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  • Guirassy gedankenschnell, Adeyemi nicht zu halten: BVB siegt

    Guirassy gedankenschnell, Adeyemi nicht zu halten: BVB siegt



    Borussia Dortmund hat erstmals in dieser Saison zwei Ligaspiele in Folge gewonnen. Beim 2:0 beim FC St. Pauli machten Guirassy und Adeyemi den Unterschied.

    Die zwei Torschützen unter sich: Serhou Guirassy und Karim Adeyemi


    Die zwei Torschützen unter sich: Serhou Guirassy und Karim Adeyemi

    IMAGO/DeFodi Images


    Seit dem 19. Spieltag 1989/90 wartete St. Pauli in der Bundesliga auf einen Heimsieg gegen den BVB. Ins sechste Liga-Duell seit dem 3:1 starteten die Kiezkicker nach dem 0:2 in Mainz unverändert und erneut mit einer kompakten Vorstellung. Im gewohnten 3-4-3 boten sie den Gästen nur wenig Platz und sorgten selbst mit schnellem Umschalten immer wieder für Gefahr. Den ersten Warnschuss gab Saad nach einer Flanke des aktiven Weißhaupt per Kopf bereits nach sieben Minuten ab.

    Dortmund tut sich schwer – Kein Elfmeter für St. Pauli


    Die Dortmunder, die nach dem deutlichen 6:0 gegen Union Berlin auf den erkrankten Ryerson verzichten mussten (Yan Couto begann), brauchten bis in die 24. Minute für die erste Torannäherung. Mit Adeyemis Kopfball hatte St. Paulis Keeper Vasilj aber keine Probleme. Insgesamt tat sich der BVB in der Offensive schwer, eine Lücke zu finden, so blieben die Versuche meist harmlos. Sabitzer drosch weit über den Kasten (36.).


    Die beste Gäste-Chance hatte erneut Adeyemi kurz vor der Pause, doch sein Abschluss aus spitzem Winkel rauschte knapp am Kasten vorbei (45.+1). Auch St. Pauli, das insgesamt in der Offensive in den ersten 45 Minuten zielstrebiger wirkte, verfehlte das Tor in Hälfte eins nur knapp: Wahl setzte einen durchgerutschten Smith-Freistoß nur knapp neben das Gehäuse (34.). Zuvor war Weißhaupt gerade noch von Bensebaini am Einschuss gehindert worden (25.). Glück hatte der BVB, dass es nach einem erneuten Aufeinandertreffen der beiden und einem Halten des Dortmunders keinen Elfmeter für St. Pauli gab (33.).

    Dortmunder Doppelschlag


    Nach dem Seitenwechsel zeigte sich St. Pauli weiterhin bissig, erlebte dann aber die kalte Dusche. Nemeth konnte, nachdem Guirassy einen Adeyemi-Abschluss verlängern wollte, noch den Fuß reinstellen, doch der Dortmunder Angreifer war gedankenschneller und schob den Abpraller aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (50.).


    Die Kiezkicker fanden im zweiten Durchgang nicht mehr so zielstrebig den Weg nach vorne, ein Ausflug flog ihnen dann in Minute 58 entscheidend um die Ohren. Nach Beiers Befreiungsschlag setzte Adeyemi zum Solo an, ließ erst Treu, dann Smith stehen und stellte frei vor Vasilj auf 2:0 (58.).

    Guirassy und Adeyemi lassen aus


    Fortan hatte der BVB die Partie im Griff, allerdings bei den zaghaften Angriffen der Hausherren auch nur wenige Probleme. In der eigenen Offensive gingen die Schwarz-Gelben vor dem Champions-League-Auftritt gegen Lille nicht mehr ins allerletzte Risiko. Guirassy und Adeyemi ließen die endgültige Entscheidung liegen, der Torschütze des 1:0 traf die Kugel nicht, der Torschütze des 2:0 drosch dahinter drüber (72.).


    St. Pauli blieb bis kurz vor dem Ende offensiv ungefährlich, als Kobel die einzig nennenswerte Offensivaktion der Hausherren nach einem Schuss des eingewechselten Sinani vereitelt hatte (86.), stand die vierte Niederlage in Serie ohne eigenen Treffer für den Aufsteiger fest.


    Der BVB hingegen gewann nicht nur wieder einmal auf St. Pauli, sondern auch zum ersten Mal in dieser Saison in der Liga zweimal in Folge. Weil im Parallelspiel Mainz mit 2:1 gegen RB Leipzig gewann, verkürzten die Schwarz-Gelben zudem den Rückstand auf Platz sechs.


    Dortmund muss schon am Dienstag wieder ran. Der BVB empfängt in der Champions League Lille (21 Uhr). In der Bundesliga wartet auf die Borussen am Samstag das Heimspiel gegen Augsburg (15.30 Uhr). Zeitgleich gastiert St. Pauli beim VfL Wolfsburg.



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  • Serhou Guirassy ist besser als alle Kiezkicker

    Serhou Guirassy ist besser als alle Kiezkicker


    1. ruhr24
    2. BVB
    Serhou Guirassy.
    Soll auch gegen den FC St. Pauli die BVB-Tore schießen: Serhou Guirassy. © Bahho Kara/Kirchner-Media

    Am 24. Spieltag gastiert der BVB bei St. Pauli. Dann steht auch Serhou Guirassy im Mittelpunkt, der eine beeindruckende Serie aufrechterhalten könnte.

