Der BVB ist nach der blamablen 0:2-Pleite im kleinen Revierderby gegen den VfL Bochum auf Tabellenplatz elf in der Bundesliga abgerutscht. Die Kritik an den BVB-Profis nimmt immer weiter zu. Insbesondere die Führungsspieler der Schwarz-Gelben kommen bei einer Generalkritik von Stefan Effenberg überhaupt nicht gut weg.
Die Europacup-Plätze sind für den BVB nach der bitteren 0:2-Derbypleite beim VfL Bochum in weite Ferne gerückt. Im Anschluss an die bereits fünf Bundesligapleite in diesem Kalenderjahr bekamen die Stars der Schwarz-Gelben einen Maulkorb verpasst, stellten sich in der Mixed Zone nicht den Fragen der Presse. Stefan Effenberg hat dafür kein Verständnis.
“Nach dem Spiel sind auch die Führungsspieler gefordert, die sich stellen müssen, aber niemand macht es. Man sieht keine Führungsspieler, sonst hätte mal einer auf den Tisch gehauen, aber das wurde ihnen anscheinend verboten”, polterte der Ex-Profi im “Sport1”-Doppelpass und legte nach: “Das zeigt, wie die Mannschaft funktioniert, nämlich gar nicht. Es ist niemand auf dem Platz, an dem man sich hochziehen kann.”
BVB: Effenberg vermisst Reaktion
Besonders in die Pflicht nahm der TV-Experte Akteure wie Julian Brandt, Emre Can und Nico Schlotterbeck, die beim Gastspiel im Ruhrstadion sämtliche Basics vermissen ließen. “Wenn du in Bochum spielst, was musst du dann annehmen? Die schmutzigen Zweikämpfe! Wenn du die nicht annimmst, dann verlierst du und das auch verdient. Du musst den Kampf annehmen, das ist das Fußball-ABC”, so Effenberg.
Unter der Woche hatte der BVB nach einer überzeugenden zweiten Halbzeit noch mit 3:0 in der Champions League gegen Sporting gewonnen. Die erhoffte dauerhafte Trendwende läuteten die Westfalen damit aber nicht ein. Für den ehemaligen Bundesliga-Profi von Gladbach und Bayern kommt das wenig überraschend,
“Das eigentlich Konstante ist das Inkonstante”, betonte der 56-Jährige, der beim BVB ein Aufbäumen nach der Pause vermisste: “Wenn du mit 0:2 in die Kabine gehst, dann zeigst du eigentlich in der zweiten Halbzeit eine Reaktion, aber die gab es nicht, das ist ja dann noch schlimmer.”
Erneut gibt es für Borussia Dortmund auswärts in der Bundesliga nichts zu holen, selbst nicht beim Abstiegskandidaten VfL Bochum. Mit 0:2 verliert der BVB an der Castroper Straße. Das schreibt die Presse in Fußball-Deutschland zu der neuerlichen Pleite, die die schwarzgelbe Krise weiter intensiviert.
„Erschreckend schwach“ sei der BVB in Bochum aufgetreten, meint die WAZ. Zudem habe man sich „krasse defensive Patzer“ geleistet, sei in der Offensive hingegen „völlig harmlos“ aufgetreten. Inzwischen habe Borussia Dortmund nur eines seiner letzten sechs Ligaspiele gewonnen. Damit versinke man endgültig im Mittelmaß, während der VfL Bochum aus diesem „prestigeträchtigen Sieg“ neue Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen könne.
Eine „Blamage“ sieht die FAZ in dieser Dortmunder Niederlage. „Die Krise beim BVB spitzt sich immer weiter zu“ und der Trainerwechsel zeige keine Wirkung. Besonders dramatisch: die mit Nationalspielern gespickte BVB-Mannschaft habe diese Partie auch noch verdient verloren. „Zum wiederholten Mal hielten die Dortmunder gegen einen körperlich starken und hochmotivierten Gegner nicht ausreichend dagegen.“ Die FAZ zählt zudem auch, aber anders die WAZ: fünf Niederlagen gab es für den BVB in den ersten sieben Ligaspielen des Jahres 2025. Eine „sportliche Katastrophe“ für den Club, der eigentlich gerne Bayern-Jäger wäre. Ein versöhnliches Ende der Saison sei nicht in Sicht. Dafür seien die Defizite zu groß.
