Schlagwort: Werder

  • Hier läuft Arminia vs. Werder Bremen live im Free-TV –

    Hier läuft Arminia vs. Werder Bremen live im Free-TV –


    1. Hier läuft Arminia vs. Werder Bremen live im Free-TV  sport.de
    2. Wörl über Arminias Einheit, Pokal-Traum und Zukunft: „Will immer das Maximum erreichen“  Transfermarkt
    3. „Für uns ist das kein Bonusspiel“: Bielefeld-Coach Kniat über DFB-Pokal-Kracher gegen Werder und Trainer-Anfänge in Bremen  deichstube.de
    4. Werder Bremen: Ex-Profi Eggestein glaubt an Pokalerfolg in Bielefeld  WESER-KURIER
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  • Wahl: Werder sieht “besorgniserregende Entwicklungen”

    Wahl: Werder sieht “besorgniserregende Entwicklungen”


    Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat seinen Einsatz für eine solidarische Gesellschaft angesichts des Ausgangs der Bundestagswahl bekräftigt. Das Ergebnis sei “Ausdruck besorgniserregender Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Es zeigt, dass unser Einsatz für demokratische Grundwerte nicht mit dem Wahlabend enden darf”, teilten die Norddeutschen mit.

    Werder stellte zudem fest: “Demokratie, Vielfalt und eine weltoffene Gesellschaft sind und bleiben unverhandelbar.” Der Klub werde sich daher “weiter lautstark für eine solidarische Gemeinschaft frei von Ausgrenzung, Diskriminierung und verfassungsfeindlichen Kräften eintreten”. Die AfD zieht als zweitstärkste Kraft in den Bundestag ein, als klare Sieger gingen CDU/CSU aus dem Wahlabend hervor.

    Bayern Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen formulierte indes seine Erwartungen an die künftige Bundesregierung. “Wichtig wird sein, dass wir in Deutschland eine vorwärtsgewandte Politik wieder sehen werden, die auch Themen voranbringt und die insbesondere die Leistungsträger fördert und uns insgesamt in Deutschland hilft”, sagte der 57-Jährige dem Nachrichtenportal t-online zufolge nach dem Sieg gegen Eintracht Frankfurt (4:0) am Sonntagabend.



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  • Wahl: Werder sieht “besorgniserregende Entwicklungen”

    Wahl: Werder sieht “besorgniserregende Entwicklungen”


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    Wahl: Werder sieht “besorgniserregende Entwicklungen”

    Die Bremer wollen weiter intensiv für demokratische Grundwerte eintreten. Bayerns Vorstandschef formuliert indes Erwartungen an eine neue Regierung.

    Werder will Haltung zeigen

    Werder will Haltung zeigen

    © IMAGO/Eibner/SID/IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

    Die Bremer wollen weiter intensiv für demokratische Grundwerte eintreten. Bayerns Vorstandschef formuliert indes Erwartungen an eine neue Regierung.

    Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat seinen Einsatz für eine solidarische Gesellschaft angesichts des Ausgangs der Bundestagswahl bekräftigt. Das Ergebnis sei “Ausdruck besorgniserregender Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Es zeigt, dass unser Einsatz für demokratische Grundwerte nicht mit dem Wahlabend enden darf”, teilten die Norddeutschen mit.

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    Werder stellte zudem fest: “Demokratie, Vielfalt und eine weltoffene Gesellschaft sind und bleiben unverhandelbar.” Der Klub werde sich daher “weiter lautstark für eine solidarische Gemeinschaft frei von Ausgrenzung, Diskriminierung und verfassungsfeindlichen Kräften eintreten”. Die AfD zieht als zweitstärkste Kraft in den Bundestag ein, als klare Sieger gingen CDU/CSU aus dem Wahlabend hervor.

    Bayern Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen formulierte indes seine Erwartungen an die künftige Bundesregierung. “Wichtig wird sein, dass wir in Deutschland eine vorwärtsgewandte Politik wieder sehen werden, die auch Themen voranbringt und die insbesondere die Leistungsträger fördert und uns insgesamt in Deutschland hilft”, sagte der 57-Jährige dem Nachrichtenportal t-online zufolge nach dem Sieg gegen Eintracht Frankfurt (4:0) am Sonntagabend.



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  • Bundesliga: Freiburg gewinnt gegen Werder Bremen mit

    Bundesliga: Freiburg gewinnt gegen Werder Bremen mit



    Der SC Freiburg hat zum Auftakt des 23. Spieltags einen deutlichen 5:0-Sieg gegen Werder Bremen gefeiert und ist weiterhin auf Kurs Europa. Sildillia eröffnete den Torreigen per Fallrückzieher, Grifo und Doan trafen doppelt.

    Eröffnete den Torreigen traumhaft per Fallrückzieher: Kiliann Sildillia.


    Eröffnete den Torreigen traumhaft per Fallrückzieher: Kiliann Sildillia.

    IMAGO/Steinsiek.ch


    Drei Spiele in Folge hatte der SC Freiburg mit 1:0 gewonnen und sich so bis auf einen Punkt an die Champions-League-Plätze herangepirscht. SC-Coach Julian Schuster sah daher gegenüber dem Dreier beim FC St. Pauli keinerlei Änderungsbedarf und schickte die gleiche Anfangself erneut auf den Platz.


    Werder-Coach Ole Werner tauschte im Vergleich zur 1:3-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim dagegen viermal: Pieper verteidigte für den verletzten Veljkovic (Rückenprobleme), außerdem spielten Köhn, Njinmah und erstmals von Beginn an Silva für Kaboré, Grüll und Ducksch (alle Bank). Nach zwei Niederlagen nacheinander und überhaupt erst einem Dreier im Jahr 2025 wollte der SVW wieder einen Schritt in Richtung Europa machen.

    SC trifft zweimal traumhaft


    Die erste Chance gehörte den Hausherren, als Ginter aus abseitsverdächtiger Position in die Arme von Zetterer köpfte (3.). Doch danach übernahm Bremen das Kommando und gab durch Silva den ersten Warnschuss ab, den Atubolu sicher parierte (8.). Freiburg setzte aus einer kompakten Defensive heraus auf Umschaltsituationen und mischte so in einer unruhigen Anfangsphase mit. Und plötzlich durften die Hausherren jubeln, nachdem Sildillia eine Ecke per Fallrückzieher in die Maschen jagte (15.).


    Freiburg überließ danach den Bremern das Spiel. Doch bis auf eine Großchance von Silva (18.) kam der SVW kaum zu Möglichkeiten, die giftige wie gut strukturierte Abwehr der Hausherren bereitete Werder große Probleme. Und Freiburg blieb bei Umschaltsituationen hocheffizient: Grifo zirkelte einen Freistoß traumhaft über die Mauer zum 2:0 ins Netz (33.).


    Werder bot sich kurz darauf die große Chance zum Anschlusstreffer, nachdem Sildillia eine Flanke in der Box unglücklich, aber strafbar an die Hand bekommen hatte – was erst der VAR sah. Silva trat zum Strafstoß an und zielte wuchtig in die rechte Ecke, doch Atubolu war mit einer starken Parade zur Stelle (39.) und hielt für den Sport-Club die Null zur Pause fest.

    Kopfball-Doppelpass leitet 3:0 ein


    Auch nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild: Freiburg ließ Werder kommen, ließ mit einer gut sortierten Defensive nichts zu und lauerte auf Konter. Oder auf den langen Ball. Nach einem solchen hebelten Höler und Doan per Kopfball-Doppelpass die SVW-Defensive aus, Grifo musste nur noch den Fuß zum 3:0 hinhalten (57.).


    Während bei Bremen nun alle Hoffnungen schwanden, zog der Sport-Club sein Spiel weiterhin durch: Höler köpfte aus kurzer Distanz an den Hinterkopf von Agu, der so auf der eigenen Torlinie den Ball noch glücklich über die Latte lenkte (68.); Agu warf sich in einen Schlenzer von Doan (75.). Nur eine Minute später kam der Japaner dann zu seinem Treffer, auf Vorlage des eingewechselten Dinkci traf er zum 4:0.

    Doan krönt Freiburgs Auftritt in der Nachspielzeit


    Doan ließ erst noch den fünften Treffer liegen (88.), in der Nachspielzeit sollte er aber doch noch fallen, als Beste Doan bediente (90.+2). Es war die Krönung eines bitteren Bremer Abends. Der Sport-Club feierte dank einer reifen Leistung hochverdient den vierten Sieg in Folge und das nächste Spiel ohne Gegentor – seit 400 Minuten musste Atubolu nun nicht mehr hinter sich greifen.