    Begegnung: FC St. Pauli – Borussia Dortmund

    Anstoß: Samstag (1. März), 15.30 Uhr

    Spielstand: -:- (-:-)

    Tore: –

    Platzverweise: –

    Besondere Vorkommnisse: –

    Schiedsrichter: –

    +++ Hallo und herzlich willkommen zum Live-Ticker für die Bundesliga-Partie zwischen dem FC St. Pauli und Borussia Dortmund. Der Anstoß erfolgt am Samstag (1. März) um 15.30 Uhr im Millerntor-Stadion. RUHR24-Reporter Nico Lankau ist live vor Ort. +++

    BVB gegen St. Pauli: Serhou Guirassy ist besser als alle Kiezkicker

    Dortmund/Hamburg – Das Spiel gegen St. Pauli entscheidet die gesamte BVB-Saison, meint RUHR24-Redakteur Nicolas Luik. Im Erfolgsfall rücken die internationalen Plätze wieder in greifbare Nähe. Gut, dass es zwei Statistiken gibt, die Schwarz-Gelb Mut machen.

    Statistik Nummer eins: Serhou Guirassy traf in der Rückrunde genauso häufig wie alle Kiezkicker zusammen! Der 28-Jährige, der beim 6:0 des BVB gegen Union Berlin vier Tore beisteuerte, kommt bislang auf sechs Treffer. Insgesamt durfte er im deutschen Oberhaus in dieser Saison 13-mal jubeln, wettbewerbsübergreifend sogar 23-mal.

    Statistik Nummer zwei: St. Pauli verlor in der Bundesliga gegen keinen Verein öfter als gegen den BVB! Ganze zwölfmal unterlagen die Hamburger den Westfalen. Darüber hinaus traf kein Team öfter gegen Pauli als Borussia Dortmund. Stolze 35 Gegentreffer kassierten die „Boys in Brown“. Doch aus Pauli-Sicht gibt es ebenfalls zwei Mutmacher.

    BVB gegen St. Pauli: Das Hamburger Lazarett lichtet sich

    Bei der Trainingseinheit am Dienstag (25. Februar) konnte der von Verletzungen gebeutelte Aufsteiger aufatmen. Neben Lars Ritzka (IV), der vorheriges Wochenende ausgewechselt werden musste, trainierten auch Connor Metcalfe (ZM), Manolis Saliakas (RV) und Robert Wagner (ZM) wieder mit dem Team. Zudem scheint es Philipp Treu (LV) nicht ganz so schlimm erwischt zu haben. Der 24-Jährige musste im vorherigen Spiel ebenfalls vom Feld genommen werden, verpasste das Training nur aus Gründen der Belastungssteuerung.

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    Welche Profis Trainer Alexander Blessin letztlich aufbieten kann, bleibt abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass die Gastgeber im bisherigen Saisonverlauf elf Gegentore weniger kassiert haben als der BVB. Dementsprechend wird man im Norden darauf bedacht sein, Guirassy am Samstag so gut es geht, aus dem Spiel zu nehmen.



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  • WDR-Sport: Neuzugänge beim BVB: Bislang liefert nur Guirassy

    WDR-Sport: Neuzugänge beim BVB: Bislang liefert nur Guirassy


    Stand: 26.02.2025 20:03 Uhr

    Mehr als 70 Millionen Euro hat Borussia Dortmund vor der Saison in neue Spieler investiert. Wirklich eingeschlagen hat aber nur einer. Ein anderer zeigt aufsteigende Form.

    In den vergangenen Jahren hat Borussia Dortmund auf dem Transfermarkt in der Regel ein gutes Näschen bewiesen. Erling Haaland, Jadon Sancho, Niclas Füllkrug, Nico Schlotterbeck oder Marcel Sabitzer waren von Anfang an echte Verstärkungen. Jude Bellingham darf in dieser Aufzählung natürlich nicht fehlen. Es war stets eine Mischung aus Spielern, die ihr Können bei anderen Vereinen unter Beweis gestellt haben und jungen Talenten, die sich dann beim BVB zu Weltstars entwickelt haben.

    Das hat sich auch sportlich bemerkbar gemacht, auch wenn der ganz große Wurf ausblieb. Der BVB gehörte in der Bundesliga stets zu den Topteams, schrammte 2023 nur knapp an der Meisterschaft vorbei und stand 2024 im Finale der Champions League. In diesem Jahr ist das anders. Mit Rang zehn in der Liga hinkt der BVB den Erwartungen hinterher.

    BVB investierte mehr als 70 Millionen Euro

    Dabei hatte sich der BVB im Sommer vielversprechend verstärkt. Mehr als 70 Millionen Euro investierte die Borussia für die Dienste von Serhou Guirassy (VfB Stuttgart), Maximilian Beier (TSG Hoffenheim), Waldemar Anton (VfB Stuttgart) und Pascal Groß (Brighton & Hove Albion).

    • Nach Kantersieg gegen Union – BVB kann wieder lachen
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    Wirklich eingeschlagen ist aber nur einer: Serhou Guirassy. Mit 13 Saisontoren ist er der Toptorjäger des BVB. In der Champions League steht er bereits bei zehn Treffern und steht damit in der Torjägerliste vor Spielern wie Harry Kane, Robert Lewandowski, Erling Haaland oder Kylian Mbappe.

    Vier Tore erzielte der Guineer allein am letzten Bundesliga-Spieltag beim 6:0-Erfolg gegen Union Berlin. BVB-Trainer Niko Kovac griff daraufhin gleich ins oberste Regal und bezeichnete die Leistung seines Stürmers als “Weltklasse. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen”.

