Der SC Freiburg will seine Erfolgsserie fortsetzen. Zuletzt gab es dreimal ein 1:0.
Der SC Freiburg eröffnet den 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem Heimspiel gegen den SV Werder Bremen. Zuletzt gewannen die Breisgauer dreimal nacheinander – jeweils mit 1:0. Gegen die Mannschaft von Gäste-Coach Ole Werner soll am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) die Erfolgsserie fortgesetzt werden.
Stößt Union Berlin den BVB noch tiefer in die Krise?
Bild: IMAGO / Matthias Koch
Nach der Pleite gegen Gladbach soll es bei der anderen Borussia klappen: Union will am Samstag (18:30 Uhr) in Dortmund Punkte gegen den Abstieg sammeln. Der BVB droht derweil den Anschluss an die europäischen Plätze zu verlieren.
Fakten zum Spiel
Der BVB ist seit fünf Bundesliga-Heimspielen sieglos
Gegen Union gewann der BVB aber bislang jedes Bundesliga-Heimspiel
Der Ex-Unioner Julian Ryerson hat sich beim BVB etabliert, bei 55 seiner bislang 56 Bundesliga-Partien für Dortmund spielte er von Beginn an
Union könnte mit einem Sieg in Dortmund auf zwei Punkte an den BVB heranrücken
Gegen Borussia Dortmund feierte Union Berlin seinen historisch ersten Sieg in der Bundesliga (21.08.2019)
Der Gegner-Experte
Jannik Schröder arbeitet für das Dortmunder Fanzine “Schwatzgelb” [schwatzgelb.de]. Die Leidenschaft für den BVB wurde dem 29-Jährigen familienbedingt in die Wiege gelegt und ist im Laufe der Jahre eher größer als kleiner geworden. Bei “Schwatzgelb” schrieb er zuerst Gastbeiträge und ist mittlerweile fester Teil der Redaktion.
So läuft es bei Borussia Dortmund
Die Krise beim BVB spitzt sich zu. Nur zwei Siege aus den letzten elf Spielen sind zu wenig für den hochambitionierten Champions-League-Achtelfinalisten und bedeuten in der Liga mittlerweile graues Tabellenmittelfeld. Selbst im heimischen Westfalenstadion, normalerweise eine Borussen-Bastion, wollte es mit dem Siegen zuletzt nicht mehr klappen: Bereits seit fünf Spielen warten die Anhänger auf einen Erfolg. Es ist die längste Durststrecke seit 2006.
Auch unter dem seit zwei Wochen amtierenden Trainer Niko Kovac bleibt das Team weit hinter den Erwartungen. “Mit dem Trainerwechsel wünscht man sich einen Ruck, einen neuen Impuls”, sagt Jannik Schröder vom Fan-Portal “schwatzgelb”. Doch genau dieser Anschub fehle dem Team. Vor allem die jüngste Vorstellung bei Abstiegskandidat VfL Bochum sei “offensiv ideenlos” gewesen, während sich die Defensive erneut grobe Fehler erlaubte. “Kovac hat es noch nicht geschafft, das Spiel seiner Mannschaft hinten zu stabilisieren und vorne effektiver zu gestalten.
Vielleicht kommt Union Berlin aber genau zur richtigen Zeit für kriselnde Borussen. Immerhin konnten sie die Köpenicker in jedem der bisherigen fünf Bundesliga-Heimspiele schlagen.
Auf diesen Spieler sollte Union besonders achten
Die Frage nach dem gefährlichsten Borussen bezeichnet Schröder als “No-Brainer” – die Antwort sei also offensichtlich: “Serhou Guirassy ist die Lebensversicherung der Mannschaft. Er trifft regelmäßig, trotz aller Widrigkeiten auf dem Platz.” Neun Treffer waren es bislang in der Liga. Sogar einen mehr erzielte der Franzose in der Champions League, macht Platz eins in der Königsklassen-Torjägerliste. Auch Karim Adeyemi könne gefährliche Akzente im Angriff setzen, allerdings brauche dieser dazu ein “funktionierendes Team um ihn herum”.