    Tore und Karten


    1:0
    Sildillia (15′)


    2:0
    Grifo (33′)




    SC Freiburg
     
    Werder Bremen
     

    Spieldaten





    SC Freiburg

    Freiburg





    Werder Bremen

    Bremen




    Spielinfo





    Stadion Europa-Park-Stadion
    Zuschauer 34.700 (ausverkauft)





    Diese Serie könnte Freiburg am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) in Augsburg weiterführen. Bremen hat vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) unter der Woche noch das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Drittligist Arminia Bielefeld (Dienstag, 20.45 Uhr) vor der Brust.



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  • Werder Bremen: Bielefeld-Coach Kniat über


    Mitch Kniat ist aktuell bestens gelaunt – und das hat zwei Gründe: Einerseits mischt der Chefcoach von Arminia Bielefeld mit den Ostwestfalen mitten im Aufstiegsrennen der 3. Liga mit. Und andererseits lebt der Bielefelder Traum vom nächsten großen Wurf im DFB-Pokal: Im Viertelfinale empfängt die Arminia am Dienstag (20.45 Uhr) den SV Werder Bremen – und will den nächsten dicken Fisch aus dem Wettbewerb kegeln. Im DeichStube-Interview erklärt der 39-Jährige, der bei einigen DSC-Fans trotz der guten Saison in der Kritik steht, wie er mit „Kniat raus“-Rufen im Stadion umgeht und verrät, woher er Ole Werner kennt und was ihn an Werder Bremen beeindruckt. Zudem spricht der Mann aus Eschweiler über die Anfänge seiner Trainer-Karriere beim Blumenthaler SV in Bremen.

    Mitch Kniat, Tobias Schweinsteiger, mit dem Sie zusammen den Fußballlehrer gemacht haben, sagt über Sie, dass Sie total gut umswitchen können zwischen dem Privatmensch Mitch Kniat und dem Trainer, der auf dem Platz auftritt. Was genau meint er damit?

    Wahrscheinlich, dass ich privat sehr, sehr locker und kein ganz unangenehmer Zeitgenosse bin (lacht). Ich finde, man muss einfach zusammen Spaß haben. Vor allem in der Kabine. Genauso weiß ich aber auch, dass ich als Cheftrainer schnell den Schalter umlegen kann und muss, wenn ich zum Beispiel eine Analyse mache oder eine Trainingsform leite. Auf dem Platz bin ich ein bisschen anders.

    Es heißt, Sie können sehr unangenehm werden, wenn jemand nicht mitzieht. Wie äußert es sich, wenn Sie mal aus der Haut fahren?

    So war ich schon als Spieler: Ich mag es nicht, wenn einer nicht einhundert Prozent gibt. Ein Ballverlust ist für mich gar kein Problem. Die Reaktion danach ist entscheidend. Wenn einer abwinkt auf dem Platz, kann ich das überhaupt nicht leiden. Fußball ist ein Teamsport, bei dem du nur gemeinsam viel erreichen kannst.

    So wie Ihre Arminia im DFB-Pokal?

    Ja, unsere Pokalsaison ist das beste Beispiel dafür, was passieren kann, wenn alle in dieselbe Richtung denken. Wir haben alle in jedem Spiel einen Schritt mehr gemacht als der Gegner und immer an uns geglaubt, dann kannst du als Arminia Bielefeld auch gegen Bundesligisten bestehen.

    In der laufenden DFB-Pokal-Saison haben Sie nacheinander Hannover 96 (2:0), Union Berlin (2:0) und den SC Freiburg (3:1) ausgeschaltet. Was macht Sie im Pokal so stark?

    Wenn man sich in der 3. Liga alle Mentalitätsstatistiken anguckt – damit meine ich die meisten absolvierten Kilometer, die meisten intensiven Läufe –, da sind wir überall auf Platz eins. Das ist die Handschritt, die man bei meiner Mannschaft erkennen soll. Die Sachen, die man beeinflussen kann, ohne dass man Talent hat, sind mir total wichtig. Wir werden im Pokal niemals einem Bundesligisten fußballerisch auf Augenhöhe begegnen. Aber kämpferisch und bei der Arbeit gegen den Ball, da sind wir auf Topniveau.

    Beim 3:0-Sieg gegen 1860 München fehlten Sie zuletzt wegen Ihrer vierten Gelben Karte gesperrt. Wie schwer fiel es Ihnen, machtlos von außen zuzusehen?

    Das hat mich extrem genervt und soll auch kein zweites Mal vorkommen. Für mich war es die schlimmste Situation, die ich bis jetzt als Trainer hatte. Aber meine tägliche Arbeit hat es nicht beeinflusst. Ich habe einen super Co-Trainer und einen super Staff um mich herum, der das gut aufgefangen hat.

    Ihr Gegenüber bei Werder, Ole Werner, hatte zuletzt wegen Meckerns sogar eine Rote Karte und damit ebenfalls ein Spiel Sperre aufgebrummt bekommen. Kennen Sie sich eigentlich persönlich?

    Ich kenne ihn nicht direkt persönlich, aber er war bei uns der Experte in unserem Fußballlehrer-Lehrgang. Ole Werner war für mich mit Abstand der interessanteste Gast. Der Weg, den er mit Werder eingeschlagen hat und wie er die Sache in Bremen angegangen ist, finde ich top. Er ist sympathisch und kam damals extrem motiviert rüber. Ich habe anderthalb Stunden total aufmerksam zugehört.

    Warum war das so?

    Ich kann mich noch sehr gut an einen Satz erinnern, den er gesagt hat: ‚Wenn ich einen Verein übernehme, dann muss ich erst mal gucken: Was sind die vorhandenen Baustellen? Und die versuche ich zu schließen, bevor ich neue Baustellen aufmache.‘ Die Aussage fand ich super interessant.

    Inwiefern?

    Als ich nach Bielefelds Zweitliga-Abstieg aus Verl verpflichtet wurde, hatte ich nur noch einen Spieler. Das war Fabian Klos, der Rest kam neu dazu. Die Aufgabe hier war also nicht ganz so einfach, wie es von außen schien. Alle hier im Umfeld sehen die Arminia als den ehemaligen Bundesligisten, der in kurzer Zeit in die 3. Liga abgestürzt ist und der jetzt sofort wieder aufsteigen muss. Aber unsere Situation war damals sehr angespannt. Wir mussten uns erst mal stabilisieren.

    Die sportliche Leitung stärkte Ihnen trotz wachsender Kritik bei den Fans den Rücken und Sie hielten knapp die Klasse. In der laufenden Saison läuft es nun deutlich besser: Arminia ist in der 3. Liga in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen. Dennoch gab es zuletzt „Kniat raus“-Rufe. Was macht das mit einem?

    Das lasse ich nicht an mich heran. Ich weiß auf jeden Fall, dass mein Trainerteam und ich hier immer am Anschlag arbeiten, dass wir von der Sache zu einhundert Prozent überzeugt sind. Alles andere darf mich in meiner täglichen Arbeit nicht beeinflussen. Wenn ich mich davon treiben lassen würde, wäre ich kein guter Trainer. Die 3. Liga ist extrem eng, da entscheiden oft Kleinigkeiten. Gerade in schwierigen Phasen muss man von der Sache überzeugt bleiben und darf keine wilden Sachen machen.

    Sie sind jetzt seit rund 600 Tagen als Cheftrainer im Amt und damit länger als acht Ihrer direkten Vorgänger bei der Arminia. Was zeichnet den Klub aus?

    Arminia ist ein großer Traditionsverein mit riesiger Fan-Base. Es ist alles etwas größer, jeder einzelne Schritt von dir als Trainer wird hinterfragt, jede Aufstellung wird kritisch beäugt und diskutiert. Es geht sehr schnell in beide Richtungen – im Positiven wie im Negativen.

    Am Dienstag gibt’s das Kontrastprogramm zum Liga-Alltag – im DFB-Pokal-Viertelfinale treffen Sie auf den SV Werder Bremen. Das Highlight Ihrer bisherigen Trainerlaufbahn?

    Definitiv ja! Da brauche ich gar nicht drum herumzureden. Ich bin jetzt 39 Jahre alt und in meinem elften Trainerjahr, aber das ist klar mein absolutes Highlight.

    Bei Werder haben sich viele Fans das Los Arminia Bielefeld gewünscht. Hatten Sie einen Wunschgegner?

    Nein, aber ich freue mich auf jeden Fall, gegen Werder zu spielen. Nicht weil ich die gut oder schlecht finde, sondern einfach, weil ich einen großen Bezug zu Werder habe. Ich hätte bestimmt 1.000 Karten besorgen können, weil sich unfassbar viele Leute bei mir gemeldet haben. Meine alten Chefs aus einer Bremer Zeitarbeitsfirma haben zum Beispiel beide Karten bekommen, weil ich immer gesagt habe, wenn ihr mal irgendetwas von mir braucht, meldet euch bei mir.