    Dortmunds mutiger Plan mit Guirassy

    In 31 Spielen für den BVB hat Guirassy 23 Tore erzielt. Neben Innenverteidiger Nico Schlotterbeck wirkt er quasi “immun” gegen die Formschwankungen, die viele seiner Kollegen aktuell erfahren. Der 28-Jährige ist damit auch der Hoffnungsträger, dass die Trendwende in Dortmund noch gelingen kann.

    Dabei ist der BVB mit Guirassy auch ein gewisses Risiko gegangen. Denn einen wirklichen Ersatz gibt es im Dortmunder Kader nicht. Mit Niclas Füllkrug (West Ham United), Sebastién Haller (FC Utrecht/Leihe) und Yousouffa Moukoko (OGC Nizza/Leihe) gab der BVB vor der Saison gleich drei Mittelstürmer ab und setzte nur auf Guirassy. Eine mutige Entscheidung.

    Beier bislang hinter den Erwartungen

    Sollte sich Guirassy verletzten, oder nicht mehr treffen, mangelt es an Alternativen. Sicher hätten sich die BVB-Verantwortlichen mehr von Maximilian Beier versprochen. Beier kam mit der Empfehlung von 16 Saisontoren aus Hoffenheim nach Dortmund und war mit geschätzten 28,5 Millionen Euro auch der teuerste BVB-Transfer des Sommers.

    • Bundesliga: Borussia Dortmund gegen 1. FC Union Berlin – die Zusammenfassung
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    Der 22-Jährige sollte in Dortmund den nächsten Schritt machen, kommt aber noch nicht so recht aus den Startlöchern. 32 Mal stand er in dieser Saison in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League für die Dortmunder auf dem Platz. Mit fünf Toren und drei Assists ist die Ausbeute für einen Offensivspieler und auch Nationalspieler jedoch dürftig.

    “Maxi ist jemand, der immer hart arbeitet, nach vorne und nach hinten. Manchmal ist er ein bisschen unglücklich, manchmal ein bisschen ungestüm”, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl gegenüber der “WAZ”. Kehl ist sich jedoch sicher: “Der Junge wird kommen.”

    Waldemar Anton nur noch Ersatz

    Ob das auch für Waldemar Anton gilt, ist unklar. Als Kapitän war Anton neben Guirassy einer der Hauptgründe, warum der VfB Stuttgart in der vergangenen Saison Vizemeister wurde. In Dortmund kann der Innenverteidiger noch überhaupt nicht an die starke Vorsaison anknüpfen.

    Negativer Höhepunkt war ein Eigentor bei der 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart. In den beiden Spielen danach kam Anton nicht mehr zum Einsatz. Kovac setzt neben Schlotterbeck nun vor allem auf Emre Can und Niklas Süle in der Innenverteidigung.

    Groß landet gegen Union persönlichen Befreiungsschlag

    Ähnlich wie Anton ist auch Pascal Groß mit vielen Erwartungen nach Dortmund gekommen. In Brighton war der 33-Jährige spät zum deutschen Nationalspieler gereift und glänzte in der vergangenen Saison mit 18 Torbeteiligungen.

    • Groß überragt mit vier Vorlagen gegen Union
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    Wie Beier und Anton blieb aber auch Groß lange hinter den Erwartungen. Gerade einmal drei Torvorlagen standen nach 20 Spielen in seiner Bilanz. Doch dann kam das Spiel gegen Union Berlin, in dem Groß gleich vier Tore vorbereitete und so seinen persönlichen Befreiungsschlag landete.

    Kovac’ Plan mit Groß geht auf

    Das hat vor allem mit Trainer Kovac zu tun, der Groß anders als Vorgänger Nuri Sahin mehr offensive Freiheiten gibt. Zwar spielt Groß weiter neben Marcel Sabitzer auf der Doppelsechs, schaltet sich unter Kovac aber viel mehr ins Offensivspiel ein.

    “Ich habe ihm das Selbstvertrauen gegeben, welches er braucht. Ich kenne ihn. Ich weiß, welche Fähigkeiten er hat und wo seine Position ist”, sagte Kovac gegenüber “Sport1”. Gegen Union stellte Groß vor allem seine Flankenqualität unter Beweis.

    Geht das so weiter, könnten sie in Dortmund noch viel Spaß an dem Duo Groß und Guirassy haben. Sollten dann auch Beier und Anton zu alter Form finden, könnte der BVB – mit einiger Verspätung – doch noch von einem erfolgreichen Transfersommer 2024 sprechen.

    Unsere Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa
    • WAZ
    • Sport1
    • Portal Transfermarkt.de



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  • Wie sich Serhou Guirassy zum Stabilisator des BVB entwickelt hat

    Wie sich Serhou Guirassy zum Stabilisator des BVB entwickelt hat


    Ein kleines Wort reichte dem Fußballtrainer Niko Kovac, um den Auftritt seines Tageshelden zu beschreiben. „Weltklasse“ sei die Leistung des Torjägers Serhou Guirassy gewesen, der vier Treffer zum 6:0-Sieg beigetragen und damit erstmals in seiner Profikarriere in einer Partie viermal getroffen hatte. „Das war ein perfekter Abend“, ergänzte der Nationalspieler Guineas, der bereits die Torjägerliste der Champions League vor Superstars wie Kylian Mbappé, Robert Lewandowski oder Harry Kane anführt. In der Bundesliga war er vor diesem 23. Spieltag mit neun Toren weit weniger effizient. Haben die Dortmunder also am Samstag den endgültigen Durchbruch eines Fußballers erlebt, der alle mitreißen kann?

    Das Gesicht dieses für Borussia Dortmund befreienden Abends mag Hans-Joachim Watzke gewesen sein, dessen ungetrübtes Lachen auf der Tribüne eine bislang verborgene Seite des Klubchefs sichtbar machte. Der heimliche Held war Pascal Groß, der vier Tore vorbereitet hatte, aber die große Hoffnung ist Guirassy.