Das bewegt die Fans
Viele Borussen stellen sich die Frage, wie sich der Verein künftig aufstellen will, so Schröder. “Die laufende Saison kann man ohnehin schon jetzt als Fehlschlag bezeichnen.” Eine entscheidende Personalie, an der sich einige Fans reiben, sei Sebastian Kehl. Schröder sagt: “Ein Großteil der Spieler, die heute auf dem Platz stehen und enttäuschen, hat er zu verantworten.” Der Vertrag des Sportdirektors wurde im Januar trotzdem verlängert und gilt nun bis 2027. Der technische Direktor Sven Mislintat musste wiederum vor drei Wochen seinen Hut nehmen.
Das sagt der Trainer
Steffen Baumgart (Union Berlin): “Borussia Dortmund ist in der Lage, aus wenig viel zu machen. Es wird ein interessantes Spiel.”
So könnte Union spielen
Unter Steffen Baumgart konnten sich die Unioner einen soliden Abstand von zehn Punkten zum Relegationsplatz erarbeiten. Obwohl die Mannschaft zuletzt bei Borussia Mönchengladbach mit 1:2 unterlag, bewiesen die Spieler zumindest, dass die intensive Baumgart’sche Spielidee mittlerweile bei ihnen angekommen zu sein scheint. Union lief am vergangenen Samstag 128,3 Kilometer, das ist ein neuer Saisonrekord.
Beim BVB erwartet Baumgart nun eine schwierige Aufgabe. “Borussia Dortmund ist in der Lage, aus wenig viel zu machen. Es wird ein interessantes Spiel”, sagte er auf der Pressekonferenz am Donnerstag.
Verzichten muss der Trainer am Wochenende auf den verletzten Außenspieler Robert Skov. Doch der Däne sei weiter als erwartet: “Ich hoffe, dass er nächste Woche mehr in Bewegung kommt”, so Baumgart. Für Skov dürfte Tom Rothe starten – den die Unioner im Sommer vom BVB holten.
Ebenfalls wieder in den Kader rutschen könnte Innenverteidiger Kevin Vogt.
Werder Bremen muss im Auswärtsspiel beim SC Freiburg auf Milos Veljkovic verzichten. Der Abwehrspieler klagt über Rückenbeschwerden und macht die Reise in den Breisgau nicht mit. Werder-Coach Ole Werner hofft aber darauf, dass der Serbe bis zum DFB-Pokal-Viertelfinale beim Drittligisten Arminia Bielefeld am Dienstag aber wieder fit ist.
Schon in Freiburg wieder zur Verfügung steht Jens Stage. Der Däne hat seine muskulären Probleme auskuriert und dürfte am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) in die Startelf zurückkehren.
Nach nur einem Sieg aus den sieben bisherigen Bundesligaspielen in diesem Jahr sind die Bremer unter Zugzwang. «Es geht jetzt in die entscheidende Phase, in der sich auch Tendenzen abzeichnen», sagte Werder-Coach Ole Werner, der die sportliche Durststrecke aber nicht überbewerten wollte. «Solche Phasen gibt es im Laufe einer Saison. Ich bin weiter mega-überzeugt von meinen Spielern.»
Fußball-Bundesliga
Wichtige Woche für Werder – Werner bleibt überzeugt
Zur Merkliste hinzufügen
In dieser Woche kann sich für Werder Bremen sehr viel entscheiden. Gut, dass ein wichtiger Spieler wieder dabei ist.
In der Liga gegen Freiburg und Wolfsburg, dazwischen im DFB-Pokal gegen Bielefeld – in dieser Woche kann sich schon entscheiden, ob die Saison für Werder Bremen ein Erfolg wird oder mit Ernüchterung endet. “Es geht jetzt in die entscheidende Phase, in der sich auch Tendenzen abzeichnen”, sagte Werder-Coach Ole Werner.
