Schlagwort: muss

  • Druck nach Pokal-Aus: Jetzt muss Wolfsburg über die

    Druck nach Pokal-Aus: Jetzt muss Wolfsburg über die



    Er träumte von Berlin, jetzt muss der VfL Wolfsburg sein Saisonziel Europa über die Liga erreichen. RB Leipzig, den Gegner vom Mittwoch zu überholen, das sollte in Angriff genommen werden.

    Nach dem Pokal-Aus in der Liga unter Druck: Ralph Hasenhüttl will mit dem VfL Wolfsburg nach Europa.


    Nach dem Pokal-Aus in der Liga unter Druck: Ralph Hasenhüttl will mit dem VfL Wolfsburg nach Europa.

    IMAGO/Jan Huebner


    Ralph Hasenhüttl war sichtlich mitgenommen nach diesen 95 Pokalminuten, in denen für seine Mannschaft das Erreichen des Halbfinals im DFB-Pokal klar im Bereich des Möglichen lag. 0:1 in Leipzig, ein schwer umstrittener Handelfmeter zerstörte alle Träume, zehn Jahre nach dem Wolfsburger Triumph in diesem Wettbewerb wieder nach Berlin reisen zu können.


    Der VfL-Trainer nahm, als sein Leipziger Gegenüber Marco Rose das Spiel analysierte, die Brille ab, vergrub sein Gesicht für einen Moment in den großen Händen und blickte dann nach vorne. Er weiß: Wolfsburg muss nun über die Liga das große Saisonziel Europa erreichen




    “Was bleibt”, führte der Österreicher eine halbe Stunde vor Mitternacht aus, “ist ein Traum weniger.” Es bleibt nur noch die Bundesliga, wo der VfL schon so viele Punkte unnötig hat liegen lassen. Deswegen ist Druck da: “Wir brauchen noch viele Punkte, um dorthin zu kommen, wo wir hinwollen”, weiß der Trainer, dessen Team gerade in Heimspielen zu viele Geschenke verteilt hat. Sein Befehl an die am Mittwochabend geknickte Mannschaft: “Kopf hochnehmen, wir sind trotz allem auf einem guten Weg.”

    Der “gute Weg” muss mit Erfolgen gepflastert werden


    Der in den kommenden Wochen mit Erfolgserlebnissen gepflastert werden muss. Die nächsten Spiele bieten alle Chancen, sich oben reinzuarbeiten, wenngleich der Tabellenachte gerade in den vergangenen Wochen gegen Mannschaften wie Kiel (2:2) oder Bochum (1:1) schmerzhaft feststellen musste, dass es für ihn keine leichten Gegner gibt. Und doch müssen die Niedersachsen den Anspruch haben, in den kommenden Spielen den Grundstein dafür zu legen, um im Saisonendspurt im Europa-Kampf dabei sein zu können.


    Angefangen am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) bei ebenfalls Pokal-gefrusteten Bremern, anschließend heißen die Gegner St. Pauli, Augsburg, Heidenheim und Union Berlin. Pokal war gestern, nun muss der VfL in der Liga voll angreifen: “Es gilt, das Ganze zu akzeptieren und zu respektieren”, sagt Sportdirektor Sebastian Schindzielorz zähneknirschend, “um dann in der Liga Vollgas zu geben.”


    Eier, wir brauchen Eier.


    VfL-Keeper Marius Müller zitiert Torwart-Legende Oliver Kahn


    Wolfsburg will nach Europa, will nächstes Jahr international spielen, “wir tun alles dafür”, sagt der erneut starke Kamil-Grabara-Vertreter Marius Müller, damit der VfL in der kommenden Saison in drei Wettbewerben vertreten ist. Der Schlussmann zitiert Torwart-Legende Oliver Kahn: “Eier, wir brauchen Eier.”

    Wiedersehen mit Leipzig am 29. Spieltag


    Mitte April, am 29. Spieltag, kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen mit Leipzig. “Vielleicht können wir Revanche nehmen”, sagt Trainer Hasenhüttl, dessen Team das Hinspiel eindrucksvoll mit 5:1 gewann und auch am Mittwoch mindestens auf Augenhöhe agierte. Wolfsburg und Leipzig, den Tabellensechsten, trennen aktuell vier Punkte. Es sollte ein VfL-Ziel sein, nach den kommenden elf Spieltagen vor dem Pokal-Halbfinalisten zu stehen. Und dann sind die Chancen auch groß, dass dies für einen internationalen Rang reicht.



    Source link

  • Sperre! Banja Luka muss bei Rapid ohne Fans bestehen

    Sperre! Banja Luka muss bei Rapid ohne Fans bestehen


    Der SK Rapid darf sich im Rückspiel des UEFA-Conference-League-Achtelfinals gegen Borac Banja Luka auf einen zusätzlichen Vorteil freuen.

    Nach Ausschreitungen in der Playoff-Partie gegen Olimpija Ljubljana hat die UEFA die bosnischen Anhänger für ein Auswärtsspiel gesperrt. Das Spiel am 13. März im Allianz-Stadion in Hütteldorf wird Banja Luka somit ohne Fans bestreiten müssen. Zusätzlich wird Borac mit einer Geldstrafe von exakt 54.125 Euro bedacht.

    Gegen Ljubljana war es in der Schlussphase zu gewaltsamen Zusammenstößen der beiden Fanlager gekommen. Videos zeigen, wie Leuchtraketen in gegnerische Zuschauerblöcke geworfen wurden. Das Spiel wurde unterbrochen, Borac brachte schließlich nach 20 Minuten Nachspielzeit ein 0:0 bzw. 1:0 im Gesamtscore ins Ziel.




