Ende Januar erreichte Borussia Dortmund die bittere Nachricht: Felix Nmecha hat sich eine Bänderverletzung im Knie zugezogen. Seitdem fehlt der Mittelfeldspieler dem BVB – und mit einem schnellen Comeback ist nicht zu rechnen.
Er „wird wochenlang ausfallen“, hieß es damals seitens des BVB. Nun ist klar, wie lange Felix Nmecha noch fehlen wird. Vor dem Champions-League-Spiel gegen Sporting Lissabon gab Trainer Niko Kovac ein bitteres Update.
Borussia Dortmund: Nmecha fehlt noch länger
Im Heimspiel gegen Werder Bremen passierte es. Nach einem Zweikampf mit Bremens Marco Grüll blieb Nmecha am Boden liegen, hielt sich das Knie und humpelte schließlich vom Platz. Schon nach 12 Minuten musste der Mittelfeldspieler verletzt ausgewechselt werden.
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Die schlimmsten Befürchtungen bestätigten sich danach allerdings nicht: Nmecha zog sich keinen Kreuzbandriss, sondern nur eine nicht näher definierte Bänderverletzung im Knie zu. Auch zur Ausfallzeit machte der BVB bislang keine genaueren Angaben, sprach nur von mehreren Wochen.
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Nun hat sich Kovac zu Nmecha geäußert. „Felix wird noch eine Zeit lang ausfallen. Ich rechne nicht damit, dass er im Februar wiederkommt“, stellte er klar. Wenn alles gut laufe, würde Nmecha wohl Mitte bis Ende März zurückkommen. Anpeilen dürfte man beim BVB also die Länderspielpause im März. Ein Comeback scheint frühstens am 30. März gegen Mainz realistisch.
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„Er ist ein richtig guter Fußballer“
Wenn Nmecha dann aber wieder da ist, dürfte er unter Kovac eine wichtige Rolle einnehmen. „Ich kenne ihn aus Wolfsburg, er ist ein richtig guter Fußballer und wird mit großer Wahrscheinlichkeit eine gute Rolle spielen, sobald er wieder fit ist“, so der neue BVB-Coach.
Am Sonntagabend stieg in Turin mit dem Derby d’Italia zwischen Juventus und Inter das Topspiel der 25. Runde in der Serie A. Meister Inter verspielte dabei eine große Möglichkeit auf die Tabellenspitze.
16. Februar 2025
Von: azl
In Turin war alles für einen wahren Fußballleckerbissen angerichtet. Auf der einen Seite benötigte Juventus dringend Punkte um nicht wertvolle Zähler im Kampf um die Champions-League-Plätze zu verlieren, während Inter nach Napolis Unentschieden mit einem Sieg die Tabellenführung übernehmen hätte können.
In einer spannenden Partie mit zahlreichen Chancen auf beiden Seite startete der amtierende Meister aus Mailand besser in die Partie. Die Truppe von Simone Inzaghi ließ den Ball gut laufen und hatte mit Denzel Dumfries die beste Möglichkeit auf die Führung: Bei einem Konter traf der Holländer nur den Pfosten. Juventus war im Gegensatz im Umschaltspiel gefährlich.
Im zweiten Durchgang drückten die Turiner vermehrt auf die Führung und belohnten sich in der 74. Minute durch Francisco Conceição. Der Portugiese stand nach einem Getümmel im Strafraum von Inter goldrichtig und verwandelte trocken ins lange Eck zum umjubelten Siegtreffer. Für die Mailänder, die nun zwei Zähler Rückstand auf Ligaprimus Napoli haben, war es die zweite Auswärtsniederlage in Folge.
Zuvor setzte sich Udinese zu hause deutlich mit 3:0 gegen Empoli durch. Fiorentina erlitt gegen Como die zweite Niederlage in Folge. Die Toskaner hatten mit 0:2 das Nachsehen. Roma holte einen wichtigen 1:0-Auswärtssieg bei Parma. Die Partie zwischen Monza und Lecce endete torlos.
Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick übt deutliche Kritik an der BVB-Kaderplanung. Der „Fixpunkt einer Spielidee“ werde seit Jahren nicht mehr verfolgt.