Nach nur einem Sieg in den bisherigen sieben Spielen dieses Jahres stehen die Grün-Weißen schon zum Auftakt der Englischen Woche an diesem Freitag (20.30 Uhr/DAZN) beim SC Freiburg unter Druck. In der Liga sind die Bremer bis auf Platz zehn zurückgefallen, Freiburg hat als Tabellenfünfter schon sechs Punkte Vorsprung. Eine Niederlage im direkten Duell und die Breisgauer wären für Werder wohl nicht mehr einzuholen.
Werner will die sportliche Durststrecke der vergangenen Wochen aber nicht überbewerten. “Solche Phasen gibt es im Laufe einer Saison. Ich bin weiter mega überzeugt von meinen Spielern”, sagte der Werder-Coach.
Nach der schwachen Leistung beim 1:3 gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag versuchte Werner, in dieser Woche Lockerheit und Zuversicht auszustrahlen. Der Bremer Trainer scherzte mit den Journalisten, gab sich gelöst und voller Optimismus. “Man darf sich nicht so sehr von außen leiten lassen. Wir müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren und unsere Leistung bringen”, sagte der Werder-Coach.
Bremens Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz wollte ebenfalls nicht zu hart mit der Mannschaft ins Gericht gehen. “Durch die gute Hinrunde schürst du natürlich gewisse Erwartungen und Hoffnungen, intern wie extern”, sagte Fritz der “Deichstube”. “Die Mannschaft hat konstant abgeliefert und teilweise vielleicht sogar über dem Limit gespielt.”
Einer fehlt, einer zurück
Nun gilt es, zumindest wieder annähernd an die Form aus dem Dezember heranzukommen. In Freiburg nicht dabei mithelfen kann Milos Veljkovic. Der Abwehrspieler klagt über Rückenbeschwerden und macht die Reise in den Breisgau nicht mit. Werner hofft aber darauf, dass der Serbe bis zum DFB-Pokal-Viertelfinale beim Drittligisten Arminia Bielefeld am Dienstag wieder fit ist.
Schon in Freiburg wieder zur Verfügung steht Jens Stage. Der Däne hat seine muskulären Probleme auskuriert und dürfte in die Startelf zurückkehren. “Jens ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Er hat viele Attribute, die uns guttun. Er ist immer noch unser bester Torschütze”, sagte Werner über den 28-Jährigen.
Stage soll nun mit dafür sorgen, die Woche zu einem Erfolg zu machen und die Wende einzuleiten. Werner ist fest überzeugt davon, dass das gelingt. “Wir sehen es als drei Chancen an und trauen uns zu, in allen drei Spielen etwas zu holen.”
Werder Bremen sucht 2025 noch seine Form. Jetzt stehen drei wichtige Spiele in einer Woche an. Beim ersten fehlt ein Abwehrspieler.
Werder Bremen muss im Auswärtsspiel beim SC Freiburg auf Milos Veljkovic verzichten. Der Abwehrspieler klagt über Rückenbeschwerden und macht die Reise in den Breisgau nicht mit. Werder-Coach Ole Werner hofft aber darauf, dass der Serbe bis zum DFB-Pokal-Viertelfinale beim Drittligisten Arminia Bielefeld am Dienstag aber wieder fit ist.
Schon in Freiburg wieder zur Verfügung steht Jens Stage. Der Däne hat seine muskulären Probleme auskuriert und dürfte am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) in die Startelf zurückkehren.
Nach nur einem Sieg aus den sieben bisherigen Bundesligaspielen in diesem Jahr sind die Bremer unter Zugzwang. “Es geht jetzt in die entscheidende Phase, in der sich auch Tendenzen abzeichnen”, sagte Werder-Coach Ole Werner, der die sportliche Durststrecke aber nicht überbewerten wollte. “Solche Phasen gibt es im Laufe einer Saison. Ich bin weiter mega-überzeugt von meinen Spielern.”