    Wie geht’s eigentlich…? So schlagen sich die Rapid-Abgänge



    Source link

  • Pokal-Sensation Bielefeld muss für BVB besonders schmerzhaft sein

    Pokal-Sensation Bielefeld muss für BVB besonders schmerzhaft sein


    1. fussball.news
    2. Deutschland
    3. Borussia Dortmund

    Arminia Bielefeld ist im Halbfinale des DFB-Pokals angekommen. Borussia Dortmund muss schon wieder neidisch auf einen Drittligisten schauen.

    Dortmund/Bielefeld – Wie die Verantwortlichen und Profis von Borussia Dortmund den DFB-Pokal verfolgen, ist nicht überliefert. Auf die eine oder andere Art wird die nächste Sensation durch Arminia Bielefeld zum BVB durchgedrungen sein.

    Der Drittligist schaltete am Dienstagabend in einem klassischen Pokalthriller mit Werder Bremen nach Union Berlin und dem SC Freiburg den dritten Erstligisten aus und zog ins Halbfinale ein. Dort warten Double-Sieger Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart oder der Sieger der Partie zwischen RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg (Mittwoch, 20.45 Uhr, TV-Infos) auf den Außenseiter.

    BVB scheiterte Ende Oktober am VfL Wolfsburg

    Die Ostwestfalen sind damit nur noch 90 Minuten vom Endspiel in Berlin entfernt, 180 Minuten vom Titel und dem Einzug in den Europapokal. Beim Team, das im Westfalenstadion heimisch ist, muss der Blick auf die Arminen besonders schmerzen. Der BVB hatte sich bereits in der zweiten Hauptrunde gegen Wolfsburg aus dem DFB-Pokal verabschiedet.

    Stark ersatzgeschwächt verlor die Elf von Nuri Şahin Ende Oktober kurz vor dem Einzug ins Elfmeterschießen durch ein spätes Tor des Wolfsburger Stürmers Jonas Wind. Auf der Bank des BVB hatte mit Marcel Sabitzer nur ein vollwertiger Profi Platz genommen, Şahin nutzte trotz Verlängerung mangels gangbarer Alternativen insgesamt nur drei Wechseloptionen.

    Schon letzte Saison kam ein Drittligist weiter als der BVB

    Einen großen Vorwurf konnte man Dortmund nach dem Aus gegen die Wölfe nicht machen, jedoch kräht danach im DFB-Pokal schnell kein Hahn mehr. Im K.o.-Wettbewerb zählt nur das Weiterkommen. Und in dieser Hinsicht sprechen bemerkenswerte Fakten gegen den BVB.

    Arminia Bielefeld feiert den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals, während der BVB schon lange zuschaut.
    Arminia Bielefeld feiert den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals, während der BVB schon lange zuschaut. © Friso Gentsch/dpa

    Schließlich folgt Arminia Bielefeld als Sensationsteam auf den 1. FC Saarbrücken, der im Vorjahr ins Halbfinale vorgedrungen war. Der FCS schaltete nacheinander den FC Bayern, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach aus, verlor erst gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern im Semifinale. Dortmund war 2023/24 im Achtelfinale am VfB Stuttgart gescheitert.

    BVB ist den Ruf der Pokalmannschaft los

    Auch 2021/22 verabschiedete sich Dortmund früher als mehrere unterklassige Teams, nachdem die Elf von Trainer Marco Rose sich beim damaligen Zweitligisten FC St. Pauli blamiert hatte.

    Den Ruf der Pokalmannschaft ist der BVB inzwischen los. Dabei hatte sich der Klub ihn nur mühsam erarbeitet.

    Über Jahre war es alles andere als eine Liebesbeziehung zwischen Dortmund und dem DFB-Pokal. Selbst Erfolgs-Übervater Jürgen Klopp fremdelte anfänglich mit dem Cup. Zwischen dem legendären Pokalsieg 1989 gegen Werder Bremen und dem 5:2 gegen den FC Bayern im Jahr 2012, mit dem der BVB das Double perfekt machte, schafften es die Schwarzgelben nur einmal ins Endspiel (2008, 1:2 nach Verlängerung gegen den FC Bayern).

    BVB zwischen 2012 und 2021 sechsmal im Endspiel

    Dem gegenüber standen allerlei Peinlichkeiten: Mehrfach schied der BVB in der 1. Runde aus, beispielsweise im Jahr 2001 gegen die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg. Unvergessen sind in Dortmund auch das Aus als amtierender Champions-League-Sieger gegen den Drittligisten Eintracht Trier im Jahr 1997 oder das verlorene Elfmeterschießen 2010 gegen die Kickers Offenbach unter Klopp.

    Anderthalb Jahre später reckte Kapitän Sebastian Kehl den Pokal nach dem Sieg gegen Bayern in den Berliner Nachthimmel, es begann die stärkste Pokalserie des BVB mit fünf weiteren Finals und zwei Endspielsiegen bis 2021. In der Corona-Saison gelang unter Interimscoach Edin Terzić der bisher letzte Triumph.

    BVB muss um Europapokaleinzug bangen

    Seither ist Dortmund in vier Pokalsaisons nur einmal über das Achtelfinale hinausgekommen. Jedes Aus ist schmerzhaft, weil der DFB-Pokal für jeden Klub, der nicht FC Bayern heißt, vor der Saison die größte und bisweilen auch einzig realistische Titelchance bietet.

    Für den BVB ist das Aus in der laufenden Spielzeit umso ärgerlicher, weil mit dem Pokalsieg der Einzug in die Europa League einhergeht. Angesichts Tabellenplatz zehn, den Dortmund in der Bundesliga aktuell aufweist, ist keineswegs gesichert, dass sich die Schwarzgelben über den regulären Weg für einen Europapokal qualifizieren werden.

