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  • Der FC Bayern zeigt, dass er als Mannschaft vielleicht doch

    Der FC Bayern zeigt, dass er als Mannschaft vielleicht doch


    Ein Hauch von Verzweiflung schwang mit, als der sonst so unantastbar wirkende Xabi Alonso an diesem Abend einen letzten Kampf führte. Er wollte trotz der 0:3-Niederlage beim FC Bayern Optimismus ausstrahlen, also sagte er: „Es ist Fußball.“ Das Spiel, in dem schon so viele Wunder passiert sind. Bessere Argumente fielen dem spanischen Trainer am Ende einer denkwürdigen Champions-League-Nacht nicht mehr ein, um den Glauben an einen Erfolg im Achtelfinal-Rückspiel am kommenden Dienstag zu stärken.

    Das Publikum hatte eine Demonstration der Stärke erlebt, die nicht zuletzt darauf hinwirkte, das alte Machtgefüge im deutschen Gegenwartsfußball wiederherzustellen. Er selbst habe jetzt als Triainer „vier Mal gegen Leverkusen gespielt“, sagte Vincent Kompany, „und jedes Mal ging es um Details, auch heute, auch wenn es nicht so aussieht.“ An diesem Abend hatte die Summe sehr vieler Kleinigkeiten das Bild einer grundlegenden Münchner Überlegenheit ergeben.

    Der mit Spannung erwartete Wettbewerb der Trainerideen hatte schon auch stattgefunden, entschieden wurde dieses Spiel aber weniger durch Strategien und taktische Innovationen, als durch individuelle Qualität und durch den mentalen Zustand der Fußballer; allen drei Toren gingen schlimme Fehler der Rheinländer voraus, während die Bayern funktionierten wie eine auch auf höchster Stufe störungsfrei laufende Maschine. „Es war unsere Schuld, dass wir den Bayern die Chancen gegeben haben“, sagte Alonso. „Wir haben das Spiel nicht kontrolliert und große Fehler gemacht.“

    Dieser Fehler ist Alonso passiert

    Vor dem 1:0 agierte der neben sich stehende Nordi Mukiele viel zu passiv in einem Kopfballduell mit Harry Kane, nachdem Piero Hincapié zuvor eine Flanke von Michael Olise zugelassen hatte. Der zweite Treffer resultierte aus einem schlimmen Fehlgriff von Torhüter Matej Kovar, der eine eigentlich einfach zu verarbeitende Flanke vor die Füße von Jamal Musiala fallen ließ. Und vor dem 3:0 zerrte Edmond Tapsoba so lange im Strafraum an Kane, bis der Videoassistent eingriff und einen Elfmeter empfahl, den der englische Torjäger zum dritten Treffer nutzte.

    Am Ende auch ein wenig ratlos: Bayer-Leverkusen-Trainer Xabi Alonso
    Am Ende auch ein wenig ratlos: Bayer-Leverkusen-Trainer Xabi AlonsoReuters

    Zwischendurch war zudem Mukiele nach einer zweiten Gelben Karte vom Platz geflogen, weil er Kingsley Coman zwar versehentlich, aber auch übermotiviert und sehr hart mit den Stollen in die Wade getreten hatte. Alonso ist der Fehler passiert, den offenkundig verunsicherten Franzosen nicht schon in der Halbzeit vom Feld zu nehmen. Dennoch haderten die Leverkusener mit Schiedsrichter Michael Oliver, dessen Zweikampfbewertung nicht immer konsistent war. Ein grober Patzer ist dem Engländer aber nicht unterlaufen.

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    Es waren die Spieler, ihre Form, ihre Interpretation der Aufgaben und ihre Einsatzbereitschaft, die den Bayern diese gute Ausgangslage für das Rückspiel beschert haben. Immer wieder fanden die Münchner Wege, um sich aus dem Leverkusener Pressing zu befreien, während Florian Wirtz bis zu seiner Auswechslung nach 80 Minuten ein Gefangener der konsequenten Manndeckung von Joshua Kimmich war.