    Zum Hintergrund: Sie waren einst eine Saison als Berufsfußballer in Bremen für den FC Oberneuland in der Regionalliga Nord aktiv, mussten dann aber plötzlich in Kraftwerken und einer Werft schuften und Fenster einbauen. Wie kam es dazu?

    Genau, in Oberneuland hieß es damals ganz plötzlich, wir sind insolvent und wir bekommen kein Geld mehr. Wir mussten aber die Saison zu Ende spielen, das war schon krass. Da mussten wir zusehen, wie wir über die Runden kommen. Unser damaliger Trainer Peter Moussalli hatte eine Zeitarbeiterfirma und hat uns da glücklicherweise geholfen. Trotzdem war es eine ganz schwierige Zeit, wo ich wirklich sehr hart arbeiten musste. Ich habe aber nicht gejammert, die Situation angenommen und bin noch heute richtig dick mit Peter befreundet. Wir haben uns auch zusammen Werders Spiel gegen Hoffenheim (1:3, d. Red.) angeguckt.

    Sie sind 2014 dem Ruf von Peter Moussalli gefolgt und haben als Spielertrainer beim Blumenthaler SV angefangen. Weckt das Duell gegen Werder Erinnerungen an die Zeit in Bremen?

    Ja, auf jeden Fall. Es kommen ganz viele Freunde von mir aus Bremen zugucken. Wenn du einmal dort gelebt hast, weißt du: Jeder ist Werder-Fan. Es gibt nichts anderes. Es war egal, ob wir mit Blumenthal samstags oder sonntags gespielt haben, alle hatten ihr Handy dabei und ich habe auf dem Platz sofort mitgekriegt, wenn Werder ein Tor geschossen hat. Ich glaube, wenn Werder ein Stadion hätte, wo 80.000 Fans reinpassen würden, wären auch jedes Mal 80.000 Menschen da.

    Was zeichnet die Bremer sportlich aus?

    Sie haben sich unter Ole Werner echt gefestigt. Heute hat die Mannschaft in meinen Augen wieder eine klare Handschrift vorzuweisen und steht gut da. Sie sind variabel, haben gute Spieler und Ole strahlt eine extreme Ruhe und Gelassenheit aus. Auch die Mannschaft zeigt, dass sie mit dem Dreieraufbau hinten sehr gut zurechtkommt. Zudem haben sie vorne natürlich auch Marvin Ducksch, der ist ganz gefährlich. Trotzdem werden wir uns auf uns konzentrieren, bevor wir uns Werder anpassen.

    Muss sich Werder am Dienstag also warm anziehen?

    Es ist auf jeden Fall ein Riesenvorteil für uns, dass wir ein Heimspiel in Bielefeld haben. Ich glaube, das Spiel ist auch für alle Fans ein großes Highlight. Wenn ich an die Atmosphäre denke, die wir in den Pokal-Duellen davor gehabt haben, steigt die Vorfreude enorm. Alle sind heiß auf dieses Spiel.

    Kennen Sie eigentlich jemanden persönlich beim SV Werder?

    Nicht wirklich, eher von den kleineren Vereinen drumherum. Also beim Bremer SV, Oberneuland oder Blumenthal kenne ich viele Leute, bei Werder leider nicht.

    Warum können Sie für Werder zum Stolperstein werden?

    Ich bin mir ganz, ganz sicher, dass Werder uns nicht unterschätzen wird. Ich weiß natürlich auch, dass sie der klare Favorit sind. Aber ich bin von meiner Mannschaft wirklich vollkommen überzeugt und wir können es mit dem Stadion im Rücken schaffen, dass wir alle über unsere Schmerzgrenze gehen. Für uns ist das kein Zusatz- oder Bonusspiel. Wir gehen das Ding so an, dass wir eine Runde weiterkommen wollen, um die Geschichte weiterschreiben zu können.

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  • Vor Werder: Bielefeld-Coach enthüllt unbekannte

    Vor Werder: Bielefeld-Coach enthüllt unbekannte


    1. DeichStube
    2. News

    Trainer Mitch Kniat will mit Arminia Bielefeld den SV Werder Bremen aus dem DFB-Pokal werfen und spricht im DeichStube-Interview über Ole Werner, Marvin Ducksch und das Duell am Dienstag.
    Trainer Mitch Kniat will mit Arminia Bielefeld den SV Werder Bremen aus dem DFB-Pokal werfen und spricht im DeichStube-Interview über Ole Werner, Marvin Ducksch und das Duell am Dienstag. © IMAGO/Oliver Zimmermann

    Arminia Bielefelds Coach Mitch Kniat spricht im DeichStube-Interview über das DFB-Pokal-Highlight gegen Werder Bremen, seine Vergangenheit in Bremen und Ole Werner.

    Bremen/Bielefeld – Mitch Kniat ist aktuell bestens gelaunt – und das hat zwei Gründe: Einerseits mischt der Chefcoach von Arminia Bielefeld mit den Ostwestfalen mitten im Aufstiegsrennen der 3. Liga mit. Und andererseits lebt der Bielefelder Traum vom nächsten großen Wurf im DFB-Pokal: Im Viertelfinale empfängt die Arminia am Dienstag (20.45 Uhr, DeichStube-Liveticker) den SV Werder Bremen – und will den nächsten dicken Fisch aus dem Wettbewerb kegeln.

    Arminia Bielefelds Trainer Mitch Kniat im DeichStube-Interview vor DFB-Pokal-Kracher gegen Werder Bremen

    Im DeichStube-Interview erklärt der 39-Jährige, der bei einigen DSC-Fans trotz der guten Saison in der Kritik steht, wie er mit „Kniat raus“-Rufen im Stadion umgeht und verrät, woher er Ole Werner kennt und was ihn an Werder Bremen beeindruckt. Zudem spricht der Mann aus Eschweiler über die Anfänge seiner Trainer-Karriere beim Blumenthaler SV in Bremen.

    Mitch Kniat, Tobias Schweinsteiger, mit dem Sie zusammen den Fußballlehrer gemacht haben, sagt über Sie, dass Sie total gut umswitchen können zwischen dem Privatmensch Mitch Kniat und dem Trainer, der auf dem Platz auftritt. Was genau meint er damit?

    Wahrscheinlich, dass ich privat sehr, sehr locker und kein ganz unangenehmer Zeitgenosse bin (lacht). Ich finde, man muss einfach zusammen Spaß haben. Vor allem in der Kabine. Genauso weiß ich aber auch, dass ich als Cheftrainer schnell den Schalter umlegen kann und muss, wenn ich zum Beispiel eine Analyse mache oder eine Trainingsform leite. Auf dem Platz bin ich ein bisschen anders.

    Es heißt, Sie können sehr unangenehm werden, wenn jemand nicht mitzieht. Wie äußert es sich, wenn Sie mal aus der Haut fahren?

    So war ich schon als Spieler: Ich mag es nicht, wenn einer nicht einhundert Prozent gibt. Ein Ballverlust ist für mich gar kein Problem. Die Reaktion danach ist entscheidend. Wenn einer abwinkt auf dem Platz, kann ich das überhaupt nicht leiden. Fußball ist ein Teamsport, bei dem du nur gemeinsam viel erreichen kannst.

    So wie Ihre Arminia im DFB-Pokal?

    Ja, unsere Pokalsaison ist das beste Beispiel dafür, was passieren kann, wenn alle in dieselbe Richtung denken. Wir haben alle in jedem Spiel einen Schritt mehr gemacht als der Gegner und immer an uns geglaubt, dann kannst du als Arminia Bielefeld auch gegen Bundesligisten bestehen.

    In der laufenden DFB-Pokal-Saison haben Sie nacheinander Hannover 96 (2:0), Union Berlin (2:0) und den SC Freiburg (3:1) ausgeschaltet. Was macht Sie im Pokal so stark?

    Wenn man sich in der 3. Liga alle Mentalitätsstatistiken anguckt – damit meine ich die meisten absolvierten Kilometer, die meisten intensiven Läufe –, da sind wir überall auf Platz eins. Das ist die Handschrift, die man bei meiner Mannschaft erkennen soll. Die Sachen, die man beeinflussen kann, ohne dass man Talent hat, sind mir total wichtig. Wir werden im Pokal niemals einem Bundesligisten fußballerisch auf Augenhöhe begegnen. Aber kämpferisch und bei der Arbeit gegen den Ball, da sind wir auf Topniveau.

    Arminia Bielefeld-Coach Mitch Kniat vor DFB-Pokal-Duell gegen Werder Bremen: „Ole Werner kam extrem motiviert rüber“

    Beim 3:0-Sieg gegen 1860 München fehlten Sie zuletzt wegen Ihrer vierten Gelben Karte gesperrt. Wie schwer fiel es Ihnen, machtlos von außen zuzusehen?