4 Min Lesezeit
Hier gibt es alle BVB-News und Gerüchte:
16. Februar, 17.17 Uhr: Ragnick übt massive Kritik an BVB-Kaderplanung
Ralf Rangnick (66) hat in der sportlichen Krise von Borussia Dortmund die Kaderplanung des Klubs kritisiert. Der österreichische Nationalcoach war vor der Verpflichtung von Niko Kovac selbst ein Trainerkandidat beim BVB und sagte bei „Bild Sport“: „Man hat nicht das Gefühl, dass als Überschrift steht: Wie wollen wir eigentlich spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern nicht den Vorwurf machen. Sondern das liegt daran, dass über Jahre hinweg dieser Fixpunkt einer Spielidee nicht mehr verfolgt worden ist.“
Rangnick hatte im Januar in Salzburg Gespräche mit Hans-Joachim Watzke und Lars Ricken über ein mögliches Engagement bei den Schwarzgelben gesprochen, letztlich aber abgesagt. Die Krise der Dortmunder hat seiner Meinung nach einen langen Vorlauf.
„Gehen wir mal in die Zeit zurück, in der der BVB am erfolgreichsten war in den letzten 20 Jahren. Das waren die Jahre unter Jürgen Klopp“, sagte Rangnick. „Damals hat man von Anfang an in der Kaderzusammenstellung darauf geachtet, dass die Spieler zu der gewünschten Spielweise von Jürgen Klopp passen. Damals gab es drei Entscheider, die auch nach außen hin die Entscheider waren mit Aki Watzke, mit Michael Zorc und mit Jürgen Klopp. Und in jedem Transferfenster hat man diesen Kader zusammengestellt, der dann am Ende zweimal Deutscher Meister und Pokalsieger wurde.“
Damals sei der BVB „tatsächlich eine Marke“ gewesen, so Rangnick. „Jetzt haben sie den zehnten oder zwölften Trainer seit Jürgen Klopp nicht mehr da ist. Aber man hat einfach nicht mehr stringent nach irgendeiner vorgestellten Spielweise den Kader zusammengestellt.“
16. Februar, 16.28 Uhr: Diallo sichert Auswärtssieg der BVB-U19
Borussia Dortmunds U19 hat das Aus in der Youth League gegen Real Madrid gut verkraftet. Bei Union Berlin siegte die Mannschaft von Mike Tullberg am Sonntag mt 4:2 (1:2) und drehte dabei einen zweimaligen Rückstand. Zum Matchwinner avancierte Ousmane Diallo mit einem Doppelpack (73., 82.).
Den besseren Start erwischten jedoch die Gastgeber. Nach einem Fehler von BVB-Rechtsverteidiger William Rashidi schob Musa Alkan zur Berliner Führung ein. Dortmund fand durch Pharell Kegni jedoch die direkte Antwort (6.). Eine weitere Unaufmerksamkeit in der Defensive führte nach Foul von Dortmunds Torhüter Robin Lisewski zur erneuten Union-Führung per Elfmeter durch Duje Sliskovic (19.).
Nach insgesamt vier Wechseln bis zur 71. Minute übernahmen die Schwarzgelben immer mehr die Spielkontrolle und drehten die Partie innerhalb von zehn Minuten durch Diallo und Joker Alex Niziolek (77.). „Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit bestimmt und die drei Tore erzwungen“, sagte Tullberg. In der Tabelle rückt der BVB mit sechs Punkten auf Rang zwei vor. Am kommenden Samstag (12 Uhr) folgt ein weiteres Auswärtsspiel beim Tabellenvierten FSV Mainz 05.
15. Februar. 18.23 Uhr: BVB-U23 beendet Sieglos-Serie gegen Sandhausen
Die BVB-U23 ist zurück in der Erfolgsspur. Durch ein 1:0 gegen den SV Sandhausen beendete die schwarzgelbe Drittliga-Filiale ihre seit drei Spielen andauernde Sieg- und Torlos-Serie. Den Treffer des Tages erzielte Franz Roggow nach einem Doppelpass mit Jordi Paulina nach 17 Minuten.
