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Der AC Mailand ist sich mit Kapitän und Stammtorhüter Mike Maignan über eine Vertragsverlängerung einig geworden. Laut ‚Relevo‘ wurde eine mündliche Vereinbarung zwischen Spieler und Klub getroffen. Planmäßig soll der Vertrag bei einem weiteren Treffen in den kommenden Wochen unterschrieben werden. Der Franzose erhält eine Gehaltserhöhung auf fünf Millionen Euro netto zuzüglich Prämien und steigt damit zu den Topverdienern der Rossoneri auf.
Der neue Kontrakt wird bis 2028 befristet und enthält eine Option auf eine weitere Saison. Maignan stammt aus der Jugend von Paris St. Germain und war 2021 für 16,4 Millionen Euro vom OSC Lille zu Milan gewechselt. Für den Serie A-Klub hütete der 29-Jährige bisher 146 Mal das Tor und gewann dabei 2022 die Meisterschaft und in dieser Saison den italienischen Superpokal.
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Die U23 des SV Werder Bremen hat das Nordderby in der Regionalliga Nord gegen den Hamburger SV II deutlich mit 4:1 (1:0) gewonnen. Der Spielbericht der DeichStube.
Hamburg – Perfekter Start ins neue Jahr: Die U23 des SV Werder Bremen hat in der Regionalliga Nord den dritten Sieg in Folge eingefahren. Im Nordderby gegen den Hamburger SV II setzte sich die Mannschaft von Trainer Christian Brand auf dem Kunstrasenplatz am Hamburger Volksparkstadion letztlich deutlich mit 4:1 (1:0) durch. Die Bremer Treffer erzielten Jannic Ehlers mit einem Doppelpack (15./62.), Joker Maik Lukowicz (52.) und Leon Opitz (58.). Den Ehrentreffer für den HSV erzielte Milad Nejad (90.).
Verfolgt das Bundesliga-Heimspiel des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim im DeichStube-Liveticker!
Beim Erzrivalen aus Hamburg erwischten die Gäste aus Bremen einen Start nach Maß: Die erste Topchance ließ Werder Bremens U23 allerdings noch liegen. Leon Opitz hatte Ricardo Schwarz mustergültig bedient, der jedoch das Kunststück fertiggebracht, den Ball am leeren Tor vorbeizuschieben (14.). Besser machte es Jannic Ehlers eine Minute später, als er einen Hamburger Fehlpass erlief und einen sehenswerten Flatterschuss abfeuerte, dem HSV-Keeper Hannes Hermann absolut chancenlos hinterhersah. Ein tolles Tor zum frühen 1:0 für Werder. Doch auch die Rothosen spielten in der Folge munter mit und erarbeiteten sich gute Chancen durch Milad Nejad (29./30.) und Ayukayoh Mengot (35.), die Werder-Keeper Spyros Angelidis aber allesamt stark vereitelte. Offensiv setzte Werder durch Ehlers noch zwei Nadelstiche vor der Pause, doch der Torschütze zum 1:0 scheiterte einmal am Innenpfosten (27.) und einmal am stark reagierenden HSV-Schlussmann (38.).
Kurz vor der Pause musste dann Stürmer Joel Imasuen verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam Joker Maik Lukowicz in die Partie (45.+2). Und der brauchte nicht lange, bis er stach. Zu Beginn der zweiten Hälfte schob der Torjäger nach einem Konter und Vorlage von Abed Nankishi im zweiten Versuch ein – 2:0 (52.). Wütende Hamburger warfen nun schon fast alles nach vorne – Werder nutzte das und konterte erneut eiskalt. Dieses Mal lief Opitz aus der eigenen Hälfte allein aufs Hamburger Gehäuse zu, ließ Keeper Hermann aussteigen und schob cool zur Vorentscheidung ein – 3:0 (58.). Ehlers beseitigte wenig später letzte Zweifel am Bremer Erfolg und schnürte den Doppelpack (62.). Einen Wermutstropfen gab es dennoch zu beklagen, als Innenverteidiger Ethan Kohler nach einem Zusammenstoß mit einer Kopfverletzung ausgewechselt werden musste (73.). Der HSV erzielte in der Schlussminute immerhin noch den Ehrentreffer durch Kapitän Nejad zum 1:4-Endstand. Weiter geht es für die U23 des SV Werder Bremen am kommenden Freitag (19.30 Uhr) auswärts bei BW Lohne. (mwi)
Werder Bremen U23: Angelidis – Schulz, Kohler (78. Bellmann), Röcker, Wagner (Asante) – Polat – Nankishi, Schwarz (82. Kasper), Opitz (82. Ostermann), Ehlers (78. Asante) – Imasuen (45. Lukowicz)
Weiter mit dem Liveticker:
Die U23 des SV Werder Bremen im Liveticker gegen Hamburger SV II. Alle Tore, News und Highlights vom Nordderby in der Regionalliga Nord heute live im Live-Ticker der DeichStube. Endstand: 4:1 für Werder
>>> LIVETICKER AKTUALISIEREN <<<
90. Min: Und dann ist Schluss! Der SV Werder Bremen gewinnt das Nordderby klar mit 4:1, obwohl das Match phasenweise deutlich enger lief, als das finale Ergebnis vermuten lässt. Sei es drum! Die Bremer können sich über einen perfekten Auftakt ins neue Jahr freuen. Weiter geht es am Freitag (19.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei BW Lohne.
89. Min: Die Partie trudelt jetzt ein wenig gemächlich aus. Der HSV probiert es noch einmal mit einem Freistoß… und der führt tatsächlich noch zum Ehrentreffer per Kopf durch Kapitän Milad Nejad – 1:4.
82. Min: Nächster Doppelwechsel bei Werder: Opitz und Schwarz haben Feierabend, für sie kommen Dominik Kasper und Ben Ostermann.