    Bielefeld spielte Ende Januar gegen die zweite Mannschaft des BVB

    Mit der 6:0-Gala gegen Union Berlin hat die Elf von Neu-Trainer Niko Kovač am Wochenende neue Hoffnungen geschürt, solche zu bestätigen hat sich in dieser Saison aber schon oft als zu hohe Hürde erwiesen.

    Dass mit Arminia Bielefeld der Tabellenvierte der 3. Liga, der Ende Januar noch bei der zweiten Mannschaft des BVB im Stadion Rote Erde gastierte, von Berlin und einer Pokalsensation träumen darf, sollte Dortmund umso mehr zu denken geben.



    Source link

  • Pokal-Wunder Bielefeld muss für den BVB besonders bitter sein

    Pokal-Wunder Bielefeld muss für den BVB besonders bitter sein


    1. fussball.news
    2. Deutschland
    3. Borussia Dortmund

    Arminia Bielefeld hat sich einen Platz im Halbfinale des DFB-Pokals gesichert. Borussia Dortmund muss erneut neidvoll auf einen Drittligisten blicken.

    Dortmund/Bielefeld – Wie die Verantwortlichen und Profis von Borussia Dortmund den DFB-Pokal verfolgen, ist nicht überliefert. Auf die eine oder andere Art wird die nächste Sensation durch Arminia Bielefeld zum BVB durchgedrungen sein.

    Der Drittligist schaltete am Dienstagabend in einem klassischen Pokalthriller mit Werder Bremen nach Union Berlin und dem SC Freiburg den dritten Erstligisten aus und zog ins Halbfinale ein. Dort warten Double-Sieger Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart oder der Sieger der Partie zwischen RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg (Mittwoch, 20.45 Uhr, TV-Infos) auf den Außenseiter.

    BVB scheiterte Ende Oktober am VfL Wolfsburg

    Die Ostwestfalen sind damit nur noch 90 Minuten vom Endspiel in Berlin entfernt, 180 Minuten vom Titel und dem Einzug in den Europapokal. Beim Team, das im Westfalenstadion heimisch ist, muss der Blick auf die Arminen besonders schmerzen. Der BVB hatte sich bereits in der zweiten Hauptrunde gegen Wolfsburg aus dem DFB-Pokal verabschiedet.

    Stark ersatzgeschwächt verlor die Elf von Nuri Şahin Ende Oktober kurz vor dem Einzug ins Elfmeterschießen durch ein spätes Tor des Wolfsburger Stürmers Jonas Wind. Auf der Bank des BVB hatte mit Marcel Sabitzer nur ein vollwertiger Profi Platz genommen, Şahin nutzte trotz Verlängerung mangels gangbarer Alternativen insgesamt nur drei Wechseloptionen.

    Schon letzte Saison kam ein Drittligist weiter als der BVB

    Einen großen Vorwurf konnte man Dortmund nach dem Aus gegen die Wölfe nicht machen, jedoch kräht danach im DFB-Pokal schnell kein Hahn mehr. Im K.o.-Wettbewerb zählt nur das Weiterkommen. Und in dieser Hinsicht sprechen bemerkenswerte Fakten gegen den BVB.

    Arminia Bielefeld feiert den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals, während der BVB schon lange zuschaut.
    Arminia Bielefeld feiert den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals, während der BVB schon lange zuschaut. © Friso Gentsch/dpa

    Schließlich folgt Arminia Bielefeld als Sensationsteam auf den 1. FC Saarbrücken, der im Vorjahr ins Halbfinale vorgedrungen war. Der FCS schaltete nacheinander den FC Bayern, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach aus, verlor erst gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern im Semifinale. Dortmund war 2023/24 im Achtelfinale am VfB Stuttgart gescheitert.

    BVB ist den Ruf der Pokalmannschaft los

    Auch 2021/22 verabschiedete sich Dortmund früher als mehrere unterklassige Teams, nachdem die Elf von Trainer Marco Rose sich beim damaligen Zweitligisten FC St. Pauli blamiert hatte.

    Den Ruf der Pokalmannschaft ist der BVB inzwischen los. Dabei hatte sich der Klub ihn nur mühsam erarbeitet.

    Über Jahre war es alles andere als eine Liebesbeziehung zwischen Dortmund und dem DFB-Pokal. Selbst Erfolgs-Übervater Jürgen Klopp fremdelte anfänglich mit dem Cup. Zwischen dem legendären Pokalsieg 1989 gegen Werder Bremen und dem 5:2 gegen den FC Bayern im Jahr 2012, mit dem der BVB das Double perfekt machte, schafften es die Schwarzgelben nur einmal ins Endspiel (2008, 1:2 nach Verlängerung gegen den FC Bayern).

    BVB zwischen 2012 und 2021 sechsmal im Endspiel

    Dem gegenüber standen allerlei Peinlichkeiten: Mehrfach schied der BVB in der 1. Runde aus, beispielsweise im Jahr 2001 gegen die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg. Unvergessen sind in Dortmund auch das Aus als amtierender Champions-League-Sieger gegen den Drittligisten Eintracht Trier im Jahr 1997 oder das verlorene Elfmeterschießen 2010 gegen die Kickers Offenbach unter Klopp.

    Anderthalb Jahre später reckte Kapitän Sebastian Kehl den Pokal nach dem Sieg gegen Bayern in den Berliner Nachthimmel, es begann die stärkste Pokalserie des BVB mit fünf weiteren Finals und zwei Endspielsiegen bis 2021. In der Corona-Saison gelang unter Interimscoach Edin Terzić der bisher letzte Triumph.

    BVB muss um Europapokaleinzug bangen

    Seither ist Dortmund in vier Pokalsaisons nur einmal über das Achtelfinale hinausgekommen. Jedes Aus ist schmerzhaft, weil der DFB-Pokal für jeden Klub, der nicht FC Bayern heißt, vor der Saison die größte und bisweilen auch einzig realistische Titelchance bietet.