Der BVB war in der ersten Hälfte drückend überlegen, vergab jedoch eine Reihe von Großchancen. Die dickste gab es nach 27 Minuten, als Michael Eberwein die Latte traf. Nach der Pause ein anderes Bild: Sandhausen drückte, die Borussia geriet vollkommen in die Defensive. Sie hatte in Torwart Marcel Lotka aber einen starken Rückhalt, der den Sieg festhielt.
„Ich bin erleichtert und zufrieden. In der ersten Hälfte haben wir genau das auf dem Platz bekommen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben es aber versäumt, deutlich höher zu führen. Ein 2:0, 3:0 wäre möglich gewesen. In der zweiten Halbzeit haben wir eine tolle kämpferische Leistung geboten und es als Mannschaft rigoros verteidigt“, befand BVB-U23-Trainer Jan Zimmermann.
12. Februar, 12 Uhr: DFB terminiert Drittliga-Spieltage der BVB-U23
Der DFB hat die Spieltage 27 bis 30 in der 3. Liga terminiert. Glück für die U23 von Borussia Dortmund: An diesen vier Spieltagen findet keine Begegnung parallel zu den Profis statt. Eine Partie steigt allerdings am Achtelfinal-Spieltag der Champions League. Die Ansetzungen im Überblick:
06. Februar, 13.08 Uhr: DFL terminiert Bundesliga-Spieltage 25 bis 27
Die Deutsche Fußball Liga hat am Donnerstag die zeitegnauen Ansetzungen für die Bundesliga-Spieltage 25 bis 27 bekanntgegeben. Alle BVB-Termine auf einen Blick:
Trübe Zeiten bei Borussia Dortmund. Das überzeugende 3:0 in Lissabon hatte die Hoffnung auf ein Trendwende aufflackern lassen, doch in Bochum (0:2) zeigte der BVB wieder sein altes Gesicht. Nun folgen die nächsten schlechten Nachrichten.
Auch von der Personalfront gibt es nichts Gutes zu berichten. Zwei Spieler, die Niko Kovac in den nächsten Spielen nur zu gut gebrauchen könnte, plagen sich weiter mit Problemen herum. Ein Comeback scheint zumindest gegen Sporting unwahrscheinlich.
Borussia Dortmund: Schlechte Nachrichten nach Bochum-Pleite
Julian Ryerson wurde beim bodenlosen Auftritt im kleinen Derby schmerzlichst vermisst. Kovac hatte es mit dem gerade erst genesenen Niklas Süle als Ersatz versucht. Es ging heftig daneben. Doch auch der eingewechselte Yan Couto lieferte den nächsten miserablen Auftritt ab. Jetzt kehrt der Norweger zurück und schließt zumindest eine Baustelle. Doch andere bleiben zwangsläufig offen.
+++ Borussia Dortmund wird komplett zerlegt! Diese Worte zeigen das ganze Drama auf +++
Ramy Bensebaini wird wohl auch beim Rückspiel in den Playoffs der Champions League fehlen. Der Algerier fehlte mit seiner Muskelverhärtung auch beim Ersatzspielertraining am Tag nach der Bochum-Pleite, berichten die „Ruhr Nachrichten“. Ein Einsatz am Mittwoch (18.45 Uhr) ist damit ziemlich unwahrscheinlich.
Chukwuemeka wackelt
Und auch auf Carney Chukwuemeka muss der BVB gegen Sporting Lissabon womöglich verzichten. Schon sein Debüt musste wegen Knieproblemen verschoben werden. Nach dem ersten Kurzauftritt in Schwarzgelb kamen die Schmerzen wieder auf, in Bochum fehlte er erneut. Und auch das folgende Training am Sonntag konnte er nur sehr wohldosiert mitmachen. Ohne Spielpraxis und mit Problemen am Knie wird man besonders vorsichtig mit der Winterleihe umgehen. Nach dem 3:0 im Hinspiel dürfte man sich das Comeback am Mittwoch zweimal überlegen.
