen. Erst als ein Vereinsmitarbeiter die Journalisten darauf hinwies, dass es keinen Gesprächspartner mehr gebe, dampften sie ab.

    Das Verhalten spricht Bände: Die Dortmunder Spieler ducken sich vor der Verantwortung weg.

    BVB-Profis ducken sich vor der Verantwortung weg

    Nicht einmal die drei besseren BVB-Profis an diesem Samstagnachmittag wollten sich diesmal opfern. Weder Kapitän Emre Can noch Nico Schlotterbeck oder Gregor Kobel hatten Lust darauf, Erklärungen für diese Niederlage und desolaten Auftritt zu finden. Wohl auch deshalb, weil sie selbst ratlos sind.

    Auch die Dortmunder Verantwortlichen Lars Ricken (Geschäftsführer Sport) und Sebastian Kehl (Sportdirektor) wollten an diesem Abend nicht beschwichtigen und verzichteten auf Statements. Auch sie dürften die Faxen dicke haben, Woche für Woche dieselben Ausreden für ihre Spieler zurechtzulegen.

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    Wäre Torwart-Titan Oliver Kahn an diesem Abend ein Schwarz-Gelber gewesen, würde er wohl fordern: Wir brauchen Eier! Doch gerade daran mangelt es dem BVB.

    Dortmunder lassen Fans abblitzen

    Das Bild, das die Mannschaft nach außen abgibt, ist erschreckend. Öffentlich gerade stehen für einen, gerade in der zweiten Halbzeit, indiskutablen Auftritt? Fehlanzeige!

    Sich bei den Fans trotz aller Rückschläger für deren unermüdlichen Einsatz bedanken? Auch das verpassten die Dortmunder nach Schlusspfiff und stapften nach wenigen Sekunden ab.

    Natürlich waren die schwarz-gelben Anhänger nach der schmerzenden Derby-Pleite auf 180 und hätten sicherlich nicht nett applaudiert. Doch genau darum geht es doch: Rückgrat zeigen.

    Kovac irritiert mit Aussagen

    Die Führungsspieler-Diskussion lodert nach diesem Auftreten erneut auf. Denn Verantwortung übernehmen sieht anders aus. Trainer Niko Kovac erklärte das Ausbleiben seiner Spieler in der Mixed Zone übrigens mit dringenden „Maßnahmen, um so schnell wie möglich zu regenerieren“. Darunter auch: „Nahrung zu sich führen“.

    „Ich bin da, das reicht doch“, antwortete Kovac schmunzelnd auf SPORT1-Nachfrage. Dass sich Kovac, der noch nicht einmal zwei Wochen im Amt ist, allein vor seine Spieler stellt, ist aller Ehren wert. Lange wird er diese Strategie aber wohl nicht mehr fahren können.

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    Denn auch er wird sich eingestehen müssen: Auf und abseits des Platzes hat der BVB einen neuen Tiefpunkt erreicht.



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  • Borussia Dortmund: Mit dieser Mannschaft ist nichts zu gewinnen

    Borussia Dortmund: Mit dieser Mannschaft ist nichts zu gewinnen


    Borussia Dortmund geht beim Tabellenletzten in Bochum baden. Wieder einmal läutet ein vermeintlicher Leistungsträger die Pleite ein. Und nach dem Rückstand kommt statt eines Sturmlaufs nur ein laues Lüftchen. BVB-Fans muss so angst und bange werden. Ein Kommentar.

    Von Martin Jahns

    Borussia Dortmund bleibt auch beim VfL Bochum seinem Saison-Motto treu: Nach einem Schritt voran folgt zwangsläufig einer zurück. Oder eher zwei.

    3:0 gewann der BVB unter der Woche nach einer vielversprechenden zweiten Hälfte bei Sporting Lissabon. Nun setzte es für den letztjährigen Champions-League-Finalisten beim bis dato Tabellenletzten VfL Bochum eine völlig verdiente 0:2-Pleite. Dass die nicht höher ausfiel, hatte die Borussia noch Gregor Kobel zu verdanken.

    Auch unter Niko Kovac, der als erster BVB-Coach seit 1984 seine ersten beiden Bundesliga-Spiele verloren hat, bleibt die Inkonstanz Dortmunds größtes Problem. Gerade einmal ein Sieg gelang dem mit Stars gespickten Team in den jüngsten sieben Bundesligaspielen. Gegen die Abstiegskandidaten Bochum und Kiel setzte es dabei in zwei Partien insgesamt sechs Gegentore – indiskutabel für einen Klub mit Champions-League-Ambitionen.

    Und auch in Bochum waren es haarsträubende individuelle Fehler, die die Niederlage einläuteten: Niklas Süle legte ein Gegentor mit einem verkorksten Rückpass mustergültig vor. Ein Ballverlust vom letzten Mann Yan Couto hätte in der zweiten Hälfte für das 0:3 sorgen können, wenn Kobel nicht zweimal glänzend pariert hätte.

    BVB in Bochum: Ein Aufbäumen sieht anders aus

    Dass Bochum trotzdem nicht mehr zittern musste, lag auch an Dortmunds zahnloser Offensive: Am Ende stand es bei den Torschüssen 18:17 für den VfL.

    Serhou Guirassy hätte sein Team vor der Pause zweimal zurück ins Spiel bringen können, doch die Sturmhoffnung vergab zweimal kläglich. Besonders enttäuschend aus Dortmunder Sicht: In der zweiten Hälfte folgte nicht etwa ein BVB-Sturmlauf beim Außenseiter. Stattdessen hatte Bochum noch mehrfach die Chance auf den endgültigen Knockout.

    Stellvertretend für die indiskutable Dortmunder Angriffsleistung war der hadernde Jamie Gittens, der nach seiner Auswechslung außer sich war und von Waldemar Anton beruhigt werden musste. Es war noch die kämpferischste Szene, die man von einem BVB-Spieler im Derby sehen konnte.

    Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis, dass dem Team noch immer das fehlt, was der damalige Interimstrainer Mike Tullberg schon vor Wochen forderte: die Bereitschaft, in unbequemen Spielen auch einmal durch Kompromisslosigkeit und Kampf Erfolge zu erzwingen.

    Stattdessen gab Dortmund das Mittelfeld über weite Strecken der zweiten Hälfte fast kampflos an die Bochumer ab. “Wir haben es nicht geschafft, dagegenzuhalten”, sagte Kobel nach dem Schlusspfiff bei “Sky”. Teamkollege Nico Schlotterbeck bemängelte, dass “die Basics fehlen”. Ein Offenbarungseid!

    BVB inzwischen wie Heidenheim und St. Pauli

    So wurde auch den BVB-Verantwortlichen – wieder einmal – aufgezeigt: Mit dieser Mannschaft ist aktuell kein Blumentopf zu gewinnen. Es fehlt noch immer ein Spieler auf dem Feld, an dem sich strauchelnde Teamkollegen hochziehen können. Stattdessen stehen selbst vermeintliche Säulen wie Süle oder Marcel Sabitzer neben sich.

    Nun findet sich der BVB in einer Riege mit dem 1. FC Heidenheim und dem FC St. Pauli wieder, den einzigen anderen Teams, die diese Saison gegen Bochum verloren haben.

    Und auch in der Tabelle rückt Dortmund mit einer inzwischen negativen Tordifferenz langsam aber sicher in ähnliche Gefilde wie die vermeintlichen Leichtgewichte. Und das so langsam völlig zu Recht.



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  • Liveticker | Bayer 04 Leverkusen – Bayern München 0:0 |

    Liveticker | Bayer 04 Leverkusen – Bayern München 0:0 |


    Das Topspiel endet torlos, Bayern hält den Vorsprung von acht Punkten an der Spitze. Auch im zweiten Durchgang waren die Leverkusener klar spielbestimmend, hatten gute Chancen zum Sieg, scheiterten aber unter anderem an Ito und Neuer. Die Gäste aus München brachten es dagegen lediglich zu zwei harmlosen Abschlüssen in Person von Kane und Goretzka. Hradecky musste nicht einmal eingreifen.


    Abpfiff


    90′ +5
    Die letzte Ecke der Partie wird geklärt. Der zweite Ball landet bei Frimpong, der aus 18 Metern deutlich drüber schießt.


    Edmond Tapsoba


    Tapsoba beschwert sich und sieht Gelb.


    90′ +4
    Mukiele dribbelt von rechts in den Strafraum und bringt den Ball nur zu Neuer. Goretzka grätscht noch rein, erwischt den Franzosen nach dem Schuss leicht, es gibt aber keinen Strafstoß.


    Schick kommt für Grimaldo


    90′ +1
    Die vielleicht letzte große Chance! Xhaka schlägt den Ball auf den linken Flügel in den Lauf von Grimaldo, der sofort in die Mitte gibt. Im Rücken von Upamecano kommt Adli völlig frei zum Volley, scheitert aus sechs Metern aber an Neuer, der sich breit macht. Der zweite Ball landet bei Wirtz, der sich durchstochert, es aus ähnlicher Position aber zu genau machen will und die Kugel hauchzart links vorbeischiebt.


    90′
    Drei Minuten werden nachgespielt.


    89′
    Der nächste Angriff der Werkself endet im Offensivfoul von Grimaldo an Sané. Bei der Ausführung des Freistoßes lässt sich Neuer Zeit.


    86′
    Bringt Bayern dieses 0:0 hier über die Zeit? Aktuell macht es ein wenig den Anschein, als würden Leverkusen die Ideen ausgehen, um den Ball heute noch im Tor unterzubringen.


    83′
    Neuer ist mit dem Fuß dazwischen! Xhaka findet Frimpong mit einem Diagonalball auf der rechten Seite, der flach in die Mitte flankt. Dort kommt Neuer raus, geht kurz vor Wirtz aber nicht runter, sondern spielt ihn raus.


    81′
    Sané kommt auf dem rechten Flügel an den Ball, hat etwas Zeit und hebt die Kugel ins Zentrum. Dort kommt Goretzka ran, wird allerdings zwölf Meter vor dem Tor gut gestört und köpft deutlich links vorbei.


    79′
    Kimmich bleibt liegen, muss behandelt werden, kann aber weitermachen.


    78′
    Bayern ist weiterhin nur in der Defensive gefordert. Dort kommt Frimpong zur Flanke, die ihm aber verrutscht.


    76′
    Der nächste Leverkusener Abschluss. Wirtz wackelt Kimmich 18 Metern halblinks vor dem Tor aus, schlenzt dann aber rechts vorbei.


    75′
    Es spielt nur eine Mannschaft. Frimpong wird rechts im Strafraum bedient, Upamecano ist beim Flankenversuch dazwischen.


    Dayot Upamecano


    Tella nimmt im Mittelfeld Fahrt auf und kreuzt den Weg mit Upamecano. Der Innenverteidiger erwischt seinen Gegenspieler und wird verwarnt.


    73′
    Bayern hat mal etwas Platz, Kane sucht halbrechts aus 15 Metern die Lücke, sein Schussversuch wird aber zum Einwurf geblockt. Es ist der erste offizielle Abschluss der Bayern. Anschließend wandert der Ballbesitz aufgrund eines falschen Einwurfs aber gleich wieder an die Leverkusener.


    71′
    Nach über 70 Minuten steht in den Statistiken aufseiten der Bayern weiter die Null in der Kategorie Abschlüsse. Auch eine Ecke hat es noch nicht gegeben.


    69′
    Kompany tauscht viermal. Sané, Goretzka und Gnabry übernehmen jeweils die Position der Ausgewechselten, Stanisic rückt nach hinten rechts. Dafür gibt Laimer fortan den Linksverteidiger.