    Das hat mich extrem genervt und soll auch kein zweites Mal vorkommen. Für mich war es die schlimmste Situation, die ich bis jetzt als Trainer hatte. Aber meine tägliche Arbeit hat es nicht beeinflusst. Ich habe einen super Co-Trainer und einen super Staff um mich herum, der das gut aufgefangen hat.

    Ihr Gegenüber bei Werder, Ole Werner, hatte zuletzt wegen Meckerns sogar eine Rote Karte und damit ebenfalls ein Spiel Sperre aufgebrummt bekommen. Kennen Sie sich eigentlich persönlich?

    Ich kenne ihn nicht direkt persönlich, aber er war bei uns der Experte in unserem Fußballlehrer-Lehrgang. Ole Werner war für mich mit Abstand der interessanteste Gast. Der Weg, den er mit Werder eingeschlagen hat und wie er die Sache in Bremen angegangen ist, finde ich top. Er ist sympathisch und kam damals extrem motiviert rüber. Ich habe anderthalb Stunden total aufmerksam zugehört.

    Warum war das so?

    Ich kann mich noch sehr gut an einen Satz erinnern, den er gesagt hat: ‚Wenn ich einen Verein übernehme, dann muss ich erstmal gucken: Was sind die vorhandenen Baustellen? Und die versuche ich zu schließen, bevor ich neue Baustellen aufmache.‘ Die Aussage fand ich super interessant.

    Inwiefern?

    Als ich nach Bielefelds Zweitliga-Abstieg aus Verl verpflichtet wurde, hatte ich nur noch einen Spieler. Das war Fabian Klos, der Rest kam neu dazu. Die Aufgabe hier war also nicht ganz so einfach, wie es von außen schien. Alle hier im Umfeld sehen die Arminia als den ehemaligen Bundesligisten, der in kurzer Zeit in die 3. Liga abgestürzt ist und der jetzt sofort wieder aufsteigen muss. Aber unsere Situation war damals sehr angespannt. Wir mussten uns erstmal stabilisieren.

    Arminia Bielefelds Trainer Mitch Kniat: „In schwierigen Phasen muss man von der Sache überzeugt bleiben“

    Die sportliche Leitung stärkte Ihnen trotz wachsender Kritik bei den Fans den Rücken und Sie hielten knapp die Klasse. In der laufenden Saison läuft es nun deutlich besser: Arminia ist in der 3. Liga in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen. Dennoch gab es zuletzt „Kniat raus“-Rufe. Was macht das mit einem?

    Das lasse ich nicht an mich heran. Ich weiß auf jeden Fall, dass mein Trainerteam und ich hier immer am Anschlag arbeiten, dass wir von der Sache zu einhundert Prozent überzeugt sind. Alles andere darf mich in meiner täglichen Arbeit nicht beeinflussen. Wenn ich mich davon treiben lassen würde, wäre ich kein guter Trainer. Die 3. Liga ist extrem eng, da entscheiden oft Kleinigkeiten. Gerade in schwierigen Phasen muss man von der Sache überzeugt bleiben und darf keine wilden Sachen machen.

    Sie sind jetzt seit rund 600 Tagen als Cheftrainer im Amt und damit länger als acht Ihrer direkten Vorgänger bei der Arminia. Was zeichnet den Club aus?

    Arminia ist ein großer Traditionsverein mit riesiger Fan-Base. Es ist alles etwas größer, jeder einzelne Schritt von dir als Trainer wird hinterfragt, jede Aufstellung wird kritisch beäugt und diskutiert. Es geht sehr schnell in beide Richtungen – im Positiven wie im Negativen.

    Am Dienstag gibt’s das Kontrastprogramm zum Liga-Alltag – im DFB-Pokal-Viertelfinale treffen Sie auf den SV Werder Bremen. Das Highlight Ihrer bisherigen Trainerlaufbahn?

    Definitiv ja! Da brauche ich gar nicht drum herumzureden. Ich bin jetzt 39 Jahre alt und in meinem elften Trainerjahr, aber das ist klar mein absolutes Highlight.

    Arminia Bielefelds Mitch Kniat vor DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen: „Hätte 1000 Karten besorgen können“

    Bei Werder haben sich viele Fans das Los Arminia Bielefeld gewünscht. Hatten Sie einen Wunschgegner?

    Nein, aber ich freue mich auf jeden Fall, gegen Werder zu spielen. Nicht, weil ich die gut oder schlecht finde, sondern einfach, weil ich einen großen Bezug zu Werder habe. Ich hätte bestimmt 1.000 Karten besorgen können, weil sich unfassbar viele Leute bei mir gemeldet haben. Meine alten Chefs aus einer Bremer Zeitarbeitsfirma haben zum Beispiel beide Karten bekommen, weil ich immer gesagt habe, wenn ihr mal irgendetwas von mir braucht, meldet euch bei mir.

    Zum Hintergrund: Sie waren einst eine Saison als Berufsfußballer in Bremen für den FC Oberneuland in der Regionalliga Nord aktiv, mussten dann aber plötzlich in Kraftwerken und einer Werft schuften und Fenster einbauen. Wie kam es dazu?

    Genau, in Oberneuland hieß es damals ganz plötzlich, wir sind insolvent und wir bekommen kein Geld mehr. Wir mussten aber die Saison zu Ende spielen, das war schon krass. Da mussten wir zusehen, wie wir über die Runden kommen. Unser damaliger Trainer Peter Moussalli hatte eine Zeitarbeiterfirma und hat uns da glücklicherweise geholfen. Trotzdem war es eine ganz schwierige Zeit, wo ich wirklich sehr hart arbeiten musste. Ich habe aber nicht gejammert, die Situation angenommen und bin noch heute richtig dick mit Peter befreundet. Wir haben uns auch zusammen Werders Spiel gegen Hoffenheim (1:3, d. Red.) angeguckt.

    Sie sind 2014 dem Ruf von Peter Moussalli gefolgt und haben als Spielertrainer beim Blumenthaler SV angefangen. Weckt das Duell gegen Werder Erinnerungen an die Zeit in Bremen?

    Ja, auf jeden Fall. Es kommen ganz viele Freunde von mir aus Bremen zugucken. Wenn du einmal dort gelebt hast, weißt du: Jeder ist Werder-Fan. Es gibt nichts Anderes. Es war egal, ob wir mit Blumenthal samstags oder sonntags gespielt haben, alle hatten ihr Handy dabei und ich habe auf dem Platz sofort mitgekriegt, wenn Werder ein Tor geschossen hat. Ich glaube, wenn Werder ein Stadion hätte, wo 80.000 Fans reinpassen würden, wären auch jedes Mal 80.000 Menschen da.

    Was zeichnet die Bremer sportlich aus?

    Sie haben sich unter Ole Werner echt gefestigt. Heute hat die Mannschaft in meinen Augen wieder eine klare Handschrift vorzuweisen und steht gut da. Sie sind variabel, haben gute Spieler und Ole strahlt eine extreme Ruhe und Gelassenheit aus. Auch die Mannschaft zeigt, dass sie mit dem Dreieraufbau hinten sehr gut zurechtkommt. Zudem haben sie vorne natürlich auch Marvin Ducksch, der ist ganz gefährlich. Trotzdem werden wir uns auf uns konzentrieren, bevor wir uns Werder anpassen.

    DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen Werder Bremen und Arminia Bielefeld – Mitch Kniat: „Alle sind heiß auf dieses Spiel“

    Muss sich Werder am Dienstag also warm anziehen?

    Es ist auf jeden Fall ein Riesenvorteil für uns, dass wir ein Heimspiel in Bielefeld haben. Ich glaube, das Spiel ist auch für alle Fans ein großes Highlight. Wenn ich an die Atmosphäre denke, die wir in den Pokal-Duellen davor gehabt haben, steigt die Vorfreude enorm. Alle sind heiß auf dieses Spiel.

    Kennen Sie eigentlich jemanden persönlich beim SV Werder?

    Nicht wirklich, eher von den kleineren Vereinen drumherum. Also beim Bremer SV, Oberneuland oder Blumenthal kenne ich viele Leute, bei Werder leider nicht.

    Warum können Sie für Werder zum Stolperstein werden?