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Dabei bräuchte man einen funktionierenden „Achter“ besonders dringend. Unter vielen Baustellen ist das Kreativzentrum von Borussia Dortmund die größte. Brandt, Sabitzer und Groß sind völlig außer Form, Nmecha noch lange verletzt (hier alle Einzelheiten) und Besserung bei allen vieren nicht in Sicht. Auf Hoffnungsträger Chukwuemeka muss man wohl dennoch mindestens bis Samstag (15.30 Uhr, Union Berlin) warten.
Die Kritik von Matthias Sammer klingt noch heute in den Ohren. Nach der Pleite von Borussia Dortmund in der Champions League beim FC Bologna (1:2) nahm der 57-Jährige kein Blatt vor den Mund. „Die Mannschaft kann nicht verteidigen, aber angreifen kann sie auch nicht. Es gibt keine klare Struktur, es fällt alles auseinander“, fand der Berater von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (65) deutliche Worte.
Die Kritik äußerte Sammer jedoch nicht intern, sondern vor Fernsehkameras. Der ehemalige Meistertrainer tadelte die Elf Mitte Januar in seiner Funktion als TV-Experte bei Prime Video. Das kam nicht überall gut an, vor allem auch deshalb, weil Nuri Şahin (36) anschließend seinen Job als Trainer der Borussia verlor.
Seit gut sieben Jahren berät der 57-Jährige die Dortmunder Vereinsführung um Watzke. Um solchen Konflikten in Zukunft aus dem Wege zu gehen, ersetzt Patrick Owomoyela bei Spielen des BVB in der „Königsklasse“ Sammer. Eine durchaus erstaunliche Wahl, denn der 45 Jahre alte Ex-Profi wirkt für die Schwarz-Gelben als Klubrepräsentant.
Auch einst beim FC Bayern im Amt
Aber auch Sammer ist nicht von den Bildschirmen verschwunden. Am Dienstagabend analysiert er als Experte das CL-Play-off-Rückspiel des FC Bayern München gegen Celtic Glasgow (18. Februar, 21 Uhr). Seine Tätigkeit für den deutschen Rekordmeister liegt mittlerweile fast neun Jahre zurück. Von 2012 bis 2016 amtierte der gebürtige Dresdener an der Säbener Straße als Sportvorstand. Ein Interessenkonflikt lässt sich daher wohl ausschließen.
In München zählen neben Sammer Moderator Alex Schlüter (39), die beiden Mit-Experten Christoph Kramer (33) und Josephine Henning (35) zum Analyse-Team von Amazon Prime. Kommentiert wird die Begegnung von Jonas Friedrich (44) und Ex-Schalke-Profi Benedikt Höwedes (36).
Auswechslung zur Pause: Ist Marvin Ducksch bei Werder Bremen nach der Niederlage gegen die TSG Hoffenheim nicht mehr unantastbar? Das sagt Ole Werner!
Bremen – Es war eine Szene mit Seltenheitswert. Gegen den 1. FC Köln hatte es Vergleichbares mal im Januar 2023 gegeben, doch da hatte der SV Werder Bremen nach einer insgesamt desaströsen Darbietung auch mit 1:7 verloren – und schon zur Pause mit 1:5 zurückgelegen. Damals wie Sonntag passierte es, dass Marvin Ducksch schon nach 45 Minuten ausgewechselt wurde. Das kommt sonst eigentlich nie vor, denn Trainer Ole Werner vertraut voll auf seinen Angreifer, verzeiht ihm auch mal Schwächephasen und lässt ihn auf dem Platz, wenn es nicht so gut für ihn läuft. Immer in der Hoffnung auf den einen Moment, den Ducksch noch haben und der Werder zum Sieg oder wenigstens Remis verhelfen könnte. Mehrmals hat der Coach mit dieser Marschroute schon Erfolg gehabt, doch gegen die TSG Hoffenheim (1:3) änderte der 36-Jährige seine Meinung und erwartete offenkundig wohl keine Impulse mehr. Ist Ducksch also nicht mehr unantastbar beim SVW?