    Stanisic kommt für H. Ito


    L. Sané kommt für Coman


    Goretzka kommt für Pavlovic


    66′
    Ito rettet auf der Linie! Wieder ist es Tah, der die Ecke am langen Pfosten noch einmal scharf macht und ins Zentrum köpft. Im Fünfmeterraum hat Tella Platz, köpft ins rechte Eck und hat Neuer schon geschlagen. Doch Ito steht goldrichtig und köpft den Ball raus.


    65′
    Hincapies Flanke von links rutscht durch bis zu Wirtz, doch Coman ist vor ihm zur Stelle. Dem Franzosen springt der Ball aus kürzester Distanz an den Arm und von dort ins Toraus. Es gibt Ecke.


    62′
    Die nächste Ecke für Leverkusen. Wieder versucht es Neuer mit der Faust, diesmal bekommt er die Situation bereinigt.


    59′
    Die aus Neuers Wackler resultierende Ecke wird über Umwege gefährlich! Tah köpft quer in Richtung Elfmeterpunkt, wo Xhaka unter Bedrängnis an den Ball kommt und ihn, abgefälscht von Kim, zu Tella lenkt. Der Angreifer versucht es artistisch per Seitfallzieher, setzt den Ball aus sechs Metern aber knapp links vorbei.


    59′
    Den fälligen Freistoß von Xhaka macht Neuer spannender als nötig. Bayerns Torwart kommt bei der Flanke raus, will den Ball mit einer Faust klären, erwischt ihn aber nicht richtig und lenkt ihn zur Ecke.


    57′
    Die Partie ist im zweiten Durchgang geprägt von vielen kleinen Fouls. Jetzt bringt Kimmich Grimaldo zu Fall.


    55′
    Mukiele taucht im Münchner Strafraum auf und bekommt den Ball von Hincapie. Laimer stellt den Körper dazwischen und wird gefoult.


    Aleksandar Pavlovic


    In der ersten Halbzeit kam Pavlovic gegen Xhaka noch um die Gelbe rum. Jetzt legt er sich in der eigenen Hälfte den Ball zu weit vor, spielt ihn dann zwar mit einer Grätsche, erwischt im Nachgang aber Tella mit den Stollen und wird dafür verwarnt.


    51′
    Frimpong flankt von rechts auf den Elfmeterpunkt, wo Upamecano gegen Tella seinen Körper reinstellt. Der Leverkusener geht zu Boden, bekommt dafür aber zu Recht keinen Elfmeter – das bestätigt auch der VAR.


    48′
    Der fällige Freistoß aus dem rechten Halbfeld landet bei Hincapie, dessen Schuss aus 14 Metern aber geblockt wird.


    47′
    Musiala gleich mal mit einem harten Einsteigen gegen Xhaka. Der Münchner erwischt seinen Gegenspieler von hinten, das hätte Gelb geben müssen.


    46′
    Unverändert kommen beide Teams aus der Pause. Auch bei Kane geht es also weiter.


    Anpfiff 2. Hälfte


    45′
    Torlos geht es in die Pause – und das ist für die Gäste aus München durchaus glücklich. Nach einer ruhigen Anfangsphase wurde Leverkusen offensiver, erspielte sich die ersten Chancen und scheiterte gleich zweimal an der Latte. Die Bayern sorgten auf der Gegenseite für keine Gefahr. Einzig Kane kam kurz vor der Pause nach einem Freistoß per Kopf zum Abschluss, stand dabei aber wohl leicht im Abseits, entsprechend steht zur Pause kein Torschuss zu Buche.


    Halbzeitpfiff


    45′ +3
    Kane kommt nochmal zurück. Währenddessen zeigt sich Frimpong mal auf der linken Seite, flankt, im Zentrum wird Neuer in der Luft stehend aber von Mukiele angegangen. Freistoß für Bayern.


    45′ +1
    Anschließend bleibt Kane liegen und muss behandelt werden. Hincapie hat den Stürmer nach dessen Kopfball heftig mit der Schulter am Kopf erwischt.


    45′
    Olise hebt den Freistoß in den Strafraum, wo Kane mit dem Kopf an den Ball kommt, ihn aber über das Tor bugsiert. Im Nachgang geht die Fahne hoch – möglicherweise stand der Engländer hauchzart im Abseits.


    44′
    Musiala kommt mal ins Dribbling, legt sich den Ball knapp 23 Meter halblinks vor dem Tor mit einem Haken an Palacios vorbei und wird getroffen. Freistoß für die Bayern.


    42′
    Kane hilft hinten aus und spielt den Ball zurück zu Neuer. Der Torwart schlägt anschließend einen halbhohen Ball zur Leverkusener Innenverteidigung. Bezeichnend für den bisherigen Auftritt der Bayern, die sich extrem schwertun. Zuvor kam Pavlovic im Mittelfeld gegen Xhaka zu spät, nach dem Vorteil kommt Bayerns Sechser noch einmal ohne Gelb davon.


    40′
    Die Freistoßflanke von Wirtz aus 30 Metern findet keinen Abnehmer.


    Hiroki Ito


    Frimpong nimmt Fahrt auf und marschiert in Richtung Strafraum. Ito kommt einen Schritt zu spät und bringt den Niederländer zu Fall. Weil beide Innenverteidiger noch hinter dem Ball waren, gibt es Gelb.


    37′
    Coman macht den Ball an der Mittellinie gegen Mukiele clever fest und holt gegen seinen Landsmann den Freistoß raus. Im Anschluss geht es aber wieder hintenrum, nach vorne läuft bei den Gästen bislang nichts.


    36′
    Den Eckball köpft Kim aus dem Strafraum.


    36′
    Xhaka schlägt einen Freistoß von rechts kurz hinter der Mittellinie auf den linken Flügel. Dort steckt Wirtz für Mukiele durch, der gegen Pavlovic die Ecke rausholt.


    33′
    Wirtz versucht es ganz frech. Noch hinter der Mittelinie sieht Leverkusens Spielmacher, dass Neuer weit vor dem Tor steht und zieht einfach mal ab. Der Ball geht rechts vorbei, Neuer wäre wohl auch da gewesen.