79. Min: Opitz vertändelt die nächste große Konterchance… da war deutlich mehr drin.
76. Min: Fast das 5:0 – Nankishis Hereingabe wird vor dem einschussbereiten Lukowicz gerade noch zur Ecke geklärt.
75. Min: Nach längerer Behandlung wechselt Werder doppelt: Paul Bellmann kommt für den verletzten Kohler und Lütke-Frie ersetzt den Doppeltorschützen Ehlers.
73. Min: Au backe! Ganz übler Zusammenprall zwischen Ethan Kohler und seinem Gegenspieler, die mit den Köpfen zusammengerasselt sind. Das sah wirklich schlimm aus. Wir drücken die Daumen, dass es keine schlimmere Gesichtsverletzung ist. Gute Besserung!
69. Min: Vierfachwechsel beim HSV. Scheint als hätte der Coach genug gesehen von seinen Jungs…
65. Min: Das ist schon kurios! Da liefern sich hier beide Teams einen weitgehend offenen Schlagabtausch. Vor allem im ersten Abschnitt waren die Hamburger mehrfach drauf und dran den Ausgleich zu erzielen – und plötzlich steht es hier 4:0 für die Bremer, die die HSV-Geschenke maximal konsequent bestrafen.
62. Min: Jetzt wird‘s richtig bitter für den HSV! Ehlers wackelt seinen Gegenspieler aus und trifft trocken ins kurze Eck zum 4:0! Sein schon neunter Saisontreffer.
58. Min: Die Entscheidung! Leon Opitz trifft nach einem weiteren Konter und Mega-Sprint zum 3:0! Die Tormaschine der Liga bleibt auch nach der Winterpause eiskalt!
56. Min: Noch gibt sich der HSV nicht auf – und fordert plötzlich einen Handelfmeter! Aber den gibt es nicht. Zurecht.
53. Min: Opitz hatte den Torschützen mit einem schönen Steckpass auf die Reise geschickt. Lukowicz scheitert mit dem ersten Versuch an Hermann, doch Nankishi schnappt sich den Abpraller, legt quer auf Lukowicz und der bleibt dann eiskalt und schiebt in die lange Ecke ein.
52. Min: Tooooor für Werder! Lukowicz trifft nach einem Konter und Vorlage von Abed Nankishi und erhöht auf 2:0 für Werder!
49. Min: Der HSV bestimmt das Spielgeschehen im zweiten Abschnitt und übt viel Druck auf die Bremer Hintermannschaft aus.
47. Min: Beim HSV ist jetzt Top-Torjäger Omar Sillah in der Partie. Jetzt kochen hier die Emotionen nach einem Foulspiel hoch, kleine Rudelbildung. Aber die Lage beruhigt sich schnell wieder.
46. Min: Weiter geht‘s, der zweite Durchgang läuft! Werder spielt nun von rechts nach links.
13.54 Uhr: Die Bremer hatten in den ersten 20 Minuten alles im Griff und gingen nach einer vergebenen Großchance von Schwarz (14.) verdient durch einen sehenswerten Distanzschuss-Treffer von Jannic Ehlers in Führung (15.). In der Folge verpassten es die Grün-Weißen bei einem weiteren Pfostenschuss durch Ehlers die Führung auszubauen. Stattdessen kam der HSV II immer besser ins Spiel und erarbeitete sich eine Handvoll Chancen, die Werder-Keeper Spyros Angelidis allesamt stark parierte. Die Bremer bleiben nach vorne zwar weiter gefährlich, müssen in der Defensive allerdings höllisch aufpassen.
45.+2 Min: Maik Lukowicz kommt für Imasuen in die Partie. Und dann ist Pause!
45. Min: Kurz vor der Pause liegt Imasuen am Boden und muss behandelt werden. Das sieht nicht gut aus. Er humpelt im Schneckentempo vom Platz und muss ausgewechselt werden.
42. Min: Es geht hier munter hin und her: Jetzt wieder der HSV! Yalcinkaya bedient Oliveira und dessen Schuss fischt Angelidis aus dem Winkel.
38. Min: Und plötzlich fast das 2:0! Werder kontert den HSV über den pfeilschnellen Ehlers aus, der über den ganzen Platz marschiert und Hermann mit einem strammen Flachschuss zu einer starken Parade zwingt.
35. Min: HSV-Stürmer Mengot schiebt nach einem langen Ball Kohler aus dem Weg und schießt Werder-Keeper Angelidis an den Kopf. Die Bremer müssen aufpassen! Lange geht das nicht mehr gut…
30. Min: Nächster gefährlicher HSV-Abschluss – wieder ist es Kapitän Nejad, der Angelidis im Bremer Kasten zu einer Glanztat zwingt!
29. Min: Der HSV mit einem Lebenszeichen nach einem Ballverlust von Polat am eigenen Strafraum: Milad Nejads Schuss ist aber zu harmlos, um Angelidis zu überwinden.
27. Min: Wieder Ehlers, wieder ein super Schuss – aber dieses Mal springt der Ball vom Innenpfosten raus und ins Toraus! Schade.
26. Min: Die Rothosen haben jetzt mehr den Ball, aber bis auf die eine gute Gelegenheit fällt den Hamburgern hier noch nicht viel ein gegen defensiv gut sortierte Bremer.
22. Min: Große Chance jetzt für den HSV, aber der Schuss von Jesse Kilo wird im letzten Moment zur Ecke geklärt!
20. Min: Christian Brand scheint sich etwas zu laut beim Unparteiischen beschwert zu haben – der Werder-Coach sieht den Gelben Karton.
18. Min: Werder ist jetzt klar die bessere Mannschaft. Imasuen wird an der Mittellinie von seinem Gegenspieler stumpf umgerannt – Freistoß für Grün-Weiß.
15. Min: Mir doch egal, denkt sich Jannic Ehlers, schnappt sich einen Hamburger Fehlpass im Aufbau und hält einfach mal drauf – und HSV-Keeper Hermann kann angesichts des wunderbaren Flatterballs nur staunend und regungslos hinterherschauen! 1:0 für Werder – tolle Bude!