Marvin Ducksch nicht mehr unantastbar bei Werder Bremen? Ole Werner: „Wir wollten vorne einen anderen Spielertyp haben“
„Wir haben drei Wechsel in der Halbzeit vorgenommen, weil wir eine andere Energie auf dem Platz haben wollten – sowohl offensiv als auch defensiv“, begründet Ole Werner seine Entscheidung. „Wir wollten vorne einen anderen Spielertypen haben, weil wir es nicht geschafft haben, spielerische Lösungen in den Halbräumen zu finden.“ Kurz nach der frühen Führung des SV Werder Bremen hatten die Hoffenheimer verändert agiert, viel höher und intensiver gepresst. Werder kam damit nicht zurecht und ließ fußballerisch merklich nach. Mit André Silva – so der Gedanke – sollte die Drucklinie der TSG Hoffenheim besser überspielt werden. Geklappt hat der Strategiewechsel bekanntlich nur bedingt, trotz etwas mehr Schwung in Durchgang zwei.
Trotz schwacher Leistung schützt Werder Bremens Ole Werner Marvin Ducksch: „Kann sich der eine oder andere eine Scheibe abschneiden“
So oder so: Bei Werder Bremen sind sie weit davon entfernt, Marvin Ducksch jetzt aus der Startelf zu reden. „Duckschi hat sich in den letzten Wochen komplett in den Dienst der Mannschaft gestellt, arbeitet viel, er tut und macht“, lobt Ole Werner den 30-Jährigen. „Im Winter hatte er ja auch noch einen kleinen Eingriff an der Schilddrüse, hat trotzdem bisher jedes Spiel gemacht und von Beginn an gespielt. Davor kann ich nur den Hut ziehen. Da kann sich der eine oder andere eine Scheibe abschneiden.“ Ganz ähnlich argumentiert Peter Niemeyer als Werders Leiter Profifußball: „Die Mannschaft steht über allem – und Marvin hat sich in den letzten Wochen aufgerieben und immer gespielt, obwohl er eigentlich keine Vorbereitung hatte.“ Und der 41-Jährige betont: „Es gilt das Leistungsprinzip, also muss jeder grundsätzlich Leistung bringen. Aber ich muss sagen, dass Marvin genau das immer wieder getan hat. Punkt.“ (mbü)
Trübe Zeiten bei Borussia Dortmund. Das überzeugende 3:0 in Lissabon hatte die Hoffnung auf ein Trendwende aufflackern lassen, doch in Bochum (0:2) zeigte der BVB wieder sein altes Gesicht. Nun folgen die nächsten schlechten Nachrichten.
Auch von der Personalfront gibt es nichts Gutes zu berichten. Zwei Spieler, die Niko Kovac in den nächsten Spielen nur zu gut gebrauchen könnte, plagen sich weiter mit Problemen herum. Ein Comeback scheint zumindest gegen Sporting unwahrscheinlich.
Borussia Dortmund: Schlechte Nachrichten nach Bochum-Pleite
Julian Ryerson wurde beim bodenlosen Auftritt im kleinen Derby schmerzlichst vermisst. Kovac hatte es mit dem gerade erst genesenen Niklas Süle als Ersatz versucht. Es ging heftig daneben. Doch auch der eingewechselte Yan Couto lieferte den nächsten miserablen Auftritt ab. Jetzt kehrt der Norweger zurück und schließt zumindest eine Baustelle. Doch andere bleiben zwangsläufig offen.
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Ramy Bensebaini wird wohl auch beim Rückspiel in den Playoffs der Champions League fehlen. Der Algerier fehlte mit seiner Muskelverhärtung auch beim Ersatzspielertraining am Tag nach der Bochum-Pleite, berichten die „Ruhr Nachrichten“. Ein Einsatz am Mittwoch (18.45 Uhr) ist damit ziemlich unwahrscheinlich.