    Bedeutsam war außerdem, dass die Bayern nach diesem Abend zu den ganz wenigen Mannschaften zählen, denen es gelungen ist, zugleich auch noch Granit Xhaka aus dem Spiel zu nehmen. „Sie haben ihr Spiel angepasst, sie haben uns nicht die Möglichkeit gegeben, so zu pressen wie in den letzten Spielen“, sagte der Leverkusener Verteidiger Jonathan Tah.

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    Nach der dominanten Vorstellung der Leverkusener beim 0:0 gegen die Bayern Mitte Februar entstand ja der Eindruck, dass der Rekordmeister nun verunsichert sein müsse. Dass Respekt in Ehrfurcht oder Zaghaftigkeit umschlagen könnte, dass das Selbstvertrauen beschädigt ist, zumal Kompany als Münchner Trainer gerade auf dem höchsten Niveau verwundbar wirkte. „Wir alle hatten im Kopf, dass wir in den letzten Spielen nicht so erfolgreich waren gegen Leverkusen“, sagte Kimmich.

    Dass die Bayern sich nicht lähmen, sondern beflügeln ließen von diesen schmerzlichen Erinnerungen, ist ein beeindruckendes Signal der Stärke einer Mannschaft, die vielleicht doch größer ist, als viele glauben. Leverkusen und Bayern wirken derzeit wie zwei Teams, die sich gegenseitig hochschaukeln, und gerade jetzt, wo die Zeit der wichtigsten Spiele beginnt, waren die Bayern hellwach, klar, harmonisch als Kollektiv und bereit, alle vorhandene Energie zu investieren.

    Nach der überlegenen Vorsaison mit dem Leverkusener Double und sechs Duellen von Xabi Alonso mit dem Rekordmeister ohne eine einzige Niederlage schimmerte plötzlich eine Hilflosigkeit der Werkself hervor, die es in einem solch wichtigen Spiel bislang nur einmal gab: beim ebenfalls 0:3 verlorenen Europa-League-Finale gegen Bergamo im vergangenen Mai.

    Alonsos Team mag an manchen Tagen fähig sein, einen Fußball zu spielen, der eine faszinierende Perfektion ausstrahlt. Aber wer genau hinsieht, findet unter dieser Oberfläche Stellen, an denen diese Mannschaft verwundbar ist. Kompany und seine Spieler haben diese Stellen entblößt.



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  • TSV 1860 München – News

    TSV 1860 München – News


    Die Löwen wollen nach dem Auswärtssieg in Hannover im Heimspiel gegen die U23 von Borussia Dortmund nachlegen. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist am Sonntag, 9. März 2025 um 13.30 Uhr. Die Partie ist live bei MagentaSport zu sehen. Außerdem überträgt das Löwen-Radio unter www.tsv1860.de/loewenradio/ das Spiel.

    PK IM LÖWEN-TV >>

    Vom Personal her sehe es gut aus, versicherte 1860-Cheftrainer Patrick Glöckner zu Beginn der Löwenrunde vor dem Heimspiel gegen die U23 des BVB, nachdem zu Wochenbeginn einige Spieler aufgrund von Erkrankungen beim Training gefehlt hatten. „Je nach Energiepegel und Belastungsmöglichkeit werden wir das Steuern“, kündigt er an. Fehlen werden definitiv nur Morris Schröter, Raphael Schifferl und Moritz Bangerter, wobei Schröter schon wieder mit dem Team auf dem Platz stand. Eine schnelle Rückkehr wird es für den Außenstürmer aber nicht geben. „Es sieht so aus, dass es erst nach der Länderspielpause die Wiedereingliederung gibt.“