    Denn zumindest auf den ersten Blick verkörperte der im vorigen Sommer für 18 Millionen Euro aus Stuttgart ins Revier transferierte Profi die stark schwankenden Ergebnisse zwischen nationalem und internationalem Wettbewerb wie kaum ein anderer. Wenn er jetzt auch in der Bundesliga regelmäßig träfe – so könnte man annehmen –, würden für das gesamte Team bessere Zeiten anbrechen. Wobei Guirassy auch in Partien ohne Tore häufig zu den stärksten Dortmundern zählte.

    Kovac schickt Groß bei Ballbesitz auf die Außenbahn

    Denn er arbeitet auch dann intensiv mit, wenn die Gegner den Ball haben. Er wartet nicht nur auf Torvorlagen, sondern bereichert den Spielaufbau, indem er sich in den engen Räumen des offensiven Mittelfeldes anbietet. „Ich würde Serhou gegen keinen Spieler der Welt tauschen“, hat der im Januar beim BVB entlassene Nuri Şahin im Herbst über Guirassy gesagt. Das war vielleicht ein wenig übertrieben, aber nicht erst seit der Show gegen Union ist der Nationalspieler Guineas neben Nico Schlotterbeck der zuverlässigste Stabilisator des launischen BVB-Konstrukts. Es hat allerdings lange gedauert, bis er auf diesem Niveau angekommen ist.

    Nach ersten Profistationen bei Stade Laval, AJ Auxerre und OSC Lille wechselte er 2016 zum 1. FC Köln in die Bundesliga, wo er – auch aufgrund von Verletzungen – drei Jahre lang eher mitschwamm. Erinnert wird bei den Rheinländern vor allen Dingen eine Szene aus einer richtungsweisenden Partie im Kampf um den Klassenverbleib gegen Werder Bremen, als Guirassy aus drei Metern das leere Tor verfehlte. Danach war das Kölner Urteil gefällt: Das ist keiner.

    „Weltklasse“: BVB-Coach Kovac ist voll des Lobes für seinen trefffreudigen Torjäger. Der Erfolg liegt auch an der Zusammenarbeit mit Pascal Groß.
    „Weltklasse“: BVB-Coach Kovac ist voll des Lobes für seinen trefffreudigen Torjäger. Der Erfolg liegt auch an der Zusammenarbeit mit Pascal Groß.AFP

    Zurück in Frankreich blieb er zunächst ein Mittelklassestürmer, schoss in einer Saison zehn Tore für Stade Rennes, in einem anderen Jahr traf er neunmal, aber kaum jemand konnte sich vorstellen, dass dieser Spieler in die Phalanx der Allergrößten vorstoßen würde. Doch die 28 Treffer in der vergangenen Bundesligasaison für den VfB Stuttgart waren ein Statement. Und dass Guirassy sich im laufenden Jahr nicht dauerhaft von den Krisendynamiken beim BVB herunterziehen ließ, ist beeindruckend. Nach dieser Partie besteht nun sogar die Hoffnung, dass er einen kongenialen Partner gefunden hat.

    Drei Guirassy-Treffer und Maxi Beiers 6:0 hatte Pascal Groß aufgelegt. Vier Assists eines Bundesligafußballers in einem einzigen Spiel gab es nach Angaben des Statistikdienstleisters „Opta“ seit Beginn der Datenerhebung erst zweimal: durch Christopher Nkunku für RB Leipzig gegen Schalke 2020 sowie acht Jahre zuvor durch Szabolcs Huszti für Hannover 96 beim Niedersachsen-Derby in Wolfsburg.

    Besser als Şahin scheint es Kovac zu gelingen, Groß ins Spiel des Teams zu integrieren, eine direkte Verbindung zu Guirassy herzustellen und nebenbei eine kleine BVB-Revolution in Gang zu setzen. In der jüngeren Vergangenheit wurde das alte Prinzip Flanke-Kopfball-Tor eher umgangen, Treffer sollten herauskombiniert werden. Weil aber Groß solch ein brillanter Flankengeber ist und Guirassy der passende Abnehmer, ändert sich das gerade.

    Ein Grund dafür ist, dass der defensive Zentrumsspieler Groß seit einigen Wochen bei Ballbesitz regelmäßig die Position mit dem Linksverteidiger tauschen soll. Dadurch kommt er oft in Räume weit vorne auf dem Flügel, aus denen er seine Bälle in den Strafraum schlagen kann. Zwei Guirassy-Treffer und das Tor von Beier bereitete er auf diese Art vor, blieb anschließend aber selbstkritisch. „Wir haben in dieser Saison kein einziges Mal zwei Spiele hintereinander in der Bundesliga gewonnen, das ist schon echt schwach.“

    Es ist also verständlich, dass die Angst vor dem nächsten Rückschlag noch nicht verflogen ist. Es sei dringend nötig, „mal drei, vier Spiele am Stück“ zu gewinnen, sagte Marcel Sabitzer, und nicht sofort wieder zusammenzufallen, wenn „dann auswärts wieder so ein ekliges Spiel kommt, wo wir uns den Schneid abkaufen lassen“. Auch Kovac mahnte: „Dieses Spiel ist ein schönes Zeichen, aber mehr auch nicht.“

    Hinter solchen Aussagen steckt das ewige Problemthema beim BVB: Es gelingt nicht, die Spannung hoch zu halten und dauerhaft mit der erforderlichen ­Intensität zu arbeiten. Der abermals schwache Karim Adeyemi forderte erst mal sehr forsch zwei freie Tage, statt fokussiert zu bleiben, was Guirassy eher nicht tun würde. Der Stürmer ist auch deshalb solch ein bedeutsamer Spieler, weil er zwar auf die Vorlagen der Kollegen angewiesen ist, aber relativ unabhängig von den Leistungsschwankungen und Stimmungen seiner Mannschaft bleibt. Das trifft wahrlich nicht auf viele Dortmunder Profis zu.