Foto: IMAGO
Endgültig im Mittelmaß ist der BVB angekommen
Die Frankfurter Rundschau sieht im BVB einen „schrumpfenden Riesen“. Zwar habe der VfL von Fehlern der Dortmunder profitiert. Doch kämpferisch und körperlich sei man dem BVB ohnehin überlegen gewesen. Und in den letzten Wochen habe man auch viel zu häufig spielerisch selbst kleinen Clubs nichts entgegenzusetzen gehabt. Dass die Spieler und Verantwortlichen sich dann allen Interviews außer den Pflichtterminen entzogen, habe ähnlich unsouverän gewirkt wie ihr Auftritt zuvor auf dem Rasen. Und die Aussichten werden nicht besser. Die nächsten Auswärtsgegner in der Bundesliga lauten Leipzig, München und Leverkusen.
Und auch die Sportschau hat durchgezählt. Das 0:2 ist bereits die neunte Niederlage für Schwarzgelb am 22. Spieltag. Die Partie sei „der nächste Nackenschlag“ gewesen. Wenig hilfreich sei dabei der „komplette Aussetzer“ von Niklas Süle gewesen, der mit seinem verunglückten Rückpass das 0:2 vorbereitete. Der BVB sei zwar zu Chancen gekommen, habe dabei aber eine veritable Abschlussschwäche gezeigt. Trotz des Erfolgs bei Sporting Lissabon sei der BVB von Anfang an nicht übermäßig selbstbewusst aufgetreten. Vielmehr habe man „jegliche Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit“ vermissen lassen. Momentan sei Borussia Dortmund schlicht nicht besser als sein Tabellenplatz in der Bundesliga.
Ende Januar machte RB Leipzig die Verpflichtung von Xavi Simons perfekt. Der Niederländer, der bereits seit Sommer 2023 auf Leihbasis für die Sachsen auf dem Platz stand, wechselte für rund 50 Millionen Euro von Paris Saint-Germain zu den Roten Bullen.
Doch wie lange wird der 21-Jährige wirklich für RB Leipzig spielen? Schon kurz nach der Verpflichtung wurden Gerüchte laut, nach denen Simons den Verein im kommenden Sommer verlassen könnte, wenn der Klub ein saftiges Transferplus einfahren könnte.
Die katalanische “Sport” berichtet nun, dass die RB-Verantwortlichen im Sommer 2025 ab einer Summe von rund 100 Millionen Euro über einen Transfer nachdenken würden. Sehr interessiert sollen dem Bericht zufolge mit Manchester City, Manchester United und dem FC Liverpool gleich drei Premier-League-Klubs sein. Laut “Football Insider” sollen vor allem die “Reds” Xavi Simons schon lange auf dem Radar haben.
RB-Sportdirektor Schäfer hofft auf längeren Simons-Verbleib
Im vergangenen Sommer wurde zudem auch der FC Bayern mit dem Offensivstar in Verbindung gebracht. Ein Wechsel kam letztendlich nicht zustande und auch im kommenden Transferfenster dürfte die Personalie Florian Wirtz beim deutschen Rekordmeister eine höhere Priorität genießen.
Marcel Schäfer, Sportdirektor bei RB Leipzig, glaubt indes nicht, dass Simons den Verein schnell verlassen wird. In einem Interview mit “RBlive” erklärte der 40-Jährige bereits Anfang Februar: “Dass er im Sommer schon wieder zum Verkauf steht, wenn RB Leipzig die Champions League verpassen sollte stimmt nicht, nein. Es ist nicht nur für RB Leipzig ein tolles Signal, dass Xavi über den Sommer hinaus bei uns bleibt.”