    32′
    Jetzt mal die beiden Münchner Flügel mal im offensiven Zusammenspiel. Coman bedient Olise mit einem Diagonalball, den der Rechtsaußen aber nicht gut verarbeitet bekommt. Seine für Musiala gedachte Ablage landet beim Gegner.


    31′
    Olise und Coman sind immer wieder als zweite Außenverteidiger auf ihrer jeweiligen Seite gefordert. Diesmal gewinnt Coman das Kopfballduell gegen den aufgerückten Mukiele.


    28′
    Kane taucht auf dem rechten Flügel auf und flankt in Richtung zweiter Pfosten. Dort kommt Coman nicht mit dem Kopf ran. In umgekehrter Rolle wäre die Chance auf den ersten Münchner Abschluss in dieser Szene wohl höher gewesen.


    27′
    Leverkusen hat das Spiel aktuell klar übernommen. Der umtriebige Wirtz steckt diesmal auf rechts zu Frimpong durch, der im Strafraum an den Ball kommt, aber aus dem Abseits gestartet war.


    25′
    Schon wieder die Latte! Hincapie flankt von der linken Seite in den Strafraum, wo Tella mit vollem Tempo einläuft. Zwischen Upamecano und Ito kommt der Angreifer zentral aus sechs Metern an den Ball, nimmt ihn direkt aus der Luft und drückt ihn mit der Innenseite an die Latte. Von dort springt die Kugel über das Tor. Großes Glück für die Bayern.


    21′
    Jetzt lässt Wirtz Upamecano mal stehen – und die Latte rettet für Bayern! Der Nationalspieler versucht es aus spitzem Winkel flach, Neuer wehrt mit dem Fuß ab, der Ball segelt aber im hohen Bogen durch den Fünfer. Dort steigt Frimpong hoch, kann die Kugel aber nicht richtig drücken und nickt aus kurzer Distanz an die Latte.


    20′
    Wirtz kippt mal auf die linke Seite ab und findet Hincapie, der von seiner Außenverteidiger-Position nach innen einrückt und in den Strafraum marschiert. Dort kommt er auch an den Ball, flankt, trifft aber nur Upamecano. Immer wieder steht der Franzose den Leverkusener Angriffsbemühungen in den ersten 20 Minuten im Weg.


    18′
    Die erste zarte Annäherung der Leverkusener. Tella wird flach in den Strafraum geschickt und kommt aus 15 Metern zum Abschluss. Kim hat jedoch aufgepasst, der Innenverteidiger der Bayern blockt.


    16′
    Laimer flankt von rechts in Richtung Kane, der aber unter dem Ball durchspringt.


    14′
    In den Zweikämpfen wird sich hier nichts in der Anfangsphase nichts geschenkt – spielerische Glanzlichter bleiben derweil noch aus.


    12′
    Anschließend kommt es zu einer kleinen Rudelbildung, es wird viel diskutiert. Für den ersten Aufreger der Partie wäre damit gesorgt, der erste Abschluss lässt allerdings noch auf sich warten.


    Piero Hincapie


    Wirtz dribbelt sich gegen drei, vier Münchner fest und verliert den Ball. Upamecano nimmt die Kugel auf und wird anschließend von Hincapie von den Beinen geholt. Schiedsrichter Siebert deutet die Scheren-Bewegung des Ecuadorianers an und zeigt ihm die frühe Gelbe.


    9′
    Olise kommt auf dem rechten Flügel an den Ball, zieht auf Höhe der Strafraumkante vorbei an Tapsoba nach innen, wird dann aber gestoppt.


    8′
    Leverkusen wird aktiver und spielt sich mal in der gegnerischen Hälfte fest. Bislang stehen die Abwehrreihen aber auf beiden Seiten kompakt und lassen nichts zu.


    5′
    Upamecano ist gefordert, setzt sich gegen Tella robust aber fair durch und erobert den Ball tief in der eigenen Hälfte.


    4′
    Frimpong, der es heute mit Ito zutun bekommt, flankt von rechts, findet aber keinen Abnehmer.


    3′
    Die Partie beginnt ruhig. Einen ersten Pass in die Tiefe will Tella für Wirtz durchlassen, der kann den Ball aber nicht erreichen.


    1′
    Die Gäste aus Bayern stoßen an, der Ball rollt.


    Anpfiff


    Es ist alles angerichtet für das Gipfeltreffen in der Bundesliga. Schiedsrichter Daniel Siebert führt die Mannschaften gemeinsam mit seinen Assistenten Jan Seidel und Rafael Foltyn auf das Feld, Video-Assistent ist Benjamin Cortus.


    Xabi Alonso hält sich kurz vor dem Anpfiff mit seinem taktischen Ansatz am “Sky”-Mikro bedeckt. “Das System ist egal, es ist nur ein Bild.” Leverkusens Trainer möchte Bewegung und Intensität sehen. Warum er es ohne Boniface oder Schick angeht? “Weil wir die Möglichkeit haben, es so zu entscheiden.”


    Vincent Kompany macht sich keine großen Sorgen mit Blick auf die taktischen Umstellungen der Gastgeber. “Ich glaube, dass dieses Spiel nicht nur durch die Taktik entschieden wird, sondern auch durch die Details, für die die Spieler mit ihrer Qualität sorgen können”, betont der Coach bei “Sky”. Seine eigenen vier Wechsel begründet er mit der Belastung aus dem Play-off-Spiel am vergangenen Mittwoch.


    Bei den Gästen aus München gibt es im Vergleich zum Gastspiel in Schottland vier Wechsel: Kim kehrt für Dier in die Innenverteidigung zurück, Ito kommt anstelle von Guerreiro zu seinem Startelf-Debüt, Pavlovic erhält den Vorzug vor Goretzka und Coman startet für Sané.


    Während sich Leverkusen durch die direkte Achtelfinal-Qualifikation in der Champions League die gesamte Woche auf das Topspiel vorbereiten konnte, mussten die Bayern in den Play-offs am Mittwoch in Glasgow ran. Im Celtic Park schaffte sich die Elf von Vincent Kompany mit einem 2:1-Sieg eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Dienstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker).