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  • BVB: Viererpack Guirassy – Dortmund spielt plötzlich Füllkrug-Fußball | Sport

    BVB: Viererpack Guirassy – Dortmund spielt plötzlich Füllkrug-Fußball | Sport


    Serhou VIERassy!

    Dortmunds Königs-Knipser Guirassy erzielte beim 6:0 gegen Union Berlin den ersten BVB-Viererpack seit Erling Haaland, brachte mit seiner Tor-Gala die Freude in den Signal-Iduna-Park zurück.

    Nach Sieg gegen Union : Kovac’ Gesicht plötzlich verändert

    Borussia Dortmund: Kovac' Gesicht plötzlich verändert

    Quelle: BILD24.02.2025

    Der Stürmer erzielte zwei seiner vier Treffer gegen die Eisernen nach Flanken. Auch Maxi Beier traf nach einer Hereingabe am langen Pfosten per Kopf. Kein Zufall! Dortmunds Stürmer profitieren von der neuen Spielweise unter Trainer Niko Kovac (53), der überraschend voll auf Flanken setzt…

    Nanu?! BVB spielt plötzlich Füllkrug-Fußball

    Allein gegen Union segelten 21 Hereingaben in den Strafraum – für den BVB ein irrer hoher Wert.

    Im Schnitt flankte Dortmund pro Spiel in dieser Saison nur etwa zehnmal. Ein neuer spielerischer Ansatz, den sich in der vergangenen Saison sicherlich auch DFB-Stürmer Niclas Füllkrug (32) gewünscht hätte!

    Erleichterung pur! Serhou Guirassy (28) mit seinem Viererpack-Ball

    Erleichterung pur! Serhou Guirassy (28) mit seinem Viererpack-Ball

    Foto: Getty Images

    Der Kopfball-Spezialist hatte intern immer wieder beklagt, dass kaum Bälle in den Sechzehner fliegen und er dadurch zu wenig Chancen bekomme.

    Unter Edin Terzic und Nuri Sahin war das Flankenspiel eher verschmäht. In der vergangenen Spielzeit schlug Dortmund die wenigsten Flanken (258) aller Bundesliga-Teams – eigentlich kurios, wenn man vorne Fülle hatte… Und mit ein Grund dafür, warum es nach nur einer Saison wieder zur Trennung kam.



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  • Vier Tore von Guirassy: BVB schießt Union Berlin ab

    Vier Tore von Guirassy: BVB schießt Union Berlin ab



    Borussia Dortmund ist am Samstagabend ein beeindruckender Befreiungsschlag gelungen. Im Heimspiel gegen Union Berlin setzte sich der BVB mit 6:0 durch – Guirassy allein traf viermal.

    Traf gegen Union Berlin vierfach: Serhou Guirassy.


    Traf gegen Union Berlin vierfach: Serhou Guirassy.

    picture alliance / SvenSimon


    Mit einem 0:0 im Rückspiel gegen Sporting Lissabon tütete der BVB unter der Woche das Erreichen des Achtelfinals in der Champions League ein. International ist Dortmund also auf Kurs, in der Bundesliga lief es zuletzt jedoch gehörig schief. Niko Kovac verlor seine ersten beiden Partien im Oberhaus und stand vor dem Abendspiel am Samstag gegen Union Berlin schon unter Druck.


    Kurzfristig musste Kovac auf Brandt (Muskelverhärtung) verzichten, Reyna rotierte in die Startelf. Ebenso Bensebaini und Beier, die Svensson und Gittens auf die Bank verdrängten. Auf der anderen Seite ließ Union-Coach Steffen Baumgart ebenfalls dreimal rotieren. Im Vergleich zum 1:2 gegen Gladbach starteten Rothe, Tousart und Schäfer für Skov (Fußverletzung), Haberer und Skarke (beide Bank).

    Spielnote

    Stimmungsvoll und einseitig mit vielen Chancen, spielerische Höhepunkte gab es nur von den Dortmundern zu sehen.

    2



    Tore und Karten


    1:0
    Diogo Leite (25′)


    2:0
    Guirassy (40′)




    Borussia Dortmund
     
    1. FC Union Berlin
     

    Spieldaten





    Borussia Dortmund

    Dortmund

    Kobel2,5 – Ryerson2 , Can2, N. Schlotterbeck2, Bensebaini2,5 – Sabitzer2,5 , P. Groß1,5, Adeyemi3, Reyna3,5 , Beier2,5 – Guirassy1




    1. FC Union Berlin

    Union

    Rönnow4,5 – Juranovic6, Doekhi5,5, Diogo Leite6 , Rothe5,5 – R. Khedira4,5 , Tousart4 , Schäfer4,5 , Jeong5 , Hollerbach4,5 – Ilic5



    Schiedsrichter-Team


    Bastian Dankert
    Rostock

    3



    Spielinfo





    Stadion Signal-Iduna-Park
    Zuschauer 81.365 (ausverkauft)





    Baumgart hatte seine Mannschaft defensiv gut eingestellt, Union schaffte es in der Anfangsphase, den BVB weit vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Groß’ Schuss nach sieben Minuten, den Rönnow sicher parierte, war lange Zeit die einzige gefährliche Offensivaktion der Borussia, der es zu Beginn an Tempo, Kreativität und Präzision fehlte.