Chukwuemeka wackelt
Und auch auf Carney Chukwuemeka muss der BVB gegen Sporting Lissabon womöglich verzichten. Schon sein Debüt musste wegen Knieproblemen verschoben werden. Nach dem ersten Kurzauftritt in Schwarzgelb kamen die Schmerzen wieder auf, in Bochum fehlte er erneut. Und auch das folgende Training am Sonntag konnte er nur sehr wohldosiert mitmachen. Ohne Spielpraxis und mit Problemen am Knie wird man besonders vorsichtig mit der Winterleihe umgehen. Nach dem 3:0 im Hinspiel dürfte man sich das Comeback am Mittwoch zweimal überlegen.
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Der jüngst noch in Dortmund gehandelte Ralf Rangnick übt scharfe Grundsatzkritik am Klub – und rätselt auch über die BVB-Auftritte von Marcel Sabitzer.
Borussia Dortmund ist auch dem österreichischen Nationaltrainer Ralf Rangnick ein Rätsel. Vor allem, wenn er auf seinen Schützling Marcel Sabitzer blickt.
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In einem Interview bei BildTV brach der langjährige Bundesliga-Coach am Sonntag eine Lanze für Sabitzer: Er habe im ÖFB-Team stets performt und zu den Leistungsträgern gehört. „Wenn du ihn jetzt in Dortmund spielen siehst, ist er fast nicht wiederzuerkennen. Das muss ja irgendwelche Gründe haben.“
Rangnick: Beim BVB sind die Spieler schlechter
Sabitzer war am Samstag mit dem BVB in Bochum mit 0:2 untergegangen, in der Bundesliga steht Dortmund auf Rang elf. Es ist die größte Krise seit vielen Jahren.
Woran es liegt? Einen häufig gewählten Erklärungsansatz lehnte Rangnick ab: „Ich bin kein so großer Freund von Mentalitätsdebatten. Die Vorstellung, dass die Spieler in Dortmund plötzlich eine schlechte Mentalität haben und gerne Spiele verlieren, glaube ich einfach nicht. Das ist nicht der Fall.“
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Es müsse also „schon auch andere Gründe geben, warum die Spieler in Dortmund gefühlt immer schlechter spielen als woanders.“ Es handele sich schließlich um Profis, „die, bevor sie zum BVB gewechselt sind, in ihren Vereinen über viele Jahre richtig gute Leistungen gebracht haben.“
Rangnick hinterfragt Dortmunds Transferpolitik
Seit kurzem hat beim BVB Trainer Niko Kovac das Sagen. Vor seiner Einstellung war auch Rangnick ein Kandidat, wie er selbst bestätigte. Es habe Gespräche gegeben, aber seine Aufgaben in Österreich stünden für ihn im Vordergrund.
Auch vor dem Hintergrund seiner Absage an Dortmund ist pikant, dass er auch mit dem Blick auf das große Ganze in Dortmund scharfe Kritik übt: In der Ära Jürgen Klopp, befand Rangnick, sei der BVB-Kader gezielt so zusammengestellt worden, „dass die Spieler perfekt zur Spielweise von Klopp passten“ – bekanntermaßen mit großem Erfolg. Seit Klopp habe der BVB nun aber nicht nur unzählige Trainer verschlissen, sondern auch bei Transfers keine klare Handschrift mehr.
„Man hat nicht stringent nach einer bestimmten Vorstellung, wie man Fußball spielen will, den Kader zusammengestellt“, sagte Rangnick: „Dass dann Dinge entstehen wie jetzt, ist dann so. Man hat nicht das Gefühl, dass es um die Frage geht: Wie wollen wir spielen? Wie wollen wir auftreten? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Da kann man den Spielern keinen Vorwurf machen, es liegt daran, dass schon seit Jahren der Fixpunkt fehlt. Dass seit Jahren nicht mehr anhand der Spielidee eines Trainers die Frage verfolgt wird: Wie wollen wir spielen?“
BVB-Trainer Niko Kovač ist schon jetzt angezählt.Bild: IMAGO/ osnapix
Bundesliga
Wer hält länger durch, die Premierministerin Liz Truss oder ein Salatkopf? Diesen Wettbewerb trug 2022 die britische Boulevardzeitung “Daily Star” aus. Am Ende musste sich “Lettuce Liz” geschlagen geben. In Dortmund kommt man in diesen Tagen nicht an der Frage vorbei, ob es demnächst so etwas wie einen “Salat-Niko” geben könnte.