    Für den BVB ist das Aus in der laufenden Spielzeit umso ärgerlicher, weil mit dem Pokalsieg der Einzug in die Europa League einhergeht. Angesichts Tabellenplatz zehn, den Dortmund in der Bundesliga aktuell aufweist, ist keineswegs gesichert, dass sich die Schwarzgelben über den regulären Weg für einen Europapokal qualifizieren werden.

    Bielefeld spielte Ende Januar gegen die zweite Mannschaft des BVB

    Mit der 6:0-Gala gegen Union Berlin hat die Elf von Neu-Trainer Niko Kovač am Wochenende neue Hoffnungen geschürt, solche zu bestätigen hat sich in dieser Saison aber schon oft als zu hohe Hürde erwiesen.

    Dass mit Arminia Bielefeld der Tabellenvierte der 3. Liga, der Ende Januar noch bei der zweiten Mannschaft des BVB im Stadion Rote Erde gastierte, von Berlin und einer Pokalsensation träumen darf, sollte Dortmund umso mehr zu denken geben.



    Source link

  • Nach Pokal-Aus muss bei Werder Bremen alles auf den

    Nach Pokal-Aus muss bei Werder Bremen alles auf den


    Fußball-Profi Leonardo Bittencourt gehört nicht zu den Lieblingen der Werder-Fans, aber er wird diese Woche viel Zustimmung bekommen: Denn der erfahrene Mittelfeldspieler hat nach dem Aus im DFB-Pokal und der nächsten schwachen Leistung Klartext gesprochen. Er spricht vielen Fans aus der Seele. Und was ihn aufregt, wirft kein gutes Licht auf den Zustand des Bremer Bundesligisten.

    Der größte Kritikpunkt: Fußball zum Abgewöhnen. Selbst gegen einen Drittligisten wie Arminia Bielefeld war kein Klassenunterschied zu sehen, im Gegenteil: Werder war nie Herr des Geschehens, konnte den Gegner weder einschnüren noch müde spielen. Bittencourt ätzte über die Versuche, in der ersten Halbzeit „irgendwelche Räume“ finden zu wollen, statt sich den limitierten Drittligisten zurechtzulegen und einfachen Fußball zu spielen. Der Unterton ist nicht zu überhören und trifft ins Schwarze: Viel zu oft geht es bei Werder um das Bespielen von Halb- und Zwischenräumen, und immer öfter geht das auf dem Platz schief. Ob es Überforderung ist oder fehlender Wille: Das Spiel wirkt planlos und gehemmt. Es ist kein Zufall, dass von den vergangenen neun Pflichtspielen acht nicht gewonnen wurden – bei desolaten 2:13 Toren aus den jüngsten vier Begegnungen. Vom eigenen Anspruch, Menschen begeistern zu wollen, hat sich Werder weit entfernt.

    Ob Werder Spiele gewinnt oder verliert, hängt derzeit nicht von der Qualität des Gegners ab. Bremen verliert gegen Bayern wie gegen Bielefeld, weil es im Team nicht stimmt. Bittencourt nennt als Beispiel Derrick Köhn, dessen spielerischen Defizite durch sein Verhalten bei der Auswechslung noch in den Schatten gestellt wurden: Statt bei einem 1:2-Rückstand vom Feld zu spurten, fummelte er erst an seinem Tapeverband herum und fing sich einen Rüffel von Bittencourt ein, der später wütete: „Ich weiß nicht, was in manchen Köpfen los ist.“ Er werde da jetzt gegensteuern, „und entweder marschieren die Jungs mit, oder wir gehen unter“.

    Solche Worte lassen befürchten, dass Werder die Kontrolle über die Mannschaft verloren hat. Jetzt zeigt und rächt sich, dass ein Kader mit wenigen Anführern geformt wurde, aber mit vielen Individualisten, die sich teils überschätzen oder auf eigene Rechnung spielen – in den schlimmsten Fällen beides. Wenn es läuft, wie vor Weihnachten, dann fügt sich das gut zusammen, dann können alle glänzen. Läuft es nicht, bricht alles auseinander.

    In Bittencourts Schilderungen klingt Werders Kabine wie eine Wohlfühloase, in der einfach immer alles gut sei. Aber er werde „da jetzt drüber rasieren“. Kann man das deutlicher sagen? Bei solchen Worten kann man die Risse in der Mannschaft fast hören.

    Wenn Ole Werner jetzt nicht handelt, wann dann? Geredet wurde genug.

    Doch die Einstellung ist nur das eine, auch die Aufstellung und die fußballerischen Ansätze gehören auf den Prüfstand. Muss ein Erstligist gegen einen Drittligisten, der einen wuchtigen Angreifer hat, wirklich an der Dreier- oder Fünferkette festhalten? Muss man positionsgetreu wechseln, wenn es nicht läuft, oder ist es besser, die Statik des Spiels zu verändern und den Gegner damit zu (über)fordern? Sollten Werder-Profis einen ruhenden Ball über vier Meter zum Mann bringen können? Sollten sie am eigenen Strafraum auf keinen Fall ins Dribbling gehen? Sollten sie bei einem Konter besser nicht frontal in die Hände des Torwarts laufen? Für sich genommen sind das alles Kleinigkeiten, so nannte es Abwehrchef Niklas Stark, aber in der Summe ächzt Werder gerade unter der Gesamtlast der Unzulänglichkeiten.