14. Min: Unfassbar! Schwarz vergibt die Riesenchance nach Opitz-Vorlage und schiebt am leeren Tor vorbei!
13. Min: Jannic Ehlers und Gegenspieler Joel Agyekum tauschen Stirn an Stirn ein paar Nettigkeiten aus. Ein bisschen Nordderby-Emotionen hier.
11. Min: Erste Halbchance für den HSV nach einem Konter – Jesse Kilo bedient Milad Nejad, doch der HSV-Kapitän verzieht deutlich.
10. Min: Nankishi bricht mal über links durch, wird aber im letzten Moment von HSV-Keeper Hannes Hermann gestoppt. Abstoß.
8. Min: Imasuen holt die erste Ecke für Werder raus. Die HSVer reklamieren lautstark. Polats Versuch kommt aber ohnehin nicht über den ersten Hamburger hinweg.
5. Min: Erste Ecke für die Gastgeber, der Abpraller landet im Rückraum, doch der Hamburger zielt am rechten Pfosten vorbei.
4. Min: Werders U23 spielt in einem 4-1-4-1-System. Die Viererkette vor Keeper Angelidis bilden Schulz, Kohler, Röcker, Wagner. Polat spielt auf der Sechs. Davor spielen Nankishi, Schwarz, Opitz und Ehlers. Alleinige Spitze ist Joel Imasuen.
2. Min: Werder übernimmt gleich das Heft des Handelns. Opitz setzt sich stark über links gegen zwei Leute durch, flankt in die Mitte, wo Imasuen zum Fallrückzieher ansetzt, der auf dem Tornetz landet. Schöne Aktion!
1. Min: Anpfiff! Das Spiel in Hamburg läuft, Werders U23 spielt in den grün-weißen Trikots zunächst von links nach rechts!
12.59 Uhr: Angeführt von Schiedsrichter Alexander Roppelt laufen beide Mannschaften ein. Es sind einige Zuschauer da, aber die Stimmung ist noch ausbaufähig. Man hört vor allem die Flugzeuge.
12.55 Uhr: In fünf Minuten geht‘s los. Die Sonne scheint im Schatten des Hamburger Volkspark – am HSV-Campus ist alles angerichtet.
12.50 Uhr: Für die Bremer U23 ist es das erste Pflichtspiel nach mehr als zwei Monaten Winterpause. Die Elf von Trainer Christian Brand gewann ihre letzten beiden Regionalliga-Spiele gegen Kickers Emden (3:2) und Phönix Lübeck (3:1). Daran wollen die Grün-Weißen heute gegen den Erzrivalen aus Hamburg anknüpfen.
12.42 Uhr: Und so sieht das Personal bei der U21 des HSV aus: Hermann – Seifert, Bornschein, Nejad, Yalcinkaya, Agyekum, Oliveira, Kilo, Garcia Posadas, Megeed, Mengot
12.35 Uhr: Hier kommt die Aufstellung von Werders U23: Angelidis – Röcker, Polat, Kohler, Wagner, Schulz, Opitz, Schwarz, Nankishi, Ehlers, Imasuen. Auf der Bank sitzen Mielitz, Bellmann, Lütke-Frie, Ostermann, Asante, Kasper, Götzelmann und Lukowicz.
Die U23 des SV Werder Bremen im Liveticker gegen den Hamburger SV II: Anpfiff auf dem Kunstrasenplatz am Volksparkstadion ist am heutigen Sonntag um 13 Uhr, der Liveticker startet hier gegen 12.45 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News und Infos gibt es dann hier – heute alles live im Live-Ticker der DeichStube.
Weiter mit dem Vorbericht:
Es geht wieder los – und wie: Die U23 des SV Werder Bremen spielt zum Re-Start der Regionalliga Nord auswärts beim Hamburger SV II (Sonntag, 13 Uhr/DeichStube-Live-Ticker). Der Vorbericht der DeichStube zum Nordderby.
Bremen – Mehr als zwei Monate ist es her, dass die U23 des SV Werder Bremen in der Regionalliga Nord letztmals ein Pflichtspiel bestritt. Mit einem 3:2-Erfolg gegen Kickers Emden verabschiedete sich das Team von Trainer Christian Brand am 7. Dezember 2024 in die Winterpause, die nun endlich ein Ende nimmt. Am Sonntag (13 Uhr, DeichStube-Liveticker) kommt es zum Liga-Re-Start – und dabei gleich zu einem echten Kracher: Die Grün-Weißen treffen auf dem Kunstrasenplatz am Volksparkstadion in Hamburg im Nordderby auswärts auf keinen Geringeren als ihren Erzrivalen, den Hamburger SV II.
Die Zweitvertretung des HSV sammelte bislang einen Zähler mehr als Werder Bremens U23 und rangiert in der Tabelle mit 33 Punkten auf Platz sechs, einen Rang vor den siebtplatzierten Bremern. Das Hinspiel war derweil eine klare Angelegenheit: Mit 5:0 zerlegte die Brand-Elf die Rothosen dank zweier Doppelpacks von Maik Lukowicz und Joel Imasuen sowie eines Treffers von Leon Opitz. Mit einem ähnlich deutlichen Erfolg ist für die Grün-Weißen aktuell eher nicht zu rechnen. Zwar verabschiedete sich die Bremer U23 mit zwei Siegen in die Winterpause, doch die Testspiele in der Vorbereitung verliefen eher durchwachsen. Zwei klaren Erfolgen gegen den Landesligisten Rotenburger SV (7:0) und den Klassenkonkurrenten Eintracht Norderstedt (3:0) standen drei Niederlagen gegen die Sportfreunde Lotte (0:1), Emden (2:5) sowie den TSV Havelse (2:3) gegenüber.