Eine Hintertür ließ sich der ehemalige Bundesliga-Verteidiger allerdings offen: “Wir wollen ihn weiterhin begleiten, bis zu einem gewissen Zeitraum, wie es in der Vergangenheit auch war, an dem man dann sagen muss, okay, jetzt erfolgt der nächste Schritt. Wann der ist, das wird man sehen, das liegt auch an den Leistungen, wie wir hier gemeinschaftlich arbeiten, um eben an dieses Top-Level zu kommen.”
Seine Fähigkeiten stellte Simons in der Bundesliga durchaus schon unter Beweis. In bisher 63 Spielen für Leipzig erzielte er 16 Tore und bereitete 20 weitere Treffer vor.
Armel Bella-Kotchap stand einst kurz vor Transfers zum BVB und zum FC Bayern. Seit über einem Jahr geht es für den Innenverteidiger aber bergab.
Leider ist unbekannt, ob Armel Bella-Kotchap in den vergangenen acht Wochen mal zum Hörer gegriffen und Mats Hummels angerufen hat. Der ehemalige Dortmunder könnte jedenfalls reichlich Auskunft geben zu Ivan Juric. In seiner nicht einmal zwei Monate währenden Amtszeit bei der AS Rom hatte der kroatische Trainer mehrfach auf Hummels verzichtet – und tut das nun auch bei Bella-Kotchap.
Seit dem 21. Dezember ist Juric, der bei den Römern erst vier Wochen vorher entlassen worden war, neuer Coach beim FC Southampton. Die erst im Sommer aufgestiegenen Saints sind das große Sorgenkind der Premier League. Mit nur neun Punkten aus 24 Spielen stehen sie abgeschlagen am Tabellenende. Als Juric kam, betrug der Rückstand auf Nichtabstiegsplatz 17 neun Zähler. Nun sind es zehn, obwohl dem Klub unter Juric die beiden einzigen Siege der Saison gelangen – doch die anderen sieben Partien gingen verloren.
Ein U14-Spieler des SV Werder Bremen hat bei einem Hallenturnier ein unglaubliches Zaubertor erzielt. Alle Details und der Treffer im Video.
Bremen – Erst vor gut einer Woche hatte Kyril Surgutskij aus der U14 des SV Werder Bremen in der ARD-Sendung „Klein gegen Groß“ mit Kai Pflaume einen bemerkenswerten Auftritt hingelegt, weil er mehr direkte Ecken verwandelte als DFB-Legende Michael Ballack und mit flotten Sprüchen für Spaß sorgte. Nun geht das nächste Nachwuchstalent der Grün-Weißen viral – Surgutskijs Teamkollege Persey Schein.
Werder Bremens U23 im Liveticker gegen den Hamburger SV: Verfolgt das Nordderby zum Regionalliga-Re-Start!
„Rainbow Flick“: Talent von Werder Bremen erzielt Traumtor
Der 12-Jährige hat kürzlich mit einem außergewöhnlichen Trickschuss-Tor bei einem Hallenturnier in Sittensen für Begeisterung gesorgt. Der Nachwuchskicker des SV Werder Bremen lief im Spiel gegen Hannover 96 allein aufs Tor zu und entschied sich beim Abschluss für einen spektakulären Hackenschuss. Mit dem sogenannten „Rainbow Flick“-Trick überlistete Persey Schein nicht nur den 96-Keeper, sondern zauberte ein absolutes Traumtor aufs Parkett, das ihm nun große mediale Aufmerksamkeit bringt. Mit der Ferse hob er den Ball über den Torhüter hinweg ins Tor. Da nickte sogar der Schiedsrichter anerkennend und konnte kaum fassen, was er da gerade gesehen hatte. Ein Video des Sahne-Treffers verbreitete sich in der Folge rasend schnell in den sozialen Medien und sorgte für Bewunderung – auch aus dem ZDF-Sportstudio.