    Entsprechend spannend wird auch heute sein, wie die Werkself taktisch agiert. Klar ist bereits: Im Vergleich zum 0:0 in Wolfsburg, bei dem kräftig durchrotiert wurde, gibt es fünf Änderungen. Tapsoba, Frimpong, Palacios, Grimaldo und Wirtz kehren allesamt in die Startelf zurück. Dafür rücken Arthur, Andrich, Aleix Garcia und Boniface auf die Bank, Hermoso fehlt krankheitsbedingt im Aufgebot.


    In seinen fünf Spielen gegen die Bayern zauberte Xabi Alonso stets einen neuen taktischen Ansatz aus dem Hut. Im Hinspiel der laufenden Saison (1:1) setzte der Baske beispielsweise auf eine Mauer-Taktik mit langen Bällen auf Stürmer Boniface und gewährte Bayern kaum Chancen. Beim 1:0-Auswärtssieg im Pokal bot er seine Mannschaft dann im 3-4-3 mit Wirtz als falscher Neun auf, der bei der entscheidenden Szene, dem Platzverweis gegen Neuer, eine Lücke riss, in die Frimpong hinein stach.


    Dabei steht Leverkusen nach 21 Spieltagen ebenso wie die Bayern bei nur einer Niederlage. Zwei Teams, die zu diesem Zeitpunkt der Saison nur einmal verloren haben, gab es zuvor in der Liga-Geschichte noch nie. Das große Problem: Siebenmal reichte es für Bayer nur zum Unentschieden, der FCB teilte nur dreimal die Punkte. Entsprechend hielt Hradecky vorab fest: “So wie die Bayern momentan drauf sind, können wir bei alles anderem als einem Sieg den Titel fast abschreiben.”


    Die Statistik spricht in Sachen Meisterschaft schon vor der Partie gegen Leverkusen. Seit der Einführung der Drei-Punkte-Wertung 1995/96 verspielte noch kein Spitzenreiter in der Rückrunde einen Vorsprung von acht Punkten. Was der Werkself dennoch Hoffnung machen darf: Seit fünf Spielen konnte der FCB nicht mehr gegen einen amtierenden Meister gewinnen – und Trainer Xabi Alonso ist in seinen fünf Duellen mit den Bayern bislang nie als Verlierer vom Platz gegangen (drei Siege, zwei Remis).


    Vor genau einem Jahr und fünf Tagen fiel im direkten Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern die Vorentscheidung um die Meisterschaft 2023/24 (3:0). Die Werkself setzte sich auf fünf Zähler ab und war in der Schlussphase nicht mehr einzuholen. Nun sind die Bayern erneut in Leverkusen zu Gast, die Vorzeichen aber andere: Wohl nur mit einem Sieg gegen den auf acht Punkte einteilten Rekordmeister könnte der Titelverteidiger noch einmal Spannung in den Kampf um Platz 1 bringen.



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  • Trotz starkem Florian Wirtz: Minimalismus des FC Bayern…

    Trotz starkem Florian Wirtz: Minimalismus des FC Bayern…



    analyse

    Stand: 15.02.2025 23:01 Uhr

    Eine Mannschaft des FC Bayern, die so defensiv und destruktiv spielt, sucht in der Bundesliga-Historie ihresgleichen. Bayer 04 Leverkusen verpasst es, die große Überlegenheit zu einem Sieg zu nutzen – und das Titelrennen spannend zu halten.

    Jörg Strohschein

    Es war ein Lächeln, das viel von seinem Innenleben verriet. Jamal Musiala wusste wenige Sekunden nach dem Abpfiff, dass dieses 0:0 seines FC Bayern bei Bayer 04 Leverkusen viel mit Geschick aber noch mehr Glück zustande kam. “Es gibt etwas kleines Positives heute”, sagte der Offensivspieler später – und meinte damit einzig das Ergebnis.

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    • 22. Spieltag
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    Die Spieler aus München ließen sich dann auch von ihren Fans feiern. Denn ihr Ziel hatten sie trotz dieser biederen Vorstellung erreicht. “Wichtig war, dieses Spiel nicht zu verlieren”, sagte FCB-Torhüter Manuel Neuer. Mehr musste zu der Herangehensweise der Münchner eigentlich nicht mehr gesagt werden.

    Sportschau, 15.02.2025 20:46 Uhr

    Alonso: “Sprechen im April über die Meisterschaft”

    Es bleibt nun bei acht Zählern Vorsprung in der Tabelle vor der Werkself – und damit dürfte im Meisterrennen eine Vorentscheidung bereits am 22. Spieltag zugunsten des FCB gefallen sein. “Es gibt noch zwölf Spiele in der Bundesliga. Wir sprechen im April“, sagte Bayer-Trainer Xabi Alonso – und wirkte wenig hoffnungsvoll. “Und es gibt ja auch noch andere Wettbewerbe”, ergänzte er.

    Ganze zwei Torannäherungen hatte der FCB zustande gebracht, was einen X-Goal-Wert – welcher die Torgefahr eines Teams währende eines Spiels misst – von 0,14 (Leverkusen: 2,2) entspricht. So ungefährlich und auch überfordert war das eigentlich Tor-reichste Team der Liga (65 Tore) noch nie. Und auch die Dominanz der Leverkusener dürfte geradezu erschreckend auf die Münchner während der 90 Minuten gewirkt haben.

    Kompany: “Wir mussten verteidigen”

    “Wir haben wettbewerbsübergreifend über 100 Tore geschossen und spielen sonst immer dominant. Heute hat Leverkusen dominant gespielt. Wir nehmen den Punkt mit”, sagte der Bayern-Trainer und wollte damit eine kritische Diskussion über seine Mannschaft verhindern und dem Thema in der Entstehung die Luft nehmen. “Wir mussten verteidigen. Das haben meine Spieler hervorragend gemacht”, sagte er und erfreute sich an diesem Minimalismus.