    Wie immer war die schwache Heimbilanz der Löwen in dieser Saison ein Thema. Von zwölf Drittligapartien im Grünwalder Stadion konnten bisher erst zwei gewonnen werden. „Wir werden versuchen, alles reinzulegen, um gut ins Spiel zu kommen und die Kulisse mitzunehmen“, sagt Glöckner. „Wenn wir den Fußball auf den Platz kriegen, den wir schon gezeigt haben, können wir das Spiel auf unsere Seite ziehen.“ Exemplarisch dafür sei die 2. Halbzeit von Hannover gewesen. „Das war der Fußball, wie wir ihn uns vorstellen. Ich hoffe, dass uns der Dreier bei 96 eine gewisse Selbstverständlichkeit gibt.“ Dieses Erfolgserlebnis hätte zumindest eine gewisse „Leichtigkeit“ ausgelöst. Glöckner: „Entsprechend sind wir in die Trainingswoche gestartet. Ich denke, dass wir gegen Dortmund mit einer breiten Brust auflaufen können.“

    Ohnehin, so der Löwen-Trainer, könne er mit solchen Titulierungen wie „Heimfluch“ oder „Heimkomplex“ wenig anfangen. Er spiele gerne im Grünwalder Stadion, versicherte er. „Ich kann mir auch nicht erklären, wieso wir eine so schlechte Heimbilanz haben. Das ist vielleicht auch irgendwann in den Köpfen drin, wenn ständig darüber gesprochen wird.“ Pfiffe findet er kontraproduktiv, Gesänge wie, „Wir woll’n euch kämpfen seh’n“, in Hannover kurz vor der Pause dagegen nicht. Das wäre nochmals eine verbale Erinnerung gewesen an das, was man sich ohnehin vorgenommen hatte. „Natürlich erhoffe ich mir eine Stimmung wie im Heimspiel gegen Ingolstadt. Das hilft der Mannschaft weiter!“ Der 48-Jährige appelliert zudem an die Fans, positiv zu bleiben, auch wenn es Phasen gibt, in denen es nicht optimal läuft. Er sehe die Stimmung im Grünwalder Stadion bei weitem nicht so negativ, „wie das von manchen dargestellt wird“.

    Trotz allem ist Glöckner bemüht, endlich zu Hause ähnlich konstant zu punkten, wie in der Fremde. „Wir werden versuchen, in der Konzentrationsphase in der Kabine mehr bei uns zu bleiben, den Fokus ausschließlich auf die Mannschaft zu legen.“ Alles Ablenkende soll außen vor bleiben. Das gelte auch für verletzte Spieler.

    Faninfo vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund.

    Mit Borussia Dortmund II kommt ein Team nach Giesing, das mit einem Punkt mehr als die Löwen in Reichweite liegt und sich ebenfalls in Abstiegsgefahr befindet. Die Vorbereitung auf den Gegner sei schwierig, weil bei zweiten Mannschaften nie genau klar sei, wer auflaufen werde. „Wir können im Trainerteam auch nur spekulieren. Letztlich wissen wir erst wer spielt, wenn wir den Spielberichtsbogen in Händen halten.“

    Wie alle NLZ-Mannschaften, so Glöckner, würde auch der BVB II seine Spielweise nicht dem Gegner anpassen. „Ich erwarte eine sehr mutige Dortmunder Mannschaft, die technisch und physisch auf einem hohen Niveau ist und viel Laufleistung, viel Engagement auf den Platz bringt. Da müssen wir uns im Gegenpressing gut aufstellen“, fordert der Trainer, der ausdrücklich den Teamgedanken herausstreicht. „Keiner soll Angst haben, den Ball zu verlieren. Wir müssen uns gegenseitig stärken, bereit sein, die Fehler des anderen auszubügeln. Nur wenn wir als Mannschaft agieren, können wir erfolgreich sein und den Abstieg verhindern.“

    Glöckner hält nichts von Rechenexempeln. Für ihn hat jede Partie eine besondere Aussagekraft. „Wir werden jedes Spiel so angehen, als ob es das letzte ist. Um die Klasse zu halten, brauchen wir 45, vielleicht auch 46 Punkte. Wir müssen bei uns bleiben, Spiel für Spiel abarbeiten und die erforderlichen Punkte holen.“ Nicht mehr und nicht weniger!

    MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

    1860: 1 Hiller (Tor) – 2 Danhof, 4 Verlaat, 25 Dulic, 3 Lucoqui – 26 Maier, 5 Jacobsen – 9 Abiama, 36 Deniz, 7 Guttau – 34 Hobsch.
    Ersatz: 11 Vollath, 23 Avdija (beide Tor) – 8 Philipp, 10 Schubert, 14 Kozuki, 16 Reinthaler, 18 Kloss, 20 Reich, 21 Kwadwo, 27 Ott, 28 Bähr, 30 Wolfram, 37 Frey.
    Es fehlen: 17 Schröter, 24 Schifferl, 32 Bangerter.

    BVB II: 31 Ostrzinski (Tor) – Krevsun, 34 Lührs, 27 Lelle, 2 Mogultay – 8 Roggow, 38 Wätjen – 14 Eberwein – 37 Campbell, 10 Elongo-Yombo – 23 Paulina.
    Ersatz: 33 Estevao (Tor) – 5 Foti, 6 Azhil, 7 Besong, 15 Hüning, 26 Drakas, 36 Reitz, 39 Aning, 43 Krevsun, 45 Diallo.
    Es fehlen: 4 Irorere, 17 Göbel, 20 Hettwer, 21 Paschke, 22 Mané, 29 Jessen, 35 Lotka, 42 Kabar.



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  • Wie der verletzte Kapitän Friedl der Mannschaft hilft

    Wie der verletzte Kapitän Friedl der Mannschaft hilft


    Seit Ende Januar muss der SV Werder Bremen nun schon auf seinen Kapitän Marco Friedl (Innenbandzerrung im Knie) verzichten, was sicher nicht der alleinige, aber definitiv einer der Gründe für die sportliche Talfahrt des Clubs ist. Als zentraler Mann der Bremer Dreierkette ist der Innenverteidiger aus Österreich maßgeblich für die defensive Stabilität verantwortlich – und genau die geht der Mannschaft von Cheftrainer Ole Werner seit Wochen ab. So wie es aussieht, ist das Ende der Wartezeit mittlerweile aber nicht mehr allzu fern. Laut Werner gibt es „eine Resthoffnung“, dass Friedl im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15. März, 15.30 Uhr) wieder zur Verfügung steht. „Spätestens nach der folgenden Länderspielpause wird es so weit sein“, betont der Coach, für den der Kapitän auch verletzt ein wichtiger Ansprechpartner ist.

    “Nach wie vor in der Kabine präsent”

    „Marco wirkt definitiv mit ein, er ist nach wie vor in der Kabine präsent“, berichtete Werner. Die Reha-Zeiten des Spielers wurden dabei extra nah an das reguläre Mannschaftstraining gelegt, sodass er den fitten Kollegen im Stadion begegnet. „Er spricht viel mit den Kollegen und gibt seine Perspektive zur Situation mit rein“, sagt Werner, der aber natürlich weiß: „Trotzdem ist es nochmal etwas ganz anderes, wenn du in den Einheiten und in den Spielen auch auf dem Platz einwirken kannst. Das ist das Entscheidende. Und da fehlt Marco uns schon.“

    Zuletzt stand der 26-Jährige immerhin schon wieder anteilig mit den Kollegen zusammen auf dem Platz, arbeitet ansonsten noch individuell an seiner Rückkehr. „Wir versuchen, das Programm Stück für Stück zu steigern“, sagt Werner. Damit der Bremer Kapitän spätestens im Auswärtsspiel bei Holstein Kiel (Samstag, 29. März, 15.30 Uhr) wieder mit an Bord ist.

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  • Schmid meldet sich im Kreis der Mannschaft zurück

    Schmid meldet sich im Kreis der Mannschaft zurück


    Romano Schmid hat sich nach seiner Erkrankung im Teamtraining des SV Werder Bremen zurückgemeldet. Der Mittelfeldakteur war laut Klubangaben am Dienstag anteilig bei den Übungen dabei.


    Somit sieht es gut aus, was eine mögliche Rückkehr gegen Bayer Leverkusen (Samstag 15:30 Uhr) angeht. Die vergangenen beiden Pflichtpartien gegen Wolfsburg und Arminia Bielefeld (DFB-Pokal) verpasste Schmid.