    Ich bin mir ganz, ganz sicher, dass Werder uns nicht unterschätzen wird. Ich weiß natürlich auch, dass sie der klare Favorit sind. Aber ich bin von meiner Mannschaft wirklich vollkommen überzeugt und wir können es mit dem Stadion im Rücken schaffen, dass wir alle über unsere Schmerzgrenze gehen. Für uns ist das kein Zusatz- oder Bonusspiel. Wir gehen das Ding so an, dass wir eine Runde weiterkommen wollen, um die Geschichte weiterschreiben zu können. (mwi)



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  • Niedersachsen & Bremen: Letzte Chance DFB-Pokal? Frust

    Niedersachsen & Bremen: Letzte Chance DFB-Pokal? Frust



    Niedersachsen & Bremen

    Letzte Chance DFB-Pokal? Frust bei Werder und Wolfsburg

    Werder Bremen und der VfL Wolfsburg wollen zurück in den Europacup. Doch ihre gute Ausgangslage in der Bundesliga haben beide Nordclubs erst mal verspielt. Jetzt wartet das Pokal-Viertelfinale.

    Bremen/Wolfsburg (dpa/lni) – Niemand packte die sportliche Krise von Werder Bremen in so deutliche Worte als Romano Schmid. “Ich schäme mich für den Auftritt”, sagte der österreichische Nationalspieler nach dem 0:5 (0:2) beim SC Freiburg. “Wir haben den Start ins Jahr verkackt.”

    In dieser Woche wollen sowohl Werder als auch der VfL Wolfsburg das Halbfinale des DFB-Pokals erreichen. Am nächsten Samstag (15.30 Uhr/Sky) geht es dann im direkten Nordduell in der Fußball-Bundesliga darum, den Anschluss an die Europa-League-Plätze nicht noch weiter zu verlieren.

    Doch gerade zu Beginn dieser wichtigen Woche ist der Frust bei beiden Clubs groß. Die Bremer haben vor dem Pokal-Viertelfinal-Spiel beim Drittligisten Arminia Bielefeld (Dienstag, 20.45/ZDF und Sky) nur eines ihrer acht Bundesliga-Spiele in diesem Jahr gewonnen.

    Wolfsburger Punktverluste in Serie

    Und auch die Wolfsburger ließen vor ihrem Pokalduell bei RB Leipzig (Mittwoch, 20.45 Uhr/Sky) mal wieder wichtige Ligapunkte liegen. Der VfL Bochum (1:1) war am Samstag der nächste Abstiegskandidat, den die ambitionierten “Wölfe” im eigenen Stadion nicht besiegen konnten. Das 2:2 gegen Holstein Kiel war am Samstag nicht einmal einen Monat her.

    Rechnet man die 15 Punkte hinzu, die der VfL in dieser Saison schon nach eigener Führung verspielte, wird klar: Die Wolfsburger könnten zwölf Spieltage vor dem Saisonende längst eine ganz andere Ausgangsposition haben, als den Europa-League-Plätzen als Tabellenachter weiter hinterherzulaufen.

    Dennoch: Mit den Wolfsburger Sorgen würde man bei Werder wahrscheinlich gern tauschen. “Wir machen uns das Leben einfach sehr schwer zu Hause”, sagte VfL-Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem Bochum-Spiel nur. “Wir werden ein bisschen kopflos, wenn wir in den ersten 20, 25 Minuten nicht gleich den Erfolg sehen. Das ist einfach ein Entwicklungsprozess, den wir gehen müssen. Wir haben so viele Dinge in diesem Jahr schon verbessert und angeschoben. Das ist unser Anspruch. Darauf werden wir unsere ganze Energie verwenden.”

    Stimmt es bei Werder nicht mehr?

    Sein Bremer Kollege Ole Werner wurde da am Wochenende deutlich grundsätzlicher. Bei Werder, einer der positiven Überraschungen der Bundesliga-Hinrunde, steht nicht weniger als der Verdacht im Raum, dass es mannschaftsintern nicht mehr stimmt.

    Jeder im Team müsse wieder “seinen eigenen Job machen”, sagte Werner dem ZDF. Und nicht: “Die hinten reden über die vorne. Und die vorne reden über die hinten. Ich sehe das. Und ich sehe das als Teil des Problems. Und das ist abzustellen.”

    Erstaunlich antriebslos schleppen sich die Bremer aktuell durch die Liga. “Wenn du solche Leistungen ablieferst, dann brauchst du nicht über Europa zu reden”, sagte Sportchef Clemens Fritz.

    Bielefeld schlägt Werder-Besieger

    Der DFB-Pokal ist auch eine Chance, ins internationale Geschäft zurückzukehren. Nur noch zwei Siege fehlen Werder zum Einzug ins Finale. Gegen Drittligist Bielefeld sind die Bremer selbst in ihrer aktuellen Verfassung der klare Favorit. “Wir sind Werder Bremen. Ich weiß, dass wir die bessere Mannschaft sind, wenn wir alles auf den Platz bringen”, sagte Schmid.

    Gewarnt ist der Österreicher trotzdem. Denn einer der beiden Bundesligisten, die die Bielefelder auf dem Weg in dieses Viertelfinale ‘herauswarfen, war der Werder-Bezwinger SC Freiburg (3:1).



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  • Liveticker | SC Freiburg – Werder Bremen 5:0 | 23.

    Liveticker | SC Freiburg – Werder Bremen 5:0 | 23.



    90′
    Freiburg ist am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) in Augsburg gefordert. Bremen hat vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) unter der Woche noch das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Drittligist Arminia Bielefeld (Dienstag, 20.45 Uhr) vor der Brust.


    90′
    Zum vierten Mal nacheinander bleibt Freiburg ohne Gegentor und hält die weiße Weste nun schon seit 400 Minuten. Für die Breisgauer ist das die zweitlängste Serie dieser Art in der Bundesliga, der Vereinsrekord von 510 gegentorlosen Minuten ist indes noch ein gutes Stück entfernt.


    90′
    Danach ist Schluss! Von wegen minimalistisch: Freiburg überrollte gerade in der zweiten Halbzeit Werder Bremen und feiert einen deutlichen 5:0-Sieg, den vierten in Serie. Werder erlebte einen bitteren Abend, blieb selbst offensiv harmlos und fiel gegen effiziente Breisgauer am Ende regelrecht auseinander.


    Abpfiff


    Ritsu Doan


    Freiburg darf noch über Treffer Nummer fünf Jubeln! Von Makengo in die Tiefe geschickt läuft Beste Malatini auf der linken Seite davon und gibt flach in die Mitte, wo Doan einen Schritt schneller als Agu ist und den Ball an Keeper Zetterer vorbei ins Netz legt.


    90′ +1
    Beste bekommt die Kugel links im Sechzehner, wird aber von Malatini stark abgekocht.


    90′ +1
    Drei Minuten Nachspielzeit gibt es obendrauf.


    90′
    Stage überwindet mit einem tollen Diagonalpass zwei Freiburger Linien. Doch Empfänger Ducksch verspringt der Ball an der Strafraumgrenze.


    89′
    Dinkci läuft den rechten Flügel hinunter und flankt nochmals in die Box. Dort landet die Kugel beim Bremer Malatini.


    88′
    Freiburg hört einfach nicht auf! Adamu erobert im Zentrum den Ball und wird von keinem Bremer angegangen. Doan bekommt die Kugel am rechten Strafraumeck und zielt nur wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei.


    Malatini kommt für Pieper


    84′
    Ein zarter Abschluss von Weiser, der an der Strafraumlinie aus der Drehung aufs Tor zieht. Atubolu hat den Flachschuss sicher.


    Manzambi kommt für M. Eggestein


    Makengo kommt für Günter


    81′
    Dinkci nimmt beinahe an der Mittellinie Tempo auf und marschiert bis zur Strafraumgrenze. Dort will er Günter einsetzen, bleibt aber an Pieper hängen.


    79′
    Auch wenn sich Bremen bisher noch nicht völlig aufgegeben hatte: Der vierte Gegentreffer dürfte natürlich mehr als eine Vorentscheidung gewesen sein. Dennoch schaltet Freiburg hier keinen gang zurück, sondern geht weiterhin jedem Ball hinterher.


    Ritsu Doan


    Freiburg macht es deutlich! Nachdem Doan gegen Schmid nach dem Ball stochert, geht Jung nicht zur Kugel und ermöglicht Dinkci so den Ballgewinn. Der legt an der Strafraumgrenze nochmal quer zu Doan, der die Kugel humorlos mit links rechts unten ins Netzt setzt.


    75′
    Doan nimmt einen langen Ball von Ginter stark mit, dreht rechts im Strafraum auf und will auf das linke Eck schlenzen. Agu macht jedoch seinen Stellungsfehler zuvor gleich wieder gut und wirft sich in den Schuss.


    72′
    Nun wechselt auch Julian Schuster erstmals: Die schon gegen St. Pauli sehr umtriebigen Dinkci und Beste kommen für Röhl und Doppeltorschützen Grifo.


    70′
    Weiser dribbelt von rechts an, holt gegen Günter aber nur die Ecke heraus. Diese bringt nichts ein für die Bremer.


    69′
    Höler ist nach einem langen Ball schon scheinbar alleine durch. Doch Pieper arbeitet gut zurück und trennt den Stürmer noch vor dem Sechzehner vom Ball.