Damit es im Nordderby also wieder mit etwas Zählbarem klappt, fordert U23-Chefcoach Christian Brand von seinem Team: „Wir müssen in der Rückrunde weiter an Stabilität und Kontinuität gewinnen.“ Werder Bremens U23, die mit 50 erzielten Toren den besten Angriff der Liga stellt, wähnt er dabei nach dem Aufstieg aus der Bremen-Liga und häufig schwankenden Leistungen inzwischen auf dem richtigen Pfad. „Die Jungs haben sich mittlerweile gut an das Niveau angepasst. Wir hatten bisher starke Spiele, aber auch schwächere, in denen wir erkennen konnten, an welchen Stellschrauben wir noch drehen müssen. Insgesamt sind wir auf einem guten Weg.“ Ebenfalls positiv: Personell kann Brand gegen den HSV II wohl aus dem Vollen schöpfen. Auch Profi-Leihgabe Abed Nankishi dürfte erneut zum Aufgebot des Regionalliga-Teams zählen. (mwi)
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Nach dem Pokal-Aus
Aktualisiert am 15.02.2025, 23:02 Uhr

Tommy Stroot ist mit seinem VfL Wolfsburg aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Es ist das Ende einer unglaublichen Serie.
© IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler
Nach der Pokal-Niederlage gegen Hoffenheim forderten nicht wenige Fans des VfL Wolfsburg die Entlassung von Trainer Tommy Stroot. Während eine Top-Spielerin nach der anderen Wolfsburg verlässt, sorgte auch Stroot zuletzt für Unruhe.
Im verregneten Sinsheim endete am Mittwochabend eine der außergewöhnlichsten Serien im deutschen Fußball. Nach 52 gewonnenen Spielen im DFB-Pokal verloren die Frauen des VfL Wolfsburg im Viertelfinale mit 0:1 gegen die TSG Hoffenheim – es war die erste Pokalniederlage für die Wölfinnen seit November 2013.
Zehn Mal in Folge gewann der VfL den DFB-Pokal, nun wird eine Ära enden. Ihr sei klar gewesen, dass die Serie irgendwann einmal reißen müsse, schrieb Alexandra Popp bei Instagram, aber der Schmerz, “mein sogenanntes Baby nun ziehen lassen” zu müssen, sitze tief.
Es war der zweite Rückschlag für die Wölfinnen innerhalb weniger Tage, durch das 0:0 in der Bundesliga beim 1. FC Köln am vergangenen Freitag wuchs der Rückstand in der Tabelle auf Eintracht Frankfurt und den FC Bayern München auf drei Punkte an.
Weshalb viele VfL-Fans nach dem Pokal-Aus ihrem Ärger bei Instagram Luft machten und in den Kommentaren die Entlassung von Trainer Tommy Stroot forderten. Die VfL-Fans, die in den letzten Jahren den Pokalsieg im Abonnement feiern durften, fürchten nun die erste titellose Saison seit 2012.
Aber welchen Anteil hat Trainer Stroot tatsächlich daran, dass es in der Autostadt nicht mehr so rund läuft wie in den Jahren zuvor? Der 36-Jährige selbst war nach dem Abpfiff in Sinsheim bemüht, die Niederlage einzuordnen und auf die deutlich runtergeschraubten Saisonziele zu verweisen.
“Wir wollen uns für die Champions League qualifizieren, das ist Ziel Nummer eins. Und wenn am Ende ein Titel dabei rumkommen sollte, wären wir sehr zufrieden. Das ist es, worauf wir die Saison ausgerichtet haben”, sagte Stroot bei Sky.
Dem Trainer dürfte schon im Herbst klargewesen sein, dass eine schwierige Spielzeit bevorsteht. Mit Lena Oberdorf, Ewa Pajor und Dominique Janssen verließen drei der wichtigsten Spielerinnen Wolfsburg, sie konnten nicht gleichwertig ersetzt werden.
Dass die Wölfinnen in der Bundesliga elf Tore weniger erzielt haben als letzte Saison zum gleichen Zeitpunkt, lässt sich vor allem durch Pajors Abgang erklären. Oberdorf und Janssen werden ebenfalls schmerzlich vermisst, die Mannschaft tritt nicht mehr so souverän und entschlossen wie früher auf. Auch fehlt die Konstanz und Selbstverständlichkeit, die die VfL-Frauen viele Jahre auszeichnete.
Unter diesen Umständen spielt Wolfsburg eigentlich eine gute Saison, was auch Stroots Verdienst ist. In der Hinrunde wurde der FC Bayern besiegt, die Wölfinnen standen zeitweise an der Tabellenspitze. Der VfL ist nach wie vor im Titelrennen um die Meisterschaft und steht im Viertelfinale der Champions League.
Viel mehr ist aus dem aktuellen Kader wohl nicht rauszuholen. Zumal die direkte Konkurrenz aus München, Frankfurt und Leverkusen deutliche Schritte nach vorne gemacht hat, während dem VfL Wolfsburg eine Topspielerin nach der anderen verloren geht.
Daran könnte neben dem Direktor Frauenfußball Ralf Kellermann allerdings auch Stroot seinen Anteil haben. Denn der VfL Wolfsburg, der 2023 noch im Finale der Champions League stand und viele Jahre eine Top-Adresse im europäischen Frauenfußball war, gab in den letzten beiden Spielzeiten nicht immer das beste Bild ab.
Etwa beim Hin und Her um Stroots Verbleib. Der Trainer verkündete im Mai seinen Abschied im Sommer 2025, im September änderte er dann seine Meinung und verlängerte sogar seinen Vertrag bis 2027.
Was bedeutet, dass im Sommer 2024, als Oberdorf, Pajor und Janssen den Verein verließen, unklar war, wie es beim VfL auf der Trainerposition weitergeht. Was für mögliche Neuverpflichtungen und Vertragsverlängerungen natürlich keine gute Ausgangslage war.
Auch die Verträge von Torhüterin Merle Frohms und Offensivspielerin Jule Brand laufen in diesem Sommer aus, beide werden den Verein verlassen. Dass Frohms, die viele Jahre ein starker Rückhalt für die Wölfinnen war, zuletzt zur Ersatztorhüterin degradiert wurde, begründete Stroot mit rein sportlichen Gründen.