2. Fußball-Bundesliga
Fiél-Aus bei Hertha BSC besiegelt
Zur Merkliste hinzufügen
Cristian Fiél ist nicht mehr Trainer bei Hertha BSC. Die jüngste Niederlagen-Serie zwingt die Berliner zum Handeln.
Cristian Fiél ist nicht mehr Trainer von Fußball-Zweitligist Hertha BSC. Nach gerade acht Monaten muss der 44-Jährige seinen Posten beim Hauptstadt-Club schon wieder räumen. Die Berliner gaben die Trennung nach dem 1:2 am Samstagabend bei Fortuna Düsseldorf bekannt – der vierten Pleite nacheinander.
Abstiegskampf statt Aufstiegstraum
Es sei keine leichte Entscheidung gewesen, versicherte Sportdirektor Benjamin Weber. Die Nachfolge ließ die Hertha-Spitze zunächst offen. “Manchmal erfordert der Fußball schwierige Entscheidungen, und ich respektiere den Entschluss des Vereins”, sagte Fiél laut Mitteilung des Clubs.
Von der Zielerfüllung und einer Rückkehr in die Bundesliga entfernte sich der Immer-Wieder-Krisenclub seit Dezember. Zwischenzeitig hatte die Hertha als Sechster am 10. Spieltag mit nur zwei Punkten Rückstand auf einen direkten Aufstiegsrang noch voll im Soll gelegen. Doch Fortschritte machte die Mannschaft nicht wirklich, im Gegenteil.
Abgerutscht auf Platz 13 nach dem 22. und für Fiél letzten Spieltag muss der Club statt um den Aufstieg nun gegen den Abstieg kämpfen. Einer der Tiefpunkte unter dem Coach, der den Posten erst im Sommer von Immer-Wieder-Hertha-Trainer Pal Dardai übernommen hatte, war die desaströse 0:2-Niederlage beim Tabellenletzten Jahn Regensburg Anfang dieses Monats. Zuletzt wurde Fiél nicht selten von den eigenen Fans ausgepfiffen – auch beim 0:1 in der vergangenen Woche gegen den 1. FC Kaiserslautern.
Ballbesitz- statt Umschaltfußball
Nachdem Dardai mal wieder ausgedient hatte, sollte Fiél die Mannschaft weiterentwickeln. Dominanz wollte die Hertha ausstrahlen, Ballbesitzfußball demonstrieren. Angeblich sollen die Berliner dem 1. FC Nürnberg sogar eine sechsstellige Summe gezahlt haben, um den Coach ins Westend zu locken. Er hatte einen Vertrag bis Mitte 2026 bekommen.
Auf dem Papier haben die Berliner einen der besten Kader der zweiten Liga, trotz der finanziell bedingten Abgänge von Marc Kempf und Haris Tabakovic im Sommer. Verletzungen und Ausfälle machten ihnen aber zu schaffen. Allen voran fehlte Fabian Reese monatelang, gegen Kaiserslautern hatte er das erste Mal in dieser Saison durchgespielt.
Hoher Trainerverschleiß bei der Hertha
Einen dringend benötigten Angreifer konnte aus wirtschaftlichen Gründen im Winter nicht verpflichtet werden. Hertha will nicht nur den Berliner Weg weitergehen, den der vor gut einem Jahr gestorbene damalige Vereinspräsident Kay Bernstein ausgerufen hatte, Hertha muss es. Seit 2015 verschliss der Club eine Reihe von Trainer, gleich dreimal in dieser Zeit musste allein Dardai ran.
Frankfurt/Main (dpa) – Die Erleichterung über das Ende der kleinen Remis-Serie war bei den Profis von Eintracht Frankfurt spürbar. Mit dem lockeren 3:1 (2:0) gegen Schlusslicht Holstein Kiel festigten die Hessen den dritten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga und holten sich Rückenwind für die anstehenden Topspiele bei Tabellenführer Bayern München und gegen Titelverteidiger Bayer Leverkusen.