    Der Wille war Dortmund aber nicht abzusprechen. Und so sollte es ein Zufallsprodukt sein, das den Bann brach: Ryersons ansatzlosen Schuss aus 18 Metern fälschte Diogo Leite unglücklich wie unhaltbar für Rönnow ins eigene Tor ab (25.).




    Ein Wirkungstreffer für die Gäste, die wenig später Glück hatten, dass Beier aus kurzer Distanz nur die Latte traf (29.). Offensiv traten die Eisernen im ersten Durchgang nur einmal in Erscheinung, als Hollerbach aus spitzem Winkel Kobel prüfte (35.).  Fünf Minuten später klingelte es jedoch erneut auf der anderen Seite – Guirassy vollendete eine Maßflanke von Groß per Kopf (40.).


    Es roch somit früh nach dem ersten Bundesliga-Sieg für Kovac als BVB-Coach. Im zweiten Durchgang investierte der BVB zunächst nicht mehr als er musste, Guirassy kam dennoch zu zwei gefährlichen Abschlüssen (52., 57.). Bezeichnend für das Offensivspiel der Gäste war derweil, dass Cans Beinahe-Eigentor lange Zeit die beste Chance auf den Anschlusstreffer war (59.).


    Dortmund war dem 3:0 näher als Union dem 1:2 – und nach 75 Minuten war es soweit: Groß hatte im Strafraum den Blick für Guirassy, der den Ball aus spitzem Winkel hoch ins kurze Eck jagte. In der Folge fiel Union komplett auseinander, was Guirassy zwei weitere Treffer ermöglichte: Erst drückte der Angreifer den Ball nach Vorlage von Beier mühelos über die Linie, dann vollendete Guirassy eine weitere Maßflanke von Groß per Kopf zum Viererpack (80., 83.).

    Groß bedient auch Beier perfekt


    Doch damit noch nicht genug. Weil Groß eine weitere Hereingabe präzise in den Strafraum brachte und damit Beier fand, machte der BVB das halbe Dutzend Tore gar noch voll (89.). Der BVB erlebte einen Gala-Abend, während es für Union Berlin die höchste Niederlage in der Bundesliga war.


    Am nächsten Samstag (15.30 Uhr) spielt der BVB auf St. Pauli. Union Berlin empfängt einen Tag später (Sonntag, 15.30 Uhr) Holstein Kiel.



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  • Spanischer Top-Klub hat es auf Serhou Guirassy abgesehen

    Spanischer Top-Klub hat es auf Serhou Guirassy abgesehen


    Nicht einmal eine Dreiviertelstunde benötigte Serhou Guirassy für seine vier Treffer. Beim furiosen 6:0-Erfolg von Borussia Dortmund gegen den 1. FC Union Berlin ließ sich der 28 Jahre alte Stürmer des BVB nicht aufhalten. Seinen lupenreinen Hattrick im zweiten Durchgang erzielte er binnen acht Minuten. Der Spieler der 23. Bundesligarunde stößt auch im Ausland auf großes Interesse.

    Guirassys Saisonbilanz steht bei beeindruckenden 23 Toren und sechs Assists. Für seine 29 Scorerpunkte brauchte der Guineer lediglich 31 Einsätze. Damit setzt der Angreifer seine Erfolgsserie, die er in den vergangenen beiden Jahren in Stuttgart begonnen hat, in Dortmund nahtlos fort. Für den VfB netzte er wettbewerbsübergreifend in 58 Partien 44-mal ein. Zudem fabrizierte er fünf Vorlagen.

    Nach Informationen des Portals fichajes.net hat Diego Simeone, Trainerlegende von Atlético Madrid, ein Auge auf den BVB-Profi geworfen. Der 54-Jährige soll sich den Dortmunder als möglichen Nachfolger für Antoine Griezmann (33) ausgeguckt haben. Dem Bericht zufolge rechnen die Verantwortlichen des spanischen Top-Klubs mit einem Abgang des Franzosen nach der laufenden Saison.

    Marktwert 40 Mio.

    Guirassy beeindruckt die Colchoneros mit seinem Torinstinkt und seiner Power. Er sei daher der ideale Kandidat, um Atléticos Offensive zu stärken. Knackpunkt sei jedoch die Ablösesumme für den Stürmer, der beim BVB noch bis 2028 unter Vertrag steht. Aufgrund seines Marktwertes von 40 Millionen Euro dürfte eine Verpflichtung die Rojiblancos eine Stange Geld Kosten. Dennoch sei der BVB-Angreifer einer der Top-Kandidaten auf die Nachfolge Griezmanns.

    Trotzdem bleibt die Frage, ob die Schwarz-Gelben überhaupt bereit sind, ihren Torgaranten nach nur einem Jahr schon wieder abzugeben. Die Voraussetzungen könnten sich jedoch ändern, sollte der Bundesligist die Teilnahme an der Champions League verfehlen. Ein Schicksal, das Atleti nicht droht.



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  • Bundesliga: BVB-Torjäger Guirassy mit meisten Stimmen in Elf des 23. Spieltages

    Bundesliga: BVB-Torjäger Guirassy mit meisten Stimmen in Elf des 23. Spieltages


    Nur vier Vereine vertreten 

    Bundesliga: BVB-Torjäger Guirassy mit meisten Stimmen in Elf des 23. Spieltages

    ©TM/IMAGO

    Serhou Guirassy ragte mit seinen vier Toren beim 6:0 Sieg gegen Union Berlin aus einer sehr guten Mannschaftsleistung des BVB nochmal deutlich heraus. Dies erkannte auch die Community an und so erhielt der Stürmer 88 Prozent der Stimmen und damit mit großem Abstand die meisten aller Akteure.