Man kann aber sicherlich darüber diskutieren, ob es in der entscheidenden Phase der Saison eine gute Idee ist, diese Baustelle im Tor aufzumachen und für Unruhe zu sorgen.
Was auch für die Art und Weise gilt, wie Kellermann Brand im Herbst 2023 öffentlich kritisierte. Die Nationalspielerin wird nun wohl zu einem internationalen Top-Klub wechseln und dort die nächsten Schritte ihrer Karriere gehen.
Potenziellen Neuzugängen wird sicherlich nicht entgehen, dass eine Spielerin nach der anderen Wolfsburg verlässt. Und dass sich die aktuellen Leistungsträgerinnen wie Popp, Marina Hegering und Svenja Huth im Herbst ihrer Karriere befinden. Der Umbruch, der beim VfL gemeistert werden muss, dürfte eine Mammut-Aufgabe werden.
Zunächst einmal steht aber am Sonntag das enorm wichtige Spiel gegen Eintracht Frankfurt (16:45 Uhr) an, das entscheidend für den weiteren Saisonverlauf wird. Mit einem Sieg wären die Wölfinnen wieder mitten drin im Meisterrennen, bei einer Niederlage könnte sogar die Champions-League-Qualifikation in Gefahr geraten.
Auch für Tommy Stroot ist das Spiel deshalb von großer Bedeutung. Falls Wolfsburg verlieren sollte, würde die Kritik an ihm sicherlich noch lauter werden.

“So arbeitet die Redaktion” informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.
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Veröffentlichung der Original-Studie: 14.02.2025 / 18:01 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie
nicht angegeben
Hinweis: Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenkonflikten im Sinne von § 85 Abs. 1 WpHG, Art. 20 VO (EU) 596/2014 für das genannte Analysten-Haus finden Sie unter
http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html.
Die Borussia Dortmund Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -1,55 % und einem Kurs
von 3,185EUR auf Lang & Schwarz (17. Februar 2025, 07:50 Uhr) gehandelt.
Analysierendes Institut: BERENBERG
Analyst: Trion Reid
Analysiertes Unternehmen: BORUSSIA DORTMUND KGAA
Aktieneinstufung neu: positiv
Kursziel neu: 6
Kursziel alt: 6
Währung: EUR
Zeitrahmen: 12m
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Spurs gewinnen Duell der Enttäuschung
©IMAGO
Im Duell der großen Premier-League-Enttäuschungen hat sich am Sonntagabend Tottenham Hotspur mit 1:0 (1:0) gegen Manchester United durchgesetzt. Das Tor des Tages erzielte der nach einer Wadenzerrung zurückgekehrte James Maddison schon in der 13. Minute. Die Spurs zogen mit dem Erfolg in der Tabelle an den Red Devils auf Platz zwölf vorbei, während United auf Rang 15 abrutschte – die schlechteste Bilanz seit 35 Jahren.
1989/90 lag Manchester in der damaligen First Division unter Trainer-Legende Alex Ferguson nach 25 Spieltagen ebenfalls auf dem 15. Platz, hatte mit 28 Punkten sogar noch einen Zähler weniger als in der laufenden Saison. Von Verletzungssorgen geplagt stellte sich das Team von Ruben Amorim gegen Tottenham quasi von selbst auf. Die Bank war gespickt mit zahlreichen Talenten, von denen in den Schlussminuten nur der 17 Jahre alte Chido Obi-Martin sein Debüt feierte. Vom gegnerischen Trainer gab es für die Situation nur wenig Bedauern.
„Ich konnte heute sehen, dass Ruben eine Mannschaft zusammenstellen musste, Spieler auf anderen Positionen spielen ließ und Kinder auf der Bank hatte“, sagte Ange Postecoglou und ergänzte mit Blick auf die eigene Saison: „Willkommen in meiner Welt. Aber das war nur für ein Spiel, jetzt mach das mal zwei Monate lang.“ Man United habe aber trotzdem gut mitgehalten. „Ich fand, dass United heute gut war, wenn man das alles bedenkt.“
Der Blick auf die Statistik Marktwert- vs. Liga-Rang verrät jedoch, dass beide Teams die Erwartungen bisher nicht erfüllen konnten. Tottenham mit minus sieben und Man United mit minus neun Plätzen weisen die größte negative Differenz im Premier-League-Vergleich auf. Als größten Unterschied im direkten Duell machte Amorim die Chancenverwertung aus: „Sie haben ein Tor gemacht und wir nicht.“ Die Red Devils, die lediglich drei der letzten zehn Partien im englischen Oberhaus gewinnen konnten, stehen in dieser Statistik nur auf Rang 18.
Amorim, der im November die Nachfolge von Erik ten Hag übernahm und nach 21 Partien mit einem Punkteschnitt von 1,52 klar hinter seinem Vorgänger liegt, hadert mit der aktuellen Verletzungsmisere. „Man beginnt mit einer Idee“, erklärte der Portugiese, „aber Tag für Tag verlierst du Spieler, die deine Herangehensweise an das Spiel verändern. Ich konnte mit Joshua (Zirkzee; d. Red.) nicht auf dieselbe Weise spielen wie mit Amad (Diallo). Manchmal will man, dass Bruno (Fernandes) den Ball im Spielaufbau bekommt, weil er wirklich gut umschalten kann. Aber dann will man, dass Bruno auch presst, und das ist wirklich schwer.“ Der ständige Wechsel auf verschiedene Positionen sei für seine Schützlinge nicht einfach.
An seiner bevorzugten Dreierkette in der Defensive will Amorim jedoch festhalten. Ein 4-4-2-System sei gegen diese Mannschaft noch schwieriger zu spielen, man sei viel offener. „Was ihr Jungs seht und was ihr jede Woche besprecht, sehe ich auch. Ich habe eine Menge Probleme, mein Job ist so, so hart hier“, gestand der 40-Jährige ein. „Aber ich bleibe bei meinen Überzeugungen.“ Angst um seinen Job habe er nicht.