    68′
    Doan klaut Schmid den Ball und leitet den nächsten Freiburger Konter ein. Günter zielt auf den rechten Pfosten, wird dabei aber von Pieper geblockt. Der Abpraller fliegt in den Fünfmeterraum, wo Höler den Hinterkopf von Agu anköpft und den Ball so über die Latte befördert.


    67′
    Agu hätte nach einem Seitenwechsel mal etwas Platz, doch dem linken Schienenspieler verspringt der Ball bei der Annahme.


    66′
    Stage und Silva kombinieren sich mit einem doppelten Doppelpass in die Box. Doch aus spitzem Winkel kann Stage keinen gefährlichen Schuss abgeben, Atubolu packt sicher zu.


    63′
    Silva legt am Strafraumrand ab zu Ducksch, dessen Weiterleitung zu Schmid hängen bleibt. Bremen bleibt allerdings am Ball: Erst blockt Sildillia eine Agu-Flanke, danach Pflückt Atubolu eine Hereingabe von Jung aus der Luft.


    Merlin Röhl


    Röhl begrüßt gleich mal Agu in der Partie und grätscht den neuen Bremer an der Seitenlinie um.


    62′
    Ole Werner hat genug gesehen und regiert mit einem dreifachen Wechsel. Unter anderem gibt Stage nach muskulären Problemen sein Comeback.


    60′
    Grifo spielt am eigenen Strafraum einen Harakiri-Pass und bringt damit Eggestein in Bedrängnis. Die Freiburger haben Glück, dass dem nachsetzenden Schmid der Ball verspringt.


    Stage kommt für Bittencourt


    Ducksch kommt für Njinmah


    59′
    Und gleich wieder der Sport-Club! Günter schlägt einen Freistoß scharf vor das Tor, wo Lynen am linken Pfosten vor Ginter zur Ecke klären kann. Die köpft anschließend Jung zwei Meter vor der eigenen Torlinie weg.


    Vincenzo Grifo


    Freiburg zeigt sich weiterhin hocheffizient! Nach einem langen Ball von Ginter narren Höler und Doan die komplette Bremer Hintermannschaft mit einem Kopfball-Doppelpass. Höler gibt von der rechten Starfraumgrenze halbhoch in die Mitte, wo Grifo völlig blank nur noch den Fuß hinhalten muss, um den Doppelpack zu schnüren.


    56′
    Pieper sucht mit einer Flanke aus dem rechten Halbraum Silva am zweiten Pfosten. Doch gegen Sildillia kommt der Stürmer nicht an die Kugel.


    55′
    Schmid und Köhn führen eine Ecke kurz aus, am Ende hebt Schmid die Kugel über alle Spieler im Sechzehner hinweg ins Aus.


    53′
    Bremen fehlen weiterhin die Ideen und auch das Tempo, um den Freiburger Riegel zu knacken – das Werder-Spiel wirkt viel zu statisch. Einen Steilpass von Schmid in den Sechzehner kann Lienhart problemlos abfangen.


    50′
    Röhl lässt auf der rechten Seite Köhn nicht gut aussehen und gibt flach in die Mitte, wo Jung den Fuß reinhält. Der Klärungsversuch landet genau bei Osterhage, der allerdings nichts Gefährliches zustande bringt.


    49′
    Weiser probiert es mal mit einer flachen Hereingabe auf Silva. Doch auch hier ist in Ginter ein Freiburger zuerst am Ball.


    48′
    Und auch der nächste lange Schlag erreicht Günter nicht. Diesmal ist der SC-Kapitän in die Box gestartet, doch der Ball fliegt über ihn hinweg ins Aus.


    47′
    Lienhart probiert es mit einem langen Schlag in Richtung Günter. Doch Pieper passt auf und ist zur Stelle.


    46′
    Weiter geht’s im Breisgau. Ohne personelle Wechsel sind beide Teams zurück auf dem Feld.


    Anpfiff 2. Hälfte


    45′
    Pause im Breisgau. Bremen ist eigentlich spielbestimmend, hat deutlich mehr Ballbesitz. Doch Freiburg verteidigt kompakt und ist giftig in den Zweikämpfen, sodass Bremen hier kaum zu Möglichkeiten kommt – die beste davon hatte zweifellos Silva vom Punkt, doch Atubolu war stark zur Stelle. Vorne nutzte der Sport-Club indes zwei Standardsituationen eiskalt aus und führt dank gewohnter Effizienz mit 2:0.


    Halbzeitpfiff


    45′ +2
    Pieper setzt zum Steilpass in die Box an, in die Bittencourt einläuft. Lienhart wirft sich dazwischen und grätscht zur Ecke, die dann nichts einbringt.


    45′ +1
    Bittencourt vertändelt an der Mittellinie den Ball und hat danach Glück, dass Grifo der Ball im Umschalten verspringt.


    45′
    Drei Minuten werden im ersten Durchgang nachgespielt.


    44′
    Freiburg ist sich auch nicht zu fein, phasenweise auch zu elft am eigenen Sechzehner zu verteidigen. Bremen findet dagegen weiterhin noch kein Mittel.


    42′
    Bremen probiert es vorrangig mit Flanken auf Silva. Doch erst klärt Günter, im zweiten Anlauf blockt Lienhart den Kopfball des Portugiesen. Danach jagt Stark den Ball aus der Distanz weit über das Tor.


    Noah Atubolu


    Silva tritt an und schießt den Ball wuchtig auf die rechte Ecke. Atubolu hat den Braten aber gerochen und pariert den halbhohen Schuss stark zur Ecke.


    Kiliann Sildillia


    Für Sildillia ist das natürlich unglücklich, er hatte die Flanke eigentlich rausköpfen wollen, dabei den Ball aber an die Hand bekommen.


    Es gibt tatsächlich den Elfmeter! Schiedsrichter Burda bewertet das Handspiel am Bildschirm selbst als strafbar und teilt dies dem Publikum auch per Funk mit.


    Allerdings meldet sich VAR Tobias Welz. Sildillia bekommt die Hereingabe von Köhn etwas unglücklich an den auf Kopfhöhe leicht abgewinkelten Arm.


    35′
    Nach dem folgenden Freistoß aus dem linken Halbfeld herrscht etwas Durcheinander im Freiburger Starfraum. Doch am Ende räumt Osterhage auf und köpft den Ball weg.


    Matthias Ginter


    Ginter hält Silva an der Seitenlinie fest und unterbindet so einen Konter der Bremer.


    Vincenzo Grifo


    Es ist die perfekte Position für Grifo – und die nutzt der auch! Aus 16 Metern halbrechter Position dreht der Italiener den Ball knapp über die Mauer ins rechte untere Eck. Zetterer ist zwar noch dran, kann den Einschlag zum 2:0 aber nicht mehr verhindern.


    33′
    Freiburg kann mal wieder umschalten und holt nach einem Foul von Lynen an Röhl eine gefährliche Freistoßposition am Strafraumrand heraus.


    31′
    Werder ist hier eigentlich das aktivere Team und sammelte bislang gut 63 Prozent Ballbesitz. Doch gegen die kompakte SC-Defensive ist kein Durchkommen, während Freiburg seine einzige echte Chance eiskalt zur Führung nutzen konnte.


    30′
    Den Eckball schlägt Schmid scharf in den Fünfmeterraum, wo Silva unter dem Ball durchspringt. Freiburg kann danach in großer Bedrängnis klären.


    30′
    Pieper schlägt einen Ball aus dem rechten Halbfeld hoch an den zweiten Pfosten. Dort geht Sildillia auf Nummer sicher und klärt vor Schmid zur Ecke.


    29′
    Nun kann die Ecke ausgeführt werden, doch bringt nur eine nächste ein. Auch dieser ruhende Ball fliegt ungefährlich durch den SC-Strafraum.


    28′
    Bevor diese ausgeführt werden kann, kommt es im Freiburger Tor zu einer kleinen Rudelbildung. Atubolu und Jung waren aneinandergeraten, danach mischen auch deren Mitspieler mit. Schiedsrichter Burda klärt das ohne Gelbe Karten.


    27′
    Auf der anderen Seite probiert es Silva mal wieder aus der Distanz. Ginter blockt seinen Schuss zur Ecke.


    27′
    Günter und Grifo klauen im gemeinsamen Pressing den Ball von Bittencourt. Grifo sucht dann den einlaufenden Röhl im Strafraum, der jedoch auf Stark aufläuft und zu Fall kommt.


    25′
    Mit der Führung im Rücken lässt der Sport-Club den Ball nun länger in den eigenen Reihen kreisen und legt sich Werder zurecht. Risiko gehen die Hausherren dabei aber nicht und kommen so kaum über das Mittelfeld hinaus.