    Elf des 23. Spieltages

    Ebenso herausragend spielte Pascal Groß, dem vier Vorlagen gelangen und der so ebenfalls einen großen Anteil am deutlichen Erfolg der Borussia hatte. Dafür erhielt der Mittelfeldstratege nach seinem Teamkollegen die zweitmeisten Stimmen. Für den 33-Jährigen ist es die erste Berufung in dieser Saison. Mit Nico Schlotterbeck schaffte es zudem ein weiterer Borusse in die Elf, welche von Niko Kovac gecoacht wird.

    Die meisten Spieler in dieser Auflistung stellt allerdings der SC Freiburg, der mit 5:0 gegen Werder Bremen gewann. Insgesamt vier Jungs von Trainer Julian Schuster finden sich in der Auswahl wieder. Neben den Doppeltorschützen Ritsu Doan und Vincenzo Grifo wurden auch Torwart Noah Atubolu und Kiliann Sildillia, der mit einem Fallrückzieher erfolgreich war, gewählt. Für den Franzosen ist es bereits die zweite Nominierung der Rückrunde, nachdem der Verteidiger in der Hinserie größtenteils außen vor war. Bei den letzten vier Spielen stand er über die vollen 90 Minuten auf dem Feld und hat entschiedenen Anteil an den vier Siegen und null Gegentoren in dieser Zeit.

    Der dritte große Block in dieser Elf wird vom FC Bayern München gestellt, der gegen Eintracht Frankfurt deutlich mit 4:0 erfolgreich war. Debüttorschütze Hiroki Ito wurde genauso wie Jamal Musiala und Michael Olise gewählt. Für den deutschen Nationalspieler ist es bereits die zwölfte Nominierung in der laufenden Saison.

    Komplettiert wird die Aufstellung von Alexis Claude-Maurice, dem gegen Borussia Mönchengladbach ein lupenreiner Hattrick gelang. Damit ist der Franzose der erste Spieler der Fuggerstädter, der dies in der Bundesliga schaffte.



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  • Vier Mal Guirassy: BVB gelingt Befreiungsschlag gegen Union

    Vier Mal Guirassy: BVB gelingt Befreiungsschlag gegen Union


    Stand: 24.02.2025 00:00 Uhr

    Borussia Dortmund scheint langsam wieder in Schwung zu kommen. Nach dem Erfolg in der Champions League legte das Kovac-Team in der Bundesliga gegen Union Berlin nach und gewann am Samstagabend mit 6:0 (2:0).

    Serhou Guirassy schnürte dabei einen Viererpack. Damit kletterte der BVB in der Tabelle schon mal wieder auf Rang zehn.

    • Zum Live-Ticker: Dortmund – Union Berlin
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    • 23. Spieltag
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    Freude über ersten Bundesliga-Erfolg unter Kovac

    Nach dem souveränen Achtelfinal-Einzug in der laufenden Champions-League-Runde unter der Woche gegen Sporting Lissabon war für Schwarz-Gelb wieder Bundesliga-Alltag angesagt. Mit einer schwungvollen Leistung die schwachen Vorwochen so allmählich aus den Köpfen vertreiben – dies das Ziel der gebeutelten Dortmunder gegen den Tabellen-13. Union Berlin.

    Und nach dem Kantersieg konnte Kovac gegenüber der Sportschau zufrieden feststellen: “Nach 15 Minuten haben wir es kontrolliert und zwangsläufig viele Chance kreiert. Pfosten, Latte, viele Tore, viele tolle Momente – das war schöner Fußball.“

    Sportschau, 22.02.2025 21:17 Uhr

    BVB-Arbeit am Offensivspiel

    Vor ausverkauftem Haus – über 81.000 Fans veranstalteten schon vor der Partie eine Riesen-Show – versuchte der BVB von Beginn an Druck zu machen. Nach sechs Minuten verpasste Pascal Groß nur knapp nach einer scharfen Hereingabe von Julian Ryerson. “Wir müssen wieder dahin kommen, uns mehr Chancen zu erspielen“, hatte Kovac gefordert.

    Sein neues Team arbeitete dran: Emre Can und Nico Schlotterbeck bemühten sich von hinten heraus um scharfe, genaue Bälle im Aufbau, Pascal Groß auf links und Karim Adeyemi auf rechts versuchten mit Tempo Druck auf die Berliner Abwehrreihe auszuüben.

    Nico Schlotterbeck (r.)im Zweikampf gegen Jeong Woo-yeong.

    Eigentor bringt Dortmund in Führung

    So war Tempo in der Partie, weil auch Union mutig genug war, den Weg nach vorn zu suchen. Rani Khedira setzte sich nach 20 Minuten über rechts gut gegen Ramy Bensebaini durch, konnte aus spitzem Winkel Gregor Kobel aber nicht überwinden.

    Nach 25 Minuten die Dortmunder Führung: Ein Querschläger landete auf halbrechts bei Ryerson, der die Kugel gleich wieder mit Wucht vors Tor schlug. Und der unglückliche Berliner Diogo Leite rutschte in diesen Ball und fälschte ihn unhaltbar für seinen Keeper Frederik Rönnow in den eigenen Kasten ab. Vier Minuten später beinahe das 2:0, als Maximilian Beier nach Adeyemis Vorarbeit den Fuß hinhielt, aber nur den Querbalken des Berliner Tores traf.