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  • Marco Friedl stößt zur Mannschaft

    Marco Friedl stößt zur Mannschaft


    Bei Marco Friedl ist nach seiner Innenbandverletzung im Knie Besserung in Sicht: Wie der SV Werder Bremen am Dienstag berichtet, absolvierte der Kapitän das Aufwärmprogramm mit dem Team. Der nächste Schritt in Richtung Comeback wurde vom Österreicher also genommen.


    Bis der Werder-Kapitän wieder spielfit ist, wird es aber noch die eine oder andere Woche dauern. Zuletzt wurde Ende März als möglicher Rückkehrzeitpunkt genannt.

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  • RB-Zugang Baku nach dem Sieg im Pokal: “Die Mannschaft

    RB-Zugang Baku nach dem Sieg im Pokal: “Die Mannschaft


    Leipzig/fri – Nach dem 2:2 gegen den 1. FC Heidenheim und nur vier Siegen aus den vergangenen 15 Bundesliga-Spielen mehrte sich zuletzt die Kritik an RB-Coach Marco Rose. Wie Sky Sport und Bild-Zeitung berichteten, schwinde intern der Rückhalt für den Chefcoach. Spekulationen um Nachfolge-Kandidaten wie Sebastian Hoeneß (VfB Stuttgart) nahmen an Fahrt auf.

    Lesen Sie hier: Die Reaktionen auf den Pokaltriumph

    RB Leipzig “fightet bis zum Ende”

    Nun siegte RB Leipzig im Viertelfinale des DFB-Pokals 1:0 gegen den VfL Wolfsburg. Nach der Partie ging die Frage an Ridle Baku, wie er die Kritik an seinen Chefcoach bewertet. In der Mannschaft bestehe die Debatte um Rose überhaupt nicht, erklärte der Winter-Neuzugang vom VfL Wolfsburg.  “Die Mannschaft fightet bis zum Ende, die Mannschaft lebt.” Jeder habe den Anspruch, gewinnen zu wollen und gut zu spielen, so der Ex-Wolfsburger nach dem fünften Einzug ins Pokal-Halbfinale.

    Lesen Sie hier: „Es gehört Mut dazu” – Seskos Reifeprozess bei RB

    Um die bislang nach RB-Maßstäben höchstens mittelmäßige Saison zu retten, ist die Qualifikation fürs Endspiel fast schon ein Muss. “Leipzig ist ein großer Verein, wir haben Ambitionen, wir wollen gewinnen, wir haben qualitativ mit den besten Kader in der ganzen Liga”, sagte Baku.

    RB will nun eine neue Serie starten. Das ist vor allem in der Liga ein Muss, wo das Team derzeit als Sechster außerhalb der Champions-League-Ränge steht. Hinter Teams wie Freiburg und Mainz, die im Vergleich zu den Sachsen deutlich geringere Mittel und Ansprüche haben. Gegen Tabellennachbar Mainz darf sich RBL am Samstag (15.30 Uhr) in einem richtungsweisenden Duell keinen weiteren Patzer erlauben.



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  • „Stinkt der Mannschaft bis zum Gehtnichtmehr“

    „Stinkt der Mannschaft bis zum Gehtnichtmehr“


    Der ehemalige Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat eine Woche vor dem großen nationalen Fußball-Duell mit Bayer Leverkusen im Achtelfinale der Champions League verbal vorgelegt. „Wissen Sie, was mich optimistisch macht? Dass alle Bayer Leverkusen zum Favoriten erklärt haben“, sagte der 69-Jährige als Gast bei der Premiere des Films „Thomas Müller – Einer wie keiner“ in einem Münchner Kino.

    „Ich kenne unsere Mannschaft“, sagte der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Bundesliga-Tabellenführers in kämpferischem Tonfall vor dem Hinspiel am kommenden Mittwoch (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei DAZN): „Das stinkt der Mannschaft bis zum Gehtnichtmehr. Und dementsprechend erwarte ich nächsten Mittwoch, dass unsere Mannschaft Vollgas vor eigener Kulisse gibt – und dann mit elf Mann spielt.“

    „Sieht nicht so schlecht aus“

    Das Ende des Satzes bezog sich auf das 0:1 im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Vorjahressieger Leverkusen Anfang Dezember, als die Münchner daheim nach einer Roten Karte für Kapitän und Torwart Manuel Neuer in Unterzahl aus dem Wettbewerb flogen.