    Die Europapokalplätze sind verspielt, der Pokaltraum ist geplatzt, der Schaden ist groß. Und der Abstand zum Tabellenkeller schmilzt. Die Schlüsselfrage lautet: Sorgt Trainer Ole Werner für die Wende? Ein neuer Trainer würde gewiss viele Dinge korrigieren, die sich verselbstständigt haben. Werner hat sich ein hohes Ansehen erarbeitet, und er ist Pragmatiker: Wenn er jetzt nicht handelt, wann dann? Geredet wurde genug. Dass Werder auf dem Platz echte Veränderungen braucht, ist unstrittig. Die Fehlentwicklung ist in ihrer Rasanz erschreckend.

    Zur Startseite



    Source link

  • Pokal-Sensation Bielefeld muss den BVB besonders schmerzen

    Pokal-Sensation Bielefeld muss den BVB besonders schmerzen


    1. fussball.news
    2. Deutschland
    3. Borussia Dortmund

    Arminia Bielefeld steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Borussia Dortmund muss im zweiten Jahr nacheinander neidisch auf einen Drittligisten schauen.

    Dortmund/Bielefeld – Wie die Verantwortlichen und Profis von Borussia Dortmund den DFB-Pokal verfolgen, ist nicht überliefert. Auf die eine oder andere Art wird die nächste Sensation durch Arminia Bielefeld zum BVB durchgedrungen sein.

    Der Drittligist schaltete am Dienstagabend in einem klassischen Pokalthriller mit Werder Bremen nach Union Berlin und dem SC Freiburg den dritten Erstligisten aus und zog ins Halbfinale ein. Dort warten Double-Sieger Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart oder der Sieger der Partie zwischen RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg (Mittwoch, 20.45 Uhr, TV-Infos) auf den Außenseiter.

    BVB scheiterte Ende Oktober am VfL Wolfsburg

    Die Ostwestfalen sind damit nur noch 90 Minuten vom Endspiel in Berlin entfernt, 180 Minuten vom Titel und dem Einzug in den Europapokal. Beim Team, das im Westfalenstadion heimisch ist, muss der Blick auf die Arminen besonders schmerzen. Der BVB hatte sich bereits in der zweiten Hauptrunde gegen Wolfsburg aus dem DFB-Pokal verabschiedet.

    Stark ersatzgeschwächt verlor die Elf von Nuri Şahin Ende Oktober kurz vor dem Einzug ins Elfmeterschießen durch ein spätes Tor des Wolfsburger Stürmers Jonas Wind. Auf der Bank des BVB hatte mit Marcel Sabitzer nur ein vollwertiger Profi Platz genommen, Şahin nutzte trotz Verlängerung mangels gangbarer Alternativen insgesamt nur drei Wechseloptionen.

    Schon letzte Saison kam ein Drittligist weiter als der BVB

    Einen großen Vorwurf konnte man Dortmund nach dem Aus gegen die Wölfe nicht machen, jedoch kräht danach im DFB-Pokal schnell kein Hahn mehr. Im K.o.-Wettbewerb zählt nur das Weiterkommen. Und in dieser Hinsicht sprechen bemerkenswerte Fakten gegen den BVB.

    Arminia Bielefeld feiert den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals, während der BVB schon lange zuschaut.
    Arminia Bielefeld feiert den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals, während der BVB schon lange zuschaut. © Friso Gentsch/dpa

    Schließlich folgt Arminia Bielefeld als Sensationsteam auf den 1. FC Saarbrücken, der im Vorjahr ins Halbfinale vorgedrungen war. Der FCS schaltete nacheinander den FC Bayern, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach aus, verlor erst gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern im Semifinale. Dortmund war 2023/24 im Achtelfinale am VfB Stuttgart gescheitert.

    BVB ist den Ruf der Pokalmannschaft los

    Auch 2021/22 verabschiedete sich Dortmund früher als mehrere unterklassige Teams, nachdem die Elf von Trainer Marco Rose sich beim damaligen Zweitligisten FC St. Pauli blamiert hatte.

    Den Ruf der Pokalmannschaft ist der BVB inzwischen los. Dabei hatte sich der Klub ihn nur mühsam erarbeitet.

    Über Jahre war es alles andere als eine Liebesbeziehung zwischen Dortmund und dem DFB-Pokal. Selbst Erfolgs-Übervater Jürgen Klopp fremdelte anfänglich mit dem Cup. Zwischen dem legendären Pokalsieg 1989 gegen Werder Bremen und dem 5:2 gegen den FC Bayern im Jahr 2012, mit dem der BVB das Double perfekt machte, schafften es die Schwarzgelben nur einmal ins Endspiel (2008, 1:2 nach Verlängerung gegen den FC Bayern).

    BVB zwischen 2012 und 2021 sechsmal im Endspiel

    Dem gegenüber standen allerlei Peinlichkeiten: Mehrfach schied der BVB in der 1. Runde aus, beispielsweise im Jahr 2001 gegen die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg. Unvergessen sind in Dortmund auch das Aus als amtierender Champions-League-Sieger gegen den Drittligisten Eintracht Trier im Jahr 1997 oder das verlorene Elfmeterschießen 2010 gegen die Kickers Offenbach unter Klopp.

    Anderthalb Jahre später reckte Kapitän Sebastian Kehl den Pokal nach dem Sieg gegen Bayern in den Berliner Nachthimmel, es begann die stärkste Pokalserie des BVB mit fünf weiteren Finals und zwei Endspielsiegen bis 2021. In der Corona-Saison gelang unter Interimscoach Edin Terzić der bisher letzte Triumph.

    BVB muss um Europapokaleinzug bangen

    Seither ist Dortmund in vier Pokalsaisons nur einmal über das Achtelfinale hinausgekommen. Jedes Aus ist schmerzhaft, weil der DFB-Pokal für jeden Klub, der nicht FC Bayern heißt, vor der Saison die größte und bisweilen auch einzig realistische Titelchance bietet.