„Ich bin nicht beunruhigt. Ich verstehe unsere Fans, was die Leute und die Medien darüber denken. Ich mache mir keine Sorgen um mich, sondern um den Verein, die Mannschaft und die Spieler. Ich hasse es, zu verlieren, das ist das schlimmste Gefühl. Über den Rest denke ich nicht nach. Ich will nur meinen Spielern helfen. Ich verstehe meine Situation, meinen Job, ich bin von meiner Arbeit überzeugt und will einfach nur Spiele gewinnen“, so Amorim.
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Im peinlichen Spiel gegen Bochum macht BVB-Abwehrspieler Niklas Süle einen schweren Fehler. Dass Niko Kovač ihn überhaupt einsetzt, sagt viel über den Kader aus.
Dortmund – Borussia Dortmund hat in der Bundesliga durch die 0:2-Niederlage beim Tabellenschlusslicht VfL Bochum einen neuen Tiefpunkt erreicht: Die Schwarzgelben haben nach 22 Spieltagen mehr Niederlagen als Siege auf dem Konto, ein negatives Torverhältnis und den gleichen Abstand zu Rang 14 wie Rang vier.
Dass beim BVB überhaupt noch von der kommenden Champions-League-Saison gesprochen wird, spottet eigentlich jeder Beschreibung und lässt sich nur mit dem Selbstverständnis erklären, das der Klub noch in sich trägt, das aber mit Nicht-Leistungen wie in Bochum mehr und mehr bröckelt.
War es über Monate, wenn nicht gar Jahre, die Mentalitätsfrage, die dem BVB immer und immer wieder gestellt wurde, ist längst auch die Qualitätsfrage erlaubt. Der Kader ist unstimmig zusammengestellt, es fehlt auf zu vielen Positionen an gangbaren Alternativen, die völlig außer Form geratene Profis ersetzen können. Trainer Niko Kovač ist noch nicht lange dabei und hält sich mit kritischen Worten in der Öffentlichkeit zurück.
Was er von seinem Kader hält, drückt der Übungsleiter mit seinen Aufstellungen aus: In einer englischen Woche mit Spielen am Samstag, Dienstag und Samstag, also mit durchaus hoher Belastung, setzte der Kroate auf einen Stammkern von Spielern, der nur notgedrungen verändert wurde. Sogenannte Alternativen scheinen für Kovač in Wahrheit keine zu sein.
Überdeutlich machte Kovač seine Haltung beim Spiel in Bochum gegenüber der Besetzung der Rechtsverteidiger-Position.

Stammkraft Julian Ryerson war nach Gelb-Roter Karte aus der Pleite gegen den VfB Stuttgart gesperrt, an seiner Stelle entschied sich der Trainer für Niklas Süle. Der ist nicht nur gelernter Innenverteidiger, sondern auch ohne jeden Rhythmus, nachdem er sich zweimal in der laufenden Saison schwerer am Sprunggelenk verletzt hatte. Seit dem Hinspiel gegen Bochum Ende September hatte es Süle auf ganze drei Einsätze gebracht, nur einer davon entfiel auf das Jahr 2025 – und der dauerte gegen Sporting in der Champions League auch nur etwas mehr als die Nachspielzeit.
Es war also ein völliger Kaltstart, den Süle in einem kleinen Revierderby beim aggressiven VfL Bochum hinlegen musste, weil Kovač den etatmäßigen Rechtsverteidiger Yan Couto nicht imstande sah, die Position auszufüllen. „Die Spieler, die seit Jahren in der Bundesliga spielen, kennen wir alle. Yan ist erst vor kurzem hergekommen, da brauche ich noch ein bisschen Zeit um ihn zu scannen. Er ist sicherlich eine Alternative hinten rechts, wobei er schon eher ein Wing-Back als ein Full-Back ist“, sprach der Trainer am Freitag im besten Fußball-‚Denglisch‘ über Couto.
Damit meinte Kovač, dass er Couto nicht als Außenverteidiger in einer Viererkette gebrauchen kann, sondern ihn als Flügelspieler in einem System mit Dreierkette sieht. Dort kann der Brasilianer seine Offensivstärke ausspielen, ohne zu viel defensive Verantwortung zu tragen. Zu einer Systemumstellung konnte sich Kovač nun jedoch nicht durchringen, also ließ er Süle trotz fehlenden Rhythmus‘ beginnen.
Dass der (Ex-?) Nationalspieler einen ziemlich schwarzen Nachmittag erwischte, passt ins Bild, das der BVB derzeit abgibt. Süle war die mangelnde Praxis anzumerken, schon vor seinem fatalen Fehlpass zum 2:0 für Bochum, das Dortmund den sprichwörtlichen Genickbruch versetze, wirkte der Verteidiger, als sei er nicht im Spiel. Wenn man es auf die Spitze treiben mag, hat dieses Gegentor die Kaderpolitik des BVB entlarvt.
Couto hat zweifelsohne seine Qualitäten, die auch auf gutem Niveau in Spanien beim Überraschungsteam der Vorsaison, dem FC Girona nachgewiesen. Dass sich diese Qualitäten allerdings weitgehend auf den Vorwärtsgang beschränken, war jedem Beobachter völlig klar. Beim BVB scheint man jedoch überrascht, jedenfalls weiß mit Kovač nun schon der dritte Trainer der Saison nicht so recht etwas mit Couto anzufangen.
Dass der Brasilianer in Bochum selbst einen ebenso schlimmen Fehlpass wie Süle spielte, bei dem jedoch Torhüter Gregor Kobel zur Rettung eilte, ist wohl eher dem völlig fehlenden Selbstvertrauen geschuldet als dem Umstand, dass Couto lieber offensiv mitmacht, als die defensiven Hausaufgaben zu erledigen. Trotzdem war es für ihn nach der Einwechslung für Süle ein weiterer Auftritt, der mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.