    23′
    Schmid sucht mit einer Freistoßflanke von der linken Seite Jung im Sechzehner. Atubolu pflückt den Ball aber vorher aus der Luft und leitet den Konter ein, der aber schnell hängen bleibt.


    22′
    Röhl schlägt eine Flanke vom rechten Flügel genau an den Elfmeterpunkt, wo Doan lauert. Sein Kopfball wird von Bittencourt geblockt.


    Maximilian Eggestein


    Eggestein kommt gegen Bittencourt einen Tick zu spät und trifft den Bremer gleich mit beiden Füßen am Knöchel.


    20′
    Grifo hat den Ball im Zentrum und sucht den Steckpass in die Box. Schmid verteidigt aber mit zurück und klaut dem Freiburger den Ball.


    19′
    Werder scheint sich nicht beirren zu lassen von dem Gegentreffer und spielt weiter nach vorne. Doch Lienhart verteidigt bei einem öffnenden Pass von Pieper gegen Njinmah stark nach vorne.


    18′
    Die Großchance zum Ausgleich! Schmid hat auf der linken Seite viel Platz und flankt genau auf den Kopf von Silva. Doch leicht irritiert von Osterhage köpft der Portugiese den ball im Fallen weit rechts vorbei.


    16′
    Mit dem ersten Torschuss gehen die Hausherren damit gleich in Führung. Wie schon in den vergangenen drei Spielen stellen die Freiburger auch heute ihre Effizienz unter Beweis.


    Kiliann Sildillia


    Und nach dieser geht der Sport-Club in Führung – und wie! Die Ecke wird am kurzen Pfosten von Silva zu einer Bogenlampe geklärt, die Sildillia am zweiten Pfosten mit einem sehenswerten Fallrückzieher zum 1:0 in die Maschen haut.


    14′
    Nach einem Konter flankt Grifo in die Box, wo Stark gerade so vor dem lauernden Höler klären kann. Eggestein setzt nach, tankt sich irgendwie durch den Strafraum und schießt am Tor vorbei. Da Lynen im entscheidenen Moment noch stört, gibt es einen Eckball.


    13′
    Zetterer wird von Röhl scharf angelaufen und schlägt den Ball nicht weit genug weg genau auf Günter. Bittencourt ist aber zur Stelle und klaut dem Freiburger den Ball.


    11′
    Stark will Bittencourt zwischen den Linien anspielen, passt aber zu weit in die Füße von Lienhart.


    9′
    Doan hat im rechten halbfeld das Auge für Günter, der links in den Strafraum einläuft. Sein hoher Steilpass verfehlt den völlig freien SC-Kapitän nur um Haaresbreite.


    8′
    Der erste Abschluss gehört dem SVW. Nach einem Ballgewinn schalten die Bremer um, am Ende probiert es Silva aus 18 Metern. Sein Flachschuss ist aber kein Problem für Atubolu, der rechtzeitig in seinem linken Eck ist.


    7′
    Beide Teams müssen sich noch finden, aktuell häufen sich noch die Abspielfehler im Mittelfeld.


    5′
    Jung wird an der Seitenlinie von Röhl robust abgeräumt und bleibt kurz liegen. Es geht aber weiter beim Bremer.


    4′
    Nun zeigen sich die Bremer vorne, wo eine Flanke zu Köhn durchrutscht. Der will den Ball von links nochmals scharf machen, schießt dabei aber Sildillia an. Die Proteste wegen eines möglichen Handspiel des Freiburgers versanden schnell.


    3′
    Nach dem folgenden Einwurf bekommt Bremen den Ball nicht weg, Eggestein hebt den Ball nochmals in den Sechzehner, wo Ginter völlig frei vor Zetterer steht. Sein Kopfball ist aber mehr eine Rückgabe. Zudem wäre es wohl Abseits gewesen.


    3′
    Eine erste Flanke fliegt zu Doan am rechten Strafraumeck. Köhn ist vorher zur Stelle.


    2′
    Nach einer längeren Ballbesitzphase der Gäste hat Freiburg erstmals den Ball. Werder versucht, gleich früh ins Pressing zu gehen.


    1′
    Der Ball rollt im Breisgau! Die Gäste aus Bremen haben angestoßen.


    Anpfiff


    Schiedsrichter der Partie ist Max Burda, für den 35-Jährigen ist es erst der zweite Einsatz im Oberhaus. Unterstützt wird er heute von VAR Tobias Welz.


    Thema unter der Woche war Freiburgs Misere vom Punkt: Gegen St. Pauli verschoss der Sport-Club saisonübergreifend den sechsten Elfmeter in Folge und jagt nun den “Rekord” vom BVB, der zwischen November 1963 und Januar 1965 siebenmal nacheinander aus elf Metern scheiterte. Im Fokus steht dabei Grifo, der seine letzten drei Strafstöße alle verballerte – vier Fehlschüsse in Serie schafften in der Bundesliga nur fünf Spieler, darunter Bruno Labbadia und Klaas Jan Huntelaar.


    Ole Werner tauscht dagegen bei Bremen viermal: Pieper vertritt Veljkovic in der Dreierkette, der mit Rückenproblemen fehlt. Außerdem spielen Köhn, Njinmah und erstmals von Beginn an Silva für Kaboré, Grüll und Ducksch (alle Bank). Dort nimmt vorerst auch Stage Platz, der nach muskulären Problemen vor seinem Comeback steht.


    SC-Coach Julian Schuster sieht nach dem 1:0-Sieg auf St. Pauli keinerlei Änderungsbedarf und setzt erneut auf die gleiche Anfangself. Nach ausgestandenem Infekt zurück im Kader sind Kübler und Gregoritsch, dafür fehlt heute Rosenfelder erkrankt.


    Bei Werder rückt der Traum von Europa dagegen wieder in größere Ferne. Auf einen perfekten Dezember (vier Siege in vier Spielen) folgte im neuen Jahr nur noch ein Sieg aus sieben Partien – zuletzt gab es gar zwei Niederlagen in Folge in München (0:3) und gegen Hoffenheim (1:3). Als Tabellen-10. hat der SVW allerdings nur sechs Zähler Rückstand auf den heutigen Gegner Freiburg.


    Dreimal in Folge hat der Sport-Club nun mit 1:0 gewonnen, zuletzt bei St. Pauli. Die Freiburger sind damit dem Vierten Leipzig dicht auf den Fersen, nur ein Punkt trennt sie von den Champions-League-Rängen. Trainer Julian Schuster will die Tabelle aber bewusst ignorieren und die Konzentration darauf legen, “was wir mit unserer Arbeit beeinflussen können”.


    Freiburg ist in der aktuellen Saison zuhause eine Macht und hat mit sieben Siegen und zwei Remis in zehn Heimspielen schon genauso viele Punkte (22) geholt wie in der gesamten Vorsaison. Die Bremer haben dafür auswärts einen Lauf: 17 Punkte gab es aus elf Spielen in der Fremde und damit ebenfalls bereits so viele wie in der gesamten Spielzeit 2023/24.


    Die Bundesliga biegt ins letzte Saisondrittel ein: Zum Auftakt des 23. Spieltags treffen der SC Freiburg und Werder Bremen aufeinander. Anpfiff im Europa-Park-Stadion ist um 20.30 Uhr.



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  • Werder Bremen holt ersten Auswärtspunkt in Wildungen

    Werder Bremen holt ersten Auswärtspunkt in Wildungen


    Die Lage des SV Werder im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga der Frauen bliebt kompliziert – aber sie ist weiterhin nicht aussichtslos. Durch das 22:22 am Sonnabend bei der HSG Bad Wildungen verpasste die Mannschaft von Bremens Interims-Trainer Patrice Giron zwar einen Befreiungsschlag in diesem Vier-Punkte-Spiel, andererseits holte Werder damit den ersten Auswärtspunkt der Saison – ein Zähler, der in der Endabrechnung noch wichtig werden könnte. Bitter: Werder führte zur Halbzeit verdient mit fünf Toren (12:7), brachte das aber nicht ins Ziel.

    So ist die Lage im Keller: Werder steht mit acht Punkten auf dem vorletzten Platz, hat aber noch ein Nachholspiel. Für die Grün-Weißen stehen noch elf Spiele aus, es gibt also noch 22 Punkte zu holen und damit genügend Möglichkeiten, den erstmaligen Abstieg nach dem Aufstieg vor zehn Jahren zu verhindern.