    Für den BVB ist das Aus in der laufenden Spielzeit umso ärgerlicher, weil mit dem Pokalsieg der Einzug in die Europa League einhergeht. Angesichts Tabellenplatz zehn, den Dortmund in der Bundesliga aktuell aufweist, ist keineswegs gesichert, dass sich die Schwarzgelben über den regulären Weg für einen Europapokal qualifizieren werden.

    Bielefeld spielte Ende Januar gegen die zweite Mannschaft des BVB

    Mit der 6:0-Gala gegen Union Berlin hat die Elf von Neu-Trainer Niko Kovač am Wochenende neue Hoffnungen geschürt, solche zu bestätigen hat sich in dieser Saison aber schon oft als zu hohe Hürde erwiesen.

    Dass mit Arminia Bielefeld der Tabellenvierte der 3. Liga, der Ende Januar noch bei der zweiten Mannschaft des BVB im Stadion Rote Erde gastierte, von Berlin und einer Pokalsensation träumen darf, sollte Dortmund umso mehr zu denken geben.



    Source link

  • Pokal-Sensation Bielefeld muss den BVB besonders schmerzen

    Pokal-Sensation Bielefeld muss den BVB besonders schmerzen


    1. Wetterauer Zeitung
    2. Sport
    3. Fussball

    Arminia Bielefeld steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Borussia Dortmund muss im zweiten Jahr nacheinander neidisch auf einen Drittligisten schauen.

    Dortmund/Bielefeld – Wie die Verantwortlichen und Profis von Borussia Dortmund den DFB-Pokal verfolgen, ist nicht überliefert. Auf die eine oder andere Art wird die nächste Sensation durch Arminia Bielefeld zum BVB durchgedrungen sein.

    Der Drittligist schaltete am Dienstagabend in einem klassischen Pokalthriller mit Werder Bremen nach Union Berlin und dem SC Freiburg den dritten Erstligisten aus und zog ins Halbfinale ein. Dort warten Double-Sieger Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart oder der Sieger der Partie zwischen RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg (Mittwoch, 20.45 Uhr, TV-Infos) auf den Außenseiter.

    BVB scheiterte Ende Oktober am VfL Wolfsburg

    Die Ostwestfalen sind damit nur noch 90 Minuten vom Endspiel in Berlin entfernt, 180 Minuten vom Titel und dem Einzug in den Europapokal. Beim Team, das im Westfalenstadion heimisch ist, muss der Blick auf die Arminen besonders schmerzen. Der BVB hatte sich bereits in der zweiten Hauptrunde gegen Wolfsburg aus dem DFB-Pokal verabschiedet.

    Stark ersatzgeschwächt verlor die Elf von Nuri Şahin Ende Oktober kurz vor dem Einzug ins Elfmeterschießen durch ein spätes Tor des Wolfsburger Stürmers Jonas Wind. Auf der Bank des BVB hatte mit Marcel Sabitzer nur ein vollwertiger Profi Platz genommen, Şahin nutzte trotz Verlängerung mangels gangbarer Alternativen insgesamt nur drei Wechseloptionen.

    Schon letzte Saison kam ein Drittligist weiter als der BVB

    Einen großen Vorwurf konnte man Dortmund nach dem Aus gegen die Wölfe nicht machen, jedoch kräht danach im DFB-Pokal schnell kein Hahn mehr. Im K.o.-Wettbewerb zählt nur das Weiterkommen. Und in dieser Hinsicht sprechen bemerkenswerte Fakten gegen den BVB.

    Arminia Bielefeld feiert den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals, während der BVB schon lange zuschaut.
    Arminia Bielefeld feiert den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals, während der BVB schon lange zuschaut. © Friso Gentsch/dpa

    Schließlich folgt Arminia Bielefeld als Sensationsteam auf den 1. FC Saarbrücken, der im Vorjahr ins Halbfinale vorgedrungen war. Der FCS schaltete nacheinander den FC Bayern, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach aus, verlor erst gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern im Semifinale. Dortmund war 2023/24 im Achtelfinale am VfB Stuttgart gescheitert.

    BVB ist den Ruf der Pokalmannschaft los

    Auch 2021/22 verabschiedete sich Dortmund früher als mehrere unterklassige Teams, nachdem die Elf von Trainer Marco Rose sich beim damaligen Zweitligisten FC St. Pauli blamiert hatte.

    Den Ruf der Pokalmannschaft ist der BVB inzwischen los. Dabei hatte sich der Klub ihn nur mühsam erarbeitet.

    Über Jahre war es alles andere als eine Liebesbeziehung zwischen Dortmund und dem DFB-Pokal. Selbst Erfolgs-Übervater Jürgen Klopp fremdelte anfänglich mit dem Cup. Zwischen dem legendären Pokalsieg 1989 gegen Werder Bremen und dem 5:2 gegen den FC Bayern im Jahr 2012, mit dem der BVB das Double perfekt machte, schafften es die Schwarzgelben nur einmal ins Endspiel (2008, 1:2 nach Verlängerung gegen den FC Bayern).

    BVB zwischen 2012 und 2021 sechsmal im Endspiel

    Dem gegenüber standen allerlei Peinlichkeiten: Mehrfach schied der BVB in der 1. Runde aus, beispielsweise im Jahr 2001 gegen die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg. Unvergessen sind in Dortmund auch das Aus als amtierender Champions-League-Sieger gegen den Drittligisten Eintracht Trier im Jahr 1997 oder das verlorene Elfmeterschießen 2010 gegen die Kickers Offenbach unter Klopp.

    Anderthalb Jahre später reckte Kapitän Sebastian Kehl den Pokal nach dem Sieg gegen Bayern in den Berliner Nachthimmel, es begann die stärkste Pokalserie des BVB mit fünf weiteren Finals und zwei Endspielsiegen bis 2021. In der Corona-Saison gelang unter Interimscoach Edin Terzić der bisher letzte Triumph.