Dort wurde das Video, das Persey Schein und Werders LZ auf ihren Instagram-Kanälen verbreitet hatten, in der Sendung vom 8. Februar ausgestrahlt. Moderator Sven Voss kündigte den „wunderbaren Rainbow Flick“ an und zollte Persey Schein anschließend Respekt: „Mit 12 Jahren so ein Ding, mit so einer Lässigkeit zu machen, das ist gar nicht schlecht.“ Auch Studiogast und Mainz-Keeper Robin Zentner zeigte sich beeindruckt: „So einen hab ich auch noch nicht bekommen.“ Werder Bremens U14-Trainer Konho Lee dürfte die jüngste mediale Aufmerksamkeit für seine Schützlinge freuen. Schließlich scheint er in seiner jungen Bremer Verbandsliga-Mannschaft ziemlich talentierte Jungs zu haben… (mwi)
Trübe Zeiten bei Borussia Dortmund. Das überzeugende 3:0 in Lissabon hatte die Hoffnung auf ein Trendwende aufflackern lassen, doch in Bochum (0:2) zeigte der BVB wieder sein altes Gesicht. Nun folgen die nächsten schlechten Nachrichten.
Auch von der Personalfront gibt es nichts Gutes zu berichten. Zwei Spieler, die Niko Kovac in den nächsten Spielen nur zu gut gebrauchen könnte, plagen sich weiter mit Problemen herum. Ein Comeback scheint zumindest gegen Sporting unwahrscheinlich.
Borussia Dortmund: Schlechte Nachrichten nach Bochum-Pleite
Julian Ryerson wurde beim bodenlosen Auftritt im kleinen Derby schmerzlichst vermisst. Kovac hatte es mit dem gerade erst genesenen Niklas Süle als Ersatz versucht. Es ging heftig daneben. Doch auch der eingewechselte Yan Couto lieferte den nächsten miserablen Auftritt ab. Jetzt kehrt der Norweger zurück und schließt zumindest eine Baustelle. Doch andere bleiben zwangsläufig offen.
+++ Borussia Dortmund wird komplett zerlegt! Diese Worte zeigen das ganze Drama auf +++
Ramy Bensebaini wird wohl auch beim Rückspiel in den Playoffs der Champions League fehlen. Der Algerier fehlte mit seiner Muskelverhärtung auch beim Ersatzspielertraining am Tag nach der Bochum-Pleite, berichten die „Ruhr Nachrichten“. Ein Einsatz am Mittwoch (18.45 Uhr) ist damit ziemlich unwahrscheinlich.
Chukwuemeka wackelt
Und auch auf Carney Chukwuemeka muss der BVB gegen Sporting Lissabon womöglich verzichten. Schon sein Debüt musste wegen Knieproblemen verschoben werden. Nach dem ersten Kurzauftritt in Schwarzgelb kamen die Schmerzen wieder auf, in Bochum fehlte er erneut. Und auch das folgende Training am Sonntag konnte er nur sehr wohldosiert mitmachen. Ohne Spielpraxis und mit Problemen am Knie wird man besonders vorsichtig mit der Winterleihe umgehen. Nach dem 3:0 im Hinspiel dürfte man sich das Comeback am Mittwoch zweimal überlegen.
Mehr News:
Dabei bräuchte man einen funktionierenden „Achter“ besonders dringend. Unter vielen Baustellen ist das Kreativzentrum von Borussia Dortmund die größte. Brandt, Sabitzer und Groß sind völlig außer Form, Nmecha noch lange verletzt (hier alle Einzelheiten) und Besserung bei allen vieren nicht in Sicht. Auf Hoffnungsträger Chukwuemeka muss man wohl dennoch mindestens bis Samstag (15.30 Uhr, Union Berlin) warten.
Als Neuer neben dem Tor seine Sachen – unter anderem eine Trinkflasche und ein Handtuch – aufsammelte, waren über ein Megafon unflätige Beleidigungen gegen Neuer zu hören („Hu***sohn“, „F*** deine Mutter“). Offenbar direkt vom Capo oder zumindest aus dem direkten Umfeld des Bayer-Vorsängers.
Borussia Dortmund hat das kleine Revierderby in Bochum verloren. Trainer Niko Kovac steht im Fokus – auch wegen einer Aussage zu Julian Brandt.