Couto steht dabei geradezu sinnbildlich für einen Kader, bei dem offenbar in erster Linie Spieler gesammelt wurden, die ihre Qualitäten haben, bei dem aber kaum darauf geachtet wurde, ob sie auch zu einem sinnvollen Gebilde zusammengefügt werden können. Gewiss sind die Leistungen von Couto noch enttäuschender, aber gewisse Parallelen zur Situation etwa von Maximilian Beier sind festzustellen.
Beim EM-Fahrer besteht die Hoffnung, dass er einen beim BVB keineswegs untypischen längeren Anlauf braucht, um sich zurechtzufinden. Als vielseitiger Offensivspieler wird Dortmund für Beier in Zukunft eine Verwendung finden. Bei Couto sind da Fragezeichen angebracht.
Wenn der Brasilianer tatsächlich alleine für die Rolle des Flügelverteidigers im System mit Dreierkette taugt, für das es dem BVB aber an anderer Stelle fehlt, war Couto schlichtweg ein Fehleinkauf. Das größte Ärgernis ist dabei, dass der 22-Jährige noch als Leihspieler in Dortmund aktiv ist. Sportdirektor Sebastian Kehl und Co. ließen sich jedoch im Deal mit Manchester City auf eine Kaufverpflichtung ein, die bereits gegriffen hat.
Bis zu 30 Millionen Euro soll der feste Transfer, der bürokratisch erst im Sommer abgeschlossen wird, den BVB kosten. Gemessen an den bisherigen Leistungen von Couto in Dortmund wäre selbst ein Drittel dieser Summe deutlich zu viel. Das gilt umso mehr, wenn die mit hoher Wahrscheinlichkeit ausbleibenden Einnahmen aus der Champions League in die Überlegung einbezogen werden.
Der BVB wird im Sommer mutmaßlich den ein oder anderen Spieler verkaufen müssen, um die Lücken zu füllen, wie Hans-Joachim Watzke zuletzt bereits überraschend nonchalant erklärte. In einer solchen Situation eine hohe Ablöse für Couto abzudrücken, schmerzt doppelt und dreifach.
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Beim SV Werder Bremen startet der Umbau des Leistungszentrums. Wie die ersten und nächsten Schritte aussehen und was der neue Gebäudekomplex kostet.
Bremen – Die ersten Bagger rollen, es geht los: Der SV Werder Bremen hat zum Wochenstart mit den Baumaßnahmen für die Modernisierung des Leistungszentrums (LZ) begonnen. Um die geplante umfangreiche Sanierung der Gebäude am „Stadion Platz 11“ zu ermöglichen, wird für den Zeitraum der Arbeiten auf dem Parkplatz P2 unmittelbar am Weserstadion eine Ersatzeinrichtung aus Containern errichtet. Die Anlage wird nun in einem ersten Schritt aufgebaut und soll bis Ende März bezugsfertig sein.
In den Containern sollen dann die Platzwarte, Physiotherapeuten, Athletiktrainer und Mitarbeiter des Frauen- und Mädchenfußballs sowie des LZ unterkommen, damit ab Anfang April mit den Baumaßnahmen an „Platz 11“ sowie den Trainingsplätzen begonnen werden kann. Wie der SV Werder Bremen am Mittwoch bekanntgab, wird die Ersatzanlage dann Platz für Funktionsräume, Kabinen, Besprechungsräume, eine Wäscherei und ein Lager für Trainings- und Spielmaterialien bieten.
In einer Sondersitzung des Beirats Östliche Vorstadt haben die Norddeutschen nun zudem die konkreten Pläne für den Umbau des Leistungszentrums (Baubeginn im April) sowie die Errichtung des Fußballcampus, die voraussichtliche im Herbst starten soll, präsentiert. Für diesen will der SV Werder Bremen zunächst seine Sporthalle und ein benachbartes Gebäude abreißen lassen. Danach soll an Platz 12 der Campus entstehen, den Werder-Geschäftsführer Tarek Brauer als „Herzstück für die Nachwuchsarbeit“ beschreibt. Die beiden geplanten Gebäude sollen durch eine Brücke miteinander verbunden werden. Der Komplex mit Umkleidekabinen und Sanitäranlagen wird dann vom LZ sowie dem Frauen- und Mädchenfußball genutzt. In der Beiratssitzung erhielt das Bauvorhaben breite Zustimmung: 14 von 15 Mitgliedern stimmten dafür. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant. Die Kosten des Projekts sollen zwischen 22 und 23 Millionen Euro liegen.
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Auf der Bezirkssportanlage „Platz 11“ wird innerhalb der existierenden Gebäudewände ebenfalls einiges passieren. Für den Leistungsfußball sind neue Kabinentrakte, Sanitäranlagen und Physiobereiche vorgesehen. Darüber hinaus soll es einen Raum für Pressekonferenzen sowie eine Mixed Zone geben. Auch der Amateurbereich soll in dem Komplex untergebracht werden. Dem Breiten- und Schulsport stehen laut Plan künftig fünf Kabinen zur Verfügung.
„Wir freuen uns sehr, dass es nun endlich beginnt und die ersten Maßnahmen umgesetzt werden“, erklärt Tarek Brauer als Geschäftsführer des SV Werder Bremen, der die Infrastrukturprojekte des Clubs verantwortet, in einer Vereinsmitteilung. „In den kommenden Jahren werden wir mit der umfangreichen Modernisierung der Spielstätte ‚Platz 11‘, der Neuordnung und Sanierung unserer Trainingsplätze und schlussendlich mit dem Neubau unseres Fußball-Campus wichtige Veränderungen in unserer Werder-Infrastruktur in der Pauliner Marsch erleben, die nicht nur erfolgskritisch für unser Leistungszentrum und den Mädchen- und Frauenfußball sind, sondern auch dem Breitensport zugutekommen.“ (mwi)
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Wolfsburg. Die Hallenmeisterschaften genießen für die nationalen Athletinnen und Athleten hohe Priorität. Mit Nele Jaworski und Tobias Morawietz sind auch zwei junge Sprint-Asse des VfL Wolfsburg am kommenden Wochenende in Dortmund vertreten. Besondere Maßnahmen wird‘s in der letzten Trainingswoche nicht geben, das VfL-Duo geht zwar optimistisch an den Start, setzt sich allerdings keine allzu hohen Ziele. Zumal hinter Morawietz‘ Mitwirken sogar noch ein Fragezeichen steht.