    BVB muss um Europapokaleinzug bangen

    Seither ist Dortmund in vier Pokalsaisons nur einmal über das Achtelfinale hinausgekommen. Jedes Aus ist schmerzhaft, weil der DFB-Pokal für jeden Klub, der nicht FC Bayern heißt, vor der Saison die größte und bisweilen auch einzig realistische Titelchance bietet.

    Für den BVB ist das Aus in der laufenden Spielzeit umso ärgerlicher, weil mit dem Pokalsieg der Einzug in die Europa League einhergeht. Angesichts Tabellenplatz zehn, den Dortmund in der Bundesliga aktuell aufweist, ist keineswegs gesichert, dass sich die Schwarzgelben über den regulären Weg für einen Europapokal qualifizieren werden.

    Bielefeld spielte Ende Januar gegen die zweite Mannschaft des BVB

    Mit der 6:0-Gala gegen Union Berlin hat die Elf von Neu-Trainer Niko Kovač am Wochenende neue Hoffnungen geschürt, solche zu bestätigen hat sich in dieser Saison aber schon oft als zu hohe Hürde erwiesen.

    Dass mit Arminia Bielefeld der Tabellenvierte der 3. Liga, der Ende Januar noch bei der zweiten Mannschaft des BVB im Stadion Rote Erde gastierte, von Berlin und einer Pokalsensation träumen darf, sollte Dortmund umso mehr zu denken geben.



    Source link

  • Pokal-Sensation Bielefeld muss den BVB besonders schmerzen

    Pokal-Sensation Bielefeld muss den BVB besonders schmerzen


    1. Startseite
    2. Sport
    3. Fußball

    Arminia Bielefeld steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Borussia Dortmund muss im zweiten Jahr nacheinander neidisch auf einen Drittligisten schauen.

    Dortmund/Bielefeld – Wie die Verantwortlichen und Profis von Borussia Dortmund den DFB-Pokal verfolgen, ist nicht überliefert. Auf die eine oder andere Art wird die nächste Sensation durch Arminia Bielefeld zum BVB durchgedrungen sein.

    Der Drittligist schaltete am Dienstagabend in einem klassischen Pokalthriller mit Werder Bremen nach Union Berlin und dem SC Freiburg den dritten Erstligisten aus und zog ins Halbfinale ein. Dort warten Double-Sieger Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart oder der Sieger der Partie zwischen RB Leipzig und dem VfL Wolfsburg (Mittwoch, 20.45 Uhr, TV-Infos) auf den Außenseiter.

    BVB scheiterte Ende Oktober am VfL Wolfsburg

    Die Ostwestfalen sind damit nur noch 90 Minuten vom Endspiel in Berlin entfernt, 180 Minuten vom Titel und dem Einzug in den Europapokal. Beim Team, das im Westfalenstadion heimisch ist, muss der Blick auf die Arminen besonders schmerzen. Der BVB hatte sich bereits in der zweiten Hauptrunde gegen Wolfsburg aus dem DFB-Pokal verabschiedet.

    Stark ersatzgeschwächt verlor die Elf von Nuri Şahin Ende Oktober kurz vor dem Einzug ins Elfmeterschießen durch ein spätes Tor des Wolfsburger Stürmers Jonas Wind. Auf der Bank des BVB hatte mit Marcel Sabitzer nur ein vollwertiger Profi Platz genommen, Şahin nutzte trotz Verlängerung mangels gangbarer Alternativen insgesamt nur drei Wechseloptionen.

    Schon letzte Saison kam ein Drittligist weiter als der BVB

    Einen großen Vorwurf konnte man Dortmund nach dem Aus gegen die Wölfe nicht machen, jedoch kräht danach im DFB-Pokal schnell kein Hahn mehr. Im K.o.-Wettbewerb zählt nur das Weiterkommen. Und in dieser Hinsicht sprechen bemerkenswerte Fakten gegen den BVB.

    Arminia Bielefeld feiert den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals, während der BVB schon lange zuschaut.
    Arminia Bielefeld feiert den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals, während der BVB schon lange zuschaut. © Friso Gentsch/dpa

    Schließlich folgt Arminia Bielefeld als Sensationsteam auf den 1. FC Saarbrücken, der im Vorjahr ins Halbfinale vorgedrungen war. Der FCS schaltete nacheinander den FC Bayern, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach aus, verlor erst gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern im Semifinale. Dortmund war 2023/24 im Achtelfinale am VfB Stuttgart gescheitert.

    BVB ist den Ruf der Pokalmannschaft los

    Auch 2021/22 verabschiedete sich Dortmund früher als mehrere unterklassige Teams, nachdem die Elf von Trainer Marco Rose sich beim damaligen Zweitligisten FC St. Pauli blamiert hatte.

    Den Ruf der Pokalmannschaft ist der BVB inzwischen los. Dabei hatte sich der Klub ihn nur mühsam erarbeitet.

    Über Jahre war es alles andere als eine Liebesbeziehung zwischen Dortmund und dem DFB-Pokal. Selbst Erfolgs-Übervater Jürgen Klopp fremdelte anfänglich mit dem Cup. Zwischen dem legendären Pokalsieg 1989 gegen Werder Bremen und dem 5:2 gegen den FC Bayern im Jahr 2012, mit dem der BVB das Double perfekt machte, schafften es die Schwarzgelben nur einmal ins Endspiel (2008, 1:2 nach Verlängerung gegen den FC Bayern).