Update vom 16. Februar: Borussia Dortmunds neuer Trainer Niko Kovac gibt Nationalspieler Julian Brandt Rückendeckung gegen öffentliche Kritik. Der 28-Jährige sei „irgendwo in der Range“ der beiden Jungstars Florian Wirtz und Jamal Musiala, sagte Kovac bei Sky am Rande des Bundesliga-Derbys beim VfL Bochum, das die Borussen mit 0:2 verloren.
Die Aussage hatte bei vielen deutschen Fußballfans für Spott gesorgt. Auf Instagram gab es beispielsweise Kommentare wie „Ich glaube, da sind wir uns – spätestens nach dieser Aussage – alle einig, dass Kovac lieber in einer anderen Sportart unterrichten sollte“, „Das glaubst du wohl selber nicht“ oder „Kann er wieder gehen?“
Kovac-Urteil zu BVB-Star Julian Brandt lässt Fußballfans spotten
„Natürlich muss er es Woche für Woche beweisen. Er ist ein toller Fußballer“, meinte Kovac. „Ein Fußballer, der für die Mannschaft arbeitet, der viel läuft und viele Meter macht. Er hat die Qualitäten. Ich wünsche mir und bin davon überzeugt, dass er wieder dorthin kommt, wo er in der letzten Saison war.“
Im Zuge der Dortmunder Krise ist auch Brandt vermehrt in die Kritik geraten. „Er ist ein Talent geblieben. Er hat zu wenig aus seinem Talent gemacht“, meinte Sky-Experte Lothar Matthäus. Brandt kommt in dieser Saison bislang nur auf drei Tore und fünf Vorlagen.
VfL Bochum gegen Borussia Dortmund live im TV und Stream: Hier läuft die Bundesliga
Erstmeldung vom 14. Februar: Bochum – Das kleine Revierderby steht an: Der VfL Bochum erwartet am Samstag, 15. Februar 2025, Borussia Dortmund. Hier erfahren Sie, wo und wie Sie das prestigeträchtige Duell live im TV und Stream verfolgen können.
VfL Bochum gegen Borussia Dortmund live im TV: Hier läuft die Bundesliga
VfL Bochum gegen Borussia Dortmund
Samstag, 15. Februar 2025, 15.30 Uhr
Free-TV: –
Pay-TV: Sky
VfL Bochum gegen Borussia Dortmund live im Stream: Hier läuft die Bundesliga
VfL Bochum gegen Borussia Dortmund
Samstag, 15. Februar 2025, 15.30 Uhr
Kostenloser Stream: –
Kostenpflichtiger Stream: SkyGo/Wow
Borussia Dortmund nach Sieg in der Champions League mit neuem Mut
Sie zögerten, was auch sonst? Natürlich freuten sich Borussia Dortmunds Bosse wie Lars Ricken erst einmal über ein „überragendes Statement“ bei Sporting Lissabon. Mehr war das 3:0 im Hinspiel der Playoffs zum Achtelfinale aber nicht.
Die krisengeplagten Dortmunder wissen es ja auch längst besser: Einem kleinen Hoch folgte nicht nur in der jüngeren Vergangenheit gerne mal das nächste Tief. Genau das soll im Bundesliga-Auswärtsspiel beim stark abstiegsbedrohten VfL Bochum am Samstag (15.30 Uhr/Sky) diesmal unbedingt vermieden werden. „Es war ein erster Schritt, aber wir wissen, dass wir noch viele vor uns haben“, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl.
Sein Vorgesetzter Ricken warnte die Profis, dass „jetzt keine Selbstzufriedenheit eintreten“ dürfe. Obwohl die nächste Runde in der Königsklasse greifbar nah ist, wollten Spieler und Verantwortliche diesem kleinen Befreiungsschlag nicht trauen. Zu wankelmütig ist die Mannschaft des BVB, zu unzuverlässig die Form der allermeisten Akteure. Kurioserweise hat die Partie beim portugiesischen Meister genau dieses Dilemma auf eindrückliche Art und Weise widergespiegelt.