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Es zwickt im unteren Rücken. Woher die Schmerzen kommen, weiß der 22-Jährige selbst nicht genau. Eine Vermutung hat er jedoch: „Ich denke, dass ich es beim Krafttraining übertrieben habe.“ Dennoch: Die Sprint- und Kraftwerte waren in den vergangenen Tagen top. „Ich werde am Montag trainieren und schauen, wie es aussieht“, sagt Morawietz. Behandeln ließ er sich beim Arzt und Chirurgen, die Schmerzen strahlen streckenweise trotzdem bis in die Beine aus. „Daher ist es schwierig, Top-Speed zu bekommen“, erklärt der junge Student. Und: „Wenn ich in Dortmund starte, möchte ich auch in der Form sein, dass ich persönliche Bestzeit laufen kann.“
Von Montag bis Mittwoch soll normal trainiert werden, am Donnerstag steht ein letzter Formtest auf der Agenda. Sollte Morawietz das Gefühl haben, dass die Schmerzen zu stark sind, wird er die DM absagen. „Ich würde mich schwarzärgern, weil ich viel in die Hallensaison reininvestiert habe und eine vielversprechende Perspektive habe“, sagt der Youngster. „Ich bin aber zunächst einmal positiv gestimmt. Wir werden alles tun, was in unserer Hand liegt. Momentan ist alles aber nur ein Glaskugel-Schauen.“ Allerdings genießt die Outdoor-Saison mit den nationalen Jugendmeisterschaften sowie möglicherweise der U23-Europameisterschaft Vorrang. „Dortmund wäre für mich ein Meilenstein“, betont Morawietz, der im Vorjahr bei den Hallen-DM in Leipzig sogar ins Finale lief.
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„Wenn ich in Dortmund starte, möchte ich auch in der Form sein, dass ich persönliche Bestzeit laufen kann.“
Tobias Morawietz
Sprinter des VfL Wolfsburg
Bei Indoor-Wettkämpfen beschränkt sich der Wolfsburger aufgrund seiner Größe auf die 60-Meter-Distanz. Seine Bestzeit liegt bei 6,74 Sekunden, doch diese möchte er unterbieten. Um ins Finale (Samstag, 17.30 Uhr) zu gelangen, rechnet Morawietz („Die Spitze hat unheimlich angezogen“) damit, dass er im Vorlauf (14.20 Uhr) sowie im Halbfinale (16.15 Uhr) mindestens eine tiefe 60er-Zeit laufen muss. „Dann werde ich sehen, wofür es reicht“, sagt der 22-Jährige. Sollte der Rücken mitspielen, geht‘s gemeinsam mit Mutter und Trainerin Birgit sowie Trainingspartnerin Jaworski am Freitag in Richtung Dortmund. Auch der VfL-Förderkreis wird das Duo vor Ort unterstützen: „Das macht mich immer sehr stolz. Das sind Gesichter, die man von klein auf kennt.“ In Dortmund herrsche eine tolle und vor allem familiäre Atmosphäre, erklärt Morawietz. Er wird bis Sonntag in Dortmund bleiben, um seine Trainingspartnerin anzufeuern.
An „Kleinigkeiten“ möchte Jaworski im Vorfeld arbeiten. Vor allem Starts wird die 20-Jährige in den Trainingseinheiten von Montag bis Donnerstag einstudieren. „Ich werde nicht zu viel machen, damit ich auch nicht zu kaputt bin“, erklärt sie. Prinzipiell ist in Sachen Vorbereitung nichts anders als vor gewöhnlichen Wettkämpfen. Der Puls steigt bei Jaworski erst, „wenn ich am Abend zuvor im Hotel meine Wettkampfklamotten bereitlege“. Schlafen könne die junge VfLerin – egal, wann und wo – immer gut. „So aufgeregt bin ich in der Regel nicht“, sagt sie schmunzelnd.
Jaworski geht in Dortmund über die 60 und 200 Meter an den Start. Am Samstag steht zunächst die kürzere Distanz auf der Agenda. Der Vorlauf ist für 14.45 Uhr angesetzt, das Halbfinale für 16.30 Uhr und das Finale für 17.40 Uhr. 7,45 Sekunden ist ihre Bestzeit in der laufenden Saison – diese möchte die Studentin unterbieten. „Ich fühle mich gut“, betont sie. Aber: „Ich denke, es wird sehr spannend, man muss mit jedem als Konkurrenten rechnen.“ Jaworskis Mindestziel ist die Qualifikation für den Zwischenlauf. „Was danach kommt, wird man sehen. Über das Finale würde ich mich natürlich freuen.“
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Auch für die 200 Meter hat sich die Wolfsburgerin keine allzu hohen Ziele gesteckt. Ihre Bestzeit von 24,03 Sekunden möchte sie jedoch toppen. „Mal schauen, wofür es reicht“, sagt Jaworski, die den Einzug in den Endlauf anpeilt. Das Halbfinale steigt am Sonntag um 12.50 Uhr, das Finale um 14.55 Uhr. Es komme wesentlich auf die Tagesform an, erklärt die VfLerin, die in Dortmund („Ich persönlich laufe lieber in Leipzig, weil ich die Bahn lieber mag“) an beiden Tagen von ihrer Familie unterstützt wird.
AZ/WAZ
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