    Das macht Mut: Die Mannschaft spielt seit dem Trainerwechsel einen völlig anderen Handball, mit mehr Tempo, mehr Teamgeist und mehr Aktionen im Rückraum. Es wirkt, als hätte Giron Blockaden bei den Spielerinnen gelöst. Der Trainer geht auch jetzt mit positivem Denken voran: „Wir haben auswärts in der ersten Halbzeit nur sieben Gegentore zugelassen, das ist selten in dieser Liga. Unsere Halbzeitführung war nach einer tollen Hälfte auch in der Höhe verdient. Und obwohl Bad Wildungen in der letzten Minute mit 22:21 in Führung lag, haben wir vor diesem Heimpublikum weiter dagegengehalten und sind nicht leer ausgegangen.“

    Das macht Probleme: Primär der Kopf. Wieder hatte Werder deutlich geführt, wieder sorgten eine offensive 3-3-Deckung des Gegners und Zeitstrafen dafür, dass die Führung bröckelte. In solchen Phasen fehlt es an Leitfiguren auf dem Feld, um die Nerven und den Überblick zu behalten – im Jahr ein nach der herausragenden Spielmacherin Denise Engelke ist das ein anhaltendes Thema. Die freien Fehlwürfe sind unverändert zu hoch: Werder wirft in manchen Spielabschnitten mehr komplizierte Tore als einfache. Andersherum wäre es für den Spielstand und das Selbstbewusstsein besser.

    Die Lernkurve: Die Abwehr arbeitet deutlich stabiler. Das sonst so starke Spiel von Bad Wildungen über den Kreis konnte Werder zum Beispiel komplett stoppen, „das haben sich die Mädels im Training gezielt erarbeitet“, lobt Giron. Andererseits verursachte Werder in der Abwehr neun Siebenmeter und bekam selbst nur einen. Clever mit Heimschiedsrichtern umgehen zu können, wenn man sie schon ertragen muss, das könnte also noch gelernt werden.

    Schlüsselspieler für den Abstiegskampf: Werder wird starke Torwart-Leistungen brauchen, um enge Spiele zu gewinnen. Deshalb ist es gut, dass Wioleta Pajak und Yasmin Friesen gegen Bad Wildungen nun wieder stark waren. Vorher war das phasenweise anders. Zudem muss sich Naomi Conze im Rückraum mehr zutrauen: Wenn sie mit Tempo zum Tor und ins Eins-gegen-eins geht, ist sie in dieser Liga kaum zu stoppen und kann den Unterschied ausmachen.

    Die Perspektive: Giron arbeitet zweigleisig. Die Chance auf den Ligaverbleib ist gegeben, andererseits ist es dem Trainer wichtig, dass Werder im Falle eines Abstiegs nicht komplett neu aufbauen muss. Die Spielerinnen sollen Lust auf Handball und auf Werder haben, dafür steht er mit seinem positiven Denken. Giron über die Saison hinaus in einer Funktion im Werder-Handball zu halten, könnte eine Überlegung wert sein, wenn er das denn wieder will. Er war schon einmal Sportlicher Leiter. Im wichtigen Nachholspiel empfängt Werder am Freitagabend (19.30 Uhr) HSV Solingen.

    SV Werder: Pajak, Friesen – Conze (2), Schumacher (1), Probst (1), Becker (3), Häberle (4), Bergmann (4), E. Ruwe (2), L. Ruwe (3), Zemke, Thorn (1), Albert, Birk, Rode (1/1)

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  • Werder: Jetzt steht die bisherige Saison auf dem Spiel

    Werder: Jetzt steht die bisherige Saison auf dem Spiel



    Zum Jahreswechsel stand der SV Werder Bremen so gut da wie lange nicht – seitdem geht es abwärts. Verspielt man in kurzer Zeit nun das, was die vergangenen Monate aufgebaut wurde?

    "Ein bisschen schäme ich mich": Werder-Profi Romano Schmid (l.) nach dem 0:5 in Freiburg.


    “Ein bisschen schäme ich mich”: Werder-Profi Romano Schmid (l.) nach dem 0:5 in Freiburg.

    picture alliance/dpa


    Die Selbstkritik am Freitagabend fiel harsch aus, und doch verblieb der Eindruck, dass sich die Zitatgeber aus dem Lager des SV Werder Bremen mit ihren Aussagen noch zurückhielten. Romano Schmid beließ es nach dem 0:5 in Freiburg dabei zu offenbaren, “dass ich mich schon ein bisschen schäme”. Und Clemens Fritz wollte “gar nicht auf die Details eingehen”, nur so viel ließ der Sportchef ob der “schlechtesten Saisonleistung” wissen: “Die zweite Halbzeit war eine Katastrophe.”


    Bis zum 20. Spieltag noch hatten die Bremer in dieser Spielzeit keine zwei Niederlagen in Serie hinnehmen müssen; auf schwache Auftritte gegen den FC Bayern (0:5) oder Borussia Mönchengladbach (1:4) folgte sogleich eine entsprechende Reaktion, jeweils mit einem Sieg. Nach der bereits dritten Bundesliga-Niederlage im dritten Februar-Spiel wurde in Freiburg nun allerdings ein Tiefpunkt der laufenden Saison erreicht.

    Bröckelt der Werder-Zusammenhalt?


    Die Mannschaft erscheint schwer angeschlagen – und innerlich längst nicht mehr so gefestigt wie noch zum Jahresende 2024. Da hatte man mit einem perfekten Dezember und vier Pflichtspielsiegen aus vier Partien ja berechtigterweise die Hoffnung genährt, sich im Jahr 2025 möglicherweise nach langer Zeit mal wieder mit dem internationalen Geschäft beschäftigen zu dürfen. Nach 15 Spieltagen stand der Klub nach Punkten so gut da wie zuletzt 2011/12.


    Stimmen von einem außergewöhnlichen Teamzusammenhalt gingen nicht nur den kicker-Interviews mit Mitchell Weiser oder auch mit Marvin Ducksch hervor. Nach der 0:5-Klatsche im Breisgau war bei Ole Werner nun jedoch die Rede davon, dass “keiner mit dem Finger auf andere zeigen” dürfe, so der Bremer Cheftrainer: “Das sehe ich. Es ist Teil unseres Problems und das ist abzustellen.”

    Europa? Die Stimmung hat sich komplett gedreht


    Innerhalb von acht Spielen seit Jahresbeginn mit nur einem Sieg und fünf Niederlagen hat sich die Stimmung am Osterdeich komplett gedreht: Statt auch nur noch einen einzigen Gedanken an Europa zu verschwenden, stutzte Werner den Realitätssinn im Werder-Kosmos deutlich zurecht: “Vielleicht haben wir auch schon gedacht, dass wir ein bisschen weiter sind, als wir wirklich sind”, befand der 36-Jährige.


    An der Weser gehe es “immer schnell, auch drumherum” darum, sagte Werner, “dass wir reden, dass wir von der Vergangenheit träumen” – und wenn all das der Fall sei, “dann kriegen wir auf den Deckel”. Das sei der Status quo im Jahr 2025 beim SV Werder Bremen.

    Noch bestehen Chancen auf mehr


    Tendenziell lenkte Werner den Blick gar eher nach unten: “Die Saison ist nicht vorbei. Wir werden noch Punkte brauchen.” Für den Klassenerhalt versteht sich; zehn fehlen noch bis zur ominösen 40-Punkte-Marke, die zumindest offiziell als Saisonziel ausgegeben wurde.


    Inoffiziell hingegen soll es um mehr gehen, und es ist ja zumindest tabellarisch nach wie vor nicht so, dass Werder angesichts einer Handvoll Punkte Rückstand auf die einstelligen Platzierungen bereits völlig aussichtslos wäre. Noch eröffnet die anständige Vorarbeit bis zu jenem 15. Spieltag gewisse Möglichkeiten.

    Verspielt Werder die Saison vorzeitig?


    Doch jetzt ist für die Bremer die Zeit gekommen, in der die gesamte bisherige Saison auf dem Spiel steht. Gerade die kommenden Partien gegen Wolfsburg und zwei Spiele später gegen Gladbach dürften in der Bundesliga darüber entscheiden, ob Werder die zuvor über Monate erfolgreiche Arbeit vorzeitig verspielt – oder die eigenen Ambitionen eben noch nicht komplett aufgegeben werden müssen.


    Und dann ist da ja noch das vorerst wohl wichtigste Spiel der restlichen Saison am kommenden Dienstag in Bielefeld, im DFB-Pokal-Viertelfinale. Ein dortiges Weiterkommen würde die Chance auf eine bedeutende Saison sowie die Qualifikation für Europa perspektivisch ebenfalls weiter aufrechterhalten.


    Diese Möglichkeit erscheint – aufgrund des kürzeren Weges – aktuell jedenfalls durchaus größer als in der Liga. Andererseits machte Sportchef Fritz noch am Freitagabend in Freiburg auch mit Blick auf den vermeintlich kleinen Gegner aus der 3. Liga deutlich: “Wenn du so in Bielefeld aufläufst, dann wird das auch nichts werden.”



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