    Dass die Leverkusener mit diesem Ergebnis aber schwer haderten, war nicht nur dem mit Abstand besten Spieler des Abends, Florian Wirtz, nach dem Schlusspfiff anzusehen. Der 21-Jährige schlug unmittelbar nach dem Abpfiff immer wieder die Hände vor sein Gesicht – und die Wörter, die dabei leise aus seinem Mund sprudelten, waren sicher nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.

    Nur das Toreschießen funktionierte nicht

    Dabei hatten er und seine Kollegen alles versucht. Eigentlich hatte ja auch alles im Leverkusener Spiel funktioniert. Das hohe Pressing, die vielen Ballgewinne, die Taktik mit kleinen schnellen Spielern die hünenhafte Bayern-Abwehr immer wieder zu übertöpeln, zahlte sich in einer Vielzahl von Torchancen aus.

    Nur das Toreschießen funktionierte trotz einer Torschussbilanz von 16:2 und drei Aluminium-Treffern nicht. Wie zuletzt schon in Wolfsburg. Es war das zweite torlose Spiel in Folge.

    Wirtz gewinnt Duell mit Musiala deutlich

    Wirtz hatte auch das mit so großer Spannung erwartete Duell mit Musiala klar für sich entschieden. Der Offensivmann war genau der Antreiber, den sie in Leverkusen so verehren.

    Vier Torschüsse, etliche Torschussvorlagen, 22 gewonnene Zweikämpfe, 12,14 Kilometer Laufleistung – in jeder Statistik lag der Leverkusener deutlich vor seinem Münchner Pendant, das mit seinem Team ausschließlich im Verteidigungsmodus verharrte und keinerlei Akzente setzen konnte. Aber auch Wirtz vermochte es nicht, trotz einer riesigen Schusschance kurz vor Schluss, die Partie zu entscheiden – und die Meisterschaft offen zu halten.

    Sportschau, 15.02.2025 20:58 Uhr

    Fantastisches Bayer-Spiel ohne Tore

    Während die Münchner sich nicht mehr länger mit dieser Partie befassen müssen und sich nun vollständig auf das Rückspiel in der Champions League am Dienstag gegen Celtic Glasgow konzentrieren können, dürfte der Werkself diese Partie noch länger nachhängen.

    Das häufige Glück aus der Vorsaison, in der die Werkself so manche Partie in den letzten Minuten noch für sich entschieden hat, ist kaum noch vorhanden. Ein Makel, der die Titelverteidigung kaum noch möglich macht.

    “Es war ein fantastisches Spiel von uns, das beste gegen Bayern in diesem Jahr. Wir haben es nur verpasst, ein Tor zu erzielen. Wir sind natürlich nicht happy mit dem Ergebnis“, sagte Alonso fast schon trotzig – und sah dabei äußerst gequält aus.

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  • Bochum versetzt BVB den nächsten Nackenschlag

    Bochum versetzt BVB den nächsten Nackenschlag


    Stand: 15.02.2025 21:31 Uhr

    Borussia Dortmund hat beim VfL Bochum die nächste Niederlage in der Fußball-Bundesliga kassiert – es ist die neunte am 22. Spieltag, nur Platz 11. Der BVB ließ vorne Chancen liegen und leistete sich hinten Aussetzer. So gewannen die ersatzgeschwächten Bochumer von Dieter Hecking in der Fußball-Bundesliga am Samstag mit 2:0 (2:0).

    Verantwortlich für den Bochumer Sieg war ein Doppelschlag von Georgios Masouras in Halbzeit eins, bei dem er zum Teil tatkräftige Mithilfe vom BVB hatte. Der Grieche, im Winter von Olympiakos Piräus zum VfL gewechselt, drückte einen Schuss von Philipp Hofmann, der aller Wahrscheinlichkeit nach von selbst ins Tor gegangen wäre, über die Linie. Da BVB-Keeper Gregor Kobel noch den Schuh an den Ball gebracht hatte, ging der Mittelstürmer auf Nummer sicher (33. Minute).

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    • 22. Spieltag
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    Einen kompletten Aussetzer leistete sich Niklas Süle nur zwei Minuten später, als er in Bedrängnis den Ball zurückspielte, aber dies mit viel zu wenig Präzision und Schwung machte und so den Ball perfekt in den Lauf des lauernden Bochumer Angreifers spielte. Der ließ mit einem Lupfer Kobel erneut keine Chance (35.). Süle war nach längerer Verletzungspause zurück in die Abwehr der Schwarz-Gelben gekommen, litt aber sichtlich an mangelnder Matchpraxis.

    “Es ist schwer, dafür eine Erklärung zu haben”, sagte Kobel nach der Partie zur Sportschau, “wir wussten was kommt. Der Coach hat uns genau vorbereitet. Sie sind super aggressiv, sie versuchen zu pressen. Uns hat nichts überrascht, aber trotzdem haben wir es nicht geschafft, dagegenzuhalten.” “Es war heute für mich emotional, wieder in der Bundesliga im Tor zu stehen”, sagte Horn am ARD-Mikrofon, “ich bin dem VfL unglaublich dankbar, dass ich mich hier wieder zeigen durfte.” Und er fügte hinzu: “Ich habe der Mannschaft in der einen Szene gut weiterhelfen können, und ich bin unfassbar stolz auf die gesamte Leistung der Mannschaft.”

    Horn mit Bundesliga-Comeback für Bochum

    Zu diesem Zeitpunkt hatte Timo Horn im Tor der Gastgeber gezeigt, dass er auch in drei Jahren Bundesliga-Abwesenheit nichts verlernt hatte. Als Serhou Guirassy Erhan Masovic mit einem Haken aussteigen ließ und freistehend aus elf Metern abzog, ahnte der erfahrene Keeper die Schussrichtung und zeigte eine Topparade gegen den Dortmunder Mittelstürmer (11.). Zuvor war Masouras mit einem Schussversuch an Kobel gescheitert (4.). Auch kurz vor der Pause ließ Guirassy bei zwei dicken Chancen mindestens den sicheren Ausgleich liegen.