„Klar war das heute wichtig im Hinblick auf die kommenden Wochen. Momentan sieht die Tabelle natürlich schön aus“, sagte Torwart Kevin Trapp. Und Sportvorstand Markus Krösche stellte fest: „Es war wichtig, dass wir das Spiel gewonnen haben. Es war ein Pflichtsieg.“
Nach zuvor drei Unentschieden trafen Hugo Larsson in der 18. Minute, Tuta (37.) und Can Uzun (60.) vor 57.700 Zuschauern zum nie gefährdeten Sieg für die Hessen. Das Tor von Finn Porath (73.) hatte nur statistischen Wert. Dennoch monierte Krösche: „Nach dem dritten Tor haben wir zu wenig gemacht, da waren wir zu passiv. Das ärgert mich.“
Frankfurt mit kleinem Polster
Hugo Ekitiké (45.) vergab sogar noch einen Handelfmeter für die klar überlegenen Frankfurter, die jetzt 42 Punkte aufweisen und sich im Kampf um einen Champions-League-Platz etwas Luft vor den Verfolgern RB Leipzig (37), SC Freiburg (36) und VfB Stuttgart (35) verschafften.
Nach einer kurzen Findungsphase zu Beginn nahm die Partie schnell den erwarteten Verlauf. Die Eintracht dominierte und erarbeitete sich schon in der Anfangsviertelstunde zwei gute Gelegenheiten, die Ekitiké jedoch nicht verwerten konnte. Erst verzog der Franzose knapp, dann scheiterte er an Kiels Ersatztorwart Thomas Dähne.
Beim Führungstor der Hessen war der 31-Jährige, der den erkrankten Stamm-Keeper Timon Weiner vertrat und damit sein Bundesligadebüt feierte, jedoch machtlos. Auf Vorlage von Nathaniel Brown traf Larsson in seinem 50. Bundesligaspiel per Knie aus Nahdistanz.
Kiel chancenlos
Zwar bot sich den Gästen durch Armin Gigovic, dessen zu schwacher Schuss Eintracht-Torwart Kevin Trapp vor keine Probleme stellte, die Möglichkeit zur schnellen Antwort. Spielbestimmend blieb aber die Eintracht.
Uzun traf aus rund 20 Metern nur den Pfosten, den Nachschuss von Rasmus Kristensen entschärfte Dähne. Der musste allerdings noch vor der Pause ein zweites Mal hinter sich greifen. Nach einer weiten Flanke von Uzun kam der Ball zu Tuta, der per Direktabnahme vollendete.
Parierte bei seinem Bundesligadebüt einen Elfmeter: Kiels Torwart Thomas Dähne. (Foto: Arne Dedert/dpa)
Wenig später zeigte Dähne dann seine Klasse, als er einen Strafstoß von Ekitiké entschärfte. „Ich hatte mir vor dem Spiel einige Elfmeter von Ekitiké angeschaut und wusste, wenn er einen Zwischenschritt macht, schießt er gerne gerade“, berichtete Dähne. Schiedsrichter Christian Leicher hatte nach einem Handspiel von Kiels Abwehrspieler Ivan Nekic und Ansicht der Videobilder auf den Punkt gezeigt.
Uzun krönt starken Auftritt
Nach dem Wechsel bot sich das gleiche Bild. Frankfurt hatte die Partie sicher im Griff und gestatte den harmlosen Gästen nichts. Nach einem katastrophalen Fehlpass von David Zec erhöhte Uzun vielmehr mit einem überlegten Schlenzer ins Eck.
„Can hatte eine gute Trainingswoche. Insofern war sein Startelf-Einsatz eine Belohnung dafür, was er in den vergangenen Wochen gezeigt und investiert hat“, sagte Eintracht-Trainer Dino Toppmöller über den 19 Jahre alten Offensivspieler, der seine starke Leistung mit dem Treffer krönte. „Es war ein gutes Spiel von mir, vom Team. Ich freue mich darüber. Darauf können wir aufbauen“, sagte Uzun.