Denn unter Niko Kovač, der den BVB seit knapp zwei Wochen betreut, zeigte die Mannschaft am Samstag bei der 0:2-Niederlage gegen Tabellenschlusslicht VfL Bochum einmal mehr eine desolate Leistung. Wie so oft in der Vergangenheit folgte einer guten Leistung in der Champions League ein böses Erwachen in der Bundesliga.
Ob es Kovač schafft, den hohen Ansprüchen gerecht zu werden und BVB vom Niemandsland der Tabelle zurück auf die internationalen Plätze zu führen, werden die kommenden Wochen zeigen. RTL-Experte Robby Hunke glaubt nicht daran, dass er die Trendwende schafft. Er untermauert seine These mit einer Wette mit gewagtem Einsatz.
Borussia Dortmund: RTL-Moderator nicht überzeugt von Niko Kovač
Der Sportmoderator hat eine eindeutige Position zu der Trainer-Personalie, wie er in dem neuen Fußballtalk-Format “Einfach machen!” von RTL zu verstehen gibt. Kovač zu verpflichten, sei eine “wahnsinnig schlechte Entscheidung”, betont er.
Er ist so überzeugt von einem jähen Ende der Amtszeit des 53-Jährigen, dass er einen hohen Wetteinsatz ins Spiel bringt: “Wenn Niko Kovač am Ende des Jahres 2025 noch Trainer von Borussia Dortmund ist, lasse ich mir hier auf die Wade “Einfach machen!” tätowieren“, kündigt er an.
Den Job würde gerne Co-Moderator Julius Fellermann übernehmen, wie der sogleich klarmacht. Hunke entgegnet: “Das Ausrufezeichen kann gerne entweder Niko Kovač tätowieren oder du, wie auch immer ihr möchtet.”
Kovač und Borussia Dortmund, das sei eine Beziehung, die zum Scheitern verurteilt ist, glaubt der Moderator. “Niko Kovač’ Fußball passt nicht zu Borussia Dortmund”, meint er. “Das kannst du doch in Dortmund im Westfalenstadion keinem anbieten.”
Er habe mehrere Spiele von ihm als Trainer vom VfL Wolfsburg gesehen und dabei “gar keine Idee mit Ball” gesehen. Außerdem sei Kovač in seiner Zeit als Bayerntrainer an “mächtigen Spielern” wie Manuel Neuer oder Thomas Müller gescheitert. Ein ähnliches Schicksal könne ihm auch in Dortmund drohen, wo die Spieler “sehr mächtig” seien. “Die haben schon ganz andere Trainer aufgefressen”, sagt Hunke.
“Wenn Niko Kovač anfängt, unsicher zu werden, dann experimentiert er an der Taktik und am Spielsystem”, glaubt der Moderator. Zwar würde der BVB unter ihm wie ihn Lissabon sicher auch Spiele gewinnen. “Aber lass Niko Kovač mit Dortmund drei Spiele am Stück verlieren, dann rasten aber alle aus und dann wird es richtig ungemütlich.”
Auf die Frage seines Co-Moderators Fellmann, ob Kovač durch eine Saisonvorbereitung inklusive Transferfenster Konstanz bringen könne, legt Hunke sich unmissverständlich fest: “Nein, kann er nicht. Ende des Jahres ist Niko Kovač kein Trainer mehr vom BVB.” Behält er unrecht, könnte seine Wade vielleicht bald ein neuer Schriftzug zieren.
Gefeiert wurde beim VfB Stuttgart in gewohnter Manier. Durch den Kabinentrakt beim Auswärtsspiel in Dortmund dröhnte wie so häufig der Schlager-Klassiker “Ti amo” von Howard Carpendale. Der Grund dafür: Mittelfeldspieler Angelo Stiller. “Wenn wir gewinnen, vor allem in so einem wichtigen Spiel, ist es ihn für ihn immer wichtig, den Song zu spielen”, erklärte Deniz Undav nach dem 2:1-Erfolg bei Borussia Dortmund.