    In der Bundesliga endeten beide Saisonspiele unentschieden. Beim jüngsten 0:0 in Leverkusen aber beherrschte der deutsche Meister und Tabellenzweite die Bayern auf erstaunliche Weise.

    Nach dem 4:0-Erfolg seiner Bayern am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellendritten Eintracht Frankfurt ist Rummenigge zuversichtlich gestimmt. „Es sieht nicht so schlecht aus sportlich. Wir haben jetzt eine wichtige Woche vor uns mit dem Spiel am Freitag in Stuttgart und nächste Woche gegen Leverkusen in der Champions League“, sagte der frühere Nationalspieler. Die Bayern eröffnen den 24. Spieltag an diesem Freitag mit dem Süd-Klassiker beim VfB (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei DAZN).

    „Müssen schon besser spielen als zuletzt“

    Ein Königsklassen-Aus gegen den großen nationalen Rivalen Bayer 04 würde die Bayern hart treffen. Vor allem auch, weil das Champions-League-Finale in diesem Jahr in München stattfindet. In der Doku über Bayern-Star Müller, die vom 4. März an bei Amazon Prime zu sehen ist, wird deutlich, wie sehr gerade auch die damaligen Bayern-Bosse und heutigen Aufsichtsratsmitglieder Hoeneß und Rummenigge die bittere Niederlage im „Finale dahoam“ gegen den FC Chelsea im Jahr 2012 noch immer schmerzt.

    Abermals ins Endspiel am 31. Mai in der Allianz Arena einzuziehen und diesmal auch den Titel zu gewinnen, ist darum ein ganz großes Ziel, noch dazu im Jahr des 125. Vereinsgeburtstages an diesem Donnerstag.

    Man habe es in den K.-o.-Runden fast nur mit Topmannschaften zu tun, sagte Hoeneß und mahnte: „Da wäre es sehr arrogant, vom Titel zu reden. Es wäre natürlich ein Traum, im eigenen Stadion ins Endspiel zu kommen. Aber da müssen wir schon besser spielen als zuletzt.“

    Den Ehrenpräsidenten stimmt aber ebenfalls der Auftritt gegen Frankfurt wieder zuversichtlicher. „Das Spiel hat mir sehr gut gefallen. Das war genau der FC Bayern, den ich mir vorstelle und der in der Lage ist, jede Mannschaft der Welt zu schlagen“, sagte der 73-Jährige: „Bis zum Samstagnachmittag habe ich die Hoffnung auf das Champions-League-Finale nicht gehabt, seit Sonntagabend ist die Hoffnung wieder etwas größer geworden.“



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  • BVB: Wie Niko Kovac die Mannschaft umkrempelt – Ansagen, Umgang mit Stars etc. | Fußball

    BVB: Wie Niko Kovac die Mannschaft umkrempelt – Ansagen, Umgang mit Stars etc. | Fußball


    Beim BVB sind nach der Verpflichtung von Trainer Niko Kovac (53) alle Augen nach vorne gerichtet – doch in nicht allzu ferner Zukunft könnte ein potenziell unbequemes Thema wieder auf dem Tisch landen.

    Kovac hatte eine Vertragslaufzeit über anderthalb Jahre bis Sommer 2026 ausgehandelt, die Dortmund-Bosse wollten in erster Linie nur eine Übergangslösung bis Sommer 2025. Was nach der Saison passiert – völlig unklar.

    Klar ist: Der BVB braucht sofortige Erfolge und eine Aufholjagd an Punkten in der Liga. Gleichzeitig soll Kovac aber nicht zu mächtig werden. Der Kroate hingegen will nicht als Feuerwehrmann fungieren und stattdessen Strukturen für einen langfristigen und gemeinsamen Erfolg schaffen.