Eintracht Frankfurt hat seine kleine Remis-Serie beendet und mit einem lockeren 3:1 (2:0) gegen Schlusslicht Holstein Kiel den dritten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga gefestigt. Nach zuvor drei Unentschieden trafen Hugo Larsson in der 18. Minute, Tuta (37.) und Can Uzun (60.) vor 57.700 Zuschauern zum nie gefährdeten Sieg für die Hessen. Das Tor von Finn Porath (73.) hatte nur statistischen Wert.
Hugo Ekitiké (45.) vergab sogar noch einen Handelfmeter für die klar überlegrenen Frankfurter, die jetzt 42 Punkte aufweisen und sich im Kampf um einen Champions-League-Platz etwas Luft vor den Verfolgern RB Leipzig (37), SC Freiburg (36) und VfB Stuttgart (35) verschafften.
Frankfurt dominiert von Beginn an
Nach einer kurzen Findungsphase zu Beginn nahm die Partie schnell den erwarteten Verlauf. Die Eintracht dominierte und erarbeitete sich schon in der Anfangsviertelstunde zwei gute Gelegenheiten, die Ekitiké jedoch nicht verwerten konnte. Erst verzog der Franzose knapp, dann scheiterte er an Kiels Ersatztorwart Thomas Dähne.
Beim Führungstor der Hessen war der 31-Jährige, der den erkrankten Stamm-Keeper Timon Weiner vertrat und damit sein Bundesligadebüt feierte, jedoch machtlos. Auf Vorlage von Nathaniel Brown traf Larsson in seinem 50. Bundesligaspiel per Knie aus Nahdistanz.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.
Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.
Zwar bot sich den Gästen durch Armin Gigovic, dessen zu schwacher Schuss Eintracht-Torwart Kevin Trapp vor keine Probleme stellte, die Möglichkeit zur schnellen Antwort. Spielbestimmend blieb aber die Eintracht. Uzun traf aus rund 20 Metern nur den Pfosten, den Nachschuss von Rasmus Kristensen entschärfte Dähne.
Kiel chancenlos
„Er ist ein erfahrener Spieler, wo ich mir überhaupt keine Gedanken mache, dass er es heute gut macht“, hatte Kiels Trainer Marcel Rapp vor dem Anpfiff über Dähne gesagt. Der musste allerdings noch vor der Pause ein zweites Mal hinter sich greifen. Nach einer weiten Flanke von Uzun kam der Ball zu Tuta, der per Direktabnahme vollendete.
Wenig später zeigte Dähne dann seine Klasse, als er einen Strafstoß von Ekitiké entschärfte. Schiedsrichter Christian Leicher hatte nach einem Handspiel von Kiels Abwehrspieler Ivan Nekic und Ansicht der Videobilder auf den Punkt gezeigt.
Uzun krönt starken Auftritt
Nach dem Wechsel bot sich das gleiche Bild. Frankfurt hatte die Partie sicher im Griff und gestatte den harmlosen Gästen nichts. Nach einem katastrophalen Fehlpass von David Zec erhöhte Uzun vielmehr mit einem überlegten Schlenzer ins Eck.
„Can hatte eine gute Trainingswoche. Insofern war sein Startelf-Einsatz eine Belohnung dafür, was er in den vergangenen Wochen gezeigt und investiert hat“, sagte Eintracht-Trainer Dino Toppmöller über den 19 Jahre alten Offensivspieler, der seine starke Leistung mit dem Treffer krönte.
Erst als die Hausherren im Vorgefühl des sicheren Sieges etwas nachlässiger wurden, kam Kiel besser ins Spiel und zum Ehrentor. Porath traf im dritten Versuch, nachdem er zuvor zweimal an Trapp gescheitert war.
Die Fußball-Frauen von Eintracht Frankfurt leisten sich im Bundesliga-Spitzenspiel in Wolfsburg eine denkwürdige Niederlage. Vorne wie hinten war das Team völlig überfordert und musste die Tabellenführung abgeben.
Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt haben beim Bundesliga-Gipfeltreffen ein Debakel erlebt und die Tabellenführung eingebüßt. Sie SGE ging am Sonntag mit x:x (0:5) beim VfL Wolfsburg unter und rutschte vom ersten auf den zweiten Platz ab.
Denn zuvor hatte Bayern München mit 1:0 gegen Bremen gewonnen und eroberte mit 38 Punkten die Spitzenposition. Frankfurt als Zweiter hat 35 Punkte auf dem Konto. Wolfsburg schloss mit nun ebenfalls 35 Punkten als Dritter zur Eintracht auf.
Für Wolfsburg trafen Alexandra Popp (3.), Lineth Beerensteyn (8.), Janina Minge (28./Handelfmeter), Lena Lattwein (45.+1/Foulelfmeter) und Pia-Sophie Wolter per Eigentor (45.+7). Nach der Pause erhöhte Endemann (60.) und Carlotta Wamser gelang der Ehrentreffer für Frankfurt (85.). Laura Freigang verschoss noch einen Foulelfmeter (87.).
Katastrophaler Start
Vier Tage nach dem bitteren Pokal-Aus der Frankfurterinnen beim FC Bayern München stand für sie in Niedersachsen das nächste Spitzenspiel auf dem Programm. Die Gastgeberinnen wechselten dafür extra ins große Stadion herüber. Dort erwischten sie dann auch den bessern Start und sorgten für eine katastrophalen Beginn aus Sicht der Gäste.
Bereits nach drei Minuten musste Torhüterin Stina Johannes bereits das erste Mal hinter sich greifen. Lynn Wilms schlug eine mustergültige Flanke und VfL-Stürmerin Popp nutzte ihre Kopfballstärke und versenkte den Ball völlig freistehend zur Führung. SGE-Verteidigerin Sara Doorsoun war zu weit weg und konnte Popp nicht am Kopfball hindern.
Nur fünf Minuten später zeigte der VfL-Angreifer seiner Vollstrecker-Qualitäten. Sara Linder bediente Beerensteyn mit einem Steilpass an auf die Reise, im Laufduell setzte sie sich gegen Doorsoun durch und traf mit einem Schuss vom Fünf-Meter-Raum überlegt in die lange Ecke. Doorsoun musste wenig später verletzt ausgewechselt werden. Für sie kam Jella Veit rein.
Zwei Treffer in der Nachspielzeit von Hälfte eins
Und die Horror-Halbzeit ging weiter: Minge verwandelte einen Handelfmeter (28.) und damit war die Partie frühzeitig entschieden. Wolter war zuvor der Ball an die Hand gesprungen. Es war eine harte Entscheidung gegen die Eintracht. Lattwein erhöhte auf 4:0 durch einen Foulelfmeter (45.+1). Zuvor hatte Nina Lührßen Vivien Endemann zu Fall gebracht.
Zu allem Überfluss gab es sogar noch ein Eigentor. Nach einer verunglückten Abwehr-Aktion von SGE-Torfrau Johannes versuchte Wolter zu klären, köpfte den Ball aber ins eigene Tor (45.+7).
Mit fünf Gegentoren war die Eintracht sogar noch gut bedient. Denn mit mehr Entschlossenheit und Zielgenauigkeit hätte Wolfsburg noch weitere Treffer erzielen können. Die SGE enttäuschte defensiv wie offensiv auf ganzer Linie.
Halbes Dutzend nach der Pause erreicht
Nach der Pause machte Wolfsburg mit dem Toreschießen weiter. Endemann nutzte die Unordnung im Frankfurter Strafraum und schoss unbedrängt zum 6:0 ein (60.). Carlotta Wamser gelang wenigstens noch der Ehrentreffer mit einem feinen Volleyschuss (85.).
Für die Eintracht war es eine denkwürdige Pleite. Das Team mit der besten Offensive und Defensive der Liga holte zuletzt zehn Siege in Folge. Die bislang einzige Niederlage der Bundesligasaison setzte es Mitte Oktober beim 0:1 gegen Bremen.