Während die Dortmunder in der ersten Halbzeit fast schon erschreckend ideen- und mutlos auftraten, präsentierten sie sich nach der Pause beinahe wie verwandelt. Er wisse nicht, was der neue Trainer Niko Kovac in der Kabine gesagt habe, sagte Ricken. „Aber er muss da wirklich die richtigen Worte gefunden haben.“
VfL Bochum fordert Borussia Dortmund
Ob der neue Trainer nun auch vor dem anstehenden Derby gegen Bochum wieder den richtigen Ton trifft? Für beide Mannschaften geht es um wichtige Punkte. Der VfL ist Letzter, der BVB nur Elfter. (akl/dpa)
Verona –Hellas Verona FC informa che i biglietti per la sfida Hellas Verona-Fiorentina, match valido per la 26a giornata di Serie A Enilive 2024/25 e in programma domenica 23 febbraio 2025 (ore 15), allo stadio ‘Bentegodi’, sono disponibili nei punti vendita Ticketone e sul portale hellasverona.ticketone.it.
Informiamo i tifosi che l’unico sito ufficiale autorizzato per l’acquisto dei biglietti online è Ticketone. L’incauto acquisto attraverso siti non autorizzati non potrà essere tutelato in caso di controversie.
Bei der Niederlage des BVB in Bochum leistet sich Niklas Süle einen gravierenden Fehler. Sein Einsatz sagt viel über den Kader aus.
Dortmund – Borussia Dortmund hat in der Bundesliga mit der 0:2-Niederlage gegen das Schlusslicht VfL Bochum einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nach 22 Spieltagen verzeichnet der Verein mehr Niederlagen als Siege, ein negatives Torverhältnis und hat den gleichen Abstand zu Platz 14 wie zu Platz vier.
Dass beim BVB überhaupt noch von der kommenden Champions-League-Saison die Rede ist, erscheint fast absurd. Dies lässt sich nur durch das Selbstverständnis des Vereins erklären, das jedoch durch schwache Leistungen wie in Bochum zunehmend bröckelt.
Niko Kovač sieht beim BVB wohl keine großen Alternativen
Über Monate und Jahre hinweg wurde dem BVB immer wieder die Mentalitätsfrage gestellt. Inzwischen ist längst auch die Frage nach der Qualität des Kaders berechtigt. Er ist unausgewogen zusammengestellt, es fehlen an vielen Positionen geeignete Alternativen, um außer Form geratene Spieler zu ersetzen. Trainer Niko Kovač ist noch nicht lange im Amt und hält sich mit öffentlicher Kritik zurück.
Seine Meinung über den Kader drückt Kovač mit seinen Aufstellungen aus. In einer englischen Woche mit Spielen am Samstag, Dienstag und erneut Samstag setzte er auf einen festen Kern von Spielern, den er nur notgedrungen veränderte. Die sogenannten Alternativen scheinen für Kovač in Wirklichkeit keine zu sein.
Besonders deutlich wurde Kovačs Haltung bei der Besetzung der Rechtsverteidiger-Position im Spiel gegen Bochum.
Stammspieler Julian Ryerson war nach einer Gelb-Roten Karte aus dem Spiel gegen den VfB Stuttgart gesperrt. Kovač entschied sich stattdessen für Niklas Süle, der eigentlich Innenverteidiger ist und nach zwei schweren Sprunggelenksverletzungen in dieser Saison kaum Spielpraxis hat. Seit dem Hinspiel gegen Bochum Ende September machte Süle nur drei Einsätze, von denen lediglich einer im Jahr 2025 stattfand und nur etwas länger als die Nachspielzeit gegen Sporting in der Champions League dauerte.
Süle musste also in einem kleinen Revierderby gegen den aggressiven VfL Bochum einen Kaltstart hinlegen, da Kovač den eigentlichen Rechtsverteidiger Yan Couto nicht als fähig erachtete, die Position auszufüllen. „Die Spieler, die seit Jahren in der Bundesliga spielen, kennen wir alle. Yan ist erst vor kurzem hergekommen, da brauche ich noch ein bisschen Zeit um ihn zu scannen. Er ist sicherlich eine Alternative hinten rechts, wobei er schon eher ein Wing-Back als ein Full-Back ist“, erklärte der Trainer am Freitag über Couto.