    Horn hatte im Sommer 2023 nach zwölf Jahren beim 1. FC Köln keinen neuen Vertrag bekommen, und war im Sommer 2024 von RB Salzburg als Ersatzkeeper nach Bochum gewechselt.

    Bochum ersatzgeschwächt

    Bochums Trainer Dieter Hecking musste auf gleich vier Stammspieler verzichten: Patrick Drewes, Maximilian Wittek, Felix Passlack und Topstürmer Myron Boadu mussten allesamt passen. Dennoch zeigten die vom Abstieg stark bedrohten Gastgeber so gut wie keine Abstimmungsschwierigkeiten.

    Dortmund bemühte sich um Stabilität, wirkte aber trotz des Erfolges in der Champions League bei Sporting Lissabon nicht übermäßig selbstbewusst und zeigte vor allem eine veritable Abschlussschwäche.

    BVB lässt Chance um Chance liegen

    So hielt im zweiten Spielabschnitt Horn erneut sicher einen Schuss von Julian Brandt, der aus der Drehung aber viel zu zentral abschloss.

    Dortmund hingen die vergebenen drei Chancen von Guirassy und die Mithilfe von Süle wie Blei in den Klamotten. Dafür nutzten die Gastgeber den Raum, den der große Ruhrgebiets-Nachbar ließ: Tom Krauß bediente Gerrit Holtmann, der aber für den Abschluss zu viel Zeit brauchte. Karim Adeyemi konnte stören und Kobel klären.

    Dortmunds Kobel verhindert dritten Masouras-Treffer

    Und Kobel musste weiter alles zeigen, was ihn zum Toptormann macht: Mit einem Blitzreflex verhinderte er den dritten Treffer von Masouras, dem diesmal der gerade eingewechselte Dortmunder Yan Couto den Ball “überlassen” hatte (69.).

    Doch was Dortmunds neuer Trainer Niko Kovac auch probierte – es fruchtete nicht. Der für Jamie Gittens in die Partie genommene Maxi Beier blieb blass, Julien Duranville konnte kaum Akzente setzen.

    Zwar warf die Borussia in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, aber die Gäste ließen jegliche Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit vermissen und sind zur Zeit nicht besser als “untere Tabellenhälfte”.

    Hecking: “Richtig geiles Spiel von meiner Mannschaft”

    “Ein richtig geiles Spiel von meiner Mannschaft habe ich heute gesehen”, sagte ein hochzufriedener Hecking zur ARD, “ich fühle eine große Zufriedenheit, dass alles, was wir uns vorgenommen haben, aufgegangen ist.” Und mit Blick auf Horn sagte der Coach: “Es freut mich für Timo, dass er uns mit seiner Weltklasse-Parade gegen Guirassy so geholfen hat.” Sein Kollege Niko Kovac musste nach der zweiten Niederlage im zweiten Bundesligaspiel als BVB-Trainer zugeben: “Wenn man einen ‘Exspected goals’-Wert von drei hat und man macht keinTor, dann ist das nachlässig. In der zweiten Halbzeit stand der Gegner sehr tief, und da war es für uns dann sehr schwierig, weil wir keine Lösung gefunden haben.”

    Bochum in Wolfsburg, Dortmund gegen Union Berlin

    Bochum muss am nächsten Spieltag auswärts in Wolfsburg ran (22.02., 15.30 Uhr). Am Abend empfängt Dortmund Union Berlin zum Topspiel (18.30 Uhr).

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  • Flicks Joker Fermin kommt, trifft und fliegt

    Flicks Joker Fermin kommt, trifft und fliegt



    Dank eines 4:1-Erfolgs beim FC Sevilla profitierte der FC Barcelona am 23. Spieltag von der Punkteteilung im Derbi madrileno und rückt um zwei Punkte an das Spitzenduo heran.

    Traf in Sevilla als Joker erst zum 2:1 - und flog dann vom Platz: Barcelonas Fermin (re.).


    Traf in Sevilla als Joker erst zum 2:1 – und flog dann vom Platz: Barcelonas Fermin (re.).

    IMAGO/Pressinphoto


    Hansi Flick tauschte im Vergleich zum 5:0-Erfolg beim FC Valencia in der Copa del Rey am Donnerstagabend auf vier Positionen: Statt Eric, Cubarsi, Fermin und Ferran Torres (alle Bank) spielten Araujo, Inigo Martinez, Gavi und Lewandowski.

    Vargas kontert Lewandowski umgehend


    Die Partie begann mit viel Tempo – zunächst vor allem von Seiten der Katalanen: Lamine Yamal erzielte beinahe ein frühes Traumtor, das der einstige Ingolstädter Nyland im Tor des FC Sevilla aber mit einer starken Reaktion noch vereitelte (6.). Nach der folgenden Ecke erzielte Lewandowski mit einem cleveren Abschluss dann aber doch das frühe 1:0 für die Gäste (7.). Doch die Freude währte nicht lange, denn der Ex-Augsburger Vargas traf im Gegenzug aus vollem Lauf zum Ausgleich (8.).


    Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte wurde das Spiel zerfahrener und war immer wieder von Unterbrechungen gekennzeichnet. Chancen wurden seltener, aber es gab sie: Raphinha zwang Nyland zu einer Parade (16.), auf der Gegenseite säbelte Isaac in bester Position am Ball vorbei (17.). Kurz vor der Pause gab es weitere gute Gelegenheiten auf beiden Seiten. Für Barcelona schoss Koundé einen Tick zu hoch (43.), auf der Gegenseite entschärfte Szczesny einen sehenswerten Seitfallzieher von Lukebakio (45.). Das Remis zur Pause war letztlich leistungsgerecht.


    Glückwünsche von Adria Pedrosa (li.): Ruben Vargas nach seinem Tor zum 1:1 gegen den FC Barcelona.