Im nächsten Bundesligaspiel empfangen die Eintracht-Frauen am 7. März die SGS Essen (18.30 Uhr).
2. Fußball-Bundesliga
Klose jubelt weiter: “Jetzt haben wir einen Flow”
Zur Merkliste hinzufügen
Der 1. FC Nürnberg rennt gegen den SSV Ulm lange vergeblich an, auch noch in Überzahl. Doch dann schlägt der beste Mann auf dem Platz traumhaft zu. Und ein Neuzugang legt nach.
Nach dem nächsten späten Siegjubel pirscht sich Miroslav Klose mit dem 1. FC Nürnberg in der 2. Fußball-Bundesliga immer näher an die Aufstiegsplätze heran. Der “Club” feierte am Sonntag beim zähen und hart erarbeiteten 2:0 (0:0) gegen den lange alles verteidigenden SSV Ulm 1846 den dritten Sieg nacheinander.
“Wir können immer noch einen Punch machen”, frohlockte Klose. Und unabhängig von der Tabelle sagte der FCN-Coach: “Ja, wir werden immer mehr eine Spitzenmannschaft. Ich spüre, dass da was geht. Jetzt haben wir einen Flow.” Lange sei es jedoch “ein Spiel auf Augenhöhe” gewesen, schränkte Klose ein.
Zum Matchwinner wurde in Überzahl der beste Mann auf dem Platz: Casper Jander schoss den Ball in der 86. Minute nach zwei Pirouetten aus 16 Metern wuchtig in den Winkel. “Casper ist ein super Spieler, dass Tor tat ihm gut, da hat er sich belohnt”, sagte Teamkollege Julian Justvan.
Nach dem erlösenden 1:0 jubelte auch Klose an der Seitenlinie enthusiastisch mit. “Ich habe über Casper schon so viel gesprochen. Er ist ein fantastischer Junge. Und der Ball gehorcht ihm. Der Junge hat Qualität und kann genau so weitermachen”, sagte Klose zum 21 Jahre alten Mittelfeldspieler.
In der Nachspielzeit erhöhte der eingewechselte Janis Antiste (90.+3). “Es ist ein gutes Gefühl, das erste Tor für den Club zu schießen”, sagte der 22 Jahre alte Stürmer, den die Franken aus Italien von Sassuolo Calcio ausgeliehen haben. “Der Junge will einfach nur Fußball spielen. Er hat was, was wir so noch nicht im Kader hatten”, sagte Klose zu dem jungen Angreifer.
Ulmer Gelb-Rot hilft dem “Club”
Den Weg zum FCN-Sieg ebnete vor 29.355 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion allerdings ein Ulmer Profi. Der schon mit Gelb vorbelastete Maurice Krattenmacher leistete sich in der 59. Minute eine Schwalbe im Nürnberger Strafraum. Er war vom Gegenspieler nicht berührt und gefoult worden. Schiedsrichter Richard Hempel zeigte Krattenmacher Gelb-Rot.
“Der Platzverweis hat uns in die Karten gespielt”, gestand Justvan. Der Glaube an späte Tore sei nach den Erfolgen der vergangenen Wochen präsent im Team. “Wir ziehen das Ding inzwischen bis zum Ende durch”, sagte Justvan.
Reichert verhindert das 0:1
In Überzahl dominierte Kloses Team gegen die kompakt verteidigenden Ulmer, die sogar durch Oliver Batista Meier hätten führen können. Er scheiterte bei der besten Gäste-Chance an “Club”-Torwart Jan Reichert (47.).
In den Fokus rückte in der letzten halben Stunde Gäste-Torwart Christian Ortag. Er parierte Schüsse von Jens Castrop (65.), Berkay Yilmaz (66.) und Tim Drexler (84.). Klose wollte den Sieg erzwingen und verstärkte die Offensive mit Winter-Zugang Antiste. Der Joker traf auch prompt noch nach Janders Traumtor.