Kovač meinte damit, dass er Couto nicht als Außenverteidiger in einer Viererkette einsetzen will, sondern ihn als Flügelspieler in einem System mit Dreierkette sieht. Dort könnte der Brasilianer seine Offensivstärke nutzen, ohne zu viel defensive Verantwortung zu übernehmen. Zu einer Systemumstellung konnte sich Kovač jedoch nicht durchringen, sodass Süle trotz fehlender Spielpraxis begann.
Süle patzt spielentscheidend gegen Bochum
Der (Ex-?) Nationalspieler Süle hatte dann einen rabenschwarzen Tag, was das derzeitige Bild des BVB widerspiegelt. Schon vor seinem entscheidenden Fehlpass zum 2:0 für Bochum, der Dortmund den sprichwörtlichen Genickbruch versetzte, wirkte Süle unsicher. Dieses Gegentor entlarvte regelrecht die Kaderpolitik des BVB.
Couto hat zweifellos seine Stärken, die er in Spanien beim Überraschungsteam der Vorsaison, dem FC Girona, auch unter Beweis stellte. Dass sich diese Stärken jedoch hauptsächlich auf die Offensive beschränken, war jedem Beobachter bekannt. Beim BVB scheint man dennoch überrascht, denn Kovač ist bereits der dritte Trainer in dieser Saison, der nicht weiß, wie er Couto einsetzen soll.
In Bochum spielte Couto nach seiner Einwechslung für Süle ebenfalls einen schlimmen Fehlpass, den Torhüter Gregor Kobel jedoch ausbügelte. Dies war wohl eher dem fehlenden Selbstvertrauen geschuldet als seiner Vorliebe für offensive Aktionen. Trotzdem war es ein weiterer Auftritt, der mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.
Yan Couto steht sinnbildlich für die Fehler in der Kaderplanung
Couto steht sinnbildlich für einen Kader, der aus Spielern besteht, die zwar individuelle Qualitäten haben, aber nicht unbedingt zu einem funktionierenden Team zusammengefügt wurden. Zwar sind Coutos Leistungen noch enttäuschender, aber es gibt Parallelen zur Situation von Maximilian Beier.
Beim EM-Fahrer hofft man, dass er den beim BVB nicht untypischen längeren Anlauf benötigt, um sich zurechtzufinden. Als vielseitiger Offensivspieler wird Dortmund für Beier in Zukunft eine Verwendung finden. Bei Couto sind jedoch Zweifel angebracht.
Sollte der Brasilianer tatsächlich nur als Flügelverteidiger in einem Dreierkettensystem geeignet sein, für das dem BVB an anderer Stelle die Mittel fehlen, war Couto schlichtweg ein Fehleinkauf. Besonders ärgerlich ist, dass der 22-Jährige noch als Leihspieler in Dortmund aktiv ist. Sportdirektor Sebastian Kehl und sein Team haben sich jedoch im Deal mit Manchester City auf eine Kaufverpflichtung eingelassen, die bereits in Kraft getreten ist.
Couto verschlingt im Sommer eine hohe Ablöse vom BVB
Der feste Transfer, der bürokratisch erst im Sommer abgeschlossen wird, soll den BVB bis zu 30 Millionen Euro kosten. Angesichts der bisherigen Leistungen von Couto in Dortmund wäre selbst ein Drittel dieser Summe zu hoch. Dies gilt umso mehr, wenn man die wahrscheinlich ausbleibenden Einnahmen aus der Champions League berücksichtigt.
Im Sommer wird der BVB vermutlich einige Spieler verkaufen müssen, um die finanziellen Lücken zu schließen, wie Hans-Joachim Watzke kürzlich überraschend nonchalant erklärte. In einer solchen Situation eine hohe Ablöse für Couto zu zahlen, schmerzt umso mehr.