    Weil in den ersten Wochen Spiel auf Spiel folgte, blieb nur Zeit für einen Crashkurs. Disziplin und harte Arbeit will Kovac den verunsicherten BVB-Profis vermitteln. Erst dann soll die spielerische Idee mit Intensität, hohen Ballgewinnen und schnellen Tiefenläufen besprochen werden und in Fleisch und Blut übergehen.



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  • Ole Werners Abrücken von der Mannschaft war mutig

    Ole Werners Abrücken von der Mannschaft war mutig


    Der SV Werder, der sich gerne als ein etwas anderer Verein im Profifußball inszeniert, erlebt dieser Tage genau das, was bei Traditionsklubs wie dem FC Schalke 04, dem Hamburger SV oder dem 1. FC Köln ganzjährig aufgeführt wird: das große Drama. Sicherheitshalber sei hier erwähnt: Das ist nichts Gutes.

    Zwischen den Spekulationen, Werder würde mit seinem Trainer Ole Werner langfristig verlängern, und dem grün-weißen Krisentheater lagen nur sehr wenige Tage – und zwischen den Hoffnungen auf eine Rückkehr in den Europapokal und den berechtigten Zweifeln, ob diese Mannschaft dazu die nötige Klasse hat, lag kaum mehr als ein Monat.

    Diese Stimmungsschwankungen sind rasanter als das Geschehen auf dem Rasen, wo Werder sein langsames Spiel nach vorne zuletzt einfach nur dadurch relativierte, dass man nach Ballverlusten im Spielaufbau noch sehr viel langsamer nach hinten verteidigte. So etwas führt schnell ins Verderben – und so muss man sich fragen, was da eigentlich nicht stimmt bei Werder.

    Wie im Abstiegsjahr: Werder auf Platz 12

    Die Antwort darauf gefällt nicht jedem, weder in der Mannschaft noch bei den Fans, im Trainerstab oder in der Vereinsführung. Aber wer sich mit der nötigen Ehrlichkeit an die Ursachenforschung begibt, der wird schnell merken, dass er hier kein Schwarz oder Weiß findet. Es geht vielmehr um schleichende Prozesse, an denen schon ein Florian Kohfeldt kurz nach seinem Bremer Höhenflug einst gescheitert ist. Auch das war ein wochenlanges Siechtum, bei dem man immer denken mochte: Ach, das muss doch jetzt bald wieder klappen! Aber dann folgte dem einen Tiefpunkt ein weiterer Tiefpunkt, bis der Verein – ohne jedes Gegensteuern – in der Zweitklassigkeit gelandet war. Ein unnötiger Abstieg, aber auch ein sehr logischer. Weil die Entwicklung in die falsche Richtung nicht gestoppt wurde.

    Schein und Sein klafften damals bei Werder weit auseinander, und nun ist das seit einigen Wochen schon wieder so: Während in Bremen gerechnet wird, wie wenige Punkte es nur sind bis zu den internationalen Plätzen, spielt die Mannschaft offensiv wie defensiv schlechter als die potenziellen Absteiger Bochum und Heidenheim. Nur eines von acht Spielen im Jahr 2025 gewonnen zu haben, ist schwach – aber 1:8 Gegentore zuletzt aus den Spielen gegen Hoffenheim und Freiburg sind noch einmal eine andere Dimension. Wer nach der Heimniederlage gegen Hoffenheim so in Freiburg untergeht, vor allem in der zweiten Halbzeit, der kann nur froh sein, noch einen großen Abstand zu den Abstiegsrängen zu haben. Wobei hier der guten Ordnung halber erwähnt sei: Gesichert ist der Klassenerhalt noch nicht. Werder hat erst 30 Punkte, im Mai 2021 stieg man mit 31 Punkten ab. Und wie wurde damals gedacht, zwischen März und Mai? „Das muss doch jetzt bald wieder klappen…“ Damals wie heute stand Werder nach 23 Spieltagen trügerisch beruhigend auf Platz 12.