    BVB zwischen 2012 und 2021 sechsmal im Endspiel

    Dem gegenüber standen allerlei Peinlichkeiten: Mehrfach schied der BVB in der 1. Runde aus, beispielsweise im Jahr 2001 gegen die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg. Unvergessen sind in Dortmund auch das Aus als amtierender Champions-League-Sieger gegen den Drittligisten Eintracht Trier im Jahr 1997 oder das verlorene Elfmeterschießen 2010 gegen die Kickers Offenbach unter Klopp.

    Anderthalb Jahre später reckte Kapitän Sebastian Kehl den Pokal nach dem Sieg gegen Bayern in den Berliner Nachthimmel, es begann die stärkste Pokalserie des BVB mit fünf weiteren Finals und zwei Endspielsiegen bis 2021. In der Corona-Saison gelang unter Interimscoach Edin Terzić der bisher letzte Triumph.

    BVB muss um Europapokaleinzug bangen

    Seither ist Dortmund in vier Pokalsaisons nur einmal über das Achtelfinale hinausgekommen. Jedes Aus ist schmerzhaft, weil der DFB-Pokal für jeden Klub, der nicht FC Bayern heißt, vor der Saison die größte und bisweilen auch einzig realistische Titelchance bietet.

    Für den BVB ist das Aus in der laufenden Spielzeit umso ärgerlicher, weil mit dem Pokalsieg der Einzug in die Europa League einhergeht. Angesichts Tabellenplatz zehn, den Dortmund in der Bundesliga aktuell aufweist, ist keineswegs gesichert, dass sich die Schwarzgelben über den regulären Weg für einen Europapokal qualifizieren werden.

    Bielefeld spielte Ende Januar gegen die zweite Mannschaft des BVB

    Mit der 6:0-Gala gegen Union Berlin hat die Elf von Neu-Trainer Niko Kovač am Wochenende neue Hoffnungen geschürt, solche zu bestätigen hat sich in dieser Saison aber schon oft als zu hohe Hürde erwiesen.

    Dass mit Arminia Bielefeld der Tabellenvierte der 3. Liga, der Ende Januar noch bei der zweiten Mannschaft des BVB im Stadion Rote Erde gastierte, von Berlin und einer Pokalsensation träumen darf, sollte Dortmund umso mehr zu denken geben.



    Source link

  • Warum sich Alejo Sarco noch gedulden muss

    Warum sich Alejo Sarco noch gedulden muss


    In der Winterpause hat Bayer 04 gleich dreifach auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Der Werksklub verstärkte sich mit den beiden Leihspielern Mario Hermoso (AS Rom) und Emiliano Buendia (Aston Villa), um die langfristigen Ausfälle von Jeanuel Belocian (Kreuzbandriss) und Martin Terrier (Achillessehnenriss) zu kompensieren. Während die beiden gestandenen Profis bereits ihre ersten Einsätze hatten und auch schon Teil der Startelf von Trainer Xabi Alonso waren, geriet der dritte Zugang des Winters zuletzt aus dem Fokus: Alejo Sarco.



    Source link

  • Borussia Dortmund: Ex-Profi fordert Star-Abschied -“Er muss wechseln”

    Borussia Dortmund: Ex-Profi fordert Star-Abschied -“Er muss wechseln”


    Magere dreimal stand Giovanni Reyna in der laufenden Saison in der Startelf von Borussia Dortmund. Sowohl unter Ex-Coach Nuri Sahin als auch unter Interimstrainer Mike Tullberg und Niko Kovac bekommt der US-Kicker kaum wirkliche Chancen. Zu Beginn der Saison hatte er mit einer Verletzung an der Leiste zu kämpfen, seither ist er außen vor.

    Immer wieder kleinere Blessuren, drei Torbeteiligungen in 17 Spielen und magere 390 Minuten – das ist die bittere Ausbeute von Reyna in dieser Saison. Wie ein Ex-US-Profi nun deutlich gemacht hat, würde er ihm den Abgang von Borussia Dortmund raten.

    Borussia Dortmund: Reyna keine Zukunft mehr beim BVB?

    Landon Donavan gehört zu den größten Fußball-Ikonen der USA. Der Ex-Profi verfolgt die Akteure seiner Nationalmannschaft daher weiterhin. Bei Reyna hat der ehemalige Stürmer eine klare Meinung: Der offensive Mittelfeldspieler müsse zum Wohle seiner Karriere den BVB verlassen.

    „Der Grund, warum wir über ihn reden, ist, dass er das Talent seiner Generation ist. Und jetzt schauen wir auf die Statistiken: In seinen zwölf Liga-Spielen in dieser Saison hat er nur einmal begonnen und ist 2025 im Schnitt nur 2,1 Minuten auf dem Platz. Er darf für drei Minuten mitmachen und spielt dann wieder drei Spiele lang nicht“, so Donovan im Podcast von Ex-US-Keeper Tim Howard.

    ++ Borussia Dortmund: Abschied besiegelt! Entscheidung um BVB-Torwart gefallen ++

    „Er muss wechseln. Er muss wechseln, weil das einfach eine wichtige Zeit in seiner Karriere ist“, legte der 42-Jährige nach. Er sieht für Reyna keine Zukunft mehr bei Schwarz-Gelb. Folgt im Sommer also der Wechsel?

    Erste Reyna-Gerüchte schon im Winter

    2019 wechselte Reyna aus der Akademie von New York City zum BVB. Seither gilt er als eines der größten Talente des Revierklubs. Doch immer wieder ist der Youngster von bitteren Verletzungen ausgebremst worden. Braucht er also einen Tapetenwechsel, um seine Karriere richtig in Fahrt zu bringen?


    Weitere News:


    Im Winter gab es bereits erste Gerüchte, dass der AC Mailand großes Interesse an dem 22-Jährigen haben soll. Laut mehreren Medienberichten haben sich die Reyna-Berater bereits mit einer Delegation der Italiener getroffen. Ob dieses Thema im Sommer richtig heiß wird?



    Source link