    Glückwünsche von Adria Pedrosa (li.): Ruben Vargas nach seinem Tor zum 1:1 gegen den FC Barcelona.
    IMAGO/ZUMA Press Wire

    Fermin trifft sofort – und fliegt


    Nach der Pause brachte Flick Fermin für Gavi – und der Joker sollte sofort im Mittelpunkt stehen: Keine Minute nach seiner Hereinnahme zum Wiederanpfiff köpfte Fermin nach butterweichem Chip von Pedri zum 2:1 ein (46.). Nachdem der vermeintlich erneute Ausgleich – wieder durch Vargas – aufgrund von gleich zwei Abseitsstellungen in der Entstehung keine Anerkennung erhielt, baute Raphinha den Vorsprung mit einem akkuraten Schuss vom Strafraumrand aus (55.).


    Dann rückte wieder Fermin in den Fokus. Nach allzu hartem Einsteigen gegen Sow sah der Torschütze nach Video-Check – zunächst hatte es die Gelbe Karte gegeben – sogar glatt Rot (62.). Eine vertretbare Entscheidung. Auch in Überzahl gelang es Sevilla anschließend kaum einmal, ernste Gefahr für das Tor von Szczesny zu erzeugen. Am Ende war es sogar Eric nach einer Standardsituation, der für die dezimierten Katalanen den 4:1-Endstand besorgte (89.).


    Die Flick-Elf tritt in der kommenden Woche erst am Montag (21 Uhr) zu Hause gegen Rayo Vallecano an, Sevilla spielt bereits am Sonntag (16.15 Uhr) bei Real Valladolid.



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  • Ein viermaliger Champions-League-Sieger, WM-Helden – und

    Ein viermaliger Champions-League-Sieger, WM-Helden – und


    Für manche wird das “Theatre of Dreams” zum Albtraum. Nach dem Abgang erwachten zahlreiche Stars und blühten andernorts auf.

    Manchester United war einst der größte und erfolgreichste Verein Englands und Europas. Während der Ära von Trainer Sir Alex Ferguson strömten unzählige Weltklassespieler ins Old Trafford und lieferten dort nicht nur wie gewohnt ab – sondern steigerten sich nochmals und wurden zu Weltstars.

    Seit dem Abgang des Schotten im Jahr 2013 ist das bekanntlich anders. Es ist mittlerweile üblich, dass hochkarätige und wahnsinnig teure Neuzugänge oder vielversprechende Jugendspieler auf der großen Bühne scheitern. Viele die Manchester United dann verlassen, spielen plötzlich wieder befreit auf und zeigen großartige Leistungen.

    GOAL hat zehn Beispiele ausgesucht, die diesen Trend belegen.



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  • FC Bayern: Heidenheim lässt Frans Krätzig aus Conference-Lea

    FC Bayern: Heidenheim lässt Frans Krätzig aus Conference-Lea


    Bayern-Leihgabe bisher gesetzt 

    FC Bayern: Heidenheim lässt Frans Krätzig aus Conference-League-Kader

    ©IMAGO

    In allen sechs Spielen des neuen Jahres stand Winterzugang Frans Krätzig (22) für den 1. FC Heidenheim in der Startelf, er steuerte dabei ein Tor und eine Vorlage bei. Am kommenden Donnerstag ist die Bayern-Leihgabe im Zwischenrunden-Hinspiel der Conference League gegen den FC Kopenhagen (21 Uhr) aber zum Zuschauen gezwungen. Der DFB-Junior wurde vom FCH nicht für den Europacup gemeldet.

    Die Heidenheimer nutzten zwar die Möglichkeit von drei Veränderungen im Aufgebot voll aus, entschieden sich aber für andere Nachrücker. Neben Neuzugang Budu Zivzivadze (30) wurden die zuvor nicht berücksichtigten Thomas Keller (25) und Julian Niehues (23) nominiert, die beide nach Kreuzbandrissen erst jüngst ihr Comeback gaben. Gestrichen wurden die Abgänge Lennard Maloney (25) und Mikkel Kaufmann (24) sowie Niklas Dorsch (27), der mit einer Innenbandverletzung im Knie auf unbestimmte Zeit ausfällt.

    Trainer Frank Schmidt habe mit Krätzig besprochen, dass er voll für die Bundesliga eingeplant sei und sich voll darauf konzentrieren soll, erklärte der abstiegsbedrohte Klub auf Transfermarkt-Nachfrage. Auf dem linken Flügel stehen dem 51-Jährigen mit Jonas Föhrenbach (29) und Norman Theuerkauf (38) zwei defensive sowie mit Leo Scienza (26), Mathias Honsak (28) und Youngster Christopher Negele (19) drei offensive Alternativen zur Verfügung.

    Heidenheim-Trainer Schmidt lobt Bayern-Leihgabe Krätzig

    Vor dem 0:1 beim SC Freiburg am Samstag hatte Trainer Schmidt Krätzig gelobt: „Er hat Qualitäten, er ist unbekümmert, er ist extrem ehrgeizig, er stellt sich den Dienst der Mannschaft, er hört genau zu, welche Aufgaben man ihm mitgibt. Dazu kommt, dass er eine ausgeprägte Siegermentalität hat und er sehr authentisch ist. Mit seiner Qualität im linken Fuß kann er auch bei Standards für uns ein wichtiger Spieler werden. In der kurzen Zeit ist er schon in vielen Aktionen in der Offensive mit dabei gewesen, aber er hat auch schon mal einen Fehler gemacht, wie gegen St. Pauli, als es zum Elfmeter kommt. Er bringt aber so eine gute Leistung, dass er in der Bundesliga hier in der Mannschaft aktuell ganz klar drin ist.“

    Neben Krätzig und Dorsch wurden wie zuvor Ersatztorwart Paul Tschernuth (23) und der nur selten zum Zug kommende Stürmer Stefan Schimmer (30) nicht für den Conference-League-Kader gemeldet. In der Bundesliga liegt Heidenheim mit 14 Punkten aus 21 Spielen auf Relegationsrang 16.



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