    BVB macht Druck und stresst Union

    Das Dortmunder Bemühen um Tempo und Rasanz blieb unübersehbar. Auch wenn hin und wieder die Genauigkeit fehlte, blieben die Aktionen doch druckvoll. Das Ganze stresste Union und führte weiter zu Torraumszenen. In der 39. Minute das 2:0: Groß hatte auf links Zeit zum flanken und sein Ball traf punktgenau den Kopf des eingelaufenen Serhou Guirassy – der Guineer vollendete sicher zum zweiten Dortmunder Treffer.

    Die BVB-Spieler feiern den Heimsieg gegen Union Berlin.

    Auch ohne den verletzt fehlenden Julian Brandt zeigte sich der BVB im Spiel nach vorn so stark verbessert, dass Union gar keine rechte Luft gelassen wurde, um selbst konstruktiv nach vorn zu spielen. Der BVB erdrückte den Gegner mit seiner Vehemenz einfach.

    Guirassy trifft wie er will

    Schon gegen Sporting Lissabon unter der Woche hatte der BVB bewiesen, dass er eine Führung mittlerweile souverän verteidigen kann. Das schaffte das Team nun auch problemlos gegen die harmlosen Gäste aus der Hauptstadt. Nach rund einer Stunde nahmen die Dortmunder wieder Tempo auf.

    Und es gab Torchancen: Erst scheiterte Adeyemi noch mit einem Schuss am Pfosten (74.), eine Minute später machte es Guirassy besser: Aus spitzem Winkel donnerte der Mittelstürmer die Kugel in den linken Winkel zum 3:0 (75.). In der 81. Minute schnürte der Guineer seinen Dreierpack: Nach Beiers Vorarbeit brauchte er nur noch die Fußspitze hinhalten und es stand 4:0.

    Union Berlin geht in Dortmund unter

    Und damit nicht genug: Sieben Minuten vor Spielschluss flankte Groß noch einmal gefühlvoll in Richtung Guirassy. Der bedankte sich per Kopf mit seinem vierten Treffer zum 5:0. Und dann durfte gegen mittlerweile wehrlose Unioner auch Beier nochmal ran. Nach Salih Özcans Flanke durfte er völlig freistehend zum 6:0 verwandeln.

    Für Union-Trainer Steffen Baumgart kam es etwas zu dicke. “Ich hadere mit dem Ergebnis“, sagte er im Sportschau-Gespräch: “Ich hadere mit der letzten Viertelstunde extrem. Ich glaube, ein 3:0 kannst du erklären, aber mit einem 6:0 ist schwer umzugehen.” Der BVB konnte konstatieren: Auch in der Bundesliga scheint der erste Schritt zurück in die Erfolgsspur gemacht zu sein.

    Sportschau Bundesliga Highlights, 22.02.2025 20:26 Uhr

    Dortmund in Hamburg, Union gegen Kiel

    Dortmund muss kommendes Wochenende in Hamburg beim FC St. Pauli ran (01.03.2025, 15.30 Uhr). Den Tag darauf ist Union Berlin zuhause gegen Kiel gefragt (15.30 Uhr).

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  • Borussia Dortmund: Alles spricht von Guirassy – doch ER ist der heimliche Gewinner

    Borussia Dortmund: Alles spricht von Guirassy – doch ER ist der heimliche Gewinner


    Was für ein Abend. Erst die Mega-Choreo auf der Südtribüne, dann ein Fußballfest, wie man es bei Borussia Dortmund lange nicht gesehen hat. Das Ende der Krise? Zumindest ein denkwürdiger Tag, den sich die leidenden BVB-Fans verdient haben.

    Star des Abends: Viererpacker Serhou Guirassy. Ein anderer Star von Borussia Dortmund hat in dessen Schatten gegen Union Berlin (6:0) aber ebenfalls eine historische Leistung auf dem Platz erbracht. Pascal Groß gelangen in 90 Minuten vier Vorlagen. Eine Rarität in der Bundesliga.

    Borussia Dortmund: Pascal Groß gelingt Rarität

    Oft genug hatte der BVB in den letzten Jahren nach einem Führungstor in den Verwaltungsmodus geschaltet und es später bereut. Diesmal war alles anders. Jedes Tor schien die Borussen noch weiter zu beflügeln und zu Höchstleistungen anzustacheln. Union Berlin zerfiel in seine Einzelteile.

    +++ Borussia Dortmund lange ohne Bensebaini? Kovac klärt auf +++

    Guirassy nahm den Spielball nach Abpfiff mit nach Hause. Pascal Groß hätte ihn nicht weniger verdient. Während alle vom Stürmerstar und seinem Viererpack schwärmen, platzten auch bei seinem Kollegen am Samstagabend alle Knoten gleichzeitig. Vier Tore legte er ein einem Spiel auf – seit Beginn der detaillierten Datenaufzeichnung 2004 ist das erst zwei Spielern vor ihm gelungen: Leipzigs Nkunku 2020 gegen Schalke (5:0) und Huszti 2012 für Hannover gegen Wolfsburg (4:0).


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    Vier Vorlagen in einem Spiel. Mehr als in allen Bundesliga-Spielen zusammen, die er bislang für den BVB bestritt. Eine Seltenheit, die an diesem Abend nicht die Würdigung fand, die sie verdient. Zu viel Großartiges war aus Sicht von Borussia Dortmund passiert, als dass man sich auf ein solch beeindruckendes Detail stürzen kann. Für Pascal Groß aber dürfte es sich phantastisch angefühlt haben. Nach einem ordentlichen Start beim BVB stolperte er seit Monaten immer tiefer in ein Formloch, bekam kein Bein an den Boden. Nun der Befreiungsschlag.



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