    Dass Ole Werner nach dem Debakel in Freiburg deutlich von der Mannschaft und einzelnen Spielern abrückte, war verständlich und überfällig, aber auch mutig. Ein Trainer kann das nicht zweimal machen – kommt nach so einem Ausraster keine Reaktion auf dem Feld, dann hat er sich selbst angezählt. Werner hat grundsätzlich recht: Das Tun und die Körpersprache einiger Spieler ist schlecht, sie zeigen öfter eine abfällige Handbewegung, als dass sie einen klugen Pass spielen oder ein wichtiges Laufduell gewinnen. Andererseits: Es ist ja Werner, der diese Spieler immer wieder aufstellt, wie Kohfeldt damals, und der es seit Monaten versäumt hat, einen echten Konkurrenzkampf zu entfachen. Mehrere Spieler können sich im Prinzip alles erlauben, sie spielen trotzdem immer. Ob sich daran im Pokalspiel in Bielefeld etwas ändert?

    Von diesem Spiel hängt für Werder nun viel ab – aber nur in eine Richtung: Bei einem Sieg gegen einen Drittligisten ist noch längst nicht alles gut, bei einer Niederlage aber würde sich das Gegeneinander verschlimmern. Eine Mannschaft, die gegen den Trainer spielt, könnte das ja nicht besser machen als in der zweiten Hälfte in Freiburg. Und ein Trainer kann nicht weiter von seinen Spielern abrücken. Dieses Verhältnis muss – durch Ergebnisse – ganz schnell eingerenkt werden, sonst ist es schwer zu kitten.

    Ducksch muss spielen, das ist nun klar

    Der Trainer kann es durch eine andere Aufstellung lösen, ein neuer Trainer würde das ohnehin tun, personell und vielleicht auch von der Grundordnung her. Die Spieler können es durch ihre Arbeit auf dem Feld lösen: Es reicht nicht, sich cool die Kopfhörer in die Ohren zu stecken und vor dem Spiel den Rasen abzuchecken, wie es die Großen in der Champions League machen. Man muss dann auch abliefern: taktisch, physisch und geistig professionell.

    Und, ja: Marvin Ducksch gehört wieder in die Startelf, das ist nun quasi erwiesen, weil Werder keinen Besseren hat. Die anderen hatten in Freiburg die Chance, selbst mal die Ecken, Freistöße und Elfmeter zu schießen. Und zwar besser. Es wurde ein Debakel.

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  • BVB-Bosse wenden sich nach Union-Sieg an die Mannschaft

    BVB-Bosse wenden sich nach Union-Sieg an die Mannschaft


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    BVB-Boss Hans-Joachim Watzke auf der Mitgliederversammlung
    Zieht sich beim BVB allmählich zurück: Hans-Joachim Watzke. © David Inderlied/Kirchner-Media

    Beim BVB gab es am 23. Spieltag sechsmal Grund zu jubeln. Auch die Verantwortlichen Borussia Dortmunds wussten den Sieg zu schätzen.

    Dortmund – Die Freude am Samstagabend (22. Februar) war groß in Dortmund. Sei es BVB-Keeper Gregor Kobel, der sich schon auf dem Platz während des Spiels gegen Union Berlin freute. Die Fans von Borussia Dortmund, die seit langer Zeit mal wieder den BVB-Walzer angestimmt haben. Oder die Verantwortlichen der Schwarz-Gelben, von denen eine Last abfällt.

    Hans-Joachim Watzke stand auf und applaudierte freudestrahlend beim 6:0-Sieg des BVB gegen Union Berlin. Ein seltener Anblick in Zeiten eines kriselnden BVB. Aber der Chef legte noch eine Schippe drauf.

    Die Führungsetage von Borussia Dortmund sorgte für einen weiteren seltenen Anblick: Wie Sport1 berichtet, gingen Geschäftsführer Watzke, Carsten Cramer und Lars Ricken im Anschluss an die Partie in die Mannschaftskabine. Dort gratulierten sie den Profis zum Sieg. Auch BVB-Präsident Reinhold Lunow folgte.



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